Material zur sechsten Sitzung

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Material zur sechsten Sitzung
3. Der Erste Kreuzzug 1096-1099. Machtpolitik und Volksfömmigkeit
Zusammenfassung
1) Rolle des Alexios Komnenos:
- fordert Kreuzfahrer zu Lehnseiden auf
- unterstützt den Kreuzzug logistisch
- unterlässt Hilfeleistung vor Antiochia
- in der Folge entstehen von Byzanz unabhängige Kreuzfahrerterritorien
2) Konkurrenzen innerhalb der Kreuzzugsführung
- Tankred und Balduin von Boulogne verlassen das Heer bei Heraklea
- Balduin übernimmt die Herrschaft über die armenische Hauptstadt Edessa
- Konflikte um Herrschaft in Antiochia werden nur mit Mühe geschlichtet
- Kreuzfahrerterritorien als polit. Domäne einer Familie
3) Faktoren der militärischen Erfolge
- schwere Panzerung der Reiter bei Feldschlachten überlegen
- religiöse Inszenierungen zur Steigerung der Motivation
- Absprachen und Verträge mit muslimischen Machthabern
- logistische Unterstützung durch Byzanz, dann durch Genua
4.
Nationbuilding Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
4.2. Kommunikation und Konflikt Beziehungen der Kreuzfahrerstaaten
4.3. Wirtschaft und Gesellschaft in
Outremer
4.4. Entstehung des Templerordens
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Neue Hauptquellen
1) Geschichtsschreibung
- Fulcher von Chartres (Balduin)
- Albert von Aachen (Lothringen)
- Wilhelm von Tyrus (ab 1160)
2) Assisen
- Gesetze des Königs / Kronrats
- Assise de l'an et jour (1099)
3) Sachüberlieferungen
- Münzen, Siegel
-Kreuzfahrerburgen
4) Kreuzzugslieder
Mayer, H.E. (Hg.), Die Kreuzfahrerstaaten als multikult.
Gesellschaft. Einwanderer und Minderheiten im 12./13.
Jh, München 1997; Prawer, J., Crusader institutions,
Oxford 1980; Köhler, M., Allianzen und Verträge
zwischen fränkischen und islamischen Herrschern im
Vorderen Orient, Frankf.-M. 1991
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Ausgangslage
1) Abreise großer Teile der
Kreuzfahrerkontingente. In
Jerusalem verbleiben nur ca. 300
Ritter u. 2000 Fußsoldaten.
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
XXXII. Die Rückkehr der Fürsten in ihre
Heimatländer
Nachdem dieses erreicht war, wünschten einige
Leute in ihre Heimatländer zurückzukehren.
Sowie sie in den Wassern des Jordan gebadet
hatten und in der Nähe von Jericho, von dem
man behauptet, daß es der Garten Abrahams
sei, Palmzweige gesammelt hatten, brachen
Graf Robert von der Normandie und Graf Robert
von Flandern zu Schiff nach Konstantinopel auf
und kehrten von dort in ihre Besitzungen nach
Frankreich zurück. Raimund wandte sich jedoch
nach Laodikäa in Syrien, ließ dort seine
Gemahlin zurück und ging nach Konstantinopel
weiter, mit dem festen Vorsatz zurückzukehren.
Herzog Gottfried, der Tankred und einige andere
bei sich behielt, leitete mit Zustimmung aller
anderen in Jerusalem die Regierungsgeschäfte.
(Fulcher I, 32)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Ausgangslage
1) Abreise großer Teile der
Kreuzfahrerkontingente. In
Jerusalem verbleiben nur ca. 300
Ritter u. 2000 Fußsoldaten.
2) Offene Konflikte zwischen
Normannen (Bohemund),
Südfranzosen (Raimund) und
Lothringern (Gottfried)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
HIER BEGINNT DAS ZWEITE BUCH VON DEN
TATEN KÖNIG BALDUINS DES ERSTEN
I. Wie Balduin in Jerusalem an die Herrschaft
gelangte
Als man Balduin eröffnete, daß das ganze Volk
von Jerusalem erwarte, daß er als Erbprinz im
Königreich nachfolgen solle, grämte er sich ein
bißchen über den Tod seines Bruders, freute
sich aber um so mehr über sein Erbe.
