- Katholische Männerbewegung

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- Katholische Männerbewegung
Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung
RZ_KI_11_001_allg_2c_16061300.pdf 1 14.10.2011 09:02:56
Foto: SEI SO FREI
www.kmb-stpoelten.at
Ausgabe 2a | Mai 2013
Glauben. Pfingstnovene - Bitte
um geistliche Berufungen 4
Gesellschaft. Religion fördert
die psychische Gesundheit 6-7
Thema Tabu. 75 Jahre Aussiedlung Truppenübungsplatz
Allentsteig 8-9
Sommerakademie. Urlaub
mit Inhalt in Melk 16
SEI SO FREI. Langer Atem,
der zum Erfolg führt
Seiten 10-11
Inhalt
5
8-9
10-11 13
Glaube
Gesellschaft
Kolumnen
SEI SO FREI
4 Pfingstnovene. Bitte um geistliche Berufungen.
5 Lange Nacht der Kirchen. Kirche
einmal anders erleben.
3 Petition „One of us“. Jetzt
unterschreiben.
6-7 Studie. Religion fördert die
psychische Gesundheit.
12 Bauerntag. Entwicklung von
Pfarre und Dorf.
16 Sommerakademie. Männliche
Entwicklungen als Thema in
Melk.
3 Grüß Gott
4 Gott bewegt
6 x an Ypsilon
10-11 Entwicklungspolitik. Der
lange Atem, der zum Erfolg
führt.
11 SEI SO FREI. Solidarität mit
Schwestern und Brüdern.
Thema Tabu
8-9 Aussiedlung. 75 Jahre Truppenübungsplatz Allentsteig.
Service
12
13
14
15
Panorama
Freizeit
Termine
Panorama
Editorial
Zustellung
des ypsilon
Lieber Leser,
liebe Leserin,
Michael Scholz
KMB-Diözesansekretär
mitten im Waldviertel muss die
Nachricht wie ein Blitz aus heiterem
Himmel eingeschlagen haben,
dass man wegmüsse, und zwar
sehr bald. Vor 75 Jahren wurde
die Räumung zur Errichtung eines
Truppenübungsplatzes Allentsteig
eingeleitet. Bernhard Lehr blickt
zurück in diese Zeit und das heutige
Gedenken an die Aussiedelung.
„Der lange Atem, der zum Erfolg
führt“ gibt einen Einblick in die
Tätigkeiten von SEI SO FREI, der
entwicklungspolitischen Aktion der
Katholischen Männerbewegung.
„Als Medikament wäre Religion
zugelassen“ sagt der Wiener Neurowissenschaftler Raphael Bonelli
zu einer Studie über psychische
Gesundheit. Einen Bericht darüber
y
Ausgabe 2a | Mai 2013 2
Titelfoto: Clara mit Franz Hehenberger: Die Arme der 15-jährigen
Clara schmerzen von der täglichen Schwerstarbeit. Sie sorgt
für ihre kleine Schwester und
wünscht sich nichts sehnlicher
als endlich lernen zu dürfen.
Mehr auf Seite 10-11
wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.
Der gewohnte Rückblick über
Veranstaltungen und eine
Vorschau runden wie immer
eine Diözesanausgabe ab.
Wen „männliche Entwicklungen“ interessieren, der ist
bei der Sommerakademie in
Melk genau richtig. An vier
Tagen geht es in Vorträgen,
Workshops, Gottesdiensten
und persönlichen Gesprächen
um die Entwicklung von
Männern. Dazu lade ich Sie
gerne ein.
Ihr Michael Scholz
Stimmt Ihre Anschrift noch? In letzter Zeit wurden in
einigen Gemeinden
Umbennungen von
Gassen und Straßen
vorgenommen. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, bitten wir um
eine entsprechende Nachricht.
Nur dann ist garantiert, dass Sie
das ypsilon auch weiterhin sofort
nach Erscheinen in Ihrem Postkasten finden. Wir danken für Ihre
Mithilfe
Adressenänderungen:
KMB St. Pölten
Klostergasse 15
3100 St. Pölten
02742/324-3376 DW
[email protected]
Grüß Gott
Petition
„Einer von uns“
Leopold Wimmer
Obmann der
KMB Österreich
Petition. Nur noch wenige Tage, dann läuft die Eintra-
gungsfrist für die Bürgerinitiative „One of Us“ (Einer von
uns) ab. Der St. Pöltener Familienbischof Klaus Küng
hat einen dringlichen Appell gestartet, diese Initiative
zu unterzeichnen, die das Ende der Finanzierung aller
Aktivitäten fordert, in deren Zusammenhang Embryonen
zerstört werden.
„Embryonen sind kein Rohstoff “,
so der St. Pöltener Bischof wörtlich. „Wer über 16 Jahre alt ist und
ein klares Zeichen für die Würde
des Menschen setzen will, sollte
daher unbedingt unterzeichnen –
besser heute als morgen.“ Bischof
Küng verwies darauf, dass sich am
9. Mai das Fenster schließe und
die Chance dann vorbei sei. „One
of Us“ könne es nur schaffen, europaweit auf eine Million Stimmen zu kommen, „wenn in den
nächsten Tagen möglichst viele
engagierte Menschen in Österreich sich aufraffen und online ihren
Namen unter die Initiative setzen.
Nötig dazu ist der Reisepass oder
der Personalausweis. Ich selber
habe schon unterschrieben und
bin dankbar für alle, die möglichst
bald diesen Schritt setzen.“
„One of us“ ist ein Bündnis von
Bürgern und Organisationen aus
über zwanzig Mitgliedsstaaten,
das EU-Finanzierung für Embryonale Stammzellforschung
stoppen will. Dabei werden Embryonen zu Forschungszwecken
zerstört, obwohl es ethisch unbedenkliche Alternativen gibt, die
häufig sogar die besseren Ergebnisse erzielen. Das Bündnis nutzt
das neue Instrument der Europäischen Bürgerinitiative, um dieses
Anliegen vor die EU-Kommission
zu bringen. Wenn eine Million
Unterschriften zusammenkommen, müssen EU- Kommission
und Parlament verbindlich zur
Petition Stellung nehmen. Übrigens: Das Anliegen der Initiative
stimmt mit der Position der österreichischen Regierung überein.
Alle EU- Bürger können noch bis
9. Mai online unterzeichnen. Einen Link zur Online-Unterschrift
findet man unter www.lebenskonferenz.at. Bitte Pass- oder Personalausweisnummer angeben und
alle erfragten Angaben korrekt
ausfüllen, da die Unterschrift
sonst ungültig ist. (dsp)
Liebes Mitglied,
lieber Freund,
liebe Freundin der
Katholischen
Männerbewegung!
Antikirchenvolksbegehren
Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien arbeitet(e) mit einer Reihe von unwahren oder unlogischen
Argumenten. Wenn darin eine
Diskriminierung besteht, in einer
katholischen Schule sein Kind nicht
vom Religionsunterricht abmelden
zu können, dann müsste man sich
auch über den Turnunterricht in
einem Sportgymnasium aufregen.
Gleichzeitig fordert man ein Verbot
von Zivildienern für die Caritas für
Tätigkeiten, für die andere Hilfsorganisationen ebenfalls Zivildiener
einsetzen. Man argumentiert mit
hohen Summen von Steuergeldern,
die die Kirche erhalten soll und wirft
dabei alle Zahlungen in einen Topf.
Subventionen etwa für Kirchenrenovierungen, obwohl diese meistens niedriger sind, als die Mehrwertsteuer, die dabei bezahlt
werden muss, vom Tourismuswert
dieser Bauten ganz abgesehen.
Auch Zahlungen für Pflegeleistungen der Caritas oder von medizinischen Leistungen der Ordensspitäler. Niemand erwartet von einem
öffentlichen Krankenhaus, dass es
kein Geld vom Staat bekommt.
Das sind nur einige Ungereimtheiten dieses Volksbegehrens, dem
es meiner Meinung nach nicht um
sachliche Auseinandersetzung geht,
sondern um Anfeindungen. Da viele
Medien die Aussagen ungeprüft
veröffentlichen, wird dieser Hauptzweck, die Kirche anzuschwärzen, ja
auch erreicht.
