Kunst-Bulletin

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Datum: 25.09.2014
Kunst-Bulletin
8026 Zürich
044/ 298 30 30
www.kunstbulletin.ch
Medienart: Print
Medientyp: Spezial- und Hobbyzeitschriften
Auflage: 7'940
Erscheinungsweise: 10x jährlich
Dieter Roth
Zug
Christian Ludwig Attersee, Hermann
Nitsch, Oswald Wiener und Gerhard Rühm,
legendäre Grössen ihrer Zeit und ihrer Sparten,
werden im November in Zug und Basel <Selten
gehörte Musik> zur Aufführung bringen. Nicht
mehr dabei ist Dieter Roth (1930-1998), der mit
eben diesen Freunden und in Konzerten mit
diesem Titel in den Siebzigerjahren für Furore
sorgte. An seine Stelle tritt jetzt der improvisierende Musiker Walter Fähndrich, ein Grenzgänger zwischen den Medien auch er, wenn auch
nicht im Ausmass von Dieter Roth, dem das
Kunsthaus Zug nun eine grosse Ausstellung
widmet. Dazu gehört der Auftritt der «alten
Garde», denn die Schau gilt in erster Linie dem
Musiker Roth. Der ist aber wiederum nicht zu
trennen vom Zeichner, Maler, Schmuckdesigner,
Fotografen, Filmer, Dichter und Autor raumgreifender Installationen vom Künstler also, der
seinen Alltag in all seinen Aufsplitterungen und
Gegensätzlichkeiten und in all seinem Schillern
zwischen Privatem und Öffentlichem zu Kunst
werden liess. Erstaunlich, dass es sich beim
von Matthias Haldemann in Zusammenarbeit
mit der Musikakademie Basel (Michel Roth)
und den Edizioni Periferia, Luzern (Flurina Paravicini) verantworteten Unternehmen um die
erste Ausstellung handelt, die den Musiker ins
Zentrum rückt. Dass das Museum ein immenses Material ausbreiten kann, das dem Publikum einiges an zeitlicher Investition in Lektüre
von Texten, in Erforschen von Bildmaterial und
in Hören von Tondokumenten abverlangt, ist auf
die mehrere Jahre umfassende Recherche aller
Beteiligten zurückzuführen. Das Kunsthaus
führt in klug rhythmisierter Abfolge der Räume
in das musikalische Universum Roths ein. Hier
lassen sich lange Video-Interviews mit Weggefährten Roths verfolgen, dort werden wir in Film
und Ton Zeugen seiner Auftritte in der Gruppe
oder als Solo-Improvisator am Klavier. Andernorts geht es um Bildzeugnisse oder um Literarisches etwa den genialen Essay <Wer war
Mozart?>, 1971, der im einzigen Satz «Ich weiss
es nicht» besteht. Ein Raum ist der für Roth
selber zentralen Hundegebell-Arbeit <Tibidabo>
Medienbeobachtung
Medienanalyse
Informationsmanagement
Sprachdienstleistungen
Themen-Nr.: 038.010
Abo-Nr.: 38010
Seite: 81
Fläche: 21'560 mm²
vorbehalten. Am Ende des Rundgangs wird's
chaotischer etwa im Raum mit den (wohl bald
verstummenden) Abspielgeräten, Zeichnungen,
Malereien, Polas, Bar-Objekten und dem Bösendorfer von 1906, den sich Roth zum Spielen,
Bemalen und Bekleben erwarb. NO
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Dieter Roth
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der Städtischen
Städtischen Galerie
Galerie im
im Lenbachhaus,
Lenbachhaus,
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München, 3. Feb.
Feb. 1979,
1979, Courtesy
Courtesy Dieter
Dieter Roth
Roth
Estate/Hauser & Wirth. Foto: Roland Fischer
Dieter Roth Bar 11 (lautloses
(lautloses Bild
Bild mit
mit Bar),
Bar),
1983-1997, Baraufbau aus Holz mit Assemblage, Collage, Malerei, Musikanlage, Musikinstrumente, separatem
separatem Werkzeugkoffer
Werkzeugkoffer und
und
instrumente,
Videorecorder,
120 x 325
Videorecorder, ca.
ca. 315
315xx120
325 cm
cm
Kunsthaus,bis
bis11.1.:
11.1.; mit
mit Publikationen,
Publikationen, inkl.
- Kunsthaus,
inkl.
LP; Konzerte in Zug und Basel,
Basel.,am
am5.16.11.
5./6.11.
www.kunsthauszug.ch 77 www.periferia.ch
www.periferia.ch
77 www.kunsthauszug.ch
ARGUS der Presse AG
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