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Berlin, 19.03.2012, 13:02 Blickpunkt:Film | Kino Alexander Rodnyansky setzt auf internationalen Markt Alexander Rodnyansky, Rodnyansky, 1961 in Kiew geboren, hat mehr als 50 Spielfilme und TV-Serien realisiert, darunter Blockbuster wie Fjodor Bondarchuks ""Die Die neunte Kompanie " ("Stalingrad" mit August Diehl kommt 2013 ins Kino) und Arthouse-Filme wie Alexander Sokurows ""Die Die Sonne" Sonne" oder Régis Wargniers Oscar nominierten Film "Est-Ouest "Est-Ouest - eine Liebe in Russland". Russland". Nun möchte er den internationalen Markt erobern, pendelt permanent zwischen Moskau und Los Angeles. Billy Bob Thornton, Thornton, Regisseur des Berlinale Berlinale-Wettbewerbfilms -Wettbewerbfilms "Jane Mansfield's Car" brachte ihn in Kontakt mit Geyer Kosinski von der Media Talent Group (MTG), mit dem er die Sixties-Dramödie produzierte. Seine 2009 gegründete AR Films und MTG verfügen über einen Fonds von 120 Mio. Dollar, finanzielle Grundlage für bis zu sechs Produktionen in den USA innerhalb der nächsten zwei Jahre. Die Gelder stammen von Investoren aus verschiedenen Teilen der Welt - USA, Mittlerer Osten, Indonesien, Europa. Das Durchschnittsbudget soll maximal 20 Mio. Dollar betragen: "Wir produzieren Alexander Rodnyansky Filme mit finanziellem Potenzial und geben den Investoren die nötige Sicherheit." Außerhalb des Sechserpacks stehen noch Robert Rodriguez' ""Machete Machete Kills" Kills" auf der Agenda und Renny Harlins auf einer wahren Begebenheit beruhender, noch titelloser Thriller. Insgesamt warten demnächst vier Filme in den USA und drei in Russland auf den gewieften Produzenten, der es vorzieht, in Russisch oder Englisch zu drehen, und lieber auf mehrere Projekte setzt, statt nur auf ein einziges. Der 50-Jährige, der weiterhin in Russland mit bekannten Regisseuren arbeiten will, gleichzeitig aber auch auf internationalem Parkett, gibt sich vorsichtig: "Ich bin kein Hollywood-Produzent und muss auf diesem Feld noch Erfahrungen sammeln. Aber ich weiß zu arbeiten." Und wie! Er gründete 1994 1+1, den ersten unabhängigen und später größten ukrainischen Fernsehsender, ging nach Moskau und war von 2002 bis 2008 Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns CTC und übernahm 2011 51 Prozent an der Berliner A Company und rückte dort an die Spitze des Aufsichtsrats vor. "Ich bin kein Hollywood-Produzent" Alexander van Dülmen, Dülmen, Vorstand und CEO von A Company, ist für ihn "Partner und Freund. Ich möchte zum Erfolg des Unternehmens beitragen und hoffe, dass es sich zu einer der führenden Produktionsfirmen entwickelt, auch in neuen Territorien Mittel- und Osteuropas." Projekte von A Company sind u.a. "Lauf "Lauf Junge Lauf"" von Pepe Danquart mit bittersuess pictures und "Cloud Lauf "Cloud Atlas" Atlas" von Tom Tykwer, Tykwer, Lana und Andy Wachowski mit X Filme Creative Pool und der Cloud Atlas Production GmbH, für Rodnyansky ein "einzigartiges Projekt". Den Begriff "Koproduktion" hält er nicht mehr für zeitgemäß: "Was bedeuten schon Namen von Staaten? Ich arbeite mit interessanten Regisseuren aus jedem Land. Für mich sind das gemeinsame Produktionen von Kreativen aus aller Welt, die eine gemeinsame Erfahrung teilen auf der Basis von spannenden Drehbüchern und Ideen." Gute Filme seien möglich mit deutschen Regisseuren in den USA oder russischen in Deutschland. Es komme auf das Drehbuch und "character-driven storys" mit glaubwürdigen und authentischen Figuren an, im Fokus sollten "menschliche Beziehungen stehen, egal ob in einem Drama, einem Actionfilm oder einer Komödie". Schwerpunktmäßig will AR Films in den USA, Russland, Zentral- und Osteuropa produzieren. Das Konzept stehe auf drei Beinen: künstlerischer Anspruch und Kooperation mit den besten kreativen Kräften, finanzielle Sicherheit durch Investoren und weitere Finanzierung durch Presales, Förderungen und Steuererleichterungen, die das Risiko der Firma minimieren. Die Manpower bleibt übersichtlich, man will sich nicht übernehmen. So beschäftigt AR Films in den USA ungefähr 30 Mitarbeiter, vor allem in Development, Verkauf, Finanzierung und Produktionsbetreuung, in Russland sind es ungefähr 100 Mitarbeiter Zentralverwaltung, Development, Verleih, Finanziers, Rechtsanwälte, Produzenten. Rodnyansky könnte sich auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit deutschen Regisseuren vorstellen: "Ich bewundere Leute wie Tom Tykwer oder Wolfgang Becker, Becker, sie gehören zu einer sehr talentierten Generation", auch Christian Petzold oder Hans-Christian Schmid wären Wunschkandidaten. Parallel wäre er "flexibel genug", Erstlingsregisseure zu entdecken und ihnen eine Chance zu geben. Der Medientitan möchte seine Erfahrungen und seine Leidenschaft für das europäische Kino und für Synergien zwischen den USA, Europa und Russland nutzen. mk Quelle: Blickpunkt:Film Artikel kommentieren Mehr zum Thema Kino lesen Sie in unserem kostenlosen Newsletter