Wir sehen uns hier einer militanten
antireligiösen Haltung gegenüber,
die Toleranz fordert, selbst aber
intolerant agiert. Unsere Antwort
darauf kann nur sein, sich einerseits
sachlich zu informieren und nicht
jeden Bericht in den Medien als
Tatsache zu sehen. Andererseits,
und das ist viel wichtiger, seinen
Glauben selbstbewusst zu leben
und auch mit anderen darüber ins
Gespräch zu kommen, wie wertvoll
und bereichernd dieser Glaube für
unser Leben ist.
Ausgabe 2a | Mai 2013 3
Gott bewegt
Pfingstnovene
2013
Toleranz auch der
katholischen Kirche
gegenüber
Seit Jahrzehnten gibt es im ORF
am Karfreitag um 15 Uhr eine
Schweigeminute. Für uns Christen
ist es die Todesstunde Christi, die
wir in Stille bedenken. Der Priester
zieht zur selben Zeit mit den Ministranten still in die Kirche.
Plötzlich stört diese Schweigeminute im ORF?! Wir Christen müssen
vieles hinnehmen. Wenn in der
Kunst, in Film und TV unser Glaube
hinunter gemacht wird, heißt es
immer: die Freiheit der Kunst.
Wir Christen sollen doch Toleranz
üben. Es gibt eben auch Menschen, die den Glauben nicht mit
uns teilen. Als Christen wollen wir
nicht in den Fehler verfallen, diese
Menschen zu bedrohen, wie es
andere tun. Unsere Einstellung hat
der hl. Augustinus formuliert: „Den
Irrtum dürfen wir hassen, aber den
Irrenden lieben!“
Ich wünschte mir aber, dass gegen
Blasphemie und Beleidigung
unseres Glaubens die Christen
sehr wohl die Stimme erheben
und sehr deutlich sagen, dass wir
uns betroffen fühlen. Den anderen
möchte ich aber genauso sagen,
dass auch sie Toleranz üben sollen.
Wenn wir die Kreuze in unserer
Landschaft haben, auf den Bergen,
dann ist es unser Erbe. Wenn
unsere Kirchenglocken am Tag
mehrmals läuten, dann ist es für
ALLE Menschen eine Einladung, ein
wenig Stille zu halten und in sich zu
gehen. Wenn in TV und Rundfunk
religiöse Sendungen sind, dann
deshalb auch, weil wir als Christen
das erwarten dürfen. Dann sollen
die Gegner ebenso tolerant sein.
Toleranz muss immer gegenseitig
sein, denn zum Zusammenleben
der Menschen gehören nun einmal
die Ehrfurcht, die Achtung und die
Toleranz voreinander.
P.S.: Noch ein Tipp: Wenn ich eine
Sendung nicht sehen oder hören
will, dann gibt es 2 Knöpfe, einen
Ausschaltknopf und einen für
andere Sender.
y
Ausgabe 2a | Mai 2013 4
Richard Jindra
Geistlicher Assistent
der KMB St. Pölten
Glauben. Bitte um geistliche Berufungen für den
Dienst in der Welt und für
die Kirche.
Eine Novene ist ein 9-tägiges Gebet zur Vorbereitung eines großen
kirchlichen Festes. Die Texte der
Liturgie zwischen Christi Himmelfahrt (9. Mai) und Pfingsten
(19. Mai) sind geprägt von der inständigen Bitte um Gottes Heiligen Geist. Unüberhörbar werden
wir daran erinnert: Gottes Geist
ist unverfügbar. Gottes Geistkraft
weht und wirkt, wo sie will. Der
Verheißung Jesu entspricht dann
auf der Seite der Menschen der
vertrauensvollen Bitte: Sende
aus deinen Geist! Unsererseits
braucht es die Bereitschaft und
Offenheit, diesen Heiligen Geist
zu empfangen.
In der Pfingstnovene bitten wir
im gemeinschaftlichen und ganz
persönlichen Gebet um Gottes
Heiligen Geist. Auch wenn die
Formen und Gebete unterschiedlich und vielfältig sein können, so
mögen uns doch einige gemeinsame Formen und Gebete im gemeinsamen Anliegen – der Bitte
um geistliche Berufungen – verbinden. Es tut gut, auch in einem
großen Gebetsnetz Stärkung und
Ermutigung zu erfahren! Wir bitten um den einen Geist, der die
vielfältigen Begabungen und die
unterschiedlichen Berufungen
bewirkt.
Gemeinsame Formen des Gebetes werden sein …
l … die besondere Einladung
zur eucharistischen Anbetung
Pfarren und Ordensgemeinschaften bieten (besondere)
Zeiten zur eucharistischen Anbetung an und geben Hilfestellungen zum Gebetsanliegen.
l … die Heilig Geist Novene
Mit dieser Gebetsbroschüre soll
die Einladung ausgesprochen
werden, in den 9 Tagen zwischen
Christi Himmelfahrt und Pfingsten den entsprechenden Abschnitt des Tages ganz persönlich
oder in Gemeinschaft zu beten.
l … das Berufungsgebet während der Novene 1-mal täglich zu
beten
Das Berufungsgebet findet sich
am Ende der Gebetsbroschüre
und ist auch als eigenes Gebetsbild erhältlich.
l … die Anliegen der Pfingstnovene im Gottesdienst aufnehmen
(z.B. Fürbitten, Rosenkranz, Andachten, Wallfahrten …)
Gebetsbroschüre:
€
1,80
Einzelpreis, erhältlich im Behelfsdienst
der
Diözese:
[email protected]
Tel: +43(0)2742 324 DW 3315,
Fax DW 3318
Weitere Informationen: http://
www.berufungspastoral-stpoelten.at
BV Dr. Gernhard Reitzinger
Lange
Nacht
der
Kirchen
Foto: KA St. Pölten
Glaube
Fackel-Kapellenwanderung der Pfarren Frankenfels und Schwarzenbach bei der Langen Nacht der Kirchen im Vorjahr.
Lange Nacht der Kirchen. Kerzen und Fackeln, Lieder, Gebete und
mehr erhellen die „Lange Nacht der Kirchen“ am Freitag, 24. Mai 2013,
in mehr als 700 christlichen Gotteshäusern zwischen Bodensee und
Neusiedlersee.
Die Veranstaltung heißt zwar
„Lange Nacht“, ist aber für Besucher keinesfalls lang – wie
lang-wierig, lang-atmig oder
lang-weilig. Vielmehr kann es
bei einem Angebot von rund 400
Programmpunkten in den heuer
85 teilnehmenden Kirchen der
Diözese St. Pölten sehr kurz-weilig werden.
Diözesanbischof DDr. Klaus
Küng und Superintendent Mag.
Paul Weiland laden herzlich ein:
„Das diesjährige Motto der Langen Nacht der Kirchen 2013 versucht, in ungewöhnlichen Tönen
dieses besondere Licht zu erfassen: nach Sacharja „wird es weder
Tag noch Nacht werden, sondern
am Abend wird Licht sein.“(Sach
14,7). Das ist das Licht, das nie
erlöscht, das Licht, welches alle
Menschen suchen, bewusst oder
unbewusst, wenn sie sich auf den
Weg machen in die Lange Nacht
der Kirchen. Dieses Licht, das am
Abend hell aufscheint, ist nicht
etwas, sondern jemand; jemand,
der nicht nur am Tag, sondern
besonders in der Nacht auf uns
wartet. Er möchte uns das Licht
geben; worauf warten wir?“
Die teilnehmenden Kirchen ho-
len in dieser Nacht aus ihrem
reichen Vorrat Neues und Altes
hervor und laden herzlich ein,
diesen Schatz zu suchen und zu
entdecken. Das vielfältige Angebot beinhaltet unter anderem
ökumenische Veranstaltungen,
Kinder- und Jugendprogramme,
moderne/klassische Konzerte,
Führungen und Lesungen, besondere Gottesdienste, Wanderungen sowie Theater und
Filmvorführungen, ebenso Unkonventionelles, Spirituelles, vielerorts auch Kulinarisches ... Die
Lange Nacht der Kirchen bietet
eine gute Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen.
