T iKs in Ausgabe 32 Juni 2012 - Immanuel-Kant

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T iKs in Ausgabe 32 Juni 2012 - Immanuel-Kant
Ausgabe 32
Juni 2012
Kant
Aktuell
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Sport
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Panoram
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Editorial zur Sommerausgabe 2012
Liebe Leserinnen und Leser
von Kant Aktuell,
hurra! Die Sommerferien stehen vor der Tür!
Dann heißt es: Ich packe meinen Koffer und
nehme mit – die neue Sommerausgabe der
Schülerzeitung! Es gibt sie nämlich wieder
– prall gefüllt liegt die 32. Ausgabe von Kant
Aktuell vor Ihnen / euch und wartet darauf,
gelesen zu werden.
Seit unserer Weihnachtsausgabe hat sich
einiges angesammelt und es ist rund um
unseren Schulalltag viel passiert. Erfahren
Sie /Erfahrt mehr über die sportlichen,
sprachlichen und musikalischen Erfolge und
Aktivitäten an unserer Schule! Es ist beeindruckend, wie viel und wie viel Vielfältiges es
zu berichten gibt.
Wenn es jetzt pünktlich zu Beginn der
Sommerferien tatsächlich ans Kofferpacken
geht, heißt das nicht, dass dies während des
Schuljahres nicht nötig war. Wir berichten in
dieser Ausgabe über einige Klassenfahrten
und Schüleraustausche, die in diesem Schuljahr bereits stattgefunden haben.
Die AG Kant Aktuell gibt die Schülerzeitung
heraus. Die Schülerzeitung lebt aber auch
von den zahlreichen Gastbeiträgen, über die
wir uns sehr freuen, uns an dieser Stelle
dafür auch herzlich bedanken und ohne die
diese Zeitung gar nicht repräsentativ für
unsere Schule wäre. Die AG hat aber auch
selbst fleißig gearbeitet. Wir haben unsere
Schule für eine lokale Zeitung porträtiert. Die
Redakteure haben viele Artikel geschrieben
und einige Fotos geschossen. Das Rüsselsheimer Echo hat davon nur eine Auswahl auf
einer Extraseite veröffentlicht. Wir drucken
unter der Rubrik „IKS in der Zeitung“ alle
Artikel mit Fotos ab, die wir zu diesem
Anlass verfasst oder zusammengestellt
haben. Der Artikel über die Lesescouts, in
dem es über das Vorlesen für ältere Menschen geht, ist auch anlässlich dieses Porträts verfasst worden, befindet sich aber bei
den Buchtipps der Lesescouts – übrigens
auch etwas, was Sie / ihr mit in euren Koffer
zum Urlaubsort packen können / könnt.
Wir müssen uns in dieser Ausgabe auch von
unserem Direktor und zwei Lehrern verabschieden, die uns verlassen werden. Sie
packen ihren Koffer und nehmen mit: unsere
guten Wünsche, mit denen wir uns von
ihnen verabschieden wollen.
Elfriede Wiechert für Kant Aktuell
Kant Aktuell 32 Juni 2012
Inhalt
3 Gruß des Schulleiters
4 Zur Verabschiedung: OStD Franz-Peter Osterkamp
5 Interview mit Herrn Osterkamp
6 Wir werden vermissen
6 Kultusministerin zu Besuch in der IKS
8KANTvokal
9 IKS Swing Kids
10 IKS Swing Kids auf dem Klaipeda Jazz Festival
13 „Vive la France!“
14 Faust, Mephisto und Gretchen
15 zwei Rezensionen
17 Wir greifen wieder an!
17 Regionalentscheid Schwimmen
20 Zu Besuch am anderen Ende der Welt
21 Besuch vom anderen Ende der Welt
22 Unser Schüleraustausch mit Lure
25 Gastschüler aus Evreux berichten
26 IKS im Rüsselsheimer Echo
31 Dringend Helfer im Bistro gesucht!
32 Ein „echter“ Reporter zu Besuch bei Kant Aktuell
34Ethik-Hausaufgabe
36 Ethisch-philosophische Themen
38 Dialog zum Thema Identität
44 Texte verständlich vorlesen
45Sommerferien-Lesetipp
47 Kant Aktuell-Sommer-Lesetipp
48 Planetfly III Die fremde Erde
49 Domenik Löllmanns großes IKS-Quiz
50 Facebook
51 Die Welt des Fußballs
52 Kaoutars Witze-Ecke
53 Pink Stories
53Rätsel-Mix
54 Comic
56 Der Schulweg
Redaktion
Marko Karbunarevic; 8f2
Ahmed El Bouzidi; 8f2
Kerem Karyagdi; 8f2
Funda Gül; 6d
Saskia Loos; 6e
Hasna Achbouk; 6e
Chaymae Belkadi; 6e
Kaoutar Chatrioui; 6e
Rebecca Groß; 6e
Sümeyra Konte; 6e
Noelle Ohrig; 6e
Franziska Grau; 5c
Kadir Gül; 5c
Ethem Koc; 5c
Sarah Laaber; 5c
Finn Pabst; 5c
Umut Taybara; 5c
Julia Gerber; 5d
Domenik Löllmann; 5d
Lucien Ohrig; 5d
Christopher Schade; 5e
Maria Roos, AG-Leitung
Elfriede Wiechert, AG-Leitung
Titel-Layout. Idee von
Sarah, Julia, Franziska
Impressum
Herausgeber:
KANT AKTUELL-AG der
Immanuel-Kant-Schule
Evreuxring 25
5428 Rüsselsheim
IKS im Internet:
www.iks-ruesselsheim.de
E-Mail: [email protected]
iks-ruesselsheim.de
Wir freuen uns über
Leserzuschriften. Beiträge
für KANT AKTUELL mit
E-Mail an [email protected]
iks-ruesselsheim.de; nach
Rücksprache auf Stick
oder CD an die Redaktion.
Redaktionssitzung:
freitags 13:30 - 14:50 Uhr
in der Schülerbibliothek
Liebe Leserinnen und Leser von KANT AKTUELL,
heute sind von meiner Seite aus „famous last words“ angesagt, denn am Ende
dieses Schuljahres werde ich die IKS verlassen. Ich möchte diese Gelegenheit
nutzen, um ein paar Worte zu KANT AKTUELL selbst zu schreiben.
Ich habe die Entwicklung unserer Schulzeitschrift über die letzten nahezu zehn
Jahre verfolgen können. Und wenn ich mir vergegenwärtige, wie frühere Hefte,
verglichen mit den heutigen Ausgaben, ausgesehen haben, so kann ich auf der
Layout-Ebene einen enormen Fortschritt feststellen. KANT AKTUELL ist in
dieser Hinsicht deutlich professioneller geworden.
Das hängt sicherlich mit den heute besseren technischen Möglichkeiten zusammen, sprich: Einsatz von PC und entsprechender Software. Doch dies ist nur die
eine Seite; die andere besteht darin, die damit verbundenen Optionen gut nutzen
zu können. Das ist dem KANT AKTUELL-Team schlichtweg gelungen. Und wenn
ich dabei insbesondere Frau Maria Roos im Kopf habe, die in den letzten Jahren
sozusagen als „technische Leiterin“ KANT AKTUELL begleitet hat, dann liege ich
sicherlich nicht falsch, wenn ich sage, dass sie daran einen großen Anteil hatte
und hat – ein herzliches „Dankeschön“ an dieser Stelle von meiner Seite aus!
Unsere Schulzeitschrift hat sich aber auch inhaltlich verändert, zum Besseren,
wie ich meine. Auch dazu haben mehrere Personen erheblich beigetragen, beginnend mit dem Kollegen Dinter, der nun ja schon seit längerem in Ruhestand ist,
sich fortsetzend mit den Kolleginnen Krämer und Wiechert. Auch ihnen möchte
ich herzlich danken für ihr Engagement!
Last but not least gibt es die kleinen und großen Journalist(inn)en von KANT
AKTUELL. Sie recherchieren und schreiben die Beiträge, sie treffen sich regelmäßig zu Redaktionssitzungen, sie sorgen dafür, dass unsere Schulzeitschrift ein
fester Bestandteil des schulischen Lebens ist. Ich habe ja diverse Male die Ehre
gehabt, von ihnen zu den unterschiedlichsten Themen befragt zu werden und
habe diese Interviews immer sehr gerne gegeben. Euch, liebe Schülerinnen und
Schüler des KANT AKTUELL-Teams, gebührt mein ganz besonderer Dank. Ihr
macht das einfach gut und ich wünsche mir sehr, dass ihr eure Arbeit so weiterführt. Und wenn ihr mir dann ab und an die neueste Ausgabe von KANT AKTUELL
zukommen lasst, dann wird mich das sehr freuen!
In diesem Sinne
Franz-Peter Osterkamp
-Leiter der IKS-
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O st er k a m p S pe zi a l
Kant Aktuell 32
Zur Verabschiedung: OStD Franz-Peter Osterkamp
Lieber Franz-Peter Osterkamp!
Mir ist die ehrenvolle Aufgabe zugefallen, zu
diesem besonderen Anlass – nämlich zu deiner,
unseres Chefs, feierlichen Verabschiedung – einen
kleinen Artikel für die Schülerzeitung der Immanuel-Kant-Schule zu verfassen.
Zu dieser Aufgabe freilich musste das Kant Aktuell
Team mich nicht lange überreden, da ich es doch
gerne übernehme, meinem langjährigen Weggefährten im wechselvollen hessischen Schuldienst
eine kleine Abschiedsrede zu halten.
Als ich vor zehn Jahren meinen Dienst hier aufnahm, ging ich ja davon aus, dass wir vielleicht
gemeinsam in den Ruhestand verabschiedet
würden. Aber nein, nun müssen wir uns wieder an
einen neuen Schulleiter gewöhnen und ich habe
auch noch die nur bedingt schmeichelhafte Rolle,
als ältestes Schulleitungsmitglied zu fungieren.
Noch weiter zurückgedacht – an unsere gemeinsame Zeit an der Prälat-Diehl-Schule in Groß-Gerau
– müssen zwei unvergessliche Schnittmengen
unseres Wirkens hier kurz erwähnt werden; kurz
vor allem deshalb, weil ein Aspekt nur uns beiden
in genüsslicher Erinnerung ist, worauf ich gleich zu
sprechen kommen werde; erwähnt der andere,
weil wir in jener Zeit den Grundstein unserer
guten Zusammenarbeit gelegt haben.
Hier sei besonders erinnert an unsere jahrelange
gemeinsame Arbeit im Personalrat der PrälatDiehl-Schule mit all ihren Höhen und Tiefen in der
Auseinandersetzung mit der Schulleitung und
auch mit Kolleginnen, die zeitweilig durchaus
Unterhaltungswert besaß.
Vornehmlich muss jedoch ein äußerst kühner,
geradezu abenteuerlicher literarischer Brückenschlag von Günter Grass’ „Die Blechtrommel“ zu
Goethes „Faust“ vor dem Vergessen bewahrt
werden, den Franz-Peter und ich mutig wagten:
Oskar Matzerath im „Zwiebelkeller“ im Vergleich
zu Faust in „Auerbachs Keller“ – Aufgabe für das
schriftliche Abitur: Stellen Sie dar, welche symbolische Bedeutung der „Zwiebelkeller“ und besonders die Zwiebel für die Menschen gewinnt! - und
– Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Rattenfänger Oskar und dem
Verführer Mephistopheles? Ein Stichwort genügt,
uns noch heute ein Schaudern und ein Schmunzeln zu entlocken. Das alles, um jungen Menschen
die Hochschulreife zuerkennen zu können.
So geschehen im Jahre 1994, 12 Jahre bevor das
Landesabitur uns mit anderen mehr oder minder
waghalsigen literarischen Verknüpfungen ereilte.
Zurück zur Immanuel-Kant-Schule: Hier hatten wir
es mit neuen Herausforderungen zu tun – gemeinsam im Schulleitungsteam eine große, renommierte Schule zu verwalten, zu organisieren, zu modernisieren und inhaltlich weiterzuentwickeln. In
dieser Zeit wurden sowohl für unsere Schule als
Wirkungsstätte als auch für die unterrichtliche
Arbeit bedeutende Veränderungen auf den Weg
gebracht: unsere Schule hat ein Ganztagsangebot
eingerichtet; wir haben eine großzügige Mensa
bekommen; unsere Schule ist in einigen Bereichen ganz modern ausgestattet worden, was auch
für uns Kollegen eine Herausforderung in der
Anwendung der neuen Technik bedeutet; der
Unterricht folgt einem neuen programmatischen
Ansatz in der Lehre – der Kompetenzorientierung
– und hier nicht zu vergessen den begleitenden
Baustein der sozialen Kompetenz, verankert im
Konzept des Sozialen Lernens.
In allen Bereichen galt und gilt es, die Kolleginnen
und Kollegen mitzunehmen, zu motivieren und
aktiv in diese Prozesse einzubinden.
Für mich, und hier spreche ich auch für meine
Mitstreiter und Mitstreiterinnen im Schulleitungsteam, war es immer wichtig, respektvoll,
freundschaftlich und auf Augenhöhe miteinander
umzugehen. Dabei habe ich den Begriff Mitstreiter
durchaus bewusst gewählt, denn auch die Auseinandersetzung über diese wichtigen Themen und
Projekte war ein Bestandteil unserer
Zusammenarbeit.
Wir danken dir für die gute Zusammenarbeit in
unserer gemeinsamen Zeit und wünschen dir alles
Gute, Zeit für die Eisenbahn, Zeit für das Radeln
und alle anderen zukünftigen Projekte.
Margita Eckert
StD’in
Kant Aktuell 32
O st er k a m p S pe zi a l
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Das wünschen
wir ihnen für den
RUHESTAND!
Chefsessel
zu
vergeben!
Interview mit Herrn Osterkamp
Da Herr Osterkamp bald in Rente gehen wird, wollten wir
noch ein letztes Interview mit ihm führen.
Wie fühlen Sie sich momentan?
Gut.
Sind Ihnen Schüler oder Kolleg(inn)en besonders in Erinnerung
geblieben?
Aber sicher! Ich werde allerdings nicht verraten, wen ich damit
meine.
Seit wann sind Sie an der IKS?
Seit Oktober 2002.
Waren Sie vorher auch schon Schulleiter an einer anderen
Schule?
Ja. Von 1994 bis 2002 habe ich die Luise-Büchner-Schule in
Groß-Gerau geleitet.
Wie fanden Sie die Zeit an der IKS?
Insgesamt waren meine IKS-Jahre für mich eine runde Sache.
Wie empfanden Sie die Zeit als Schulleiter?
Wie meine IKS-Jahre.
Sind Sie lieber Schulleiter oder lieber Lehrer?
Beides kann ich nicht so voneinander trennen, wie eure Frage
das tut. Ich kann sagen, dass ich in meiner gesamten Berufszeit
sehr gerne unterrichtet habe. Ich kann aber auch sagen, dass
ich gerne Schulleiter war.
Freuen Sie sich schon auf die Pensionszeit?
Ja.
Hätten Sie Ihren Beruf gerne weiter geführt?
Ich hätte ihn ja noch weiterführen können, denn ich gehe
vorzeitig in Pension. Die Entscheidung zum früheren Ausstieg
habe ich sehr bewusst getroffen.
Wie hat Ihnen Ihr Beruf gefallen?
Wenn ich noch einmal auf die Welt kommen könnte, würde ich
genau diesen Beruf wieder wählen.
Werden Sie die IKS und Ihren Beruf vermissen?
Das wird sicherlich ab und an der Fall sein.
Vielen Dank für das Interview Herr Osterkamp! Wir werden sie
sehr vermissen.
Das Interview wurde geführt von Sarah, Julia, Franziska
Frau Jaedtke:
Ich wünsche
mir, dass Sie
Ihre freie Zeit
richtig genießen!
Herr Duncker:
Ruhe und
Gemütlichkeit !
Herr Kleiter:
Gesundheit und
Zeit, um Ihre
Vorhaben und
Hobbys zu
verwirklichen
und dass Sie sich
an die schönen
Momente Ihrer
Schullaufbahn
immer gerne
zurück erinnern!
Anonym:
Ich wünsche
Ihnen ein
wunderschönes
erholsames und
Erlebnisreiches Leben !
Lucien: Glück!
Finn: Sehr viel
Glück und ein
langes Leben!
Christopher:
Viel Spaß im
restlichen Leben!
Julia: Ruhe !
Umut: Gesundheit und Spaß !
Funda: Ein
erfolgreiches
Leben und Spaß!
Ethem: Eine
Gute Zeit, Spaß
und ein schönes
Leben mit
Gesundheit!
Kadir: Dass Sie
glücklich sind
und ein schönes
Leben führen !
Domenik: Ein
schönes Leben,
Gesundheit und
viel Spaß!
Wer folgt?
Natürlich sind alle gespannt, wer
der neue Direktor oder sogar die
neue Direktorin der ImmanuelKant-Schule sein wird. Im Moment
steht der Neue noch nicht fest. Es
gibt aber drei Bewerber, deren
Auswahlverfahren läuft. Mit etwas
Glück haben wir zu Beginn des
neuen Schuljahres dann einen
neuen Chef.
IK S P a n o ra m a
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Wir werden vermissen:
Bernhard Pisch:
Dieser Mathe- und Physiklehrer gehört durch seine
langjährige Unterrichtstätigkeit so fest zu unserer Schule, dass wir sicher
noch oft an ihn denken
werden. Sein Steckenpferd
war die Astronomie-AG,
die vielen Schülern, die die
Schule bereits verlassen haben und bereit waren, nachts auf Abruf in Südhessen in den Sternenhimmel zu schauen, in guter Erinnerung ist.
Herr Pisch hat nicht nur Klassen in den Naturwissenschaften unterrichtet, sondern er war
auch viele Jahre im Personalrat aktiv. Wer von
den Kollegen erinnert sich nicht an sein Geldeinsammeln kurz vor den Betriebsausflügen?
Privat kennen wir Herrn Pisch als begeisterten Fahrradfahrer, der aber seinen Helm immer
im Gelände abnahm, bevor er die Schule betrat. Wir wünschen dem langjährigen IKS-Lehrer und talentiertem Klassenlehrer einen schönen Ruhestand mit vielen Gelegenheiten für
ausgiebige Radtouren im hessischen Ried.
Dietrich Arens:
Dieser Lehrer für Deutsch,
Englisch und evangelische Religion ist ein echter Weltenbummler. Von
Rüsselsheim ging es nach
Litauen, von dort zurück in unsere Opelstadt,
aber nur um von dort wieder in ein anderes Land zu starten – nämlich
nach Rumänien. Allerdings ist Herr Arens in diesen Ländern nicht zum Urlaub machen, sondern er übt seinen Beruf dort aus. Das Reisen
scheint ihm im Blut zu liegen, da er nicht nur in
ferne Länder, sondern auch täglich von Frankfurt nach Rüsselsheim reiste und dort oft mit
S-Bahn und Schulbus statt mit dem Auto unterwegs war, um entspannt Zeitung lesen zu können. Wir wünschen viele interessante Erfahrungen, neue Eindrücke von fremden Ländern und
hoffen auf eine Rückkehr zu uns an die Schule!
Kant Aktuell 32
Wem gehört nur dieses blitzblank polierte
schwarze Auto auf dem Schulhof? Wer sind
diese Leute? Was machen die hier in der Schule? Das fragten sich kürzlich die Schüler auf
Trakt 1-Schulhof.
Kultusministerin zu
Besuch in der IKS
Die scheidende hessische Kultusministerin
Dorothea Henzler besuchte am 26. Mai die IKS,
um sich über den Unterricht an der Schule und
die erfolgreichen Jugend-Forscht-Projekte zu
informieren und ... hatte ein Geschenk mitgebracht.
Im Foyer wurde sie von Schulleiter Franz-Peter
Osterkamp, Schulamtsleiter Wolfgang Kreher
und Petra Reichert vom Schulverwaltungsamt
der Stadt Rüsselsheim erwartet. Auch die
Presse war da. Der IKS-Chor ‚Cantilena‘ (Leitung
Rüdiger Schmidt) hatte sich im Foyer eingefunden, um die Ministerin mit Gesang zu begrüßen. Mehrere Lieder hat Chorleiter Rüdiger
Schmidt auf dem Akkordeon begleitet.
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
Der Chor und der anschließend besuchte Musikunterricht der Bläserklasse 5a überzeugten mit ihren musikalischen Kostproben. Alle Fragen der Ministerin beantworteten die Schülerinnen und Schüler bereitwillig und
umfangreich. Nächster Programmpunkt war die Besichtigung der Schülerbibliothek. In der großen Pause
sprach die Ministerin im Lehrerzimmer zu dem Lehrerkollegium und übergab Schulleiter Osterkamp den
mitgebrachten Förderbescheid über 2200 Euro in
Anerkennung der kontinuierlichen erfolgreichen Teilnahme an den Jugend-Forscht-Wettbewerben. Auch
die Réunion-Austauschgruppe, vertreten durch ihren
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IKS gewinnt Jugend
forscht Schulpreis 2012
Sieben Schüler der IKS haben mit
fünf Gruppen in den Bereichen
Biologie, Arbeitswelt und Chemie
beim Jugend forscht Regionalwettbewerb Hessen Süd 2012 teilgenommen.
Dabei haben die Zweiergruppe im Bereich
Biologie und die Dreiergruppe im Bereich
Arbeitswelt jeweils den Dritten Platz belegt.
Als Würdigung ihres herausragenden Engagements ist die IKS mit dem Jugend forscht
Schulpreis ausgezeichnet worden. Die Schulgemeinde freut sich hier über die finanzielle
Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro, die der
gesamten Schule zu Gute kommt.
Deutschlehrer Patrick Le Rigolleur, der übrigens beim
Bläserklassenkonzert für die Ministerin an der weißen
Tuba einsprang,
erhielt von der
Kultusministerin
kleine Geschenke
als Erinnerung an
den Besuch in
Hessen. Zwischenzeitlich wartete
nebenan die Klasse
6f im Kunstunterricht in dem vor einigen Monaten umgebauten Bereich
sehr gespannt auf die Ministerin, um ihr das aktuelle
Unterrichtsprojekt zu zeigen. Interesse fand auch die
Kunstgalerie im Flur. Anschließend schaute sich die
Kultusministerin mit großem Interesse den Biologie-Unterricht an.
Der 12er Bio-LK arbeitete gerade mit den umfangreichen Hilfsmitteln, die der neue Bio-Raum seit dem großen Umbau bietet.
Schließlich folgte die ausführliche Vorstellung der Jugend-forschtProjekte im Chemiesaal. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten und erklärten intensiv ihre erfolgreichen Arbeiten und freuten
sich gemeinsam mit ihrer
Lehrerin, Frau Dr. Wismar,
sehr über das Interesse der
Ministerin an ihrem naturwissenschaftlichen Engagement. Und dann war auch schon der
Besuch zu Ende. Auf ihrem Weg nach draußen zum Auto kam die
Ministerin an der gut bestückten Bistro-Theke vorbei und lobte
sehr den großen ehrenamtlichen Einsatz der Eltern an der IKS. (ro)
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IK S P a n o ra m a
Kant Aktuell 32
Die Schauspielerin und
Sängerin Stephanie
Theiss hat mit den
Ensembles und Solisten
wieder hart an Choreographien gearbeitet.
Begleitet wurden
die Schülerinnen
Unter dem Motto REVUE - Fünf Jahre KANTvokal und Schüler von bemerkenswerten Gästen wie der
fand am 18. Juni 2012 um 19:00 Uhr wieder das Jazz-Flötistin Isabelle Bodenseh, dem Klarinettisten
Pavel Mozgovoy und dem Konzertgeiger Markus
große Jahreskonzert des Projekts KANTvokal
Gonther. Durchs Programm führte
der Immanuel-Kant-Schule
der TV-Moderator Nick Benjamin. Das
statt, diesmal sogar im Kurhaus
Konzert im Prunkstück des Wiesbadener
Wiesbaden. Die 200 Schülerinnen
Kurhauses, dem prachtvollen Friedrichund Schüler präsentierten
von-Thiersch-Saal, war sehr schnell
Ausschnitte aus ihren Proausverkauft, aber einzelne Restkarten
grammen KANTvokal (2007),
für Unentschlossene waren zum Schluss
REVUE (2008), CABARET (2009),
doch noch an den Vorverkaufsstellen zu haben.
Cinéma (2010) und OPERA (2011).
Chorprobe für REVUE
ausdrücklich, mit professionellen
Maßstäben an die Arbeit zu gehen
und die Schülerinnen und Schüler
Das Projekt in Kürze:
entsprechend zu fordern.
