Gottes Namen - Bibel- und Missionsschule Ostfriesland

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Gottes Namen - Bibel- und Missionsschule Ostfriesland
BMO Studienschriften
Siegfried F. Weber
Der Hirte
El Schaddai
hwhy
Elohim
Adonai
Gottes Namen
im Alten Testament
Entschlüsselung ihrer Bedeutungen
HERR
BMO
Bibel- und Missionsschule Ostfriesland
Siegfried F. Weber
Gottes Namen
im Alten Testament
Entschlüsselung ihrer Bedeutungen
©
Heft-Nr. 0301
5. Auflage, 2013
Inhalt
1. Die Bedeutung des Namens
1.1. Gott ist Person
1.2. Der Name ist uns offenbart
1.3. Der Name Gottes ist verbunden mit seinem Wesen
1.4. „Um meines Namens willen“
1.5. Den Namen schmähen
1.6. Seinen Namen ehren
1.7. Der Name bedeutet aktive Gegenwart der Person
2. Die allgemeinen Gottesbezeichnungen
2.1. El
Exkurs „Herkunft“
2.2. Eloha
2.3. Elohim
2.4. Adon oder Adonai
2.5. Jahweh
2.6. Andere Namen
3. Gott, der HERR, im Buch Jesaja
3.1. „Der Heilige Israels“
3
3
4
6
7
8
9
12
12
14
20
20
30
32
37
37
42
4. Jahweh heißt „ER kommt zu Dir“
46
Abkürzungen der Bibelausgaben
48
Bildnachweis
49
Literaturverzeichnis
49
1. Die Bedeutung des Namens
1.1. Gott ist Person
Dem Menschen werden Namen gegeben. Der Name kennzeichnet den
Menschen in seiner Einzigkeit, in seiner Subjektivität und in seiner
Persönlichkeit. Wenn der Mensch nicht mit einer Nummer aufgerufen wird,
sondern mit seinem Namen, dann kennzeichnet dies seinen besonderen
Stellenwert.
Der Name gehört zum Wert des Menschen.
Die Wertschätzung des Nächsten drückt sich in der Nennung seines Namens
aus.
Die Nennung des Vornamens stellt eine Relation dar. Nicht jeden Menschen
rufe ich mit seinem Vornamen an, sondern nur diejenigen, zu denen ich eine
besondere Beziehung habe.
Der Name ist Programm: Im Alten Testament stand der Name für ein ganzes
Leben, für besondere Ereignisse im Leben. Jakob bekam den Namen Israel
(Gotteskämpfer), weil er ein besonderes Erlebnis mit Gott am Jabbok gehabt
hatte (Gen 32,29). Der Name Jesaja bedeutet „der HERR ist Rettung“. Diesen
Namen kann man sogleich als Überschrift für das ganze Buch nehmen, denn es
geht um Rettung. Wir könnten noch weitere Beispiele nennen. Der Name ist
also nicht einfach „Schall und Rauch“, sondern er hat auch eine Bedeutung für
den Menschen.
Wenn wir nun in der vorliegenden Arbeit von den Namen Gottes sprechen,
dann sollten wir das immer im Hinterkopf behalten, dass jeder Name eine
besondere Bedeutung hat.
Gott hat einen Namen. Das besagt, dass Gott Person ist. Gott ist kein Es,
sondern ein Du, kein Gegenstand, sondern ein lebendiger Gott.
3
Als Person will er in Beziehung mit dem Menschen treten. Wir nennen das
„Offenbarung“. Wenn Gott sich offenbart, dann stellt er sich vor. Er lässt den
Menschen nicht im Ungewissen.
Gott möchte, dass der Mensch wiederum auf die Offenbarung eine Antwort
gibt. Er soll Gott anrufen, und zwar mit seinem Namen.
Wenn der Mensch diese Gemeinschaft mit Gott pflegt, ruft er seinen Namen
an.
Name und Person sind nicht voneinander zu trennen!
So kann Gott einfach nur „der Name“ (hebr. „ha schem“ ~Veh;-ta,) genannt
werden: „Und der Sohn der israelitischen Frau lästerte den Namen“, so der
hebräische Wortlaut aus 3.Mo.24,11.
1.2. Der Name ist uns offenbart
Warum spricht Jesaja vom "Namen Jahweh, der kommt", anstatt von "Jahweh,
der kommt"?
mächtig erhebt er sich, seine Lippen sind voll Grimm und seine
Zunge wie ein verzehrendes
Antwort: Weil der Name die Person Gottes offenbart. Hier in Jes. 30,27
bedeutet der Name die ganze Fülle der göttlichen Macht, seine Heiligkeit und
seinen Zorn. ER kommt als der Richter. Der Mensch steht dann in der
Gegenwart des Richters. Vor dem Namen Gottes muss der Mensch sich
verantworten.
Der Name ist darum auch ein Zufluchtsort: In Jer. 10,3-5 heißt es, dass die
Götter tot sind und in Vers 6 wird ausgerufen, dass allein der Name Gottes
groß ist. Von daher ist der Name Gottes Zufluchtsort, denn ER ist ein lebendiger
Gott.
4
Es gibt keinen größeren Namen als den Namen Gottes:
`Amv. lAdG" laer'f.yIB. ~yhil{a/ hd 'WhyBi [d'An
Bekannt ist Gott in Juda, in I
(ELB 2006Ps. 76,2)
Gott möchte, dass sein Name allen Heidenvölkern offenbart wird:
bis zu ihrem Untergang ist mein
Name groß unter den Nationen. Und an allerlei Orten lässt man
Opferrauch aufsteigen und bringt meinem Namen Gaben dar,
und zwar reine Opfergaben. Denn mein Name ist groß unter den
(ELBMaleachi 1,11)
Wer nach dem Namen fragt, der fragt nach der Person selbst.
Wenn jemand den Namen Gottes wissen will, dann möchte er erfahren, wer
Gott ist (die Frage ist mit der Person Gottes verbunden).
"Deinen Namen verkündigen" heißt: Gott bekannt machen (Ps. 22,23). Gott ist
aber nur da bekannt, wo er sich offenbart. In Jesus, seinem Sohn, offenbart
ersich der ganzen Menschheit.
Jesus also hat uns Gott vorgestellt. Durch ihn lernen wir Gott kennen. Aber wie
hat JESUS denn von Gott geredet? Er sprach von Gott als seinem Vater.
Der Vater und der Sohn sind eine Einheit. Darum, wer den Sohn kennt, der
kennt auch den Vater, also Gott selbst:
antwortete: Ihr
kennt weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kenntet,
(Joh. 8,19)
5
1.3. Der Name Gottes ist verbunden mit seinem Wesen
Der Name Gottes steht für:
 Gerechtigkeit (Ps. 89,17)
 Treue und Gnade (Ps. 89,25)
 Errettung (Ps. 96,2)
 Heiligkeit (Ps. 99,3)
`aWh vAdq' ar'Anw> lAdG" ^m.vi WdAy
-
Gott ist heilig, darum ist auch sein Name heilig. „Dein Name werde
geheiligt“ heißt es im Vater Unser. Das hebräische Wort für „heilig“ lautet
„qadosch“ und wird von „qad“ abgeleitet, was „schneiden, trennen,
absondern“ bedeutet. Gottes Name soll von den Namen der Götter
getrennt werden. ER soll nicht zusammen mit den Göttern angerufen
werden (überhaupt nicht).
Die Heiligkeit des Namens Gottes verbietet also jede Art von Synkretismus.
Wer den Namen Gottes mit den Namen der Götter aus den Religionen
anruft, der verunreinigt den Namen Gottes, ja leugnet ihn.
Sehr oft ist das Adjektiv "heilig" mit dem Namen Gottes verbunden (Ps. 33,
21): „sein heiliger Name“.
 Barmherzigkeit und Erbarmen (Ps. 109, 21)
 Güte (Ps. 138,2)
 Herrlichkeit (Ps. 148,13 „... denn allein sein Name ist hoch...“)
Gottes Name ist einzigartig, unvergleichlich, erhaben.
6
1.4. "Um meines Namens willen"
Der Ausdruck hat den Sinn: aus persönlichen Gründen.
Dahinter steht Gottes Treue. Damit verbunden ist sein Wesen: Seine
Barmherzigkeit in Bezug auf die Vergebung.
„Er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen“ bedeutet, dass
Gott mich nicht führt, weil ich so gut bin, weil ich gute Werke vollbringe (also
nicht um meines Namens willen!), sondern weil ER gnädig ist, weil er mich
liebt. Die Kurzform der Paraphrase „um seines Namens willen“ würde einfach
lauten: „aus Liebe“ (Ps. 25,11 „Um deines Namens willen, HERR, vergib mir
meine Schuld, die so groß ist!“).
Obwohl Israel die Theokratie (die Herrschaft durch Gott selbst) abgelehnt hat
(1. Sam. 8), verwirft der HERR sein Volk nicht, um seines großen Namens willen
(1. Sam. 12,22).
Als Israel in der Diaspora lebte, da entheiligten sie den heiligen Namen Gottes
(Ez. 36,20 f.).
Aus Gnade und wegen seinen Verheißungen will Gott aber sein Volk aus allen
Ländern ins Land Israel zurückführen und es rehabilitieren. Gott setzt aber
Israel nicht wieder ein, weil es auf einmal so fromm geworden ist, sondern um
seines heiligen Namens willen (Ez. 36,22 f.). Gott will durch das Handeln an
dem wiederhergestellten Israel seinen Namen unter den Völkern groß
machen. Die Heidenvölker sollen erkennen: Das hat Gott getan!
Es geht also um die Ehre Gottes! Es geht nicht um die Ehre des Menschen! Es
geht allein um die Verherrlichung des Namens Gottes!
Wenn der Mensch vor Gott tritt, dann kann er ihm nichts bringen, außer seine
Sünde. Wie kann sich nun der Beter sicher sein, dass Gott ihn dennoch hört?
Die Antwort finden wir im Propheten Jeremia:
7
deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit
(Jer. 14,7)
1.5. Den Namen schmähen
Der Name ist von der Person nicht zu trennen! Das haben wir bereits
festgestellt. Wer also den Namen Gottes schmäht, der schmäht Gott selbst.
Deshalb heißt es bereits im ersten Gebot, dass wir den Namen des HERRN nicht
missbrauchen sollen. Wer den Namen anruft, der ruft Gott selbst an. Wer den
Namen verflucht, der verflucht die Person selbst.
Weil Israel in die Gefangenschaft geführt wurde, lästern die Heiden den
Namen Gottes (Jes. 52,5). Wo war Gott, als das Land Israel erobert wurde? Wie
konnte Gott all das Leid zulassen? Wenn er existiert, warum hat er dann nicht
seinem Volk geholfen? So mögen die Nachbarvölker Israels gesprochen haben,
als sie die Menschenschlangen sahen, die nach Assur geführt wurden.
Israel entheiligt den Namen Gottes, weil es ein soziales Gebot übertreten hat
(2.Mose 21, 2 ff.). Denn nachdem die Sklaven im siebten Jahr freigelassen
worden waren, wurden sie sogleich wieder von ihren Herren zurückgefordert
(Jer. 34,16). Gott selbst identifiziert sich mit den Schwachen dieser Welt.
Wer das Ebenbild Gottes wie ein Tier behandelt (Entwürdigung von
Kriegsgefangenen), der muss wissen, dass er Gott selbst entwürdigt.
Eine Bekenntnistheologie, vielleicht sogar in Form einer Anbetung, reicht dem
heiligen Gott nicht aus, indem jemand betet und bekennt „dein Name ist heilig,
groß und gerecht“. Eine solche Bekenntnistheologie ist nichts wert, wenn der
Mensch nicht Gottes Gebote achtet und sie hält und wenn er den Nächsten
verachtet. Wir wollen uns noch einmal daran erinnern, dass es in 2.Mose 21,2
ff. um ein soziales Gebot geht. Es geht dort also nicht um die Beziehung des
Menschen zu Gott, sondern um die Beziehung der Menschen untereinander.
