Bewegung - CPH Chemie + Papier Holding AG

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Bewegung - CPH Chemie + Papier Holding AG
cph news
Juli 2012
Die Hauszeitung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Bewegung
«Erfolg ist die Bewegung des Potenzials in
die richtige Richtung.» Andreas Tenzer
Expansion
Perlen Packaging
Globales Wachstum im Visier
KVP
Mit der CU Agro AG hoch hinaus
Fit für die Zukunft
Projekt «proFit» angelaufen
Innovation
CPH Innovation Day 2012
Juli 2012 //
Editorial
04 Bewegung in der CPH
Leitthema
06 Globales Wachstum im Visier
08 Kooperation im Mittleren Osten
09 Projekt «proFIT»
22 Hoch hinaus
6 Globales Wachstum
Vorwort
Innovation/Produkte
10 Geschichte der Zeolithe I
12 CPH Innovation Day 2012
13 Produktionsleitertreffen der CPH
14 PERLAZID® III
42 Expertentreffen bei Zeochem
Personelles
16 Reisebericht Lernende
18 Personelles in der CPH-Gruppe
19 Interview mit Manfred Häner
KVP
20 Einsparungen durch den KVP
22 Teamausflug Jungfraujoch
24 KVP-Ausflug Müllheim
25 Abteilungsevent Einkauf
25 Teamausflug Europa-Park Rust
26 Sicherheit in Perlen
Aus den Unternehmen
40 Mitarbeiter von Dach gerettet
27 Messeteilnahmen 2012
28 Bericht von der GV CPH
29 Überwältigende Resonanz
30 Semesterinformation Uetikon
31 Neuauflage Kundenworkshop
32 Neujahrsessen Pepa 2011/12
36 Eisstockschiessen Uetikon
37 435 Jahre Perlen
37 Luzern geht gern
38 Eindrücke einer Temporärmitarbeiterin
40 Feuerwehrübung
42 Expertentreffen bei Zeochem
44 Beschichtungskapazität gesteigert
46 Bahninspektionsteam
47 Multilayer-Folie
48 Besuch von Tele 1
Vorwort
Liebe Leserinnen
und Leser
D
as globale geopolitische
Umfeld hat sich durch
die Folgen der Wirtschaftskrise stark verändert.
Während die Schwellenländer,
namentlich die BRIC-Staaten
(BRIC = Brasilien, Russland, Indien, China) an politischem und
wirtschaftlichem Einfluss gewinnen, stecken die industrialisierten Nationen Europas und
die USA in strukturellen Defiziten fest und kommen nicht aus
der Krise heraus. Dies hat auch Auswirkungen auf unser eigenes Unternehmensumfeld. Unsere Märkte verändern sich, ebenso unsere Konkurrenten und auch die Lieferanten. Alle versuchen, sich in irgendeiner
Weise zu optimieren, um den Herausforderungen gerecht zu werden. So
wundert es nicht, dass auch wir, die CPH-Gruppe, in Bewegung sind.
Wir wollen deshalb in dieser Ausgabe der cph-news dem Thema «Bewegung» in unserem Unternehmen etwas auf die Spur gehen.
Das Kaleidoskop der Beiträge in dieser Ausgabe versucht, die Dynamik in unserer Gruppe für einen kurzen Moment festzuhalten. Es zeigt,
wie vielfältig die Aktivitäten sind, die alle in irgendeiner Form dazu
beitragen, dass wir noch besser, noch fitter für die Zukunft sind. Das
Redaktionsteam wünscht Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, eine spannende Lektüre und dafür auch einen Moment der inneren Ruhe.
Michel Segesser
CPH
Neu: Eine englische Version für unsere Kolleginnen und Kollegen in Übersee
findet sich als E-Paper unter: cph.ch/en/media/cph_news.htm
Gemischtes
49 Vielfältige Belegschaft, vielfältige Rezepte
Wettbewerb
32 Neujahrsessen
48 Besuch von Tele 1
50 Gewinnen Sie einen Reiseadapter
CPH-News
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Juli 2012 //
Juli 2012 //
Editorial
Editorial
Editorial
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
S
Peter Schildknecht
Vorsitzender der CPH-Gruppenleitung
4 CPH-News
chon bald liegt die erste Hälfte des neuen Geschäftsjahrs wieder
hinter uns. Erlauben Sie mir trotzdem als Einleitung einen kurzen
Blick zurück auf das letzte Jahr. Erfreulicherweise konnte im 2011
der Umsatz um fast 25 Prozent auf über 520 Mio. Franken gesteigert
werden. Alle Bereiche konnten gegenüber dem Vorjahr trotz des starken
und überbewerteten Schweizer Frankens ihren Umsatz und das Betriebsergebnis verbessern. Sie alle haben mit Ihrem Einsatz dazu beigetragen, und ich möchte mich im Namen der gesamten Gruppenleitung
nochmals herzlich bei Ihnen hierfür bedanken.
Trotzdem war das Gesamtergebnis der CPH-Gruppe mit minus
18 Mio. Franken netto noch immer nicht erfreulich. Entsprechend hat
sich die Gruppenleitung für 2012 weitere Verbesserungen zum Ziel gesetzt. Aufgrund der anhaltend herausfordernden Marktverhältnisse im
Bereich Papier erwarten wir aber noch nicht, dass wir in diesem Jahr in
die Gewinnzone zurückkehren können.