• 200 Schülerinnen und Schüler
• Das Projekt KANTvokal ist das
aus Rüsselsheim beteiligen sich
unabhängig vom Alter an verschie- größte Vokalprojekt aller hessischer
Schulen. Es richtet sich an eine
denen Vokal-Ensembles, die in
unterschiedlichem Schwierigkeits- breite Basis von Schüler(innen) und
grad und in verschiedenen musika- fördert besonderen Einsatz in
lischen Stilrichtungen arbeiten. Das angemessenen und stimmlich
differenzierten LeistungsensembKriterium für die Teilnahme an
les. Kollegen verschiedener hessieinem Ensemble ist lediglich die
scher Schulen haben unser Projekt
jeweils notwendige Leistungsbebesucht und Ideen daraus überreitschaft.
nommen.
• Professionelle Musiker und
Schauspieler arbeiten in mehreren • Sprachliche Integration: Sehr
hart arbeiten die Ensembles an der
Wochenend-Workshops mit den
Artikulation und Phonation der
Schülerinnen und Schülern und
treten auch mit diesen zusammen vorwiegend deutschen Titel. Kinder
mit fremdsprachlichem Familienauf. Zu ihrer Aufgabe gehört es
KANTvokal
hintergrund und Muttersprachler
ohne ausreichende familiäre
Anleitung können hier - geschützt
durch die Chorgemeinschaft - ihre
sprachlichen Fertigkeiten enorm
trainieren und verbessern.
• Neben musikalischer und
stimmlicher Bildung nehmen die
Präsentations- und Persönlichkeitsübungen (Haltung, Gehen, Stehen,
Sprache, Mimik, Gestik) eine
wichtige Rolle ein. Schüler(innen),
die an den Projekten der letzten
Jahre teilgenommen haben,
profitieren sichtlich von diesem
Training bei Referaten, in Prüfungsund Bewerbungssituationen und
- vor allem - durch selbstbewussteres und selbstdiziplinierteres
Agieren innerhalb einer Gruppe.
Rüdiger Schmidt
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
IKS
Swing Kids
www.iks-jazz.de
Mit dem Ziel, den musikalischen Nachwuchs für die
erfolgreiche IKS Big Band zu sichern, wurden 1988
die IKS Swing Kids von Horst Aussenhof, Lehrer für
Mathematik und Physik an der Immanuel-KantSchule in Rüsselsheim, gegründet. Engagiert
entwickelte die Band ein eigenes Profil.
Spontaneität, Kreativität und Begeisterungsfähigkeit werden seit dem konsequent gefördert,
gleichzeitig aber „handwerkliche“ Qualität wie
Präzision, Sound und Swing gefordert. Zahlreiche
Wettbewerbe konnten bestritten und sehr oft
auch gewonnen werden. Wie in den Jahren 1993,
1997, 1999, 2003 und 2009 als die Swing Kids als
Sieger des Landeswettbewerbes „Jugend Jazzt“ in
Hessen hervorgingen und sich ab 2003 für die
Bundesbegegnungen qualifizierten. Sie lösten
hiermit auf nationaler Ebene, die IKS Big Band ab,
die seit 1992 mehrfach das Land Hessen bspw.
beim Deutschen Orchesterwettbewerb vertrat
und diesen im Jahre 2000 gewann.
In den 1990er Jahren leiteten zeitweise jüngere
Kollegen in Zusammenarbeit mit Horst Aussenhof
die Band, so die IKS Musiklehrer Gerold Keßling
und Rüdiger Schmidt. Seit 2003 besteht das
Leitungsteam neben Horst Aussenhof aus den
Musikern Jens Hunstein und Heiko Hubmann
arbeitet so bis heute als bewährtes Team.
Einer der größten Erfolge der IKS Swing wurde
2004 gefeiert. In diesem Jahr gewannen die
9
Rüsselsheimer ebenfalls den
alle vier Jahre stattfindenden
Deutschen Orchesterwettbewerb in der Kategorie „Jugendjazzorchester“. 2008
wurden die Swing Kids beim
gleichen Wettbewerb zweiter
Preisträger in der offenen
Kategorie ohne Altersbeschränkung.
Die Swing Kids gingen auch immer wieder auf
Konzertreisen, so bspw. nach Frankreich, Russland,
die Schweiz und Ungarn. 2006 spielte die Band auf
dem renommierten Jazzfestival in Bansko in
Bulgarien.
2006, 2008 und 2010 wurden die Swing Kids
Sieger beim Schul-Bigband-Wettbewerb des
Hessischen Rundfunks und nahmen damit verbunden beim hr unter professionellen Bedingungen
zwei CD’s auf, zuletzt 2010 die „Platte“ mit dem
Titel „Stella By Starlight“.
Im Oktober 2009 waren die Swing Kids dann
wieder beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“
dabei und konnten sich mit einer hervorragenden
Leistung durchsetzen. Mit dem Gewinn dieser
Ausscheidung qualifizierten sie sich für den 2010
auf Bundesebene ausgetragenen Skoda-Jugendbigband-Wettbewerb, wo sie zu den drei Preisträgen gehörten und als Folge dessen ein Konzert mit
dem bekannten Sänger Tom Gaebel gewannen.
Am 19. Mai fand in Hildesheim erneut der alle 4
Jahre ausgetragene Deutsche Orchesterwettbewerb statt. Auch dieses Jahr vertraten die Swing
Kids das Land Hessen in der Kategorie Jazzorchester ohne Alterbeschränkung und erspielten mit
23,7 von 25 möglichen Wertungspunkten denkbar
knapp hinter dem Jellyfish Jazzorchestra aus
Rostock (24 Punkte) erneut die Bestbeurteilung
„mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“.
Nun freuen sich die Swing Kids auf die in Kürze
anstehende Konzertreise nach Litauen, wo sie
unter anderem beim internationalen Jazzfestival in Klaipeda auftreten werden. (Reisebericht
von Horst Aussenhof nächste Seite)
Nathalie Leitzbach (Saxophonistin der IKS Swing Kids)
Horst Aussenhof (Bandleitung)
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IK S P a n o ra m a
Es begann vor fast zwei Jahren, als der „Band
Leader“ der IKS Big Band und seiner JugendFormation „Swing Kids“, Horst Aussenhof, durch
Vermittlung von Dietrich Arens, ebenso Lehrer an
der IKS, Kontakte zu dem Oberbürgermeister
Vytautas Grubliauskas von
Klaipeda (Litauen) knüpfte, der
auch gleichzeitig Initiator und
Organisator des Klaipeda Jazz
Festivals ist. Dietrich Arens war
acht Jahre lang im Auslandsschuldienst in Klaipeda tätig und
ist von daher mit den dortigen
Gepflogenheiten, insbesondere
der dem Deutschen in keinster Weise verwandten
litauischen Sprache, vertraut die erforderlichen
Gespräche zu führen.
Kant Aktuell 32
Nowak unabhängig auf dem Seeweg nach Klaipeda
gebracht wurden. Beide halfen auch im Vorfeld
der Reise und während des Aufenthaltes tatkräftig
bei der Betreuung der Band mit und erwiesen sich
als hervorragende Logistiker.
Der Aufenthalt selbst begann
mit einem von Herrn Arens
mit Informationen über das
historische und das heutige
Klaipeda begleiteten Rundgang durch die Altstadt und
einem kurzen Konzert anlässlich einer großen Geburtstagsfeier eines in Klaipeda bekannten Saxophonisten, Algis Kilis, im Konzertsaal der Stadt. Nach
einem Tag der Entspannung, der für einen Ausflug
in das bekannte Bernsteinmuseum im 25km
entfernten Palanga und zum Kennenlernen des
Jazz Festivals genutzt wurde, fand am vergangenen
Sonntag der Auftritt statt. Vorher wurde noch in
der Unterkunft des Lithuanian Christian
College(LCC) geprobt – es soll ja alles möglichst
perfekt werden. Dann ging es zum Festival-Pavillon, vor dem schon der Wagen mit den Instrumenten und der Konzertkleidung wartete.
IKS Swing Kids
auf dem Klaipeda
Jazz Festival
Übrigens ist Klaipeda das ehemals ostpreußische
Memel und insofern für deutsche Schüler auch
von „historischem“ Interesse. Hierzu kommt, dass
der Dichter des berühmten Liedes „Ännchen von
Tharau“ im 17. Jahrhundert in Klaipeda geboren
wurde.
Letztlich führte alles dazu, dass die Swing Kids für
eine fast einwöchige Konzertreise zum Jazz Festival
eingeladen wurden. Es findet jährlich statt – 2012
zum 18. Mal – und ist inzwischen international
renommiert. So trat in diesem Jahr als Topact
Candy Dulfer mit Band beim Festival auf.
Wenn auch die Festival Organisation großzügig die
Unterkünfte zur Verfügung stellte, konnte so eine
Reise natürlich neben einer Eigenleistung auch nur
mit finanzieller Unterstützung von Sponsoren für
die Reisekosten selber zustande kommen. Ihnen
sei besonderer Dank gesagt.
So flogen die Organisatoren mit 26 Kids und den
beiden musikalischen Leitern Jens Hunstein und
Heiko Hubmann nach Kaunas und fuhren von dort
per Bus nach Klaipeda, während die Instrumente
in einem
Transporter
von dem
ehemaligen
IKSLehrer
Rainer
Obmann
Packen vor der IKS
und Dr.
Horst
beim Festival
Der über eine
Stunde dauernde
Auftritt wurde von
Jens Hunstein - er
leitete die Band und
spielte auch Baritonsaxophon - auf
Englisch moderiert.
Die Zuhörer saßen
dicht gedrängt in
Stuhlreihen auf dem
Theaterplatz oder in
eigens errichteten
Tribünen. Neben
Titeln, die die Swing
Kids auch beim Deutschen Orchester Wettbewerb
spielten und bei denen sich die Solisten der Band
präsentieren konnten, so Johanna Klein, Robin
Holighaus, Johannes Barthel, Fabian Dudek,
Christian Peter, Steffen Mathes, Heiko Hubmann
und Jan-Peter Linay, gab es auch drei von Daniela
Stünkel vorgetragene Vokalstücke. Auch die
jüngeren Mitglieder der Band kamen zum Zug, so
in dem Count Basietitel 9:20Special der Klarinettensatz mit Manja Löhr, Zoé Hamann, Caroline
Schneider und Aushilfsmusiker Horst Aussenhof.
Besonders gut kam an, als die Swing Kids sich mit
kleinen Präsenten aus der Heimatstadt bei dem
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
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Oberbürgermeister, sowie den lokalen Organisatoren
und Helfern - von Dietrich Arens auf Litauisch moderiert
- bedankten. Das führte dazu, dass der OberbürgerProbe im LCC
meister Vytautas Grubliauskas (in Musikerkreisen
besser bekannt als Kongas) selber spontan zur Trompete griff und mit den Swing Kids zu dem Titel Mambo Hot
improvisierte. Riesenbeifall beim Publikum! Nochmal
gab es Riesenbeifall, als sich die Swing Kids mit einer
Zugabe „Good Bye, Klaipeda“ und Taschentücherwinken
von dem begeisterten Publikum verabschiedeten. Nach
dem Auftritt haben sich viele Zuschauer, zum Teil
Einheimische auf Deutsch, zum Teil Touristengäste aus
Deutschland, auch noch bei den Kids persönlich bedankt.
Den freien Tag bis zur Heimreise
nutzten die Kids für einen Ausflug
auf die Kurische Nehrung, um
dieses UNESCO Naturerbe zwischen Haff und Ostsee zu bestaunen. Es wären aber nicht die Kids
mit Horst Aussenhof, wenn sie sich
nicht noch einen spätabendlichen
Auftritt im Freien vor dem Kulturzentrum in Nida (auf deutsch:
Nidden) gewünscht hätten. So
spielten sie ihr Programm mit
einigen Änderungen für sich und
die Zuhörer, die sich ob der LifeJazzklänge versammelt hatten.
Auch hier viel Beifall.
Die Swing Kids vor dem Theater und dem Wahrzeichen Klaipedas,
dem „Ännchen von Tharau“ Brunnen
Am Rande sei bemerkt, dass
Horst Aussenhof den Leiter der
IKS, OStD Franz-Peter Osterkamp, eingeladen hatte, trotz des soeben abgehaltenen Abiturs den Swing
Kids vor Ort die Daumen zu drücken. Er hat es sich nicht nehmen lassen, beim Auftritt in Klaipeda dabei
zu sein um mit den Swing Kids die wunderbare Atmosphäre des Festivals zu genießen.
(Horst Aussenhof)
Die Gruppe beim Ausflug auf die Kurische Nehrung
12
IK S P a n o ra m a
Die Klasse 7f2 der IKS hat beim bundesweiten
Wettbewerb FrancoMusiques den zweiten Platz
belegt und erhielt 600 Euro für das Lied „Mes
Amis“, das die Schüler selbst auf Französisch
getextet, komponiert und eingesungen haben.
Weit über hundert meist ältere Schulklassen
hatten sich an dem von der Französischen Botschaft, dem Cornelsen Verlag und der französischen Musikagentur „bureauexport“ ausgeschriebenen
Wettbewerb beteiligt. Die
Preisverleihung war am 4. Mai
in der Jahrhunderthalle Höchst
im Rahmen des Konzerts der
französischen Popsängerin Zaz,
wobei dort der Höhepunkt für
die Siegergruppen ein Treffen
mit der Sängerin war.
Kant Aktuell 32
Musiklehrer Gerold Keßling unterstützte sie bei
der Komposition und musikalischen Umsetzung.
Bei der Aufnahmetechnik halfen zwei Schüler des
Musik-Leistungskurs der Klasse 12, sie begleiteten
die Jüngeren auch instrumentell: Schlagzeug, Bass
und Gitarre wurden von den Oberstuflern gespielt,
Querflöte und Saxophon allerdings trugen die
Siebtklässler selbst bei. Vieles wurde ausprobiert,
vieles verworfen, das Lied
mehrmals abgeändert. Am Ende
rappten und sangen alle Schüler
der 7f2 mit, als das knapp
vierminütige Endprodukt im
Rahmen eines Projekttags mit
Solo- und mit Chorpassagen
eingespielt und eingesungen
wurde.
Kant-Schule
gewinnt im
bundesweiten
Wettbewerb
FrancoMusiques
Der Erfolg der Klasse belegt
auch die besonderen Kompetenzen der Schule in
Französisch und Musik. Die Jury lobte die KantSchüler ausdrücklich, weil sie ihre Leistung als
Sprachanfänger erbracht hatten. Sie beschreiben
in ihrem Lied, was ihre Freunde ihnen bedeuten
und was sie mit ihnen unternehmen. In Französisch und Musik hatten die Kinder fächerübergreifend für den Wettbewerb gearbeitet. Französischlehrerin Katja Dreher brachte sie dazu, in der
Fremdsprache kreativ zu schreiben und zu texten,
Der erste Preis des Wettbewerbs
ging an die 11. Klasse der Sophie-Scholl-Schule in Berlin, ebenfalls den zweiten
Platz belegte die Klasse 10d des Mädchengymnasiums St. Agnes in Stuttgart. Das preisgekrönte Lied
„Mes Amis“ steht zum Download auf www. Iksruesselsheim.de
Mehr zum Wettbewerb gibt es auf www.cornelsen.de/francomusiques
km,ro
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
„Vive la France!“
Deutsch-Französischer-PROJEKT-Tag am 23. Januar 2012 an der IKS
Die Schülerinnen und Schüler aus den drei Französischkursen der Qualifikationsphase 1 (Leistungskurs
mit M. Noack, die beiden Grundkurse mit K. Dreher
und S.-K. Plumeyer) führten im Rahmen des alljährlich stattfindenden Deutsch-Französischen Tages
am 22. Januar (anlässlich des seit 1963 bestehenden deutsch-französischen Freundschaftsvertrages,
dem sogenannten Elysée-Vertrag) einen Projekttag
durch.
Durch das Lied „Aurélie“ von der deutschen Gruppe
„Wir sind Helden“ eingestimmt, beschäftigten sich
die Oberstufenschülerinnen und -schüler zunächst
mit den gegenseitigen Stereotypen. Im Anschluss
begaben sich die Lerngruppen zurück in die Vergangenheit, um die deutsch-französischen Beziehungen
näher zu untersuchen. Hierbei mussten sie feststellen,
dass die beiden Länder häufig in Kriege verstrickt waren
und sich somit größtenteils als Feinde gegenüberstanden. Das 20. Jahrhundert läutete dann mit dem ElyséeVertrag eine Wende ein. Heute kennen sie die beiden
Staatsoberhäupter, Angela Merkel und Nicolas Sarkozy
alias „Merkozy“, aus den Medien als erfolgreich zusammenarbeitendes „Paar“.
Der kreative Abschluss bildete eine Gruppenarbeit, bei
der sich die Schülergruppen als Werbeagenturen beweisen mussten. Sie erstellten Plakate, um den Nutzen der
französischen Sprache hervorzuheben und Werbung für
sie zu machen. Insgesamt bewerteten die Schülerinnen
und Schüler diesen Projekttag positiv und stuften ihn als
gelungene Abwechslung im Schulalltag ein.
Ihr Wissen über Frankreich und die französische Sprache
testeten die Schülerinnen und Schüler der beiden
Grundkurse schließlich noch in den ersten beiden
Unterrichtsstunden am 24. Januar 2012. Beide Kurse
nahmen am Internet-Teamwettbewerb des Cornelsen Verlags in Zusammenarbeit mit der französischen Botschaft und dem Institut français
d’Allemagne teil. Sie beantworteten eine Vielzahl an
Multiple-Choice-Aufgaben im Internet zeitgleich mit
anderen Klassen und Kursen an hessischen Schulen.
Anfang Mai wurden die Gewinner bekannt gegeben.
Im Level F3 haben der Französisch-GK von Frau
Plumeyer den 6. Platz und der Französisch-GK von
Frau Dreher den 8. Platz von 16 teilnehmenden
Kursen belegt.
www.cornelsen.de/internet-teamwettbewerb
http://he.if-wettbewerb.de/result
Py
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14
IK S P a n o ra m a
Faust, Mephisto und Gretchen
einmal ganz anders –
Kant-Schüler gewinnen den zweiten
Preis beim Goethe-Wettbewerb
Ein Deutschgrundkurs des 13. Jahrgangs der IKS
setzte sich im Rahmen der Behandlung des Dramas „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe
auf kreative Art und Weise mit den drei Hauptcharakteren Faust, Mephisto und Gretchen auseinander. Bei dieser arbeitsteiligen Gruppenarbeit im
Herbst 2011 entstanden innerhalb kurzer Zeit sehr
einfallsreiche Werke:
Um Fausts Einstellung zu den einzelnen Ereignissen innerhalb des Dramas herauszuarbeiten,
meldete diese Schülergruppe Faust bei dem
Sozialnetzwerk Facebook an und veröffentlichte
kurze Statusupdates aus seiner Sicht. Für die
anderen Charaktere formulierten die Schüler
knappe, dem heutigen Sprachgebrauch angepasste Kommentare.
Das weitaus zeitaufwändigste Projekt war die
Darstellung Mephistos, hierfür stellten die Schülerinnen und Schüler dieser Gruppe Mephisto als
Hauptperson einer Folge der auf RTL laufenden
Doku-Serie „Mitten im Leben“ dar. Der zwanzigminütige Film zeigt im Prinzip die Gesamthandlung
des Dramas, die jedoch – wie in der Serie – mit
beschreibenden Passagen und Interviews durch-
Kant Aktuell 32
setzt ist, in denen Mephisto seine Handlungen
reflektiert. Wie auch im Fernsehen ist diese Folge
mit selbst erstellten Werbeblöcken gestaltet.
Gretchen wird wiederum anders dargestellt; die
Schülerinnen dieser Gruppe zeigten ihre musikalischen Qualitäten, indem sie sich an dem Songtext
„Janine“ des Rappers Bushido orientierten. Diesen
auf Gretchen übertragenen Text rappte eine
Schülerin und die Gruppe fertigte noch zusätzlich
ein Musikvideo dazu an, das die Entwicklung
Gretchens in Bildern einfängt.
Nach der Präsentation der verschiedenen Werke
und den überaus positiven Reaktionen entschied
sich der Kurs auf Vorschlag der Lehrerin Silke-Kristin Plumeyer sein Projektergebnis gemeinsam bei
dem Schülerwettbewerb „Johann Wolfgang von
Goethe – Frankfurt und Weimar“ der Hessischen
Landeszentrale für politische Bildung und des
Hessischen Landtags einzureichen, ohne sich
allerdings große Chancen auszurechnen.
Aus diesem Grund war die Überraschung und
Freude umso größer, als der Kurs mitten in den
Vorbereitungen für die schriftlichen Abiturprüfungen von dem zweiten Preis des Aufsatzwettbewerbs, einem Tagesausflug nach Frankfurt (u. a.
inkl. Führung im Goethe-Haus), erfuhr. Nach der
Siegerehrung Mitte April im Hessischen Landtag in
Wiesbaden bildet der gewonnene Ausflug auch
einen Abschluss nach der zweijährigen gemeinsamen Zeit.
Py
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
Im Rahmen der Behandlung der Novelle „Die
Marquise von O…“ von Heinrich von Kleist haben
die Schülerinnen und Schüler des Deutschleistungskurses (Q1 Py) zum Abschluss der Unterrichtsreihe
Rezensionen verfasst:
Schwangere sucht per Zeitung
nach unbekanntem Vater
Ein Moment des Bangens im Leben eines jeden
Mannes: Die Reaktion auf den Antrag. Auch der
Graf F muss diesen Augenblick über sich ergehen
lassen. Doch die Marquise beharrt auf einem
„Nein“. Wenig später setzt sie einen Zeitungsartikel auf, in dem sie verkündet, dass sie schwanger
sei, allerdings nicht wisse, wer der Vater sei. Ein
altbekanntes Problem, welcher der vielen Liebhaber war es denn jetzt? Und wie hießen die? So
würde das heute aussehen. Allerdings beteuert
die Marquise ihre Unschuld. Wie zu erwarten,
schenkt ihr niemand Glauben. Man könnte meinen, der Antrag eines Grafen käme da gerade
recht, aber das bleibt abzuwarten …
,,Die Marquise von O…‘‘ ist eine Novelle, die 1808
von Heinrich von Kleist veröffentlicht worden ist.
Die kurze Erzählung spielt in Italien. Es wird viel
Freiraum zum eigenen Nachdenken gelassen. Der
auktoriale Erzähler gibt lediglich Ansätze. Oftmals
verdecken Gedankenstriche die eigentlichen
Gefühle der Charaktere, so dass der Leser unvoreingenommen selbst über die Handlungen der
Figuren urteilen kann. Dies gehört zum Schreibstil
des Genies Kleist. Charakteristisch sind ebenfalls
seine sehr langen Sätze, die durch Einschübe
unterbrochen werden. Hier erkennt man die
Unentschlossenheit Kleists. Nie ist er mit dem
zufrieden gewesen, was er gehabt hat. Nie bereit,
etwas zu beenden. Auch für die Entscheidung zum
Selbstmord hat er viele viele Jahre und die Unterstützung einer Leidensgefährtin gebraucht. Kleists
Sätze stiften Verwirrung, der Leser verliert bei den
vielen Kommas schnell den Überblick. Doch die
Novelle hat einen klaren Handlungsstrang. Anfangs gibt es eine Rückblende, was die Spannung
steigert. Das Werk ist für die Zeit eher untypisch,
da es wenig romantische Elemente enthält. So
erkennt man, wie weit Kleist seiner Zeit voraus
gewesen ist.
Ich empfehle die Novelle weiter. Allerdings muss
man sich mit dem außergewöhnlichen Stil Kleists
erst vertraut machen. Für eine Schullektüre ist die
Marquise angenehm zu lesen, da die Handlung für
Spannung sorgt. Außerdem hat ,,Die Marquise von
O…‘‘ nur knapp 50 Seiten, was viele Schüler
erfreuen wird.
Maria Steinborn
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zwei Rez
e
nsion
en
von Schü
l
Deutschl erinnen aus ein
Novelle eistungskurs zu em
„Die Mar
quise vo der
n O...“
Ein unerhörter
Skandal!
Italien, 19. Jahrhundert:
Die jung verwitwete Marquise von O… ist schwanger, weiß aber nicht von wem. Vom Vater aus dem
Elternhaus geworfen, verfasst sie – welche zudem noch die Avancen eines hartnäckigen Grafen abwehren muss – einen Zeitungsartikel, in
dem sie den Kindsvater auffordert, sich doch
bitte bei ihr zu melden. Sie ahnt jedoch nicht,
dass der Gesuchte ihr sehr wohl bekannt ist.
