2008 Mai - Palmenfest

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2008 Mai - Palmenfest
Der Mai
Dieser Monat ist ein Kuss,
den der Himmel gibt der Erde,
Dass sie jetzund seine Braut,
künftig eine Mutter werde.
Friedrich von Logau (1604-1655)
Sehr geehrte Kunden,
für den Sommer 2008 stellen wir Ihnen ein im wahrsten Sinne des Wortes exotisches Thema vor:
Palmen. Dieses Thema polarisiert sehr stark. Entweder, man ist hellauf begeistert, oder man kann gar
nichts mit dem Thema anfangen. Dazwischen gibt es kaum eine Grauzone. Nun ja, wir haben uns
mittlerweile von der Unkenntnis über Palmen zur Begeisterung über die Vielfalt und die Robustheit
dieser Pflanzen vorgearbeitet. Mit dieser Info-Post hoffen wir, auch Sie auf die Seite der Begeisterten
lotsen zu können.
Palmen sind einzigartige Pflanzen und der Inbegriff von Sommer, Süden und Urlaub. Aber Palmen
können mehr…
Sie wachsen auf allen Kontinenten und in den unterschiedlichsten Lebensräumen. Sie können sowohl
in Wüsten wie der Sahara gefunden werden aber auch in extrem feuchter Umgebung wie dem Amazonasgebiet. Auch als Nahrung finden sie Verwendung, so werden in vielen Teilen der Welt Palmenherzen als Delikatesse angesehen und einige Urwaldvölker ernähren sich vorrangig von ihnen. Aus ihren
Blättern werden Dächer gemacht, ihre Stämme finden Verwendung als Baumaterial, auch Kleidung
kann aus ihnen hergestellt werden. Die Hanfpalme z.B., die auch in Deutschland winterhart ist, hat
ihren Namen noch aus der Zeit, als Seile aus ihren hanfähnlich Fasern hergestellt wurden.
Es gibt extrem langsam wachsende Arten, die mehrer Jahrzehnte benötigen um einige cm zu wachsen,
andere Arten wachsen extrem schnell, und können bis zu 2m Stammzuwachs pro Jahr erreichen.
Blätter von 12 m Länge und 5 m Breite sind bei einigen Arten zu finden, andere Arten haben Blätter,
die nicht länger als 20 cm werden.
So könnte die Aufzählung fortgesetzt werden, aber am besten entdecken Sie die Welt dieser faszinierenden Pflanzen selbst, auf unserem Palmenfest ! (siehe Einladung am Ende der Infopost). Im
heimischen Garten lassen sich diverse Palmen problemlos auspflanzen und erfreuen Sie ohne viel
Arbeit viele Jahre lang mit ihrem außergewöhnlichen Charme. Einige wichtige Sorten möchten Ihnen
vorstellen.
Winterharte Palmen
Die chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) wird heute als Zierpflanze in vielen Gärten in
Europa kultiviert und ist damit die am häufigsten ausgepflanzte Palme in Europa.
Ihre Beliebtheit verdankt sie wohl dem Umstand, dass sie sich als die robusteste Art herausgestellt hat.
Die Blattkrone kann aus 50 (und mehr) grünen Fächern bestehen. Die Hanfpalme kann gut
ausgepflanzt oder als Kübelpflanze im Garten stehen.
Baumschule Fels • Am Kapellenweg 71 • 49492 Westerkappeln • Tel. 05404-2762 • Fax: 05404-71946
[email protected] • www.baumschule-fels.de
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Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 8 – 18
Sa: 8 - 13
Die Hanfpalme steht gerne sonnig, im Halbschatten wächst sie langsamer. Falls es draußen sehr kalt
wird (< -10°C) und gleichzeitig mit Wind zu rechnen ist, sollten die Palmenwedel durch
zusammenbinden vor dem Wind geschützt werden. Während der Winterruhe sollte das Substrat
niemals austrocknen. Im Freiland überwinterte Palmen sind sehr frosttolerant und anders als viele
andere frosttolerante Palmen ist die Hanfpalme zudem auch noch sehr nässetolerant, da sie aus ihrem
Naturhabitat viel Niederschlag gewöhnt ist. Ab etwa -15°C müssen unbedingt Schutzmaßnahmen
getroffen werden, das sonst Blattschäden drohen.
Die europäische Zwergpalme (Chamaerops humilis cerifera) ist eine sehr langsam wachsende Palme,
die durch ihr beiderseits blausilbriges Blattwerk besticht. Je mehr Sonne diese Palme tanken kann,
umso ausgeprägter ist diese auffällige Färbung. Der jährliche Zuwachs ist gering, zumal sich die Blaue
Zwergpalme lieber vielstämmig entwickelt und dadurch ihre Kraft auf mehrere Triebe verteilen muss.