Auch der Apostel Johannes möchte Taten sehen, wenn er durch den Geist
Gottes schreibt:
8
en
Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt
dann die Liebe
(1.Joh. 3,17)
Ja, der Mensch kann sich sogar an den Namen Gottes vergreifen, so wie man
sich an das Eigentum anderer Menschen vergreifen kann (Spr. 30,8-9).
1.6. Seinen Namen ehren
Wir sollen durch unsere Taten, durch unser Leben und in unseren Liedern und
Gebeten den Namen Gottes ehren. Gott allein steht alle Ehre zu. Von ihm
sollen wir reden. Ihn sollen wir bekennen. Wer einen Menschen unsagbar liebt,
der redet ständig von ihm. Wer Gott liebt hat, der redet von ihm, der kann
doch nicht schweigen?!
In den folgenden Bibelversen wird der Name Gottes stets mit einem Verb
verbunden. Es geht um die Tat. Gott möchte, dass wir uns in Bewegung setzen.
Wer Gott liebt, bleibt nicht tatenlos.
 seinen Namen lieben (Ps. 5,12)
 ihn preisen (Joel 2,26) – welchen Namen rühme ich in dieser Welt? Sind es
die Stars? Oder rühme ich den Namen Gottes?!
 in ihm wandeln (Micha 4,5) – mit welchem Namen bin ich verbunden? Wem
gehört mein Leben?
 an ihn denken (Mal. 3,16) – die Erzväter richteten Steine und Altäre auf, um
an den Namen Gottes zu denken (siehe weiter unten).
 auf ihn warten (Ps. 52,11)
 ihm danken (Ps. 54,8)
 ihn fürchten (Mal. 3,20, bzw. 4,2) – wie sieht die Ehrfurcht Gottes in
unserem Leben aus? Wie soll sie sich zeigen?
 ihn anrufen (Ps. 99,6)
 ihn verkündigen (Jes.12,4)
 ihn segnen, preisen (Ps. 145,1-2).
9
Stets ist hier der Name mit der Person verbunden. Die genannten Stellen
zeigen uns die enge Beziehung der Menschen zu dem lebendigen Gott. Unser
ganzes Leben darf mit dem Namen Gottes erfüllt sein. ER selbst füllt unser
ganzes Sein aus.
In IHM leben, weben und sind
1.7. Der Name bedeutet aktive Gegenwart der Person
Auf dem Berg Karmel schlug Elia einen Wettkampf zwischen Namen vor.
Es wird sich zeigen: Wenn der Name des einzigen, lebendigen Gottes
angerufen wird, dann handelt dieser Gott (1.Kö. 18,24). Was bringt es schon,
den Namen eines Toten anzurufen. Wenn die Götter lebten, dann könnte man
auch ihre Namen anrufen und dann sollten sie agieren.
Elia baut aus den Steinen des alten zerbrochenen Altars im Namen Gottes (!)
einen neuen, um darauf das Opfer darzubringen (1. Kö. 18,32).
Dann ruft der Prophet Israels den Namen des HERRN an und der HERR erhört
ihn. Aber von den Göttern hört man überhaupt nichts.
Der allmächtige Gott, der Schöpfer Himmels und der Erde, ist in seinem Namen
gegenwärtig. ER hört vom Himmel her und bewegt seinen starken Arm.
Das wusste auch der junge David. Und darum ruft er dem Riesen Goliath zu:
tAab'c. hw "hy> ~veB. ^yl,ae-ab' ykinOa'w>
zu dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes des Heeres
10
Wir dürfen – ja wir sollen – im Namen Gottes und seines Sohnes JESUS
handeln. In seinem Namen ist Sieg. Alle Mächte dieser Welt müssen weichen,
wenn wir den Namen JESUS ausrufen!
In seinem Namen ist Gott aktiv gegenwärtig
Das kommt in dem aaronitischen Segen deutlich zum Vorschein. Aaron soll den
Namen Gottes auf die Gemeinde legen.
Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu
den Israeliten, wenn ihr sie segnet: Der HERR segne dich und
behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und
gebe dir Frieden. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten
legen, dass ich sie segne.
.Mose 6, 23-27)
Gottes Namen auf die Gemeinde legen heißt, dass der HERR selbst
gegenwärtig ist und dass er sie behütet und ihnen gnädig ist, dass ER mit ihnen
und an ihnen handelt. Darum hat dieser Segen eine so wichtige Bedeutung.
Schade, wenn dieser Segen zu einer liturgischen, traditionellen Formel
geworden ist.
Im Segen kommt der allmächtige Gott selbst vom Himmel herab, um in seiner
Gemeinde gegenwärtig zu sein.
Nun heißt es ja im Neuen Testament, dass Gott und sein Sohn Jesus Christus
durch den Heiligen Geist in und mitten unter uns wohnen. Ist der aaronitische
Segen damit überflüssig geworden?
Wir können auch heute in der Gemeinde Jesu diesen Segen sprechen, um
damit anzuzeigen, dass Jesus bei uns bleiben wird. Bei der Segnung am Ende
des Gottesdienstes handelt es sich um ein seelsorgerliches Zeichen für die
Gemeinde, damit sie durch diese Handlung den Zuspruch bekommt: „Ja, der
HERR ist wirklich bei mir.“ Jesus selbst hat Menschen gesegnet (Mk. 10,16).
11
In dem Namen Gottes ist Heil
Wenn also Gott selbst in seinem Namen gegenwärtig ist, dann ist auch in
seinem Namen Rettung. Darum heißt es in Joel 3,5:
jleM'yI hw"hy> ~veB. Ar'q.yI
(Das hebräische Wort „malat“ bedeutet „retten, verschonen, ungestraft
lassen“).
Deshalb heißt der Name Gottes „ERLÖSER“!
`^m,v. ~l'A[me Wnlea]GO Wnybia' hw"hy> hT'a;
du aber, o HERR, bist unser Vater und und dein Name ist «Unser
Erlöser von Ewigkeit her!» (SCH 2000Jes. 63,16).
2. Die allgemeinen Gottesbezeichnungen
2.1. El
Im Alten Testament kommt der Name 235-mal vor. Gewöhnlich leitet man "El"
von den Wörtern "stark sein" oder "vorne sein" (der Erste) ab. Es ist also eine
Bezeichnung, die die Macht und Überlegenheit gegenüber Menschen
ausdrückt. Sicherlich handelt es sich auch um die ehrfurchtsvolle Distanz
zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf.
Sehr häufig kommt der Name in poetischen (dichterischen) Büchern vor:
So zum Beispiel in den Psalmen allein 75-mal und im Buche Hiob 55-mal.
12
Die Propheten gebrauchen den Gottesnamen "El" kaum, außer Jesaja 23-mal.
Im Pentateuch (die fünf Bücher Mose) kommt er insgesamt 47-mal vor.
So erkennt gerade Hiob in seiner Schwachheit die Überlegenheit, ja, die
Souveränität Gottes (Hiob 23,13-16).
Doch er ist der eine - wer will ihm wehren? Und er macht's, wie
er will.Ja, er wird vollenden, was mir bestimmt ist, und hat noch
mehr
derart
im
Sinn.
Darum
erschrecke
ich
vor
seinem
Angesicht, und wenn ich darüber nachdenke, so fürchte ich
mich vor ihm. Gott ist's, der mein Herz mutlos gemacht, und der
-16)
Gottesname "El" wird gerne bei Namensgebungen verwendet, so zum Beispiel
bei Daniel (Gott ist mein Richter); Samuel (Gott erhört); Reguel (Freund
Gottes); Israel (es kämpft Gott / Gotteskämpfer); Pniel (manche lesen Pnuel:
Angesicht Gottes, 1.Mose. 32,31, später ein Ort am Jabbok).
Als Jakob die Pforte des Himmels sah, nannte er daraufhin den Ort Beth-El, das
heißt „Haus Gottes“ (Gen.28,19). Als er aus Mesopotamien zurückkehrt und
wiederum an Beth-El vorüberzieht, baut er für Gott einen Altar und nennt die
Stätte El-Beht-El (Gott des Hauses Gottes). Denn jetzt bewegt ihn der Gott des
Ortes mehr als der Ort.
die Stätte El-Bethel
(lae-tyBe lae), weil Gott sich ihm daselbst offenbart hatte, als er vor
seinem Bruder
1.Mose 35,7)
`laer'fy. I yhel{a/ lae
Und als Jakob nach Sichem kam, kauft er von den Kindern
Hemors einen Acker. Dort baute er einen Altar und nannte ihn
Elohim
Mose 33,20)
13
(Wörtlich heißt es „Elohe“. „Elohe“ ist die Plural-Constructus-Form von
Elohim).
Warum werden bestimmte Ortschaften mit dem Namen Gottes benannt?
Die Antwort liegt auf der Hand. Jakob befand sich in Kanaan. Dort lebten zu
seiner Zeit die Kanaaniter, die ihre Götter verehrten. Nach und nach sollte aber
dieses Land in den Besitz Israels übergehen. Darum werden die Ortschaften
mit dem Namen Gottes benannt, damit das Land geheiligt wird.
In der kanaanäischen Religion wird ebenfalls das Wort "El" für die höchste
Gottheit verwendet.
EXKURS
Beim Untersuchen außerbiblischer Texte fällt auf, dass die Gottesnamen „El,
Elohim, Eloha“ auch von den Kanaanäern verwendet wurden. So wird z. B. im
kanaanäischen Pantheon El als der höchste Gott (El Eljon) verehrt.
Der evolutive Weg
Die liberale Theologie lehnt bekanntlich die Offenbarung ab. Sie geht den
evolutiven Weg.1
Der kritische Ansatz der historisch – kritischen Methode lautet:
Am Anfang war der Polytheismus (El, Elohim, Eloha etc.). Daraus entwickelte
sich der Henotheismus (Verehrung von einem Gott als höchsten Gott unter
anderen Göttern). Aus dem Henotheismus sei später der Monotheismus (in
Israel) hervorgegangen.
1
In Bezug auf die Entstehung des Monotheismus bei dem Volk Israel vgl. Walther
Zimmerli: Grundriss alttestamentlicher Theologie, Kohlhammer, Stuttgart, 1985
(5.Aufl.), S. 33f.
14
Der biblische Weg (der kanonische Weg in der Theologie)
 Am Anfang steht der Monotheismus: 1.Mose 1
 Am Anfang der Schöpfung kannten die Menschen den Schöpfer (Röm. 1,21).
 Sie verwenden für den einen und denselben Gott dieselben Namen: vgl.
Melchizedek aus 1.Mose 14,18-20: El Eljon!2
 Interessant ist auch die Feststellung, dass der midianitische Priester Jethro
dem Elohim Opfer vor den Augen Israels darbringt (2. Mose 18,12).
 Der Abfall jedoch wird immer größer, so dass immer mehr Götter angebetet
werden (Röm. 1,23).
 Somit muss nun auch Gott selbst sich Israel vorstellen als der Gott
Abrahams, Isaaks und Jakobs (2.Mose 3,6).
 Gott offenbart nun dem Volk Israel seinen Namen (2.Mose 3,13-15).
 Somit behält Israel durch Offenbarung den Monotheismus bei.
 Dabei verwendet Gott diejenigen Namen, die bereits bekannt waren (El,
Elohim, Eloha).
 Damit es aber nicht zu einer Verwechslung kommt, werden Epitheta
(Beinamen; Attributiva) hinzugefügt. Und Gott offenbart seinen
eigentlichen Namen: Jahweh (Jes. 42,8).
Wenn wir in das neutestamentliche Zeitalter hineinblicken, dann stellen wir
fest, dass die Autoren der neutestamentlichen Schriften und vor allem der
Apostel Paulus den Gottesbegriff „theos“ aus der hellenistischen Umwelt
übernehmen.