Heinrich von Kleists Novelle aus dem Jahr 1808
übt Kritik an den gesellschaftlichen Konventionen. Hier ist die Familie kein liebevoller Zufluchtsort, sondern eine Gemeinschaft, die strengen
Regeln untersteht. Der Vater versagt auf ganzer Linie und auch das Verhalten der Mutter ist
nicht tadellos. Kaum eine Person bleibt ohne Makel. Dennoch betreibt Kleist keine Schwarz-WeißMalerei. Obwohl dem Leser bereits zu Beginn offenbart wird, wer denn nun der Kindsvater ist,
ist es auch mit hohem Denkaufwand nicht möglich, Gut und Böse zweifellos zu unterscheiden.
Das gehobene und komplizierte Sprachniveau
machen es dem Leser nicht unbedingt leichter.
Heinrich von Kleist stellt in langen, verschachtelten Satzkonstruktionen eine Gesellschaft dar,
die durch ihre konservative Haltung und gesellschaftliche Zwänge zu scheitern droht.
Der Autor selbst dürfte in diesem Thema selbst genug Erfahrung gesammelt haben. Er selbst bricht mit dieser Publikation
– deren Inhalt zur damaligen Zeit als außerordentlich skandalös galt – sämtliche Konventionen und erntete dafür reichlich Kritik.
Dieser Erzählstoff und der rasche Schreibstil jedoch schaffen ein Werk, das
durch Einzigartigkeit besticht.
Juliane Grau
16
S po rt
Der 9. Mainuferlauf fand am 27. April 2012 statt. Das
Wetter war typisch für den April: mal hat es geregnet,
mal schien die Sonne. Alle Teilnehmer hatten einen
ca. 1400-Meter-Lauf vor sich.
Alle Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen sind an
diesem Tag gemeinsam von der Kantschule zum Main
gelaufen und haben am Mainuferlauf teilgenommen.
In der Altersklasse U 12 der Mädchen siegte Juliette
Wismar aus der 6a. Sie war die Beste von 286 Teilnehmerinnen. Bei den Jungen der Altersklasse U 14
belegte Mouhcine Ech-Chad aus der 6b den 4. Platz
und Adil Choukairi aus der 6f den 6. Platz. Hier waren
351 Schüler am Start. Bei den Schülerinnen der
Altersklasse U 14 belegte Josephine Wismar aus der
8. Klasse den 3. Platz und Celine Schöneich aus der 6a
den 6. Platz. Manche Schüler konnten nicht gut
rennen, da es geregnet hatte. Nichtsdestotrotz hatten
die meisten Spaß . Und es war nur ein Wettbewerb,
also müssen die Nichtgewinner nicht traurig sein .
Anschließend, als jeder Schüler gerannt ist, konnten
sie gratis etwas trinken. So machten die Schüler sich
auf den Weg nach Hause und gingen geschafft ins
Wochenende. Viele der Schüler verließen das Mainufer und zogen dann auf die nahe gelegene Kerb, die
praktischerweise direkt am Mainufer stattfand, um
dort den erfolgreichen Mainuferlauf zu feiern.
Funda
Kant Aktuell 32
9. Mainuferlauf
Kant Aktuell 32
S po rt
17
Beim Regionalentscheid
Noel Daum, Thomas Nytz,
Schwimmen in Wiesbaden
Lennart Piotraschke, Daniel
belegten die Mädchen der
Marz und Leon Daum.
Wettkampfklasse WK IV
(Jahrgang 99 bis 2001) den 2. Die Mädchenmannschaft der
Platz. Am Start waren: Made- Jahrgangsklasse III (Jahrgang
leine Krüger, Lena Birkhoff,
97 bis 2000) wurde im RegioElisa Niendorf, Merit Hogen, nalentscheid ebenfalls ZweiLeonie
ter, qualifizierSchulz, Lisa
te sich aber
Vong, Selina
Regionalüber ihre gute
Kieltsch und
Zeit für den
entscheid
Marie-ChrisLandesentSchwimmen
tin
scheid am
Mühlbauer.
25.April in
Baunatal. Beim
Die Jungen der WettkampfHessenentscheid belegten
klasse WK III (Jahrgang 97 bis die Mädchen den 6. Platz.
2000) belegten ebenfalls den
2. Platz, obwohl 2 SchwimAm Start waren: Anika Gottmer wegen Krankheit ausfie- wald, Greta Piotraschke,
len. Durch das Einspringen
Hanna Stockfisch, Paula
des noch jungen Noel Daum Diehl. Ariane Krüger, Jessica
konnte die Mannschaft doch Proß, Aileen Leitzbach,
noch an den Start gehen.
Carolin Klein, Pia Nachtmann,
Corinna Perschbacher und
Es starteten: Luca Mühlbauer, Annika Becker.
Darian Hocks, Philip Thuy,
C. Schwanbeck
Wir greifen wieder an!
Motivierte Kampfansage der IKS-Schultennismannschaft nach starkem Auftritt
Mit einem guten dritten Platz schlug sich die
Schultennismannschaft der IKS beim Regionalentscheid Jugend Trainiert für Olympia in der
Wettkampfklasse IV (10 bis 13 Jahre) am 9. Mai
in Wiesbaden. Für die Schule kämpften Annika
Brogl, Nico Hüttmann, Tyll Stechmann, Julia Jost,
Kai Lemke sowie Mira Reuther, Marleen Vollhardt, Marc-Philipp Mathieu und Neuzugang
Manuel Mondorf. Sie zeigten große Motivation
und Teamgeist, wie die verantwortlichen Sportlehrerin Madeleine Holla sagte.
Guten Kampfgeist bescheinigten dem Schulteam
auch die mit betreuenden Vereinsspieler und –
trainer des TC Rüsselsheim, Simon Matthes und
Julia Müller. Leider unterlagen sie Hofheim und
der Wiesbadener Gutenbergschule, einer
„Partnerschule des Leistungssports“ mit Tennis
als Schwerpunktsportart. Gegen Wiesbaden
spielten Kai Lemke und Tyll Stechmann ein
entscheidendes Jungendoppel, das die beiden,
vom Abpfiff unglücklich überrascht, mit lediglich
einem Spiel Rückstand verloren. Die Mannschaft
strotzt vor Selbstbewusstsein, freut sich auf eine
neue Runde und will gemeinsam wieder
angreifen.
M. Holla/km
18
S po rt
„Germany’s next top
surfer“ am Edersee?
„So ganz trocken ist der aber noch nicht!“, meint
Nils und zerrt entnervt weiter an dem rechten
Beinling seines Surfanzugs. Zentimeterweise
rutscht der Neopren über das Bein und strapaziert
die Geduld des Surfers. Das linke Bein ist zum
Glück bereits geschafft. Ganz allein daran, dass
der Anzug noch etwas nass ist, liegt es aber nicht,
dass das Anziehen so schwierig verläuft. „Der
Neoprenanzug muss ganz eng am Körper anliegen,
sonst wärmt er nicht!“, wissen die angehenden
Surfer zu berichten. Gut dass es an diesem Pfingstwochenende schön sonnig und auch das Wasser
des Edersees nicht zu kühl ist. Da macht es auch
nichts, wenn der Anzug mal nicht so eng sitzt.
Die AG Windsurfen ist an dem Pfingstwochenende
an den Edersee gereist, um den praktischen Teil
des Windsurfens zu absolvieren. Jetzt ist es endlich soweit, dass das Surfbrett unter die Füße
„geschnallt“ wird und das Segel auch mal mit
Wind gefüllt am Gabelbaum zieht. „Der Gabelbaum, das sind die zwei Holmen am Mast, die
links und rechts, HALT, nein, luv- und leeseitig des
Segels liegen“, erklärt Vanessa. Mit den Begriffen,
die im Surf- und Segelsport gebraucht werden,
kommt man schon mal durcheinander, aber die
Teilnehmer der AG haben auch eine ganze Menge
Kant Aktuell 32
neuer Begrifflichkeiten in dem laufenden Schuljahr
gelernt. Und nicht nur das. Neben der Materialkunde waren viele verschiedene Aspekte wie zum
Beispiel das Wegerecht, die Knotenkunde, Segelphysik und nicht zuletzt auch Wetterkunde und
Umweltschutz Inhalte des Unterrichts. Es wurde
im Vorfeld auch mal auf dem Trockenen, nämlich
am Simulator, geübt, aber das Gefühl auf dem
anfangs noch sehr wackeligen Brett ist doch etwas
ganz anderes. Da ist es auch ganz gut, dass an
diesem Juniwochenende am Edersee der Wind
nur als schwache Brise weht.
Als die Gruppe am Freitag Mittag mit dem Zug
anreist und dann beim Bustransfer vom Bahnhof
zum Surfcamp von Lars Kreh das erste Mal den
See erblickt, sind wir erstaunt, wie niedrig der
Wasserstand des Edersees wirklich ist. Zwei große
Inseln ragen in der Bringhäuser Bucht, in der auch
die Surfstation mit dem Surfmaterial liegt, aus
dem Wasser heraus. „Aufgrund des trockenen
Wetters der letzten Wochen wird der Stausee
immer weiter abgelassen, um die Schifffahrt auf
der Weser weiter zu ermöglichen“, klärt uns die
Busfahrerin auf. So kommt es, dass der Wasserspiegel gerade acht Meter tiefer liegt. Dadurch
liegt auch ein riesig langer Strand vor der Surfstation und zwei Inseln ragen aus dem Wasser. Der
Stationsleiter Lars Kreh bemerkt, dass die Boje, die
auf einer der Inseln auf dem Trockenen liegt, zeigt,
Kant Aktuell 32
S po rt
19
dass diese Insel eigentlich gar nicht zu
sehen ist. Zum Windsurfen sei aber
immer genug Wasser im See vorhanden, meint er.
Und so heißt es für die Gruppe auch
gleich nach dem Ankommen im Surfcamp: Rein in den Neoprenanzug und
rauf aufs Wasser! Nach ein wenig
Brett- und Segelgewöhnung beginnt
auch schon der erste Ausflug raus auf
den See. Das Kurshalten und richtige
„Einfangen“ des Windes mit dem Segel
sind am Anfang gar nicht so einfach.
Das in der AG erarbeitete theoretische
Wissen muss jetzt zum ersten Mal in
die Praxis umgesetzt werden – und da
kommt man schon mal durcheinander
und muss aufpassen: „Wo kommt denn
jetzt noch mal der Wind her? Muss ich
das Segel jetzt nach vorne oder hinten neigen? Oje, da fährt ja
jetzt einer auf mich zu - muss ich oder er ausweichen?“ - all diese
Fragen werden aber immer leichter zu beantworten, je länger die
Gruppe auf dem Wasser ist.
Drei Tage lang haben die jungen Surferinnen und Surfer Zeit, ihre
Surftechnik zu verfeinern bis es am Ende des letzten Tages heißt:
Zeit für die Prüfung! Jetzt gilt es, denn die Wassersportler sind
schließlich angetreten, um den Windsurfing-Grundschein zu
erlangen. Dazu gehört das Bewältigen einer praktischen und einer
theoretischen Prüfung. Um es kurz zu machen: Alle, die zur
Prüfung angetreten sind, haben diese auch letzten Endes bestanden. Es wurde ja schließlich auch neben den Praxisstunden fleißig
im Handbuch für die Prüfung nachgelesen. Nebenbei blieb aber
auch noch genug Zeit, das Surfcamp und die Umgebung zu genießen. Das idyllische Surfcamp, das regelmäßig von den heimischen
Waschbären Besuch erhält, hat mit der Surfkantine, dem Küchenhaus, zwei Feuerstellen und der Tischtennisplatte alles Nötige zu
bieten, um Spaß zu haben. So wurde viel gelacht beim abendlichen Tischtennis-Rundlauf-Turnier, beim Grillabend am Lagerfeuer
und auch beim täglichen Kochen, das für manch einen vielleicht
sogar herausfordernder als das Surfen gewesen
ist.
Die frischgebackenen Surferinnen und Surfer
konnten nach dem Wochenende alle mit dem
tollen Gefühl nach Hause fahren, eine neue
Sportart kennen gelernt zu haben und der eine
oder andere hat auch gleich den folgenden
Sommerurlaub dazu genutzt, das Windsurfen
auch mal am Meer auszuprobieren. Und wer
weiß? Mit ein wenig Übung haben wir vielleicht bald „Germany`s next top surfer“ an
unserer Schule!
D. Debus
20
on
Tour
Kant Aktuell 32
Zu Besuch am
anderen Ende der Welt
… auf La Réunion
20.10 - 3.11.2011
Nach einem Tag Anreise kamen wir
endlich auf La Réunion an. Alle waren sehr
gespannt auf die folgenden zwei Wochen.
Durch den Flughafenwechsel in Paris und
den darauffolgenden 10-Stunden-Flug
waren wir alle sehr erschöpft, wollten
aber unbedingt unsere Gastfamilien
kennen lernen. Allerdings wurden wir ein
bisschen enttäuscht, da nur meine und
eine andere Gastfamilie am Flughafen
Deutsch-französische Gruppe in Hell-Bourg vor der „Maison Folio“
standen. Die anderen wurden zur Schule
gefahren und mussten dort noch den restlichen
Folio“ (typisch kreolisches Haus mit einem
Tag bleiben. In der Schule fiel uns auf, dass es auf
großen Garten) und auf eine Vanilleplantage
La Réunion viel strenger als in Deutschland ist.
Die Wochenenden verbrachten wir bei unseren
Gastfamilien. Unser erster Ausflug ging zum
Vulkan. Es war atemberaubend, wie riesig alles
Vulkan „Piton de la Fournaise“
war. Das war eigentlich auch das Highlight vom
ganzen Austausch. Ein weiterer Ausflug war die
Besichtigung einer Zuckerfabrik zur Verarbeitung
des Zuckerrohrs. Dort war es richtig
heiß und stank auch teils sehr stark.
Außerdem fuhren wir noch an den
Strand. Dort sah es aus wie im
Paradies. Anschließend machten wir
eine Bootstour auf das offene Meer
hinaus. Während der Fahrt sahen
wir zwei Wale: eine Walmutter und
ihr Junges. Es war unglaublich, wie
groß so ein Wal ist. Wir machten
auch noch Ausflüge in die „Maison
An Halloween gab es eine Party bei meiner
Gastfamilie. Es gab riesen Boxen und die
Musik war richtig laut. Die Franzosen zeigten
uns einen einheimischen Tanz, den wir dann alle
gemeinsam tanzten. Dann zeigten wir ihnen einen
deutschen Tanz und sangen dabei das Fliegerlied.
Zwischendurch gingen wir auch noch in den Pool.
Dies war kein Problem, da es auch nachts über
sehr warm war. Schon allein morgens um 8 Uhr
waren es 20°C, obwohl zu der Zeit auf La Réunion
noch Frühling war. Dieser Abend war wirklich
sehr gelungen und es hat allen Spaß gemacht.
Wie es zu einem Austausch gehört, kamen auch
Missverständnisse auf. Es kam zum Beispiel zum
verspäteten Aufstehen, da man eine falsche
Uhrzeit verstanden hatte. Und dann gab es noch
die Sache mit den „souris“ (= Mäuse) und den
„saucisses“ (= Würstchen, „Rougail saucisse“ =
Spezialität auf La Réunion). Die Gastfamilie fragte
einen deutschen Schüler, ob er „saucisses“ pro-
Kant Aktuell 32
on
Tour
bieren wolle, und er verstand „souris“. Daraufhin
lehnte er ab und meinte (auf Französisch), dass er
auf gar keinen Fall Mäuse essen wolle. Dann fing
die Gastfamilie an zu lachen, alles klärte sich und
der Schüler probierte auch von den „saucisses“.
Auf La Réunion ist es sehr warm und auf dem Weg
zur Schule hatte man immer einen wunderschönen Blick auf das Meer. Und auch von der Schule
aus konnte man das Meer sehen.
Die Gastfamilien waren sehr nett und man merkte,
vor allem beim Essen, wie sich die Kultur von
unserer Kultur unterscheidet. Eigentlich gibt es zu
jedem Essen Reis. Eine Spezialität sind „Bouchons“. Sie schmecken quasi wie Maultaschen.
„Samoussas“ waren unsere Lieblingsspezialität.
„Samoussas“ sind Teigtaschen in dreieckiger Form,
die u.a. mit Hühnchen, Fisch und Krabben gefüllt
sind. Die Preise unterschieden sich deutlich von
21
denen in
Deutschland. Das
einheimische Essen
war sehr
preiswert
im Gegensatz zu
Kosmetikartikeln.
Bis auf
kleine
anfängliche
Schwierigkeiten war
dieser
Austausch perfekt und am Ende wollten wir gar
nicht mehr weg von der sonnigen Insel!
Julia Jost (E-Jx)
Besuch vom anderen Ende der Welt
An der IKS: 13. - 26. Mai 2012
Der vierzehntägige Gegenbesuch der Austauschpartner von
der Île deLa Réunion folgte Mitte Mai. Die Schülergruppe
reiste mit ihrem Deutschlehrer Patrick Le Rigolleur und
seiner Kollegin Fabienne Guéchida an. Sie waren zu Besuch
bei Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften der IKS.
Nachdem unsere Gruppe voller Begeisterung die Insel La
Réunion im vergangenen Herbst zwei Wochen lang entdecken durfte, konnten nun die französischen Gäste unsere
Region kennenlernen. Gleich an ihrem ersten Schultag an
er IKS wurden sie von Schulleiter Franz-Peter Osterkamp
begrüßt. In den folgenden Tagen wechselten sich Ausflüge
nach Frankfurt, Mainz und Marburg, Flughafenbesichtigung, Erkundungstour durch Rüsselsheim gefolgt von der
Begrüßung durch Oberbürgermeister Patrick Burghardt im
Rathaus mit insgesamt sechs Tagen deutschen Oberstufenunterricht ab. Die Rüsselsheimer Austauschpartner sind in
der „E-Phase“.
Erste Reaktionen der französischen Schülerinnen und
Schüler warten durch und durch positiv: Es sei ruhiger, die
Häuser sähen alle gleich aus, alle seien sehr nett, Bratwurst
schmecke ihnen gut.
Als die scheidende hessische Kultusministerin Dorothea
Henzler am 25. Mai unsere Schule besuchte, hatte sie auch
für die Réunion-Gäste kleine Geschenke im Gepäck, die
Patrick Le Rigolleur sehr erfreut entgegen nahm. Für ihn
und seine Kollegin gab es
jeweils einen Bildband
über Hessen und eine
Landkarte. Für die Réunion-Schülergruppe hatte
Frau Henzler Bälle und
Sportbeutel gefüllt mit
Schulutensilien wie Blei-
stift, Kuli, Anspitzer, Radiergummi, Notizblock, Mousepad, Karte von Deutschland
und Hessen, Schulheft. Die Réunion-Austauschschüler waren am Freitagvormittag
während des Besuches der Kultusministerin
zur Besichtigung des Frankfurter Flughafens
unterwegs.
Der Schüleraustausch mit dem Lycée Le
Verger in Sainte Marie auf La Réunion
findet seit 2006 statt. Als Organisatorinnen
des Austauschs sind von der IKS die Französischlehrerinnen Silke Plumeyer und Margarete Hampel.
Wie es ihnen bei uns gefallen hat und was
sie hier erlebt und gesehen haben, berichten die Réunion-Gäste auf ihrer Schulhomepage
http://www.lyc-leverger.ac-reunion.fr
ro
22
on
Tour
Kant Aktuell 32
Unser Schüleraustausch
mit Lure
Während diesem Austausch habe ich wirklich
sehr viele gute Erfahrungen in Bezug auf
Frankreich gesammelt, und empfehle es
jedem, der mehr über die Sprache, das Land
und die Menschen, die dort Leben wissen
möchte. Ich lernte unzählige Eigenarten und
(nach meiner Meinung) komische Bräuche
der Franzosen kennen, von denen ich im
Unterricht sicher nicht erfahren hätte. Das
war zwar mein erster aber sicher nicht letzter
Austausch. Alles fing so an:...
Einige Wochen vor dem Austausch erfuhren
wir, wer unsere Korrespondenten sein würden,
und bekamen ihre Steckbriefe. Leider konnten
nicht alle, die sich angemeldet haben, am Austausch teilnehmen, weil sich von der Seite der
Franzosen zu wenige gemeldet haben. Die paar
Wochen waren schnell vorbei, und bald kam der
Tag, an dem unsere Austauschpartner ankommen
sollten. Erst als wir um 13:00 Uhr in die Schule
kamen erfuhren wir von der Verspätung der
französischen Schüler, und mussten so 2 Stunden
warten. Nachher holten wir sie aus dem Bistro ab.
Den Nachmittag konnten wir frei gestalten, und
gingen nach Mainz shoppen, und schauten uns
danach zuhause einen Film an. Meine Partnerin,
Manon, hatte uns ein Gastgeschenk mitgebracht:
Ein Geschenkkorb mit Französischen Spezialitäten.
Am nächsten Tag fuhren wir mit allen, die am
Austausch teilnahmen auf die Eisbahn zum Schlittschuhfahren. Anschließend konnten wir noch in
der Stadt bummeln. Nachmittags gingen wir ins
Kino.
Am nächsten Tag kamen sie mit uns in die Schule,
und den freien Tag nutzten wir, um dem Mädchen
Frankfurt zu zeigen und im Palmengarten spazieren zu gehen. Manon war sehr nett, nur war es
etwas schade, dass sie sehr schüchtern war, und
kaum etwas auf Deutsch sagte, aber ich glaube, es
hat ihr auch gefallen. Donnerstagmorgen kam sie
in der 1. Stunde mit uns in
den Unterricht, und stellte
sich zusammen mit den
anderen Franzosen vor. In
der 2. Stunde frühstückten
wir gemeinsam, und sogar
Herr Osterkamp kam
herein, um unsere Freunde
zu verabschieden. Ja,
während dieser 2 Wochen
bildete sich zwischen uns
allen eine tiefe, (hoffentlich
langanhaltende Freundschaft. Als die Austauschschüler schließlich gehen
mussten, verabschiedeten
wir uns lange, einige ließen sogar ihren Tränen
freien Lauf.
Doch es dauerte gar nicht so lange, und auch wir
saßen im Bus, verbrachten ganze 6 Stunden in
vorfreudiger Erwartung, bis wir dann unsere
Austauschpartner wiedersahen. Der Bus parkte
auf dem Schulhof des Ste Anne et St Josef in Lure.
Doch die Schule war ganz anders als wir erwartet
haben. Mit den hohen, grauen Steinmauern
erinnerte sie einen eher an ein Gefängnis. Eines
der 2 Gebäude war dazu auch noch ziemlich alt,
und die schmutzig-gelbe Farbe war an vielen
Stellen abgeblättert. Hinter einigen Fenstern
konnte man sogar eine riesige Unordnung in den
Klassenzimmern erkennen. Das waren, wie wir
später erfuhren, die Kunsträume. Der Schulhof
bestand aus einem Spielplatz für die Kleineren,
einem grünen Schulhof, und einem Platz zum
Fußball und Basketball Spielen.
Nachdem wir uns alle begrüßt haben, gingen wir
mit den anderen Austauschpaaren zu einem
kleinen, asiatischem Restaurant, das den Eltern
von einem französischen Jungen gehörte. Es war
noch nicht offen, und die Tische standen hinten in
einem kleineren Zimmer. Nach dem Essen halfen
wir mit, die Tische richtig hinzustellen. Den Nachmittag bei der Gastfamilie verbrachten wir zuhause, und schauten einen
Film. Ich lernte Manons
Familie kennen. Es war
erst schwer sogar die
einfachsten Sätze zu
verstehen, weil die Leute
ziemlich schnell sprachen,
aber nach einer Zeit
konnte man sich auch
daran gewöhnen. Eines
der ungewöhnlichen
Dinge war zum Beispiel,
dass sie jedes Mal nach
dem Essen noch Käse
aßen. Ich konnte - und
kann - immer noch nicht
verstehen, warum. Der
Kant Aktuell 32
on
darauf folgende Tag fing damit
an, dass wir uns auf dem
Schulhof mit den anderen
trafen, und mit dem Bus nach
Besançon fuhren. Die Fahrt
dauerte bestimmt 1 1/2 Stunden, aber die hügelige Landschaft war in der Morgensonne
wunderschön.
