Heft 03/2016 downloaden

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Heft 03/2016 downloaden
B 3 1417
FEBRUAR/MÄRZ 2016
I S S N 09 3 1 -4 6 7 9
Fachmagazin für Bauhaupt- und Baunebengewerbe
3 1 . JA H R G A N G
IM HANDWERK
I N D I E S E R A U S GA B E :
Einlagensicherung:
Wirklich sicher?
Internet: Wie schnell
ist es heute?
Messe-Vorschau: CeBIT / Light+Building
Bauthermografie:
Röntgenblick für
Handwerker
LESERSERVICE:
www.handwerke.de
Digitalisierung
wird anfassbar.
14. – 18. März 2016
Hannover ▪ Germany
cebit.com
Security
Social
Business
Internet
of Things
Mobile
Big Data
Cloud
Global Event for Digital Business
INHALT
H A U S M I T T E I LU N G
GUT ZU WISSEN
Aktuelle Kurzmeldungen KINDERGELD AUCH IM
MASTERSTUDIUM
WIRTSCHAFT
Ein Masterstudium, das inhaltlich und zeitlich auf ein Bachelorstudium aufbaut, gehört nach Angaben der ARAG Experten zur
Erstausbildung. Daher muß auch Kindergeld während des Masterstudiums gezahlt werden und zwar selbst dann, wenn Studenten
nebenher noch über 20 Wochenstunden arbeiten.
INTERNET
In einem konkreten Fall strich die Familienkasse einem Studenten
das Kindergeld, als er direkt im Anschluß an sein Bachelorstudium
ein Masterstudium aufnahm. Doch die Richter waren der Ansicht,
daß ein sogenanntes konsekutives, also zeitlich nachfolgendes Masterstudium zur Erstausbildung gehört (Bundesfinanzhof, Az.: VI R
9/15). Im Zusammenhang mit dem Kindergeld weisen die ARAG
Experten noch einmal darauf hin, daß Familien, die bereits Kindergeld erhalten, ab Januar 2016 ihre eigene Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-IdNr.) und die ihrer Kinder schriftlich der Familienkasse
melden müssen. Ein Jahr lang haben Eltern Zeit, die Steuer-Nummer
nachzureichen. In der Regel finden Steuerpflichtige die Nummer auf
der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers oder
in ihrem Einkommensteuerbescheid. Mit Hilfe dieses Formulars
kann man die Nummer auch beim Bundeszentralamt für Steuern
erfragen. (https://www.bzst.de/DE/Steuern_National/Steueridentifikationsnummer/ID_Eingabeformular/ID_Node.html)
4
Einlagensicherung bei Kreditinstituten und Wertpapierhandelshäusern, Teil 1 6
KDH: Bundesweites Netzwerk
9
Handwerk im digitalen Wandel
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Schnelle Netze: Der Turbo fürs Internet
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SPECIAL
IT-Trends 2016: Drohnen als neues CeBIT-Thema
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H A R D WA R E
Wärmebildkamera im Smartphone
Hardware-News
18
18
TECHNIKEN
Bauthermografie: Röntgenblick für Handwerker …
20
Light+Building: Gebäudetechnik als Chance für das Handwerk
24
N U T Z FA H R Z E U G E
News
26
MWC 2016: Mobilität ist alles
29
Apps im Handwerk
30
MESSEN
S O F T WA R E
SPARER-HAFTUNG BEI
BANKENPLEITE
Seit diesem Jahr gelten neue Regeln bei Bankpleiten. Auch Kontoinhaber, die mehr als 100.000 Euro auf dem Konto haben,
müssen nun für einen Bankrott haften. Ökonomen sehen darin
ein unkalkulierbares Risiko.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger kritisiert die geltenden Regeln für eine Gläubigerbeteiligung bei der Bankensanierung. Das
Mitglied des Sachverständigenrats hält es für einen Irrweg, neben
Anleihengläubigern auch Kundeneinlagen von mehr als 100.000
Euro zur Sanierung einer Bank einzusetzen. „Bankeinlagen müssen
absolut sicher sein. Die Grenze von 100.000 Euro ist viel zu niedrig“,
sagte Bofinger der „Welt am Sonntag“.
Impressum
28
TITELBILD / ANZEIGE
FLIR CM174
Thermografie-Stromzange
Die FLIR CM174 600A AC/DCThermografie-Stromzange mit
IGM-Technologie ist die erste
Stromzange mit integrierter
Wärmebildkamera. Das Wärmebild führt den Anwender sofort zum Problem, das dann mit Stromstärke, Spannung und
Mittelpunkttemperatur protokolliert werden kann.
www.flir.de/cm174 (siehe auch Seite 4)
Lesen Sie dazu in aller Ruhe unseren Beitrag ab Seite 6 …
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
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GUT ZU WISSEN
Beim Daten-Volumen getrickst
ZUM TITELBILD
FLIR CM174 - 600 A
AC/DC-Thermografie-Stromzange mit IGM
Die FLIR CM174 600 A AC/DC-Thermografie-Stromzange mit IGMTechnologie ist die erste Stromzange mit integrierter Wärmebildkamera. So
können Anwender sofort Probleme erkennen, die ihnen bei einer normalen
Stromzange verborgen bleiben. Mittels der Infrared Guided Measurement
(IGM)-Technologie führt die CM174 den Nutzer visuell exakt an die Stelle eines
möglichen elektrischen Problems, indem sie gefährliche und bisher unsichtbare
Problembereiche effektiv darstellt. Die Ergebnisse können durch präzise Messungen von Stromstärke, Spannung und Mittelpunkttemperatur protokolliert
werden. Die schmalen Klemmbacken verbessern die Zugänglichkeit. Dank
ihrer kompakten Größe passt sie in jede Gesäßtasche, sodass sie überall stets
griffbereit ist. Die innovative FLIR CM174 wird so schnell zum bevorzugten
Elektrodiagnosewerkzeug.
Wirbt ein Mobilfunk-Unternehmen mit „unbegrenztem
Daten-Volumen“, so darf die DatenübertragungsGeschwindigkeit nicht einfach gedrosselt werden.
Das entschied nun das Landgericht Potsdam in einer
entsprechenden Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen das Mobilfunkunternehmen
E-Plus. Kunden wurde laut Vertrag zwar unbegrenztes
Daten-Volumen versprochen, ihnen wurde aber ab
einem Verbrauch von 500 MB im Monat die Übertragungsrate gedrosselt von 21,6 Megabit auf 56 Kilobit
pro Sekunde.
„Für viele Kunden ist die Daten-Geschwindigkeit
ausschlaggebend, um zum Beispiel Nachrichten- und
Streaming-Dienste zu nutzen oder über soziale Netz-
Probleme schneller finden mit IGM
Visuelle Ermittlung elektrischer Problembereiche mit der ersten Thermografie-Stromzange
• Identifizierung überlasteter Kabel und Leitungen –
IGM bringt den Anwender sofort auf die richtige Spur
• 2 in 1 – Stromzange und Wärmebildtechnik in innovativer Kombination
• Arbeitssicherheit – Überprüfen von Schalttafeln oder
Schaltschränken mittels IGM ohne direkten Kontakt
Ergebnisse protokollieren
Ohne zuverlässige InternetVerbindung sitzen Smartphone-Nutzer praktisch auf
dem Trockenen (Quelle: cid
Groß-Gerau)
werke zu kommunizieren“,
sagt Heiko Dünkel vom vzbv.
„Das Internet kann bei diesem
Schneckentempo praktisch
nicht mehr genutzt werden.“
Störungen verifizieren, Belastungen überprüfen und
Hotspots bestätigen
• Mittelpunkttemperatur zum Nachweis eines Hotspots
• Stromstärke- und Spannungsmessungen zur Belastungskontrolle
• Lokalisierung von Problemstellen im Wärmebild mittels Laser und Fadenkreuz
Das Landgericht Potsdam gab dem vzbv Recht und
argumentiert, daß die Leistungseinschränkung den
Kunden gegenüber eine unzulässige Änderung der
Hauptleistungspflicht darstellt. (Az. 2 O 148/14, nicht
rechtskräftig)
Komplexe elektrische Störungen lösen
Die Bankenkrise ...
Design und Funktionalität für professionelles Arbeiten
• Schmale Klemmbacken und eine integrierte Arbeitsleuchte helfen an schwer
zugänglichen und dunklen Stellen
• Fortschrittliche elektrische Funktionen: Echteffektivwert, LoZ, VFD-Modus,
Anlaufstrom, Dioden- (oder auch Halbleiter-)test mit abschaltbarer automatischer Polaritätsumkehr zur Beschleunigung von Halbleiterprüfungen vor Ort
• Erweiterbar auf 3000 Amp AC mit FLIR Flex-Zubehör
www.flir.de/cm174
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COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
… erreicht Deutschlands Sparkassen: Die Nullzinspolitik
der EZB frißt die Erträge, härtere Vorgaben der Regulierer treiben die Kosten. 409 selbstständige Sparkassen, die
nur unter Schmerzen zueinanderfinden. Viel Zeit bleibt
Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon nicht mehr, um
den Vielvölkerstaat zu einen. Eigenständigkeit bedeutete
früher die Stärke der Sparkassen – heute ihren sicheren
Untergang, so das Handelsblatt am 25.2. ...
423 Mio.
Flaschen Schaumwein …
WIESBADEN – Im Jahr 2014
wurden in Deutschland 317
Millionen Liter Schaumwein
konsumiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
weiter mitteilt, entsprach der
Inlandsabsatz im Jahr 2014
damit einer Menge von rund
423 Millionen handelsüblichen 0,75-Liter-Flaschen.
Jeder Einwohner im Alter ab
16 Jahre trank umgerechnet
durchschnittlich 46 Gläser
Schaumwein (à 0,1 Liter).
Gegenüber dem Vorjahr sank
der Absatz von Schaumwein
um 4,7 Millionen Liter beziehungsweise 1,5 % ...
MESSETERMINE
(Auswahl)
06.03. - 09.03.
Köln, Int. Eisenwarenmesse
09.03. - 12.03.
Essen, SHK Essen
11.03. - 13.03.
Zwickau, BAU Zwickau
11.03. - 13.03.
Halle, SaaleBAU
13.03. - 18.03.
Frankfurt/M., Light + Building
14.03. - 18.03.
Hannover, CeBIT
16.03. - 19.03.
Nürnberg, Holz-Handwerk
16.03. - 19.03.
Nürnberg, Fensterbau/
Frontale
04.04. - 08.04.
Düsseldorf, Tube Rohrfachmesse
04.04. - 08.04.
Düsseldorf, wire - Draht
und Kabel
05.04. - 08.04.
Nürnberg, IFH/Intherm
11.04. - 17.04.
München, bauma
(ohne Gewähr)
SMART HOME STUDIE 2016
Massenmarkt ist bereit für Smart Home
Die Marktforschung Dr. Grieger & Cie. hat in Zusammenarbeit mit dem
SmartHome Initiative Deutschland e.V. im Rahmen einer repräsentativen
Umfrage 1.017 Deutsche zum Thema Smart Home befragt.
Untersucht wurden neben der aktuellen Marktgröße auch Nutzung und
Nutzungswünsche verschiedener SmartHome-Anwendungen, Treiber und
Hemmnisse der unterschiedlichen Anwendergruppen, Bekanntheit und Zufriedenheit mit Herstellern sowie das perfekte SmartHome-System aus Sicht
der Nutzer und Interessenten. Den Ergebnissen der Studie zufolge nutzen
bereits 30 Prozent der 1.017 befragten Haushalte SmartHome-Anwendungen. Vielen war dies zum Zeitpunkt vor der Befragung allerdings gar nicht
bewußt. Gut die Hälfte der Befragten hat Interesse an smarten Assistenten
und lediglich jeder Fünfte lehnt eine Nutzung momentan grundsätzlich ab.
Gründe für die Ablehnung
… finden sich vorrangig in den
(vermeintlich) hohen Kosten für
Anschaffung, Einbau und Betrieb der Anwendungen. Zudem
herrscht unter den Anwendern eine
latente Unsicherheit hinsichtlich
des Datenschutzes. Als weiteres
Hemmnis wird die Inkompatibilität von Geräten unterschiedlicher
Hersteller angesehen. Dies spiegelt
sich in dem Wunsch der deutschen
Interessenten und Nutzer wider,
die Steuerung aller Smart HomeAnwendungen über eine einzige
App vorzunehmen.
Die beliebtesten Anwendungen
… der deutschen SmartHome-Nutzer stammen derzeit aus den Bereichen
Energiemanagement sowie Entertainment und Kommunikation. Einen
weiter zunehmenden Trend zu Anwendungen stellte das Hamburger Institut
auch im Bereich Sicherheit fest. „Die Breite an SmartHome-Anwendungen
ruft Hersteller und Anbieter unterschiedlichster Couleur auf den Plan.
Dadurch verlieren die Marktteilnehmer bisweilen den Nutzer aus dem
Blick.“, erläutert Bianca Emmert, Studienleiterin bei Dr. Grieger & Cie.
Marktforschung.
Hersteller, Handwerk & Handel
Alexander Schaper, Geschäftsführer des SmartHome Initiative Deutschland
e.V. freut sich: „Bei der Entwicklung der Fragen zur Studie haben wir großen Wert darauf gelegt, relevante Informationen von den Nutzern und den
Interessenten zu erhalten. Die Ergebnisse sind für Hersteller und Anbieter
nachvollziehbar und sofort nutzbar“. Nun ist die Branche als Ganzes gefordert: „Um das positive Wachstum des SmartHome-Marktes der letzten
Jahre fortzusetzen, müssen Hersteller, Handwerk und Handel weniger technisch und mehr verbraucherorientiert handeln und vor allem Sorgen und
Einstiegsängste abbauen und ihre Kommunikationsstrategie entsprechend
ausrichten.“, so Emmert weiter. Die vollständige Studie gibt es unter www.
grieger-cie.de/smarthome
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
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WIRTSCHAFT
Die Einlagensicherung
bei Kreditinstituten und
Wertpapierhandelshäusern, TEIL 1
Wann vielleicht nur 100.000 Euro gesichert sind und der Rest ein Sanierungsgewinn der Bank wird … von Dr. Johannes Fiala und Peter A. Schramm
D
Bild oben: Dr. Johannes
Fiala, Rechtsanwalt, MBA
Finanzdienstleistungen
(Univ.), MM (Univ.), Geprüfter Finanz- und Anlageberater (A.F.A.), Lehrbeauftragter für Bürgerliches- und
Versicherungsrecht (Univ.),
Bankkaufmann
(www.fiala.de)
Bild unten: Dipl.-Math.
Peter A. Schramm, Sachverständiger für Versicherungsmathematik (Diethardt),
Aktuar DAV, öffentlich
bestellt und vereidigt von
der IHK Frankfurt/M. für
Versicherungsmathematik
in der priv. Krankenvers.
(www.pkv-gutachter.de).
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COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
ie Finanzmarktaufsicht kann keine Insolvenzen von Kreditinstituten, Wertpapierhandelshäusern oder Versicherungen
verhindern. Bei Wertpapierhandelshäusern beträgt
die maximale Entschädigungspflicht 90% von bis zu
20.000 Euro. Früher gab es den Bail-Out, also die
Sanierung der Banken durch den Steuerzahler – die
„Griechenland-Hilfe“ kam nicht beim griechischen
Volk an, sondern bei Anlegern und Banken. Heute
gibt es den Bail-In, also die Sanierung der Banken
durch deren Kunden (die dann vielleicht nur bis
zu 100.000 Euro als Entschädigung erhalten) und
die Aktionäre – wenn die Bank abgewickelt werden
muß. Bald 600 US-Bankpleiten seit 2007 sind im
Internet dokumentiert (http://bankimplode.com/)
– auch solche in Deutschland (z.B. http://www.
euronetwork.de/pages/die-ursachen.php). Vorbild
für den Bail-In ist die Zypern-Bankenkrise 2013,
bei der Anleger bis zu mehr als 80% ihrer Einlagen
eingebüßt hatten, insgesamt wohl über 11 Mrd.