In der griechischen Literatur wird „theos“ u. a. für die Gottheit „Zeus“
verwendet. Er kann auch für „Apollon, Athene oder Eros“ stehen. Bereits
Homer kann den Singular „theos“ auf irgendeine Gottheit beziehen oder aber
auch auf Zeus. Dabei sind die Götter nach Homer nicht ewig. Sie sind
geworden. Von dieser homerischen Grundauffassung ist das Griechentum nie
abgewichen. Dieser Gedanke ist noch das aufbauende Element der
platonischen Philosophie. Auf der einen Seite hatten die Götter nach Plato eine
2
Zur Untersuchung der Namen Gottes im Volk Israel und in der Umwelt vgl. Herbert
H. Klement: Gott und die Götter im AT in: JETh, 11. Jahrgang, 1997/98
15
Genese, auf der anderen Seite aber sind sie unsterblich („athanathos“). Die
„theoi“ (Pl.) stehen zwar über den Menschen, aber sie sind auch selbst
begrenzt. Oft können sie das Schicksal nicht ändern. Höchst interessant ist der
Anthropomorphismus in der frühgeschichtlichen Gottesidee: Die Götter haben
weithin menschliche Eigenschaften, Empfindungen und Gewohnheiten.
Nach Xenophanes ist „theos“ das lebendige Wesen der Welt. Bemerkenswert
ist das Faktum, dass es zwischen den Göttern und den Menschen keine IchDuBeziehung gibt. Zwischen den Göttern und dem einzelnen Menschen tritt die
Gemeinschaft, der Staat. Für Aristoteles ist „theos“ die Bedingung für die
Existenz einer Weltordnung (Ethos). Die Stoa versteht Zeus als das eine
umfassende Weltgesetz. Gott und Kosmos sind identisch (Pantheismus). Der
Hellenismus fördert den Synkretismus: Gleichsetzung verschiedener
Gottheiten: die ägyptische Isis wird mit Athene und Aphrodite gleichgesetzt
und der griech. Zeus mit dem lat. Jupiter.3
Wenn nun das Neue Testament den hellenistischen Gottesbegriff übernimmt,
dann tut sie das ohne Inhalt. Wohl wird der Begriff übernommen, aber er wird
nun eindeutig auf den ewigen, den einen und einzigen Gott des Himmels und
der Erde bezogen, den Gott („theos“) Abrahams, Jakobs und Isaaks:
VEgw, eivmi o` qeo.j VAbraa.m kai. o` qeo.j VIsaa.k kai. o` qeo.j VIakw,bÈ ouvk
e;stin Îo`Ð qeo.j nekrw/n avlla. zw,ntwnÅ
Gott Jakobs. ER ist nicht ein Gott der Toten, sondern der
(Mat. 22,32)
Im Neuen Testament ist es handfest, dass mit „theos“ eindeutig der Schöpfer,
der Vater Jesu Christi gemeint ist. Wenn im Neuen Testament „theos“ eine
3
Vgl. Klein
16
Gottheit tituliert, dann ist das klar angezeigt (z. B. „Gott dieser Welt“ in 2.Kor.
4,4).4
In gleicher Weise wurde das deutsche Wort „Gott“, das in der Bibel Eingang
gefunden hat, von der germanischen Sprache übernommen: Mhd., ahd. „got“,
gotisch „gup“, engl. “god”, schwed. “gud” (Wurzel evtl. „ghuto“ = anrufen).
Alle diese Wörter gehen zurück auf den germanischen Terminus „guda“ = Gott.
„Guda“ war ursprünglich sächlich und konnte sowohl männliche als auch
weibliche Gottheiten charakterisieren. Während der Christianisierung wurde
dieser Name in der Bibel übernommen und auf den einzigen Gott, den
Schöpfer und den Vater Jesu Christi bezogen.5
EXKURS ENDE
4
Vgl. die ausgezeichnete Ausführung bei „Don Richardson: Ewigkeit in ihren Herzen“.
Er beschreibt den Schöpfer und dessen Namen bei den Urvölkern. Sie haben Namen
für den höchsten Gott, der der Schöpfer ist. Sie warten auf das Buch (die Bibel). Sie
warten auf den Sohn des Schöpfers. Missionstheologisch ist es zu untersuchen, ob
Missionare die Gottesnamen übernehmen sollten.
5
Duden Herkunftswörterbuch – die Etymologie der deutschen Sprache, Bibliographisches Institut, Dudenverlag, Mannheim. Vgl. auch Friso Melzer: Das Wort in den
Wörtern.
17
In der Bibel wird "El" als der einzige und lebendige Gott Israels näher
umschrieben:
 „Ich bin der Gott zu Beth-El“ (1.Mose 31,13)
 „...der dir erschien“ (1.Mose 35,l)
 „Ich bin der Gott deines Vaters“ (1.Mose 46,3),
 „Ich bin deines Vaters Abraham Gott“ (1.Mose 26,24)
Wie offenbart sich Gott aber dem Abraham? In 1.Mose 12,1 lesen wir:
"Und Jahweh sprach zu Abram."
Weiter stellt Gott sich nicht vor. Es heißt nur immer: Jahweh sprach oder
Jahweh erschien. Nur zweimal stellt Gott sich näher vor: 1.Mose l5,7; 17,1.
Doch handelt es sich hier nicht um eine Namensoffenbarung.
Abraham weiß mit welchem Gott er es zu tun hat. In 1.Mose 15,7.8 geht es um
Landbesitz.
Gott sagt: "Ich bin Jahweh, der dich von Ur in Chaldäa ausgeführt hat, dass ich
dir dies Land zu besitzen gebe."
Und so fragt Abraham nicht weiter nach dem Namen Gottes, sondern er will
wissen, ob es ein Zeichen für die Landeinnahme gibt.
In 1.Mose 17,1 handelt es sich wohl um den Namen Gottes - El Schaddai (hier
zum ersten Mal) - doch offenbart Gott seinen Namen nicht, damit Abraham
diesen von den Göttern unterscheiden kann. Gott will dem Abraham seine
Allmächtigkeit (Schaddai) offenbaren: Bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Er gibt seinem Knecht Nachkommen, obwohl er noch keine hat, und wird einen
ewigen Bund mit ihnen aufrichten (1.Mose 17,2).
Später jedoch ist eine spezifische Namensoffenbarung notwendig geworden,
weil Israel mitten zwischen anderen Völkern lebte, die andere Götter hatten.
Israel lebte 400 Jahre lang in Ägypten und Gott schwieg. Als sich Gott nun dem
Mose auf dem Horeb offenbarte, wollte er Gottes Namen wissen. Er wollte
seinem Volk genau mitteilen, mit welchem Gott sie es zu tun haben (2.Mose
3,13ff.).
18
Epitheta (Beiwörter/Attributiva)
Damit Gott klar von anderen Göttern unterschieden werden kann, gibt es zu
"El" Beiwörter (Epitheta) wie zum Beispiel:
 El Ohlam: „Der ewige Gott“ oder „Gott der Ewigkeit“ (1.Mose 21,33)
 El Chai: „Der lebendige Gott“ (Jos. 3,10; Jer.10,9.10)
 El Eljon: „Der höchste Gott“ (1.Mose 14,19-22)
 El Gibbor: „Der starke Gott“ (Jes. 10,21; Psalm 24,8)
 El Schaddai: „Der allmächtige Gott“ oder „Gott, der Allmächtige“ (1.Mose
17,1) (siehe auch 2.6. Shaddai)
 El Roi: „Der Gott des Schauens“ (1.Mose 16,13)
 El Kawod: „Gott der Herrlichkeit“ (Psalm 29,3)
 El Qadosch: „Der heilige Gott“ oder „Gott, der Heilige“ (Jes. 5,16; 40,25)
Insg. über 30-mal bei Jesaja.
 El Ämet: „Der wahrhaftige Gott“; „der treue Gott“; „Gott der Wahrheit“
(Psalm 31,6)
 El Zaddiq: „Der gerechte Gott“ (Jes. 45,21)
 El Gadol: „Der große Gott“ (4.Mose 7,21)
 El Gemulot: „Der Gott der Rache“ (Jer. 51,56)
 El Deot: „Gott des Wissens“ (1.Sam. 2,3)
 El Zoem: „Gott des Zornes“ (Ps. 7,12)
Oft steht "El" auch mit Artikel (der Gott), um ihn von anderen Gottheiten zu
differenzieren.
Aber auch wenn "El" ohne Umschreibungen, Beiwörter und Artikel gebraucht
wird (Ps. 10,11), ist in der Bibel der lebendige und wahrhaftige Gott
Israels gemeint.
Wenn es sich um eine Gottheit handelt, wird das klar angezeigt:
~t'Aba] yhel{a/ hw'hy
(Ri. 2,12)
19
~yMi[;h' yhel{a/ ~yhil{a/ yrex]a;
`~yhil{ale tyrIB. l[;B
-
2.2. Eloha
Eloha kommt ebenfalls als Eigenname für Gott vor. Die Eloha-Form ist Singular
(Einzahl), Plural (Mehrzahl) wäre Elohim.
Die Bedeutung des Namens ist unklar. Manche leiten ihn von "El" ab. Es fällt
auf, dass Eloha meistens in poetischen Stücken vorkommt. Insgesamt kommt
er 57-mal im AT vor, davon allein bei Hiob 40-mal.
Im Pentateuch (den 5 Bücher Mose) kommt er insgesamt nur zweimal vor:
Im 5.Mose 32,15 und 17.
2.3. Elohim
Zahlen zum Vergleich
Nach der hebräischen Konkordanz von Abraham Even-Shoshan kommt Elohim
2603-mal im AT vor. Nach dem Wort "Sohn" ist Elohim das zweithäufigste
Substantiv im AT.
 1.Mose
 2.Mose
 3.Mose
 4.Mose
 5.Mose
20
219-mal
139-mal
53-mal
27-mal
374-mal
 1. und 2.Chron.
 Psalmen
321-mal
365-mal
Die Propheten gebrauchen das Wort "Elohim" seltener, die 5 Bücher Mose
sowie die Chronikbücher häufiger.
Nun die vier wichtigsten Gottesnamen zum Vergleich:
Elohim
94-mal
 Jesaja
145-mal
 Jeremia
36-mal
 Hesekiel
 Esther
 Klagelieder 40-mal
 Prediger
 Hohelied
17-mal
 Hiob
Jahweh
450-mal
726-mal
434-mal
32-mal
32-mal
Eloha
einmal
40-mal
El
23-mal
zweimal
viermal
einmal
55-mal
In der vorköniglichen Zeit ist Elohim gebräuchlicher - vergleiche hierzu die fünf
Bücher Mose. Elohim ist der Schöpfer (1.Mose 1,1), deshalb wird er in der
Patriarchenzeit so häufig verwendet.
In der vorexilischen Zeit (das sind die Propheten Jesaja, Amos, Hosea, Jeremia
und andere, die in der Könige-Zeit lebten) ist der Name "Jahweh"
vorherrschend. Jahweh offenbart sich als der Gott Israels, der zu seinem
auserwählten Volk eine besondere Beziehung pflegen möchte. Wie wir von
den Propheten (und aus der Zeit der Könige) her wissen, hatte das Volk Israel
zu dieser Zeit viele Götter. Gott möchte aber immer wieder eine Beziehung zu
diesem Volk aufbauen. Und gerade deshalb benutzen die Propheten so häufig
den Namen "Jahweh".
Elohim = Götter
Die Elohim-Form ist Plural (Mehrzahl) und kann einfach Götter bedeuten.So
zum Beispiel 2.Mose 18,11 („Elohim“ (hebr.) > „theoi“ (LXX) > „Götter“ (LUT)). Hier
21
ist die Übersetzung mit "Götter" richtig. Der Vergleich „Jahweh - Elohim“
macht es eindeutig!
In 2.Mose 12,12 heißt es, dass der HERR alle „Elohim“ Ägyptens vernichten
wird. Das Pronomen „alle“ und die Lokalisierung durch Ägypten macht es
deutlich, dass es sich bei „Elohim“ um Götter handelt.
„Elohim" kann dann auch „Gottesbilder" determinieren. Siehe 2.Chron. 25,14,
wo Amazja die Götter (Elohim) von Seir mit nach Hause bringt.
Es können aber auch Hausgötter gemeint sein:
Rahel stahl „den Hausgott“ / „die Hausgötter“ („Theraphim“: Pl.) ihres Vaters
Laban (1.Mose 31,19).