Die drei regionalen Programmhefte (St.Pölten-Krems / Mostviertel / Waldviertel) liegen in
den Pfarren auf bzw. können
auch kostenlos bestellt werden
(solange der Vorrat reicht) unter [email protected] oder
02742/324 3389 (Sekretariat Koordination Lange Nacht der
Kirchen in der Diözese St. Pölten).
Einige Höhepunkte:
Kirchturm- und Dachstuhlbesteigungen: Stift Herzogenburg,
Dom zu St. Pölten, Euratsfeld,
Gerersdorf, Krems St.Veit-Piaristenkirche.
„Brettljausntheater“ in der Pfarre
Weistrach
Abseilen vom Kirchturm für Mutige in Hürm
Führung „Ausgrabung live“ am
Domplatz in St. Pölten
3500 km mit dem Rad von Wien
nach Jerusalem – Filmvorführung
und Erlebnisbericht in Allhartsberg
Wanderungen: Fackelwanderung
in Frankenfels, Nachtpilgerwanderung in Zeiselmauer, Sternwanderung für Jugendliche in
Heiligeneich
Fotoausstellung - Pilgerreise nach
Santiago de Compostela in Sieghartskirchen
Eine musikalische Zeitreise in
Tulln-St. Stephan
Spirituals und Trommelklänge in
Pottenbrunn
Glaubenslabyrinth in Krems Lerchenfeld-St. Severin
Genaue Informationen zu allen
Programmpunkten finden Sie
auf unserer Homepage: www.langenachtderkirchen.at/stpoelten
Dipl.-Geol. Axel Isenbart
Koordination Lange Nacht der Kirchen
Ausgabe 2a | Mai 2013 5
X an Ypsilon
Religion fördert di
Frauen in der
Arbeitswelt
Ein junges Ehepaar schafft sich ein
eigenes Heim im Mittelpunkt ihrer
ortsverschiedenen Arbeitsplätze.
Sie kaufen ein altes Haus, richten es mühevoll her. Bald kommt
das erste Kind, dann das Zweite
und noch ein Drittes zur Welt.
Nachdem das letzte nun 2 Jahre
alt wird, muss die Mutter wieder
arbeiten gehen, denn die Schulden
wollen beglichen werden. Es bietet
sich die Chance sogar im Ort den
Arbeitsplatz zu bekommen, der
für ihre Qualifikation richtig ist
und den sie möchte. Noch dazu
kommt ihr die Firma entgegen, ihre
Arbeitszeit wird auf die Öffnungszeit des Kindergartens abgestimmt.
Trotzdem kommt ein großes Problem auf sie zu.
Wohin mit dem dritten Kind? Mit 2
Jahren nimmt es kein Kindergarten.
Eine Kinderkrippe gibt es 22 km
entfernt. Die zwei Tagesmütter vor
Ort sind ausgelastet. Oma und Opa
leben etliche Kilometer entfernt.
Gott sei Dank arbeitet der Vater in
3er Schicht, sodass er das Kleine
oft übernehmen kann. Was dies
heißt nach einer Nachtschicht? Die
übrigen Tage haben sich viele angeboten auf das Kind aufzupassen.
Welche Zumutung für das Kleine,
es jeden Tag wo anders „abgegeben“ zu müssen. Die Mutter steht
vor der Wahl, Arbeit annehmen,
die sie sich wünscht oder? Ist dies
ein Einzelfall? Nein. Im Kinderkrippen und Tagesmütter unterversorgten Waldviertel nicht. Wir sind
ein dünnbesiedeltes Gebiet und
können in Kinderkrippen die für
Großstädte ausgerechneten Auslastungszahl nicht erreichen. Tagesmütter verdienen so wenig, dass
diesen Job nur die sich als „Hobby“
leisten können, die auf ein eigenes
Einkommen nicht angewiesen sind.
Bei den oft niedrigen Grundlöhnen
der Väter nur wenige.
y
Ulrike Immervoll
Pastoralassistentin
der Betriebsseelsorge Heidenreichstein
Studie. Wiener Neurowissenschafter
Raphael Bonelli: „Als Medikament wäre
Religion zugelassen“ - Studienvergleich
widerlegt Aussagen Sigmund Freuds zu
Religion und Psyche.
Religion schützt die seelische
Gesundheit und kann auch von
der Medizin als wichtige Ressource des Menschen angesehen
werden. Das hat der Wiener Gehirnforscher Raphael M. Bonelli
mit Kollegen der Duke University in einem groß angelegten
Studienvergleich dargelegt, der
demnächst im „Journal of Religious Health“ publiziert wird. „Depression, Suchtkrankheiten und
auch Suizid treten bei religiösen
Menschen eindeutig seltener auf
als bei Atheisten“, so der Psychiater im Gespräch mit „Kathpress“.
Ergebnis“: Je nach Krankheitsgruppen - hier wurde genau aufgeschlüsselt - seien die Hinweise auf
eine Schutzfunktion durch Religiosität teils äußerst stark, allen
voran bei Sucht, Depression und
Suizid, doch auch bei Demenz
waren die Resultate vielversprechend. Religion sei somit durchaus ein mit Alter oder Geschlecht
vergleichbarer psychiatrischer Parameter, so der Wiener Forscher:
„Wäre Religion ein Medikament,
kann man sagen, es wäre mit Sicherheit zugelassen.“
Untersucht wurden alle Forschungsarbeiten zu Religiosität
und psychischer Gesundheit, die
seit 1990 weltweit in den meistzitierten psychiatrischen und
neurologischen Fachzeitschriften
erschienen sind. 72 Prozent der
relevanten Studien zeigten, dass
die psychische Gesundheit mit
dem Ausmaß, in dem sich ein
Mensch religiös-spirituell engagiert, steigt, während der Zusammenhang bei 18 Prozent unklar
und bloß bei fünf Prozent negativ ausfiel. Bereits 1992 war eine
ähnliche Vorgängerstudie zum
selben Ergebnis gekommen, das
sich nun in umfangreicherer und
detaillierterer Form bestätigte.
Das Ergebnis besitzt Sprengpotenzial, wurde doch Religion
lange Zeit besonders von Psychotherapeuten als Blockade
angesehen. Bonelli bezeichnete
dies als „heute überholtes Erbe
Sigmund Freuds“: „Freud hat
viel Tolles entdeckt, scheint jedoch bei Religion von seinen klar
antireligiösen Vorurteilen gesteuert gewesen zu sein. Patientenbeobachtungen dürften kaum den
Ausschlag gegeben haben für seine Aussage, Religion sei ‚kollektive Zwangsneurose‘.“
Bonelli zeigte sich „überwältigt“
von dem für wissenschaftliche
Verhältnisse „sehr eindeutigen
Ausgabe 2a | Mai 2013 6
Bruch mit Freud
Bedeutend ist in diesem Zusammenhang, dass Bonelli selbst
Dozent an der Wiener SigmundFreud-Universität ist. Er leitet
zugleich das „Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“ (RPP) und ist Facharzt
Gesellschaft
Foto: © kathbild.at / Rupprecht
ie psychische Gesundheit
Entscheiden sei, dass Therapeuten vorhandene Religiosität von Patienten als nutzbare Ressource ansehen könnten, so die Studie.
für Neurologie, Psychiatrie und
psychotherapeutische Medizin
mit eigener Praxis in Wien.
