Laura Lehmann

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Laura Lehmann
Auch Sterne können träumen
Kl.5c
von Laura Lehmann
Dann stelle ich uns Euch erstmal vor.
Ich bin der kleine Stern Nepomuk und wohne mit meinen Eltern mitten im Weltall.
Meine Mutter heißt Maren und mein Vater Holger.
Aus dem Weltall beobachten wir, was ihr da unten so alles macht.
Manchmal führen wir euch auch, zum Beispiel hat mein
Urururururururururururgroßvater die
drei Könige zur Krippe geleitet und mein Onkel ist der Polarstern.
Also, ihr seht, ich komme aus einer ziemlich großen Familie.
Manchmal allerdings sind wir richtig enttäuscht von euch.
Wenn Ihr Euch auf der Erde bekriegt oder ihr Euren Planeten nicht gut behandelt
und
diese elende Umweltverschmutzung.
Ich würde um alles im Weltall nicht zur Erde gehen.
Doch jetzt möchte ich endlich mit meiner Geschichte anfangen.
Es war an einem schönen Wintermorgen, die Erde war weiß bepudert.
Ich legte mich gerade auf eine schöne weiße Wolke und wollte einen kleinen
Sternenschlaf
halten, da sah ich etwas Unbekanntes.
Hunderte, große- ähm dafür habe ich in meinem Wortschatz keinen BegriffBlechkisten mit
runden Dingern am unteren Ende-düsten herum. Egal, jedenfalls zerstörten diese
Dinger die ganze schöne Bepuderung.
Da hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir sagen: „Wenn Du die Antwort auf deine
Fragen
suchst, dann musst du zur Erde reisen.“
Die Stimme kam vom weisen Stern, er war schon sehr alt.
Ich bin doch nicht verrückt, dachte ich bei mir. Ich würde um alles im Weltall nicht
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auf
die Erde reisen .
Als ob der weise Stern mich hören konnte, antwortete er: „Deine Zeit wird schon
noch
kommen“, und flog davon.
Nach kurzer Zeit schlief ich ein und erwachte erst am späten Abend wieder.
Nun musste ich mich beeilen, denn die Sonne war längst untergegangen und die
Sterne
funkelten auf ihren Plätzen. Ich flog zum Platz meiner Eltern, doch als ich dort
angekommen
war, sah ich nur zwei riesige Löcher in einer Wolke. Ich suchte noch die ganze
Nacht nach
Mum und Dad. Sie waren nirgendwo aufzufinden. So machte ich mich auf die Suche
nach dem weisen Stern. Vielleicht könnte er mir helfen.
Als ich ihn endlich hinter ein paar Wolken fand, fragte ich verzweifelt und den Tränen
nahe:
„ Wo sind meine Eltern?“ Der alte Weise antwortete mit erhobener Stimme: „Nun ist
die Zeit
für deine große Reise gekommen, du hast eine Aufgabe zu erfüllen, du musst auf
die Erde
reisen.“
Nie im Leben gehe ich auf die Erde!
Ich suchte weiter, doch leider ohne Erfolg. Plötzlich sah ich durch das Loch in den
Wolken
ein roter Punkt auf mich zu kommen.
Ich wusste nicht was es war, es zog eine Feuerspur hinter sich her. Als es schon
ganz nah
bei mir war, erkannte ich ein kleines Fensterchen an der äußeren Wand. Durch das
Fensterchen sah ich einen Menschen, der das Fluggerät steuerte.
Jetzt wusste ich was es war, eine Rakete. Der weise Stern hatte mir mal eine
beschrieben.
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Ich musste nicht lange überlegen, ich sprang auf die Rakete.
Vielleicht brachte sie mich zu einem anderen Planeten, wo ich weiter nach meinen
Eltern
suchen konnte.
Und tatsächlich, die Rakete brachte mich zu dem weit entfernten Mond. Dort sprang
ich ab,
die Rakete flog weiter.
Als ich mich umschaute konnte ich kein einziges Lebewesen erkennen, nur hinter
einem
Krater, sah ich einen kleinen grünen Punkt. Als ich näher kam versteckte es sich.
Um ihm keine Angst zu machen, sagte ich in einem beruhigendem Ton:“Warum
versteckst Du dich, ich bin nur ein kleiner Stern, der seine Eltern verloren hat?“
Bei den Wörtern „ Eltern verloren“ lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.