In Vers 30 dann spricht Laban von seinem Gott: „…warum hast du „meinen
Gott“ gestohlen?“ (ELB 2006; LUT 1984)
Andere Übersetzungen schreiben:
 „meine Götter“ (ELB 1905/2003; EIN; HRD; JAN; LXX; LUT 1545/1912/2009; SCH
1951/2000; ZÜ)
 „Götterfiguren“ (HfA)
 „meinen (Haus)Gott“ (ME)
 „meine Hausgötter“ (NL)
 „meinen Hausgott“ (NEÜ; GNB)
 „meinen Hausgötzen“ (BRU)
„Elohai” steht in 1.Mose 31,30 im Plural Substantiv, aber mit Suffix der
1.Person Singular ( `yh'l{a/-ta, T'b.n:g" hM'l' ).
Und Jakob antwortet dem Laban: „Bei wem du aber ‚deinen Gott‘ findest, der
sterbe“ (V. 32) - ( ^yh,l{a/-ta, : Elohim: Plural mit Suffix der 2.Person Singular)
 „deinen Hausgott“ (NEÜ; GNB)
 „deinen Gott“ (ELB 2006; LUT 1984)
 „deine Hausgötter“ (NL)
 „deinen Hausgötzen“ (BRU)
 „dein Götterbild“ (ME)
 „deine Götterfiguren“ (HfA)
 „deine Götter“ (EIN; ELB 1905/2003; HRD; JAN; LXX; LUT 1545/1912/2009; SCH
1951/2000; ZÜ)
Auch die weibliche Gottheit Astarte (1.Kö.11,5.33) wird mit Elohim
wiedergegeben, da im Hebräischen ein Ausdruck für Göttin fehlt.
22
Elohim = Richter
Einige geben an manchen Stellen Elohim mit Richter wieder. Doch ist das nicht
eindeutig nachvollziehbar:
Wenn ein Sklave seinem Herrn treu bleiben wollte, so sollte er öffentlich an
den Türpfosten vor „Elohim“ gestellt werden (2.Mose 21,6).
In den verschiedenen Übersetzungen heißt es da:
 „vor Gott“ (BRU; EIN; ELB 2006; GNB; HRD; LUT 1984/2009; NEÜ; NL; SCH 1951/2000; ZÜ)
 „vor die Götter“ (LUT 1545/1912)
 „vor Gott“ mit der Erläuterung „Götter = Richter“ (ME)
 „vor die Richter“ (ELB 1905/2003) „pro.j to. krith,rion“ (LXX)
Die Hoffnung für Alle (HfA) benutzt eine Umschreibung: „Heiligtum“.
An dieser Stelle ist meines Erachtens Gottes Gegenwart gemeint, also Gott
selbst.
Ebenso ist 2.Mose 22,7 wörtlich zu verstehen:
ein Beschuldigter soll vor „Elohim“ treten.
 „vor Gott“ (BRU; EIN; ELB 1993 und 2006; HRD; ME; ML 1984/2009; NEÜ; NL; ZÜ; SCH
2000; LXX)
 „vor dem Herrn“ (HfA)
 „vor die Götter“ (LUT 1545/1912)
 „vor die Richter“ (ELB 2003)
In gleicher Weise verhält es sich mit 1.Sam. 2,25 (wer sich gegen Menschen
versündigt, über den richtet Gott, aber wenn jemand sich gegen den HERRN
selbst versündigt, welchen „Fürsprecher“ / Schiedsrichter hat er dann?).
Einzig Psalm 82,1.6 könnte in die „Elohim=Richter“-Kategorie fallen, weil es
vom Kontext her um die Richter geht (zitiert in Joh. 10,34f.).
Gott steht in der Gottesgemeinde und ist Richter unter „den Göttern“ („den
Mächtigen“ (SCH 2000))
„Wohl habe ich gesagt: ‚Ihr seid Götter‘ und allzumal Söhne des Höchsten;“
(Psalm 82,6)
Die Elohim-Form in Ps. 82,6 wird aber dennoch fast durchgängig wiedergegeben mit der Übersetzung:
23
 „ihr seid Götter“ (BRU; EIN; ELB 1905/20036 und 2006; HfA; HRD; JAN; ME7; LUT
1545/1912/1984/2009; NEÜ8; LXX; NGÜ; NL; SCH 2000; ZÜ).
Elohim in 1.Sam. 28,13
Die Wahrsagerin zu Endor (1.Sam. 28,13) soll im Auftrag des Königs Saul mit
dem verstorbenen Richter und Propheten Samuel Kontakt aufnehmen.
Sie sieht (nach ihrer Interpretation) wie „Elohim“ aus der Erde heraufsteigt/
heraufsteigen. Die Septuaginta (LXX) übersetzt mit der griechischen Vokabel
„theoi“ („Götter“); deutsche Übersetzungen geben „Elohim“ wieder mit:
 „einen Geist“ (BRU; EIN; ELB 1993/2006; HfA; GNB; LUT 1984; NEÜ; NL);
 „Götter“ (LUT 1545/1912)
 „Gespenst“ (HRD)
 „Götterwesen“ (ME; SCH 2000)
 „ein göttliches Wesen“ (LUT 2009)
 „einen Gott … aufsteigen“ (ELB 1905/2003; SCH 1951; ZÜ)
Anhand der verschiedenen Bibelübersetzungen erkennen wir die Schwierigkeit
der Übersetzung von „Elohim“ an dieser Stelle. Bei der Übersetzung spielt die
Interpretation und die Exegese die entscheidende Rolle. Die Frage lautet: Was
sah die Frau wirklich? Was verstand sie unter „Elohim“? Das wird nicht gesagt.
Würden wir nicht weiter lesen, dann könnten wir jetzt über Elohim viel
spekulieren, doch der folgende Vers 14 gibt sogleich klare Antwort: Saul fragt,
wie er (!) gestaltet sei. Das bedeutet, dass der Fragende mit der Ankunft einer
Person rechnet. Und weiter heißt es, dass ein alter Mann, also Samuel,
heraufsteigt. Gott selbst lässt in seiner souveränen Macht noch einmal durch
den Propheten Samuel dem Saul eine Botschaft zukommen. Wie weit ist doch
Saul von Gott abgefallen, dass er ihn nicht mehr anrufen kann und bei
Wahrsagern Hilfe sucht. Gott hat den Spiritismus eindeutig verboten (5.Mose
18, 9-14).
6
Zu Ps. 82,1 hat ELB 2003 den Hinweis: Elohim, d.h. Richter
Hinweis, dass an dieser Stelle Elohim auch Richter und Herrscher bedeuten könnte.
8
Elohim kann im Alten Orient Himmelsmächte oder menschliche Herrscher bedeuten
7
24
Elohim als bildhafte Redeweise
In Bezug auf das Verhältnis zwischen Mose und Aaron. Wie Mose das Sprachrohr Gottes war, so ist Aaron das Sprachrohr Moses. So war Mose sein
„Elohim“ (Gott): 2.Mose 4,16; vgl. 2.Mose 7,1.
Elohim = Engel/himmlische Wesen
„Du hast ihn wenig niedriger gemacht als „Elohim“, aber mit Herrlichkeit und
Pracht hast du ihn gekrönt.” (Psalm 8,6)
 „Engel“ (ELB 1993/2006; ELB 1905/2003; LUT 2009; SCH 2000; HfA; NEÜ9); „avgge,louj“
(LXX); „angelis“ (VUL)
 „himmlische Wesen“ (BRU)
 „Gottheit (Engel oder die himmlischen Wesen)“ (ME)
 „die Mächtigen“ (JAN)
In anderen Übersetzungen wird Elohim an dieser Stelle aber auch mit „Gott“
(LUT 154510 und 1912/1984; EIN; NGÜ; NL; ZÜ) wiedergegeben.
In der Schlachter von 1951 heißt es: „Du hast ihn ein wenig Gottes entbehren
lassen; aber mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt.“
Die „Gute Nachricht“-Bibel umschreibt mit: „Es fehlt nicht viel, er wäre wie du“
Der Verfasser des Hebräerbriefes (Hebr. 2,6-8) gibt diesen Psalm mit „Engel“
wieder, da er aus der Septuaginta zitiert.
Auch das „Elohim“ in Psalm 97,7 („Betet ihn an (hebräisch: sich beugen,
niederwerfen) alle Götter“) wird in der Septuaginta (LXX) und Vulgata (VUL) mit
„Engel“ übersetzt. Die Elberfelder (ELB 1905/1993/2003) erwähnt zumindest die
Möglichkeit, dass es auch mit „Engel“ übersetzt werden kann.
9
Die NEÜ übersetzt in Anlehnung an Hebr. 2,6-8 mit „Engel“. Elohim bedeutet Gott,
an dieser Stelle allerdings Engel.
10
„Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen sein“, d. h. ihn seiner
Göttlichkeit beraubt (so auch SCH 1951).
25
Elohim = König
„Gott, dein Thron bleibt immer und ewig“ (Psalm 45,7) (ELB 1905/1993/2003/2006;
JAN; LXX; ME; LUT 1912/1984/2009; NEÜ; NL; SCH 2000; ZÜ). Da es sich hier um einen
Königs-Psalm handelt (Vers 2), geben manche Übersetzer „Elohim“ mit „König“
wieder (GNB; HfA; ME; LUT 1545).11
In anderen Übersetzungen heißt es dann wieder: „Dein Thron, du göttlicher
(Herrscher), hat immer Bestand“ (BRU; EIN; NGÜ). Doch scheint es mir am besten,
den Vers wörtlich zu verstehen.
Bene Elohim (Die Söhne Gottes)
Die Söhne Gottes (hebr. „bene elohim“) werden nur an wenigen Stellen in der
Bibel erwähnt. Theoretisch könnte man „Söhne der Götter“ übersetzen, doch
der Artikel weist wohl auf den einen wahren Gott hin. Außerdem sind ja Götter
nur Götzen aus Stein, die nicht kreativ tätig sein können. In 1.Mose 6, 1-4 heißt
es, dass „bene elohim“ zu den schönen (hebr. „tob“) Töchtern der Menschen
kamen.
Das hebräische Wort „tob“ bedeutet „gut; schön; lieblich; wohlriechend;
heiter und froh; glücklich“; im ethischen Sinne „gut“.12 Külling übersetzt mit
„gut geschaffen“; „gut bei Leibe“, „von starkem Körper“.13
Die „bene elohim“ nahmen diejenigen, die sie wollten und heirateten sie
(„nahmen zu Frauen“).
Ihre Nachkommen waren die „Streitbaren“ (hebr. „gibborim“; LXX:
„Giganten“) auf Erden.
In Hiob 38, 7 heißt es, dass die „bene elohim“ Gott bei der Schöpfung lobten.
In Hiob 1,6 und 2,1 treten sie zusammen mit dem Feind Gottes auf.
11
GNB; ME; LUT 1545 übersetzen „Elohim“ in Vers 7 gar nicht, aber vom Kontext
(Vers 2) her kann man auf einen König schließen.
12
GB, S.272 f.
13
Külling in Fundamentum, Zeitschrift der STH Basel, CH-Riehen, 4/96, S.20
26
In Ps. 29,1 und 89,7 wird eine ähnliche Aussage verwendet, nämlich „bene
elim“ (Söhne Gottes, andere übersetzen mit „Himmlische“).
Nach Ps. 29,1 sollen sie Gott ehren, nach Ps. 89,1 wird die rhetorische Frage
gestellt: „Wer ist dem HERRN ähnlich unter den Göttersöhnen?“
In Ps. 82,6 werden die Richter als „Söhne des Höchsten“ („bene eljon“)
bezeichnet (der Kontext spricht von menschlichen Richtern).
Wie ist die Perikope von 1.Mose 6, 1-4 zu verstehen?
Darüber gibt es mehrere Theorien:
 Söhne Gottes = Fürstensöhne; Töchter Adams = Frauen niederen Standes
Diese Hypothese findet keinen Schriftbeweis. Zwar werden in Ps. 82 die Richter
als „bene elim“ bezeichnet, doch die Stellen von Hiob zeigen doch eindeutig,
dass es sich um himmlische Wesen handelt. Und warum werden in 1.Mose 6
alle Menschen bestraft und nicht einfach die Oberen des Volkes?
 Söhne Gottes = Sethiten (die Frommen), Töchter Adams = Die Kainiten (die
Nichtfrommen)
Seth stellt die messianische Heilslinie dar. Durch die Mischehen mit den
Kainiten wäre diese Linie zu Grunde gerichtet worden. Zwar werden in Ps.