In der Silikatchemie gilt es, die in den letzten zwei Jahren gestarteten
Optimierungsmassnahmen weiterhin konsequent umzusetzen. Das
Global-Management-Team hat die beiden Standorte Uetikon und Louisville einander bereits deutlich nähergebracht und den Auftritt der Zeochem auch dank der neuen Ausrichtung des Verkaufsteams bei den
Kunden nachhaltig verbessert. Die Neuorganisation der Forschungsund Entwicklungsabteilung hilft uns ebenfalls, die Kunden noch besser
und vermehrt mit höherwertigen Produkten zu bedienen. Sehr erfreulich war auch, dass zu Jahresbeginn die Silikatchemie mit einem neuen
Vertriebspartner im Mittleren Osten eine Kooperation eingehen konnte, die ihr den grössten Einzelauftrag der letzten Jahre beschert hat –
herzliche Gratulation zu diesem Erfolg!
Papier ist unser grösster Geschäftsbereich und beeinflusst somit unser
Gruppenresultat am stärksten. Der Start ins Jahr 2012 sieht etwas
durchzogen aus. So konnten die Preiserhöhungen, die nach den Werksschliessungen von UPM von den Marktteilnehmern erwartet wurden,
nicht bei den Kunden umgesetzt werden. Vorteilhafter haben sich dagegen die Einkaufspreise, insbesondere beim Altpapier, entwickelt. Erfreulich zeigt sich in den letzten Monaten auch die Produktionsleistung
unserer beiden Papiermaschinen PM4 und PM7: Dank diversen Massnahmen konnte das Produktionsvolumen zusätzlich gesteigert werden.
Um noch weitere Verbesserungen erzielen zu können, hat die Geschäftsleitung des Bereichs Papier das Projekt «proFIT» gestartet. Im gesamten
Unternehmen sollen weitere Potenziale entdeckt werden, sodass der Bereich Papier zukünftig operativ wieder besser dastehen wird.
Der Bereich Verpackung ist gut ins neue Jahr gestartet und konnte den
erfolgreichen Wachstumstrend der letzten beiden Jahre fortsetzen. Der
verstärkte Fokus auf hochwertige, innovative Produkte wird erfolgreich
umgesetzt, und Perlen Packaging konnte dabei ihren Marktanteil weiter
leicht ausbauen. Leider drücken steigende Rohstoffkosten, die nur zeitversetzt an den Markt weitergegeben werden können, etwas auf die guten Margen. In den vergangenen Monaten hat sich der Markt etwas abgeschwächt, sodass auch die Dynamik des Wachstums leicht gebremst
wird.
Diese Ausgabe der cph-news steht unter dem Leitthema «Bewegung» –
nicht weil in Kürze die Olympischen Sommerspiele in London stattfinden und somit Sportler aus aller Welt in Bewegung sind, sondern weil
wir als CPH-Gruppe ebenso in Bewegung sind, damit wir unsere strategischen Ziele erreichen können.
Die Sportarten in der CPH heissen Chemie, Papier und Verpackung.
Hier wollen wir zu den Besten gehören. Das Niveau, auf dem wir mithalten wollen, geben uns unsere Märkte und unsere Konkurrenten vor.
Dass wir auch fit genug sind, um den hohen Rhythmus des globalisierten Umfelds mitgehen zu können, liegt in unserer eigenen Hand. Wo wir
es noch nicht sind, müssen wir es noch werden. Hierzu bedarf es manchmal auch einer Umstellung im Trainingsprogramm. Ich lade Sie ein, seien
Sie offen für diese Veränderungen und ganz besonders: Seien Sie nicht
Zuschauer, sondern bewegen Sie mit!
Jeder Sportler weiss, neben dem Training und dem Wettkampf
braucht es ebenso Regeneration. Wenn Sie in den nächsten Wochen
Sommerferien machen, nutzen Sie diese auch hierzu. Ich freue mich,
wenn Sie anschliessend wieder mit vollem Elan in die nächste Trainings- und Wettkampfphase mit einsteigen.
Herzlichst
Peter Schildknecht
CPH
CPH-News
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Bewegung
Bewegung
Globales Wachstum
im Visier
Die Perlen Packaging Gruppe initiiert Expansionspläne: Perlen Packaging ist heute unter den
Top 3 der globalen Lieferanten im Pharmabereich. Um an den positiven Entwicklungsprognosen
der Märkte nachhaltig zu partizipieren, haben wir im Projekt «Horizont» die Weichen für eine
weitere Expansion unserer Gruppe gestellt.
I
n den letzten Jahren konnte Perlen Packaging den
Marktanteil in Europa und in der Welt kontinuierlich ausbauen. Die globalen Wachstumsprognosen
der Pharmamärkte sind weiter positiv.
Unsere Strategie, ein führender und global agierender
Lieferant von Mono- und Barrierefolien für die Pharmaindustrie zu sein, werden wir weiterhin konsequent verfolgen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden,
haben wir entschieden, geeignete Expansionspläne zu
entwickeln. Unverzichtbare Grundlage dazu sind profunde Kenntnisse der weltweiten Marktentwicklung und
der Situation unserer Kunden.
Mitarbeitende und Kunden detailliert befragt
Um die komplexen Sachverhalte so optimal und lückenlos wie möglich
zu erfassen, haben wir in einem ersten Schritt unsere weltweit agierenden Vertriebsmitarbeitenden und Agenten ausführlich über die einzelnen Märkte befragt.
Zusätzlich führten wir intensive Diskussionen mit unseren lokal und
global agierenden Kunden aus den Bereichen Einkauf und Technik, um
deren Sichtweise der Marktentwicklung in unsere Analyse einbeziehen
zu können. Als dritte Massnahme evaluierten wir eine aussagekräftige
Marktstudie, die uns zusätzliche Informationen über die globale Entwicklung liefert.