Nachdem er sich beraten hatte, überließ er
einem gewissen Grafen Balduin, seinem Vetter,
das Land, welches er besaß. (Fulcher II, 1)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Ausgangslage
1) Abreise großer Teile der
Kreuzfahrerkontingente. In Jerusalem
verbleiben nur ca. 300 Ritter u. 2000
Fußsoldaten.
2) Offene Konflikte zwischen
Normannen (Bohemund),
Südfranzosen (Raimund) und
Lothringern (Gottfried)
3) Vereinigung muslimischer Parteien
(Kairo, Bagdad) scheitert am
Einspruch der seldschukischen
Militärbefehlshaber in Bagdad
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Netzwerke
1) Gottfried - Tankred: T. unterstellt seine Eroberungen Tiberias, Nazareth, Haifa u.a. der
Lehnshoheit Gottfrieds
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Netzwerke
1) Gottfried - Tankred: T. unterstellt seine Eroberungen Tiberias, Nazareth, Haifa u.a. der
Lehnshoheit Gottfrieds
2) zwischen Kreuzfahrerterritorien (Bohemund und Balduin kommen nach J.)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
XXXIII. Bohemund und Balduin auf ihrer
Pilgerfahrt
Der edle Bohemund, ein weiser und starker
Mann, regierte zu jener Zeit in Antiochien,
während Balduin, ein Bruder des eben
genannten Gottfried, in Edessa und dem
umgebenden Land auf der drüberen Seite des
Flusses Euphrat herrschte. Als sie erfuhren, daß
Jerusalem von ihren Gefährten, die ihnen
vorangegangen waren, eingenommen worden
war, waren sie erfreut und statteten dafür Gott
Lob und Gebete ab. Auch wenn jene, welche,
was die Zügigkeit ihrer Fahrt nach Jerusalem
anbelangt, zuerst da waren, ihre Sache
gutgemacht und zu ihrem Vorteil erledigt
hatten, bestand dennoch kein Zweifel
darüber, daß die beiden letzteren mit ihren
Begleitern, wenngleich sie später eintrafen,
ebenso heldenmütig waren. (…) (Fulcher I, 33)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Netzwerke
1) Gottfried - Tankred: T. unterstellt seine Eroberungen Tiberias, Nazareth, Haifa u.a. der
Lehnshoheit Gottfrieds
2) Zu den anderen Kreuzfahrerterritorien (Bohemund und Balduin kommen nach J.)
3) Zu italienischen Seestädten
a) Pisa: Ebf. Daimbert v. Pisa landet mit Pisanischer Flotte zuerst bei Antiochia und
begleitet Bohemund Weihnachten 1099 nach Jerusalem, wo er zum neuen Patriarchen
erhoben wird (1099-1102)
b) Venedig: Venez. Flotte kommt im Juni 1100 nach Jaffa; Vertrag: Marktrecht; Zollfreiheit
im ganzen Reich; 1/3 der Beute
c) Genua: Genues. Flotte kommt Anfang 1101 nach Jaffa: Handelsprivilegien; der
mitgereiste päpstl. Legat setzt Daimbert v. Pisa ab
4) Gottfried - Balduin: Lothringer setzen Nachfolge in J. innerhalb der Familie durch
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Im Jahr 1101 nach der Menschwerdung unsres
Herrn und am Jahrestag seiner Geburt wurde
Balduin in der Basilika der heiligen Maria zu
Bethlehem von dem vorgenannten Patriarchen in
Gegenwart der anderen Bischöfe, der Priester
und des Volkes feierlich gekürt und zum König
gekrönt. Dies wurde an seinem Bruder und
Vorgänger nicht vollzogen, weil Gottfried es nicht
gewollt hatte, und es gab andere, die es
deswegen nicht guthießen. Dennoch entschied
man nach reiflicher Überlegung, daß es zu
geschehen habe. (...) Zu Beginn seiner
Regierung besaß Balduin bis dahin wenig Städte
und Volk. Jenen Winter über beschützte er sein
Königreich kraftvoll gegen Feinde von allen
Seiten... (Fulcher II,6)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Netzwerke
1) Gottfried - Tankred: T. unterstellt seine Eroberungen Tiberias, Nazareth, Haifa u.a. der
Lehnshoheit Gottfrieds
2) Zu den anderen Kreuzfahrerterritorien (Bohemund und Balduin kommen nach J.)