Meine Worte schienen bei dem grünen Wesen gewirkt zu haben, es trat hervor, es
sah
sonderbar aus, ich glaube die Menschen nennen es „Alien“.
Es schien immer noch ängstlich zu sein und als es zu sprechen begann, hörte ich
einen
traurigen Unterton: „Ach, weißt du kleiner Stern, ich kann deine Gedanken hören.
Ich fühle mich hier ganz allein, die anderen mögen mich nicht, nur weil ich ängstlich
bin.“
„Ja, wo sind denn die anderen?“, fragte ich den unglücklichen Alien.
„ Schau einfach nur nach dort drüben“, antwortete er. Er zeigte auf den hell
erleuchteten
Krater, dessen Farben immerzu wechselten. Gerade flog ein Alien hoch in die Luft,
er hatte
dickere Arme und Beine und einen riesigen Kopf. Dagegen wirkte mein neuer
Freund
winzig. Im Gesicht des Riesenaliens erkannte ich ein böses Grinsen, auch dagegen
wirkte
mein kleiner Freund ganz harmlos.
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Ich fragte nach seinem Namen. „ Hektor, und du, was führt dich hierher?“
sagte er ohne Zögern, wahrscheinlich freute er sich, dass ich mich mit ihm unterhielt.
Aber um seine Frage zu beantworten, sagte ich schnell: „Nepomuk, ich suche meine
Eltern,
hast du sie vielleicht gesehen?“
Hektor überlegte, doch er antwortete dann: „Ich habe hier noch nie einen Stern wie
dich
gesehen. Tut mir leid.“
„Oh, dann werde ich versuchen zurück zu kommen! Zurück! Aber ich wusste ja gar
nicht
wohin, oh nein, jetzt werde ich wohl nie wieder nachhause kommen.“
Hektor unterbrach meine Gedanken. „Wir können doch zusammen weitersuchen.“
Das hörte sich gut an, doch der folgenden Satz gefiel mir gar nicht. „Wir könnten ja
mal auf
der Erde nachsehen.“
Niemals wollte ich zur Erde reisen, doch dann entschloss ich mich anders.
Für meine Eltern würde ich alles tun.
So nahm ich Hektor bei der Hand und stürzte mich mit ihm ins Universum.
Wie eine Sternschnuppe sausten wir durchs Weltall. Die Sterne hinter uns wurden
immer
kleiner und einmal kam es mir so vor, als ein besonders großer Stern mir zublinzeln
würde.
Als ich wieder nach vorne schaute, sah ich, dass wir direkt auf einen Planeten
zurasten.
Wir konnten nicht mehr abbremsen und krachten mit vollem Karacho gegen den
Planeten.
Unerwarteterweise landeten wir ganz weich. Ich schaute mich suchend nach Hektor
um.
Er lag unweit von mir, noch völlig benommen. Wir hatten kaum Zeit zu uns zu
kommen, da
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begann alles um uns herum zu zittern und eine tiefe Stimme ertönte so laut, dass wir
uns die
Ohren zuhalten mussten. „Nanu, was macht Ihr Winzlinge hier mitten im Weltall „?
Meine Stimme war wie erstickt, doch ich bemühte mich und antwortete schüchtern:
„Wir kommen von weit her und suchen die Erde, wir suchen dort nach meinen
Eltern.“
Die Stimme sprach erneut: „Ich bin der Planet Merkur, hier werdet ihr sie nicht
finden.
Zur Erde müsst ihr müsst immer in diese Richtung fliegen“.
Er zeigte auf einen blau schimmernden Planeten. „ Aber passt gut auf,
denn die Menschen sind sehr gefährlich. Tschüss und viel Glück“.
Und dann nieste er so fest, dass es uns weg wehte, genau in Richtung Erde.
Ganz ruhig flogen wir in Richtung Blauer Planet. Hektor wirkte sehr zufrieden und
lies mich
für einen kurzen Moment vergessen, wie sehr ich meine Eltern vermisste.
Plötzlich befanden wir uns in einem Nebel, wir mussten in die Erdatmosphäre
eingedrungen
sein. Ab jetzt ging alles ganz schnell. Wir konnten nicht mehr fliegen, wir stürzten in
die Tiefe
und wir konnten uns nicht mehr gegenseitig festhalten. Wir wurden voneinander
losgerissen
und jeden trieb es in eine andere Richtung. Ich konnte Hektor nicht mehr sehen.