Pharma Markets 2010 - 2015
in Milliarden US$
253
335
Unterschiedliche Quellen, viel Übereinstimmung
Beim Vergleich der drei Informationsquellen Vertriebsfront-, Kundenund Marktstudie stellten wir interessanterweise ein hohes Mass an
übereinstimmenden Einschätzungen fest. Demgemäss bestätigen sich
die folgenden Rahmenbedingungen der Märkte:
323
388
Europa
CAGR 2–5%
102
USA
CAGR 1–3%
54
104
Lateinamerika
CAGR 11–14%
130
Japan
CAGR 2–5%
129
Mitarbeitende und Agenten der Perlen Packaging bei einer Strategietagung
250
Asien, Afrika,
Austalien
CAGR 1–3%
Quelle: IMS Health 2011
«Pharmerging» = 17 (z. B. Brasilien, Russland, Indien, China, Mexiko, Türkei, Südkorea)
1.Das durchschnittliche globale Marktwachstum des für uns relevanten Bereichs liegt bei ca. vier bis sechs Prozent.
2.Es gibt aber auch die «Pharmerging-Markets», die mit über zehn Prozent ein deutlich höheres Marktwachstum zeigen. Dazu gehören Brasilien, Russland, Indien, China, die Türkei und Südkorea. Hier werden wir unsere Präsenz weiter erhöhen.
Im Projekt «Horizont» werden wir die wichtigen Erkenntnisse im Detail betrachten und Strategien dahin­
gehend ausarbeiten, wie und wo wir künftig erfolgreich
expandieren werden, denn nur so kann unsere Gruppe
den Kundenansprüchen einerseits und der eigenen Strategie andererseits gerecht werden.
Wir sind zuversichtlich, Ihnen im Lauf des nächsten
Jahres bereits erste Resultate präsentieren zu können.
Johannes Giessler
Perlen Packaging
3.Der Konzentrationsprozess bei unseren Kunden geht weiter. Durch
Übernahmen werden immer grössere Gebilde entstehen, die wohl
global agieren, jedoch in zunehmendem Mass zentral verhandeln.
Wir werden unsere Organisation diesem Trend weiter anpassen und
versuchen, unsere Schlüsselkunden noch intensiver zu betreuen.
2010
875
2015
1170
4.Die neuen Wirkstoffe unserer Kunden werden immer komplexer und
bedürfen immer mehr Schutz. Dies bedeutet für uns, dass sich der
Trend zu Hochbarrierefolien unvermindert fortsetzen wird.
Pharma Markets 2010–2015 in Milliarden US-Dollar
6 CPH-News
CPH-News
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Bewegung
Bewegung
Projekt «proFIT»
angelaufen
Mit dem Projekt «proFIT» soll Perlen Papier wieder in die Gewinnzone vorstossen.
Wir wollen dort anpacken und verändern, wo wir unsere Effizienz und somit unsere Wett­
be­werbsfähigkeit selbst verbessern können. Erste Erfolge können wir bereits verzeichnen.
2
011 war das Ergebnis von Perlen Papier in zweistelliger Millionenhöhe negativ. Die Gründe sind schnell aufgezählt: schwacher
Euro, hohe Rohstoffkosten, tiefe Papierpreise aufgrund von Überkapazitäten. Alles Faktoren, die wir kaum beeinflussen können. Aber
wir warten nicht einfach auf bessere Zeiten, sondern handeln selbst.
Denn es gibt von der Beschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung viele Möglichkeiten, die Effizienz zu verbessern.
In einer Klausur Anfang März auf der Grimsel hat die Geschäftsleitung des Bereichs Papier entschieden, das Projekt «proFIT» zu starten.
In einer zweiten Phase werden die Analyseergebnisse
beurteilt und Ziele pro Bereich zur Umsetzung abgeleitet. Erste Erkenntnisse fliessen bereits konkret ins Tagesgeschäft ein. Bis Ende 2013 dauert die dritte Phase, in der
alle beschlossenen Massnahmen umgesetzt werden.
Einige Massnahmen wurden bereits eingeleitet: So haben wir beschlossen, die Produktionsleistung der PM7
schon auf Ende des laufenden Jahres von 900 auf 1000
Tonnen pro Tag zu erhöhen. Wir sind auf gutem Weg,
Jonathan Lund und Alois Waldburg-Zeil bei der Übergabe der Kooperationstafel an Reza Kashani, Puya Esmaili und Bijan Jahandad im Februar in Dubai
Neue Kooperation
im Mittleren Osten
Bereits Anfang 2011 hat die Zeochem mit neuen Partnern in Dubai
eine Geschäftsbeziehung aufgebaut.
I
m Lauf des Jahres trafen sich diese Partner regelmäs­
sig mit Vertretern der Zeochem, um die Basis für
eine längerfristige Geschäftsbeziehung zu verhandeln. Diese Treffen fanden abwechselnd in Dubai und in
Uetikon statt. Im November 2011 unterzeichneten die
beiden Parteien eine Absichtserklärung, in der sich die
neuen Geschäftspartner verpflichten, die Geschäfts­
chancen im Mittleren Osten auszuloten, einen Geschäftsplan zu entwickeln und die Produkte der Zeochem in
dieser Region erfolgreich zu vermarkten.
8 CPH-News
Im ersten Quartal 2012 wurde von den neuen Geschäftspartnern eine neue Gesellschaft im zollfreien Gebiet
Jebel Ali gegründet und ein Lagerhaus erworben. Die
neue Gesellschaft heisst Zettachem. In einem ersten
Schritt werden die Vertragspartner in ihrem Lager in
Dubai einen Vorrat an Molekularsieben anlegen, um in
der Region Mittlerer Osten lieferfähig zu sein.