In Besançon stiegen wir hoch
zur Zitadelle. Von dort oben sah
man die ganze Stadt, und es
gab einen Zoo, indem wir uns
in kleinen Gruppen umsehen
durften. Nach dem Abstieg
hatten wir noch Zeit, in der
Stadt zu shoppen. Wir waren eine ziemlich große
Gruppe, und es ging sehr chaotisch zu, denn wenn
die einen in das eine Geschäft reinwollten, fanden
die anderen den anderen Laden besser, und
trennen durften sich die Gruppen ja nicht. Nachdem wir zurückfuhren, zeigte mir die Gastfamilie
Lure. Wir machten einen kleinen Spaziergang,
wobei wir uns in einem Park umsahen. Am Mittwoch besuchten wir die Schule der Austauschschüler. Die 1. Stunde war Deutsch, dann kam
Englisch, und wir mussten uns vor der Klasse
vorstellen. Dann bearbeiteten wir eine Aufgabe im
Buch. In Kunst wussten wir erst gar nicht, was wir
machen sollen, denn der Lehrer war beschäftigt,
und die Franzosen wussten alle was zu tun war,
und suchten am Computer nach irgendwelchen
Bildern. Schließlich erklärten es uns unsere Part-
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Zu
20 Schüler
und Schülerinnen der
Klassenstufen 7 und 8 waren
zum Schüleraustausch in
Lure am Westrand der
Vogesen in Frankreich einen
Schüleraustausch gemacht. Sie
haben dort viele neue Eindrücke
gesammelt und ein paar davon
für Kant Aktuell aufgeschrieben:
Am meisten haben mir die
Ausflüge gefallen die wir mit
allen anderen gemacht haben.
Wir waren in „Besancon“ in
einem Zoo. Es war sehr interessant und wir haben viele Tiere
besichtigt. Wir waren in einem
Raum wo ganz viele Insekten
Tour
23
ner: wir sollten ein Bild malen, das uns Angst
macht. Die Räume in denen wir Kunst hatten
waren richtig unordentlich. Überall lagen Pappe,
buntes Papier, Kleber, Holz und schon fertige
Werke herum. Als letztes kam Mathe, indem wir
Rechnungen mit Potenzen rechneten. Am Nachmittag fuhren wir nach Belfort, und trafen dort die
anderen. Dann kam der Donnerstagmorgen, und
beim Abschied versicherten wir einander, uns oft
Briefe zu schreiben.
Dieser Austausch war ein ungewöhnliches, und
spannendes Erlebnis. Ich glaube, ich habe in
diesen 3 Tagen mehr über Frankreich gelernt, als
in der Schule in 1 oder 2 Wochen, und dabei
musste ich noch nicht einmal im Klassenzimmer
herumsitzen.
waren. Und wir haben Affen
beobachtet. Als wir aus
Deutschland ankamen, wurden
wir nett begrüßt. Der Tag in der
Schule war sehr lustig aber am
Mittwoch haben die Schüler in
Frankreich nur bis 12 Uhr
Schule.
Lennart, 7f1
Wir sind angekommen und
gleich abgeholt worden. Die
Schule in Frankreich ist sehr
groß. Aber die Schule erinnert
mich an ein Gefängnis und der
Boden erinnert mich an unsere
Toiletten. Wir haben sehr viele
schöne Dinge gemacht: Kart
fahren, Bowling spielen und
Pizza essen. In der Schule geht
es ein wenig kaotisch zu. Dort
werden Mäppchen und Stifte
durch die Klasse geschmissen.
Den Lehrern ist es egal. Aber
trotzdem empfehle ich solch
einen Austausch.
Cedric, 7f1
Mein Austauschpartner heißt:
Quentain Noirnot. Er hat eine
kleine Schwester und einen
kleinen Bruder. Das Haus war
sehr groß und sehr sauber. In
„Besancon“ war es sehr schön.
Zuerst sind wir viele Stufen nach
oben gestiegen. Anschließend
sind wir in die Stadt bummeln
gegangen. Die Schule hat
wenige Schüler, da Lure viel
kleiner ist als Rüsselsheim. Dort
sind die Toiletten abgeschlossen
und jedes Klassenzimmer hat
eine Activ Board. Die Schule in
Lure ist nicht so schön wie die
IKS.
Lukas, 7f1
24
Lure en Detail
Morgens um 9 Uhr fuhren wir
los. Die Fahrt war sehr lustig,
da sich alle gut mit einander
verstanden. Nach ca. 3 Stunden
machten wir eine Stunde Pause
und konnten etwas essen.
Um ca. 3 Uhr kamen wir an
der Schule an. Da unsere Korrespondenten noch Unterricht
hatten mussten wir noch eine
Stunde warten. Als diese Stunde endlich um war, gingen wir
mit unseren Korrespondenten
in einen Raum wo sie eigentlich Hausaufgaben machen. Wir
spielten dort UNO. Es war sehr
lustig. Dann um 5 Uhr durften
wir mit unseren Austauschschülern nach Hause gehen. Meine Austauschschülerin heißt Esther und wohnt nur 5 Minuten
von der
schule
entfernt.
Das ist ihr
Haus. Als
wir dort
ankamen hat
sie mir
erst einmal ihr Haus gezeigt.
Dabei mir ist aufgefallen das wir
nicht wie in Deutschland durch
dir Haustür gegangen sind sondern durch den Keller. Am Anfang war es sehr merkwürdig
doch dann hat man sich an die
Franzosen und ihre Sitten gewöhnt. Danach sind wir zu einem Austauschpartner nach
Hause gegangen, eher gesagt
in das noch nicht fertige Resteraunt seiner Eltern und haben
dort ein paar Snakes zu uns ge-
on
Tour
nommen. Dort waren
fast alle deutschen
mit ihren Austauschschülern. Von dort
aus sind wir mit den
Anderen zum McDonalds gegangen
und haben dort etwas gegessen.
In Frankreich
war aber alles viel teurer
als in Deutschland. Dort blieben wir bis ca.
8 Uhr (wir haben nicht
die ganze Zeit gegessen.
Dann wurden Esther und
ich abgeholt und fuhren zu
ihr nach Hause. Wir waren
so müde das wir gleich ins
Bett gingen. Am nächsten Morgen sind wir um ca. 6:45 aufgestanden und haben uns gemütlich fertig gemacht. Beim
Frühstück gab es keine Teller sondern nur Servietten und
Müslischüsseln obwohl es gar
kein Müsli gab. Die Eltern haben
dort dann ihren Kaffee reingeschüttet. Um 7:50 wurden wir
in die Schule gefahren, weil ihre
Mutter dort Lehrerin ist. Als wir
in der Schule ankamen war der
Bus schon da und wir stiegen
gleich ein um nach Besançon zu
fahren. Wir mussten 1h und 30
min fahren. In Besançon wollten
wir eine Cidadelle besuchen.
Die Cidadelle ist eine Burg, die
zu einem Zoo umgebaut wurde. Leider mussten wir ca. 100200 Stufen hoch laufen, und als
wir oben ankamen mussten wir
erst einmal verschnaufen. Aber
ansonsten war es ganz schön.
Wir sahen Strauße, Frösche (in
blau, gelb,..), Pfaue, Affen, Ratten, Mäuse,… Es war sehr interessant so viele verschiedene Tiere zu sehen. Leider hatten
wir nicht viel Zeit und konnten nicht alles sehen, weil wir
noch in die Stadt gehen wollten. Also gingen wir runter in
die Stadt und hatten 2 Stunden
Zeit uns die Stadt an zu gucken.
Wir waren dann um ca. 5 Uhr zu
Hause und sie musste noch ein
paar Hausaufgaben erledigen
Kant Aktuell 32
und ich las. Zum Abendessen
kamen ihre Großeltern. Das Essen war sehr lecker aber irgendwie anders als in Deutschland,
weil sie viele Gänge hatten.
Nach dem Abendessen spielten
wir noch ein Spiel. Danach gingen wir schlafen. Am nächsten
Morgen sind wir wieder in die
Schule gefahren worden. Leider
konnten wir nicht in die Klassen unserer Austauschschülern
gehen, weil die Klassen zu klein
waren. Ich war mit Selina und
Lennart in der Klasse 3b, welche hier in Deutschland einer
10. Klasse entspricht, gewesen.
Nach der Schule sind wir nach
Belfort in die Stadt gefahren und haben ein paar andere dort getroffen. Als wir mit
dem Shoppen fertig waren, gingen wir zu ihren Großeltern. Bei
ihren Großeltern lebten ihre 4
Pferde Opaline, Quina, Noisette
und Quebec. Als erstes ritt sie
Noisette und dann durfte ich
auch einmal reiten. Weil Opaline und Noisette zu groß waren
und Quebec zu klein ritt ich auf
Quina. Es war toll auf einem
französischen Pferd zu sitzen.
Leider war der letzte Tag schon
zu Ende und als wir zu Hause
ankamen musste ich packen.
Am nächsten Morgen packte ich noch schnell meine Sachen fertig, und wir gingen
dann zur Schule. Wir verabschiedeten uns und versprachen uns, dass wir uns noch
einmal wiedersehen. Ich musste dann leider in den Bus steigen und wir fuhren los.
Marie-Jacline Michel
Kant Aktuell 32
on
Tour
25
Schüleraustausch mit Evreux: Gastschüler aus Evreux berichten
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Kant Aktuell 32
IKS im
Rüsselsheimer Echo
Die Immanuel-Kant-Schule in Rüsselsheim hat
sich auf der Sonderseite POINT des Rüsselsheimer
Echos vorgestellt. Wer konnte dies besser tun als
die Redakteure unserer Schulzeitung? Deshalb
hat sich Kant Aktuell dieser Aufgabe angenommen und versucht, ein Schulporträt zu erstellen.
Dabei haben wir über uns selbst berichtet, weil
wir doch diese Seite und auch die Schulzeitung
bearbeiten. Dann präsentierten wir verschiedene Aspekte, die in unserer Schule wichtig sind. Das konnten wir leider nicht vollständig tun, aber trotzdem hat es den Lesern hoffentlich einen Eindruck über die
Vielfalt unserer Schule verschafft.
Was ist Kant Aktuell?
Kant Aktuell ist die wunderschöne Schülerzeitung des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Sie wird in
einer AG erstellt, die sich immer
freitags in der 7. und 8. Stunde
in der Bücherei der Schule trifft.
Hier arbeiten rund 20 Schüler an
einer großen Ausgabe der
Schülerzeitung. Die AG wird von
Frau Wiechert und Frau Roos
geleitet. Wir, Domenik und
Christopher, nehmen seit
diesem Schuljahr daran teil.
So entsteht Kant Aktuell:
1. Bei Kant Aktuell wird in der
Redaktionskonferenz entschieden, was alles in die Zeitung
kommt und wer was schreibt.
2. Wenn wir unseren Auftrag
haben, legen wir sofort los. Wir
gehen an die Computer und
schreiben unsere Berichte.
Wenn es Feste an unserer Schule
gibt, berichten wir
darüber. Wir schreiben
aber nicht nur Berichte,
sondern entwerfen auch
Rätsel, schreiben Gedichte oder suchen Bilder zu
Berichten aus. Manchmal
müssen wir auch noch
recherchieren, Interviews
vorbereiten und durchführen. Aber natürlich
schießen wir auch Fotos,
die wir zu bestimmten
Berichten hinzufügen.
finden, markieren und verbessern wir sie.
5. Jetzt bringen wir unsere
Schülerzeitung in die Druckerei,
die sie für uns rund 1300 mal
druckt. Wenn die Zeitung
gedruckt ist, wird sie von der
Druckerei abgeholt und wir
müssen zählen. Wir bringen sie
in die Fächer der Lehrer – für
jeden Lehrer ein Exemplar und
für die Schüler der einzelnen
Klassen und Kurse.
6. Jetzt liegt nichts mehr in
unserer Hand. Den Rest übernehmen die Lehrer. Sie geben
die Zeitungen den Schülern.
Häufig zeigen die Schüler Kant
Aktuell auch ihren Eltern.
3. Wenn die Schüler die Berichte geschrieben haben und
vielleicht ein Foto hinzugefügt
haben, layoutet Frau Roos
unsere Zeitung. Auch werden die
Berichte nach RechtschreibfehP.S.: Das hört sich zwar alles
lern überprüft.
ganz einfach und schnell an,
aber es ist sehr anstrengend, so
4. Endlich haben wir dann eine vieles zu schreiben. Aber es
vorläufige Fassung der neuen
macht auch Spaß. Außerdem,
Ausgabe. Die drucken wir aus
wie ihr ja seht, dauert es auch
und haben dann ungefähr 40
sehr lange, eine neue Zeitung
Seiten Papier, die wir an die
herauszubringen. Also alles
Wand hängen. Jetzt suchen wir
andere als schnell. Deshalb
nach Fehlern. Sind alle Artikel,
erscheinen ja immer nur zwei
die wir geschrieben haben, da?
Ausgaben und eine WeihnachtsFehlt was? Stimmt alles? Wir
ausgabe pro Jahr.
überlegen, ob
alles in der richtigen Reihenfolge Viel Spaß beim Lesen!
von Domenik und Christopher
angeordnet ist. Falls wir Fehler
Kant Aktuell 32
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Die Mensa
Vor nicht all zu langer Zeit wurde die Mensa eröffnet. Sie
ist nicht nur ein Ort, um seinen Hunger zu stillen, sondern
auch der perfekte Ort um auszuruhen. Doch die Schüler,
die dort essen, haben Vorrang und sollte es mal vorkommen, dass es keinen Platz für Schüler gibt, die essen,
müssen die anderen Schüler, die sich einfach nur so da
aufhalten, Platz machen.
Und wie läuft das in der Mensa so ab? Wir haben die
Bedienung und einige Schüler befragt.
Hier nun unser Interview mit der Bedienung:
Wir: Wie viele verschiedene Essen gibt es denn?
Antwort: Es gibt zwei Hauptgerichte, je nachdem, ob
man vegetarisch isst oder Fleisch verzehrt. Darüber hinaus gibt es auch ein Dessert.
Wie viele Mitschüler nehmen ihr tägliches MitWir: tagsgericht zu sich?
Antwort: Also insgesamt sind es 200 Schüler, die hier
essen.
Wir: Wie kann man sich eigentlich hier anmelden,
also wie bestellt man sich hier sein Essen?
Antwort: Man muss sich genau drei Tage vorher im Internet sein Gericht bestellen, um es anschließend
in der Mensa zu bekommen.
Und nun einige Antworten der befragten Schüler:
Wir: Wie schmeckt euch denn das Essen in der Mensa?
Antwort: Es kommt ganz darauf an, was es gibt, aber im
Großen und Ganzen schmeckt es ziemlich gut.
Wir: Ist die Auswahl groß?
Antwort: Ja! Es gibt jeden Tag etwas Neues zu essen.
Wir: Bekommt man überhaupt einen Platz zum Sitzen oder ist es überfüllt?
Antwort: Naja, es ist zwar voll, doch man kriegt letzten
Endes einen Platz. Man muss sich definitiv
keine Sorgen machen, dass man keinen Platz
abbekommt.
Wie sind die Bedienungen eigentlich zu
Wir: euch und bekommt ihr euer Essen ruckzuck
oder müsst ihr ´ne halbe Ewigkeit darauf
warten?
Antwort: Also die Bedienung ist super nett und man
hat schnellen Zugriff zum Essen.
Bildet sich eine große Schlange in der MenWir: sa, wenn ihr essen geht?
Antwort: Man muss wirklich sehr, sehr schnell sein,
wenn die Essensverteilung beginnt. Dann
gelangt man an sein Essen schneller, als
wenn man für sein Essen Schlange stehen
muss.
Wir hoffen, wir haben euch bei der Entscheidung auf
die Sprünge geholfen, ob ihr euch zum Essen in der
Mensa anmeldet oder nicht.
Das Interview wurde geführt von Kerem, Ahmed, Marko
IKS DATEN & FAKTEN
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1.167 Schüler(innen)
95 Lehrer(innen)
Schule mit musikalischem Schwerpunkt (Musik- und Bläserklassen,
zahlreiche musikalische Instrumental- und Vokalensembles)
Fremdsprachenangebot: Englisch,
Französisch, Latein, Spanisch
Kooperation mit Hochschulen und
Firmen im naturwissenschaftlichen Bereich
Schulsportzentrum (Partnerschule
des Leistungssports, Sportklassen,
sehr gute Sport-Infrastruktur im
Sporthallen- und Sportplatzbereich)
modern ausgestattete neue
Fachräume (Naturwissenschaften,
Musik, Kunst, Mehrzweckräume)
große beaufsichtigte Bücherei,
offen von 8:30 – 15:00 Uhr (Arbeits-, Ausleih- und Präsenzbibliothek, PC-Arbeitsplätze)
neue Mensa (mit Online-Bestellservice)
gesundes Bistro im ehrenamtlichen Eigenbetrieb
zahlreiche Arbeitsgemeinschaften
Hausaufgabenhilfe
Betreuungsangebote
Förderkurse in den Eingangsjahrgängen
weitläufiges Außengelände
Schulteich und Schulgarten
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Kant Aktuell 32
Unterricht in den neuen Räumen
Wir heißen Sarah, Franziska und Julia und wir
wollen berichten, wie uns der Unterricht in den
neuen Räumen, die es an der IKS seit einem Jahr
gibt, gefällt. Das sind die Kunst- und Musikräume
und die Nawiräume. Das heißt für uns, dass wir
in den Biologieräumen unterrichtet werden, da
wir in der fünften Klasse noch kein Physik und
Chemie haben. Ob man sich vielleicht besser
konzentrieren kann als in den alten Räumen? Unsere Antwort lautet: Also wir arbeiten mit einem
Aktiv-Board. Das ist so etwas Ähnliches wie eine
Tafel, nur dass sie elektronisch funktioniert. Man
könnte aber auch sagen, dass es ein riesiger Computer ist, der über eine Tastatur, einen riesigen
Stift und eine Maus kontrolliert wird. Leider stürzt
das Aktiv-Board in den Kunsträumen manchmal
ab! Dadurch behindert das die Konzentration, da
wir (bzw. die Lehrer) das ganze Aktiv-Board wieder starten müssen.
Es ist aber gut, dass es ein Aktiv-Board gibt, denn
so können wir, wenn wir eine Frage haben, gleich
im Internet recherchieren. Man kann auch auf
einem Schreibprogramm mit dem großen Stift
oder mit der Tastatur schreiben. Meistens wird
Sportklassen an der Kant Schule
Die Klassen 5b und 6b sind keine „normalen“ Klassen. Sie sind etwas Besonderes, weil sie sich viel
bewegen und deshalb Sportklassen sind. Sportklassen gibt es an der Kant Schule in der Unterstufe,
also in den Klassenstufen 5 und 6. Ähnlich wie die
Musikklassen haben diese Kinder mehr Sportunterricht als andere.
Dass der gemeinsame Sportunterricht viel bringt,
kann man an den beiden derzeitigen Sportklasse,
der 5b und 6b, gut erkennen. Sie haben nämlich
schon viel erreicht. Die Schüler und Schülerinnen
dieser Klassen haben beim Treburer Nachtlauf besonders gut abgeschnitten und damit ihre Klassenkassen ordentlich aufgefüllt. Die Klasse 5b erreichte
sogar den zweiten Platz der teilnehmerstärksten
nur mit dem Stift geschrieben. Aktiv-Bords sind
besser, weil wir die Tafel nicht putzen müssen und
wir dadurch Zeit sparen.
So haben wir nicht so viel Arbeit mit der Tafel und
der Boden wird nicht nass. Außerdem sind die
Wandfarben wunderschön, die Tische sind neu,
und das Allerbeste ist, dass man besser arbeiten
kann.
Ja, man muss schon sagen, die neuen Räume sind
sehr schön gestaltet worden!!!!
von Franziska, Julia, Sarah
Klassen, worüber sie und ihre Lehrerin Frau Holla
sich sehr gefreut haben. Dafür haben sie aber auch
viel trainiert. Sie haben zwei Stunden Sportunterricht in der Woche bei ihrem Klassenlehrer und
zusätzlich gehen die Kinder noch in die Talentförderung. Die Schwerpunkte in den Sportklassen sind
Judo, Volleyball und Hockey. Hier soll das Konzept
jedoch erweitert werden, sodass auch Sportler
anderer Sportarten optimal gefördert werden
können. Es gibt auch einige Schüler, die noch mehr
Sport machen, weil sie in Vereinen aktiv sind.
Die Sportschüler haben es oft schwieriger als die
„normalen“ Klassen: Wenn nämlich ein Wettkampf
oder eine Turnier am Wochenende stattfindet, haben sie weniger Zeit, um sich auf die Klassenarbeiten vorzubereiten. Allerdings werden auch mal die
Klassenarbeiten verschoben, wenn die Klasse durch
den zusätzlichen Sport keine Zeit zum Lernen hat.
Aber auch wenn es manchmal stressig ist, sind die
Schüler immer stolz auf sich, wenn sie mal wieder
etwas Tolles geschafft haben. Außerdem spielen sie
Volleyball oder Hockey in Teams zusammen. Dadurch werden Teamgeist und die Klassengemeinschaft gestärkt. Ab der siebten Klasse ist es mit der
Sportklasse leider vorbei. Aber dann freuen sich
die schon großen Sportler über eine neue quirlige
Sportklasse, die Wettbewerbe gewinnt und eine
gute Klassengemeinschaft hat.
von Hasna, haymae, Sümeyra
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Wahlunterricht
An unserer Schule gibt es zahlreiche Angebote für
den Wahlunterricht. Wahlunterricht bedeutet, dass
die Schülerinnen und Schüler zwischen den Jahrgangsstufen 5 und 9 insgesamt 5 WU (Wahlunterricht) -Punkte sammeln müssen. Diese kann man auf
verschiedene Arten erreichen. Die Punkte der einzelnen Schüler werden nach Anwesenheit und nach
Absprache der leitenden Lehrer bestimmt.
Man kann die WU-Punkte
aber auch bekommen,
wenn man in der Musikoder Bläserklasse oder in
der Sportklasse ist. Denen
wird nämlich ihre zusätzliche Musik- oder Sportstunde auf
dem Stundenplan als
WU-Punkt
angerechnet. In der 8.
und 9. Klasse haben die Schüler meistens keine Motivation mehr für die
,,kindischen AGs“. Darum bietet die
Schule den Wahlunterricht an, damit die
Schülerinnen und Schüler ihre noch
fehlenden WU-Punkte füllen können.
Den Erziehungsberechtigten wird auch
ein „Zwischenstand“ geschickt, damit
sie über den Stand der WU-Punkte ihres Kindes
Bescheid wissen. Manchmal kann es dazu kommen,
dass ein Kurs zu voll ist. Dann wird ausgelost, wer
daran teilnehmen darf.
Wir haben ein kleines Interview mit unserem Schulleiter über Spanisch als Wahlunterrichtsfach geführt
und er gab uns einige interessante Informationen,
sodass es uns in der Nase gekitzelt hat, es euch zu
erzählen:
Spanisch gibt es an unserer Schule schon seit zwei
Jahren. Im Moment ist Spanisch noch keine 2. Fremdsprache bei uns an der Schule, es könnte aber in den
nächsten Jahren dazu kommen, dass man Spanisch
dann auch schon als 2. Fremdsprache auf dem Wahlzettel ankreuzen kann. Gerade gibt es bei uns Latein
und Französisch zur Auswahl als 2. Fremdsprache.
Unsere einzigste aktive Spanischlehrerin, Frau Ohle,
und unser Schulleiter, Herr Osterkamp, sind Ansprechpartner für den Spanisch-Wahlunterricht, da
unsere andere Spanischlehrerin, Frau Prieler, im
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Moment im Elternschaftsurlaub weilt. In Spanisch
muss man zwar wie in jeder Fremdsprache viele
Vokabeln lernen, aber wenn man eine andere Sprache sprechen kann, ist das natürlich ein Vorteil. Nicht
nur für den Beruf später, sondern auch für den
Urlaub.
Unser Schulleiter erzählte uns, dass er jetzt Italienisch
lernen wollte, weil er so oft nach Italien in den Urlaub
fährt und es doof findet, wenn er nicht mit den
Bewohnern dort kommunizieren kann. Das wäre doch
gelacht, wenn wir das nicht auch mit Spanisch könnten! Deshalb haben sich auch in dem letzten Jahr
ungefähr 40 Schüler und Schülerinnen ab der 8.
Klasse für den Wahlunterricht beworben. Jedoch
konnte davon nur die Hälfte aufgenommen werden.
Diese 20 Schüler und Schülerinnen, wurden ausgelost. Diese Auserwählten mussten einen
„Vertrag“ unterschreiben, der beinhaltet,
dass der Schüler/ die Schülerin sich für
zwei Jahre verpflichtet, den Unterricht zu
besuchen. Man kann folglich auch nicht
aus diesem Kurs herauskommen! Spanisch
ist kostenlos für die Schülerinnen und
Schüler. Auch kann man wegen der Note
in Spanisch nicht sitzen bleiben. Jedoch
kann man mit der Spanischzensur eine
andere Note ausgleichen. Empfohlen wird
dieser Kurs den
Schülern, die
gut in Sprachen und vor allem in der
2 Fremdsprache sind! Sie
fragen sich sicher, wieso
wir Spanisch in unserer
Schule eingeführt haben,
und ich muss sagen, das
habe ich mich bis zum
Interview auch gefragt.