Ich stürzte immer schneller, es drehte mich in alle Richtungen und ich konnte nichts
mehr
erkennen. Dann wurde ich abrupt gestoppt, ich hörte ein Platschen und sah
leuchtende
Blitze. Es prickelte auf meiner Haut und ich spürte wie die Wärme langsam aus
meinem
Körper wich .Ich öffnetet die Augen, doch ich sah nur verschwommen, ich raste nicht
mehr,
sondern wurde von einen unsichtbaren Kraft gehalten. Ein paar kleine Wesen
huschten
hinter einen Felsen, über mir erkannte ich den Himmel und unter mir war der Boden,
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sandig
und weich. Kein Luftzug um mich herum, nur kleine, runde Dinger, die ständig nach
oben
stiegen. Es trieb mich ganz langsam auch nach oben und auf einmal brach ich wie
durch
eine Wand. Mein Unterkörper prickelte noch, doch oben war ich befreit. Ich konnte
wieder
klar sehen und auch der Luftzug der Erde war zu spüren. Um mich herum eine
spiegelnde Fläche .
Mit letzter Kraft sprang ich in die Höhe und versuchte an Land zu kommen.
Meine Zacken versanken immer wieder im Sand, ich stapfte weiter auf das nahe
Landstück zu und erreichte es endlich. Langsam wich die Anspannung aus meinem
Körper
und auch die Wärme kehrte in meinen Körper zurück. Jetzt konnte ich erkennen was
es war,
wo ich hineingefallen war. Ein riesiges Becken mit Wasser, wie eines der Meere, die
wir vom
Weltall aus sehen konnten. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass Wasser so
unangenehm
sein kann.
Jetzt musste ich mir überlegen, was zu tun sei. Wenn doch nur Hektor bei mir wäre!
Da hörte ich Stimmen, ich versteckte mich schnell hinter einem Busch. Es waren
zwei
Jungen, die einen Hund mit Steinen bewarfen. Das konnte ich nicht dulden. Ich
nahm alle
meine Kraft zusammen und leuchtete so stark ich konnte. Es war so hell, dass ich
selbst ins
Staunen kam. Die Jungen schrien auf, geblendet von meinem Licht und verängstigt
liefen
sie davon. Die werden so schnell niemanden mehr ärgern.
Jetzt hörte ich erneut Rufe. Als ich mich umschaute,entdeckte ich hoch oben auf
einer Tanne
ein kleines Kätzchen. „Hilf mir, ich komme nicht mehr herunter, du bist doch ein
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kleiner Stern
und kannst fliegen.“ Ich flog in Windeseile hinauf, nahm sie sanft in die Arme und
trug sie
hinab. Sie war so dankbar und als ich ihr den Grund meiner Erdenreise erzählte,
berichtete
sie von einem, der bestimmt nicht von dieser Welt sei. Großer Kopf, Stummelarme
und Beine und ganz grün. Meine Eltern hatte sie leider nicht gesehen, doch Hektor
musste
hier in der Nähe sein. Sie meinte, ich solle fliegend weiter suchen.
So verabschiedete ich mich und stieg in die Höhe und hoffte von oben meinen
Freund zu
erblicken. Doch nirgendwo entdeckte ich ihn. Dafür sah ich zwei Jungen, die sich
stritten, weil einer den Ball aufs Dach geworfen hatte. Oben lag noch ein weiterer
Ball.
Ich warf beide unbemerkt hinunter und tatsächlich versöhnten sich die Kinder
wieder.
Wie einfach es doch sein kann, überlegte ich.
Es wurde langsam Abend und ich wurde langsam müde.
Zum Schlafen wollte ich mir ein Plätzchen im Wald suchen, da hörte ich ein leises
Jammern
aus einer Höhle kommen.
Ich ging vorsichtig hinein und fand eine Hasenfamilie, die unglücklich vor einem
großen
Steinhaufen saß. Das kleinste Häschen sah mich als erstes und rief: „Hilfe, ein
Erdbeben
hat unseren Gang zur Vorratskammer verschüttet. Darin sind unsere ganzen
Wintervorräte.“
Ich bot ihnen meine Hilfe an. Ich spendete ihnen mein Licht und versuchte eine
Öffnung
zwischen den Steinen zu entdecken. Leider fand ich nur ein winziges Loch, zu klein
um hindurch zu kommen. Doch gemeinsam konnten wir dort die Steine
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herausnehmen und
schafften es so die Vorräte zu retten. Die Hasen jubelnden und baten mir einen
Schlafplatz
an, den ich dankend annahm.