Dr. Alois Waldburg-Zeil
Zeochem AG
Phase 1
Phase 3
Phase 2
Analyse/Diagnose
Umsetzung
Lösungsfindung
und Umsetzungsplanung
01.05. bis 08.06.
3 Monate
Mit «proFIT» steigern wir die Wettbewerbsfähigkeit, erhöhen die Produktivität und senken die Kosten. Ziel ist es, schnellstmöglich wieder
ein positives Finanzergebnis zu erreichen und unsere Position am Markt
nachhaltig zu festigen.
In einer ersten Phase bis Mitte Juni haben wir ermittelt, welche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen: Dazu wurden umfangreiche Daten analysiert, Interviews mit Mitarbeitenden geführt und anderthalbtägige Workshops organisiert, zuerst mit der mittleren Führungsebene und
anschliessend auch auf der Ebene der Meister und Werkführer.
Tagesgeschäft
bis Ende 2013
dieses Ziel zu erreichen. Wo haben wir angesetzt? Bei
Abriss und Ausschuss: So konnten wir die Anzahl der
Abrisse halbieren und auch den Ausschuss deutlich reduzieren – ein eindrückliches Resultat. Einen grossen
Dank an alle, die sich im Projekt «proFIT» engagieren.
Klemens Gottstein
Perlen Papier AG
CPH-News
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Innovation/Produkte
Geschichte der
Zeolithe
Innovation/Produkte
Ausschnitte aus der ersten Zeolith-Publikation
Die Zeochem in Uetikon stellt seit 40 Jahren Zeolithe her.
In drei Folgen sollen in den cph-news die Zeolithe vorgestellt werden.
Der erste Beitrag beleuchtet ihre Geschichte.
N
atürliche Zeolithe sind schon lange da, auf alle Fälle länger als
die Menschen. Zeolithe bilden in der Natur eine Gruppe
­sekundärer Gesteine, häufig aus vulkanischen Gebieten oder
durch Verwitterung entstanden. Sie wurden während Jahrhunderten im
Häuserbau eingesetzt – nur hatten sie ihren Namen noch nicht.
Im Jahr 1756 befasste sich der Schwede Axel F. Cronstedt intensiver
mit dieser Art von Gesteinen. Er schreibt in seiner Publikation: «Unter
den Bergarten, die ich gesammelt, und ihre Eigenschaften zu entdecken
gesucht habe, hat die gegenwärtige im Feuer ein so sonderbares Verhalten gewiesen, dass sie sich zu keiner von den bekannten Gattungen und
nur muthmassungsweise zu einer gewissen Classe bringen lässt […] Im
Feuer vor dem Löthröhrchen wallet und schäumet es fast wie Borax […]
weitläufige Beywörter zu vermeiden, welche allerley Ungelegenheiten
mit sich führen, und keinen Namen zu brauchen, welche Eigenschaften
enthalten, die anderen Arten gemein sind, nimmt man sich die Freyheit,
dieses Gestein Zeolithes zu nennen.»
Damit haben die Zeolithe einen Namen erhalten, der eine wichtige
Eigenschaft dieser Mineralien beschreibt. «Zeo» und «lithos» sind griechische Begriffe und bedeuten etwa «siedender Stein». In der Tat können
Zeolithe beim Erhitzen sehr viel Feuchtigkeit abgeben und beim Abkühlen wieder aufnehmen – Eigenschaften, die heute in der Adsorptionstechnik eine wichtige Rolle spielen.
In der Regel erscheinen die Zeolithe in der Natur als unauffällige Steine. Einige wenige Zeolithtypen – allen voran der Clinoptilolith – bilden
grosse Lagerstätten, die bergmännisch abgebaut werden. Manchmal
kommen Zeolithe als formschöne, glänzende Kristalle vor und finden
damit einen Platz in einer Mineraliensammlung.
Augustin A. Damour bemerkte im Jahr 1840, dass Zeolithkristalle reversibel dehydratisiert und hydratisiert werden konnten. Dabei änderten
sich das Aussehen und die Morphologie der Kristalle nicht. Die Zeolithe
fanden aber auch 100 Jahre nach deren Entdeckung kaum Beachtung in
der wissenschaftlichen Welt. So kam es, dass wieder viele Jahre ohne
nennenswerte Fortschritte vergingen. 1896 entwickelte Georges Friedel
die These, dass dehydratisierte Zeolithe ein offenes, schwammähnliches
Gerüst aufweisen. Er stellte auch fest, dass getrocknete Zeolithe kleine
organische Lösungsmittelmoleküle adsorbieren können.
10 CPH-News
O. Weigel und E. Steinhoff beschrieben erstmals den
Siebeffekt der natürlichen Zeolithe. Sie stellten 1925 fest,
dass ein getrockneter Chabasit-Zeolith sehr schnell Wasser oder Methylalkohol adsorbieren konnte, nicht aber
die grösseren, sperrigeren Moleküle von Aceton und
Benzol. Damit war die Grundlage für die Adsorptionstechnik geschaffen, und der Begriff «Molekularsieb»
wurde nur wenige Jahre später eingeführt.
Als dann 1930 die Kristallstruktur eines Zeoliths mittels Röntgenbeugung bestimmt werden konnte, war der
letzte Pfeiler gesteckt für eine erfolgreiche wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Zeolithe.