3) Zu italienischen Seestädten
a) Pisa: Ebf. Daimbert v. Pisa landet mit Pisanischer Flotte zuerst bei Antiochia und
begleitet Bohemund Weihnachten 1099 nach Jerusalem, wo er zum neuen Patriarchen
erhoben wird (1099-1102)
b) Venedig: Venez. Flotte kommt im Juni 1100 nach Jaffa; Vertrag: Marktrecht; Zollfreiheit
im ganzen Reich; 1/3 der Beute
c) Genua: Genues. Flotte kommt Anfang 1101 nach Jaffa: Handelsprivilegien; der
mitgereiste päpstl. Legat setzt Daimbert v. Pisa ab
4) Gottfried - Balduin: Lothringer setzen Nachfolge in J. innerhalb der Familie durch
5) Verträge mit muslim. Nachbarn
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Verträge mit muslim. Machthabern
a) während des Zuges von Antiochia nach
Jerusalem im Mai/Juni 1099
b) bei der Belagerung von Arsuf Herbst 1099:
fatimid. Besatzung verhandelt mit Gottfried
Friedensvertrag: jährl. Tributzahlungen,
Stellung von Geiseln, Neutralität bei Angriffen
c) während des Zuges Balduins von Edessa
nach J. im Oktober/November 1100:
„Um diese Zeit schickte der König von Tripolis
zum Verzehr Brot, Wein, wilden Honig, d.h.
Zucker, und Hammel in Balduins Zelt. Er ließ
Balduin wissen, daß ihn Dukak, der König der
Damaszener, und Janah-ad-Daula, der König
von Aleppo, die sich mit vielen Türken,
Sarazenen und Arabern zusammengerottet
hatten, längs des Weges, von dem sie
wußten, daß wir ihn nehmen würden,
erwarteten“ (Fulcher II, 1).
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Verträge mit muslim. Machthabern
a) während des Zuges von Antiochia nach
Jerusalem im Mai/Juni 1099
b) bei der Belagerung von Arsuf Herbst 1099:
fatimid. Besatzung verhandelt mit Gottfried
Friedensvertrag: jährl. Tributzahlungen,
Stellung von Geiseln, Neutralität bei Angriffen
c) während des Zuges Balduins von Edessa
nach J. im Oktober/November 1100
d) die Städte Caesarea, Akkon und Askalon
verhandeln mit Balduin I. Friedensvertrag wie
unter b) (mtl. 5.000 Bezants), März 1101
e) Balduin schließt Waffenstillstand mit
Damaskus und Handelsverträge mit beduin.
Scheichs in Transjordanien, 1101-1103
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Netzwerke
1) Gottfried - Tankred: T. unterstellt seine Eroberungen Tiberias, Nazareth, Haifa u.a. der
Lehnshoheit Gottfrieds
2) Zu den anderen Kreuzfahrerterritorien (Bohemund und Balduin kommen nach J.)
3) Zu italienischen Seestädten
a) Pisa: Ebf. Daimbert v. Pisa landet mit Pisanischer Flotte zuerst bei Antiochia und
begleitet Bohemund Weihnachten 1099 nach Jerusalem, wo er zum neuen Patriarchen
erhoben wird (1099-1102)
b) Venedig: Venez. Flotte kommt im Juni 1100 nach Jaffa; Vertrag: Marktrecht; Zollfreiheit
im ganzen Reich; 1/3 der Beute
c) Genua: Genues. Flotte kommt Anfang 1101 nach Jaffa: Handelsprivilegien; der
mitgereiste päpstl. Legat setzt Daimbert v. Pisa ab
4) Gottfried - Balduin: Lothringer setzen Nachfolge in J. innerhalb der Familie durch
5) Verträge mit muslim. Nachbarn
6) Kontakte zum Papsttum: Hilfeleistung durch neue Kreuzzüge
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Kreuzzüge von 1100/1101
Durch die Erfolgsmeldung von 1099 und neue
päpstliche Kreuzzugswerbung gibt es 1100
starke Kontingente, die aufbrechen:
* Ebf. Anselm v. Mailand / Lombarden
* Hg. Wilhelm IX. v. Aquitanien
* Gf. Stephan v. Blois / Hugo v. Vermandois
* Bfe. v. Paris, Laon, Soissons
* Hg. Otto v. Burgund
* Gf. Wilhelm II. v. Nevers
* Hg. Welf IV. v. Bayern
* Markgräfin Ida von Österreich