Euro – teilweise nicht versteuerte Gelder, auch aus
dem ehemaligen Ostblock. Spötter nannten dies ein
„Versuchslabor der EU“.
Wer als Vermögensverwalter oder Treuhänder für
den Verlust angelegter Gelder infolge Insolvenz
der Anlagebank haftet, muß als Beauftragter nicht
verschuldensunabhängig für die Herausgabe nach §
667 BGB einstehen, sondern allein bei einer von ihm
zu vertretenden Pflichtverletzung auf Schadensersatz
nach den §§ 280, 283 BGB haften. Meist ist das
Geld aber weg – und niemand ist schuld. Daher ist
darauf zu achten, daß keine zu niedrige gesetzliche
Einlagensicherung beim Kreditinstitut besteht
(BGH, Urteil vom 21.12.2005, Az. III ZR 9/05).
Generell haben Kreditinstitute nach § 23a Kreditwesengesetz (KWG) den Kunden vor Aufnahme der
Geschäftsbeziehung in leicht verständlicher Form
über die für die Sicherung geltenden Bestimmungen
einschließlich Umfang und Höhe der Sicherung zu
informieren. Der Hinweis in allgemeinen Geschäftsbedingungen genügt. „Daß die Bank ihrer Informationspflicht nicht nachgekommen ist, hat nach
allgemeinen Grundsätzen der Kunde zu beweisen.“
(BGH, Urteile vom 14.07.2009, Az. XI ZR 152/08
und XI ZR 153/98).
Bundesaufsichtsamt für
Finanzdienstleistungen (BaFin)
Beim Besuch der Internetseite (www.bafin.de)
entsteht der täuschende Eindruck, es handele sich
um eine Verbraucherschutzbehörde. Die BaFin
versucht den Bestand der Finanzhäuser – auch der
Versicherungen – „im öffentlichen Interesse, und
nicht im Interesse von Anlegern und Kunden“ zu
sichern, und haftet bei eigenen Fehlern oder seiner
Gehilfen (Sonderprüfer) regelmäßig nicht (BGH,
Urteil vom 26.06.2001, Az. X ZR 231/99 und Urteil
vom 07.05.2009, Az. III ZR 277/08). Dies betrifft
etwa renommierte Sonder- und Wirtschaftsprüfer,
die plumpe Belegfälschungen oder erwirtschaftete
Verluste mehrerer Geschäftsjahre nicht erkennen.
Bei Wertpapierhandelshäusern sagt die BaFin
beispielsweise schlicht: „Die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht gibt nach § 5 Absatz
1 Satz 4 des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (EAEG) bekannt, daß bei dem
Institut Dr. Seibold Capital GmbH in Gmund am
Tegernsee der Entschädigungsfall festgestellt wurde.“
(http://www.e-d-w.de). Eine Warnung vorher kann
für die BaFin nicht im öffentlichen Interesse liegen,
weil sie vielleicht eine Panik auslösen würde, wenn
jeder noch versucht sein Geld zu retten – und die
Gewinnung ausreichend vieler neuer ahnungsloser
Anleger könnte ja noch zur Rettung beitragen, also
im öffentlichen Interesse liegen.
Anzeige
Entschädigungseinrichtung der
Wertpapierhandelsunternehmen (EdW)
EU plant schrittweise europäische
Einlagensicherung ab 2017
Entschädigt werden von der EdW die Anlegerforderungen aus Wertpapiergeschäften, zum Marktwert
herauszugebender Wertpapiere und auszuzahlender
Geldguthaben – auch bei Unterschlagung und
Veruntreuung. Nicht entschädigt werden Scheingewinne aus Schneeballsystemen und Schäden
aufgrund fehlerhafter Anlagestrategie in der Vermögensverwaltung, auch wenn das Wertpapier an
Wert verloren hat und vielleicht wertlos geworden
ist. Allerdings kann ein Aussonderungsrecht bei Insolvenz am Depot bestehen, § 47 Insolvenzordnung
(InsO) – insoweit wird dann auch nichts entschädigt.
Über die Ursachen der Krise, etwa daß ein Vermögensverwalter eher wie ein Börsen-Spielcasino seinen
Betrieb geführt hat, Gelder unterschlagen hatte,
oder wiederholt „gegen den Markt“ höchste Risiken
ungesichert eingegangen war, erfährt der Anleger
meist wenig bis nichts. Dafür gibt es dann vielleicht
wenige Hinweise aus der Presse, und Anwälte, die
nötigenfalls nach dem Informationsfreiheitsgesetz
(IFG) erst mal gegen die BaFin auf Auskunft bzw.
Akteneinsicht klagen müssen (Verwaltungsgericht
Frankfurt/Main, Urteil vom 23.01.2008, Az. 7 E
3280/06 (V)). Gesetzlich unterliegt die BaFin generell der Amtsverschwiegenheit.
Ein „European Deposit Insurance Scheme (EDIS)“
soll ähnlich einem Kreditversicherer zunächst die
nationale gesetzliche Entschädigung ergänzen
und entlasten, bis hin zur Abschaffung nationaler
Entschädigung ab 2024. Dann heißt die Entschädigungseinrichtung „Single Resolution Board
(SRB)“. Kritiker sprechen von dem Plan einer Vergemeinschaftung von (Bank-)Schulden in der EUBankenunion zugunsten maroder Auslandsbanken,
denn es handelt sich um eine Verschmelzung der
nationalen gesetzlichen Einlagensicherungen. Gehen
zu viele und/oder zu große Banken in zu kurzer
Zeit pleite, werden vermutlich die EU-Staaten mit
Belastung des Steuerzahlers zusätzlich einspringen
müssen (Bail-Out). Bisher existiert ein europäisches
Einlagensicherungssystem nicht. Allerdings gibt es
europäische Vorgaben an die EU-Mitgliedstaaten
zur Ausgestaltung ihrer gesetzlichen nationalen
Einlagensicherungssysteme. Diese sind in der Einlagensicherungsrichtlinie festgeschrieben und bieten
bis zu mehr als 100.000 Euro als Entschädigung im
Fall der Insolvenz eines Kreditinstitutes.
Die Liste der Vermögensverwalter in Insolvenz läßt
erahnen, daß es sich um zahlreiche nicht entschädigte
Milliarden an Verlusten, einschließlich solcher aus
fehlerhaften Anlagestrategien sowie Schneeballsystemen, handeln dürfte. Durch entsprechende Versicherungen, aber auch durch eine Schattenbuchhaltung
sowie Controlling und Überwachung der eigenen
Vermögensverwalter hätte sich mancher Kunde insolventer Vermögensverwalter oft den Verlust seines
Vermögens ersparen können.
100.000 Euro Garantie durch Umsetzung
der Einlagensicherungs-Richtlinie
Am 3. Juli 2015 ist das neue Einlagensicherungsgesetz (EinSiG), in Kraft getreten, das die neugefaßte
Richtlinie 2014/49/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Einlagensicherungssysteme in deutsches Recht umsetzt.
Damit erhalten Kunden der Kreditinstitute in der
EU eine Garantie durch bankenfinanzierte Einlagensicherungsfonds. Das Einlagensicherungsgesetz
(EinSiG) betrifft auch Landesbanken, Landesbausparkassen, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Je Sparer und Bank handelt es sich um
Dokumentierte Bankenpleiten in
Deutschland: www.euronetwork.de/pages/
die-ursachen.php
„Je Sparer und Bank
handelt es sich um bis
zu 100.000 Euro, sodaß
sich in jedem Falle eine
Risikostreuung anbietet,
als Trend zur Zweit- oder
Drittbank.“
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
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WIRTSCHAFT
Bald 600 US-Bankpleiten seit 2007
sind im Internet dokumentiert
(http://bankimplode.com/)
bis zu 100.000 Euro (§ 8 I EinSiG), sodaß sich
in jedem Falle eine Risikostreuung anbietet, als Trend
zur Zweit- oder Drittbank.
Sparkassen und Genossenschaftsbanken von der
(neuen) gesetzlichen Einlagensicherung mit betroffen.
Gemäß § 8 II, III, IV EinSiG kommt eine Deckungssumme bis zu insgesamt 500.000 Euro in Frage, falls
es etwa um Gelder
z aus Immobilientransaktionen mit privat genutzten
Wohnimmobilien,
z die soziale, gesetzlich vorgesehene Zwecke erfüllen
und an bestimmte Lebensereignisse geknüpft sind,
wie Heirat, Scheidung, Renteneintritt, Ruhestand,
Kündigung, Entlassung, Geburt, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Invalidität, Behinderung oder Tod,
z durch Auszahlung von Versicherungsleistungen,
z für Entschädigungszahlungen für aus Gewalttaten
verursachte gesundheitliche Schädigungen oder für
durch nicht zu Recht erlittene Strafverfolgungsmaßnahmen verursachte Schäden.
Genossenschaftsbanken
Geschützt sind dann nur Einzahlungen vor bis zu
sechs Monate vor dem Entschädigungsfall, und auch
nur dann, wenn sie gesondert beim Sicherungsfonds
angemeldet und glaubhaft gemacht wurden.
Da fragt man sich, weshalb der Staat im Umfang
mehrerer Bundeshaushalte
den Sektor privater Banken durch Rettungsgelder
unterstützt hat, anstatt
ihn besser zu regulieren?
In diesem Sicherungsfonds müssen bis zum Ablauf
des 03.07.2024 nur 0,8 Prozent der abzudeckenden
Einlagen enthalten sein. Kommt es dann in einer
Finanzmarktkrise zum Ausfall von mehr als 0,8%
der geschützten Einlagen durch Bankenkonkurs(e),
werden die offenbar gerne als GmbH geführten
gesetzlichen Einlagensicherungsfonds beim Insolvenzgericht einen Antrag auf Konkurseröffnung
stellen müssen. Das „Financial Stability Board“ (FSB)
informiert regelmäßig darüber, welche Banken global
systemrelevant sind – „global systemically important
banks (G-SIBs)“, mit erstaunlich geringen eigenen
Kapitalreserven für den Fall einer Krise. Die Deutsche
Bundesbank schreibt in ihrem Monatsbericht vom
16.06.2014 unter dem Titel „Die neuen europäischen
Regeln zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten“ (S 31): „Im Zuge der seit 2007 andauernden
Finanzkrise …“ – demnach dauert die Krise bis in die
Gegenwart hinein.
Die bisherige Folge der „Finanz- und Staatsschuldenkrise“ ist die Bankenunion: Sie besteht aus einer
einheitlichen Bankenaufsicht bei der EZB, einer
einheitlichen Bankenabwicklung, einem einheitlichen
Regelwerk für Banken sowie einer nach einheitlichen
Standards aufgebauten Einlagensicherung für die EUMitgliedsländer. Die EU-Einlagensicherungsrichtlinie
wurde 2014 geändert in die „Deposit Guarantee Schemes Directive“ (DGSD), welche zum 03.07.2015 in
nationales Recht durch das DGSD-Umsetzungsgesetz
verwandelt wurde – insbesondere durch das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG). Erst damit wurden
„Die Sicherungseinrichtung der genossenschaftlichen
Finanzgruppe ist das weltweit älteste, ausschließlich
privat finanzierte Sicherungssystem für Banken.
Dieses System hat von Beginn an (seit den 1930er
Jahren) stets sichergestellt, daß alle einbezogenen
Banken ihren Verpflichtungen nachkommen konnten. Keine angeschlossene Bank war bisher von einer
Insolvenz betroffen, sodaß noch nie ein Kunde einer
angeschlossenen Bank entschädigt werden mußte
oder einen Verlust seiner Einlagen erlitten hat. Zu
keiner Zeit in der 170-jährigen Geschichte unserer
Bankengruppe hat der Staat eine Genossenschaftsbank in Deutschland durch den Einsatz von Steuergeldern finanziell unterstützt.“, heißt es in einer
Information von „Sicherungseinrichtung des BVR“
und „BVR Institutssicherung GmbH“. Da fragt man
sich als Leser, weshalb der Staat im Umfang mehrerer
Bundeshaushalte den Sektor privater Banken durch
„Rettungsgelder“ unterstützt hat, anstatt ihn besser
zu regulieren?
Einerseits gibt es nun zusätzlich die „BVR Institutssicherung GmbH“ (gesetzliche Sicherungseinrichtung nach dem EinSiG), welche den Kunden die
Garantie über 100.000 Euro, und in besonderen
Fällen 500.000 Euro bietet. Andererseits gab es
schon immer die freiwillige Sicherungseinrichtung
des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken (Sicherungseinrichtung des
BVR), welche seit 1934 drohende oder bestehende
wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Kreditinstituten abzuwenden oder zu beheben,
also Insolvenzen zu verhindern hat (Institutsschutz).
Die freiwillige „Sicherungseinrichtung des BVR
(BVR-SE)“ schützt auch Kundenvermögen (Einlagenschutz). Im Rahmen ihrer Statuten schützt die
BVR-SE über den gesetzlichen Schutz der „BVR
Institutssicherung GmbH“ hinausgehend alle
Kundeneinlagen (z.B. Spareinlagen, Sparbücher,
Sparbriefe, Termineinlagen, Festgelder. Sichteinlagen,
also Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten, und
Inhaberschuldverschreibungen, soweit von angeschlossenen Instituten ausgegeben und im Besitz von
Kunden befindlich). Die Genossenschaft erfreut sich
gewisser Beliebtheit – man ist Mitglied, und nicht
nur Kunde. Lediglich eine Genossenschaftsbank mit
Zentrale in NRW wurde besonders prominent durch
Besuche der Staatsanwaltschaft. Manche eröffnen nur
Konten für Beamte und Lohnempfänger, die dann
regelmäßig kostenfrei geführt werden.
Fortsetzung folgt …
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COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
KO M P E T E N Z Z E N T R U M D I G I TA L E S H A N D W E R K ( K D H ) :
Auftrag und Startschuss
bundesweites Netzwerk …
bei der Entwicklung ihrer
Digitalisierungsstrategie zu
beraten und sie bei der Umsetzung digitaler Produktions- und Arbeitsprozesse zu
unterstützen …
von Dr. Alexander Barthel, Leiter
der Abteilung Wirtschaft, Energie
und Umwelt im ZDH
S
o lautet die Zielsetzung des neuen Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH),
das am 1. März 2016 seine Arbeit aufgenommen hat. Iris Gleicke, Parlament. Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsminister und ZDHPräsident Hans-Peter Wollseifer haben im Rahmen
der Eröffnung der diesjährigen Internationalen
Handwerksmesse München (IHM) am 24. Februar
2016 den Startschuß dazu gegeben.
Wie organisiert?
Das KDH ist als bundesweites Netzwerk von Handwerkskammern, Fachverbänden, Kompetenz- und
Bildungszentren sowie handwerkswissenschaftlichen
Instituten ausgestaltet, die einschlägige Kenntnisse
über die Digitalisierung von Wertschöpfungs- und
Marktprozessen haben. Innerhalb des Netzwerkes
werden diese – bisher teilweise nur regional bzw.
gewerkespezifisch verfügbaren – Kompetenzen miteinander verzahnt, fortentwickelt und den Handwerksunternehmen flächendeckend zur Verfügung
gestellt. Die inhaltlich-thematische Gesamtkoordinierung übernimmt das Heinz-Piest-Institut an
der Universität Hannover. Der ZDH wirkt an der
inhaltlichen Ausrichtung des KDH mit und ist verantwortlich für Kommunikation und Abstimmung
der Netzwerkarbeit.
