ESV Lokomotive Zwickau e.V. - Rennrodeln Generationswechsel

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ESV Lokomotive Zwickau e.V. - Rennrodeln Generationswechsel
ESV Lokomotive Zwickau e.V. - Rennrodeln
Die Nachwuchssportler des ESV Lokomotive Zwickau bei den Kreisjugendspielen auf ihrer Vereinsbahn am
Westsachsenstadion.
Generationswechsel sind nicht immer einfach. Vor allem in einem Verein, der auf
große Tradition blicken kann. Den Rennrodlern des ESV ‚Lok’ Zwickau ist dieses
anspruchsvolle Unterfangen gelungen. Besser: Es gelingt ihnen immer wieder aufs
Neue. „Junge Leute ran“ lautet das Motto der zum Zeitpunkt ihrer erfolgreichen
Bewerbung um das ‚Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein 2015’ 60
Mitglieder starken Abteilung. Seit mehr als 50 Jahren haben sich die Zwickauer dem
Rodelsport verschrieben. Ihre vor über 30 Jahren eingeweihte Plast Rennrodelbahn
war seinerzeit die weltweit erste dieser Art. Die Anlage im Westsachenstadion ist
seither eine der bedeutendsten internationalen Wettkampf- und Trainingsstätten für
Jugend und Junioren.
„Unsere Abteilung ist jung geblieben“, betonen die Verantwortlichen nicht nur mit
Blick auf ihre 28 Kinder und Jugendlichen. Allein schon die Erhaltung und
Erneuerungen des Rodelparks halten den ganzen Verein auf Trapp. Ebenso die
langen Reisezeiten zur Wintertrainingsstätte im vier Busstunden entfernten
Altenberg. Da will alles aufeinander abgestimmt sein. Natürlich im Einklang mit dem
Schulunterricht. Auch darum kümmern sie sich in Zwickau. Teamwork – nicht nur
vereinsintern, sondern auch in Form von Kooperationen mit anderen Klubs sowie
den Olympiastützpunkten Oberwiesenthal und Altenberg – und ein ganzheitlicher
Ansatz in der Sichtung, Ausbildung und Betreuung des Nachwuchses sind die
besonderen Erfolgsfaktoren der ESV-‚Kufenflitzer’. Dabei achtet der 16-köpfige,
überwiegend ehrenamtlich tätige Trainer- und Betreuerstab auch auf die WerteVermittlung im Umgang mit den Talenten.
Die sportliche wie charakterliche Entwicklung bringt beeindruckende Erfolge mit sich:
Aus Zwickau kommen zahlreiche Welt-, Europa- und Deutsche Meister, allen voran
natürlich Cathleen Martini, die vom Schlitten in den Bob wechselte, ihre Karriere
dieses Jahr beendete und 23 Medaillen in allen Farben sammelte – darunter zweimal
WM-Gold. Die Vorzeige-Pilotin kann sich über eine Vielzahl an potentiellen
Nachfolgern freuen. Allein in der Saison 2014/2015 schafften es Talente aus Zwickau
21mal aufs Podest bei nationalen und regionalen Meisterschaften. Saskia Langer,
Chris Eißler und das Doppel Benjamin Gabber/Dominik Dietrich holten sich zudem
zwölf Medaillen bei Jugend- und Junioren-Weltcups ab. Im Bewerbungszeitraum
stellte ‚Lok’ je drei Landes- und Bundeskader. Und die Erfolge reißen nicht ab. Schon
gar nicht bei den Sommerrennen. Gefeiert wird anschließend – u.a. – im Fanclub
‚Schnelle Kufe’, der Eltern, Freunde und Aktive vereint und zahlreiche Aktionen
organisiert. So wird am Rande des Weltcups in Altenberg traditionell ein ‚Fan-Race’
ausgerichtet oder im Wok gegeneinander angetreten – ein Riesenspaß für alle. Die
Rennrodler des ESV Lokomotive Zwickau und ihr Umfeld haben zweifelsohne
keinerlei Probleme mit Generationskonflikten.