* Ebf. Thiemo von Salzburg
* Bf. Ulrich von Passau
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Kreuzzüge von 1100/1101
Durch die Erfolgsmeldung von 1099 und neue
päpstliche Kreuzzugswerbung gibt es 1100
starke Kontingente, die aufbrechen:
* Ebf. Anselm v. Mailand / Lombarden
* Hg. Wilhelm IX. v. Aquitanien
* Gf. Stephan v. Blois / Hugo v. Vermandois
* Bfe. v. Paris, Laon, Soissons
* Hg. Otto v. Burgund
* Gf. Wilhelm II. v. Nevers
* Hg. Welf IV. v. Bayern
* Markgräfin Ida von Österreich
* Ebf. Thiemo von Salzburg
* Bf. Ulrich von Passau
Frühjahr/Sommer 1101 Ankunft in
Konstantinopel; kein gemeinsames Vorgehen;
Niederlage der Lombarden u. Nordfranzosen
in Nordanatolien (Juli 1101);
Aquitanier u. Bayern unterliegen in Heraclea
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Probleme der Herrschaftssicherung
1) militärisch
- Personalmangel
- fatimidische Herrschaft im Süden
- seldschuk. Territorien im Norden u. Osten
- nur begrenzter Zugang zum Mittelmeer
- Byzanz fällt als Bündnispartner aus
- Innere Konkurrenzen und Konflikte
- Scheitern des Kreuzzugs von 1100/1101
2) politisch-kirchenpolitisch
- Gottfried hält mit schwachen Kräften J.,
Jaffa, Lydda, Ramla, Hebron und Bethlehem
- Streit um das Patriarchat in J.
4.
Kirche in den
Kreuzfahrerstaaten
Hamilton, B., The Latin
Church in the Crusader
States: The Secular Church,
London 1980
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
a
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.1. Jerusalem - Königreich und Patriarchat
Probleme der Herrschaftssicherung
1) militärisch
- fatimidische Herrschaft im Süden
- seldschuk. Territorien im Norden u. Osten
- nur begrenzter Zugang zum Mittelmeer
- Byzanz fällt als Bündnispartner aus
- Rückkehr vieler Kontingente im Aug. 1099
- Innere Konkurrenzen und Konflikte
- Scheitern des Kreuzzugs von 1100/1101
2) politisch-kirchenpolitisch
- Gottfried hält mit schwachen Kräften J.,
Jaffa, Lydda, Ramla, Hebron und Bethlehem
- Streit um das Patriarchat in J.
3) wirtschaftlich
- kaum christliche Siedler
- muslim. Landbevölkerung
- Abhängigkeit von ital. Seestädten
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.2. Beziehungen der Kreuzfahrerstaaten
XXXV. Die Gefangennahme Fürst Bohemunds
Bohemund kam als erster in Antiochien an, wo er
von seinen Freunden begeistert empfangen
wurde und wo er weitere sechs Monate wie
bisher regierte. Aber im folgenden Monat Juli
(1100), als er mit ein paar Leuten sich der Stadt,
die Melitene heißt, näherte - die ihm von seinem
Gönner namens Gabriel als Ausdruck des
Pfandaustauschs und gegenseitiger
Freundschaft übergeben werden sollte -, rückte
ein gewisser Emir namens Ibn-Danischmend mit
einer großen Menge von Türken gegen ihn vor.
(…) Die Unsrigen, die nicht zu kämpfen wagten,
weil sie zu gering an Zahl waren, zerstreuten
sich sogleich und flohen. Die Türken brachten
viele von ihnen um und nahmen all ihr Geld
an sich. Sie nahmen auch Bohemund fest
und führten ihn in die Gefangenschaft. (…)
(Fulcher I, 35)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.2. Beziehungen der Kreuzfahrerstaaten
Forts. I, 34: Als wir zurückkamen, übergab
Gabriel, der zuvor erwähnt wurde, die Stadt
Melitene an Balduin. Nachdem er die Bande
der Freundschaft geknüpft und seine
Aufseher in Melitene eingesetzt hatte, ging
letzterer nach der Stadt Edessa zurück. Die
aus Antiochien kehrten, ihres Herrn verlustig,
nach Hause zurück.