73,15 die Menschen als Söhne bezeichnet und in Hos. 2,1 die Glieder des
Volkes Israels als „Söhne des lebendigen Gottes“, aber dann hätte der
Verfasser von 1.Mose 6 dieses Faktum doch klar anzeigen können.
 Söhne Gottes sind gefallene Engel
Söhne Gottes sind gefallene Engel (Judas 6-7), die sich mit Menschen vereint
haben, woraus die Riesen hervorgingen. Wie Gott die Engel bestraft wird nicht
gesagt. Eventuell stammt daher ihre Geschlechtslosigkeit. Die Menschen sind
daraufhin dem Fall der Engel insofern gefolgt, dass eine Verwilderung der Ehe
eintrat und sie zur Polygamie übergingen. Dafür erhielten sie zur Bestrafung
27
die Herabsetzung des Lebensalters und schließlich die Vernichtung durch die
Sintflut.14
Diese Deutung kommt der Aussage in 1.Mose 6 schon näher. Deshalb gehen
wir jetzt zur Engeldeutung über.
 Söhne Gottes = Engel , Töchter Adams = Frauen auf der Erde
Der inspirierte Schreiber benutzt nicht das Gegensatzpaar „Söhne Adams“ –
„Töchter Adams“, sondern eben „bene elohim“ – „banot Adam“ (Söhne Gottes
– Töchter Adams). Gemäß den Aussagen von Hiob handelt es sich um
himmlische Wesen; hier (wie in Hiob 1,6; 2,1) um gefallene Engel.
Wahrscheinlich ist Judas 6-7 eine Auslegung von 1.Mose 6:
Auch die Engel, die ihren himmlischen Rang nicht bewahrten,
sondern ihre Behausung verließen, hat er für das Gericht des
großen Tages festgehalten mit ewigen Banden in der Finsternis.
So sind auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte,
die gleicherweise wie sie Unzucht getrieben haben und anderem
Fleisch nachgegangen sind, zum Beispiel gesetzt und leiden die
Judas 6-7)
Hier ist von Engeln die Rede, die ihren himmlischen Stand verlassen haben. Es
sind gefallene Engel. Ferner wird gesagt, dass diese Engel Unzucht (gr.
„porneia“) getrieben haben. Sie sind „anderem Fleisch nachgegangen“, wohl
eine Anspielung auf die Töchter Adams in 1.Mose 6. Dafür hat Gott sie gestraft
(dieser Hinweis fehlt in 1.Mose 6): Er hat sie mit Ketten in der Finsternis
gebunden bis zum Tag des Gerichts (vgl. 2.Petr. 2,4).
In Mt. 22,30 (Par.) liegt kein Widerspruch vor. Es heißt in Mt. 22,30 nicht, dass
Engel geschlechtslos seien, sondern es heißt nur, dass die Gläubigen im
Himmel wie (also ähnlich!) den Engeln sein werden und nicht heiraten. Es geht
also ums Heiraten, nicht um die Geschlechtlichkeit. Judas 7 bezeugt ja gerade
14
Karlheinz Rabast, Die Genesis, EVA, 1951, S. 131-132
28
die Geschlechtlichkeit der Engel.15 Es kann aber auch sein, dass die Söhne
Gottes, um die es in 1.Mose 6 geht, nach diesem Akt ihre Geschlechtlichkeit
verloren haben.
In 1.Mose 6 wird auch nichts von der Polygamie berichtet. Davon ist nicht die
Rede.
In 1.Mose 6 heißt es, dass aus der Beziehung zwischen den Söhnen Gottes und
den Töchtern Adams die „Gibborim“ (die Starken, die Helden; LXX: Giganten)
hervorgingen. Die „Gibborim“ (Helden aus der Engelehe) sind m. E. nicht mit
den „Nephelim“ (Riesen in 4.Mose 13,33 u.a.) gleichzusetzen. Denn die
Gibborim sind ja mit der Sintflut untergegangen. Riesen (Nephelim) gab es vor
der Sintflut und nachher (1.Mose 6,4).16
Interessanterweise bleibt noch festzustellen, dass die späteren griechischen
Mythen wahrscheinlich Gen. 6 in irgendeiner Form verarbeitet haben und
daraus Legenden von Söhnen und Töchtern der Götter bildeten, sowie die
Greifen, Centauren und andere Mischwesen.
Elohim = Gott
Die bisher erläuterten Bedeutungen von „Elohim“ treffen nur für sehr wenige
Stellen zu. In den allermeisten Fällen bezeichnet Elohim den Gott Abrahams,
Isaaks und Jakobs, den Gott Israels, den Schöpfer. Dies wird oft noch durch
Umschreibungen (Paraphrasierungen) und Beiwörter (Epitheta) – wie bei El –
angezeigt.
Umschreibungen (Paraphrasierungen):
 Gott Abrahams (1.Mose 31,42)
 Gott meines Vaters Abrahams (1.Mose 32,10)
 Gott Isaaks (1.Mose 28,13)
 Gott meines Vaters (1.Mose 31,5)
15
16
Vgl. auch Külling in Fundamentum 4/96, S. 20
Külling a.a.O., S. 22-23.
29
 Eures Vaters Gott (1.Mose 31,29)
 Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, Merke: 2.Mose 3,6
 Gott Jakobs = Gott Israels (2.Sam. 23,1-3; Jes. 2,3) - siehe auch 1.Mose 33,20
(El Elohe Israel = der starke Gott Israels oder El, der Gott Israels)
 Gott deines Vaters David (2.Kön. 20,5)
 Gott Elias (2.Kön. 2,14)
Beiwörter (Epitheta):
 Elohim Zebaoth: „Gott der Heerscharen“ (Ps. 80,5.15)
 Elohim Chaijim: „der lebendige Gott“ (4.Mose 5,26; 1.Sam. 17,26.36;
Jer. 10,10)
 Elohim Qedoschim: „heiliger Gott“ (Josua 24,19)
 Elohim Zadiq: „der gerechte Gott“ (Ps. 7,10).
 Elohim Amen: „der wahrhaftige Gott“ (Jes. 65,16)
Durch diese näheren Erläuterungen soll Gott von allen anderen Göttern
unterschieden werden. Die Menschen sollen wissen mit welchem Gott sie es
zu tun haben, nämlich mit dem Gott Israels, der allein der lebendige und
wahrhaftige Gott ist (vgl. 4.Mose 6,4)
2.4. Adon oder Adonai
Adon kann zunächst als Anrede für einen König benutzt werden: Jer. 22,18
(„ach Herr!“ !Adßa‘). Adon ist Singular (Einzahl). Es kann auch das Verhältnis eines
Herrn zu seinem Sklaven ausdrücken: 1.Mose 39,20.
So ist es nicht verwunderlich, dass Josua den Fürsten über das Heer Jahwehs
(„Sar Zeba Jahweh“ hw“ßhy>-ab‘(c.-rf; ynIïa]) als Adon anredet: „Was sagt mein Herr
seinem Knecht?“ (Josua 5,14).
Schließlich steht Adon oft im Zusammenhang mit Jahweh: „Adon Jahweh
Zebaoth (Jes. 1,24: tAaêb‘c. hw“åhy> ‘!Ada‘h‘ ( ; 3,1; 10,16).
30
Adonai ist Plural (Mehrzahl) und heißt wörtlich „meine Herren“ (1.Mose 19,2
yn:©doa]). Aber auch Gott wird mit Adonai angeredet. Dann allerdings wird stets das
letzte „a“ betont, also nicht Adonai, sondern Adonái.
Adonai wird als Anrede für Gott singularisch (Einzahl) übersetzt: „mein Herr“
oder auch einfach „Herr“: 1.Mose 18,3
Sehr oft begegnen uns die zusammengesetzten Namen „Adonai Jahweh“,d.h.
Adonai (Herr) Jahweh (HERR) wie zum Beispiel in 1.Mose 15,2.8 (hier zum
ersten Mal: ‘hwIhy/ yn“Üdoa]).
In 2.Mose 4,10-12 kommt der Unterschied von Adonai und Jahweh zum
Ausdruck: Mose redet in seiner Schwachheit Gott als „Herrn“ (Adonai)“ an.
Hier geht es um den Dienst und folglich betrachtet er sich als Knecht.
Gott aber antwortet nicht als Adonai, sondern als Jahweh: „Wer hat dem
Menschen den Mund geschaffen? … Habe ich es nicht getan, Jahweh?“ Hier
bezeichnet Gott sich bewusst als Jahweh, der den Menschen geschaffen hat
und durch seine Barmherzigkeit mit ihm in Beziehung treten will.
Adonai betont mehr die Herrschaft Gottes, seine Gewalt, die er als Herr über
seine Knechte hat. Und doch ist Gott der führsorgende Vater, der sich um den
Menschen kümmert, der Jahweh. Jahweh als Vater: 2.Mose 4,22; 5.Mose 14,1;
32,6; Psalm 103,13; Jesaja 1,2; Jer. 31,20.
Zu Adonai behält der Mensch einen ehrfurchtsvollen Abstand, so dass er nicht
in Gefahr gerät, sich auf die gleiche Stufe mit Gott zu stellen.
In Jahweh sieht er den Vater, zu dem er eine vertrauliche Beziehung aufbauen
darf.
31
2.5. Jahweh
Manche Bibelübersetzungen geben den Eigennamen Gottes „Jahweh“ mit
Majuskeln (Großbuchstaben) wieder: HERR (oder: Herr).
Jahweh ist Eigenname: Jahweh, das ist sein Name. Merke unbedingt Jesaja
42,8:
ymi_v. aWhå hw“ßhy> ynIïa]
(Ani Jahweh, hu Schemi)
In der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes, der Septuaginta (LXX),
wird „Jahweh“ stets mit „Kyrios“ wiedergegeben (also HERR); ebenfalls im
Neuen Testament (vgl. Ps. 110, 1 mit Matth. 22,44).
Manchmal wird einfach die Kurzform „Jah“ (für Jahweh) im hebräischen Alten
Testament verwendet. Die Elberfelder Bibel gibt diese Kurzform so exakt
wieder: 2.Mose 15,2; Ps. 68,5.19; 89,9; 94,7.12; 102,19; 115,17.18;
118,5.14.19; 130,3; 135,4; 150,6; Jes. 12,2; 26,4; 38,11 oder „Jahs“ (Genetiv;
im hebräischen Text steht aber nur „Jah“): 2.Mose 17,16; Ps. 77,12; 118,17;
122,4.
Jahweh wird manchmal abgekürzt und an Wörtern angehängt (als Suffix) oder
vorangestellt (Präfix):
 Hallelu–ja: „Preist Jahweh“
 Jesa-ja: „Rettung ist Jahweh“
 Jo-sua ([;vuäAhy>) „Jahweh ist Rettung“
Jahweh kommt nach der hebräischen Konkordanz von Abraham Even-Shoshan
6639-mal im Alten Testament vor. Der häufigste Name im AT.
32
Die Bedeutung des Namens
Jahweh und Elohim sind die wichtigsten Namen Gottes, die im AT vorkommen.
Es handelt sich dabei nicht um zwei verschiedene Gottheiten! Wenn im
Schöpfungsbericht beide Gottesnamen gebraucht werden, dann ist das kein
Hinweis auf eine doppelte Autorenschaft.
Aus stilistischen Gründen gibt es Unterschiede:
Elohim ist der Schöpfer der Welt (1.Mose 1).
In 1.Mose 2,4 taucht zum ersten Mal Jahweh auf. Jahweh will nun mit dem
Menschen in Beziehung treten. Er handelt mit Menschen.