Heute sind über 40 verschiedene natürliche Zeolithe
bekannt. Sie haben interessante, manchmal zungenbrecherische Namen: Heulandit, Clinoptilolith, Chabasit,
Mordenit, Laumontit, Phillipsit …
In den Schweizer Alpen kommen Zeolithe ebenfalls
vor, aber ausschliesslich in kleinen Mengen. Sie entstanden vorwiegend in Klüften und Gängen des Muttergesteins. Im Aare- und im Gotthardmassiv kann man beispielsweise Scolecit-, Laumontit-, Stilbit-, Heulandit- und
Chabasitkristalle finden. Einige schöne und repräsentative
Zeolithkristalle sind bei den Bohrarbeiten für die Neat
zutage gefördert worden.
Zeolithkristall – Desmin aus dem Kanton Uri
Zeolithgestein – Clinoptilolith aus Wyoming, USA
Artikelreihe Zeolithe
In einer dreiteiligen Artikelreihe erfahren Sie alles über
Zeolithe und ihre Anwendungsmöglichkeiten:
Teil 1: Geschichte der Zeolithe
Teil 2: Synthetische Zeolithe
Teil 3: Anwendung der Zeolithe
Dr. Armin Pfenninger
Zeochem AG
CPH-News
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Innovation/Produkte
CPH Innovation Day 2012:
Die Chemie stimmt!
Der alljährliche Innovation Day der CPH fand 2012 in Müllheim statt. Das
Treffen ist die Plattform zur Präsentation und Diskussion der Innovationskraft
zwischen den drei Geschäftseinheiten der CPH. Standortübergreifend tauschten
sich Verantwortliche – vom Verwaltungsrat bis zur operativen Ebene – über
chemische sowie prozess- und verfahrenstechnische Aspekte aus. Der nächste
Innovation Day findet 2013 in Uetikon statt.
Die Teilnehmer des Innovation Day 2012 von links nach rechts:
Wolfgang Grimm, Steven Witthoeft, Reiner Gerlach, Stefan Bokorny, Jörg Michel, Alois Waldburg-Zeil, Peter Schaub, Sylvain André und Michel Segesser
J
edes Jahr treffen sich die Innovationsleiter an einem anderen
Standort in unserem CPH-Verbund. Sie berichten über die wichtigsten Ereignisse in ihrer jeweiligen Business-Unit und stellen sie
zur Diskussion. Dabei geht es nicht nur um den Blick in den Rückspiegel: Mit der Aufarbeitung der Entwicklungsthemen und der wesentlichen Kennzahlen wird die Innovationskraft aktuell bewertbar und ersichtlich, welche Produkte in der Pipeline sind und die Zukunft sichern.
Die Hintergründe für Erfolg, unerwartete Herausforderungen, die Zusammenarbeit mit externen Partnern, aber auch Synergien innerhalb
des CPH-Teams werden erläutert und sogleich zwischen Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und R&D-Verantwortlichen aus allen drei Geschäftsbereichen der CPH diskutiert. Sie bilden die Grundlage für weitere strategische Entscheidungen über das eigene Gebiet hinaus.
Der Innovation Day 2012 fand in Müllheim statt und stand unter
dem Motto «Description». Aus jedem CPH-Geschäftsfeld wurden die
wesentlichen Investitionen und Innovationen aus chemischer sowie
prozess- und verfahrenstechnischer Sicht beschrieben. Sylvain André
stellte ein Online-Diagnoseverfahren des Geschäftsbereichs Papier
vor, das zusammen mit dem Maschinenhersteller entwickelt wurde.
Dadurch werden die gesamten physikalisch-chemischen Prozesse der
neuen PM7 effizienter beherrscht, die Prozesssicherheit optimiert, weniger Füllstoff zugeführt und weniger Abfall entsorgt. Steven Witthoeft stellte – neben den chemischen Optimierungsprojekten – den
neuen Entwicklungsprozess der BU Silikatchemie vor. Der neue «Stage-Gate-Prozess» ermöglicht allen Verantwortlichen und Beteiligten,
stets über den Status aller Innovationsprojekte informiert zu sein,
aber auch anhand von vier Fragen über das weitere Vorgehen innerhalb von 30 Tagen zu entscheiden. Durch Stefan Bokorny wurden ausnahmsweise nicht die PERLAZID®-Aktivitäten, sondern die Entwicklung der 60 my-Folie vorgestellt, deren Kalanderlinie am Nachmittag
gezeigt wurde. Ausserdem wurden Investitionen von Technikums­
anlagen erläutert, die auch für Entwicklungsfragen in den anderen
Geschäftsbereichen genutzt werden können – wie z. B. eine Dispergiereinheit zur Feinverteilung für ultrafeine Partikel in Lösungen. Zusammenfassend wurden erstmals sämtliche Projekte der CPH nach
ihrem Status der Entwicklung und ihrem Wettbewerbsvorteil klassifiziert. Die Innovationspipeline ist gut gefüllt und zeigt keine Lücke
zwischen Ideenstadium und bestehendem Produktportfolio. Unsere
Innovationskennzahl, die den Anteil am Umsatz mit Produkten zeigt,
die innerhalb der letzten fünf Jahre eingeführt wurden, liegt gruppenweit bei acht Prozent, was ein respektabler Wert ist.
Während des eindrücklichen Produktionsrundgangs durch Reiner
Gerlach konnte nicht nur die neue Kalanderlinie während der Produktion, sondern auch die kürzlich GMP-zertifizierte Umgebung bestaunt werden.
