Der Granatapfel

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Der Granatapfel
Der Granatapfel
Passend zur Adventszeit, die traditionell als Zeit der Familie, der Menschlichkeit und der Liebe beschrieben
wird, stellen wir in diesem Monat den Granatapfel als Frucht des Monats Dezember vor.
Geschichte und Herkunft
Der Granatapfel stammt ursprünglich aus Persien und war bereits im Altertum, in ägyptischer und griechischer
Mythologie sowie im Judentum als Zeichen für Liebe und Fruchtbarkeit bekannt. In Europa ist der grünblattrige
Granatapfel Bestandteil des spanischen Staatswappens und symbolisiert so die Zugehörigkeit des ehemaligen
Königreichs Granada zu Spanien.
Heute wird die orangengroße Frucht vor allem in Ägypten, Afghanistan, Brasilien, Iran, Israel und Kalifornien
angebaut. Aber auch im nördlichen Afrika, zum Beispiel in Marokko und Tunesien sowie auf den Kanarischen
Inseln gibt es nennenswerte Anbauflächen. In diesen Regionen reifen die gelblichen, rotbraunen Früchte am
besten und die zartrosa oder dunkelroten Kerne im Fruchtfleisch des Granatapfels erhalten ihren süßherben
Geschmack.
Inhaltsstoffe
Granatäpfel überzeugen vor allem durch ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten, denn sie können pur
genossen oder zu Sauce, Garnitur oder Saft verarbeitet werden. Die roten Powerfrüchte bestechen aber auch
durch ihre Inhaltsstoffe: Neben Calcium, Eisen und Kalium, stecken im Granatapfel vor allem wertvolle
Polyphenole, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Polyphenolen wird eine besondere, antioxidative
Wirkung zugeschrieben, die Zellen vor oxydativem Stress bewahrt. Granatäpfel wirken darüber hinaus herz-,
kreislauf- und nervenstärkend.
Grund genug also, die leckeren Liebessymbole in der Adventszeit zu verköstigen und leckere Saucen oder
Desserts mit Granatapfelmousse zu zaubern.
Übrigens
Bei konstanter Temperatur von +5°C sind Granatäpfel bis zu 6 Monate haltbar und können sogar danach noch zu
leckeren Säften verarbeitet werden.
Quellen
Bendel, Lothar, Das große Lexikon der Früchte und Gemüse – Herkunft, Inhaltsstoffe, Zubereitung, Wirkung.
Köln, 2008, S. 137-138.