Was nun genau das psychisch
Gesunde von Religion - die jeweiligen Einzelstudien befragten
Angehörige der Weltreligionen,
Atheisten bildeten die Kontrollgruppe - ist, gehe aus der Studie
nicht hervor, betonte Bonelli. Zu
vermuten sei, dass Transzendenz
dem Menschen dabei helfe, „sich
in die Welt einzuordnen und sich
nicht immer nur um sich selbst zu
drehen, sondern auf andere hingewiesen zu sein“. Auch Anleitungen bezüglich des gesunden
Verhaltens mit der Umwelt wie
etwa die Zehn Gebote rechne er
dazu, sowie die „Beziehung zu
einem höheren Wesen, das dem
Menschen eine Stabilität gibt, die
ihm guttut.“
Ressource zum
Gesundwerden
100-prozentig sei dieser Schutz
freilich nie, „natürlich werden
immer wieder auch religiöse
Menschen psychisch krank oder
nehmen sich das Leben“, so der
Psychiater. Entscheidend sei jedoch, dass Therapeuten vorhandene Religiosität von Patienten
als nutzbare Ressource ansehen
könnten, nach der man durchaus
„ebenso wie nach der Familie“
fragen solle. Religiosität „verordnen“ dürfe ein Psychotherapeut
dabei allerdings nicht, da dies
eine inhaltliche Intervention darstelle - „das verbietet schon der
Ethikkodex“.
Doch auch neue Fragen würden
sich durch die aktuellen Resultate ergeben, berichtete Bonelli:
So basiere die Aussage, Religion
habe vorbeugende Wirkung für
Demenz oder Neurosen, erst auf
wenigen Studien, noch weitgehend ungeklärt sei zudem der Zusammenhang zu bipolaren-, Ess-,
und Persönlichkeitsstörungen.
„Spannend ist auch, in welchen
seltenen Fällen Religiosität der
Gesundheit nicht gut tut - was
also ihre pathologische Ausprägung ist.“
Außer Zweifel stehe nun allerdings, dass die großen Weltreligionen einen eindeutig stabilisierenden Effekt hätten, so
Bonelli. (kap)
Ausgabe 2a | Mai 2013 7
Tabu
Foto: zVg
75 Jahre Truppenübungsplat
Geschichte. Im Juni 1938 wurde die
Räumung der ersten Ortschaften zur
Errichtung eines Truppenübungsplatzes
eingeleitet. Am 8. August 1938, 13 Monate
vor Beginn des 2. Weltkriegs, fand das
erste Scharfschießen der Deutschen
Wehrmacht in den Dörfern rund um
Groß Poppen und Edelbach statt. Jährlich
wird der Aussiedlung gedacht.
Foto aus dem Jahr 1939 vom Kirchturm in Oberndorf auf das Brünnl und einen Aussiedler LKW.
y
Vor 75 Jahren mitten im Waldviertel muss die Nachricht wie
ein Blitz aus heiterem Himmel bei
den Bewohnern des Landstrichs
zwischen Zwettl und Horn, zwischen Allentsteig, Neupölla,
Döllersheim und Ottenstein eingeschlagen haben, dass man wegmüsse, und zwar sehr bald. Nach
dem „Anschluss an das Deutsche
Reich“ im März 1938 wähnten
sich die Ortschaften Döllersheim
und Strones schon als „Vaterheimat des Führers“ und erhofften
sich Aufschwung.
Die Nazis errichteten sogar im
Friedhof der Pfarrkirche Döllersheim ein Ehrengrab für Maria
Anna Schicklgruber, der Großmutter des Führers, – nicht das
eigentliche Grab, sondern eines,
das an exponierter Stelle für die
Propaganda dienen sollte. Der
Platz vor der Kirche wurde zum
„Alois Hitler Platz“ umbenannt.
Es wussten wohl nur wenige, dass
jener Aloys Schicklgruber, geboren 1837 in Strones erst 1876,
lange nach dem Tod der Mutter
und des vermeintlichen Vaters,
durch den Döllersheimer Pfarrer
Zahnschirm im Taufbuch den
Namen „Hitler“ erhalten hatte,
nachdem drei Analphabeten bei
einem Notar in Weitra bezeugt
hätten, dass jener der Sohn des JoAusgabe 2a | Mai 2013 8
hann Georg „Hiedler“ sei … Und
über die andere großelterliche
Linie wurden Vermutungen angestellt, neuerdings, dass ein
gewisser Adolf Pereira Arnstein
aus deutsch-jüdischem Adelsgeschlecht, bestattet in der Gruft
der Pfarrkirche Allentsteig, Vater des Aloys sei .
Räumung eingeleitet
Am 21. Juni 1938 wurde die Räumung der ersten 8 Ortschaften zur
Errichtung eines Truppenübungsplatzes für die Deutsche Wehrmacht eingeleitet. Bereits am 8.
August 1938 wurde die Räumung
von Groß Poppen, Schlagles, Söllitz, Dietreichs, Rausmanns, Klein
Haselbach, Klein Kainraths und
Edelbach als vollzogen gemeldet,
danach wurde scharf geschossen.
Die Pfarren Groß Poppen und
Edelbach wurden vom Diözesanbischof Memelauer per 31.7.1938
aufgelöst. In weiteren Entsiedelungswellen wurde die Pfarre
Oberndorf mit 1.4.1940 und die
Pfarre Döllersheim mit 30.9.1942
aufgehoben.
Insgesamt waren 42 Ortschaften,
6 Streusiedelungen, 8 Einzelgehöfte (darunter der ehemalige
Wirtschaftshof des Stiftes Zwettl,
Dürnhof), 10 Mühlen und 7 angrenzende Dörfer (wie Franzen)
teilweise betroffen, ungefähr 7000
Menschen. Das Gebiet für den
neu errichteten Truppenübungsplatz Döllersheim erstreckte sich
über 180 km².
Die deutsche „Ansiedelungsgesellschaft“ regelte die Aussiedelung. Die Häuser und Wirtschaften wurden geschätzt, die Leute
hatten sich Ersatz zu suchen, der
Neuerwerb wurde bis zum Schätzwert des alten Besitzes bezahlt.
Da es schwieriger wurde Objekte
zu finden, wurden Entschädigungszahlungen auf ein Sperrkonto gebunden, die allerdings nach
dem Krieg wertlos wurden.
Menschen, die sich weigerten zu
gehen, wurden in Ersatzquartiere
gedrängt. Das frühere Wohngebiet wurde zum militärischen
Sperrgebiet. Ein Zurück war nicht
mehr möglich. Rund zwei Drittel
fanden im Waldviertel und restlichen Niederösterreich ihre neue
Heimat, andere zogen nach Wien,
Oberösterreich und in die Steiermark.
Wiederbesiedelung
scheiterte
1945 beabsichtigte die neue österreichische Bundesregierung die
Wiederbesiedelung, sogar zwei
Drittel der Betroffenen stellten
bis 1946 einen entsprechenden
Tabu
Fotos: zVg
tz Allentsteig
Der Altarraum der Gedenkstätte und Friedenskirche in Döllersheim.
Antrag beim Kreisgericht in
Krems. Durch die russische Besatzung wurde die Besiedelung
nicht nur verhindert, das Land
wurde nachhaltig devastiert. Im
Jahr 1955 wurde eine Besiedelung zwar erwogen, aber wegen zu
hoher Instandsetzungskosten davon abgesehen, das Gebiet wurde
dem neuerrichteten Bundesheer
zur Verfügung gestellt, ein Teil
der Windhagschen Stiftung übergeben. Der österreichische Staat
erklärte sich aber für materielle
Forderungen der geschädigten
Aussiedler als nicht zuständig.
Im Kirchenblatt der Diözese St.
Pölten, Oktober 1955, war zu lesen: „... ein Fremdkörper mitten
im Waldviertel, das war ... der
Truppenübungsplatz. Wie ein
Granatsplitter im Körper eines
Heimkehrers blieb er auch noch
nach 1945 im Waldviertler Land
stecken.“
Sobald es aber nach 1955 nur irgendwie möglich war, versuchten
die Aussiedler wenigstens die Grä-
Das Innere der ehemaligen Brünnl-Kapelle anlässlich einer Maiandacht mit dem „Mariazeller
Gnadenbild“ aus der ehemaligen Pfarrkirche Oberndorf
ber der toten Angehörigen zu besuchen und zu pflegen – was leider
keine Selbstverständlichkeit war.
Selbst die Kirchen waren verwüstet und die Friedhöfe überwuchert und zerstört. Am schlimmsten traf es jene in der ehemaligen
Pfarre Groß Poppen, hier war das
Zentrum des Übungsgeländes
und der Schießbahnen, dort hatten selbst die Toten keine Ruhe
mehr. Die Friedhöfe von Edelbach
und Oberndorf waren nur schwer
zugänglich, weil im Sperrgebiet.