Nach dem «offiziellen Teil» wurden die Definitionen, die die Arbeit
der Innovationsteams beschreiben, gruppenweit vereinheitlicht. Das
erleichtert die Bewertung der Entwicklungstätigkeit unserer eigentlich thematisch verschiedenen Geschäftseinheiten.
Die Beteiligung an den aktuellen Innovationsthemen über alle Hierarchieebenen – vom Verwaltungsratspräsident bis zur operativen Ebene –
und sämtliche Geschäftsbereiche war von der ersten bis zur letzten
Minute hervorragend. Der nächste Innovation Day findet 2013 tradi­
tionsgemäss in Uetikon statt. Das Motto wird aber noch nicht verraten.
Innovation/Produkte
Erstes
Produktionsleiter­
treffen der CPH
U
m das Networking und den Wissensaustausch
zwischen den einzelnen Produktionsbetrieben
der CPH zu fördern, wurde im Dezember 2011
erstmals ein Treffen der Produktionsverantwortlichen
durchgeführt. Als erster Gastgeber war die Perlen Converting AG für die Organisation zuständig. Sämtliche
Produktionsführungskräfte bis auf Stufe Ressortleiter
nahmen am Treffen teil.
Zum Einstieg und Kennenlernen wurde keine Produktionshalle gewählt. Die insgesamt zwölf Teilnehmenden der Perlen Papier AG, ac-Folien GmbH, Zeochem
AG und Perlen Converting AG trafen sich stattdessen im
Gasthaus «Die Perle», wo bei einem gemütlichen Apéro
und anschliessendem Nachtessen ein angeregter Austausch stattfand.
Nach der Begrüssung der Teilnehmenden am nächsten Morgen durch Dr. Peter Schildknecht und einem
ausgiebigen Rundgang durch die Perlen Converting AG
präsentierten die verschiedenen Firmen ihre gängigen
Führungskennzahlen in der Produktion. Der Fokus liegt
bei allen – nicht sonderlich überraschend – bei Ausschuss und Anlagenlaufzeiten. Zeochem AG und Perlen
Converting AG sind daran, den Gesamtanlagenwirkungsgrad (OEE) aufzunehmen.
Der grösste Nutzen lag aber für alle Teilnehmenden
daran, die Kollegen aus den anderen Standorten zu treffen und sich austauschen zu können. Es wurde vereinbart, die Treffen auf jährlicher Basis durchzuführen. Als
nächstes Thema für 2012 wurde der Bereich Instandhaltung ausgewählt. Als Gastgeber fungiert die Perlen
Papier AG.
Philipp Morgenthaler
Perlen Converting AG
Dr. Stefan Bokorny
Perlen Packaging
12 CPH-News
CPH-News
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Juli 2012 //
Innovation/Produkte
Saubere Behandlung
®
durch PERLAZID
Neue Anwendungen für bakterientötende Beschichtungen (Teil 3): Neben den Anwendungs­
gebieten in der persönlichen Hygiene und bei Wundauflagen ist die stark antiseptisch wirkende
Beschichtung PERLAZID® in der Medizinhygiene nützlich. Die Wirksamkeit gegen kritische Bakterien
auf Oberflächen in Hospitälern und Arztpraxen ist sehr hoch. Ob als Abdeckung für Empfangstische,
in Apotheken oder «rund um das Patientenbett», beschichtete Folien schützen gegen Keime –
Bakterien und Pilze haben keine Chance.
D
er erste Teil unserer Artikelserie zum Thema «Neue Einsatzgebiete für PERLAZID®» zeigte die Anwendung für Hygiene­
produkte auf, wie z. B. bei der Babypflege, der Erwachseneninkontinenz oder etwa der Gastronomiehygiene.
In Teil 2 wurde die Anwendung von PERLAZID® in Wundapplikationen, also bei Verletzungen der menschlichen Haut, beschrieben: Behandelte Wundauflagen vermindern das Risiko von Entzündungen und deren
Verbreitung durch den Blutkreislauf im ganzen Körper.
Weltweiter Kampf gegen Keime in Hospitälern
Teil 3 unserer Informationsserie beschreibt die Möglichkeiten, besonders die kritischen Keime in Hospitälern, Arztpraxen und Altersheimen
zu reduzieren. Nicht alle Bakterien und Pilze sind gefährlich, und einige
sind sogar in unserem Stoffwechselsystem notwendig – jedoch dürfen
die kritischen Keime nicht an die verkehrte Stelle des Körpers kommen.
Umfragen zufolge fürchten etwa 56 Prozent der Befragten, sich bei einem Hospitalaufenthalt mit einem gefährlichen Keim zu infizieren. Tatsächlich werden allein in Deutschland etwa 25 Prozent, in den Niederlanden 11 Prozent aller Patienten und ihrer Besucher «kolonialisiert».
Die Zahlen für die Schweiz sind nicht veröffentlicht. Die Mehrkosten
pro Patient betragen 10 000 bis 30 000 Euro bzw. bedeuten zehn Tage
mehr Klinikaufenthalt pro Patient. Diese sog. «MRSA-Kennzahl»
wurde 2008 europaweit eingeführt, wobei das Bewusstsein weltweit
wächst – besonders in Ballungsgebieten.
Hohe Ansprüche an sterile Oberflächen
Die Ansteckungsgefahr ist nicht zu unterschätzen und wird durch Händewaschen und Desinfizieren allein nicht verhindert: Im Krankenzimmer werden Keime durch Lichtschalter, Türfallen, Klinikbetten, Infu­
sionsschläuche und Katheter übertragen. Durch Besucher und Personal
werden Erreger von Zimmer zu Zimmer getragen, indem sie per Handschlag auf die Kleidung, wie Laborkittel und Krawatten oder Kugelschreiber gebracht und entlang der Besucherreihe übertragen werden.