Für welche Arbeitsthemen?
Das KDH konzentriert seine inhaltliche Arbeit auf
vier Themenfelder:
z Prozeßmanagement 4.0 zur Professionalisierung
von Unternehmensabläufen (Kompetenzzentrum
für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der
Handwerkskammer Koblenz);
z Einsatz neuer Produktions- und Automatisierungstechnologien im eigenen Betrieb (Handwerkskammer für Oberfranken, Bayreuth);
z Angebotserweiterung in IT-gestützten Geschäftsmodellen (Handwerkskammer Dresden);
z Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnik im eigenen Betrieb (Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik,
BFE Oldenburg).
Für jedes der Themenfelder wird ein bundesweites
Kooperationsnetzwerk mit den genannten Themenführern und weiteren an der Themenarbeit
mitwirkenden Handwerksorganisationen sowie
externen Partnern eingerichtet. Die Themennetzwerke entwickeln dabei auch adressatengerechte
Transferformate. Die vier Themenführer fungieren
innerhalb des KDH zugleich als SchaufensterPartner ihrer jeweiligen Region (Norden: BFE
Oldenburg; Westen: HWK Koblenz; Süden: HWK
für Oberfranken, Osten: HWK Dresden).
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Foto: IHM
… um Handwerksbetriebe
WIRTSCHAFT
Was und wie erreicht
die Handwerksbetriebe?
Als Schaufenster-Partner stellen
sie Handwerksunternehmen aus
ihrer Region als erste Anlaufadresse für digitalisierungsspezifische
Beispiellösungen, Werkstatt- und
Testumgebungen bereit. Jeder
Schaufenster-Partner unterstützt
zugleich mehrere Unternehmen
seiner Region bei ihrer Entwicklung
zu Modellbetrieben. Zudem stellen
die Schaufenster-Partner zusammen
mit weiteren Transferpartnern (z.B.
Handwerkskammern, Fachverbände, Kreishandwerkerschaften
und Innungen) sicher, daß anspruchsvolle digitale Beratungs- und
Unterstützungskompetenz flächendeckend zur Verfügung gestellt wird
und nicht zuletzt auch in die Fortentwicklung der Ausbildungs- und
Weiterbildungsformate einfließt.
Die bewährten Beraterstrukturen
der Handwerksorganisation (betriebswirtschaftliche und technische
Berater der Handwerkskammern,
Informationsstellen der Fachverbände/Innungen, Beauftragte für
Innovation und Technologie [BIT])
nehmen in diesem Transferprozeß
eine zentrale Rolle ein. Neben der
praktischen Umsetzung ihrer digitalen Produktions- und Arbeitsprozesse benötigen Betriebe aber auch
Rahmenbedingungen, die ihr Engagement flankieren. Hier besteht
noch Handlungsbedarf:
z Sicherstellung eines möglichst
hohen Standards bei der Datensicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen im Hinblick auf die
Daten-Verfügbarkeit.
z Flächendeckende Sicherstellung
der erforderlichen Internet-Bandbreiten, vor allem in den ländlichen
Regionen.
z Verzahnung der eGovernmentAnsätze von Bund und Ländern
untereinander sowie mit der Wirtschaft bzw. deren Selbstverwaltungsinstitutionen.
10
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
M A N C H E R O R T S Z E I GT S I C H N A C H H O L B E D A R F :
Das Handwerk im
digitalen Wandel
Wie die gesamte Wirtschaft befindet sich auch das Handwerk in einem digitalen
Transformationsprozeß, der Geschäftsprozesse und Produkte oder Dienstleistungen gleichermaßen betrifft … von Dr. Hartwig von Bülow, Handwerkskammer für München
und Oberbayern
D
ie Klassiker unter den Informations- und
Kommunikationstechnologien wie EMail und Online-Banking zählen auch im
Handwerk heute zum Standard. Eine im Jahr 2014
durchgeführte Studie des ZDH zeigt andererseits,
daß nur etwa die Hälfte der Betriebe über eine eigene
Homepage verfügen. Auch der Datenaustausch mit
Kunden oder Behörden zählt nur bei jedem zweiten
Betrieb zur Routine.
Großer Nachholbedarf zeigt sich schließlich bei
den modernen IKT-Medien: weniger als 10 % aller
Betriebe nutzen einen Online-Shop zum Verkauf
ihrer Produkte und Dienstleistungen. Auch bei der
Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook zeigen
Handwerksbetriebe große Zurückhaltung. Ähnlich
gering ist die Verbreitung von CRM-Systemen
– trotz vieler Stammkunden werden sie von nur
wenigen Handwerkern genutzt.
Dr.-Ing. Hartwig von Bülow,
Leiter der Abteilung Innvotation, Technik und Umwelt der Handwerkskammer für München und Oberbayern
Foto: argum
Eine vor kurzem durchgeführte Umfrage bei den
Beauftragten für Innovation und Technologie der
Handwerkskammern bestätigt dieses Bild. Die am
häufigsten gestellten IT-relevanten Anfragen der
von ihnen beratenen Betriebe beziehen sich auf
die Erstellung einer Homepage oder das OnlineMarketing. In diesem Zusammenhang spielen auch
rechtliche Fragen oft eine Rolle, und nicht zuletzt
haben viele Betriebe Sorge um die IT-Sicherheit.
Es überrascht nicht, daß die Geschäftsprozesse
vieler Handwerksbetriebe einen geringeren „Digitalisierungsgrad“ aufweisen als die größerer Industrieunternehmen oder digital-affiner Startups.
Interessanterweise werden digitale Technologien von
vielen Handwerksbetrieben aber durchaus für die
Herstellung ihrer Produkte verwendet oder sind ein
wichtiges Element bei den von ihnen angebotenen
Produkten und Dienstleistungen.
Überflieger
Die edlen und platzsparenden
Kleiderbügel von MAWA
erleben grenzenlose Verbreitung. Zu finden sind sie
weltweit in den besten Hotels
und Boutiquen.
Wie zahlreiche Handwerksbetriebe setzt MAWA „Kapital
für Handwerk, Handel und
Gewerbe“ ein.
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Mit der BayBG.
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Eine aktuelle Studie des Nürnberger Forschungsinstituts GfK weist beim Thema „Kundenzufriedenheit mit dem Kapitalgeber“ höchste Werte für die
BayBG aus. Die GfK selbst spricht von Rekordwerten.
kritische Kunden
keine Angaben
Die Kunden der BayBG loben in besonderer Weise
Verlässlichkeit, Kundennähe, Langfristorientierung
(Quelle GfK)
2%
75%
2%
21%
und das hohe Mitarbeiterengagement.
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WIRTSCHAFT
CNC, CAD und SPS sind in vielen Handwerksbranchen längst keine Fremdwörter mehr,
sondern Bestandteil ihrer täglichen Arbeit. Ein
großes Interesse erfahren im Handwerk auch neue,
digitale Fertigungsverfahren, wie sie zum Beispiel
3D-Drucker bieten. In der Dentaltechnik sind sie
bereits Stand der Technik, und anderen Gewerken
wie dem Modellbauer-Handwerk eröffnen sie zunehmend neue Fertigungs- und neue Gestaltungsmöglichkeiten.
Besonders innovative Handwerksbetriebe nutzen
auch die Möglichkeiten, die digitale Technologien
bieten, wenn es darum geht, neue Produkte und
Dienstleistungen zu entwickeln oder ihren Kunden
anzubieten. Beispielsweise integrieren sie elektronische Komponenten und Sensoren in smarte
Textilien und ermöglichen dem Träger, digitale
Geräte zu steuern oder seine physiologischen Daten,
wie Herzschlag und Blutdruck, zu überwachen.
Andere entwickeln in Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen Sensoren und Verfahren zur
Bestimmung, Bewertung und letztlich Optimierung
des Raumklimas in Gebäuden. Dies spart Energie,
schützt die Bausubstanz und steigert auch den
Komfort und die Behaglichkeit für die Bewohner.
Schreiner, die traditionell schon immer individuelle Lösungen angeboten haben, erkennen das
Potential ihrer Homepage und entwickeln OnlineKonfiguratoren, mit denen der Kunde seinen maßgeschneiderten Tisch gestalten und bestellen kann.
Beispiele für solche digitalen Vorreiter lassen sich
in praktisch jedem Gewerk finden, sind aber noch
nicht selbstverständlich. Sie zeigen, daß manche
Handwerker bereits die Chancen nutzen, die ihnen
digitale Technologien bieten. Andere werden sich
nur relativ spät auf den Weg in die Digitalisierung
begeben und wiederum andere wohl gar nicht, weil
sie es nicht müssen oder es nicht können.
Aus heutiger Sicht ist es schwer abzuschätzen, welche Gewerke im Handwerk von der Digitalisierung
besonders stark betroffen sein werden. Zu den
Technologien, die das Potential zu einem tiefgreifenden, ja geradezu disruptiven Wandel im Handwerk
haben, gehören nach Einschätzung vieler Experten
im Handwerk folgende Gebiete: 3D-Druck, BIM
(Building Information Modeling), Smart Home,
Smart Grid, Fernwartung und schließlich Augmented Reality für die Schulung von Kundendienstmitarbeitern und Handwerkern.
12
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
Die Chancen und Risiken, die sich für das
Handwerk daraus ergeben, sollen am Beispiel der
3D-Drucker kurz erläutert werden. Diese Geräte
ermöglichen es Formen herzustellen, die sich mit
klassischen Fertigungsverfahren nur sehr aufwendig bzw. gar nicht hätten verwirklichen lassen.
Der individuellen Gestaltung von Produkten und
der Entwicklung von neuen Designs werden quasi
keine Grenzen mehr gesetzt. Außerdem hält RapidPrototyping damit seinen Einzug ins Handwerk und
ermöglicht diesem, in einer sehr „handwerklichen“
Art Produkte zu entwickeln, bei der Neues relativ
schnell und einfach „ausprobiert“ und schrittweise
verbessert werden kann. Natürlich lassen sich diese
Geräte auch dafür nutzen, schwer oder nicht erhältliche Ersatzteile herzustellen oder eigene Produkte
in Kleinserie herzustellen.
Im Gegenzug eröffnet sich nun auch industriellen
Unternehmen die Möglichkeit, Produkte in der
„Losgröße 1“ herzustellen und damit in Konkurrenz
zu kleineren Handwerksbetrieben zu treten. Last, but
not least sind für 3D-Drucker hohe Investitionen
erforderlich, und ihre Nutzung erfordert viel ITKnow-how, das manchem Handwerker fremd ist
und dessen Aneignung zeit- und kostenintensiv ist.
Es kann nicht verwundern, daß viele Handwerker
der digitalen neuen Welt mit Sorge und Skepsis
gegenüberstehen. Sie sehen, daß die Wirtschaft
im Umbruch ist und manche Branchen, wie der
Warenhandel, das Bankenwesen und die Automobilbranche, sich bereits in einem radikalen Wandel
befinden oder – wie zum Beispiel die Taxibranche
in Amerika – diesen Wandel nicht oder zumindest
nicht unbeschadet überlebt haben. Insbesondere
Dienstleistungen – darunter auch Handwerksdienstleistungen – werden heute zunehmend über
große Online-Plattformen, wie z. B. MyHammer,
angeboten. Für viele Handwerksbetriebe stellt sich
die Frage, ob sie diese Plattformen für den Vertrieb
ihrer Dienstleistungen nutzen sollen, um so neue
Kunden und Märkte zu gewinnen, oder ob sie dadurch zu abhängigen Zulieferern werden, die nicht
mehr kostendeckend arbeiten können.
Technologien wie die Digitalisierung, die bestehende Wertschöpfungsketten und Märkte radikal
verändern, werden als sogenannte „game changer“
bezeichnet. Das Handwerk ist später als andere
Branchen davon betroffen, wird sich dieser globalen
Entwicklung aber nicht entziehen können. Es muß
die geänderten Spielregeln für sich nutzen, wenn es
langfristig bestehen will.
3D-Scanner, der von der Handwerksfirma SCHRÖTER Modell- und
Formenbau GmbH für die Vermessung
und Herstellung der Form des AUDI
R8 verwendet wurde. Mit dem R8
schrieb Audi Rennsportgeschichte. Der
erfolgreichste Le Mans Prototyp aller
Zeiten erzielte innerhalb von 5 Jahren
bei insgesamt 60 Renneinsätzen über
50 Siege.
Foto: SCHRÖTER Modell- und Formenbau GmbH
„Das Handwerk muß die
geänderten Spielregeln für
sich nutzen, wenn es langfristig bestehen will.“
INTERNET
SCHNELLE NETZE:
Der Turbo fürs Internet
Schnelles Internet schafft Wettbewerbsvorteile. Doch welche Geschwindigkeiten gibt es eigentlich?
Worauf sollten Unternehmen achten? Vom Kabelanschluß über DSL, LTE bis VDSL: Die Möglichkeiten
sind vielfältig. Bieten die schnellsten VDSL-Zugänge rund 100 Mbit/s, erhält man über einen Kabelzugang in der Regel doppelt so viel. Aber aus den Kabelnetzen läßt sich noch viel mehr herausholen. So
sind mit Unitymedia beispielsweise seit Februar in NRW, Hessen und Baden-Württemberg DownloadBandbreiten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde (MBit/s) möglich. Auch Handwerksbetriebe profitieren
von schnellerem Internet: Wartezeiten verringern sich, Prozesse werden effizienter, der Austausch über
mehrere Standorte hinweg verläuft reibungsloser, große E-Mail-Anhänge, Projektvideos oder Zeichnungen lassen sich weitaus problemloser verschicken … von Caroline Muchalla
Abb. 1
D
ie bekanntesten Verfahren für breitbandige
Zugangstechnik sind ADSL und VDSL (auch
„xDSL“ genannt), Breitband-Internet der
Kabel-TV-Anbieter nach DOCSIS-Standard, FTTx
(Glasfaser) sowie kabellose Lösungen via Mobilfunk
oder Satellit. Laut DSLWEB Breitbandreport surften
Mitte 2015 rund 21,7 Millionen Teilnehmer über
xDSL-Anschlüsse und 5,7 Millionen Teilnehmer per
Breitbandkabel. Mit Hilfe höherer Bandbreiten und
günstigerer Preise wollen die Kabelnetzbetreiber ihre
Marktposition weiter ausbauen. Die DSL-Provider
halten mit der VDSL Vectoring-Technologie dagegen.
Insbesondere die leistungsstarke Coax-GlasfaserInfrastruktur erleichtert den Zugang zu schnellem
Internet. Ein Beispiel aus der Praxis: Im ostwestfälischen Enger betrug die Übertragungsrate der SRD
Maschinenbau GmbH bislang lediglich zwei Megabit pro Sekunde. Das benachbarte Ingenieurbüro
Bockermann Fritze GmbH kam immerhin auf zwölf
Megabit. Doch auch das ist für zukunftsorientierte
Unternehmen noch zu langsam. Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia schließt das Gewerbegebiet nun
an sein Netz an und versorgt die ansässigen Firmen
mit 400 Megabit pro Sekunde – ein wichtiger Schritt
für mehr Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Heribert Clemens, der den Geschäftskundenbereich
bei Unitymedia leitet, führt aus: „Immer mehr Verbraucher und Unternehmen wünschen sich schnelleres Internet. Daher unterstützen wir mit gezielten
Ausbauprogrammen unter anderem die Erschließung sogenannter White Spots, also noch nicht erschlossener Neubau- und Gewerbegebiete.“ Zudem
schließt Unitymedia
im Rahmen seiner
„Anschlußinitiative
Netz“ Gewerbe und
Privathaushalte an
sein Netz an, die in
unmittelbarer Nähe
zum bestehenden
Netz liegen. So gibt
es einen Zuschuß für
Kosten, die bei Tiefbauarbeiten anfallen,
wenn das Kabel von
der Bordsteinkante
bis zur Haustür gelegt
wird.