XXXVI. Der Tod Herzog Gottfrieds
Gerade als Balduin sein Glück zu genießen
anfing, siehe! da verkündete ihm ein Bote aus
Jerusalem, daß Herzog Gottfried, sein Bruder,
am fünfzehnten Tag vor den Kalenden des
August daselbst gestorben war. (…)
HIER ENDET DAS ERSTE BUCH (Fulcher I, 36)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.2. Beziehungen der Kreuzfahrerstaaten
Phase I 1099-1109
- 1099 Bohemund verbündet sich mit Balduin u.
Daimbert v. Pisa (Weihnachten 1099)
- Juli 1100 - Bohemunds Gefangenschaft;
Balduin bricht das Bündnis; Plan Daimberts wg.
Herrschaft in Jerusalem; Tankred Regent
- Okt. 1100 Balduin v. Le Bourg Gf.v. Edessa
- 25. Dez. 1100 Daimbert krönt Balduin I.
- 1101 Absetzung Daimberts durch päpstl.
Legaten (Konflikt bis 1106)
- 1101, 1102, 1105 Schlachten bei Askalon
- 1104-10: Eroberung v. Akkon, Sidon, Beirut
- 1104 Niederlage u. Gefangenschaft Balduins II
v. Edessa bei Harran; nach Freilassung 1108
Krieg Edessa/Mossul vs. Antiochia/Aleppo
- 1105 Tod Raimunds von Toulouse
- 1108 Lehnsvertrag Bohemunds mit Alexios I.
- 1109 Fürstentreffen u. Eroberung v. Tripolis:
Gf. Bertrand v. Toulouse-Tripolis
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.2. Beziehungen der Kreuzfahrerstaaten
Phase II 1109-1120
- 1105-1118 Seldschukensultan Malik-Schah
verstärkt Druck auf nördliche Kreuzfahrergebiete
- 1112 Heiratsbündnisse Tripolis-Antiochia und
Antiochia-Edessa
- 1113 Bündnis Balduins I. mit Sizilien (Ehe wird
1117 auf Druck der Barone gelöst)
- 1115 Bündnis Balduins I. mit Damaskus (gg.
Mossul)
- 1118 Wahl Balduins v. Le Bourg als Kg v. J. (gg
Gf. Eustache v. Boulogne); Joscelin von
Courtenay neuer Gf. v. Edessa
- 1119 Niederlage Antiochias gg Aleppo; Tod
Rogers v. Antiochia; Kg. Balduin II als Regent
- 1120 Konzil v. Nablus: Balduin II akzeptiert weit
reichende Befugnisse der Kirche
- 1123 Gefangenschaft Joscelins und Kg.
Balduins II in Aleppo; Eroberung von Tyrus
durch Venezian. Flotte
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.3. Wirtschaft und Gesellschaft in Outremer
”Die wir Abendländer waren, sind jetzt zu Orientalen geworden; wer Römer oder
Franzose war, ist in diesem Lande zum Galiläer oder Palästinenser geworden; wer aus
Reims oder Chartres stammte, wurde zum Tyrer oder Antiochener. (...) Schon besitzt er
eigene Häuser und Diener wie aus väterlichem Erbrecht. (...) Tagtäglich folgen uns
unsere Angehörigen und Getreuen; denn wer dort (in der Heimat) mittellos war, den hat
Gott hier reich gemacht; wer wenig Geld hatte, besitzt hier zahllose Byzantiner, und wer
zuvor kein Dorf besaß, dem gehört hier durch die Gabe Gottes eine ganze Stadt“
(Fulcher III, 37).
* Personalmangel als Kernproblem der Kreuzfahrerstaaten
* Fulcher betreibt mit seinem Text (letzte Redaktion vor 1127) Werbung nach außen:
Soziale Aufstiegschancen deutlich höher als im Abendland (s. Tankred; Balduin v. Le
Bourg)
* … und nach innen: Fiktion einer gemeinsamen fränkisch-orientalischen Identität
* Assise de l'an et jour (1099)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.3. Wirtschaft und Gesellschaft in Outremer
Dynastische Verknüpfungen des Kreuzfahreradels
Riley-Smith,
J., The
feudal
nobility and
the kingdom
of Jerusalem,
1174-1277
London,1973
vgl. Du Cange,
Les familles
d’Outremer
(Paris 1869)
4.