Am nächsten Morgen machte ich mich weiter auf die Suche. Es waren schon viele
Leute
auf der Straße und so musste ich mich verstecken. Es fielen kleine, weiße Dinger
herab, das
ist also diese Bepuderung. Sie kommt aus dem Himmel!
Hinter einem Fenster beobachtete ich ein kleines Mädchen. Sie saß am Tisch, vor
ihr lagen
Blätter und Bücher, doch sie schaute sehnsüchtig hinaus. Sie hatte offensichtlich
mehr
Spaß an den weißen, tanzenden Pünktchen. Kurze Zeit später sah ich sie draußen
herumspazieren, eingepackt mit dicker Jacke, Mütze und Schal.
Den ganzen Tag suchte ich vergeblich nach meinen Eltern und Hektor. Müde
erreichte ich
den Wald und hielt wieder nach einem Schlafplatz Ausschau.
Auf einer großen Lichtung standen viele Rehe, große und kleine. Sie schienen nach
Futter
zu suchen. Da hatte ich eine Idee. Ich näherte mich ihnen am Boden, sie schauten
zu mir herüber, blieben aber ruhig. Und wie ich so über den Schnee hüpfte, schmolz
er an
den Stellen, wo meine Zacken ihn berührten und es kamen Grasbüschel zum
Vorschein.
Immer mehr Grasbüschel kamen hervor und immer mehr Tiere kamen zur Lichtung.
Sie knabberten dankbar vor sich hin und ich schlich mich davon.
Ich freute mich den Tieren helfen zu können, sie fürchteten sich nicht vor mir.
Und so hatte ich das Gefühl nicht so alleine zu sein.
Während ich weiter auf der Suche nach einem gemütlichen Schlafplatz war, hörte
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ich ein
leises Schluchzen und entdeckte das kleine Mädchen von heute Morgen
mutterseelenallein
an einem Baum lehnen.
Langsam näherte ich mich ihr, denn ich wollte sie nicht erschrecken. Ganz vorsichtig
stellte
ich mich vor und erkundigte mich nach ihrer Not. Sie war gar nicht so erschreckt, wie
ich es
mir vorgestellt hatte, sondern sie streckte die Hand aus und versuchte mich ganz
sacht zu
berühren. „Ich habe mich verirrt und weiß den Weg nicht mehr nachhause. Meine
Eltern
machen sich bestimmt schon Sorgen und es ist so schrecklich kalt.“
Ich setzte mich neben sie und wärmte sie. Gut, dass ich ein Stern war. Dann bot ich
an
mit ihr gemeinsam zu ihrem Elternhaus zu fliegen. Überglücklich kuschelte sie sich
an mich
und schon ging’s los. Lara, so war ihr Name, erklärte mir, dass man diese weißen
Dinger
„Schnee“ nennt und amüsierte sich, dass ich das als Himmelswesen nicht wusste.
Als wir über die Stadt flogen, sah ich vor mir einen glitzernden Stern und beim
genauen
Hinsehen sah ich ganz viele. Ich sprach alle an, doch keiner antwortete mir, alle
leuchteten
nur vor sich hin.
Auf einmal begann Lara zu lachen, es galt mir. „ Das sind doch keinen echten
Sterne, das ist
doch nur die Weihnachtsbeleuchtung!“
Da musste ich auch lachen und freute mich, dass Lara bei mir war.
Eigentlich ist es hier auf der Erde ganz schön und die Menschen sind eigentlich auch
ganz
nett, vor allem die Kinder.
Als wir ihr Haus gefunden hatten, flog ich an das Fenster ihres Kinderzimmers. Lara
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sagte,
ich solle mit hinein kommen. Ich folgte ihr. Laras Eltern waren so überglücklich, dass
ihrer
Tochter nichts passiert war. Es gab keinen Ärger und keine Belehrungen, nur großes
Staunen über meine Anwesenheit. Sie dankten mir und wollten die Geschichte
genau erzählt
bekommen. Dann fragten die Eltern nach etwas, was ich gerade fast vergessen
hatte und
mich traurig machte. „ Was führt dich eigentlich auf die Erde?“ Ich antwortete Ihnen
mit
einem tiefen Seufzen: „ Ach, ich habe meine Eltern verloren und suche sie jetzt auf
der Erde,
aber als ich auf der Erde ankam, habe ich auch noch einen Freund verloren.“
Laras Eltern wollten mir helfen und erlaubten mir bei ihnen zu bleiben. Lara führte
mich
durchs Haus und erklärte mir, wie die Menschen leben. Sie wollte mir auch
unbedingt die
menschlichen Geräte zeigen. Ganz seltsam erschien mir ein großer schwarzer
Karton. Lara
nannte ihn „ Fernseher“ und meinte, damit sehen sie, was auf der Welt alles
passiert.