Abb. 2
Zukunftsfähigkeit
– eine Frage
der Bandbreite
Vor allem bei Geschäftskunden steigt
der BandbreitenBedarf. So nutzen
Firmen vermehrt IPTelefonie, Videokonferenzen und Cloud
Computing. „Schnelleres und verläßliches Internet
ist ein wesentlicher Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens“, berichtet Heribert
Clemens, Senior Vice President B2B bei Unitymedia. Um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu
stärken, ist Top-Internet Pflicht. Das Problem: Laut
„Akamai State of the Internet Report“ liegt die
Abb. 2: Ein Teil der Haushalte hängt nun
an einem neuen Fibre Node. Für den einzelnen Kunden steht mehr Kapazität zur
Verfügung, die Performance während der
Hauptverkehrszeit wird besser.
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
13
INTERNET
durchschnittliche Geschwindigkeit von Internetzugängen in Deutschland heute bei nur rund 8,8
Mbit/s. Das Statistische Bundesamt1 wiederum hat
festgestellt, daß hierzulande nur rund ein Drittel aller
Unternehmen über einen Onlinezugang mit
mindestens 30 Mbit/s
verfügt. Im europäi­
schen Vergleich landet
Deutschland daher nur
im Mittelfeld. Zudem
erhalten Anwender oft
nicht die DownloadGeschwindigkeiten,
für die sie bezahlen.
Heribert Clemens, Senior Vice
President B2B Unitymedia.
(Alle Bilder und Grafiken: Unitymedia)
Übersicht Technologiebandbreiten
VDSL-Vectoring, G.fast und
Glasfaserausbau
Bei den DSL-Anbietern liegen die Hoffnungen
auf der Vectoring-Technologie, die auf VDSL aufsetzt. Die Deutsche Telekom bietet auf Basis von
Vectoring beispielsweise Bandbreiten
von bis zu 100 Mbit/s im Downstream
und bis zu 40 Mbit/s im Upstream
an – ungefähr das Doppelte zuvoriger
VDSL-Höchstgeschwindigkeit. Mit
G.fast steht ein weiterer Technologiesprung für die Kupferdoppelader in den
Startlöchern. Das Verfahren ist quasi
VDSL-Nachfolger und vergrößert den
verwendeten Frequenzbereich, sodaß es
zu einem Bandbreitenzuwachs kommt.
In der Theorie sollen sich so Datenraten
bis zu einem Gigabit/s erreichen lassen.
Jedoch ist Vectoring zwingende Voraussetzung für dieses Übertragungsverfahren. Zudem
funktioniert es nur über sehr kurze Leitungslängen
– das Limit sind 250 Meter. In Deutschland hat die
Deutsche Telekom G.fast in ersten Feldversuchen
erprobt und dabei über kurze Leitungssegmente
Geschwindigkeiten bis zu 500 Mbit/s erreicht.
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
ser) und Kupferleitungen besteht. Es handelt sich um
FTTC – Fiber to the Curb, also die Heranführung
von Glasfaserleitungen bis zum Straßenrand. Ein
Ausbau des Glasfasernetzes bis in die Gebäude der
Kunden (FTTH – Fiber to the Home oder FTTB
– Fiber to the Building) kommt in Deutschland
dagegen nur langsam voran. Die überwiegende
Mehrheit solcher Anschlüsse ist ausschließlich in
Innenstadtbereichen verfügbar. Größte Hürde für
einen vermehrten Glasfaserausbau sind die enormen
Kosten. Ein weiterer Ansatz heißt „Hybrid-DSL“.
Die Idee ist hier, zu langsame DSL-Leitungen durch
eine Kombination mit dem Highspeed-Mobilfunk
LTE zu beschleunigen. Diese Lösung erfordert jedoch einen sehr guten LTE-Ausbau und ist für die
Anbieter zudem vergleichsweise teuer.
Breitbandkabel als Alternative:
Der Status quo
Schon heute bieten einige Kabelnetzbetreiber wie
Unitymedia über acht Kanäle Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s und 20 Mbit/s
im Upload. Dabei basiert das heutige Angebot auf
dem Übertragungsstandard DOCSIS 3.0 oder EuroDOCSIS. Zudem setzen die Kabelnetzbetreiber
zunehmend auf die Glasfaser-Infrastruktur. Ähnlich
Statistisches Bundesamt Wiesbaden, 21.12.2015: Schnelles Internet in Unternehmen –
Deutschland nur im europäischen Mittelfeld
1
14
Um hohe Datenraten zu ermöglichen, müssen die
DSL-Kabelverzweiger jedoch mit leistungsfähigen
Glasfaserleitungen versorgt werden. VDSL ist also
ein Hybridnetz, das aus Lichtwellenleitern (Glasfa-
Anzeige
wie bei VDSL dient FTTC dazu, lokale Kopfstationen mit hoher Bandbreite ans Internet anzubinden. Das so bereitgestellte
Coax-Glasfaser-Hybridnetz bietet beste Voraussetzungen für
hochverfügbare Datenkommunikationsdienste in hoher Internetbandbreite. Da Koaxialkabel Datenraten von bis zu fünf
Gigabit/Sekunde unterstützen, müssen zu den Teilnehmern in
der Regel keine neuen Leitungen gelegt werden. Zumeist müssen hier lediglich zusätzliche Kanäle per Softwarekonfiguration
aufgeschaltet werden. Ein Austausch der Verstärkerpunkte und
Hausverteil-Verstärker ist selten erforderlich.
RugGear Europe:
Robuste Smartphones für
den Handwerker!
Die deutsche Marke RugGear Europe steht für höchst robuste
und wasserdichte Mobiltelefone, die speziell für den Einsatz im
Industrie- und Outdoor-Bereich entwickelt werden. Gepaart mit
leistungsstarken Akkus und nützlichen Features, wie z. B. Taschenlampe und SOS-Button, sind die RugGear Mobiltelefone bestens für
den Einsatz in rauen und anspruchsvollen Umgebungen geeignet.
Durch die Zusammenarbeit mit Lösungspartnern aus dem Bereich
Alleinarbeiterschutz sind die RugGear Produkte echte RundumSorglos-Pakete.
Infografik: Glasfaserkabel vs. Kupferkabel
RugGear RG310: Das neue Android™ basierte Mobiltelefon
ist multifunktional und leistungsstark zugleich. Durch die starke
LED-Taschenlampe, den zentral platzierten SOS-Button und den
ausdauernden 3.600 mAh Akku eignet
sich das RG310 optimal für den Einsatz
auf der Baustelle und in Werkstätten.
Das RG310 ist nach IP68 staub- und
wasserdicht, sowie nach MIL-STD
810G sturzgeschützt und temperaturresistent. Weitere Vorteile: Dual Micro
SIM, NFC, GPS/AGPS, Bluetooth 4.0.
Ausbauoptionen für Breitbandkabel
Eine weitere Möglichkeit, die Kapazität der Kabelnetze zu
verbessern, sind Node-Splits. Werden in einem Netzsegment
(„Node“) Kapazitätsengpässe festgestellt, läßt es sich weiter
unterteilen. Die verfügbare Datenrate verteilt sich dann auf
weniger Teilnehmer. Zudem gibt es bereits Pilotprojekte, bei
denen die Glasfasern bis in die Häuser ihrer Kunden führen.
Dies bietet Kunden vielversprechende Zukunftsoptionen – die
Übertragungstechnik läßt sich künftig z.B. auf die GlasfaserStandards GPON oder EPON umstellen, und der Kunde
profitiert von Datenraten im Gigabit-Bereich. Dank DOCSIS
3.0 läßt sich die steigende Breitbandnachfrage bereits über
heutige Koaxialnetze erfüllen. Doch Koaxialkabel oder CoaxGlasfaser-Hybridnetze bieten noch viel Potential. Ein wichtiger
Schritt ist bei den Kabelnetzbetreibern die DOCSIS-Version
3.1. Sie ist noch leistungsfähiger und robuster als die Version
3.0. Durch technische Verbesserungen lassen sich Datenraten in
den Kabelnetzen deutlich steigern, ohne teure Änderungen an
der Infrastruktur vornehmen zu müssen. Hinzu kommen eine
optimierte Effizienz, gepaart mit stärkerer Störfestigkeit. Derzeit
kommt DOCSIS 3.1 allerdings noch zumeist in Labortests
zum Einsatz. Es gibt zwar erste Kabelmodems, die für die Unterstützung des neuen Standards vorbereitet sind. Sie verfügen
aber noch nicht über DOCSIS-3.1-kompatible Software. Die
Entwicklung geht weiter.
RugGear RG730: Robust, leistungs-
stark und technisch top ausgestattet: Das neue 5” Smartphone RugGear RG730 verbindet aktuelle technische Standards mit absoluter
Robustheit (IP68, MIL-STD 810G) und modernem Design. Das
RG730 ist ausgestattet mit Android™ 5.1 Lollipop, Quad Core
1,3 GHz Prozessor, 3.020 mAh Akku, LTE, Bluetooth 4.0, NFC,
Dual Micro SIM, 16 GB Speicher, 13 MP Kamera, USB-OTG,
PTT-Button und induktives Laden (QI Standard).
Alleinarbeiterschutz: Mobiltelefone samt Alleinarbeiterschutz-
lösungen sind besonders wichtig, wenn man außer
Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen arbeitet. Die
Applikationen beinhalten dabei das Auslösen eines
Alarms bzw. Notrufs, wenn bestimmte und vordefinierte Ereignisse
eintreffen. So kann ein Alarm u. a. ausgelöst werden, wenn sich das
Gerät in einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt oder in einer
gewissen Neigung fällt.
www.ruggear-europe.com
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
15
SPECIAL
IT-TRENDS 2016:
Drohnen als neues
CeBIT-Thema
Zwischen 20. und 25. Januar waren in Hannover, München und HamFoto: Deutsche Messe
burg im Vorfeld der diesjährigen CeBIT die ersten Auftakt-Pressetage
für IT-Journalisten. CiH-Fachautor Peter Pernsteiner war für uns auf
der „PREVIEW“ in München und hat die CeBIT-Schwerpunkte zusammengestellt …
E
Oliver Frese auf der EröffnungsPressekonferenz der CeBIT Preview
am 20.1.2016 in Hannover.
(Foto: Deutsche Messe)
Der Farbraum des UHD-Monitors
PX3200PT läßt sich individuell
kalibrieren, und auch die neue LEDArbeitsplatzleuchte von BenQ mit
zwischen 2700 und 5700 Kelvin einstellbarer Farbtemperatur ist eine gute
Idee. (Foto: Peter Pernsteiner)
mil Witteveen, Marketingmanager von n
Western Digital eröffnete die Münchner
Preview mit den Ergebnissen einer Studie
zum Nutzerverhalten bei digitalen Daten. Sie bekräftigt, daß wir den digitalen Besitz von Daten
gegenüber dem Streamen von Inhalten bevorzugen.
Die Cloud-Akzeptanz ist in Deutschland extrem
gering – stattdessen bevorzugen wir persönliche
Speicher. Derzeit sind 645 GB die durchschnittliche
Kapazität zur Archivierung persönlicher Daten.
Mit My Cloud präsentierte Western Digital seine
aktuelle Netzwerkspeicher-Familie, auf die man auch
von außen gesichert zugreifen kann. Das kleinste
Single-Bay-Gerät gibt es für 129 Euro. Mit WD
Sync kommt eine neue Synchronisationssoftware
für alle My Cloud-Clients – egal ob PC, AndroidTablet oder iPhone.
ERP-Kooperation der DATEV
Martin Krämer, Leiter Service & Produkte der n
DATEV präsentierte eine neue systemübergreifende
Schnittstelle zur Anbindung von Steuerberatern:
DATEVconnect online kommt im zweiten Quartal
und ist neben allen DATEV-Produkten auch zu
Applikationen von Exact, Lexware und Scopevisio
kompatibel. Anwender können auf dieser Basis
cloudbasierte ERP-Lösungen nutzen, um Belegdaten
zum Steuerberater zu übermitteln. Die bei einem
Cloudanbieter vorgehaltenen digitalen Unternehmens-Belege werden über die neue Schnittstelle auf
geschütztem Weg zur Belegverwaltung im DATEVRechenzentrum hochgeladen. Darauf greift der
Steuerberater zur individuell mit ihm vereinbarten
Weiterverarbeitung zu.
n BenQ hat den neuen Großformat UHD-Monitor
PX3200PT vorgestellt. Das 32-Zoll-Display mit
16
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
3840x2160 Pixeln ermöglicht eine HardwareKalibrierung des Farbraums. Das erfreulich matte
Panel erlaubt einen Blickwinkel von 178 Grad
– gut für Video- und Bildbearbeitung. Zudem
gibt es zwei USB-3.0-Ports, einen SDXC-fähigen
Kartenleser sowie einen Eco-Sensor und eine EyeProtect-Funktion zur automatischen Helligkeitsanpassung. Zudem präsentierte BenQ die innovative
LED-Schreibtischleuchte WiT. Sie wurde für das
e-Reading am Bildschirm entwickelt und hat einen
konkav geformten Leuchtkopf mit matter Oberfläche. Die maximale Lichtstärke beträgt 500 Lux, die
Farbtemperatur ist individuell zwischen 2700 und
5700 Kelvin verstellbar.
Stefan Riedel von n IBM referierte über den Beginn
einer neuen Ära auf Basis von Cognitive Computing.
Es gibt einen Paradigmenwechsel beim Kunden,
denn er will in Zukunft wirklich verstanden werden.
Deshalb müssen kognitive Systeme wie IBM Watson
durch Interaktionen mit dem Kunden selbstlernend
evidenzbasierte Antworten finden. So läßt sich z.B.
anhand von Bildern die Einhaltung von Arbeitsschutzvorgaben auf Baustellen analysieren – Watson
erkennt, wenn jemand keinen Schutzhelm oder keine
Arbeitsschuhe trägt.
Bedrohungen werden dreister
n Trendmicro berichtete über Datensicherheit und
Probleme durch neue Angriffsmöglichkeiten. Letztes
Jahr konnte etwa erstmals ein Lego MindstormsComputer an einer Universität als Brückenkopf
für den Fremdeinstieg ins Internet genutzt werden.
Problematisch ist auch, wenn Smartphone-Apps
für die Bedienung von Alltagsgeräten oder anderen sinnvollen oder unsinnigen Dingen eingesetzt
werden. Solche Apps werden oft schnell „zusam-
mengeklöppelt“ und können sich deshalb als
Sicherheitslücke im Smartphone erweisen,
wenn man das Backend „kompromittiert“ und
erpreßt. Raphael Labaca Castro von n ESET
berichtete ebenfalls über IT Security Trends.
Er bekräftigte, daß es zwischen verschiedenen Bedrohungen auch Verbindungen gibt.