Folgende Beispiele sollen das verdeutlichen:
 Jahweh-Elohim schafft den Menschen (1.Mose 2,7)
 Jahweh-Elohim redet mit dem Menschen (1.Mose 2,16)
 Jahweh-Elohim sucht den Menschen (1.Mose 3,9)
 Jahweh-Elohim sorgt für den Menschen (1.Mose 3,21)
 Jahweh-Elohim ist der Erlöser der Menschen (2.Mose 3,13-17)
Einige zusammengesetzte Namen verdeutlichen die Beziehung Jahwehs zum
Menschen:
 Jahweh Jireh: „Jahweh wird sehen“ (1.Mose 22,14)
 Jahweh Nissi: „Jahweh mein Panier“ (2.Mose 17,15)
 Jahweh Rapha: „Jahweh dein Arzt“ (2.Mose 15,26)
 Jahweh Schalom: „Jahweh ist Friede“ (Ri. 6,24)
 Jahweh Zidkenu: „Jahweh unsere Gerechtigkeit“ (Jer. 23,6)
 Jahweh Schamma: „Jahweh ist hier (gegenwärtig)“ (Hes. 48,35)
Es handelt sich hier stets um Erlebnisse, die Menschen mit Gott gehabt haben,
woraus dann Namen geworden sind.
Weitere zusammengesetzte Namen:
 Jahweh Elohim: Der erste zusammengesetzte Gottesname in 1.Mose 2
 Jahweh Zebaoth: „HERR der Heerscharen“
33
Bedeutung von Zebaoth:
▪ „Gestirne“ (1.Mose 2,1; Neh. 9,6; Jes. 40,26)
▪ „Engel“ (Luk. 2,13) (Engel der Heerscharen; gr.:“stratia“: stratia/j
ouvrani,ou aivnou,ntwn; hebr.: „Zebaoth“)
▪ „Kriegsheer“ (Ri. 4,2; 2.Sam. l0,16; 2.Kö. 5,1)
▪ „Das Heer Jahwehs“ oder „Fürst über das Heer Jahwehs“ (Josua 5,15)
▪ „Der Allmächtige“ (so übersetzt die NEÜ Zebaoth; 1.Sam. 1,11)
So ist Gott der HERR über das Weltall, über die Engel, über die himmlischen
Heerscharen und sogar über die heidnischen Kriegsheere.
 Adonai Jahweh: Siehe Kapitel „2.4. Adon oder Adonai“
Die Herleitung des Namens „Jahweh“ (2.Mose 3,14)
Bekannt sind nur die Konsonanten „JHWH“ (Tetragramm), nicht aber die
Vokale. Die Juden schreiben keine Vokale (auch heute noch nicht), lesen sie
aber mit. Die Samariter haben schon immer den Namen als Jahweh gelesen.
Ihnen war die Aussprache bekannt.
Gott selbst gibt den Ursprung und die Bedeutung seines Namens auf dem Berg
Horeb bekannt: 2.Mose 3, 13-15.
Wenn Mose zum Volk Israel geht, so werden sie fragen, welcher Gott ihm
erschienen sei und welchen Namen er hat. Gott antwortet:
„Ich bin, der ich bin“ (hy<+h.a, (rv<åa] hy<ßh.a)
Gott sagt weiter: „‚Ich bin‘ hat mich zu euch gesandt.“
Dies soll Mose dem Volk sagen.
„Ich bin“ ist von dem Hilfsverb „sein“ (hyh) abgeleitet. Die Konsonanten des
hebräischen Wortes für „sein, werden“ lauten „H W H“ (hwh später „H J H“: hyh).
Wir erkennen ganz eindeutig, dass die Konsonanten „H W H“ im Namen Gottes
„JAHWEH“ (hw“ïhy) wieder auftauchen.
34
Die Übersetzungen von „Ich bin, der ich bin“ in 2.Mose 3,14:
 „Ich bin, der ich bin“ (BRU; ELB 1905/1993/2003/2006; LUT 2009; SCH 1951/2000)
 „Ich werde sein, der ich sein werde“ (LUT 1545/1912/1984; ZÜ)
 „Ich bin der Seiende… der Seiende…“ (LXX: „evgw, eivmi o` w;n“)
 „Ich bin euer Gott, der für euch da ist“ (HfA)
 „Ich bin der, der ist und immer sein wird“ (NEÜ)
 „Ich bin, der ich bin da“ (EIN)
 „Ich bin da“ (GNB)
 „Ich bin, der ich immer bin“ (NL)
 „I am that I am“ (KJV)
 “Der souveräne Gott” (LB)
 „I am who I am“ (NAS)
Was will Gott nun damit sagen, wenn er spricht: „Ich bin, der ich bin“? Welche
Bedeutung liegt in dieser Aussage?
Die hebräischen Hilfsverben „sein, werden“ haben folgende Bedeutungen:
 ich existiere
 ich bleibe (der unveränderliche Gott)
 ich bin gegenwärtig
 ich trete ein, das heißt ich offenbare mich.
Gott will sagen: „ich existiere“, das heißt „ich bin der lebendige Gott“; „ich
bleibe“, das bedeutet „ich bin der unveränderliche“; „ich bin gegenwärtig“,
das ist „ich bin mit dir“; “ich trete ein“, das heißt „ich offenbare mich“; „der ich
heute bin, der bin ich auch Morgen“.
Und so ist auch sein Name zu deuten
Jahweh ist der Unveränderliche. Er verändert sich nicht in seinem Wesen und
in seinem Charakter. Das erinnert uns an Hebr. 13,8.
Jahweh ist ein lebendiger Gott. Durch seinen Namen ist er gegenwärtig. „Ich
will mit dir sein“, sagt Gott zu Mose (3,12). Sein Name begleitet Mose, die
Väter, das Volke Israel, die Gemeinde. Und dennoch ist und bleibt sein Name
ein Geheimnis.
35
Frage zu 2.Mose 6,2-3
Gott erscheint Mose und sagt: „Ich bin Jahweh!“ Weiter sagt Gott zu Mose,
dass er den Erzvätern als der „allmächtige Gott“ erschienen wäre. Aber mit
dem Namen „Jahweh“ hätte er sich ihnen nicht bekannt gemacht.
Wenn wir nun 1.Mose 15,7-8 aufschlagen, dann lesen wir dort, dass Gott sich
auch schon dem Abraham unter dem Namen „Jahweh“ offenbart hat.
Die Lösung liegt in dem Wort „yada‘“. Dieses Wort wird nämlich in 2.Mose 6,23 gebraucht. Gott sagt dort, dass er sich den Erzvätern noch nicht mit dem
Namen „Jahweh“ bekannt (yada‘) gemacht hätte, d. h. sie haben noch nicht
die Bedeutung des Namens erfahren. Er hat sich wohl mit dem Namen
„Jahweh“ offenbart, aber er hat ihnen noch nicht die Bedeutung verraten. Erst
Mose erfährt die Bedeutung dieses wundervollen Namens.
Ehrfurcht vor dem Namen
Die Juden hatten einen solchen Respekt vor dem Namen, dass sie ihn gemäß
dem Gebot nicht aussprachen. In 2.Mose 20,7 (Dekalog = 10 Gebote) heißt es,
dass man den Namen Jahwehs nicht missbrauchen soll. Damit man dieses
Gebot auch ja nicht übertreten würde, hat man den Namen einfach nicht ausgesprochen. Nun könnte es vorkommen, dass jemand beim Lesen der Hl.
Schrift versehentlich doch den Namen liest und laut ausspricht (man las damals
laut). Man sollte nämlich anstatt Jahweh immer Adonai lesen. Deshalb setzte
man die Vokale von Adonai unter Jahweh.
Wenn nun ein Nichtjude das Tetragramm JHWH mit den Vokalen von Adonai
sieht, dann liest er Jehova. Dies geschah erst im Mittelalter.
Bei Jehova handelt es sich also um keinen Gottesnamen, sondern um ein
Missverständnis. Kein Jude liest Jehova.
Hwhy JHWH wird mit gekürzten Vokalen von Adonai zu: hw“ßhy>>
Die Namen dieser Welt gehen dahin, aber der Name Gottes bleibt ewig!
36
2.6. Andere Namen
Shaddai
Als Beiwort haben wir „Shaddai“ schon in dem Kapitel „2.1. El“ kennengelernt.
Gott kann aber auch einfach als Schaddai (Allmächtiger) angeredet werden.
Somit ist Schaddai ebenfalls ein Name für Gott. Noch 6-mal kommt der
Ausdruck im Ersten Buch Mose vor, und zwar in 35,11; 28,3; 43,14; 48,3; 49,25.
Somit gebrauchen also gerade die Patriarchen den Namen sehr gerne. Im
Pentateuch (die fünf Bücher Mose) kommt er nur noch in 4.Mose 4,4.16 vor.
Ansonsten kommt „El Schaddai“ oder „Schaddai“ nur 48-mal im AT vor; davon
bei Hiob allein 31-mal, und zwar stets „Schaddai“ (ohne „El“).
Hiob sieht sich als das schwache Geschöpf Gott als dem Allmächtigen
gegenüber. Einige Stellen: Hiob 13,3; 21,15; 23,16.
Hirte
Bereits in der Genesis wird Gott als der Hirte bezeichnet (1. Mose 48,15):
„Gott, der der Hirte ist…“ h[,äroh‘ ‘~yhil{a/h‘ (ha’elohim haro’eh).Vgl. auch Ps. 23,1.
„Schrecken Isaaks“
Eine interessante Beschreibung Gottes finden wir in 1.Mose 31,42 wo er der
„Schrecken Isaaks“ genannt wird, und zwar wird er so von Jakob genannt (‘qx‘cy.
Idx;p;ÛW).
3. Gott, der HERR, im Buch Jesaja
Namen Gottes
 Der Name „HERR der Heerscharen“ (hebr. „Jahweh Zebaoth“) kommt 54mal allein in Kap. 1-39 vor.
37
 „Elohe jischech“ - „Gott deiner Rettung!“ (%[eêv.yI yhelä {a/) oder auch: „Der Gott
deines Heils“ (%[eêv.yI yheäl{a)/ (Jes. 17,10)
 „Ich bin Jahweh, das ist mein Name“ (ymi_v. aWhå hw“ßhy> ynIïa)] (Jes. 42,8)
 Gottes Name heißt ’abir: „Der Mächtige/der Starke (rybia‘) Israels/Jakobs“
(Jes. 1,24; 49,26; 60,16; Ps. 132,2.5; 1.Mose 49,24)
 Gott ist „der Erste und der Letzte“ (`!Ar)x]a; ynIïa] @a;Þ !AvêarI ynIåa]) (Jes. 44,6; 48,12),
also der Ewige. „Ich heiße ICH BIN ICH BIN der Erste und ICH BIN ICH BIN der
Ewige“ (evgw. Kalw evgw, eivmi prw/toj kai. Evgw, eivmi eivj to.n aivw/na) (LXX)
 „Gott, mein Heiland (mein Retter, meine Hilfe)“ (yti²[‚Wvy> laeó) (Jes. 12,2)
 „Gott ist der Hohe (~r“å) und der Erhabene (aF‘ªnI), der ewig wohnt (d[; !kevî o) und
dessen Name der Heilige (Amêv. vAdåq‘w>) ist.“ (Jes. 57,15)
 „HERR, du bist unser Vater, ‚unser ERLÖSER‘, von Ewigkeit her ist das dein
Name“ (`^m,(v. ~l’ÞA[me( WnleîaG] O Wnybiêa’ ‘hw”hy> hT’Ûa); (Jes. 63,16)
Das Wesen Gottes
„Ich bin Ich bin Jahweh“ (hw“+hy> ykiÞnOa‘ ykiînOa‘) (Jes. 43,11)
In dem ganzen Kapitel wird Gottes einzigartiges Wesen und sein Wirken in
wundervoller Weise beschrieben. Dieses Kapitel ist die Liebeserklärung Gottes
an sein Volk Israel, und selbstverständlich auch an uns. Dieses Kapitel versetzt
uns ins Staunen und in die Anbetung hinein.
Jes. 43,1-7 (Gottes Liebe), Verse 8-13 (sein Wesen), V. 14-21 (seine Wirkungen), V. 22-28 (sein Erbarmen u. seine Vergebung).
ER ist der Erlöser (43,14 „euer Erlöser“ ~k,Þla. ;GO), der Heilige (43,15 „euer Heiliger“
~k,_v.Ad)q.), der König (43,15 „euer König“ ~k,(K.l.m;).
er HERR ist unser Meister,
der
(Jes. 22,12)
Keines von ihnen
wird fehlen. Denn sein Mund gebietet es, und sein Geist bringt
sie
38
(Jes. 34,16)
 Die Liebe Gottes
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen
gerufen; du bist mein!“ (Jes. 43, 1-7)
 Der Schöpfer
„Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Ich bin‘s,
dessen Hände den Himmel ausgebreitet haben und der seinem ganzen Heer
geboten hat.“ (Jes. 45,12). Siehe auch Jes. 45,9.18. ER ist auch der Töpfer.
