- Exportinitiative Energieeffizienz

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- Exportinitiative Energieeffizienz
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Factsheet Bulgarien
Basisinformationen zum Zielmarkt
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Entwicklung der Strom- und Wärmekosten der letzten Jahre
Stromkosten
Die Strompreise für private Haushalte haben sich in den letzten Jahren grundsätzlich erhöht, von 2004 bis
2013 um 58,6%.
Der Strompreis wurde zweimal im Jahr 2013 reduziert. Ab 5. März 2013 durchschnittlich zwischen 7,28%
und 6,22% für die Kunden der verschiedenen Vertriebsgesellschaften. und rund um 5 % ab 1. August 2013.
Für die Kunden von CEZ (Stromverteilungsunternehmen im Westbulgarien) ist der Tagstrom ab
01.07.2014 mit 2.78% (der Nachtstrom mit 2.22%) gestiegen. Für die Kunden von EVN (Stromverteilungsunternehmen im Südwestbulgarien) ist der Tagstrom mit 0.64% bzw. der Nachtstrom mit 0.22% gestiegen.
Für die Kunden von Energo-Pro (Stromverteilungsunternehmen im Südostbulgarien) ist der Tagstrom mit
2.5% bzw. der Nachtstrom mit 1.01% gestiegen.
Wärmekosten
Nach Angaben der Assoziation der Fernwärmeunternehmen werden rund 550 000 Bulgaren durch Fernwärme beheizt.
Das Sofioter Fernwärmegesellschaft hat die meisten Kunden – rund 430 000 Haushalte.
Im Vergleich zu 2011 haben sich die Kosten für Wärmeenergie mit 15,8% in einem Jahr erhöht.
Ab 01.07.2012 г. wurden Grenzpreise für der Wärmeenergie eingeführt sowie Präferenzpreise für den
Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung, erzeugt von den Heizkraftwerken.
Der Preis für die Wärmeenergie in der Hauptstadt ab 1.07 2014 ist 43,28 Euro pro MWh und ist mit 5,9%
im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Landesdurchschnitt ist der Preis mit 2.6% gestiegen.
Ursprünglich wollte der staatliche Regler eine signifikant höhere Raten für Heizung und Warmwasser festlegen,
aber die Fernwärmegesellschaften reagierten scharf wegen des Bedenkens, dass sie Kunden verlieren.
Gebäudeeffizienz
Fokus der Geschäftsreise: Neubaumarkt und/oder
Sanierungsmarkt
Baubestand in Bulgarien
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Im Fokus stehen sowohl der Neubaumarkt als auch
der Sanierungsmarkt. Besonderer Bedarf besteht
bei energieeffizienter Sanierung des älteren Gebäudebestandes.
Die Modernisierung des Wohnungsbestandes in
Bulgarien wird durch Förderungsprogramme, wie
das „Nationale Programm zur Erneuerung des
Wohnungsbestandes“ unterstützt, um bessere Gebäudeeffizienz zu erreichen und den Einsatz von
erneuerbaren Energien zur Wärme- und Stromerzeugung zu fördern.
Der Wohnbestand in Bulgarien betrug 2012 insgesamt: 2.065.911 Bauten1, davon:
 1.649.358 Mauerwerksbauten
 74.353 Stahlbetonbauten
 342.200 andere Bauten.
NSI, Stand 2013
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Immobilienmarktlage
Eigentumsverhältnisse
Der überwiegende Anteil der Wohnungen befindet
sich in Privatbesitz.
Von insgesamt: 3.768.6112 Wohnungen sind:
 92.300 (2,4%) Staats- und Gemeindebesitz
 48.437 (1,2%) Besitz juristischer Personen
 3.768.611 (96,4%) Besitz natürlicher Person.
Preise
Laut Angaben des Nationalen Statistischen Amtes
stiegen die durchschnittlichen Immobilienpreise im
zweiten Quartal von 2014 um 0,3% im Vergleich
sowohl zum ersten Quartal als auch zum gleichen
Zeitraum des Jahres 2013.