Des Weiteren fördert medizinisches Equipment die Verbreitung: Stethoskope, Tastaturen und Displays auf Intensivstationen, in OP-Sälen und
14 CPH-News
Arztpraxen werden von mehreren Personen verwendet – genauso wie Oberflächen von Empfangstresen, Handläufen, Aufzügen oder Toiletten leicht infiziert und schwer desinfiziert werden. So wurden auf Handydisplays etwa 3875 Keime/cm 2 und
auf OP-Saal-Tastaturen immer noch etwa bis zu 50 Keime gefunden.
Besonders Keime aus der Reihe der Enterobakterien (Enteron = Darm) sind gegen Medikamente resistent, da sie durch
genetische Veränderung die Eigenschaft haben, Enzyme zu
entwickeln, die Antibiotika inaktivieren. Die Bakterien können
sowohl mit als auch ohne Sauerstoff leben und sind vereinzelt
eine Wunde gelangen, wodurch die Infektion als natürliche Reaktion
des Körpers hervorgerufen wird – und ihn dadurch noch mehr schwächt.
Antibiotika wirken mit der Ausbreitung dieser Keime immer weniger;
in Fachkreisen spricht man zunehmend von der «post-antibiotischen
Zeit», die etwa 2014/15 beginnt. Präventiv gegen diese sog. «Schmierinfektionen» hilft grundsätzlich die Einhaltung der Hygiene- und GMPRegeln – und PERLAZID®.
Was leistet PERLAZID® ?
Perlen Packaging kann Vliese und Folien mit PERLAZID® als aktiver
Wirksubstanz beschichten. Mit PERLAZID® wird – ähnlich wie beim
«Trojanischen Pferd» – auf natürlichem Weg Kalziumphosphat als Nahrung aufgenommen und so das giftige Silber in minimaler Dosierung
sowie mit maximaler Wirkung eingeschleust. Die so veredelten Materialien werden z. B. als passgenaues Formstück auf den Liftknopf, die Tastatur oder den Handlauf gebracht. Kühlräume, wo die helfenden Präparate gelagert werden, werden zusätzlich keimfrei gehalten, wobei der
Reinigungsaufwand für das Personal rechenbar verkleinert wird. So
werden Bakterien und Pilze effizient und nachhaltig eliminiert – also
auch über die bisher üblichen Massnahmen zur Routinedesinfektion hinaus. Sie werden nicht weiter übertragen, denn die berührbaren Flächen
sind durch die Veredelung mit PERLAZID® zusätzlich vor Keimbefall
geschützt. Angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen fordert der
Gesetzgeber die Spitäler und Altersheime international auf, Verbesserungen vorzunehmen und offen zu informieren – es besteht also Handlungsbedarf.
Innovation/Produkte
PERLAZID® – antimikrobielle
Beschichtung auf Silberbasis
Die von Perlen Packaging entwickelte Beschichtung ist auf verschiedene Trägermaterialien applizierbar und dabei sehr effizient sowie wirksam gegen Bakterien und Pilze. Ihre grossen
antimikrobiellen Effekte beruhen auf der Wirkung von Silber, das mit einem branchenweit
neuen Herstellungsverfahren homogen verteilt
und in die Beschichtungsmatrix eingebettet
wird. Trotz niedriger Dosierung ist die Beschichtung lang anhaltend wirksam – auch nach der
Behandlung mit basischen, neutralen, sauren
oder organischen Medien. Das Produkt ist auf
Folien und auf Vliesstoffe beschichtbar. Die Beschichtung beeinflusst die nachfolgenden Verarbeitungsprozesse durch die Kunden nicht.
Externe Messungen bestätigen Wirksamkeit
Unsere Beschichtung auf Vliesstoffen oder Folien für Anwendungen in
Spitälern oder Altersheimen wirkt hocheffizient. An externen Hygieneinstituten wurden Messungen durchgeführt, die die Wirksamkeit bezüglich Zelltötung (Zytotoxizität) bei Bakterien zeigen. Dabei wurden
keinerlei Hautirritationen festgestellt. Auch werden die roten Blutkörperchen nicht abgetötet (Hämolysetest). PERLAZID® ist trotz seiner geringen Silberkonzentration höchst wirksam, bezüglich der Global­
migration aber unkritisch.
PERLAZID® ist in nahezu allen kritischen Bereichen – ob bei der persönlichen Hygiene, bei Wundapplikationen oder in der kostenintensiven Medikalhygiene in direkter Verbindung zwischen Patient und Personal im Hospital und dem Besucher von der Aussenwelt – einsetzbar
und verhindert die Verschleppung von Keimen.