 Der Heiland
„Fürwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland.“ (Jes.
45,15). „Es ist sonst kein Gott außer mir, ein gerechter Gott und Heiland, und
es ist keiner außer mir“ (Jes 45,21). ER ist der moschia‘. ER ist der Einzige (Jes.
45,5.18.21.22).
 Gnade Gottes
„Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin
Gott, und sonst keiner mehr.“ (Jes. 45,22). Vgl. 30,19.
 Prophetie
„Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll, und vorze iten,
was noch nicht geschehen ist. Ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht,
und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ (Jes. 46,10)
 Gottes Arm
„Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine
Ohren sind nicht hart geworden, so dass er nicht hören könnte, sondern eure
Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen
sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet.“ (Jes. 59, 1-2)
39
 Der Vater
„Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel
kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters
her dein Name.“ (Jes. 63, 16)
 Von den Heiden erkannt
„Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich
finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen
nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!“ (Jes. 65,1)
 Die Größe Gottes
„So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel
meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder
welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?“ (Jes. 66,1)
 Der Tröster
„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem
getröstet werden.“ (Jes. 66,13)
 Der verborgene Gott
Gott ist der „verborgene Gott“ (Jes. 45,15), der „deus absconditus“ (Martin
Luther), d.h. niemand kann zu ihm treten, niemand kennt ihn, niemand kann
mit ihm reden, niemand weiß, wo er wohnt, wenn ER es nicht sagt, wenn ER
sich nicht offenbart und sich mitteilt!
 Der Unveränderliche
Gott ist der Unveränderliche, der Bleibende und ewig Existierende. Das wird
durch die „Ich bin Ich bin – Worte“ ausgedrückt: „Ich bin Ich bin, der Euch
tröstet“
(Jes. 51,12). Diese Wesensbeschreibung Gottes erinnert an die griechischen
„ego eimi“-Worte aus dem Johannesevangelium und an 2.Mose 3,14, wo Gott
40
sich vorstellt als „Ich bin, der ich bin“. Jes. 51,12 lautet im hebräischen Text
„~k,_m.x,n:m. aWhß yki²nOa‘ ykiónOa‘“ und in der griechischen Übersetzung „evgw, eivmi evgw, eivmi
o` parakalw/n se“ (Die Septuaginta übersetzt mit dem Singular „ich bin ich bin,
der dich tröstet“.
Als der in seinem Wesen Unveränderliche kann der HERR jeden und zu jeder
Zeit trösten! Vgl. dazu auch Jes. 43,11: „Ich bin Ich bin der HERR!“
Gottes Wesen offenbart sich auch in den Gerichtsperikopen:
 Der Schrecken des HERRN
So z. B. in Jes. 2, 6-22. Dreimal ist dort in den Versen 10,19 u. 21 von dem
„Schrecken des HERRN“ die Rede. Das hebr. Wort „pachad“ (dx;P;ä) bedeutet
„Schrecken“ (vgl. 1.Mose 31,42). In seinem Gerichtshandeln kommen seine
Heiligkeit zum Ausdruck, seine Gerechtigkeit und seine Ehre. Dreimal wird von
seiner Ehre, bzw. von seiner herrlichen Majestät, gesprochen, und zwar in den
Versen 10, 19 und 21. Gottes Wesensart kommt also nicht nur in den Texten
zum Vorschein, die von seiner Liebe und seinem Erbarmen reden, sondern
eben auch in den Texten, die von dem „Tag des HERRN“, dem Gerichtstag,
sprechen. Vgl. auch Jes. 34, 1-17.
Hierher gehören auch jene Abschnitte wie Jes. 45,7: ER schafft auch das Böse
([r“+) und Jes. 54,16: „Und ich habe auch den Verderber (Zerstörer, Ruinierer)
geschaffen, um zu vernichten!“
Jakob spricht in 1.Mose 31,42.54 von dem „Schrecken Isaaks“ (‘qx‘c.yI dx;p;ÛW).
Gott ist unbegreiflich
Wir können Gott nicht fassen, nicht begreifen, nicht verstehen, erklären und
auch nicht definieren. Gott ist kein Begriff, kein Gegenstand der Betrachtung,
kein Etwas.
Gott, der HERR, ist der Lebendige, der Redende, der sich Offenbarende, der
Begegnende, alles in allem!
41
O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der
Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und
unaufspürbar seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt,
oder wer ist sein Mitberater gewesen? Oder wer hat ihm vorher
gegeben, und es wird ihm vergolten werden? Denn aus ihm und
durch ihn und zu ihm hin sind alle Dinge! Ihm sei die
Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen. (Röm. 11,33-36).
3.1. „Der Heilige Israels“
Ein ganz besonderer Ausdruck im Buch Jesaja bilden die Worte „DER HEILIGE
IN ISRAEL“ (hebr. „Qedosch Israel“). Dieser feststehende Ausdruck kommt bei
Jesaja 26-mal vor, in den Psalmen dreimal, in Jeremia zweimal und in den
Königsbüchern einmal. Ansonsten erscheint er nicht mehr im Alten Testament.
Wortstudie
Das Wort „heilig“ kommt im 1.Buch Mose noch nicht vor. Seine erste
Erwähnung findet es in 2.Mose 15,11. Somit tritt die Benennung Gottes als des
Heiligen im Alten Testament zuerst mit der Erlösung Israels und der Gründung
der Theokratie (Gottesherrschaft) auf. Der Begriff wird von dem hebräischen
Verb „qad“ abgeleitet mit der Bedeutung „schneiden, absondern, rein“.
Gott ist Licht (Jes. 60,17). Weil er Licht ist, trennt er sich von der Finsternis. Das
Volk Israel soll heilig sein (3.Mose 11,44), es soll sich von der Sünde absondern
(2.Mose 19,6). Sich heiligen heißt, sich reinigen (2.Mose 19,10).
Die Heiligung für Israel bedeutet:
 sich von den Nachbarvölkern absondern und
 sich für Gott aussondern (3. Mose 20,26).
Bei Jesaja finden wir die einzigartige trinitarische Heiligkeitsformel „Heilig,
Heilig, Heilig ist der Herr Zebaoth“ (Jes. 6,3).
42
Nichts Kreatürliches ist seit dem Sündenfall heilig! Die Heiligkeit eines
Kreatürlichen (wenn also im Alten Testament jemand oder etwas als heilig
bezeichnet wird) geht zurück auf einen göttlichen Willensakt.
Als der Heilige ist Gott der Erhabene (Jes. 40,25; 2.Mose 15,11) und der Einzige
(1.Sam. 2,2).
Der Mensch kann vor dem dreimal Heiligen nicht bestehen (Jes. 6,5). Aber
eben deshalb ist Gott als der Heilige zugleich der Erlöser (Jes. 49,7).
„Der Heilige Israels“ bei Jesaja
Wir wollen alle Bibelstellen auflisten, in denen der Ausdruck vorkommt (Hl. I.):
 „Das sündige Volk lästert den Hl. I.“ (Jes. 1,4)
 „Die sechsfache Wehe über Israel“ (Jes. 5,19)
 „Sie lästern die Rede des Hl. I.“ (Jes. 5,24)
 „Sie werden sich auf den Hl. I. verlassen“ (Jes. 10,20)
 „Der Hl. I. ist groß bei dir“ (Jes. 12,6)
 „Seine Augen werden den Hl. I. sehen“ (Jes. 17,7)
 „Die Armen werden fröhlich sein in dem Hl. I.“ (Jes. 29,19)
 „Sie werden den Hl. I. fürchten“ (Jes. 29,23)
 „Lass uns in Ruhe mit dem Hl. I.“ (Jes. 30,11)
 „Der Hl. I. verwirft Israel“ (Jes. 30,12)
 „Der Hl. I. will die Umkehr Israels“ (Jes. 30,15)
 „Weh denen, die sich nicht auf den Hl. I. verlassen“ (Jes. 31,1)
 „Du hebst deine Augen empor wider den Hl. I.“ (Jes. 37,23)
 „Ich helfe dir, spricht der Hl. I.“ (Jes. 41,14)
 „Du wirst dich rühmen des Hl. I.“ (Jes. 41,16)
 „Der Hl. I. hat solches geschaffen“ (Jes. 41,20)
 „Ich bin Jahweh, dein Gott, der Hl. I., dein Heiland“ (Jes. 43,3).
 „So spricht der Hl. I. in Bezug auf Babel“ (Jes. 43,14)
 „Fragt mich um das Zukünftige, spricht der Hl. I.“ (Jes. 45,11)
 „Er heißt der Hl. I.“ (Jes. 47,4)
 „Der Hl. I. lehrt dich“ (Jes. 48,17)
43
 „Der Hl. I. hat dich erwählt“ (Jes. 49,7)
 „Der Hl. I. hat dich gemacht“ (Jes. 54,5)
 „Die Kinder Israels werden zum Hl. I. gebracht“ (Jes. 50,9)
 „Ein Zion des Hl. I.“ (Jes. 60,14)
Exegetische Fragen
 Warum gebraucht der Prophet Jesaja im Gegensatz zu den anderen Autoren
der alttestamentlichen Bücher sooft diesen Ausdruck?
 In welchem Zusammenhang (Kontext) wird der Ausdruck verwendet?
 Drückt der Begriff eine Beziehung Gottes zu Israel aus?
 Wie wird der Ausdruck außerhalb Jesajas verwendet?
 Welche Bedeutung nun hat der Ausdruck der „HEILIGE ISRAELS“?
Erklärung
Als der Heilige Israels (Hl. I.) ist Gott der heilige Gott für Israel. Israel ist sein
Eigentum. Gott möchte, dass Israel sich von den Völkern dieser Welt
absondert, und zwar vor allen Dingen in Bezug auf den Götzendienst. Der
Begriff drückt auf der einen Seite die Heiligkeit des Volkes und damit die
Reinheit und in der privilegierten Stellung auch die Verantwortung Israels aus,
und auf der anderen Seite die Beziehung Gottes zu seinem Volk und die damit
verbundenen Segnungen.
Der Heilige Israels hat sein Volk erwählt (Jes. 49,7). Er hat es auch gemacht (Jes.
54,5).
Weil er der Heilige ist, duldet er die Rebellion der Sünde nicht (Jes. 1,4; 5,24).
Deshalb straft er sein Volk (Jes. 30, 11.12).
Aber der Hl. I. geht seinem Volk nach. Er sucht es (Jes. 30,15). Wenn Buße
erfolgt (Jes. 29,23), gibt es viel Vergebung (Jes. 17,7). Als der Hl. I. ist er der
Erlöser (Jes. 41,14).
44
Die Folgen der Vergebung:
 Freude (Jes. 29,19).
 Gott steht an erster Stelle (Jes. 12,6).
 Gott lehrt und leitet das Volk (Jes. 48,17).
 Es folgen materielle Segnungen (Jes. 41,20).
Die heilsgeschichtliche Komponente
Die letzten Kapitel im Buch Jesaja weisen darauf hin, dass man die Ergebnisse
der Wortstudie heilsgeschichtlich darstellen kann:
 Gott erwählt sein Volk (Jes. 49,7).
 Es folgt die Verwerfung Gottes durch Israel (Jes. 5,24; 37,23).
 Gott antwortet mit Gericht (Jes. 30,12; 31,1). Wegführung.
 Gott sucht sein Volk (Jes. 30,15).
 Er erlöst sein Volk (Jes. 41,14).
 Er vergibt (Jes. 17,7; vgl. Jes. 60,10).
 Gott sammelt sein Volk (Jes. 60,9).
 Er segnet sein Volk: Die Wüste soll blühen (Jes. 41,20).
 Die Nationen werden kommen und die Segnungen suchen (Jes. 55,5).
 Die Nationen werden sich demütigen (Jes. 60,14)
Die Stellen außerhalb Jesajas
Nur an wenigen Stellen kommt der Name der „HEILIGE ISRAELS“ in den übrigen
Büchern des Alten Testamentes vor.