Verfassung in den
Kreuzfahrerstaaten
Riley-Smith, Jonathan
(Hrsg.): Atlas of the
Crusades, London 1991
(dt. Übers.: Großer
Bildatlas der Kreuzzüge,
Freiburg i. Br. 1992)
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.3. Wirtschaft und Gesellschaft in Outremer
4.
Nationbuilding - Die lateinischen
Kreuzfahrerstaaten
4.2. Beziehungen der Kreuzfahrerstaaten
Pactum Warmundi (1123)
Vertrag des Patriarchen Warmund von
Jerusalem mit den Venezianern
Urkunden zur älteren Handels,- und Staatsgeschichte
der Republik Venedig hg. v. G. I. F. Tafel und G. M.
Thomas, 1. Teil Wien, 1856 (Fontes rerum
austriacarum II. 12. 1) Nr. 40, S. 84 ff.
Übersetzung: W. Zöllner
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.3. Wirtschaft und Gesellschaft in Outremer
Assises de Jerusalem: Steuern und Zölle im Königreich Jerusalem,1.H. 12. Jh.
Tome H. Assises de la cour des Bourgeois, p. 173, (Paris, 1843)
1. The old duties command that one should take at the custom house for the sale
of silk for every hundred Besants, 8 Besants and 19 Karoubles, [Henceforth the
coins are indicated by B and k] as duty. 2. For the duties oil cotton the rule
commands that one should take per hundred, 10 B. and 18 K. as duties. 3. For the
duties of pepper the rule commands that one should take per hundred, 11 B. and 5
K. as duties. 4. For cinnamon the rule commands that one should take per
hundred 10 B. and 18 K. as duties. 5. For wool the rule commands that one should
take per hundred B., 11 B. and 10 K. as taxes. 6. For the duties of alum the rule
commands that one should take per hundred, 11 B. and 5 K. as duties. (...)
12. For the wares which are brought by sea from the coast of Syria and which
cannot be sold the rule is that they can be withdrawn and taken out of the country,
but if the merchandise which cannot be sold be taken out beyond the chain they
must be paid per hundred for as much as may then be in the country 8.B., per
hundred, and for that which may have been sold duty must be paid to the custom
house according that which is established for each kind and which one would have
to pay. And be it understood that these duties shall be paid by the Saracens and by
all the Syrians who may come with wares into this kingdom.
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Die 3 Stände verbildlicht
durch Kleriker, Ritter und
Bauer
British Library,
Manuscript Sloane 2435,
f.85, 13. Jh.
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
„In diesem Jahr (i.e. 1120) beschlossen einige
bestimmte Adlige in frommer Gesinnung, ein
Gelübde für den christlichen Dienst in die
Hände des Patriarchen von Jerusalem
abzulegen. Sie versprachen, in Zukunft nach
der Lebensform der Regularkanoniker besitzlos
sowie unter dem Gelübde der Keuschheit und
des Gehorsams zu leben. ... Da sie keine
Kirche oder eine sonstige feste Behausung
hatten, wies ihnen König Balduin einen Platz im
linken Flügel des königlichen Palastes auf dem
Gelände des Templum Salamonis an. ... Die
Ritter nutzten einen kleinen Platz in der
Tempelanlage als Kampffeld zum Üben. Der
König und seine Adligen sowie auch der
Patriarch von Jerusalem förderten diese
Gemeinschaft mit Land und Gütern nach ihren
Kräften. Ihre Hauptaufgabe bestand im Schutz
der Straßen gegen Räuber und Briganten sowie
in der Beschützung von Pilgern. Neun Jahre
lang trugen diese Ritter noch weltliche
Kleidung.“
(Wilhelm von Tyrus, Historia XII, 7, um 1167)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Al-Aksa-Moschee, Jerusalem
1. Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Merkmale der frühen Gemeinschaft von
Tempelrittern in Jerusalem:
* freiweilliges monastisches Gelübde: Armut,
Keuschheit, Gehorsam
* Vorbild der benachbarten Kanoniker der im