Doch auch auf diese Frage
konnte unser Schulleiter
eine logische Antwort
geben und er sagte uns:
„Wir haben Spanisch auf Grund der Wünsche von den
Schülerinnen und Schülern, aber teilweise auch von
den Eltern eingeführt.“
„Das war auch schon unsere letzte Frage“, sagten
wir zu Herrn Osterkamp und bedankten uns. Dann
schlossen wir die Tür und freuten uns, ein so nettes
Interview mit unserem coolen Schulleiter gehabt zu
haben.
von Saskia und Rebecca
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Projektwoche
Wir sind gerne hier an der
Schule. Aber so, wie es hier
jetzt ist, kann es noch schöner
werden!
Diesen Gedanken hatten auch
einige Lehrer, die an dieser
Schule unterrichten und
haben ein Projekt ins Leben gerufen: Unsere Schule
soll schöner werden! Deshalb gibt es am Ende des
Schuljahres eine Projektwoche der besonderen Art.
Alle helfen mit, das heißt, alle Schülerinnen und
Schüler der Immanuel-Kant-Schule, alle Lehrerinnen und Lehrer ziehen einen Arbeitskittel an,
nehmen Pinsel in die Hand, richten sich aufs handwerkliche Arbeiten ein. Denn das Projekt heißt
„Neugestaltung der Schule“. Es werden alle Trakte
neu gestrichen und die Pfosten von den überdachten Gängen auch. Im Moment sind die Pfosten
rostrot, außerdem splittert die Farbe auch noch ab
(später nicht mehr). Die Mülleimer sind überall mit
Edding angekritzelt. Natürlich müssen auch die
Toiletten in Augenschein genommen und gründlich
verschönert werden. Vielleicht bekommen auch die
Wände in den Klassenzimmern einen bunten
Förderverein
Seinen fünfundzwanzigsten Geburtstag feierte der Förderverein „Freunde und Förderer der Immanuel-Kant-Schule e.V.“ im
vergangenen Jahr. 1986 wurde er von einigen
Lehrern und Elternbeiratsmitgliedern ins Leben gerufen. Aber schon bald darauf verfiel er
in einen Dornröschenschlaf, aus dem ihn 1995
ein motiviertes Eltern-Lehrer-Team aufweckte. Seitdem kümmert sich der Förderverein an
der IKS um das Wohl der Schule und vor allem
der Schülerinnen und Schüler. Die Mitgliederzahl ist inzwischen ist auf 300 angewachsen.
Viel Geld wurde und wird in alles Mögliche zur
Unterstützung des pädagogischen Auftrags investiert. Auch fördert oder organisiert der Verein Veranstaltungen für die Schulgemeinde und
Workshops für die Schülerschaft. Selbst die früheren Kantschüler, also die Ehemaligen, werden nicht vergessen. Für sie veranstaltet der
Förderverein seit 1999 in regelmäßigen Ab-
Z ei t u n g
Kant Aktuell 32
Anstrich, wenn das Geld reicht! Auf der ganzen
Schule sind Aufkleber verstreut. An sehr vielen
Stellen ist es sehr dreckig. Das soll nun endlich
anders werden!
Die Mosaike an den Außenwänden der Trakte
werden nicht entfernt - sie bleiben dran, solange sie
halten. Der Innenhof wird auch gesäubert und an
manchen Stellen neu gestaltet. Es soll auch gemütlicher werden. Neue Bänke werden von Kindern auf
dem Schulgelände angebracht, damit man sich in
den Pausen oder in Freistunden hinsetzen kann.
Noch ist aber nicht klar, wohin sie kommen sollen.
Doch leider reicht das Geld nicht, um neue Pflanzen
anzuschaffen, die man in das Außengelände zwischen den Trakten setzen könnte.
Die Tafeln in den Klassen werden trotz den ganzen
Renovierungsmaßnahmen nicht erneuert. Dafür
langt das Budget auch nicht. A propos: Zur Finanzierung der Projektwoche ist die Schule auf Spenden
angewiesen. Viele Eltern von Schülern haben eine
Geld- oder auch eine Materialspende (z. B. zwei
Sack Blumenerde oder einen Eimer Farbe) beigesteuert. Danke dafür! Das Team der Projektwoche
hofft noch auf weitere Spenden. Je mehr Geld da
ist, desto schöner kann es werden!
von Ethem und Finn
25 Jahre Förderverein
an der IKS
ständen Ehemaligentreffen in der Schule, die
sehr gefragt sind und regen Zuspruch finden.
Als besonders wertvolle Projekte, die keiner mehr
missen will, haben sich die vom Förderverein geführte Schülerbücherei und das Bistro mit seinem
weitreichenden freiwilligen Elterneinsatz und den
zuverlässigen Öffnungszeiten an der Kant-Schule erwiesen. Neueste Initiativprojekte des Vereins
sind die Finanzierung von Aktiv-Boards in Klassenräumen sowie die Hilfeleistung aus dem kürzlich
eingerichteten Hilfsfond „Armut in der Schule“, in
den Spenden aus der Schulgemeinde fließen sollen, um Schülern in Härtefällen unbürokratisch
Schulmaterialien zur Verfügung stellen zu können.
Kurzum: Der Förderverein ist eine
Bereicherung für unsere Schule!
Maria Roos
Kant Aktuell 32
IK S
in d er
Unser Bistro
8 Uhr morgens vor dem Bistro: Geschlossener
Rollladen, menschenleer.
9 Uhr an gleicher Stelle: Noch immer ist der
Rollladen geschlossen. Aber hinter der Kulisse tut
sich schon sehr viel. Ungefähr vier Frauen streichen Brote, schneiden Tomaten, schnippeln
Rohkost.
9 Uhr 15: Der Rollladen geht hoch, die Brötchen,
Croissants, Paprikastückchen, Bananen und
Anderes werden appetitlich hingestellt. Allmählich kommen die ersten hungrigen Lehrer vorbei,
die sich für den Tag eindecken. Der ein oder
andere Oberstufenschüler tut das Gleiche.
9 Uhr 30: Die Ruhe ist
vorbei. Alle Schüler, auch
einige Lehrer stürmen ins
Bistro, um in der ersten
großen Pause etwas zu
essen zu kaufen.
Wie gut, dass die freiwilligen Helfer schon die
Brötchen vorbereitet
haben und sie jetzt nur
Dringend Helfer im
Bistro gesucht!
Das Bistroteam sucht für das kommende
Schuljahr dringend neue Helfer.
Seit Jahren ist unser Bistro ein fester Bestandteil
des Schullebens. Unter der „Schirmherrschaft“
des Fördervereins helfen zurzeit ca. 60 ehrenamtliche Helfer die Schüler und Lehrer täglich
mit belegten Brötchen, Obst, Gemüse, Joghurt,
Gebäck, Süßigkeiten sowie Getränken zu versorgen. Die Helfer sind dabei von 8.00 Uhr bis
14.00 Uhr unermüdlich im Einsatz.
Zum Schuljahresende verlässt uns nicht nur der
letzte Abiturjahrgang, sondern es verabschieden sich auch fünf Mütter, die in unserem Bistro
wertvolle Arbeit geleistet haben und hinterlassen eine große Lücke im Team. Aus diesem
Z ei t u n g
31
noch verkaufen müssen.
Sonst wären
sie diesem
Ansturm
nicht gewachsen! Das Bistro ist ein Ort,
in dem sich Schüler in den
Pausen oder in den Freistunden etwas zum Essen
kaufen. Es gibt belegte Brötchen, etwas Süßes
und was zum Trinken und Rohkost etc. Und das
Bistro dient einem guten Zweck, denn es gibt
viele Schüler, die ihr Essen vergessen und sich
dann etwas vom Bistro kaufen. So müssen sie
nicht hungern. Außerdem wird das Bistro vom
Förderverein der Schule geführt. Durch die
Einnahmen durch den Essensverkauf werden
Schulprojekte unterstützt.
Das Essen schmeckt dort
lecker. Und das Essen ist
günstig. Belegte Brötchen
kosten 50 Cent und Gemüse
nur 10 Cent. Die Bistromütter
und -väter sind auch sehr
freundlich und hilfsbereit. Es
ist sehr schön, dass die
Bistroeltern freiwillig
arbeiten.
von Funda, Umut, Kadir
Grund benötigen wir dringend neue Freiwillige
aus der Elternschaft, damit die Öffnungszeiten
wie bisher erhalten bleiben. Optimal wäre es,
wenn wir übers Jahr stets 70 ehrenamtliche
Helfer im Bistro hätten. Damit wäre es möglich
alle „Arbeitsschichten“ ausreichend
abzudecken.
Wenn Sie uns helfen möchten, entscheiden Sie
selbst, wie viel Zeit Sie in unser Bistro investieren und an welchem Tag und in welchem Rhythmus Sie uns unterstützen.
Wenn Sie Fragen haben, hilft Ihnen ein Anruf in
der Schülerbibliothek Tel. 06142-6033925 oder
eine E-Mail an [email protected] weiter. An der Bistro-Theke und auf der
Bistroseite der Schulhomepage gibt es das
Anmeldeformular, das Sie ausgefüllt an der
Bistrotheke oder in der Schülerbibliothek
abgeben können.
32
IK S P a n o ra m a
Ein „echter“ Reporter zu
Besuch bei Kant Aktuell
Kant Aktuell 32
nächst hat er uns
ganz allgemein
erklärt, wie eine
Ausgabe der
„Main-Spitze“
Wie ententsteht:
Ein
Reporter
schreibt
seinen
Bericht,
steht
manchmal
macht
ein
Fotograf
noch
ein
Bild dazu.
eigentlich
Dies
wird
dann
in
Wiesbaden
layoutet
und
im
eine ZeiDruckzentrum
in
Rüsselsheim
gegen
ein
Uhr
in der
tung? Wie
Nacht
gedruckt,
um
dann
von
dort
mitten
in
der
lange arbeiNacht bzw. früh am nächsten Morgen an die
tet ein
einzelnen Abonnenten verteilt zu werden.
„echter“
Redakteur, Schnell ging es dann um die genaue Arbeit von
also einer,
Herrn Wien, der vor allem über Kulturelles und
der damit
Religion schreibt und sich als „Sozialonkel“ der
sein Geld verdient, am Tag? Darf er seine Meinung „Main-Spitze“ bezeichnete.
schreiben? Und wie schafft man es, an einem Tag
Das Wichtigste für Herrn Wien ist der Leser, den er
eine so große Zeitung wie die „Main-Spitze“ zu
immer besonders im Blick habe. „Und dann fühle
schreiben? Das sind einige Fragen, die die AG der
ich mich als Reporter der Wahrheit verpflichtet, da
Schülerzeitung interessiert hat. Zunächst einmal
das ganz entscheidend für das Vertrauen des
haben wir darüber nachgedacht, wie unsere
Lesers ist“, ergänzte er. Ob er seine eigene MeiSchülerzeitung entsteht. Das ist ein ganz schön
nung schreiben kann, hänge zum einen von der Art
langer Prozess, bis man vom geschriebenen Artikel des Artikels ab. In einem Kommentar dürfe er das
zur fertig layouteten Ausgabe kommt. Schnell
schon, allerdings gelte der Kodex, dass er niemanhaben wir gemerkt, dass dies bei einer Tageszeiden beleidigen darf. In einem Bericht habe die
tung schneller und anders passieren muss. Um uns eigene Meinung eher keinen Platz, da müsse
Klarheit zu verschaffen, haben wir uns einen
drinstehen, was passiert ist, erklärte der Journalist.
Reporter aus der Lokalredaktion der „Main-Spitze“ Besonders viel Spaß mache ihm zum Beispiel das
eingeladen, der uns am Freitag, den 27. Januar in
Schreiben an sich. Und dann möge er den Umgang
unserer Bibliothek besuchte. Herr Wien ist ein
mit den Menschen, da er ein neugieriger Mensch
freundlicher, schon etwas erfahrener Reporter und sei. Auch für uns hat er sich interessiert und uns
beantwortete all unsere Fragen geduldig und
am Ende seines Berichtens einige Fragen gestellt,
freute sich aufrichtig über unser Interesse. Zuzu denen er dann einen eigenen Artikel für seine
Zeitung geschrieben hat.
Er hat uns aber auch verraten, was ihm keinen
Spaß macht. Er möge keine Polizeiberichterstattung
und könne auch langweilige Termine wie zum
Beispiel Vereinssitzungen nicht leiden. Außerdem
berichte er nicht gerne über Unglücksfälle oder
Leid. Feste Arbeitszeiten hat Herr Wien nicht, das
sei immer abhängig davon, was gerade anliegt. Die
Frage, was er denn verdiene, entlockte ihm ein
Lächeln. „Das habe ich mir schon gedacht, dass ihr
danach fragen werdet!“, sagte er und verriet uns,
dass man von seinem Gehalt ganz gut
leben könne und er als fest angestellter
Journalist damit zufrieden sei. Wenn
man als freier Mitarbeiter arbeite,
dann bekomme man 21 Cent pro
geschriebene Zeile, was so viel gar
nicht sei.
Über das ganze Interview haben wir
alle die Zeit vergessen, so spannend
war es, einem professionellen Reporter
zuzuhören. So gingen wir alle ein
bisschen schlauer und informierter in
den Freitagnachmittag. Wer weiß,
vielleicht wird ja eine oder einer der
Kant Aktuell Redakteure in die Fußstapfen von Herrn Wien treten!
(wt)
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
Die Plakate zum Anfeuern der
Abiturienten haben geholfen.
112 Kantianer haben in diesem
Jahr ihr Abi geschafft.
Herzlichen Glückwunsch zur
Allgemeinen Hochschulreife!!!
33
34
V er m is ch t es
Kant Aktuell 32
Ethik-Hausaufgabe
Das »Tagebuch der Anne Frank« ist Weltliteratur und ethisch-philosophisch äußerst ergiebig. Der EthikKurs 7 f1, f2 konnte sich selbst davon überzeugen und kann mit den vorliegenden Arbeiten auch alle, die
die Aufzeichnungen von Anne Frank noch nicht selbst gelesen oder nicht mehr in guter Erinnerungen
haben, von diesem leidvollen Genuss überzeugen. Zsófia gibt dafür einen kompakten Abriss der kurzen
Biographie von Anne und ihrer Familie. Chadischa liefert ebenso gekonnt die wichtigsten Informationen
zum Tagebuch selbst. Elnaz gibt einen Einblick in die ethischen Themen der Einträge und einen Ausblick
auf eine Reflexionskraft und Vernünftigkeit einer Jugendlichen, wie sie viele Erwachsene vielfach vermissen lassen.
Teil 1: (Zsófia Sirma)
Annelies Marie Frank, auch genannt Anne Frank, wurde am 12.
Juni.1929 in Frankfurt am Main
geboren. Sie war das zweite Kind
ihrer Eltern Edith Frank-Holländer und Otto Heinrich Frank. Ihre
Mutter erzog ihre beiden Töchter Anne und die drei Jahre ältere Margot sehr religiös, wobei ihr Vater eher auf die Bildung
seiner Töchter achtete. Er besaß eine große Privatbibliothek,
in der er seine Töchter, vor allem Anne, zum Lesen animierte. Die Familie lebte in einer assimilierten Gemeinschaft von
Juden und anderen Bürgern. Die
Franks waren Reformjuden, die
viele Traditionen des jüdischen
Glaubens bewahrten, aber nur
wenige Gebräuche pflegten.
Als zweites Kind wurde Anne
oft mit ihrer Schwester Margot verglichen, die in Mathe besonders glänzte, Anne hingegen
fand mehr Spaß am Lesen und
fing schon sehr früh an, literarisches und schriftstellerisches Talent zu zeigen. Sie fühlte sich gegenüber Margot oft benachteiligt,
was sie später auch in ihrem Tagebuch zum Ausdruck brachte.
Die Familie lebte zunächst in
Frankfurt, wo Anne ein unbeschwertes leben geführt hatte.
Als die NSDAP bei der Kommunalwahl die Mehrheit erreichte, kam es sofort zu judenfeindlichen Demonstrationen. Aus Angst
um sich und ihre Kinder beschloss
Edith Frank, mit Anne und Margot zu ihrer Mutter Rosa Hollän-
Juli 1942 einen
Aufruf von der
Zentralstelle für
jüdische Auswander nach Aachen zu ziehen. Otto
derung in Amsterdam erhielt, der
Frank blieb zunächst in Frankfurt, ihre Deportation in ein Arbeitslabis er dann eine Niederlassung
ger anordnete. Hätte sich Margot
für die von ihm gegründete Firnicht gemeldet, wäre die ganze
ma Opekta in Amsterdam erhielt. Familie Frank verhaftet worden.
Er zog in die Niederlande, um alEs gilt als gesichert, dass das Verles für die Ankunft seiner Familie
steck verraten wurde. Der Tävorzubereiten. Im Februar 1934
ter ist jedoch nicht sicher idenkamen Edith und die Kinder nach. tifiziert. Die Nationalsozialisten
Durch das Reichsbürgergesetz ver- kamen am Morgen des 4. August
lor die Familie dort ihre deutsche 1944 in das Hinterhaus und verStaatsbürgerschaft. Auch in den
hafteten die Familie Frank. NachNiederlanden kümmerten sich
dem Anne und ihre Familie u.a.
Edith und Otto um die Bildung ih- im überfüllten Gefängnis Huis van
rer Töchter und meldeten Anne an Bewaring waren und so viel Leid
der Montessori-Schule an. Margot ertragen mussten, wurden sie am
ging auf eine öffentliche Schule.
2. September beim Appell zum
1938 gründete Annes Vater erTransport nach Auschwitz ausneut eine Firma, die sich Pectacon gewählt. Anne war drei Monanannte und Gewürze verkaufte.
te vor der Ankunft in Auschwitz
1939 kam Ediths Mutter zu den
15 Jahre alt geworden. Sie, MarFranks nach Amsterdam, wo sie
got und ihre Mutter Edith mussbis zu ihrem Tod im Januar 1942
ten viele Qualen über sich ergeblieb. Wie rücksichtslos die Natio- hen lassen, z.B. wurden ihnen
nalsozialisten vorgingen, erfuhren die Haare abrasiert und sie bedie Franks aus erster Hand von
kamen eine Zahl eintätowiert.
Ediths Bruder Walter Holländer,
Anne bekam, wegen der katasder, bevor er mit einer Sonderge- trophalen hygienischen Bedinnehmigung in die Niederlande ge- gungen, Krätze und wurde zureist war, festgenommen wurde.
sammen mit Margot in einen
Nachdem die Niederlande 1940
Isolierblock verlegt. Im März 1945
von den Nationalsozialisten anbreitete sich eine Typhus-Epidegegriffen und schließlich besetzt
mie im Lager aus, der auch Anne
worden, war zogen die Franks
und Margot zum Opfer fielen.
in das Hinterhaus der Firma. Die
Laut Zeugenaussagen fiel MarFranks bekamen Unterstützung
got geschwächt von ihrer Pritvon u.a. Miep Gies. Sie lebten etsche und starb. Einige Tage später
was länger als zwei Jahre dort.
war auch Anne tot. Die genauDie Lage der Familie Frank spitzen Daten wurden kurz vor dem
te sich zu, als Margot Frank am 5. Kriegsende nicht mehr notiert.
Das Leben von Anne Frank
Kant Aktuell 32
Teil 2: (Chadischa Tatari)
V er m is ch t es
ihrem
ungeAnne Frank wöhnlichen
Alltag, sie
schreibt über die Enge des Verstecks,
über
schöne Überraschungen und über Konflikte mit
den Mitbewohnern.
Sie fühlte sich oft missverstanden und wünscht
einen wahren Freund, dem sie ihre intimsten
Gedanken und Gefühle anvertrauen könnte. Sie
stellte fest, dass sie mehrere »Freunde« und ebenso viele Verehrer habe, aber keinen echten
Freund. So blieb ihr Tagebuch der engste Vertraute. In den Einträgen kann man nachvollziehen, wie
Anne ihre eigene Sexualität entdeckt und aufkeimende Gefühle der Liebe zu Peter van Pels beschreibt, der ihren hohen Erwartungen jedoch
nicht gerecht werden konnte.
Anne vertraute dem Tagebuch während der 25
Monate im Versteck alle ihre Ängste und Hoffnungen an. Sie zeigte schon früh ein ausgeprägtes
Interesse am Lesen und Schreiben, das ihr Vater
förderte. Während ihres Verstecks im Hinterhaus
las sie zahlreiche Bücher, wodurch sie ihre literarischen Kenntnisse und ihre schriftstellerischen
Fertigkeiten verbesserte. Mit der Zeit wurden ihre
Tagebucheinträge komplexer, und sie äußerte sich
auch zu schwierigen Themen wie zum Beispiel
dem Glauben an Gott.
Sie wollte Schriftstellerin werden und begann
neben ihrem Tagebuch andere literarische Werke
zu schreiben, deren Qualität für ihr junges Alter
als überdurchschnittlich eingeschätzt wurde.
Anne betonte mehrmals, dass ihr Tagebuch ein
privater Ausdruck ihrer Gedanken und Gefühle sei,
die keiner lesen durfte. Am 29. März 1944 änderte
sie jedoch ihre Meinung. Sie hörte bei Radio
Oranje, wie der Minister für Bildung, Kunst und
Wissenschaft in der niederländischen Exilregierung davon sprach, dass er nach dem Kriegsende
die Unterdrückung der Niederländer unter deutscher Besatzung öffentlich dokumentieren wolle.
Anne gefiel diese Idee und bereitete ihr Tagebuch
für eine Veröffentlichung vor. Im Mai begann sie,
ihre Einträge zu
überarbeiten. Sie
entfernte und
veränderte eigene
Abschnitte, die
ihrer Meinung
nach uninteressant oder zu intim
für die Öffentlichkeit waren. Außerdem adressierte
sie alle Einträge an
ihre imaginäre
Freundin Kitty.
Das Tagebuch d
er
Das Tagebuch der Anne Frank ist ein
Werk der Weltliteratur. Anne Frank führte das
Tagebuch vom 12.Juni 1942 bis zum 1. August
1944. Ein Teil schrieb sie in der Wohnung am
Merwedeplein, den größten Teil aber schrieb sie
im Hinterhaus in Amsterdam. Dort versteckte sie
sich zwei Jahre lang mit Familienangehörigen und
Bekannten vor den judenfeindlichen Nationalsozialisten, um der Ermordung zu entgehen. Miep
Gies nahm das Tagebuch nach der Verhaftung der
Familie Frank an sich und bewahrte es. Das Tagebuch übergab sie nach dem Krieg an Annes Vater
Otto Heinrich Frank; es wurde dann zu einem der
meistverkauften und meistaufgeführten Taschenbücher in der Bundesrepublik Deutschland.
Anne Frank erhielt das Tagebuch zu ihrem 13.
Geburtstag am 12. Juni 1942. Zwei Tage nach
ihrem Geburtstag begann sie mit den ersten
Einträgen, in denen sie sich selbst und ihre Welt
beschrieb. Sie schrieb über ihr privates Leben mit
ihrer Familie und ihren Freunden, ihren Schulalltag
und ihre bevorzugten Plätze in der Nachbarschaft.
Neben all diesen Bemerkungen über ihr privates
Leben äußerte sie sich auch zu den Veränderungen, die das Leben vieler geflohener Juden erschwerten. Sie schrieb über den Judenstern, den
die Juden in der Öffentlichkeit tragen mussten,
sowie über andere Beschränkungen, denen sie
während der deutschen Besatzung unterworfen
waren.
Die plötzliche Veränderung ihrer gewohnten
Lebenssituation äußerte sich im Laufe der zwei
Jahre, in denen sie sich versteckt hielten, besonders in der Form und in dem Inhalt ihrer Schreibweise. Das Leben in einer angespannten Atmosphäre voller Angst und Ungewissheit führte dazu,
dass es immer wieder zu Unruhe und Spannungen
zwischen ihnen im Hinterhaus kam. Je länger sie
im Hinterhaus zusammenlebten, desto deutlicher
kamen persönliche Konflikte zum Vorschein.