„ Da könntet ihr auch die Sterne fragen, wir sehen von oben auch alles“, antwortete
ich ihr.
Aber Anschauen, wollte ich das Ding dann schon genauer. Sie schaltete den
besagten
Karton an, dort drin saß ein gut gekleideter Mann und schaute uns direkt an. Er hatte
etwas
in der Hand, das fast so aussah, wie bei uns die geräucherten Gesteine aus dem
Weltall, die
sind sehr lecker. Der Mann biss nicht hinein, sondern hielt es sich nur kurz vor den
Mund.
„ Einbruch im Haus der Königin“?.ich hörte nicht genau hin, das interessierte mich
nicht.
Doch als der Mann das Thema wechselte hörte ich genauer hin, er redete mit
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energischer
Stimme und hinter ihm erschien ein Bild mit einem Leuchtstrahl und einem Hauch
Grün.
Ich wusste sofort was das war.
„ Top Thema des Tages: Sternschuppe in Berlin gesichtet. Wissenschaftler
diskutieren
über dessen Zusammensetzung. Einzelne wagen sogar die Existenz von ?Aliens
ins Gespräch zu bringen?ein Foto, leider in zweifelhafter Qualität, im Hintergrund
soll diese
Theorie bekräftigen.“? und da erkannte ich meinen Freund Hektor ganz eindeutig.
„Das ist er“, stammelte ich, „ wir müssen ihn sofort suchen“.
Und so machten wir uns auf den Weg. Wir suchten und suchten und klapperten
auch ein
paar Labors ab. Auf die Frage, ob sie etwas von einem grünen Alien wüssten,
schüttelten
alle nur sprachlos den Kopf und als sie mich sahen, bekamen sie den Mund nicht
mehr zu.
Nur einmal kam uns die Situation seltsam vor, wir wurden sofort hinausbefördert und
niemand gab uns eine richtige Antwort. Die Gruppe von Wissenschaftlern wirkte
ganz nervös
und überall waren die Türen verschlossen; an den Türen hingen große Schilder, die
Unbefugten den Eintritt verboten. Was auch immer ein Unbefugter war, ich bin eben
nur ein unwissender Stern, vielleicht bin ich auch unbefugt?
Hier vermuteten wir Hektor, doch wir kamen nicht weiter und so beschlossen wir
nach Hause
zu fliegen und einen Plan zu schmieden.
Am nächsten Morgen zeigte uns Laras Vater aufgeregt die neueste Meldung aus der
Zeitung. „ Grünes Fundobjekt verschwunden“. Die Polizei hatte noch keine Spur,
hatte aber
eine hohe Belohnung ausgesetzt. Alle Auffälligkeiten und Hinweise bitte umgehend
bei der
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Polizeihauptstation melden!!!!!
Gleich machten wir uns wieder auf die Suche, auch heute schneite es wieder und
war
bitterkalt. Gut, dass sich Lara bei mir wärmen konnte. Leider hatten auch wir keine
Spur
und fanden nirgends ein Zeichen von Hektors Aufenthalt. Lara bekam Hunger und
so kauften
wir uns auf dem Weihnachtsmarkt eine Tüte heiße Maroni. Das schmeckte echt
lecker.
Am Himmel ertönte ein brummendes Geräusch. Hoch oben entdeckte ich so etwas
wie
einen Vogel, der ein brennendes Hinterteil hatte. Als ich meine Vermutung Lara
erzählte,
brustete sie wieder los und erklärte, dies sei ein Flugzeug, damit könnten die
Menschen
von einem Ort zum Anderen fliegen.