Allein der Friedhof in Döllersheim konnte für Allerseelenfeiern
ab 1956 benützt werden.
Kirchenruine wird
Gedenkstätte
In den 1980er Jahren gründete
sich der Verein der „Freunde der
alten Heimat“ und mit viel Engagement wurde die Kirchenruine
in Döllersheim zu einer Gedenkstätte errichtet. Alljährlich finden
dort am 2. November die Allerseelenmesse und Gedenken an die
Aussiedelung statt. Der Friedhof
ist ganzjährig frei zugänglich.
Eine weitere Besonderheit blieb
in Oberndorf erhalten. Dieser
Ort war als Wallfahrtsort „Klein
Mariazell“ seit 1753 bekannt,
unterhalb der Pfarrkirche befand
sich ein Brünnl. Diese Wallfahrertradition konnte der Verein
zusammen mit dem Truppenübungsplatzkommando Allentsteig
in die Gegenwart retten:
Auch heuer findet eine Fußwallfahrt am 18. Mai ausgehend von
der Pfarrkirche Allentsteig um
12.30 Uhr nach Oberndorf statt.
Dort wird bei der ehemaligen
Brünnl-Kapelle im Freien um 15
Uhr eine Maiandacht gefeiert, die
auch von Hörmanns aus per Shuttledienst ab 14 Uhr besucht werden kann. Eine Agape schließt die
Andacht ab, an der in den letzten
Jahren stets an die 400 Personen
teilgenommen haben. Das geistige
Leben ist in diesem Gebiet noch
lebendig.
Bernhard Lehr
Ausgabe 2a | Mai 2013 9
Sei so frei
Sei so frei
Mit meinem Eintritt ins Berufsleben war die Zeit in der katholischen Jugend zu Ende. Ich wurde
Mitglied der Katholischen Männerbewegung. An sich ein damals
logischer Schritt, auf den ich stolz
war und nie bedauert habe.
Sehr früh wurde in der KMB versucht, die Mitglieder zu Solidarität
mit Schwestern und Brüdern in
benachteiligten Lebensverhältnissen anzuleiten. Es war klar, dass
nicht nur Mitgefühl, nur Mitleid
gefragt war, sondern tatkräftige
Hilfeleistungen bis zu politischem
Engagement.
Der Einsatz war schon immer
durch Beteiligung an Aktionen
der Missionsorden, an kirchlichen
Sammlungen, wie der Sternsingeraktion, Fastenaktion oder Caritassammlungen möglich. Um aber in
der KMB gezielte Bewusstseinsarbeit nach innen und nach außen
wahrnehmen zu können, brauchte
es schon sehr früh ein eigenes
Instrument: „Bruder in Not“ und
später „Sei so frei“. Dadurch war es
der KMB möglich, ihre Erfahrungen
nicht nur theoretisch, sondern im
praktischen Handeln einzubringen.
Das Gleichnis vom barmherzigen
Samariter ermächtigt uns nicht, zu
bestimmen, wer Hilfe braucht und
wer wann helfen soll und darf. Die
Not der Menschen, von der wir
erfahren, muss uns herausfordern.
Wer aber wie der Samariter eingreifen will, braucht auch den Herbergswirt aus dem Gleichnis Jesu. In
unserer Gesellschaft muss die Hilfe
auf mehreren Ebenen organisiert
werden. Es braucht die Sammlung
der „Denare“, Helfer als Vermittler
und die Projektträger vor Ort. In
diesem Sinne kann es kein Monopol
auf Hilfeleistung geben.
„Sei so frei“ ist der Samariter mit
dem Lasttier. Zeitgemäß ist, dass
er sich Helfer sucht, die ihm helfen
die Mittel für die Herbergswirte
bzw. Projektträger aufzubringen,
welche die Mittel widmungsgemäß
einsetzen.
y
Ausgabe 2a | Mai 2013 10
Ing. Werner Scholz
Der lange Atem, de
SEI SO FREI. Franz Hehenberger erklärt an Beispielen,
wo und wie SEI SO FREI für Menschen aktiv ist, damit
diese Chancen vorfinden, in Freiheit und Würde leben zu
können.
„Im Namen SEI SO FREI steckt
drin, was wir brauchen: Freiheit,
damit wir gut leben können“,
betonte einer unserer Projektpartner aus Lateinamerika. Das
Ziel von SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der
Katholischen Männerbewegung,
ist, für die Menschen in unseren
Partnerländern gerechte Lebenschancen zu ermöglichen, damit
sie in Freiheit und Würde leben
können.
Wir bieten Ihnen Unterstützung
und Begleitung auf dem Weg aus
der Armut und bestärken sie darin, diesen Weg auch zu gehen.
Dazu sind partnerschaftliche und
langfristige Beziehungen auf Augenhöhe eine wichtige Voraussetzung. Die Nähe zu den Menschen mit all ihren Bedürfnissen,
Sorgen und Stärken zeichnet SEI
SO FREI aus. Der Erfolg gibt
uns Recht und die katholische
Männerbewegung macht’s möglich, wie der folgende Bericht aus
Guatemala zeigt!
Der lange Atem, der zum
Erfolg führt
Die Hoffnung stirbt zuletzt. Dass
die Menschen in einem Steinhauer-Dorf in Guatemala neue Perspektiven sehen und bekommen,
war vor wenigen Jahren für alle
Beteiligten noch undenkbar.
„Ich muss selber Hoffnung haben,
damit ich anderen Hoffnung weitergeben kann“, meint Franz Hehenberger. Und ohne Hoffnung
hätte er sicher nicht den langen
Atem, den er für seine Arbeit bei
SEI SO FREI braucht. Die entwicklungspolitische Aktion der
KMB OÖ ist seit Jahren in Guatemala tätig, um dort den Menschen in einem Steinhauer-Dorf
neue Perspektiven zu eröffnen.
Von klein auf verdienen die Dorfbewohner ihren Lebensunterhalt
damit, Steine zu klopfen, der so
hergestellte Schotter wird vielerorts zum Befestigen von Straßen
benötigt. Das karge Einkommen
reicht nur für das Notwendigste,
Sei so frei
Oben links: Steinhauerkind Ana: Schweißtreibende Kinderarbeit
für die 11jährige Ana
im Steinbruch – ihr
Traum vom Schulbesuch wird durch SEI SO
FREI wahr.
Unten links: Der
Bäckermeister: der
Bäckermeister mit
zwei Lehrlingen – so
sollte es auch bei den
Steinhauerkindern
werden.
Oben rechts: Franz
Hehenberger bei den
Steinhauerkindern.
Unten rechts: Sra.
Mayra bei der Schulmaterialübergabe:
Ohne Schulmaterial ist
Lernen nicht möglich
Fotos: SEI SO FREI
er zum Erfolg führt
und so müssen auch die Kinder
zum Familienunterhalt beitragen.
Immer mehr Eltern sehen aber,
dass Schulbildung der einzige
Weg ist, dass ihre Kinder andere
Perspektiven bekommen als bis
ins Alter Steine zu klopfen.
Eine Bäckerei bringt Zukunft.
SEI SO FREI unterstützt die
Kinder mit Schulmaterial. Die
Familien müssen dafür die Kinder
aber auch wirklich zur Schule gehen lassen. Das wird von den Projektpartnern vor Ort auch immer
wieder kontrolliert.
Der jüngste Erfolg war aber auch
für Franz Hehenberger noch vor
wenigen Jahren undenkbar und
erfüllt ihn sichtlich mit Stolz: Im
Steinhauer-Dorf wird eine Bäckerei gebaut. Das Grundstück dafür
ist bereits vorhanden, das Bauvorhaben ist in konkreter Planung.
Voraussetzung dafür, dass SEI SO
FREI ein so großes Projekt unterstützt ist aber, dass der Wunsch
nach dieser Veränderung von den
Menschen selbst kommt. Nur so
kann die Bäckerei auch Erfolg
haben. Mit dem Standort an der
meistbefahrenen Straße Guatemalas hat die Bäckerei auch gute
Aussichten auf wirtschaftlichen
Erfolg.