Das gerade in 2.Kö. 19,22 dieser Gottesname vorkommt, ist kein Wunder, da
an jener Stelle Jesaja zu Hiskia geht, um ihm die Hilfe Gottes in Bezug auf den
König Sanherib von Assyrien mitzuteilen.
Auch die beiden Stellen in Jeremia stimmen mit dem Kontext von Jeremia Kap.
13, Kap. 14 und Kap. 47 überein. Es geht darum, dass Babel den HEILIGEN
ISRAELS gelästert hat und deshalb gerichtet wird (Jer. 50,29; 51,5).
Ps. 78,41 spricht von der Untreue Israels gegenüber dem Hl. I.
In Ps. 89,19 wird der Hl. I. als der König bezeichnet.
45
Der Gebrauch bei Jesaja
Gerade Jesaja gebraucht diesen besonderen Namen Gottes sooft, weil er
seinem Volk zeigen will, dass Gott seine Beziehung nicht abbricht. Er ist und
bleibt der Gott Israels, eben der HEILIGE ISRAELS. Er ist aber auch der heilige
Gott, der die Sünde nicht duldet. Deshalb will er sein Volk heiligen (Jes. 29,23)
und den ewigen Bund Davids aufrichten (Jes. 55,3).
Das stilistische Element
Stilistisch gesehen ist der Gottesname der „HEILIGE ISRAELS“ im Buch Jesaja
von großer Bedeutung. Denn dieser Gottesname wird kontinuierlich im ganzen
Buch von Kap. 1-66 gebraucht und zeugt sowohl für die Einheit des Buches
Jesaja als auch für einen Autoren. Würden die Pentateuch – Kritiker mit ihrer
Gottesnamen-Methoden in Bezug auf die Verfasserschaft das Jesaja-Buch
betrachten, müssten sie sich zu einem Autor bekennen. Aber was nicht sein
darf, kann nicht sein. Der Stil zeugt für die Echtheit des Buches Jesaja.
4. Jahweh heißt „ER kommt zu Dir“
Jahweh ist der Unveränderliche. Er verändert sich nicht in seinem Wesen und
in seinem Charakter. Das erinnert uns an Hebr. 13,8 („JESUS Christus, gestern,
heute und derselbe auch in Ewigkeit“).
Jahweh ist ein lebendiger Gott. Durch seinen Namen ist er gegenwärtig. „Ich
will mit dir sein“, sagt Gott zu Mose (2.Mose 3,12). Sein Name begleitet Mose,
den Vätern, dem Volke Israel, die Gemeinde.
Der Name Jahweh steht für die Selbstmitteilung, also für die Offenbarung
Gottes auf dem Berg Horeb, für die Herablassung (Kondeszendenz) Gottes zu
den Menschen. Der Name Jahweh steht ferner für Begegnung. Die
Transzendenz (Gottes himmlische Wesensart) begegnet der Immanenz (dem
46
irdischen Menschen). Jahweh ist es, der eine Beziehung zum Menschen
aufbaut. Somit steht der Name für Nähe, Zuflucht und Geborgenheit.
Der Name Jahweh bedeutet Leben, ewiges Leben.
Im Alten Testament ging Jahweh auf das Volk Israel zu. Jetzt im Zeitalter des
Neuen Testaments will ER a l l e n Menschen begegnen in seinem Sohn JESUS
Christus. Gott legt quasi seinen Namen auf seinen Sohn JESUS. Denn nun
spricht auch der Sohn von sich als der „Ich bin – ich bin der Weg, die Wahrheit
und das Leben“ (Joh. 14,6). Die Eigenschaften, die Gott zustehen (das Brot in
der Wüste, Licht dem Volke Israel in der Wüste, die Tür zur Arche Noah oder
zum „Zelt der Begegnung“, der gute Hirte, das Leben, der Weg und die
Wahrheit, der wahrhaftige Weinstock) werden nun im Neuen Bund auf den
Sohn gelegt (Joh. 6,48; 8,12; 10,7; 10,11; 11,25; 14,6; 15,1.5).
Im Alten Bund wartete Jahweh auf die Antwort Israels: „Hier bin ich!“ Ich bin
bereit, Dir zu begegnen!
Im Neuen Bund wartet JESUS auf die Antwort des Menschen: „Hier bin ich!
Hier hast Du mein Leben. Es gehört Dir. Dir will ich folgen. Du sollst mein HERR
und mein Hirte, sein!“
Die Antwort geben wir ihm in einem schlichten Gebet
47
Abkürzungen der Bibelausgaben
BHS (WTT)
BRU
DBY
EIN
ELB 1905
ELB 1993
ELB 2003
ELB 2006
GNB
HfA
HRD
JAN
KJV
LUT
LUT 2009/NLB
LXX
LXX Dt.
ME
MNT
MT
NAU
NEÜ
NGÜ
NKJ
NL
NTG (GNT)
SCH
STE/TR
TIS
VUL
ZÜ
Biblia Hebraica Stuttgartensia, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart,
editio minor 1984
Bruns-Bibel, Brunnen, Gießen /Basel, 1962 (1981)
The Darby Bible (1884 / 1890)
Einheitsübersetzung.*
Unrevidierte Elberfelder 1905
Revidierte Elberfelder Bibel 1993
Überarbeitete Elberfelder Bibel 2003 (CSV Hückeswagen).
Revidierte Elberfelder Bibel 2006 (scm, Brockhaus; CV, Dillenburg).
Bibeltext online unter www.die-bibel.de
Gute Nachricht Bibel.*
Hoffnung für alle 2010.*
Herder 2005
Jantzen NT und Psalmen, 2009, Verlag FriedensBote (2007)
King James (1611/1769)
Luther 1545; 1912; 1984
Neue Luther Bibel 2009, La Buona Novella, CH-Wollerau (sprachliche
Bearbeitung der LUT 1912)
Septuaginta: griechische Übersetzung des Alten Testaments aus dem
2. Jh. v.Chr.
Septuaginta Deutsch: Deutsche Übersetzung der Septuaginta 2009,
hrsg. v. W. Kraus u. M. Karrer
Menge. Bibeltext online unter www.die-bibel.de
Münchener NT 1998
Masoretischer Text (Hebräisches Altes Testament in der Ausgabe des
Codex Leningradensis)
New American Standard Bible (1995)
Neue Evangelistische Übersetzung 2010.*
Neue Genfer Übersetzung 2010.*
New King James Version (1982).*
Neues Leben Bibel, scm Brockhaus 2006.*
Novum Testamentum Graece, hrsg. v. Nestle-Aland (27.Aufl.).
Schlachter 1951; 2000.*
Textus Receptus, Ausgabe v. Stephanus (1550)
Griechische Textausgabe d. NT v. Tischendorf.
Vulgata (Latein)
Zürcher Bibel 2007.*
*Bibeltext online unter www.bibleserver.com
48
Bildnachweis
 Cover: Names of God by xxm
Literaturverzeichnis
 Wenn nicht anders erwähnt, wurde die Martin Luther Übersetzung von 1984,
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, verwendet.
 Die übrigen verwendeten Bibelausgaben und Übersetzungen entstammen „Bible
Works“ 4.0 (1999) bis 7.0 (2007), distributet by Hermeneutika Bible Research
Sotfware, Big Fork, Montana, USA.
 Botterweck, G. J. und H. Ringgren, Hrsg.: Theologisches Wörterbuch zum AT,
Kohlhammer, Stuttgart, 1970 - 2000 (ThWAT).
 Emil Brunner: Die Christliche Lehre von Gott, Dogmatik, Bd. 1, Zürich,1972
 Das Große Bibellexikon, hrsg. v. H. Burkhardt / F. Grünzweig / F. Laubach / G.
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 Duden Herkunftswörterbuch – Etymologie der deutschen Sprache, Bibliographisches Institut, Dudenverlag, Mannheim.
 Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Hrsg. v. H. Burkhardt u. U.
Swarat, Bd. 1-3 der Studienausgabe, Brockhaus, Wuppertal, 1998
 Abraham Even-Shoshan, Hrsg., A New Concordance of the Bible (Hebräische
Konkordanz), Jerusalem, 1986
 W. Gesenius / F. Buhl, Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das
Alte Testament, Berlin, Göttingen, Heidelberg, 1962, 17. Aufl. (GB).
 Harris, R. L. / Archer, Jr. G. L. / Waltke, B. K.: Theological Wordbook of the Old
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 Ernst Jenni / Claus Westermann, Hrsg., Theologisches Handwörterbuch zum Alten
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 Herbert H. Klement: Gott und die Götter im Alten Testament, veröffentlichter
Aufsatz in: Jahrbuch für evangelikale Theologie, 11. Jahrgang, R. Brockhaus,
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 Ludwig Koehler und Walter Baumgartner: Hebräisches und Aramäisches Lexikon
zum Alten Testament, 2 Bde., E. J. Brill- Verlag, Köln, 1995. (HAL)
 Gerhard Kittel, Hrsg.: Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, 11 Bde.,
Kohlhammer, Stuttgart, 1933 ff. (ThWNT)
 Samuel R. Külling: Biblische Theologie des Alten Testaments: Alttestamentliche
Vorlesungsmitschrift von S.F.Weber, STH Basel, 1987
 Friso Melzer: Das Wort in den Wörtern, Mohr Siebeck, Tübingen, 1965
(Etymologische Herleitung des Wortes “Gott” im indogermanischen Sprachraum).
 Gustav Fr. Oehler: Theologie des Alten Testaments, Bd. 1: Einleitung und
Mosaismus, Heckenbauer Verlag, Tübingen, 1873 (Artikel: Die mosaische
Gottesidee)
 Real-Enzyklopädie für protestantische Theologie und Kirche, begr. v. J.J. Herzog,
in 17 Bde., J. C. Hinrichsche Buchhandlung, Leipzig, 1877 - 1888. (RE2)
 Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG) - Handwörterbuch für Theologie und
Religionswissenschaft, 8 Bde., hrsg. v. Hans Dieter Betz u.a., Mohr Siebeck,
Tübingen, 1998 bis 2005 (Ältere Ausgabe ist die RGG als kart. Studienausgabe in 6
Bde.)
 Don Richardson: Ewigkeit in ihren Herzen, VLM, Bad Liebenzell, 1999
 Helmer Ringgren: Die Religionen des Alten Orients, Göttingen, 1979
 Theologische Realenzyklopädie (TRE), hrsg. v. Gerhard Krause u. Gerhard Müller,
Gruyter Verlag, 1976 ff. – 2004, 36 Bde
50
BMO Studienschriften
Die „BMO Studienschriften“ sind fundierte, theologische Ausarbeitungen von den
Dozenten und Studenten der Bibel- und Missionsschule Ostfriesland (BMO). Sie
werden von der BMO vertrieben und sind gegen Spende erhältlich.
Der Hirte
Schaddai
Nr. 0301 | Gottes Namen im Alten Testament Entschlüsselung ihrer Bedeutungen
hwhy
Elohim
Dem Menschen werden Namen gegeben. Der Name kennzeichnet den Menschen in seiner Einzigkeit, in seiner Subjektivität und
in seiner Persönlichkeit. Genauso hat auch der HERR zahlreiche
Namen, die uns im Alten Testament offenbart werden. In diesem
Beitrag werden die Namen Gottes aus dem Hebräischen erläutert
und welche Charaktereigenschaften sie wiederspiegeln.
Adonai
Siegfried F. Weber studierte Theologie an der Staatsunabhängigen Hochschule (STH) Basel in der Schweiz von 1982-88 mit dem
Abschluss eines Lizentiaten der Theologie. Er war anschließend
von 1988 bis 2012 bei der Ostfriesischen Zeltmission e.V. sowie
der Bibel- und Missionsschule Ostfriesland tätig. Im Moment ist
er als freier theologischer Referent im deutschsprachigem Raum
theolounterwegs. Er veröffentliche etliche Bücher und Artikel zu theolo
gischen Fragestellungen. Viele biblische Ausarbeitungen zu
verschiedenen Themen können auf seiner Homepage herunter
heruntergeladen werden: www.siegfried-f-weber.de
HERR
BMO
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Dorfstraße 68  26532 Großheide-Ostermoordorf
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