Ransomware zur Erpressung von Kunden auf
Basis einer Computer-Blockierung ist aktuell
ein großes Problem. Selbst die Überweisung
der erpreßten Summe bringt oft keine Datenrettung, sondern stärkt das Potential der
Hacker. Zudem wurde berichtet, daß selbst bei
GooglePlay jetzt immer wieder Apps zu finden
sind, mit denen sich Mobilgeräte sperren lassen. Auf der Preview wurde der Marktstart der
neuen ESET Virtualization Security-Lösung
für 1. März angekündigt.
Ulrich Schmalhofer von n Gigaset
stellte mit Gigaset HX eine neue
DECT-UniversalMobilteilfamilie
für HD-Voice vor,
die auch auf ein
Router-Telefonbuch und einen
Router-Anrufbeantworter zugreift.
Die Telefone eigenen sich sogar Drei neue Gigaset-Mobilteile
a l s E r g ä n z u n g der HX-Familie kommen Ende
Februar auf den Markt.
zur Fritz!Box von (Foto: Peter Pernsteiner)
AVM. Auch Speedport-Router der Telekom nutzen das CATiq-Protokoll der Gigaset-Mobilteile. Als neue
HX-Mobilteile kommen Ende Februar das
Designgerät CL750HX mit großer Tischablage (99,99 €), das spritzwasserfeste E630HX
(99,99 €) und das preiswerte EinsteigerHandset C430HX (59,99 €). Neu ist auch
die Gigaset MobileDock für Smartphones.
Sie lädt ein Smartphone per Datenkabel und
bindet via Bluetooth zwei Smartphones in
ein DECT-System ein. Detaillierte Infos zur
Verwendbarkeit von Gigaset-Mobilteilen an
Basisstationen gibt es unter gigaset.com/
kompatibilitaet.
Oliver Jendro stellte eine von n Brother
gesponserte Langzeit-Umfrage zum Thema
Smart Worker vor. Die ehemalige PrinterUmfrage beschäftigt sich inzwischen auch mit
der Computerumgebung, der Smartphone-
Nutzung oder der Videokonferenz. 2015
waren 8% der Befragten mit ihrer Arbeitswelt
unzufrieden,10% sogar sehr. Für 47 % hat die
Arbeitsbelastung zugenommen, für 33% sogar
sehr. 57% meinen zudem, daß die Arbeit immer komplexer wird. Dies hängt auch damit
zusammen, daß Smarte Technologien immer
häufiger genutzt werden. Interessant ist, daß
im Alltag häufig Emails ausgedruckt werden.
Viele Ergebnisse der Studie sind unter www.
smartworker.club zu finden.
Leistungsfähigkeit im Bereich der flexiblen
M2M-Komplettlösungen vor. Das Spektrum
reicht vom Smart-Meter-Interface zur Stromverbrauchsübermittlung an den Energieversorger bis zur Baumaschinen-Fernüberwachung.
Die Smarten M2M-Geräte von Telefonica
können auf Basis der Global SIM Plattform
via National Roaming sowohl in Deutschland,
als auch im Ausland unabhängig von den lokal
vorhandenen Mobilnetzen genutzt werden.
Weitere Infos gibt es unter m2m.telefonica.de
n TP-Link stellte mit AC1900 WLAN einen
d!conomy: join – create - succeed
neuen Heimrouter vor, der auch als Smart
Home-Zentrale nutzbar ist. Die WLANWenn am 14. März in Hannover die CeBIT
Technik ermöglicht bis zu 1300 MBit/s im
startet, stehen die Messehallen erneut unter
5 GHz-Band und 600 MBit/s bei 2,4 GHz.
dem Kunstwort-Motto „d!conomy:“ – diesmal
Die integrierte Smart Homit dem Zusatzslogan
me-Zentrale unterstützt
„join – create – sucdie Heimnetzstandards
ceed“. Oliver Frese, VorZigBee und Z-Wave.
stand der Deutschen
Zur direkten Bedienung
Messe AG, hat sich viel
wichtiger Funktionen und
vorgenommen: „Wir
Netzwerkverwaltung hat
schreiben die Geschichder Router einen 4,3-Zollte der CeBIT neu und
Touchscreen. In diesen
entwickeln sie mit unseund andere Router kann
ren internationalen Ausauch die aktuelle HDstellern und Partnern
Netzwerkkamera NC450
zum globalen Event für
mit Schwenk- und Neidas digitale Business“.
gefunktion integriert
Genau hier sieht sich
werden. Für den kabeldie Messe laut Frese als
gebundenen Netzwerkeinzigartig, weil „alle
zugang von abgesetzten Auf der Preview wurde ein verkleirelevanten Treiber der
Computern zeigte TP-Link nertes Muster des künftigen selbstDigitalisierung tief in
einen neuen Powerline- fahrenden Regalroboters Toru von
der CeBIT verwurzelt
Magazino gezeigt. (Foto: Peter Pernsteiner)
Steckdosen-Adapter. Der
sind und in ihren unTL-PA9020P soll über Stromleitungen bis zu
terschiedlichen Facetten in Hannover zentral
2 Gbit/s übertragen. Schließlich hat TP-Link
an einem Ort aufgegriffen und transparent
den ersten Router mit einer neuen ultrawerden“.
schnellen WLAN-Technologie im 60 GHzBand vorgestellt (gemäß IEEE 802.11ad).
Sehr prominent will sich das Thema Cloud
präsentieren. Ebenfalls sehr wichtig ist die
Das Münchner Startup-Unternehmen n
Cybersecurity – sie soll in Halle 6 mit internaMagazino stellte Robotik-basierte Logistiktionalen Unternehmen und zwei Foren fokusSysteme vor, die z.B. für Großhändler oder
siert werden. 250 junge Unternehmen wollen
Ersatzteillager interessant sind. Der seit 2011
in Halle 11 ihre Geschäftsideen präsentieren.
entwickelte Roboter TORU soll parallel zu
Halle 12 soll das weltweit größte DatacenterMenschen im Regallager einsetzbar sein.
Event werden. In Halle 13 wird mit „IoT
Hierzu werden die zu greifenden Objekte
Solutions“ die Verbindung von Smartphones,
zunächst digital vermessen. Der Roboter mit
Tablets und PCs mit anderen Internet der
2D- und 3D-Kameras könnte künftig z.B.
Dinge-Geräten des Alltags verdeutlicht. In
nachts alleine das Lager füllen und tagsüber
Halle 16 wird das Thema Drohnen präsengemeinsam mit Menschen arbeiten. Magazino
tiert – dort findet der „DRONEMASTERS
beabsichtigt Kauf, Miete und Leasing sowie
Summit@CeBIT“ mit Ausstellung, Konferenz
Abrechnungen per „Pick“. n Telefonica
und Flugarena statt.
stellte auf der Preview unter anderem seine
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
17
HARDWARE
W E LT N E U H E I T CAT S 60:
Wärmebildkamera
im Smartphone
A
uf dem Mobile World Congress in Barcelona hat der Smartphone-Hersteller Bullitt Mobile unter der Marke CAT eine
kleine Sensation vorgestellt, die so manchen Handwerker
freuen wird. Erstmals kommt ein Mobiltelefon mit integrierter
Wärmebild-Kamera. Das CAT S60 wurde in Kooperation mit
dem Wärmebildkamera-Spezialisten
FLIR entwickelt und eröffnet unterschiedlichste Einsatzperspektiven. Laut Hersteller kann es
sowohl schlecht isolierte Fenstern und Türen oder BauteilÜberhitzungen erkennen, als
auch Menschen und Tiere
in absoluter Dunkelheit
sichtbar machen. Zudem
soll es Oberflächentemperaturen in bis zu 30
Metern Entfernung
messen können – auch
bei Rauch oder Nebel.
Abgerundet wird der Komfort
von einer speziell entwickelten
FLIR Wärmebildkamera-App. Sie
ermöglicht Standbilder, Panoramabilder
Foto: CAT/Bullitt Mobile
und Videoaufnahmen sowie unterschiedliche
Wärmebilddarstellungen, um die Temperatur von Objekten nebst
Mindest-, Maximal- und Durchschnittstemperaturen anzuzeigen. Über der FLIR-Thermalkamera befindet sich eine normale
Digitalkamera mit 13 Megapixel und ein Dual-LED-Blitzlicht.
Damit aber nicht genug, denn das LTE-Smartphone mit dem
Betriebssystem Android 6.0 Marshmallow wird extrem robust. Es
soll bis fünf Meter Wassertiefe für eine Stunde dichtbleiben und
Abstürze aus 1,80 Metern Höhe überstehen. Dabei bleibt das 73
x 148 mm messende Gerät mit knapp 13 mm angenehm schlank.
Der 4,7-Zoll-HD-Multi-Touchscreen (knapp 12 cm Diagonale)
mit kratzfester Corning Gorilla Glass 4-Scheibe kann mit Sonnenschein-tauglicher Helligkeit von bis zu 540 cd/m2 aufwarten. Für
Smartphone-Komfort sorgt ein OctaCore-Prozessor Snapdragon
617 in Kombination mit 3 GB RAM und 32 GB Flash-Speicher.
Mit seinen zwei SIM-Karten-Slots eignet sich das für 649 Euro
kommende CAT S60 ideal zur Trennung zwischen beruflichen und
privaten Telefonaten. Schließlich sorgt ein üppig dimensionierter
Akku mit 3800 mAh Kapazität für reichlich Energie an langen
Arbeitstagen.
Peter Pernsteiner
Weitere Infos: www.catphones.com
18
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
Robustes PDA erweitert…
Neue Erweiterungspakete für den robusten PDA
NAUTIZ X8 hat die Handheld Group (www.
handheldgroup.com/de) im Angebot: Das Nautiz X8
Long Range Bluetooth (LRBT) Erweiterungspaket
bietet ein LRBT u-blox-Modul mit einer Langstreckenkommunikation bis zu 300 Metern. Das Nautiz
X8 Barcode-Erweiterungspaket bietet ein ImagerModul (Zebra SE4750SR) mit LED-Zielgerät. Das
Nautiz X8 Basiserweiterungspaket ist ein leeres Addon Cap für eine Erweiterung nach Wahl.
Ruggedized Tablet und Notebook
in einem
Das neue TOUGHBOOK CF-20 von Panasonic
(www.toughbook.eu) ist eine robuste Kombination
Handheld Group Nautiz X8 (Bild: Handheld Group)
aus Tablet und Notebook. Das „Full Ruggedized“
Tablet mit abnehmbarer (Detachable) Tastatur
inkl. Tragegriff läßt sich mit sechs verschiedenen
Nutzungsmodi auf unterschiedlichste Arbeitssituationen anpassen. Bei Bestellung läßt sich das Gerät
individuell konfigurieren. Windows 10 Pro ist bei
der Auslieferung bereits vorinstalliert – ein Down-
Das „Full Ruggedized“ Tablet
mit abnehmbarer (Detach­
able) Tastatur (Bild: Panasonic)
HARDWARE NEWS
grade auf Win 7 ist möglich. Außerdem verfügt
es über zahlreiche Schnittstellen für professionelle
Anwender. Die Hot-Swap-Funktion erlaubt den
Akkuwechsel im laufenden Betrieb. Neben dem
Haupt-Akku im Tablet kann ein optionaler ZweitAkku in die Tastatur-Einheit gesteckt werden,
um die Ausdauer zu verdoppeln. Der kapazitive
10,1" WUXGA Bildschirm (1920x1200 Pixel)
mit 10-Finger Multi-Touch kann auch bei hellem
Sonnenschein sowie Regen mithalten. Auch die
Bedienung mit Arbeitshandschuhen ist möglich.
den integrierten Barcode-Leser eignet sich das Tablet
für die Lagerverwaltung, für Service-Mitarbeiter
oder den technischen Außendienst. Die Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei bis zu neun Stunden.
Neue Drucker-Modelle für KMU
Buffalo Technology (www.buffalo-technology.de)
baut seine LinkStation™-Reihe weiter aus. Die
LS520D verfügt über eine neue ‚My LinkStation‘
Benutzeroberfläche sowie einen Hochleistungspro-
Jüngst hat HP (www.hp.com/de) neue Drucker
und Multifunktionsgeräte der Serie HP LaserJet
400 vorgestellt. Die Besonderheiten sind laut
Hersteller der schnellste Druck der ersten Seite,
schnellster doppelseitiger Druck und niedrigster
Energieverbrauch seiner Klasse. Für die Sicherheit
der Dokumente können in der LaserJet-Pro-Serie
definierte Ausdrucke erst nach Eingabe eines PIN
erfolgen. Die neuen Geräte sind für drei bis zehn
Nutzer und ein Druckvolumen von bis zu 4.000
Seiten im Monat ausgelegt.
Das neue TOUGHBOOK CF-20 von Panasonic (Bild: Panasonic)
exone IT pokini-tab-A5 (Bild: exone IT)
Neuer NAS von Buffalo
zessor. Während RAID- und Backup-Funktionen
für hohe Datensicherheit sorgen sollen, machen diverse Medienanwendungen wie iTunes und DLNAServer die LinkStation 520D zum Mittelpunkt des
digitalen Zuhauses. Sie verfügt über zwei Einschübe,
einen Dual Core Prozessor, 256 MB DDR RAM
und eine Lese- und Schreibrate von bis zu 100 MB
pro Sekunde. Erhältlich ist die LinkStation vollbestückt in Kapazitäten von 2, 4, 6 und 8 TB.
75%
der Konsumenten
haben Zugriff
auf ein
Smartphone
Der Helfer für die Hosentasche
Der handliche Pokini Tablet-PC A5 von exone
(www.exone.de) ist staubdicht, sturzsicher und läßt
sich mit Handschuhen bedienen. Der 4,7-ZollBildschirm mit Multitouch wird von Gorilla Glas geschützt und läßt sich per Stift oder mit den Fingern
bedienen – auch mit Arbeitshandschuhen. Durch
HP Color LaserJet Pro MFP M477 (Bild: HP)
Buffalo LinkStation 520d
Quelle: Deloitte Global Mobile
Consumer Survey 2015
(Bild: Buffalo Technology)
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
19
TECHNIKEN
AKTIVE BAUTHERMOGRAFIE:
Röntgenblick für
Handwerker …
Während die passive Bauthermografie ein auf die Wintermonate beschränktes Saisongeschäft ist, ermöglicht
die aktive Bauthermografie Untersuchungen auch im
Sommer. Obwohl die Technik viele Möglichkeiten bietet,
ist sie noch weitgehend unbekannt, wie CIH-Fachautor
Marian Behaneck berichtet.
Röntgenblick für Handwerker: die aktive
Thermografie setzt eine gute Kameratechnik
mit einer hohen thermischen Empfindlichkeit
und IR-Auflösung voraus (Testo)
Geht es nur um
eine Riß-Suche
per AnfeuchteTechnik, genügt
es bereits, zwei
Thermogramme
für trocken und
feucht gegenüberzustellen.
S
aison hat die Bauthermografie nur in der Heizperiode von Oktober bis April. Im Sommer herrscht
Flaute – so die verbreitete Meinung. Doch weit
gefehlt! Neben der PV-Thermografie zur Untersuchung
photovoltaischer Solaranlagen (CIH 11/2011, „Photovoltaik-Thermografie: Zusatzgeschäft für Solarteure“), lassen
sich auch in den Sommermonaten mit Hilfe der aktiven
Thermografie Bauteile untersuchen. Dabei werden diese
zuvor durch Elektro-Heizlüfter oder die Sonne thermisch
angeregt und anschließend thermografisch untersucht. Auf
diese Weise werden äußerlich nicht sichtbare Strukturen,
Durchfeuchtungen oder eine mangelnde Wärmedämmung sichtbar. Vorteil: Objekte können zerstörungsfrei
untersucht werden.
vor der Anregung oder als Bildserie, um zu sehen, wo
etwas zuerst oder zuletzt warm oder kalt wird. Die Anregungszeit und die Aufnahmedauer hängen vom Verfahren
ab und vor allem von der Tiefe der zu untersuchenden
Strukturen. Je tiefer diese liegen, desto länger ist die notwendige Anregungs-, aber auch Aufnahmedauer. Auch
die Wärmeleitfähigkeit des zu untersuchenden Bauteils
spielt eine große Rolle: Gut wärmeleitende und massive
Bauteile, wie etwa ungedämmte Massivwände, müssen
relativ lange angeregt werden. Bei dünnen und leichten
Bauteilen, wie z. B. Putzschichten auf einer Dämmung,
ist die Anregungszeit erheblich kürzer.