Felsendom untergebrachten Patriarchalkirche
von Jerusalem
* Beibehaltung des ritterlichen Kampfauftrages
* gemeinsame Unterstellung unter König und
Patriarch
* Beibehaltung des laikalen Status für neun
Jahre (Kleidung)
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Quellen:
- Wilhelm von Tyrus, Geschichte Jerusalems (nach 1165)
- Ernoul, Chronik (Fortsetzung Wilhelms) (nach 1190)
- Jakob von Vitry, Historia orientalis, Bf. v. Akkon, um 1216
- Templerregel, 1129
- Bernhard von Clairvaux, De laude novae militiae, um 1129/30
- Papstbullen (bes. Privileg Omne datum optimum, 1139)
Forschungen:
- M. Barber, The new knighthood : a history of the Order of the Temple, Cambridge 1995
- M.-L. Bulst-Thiele, Sacrae domus militiae Templi Hierosolymitani magistri : Untersuchungen
zur Geschichte des Templerordens 1118/19 – 1314, Göttingen 1974
- H. Nicholson, The Knight templar, a new history, Stroud 2002
- M. Barber, Knighthoods of Christ. Essays on the history of the Crusades and the Knights
Templar, Aldershot 2007
These:
- Vorbild Ribat
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Ziele der Europareise Hugos von Payens 1127
1. die Brautwerbung für die Erbtochter Balduins II. Melisendis beim mächtigen Grafen Fulko
V. von Anjou (erfolgreich: Fulko und Melisendis treten 1131 die Nachfolge des verstorbenen
Balduin an);
2. die Anwerbung neuer Mitglieder für die Gemeinschaft der Tempelritter (Graf Fulko von
Anjou wurde gewissermaßen Ehrenmitglied der Gemeinschaft und verschaffte ihr damit ein
hohes Sozialprestige im Abendland) und
3. als Voraussetzung für eine breit angelegte Werbung neuer Mitglieder – die offizielle
päpstliche Bestätigung der Gemeinschaft als religiöser Orden.
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Konzil von Troyes, Januar 1129
- Teilnehmer: Hugo von Payens, Bernhard von Clairvaux, andere Zisterzienser, Matthäus von
Albano, Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte, weltliche Große (vor allem aus der Champagne)
-Verabschiedung der Templerregel
Prolog
…Daher versammelten wir uns in aller Freudigkeit und aller Brüderlichkeit auf die Bitten des
Meisters Hugo von Payens , welcher den vohergenannten Ritterorden durch die Gnade des
heiligen Geistes gegründet hat, in Troyes aus den verschiedenen Provinzen jenseits der Berge
am Feste des heiligen Hilarius im Jahre 1128 der Menschwerdung Jesu Christi, im neunten
Jahre der Gründung des vorhergenannten Ritterordens. Die Art und Einrichtung des Ordens
vernahmen wir in gemeinschaftlichem Kapitel aus dem Munde des oben erwähnten Meisters,
Bruder Hugo von Payens; und in der Erkenntnis der Mangelhaftigkeit unseres Wissens habe
wir das , was uns gut und nützlich schien, gebilligt und das , was uns
töricht schien beiseite gelassen. (…)
So bin ich, Johann Michael, durch die Gnade Gottes für würdig befunden worden, bescheidener
Schreiber des vorliegenden Schriftstückes zu sein auf Befehl des Konzils und des ehrwürdigen
Vaters Bernhard, Abt von Clairvaux , welchem dieses göttliche Amt übergeben und anvertraut
wurde.
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Aus der Templerregel
33.
Die Brüder, welche in Erfüllung der schweren Aufgaben des Ordens überanstrengt sind,
brauchen zur Frühmesse nicht aufzustehen, mit der Zustimmung und dem Dispens des
Meisters oder der zu diesem Amte berufenen Personen. Jedoch müssen sie statt der Matutinen
dreizehn Paternoster beten.
37.
Die Brüder, welche durch die verschiedenen Länder geschickt werden, die nicht zum
Ordensbesitz gehören, müssen sich bemühen, die Vorschriften der Regel nach Kräften zu
halten und untadelig im essen und Trinken und anderen Dingen zu leben. Sie müssen danach
streben, dass sie von denen, die draussen sind, ein gutes Zeugnis haben können…
51.