Da Anne nun von all ihren Freunden und von der
Gesellschaft getrennt leben musste, entwickelte
sich das Tagebuch zu ihrer wichtigsten Begleitung
in der schweren Zeit. Ab
Ende September schrieb sie
ihre Gedanken
in Briefform,
die sie an
verschiedene
Mädchennamen adressierte. Anne
erzählt über
verschiedene
Erlebnisse in
35
Schülerarbeit aus dem Kunst-Unterricht
36
Teil 3: (Elnaz Yousefi)
Freiheit
Anne hatte als ein Mädchen
jüdischer Abstammung nicht viel
Freiheit. Auch andere Juden
hatten kaum Freiheiten. Alles
fing am Anfang des zweiten
Weltkrieges an, als Hitler an die
Macht kam. Anne erwähnt an
einer Stelle in ihrem Tagebuch,
dass den Juden fast alles verboten wurde (S. 21): »Judengesetze folgten auf Judengesetze, und
unsere Freiheit wurde sehr
beschränkt. Juden müssen einen
Judenstern tragen; Juden müssen […]« Sie hatten somit Angst
vor jeder Bewegung, weil für sie
so vieles unerlaubt war. Während sie sich versteckten, hatten
sie noch weniger Freiheit. Sie
konnten nicht raus um frische
Luft zu schnappen, bestimmte
Einkäufe zu erledigen oder
Freunde zu treffen und mit
ihnen Spaß zu haben. Es gab
auch Situationen, in denen sie
sich im oberen Teil des Hauses
nicht bewegen durften, weil
man sonst gemerkt hätte, dass
jemand oben ist. Im Tagebuch
erzählt Anne von einem Moment, als wichtiger Besuch da
war: »Margot wagte nicht, mich
anzufassen, aus Angst, sie
Freundschaft
und Familie
Während der Zeit, in der sich die
Familie versteckte, lernte Anne
andere Seiten von ihren Familienmitgliedern kennen und
entwickelte neue Gefühle. Sehr
stark war es bei Anne und ihrer
Mutter, denn Anne entwickelte
leichten Hass für ihre Mutter. Sie
meinte sogar, dass sie Edith gar
nicht mehr als eine richtige
Mutter sehe, sondern eher als
V er m is ch t es
Kant Aktuell 32
Etage teilen mussten. Wie Anne
erzählt (S. 134), mussten um
Ethischhalb neun alle in ihren Zimmern
sein, weil es sehr ruhig sein
philosophische
sollte, da man, wenn im Büro
Themen im
niemand ist, im Lager alles hören
kann und Herr und Frau van
Tagebuch der
Daan nicht gestört werden
Anne Frank
wollten. Es gab Momente, in
denen Anne von ihrer Freiheit
schwärmte und schrieb: »Radfahren, tanzen, pfeifen, die Welt
könnten uns unten hören. Und
sehen, mich jung fühlen, wissen,
rufen ging erst recht nicht.« (S.
dass ich frei bin – danach sehne
101) Auch die Freiheit, ihren
ich mich.« (S. 154) Ihre UnfreiBedürfnissen und Wünschen
heit macht sie zum Teil verrückt
nachzugehen, wurde ihnen
da sie nichts machen konnte,
genommen. Anne erzählte über außer in einer ziemlich engen
die Wünsche für die Zukunft
Etage zusammen mit den andenach dem Kriegsende, die sie
ren zu sitzen und zu lesen, zu
und die anderen Versteckten
schreiben oder auch ihre Filmhatten: »Margot und Herr van
starsammlung durchzugucken.
Daan wünschen sich am meisten Auch ihre Freiheit für Privatein heißes Bad, bis zum Rand
sphäre wurde durch ihre Mitbegefüllt, und wollen darin mehr
wohner beschränkt. Die Bezieals eine halbe Stunde bleiben.
hungen untereinander gingen
[…] Am meisten sehne ich mich
durch die allgemeine Unfreiheit
nach unserer eigenen Wohnung, kaputt, da sie nichts Großartiges
nach freier Bewegung und
oder Spaßiges machen konnten,
endlich wieder nach Hilfe bei der weder zusammen noch alleine.
Arbeit, also nach der Schule!«
Die Freiheit, sich weiterzubilden,
(S. 118) Doch es war nicht nur
Neues von der Welt kennenzuihr Dasein als Jüdin, das ihnen
lernen, Hobbys nachzugehen
die Freiheit nahm, es waren
oder eine Zukunft mit anderen
auch die Mitbewohner, mit
Personen zu planen, wurde ihr
welchen Anne und ihre Familie
ebenfalls genommen.
sich alle eine kleine und enge
eine Verteidigerin für Margot.
Anne musste nun ihre eigene
Mutter sein. Margot bekam all
die Aufmerksamkeit: »Margot ist
nun mal die Klügste, die Liebste,
die Schönste und die Beste.« (S.
142) Annes einzige Hoffnung und
die einzige Person, die sie richtig
lieb zu haben schien, war ihr
Vater (S.129). Sie bezeichnete
ihren Vater als einen sehr bescheidenen Menschen und fand,
dass er ein »Vorbild an Güte« sei.
Anne selber meinte, dass sich
das Verhältnis untereinander
umso mehr verschlechterte, je
länger sie im Versteck waren. Sie
entwickelte für Mutter und
Margot nur ein bisschen Liebe
und das auch nur, wie Anne sagt,
»weil sie nun einmal Mutter und
Margot sind.« (S. 142) Sie war
auf gar keinen Fall neidisch auf
Margot. Anne wollte einmal die
richtige Liebe ihres Vaters spüren, nicht als seine Tochter
sondern als Anne selbst (S. 142).
Sie fand, dass sie keine richtige
Familie mehr waren, und das
machte sie auch traurig. Sie
Kant Aktuell 32
fühlte sich ziemlich missverstanden und auch sehr alleine. So
gern wünschte sie sich eine
Person, die sie tröstet oder ihr
mal in schweren Situationen
hilft. Darunter konnte sie sich
auch eine gute Freundin vorstellen, die sie nie gehabt hatte. Ihre
einzige beste Freundin war ihr
Tagebuch Kitty. Ihr konnte sie
alles erzählen. Doch Kitty war
keine Person, also war es sehr
schwer, mit ihr »Spaß« zu haben.
V er m is ch t es
Der Wunsch nach einer guten
Freundin wurde von Tag zu Tag
größer, doch da sie sich als Juden
versteckt halten mussten, konnte
sie auch nicht einfach nach
draußen rennen und neue
Freunde finden. Sie hatte aber
zudem klare Vorstellungen, wie
eine beste Freundin so sein sollte
(S. 162). Abends träumte sie
auch von Peter Gunst, der erst
mal ein guter Freund war. Diese
Freundschaft entwickelte sich
37
schnell zur Liebe. Anne selber
meinte am Anfang, dass es keine
Liebe sei doch langsam merkte
sie selber auch, dass es echte
Liebe war. Durch enge Freundschaften konnte Anne sich auch
weiter entwickeln und erst recht,
wenn die Liebe dazu kam. Anne
wusste, weil sie sich als ihre
eigene Mutter betrachtete, wo
sie ihre Grenzen ziehen und
wann sie aufhören musste.
Schülerarbeit aus dem Kunst-Unterricht
Glauben
Annes Glauben an Gott war an
manchen Tagen sehr stark, da sie
hoffte, dass Gott ihr hilft, den
Nationalsozialisten zu entkommen. Dadurch wurde ihr Glaube
sehr gestärkt, weil sie auch sehr
an Gott und seine Taten glaubte.
Jeden Abend betete sie mit
ihrem Vater und sie wollte auch
nur mit ihrem Vater beten. Mit
ihrer Mutter wollte sie nicht
beten: »Anne, Papi kommt heute
Abend noch nicht. Sollen wir
nicht mal zusammen beten?«
»Nein Mansa« (S. 101) antwortete sie. Ihre Mutter lief mit Tränen
in den Augen raus und Anne
hatte sehr viel Mitleid, doch sie
wollte auch nicht gegen ihren
Willen mit ihrer Mutter beten.
Sie betete auch für ihre frühere
Freundin Hanneli und hoffte,
dass Gott ihr helfen konnte, da
Anne zu dem Zeitpunkt selber
nicht helfen konnte. (S. 151):
»Lieber Gott, hilf ihr, dass sie
wenigstens nicht alleine ist. […]
Hat Hanneli wirklich den Glauben
in sich selbst? Hat sie ihn nicht
von außen aufgedrängt bekommen?« Sie meinte, dass Gott ihr
vieles gegeben habe, was sie
eigentlich nicht verdiente (S.
156). Anne betet aber nicht nur
für sich selbst, für Hanneli oder
für ihre Omi, sondern auch für
alle Juden und alle armen Menschen, die noch lange nicht so
viel hatten wie Anne. Natürlich
hoffte sie auch, dass Wunder
geschehen würden. Sie wollte,
dass ihre meisten Wünsche von
Gott berücksichtigt werden
würden und dass er alles möglich
machen könnte. Sie gab ihren
Glauben auch nicht auf und betet
immer weiter. Sie hatte zudem
vor allem das Gefühl, Gott würde
sie auf die Probe stellen (S. 143).
Im Allgemeinen ist zu sagen, dass
ihr Glaube sehr stark war und sie
von diesem auch nicht abrückte.
V er m is ch t es
38
Kant Aktuell 32
Ethik-Hausaufgabe
Nach den beiden »Liebes«-Dialogen der letzten Ausgabe (KA 31), widmet sich dieser Dialog der Frage
»Wer bin ich?«. Wieder gab es viele äußerst ansprechende und das Nachdenken über diese, für jeden
Menschen relevante Grundfrage anregende Hausarbeiten der Schüler/innen aus den Klassen 9 f1, f2, f4.
Lilian Pei gibt einen Geschmack davon und zeigt, warum uns diese Frage angehen sollte, aber warum wir
uns auch hierbei nicht mit vorschnellen Antworten zufrieden geben dürfen. Denn wer glaubt, er weiß, wer
er ist, weiß nicht einmal, dass er glaubt, was er nicht wissen kann.
Die Zwillinge Friseau und
Chloé kommen nach
einem langen Schultag
endlich nach
Hause…
Friseau:
t
ä
t
ti
welche, bei
denen man
innerhalb eines
Tages sich an alles
erinnert, was gerade
passiert ist, und am nächsten Tag völlig verwirrt aufwacht
und gar nichts von sich selbst
weiß.
Hey!
Ich bin
Friseau: Hmm… Die Krankheit
2
f
heute
frisch
macht für mich keinen Unter9
ei,
zum
Klassenspreschied: Wenn man nicht weiß,
P
an
cher gekürt worden!
wer man ist, dann weiß man auch
Lili
nicht, wer man sein sollte… Ein
Chloé: Du?! Weißt du überBeispiel: Eine Frau, die Bürgerhaupt, was du tun musst?!
Friseau: Klar! Hast du wieder mal meisterin ist, wacht eines Morgens auf und weiß nicht mehr,
im Ethikunterricht geschlafen?
Wenn ich weiß, wer oder was ich wer sie ist…
bin, dann kann ich mir die Frage Chloé: Ja, sie weiß nicht, dass sie
Bürgermeisterin ist und deshalb
»Wer oder was will, kann, darf,
ist ihr erstmal auch nicht klar, was
soll oder muss ich sein?« auch
oder wie sie sein muss, um
beantworten.
Chloé: Oh nein, jetzt komm nicht weiterhin eine gute Bürgermeisterin zu sein.
wieder mit deinem »Wie kann
Friseau: Sie hat keine klare Identioder soll ich ein gutes Leben
tät.
führen?« …
Chloé: Nein, so weit musst du
Friseau: Ja, die Frage hat auch
jetzt auch wieder nicht gehen.
etwas mit der Frage, wer will
Natürlich hat sie noch eine
oder darf usw. ich sein, gemeinIdentität, immerhin existiert sie
sam. Bei beiden Fragen muss
man erst wissen, wer man über- noch… mit einem Namen, Aussehen, vielleicht noch gebliebenen
haupt ist. Das ist die wichtigste
Charakter… Ich würde nicht
Frage: Erst wenn man weiß,
welche Rollen man im Leben hat, behaupten, dass sie gleich ihre
Identität verloren hat.
dann weiß man auch, wer man
sein sollte oder wie ein gutes
Friseau: Ich weiß nicht… Meiner
Leben zu führen ist.
Meinung nach stecken in einer
Person zwei Typen von IdentitäChloé: Ja, das ist klar. Aber was
ten, einmal die körperliche und
ist eigentlich, wenn man wegen
einmal die, die von deinen
einer Krankheit nicht weiß, wer
Erinnerungen getragen wird. Die
man ist… z.B. bei Leuten, die
Identität, die aus den Erinnerununter Amnesie leiden.
gen besteht, ist sehr wichtig. Ich
Friseau: Amnesie?
mein’, ein Mensch verändert sich
Chloé: Menschen, die unter
im Laufe der Zeit vom Aussehen,
Amnesie leiden, haben Gedächt- also die körperliche Identität
nisprobleme. Es gibt schlimme
verändert sich. Doch im GegenFälle, in denen man alle 2 Minu- satz zur körperlichen Identität
ten vergisst, wo man sich befinbleibt die Identität aus Erinnedet und warum, aber auch
m
o
l
a
Di
u
gz
Th
a
m
e
n
e
d
I
rungen für immer. Erinnerungen
bleiben einfach in einem gesunden Menschen drin und aus
diesen Erinnerungen weiß man
erst, wer man ist.
Chloé: Und du meinst jetzt, dass
die Frau nur eine »halbe Identität« hat, weil die mit den Erinnerungen fehlt?
Friseau: »Halbe« würde ich nicht
direkt sagen. Es gibt keine halbe
Identität, entweder man hat eine
oder gar keine. Die Frau in unserem Beispiel hat keine!
Chloé: … aus der »ethischen«
Sicht stimme ich dir zu. Aber im
Alltag ist die Identität viel gröber
geregelt. Wenn die Frau einen
Pass, Telefonnummer oder
Ähnliches besitzt, gilt sie immer
noch als eine Person mit Identität.
Friseau: Okay… Ja, ich glaube, du
meinst, dass sie noch eine gesellschaftliche Identität hat. Das
heißt, sie bekommt von einem
Dritten eine Identität zugewiesen, in Formen wie Telefonnummer, Adresse usw. So wird sie in
dieser Form noch von der Gesellschaft »wahrgenommen«.
Chloé: Das habe ich gemeint…
Friseau: Allerdings bin ich mit
deiner Aussage, im Alltag wäre
die Identität viel gröber geregelt,
nicht zufrieden…
Chloé: Ist doch so, wenn du
reisen willst, überprüfen dich die
Security-Leute auch nur durch
deinen Pass und dein Aussehen.
Friseau: Unter »Alltag« versteh
ich aber viel mehr. Die Identität
ist so ein umstrittenes Thema…
Jeder Mensch macht sich Gedanken über sich selbst. Ob man zu
dick ist, wie man sich im Berufsleben verbessern kann, wer man
eigentlich ist…
Kant Aktuell 32
Chloé: Stimmt, man sagt doch,
jeder Mensch hat eine midlifecrisis im Leben und besonders da
überlegt man sich, wer man
überhaupt ist und was Ziel ihres
Lebens ist.
Friseau: Genau, deshalb finde ich,
dass in der Gesellschaft mehr als
die von dir eben genannte Identität im Form von Pass usw. zum
Vorschein kommt.
Chloé: Welche Identitätsformen
kommen denn deiner Meinung
nach noch vor?
Friseau: Naja…, die psychologische Identität zum Beispiel, sie
hängt immer von der Selbstwahrnehmung einer Person ab.
Chloé: Das versteh‘ ich jetzt nicht
wirklich.
Friseau: Also sie hängt davon ab,
wie man zu sich selbst steht. Es
gibt Menschen, die sich selbst
narzisstisch lieben, aber auch
welche, die einen Selbsthass
gegen sich haben.
Chloé: Oh ja… Das heißt Menschen, die zum Beispiel an Essstörungen leiden oder sich selbst
verletzen, haben ein Problem mit
ihrer psychologischen Identität?
Friseau: … Jaaa, ich denke, so
kann man das sagen.
Chloé: Und wieso denkst du, dass
das zum Alltag gehört?
Friseau: Weil wir uns die ganze
Zeit selbst wahrnehmen oder es
V er m is ch t es
zumindest versuchen. Alles, was
wir tun, tun wir mehr oder
weniger für uns selbst, für unsere
Identität.
Chloé: Glaubst du, man kann
seine ganze Identität »auslöschen« und eine neue anfangen?
Friseau: Tun das nicht Transsexuelle, indem sie sich umoperieren
lassen?
Chloé: Ich weiß nicht, wenn man
sich umoperieren lässt, dann
ändert sich doch nur die physische Identität… nein, nicht mal
die physische ändert sich komplett, die DNA bleibt ja immer
noch.
Friseau: Aber Transsexuelle
möchten eine neue Identität
haben. Indem sie sich äußerlich
verändern, fällt es ihnen auch
leichter, sich in die Rolle des
anderen Geschlechtes hineinzuversetzen. Deshalb kann man
schon sagen, die Identität hat
sich durch die Operation ganz
geändert, findest du nicht?
Chloé: Naja… Ich finde, man
kann im Verlaufe seines Lebens
nur eine Identität »aufbauen«.
Sie liegt in der Natur und lässt
sich nicht durch irgendwelche
OPs verändern!
Friseau: Mein Gott! Du denkst so
altmodisch! Die Technik heutzutage macht so viel möglich. Und
außerdem lassen sich Transsexuelle mit der Absicht operieren,
39
ein neuer Mensch mit einer
neuen Identität zu sein. Dabei
sieht die Person sich selbst als ein
neuer Mensch an und wird auch
von der Gesellschaft als eine
neue Identität aufgenommen.
Chloé: So gut werden sie von der
Gesellschaft aber auch nicht
aufgenommen, wenn es nämlich
so wäre, dann würden wir uns
jetzt gerade nicht darüber streiten!
Friseau: Okay, okay… Darüber
kann man sich streiten, ist aber
auch wirklich ein sehr komplexes
Thema…
Chloé: Hmm… Ich finde, Identität
allgemein ist ein sehr komplexes
Thema, das man nicht klar definieren kann.
Friseau: Da stimme ich dir zu.
Trotzdem bringen solche Diskussionen schon ein Stück weiter,
was meinst du?
Chloé: Ja, sie zeigen, dass Identität nicht gleich Alter, Geschlecht,
Beruf… ist. Wenn bloß die meisten Leute einen Menschen nicht
nach der Position in der Gesellschaft klassifizieren würden…
Friseau: Ist aber leider sehr oft
so.
Chloé: Hmm… Du, ich hab jetzt
noch einen Kieferorthopädentermin! Mach’s gut!
Friseau: Ja, hat Spaß mit dir
gemacht! Ciao!
Schülerarbeit aus dem Kunst-Unterricht
40
V er m is ch t es
Kant Aktuell 32
be
a
g
f
u
a
us Das Thema »Lügen« scheint einerseits eines der verstaubtesten unter den ethischen Thea
-H men zu sein – bekommt man doch leidlich oft geboten, verboten oder sonstwie vorgeprehik
Et
digt, »Du sollst nicht lügen«. Andererseits jedoch und bei genauerer Betrachtung zeigt es sich als
ein besonders interessantes, gerade weil es bisweilen ebenso gut und richtig sein kann, zu lügen, wie
gleichermaßen, nicht zu lügen. Wie jedes andere ethisch relevante Nachdenken, Handeln und Verhalten
erfordert gerade dasjenige in Bezug auf Lügen von uns Menschen, situationssensitiv und situationsangemessen vorgehen zu müssen.
Wie vielschichtig das Wohl und Wehe, das Gut und Schlecht von Lügen sein können, hat der Journalist
Jürgen Schmieder kürzlich in seinem Buch Du sollst nicht lügen! in eindringlicher Weise dargestellt als
seinen Versuch, 40 Tage lang sich selbst und anderen Menschen gegenüber absolut ehrlich zu sein. Wer
sich lieber etwas gebündelter und philosophischer, jedoch nicht minder anschaulich an das Phänomen
und Problem des Lügens heranführen lassen will, kann dem vorzüglichen Klassengespräch lauschen, das
Yousra Elouasdi aus der Jg. 8 als Hausarbeit geschrieben hat.
Lügen Heute ist wieder ein ganz normaler Tag, mit einer
ganz normalen Unterrichtsstunde Ethik, wie immer bei Herrn L, zum Bedauern der Schüler. Der
Lehrer jedoch kommt mit voller Motivation und
einem neuen Thema in die Klasse. Der Unterricht:
Lehrer: Guten Morgen!
Schüler: Guten Morgen, Herr L!
Lehrer: Heute werden wir uns mit dem Thema
»Lügen« beschäftigen. Was versteht ihr
unter der Lüge bzw. dem Lügen?
Clown: Nicht die Wahrheit!
Normalo:Ich würde sagen, es ist das Gegenteil der
Wahrheit.
Gangsta: Ist doch egal, Hauptsache es erleichtert
das Leben.
Lehrer: Das verschieben wir auf später, G, guter
Einwand.
Streber: Die korrekte Definition von Lüge ist:Eine
Lüge ist eine unwahre oder falsche
Aussage, die bewusst erfolgt. Entweder
als Gegenteil, als Unter- oder Übertreibung, oder als Unterschlagung von
Informationen.
Lehrer: Seht ihr das auch so?
Schüler: Ja klar, natürlich.
Gangsta: Nein, ich finde, wenn jemand etwas
nicht sagt, ist es nicht lügen, man verschweigt einfach etwas. Ist doch o.k.
Engel: Pff! Natürlich ist das lügen!
Streber: Ja, das kannst du in Büchern nachschlagen wie zum Beispiel in einem Wahrig
oder im Internet zum Beispiel auf Wikipedia, das ist die genaue Definition.
Clown: Alter, fang mal an, dir ein Leben aufzubauen und es dann zu leben. Ich mein‘,
alles, was du sagst, besteht aus Erfah-
rungen, Wissen und Meinungen anderer.
Ich wette, du selber hast noch nie
gelogen.
Streber: Al-also i-ich… i-ich…
Gangsta: Oh man, ey ist doch egal, was kümmerst
du dich um C?
Lehrer: Schüler, es wäre gut, wenn wir beim
Thema bleiben könnten. Gibt es hier
jemanden, der was zum Unterricht
beitragen will? S A!
Schüler A:
Ich finde, es ist egal, also ich meine,
was eine Lüge ist. Ich sehe die Definition
auch als richtig, aber ist es nicht wichtiger, wieso man lügt?!?
Normalo:Ich finde, sie hat Recht! Ich mein‘, was
eine Lüge ist, weiß so ziemlich jeder…
Streber:Aber…
Normalo:… ob genau oder nicht, finde ich unwichtig. Aber weiß jeder, wieso???
Gangsta: Ja, wie schon gesagt:macht das Leben
einfacher.
Engel: Das stimmt doch…
Lehrer: G und E, das verschieben wir! Das gehört
zu einer anderen Frage. Sucht nach
anderen Gründen!
Clown: Keine Ahnung, damit man keinen Ärger
bekommt?!?
Schüler B:
Oder vielleicht, damit auch andere
keinen Ärger bekommen?
Normalo:Selbstschutz und Schutz anderer?
Lehrer: Ja, das ist eines der Motive für das
Lügen. Kennt ihr noch andere?
Streber: Ich hab mal gelesen…
Gangsta: Guck, was hab ich gesagt!
Lehrer: G, lass S ausreden und lass Kommentare,
die nicht zu unserem Thema gehören,
aus!
Clown: Aber sie gehören zu unserem Thema.
Kant Aktuell 32
V er m is ch t es
Gangsta: Genau Bro!
Lehrer: [strenger Blick] S, rede weiter!
Streber: … also die mir bekannten Motive sind 1.
Angst oder Furcht; 2. Selbstschutz; 3.
Selbstdarstellung; 4. Manipulation wie
zum Bespiel in Werbungen.
Lehrer: Gut S. Fallen jemandem noch welche ein
oder hat wer Fragen zu ihnen?
Klasse: [stummes Kopfschütteln]
Lehrer: Jetzt wissen wir also, was eine Lüge ist
und wieso man lügt. Aber G hat vorhin
zwei Mal den Punkt genannt, dass Lügen
das Leben erleichtern; man kommt auf
die Frage, was für eine Rolle die Lüge
oder das Lügen im Leben spielt und wie
stark sie das Leben beeinflussen.
Normalo:Ich würde sagen, sie spielen eine große
Rolle, weil jeder schon mal gelogen hat
oder belogen wurde, das kann keiner
leugnen. Wir werden jeden Tag aufs
Neue damit konfrontiert und ich finde
auch, dass sie das Zusammenleben in
einer Gesellschaft erleichtern, weil man
manchmal einfach nicht die Wahrheit
sagen kann, entweder aus Höflichkeit,
oder weil man niemanden verletzten
will. Gründe gibt es immer, naja meistens, es gibt auch diese Menschen, die
einfach in jeder erdenklichen Situation
lügen müssen, ob es nun notwendig ist
oder nicht.