Eine Frau aus dem Dorf wird die
Bäckerei führen. Lehrlinge, die
Kinder aus dem Steinbruch sind,
werden von einem erfahrenen Bäckermeister ausgebildet. Aus anderen derartigen Projekten weiß
Franz Hehenberger, dass es dabei
um mehr geht als das dringend
benötigte Einkommen zu schaffen: „Das Selbstwertgefühl der
Menschen steigt enorm.“
Grundprinzip „langer Atem“. Damit die Menschen im Steinbruch
Unterstützung für die Bäckerei
bekommen, müssen sie aber bestimmte Bedingungen erfüllen.
Als SEI SO FREI dort zu arbeiten begonnen hat, waren da
50 Familien, die sich gegenseitig
ausgespielt haben, um ihre zerschlagenen Steine an die Händler
verkaufen zu können. Denn nur
wer ausreichend verkauft, kann
seine Familie versorgen. „Wir haben uns erst ihr Vertrauen verdienen müssen. Das hat Jahre gedauert,“ erinnert sich Hehenberger.
Wichtig dabei waren von Anfang
an die kompetenten Projektpartner vor Ort, die sensibel mit den
Menschen umgehen, aber auch
klar Grenzen und Ziele aufzeigen.
„Die Zusammenarbeit passiert
immer auf Augenhöhe und die
Dinge werden ausdiskutiert,“ erklärt Franz Hehenberger, wie die
Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern funktioniert.
Und trotzdem gibt es immer ein
Restrisiko, dass sich der Einsatz in
einem Projekt nicht lohnt.
„Den langen Atem haben wir uns
als Grundprinzip angewohnt“,
sagt Franz Hehenberger „sonst
würden wir es bei manchen Projekten nicht aushalten, so lange zu
warten, dass etwas in Bewegung
kommt. Wenn wir ein Projekt beginnen, dann planen wir in Dekaden. Nachhaltige, andauernde
Veränderungen sind nur auf lange
Sicht möglich.“
Investitionen, nicht Almosen.
Als Zeichen für den Erfolg sieht
Franz Hehenberger auch, dass
die Projektpartner vor Ort immer wieder betonen: „Das Geld
aus Österreich stellt für uns keine Spende dar, sondern ist eine
Investition in das Leben und in
die Zukunft der Kinder, Frauen
und Männer.“ Das unterstreicht
die gelebte Zusammenarbeit auf
Augenhöhe. Judith Moser-Hofstadler
Freie Journalistin
Ausgabe 2a | Mai 2013 11
Panorama
Die Gemeinschaft von Menschen, „die ihren Glauben als
Christen leben und ernst nehmen“, sei selbst verantwortlich
für ihre Pfarre, wie Winklmayr
ausführte: Nicht nur die Diözese, der Bischof oder der Priester, sondern jeder Christ sei
selbst für seinen Glauben und
seine Pfarre verantwortlich.
Es sei auch notwendig, dass
sich benachbarte Pfarren vernetzen, so Winklmayr. Dabei
könnten sie selbständig bleiben, in der Pastoral aber gezielt
zusammenarbeiten.
„Stadt und Land sind aufeinander angewiesen, sind verflochten. Es ist aber eine Schieflage
entstanden“, so Theres Friewald-Hofbauer. Derzeit leben
50 Prozent der Bevölkerung in
Städten, 2030 werden es 5 Milliarden Menschen in urbanen
Zentren sein. Alles erfordere
eine neue Aufgabenstellung für
die Gemeinden.
Es müsse Hilfe zur Selbsthilfe greifen, das „Soziotop“
müsse sich anders präsentieren als in den vergangenen
Jahren. „Kinder kriegen und
alt werden müssen als Segen
und nicht als Fluch gesehen
werden.“ so die Referentin.
Soziale Infrastrukturen und
die Einbindung aller in das
gesellschaftliche Leben seien
von Nöten. „Dort, wo man zu
Hause ist, geht es um das wie
und was“, so Frau Friewald-
y
Ausgabe 2a | Mai 2013 12
Josef Muhr zeigte männliche Verhaltensweisen im Leben eines Mannes auf.
St. Valentin. Wie Männer ticken
In einem Vortrag mit anschließender Modeschau und Einkaufsmöglichkeit im Modehaus Kutsam in St. Valentin und Bad Hall zeigte
Josef Muhr männliche Verhaltensweisen und „schwierige Passagen“
im Leben eines Mannes auf. Pubertät, der Junge Mann, aber vor allem
der Knick – wenn es bergab geht – sind für Männer einschneidende
Erlebnisse, die man mehr oder weniger gut meistern kann. Pflege von
Männerfreundschaft aber auch der eigenen Männlichkeit und der Spiritualität stellte der Männerreferent und Diakon als Lösungsansätze in
den Mittelpunkt. Foto: M. Scholz
„Christen müssen selbst ihre
Verantwortung in der Pfarre
gemeinsam in die Hand nehmen“, betonte Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen
Dienste der Diözese St. Pölten,
beim Mostviertler Bauerntag
der Katholischen Männerbewegung im Stift Seitenstetten.
Theres Friewald-Hofbauer von
der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung erklärte Erfolgsfaktoren
für Dörfer im 21. Jahrhundert.
Foto: KMB
Seitenstetten.
Theres Friewald-Hofbauer referierte beim Mostviertler Bauerntag über Chancen von Dörfern im
21. Jahrhundert.
Hofbauer. Dörfer im 21. Jahrhundert würden funktionieren, wenn das „Miteinander
aller“ klappt, auch das Miteinander der Religionen im
Dorf.
Letztendlich würden die
Menschen profitieren, denn
der Selbstwert jedes einzelnen würde durch ein Engagement für das größere Ganze
steigen. Bildungsfahrten
Kultur- und Bildungsreise 2013
nach Schwäbische Alb mit Stauferland und
Hohenzollern, Vorderösterreich
4. bis 10. August 2013
Seniorenpastoral
Infos: 02742/324-3377
26. KMB-Bildungsfahrt 2013 nach Franken
31. August bis 6. September 2013
KMB Salzburg
Infos: 0662/8047-7550
Wir RADLn in die Kirche!
Panorama
Buchtipp
Foto: ENU
„Die
Lebensschule
Jesu“
Am 2. Juni setzen Pfarren in ganz Niederösterreich ein
Zeichen für die umweltfreundliche Mobilität, denn bei
der Aktion „Wir RADLn in die Kirche“ im Rahmen der
Klima-Aktions-Woche fahren viele Gläubige zum Gottesdienst.
Von 30. Mai bis 5. Juni 2012
ist Klima-Aktions-Woche und
Niederösterreich setzt damit
ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Im ganzen Land finden Aktionen zum sorgsamen
Umgang mit unseren Ressourcen
bzw. zur CO2-Einsparung statt.
Auch Pfarren können sich daran
beteiligen, nämlich mit der Aktion „Wir RADLn in die Kirche“.
Derzeit stammt ca. ein Drittel der
klimaschädlichen CO2-Emissionen aus dem Verkehrsbereich.
Dabei sind viele Strecken so kurz,
dass sie auch leicht zu Fuß oder
mit dem Rad zurückgelegt werden können. Werden Sie aktiv
und erklimmen Sie Ihr Fahrrad!
Die Schöpfung und Ihre Gesundheit werden es Ihnen danken. Weitere Informationen zur Aktion erhalten Sie auf der Website
www.klimaaktionswoche.at
oder www.radland.at
Für Fragen können Sie sich
auch gerne an die Energie- und
Umweltagentur NÖ unter der
Telefonnummer 02742 219 19
wenden.
„Die Lebensschule Jesu“ lautet
der Titel des jüngsten Buches von
Kardinal Christoph Schönborn.
Die biblische Einladung zum Glauben ist keine abstrakte „Theorie“,
sondern konkrete Nachfolge in der
Lebensschule Jesu: Diese Überzeugung entfaltet Kardinal Schönborn
in seinem Buch in insgesamt neun
Kapiteln - vom
Ruf „Werdet meine Jünger“ bis zur
nachösterlichen
Zusicherung „Ich
bin bei euch alle
Tage bis zum
Ende der Welt“.