Wie werden Bauteile thermisch angeregt?
So funktioniert die aktive Bauthermografie
Im Gegensatz zur herkömmlichen passiven Thermografie, bei der Wärmeströme aufgrund eines natürlich
vorhandenen Temperaturgefälles thermografisch genutzt
werden (im Winter vom beheizten Innenraum zum kalten Außenraum), muß bei der aktiven Thermografie das
Objekt zunächst künstlich („aktiv“) thermisch angeregt
werden. Die aktive Thermografie nutzt das physikalische
Phänomen aus, daß sich verschiedene Materialien unterschiedlich schnell aufheizen oder abkühlen. Durch die
Aufheiz- oder Abkühlungsprozesse wird in der Bausubstanz ein Wärmestrom erzeugt. Äußerlich nicht sichtbare
Materialwechsel im Bauteil setzen diesem Wärmestrom
entweder einen Widerstand entgehen, beschleunigen oder
reflektieren ihn. Diese Veränderungen lassen sich mit der
Thermografiekamera sichtbar machen – entweder als
Momentaufnahme für einen Vergleich mit dem Zustand
20
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
Im Baubereich gibt es dazu mehrere Verfahren: Mit Hilfe
starker Lampen – etwa halogen- oder IR-Strahler – oder
per Elektro-Heizgebläse (auch Bau- oder Elektroheizer
genannt). Elektroheizer ab 3000 Watt werden für die
Beheizung von Winterbaustellen oder zur Bautrocknung
eingesetzt und kosten ab 50 Euro. Dort, wo es möglich ist,
läßt sich auch die Sonne zur Erwärmung nutzen, indem
man die gewünschte Einstrahlung abwartet, respektive
einen Abkühlvorgang durch eine geeignete Verschattung
künstlich hervorruft. Häufig erhält man bessere Ergebnisse, wenn man anstelle der solaren Aufwärm-, die abendliche Abkühlungsphase nach Sonnenuntergang nutzt. Nach
der Aufheiz- bzw. mit Beginn der Abkühlphase beginnt
die Aufnahmephase. Häufig genügt schon ein Einzelbild,
um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Manchmal muß
aber die zeitliche Entwicklung berücksichtigt werden, denn
bestimmte Strukturen oder Vorgänge sind nur kurzzeitig
sichtbar – und diesen kurzen Moment gilt es festzuhalten.
21
In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, vor
der Aufheizphase ein Thermogramm zu erstellen,
um eine Vergleichsmöglichkeit (vorher/nacher)
zu haben. Eine weitere Methode der thermischen
Anregung ist die Anfeuchtung von Bauteilen, sofern
diese eine Anfeuchtung vertragen. Die Methode
beruht darauf, daß bestimmte Materialien, Inhomogenitäten oder Risse mehr Wasser aufnehmen,
als das umgebende Material. Entsprechend länger
hält die durch die Verdunstung bedingte Abkühlung
an. So kann beispielsweise ein gesättigt-feuchter
Riß, je nach Luftfeuchtigkeit, einen Temperaturunterschied von bis zu 3 Kelvin aufweisen, was im
Thermogramm gut sichtbar ist. Bevor man die IRAufnahmen macht, sollte man dem Wasser allerdings
genügend Zeit lassen, damit es in Risse und Poren
eindringen kann.
Wie werden die IR-Aufnahmen ausgewertet?
Da bei der aktiven Bauthermografie lediglich im
Thermogramm sichtbare Temperaturunterschiede
und keine absoluten Temperaturwerte betrachtet
werden, ist die Auswertung etwas einfacher als bei
der passiven Thermografie. Geht es nur um eine
Riß-Suche per Anfeuchte-Technik, genügt es bereits,
zwei Thermogramme für trocken und feucht gegenüberzustellen. Bei der Suche von Hohlräumen und
Ablösungen, etwa von Fliesen, Putzschichten oder
Bitumenbahnen ist eine Bilderserie sinnvoll. Sollen
feine Strukturen sichtbar gemacht werden, ist meist
eine sogenannte Fouriertransformation erforderlich,
um das Bildrauschen zu mindern. Die dabei generierten Phasenbilder zeigen häufig auch dann noch
Strukturen, wenn in den unbearbeiteten Thermogrammen nichts mehr erkennbar ist. Sogar die Tiefe
einer Struktur kann zumindest grob abgeschätzt
CiH 3/16
Auswertungsprogramme
vereinfachen die IRBildauswertung bei der
aktiven Thermografie,
etwa von Bilderserien
(Dittié/InfraTec)
werden. Tiefe Strukturen erscheinen später (also bei
tieferen Frequenzen) als oberflächennahe. Insgesamt
erfordert die Interpretation der Thermogramme
Erfahrung und teilweise kriminalistischen Spürsinn,
um die Temperaturunterschiede im Bild richtig zu
deuten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Für die Auswertung, Optimierung und Nachjustierung der Thermogramme und deren Zusammenstellung zu aussagekräftigen und nachvollziehbaren
Berichten offerieren IR-Kameraanbieter teilweise
auch bauspezifische Auswertungsprogramme oder
Funktionen, wie etwa Flir, InfraTec oder Testo.
Welche Kameratechnik ist erforderlich?
Nicht jede Thermografiekamera eignet sich für die
aktive Bauthermografie, denn an die Kameratechnik
werden bestimmte Anforderungen gestellt. So sollte
die Kamera über eine thermische Empfindlichkeit
(NETD-Wert) von mindestens 0,08 K verfügen,
damit auch kleinste Temperaturunterschiede
sichtbar werden. Für die Untersuchung größerer
Fassadenflächen ist eine IR-Auflösung von mindestens 320 x 240 Pixeln erforderlich. Sinnvoll ist
eine Wechseloptik, damit man sowohl einen
Tips zur aktiven Thermografie:
• Für die thermische Anregung reicht
häufig die Sonne aus. Innen genügt
ein einfacher Elektro-Heizstrahler
ab 3 kW.
• Gut wärmeleitende und massive
Bauteile müssen relativ lange,
dünne und leichte eher kürzer
thermisch angeregt werden.
• Sind große Temperaturunterschie de zu erwarten, genügen Einzel aufnahmen, IR-Serienbilder sind
bei geringen Temperaturunter schieden und feinen Strukturen
sinnvoll.
• IR-Kamera mit mind. 0,08 K ther mischer Auflösung und 320 x
240 px Bildauflösung einsetzen
(besser: 0,06 K und 640 x 480 px).
• Achtung: Bei starker Sonnenein strahlung Kameradetektor unbe dingt vor direkter Sonne schützen!
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großen Fassaden- oder Raumausschnitt, als auch
Detailaufnahmen machen kann. IR-Kameras, die diesen
Anforderungen genügen, sind ab 5.000 Euro erhältlich.
Feine Strukturen lassen sich noch besser mit IR-Kameras
mit einer noch höheren thermischen Empfindlichkeit
(0,06 K) und Bildauflösung (640 x 480 Pixel) erkennen.
Da die Temperaturunterschiede teilweise gering sind,
Die Sonne bringt es an den Tag: Feucht
gewordene WDVS-Fassadendämmung
läßt sich auch im Sommer thermografisch
lokalisieren (Dittié)
Anbieter ElektroHeizlüfter*:
www.euromac.nl
www.guede.com
www.heliosventilatoren.de
www.masterheaters.de
www.rowi.de
www.trotec.de
www.veab.com
Anbieter IR-Kameras*:
www.flir.de
www.fluke.de
www.icodata.de
www.infratec.de
www.irpod.net
www.milwaukeetool.de
www.testboy.de
www.testo.de
www.trotec.de
www.umarex-laserliner.de
www.warensortiment.de
* Auswahl, ohne Anspruch auf
Vollständigkeit
22
Beispiel Durchfeuchtung: über die offenporige Ziegelwand ist Bodenfeuchte aufgestiegen
und hat den Wandputz abgesprengt (Dittié)
Bsp. innen: Auch im Sommer werden
Mängel an der Wärmedämmung sichtbar:
die Zwischensparrendämmung ist an mehreren Stellen lückenhaft (Dittié)
sollte eine manuelle Temperaturskalierung (Level und
Span) möglich sein. Eine eingebaute oder separate,
möglichst hochauflösende optische Digitalkamera
erleichtert die Auswertung und Interpretation der
Thermogramme. Neben der Kamera sollte auch die
Bedienperson bestimmte Anforderungen erfüllen: Sie
sollte Wissen aus den Bereichen Bauthermografie und
Bauphysik mitbringen, um Thermogramme korrekt
auswerten, Probleme erkennen und richtig beurteilen
zu können. Über die technische Bedienung hinaus
sollte die Meßperson Fehlerquellen und Grenzen der
Thermografie kennen, um die Meßergebnisse korrekt
interpretieren zu können.
Einsetzbarkeit aktiver Bauthermografie
Obwohl sie keine quantitativen Aussagen über Temperaturwerte wie die passive Thermografie liefert, sind
die Einsatzmöglichkeiten der aktiven Bauthermografie
vielfältig. Dazu zählen die Lokalisierung von Ablösungen an Putzen, Fliesen oder Bitumenschweißbahnen,
die Visualisierung unterschiedlicher Materialien im
Mauerwerk wie Mauerziegeln, Mörtelfugen, Stützen, Stürzen, Deckenplatten oder Ringankern sowie
Stahl- oder Holzständern hinter Trockenbauwänden.
Auch Putzstärken lassen sich abschätzen, da dicke
Putze das darunter liegende Mauerwerk diffuser und
unschärfer erscheinen lassen als dünne. Der Ursache
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
von Rißbildungen oder Putzabplatzungen kann ebenso
nachgegangen werden, wie etwa Materialwechseln im
Wandinneren oder Durchfeuchtungen. Da feuchte
Bausubstanz eine höhere Wärmekapazität hat und daher
Temperaturänderungen langsamer folgen kann, lassen
sich die Ursachen von durchfeuchteten Bauteilen lokalisieren, insbesondere der Feuchteeintritt, der sich unter
Beispiel Bauteilstruktur: durch die Sonneneinstrahlung werden die inneren Strukturen
des verputzten Altbaus sichtbar (Dittié)
Umständen weit entfernt vom Feuchteaustritt befinden
kann. Auch durch eine nicht sachgerechte Ausführung
entstandene Feuchteschäden an Wärmedämmverbundsystemen lassen sich mit dieser Methode lokalisieren,
ohne die Fassade punktuell öffnen zu müssen. Feuchte
Dämmplatten sind thermisch träger, während sich
trockengebliebene WDVS-Bereiche schneller erwärmen
bzw. auskühlen. Etwa eine halbe Stunde nach Sonnenauf- oder -untergang kann der Temperaturunterschied
bis zu 5 Grad betragen.
Beispiel: Bauteilstrukturen
Ob ein Gebäude ungedämmt oder gedämmt ist – und
wenn ja, welche Struktur die Wärmedämmung aufweist – läßt sich nicht nur im Winter, sondern auch im
Sommer klären. Beim ungedämmten Gebäude kann
die durch Tageserwärmung oder Sonneneinstrahlung
eingebrachte Wärme tief in die Bausubstanz eindringen.
Durch die oben beschriebenen physikalischen Effekte
werden thermische Strukturen sichtbar und dabei beispielsweise konstruktive Wärmebrücken aufgedeckt. Da
Mauerwerk und Mauerwerksfugen die Sonnenwärme
unterschiedlich schnell ableiten, sieht man auch das
Fugenbild. Gedämmte Gebäude verhalten sich völlig
anders: die oberste, dünne Putzschicht erwärmt sich aufgrund der geringen Wärmekapazität schnell und stark.
Darunter liegende Mauerstrukturen bleiben unsichtbar.
Als thermische Anregung genügen ein bis zwei Stunden
Besonnung, für die Auswertung eine IR-Einzelaufnahme
zum geeigneten Zeitpunkt. Bauteilstrukturen im In-
nenbereich sind dann von Interesse, wenn im Rahmen
einer Renovierung oder Sanierung aufgedeckt werden
soll, was sich hinter Tapeten, Putzen, Fliesen oder Teppichböden verbirgt. Hohlstellen oder Risse verursachen
Mehraufwand und können auf tieferliegende Probleme
hindeuten. Im Innenbereich empfiehlt es sich, vor der
Aufheizphase ein Thermogramm und danach mehrere
Thermogramme etwa im Minutenabstand anzufertigen,
während der Elektroheizer etwa 10 bis 30 Minuten läuft.
Die Raumheizung sollte aus sein, andernfalls kommt es
zu unerwünschten thermischen Überlagerungen.
9.–12. März 2016
Beispiel: Durchfeuchtung
Bei Durchfeuchtungen im Außen- oder Innenbereich geht
es in der Regel um Ursachenforschung: Woher kommt die
Feuchtigkeit und wie groß ist der Schaden. Flächen mit
Putzablösungen erscheinen nach einer natürlichen oder
künstlichen thermischen Anregung besonders warm, da
die Wärme aufgrund der Luftschicht an der abgelösten
Stelle nicht tiefer in das Bauteil eindringen kann. Die
feuchten Zonen erwärmen sich langsam und erscheinen
kühler, da der Feuchtegehalt sowohl die Wärmeleitung
als auch die Wärmekapazität erhöht. Der Effekt ist im
IR-Kameradisplay meist sehr deutlich erkennbar, deshalb
genügt im Außenbereich in der Regel eine Einzelaufnahme nach einer Aufheizphase von etwa einer Stunde. In
Räumen genügt meist eine kurze Aufheizphase ab 10
Minuten. Da die Effekte häufig eher schwach ausgeprägt
sind, empfehlen sich Zeitreihenaufnahmen, sodaß man
mit Hilfe der Auswertungssoftware die Aufheizgeschwindigkeit jedes einzelnen IR-Bildpixels berechnen kann.
Das erste Thermogramm sollte kurz vor dar Aufheizphase
und danach eine Thermogrammserie im Minutentakt
angefertigt werden.
PRODUKTE
DIENSTLEISTUNGEN
INNOVATIONEN
Obwohl die aktive Thermografie in der Industrie zur
zerstörungsfreien Materialprüfung von Metallen oder
Verbundstoffen schon geraumer Zeit eingesetzt wird
(siehe auch www.dgzfp.de oder www.bam.de), ist sie selbst
für viele erfahrene Bauthermografen ein noch unbekanntes Terrain. Auch von den meisten IR-Kameraherstellern
wurde das Potential der aktiven Bauthermografie noch
nicht erkannt. Dabei kann, ebenso wie die PV-Thermografie, auch die aktive Bauthermografie die Einsatzdauer,
die Einsatzmöglichkeiten von IR-Kameras und das
Geschäftsfeld von Thermografen erweitern. Eine echte
„Knüllerapplikation“ ist die Überprüfung von WDVSDämmplatten auf einen eventuellen Feuchteschaden,
zumal es dazu kaum alternative zerstörungsfreie Prüfungsmethoden gibt.