Für Terrassen- und Wintergärten sind die Blauen Zwergpalmen begehrte, aber seltene Sammlerstücke.
Ihr Herkunftsland ist das Atlasgebirge (Marokko), wo sie bis in 1700 m Höhe anzutreffen ist. Ihre
Frosttoleranz liegt bei -15°C.
Die Geleepalme (Butia capitata) ist winterhart bis -12°C. Sie ist eine große, eher langsam wachsende,
solitäre Federpalme mit robustem, grauen Stamm und einer eher lockeren Krone aus elegant zurück
gebogenen, v-förmig gefiederten, graugrünen Blättern. Butia capitata ist im östlichen und südlichen
Brasilien und in Uruguay in Savannen und auf Weideflächen, generell auf Sandböden weit verbreitet.
Aber auch in Kultur ist sie in warm temperierten Regionen recht häufig anzutreffen.
Standortwahl:
Trachycarpus, Chamaerops und Butia lieben direkte Sonneneinstrahlung vertragen aber auch
Halbschatten und Schatten. Nach dem Kauf sollte Ihre neue Palme bei starker Sonneneinstrahlung erst
für einige Tage im Halbschatten an den neuen Standort gewöhnt werden, dann erst an den endgültigen
Standort setzen.
Pflanzung:
Die Blätter zusammengebunden lassen, damit die Pflanze nicht so viel verdunstet und sich an den
neuen Standort gewöhnen kann.
Erde im Sommer feucht halten, im Winter trockener. Staunässe vermeiden! Hierzu eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder ähnlichem von ca. 3-5cm Dicke im Pflanzloch aufschütten. Als
zusätzlicher Schutz für die Wurzeln eignet sich auch ein Plastiktopf in passender Größe, dessen Boden
entfernt wurde. Besonders im Winter sorgt dieser dafür, dass überschüssiges Wasser nach unten abfließen kann, aber nicht zuviel neues von den Seiten nachläuft.
Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so groß sein wie der ursprüngliche Topf der Palme und nach
der Drainageschicht mit einer Mischung aus guter Blumenerde und etwas Kies oder Sand gefüllt
werden. Die Palme einsetzen, die Erde um den Stamm herum gut festtreten und angießen.
Pflege
Sollten einmal die Herzblätter (die in der Mitte) weggefault sein, ziehen Sie diese bitte heraus und
geben etwas Fungizid (gibt es in unserer Baumschule) hinein. Ganz wichtig: kein Wasser von oben in
das Herz geben, wenn dieses bereits geschädigt ist.
Sie können ab dem zweiten Jahr düngen, aber Achtung: lieber weniger als zuviel, denn mehr hilft
nicht mehr!
Es kann bei Palmen schnell vorkommen, dass die Blattspitzen umknicken oder gelb werden - das ist
ganz normal, machen Sie sich deswegen keine Sorgen!
Winterschutz:
Zumindest in den ersten beiden Jahren bitte die Blätter oben zusammenbinden, da das Gewicht des
Schnees die Blätter schnell abknicken lässt. In den Jahren danach reicht oft das Abfegen der Blätter
mit einem Besen. Im Wurzel- und Stammbereich sollte auf jeden Fall im ersten Winter gemulcht
Baumschule Fels • Am Kapellenweg 71 • 49492 Westerkappeln • Tel. 05404-2762 • Fax: 05404-71946
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werden und der Stamm sollte mit Fließ oder
Bambusmatten umwickelt werden. Bei Temperaturen
unter -10° C sollten im ersten Winter auch die Blätter
mit Fliess eingewickelt werden.
Wenn die Palme im Kübel steht, sollte sie außerdem
so nah wie möglich ans Haus geholt werden (beim
Einwickeln den Topf nicht vergessen, um die
empfindlichen Wurzeln vor Frost zu schützen).
Achtung: Bei sehr starkem Frost sollten die Palmen besser noch dicker eingepackt werden, als sie ins
Haus zu holen! Der Temperaturunterschied und der daraus resultierende Schock wären schlimmer als 16° C...
Wenn bei Frost die Blätter nicht so gut aussehen sollten, machen sie sich deswegen keine Sorgen:
Sobald es wieder taut, sehen diese wieder ganz normal aus.
Insgesamt gilt: Je geschützter der Standort ist, desto geringer ist der Pflegeaufwand. Die Palme muss
sich erst einmal an den neuen Standort gewöhnen, wenn sie das geschafft hat, ist weit weniger Aufwand nötig.