Der Wiener Erzbischof und Kardinal erschließt
Jesus selbst als
den geistvollen
Lehrer, der seine
Schüler in die
Kunst des Lebens
und Sterbens, des Glaubens und
Betens einführt.
„Die Lebensschule Jesu“ ist zum
Preis von 17,50 Euro im Buchhandel erhältlich.
Auf zum Schach!
Foto: M. Scholz
Die Katholische Männerbewegung lädt alle SchachInteressierten ein. Jeden 1., 2. und 3. Montag im
Monat wird im Clubraum der Dompfarre St. Pölten, Domplatz 1, gespielt. Beginn 18 Uhr. Organisiert werden diese Abende von der DSG St. Pölten.
Jeder ist gerne willkommen. Termine: Mai: 6., 13.
und 20. Mai - Juni: 3., 10. und 17. Juni. Infos bei
Peter: 0699/81232403
Ausgabe 2a | Mai 2013 13
Termine
Die Ausstellung ist bis 2. Juni
2013, Montag bis Freitag 8 bis 17
Uhr und sonntags 8 bis 12 Uhr
im Bildungshaus St. Hippolyt zu
sehen.
Für Besuche mit Schulklassen
und anderen Gruppen wenden
Sie sich gerne an Franz Moser
unter: [email protected] oder
02742/352104-927.
Sa., 4. Mai, 9.30 Uhr
Maria Langegg
Fest der Familie
„Familie - Ort des Lebens und der
Freude! Sag JA!“
Hl. Messe, Kinderprogramm, Vortrag, Workshops und vieles mehr.
Sa., 17. Mai, 18-20 Uhr
St. Pölten, Franziskanerkirche
Katechese
Vortrag (mit Fragemöglichkeit),
Besinnung, Agape, Beichtgelegenheit
Rektor Prof. Dr. P. Karl Wallner
OCist: „Der Heilige Geist: Gabe –
Liebe – Feuer“
Sa., 18. Mai, 15 Uhr
Bründl in Oberndorf
Maiandacht
Leitung: Militärdekan
Mag. DI Maximinius Reiterer
Die Feier findet auf dem Gelände
und Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes Allentsteig statt.
Nach Oberndorf gelangt man entweder von Hörmanns ab 14 Uhr
durch Busse des Bundesheeres
oder zu Fuß aus Allentsteig.
Aus Allentsteig werden die Fuß-
Ab Februar 2012
PICHLMANN Fritz, Erla
SCHWEDIAUER Karl, Erla
KOBER Harald, Japons
TOPF Gerald, Japons
HELLER Stefan, Ober-Grafendorf
HARASLEBEN Norbert, Sallapulka
SCHIMPL Josef, Haidershofen
HEIMBERGER Karl, Haidershofen
Wir beten für unsere
verstorbenen Mitglieder
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen,
lass sie ruhen in Frieden.
Amen.
wallfahrer erwartet, die sich dort
um 12:15 Uhr in der Stadtpfarrkirche sammeln und von dort ca.
8 km durch das TÜPl-Gebiet zum
Brünnl marschieren.
Die Teilnehmer werden nach der
Feier auch wieder zurück nach
Hörmanns, Fußwallfahrer zurück
nach Allentsteig, gebracht.
Sa., 25. Mai
St. Radegund/Oberösterreich
KMBÖ – Sternwallfahrt
Musikalische Darbietung der
Musikgruppe „Widerstand“
Gottesdienst mit Festprediger
Militärpfarrer Richard Weyringer
So., 2. Juni
Ganze Diözese
Wir RADLn in die Kirche
im Rahmen der Klima-Aktionswoche
So., 9. Juni
Ganze Diözese
Vatertag
Sa., 21. Juni 2013, 18-20 Uhr
St. Pölten, Franziskanerkirche
Katechese
Vortrag (mit Fragemöglichkeit),
Besinnung, Agape, Beichtgelegenheit
Kardinal Dr. Christoph Schönborn:
„Was ist die Kirche? Gemeinschaft
und Geheimnis“
Mi., 10. – Sa., 13. Juli
Stadtsaal Melk
KMBÖ-Sommerakademie
Thema: Vom Männchen zum
Mann – eine Entwicklung
Podiumsdiskussionen, Workshops, Begegnung, Freizeit und
Erholung.
Infos unter www.kmb.or.at
Detailfolder im KMB-Büro
(02742/324-3376 DW) erhältlich.
Foto: F. Moser
Bis So., 2. Juni
Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten
Ausstellung: Oscar Arnulfo Romero und der Romero Preis
Die Ausstellung informiert in
Bildern und mit kurzen Zitaten
über das Leben und die Botschaft
von Erzbischof Oscar Romero, der
im Jahr 1980 den Märtyrertod
starb. Weitere Themen sind der
Katakombenpakt und die lateinamerikanische Kirche nach dem 2.
Vatikanischen Konzil.
Im 2. Teil der Ausstellung werden
der Romero Preis der Katholischen Männerbewegung sowie
einige bekannte Preisträger, wie
Bischof Erwin Kräutler, und die
Preisträger der Diözese St. Pölten
mit dem Preisträger von 2012,
Pfarrer Martin Römer, vorgestellt.
Wir begrüßen neue
KMB-Mitglieder
Die VeranstalterInnengruppe: Alfred und Margot Karner (Missio),
Referent Mag. Sebastian Pittl, Gemeinderätin Elfriede Bendl, Heinz
Spindler (KMB), P. Benno Maier (Missio).
St. Pölten. Mit einem Impuls zum Thema „Das
gekreuzigte Volk und die Kirche Lateinamerikas.
Ein Erfahrungsbericht.“ von Mag. Sebastian Pittl,
einem Meditativen Impuls von Missio St. Pölten
und Hinweisen zur Ausstellung von Heinz Spindler wurde die diesjahrige Fastenzeitausstellung
„Oscar Arnulfo Romero und der Romero Preis
der kath. Männerbewegung“ im Bildungshaus St.
Hippolyt eröffnet.
Die Ausstellung informiert in Bildern und mit
kurzen Zitaten über das Leben und die Botschaft
von Erzbischof Oscar Romero, der im Jahr 1980
den Märtyrertod starb. Weitere Themen sind der
Katakombenpakt und die lateinamerikanische Kirche nach dem 2.Vat. Konzil. Im 2. Teil der Ausstellung werden der Romero Preis der kath. Männerbewegung sowie einige bekannte Preisträger, wie
Bischof Erwin Kräutler, und die Preisträger der
Diözese St. Pölten mit dem Preisträger von 2012
Pfarrer Martin Römer, vorgestellt. Ergänzend sind
einige Werke zu herausragenden Personen der Befreiungstheologie aus dem Kunstprojekt Unsere
Heiligen zu sehen.
Die Ausstellung ist bis 2. Juni 2013 im Bildungshaus St. Hippolyt zu sehen. Für Besuche mit Schulklassen und anderen Gruppen wenden Sie sich gerne an Franz Moser unter fm.hiphaus(at)kirche.at
oder 02742 / 352 104 – 927. Impressum
Männermagazin y, 11. Jg., Heft 59a, 2a/2013, Herausgeberin und Verlegerin: Kath. Männer­bewegung St. Pölten, Obmann: DI Dr. Leopold Wimmer – Stellvertreter: Dir. Ing. Othmar Engelhardt,
– Anschrift (Redaktionsadresse): Klostergasse 15, 3100 St. Pölten, Tel.: 02742/324 3376 – Redaktion: Michael Scholz – Kontakt: [email protected] – Grafik - Regionalausgabe St.
Pölten: Andreas Reichebner– Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, 3100 St. Pölten, www.np-druck.at – Erscheinungsweise: Das Männermagazin y erscheint sechs Mal jährlich (Diözese St.