Gangsta: Ja, finde ich auch! Manche Situationen
entlocken einem einfach eine Notlüge.
Engel: Was verstehst du denn bitte unter einer
Notlüge?
Clown: Das weiß ja sogar ich und außerdem
steckt es im Wort drin. Eine Notlüge ist,
wenn jemand bewusst lügt, um sich
selbst oder Andere in einer Notsituation
zu schützen.
Engel: Wollt ihr damit sagen, dass es in manchen Situationen im Leben o.k. ist zu
lügen? Ihr seid ja krass drauf!
Schüler C: Wieso denn, du bist doch auch immer
nett und höflich zu jedem!
Engel: Was hat das denn jetzt damit zu tun?
Normalo:Er meint damit, dass wenn dich eine
Freundin fragen würde, ob sie hässlich
ist, und diejenige ist wirklich hässlich,
würdest du ihr das ins Gesicht sagen?
Engel: Klar, ich meine, ich würde es natürlich
nett formulieren, aber ich würde ihr die
Wahrheit sagen, sie ist meine Freundin,
sie vertraut mir, sie zählt doch darauf,
41
dass ich ihr immer die Wahrheit sage.
Außerdem, jeder kennt das Sprichwort
»Lügen haben kurze Beine«. Das heißt,
jede Lüge wird irgendwann auffliegen;
dann sollte man doch überlegen, was für
die Freundin oder generell eine Person
schlimmer ist:die Wahrheit zu kennen
oder am Ende zu erfahren, dass man
belogen worden ist.
Streber: Zu der Sache, aus Höflichkeit lügen,
gibt’s einen Aphorismus, der auf deine
Sichtweise sehr gut zutrifft:»Besser, man
ist zu ehrlich, um höflich zu sein, als zu
höflich, um ehrlich zu sein«, und…
Gangsta: Na und, was jetzt?
Lehrer: Es ist gut, seine eigene Meinung zu
haben, G, aber es ist auch gut, mal zu
hören, was andere Denker oder gar
Philosophen sich dabei gedacht haben
und auf welche Schlüsse sie gekommen
sind.
Streber: Ja genau, und dazu hast du mich ja auch
gar nicht ausreden lassen!
Gangsta: Sorry, rede weiter! [genervtes Augenverdrehen]
Streber: Also, was ich noch sagen wollte, war…
ich… Och man! Ich hab‘s vergessen.
Lehrer: Vielleicht fällt es dir ja später noch mal
ein. E!
Clown: [geflüstert] Hoffentlich nicht. [grinst zu
G]
Lehrer: …
Engel: Ich will S was fragen.
Lehrer: Nur zu! Das ist eine Klassendiskussion,
ich will da so wenig wie möglich zu
sagen.
Engel: S, heißt das jetzt, du bist meiner Meinung und siehst es auch so, dass man in
gar keiner Situation des Lebens lügen
sollte.
Streber: Nein, bin ich nicht…
Engel: Wieso denn nicht? Ich meine, Lügen ist
moralisch falsch und unehrenhaft! Man
muss doch in einer Gesellschaft leben
können, ohne sich die ganze Zeit Gedanken darüber machen zu müssen, ob man
jetzt angelogen wird oder nicht. Ich weiß
nicht, wie ihr so was gut finden könnt?!?
Schüler X:Ich finde, das sind jetzt zwei verschiedene Sachen, die du da nennst, und anscheinend zusammen in einen Topf
wirfst.
Normalo:Genau, ich zum Beispiel habe nie gesagt,
dass ich Lügen gut finde. Ich finde, Lügen
42
IK S P a n o ra m a
sind schlecht und moralisch falsch, da
gebe ich dir Recht. Was ich aber nicht
finde, ist, dass man niemals lügen sollte.
In manchen Situationen muss oder sollte
gelogen werden dürfen; zum Beispiel die
Regierung, die lügt das Volk doch auch
an wegen irgendwelcher Sachen,
um
vielleicht
eine
Massenhysterie
oder so
was
Ähnliches zu
vermeiden.
Oder
Ärzte,
bei
denen
wird
doch
auch
diskutiert, ob
sie bei
Diagnosen, die
keine
Rettung
des
Patienten mehr
in
Aussicht
stellen
und sie
daher
wissen,
dass der
Patient
eh bald
stirbt, lügen dürfen, damit der
Patient nicht in Depressionen oder so
was fällt und umgekehrt sein restliches
Leben noch normal genießen kann. Die
meisten Länder sind zu dem Entschluss
gekommen, dass die humanitären
Grundsätze, also die Interessen der
Betroffenen und deren Familie, den
Wert der Wahrheit übertreffen. Hab ich
Kant Aktuell 32
mal wo gelesen, G. Es wird auch noch in
viel mehr Bereichen gelogen oder
getäuscht, zum Beispiel in Werbungen
oder in alltäglichen Situationen. Du hast
auch gesagt, dass es blöd wäre, wenn
man nicht wüsste, wer wann lügt und
wann die Wahrheit sagt. Ich finde, dass
jeder die Verantwortung für sich
selber tragen
muss, wem man
glauben und
vertrauen kann
und wem nicht
und in welcher
Situation man es
kann und wann
nicht. Das ist
meine Meinung,
ihr könnt es
sehen, wie ihr
wollt.
Lehrer:Das
war sehr gut, N!
Bevor ihr was dazu
sagt, wollte ich
noch kurz einwerfen, dass ihr hier
die Meinungen
von zwei großen
Philosophen
vertretet. Du, E,
bist der gleichen
Meinung wie
Immanuel
Kant:Für ihn galt
das rigorose
Verbot der Lüge,
wohingegen die
meisten von euch
eher auf der Seite
von Leszek
Kołakowski stehen. Er hat viele
Argumente gesucht und gefunden, die
gegen das rigorose Verbot der Lüge
stehen…
Schüler H:Herr L, was heißt rigoros?
Lehrer: Es heißt so viel wie sehr streng, hart,
rücksichtslos.
Gangsta: Ich bin auch Ns Meinung, wobei ich aber
finde, dass wenn man was gutheißt,
Kant Aktuell 32
IK S P a n o ra m a
dann kann man es nicht schlecht finden,
aber ja, halt keine Ahnung…
Clown: Du hast einfach nur versucht, schlau zu
klingen, ich wette, du hast keinen Plan,
was du da gelabert hast, oder Alter?
Aber naja egal, was ich sagen wollte:Ich
sehe das auch so!
Streber: Ja, ich eigentlich auch, außer dass ich
finde, dass man die »manchmal ist lügen
gut und manchmal schlecht«-Masche
nicht immer als Ausrede nehmen kann,
da das sonst jede Lüge rechtfertigen
würde, was auch falsch wäre. Ich finde,
man sollte sich im Rahmen halten. Zum
Beispiel sollte die »gute Sache«, für die
man lügt, nicht allein mit den eigenen
Interessen und Vorteilen rechtfertigt
werden, denn das wäre egoistisch. Man
sollte sich auch immer darüber im Klaren
sein, dass eine Lüge nicht nur hilft (in
manchen Situationen), sondern auch
Schaden anrichtet. Abgesehen von noch
anderen Sachen, die man beachten
sollte…
Schüler U:Hier im Unterricht lernen wir grad, dass
es manchmal gut ist, zu lügen – aber
wieso kriegt man dann als kleines Kind
immer gesagt, dass man bloß nicht lügen
darf und immer die Wahrheit sagen soll?
Lehrer: Kann einer von euch die Frage von U
beantworten? Ja, N!
Normalo:Also ich bin mir nicht sicher, aber vielleicht, damit man lernt, dass zu lügen
und angelogen zu werden nicht was
Selbstverständliches sind und dass man
schon noch eine Scheu davor hat und ein
schlechtes Gewissen bekommt, weil
wenn man erzogen worden ist, immer
Kant-Schüler Oliver Kalk
forschte im 3sat-Nano-Camp
Oliver Kalk, Schüler in der Eingangsstufe der IKS
(Jg. 10), ist einer von zwölf ausgewählten Jugendlichen aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz, die in der vergangenen Woche auf
Einladung der 3sat-Sendung „Nano“ in Lübeck im
Wissenschaftscamp forschen durften. Olivers
Projekt „Zucker als Dämmstoff?“ ist aus einem
„Jugend forscht“-Projekt hervorgegangen, für das
er vor zwei Jahren ausgezeichnet wurde. Damals
untersuchte er, ob Lego-Steine als Dämmstoff
geeignet sind. Später setzte er sich mit dem
Dämmpotential von Gummibärchen auseinander.
43
die Wahrheit zu sagen, dann kommt
einem eine Lüge nicht so leicht über die
Lippen. Vor allem einem Kind kann man
ja nicht den Unterschied erklären, wann
man mal lügen kann und wann nicht, eine
Studie hat ja auch bewiesen – das hat mir
S erzählt –, dass Kinder mit zunehmendem Alter sich besser oder überhaupt
erst in die Lage anderer versetzten können, um zu erkennen, ob man die Wahrheit sagen kann, oder es besser ist, etwa
aus Höflichkeit zu lügen.
Lehrer: Genau richtig, N! O und V, wollt ihr uns
nicht an eurem Gespräch teilhaben
lassen?
Schüler V:Nix Besonderes, wirklich…
Lehrer: [räuspert sich]
Schüler O: Aber das ist echt dumm… Also… w-wir
haben darüber geredet, ob Tiere auch
lügen können.
Lehrer: Das ist nicht dumm, das ist sogar eine
sehr gute Frage. Was glaubt ihr:Können
Tiere reden?
Streber: Also… ich glaube schon, aber ich denke,
nicht so wie die Menschen, mit bewussten falschen Aussagen oder so. Ich denke
eher, dass sie täuschen oder so was
Ähnliches, aber ich bin mir nicht hundertprozentig sicher.
Lehrer: Oje, wie die Zeit vergeht! Schreibt eure
Gedanken zu dieser Frage bis zur nächsten Stunde bitte auf und falls ihr noch
Fragen habt, die auch bitte! Ihr dürft
heute fünf Minuten früher raus, da wir
die fünf Minuten Pause durchgemacht
haben. Gut, ihr dürft dann einpacken!
Schönen Tag noch!
Yousra Elouasdi
Mit Unterstützung des Lübecker FH-Professors für
Baustoffkunde und Bauphysik, Wolfgang Linden,
trieben die zwölf Jungforscher Olivers Idee im
Nano-Camp voran: Sie untersuchten, wie sehr
Zuckerwatte als Dämmstoff geeignet ist. Die
Jugendlichen mischten die Zuckerwatte mit
anderen Stoffen, untersuchten ihre Dämmqualitäten und setzten sie sowohl Flammen - als auch
Gewichtsbelastungstests aus. Oliver zog das Fazit,
dass Zucker als Dämmstoff ein großes Potential
besitzt, wenngleich die Zuckerwatte bei Belastungstests nicht gut abschnitt. Er würde aber gern
mit anderen Zuckerarten weiterforschen, sagte er
in dem am 11. Juni gesendeten 3sat-Beitrag.
km/ro
44
S o m m er fe ri en -L es et ip p
Der Workshop
der Lesescouts:
Texte
verständlich
vorlesen
Am 20. Januar 2012 fand
vormittags ein Workshop
für unsere AG, die Lesescouts, statt. Dafür
wurden wir extra 4 Stunden lang freigestellt.
Geleitet wurde der Workshop von Elisabeth Gessner
und Horst Paul Kuhley.
Der Workshop fand zum
Thema „Texte verständlich
vorlesen – Vorlesen für
Senioren“ statt, denn das
diesjährige Lesescoutsprojekt lautet: „Erzähl´ mir
deine Geschichte“. Ein
besonders schönes Projekt,
weil wir in Seniorenheime
gehen und dort vorlesen
und du so nicht nur etwas
für dich selbst, sondern
auch für andere tun kannst.
Am Anfang des Workshops
saßen wir in einem Sitzkreis und erzählten, wie
viel Erfahrung wir schon
mit dem Thema vorlesen
hatten, also ob uns schon
vorgelesen wurde oder wir
selbst schon vorgelesen
haben. Auch stellten wir
erste Vermutungen an, wie
eine Vorlesestunde aussehen könnte.
Dann wurde uns ein Vortrag gehalten, der bis zum
Kant Aktuell 32
Ihren ersten Termin
hatten acht Lesescouts Anfang Mai
im „Haus am Ostpark“, um älteren
Menschen vorzulesen. Das Motto des
Besuchs war „früher
und heut …“. Dabei
Ende der dritten Stunde
war der Austausch zwischen Jung und Alt
ging. Es wurde unter
nicht weniger wichtig als das Vorlesen. Die
anderem über die Fragen
Zuhörer wurden aktiv mit eingebunden
„Vorlesen für Senioren –
und konnten Geschichten von früher aus
Wozu eigentlich?“, „Vorbe- ihrer Jugend zu erzählen. Die Sozialarbeitereitung für die Vorlesestun- rin der GPR-Seniorenresidenz „Haus am
de“ und „Zeitlicher
Ostpark“ hatte zu Susanne Jaedtke (LeseRahmen“ gesprochen und beauftragte der IKS) Kontakt aufgenomwir konnten uns melden
men hatte, nachdem sie von dem Projekt
und eigene Ideen und
der Lesescouts erfahren hatte. Thema des
Erfahrungen einbringen.
ersten Treffens mit einer kleineren Wohngemeinschaft war „Urlaub und Autos in
Nach dem
den 50er Jahren“. Am 23. Mai hat ein
Vortrag sollten wir in
zweites Treffen stattgefunden - wieder in
kleinen Gruppen selbst
eine Vorlesestunde planen kleiner Runde. Thema war „Kinderspiele
gestern und heute“, bei dem es wieder zu
und dann auch vorlesen.
einem regen Austausch kam und die
Ich glaube, das hat allen
am meisten Spaß gemacht. Lesescouts feststellen konnten, dass einige
Spiele von früher heute immer noch
Dann war der Workshop
gespielt werden, z.B. Himmel und Hölle,
leider schon vorbei. Aber
Gummitwist und Spiele mit Murmeln. (ro)
die meisten Lesescouts
brennen wahrscheinlich
schon darauf, endlich in
Seniorenheimen
ihr
Geübtes
anzuwenden.
Ich auch.
Michelle G.
Kant Aktuell 32
Fantasy und
Abenteuer
mit einem
Hauch Liebe
Eigentlich wollte
Gwendolyn nur
Bonbons für ihre
Großtante besorgen,
als ihr plötzlich
schwindlig wird. Als
sie wieder klar sehen
kann, steht sie immer
noch in derselben
Straße – aber 200
Jahre in der
Vergangenheit!
Schnell wird klar, dass
irgendwer einen
schrecklichen Fehler
gemacht haben muss.
Ihre Cousine sollte in
der Zeit reisen können. Aber doch nicht
sie! Nun darf sie
niemandem mehr
vertrauen, nicht
S o m m er fe ri en -L es et ip p
einmal sich
selbst. Und
kann es sein,
dass ihr Lehrer
zufällig Mitglied einer
geheimen,
jahrhundertealten
Sekte ist?!? Ihre Welt
steht plötzlich Kopf
und nichts ist so, wie
es scheint…
Das Buch ist für
Mädchen jeden Alters
geeignet, die gerne
Fantasy und Liebesgeschichten lesen.
Kerstin Gier
Rubinrot – Liebe geht durch
alle Zeiten
Verlag: Arena
ISBN: 978-3401-06334-8
343 Seiten,
Preis: 14,95€
Michelle G.
Sommerferien-Lesetipp
Ein magisches
Ereignis
hat und bis heute
nicht weiß, wie und
warum. Cassel hat
zwei ältere Brüder.
Eine
Sein Vater ist tot und
magische
seine Mutter sitzt im
Handlung
Gefängnis, desweverändert
gen kümmert sich
sein ganzes Leben...
sein Opa um ihn.
Zurzeit geht Cassel
Cassel Sharpe lebt in
auf ein Internat
einer Welt, in der seit
und was er dort erlebt,
Jahren die Magie verbo- gibt ihm zu denken.
ten ist. Er ist ein 17-jäh- Er ist schlafgewandelt
riger Junge und stammt und wird für kurze Zeit
aus einer Fluchmagier- suspendiert. In der Zeit
Familie. Alle besitzen
lernt Cassel die „maeine magische Kraft,
gische Magie“ kennen
nur Cassel nicht. Doch
und erfährt immer mehr
was ihn misstrauisch
davon. Als er kurz davor
macht ist, dass er vor
ist herauszufinden,
drei Jahren seine beste wie er seine beste
Freundin umgebracht
Freundin umgebracht
Welche
Person
hasst du am
meisten?
Heute ist ein
großer Tag. Es ist ihr Tag.
Mary Shayne wird 17.
Mary ist alles andere als
hässlich, beliebt, hat
mehr als eine Freundin,
die allesamt wohlhabend
sind, und geht mit dem
anscheinend reichsten
Jungen in ganz New York.
Und wie zu erwarten,
wünscht sie sich die
größte Party, die sie je
hatte, doch alles kommt
ganz anders.
Schon der Morgen geht
schief, als sie splitternackt in einem Vorführbett im angesagtesten
Möbelhaus New Yorks
aufwacht und keinerlei
Erinnerungen an den
Vortag hat. Weder was
passiert ist, noch wie sie
hierhergekommen ist.
Verwirrt läuft sie nach
Hause, doch dort gratuliert ihr niemand zum
Geburtstag und auch in
der Schule ist es nicht
anders. Niemand gratuliert ihr, keiner beachtet
sie und dann auch noch
die durchgedrehten
hat, erfährt er etwas
von seinen Brüdern …
Das Buch ist besonders
geeignet für FantasyFans, die sich für
Magie und mystische
Dinge interessieren.
Mir persönlich gefällt
das Buch sehr, weil
es sehr spannend ist.
Denn wenn man das
45
Warnrufe von einem
ihrer Mitschüler, und
so verläuft ihr Geburtstag alles andere als
planmäßig …
Das Buch empfehle allen
Leuten, die Thriller
mögen, aber auch
denen, die eher Fantasy
lesen, da dieses Buch
auch Fantasy-Aspekte
beinhaltet.
Dieses Buch empfehle
ich nicht nur, weil es
geheimnisvoll ist, sondern auch einen sehr
tollen Schreibstil hat. Er
ist flüssig und packend,
man kann daher auch
sehr gut in die Situationen der Charakter
hineinversetzten. Auch
toll an dem Buch finde
ich die Story. Sie ist sehr
spannend aufgebaut,
entwickelt sich sehr
spannend weiter und
baut eine mystische
Atmosphäre auf.
Barnabas Miller & Jordan
Orlando
Seven Souls: Sieben
Gründe, Mary Shayne
zu hassen
ISBN 978-3-401-066448-2
411 Seiten, 16,99 €
Melissa L.
Buch anfängt zu lesen,
dann taucht man in eine
andere Welt ein und erfährt vieles über Magie.
Holly Black
Weißer Fluch
Ctb Verlag
ISBN 978-3-570-16107-4
377 Seiten, 17,99 €
Karolina P.
46
on
Tour
Kant Aktuell 32
Klassenfahrt der
Klassen 5c und 5b Am
Edersee (Vöhl-Asel)
Eine Woche nach dem Ende der Osterferien ging es los. Die Klassen 5b und
5c machten sich mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Holla und Frau Wiechert auf den Weg zu Edersee. Mit von der Partie waren noch Frau Trautmann und Herr Simon.
Nach einer zweistündigen Fahrt waren wir erst sehr erschöpft und gingen
direkt zum Mittagessen. Wir haben am Edersee vieles unternommen. Als
Erstes haben wir unsere Betten bezogen. Danach hatten wir bis um 6 Uhr
frei, dann gab es Abendessen. Viele hatten kleine Hütten, manche
waren in normalen Zimmern untergebracht. Um 21 Uhr hatten wir
Bettruhe. Die wenigsten hatten Heimweh. Die meisten Schüler
haben in den Betten gut geschlafen. Am nächsten Tag mussten wir
früh aufstehen, denn es gab gegen 8 Uhr Frühstück. Und dann
kamen schon die Erlebnispädagogen, die Schattenspringer, die mit
uns gespielt haben und uns geholfen haben, über unseren eigenen
Schatten zu springen. Wir haben viel in der Gruppe gearbeitet und
sind dadurch auch ein besseres Team geworden. Am nächsten Tag
sind wir geklettert, der Abschied von den Schattenspringern fiel uns
am Ende des Tages wirklich schwer, weil sie sympathisch waren und
wir gerne mit ihnen zusammen waren.
Am Donnerstag haben wir einen großen Ausflug gemacht. Wir
sind mit der Fähre und mit der Bergbahn zum Schloss Waldeck gefahren. Das war sehr schön. Daraufhin haben wir
einen Rundgang durch das Schloss Waldeck gemacht, der
ungefähr eine Stunde gedauert hat. Wir haben uns wieder zur
Fähre begeben. Mit dem Schiff ging es ab zur Staumauer, die
sich in der Nähe von einem Tierpark befindet. Und den Spaß
wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es gab Wildschweine,
einen Streichelzoo, Wölfe und sogar eine Vogelshow. Die Zeit
wurde knapp, wir mussten gehen, damit wir
das Schiff zur Jugendherberge nicht verpassten. Wir kamen an einem Wasserspielplatz
vorbei und dann mussten wir schnell auch
wieder auf die Fähre. Leider war der Tag dann
vorbei und an diesem Abend war die Disco,
das war cool. Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. Der Bus kam und wir mussten gehen. Die meisten waren traurig, manche auch nicht, denn sie freuten sich auf ihr
Zuhause.
Ethem und Finn
Kant Aktuell 32
U n t er h a lt u n g
Kant Aktuell-Sommer-Lesetipp
Eragon das Vermächtnis
der Drachenreiter
Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein
findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein
Leben verändern wird. Er freut sich, denn
vielleicht kann er den Stein gegen Essen für
seine Familie eintauschen.
Doch dann schlüpft aus
dem Stein ein Drachenjunges und beschert Eragon
ein Vermächtnis, das älter
ist als die Welt selbst.
Er gerät in einen schicksalhaften Strudel von Magie
und Macht, in ein Reich,
bevölkert von Elfen, Zwergen und Monstern und regiert von einem
Herrscher, dessen Grausamkeit keine
Grenzen kennt. Mit nichts als einem
Schwert bewaffnet stellt sich Eragon dem
Kampf gegen das Böse, an seiner Seite
seine treue Gefährtin, der blaue Drache
Saphira.
Wird Eragon das Erbe der legendären
Drachenreiter antreten? Das Schicksal des
Volkes liegt in seiner Hand.
Die Tribute von Panem
Tödliche Spiele
Als Katniss’ Schwester Prim für die Hungerspiele ausgelost wird, entschließt sich
Katniss für ihre Schwester anzutreten, weil
die Spiele sicherlich Prims Tod wäre. Zusammen mit Peeta, dem Sohn eines Bäckers, der als Junge ausgewählt wird und den Katniss
kennt, werden sie in die
Hauptstadt gebracht, wo
die beiden ein paar Tage
lang auf die Hungerspiele
vorbereitet werden. Das
Ganze wird als große Show
inszeniert, die viele Tage lang dauernden
Kämpfe werden in ganz Panem übertragen
und von der Bevölkerung verfolgt.
Die Tribute von Panem - der "New York
times" Bestseller - ein Muss für alle Fantasy
Fans. Das Buch wurde übrigens verfilmt.
Ende März war die Première des Films auf
den Kinoleinwänden.
47
Endlich SOMMER, das denken wahrscheinlich viele von euch. Aber was soll man im Sommer eigentlich machen? Klar Fahrrad fahren, Eis essen gehen und schwimmen, das Typische halt so. Aber
habt ihr es schon mit dem Lesen versucht? Wenn
Nein, dann versucht’s und hier sind auch gleich
ein paar Lesetipps!
Bis(s) zum Morgengrauen
Die sechzehnjährige Bella Swan entscheidet sich von ihrer Mutter, die in Phoenix,
Arizona lebt, zu ihrem Vater nach Forks,
einer Kleinstadt im Staate Washington
an der Westküste, zu ziehen. Innerlich
schließt sie mit ihrem sonnigen Leben ab
und erwartet das öde Leben einer
verregneten Kleinstadt. Doch dann
begegnet sie Edward Cullen und seinen
Halbgeschwistern in der Highschool. Teenager, die Bella
auf Grund ihrer mysteriösen Ausstrahlung anziehen. Die
Cullens scheinen etwas zu verbergen und als Bella und
Edward sich näher kommen, beginnt für das Paar ein
ganz neues turbulentes Leben. Wird ihre Liebe Überleben? Schaut rein und findet es heraus.