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
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TECHNIKEN
PREVIEW LIGHT+BUILDING:
Gebäudetechnik als
Chance für das Handwerk
Mitte März findet diesmal zeitgleich zur CeBIT die Light + Building statt. Die
Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik erwartet rund 2500 Aussteller. CiH
Fachautor Peter Pernsteiner war für uns Anfang Februar auf der dazugehörigen
Presse-Vorschau in München …
A
Mit Hilfe einer Tablet-App und einer
Deckenkamera läßt sich bei Osram die
Ausleuchtung von Räumen individualisieren und automatisieren. (Foto: Peter
Pernsteiner)
Das EnEV-Systemberater-Tool von
Stiebel Eltron verdeutlicht interaktiv
das Zusammenspiel zwischen Wärmeerzeugung, Verteilsystem, Warmwassererzeugung, Lüftung, Solarsystem
und Wärmedämmung. (Screen­shot: Peter
Pernsteiner)
lle zwei Jahre widmet sich das Frankfurter
Messegelände den Innovationen rund um
Beleuchtung und Gebäudeautomatisierung.
Dabei spielt insbesondere die LED-Technologie eine
immer stärkere Rolle. ■ Osram präsentierte auf der
Preview sein Konzept zur intelligenten Beleuchtung
für die Smart City. Martin Reuter berichtete z.B.
über Straßenleuchten, deren Ausleuchtzonen Fußgängern folgen können. Nach demselben Prinzip
arbeitet auch die neue Deckenleuchte „Omnipoint“.
Dieses LED-Downlight könnte unter anderem für
Ladengeschäfte oder Konferenzräume interessant
sein. In der Deckenleuchte befindet sich hinter einer
matten Scheibe eine Art Halbkugel, in die 61 einzeln
ansteuerbare und dimmbare LEDs mit integrierten
Richtlinsen integriert wurden. Kleine Lichtspots,
elliptische Lichtkegel und auch die komplette
Beleuchtung des Versorgungsbereichs der Leuchte
sind möglich. Sogar Lichtszenen mit mehreren
Ausleuchtzonen sind umsetzbar. Zudem kann die
Omnipoint-Leuchte mit einer Kamera kombiniert
werden, um z.B. die Ausleuchtung in Abhängigkeit
von im Raum befindlichen Personen zu realisieren.
Die Konfigurierung erfolgt per App – mehrere
Omnipoint-Leuchten sind zusammenschaltbar.
aus geschöpftem Papier, das speziell gefaltet wird,
sind immer wieder ein Thema dieses Unternehmens.
Schön ist auch das aktuelle Lichtobjekt „Dew Drops
Floor“. Die individuell verstellbare ca. 190 cm hohe
Stehleuchte ruht auf einer 26 cm großen Fußplatte
mit Kugelgelenken und besteht aus einer transparenten Kunststofffolie mit 750 LEDs, die bei maximal
23 Watt Leistungsaufnahme einen dimmbaren
Lichtstrom von bis zu 2600 Lumen ermöglichen.
Axel Schmidt von der Firma ■ Ingo Maurer referierte über „Lichtmachen zwischen Industrie und
Poesie“. Schmidt entwirft seit 1998 für das Münchner Unternehmen mit aktuell 60 Mitarbeitern die
verschiedensten Lichtsysteme, Lichtobjekte und
Lichtskulpturen. Bereits seit 1997 sind LEDs ein
Thema, und inzwischen kommen auch OLEDs zum
Einsatz. Derzeit werden 100 verschiedene Leuchten
vertrieben, die oft in besonderer Umgebung zum
Einsatz kommen. So hat das Unternehmen am Atomium in Brüssel die Beleuchtung verbessert. Auch
Leuchten auf Basis von Schirmen oder Abdeckungen
Michael Kurpiers stellte auf der Preview das seit 25
Jahren aktive Unternehmen ■ ES-System aus Polen
vor. Er betreibt die deutsche Generalvertretung
und ist auch verantwortlich für die Vermarktung in
Österreich und in der Schweiz. ES-System hat sich
auf Innenbeleuchtungen für Industrie und Gewerbe,
Außenbeleuchtungen und Notbeleuchtungen spezialisiert und produziert inzwischen nach eigenen
Angaben ausschließlich Leuchten auf LED-Basis.
Jörg Minnerup, verantwortlich für die LichttechnikStrategie bei ■ Trilux bekräftigte, daß die Lichttechnik noch ein gigantisches Einsparpotential bietet.
Allein in Deutschland werden jährlich 83 Terawattstunden für die Beleuchtung benötigt. Allerdings
werden erst 15% des Lichtmarktes mit LEDs bedient. Das Unternehmen widmet sich auf der Light
+ Building insbesondere dem Thema HCL (Human
Centric Lighting) und möchte den Menschen in Büros und Wohnungen das „Tageslicht zurückgeben“.
Minnerup stützt dieses Konzept auch auf Studien,
die belegten, daß ein Investment in HCL tatsächlich
wirtschaftlich ist, weil es unter anderem Krankheiten
vorbeugen kann, Heilungsprozesse unterstützt und
die Stimmung der Menschen positiv fördert.
Wärmepumpen-Wissen hat massive Defizite
Henning Schulz von ■ Stiebel Eltron erinnerte
auf der Preview daran, daß heute nach wie vor
90% des häuslichen Energiebedarfs für die Hei-
24
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
Boyen 8 LED ist eine der aktuellen
Straßenleuchten von ES-System.
(Foto: ES-System)
zung und die Warmwasserversorgung aufgewendet
werden müssen. Deshalb eröffnet eine SmarthomeGebäudeautomatisierung ein gigantisches Potential
zur Energieeinsparung. Stiebel Eltron bietet hierzu
Wärmepumpen-Systeme mit integrierter kontrollierter Raumlüftung nebst Wärmerückgewinnung.
Allerdings ist vielen Installateuren und Planern nicht
bewußt, daß so ein System auch zur Raumklimatisierung eingesetzt werden kann. Im Sommer können
Heizkörper in Verbindung mit einer Wärmepumpe
zur Wärmeabführung um bis zu 5 Kelvin genutzt
werden.
Ein weiteres Thema könnte laut Schulz die Wärmepumpentechnologie ebenfalls beflügeln: seit
1.1.2016 lassen sich die Neubau-Anforderungen des
Referenzgebäudes gemäß EnEV (Energie Einspar
Verordnung) auf Basis einer Öl- oder Gas-Heizung
nicht mehr mit vertretbarem Aufwand realisieren.
Wer genauer wissen möchte, auf welcher Basis die
Anforderungen der EnEV 2016 erfüllbar sind,
kann dies unter http://apps.stiebel-eltron.de/enev/#/
home mit Hilfe des interaktiv bedienbaren EnEVSystemberater-Tools checken. Schulz berichtete,
daß es bezüglich Einsparpotential und Kennwerten
guter Wärmepumpensysteme nach wie vor unzählige Vorurteile und Wissensdefizite gibt, wohl weil
nur 1,2 bis 1,4% der 100.000 deutschen SanitärFachhandwerker die Wärmepumpentechnologie
beherrschen.
■ Digitalstrom gab auf der Preview einen Ausblick
darauf, wie das Smarte Wohnen zum individuellen
Nutzererlebnis für jeden Hausbewohner werden
kann. Vorgestellt wurden Szenarien, wie das personalisierte Badezimmer und unterstütztes Kochen.
Auch die Sprachsteuerung dürfte den Haus-Alltag
und -Komfort erleichtern und erhöhen. Das kontinuierlich weiterentwickelte Smarthome-System von
Digitalstrom basiert auf einer „digitalen Transformation der Elektroinstallation“ und kommuniziert di-
rekt über das häusliche Stromnetz. Hierzu kommen
in den Sicherungskasten ein Digitalstrom-Server
und ein paar weitere Komponenten, die alle auf die
Hutschiene montiert werden. Für Deckenleuchten,
Heizung und viele weitere Komponenten gibt es
Aktoren in Form von ca. 31x24x23 mm kleinen
Lüsterklemmen und z.B. auch Zwischensteckdosen. Die Steuerung erfolgt über eine Smartphone/
Tablet-App und über Sensoren, Wandtaster etc., die
ebenfalls über Digitalstrom-Klemmen eingebunden
werden. Als Neuheit demonstriert das Unternehmen
den „I’m fine“-Report, der dem Smarthome-Bewohner sämtliche relevanten Informationen aus den
verschiedenen Bereichen individuell und jederzeit
zur Verfügung stellt.
Ab Sonntag, den 13. März
Die alle zwei Jahre stattfindende Leitmesse für
Licht- und Gebäudetechnik erwartet 2500 Aussteller und 210.000 Besucher. Das Leitmotto ist
diesmal „digital – individuell – vernetzt“. Das
Messegelände ist unterteilt in technische Leuchten und Lampen, designorientierte Leuchten, dekorative Leuchten, lichttechnische Komponenten
und Zubehör, Elektrotechnik sowie Haus- und
Gebäudeautomation. Auch einige Sonderschauen
sind über das Messegelände verteilt: So zeigt der
ZVEI in Halle 8.0 das E-Haus und will demonstrieren, wie sich vernetzte Gebäudetechnik und
intelligentes Energiemanagement beim Endverbraucher gestalten lassen. Reizvoll dürfte auch die
Sonderschau „Digital Building“ im Freigelände
sein, auf der zukunftsweisende Technologien die
Digitalisierung im Gebäude erlebbar machen
sollen. Für einen reizvollen Messeausklang dürfte
schließlich die Luminale sorgen: in den Abendstunden sollen rund 200 „Licht-Ereignisse“ die
Innenstadt von Frankfurt in eine Weltstadt des
Lichts verwandeln.
Das Lichtobjekt „Dew Drops Floor“
von Ingo Maurer hat eine leuchtende
Folie mit 750 LEDs, deren Ausformung
sich durch die verstellbaren Stäbe des
Lichtobjekts individuell ändern läßt.
(Foto: Ingo Maurer)
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
25
NUTZFAHRZEUGE
NEWS
„Je nach Situation kann nahtlos zwischen Vorderrad-,
Hinterrad- und Allradlenkung gewechselt werden“,
sagt Mayer, der die Arbeitsgruppe Automatisiertes
Fahren bei Schaeffler leitet. Fahrmanöver in beengten
Situationen werden durch OmniSteer zeitlich wie
auch energetisch effizienter. Etwa beim Abbiegen
und Spurwechsel im Stau oder vor Baustellen,
wodurch die Fahrspuren besser ausgenutzt werden
können. Oder im Zustelldienst, wo sogar kontinuierlich aus der Fahrt heraus ein Einparken quer zur
Fahrtrichtung möglich wird und somit nicht nur
kleinste Parklücken effizient genutzt werden, sondern auch die Fahrspur für den fließenden Verkehr
schnell wieder freigegeben wird. „Somit steigern
diese Fahrfunktionen direkt Sicherheit, Komfort und
Energieeffizienz sowie langfristig auch Raumnutzung
und Verkehrsfluß in Städten“, so Frey vom Institut
für Fahrzeugsystemtechnik des KIT.
Deutlich erhöhte Manövrierbarkeit
etwa beim Einparken ermöglichen die
hochintegrierten Längs- und Querführungssysteme des Projekts OmniSteer
A U TO M AT I S I E R T E S FA H R E N :
Lenken ohne Grenzen
(Bild: KIT/OmniSteer)
Autos steigern die Mobilität ihrer Nutzer. In engen
Innenstädten jedoch stoßen sie an die Grenzen der
eigenen Manövrierfähigkeit. Etwa für Vielparker
wie Lieferdienste und Handwerker vergeht viel
Arbeitszeit mit Einparken und Parkplatzsuche.
„Der Mehrwert von Elektroantrieben gegenüber Verbrennungsmaschinen tritt
deutlich hervor, da wir
elektrische Antriebe direkt
in jedes Rad integrieren
können.“
Neuartige Fahrwerke mit einzeln lenkbaren Rädern
und elektrische Antriebe können die Wendigkeit
und so die Effizienz gerade im fließenden Stadtverkehr erhöhen. Das vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt
OmniSteer will bis 2018 mit einem Budget von 3,4
Millionen Euro die passenden Konzepte und Prototypen erforschen. „Die zunehmende Elektrifizierung
und Automatisierung von Fahrzeugen ermöglicht es,
dem Nutzer neuartige Fahrfunktionen anzubieten“,
erklären die Projektleiter Dr. Marcel Mayer von der
Firma Schaeffler und Dr. Michael Frey vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Zusammen mit neuartigen Radaufhängungen,
welche größere Lenkeinschläge an der Vorder- und
Hinterachse erlauben, werden passende Abstandsund Spurassistenten entwickelt (hochintegriertes
Längs- und Querführungssystem), welche die Manövrierfähigkeit deutlich verbessern.
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COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
Innerhalb von OmniSteer entsteht am KIT ein
verkleinertes Demonstrationsfahrzeug, dessen
Längs- und Querführungssystem orthogonale,
mehrdirektionale und nichtlineare Fahr- und Lenkmanöver ausführen kann. Diese drei Eigenschaften
ermöglichen innovative Fahrfunktionen und somit
das Ausschöpfen des vollen Potentials von Automatisierung in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Das
Fahrzeug wird mit Sensoren das Umfeld erkennen,
den bestmöglichen Fahrweg errechnen und dann
komplexe Manöver eigenständig ausführen können. Durch eine eigens entwickelte Anzeige- und
Bedieneinheit wird der Fahrer die Fahrfunktionen
nachvollziehen, auswählen und bei Bedarf eingreifen
können. Das FZI Forschungszentrum Informatik
bringt dafür Manöver- und Trajektorienplanungsverfahren in das Vorhaben ein, welche die bestmögliche
Fahrwerkskonfiguration situativ abhängig auswählen.
F U H R PA R K 4 . 0 :
Neue fleetster-App ist online
Der erste Schritt zum automatisierten Fuhrpark:
Neue Funktionen, neues Design, neue App. fleetsters neue iOS App ist ab sofort im App-Store verfügbar. Nutzer haben damit die gesamte fleetsterFunktionalität auf dem Smartphone.
fleetster ebnet so den Weg für die nächste Stufe der
Automatisierung im Fuhrpark und ersetzt die Fahrzeugschlüssel durch das Smartphone. „Der moderne
Fuhrpark verwaltet sich sozusagen selbst, und der
Flottenmanager kann sich endlich um strategische
Aufgaben und die Überwachung der wichtigen
Prozesse im Fuhrpark kümmern“, so Tim Ruhoff,
Geschäftsführer von fleetster.
27
CiH 3/16
Zweites Leben
für Elektroauto-Akkupack
Eine neue Studie analysiert die Nachnutzung gebrauchter
Elektroauto-Akkupacks sowie ökonomische und ökologische Potentiale: Elektroautos, vorausgesetzt ihr Strom
speist sich aus regenerativen Energien, sind gut für die
Umwelt. Was aber passiert mit den Batterien am Ende
ihrer Nutzungsdauer?
GANZ EINFACH: Poolfahrzeuge können per App
jederzeit für Privat- und/oder Geschäftsfahrten
gebucht werden. Schnell und einfach, egal wo der
Nutzer gerade unterwegs ist.
ALS ASSISTENT: Egal wie im Unternehmen die
Fahrzeuge verwaltet werden, ob per Selbstbedienung,
Schlüsselmanager oder Schlüsselschrank. fleetster automatisiert und digitalisiert die Fahrzeugverwaltung.
Die fleetster App unterstützt den Nutzer bestmöglich
und gibt ihm wertvolle Informationen an die Hand.