Der durchschnittliche Marktpreis ist 444.46 Euro
pro qm.
Am teuersten ist es in Sofia (Hauptstadt), wo der
Durchschnittspreis 753.48 Euro pro qm erreicht. An
zweiter Stelle ist Varna mit 698.68 Euro pro qm,
gefolgt von Burgas – 578.10 Euro pro qm.
Büroflächen
Das Halbjahr von 2014 ist mit der stärksten Nachfrage nach Büroflächen seit der Krise gekennzeichnet. IT-und Outsourcing-Unternehmen mieten
heute Büros in Varna und Burgas, und das Interesse
an den Parzellen für Wohnungen und Büros wächst.
Nach Angaben von Forton hat der Büromarkt im
ersten Halbjahr die stärksten Ergebnisse seit der
Rezession im 2009 mit insgesamt 67.000 qm realisierten Flächen erreicht. Es wurden neue Flächen
der Klassen A und B nicht zu Ende gebracht und der
Leerstand belief sich auf 28.5%, aber für die Top 10
Bürogebäuden belief sich der Leerstand auf 6.6%.
Investitionsgrundstücke
Laut Angaben von Forton intensivieren im Jahr
2014 sowohl die Investoren als auch die Verkäufer
aufgrund der Aussichten für ein höheres Wirtschaftswachstum und eine stabile Nachfrage nach
Gewerbeimmobilien.
Die politischen Unruhen und Ereignisse im Bankensystem traten erst am Ende des Halbjahres,
weshalb kann man deren Auswirkungen auf den
Markt immer noch nicht beobachten.
Förderpolitik für Energieeffizienzmaßnahmen
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Energieeffizienzmaßnahmen werden gefördert,
durch:
 Bulgarischer Energieeffizienzfonds
 Internationaler Fonds „Kozloduj“
NSI, Stand 2013
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Normen, Standards und Bauvorschriften
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
(Europäischer Strukturfonds)
Im neuen Operationellen Programm „Regionen
im Wachstum 2014 – 2020“ ist mehrfache Erhöhung der Finanzmittel für die Energieeffizienz im Vergleich zum Zeitraum 2007 – 2013.
Eine der Neuheiten ist die Einbeziehung vom
wesentlichen Ressource für die energetische
Sanierung von Gebäuden der staatlichen und
kommunalen Verwaltung.
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die
ländliche Entwicklung
Energie und Energieeinsparungsfonds
Kreditlinien der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
Drittmittel
Gewerbliche Kredite von lokalen Banken
Finanzierungsleasing
Staatshaushaltsmittel.
Das erste selbstständige Gesetz über die Energieeffizienz wurde im Jahr 2004 verabschiedet. Im März
2013 wurde ein Gesetz über die Änderung und Ergänzung des Gesetzes über die Energieeffizienz
verabschiedet, das vollständig die Richtlinie
2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz von
Gebäuden umsetzt. Das Gesetz regelt die EE- Maßnahmen, indem entsprechend seinen Anforderungen das Nationalziel für Energieeinsparungen als
individuelle Ziele für Energieeinsparungen zwischen drei Gruppen verpflichteten Personen aufgeteilt ist.
Ab 1. Juli 2013, neben allen neuen Richtlinien für
Energieeffizienz, Energiesparen und Wärmespeicherung trat in Kraft auch die Verordnung (EU)
305/2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten.
Im Zusammenhang mit der Einführung der Richtlinie 2010/31/EU über die Gesamtenergieeffizienz
von Gebäuden in die bulgarische Gesetzgebung
wurde ein Entwurf über die Aktualisierung der Vorschriften im Bereich der Energieeffizienz in Bezug
auf die Planung, den Bau und die Renovierung von
Gebäuden entwickelt.
