Wiedergabe von Empfindungen eines seelischen Zu

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Wiedergabe von Empfindungen eines seelischen Zu
Claude Monet: Frau mit Regenschirm. Bleitstiftzeichnung aus
dem Jahre 1886. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1926 schrieb
Monet: "lch habe schon immer Theorien verabscheut. Mein
Verdienst war lediglich, daß ich direkt nach der Natur gemalt
habe, indem ich danach strebte, meine Impression der flüchtigen Effekte wiederzugeben."
1895 schuf der norwegische Maler Edvard Munch nach seinem
zwei Jahre zuvor vollendeten Gemälde Der Schrei diese Lithographie. Es ist der Schrei eines von den sozialen Problemen der
Zeit, der Entfremdung des einzelnen und den Ängsten des modernen Lebens zutiefst betroffenen Menschen.
IMPRESSIONISMUS
EXPRESSIONISMUS
. etwa 1890 - ca. 1920
um 1910 - ca. 1925
Wiedergabe von Empfindungen eines seelischen Zustandes in bewußt subjektiver Form; Hauptziel der
Musik ist nicht die Schilderung, sondern das Klangerlebnis.
Bruch mit traditioneller Ästhetik und bisherigen Ausdrucksmitteln, Suche nach möglichst effektvollen,
klaren, ja rücksichtslosen Aussagen. Aufgabe der
Tonalität. Ausgangspunkt: Realismus.
Hauptvertreter:
Claude Debussy (1862-1918)
Paul Dukas (1865-1935)
Maurice Ravel (1875-1937)
Ottorino Respighi (1879-1 936)
Hauptvertreter:
Arnold Schönberg (1874-1951)
Igor Strawinsky (1882-1971)
Bela Bart6k (1881-1945)
Alban Berg (1885-1935)
Äußerungen zum Impressionismus:
Wir wollen keine Erfindung von Geschichten, sondern
die Wiedergabe von Stimmungen .. . , keine Unterhaltung, sondern Eindruck. (Hugo von Hofmannsthai)
Suche nicht nach einer Linie, es gibt sie nicht. Wie
durch Magie genügt ein reizender Farbstrich, ein
schmeichelndes Licht (Paul Gauguin). Die höchsten
Feinheiten der Licht- und Lufttöne im Augenblick ihrer stärksten malerischen Wirkung und ihrer reizvollsten Stimmung bildlich auszuprägen, das ist jetzt die
wichtigste Aufgabe der Malerei geworden ... Claude
Debussy vereinigt alle Grundelemente der malerischen
und dichterischen Strömungen in seiner Musik. (Walter Niemann)
Äußerungen zum Expressionismus:
Da schreit die Not jetzt auf; der Mensch schreit nach
seiner Seele, die ganze Zeit wird ein einziger Notschrei.
Auch die Kunst schreit mit, in die tiefe Finsternis hinein, sie schreit um Hilfe, sie schreit nach dem Geist:
das ist der Expressionismus (Hermann Bahr) .
Das sind nicht mehr Bilder, Gestaltungen, Aussagen
der objektiven Wirklichkeit; es sind Visionen einer leidenschaftlich erregten, glühenden Seele; es ist der
Mensch, der in ekstatischer Trunkenheit seiner Leidenschaften von innen nach außen gestaltet ... Das
geistig-seelische Erlebnis ist stärker als das Objekt der
Umwelt. Es überwindet und zertrümmert die alten Gesetze und Formen (Ernst Stadler).