Schulungen, Einweisungen und hilflose Nutzer
gehören somit der Vergangenheit an.
VIRTUELLER SCHLÜSSEL: Um die Schlüsselmanager zu entlasten, kann auch das Smartphone als
Schlüssel genutzt werden. Dafür muß lediglich das
fleetster Carsharing-Kit in den Fahrzeugen verbaut
werden, und schon lassen sich die Fahrzeuge per App
öffnen und schließen.
PERSÖNLICH FÜR DEN NUTZER: Die App
„weiß“, welche Einstellungen der Nutzer in seinem
fleetster-Online-Account gewählt hat und paßt
sich automatisch an. So bietet sie den Nutzern den
größtmöglichen Komfort. Je nach Bedarf in deutsch,
englisch und niederländisch.
JETZT TESTEN:
https://itunes.apple.com/de/app/fleetster-corporatecarsharing/id887815591?l=en&mt=8
https://play.google.com/store/apps/details?id=ngm.
fleetstermobilepro.de&hl=en
Da diese Akkus oft noch Speicherkapazitäten von bis zu
80 Prozent aufweisen, ist es sinnvoll, diese aufwendig hergestellten Energiespeicher weiterzuverwenden. Zu diesem
Schluß kommt die neue Studie „Second-Life-Konzepte für
Lithium-Ionen-Batterien aus Elektrofahrzeugen“.
MIT WELCHEN ERGEBNISSEN?
Sie zeigt, welche Anwendungen der ausgedienten Elektrofahrzeug-Batterien möglich sind, wie sie sich in Bezug
auf Rest- und Kapitalwert im Vergleich zu Neu-Batterien
rechnen, welchen Einfluß die Weiterverwendung auf die
Total-Cost-of-Ownership eines Elektrofahrzeugs hat und
welchen Umweltvorteil die
sogenannten Second-LifeBatterien besitzen. Das Ergebnis der Studie: Es besteht
ein signifikantes wirtschaftliches und ökologisches
Potential für Second-LifeKonzepte, wenn der Markt
für Elektromobilität und
Batteriespeicher wie vorgesehen wächst.
WOFÜR ANWENDEN?
Zwei vielversprechende Anwendungen sind die Bereitstellung
von Regelleistung für Stromnetzbetreiber und der Einsatz als
Hausspeicher, die an Photovoltaikanlagen gekoppelt sind.
So kommen die Experten zu dem Ergebnis, daß sich ein
Second-Life-Betrieb sowohl für die Bereitstellung von Primärregelleistung (PRL) als auch für den Einsatz in Hausspeichersystemen (HSS) als wirtschaftlich vorteilhaft gegenüber
der Verwendung von Neubatterien erweist. Basierend auf
Berechnungen nach der Kapitalwertmethode prognostizieren
die Experten für PRL eine Steigerung des Kapitalwerts um
33, für HSS eine Verbesserung um 26 Prozent.
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NUTZFAHRZEUGE
NEWS
FAZIT
Der Umweltvorteil von Second-Life-Batterien ist offensichtlich, wenn
durch ihre Anwendung die Produktion von Neu-Batterien vermieden
wird. Je Kilowattstunde Nennkapazität der Traktionsbatterie bestimmen die Experten ein Treibhausgas-Einsparpotential von 34 bis 106 kg
CO2-Äquivalenten für die Bereitstellung von PRL und von 30 bis 95 kg
CO2-Äquivalenten für den Einsatz als HSS. Werden Traktionsbatterien bei einer Restkapazität von 80 Prozent für
Second-Life-Anwendungen wiederaufbereitet, dann beträgt
ihr maximaler Verkaufswert rund 50 Prozent der Kosten
einer Neubatterie. Der Restwert einer Second-Life-Batterie
wiederum wird maßgeblich von der Entwicklung der Recyclingkosten beeinflußt. Wesentliche Stellschrauben für den
Erfolg von Second-Life-Produkten liegen in der Standardisierung von Batteriemodulkonzepten im Automotive-Bereich,
der Optimierung des Wiederaufbereitungsprozesses und
Detailkenntnissen über die Second-Life-Anwendungen. Die
Studie ist kostenlos erhältlich unter www.vde.com/infocenter.
Verkehrsinfrastruktur sichern
Bau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur müssen dauerhaft auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. Die schon erfolgten Aufstockungen
der Haushaltsmittel des Bundes für den Infrastrukturbau sind richtig,
jedoch schon mittelfristig nicht ausreichend.
„Wir brauchen wieder eine Stärkung der
Bauherrenkompetenz
der Öffentlichen Hand
und eine Modernisierung der Verwaltung.
Niemandem nützt es,
wenn aus reiner Not
neue ÖPP-Projekte initiiert werden, weil es
an eigenen Kapazitäten
zur Vorbereitung einer
Ausschreibung mangelt“,
so ZDH-Generalsekretär
Holger Schwannecke.
BESSERE STRASSEN FORDERN ... der Zentralverband des Deutschen
Handwerks (ZDH), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB),
die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) und
der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) vor den anstehenden
Beratungen von Bund und Ländern zu Strukturen des Fernstraßenbaus.
Fehlende Finanzierungsmittel und unzureichende Bauherrenkompetenz
haben in der Vergangenheit dazu geführt, daß Instandhaltungen zunehmend über ÖPP-Modelle finanziert wurden. Dadurch wird der Mittelstand
jedoch weitgehend von Tiefbauaufträgen ausgeschlossen. Die finanziellen
Folgewirkungen für die öffentlichen Haushalte sind außerdem umstritten.
STATT ÖPP ... zum vorherrschenden Beschaffungsmodell im Fernstraßen-
bau zu machen, müssen die Bauherrenkompetenz der öffentlichen Hand
wieder gestärkt und die Umsetzungsstrukturen modernisiert werden. Neubau und Wartung müssen wieder vorausschauend geplant werden können.
AUS SICHT DER VERBÄNDE ... wäre die Schaffung einer öffentlichen In-
frastrukturgesellschaft ein Ansatz zur Modernisierung und Beschleunigung
des Fernstraßenbaus. Eine solche Gesellschaft würde mehr Nachhaltigkeit
und Flexibilität im Rahmen der Mittelplanung bieten und die Chance zu
länderübergreifenden Bau- und Wartungskonzepten eröffnen.
Eine öffentliche Infrastrukturgesellschaft könnte gemeinsam mit den
Länderverwaltungen wieder gezielt Bauherrenkompetenz aufbauen
und die Qualität von Ausschreibung und Kontrolle der Bauvorhaben
verbessern. Inzwischen seien erhebliche Instandhaltungsdefizite und ein
Substandverlust in Milliardenhöhe entstanden. Währenddessen wächst der
Personen- und Güterverkehr weiterhin stetig, und ein funktionierendes
Straßennetz wird für den Standort Deutschland immer unverzichtbarer.
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COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
IMPRESSUM
Computern im Handwerk/
handwerke.de
gegründet 1984, dient als unab­­hän­­gi­ges Fachmagazin für moderne
Kommunikation den Betrieben der
Bauhaupt- und Nebengewerbe im
„portionierten“ Wissens- und
Techno­logie-Transfer.
Herausgeber: Horst Neureuther
© Copyright: CV München
CV Computern-Verlags GmbH
Goethestraße 41, 80336 München
Telefon 0 89/54 46 56-0
Telefax 0 89/54 46 56-50
Postfach 15 06 05, 80044 München
E-Mail: [email protected]
[email protected]
www.handwerke.de
Geschäftsleitung:
Dipl.-Vw. H. Tschinkel-Neureuther
Anzeigenleitung:
Dipl.-Vw. Heide Tschinkel-Neureuther
e-mail: [email protected]
Redaktion und redaktionelle
Mitarbeiter in dieser Ausgabe:
Dipl.-Ing. (Arch.) Marian Behaneck
RA Dr. Johannes Fiala
Margrit Lingner
Caroline Muchalla
Elke Neureuther
Horst Neureuther (verantw.)
Dipl.-Ing. (Univ) Peter Pernsteiner
Dipl.-Math. Peter A. Schramm
Anzeigenvertretung:
Medienmarketing SANDERS
Gundo Sanders
Mail: [email protected]
Layout:
AD&D Rosenheim, Silvia Romann
Druck: Dierichs Druck und Media
GmbH & Co. KG, Kassel
Druckauflage: 52.500
Tatsächliche Verbreitung:
52.024 (IV/15)
Auflage und Verbreitung kontrolliert.
31. Jahrgang
Erscheinungsweise: 10 x jährlich
Abo-Preis:
29,– € p.a. plus Porto inkl. MwSt.
Einzelpreis: 2,90 €
Ein Abonnement verlängert sich auto­
ma­tisch um ein Jahr, wenn es nicht
spätestens 3 Monate vor Ablauf des
Bezugszeitraumes gekündigt wird.
ISSN 0931-4679
Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der
Verbreitung von Werbeträgern e.V.
(IVW) Berlin
Zur Zeit gilt die Anzeigenpreisliste
Nr. 33 vom 01.01.2016.
Titelkopf: © Fotolia.de/yellowj
MESSEN
Der interne Speicher von Samsungs
neuen Top-Modellen läßt sich mit
einer Speicherkarte erweitern
(Quelle: Samsung)
Barcelona wurde Ende Februar vier Tage lang
zum Zentrum der mobilen Welt. Und so drehte
M O B I L E WO R L D C O N G R E S S 2016:
sich in der katalanischen Hauptstadt mal nicht
Mobilität ist alles
D
alles um Fußball, sondern auf dem Mobile World
Congress (MWC) um die neuesten Trends, Innovationen und Mobilgeräte … von Margrit Lingner
abei ist die Mobilfunkbranche ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor – im vergangenen Jahr
lag der Umsatz bei 3,1 Billionen US-Dollar
– und die Messe schließt mit immer neuen Besucherrekorden. Erstmals registrierte der MWC rund
101.000 Teilnehmer aus 204 Ländern. Und die Zahl
der Aussteller ist mit 2.200 gegenüber dem Vorjahr
ebenfalls angestiegen. Diskutiert wurde über den
Mobilfunkstandard 5G, über die Sicherheit, Vernetzungen und über Themen wie das Internet der Dinge.
Ferner präsentierten traditionsgemäß die Großen der
Branche ihre neuesten Produkte.
echte und virtuelle Welt verbindet. Über Headset und
VR-Brille können dabei Anrufe angenommen, Kurznachrichten empfangen oder Terminerinnerungen
abgerufen werden. ■ LG wiederum schickt mit dem
G5 ein aus Metall gefertigtes Premium-Smartphone
ins Rennen. Das G5 soll sich unter anderem durch
einen ausziehbaren Einschub für den austauschbaren
Akku und sein modulares System auszeichnen. Über
den Akku-Einschub kann auch das Kamera-Modul
CAM Plus eingeschoben werden. Und auch bei LG
erweitern eine 360-Grad-Kamera und eine VR-Brille
das 5,3 Zoll große neue Smartphone.
Allen voran brachte ■ Samsung seine PremiumSmartphones Galaxy S7 und S7 edge nach Barcelona. Im standesgemäß edlen Outfit (aus Metall und
Glas) arbeitet im Inneren des neuen Flaggschiffs ein
Achtkern-Prozessor (Exynos 8 Octa). Integriert hat
Samsung zudem eine neue Display-Funktionalität.
Über die sogenannte Allways-on-Funktion bleibt das
Display immer eingeschaltet, sodaß der Nutzer das
Smartphone nicht einschalten muß, um zu sehen, ob
neue Nachrichten eingegangen sind. Im Gegensatz zu
den Vorgängermodellen Galaxy S6 verfügen die neuen Topmodelle wieder über einen Speicherkarten-Slot
(für SD-Karten bis 200 GB). Darüber hinaus sind
die Geräte wasserdicht (IP68 zertifiziert). Da immer
leistungsfähigere Geräte heute kein Garant mehr für
bessere Verkaufszahlen sind, zeigen sich Hersteller
erfinderisch. So präsentierte Samsung passend zu
seinen neuen Geräten mit der Gear 360 ein smartes
Zusatzprodukt. Die kugelförmige Kamera nimmt
360 Grad-Bilder auf, die auf einem Smartphone oder
auf VR-Brille angesehen werden können.
Auch ■ Sony will mit schlauen Zusatzgeräten Akzente
setzen. Passend zu der neuen Smartphone-Reihe
Xperia X gibt es mit Xperia Ear jetzt einen smarten
drahtlosen Ohrhörer. Er macht den Nutzer etwa
auf Termine aufmerksam oder nimmt Sprachbefehle entgegen. Erweitert werden soll die Reihe von
Sonys smarten Helferlein durch Xperia Eye, einer
21-Megapixel-Kamera mit sphärischer 360-GradLinse, dem interaktiven Xperia Projector und der
smarten Haussteuerung Xperia Agent. ■ Huawei
präsentierte diesmal keine Smartphones, sondern sein
erstes 2-in-1-Notebook. Das an Microsofts Surface
erinnernde 6,9 mm dünne, 640 g leichte, in ein
farbiges Tastatur-Case gehüllte MateBook arbeitet
mit einem Skylake (M3- oder M5-Prozessor) von
Intel. Für den Einsatz im Unternehmen präsentierte ■ Panasonic die leichtesten Handheld-Tablets
der Full-Ruggedized-Schutzklasse. Die Toughpad
Tablets FZ-F1 (Windows) und FZ-N1 (Android)
mit 4,7-Zoll-Display sind 280 g leicht und verfügen
über einen schräg integrierten Barcode-Scanner auf
der Unterseite. Dadurch sollen Gelenküberlastungen
und Verletzungen vermieden werden.
Auch Smartphone-Hersteller wie HTC oder LG
setzen auf den neuen Hype um die virtuelle Realität.
Zwar verzichtete ■ HTC darauf, auf dem MWC ein
neues Premium-Modell vorzustellen. Dafür enthüllte
HTC sein VR-System Vive. Mit Vive Phone Services
gibt es bei HTC jetzt eine Telefon-Funktionalität, die
Wie weit die Vernetzung bei Autos fortgeschritten
ist, zeigte nicht zuletzt der Automobilriese ■ Ford.
Auf dem MWC präsentierten die Amerikaner ihren
neuen SUV, den Ford Kuga.
Mit dem LG G5 hat LG sein
neuestes Top-Modell ins Rennen
geschickt (Quelle: LG)
Dank des schräg
angebrachten
Barcode-Scanners
sollen mit
Panasonics neuen
Profi-Handhelds
Fehlhaltungen
vermieden werden
(Quelle: Panasonic)
HTC präsentierte eine
Neuauflage seiner VR-Brille
Vive (Quelle: HTC)
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
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SOFTWARE A P P S I M H A N DW E R K
DIE APP FÜR KUNDENZUFRIEDENHEIT:
Powerbird’s „Mobiles CRM“
Gerade im Handwerk nimmt der Einsatz von mobilen Geräten
im Arbeitsalltag immer weiter zu. Da sind Softwarelösungen
gefragt, die sich diesem Trend anpassen und die Unternehmen
mit durchdachten mobilen Lösungen effektiv unterstützen.
Ergänzend zu den bereits vorhandenen mobilen Lösungen
„Mobile Zeiterfassung“ und „Mobile Auftragsabwicklung“
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Haustechnik –
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CRM“ (Kundenbeziehungs- und
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relevanten Kundendaten, wie zum Beispiel die komplette
Gesprächshistorie, Aufgabenmanagement, Telefonate, Mails
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angestoßen werden. Das hinterläsßt bei den Kunden einen
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30
COMPUTERN IM HANDWERK 3/16
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