Nach der Genehmigung durch den zuständigen
Behörden werden die Vorschriften zur Benachrichtigung an die Europäische Kommission gesendet
und schließlich im Staatsanzeiger verkündet (voraussichtlich bis September-Oktober dieses Jahres).
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Zielgruppe deutscher Anbieter
Beispielsweise Hersteller/ Anbieter von Produkten und/ oder Dienstleistungen aus dem Bereich:
Gebäudeeffizienz
Zielgruppe der deutschen Unternehmen
 Klimatechnik
o Lüftungs- und Kühlsysteme
Hersteller/ Anbieter von Produkten und/ oder
o Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Dienstleistungen aus dem Bereich:
 Heiztechnik
o Moderne Brennwerttechnologien
o Blockheizkraftwerke
o Kombinierte Systeme aus Brennwerttechnologie und Solarthermie/ Geothermie oder PV
 Gebäudewirtschaft/ Gebäudetechnik
o Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung
und Wärmeübergabe
o Beleuchtungstechnik
o Mess- und Steuerungstechnik
 Bautechnik
o Wärmedämmungslösungen
o Fenster/ Türen
o Fassaden
o Niedrigenergiehaus
o Passivhaus
o Systeme / Vorrichtungen zur Nutzung
der Sonnenstrahlung
o Sonnenschutzsysteme
o Boden- und Deckendämmung
 Baustoffe
 Beratung
Zielgruppe geeigneter ausländischer Kooperationspartner
Gebäudeeffizienz
Zielgruppe geeigneter ausländischer Kooperationspartner
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Generalunternehmer, Bauträger
Architekten und Ingenieurbüros (mit Spezialisierung im Bereich nachhaltiges Bauen & Energieeffizienz, Niederenergiehäuser, Passivhäuser)
spezialisierte Bau- und Baustoff-Firmen
Gemeinden, Regierungsbehörden und Staatsorgane
Bauverbände, öffentliche Planungsbüros
Marktchancen für deutsche Unternehmen
Als EU-Mitglied strebt Bulgarien eine EU harmonisierte Energiepolitik an, in dem es einschlägigen Vorschriften
annimmt. In dieser Hinsicht gibt es einige Bemühungen, die Energieeffizienz als Priorität in der nationalen Energiepolitik zu setzen.
Es steht die Erarbeitung eines neuen nationalen Energieeffizienz-Aktionsplans entsprechend der Richtlinie
2012/27/EU bevor, und das Ziel für Einsparungen in Höhe von 3 % für den Zeitraum 2014-2016 wird bei seiner
Erarbeitung berücksichtigt
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Die nationale Wohnungsstrategie Bulgariens identifiziert als Hauptanliegen das niedrige Niveau der Energieeffizienz in den Altbauten, wo die tatsächlichen Wärmeübertragungskoeffizienten mit 3-5 Mal höheren Ebenen im Vergleich zu den aktuellen Standards für Energieeffizienz sind.
Die gebäudetechnischen Energieeffizienzmaßnahmen in Wohngebäuden sind nicht so populär wie die Wärmedämmung und das Fensteraustauschen.
Die erfolgreiche Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen ist nur in einigen Segmenten im öffentlichen Sektor
realisiert wie bei Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden, die meisten davon kommunalen Eigentums,
Das Potenzial für die Einführung von Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden der lokalen Behörden ist groß
wegen des schlechten Zustands der Anlagen und Einrichtungen, als auch und aufgrund ihrer Verpflichtungen aus
EU-Richtlinien.
In den letzten Jahren ist in Bulgarien die Anzahl der Büro- und Gewerbegebäuden deutlich gestiegen, wodurch
auch die Bedeutung im Hinblick auf Energieeinsparungen in diesen Gebäuden immer mehr wächst.
Der Tourismusmarkt in Bulgarien ist sehr aktiv. Die Hotels in Bulgarien haben ein gutes Potenzial für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen, darüber hinaus ist das vorhandene Interesse der Eigentümer an Reduzierung des Energieverbrauchs, eine der größten Kosten, anzumerken.