Jeder Bruder Ritter kann drei Pferde haben und nicht mehr, außer mit der Erlaubnis des
Meisters, in Anbetracht der großen Not der Armut, welche gegenwärtig im Hause Gottes und in
dem des Tempels Salomonis herrscht. Jedem Bruder Ritter bewilligen wir drei Pferde und einen
Knappen.
66.
Allen weltlichen Rittern, welche wünschen, reinen Herzens Jesu Christo und dem Orden des
Tempels Salomonis auf eine bestimmte Zeit zu dienen, befehlen wir, getreulich ein geeignetes
Pferd und Waffen und, sowie alles, was bei einem derartigen Unternehmen nötig ist, zu
kaufen…
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Bernhard von Clairvaux, De laude novae militiae 1129/30
-auf mehrfache Bitte Hugos von Payens
- Kap. 1: Überall in den Ländern und in jener Gegend, die Christus in Menschengestalt und als
aufstrahlendes Licht aus der Höhe besucht hat, hört man seit kurzem, es sei eine neue Schar
von Rittern aufgetreten. Dort, von wo er in der Kraft seines Armes die Fürsten der Finsternis
verscheuchte, will er auch ihr Anhänger, die Söhne des Unglaubens, zersprengen und
vernichten durch die Hand seiner starken Streiter. Er schafft auch heute seinem Volk Erlösung
und errichtet uns das Horn des Heils im Hause seines Knechtes David. Es handelt sich, sage
ich, um ein neues, der Welt noch unbekanntes Rittertum, das einen zweifachen Kampf
zugleich unermüdlich kämpft, nämlich den gegen Fleisch und Blut und den gegen die bösen
Geister des himmlischen Bereiches.
- Kap. 2: ”Was ist der Zweck, was die Frucht dieser weltlichen, ich nenne sie nicht Ritterschaft
(militia), sondern Verderbtheit (malitia), wenn dabei sowohl der Tötende eine Totsünde begeht
als auch der Getötete ewig zugrundegeht? (…) Nur die unvernünftige Leidenschaft des Zorns
oder die Gier nach eitlem Ruhm oder die Begierde nach irdischem Besitz erregen und wecken
unter euch Kämpfe und Streitigkeiten.”
4.
Nationbuilding - Die lateinischen Kreuzfahrerstaaten
4.4. Entstehung des Templerordens
Johanniter / Orden vom Hospital des hl. Johannes
-1099 in Jerusalem gegründet
- Vorläufer war das 1080 gegründete Hospital Sta. Maria Latina im Zentrum von Jerusalem
- 1113 Papst Paschalis II. bestätigt die Unabhängigkeit des Johannes-Hospitals in J., das bis
zu 2.000 Kranke und Pilger aufnehmen konnte
- Infolge der Bedrohungen des Hl. Landes bilden die Johanniter einen militär. Zweig aus
- 1144 Übertragung des Krak des Chevaliers in der Grafschaft Tripolis
- 1154 Papst Anastasius IV. erkennt den Johanniterorden an
- Hauptsitze: bis 1187 Jerusalem, bis 1291 Akkon, ab 1309 Rhodos, ab 1522 Malta
4.
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4.4. Entstehung des Templerordens
Krak des Chevaliers, 65 Km westl.
Homs, johann. 1144-1271
4.
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4.4. Entstehung des Templerordens
Deutscher Orden
-1198/99 im Hl. Land gegründet
- Vorläufer war ein um 1190 gegründetes deutsches Hospital in Akkon
- Förderung unter dem Hochmeister Hermann von Salza (1209-1239) durch die Staufer
- Vorbild Johanniter: medizinischer und militärischer Zweig
- Päpstlicher Kreuzzugsablass und Anerkennung als religiöser Ritterorden 1224
- ab 1220er Jahre verstärkte Schenkungen und Missionsauftrag in Preußen und Livland
- bis 1285 vollständige Eroberung Preußens und des Baltikums
- Hauptsitze: bis 1291 Akkon, danach Marienburg
4.
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4.4. Entstehung des Templerordens
Marienburg, ca. 65 Km südöstl. Danzig, 13091454 Sitz der Hochmeiste des Dt. Ordens
4.
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4.4. Entstehung des Templerordens
Besitz und Burgen der religiösen Ritterorden im
Hl. Land, 1099-1291

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