Kaoutar
Auf ein Wort:
Interview mit Frau
Schneider, unserer
Bibliothekarin
„Wie viele Bücher & Zeitschriften gibt es hier?“
„Es gibt über 3000 Bücher
& Zeitschriften!“
„Wie viele Schüler kommen
täglich hierher?“
„Wie gefällt es Ihnen an der „Ca. 150 Schüler kommen
täglich hierher!“
IKS?“
„Mir gefällt es hier sehr
„Halten sich alle Schüler an
gut.“
die Regeln?“
„Nein, nicht alle halten sich
„Was machen Sie den
an die Regeln!“
ganzen Tag?“
„Wir verleihen Bücher und
nehmen sie zurück, kopie- „Was machen Sie, wenn
ren, pflegen Bücher, schal- sich ein Kind nicht an die
Regeln hält?“
ten die PCs frei, kochen
Kaffee oder Kakao, binden „Wir bitten es, sich an die
Bücher ein und betreuen Regeln zu halten.“
unsere Schüler.“
„Wie lange arbeiten Sie
schon hier?“
„Ist es nicht langweilig?“
„Ich arbeite seit Oktober
„Es ist nie langweilig!“
2002 in der Bücherei.“
Domenik
48
Eines Tages planten berühmte
Wissenschaftler in
Deutschland
U n t er h a lt u n g
wunderten sich. Schließlich empfängt man nicht
immer Botschaften von
Außerirdischen.
III
y
l
f
t
Sie fragten den AußerPlane emde Erde irdischen:
„Warum denn?“
r
f
e
(nur „UFOs sind auf unserem Planeten
Di
Deutschland
und China waren zu dieser
Zeit nicht bankrott) in der Basis
der DOFR (Deutsche Organisation für Raumfahrt) den ersten
bemannten Flug zum Mars. Die
beiden Astronauten, die fliegen
sollten, hießen Michael und
Martin. Sie wurden schon einmal
in einer Geschichte namens
Planetfly erwähnt. Die war
allerdings nicht wahr. Jedenfalls
war der Flug schon zum größten
Teil geplant. Sie sollten zum
Beispiel mit dem Raumschiff
OrbitII fliegen. Die Pläne des
Raumschiffes hatte ein deutscher
Spion aus Amerika gestohlen.
Morgen sollte das Raumschiff
starten. ZZZZZ… „Guten Morgen!“, rief plötzlich Michael. Nun
war es so weit. Sie werden gleich
starten. Sie stiegen ins Raumschiff und der Count-down lief:
…5, 4,3,2,1,GO!!! Nun flogen sie
mit einer Geschwindigkeit von
1000km/sec gen Mars. Doch der
DOFR war ein Fehler passiert.
Das Raumschiff flog von nun an
in die falsche Richtung.
Nun flogen sie schon zwei Wochen durch das All. Dann sahen
sie einen Planeten.
Er sah fast aus wie die Erde. „Lass
uns dort landen!“, sprach Martin.
Sie starteten den Landeanflug.
Plötzlich ertönte eine Stimme auf
dem Monitor. „)%/§“%/(=)?’*“,
sagte sie. (Das ist die Schriftsprache, die im Universum verwendet wird. Es bedeutet: Sprache
auswählen!) Sie wählten
§$%“543%$ aus (Deutsch). Nun
sagte die Stimme: “Keine Landeerlaubnis!!!“ Michael und Martin
verboten“, antwortete der Alien.
Sie landeten aber trotzdem.
Allerdings im Urwald. „Na super!“, meinte Martin. „Was soll’s.
Machen wir nun erstmal eine
Expedition“, schlug Michael vor.
Währenddessen in 
(Hauptstadt der Aliens ): (Ich
übersetzte den folgenden Text
ins Deutsche) „Zwei Außerirdische sind eben einfach so gelandet, ohne Erlaubnis!“, erzählte
der Fluglotse der Aliens. vSie sind
im Urwald gelandet“ vHolt sie
mir her!“, befahl der König. So
schickten sie einen Stroßtrupp in
den Urwald .
Währenddessen gingen Michael
und Martin ahnungslos durch
den Urwald. „Coole Planzen
hier!“, meinte Michael. „Aber
hoffentlich leben hier keine
gefährlichen Tiere“, erwiderte
Martin. Plötzlich kamen sie auf
eine Lichtung, dort war ein Dorf.
„Wahrscheinlich so eine Art
Indianer-Dorf“, überlegte Martin.
Aber plötzlich kamen Menschen
aus den Häusern. Und die sprachen Deutsch! „Wer seid ihr?“,
fragten die Menschen. „Wie
kommen von der Erde“, antworteten Michael und Martin. „Von
der Erde? Aber wie kann das
sein? Alle Menschen flohen von
der Erde, als ein Meteorit einschlug!“, erklärten die Menschen.
„Scheinbar doch nicht alle“,
meinte Martin. „Aber wie haben
sie dann überlebt?“, fragten die
Menschen. „Worum geht es hier
eigentlich?“, fragten Michael und
Martin. „Ist ja auch egal“, meinten die Menschen, „ihr habt
bestimmt Hunger.“ So gingen
Kant Aktuell 32
Michael und Martin zum Bürgermeister des Dorfes essen. „Wie
läuft’s denn auf der Erde?“, fragte
er. „Also in Deutschland läuft’s
gut“, antworteten Michael und
Martin. „Deutschland. Was ist
denn das?“, wollte der Bürgermeister wissen. „Die Erde wurde
aufgeteilt in sogenannte Länder“,
erklärte Michael. „Die spinnen,
die Menschen auf der Erde!“,
dachte der Bürgermeister. Als sie
fertig gegessen hatten, gingen sie
auf den Dorfplatz und feierten
ein Fest. Warum, das wussten
Michael und Martin nicht genau.
Danach führte der Bürgermeister
sie in die Bibliothek des Dorfes.
Dort gab er ihnen ein Buch und
sagte: „Lest die Seite 199!“. So
schlugen die beiden Astronauten
die Seite 199 auf und lasen:
Am 13. 12. 12. war es so weit: Die
Menschen schossen auf den
Meteoriten eine Rakete. Die
ganze Welt war angespannt. Nun
knallte die Rakete gegen den
Meteoriten. Aber was war das?
Der Meteorit zerfiel einfach in
zwei Stücke. Nun waren es zwei!
„Alle auf die Raumschiffe!“, riefen
einige Menschen. Nun gingen alle
Menschen auf die Raumschiffe
und flogen weg. Einige aber
An dieser Stelle war ein Riss in
der Seite. „Wo ist der Rest der
Seite?“, fragte Martin. „Das weiß
niemand“, antwortete der Bürgermeister. „Er ist wohl irgendwann verloren gegangen.“
Nun war es Abend. Alle gingen
schlafen. Der Tag verlief nun fast
wie jeder auf der Erde. So vergingen viele Wochen. Irgendwann
meinte Martin: „Wir müssen nun
wieder bald zur Erde zurück,
Michael.“ „Da hast du Recht“,
fand Michael. „Aber ihr könnt
doch nicht einfach gehen!“, sagte
der Bürgermeister. „Warum
kommt ihr nicht einfach mit?“,
fragte Michael. „Gute Idee!“, rief
U n t er h a lt u n g
Kant Aktuell 32
Am nächsten Morgen rief ein
Mensch: „Erde in Sicht!“ Zur
gleichen Zeit auf der Erde: „Orbit
II in Sicht!“ Das Raumschiff
landete. Die Besatzung stieg aus.
Nun waren alle froh. Die Menschen vom anderen Planeten
lebten nun auf einem Planeten,
von dem man lange glaubte, dass
der Bürgermeister, „ich frage
gleich die anderen!“ Nach einigen Minuten kam der Bürgermeister zurück und sagte, dass
alle mitkommen wollen. Also
machten sie den Orbit II startklar.
Nun flogen sie zurück zur Erde.
Tage vergingen.
49
er ausgestorben ist. Das Geheimnis, wie einige Menschen den
Meteoriteneinschlag überlebten,
ist nun allerdings immer noch
nicht gelüftet.
Weiter geht es mit Episode IV:
Das Geheimnis der Menschen.
Christopher
Domenik Löllmanns grosses IKS-Quiz
Experiment
1.
Dies ist ein Experiment das ihr
zu Hause nachmachen könnt:
Nehmt einen
Eiswürfel und
wiegt ihn.
Danach legt ihn
in das Gefrierfach, damit er
nicht schmilzt.
Nun sucht einen
Stein und wiegt
ihn auch.
Er muss genauso
viel wie der
Eiswürfel wiegen.
Falls er genauso
viel wiegen
sollte, kannst du
ihn für das Experiment benutzen.
Jetzt lege beide
in einen mit
Wasser gefüllten
Messbecher.
Was passiert
nun? Gehen
beide unter
oder geschieht
etwas Anderes?
2.
Christopher
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
Wofür steht IKS?
1 Punkt
Wie heisst unser derzeitiger Schulsprecher
(Stand: März 2012)?
In der wievielten Ausgabe von KA steht dieses
Quiz?
2 Punkte
2,5 Punkte
Wie viele Musikräume gibt es?
3 Punkte
Wessen Nachname eines Lehrers steht als
letzter im Alphabet?
Ab der wievielten Klasse wählt man die 2.
Fremdsprache?
4 Punkte
Wie heisst Herr Osterkamp mit Vornamen?
4,5 Punkte
5 Punkte
Wie viele Lehrer & Lehrerinnen plus
Referendare & Referendarinnen gab es am 1.
Juli 2011 an der IKS?
Worum handelt sich die nächste
Projektwoche?
In welchem Jahr erschien die erste Ausgabe von
KA?
6,5 Punkte
Wer/Was war Immanuel Kant?
8 Punkte
An welchem Datum werden die Osterferien
2017 beginnen und an welchem Datum enden
sie?
Wie viele gesetzliche Feiertage gibt es in Hessen
und wie heissen sie?
An welchem Datum wurde Immanuel Kant
geboren und an welchem starb er?
49-25 Punkte
82,5-50 Punkte :-l
:-))
Sehr gut!
Geht so!
6 Punkte
7 Punkte
9 Punkte
10 Punkte
15 Punkte
24-0 Punkte
:-((
Guck noch mal im Internet!!!
50
V er m is ch t es
Facebook
WIR brauchen es euch zwar
nicht erklären, doch für die,
die es nicht kennen, erklären
wir es noch mal: FACEBOOK
IST EIN SOZIALES NETZWERK
IM INTERNET, 99% der Schüler
sind bereits angemeldet und
schreiben sich die Finger
wund, man kann E-Mails
schreiben, Spiele spielen, oder einfach nur mal
reingucken, was die Freunde machen. Facebook
ist kostenlos wird auch kostenlos bleiben.
In diesem Artikel werden wir euch mal die Vorund Nachtteile erörtern. Die meisten registrieren
sich um dazuzugehören und ein paar auch einfach
nur aus Neugier.
Nachteile: Bevor man etwas postet, sollte man es
sich lieber zwei mal überlegen, ob man auf den
„Posten“-Button drückt oder nicht, denn es
können verheerenden Folgen WELCHE? auftreten.
Man sollte auch vorsichtig mit persönlichen
Dateien sein wie z.B.: Fotos etc., da es Auswirkungen auf den zukünftigen Arbeitsplatz hat.
Vorteile: Man ist mit seinen Freunden vernetzt
und kann mit ihnen in Kontakt bleiben. Lieber
kostenlos chatten als eine saftige Handyrechnung
bezahlen! Aber es ist nicht nur für einzelne Personen ein Vorteil, sondern auch für Firmen. Denn sie
haben die Möglichkeit, Werbung zu machen, die
teilweise nervend rüberkommt. Außerdem muss
man nicht mehr Geld für Einladungskarten ausge-
Kant Aktuell 32
ben, da Facebook einem die
Möglichkeit gibt, kostenlos Veranstaltungen zu organisieren. Man
sollte es nicht mit Facbook übertreiben, da die Chance für eine
Sucht nicht auszuschließen ist.
Fazit: Facbook ermöglicht einem
große Vorteile, vorausgesetzt man
kennt sich mit den Anwendungen
aus. Man sollte vorsichtig mit
seiner Privatsphäre umgehen und aufpassen, mit
wem man befreundet ist
„Willkommen auf FACEBOOK.com wo Lügner noch
mehr Lügen erzählen, Verlierer mehr Freunde
haben als in ihrem realen Leben, schwache Menschen plötzlich mutig sind, alle Girls werdende
Models sind, Ex-Lover einem hinterherstalken, und
wo nichts mehr privat bleibt ..also hereinspaziert:
ihr könnt sein, wer immer ihr auch sein wollt…“
Quelle Zitat: http://www.mir-gefaelllts.de/4959willkommen-auf-facebookcom-wo-lugner-nochmeh.html?tab=days
Quelle Bild: http://www.
b2b-grosshaendleradressen.de/blog/wp-content/
uploads/2011/11/Facebook-Like-Button-big.jpg
Ahmed, Kerem, Marko
Eis-Tony
Eigentlich wollten unsere drei Redakteurinnen
Franziska, Julia und Sarah ein Interview mit dem
italienischen Eisverkäufer führen, der seit langer
Zeit in den warmen Monaten die Kant-Schüler
treu mit Eis versorgt. Unsere drei Mädels bemühten sich sehr um die Beantwortung ihrer
Fragen, was aber trotz mehrmaliger Versuche
leider aufgrund von Sprachproblemen auf der
Strecke blieb. Selbst die dem Eis-Tony vorgelegte
schriftliche Übersetzung auf italienisch hat ihnen
nicht weiter geholfen! Brennend interessierte
uns:
„Was sind Ihre ausgefallensten Eissorten ?
Was ist Ihre Lieblingseissorte ?
Seit wie vielen Jahren verkaufen Sie Eis an der IKS ?
Welche Eissorte wird am meisten verkauft ?
Macht Ihnen der Job Spaß ?
Wie kamen Sie auf die Idee mit den Streuseln
und den Erdbeeren auf dem Eis?
Wie kamen Sie auf den Namen Eis Tony ?
War Ihr Traumberuf schon immer Eismann ?
Ab welchem Monat verkaufen Sie Eis an der IKS ?
Wo verkaufen Sie noch Eis?“
Vielleicht gelingt es den Dreien doch noch, im
Verlauf des Sommers eine Antwort auf ihre
Fragen zu bekommen, die wir dann in die nächsten Ausgabe von Kant Aktuell bringen.
Kant Aktuell 32
Die Welt des
Fussballs
U n t er h a lt u n g
Frauenbundesliga und Frauennationalmannschaft an. Die beste Frauenfußballerin ist FatmiHi! Wir sind Amin und Bilal aus
re Bajramaj. Früher war die beste
der Klasse 5c. Uns macht Fußball- Spielerin Marta Vieira da Silva.
spielen Spaß. Warum? Deshalb:
Als wir klein waren, sahen wir
Also Frauen- und Männersport!
immer Bälle. Dann nahmen wir
sie und kickten sie mit den FüNicht nur wir beide oder auch die
ßen. Jetzt spielen wir im VerProfis spielen Fußball, sondern
ein SC Opel Rüsselsheim 06. Wir überall spielen Menschen Fußsind jetzt Fußballer. Wir trainie- ball. Auch in unserer Schule kiren zweimal in der Woche, von
cken Schüler Fußball, im Sportun17:30 Uhr bis 19:00 Uhr. Wir ha- terricht usw... Aber nicht nur da:
ben viele Pflichtspiele (wichtige Ligaspiele) zu spielen.
Das Fußballspielen
auf dem Bolzplatz
Ist Fußball MännerIn den Pausen spielen viele Kinoder Frauensport?
der Fußball. In der 15-Minutenpause spielen meistens
Fußball ist Männersport. Nein!
Fünftklässler gegen SechstklässNein! Nein! Wieso denken die
ler. Es macht ihnen schreckmeisten Fußball ist Männersport, lich Spaß. Die Fünftklässler vernur weil sie immer die Champilieren jedes Spiel gegen sie.
ons- League, Bundesligen oder
Aber sie geben niemals auf!
Weltmeister- und Europameister- Aber die Schüler spieschaften (Männer) gucken. Fuß- len immer nach den normaball ist auch Frauensport. Wenn len, richtigen Regeln, so wie
ihr es uns nicht glaubt, dann
es auch die Profis tun.
guckt euch die Frauen-WM,
51
Mit Lederbällen darf man
nur auf dem Bolzplatz spielen. Auf dem Schulhof darf man
nur mit Softbällen spielen.
Denn Fußball ist einer der beliebtesten Sportarten. In Bio haben wir vor kurzem bei Frau Sieben gelernt, dass man beim
Fußballspielen viele Kalorien verbrennt. Deswegen dürfen Fußballer zwischendurch auch mal
einen Hamburger essen oder
sonst bei McDonald’s reinhauen.
Was braucht man, um ein
Fußballer zu werden?
1.Koordination
2. Ausdauer
3.Disziplin
4.Konzentration
5. Respekt vor anderen
0Mannschaften u.s.w.
6.Teamgeist
7. Ballgefühl (Dribbelstärke)
8.Schnelligkeit
9.Übersicht
10. Schicke Schuhe ;)
Man sieht sich
Amin & Bilal
52
U n t er h a lt u n g
Kaoutars Witze-Ecke
Kant Aktuell 32
Und das ist
Kein Witz:
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„Ah, und m
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hreiben?
pack Monate“
2
Sie weiß n
„für
kommt. icht welche 1 zuerst
Es gibt ihn wieder
für das kommende
Schuljahr:
Der
IKS-Hausaufgabenplaner.
Als neue Ausgabe.
Mehr Infos dazu
am Vertretungsplan im Foyer.
Evreuxring
1. Wofür steht IKS?
25 65428
Immanuel-
Rüsselsheim Kant-Schule
Tel.
www.iks-rues 06142-603390 Fax:
selsheim.de
06142-603391
5
Für Immanuel-Kant-Schule
2. Wie heißt unser derzeitiger Schulsprecher(Stand:März Er heißt Musa Cacilli
2012)?
3. In der wievielten Ausgabe von KA steht dieses Quiz? In der 32sten
4. Wie viele Musikräume gibt es?
Es gibt 3 Musikräume
5. Wessen Nachname eines Lehrers steht als letzter im
Alphabet?
6. Ab der wievielten Klasse wählt man die 2.
Fremdsprache?
7. Wie heißt Herr Osterkamp mit Vornamen?
Herr Zumpe
8. Wie viele Lehrer & Lehrerinnen plus Referendaren &
Referendarinnen gab es am 1. Juli 2012 an der IKS?
9. Worum handelt es sich bei der nächsten
Projektwoche?
10. In welchem Jahr erschien die 1. Ausgabe von KA?
Insgesamt 96 Lehrer(innen) & Referendar(en/innen)
11. Wer/Was ist Immanuel Kant?
Ein Philosoph
12. An welchem Datum werden die Osterferien 2017
beginnen und wann werden sie enden?
13. Wie viele gesetzliche Feiertage gibt es in Hessen und
wie heißen sie?
Anfang: 03.04.2017 Ende: 15.04.2017
14. An welchem Datum wurde Immanuel Kant geboren
und an welchem starb er?
Ab der 6ten Klasse
Er heißt Franz-Peter mit Vornamen
Um die Verschönerung unserer Schule
Im Jahre 1994
10: Neujahrstag,Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai
(Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Tag der Deutschen Einheit, 1. Weihnachtstag,
2. Weihnachtstag
Geb.: 22.04 1724, gest:12.02.1804
Kant Aktuell 32
Pink Stories
U n t er h a lt u n g
53
so, dass sie zusammenzuckte. Dabei schlug sie mit ihrer
Hand die Nagellackflasche um!
2. Wegen einem lauten Geräusch wachte Selly morgens auf. Sie schlüpfte in
ihre Hausschuhe und machAnleitung:
te sich auf den Weg zum FensFür dieses Spiel benötigt man
ter. Als sie sah, wer vor ihmindestens 2 Personen. Spierer Haustür stand und mit
ler 1 liest die Geschichte und
die dazu gehörige Frage unter- was für einem Karton, schrie
halb der Geschichte vor. Der an- sie und fiel in Ohnmacht.
dere, Spieler 2, versucht den
Wer war der mysteriöse Mensch
Fall ( die Geschichte) zu ermitteln, indem er Person 1 Fragen und was brachte er mit?
Der Mensch war ein Poststellt, die man nur mit Ja oder
NBein beantworten darf. Wenn bote und brachte einen Zalandokarton mit!
der Fall gelöst ist, wechselt
man die Rollen und der vorhe3. Peter saß vor dem Fernseher
rige Spieler 1 ist nun Spieler2!
in seinem Wohnzimmer. Er sah
In der Weihnachtsausgabe hat- gerade einen Horrorfilm. Als er
ten wir einige brutale Black Sto- jedoch auf den nächsten Kanal
ries eingebracht. Doch ein paar schaltete, ertönte ein Schrei:
Kommentare gaben uns zu den- aaaaaaaaaaaaaaaaaaahhh!"
ken. Manche Leute sagten, dass
Was war passiert?
unsere Black Stories zu blutrünstig gewesen wären. Lange Peter hatte den Sportkanal eingeschaltet und es
wurde bei uns darüber diskustand 2:0 für die Bayern!
tiert, und wir haben eingesehen, dass es vielleicht nicht
4. Giesela wollte in den Ursehr passend für eine Schülaub fliegen. Als sie dann gelerzeitung ist. Deshalb, setzen
wir jetzt unser pinkes Schwein- bucht hatte und am Flughafen in Mallorca ankam, holte
chen neben uns und zeigen
euch, dass es auch anders geht. sie ihren Koffer vom Laufband.
Als sie jedoch im Hotel ankam und sie ihren Koffer ausVIEL SPASS BEI DEN
packen wollte, war sie entPINK STORIES!
setzt! In ihrem Koffer lag
ein Jacket mit Boxershorts
und ein paar Krawatten.
1. Lisa ging in ihr Zimmer und setzte sich auf die
Was war passiert und wem
Couch. Während sie ihre Nägel gerade lackierte, hörte man gehörte der Koffer?
Giesela hatte den falschen KofSchritte durch den Flur gleifer mitgenommen und rief
ten. Ihre Zimmerdiehlen findie Nummer, die auf dem Eigen an zu knarren und plötzkett stand, an. Telefon mellich ertönte ein Schrei.
dete sich ein Mann:,, Hello, Georg Clooney here!"
Was war passiert?
Saskia
Als Lisas Freund in das Zimmer kam, erschreckte sie sich
Pink Stories ist ein witziges
und fantasievolles Spiel.
RätselMix
Finde das Schlangenwort,
indem du die einzelnen
Buchstaben senkrecht oder
waagerecht miteinander verbindest! (Tipp: Es ist etwas zu
Essen.)
S
C
H
D
D
K
O
H
J
O
B
V
A
L
B
N
D
E
H
S
Vervollständige die Sprichwörter:
1.Aller Anfang ist …
2.Der Apfel fällt nicht weit vom …
3.Nicht alles was glänzt ist …
Vervollständige diese
Folgen:
1. M D M D ? ? ?
2. 1 2 4 8 16 ? ? ?
3. J F M A M J J A S ? ? ?
Viel Spaß beim Rätseln!
Domenik & Christopher
Lösungen:
Das Schlangenwort ist Schokolade.
Vervollständige die Sprichwörter!
1. Aller Anfang ist SCHWER.
2. Der Apfel fällt nicht weit vom
STAMM.
3. Nicht alles was glänzt ist GOLD.
Vervollständige die Folgen!
1. M D M D F S S (Wochentage)
2. 1 2 4 8 16 32 64 128 (verdoppeln)
3. J F M A M J J A S O N D (Monate)
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U n t er h a lt u n g
Kant Aktuell 32
Kant Aktuell 32
U n t er h a lt u n g
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Der Schulweg
Es war einmal ein Mädchen, das ihren
packte. Darin waren ein
ein
und ihr
,ein
,
. Nun machte sie sich
auf den Weg zum
. Auf dem Weg
dorthin fand sie einen
, mit diesem
, denn sie war schon
raste sie zum
sehr spät dran.
Nach 6 h
Sie kam nach Hause und setzte sich
gleich an die Hausaufgaben. Dafür
recherchierte sie im
die Lösung: ein
. Dort stieß sie auf
gefüllt mit Nun
hatte sie endlich Zeit, um mit ihrem
Bruder
zu spielen, den sie gefunden
hatte.
Sarah, Julia, Franziska

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