Pölten neun Mal). Einzelpreis � 2,50 – Abo � 15,–/Jahr
y
Ausgabe 1a | März 2013 14
Foto: KMB Siebenlinden
Erste Reihe; Obfrau der Kfb der Pfarre
Siebenlinden Frau Christa Weber; Charismatrainerin Frau Christine Hackl, Frau
Ida Schipany; zweite Reihe; KMB Obmann
Koppensteiner Manfred; Pfarrer P. Ägid;
PGR Herr Müllner Karl.
Siebenlinden. Die Katholische Männerbewegung der
Pfarre Siebenlinden veranstaltete im Gemeinschaftshaus
Großwolfgers einen Vortrag
zum Thema „Mann und Frau
– mehr als der kleine Unterschied“. Referentin Christine
Hackl konnte dabei 94 Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßen. KMB-Obmann Manfred
Koppensteiner freute sich über
einen erfolgreichen Abend. Hilfe für Justizanstalt Stein. Kurz
vor Ostern konnte sich Leszek Urbanowicz,
Seelsorger in der Justizanstalt Stein, über
willkommene Unterstützung freuen. Er erhielt von Katholischer Frauen- und Männerbewegung Männerkleidung, Kaffeehäferl
und Bücher „Hoffnung zum Leben“.
Die Katholische Männerbewegung (KMB)
organisierte 150 mehrsprachige Bücher
„Hoffnung zum Leben“. In diesem Buch gibt Mag. Marianne Ertl (kfb), Arleta Rembelinska, Rektor
es Erfahrungsberichte sowie das Evangelium Leszek Urbanowicz, Michael Scholz (KMB).
nach Lukas in Arabisch, Deutsch, Englisch,
Französisch, Kroatisch, Persisch, Russisch und Türkisch. „Im Jahr des Glaubens haben
wir die Bitte von Rektor Leschek gerne erfüllt und diese Bücher zur Verfügung gestellt.“
so Michael Scholz, Diözesansekretär der Katholischen Männerbewegung.
Die Katholische Frauenbewegung (kfb)sammelte 15 Kartons mit tragbarer Männerkleidung sowie rund 250 Kaffeehäferl für die Insassen der Justizanstalt. Die Katholische
Frauenbewegung ist schon lange in Partnerschaft mit der Justizanstalt Stein. „Jährlich
stellen wir über 900 Weihnachtspäckchen zur Verfügung. Heuer gibt es für den einen
oder anderen Häftling auch ein kleines Ostergeschenk.“ so Mag. Marianne Ertl von der
Katholischen Frauenbewegung. Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung
Kupon
Ich möchte Mitglied der Katholischen Männerbewegung werden.
Bitte senden Sie mir Unterlagen dafür.
Ich möchte das Männermagazin y abonnieren.
9 Ausgaben/Jahr � 15,–
Geschenk-Abo-Bestellung
Ich bestelle ein Geschenk-Abo des Männermagazins y
9 Ausgaben/Jahr � 15,– für Herrn/Frau
Das Geschenk-Abo läuft nach
der 9. Ausgabe automatisch
aus. Es entsteht dadurch keine
weitere Bindung. Die Rechnung
senden Sie bitte an mich.
Name
Adresse
Name
E-Mail
Adresse
Telefon
Datum, Unterschrift
Foto: Rudolf Higer
Obritzberg. „Unser Glaube“ war das Thema des diesjährigen Männer-Einkehrtages
am 2. März im Pfarrhof Obritzberg, zu dem
die Kath. Männerbewegung der Pfarren
Obritzberg-Oberwölbling geladen hatte.
23 Männer aus beiden Pfarren haben daran
teilgenommen. Diözesan-Männerseelsorger
KR Richard Jindra stellte das Lukasevangelium in die Mitte seiner Ausführungen. Gerade Lukas sei der „Evangelist der Freude,
des Gebetes und der Versöhnung“, sagte er.
Foto v.l.n.r.: Pfr. Mag. Marek Jurkiewicz, Männerseelsorger
Von ihm stammen auch die schönsten Ge- KR Richard Jindra, Pfarrobmann der Kath. Männerbewegung
betstexte wie etwa das Magnifikat, führte Franz Maierhofer.
Jindra aus. Vor allem stellte er Jesus als jenen
dar, der die Menschen mit Gott versöhnt, wie vor allem die Erzählung der Begegnung Jesu
mit der Sünderin im Hause des Pharisäers zeigt. Zum Abschluss feierten die Männer mit
der Pfarrgemeinde und Pfr. Jindra die Vorabendmesse in der Pfarrkirche. Foto: M. Scholz
32 Männer aus den Dekanaten Haag und Waidhofen an
der Ybbs nahmen am 16. Februar 2013 am alljährlichen
Einkehrtag der Kath. Männerbewegung im Stift Seitenstetten teil. Das Thema des
Einkehrtages lautete: „Einkehr
zu sich selbst – Hinwendung
zum Nächsten und gemeinsam
zu Gott in der Heiligen Eucharistie.“
Leiter des Besinnungstages
war: Stefan Ratzinger (Pensionierter Pfarrer von Bad Traunstein Waldviertel).
Das Thema des Tages, sowie die Art der Gestaltung
des Vortrages wurde von den
Teilnehmern sehr gut angenommen und führte zu einem
besinnlichen und erbaulichen
Gemeinschaftserlebnis. Kupon bitte ausschneiden und einsenden an:
KMB St. Pölten, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten
Seitenstetten.
Panorama
Sommerakademie
Männliche Entwicklungen
Urlaub mit Inhalt. Melk ist von 10. bis 13. Juli 2013 Austragungsort der
27. Sommerakademie der KMB Österreich. Gäste aus ganz Österreich werden sich in der Bezirkshauptstadt treffen.
Die Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung findet
seit 1986 statt. Diese wichtige
Veranstaltung ist seit Jahren geprägt von herausragenden Referenten. Das Jahresthema des kommenden Arbeitsjahren (nächstes
Thema: Entwicklung) wird in
hochrangigen, aber durchaus verständlichen Vorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionen sehr
tiefgehend behandelt.
Am Eröffnungstag wird der Zusammenhang von Entwicklung
und Männerbildern aufgezeigt.
Der Impulsvortrag wird vom
Schweizer Männerexperten Markus Theunert gehalten. Weitere
Schwerpunkte zum Thema: Religiöse Entwicklung von Männern
(Strömungen, die die Entwicklung der männlichen Religiosität fördern, behindern, anstoßen
etc.), das Besondere der Entwicklung zum Mann (biologische
und soziologische Komponenten
männlicher
Entwicklung)
und die Entwicklung der Beziehungen zwischen Mann
und Frau (welche gegenseitige Beeinflussung gibt es in
der Entwicklung zwischen
Mann und Frau).
Ein großer zusätzlicher Gewinn für die Teilnehmer und
Teilnehmerinnen aus ganz
Österreich sind die von den
einzelnen Diözesan-KMBs
sehr individuell gestalteten
Gottesdienste und Andachten
wie Morgen- und Abendlob.
Bei den Abendprogrammen
können Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte vertieft
werden.
Nebenbei kann ab 2013 in
Melk Urlaub mit Inhalt verbracht werden.
Vom Männchen zum Mann
27. Sommerakademie
Melk • 10. bis 13. Juli 2013
Podiumsdiskussionen
WorkshoPs
Freizeit & erholung
Infos sowie Tages- und
Wochenkarten gibt es im KMBBüro: 02742/324-3376 DW.
www.kmb.or.at
Mit freundlicher Unterstützung der
Plakat_SOAK_13.indd 1
22.03.13 11:38
Verlagspostamt 3100 St. Pölten
GZ 02Z032352M
Aufgabepostamt 3112 St. Pölten
P.b.b.
Rücksendeadresse: KMB St. Pölten,
Klostergasse 15, 3100 St. Pölten
GeschenkAbo-Bestellung
Magazin für Männer – Katholische Männerbewegung
ypsilon greift auf, was Männer bewegt: ­Themen
aus Politik und Gesellschaft, Gedanken zu
Partnerschaft, Familie und Freundschaft und
der Blick auf den bleibenden Sinn des Lebens.
Teilen Sie mit Ihrem Freund, was Ihnen wichtig
ist: Schenken Sie ihm ein y-Abo.
www.kmb.or.at

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