Doch Lara war etwas anderes aufgefallen. Da hingen Fledermäuse an der
Stromleitung,
am helligten Tag. Sie bat mich zu ihnen zu fliegen und sie zu fragen, warum sie nicht
irgendwo im Dunkeln schliefen, man sieht sie doch tagsüber nie draußen. Ich
befolgte ihren
Wunsch und gesellte mich zu ihnen. Auf meine Frage antwortete die Größte von
ihnen:
„Ja wir sind nicht freiwillig hier. In unserem schönen Kirchturm können wir nicht mehr
bleiben, denn dort ist es noch heller, ganz unerträglich! Da sind zwei Sterne, die
sehen aus
wie du und ich glaube die haben Angst.“
„Zwei Sterne so wie ich wirklich ? Zeigt mir den Turm, bitte schnell“, sagte ich
aufgebracht.
Schon flatterten die Fledermäuse los und wir hetzten hinterher. Als wir an der Kirche
angelangt waren, nahm ich Lara an der Hand und wir flogen gemeinsam zum Turm
hinauf.
Die Fledermäuse hatten recht, der ganze Turm war hell erleuchtet.
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Plötzlich hörten wir eine Tür hinter uns quietschen. Lara flüsterte etwas von
Einbrechern,
ich drehte mich ruckartig um und stürzte mich auf den Fremden. Fest drückte ich ihn
zu
Boden und als ich ihn erkannte, rief ich irritiert: „Hektor, Du?“ Ich ließ ihn natürlich
sofort
los. Da erblickte ich meine Eltern und mein Herz machte einen großen
Freudensprung.
Zum Begrüßen blieb leider keine Zeit. Hektor nahm mich und Lara an die Hand und
rief:
„Kommt, wir müssen fliehen, die Wissenschaftler werden uns bald hier finden!“
So flogen wir hinaus und immer weiter, bis wir sicher waren, dass uns niemand
folgte.
Wir setzten Hektor und Lara ab und dann umarmte ich endlich meine Eltern.
Ich konnte es noch gar nicht glauben. Es war wunderbar. Wir hatten es geschafft.
Alle redeten durcheinander und alle waren überglücklich.
Dann erzählten wir uns gegenseitig unsere Geschichten. Ich durfte beginnen und
nachdem
ich fertig war und Lara dankte, denn ohne sie hätte ich es nicht geschafft, kam
Hektor an die
Reihe.
„ Als ich von dir weggetrieben wurde, landete ich unsanft in einem riesengroßen
Wald,
ich kann mich nicht mehr erinnern was dann passierte. Ich erwachte in einem Labor,
wo
verschiedene Männer mich ständig untersuchten. Abends verließen sie den Raum
und
schlossen mich ein. Mit meinem Laserblick konnte ich mühelos das Schloss knacken
und
bin ihnen entkommen. So bin ich umher geirrt bis ich das helle Leuchten im
Kirchturm
gesehen habe. Den Rest kennt ihr ja.“
„Jetzt erzählen wir“, rief Mum. „Wir sind schon am frühen Morgen an unseren
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Lieblingsplatz
gegangen, da kam eine riesige Rakete auf uns zu. Sie hatte einen Schlauch und als
wir
wussten, wozu das gut war, war es schon passiert. Der Riesenstaubsauger saugte
zuerst
zwei Löcher in die Wolke und dann zog es uns nach. Erst in einem Labor kamen wir
wieder
zu uns, wie Hektor. Sie wollten Sternenstaub von uns haben, denn sie dachten damit
könnten dann auch die Menschen fliegen, so leichtgläubig sind die Menschen.
In einem unbeobachteten Moment konnten wir durchs offene Fenster entwischen,
doch sie
sahen unser Leuchten und versuchten natürlich uns zu folgen. Dann seid ihr
gekommen.
Wir hatten solche Angst und umso glücklicher sind wir, dass wir wieder zusammen
sind.“
Lara meldete sich zu Wort: „Was bringt euch denn eigentlich zum Fliegen, wenn es
nicht der
Sternenstaub ist?“ „ Sternengeheimnis“, flüsterte Papa.
Auf einmal verschwommen alle Gesichter, ich blinzelte, nun war alles verschwunden.
Ich machte die Augen noch einmal zu und dann wieder auf.
Ich fühlte, dass ich auf etwas Weichem lag, ich lag auf einer Wolke, jetzt begriff ich.
Das alles war nur ein Traum.
Vor mir standen Mum und Dad und fragten: „und schön geträumt?“
Ich antwortete mit einem einfachen „Ja“ und schaute hinab zur Erde.
Vielleicht ist die Erde ja gar nicht so schlimm!
Und dann beschloss ich, irgendwann besuch ich Dich, Erde!
Ende
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