Neben diesen Palmen bieten wir natürlich noch einige andere Sorten und auch andere winterharte
Exoten an, zum Beispiel Bananen oder Baumfarne. Auch diese können Sie bei uns bestaunen und
sich mit ihnen einen Hauch Exotik in den Heimischen Garten holen.
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Einladung zum Palmenfest
am 08.Juni 2008 von 11bis 18 Uhr
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Der Palmengroßhandel Welsch&Bitter und die Baumschule Fels beraten
rund um die Palme
Cocktailbar
Leichte exotische Küche
Kaffee und Kuchen von den Landfrauen!
Spiel und Spaß für die Kinder (Hüpfburg, Kinderschminken, Palmen
topfen…)
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Kulturhinweise für Obstgehölze im Frühsommer
1. Juniriss von Wasserschossen
Bei stark geschnittenen oder starkwüchsigen Obstgehölzen bilden sich zurzeit Wasserschosse.
Diese können bei einer Länge von ca. 10-20 cm büschelweise ausgerissen werden. Der Vorteil
dieser Methode ist, dass ein Stück der Basisrinde mit ausgerissen wird und somit keine (oder nur
sehr wenige) Wasserschosse aus dieser Stelle nachtreiben.
Gleichzeitig wird das Baumwachstum beruhigt, die Belichtung des Baumes gefördert und auch
pilzliche Erkrankungen des Baumes werden durch eine bessere Belüftung vermindert. Die
Wunden wachsen sehr rasch zu und müssen nicht verstrichen werden.
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In verkahlten Baumbereichen kann man einzelne Wasserschosse nutzen, um durch Binden oder
Abspreizen dieser Triebe junges Holz in die richtige Richtung zu (er)ziehen.
2. Förderung der Terminalverzweigung
Um die Stammverlängerung besser mit Seitenholz zu garnieren, sollten direkt unter dem Neuaustrieb der Terminale (Stammverlängerung, Triebspitze) befindliche junge Triebe jetzt entfernt
werden. Die noch krautigen Triebe können seitlich weggedrückt werden. Durch das Wegnehmen
dieser Triebe werden tiefer liegende Augen der Stammverlängerung zum Austrieb angeregt.
3. Ausdünnen von Früchten
Obwohl der natürliche Junifall bei den Bäumen für eine deutliche Entlastung sorgt, bleiben in den
meisten Fällen immer noch zu viele Früchte hängen. Das ist in zweierlei Hinsicht schlecht, denn
zum einen bleiben die Früchte zu klein und haben oft weniger Inhaltsstoffe, zum anderen fördert
dies besonders beim Kernobst die Alternanz (nach einem Jahr mit sehr vielen Früchten haben die
Bäume im nächsten Jahr kaum oder nur sehr wenige Früchte).
Folgende Ausdünnungsstrategie ist für den Garten sinnvoll:
Zwetschen: nur bei sehr starkem Fruchtansatz ausdünnen. Hierzu gibt es 2 Möglichkeiten: - entweder mit der Schere ganze Äste herausschneiden
- einzelne Früchte von Hand entfernen (Faustzahl: ca. 30 Früchte pro
Meter Fruchtholz).
Apfel/Birne: Handausdünnung: bei Sorten mit zu hohem Fruchtansatz jetzt überschüssige Früchte
von Hand entfernen. Vereinzeln der Früchte auf 1 Frucht/Blütenstand (kleinfrüchtige Sorten)
oder 2 –3 Früchte/Blütenstand (großfrüchtige Sorten). Bei Bäumen auf der Unterlage M9 (ca.
2,5 m hoch) sollte die Gesamtfruchtzahl 80 bis max. 100 Früchte nicht überschreiten. Dann
gibt es die besten Fruchtgrößen und regelmäßige Erträge sind zu erwarten. Belässt man
deutlich höhere Fruchtzahlen, die ohne Handausdünnung regelmäßig vorkommen (bis zu 250
Früchte sind keine Seltenheit), ist die Alternanz vorprogrammiert. Auch bei sehr jungen
Bäumen sollten nur wenige Früchte belassen werden, damit ein vernünftiger Kronenzuwachs
stattfinden kann.
Achtung!
Infopost:
Um unsere Infopost noch informativer und attraktiver für Sie zu gestalten würden wir
sie Ihnen gerne auf elektronischem Wege zukommen lassen. Wenn Sie Interesse haben,
teilen sie uns doch bitte Ihre E-Mail Adresse mit.
Highlights im Juni:
Rosen und Stauden
Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Baumschule!
Mit freundlichen Grüßen
Georg & Christiane Fels
Baumschule Fels • Am Kapellenweg 71 • 49492 Westerkappeln • Tel. 05404-2762 • Fax: 05404-71946
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