Die Industrieunternehmen, die keine energieeffizienten Maßnahmen getroffen haben, brauchen ernsthafte Schritte zur Reduzierung des Energieverbrauchs gehen.
Hier liegt ein großes Potenzial im Hinblick auf ihre spezifischen Arbeitsgänge, die einen stabilen Energieverbrauch
erfordern.
Ein zusätzlicher Anreiz für diesen Marktsegment ist die Tatsache, dass die Industriesysteme mit über 3.000 MWh
Jahresverbrauch verpflichtet sind, Energie-Audits durchzuführen und entsprechende Maßnahmen innerhalb von
drei Jahren umzusetzen.
Der Bausektor in Bulgarien ist traditionell mit Deutschland verbunden. Vor allem auf dem Gebiet der Niedrigenergiehäuser ist Deutschland der unangefochtene Marktführer. Der Baumarkt in Bulgarien ist sehr offen. Hier kann
man eine Vielzahl von Technologien, Baustoffe u.a. sehen, aber es gibt Mangel an Know-How.
In vielen Bereichen der Energieeffizienz braucht der bulgarische Markt die deutsche Erfahrung – wie kann man
die Sonnenstrahlung maximal ausnutzen; welche Möglichkeiten gibt es, um die Qualität der Wärmedämmung zu
verbessern und besonders die Dach- und Bodendämmung; wie erreicht man gute Luftdichtung.
Laut Branchenexperten ist das Interesse an Innovationen auf dem Baugebiet Bulgariens in den letzten Jahren
signifikant. Neben der architektonischen Form legen die bulgarischen Architekten immer größeren Wert auf die
Auswahl der Materialien und Technologien. Es gibt einen Trend zur Verbesserung der Qualität der Konstruktionen
und zum Verlegen ihren Fokus auf das Premium-Segment. Beitrag dafür haben zu einem die sachkundigen und
anspruchsvollen Kunden sowie der Wettbewerb in der Branche. In den letzten Monaten sind die ersten Anzeichen
des Erwachens der Bauindustrie nach mehreren schmerzhaften Jahren der Krise erschienen.
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Der Bau von Passivhäusern in Bulgarien gewinnt an Dynamik und kann nicht mehr als Investition exzentrischer
Pioniere betrachtet werden. Rund um Sofia werden derzeit zwei solche Objekte fertiggestellt, und im ganzen Land
sind schon mehrere gebaut worden. Die Energiekrise ist ein Anreiz für immer mehr Benutzer, die sich der Notwendigkeit für radikale Energieeffizienzmaßnahmen bewusst werden.
In diesem Zusammenhang besteht in Bulgarien eine hohe Nachfrage an energieeffizienten Technologien, Produkten und Dienstleistungen. Auf dem Gebiet der Energieeffizienz bestehen viele Geschäftsmöglichkeiten für deutsche
Unternehmen. Deutsche Produkte und Ingenieurleistungen genießen einen hervorragenden Ruf. Daher haben
Firmen aus Deutschland gute Aussichten vom Marktwachstum zu profitieren.
Exportinitiative Energieeffizienz
Die Exportinitiative Energieeffizienz unterstützt deutsche Anbieter von Technologien, Produkten und Dienstleistungen im Kontext Energieeffizienz bei Ihren Exportaktivitäten durch zahlreiche Angebote.
Ein Angebot daraus sind AHK-Geschäftsreisen ins Ausland. Durch individuelle Kooperationsgespräche mit
potenziellen Partnerunternehmen und Entscheidern im Zielland wird der erste Schritt eines erfolgreichen
Markteinstiegs vorbereitet. Deutsche Unternehmen profitieren dabei vom weltweiten Netzwerk der deutschen
Auslandshandelskammern (AHKs), die in mehr als 80 Ländern mit Geschäftsstellen vertreten sind. Die AHK wird
passenden Geschäftspartner identifizieren und die richtigen Kontakte herstellen.
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