Die MRSA-Kennzahl informiert über das Infektionsrisiko mit kritischen
Keimen in Hospitälern europaweit
Dr. Stefan Bokorny
Perlen Packaging
sogar gegen Desinfektionsmittel resistent. Ihre Gene können
sie art- und gattungsfremd austauschen. Diese genetisch angepassten Keime befallen vorzugsweise Menschen mit geschwächtem Immunsystem – also Patienten oder ältere Personen. Solange die Kolonisation lediglich in Bereichen stattfindet, für die sie «vorgesehen» sind, machen MRSA-Keime nicht
krank. Problematisch wird es erst, wenn sie unachtsam z. B. in
Artikelreihe PERLAZID®
In einer fünfteiligen Artikelreihe erfahren Sie alles über PERLAZID®
und seine Anwendungsmöglichkeiten:
Teil 1: Mehr Hygiene dank PERLAZID® (cph-news 1/2011)
Teil 2: Saubere Wunden dank PERLAZID® (cph-news 2/2011)
Teil 3: Anwendung von PERLAZID® in der Medikalhygiene
Teil 4: Anwendungen von PERLAZID® in interessanten Randbereichen
Teil 5: Technische Aspekte von PERLAZID®
PERLAZID® schützt Patienten, Personal und Besucher zusätzlich durch
passgenaue Folienelemente in medikalhygienischen Bereichen, wie z. B. an
Handläufen oder Tastaturen
CPH-News
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Juli 2012 //
Juli 2012 //
Personelles
Personelles
Bild links
Big Ben in London
Bild Mitte
Seebad in Brighton
Bild rechts
Brighton
Perlen-Lehrlinge
in Brighton
Im dritten Lehrjahr unserer kaufmännischen
Ausbildung absolvierten wir mit der Berufs­
schule einen zweiwöchigen Sprachaufenthalt
von Ende Februar bis Anfang März in Brighton,
England. Brighton ist eine wundervolle Stadt
mit ca. 156 000 Einwohnern und liegt im
Süden von England, direkt am Meer.
16 CPH-News
W
ährend unseres Aufenthalts wohnten wir bei Gastfamilien,
die ausserhalb von Brighton leben. Wir beide trafen es sehr
gut mit unseren «host families» und hatten so eine super
Voraussetzung, unser Englisch zu nutzen und in diesen zwei Wochen
zu verbessern.
In der Schule, dem English Language Centre, bereiteten wir uns auf
die Englisch-Abschlussprüfung vor. Es war eine gute Gelegenheit, um
den Prüfungsstoff zu repetieren und unserem Englisch den letzten Feinschliff zu geben. Nach der Schule nutzten wir jeweils die Möglichkeit,
Brighton und seine Sehenswürdigkeiten zu erkunden und zu geniessen.
Wir besichtigten unter anderem den Brighton Pier, das Riesenrad am
Steinstrand, das Einkaufscenter und vieles mehr. Am Abend organisierte die Schule jeweils «social activities», an denen wir uns beteiligen
konnten. Von Live-Musik bis hin zu Barsport-Spielen (z. B. Dart, Tischfussball etc.) stand alles auf dem Programm, für Abwechslung war so
jeweils bestens gesorgt.
Das Wochenende verbrachten wir in London, wo fast acht Millionen
Menschen leben (ohne Agglomeration!). Es war ein aufregendes Erlebnis, eine so grosse Stadt auf eigene Faust zu entdecken, oder zumindest
einen Teil davon.
Viel zu schnell waren diese zwei Wochen vorbei, und schon hiess es:
Goodbye! Für uns war es eine unvergessliche Erfahrung, neben der
Sprache auch das Land ein wenig kennenzulernen, das typische englische Essen zu kosten, neue Bekanntschaften zu machen und den Alltag
mal anders zu gestalten.
We really enjoyed our stay in Brighton, and it was a great
experience! =)
Tamara Glarner und Jan Schenk
Auszubildende 3. Lehrjahr
Perlen Papier AG
CPH-News
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Juli 2012 //
Personelles
Personelles in der
CPH-Gruppe
I
n der Gruppenleitung hat am 1. April Manfred Häner (siehe Interview auf Seite 19) von Dr. Max Michel die Verantwortung als
CFO der CPH-Gruppe übernommen. Max Michel, der seit 2003
für die Finanzen der CPH verantwortlich war, wird der Gruppe weiterhin für besondere Aufgaben zur Verfügung stehen.
Seit 1. Januar ist Klemens Gottstein bereits als neuer Geschäftsleiter der Perlen Papier AG und Mitglied der CPH-Gruppenleitung tätig
(siehe dazu das Interview in den letzten cph-news, Nr. 2/11). In die
Geschäftsleitung des Bereichs Papier ist zudem per Anfang Februar
Benno Rüttimann, Leiter Human Resources, befördert worden.
Benno Rüttimann ist seit März 2011 bei Perlen Papier AG.
Nach zwölf Jahren verlässt Günter Höller, Leiter
Verkauf und Marketing, die Perlen Papier AG per
Ende Juni. Nach der erfolgreichen Markteinführung
unserer LWC-Papiere Anfang der 2000er-Jahre und
der vollständigen Vermarktung der zusätzlichen Volumen der PM7 hat sich Günter Höller entschieden,
sich ausserhalb unseres Unternehmens einer neuen Herausforderung
zu stellen.
Im Bereich Verpackung begann Anfang Januar
Laura Groen ihre Stelle im Project Team QM-ISOEnvironment. Bei ihrem vorhergehenden Arbeitgeber war sie als Managerin für internationales LabelDesign zuständig für die Umsetzung von
Verpackungs- und Produktbeschreibungsanforderungen im internationalen Vertrieb sowie die Betreuung und Weiterentwicklung des Systems für regionalisierte Labeling-Prozesse.
Kurz darauf startete auch Elisabetta Berchtold,
neu verantwortlich für Regulatory Affairs bei Perlen
Packaging. Um die Zunahme der regulatorischen
Vorschriften im internationalen Pharmamarkt bewältigen zu können, wurde diese Stelle geschaffen.
Elisabetta Berchtold beschäftigte sich bereits bei ihrem letzten Arbeitgeber, einem Pharmakonzern aus Zug, mit diesem
Thema und wird diese neue Aufgabe nun bei Perlen
Packaging übernehmen.
Der 1. Februar war der erste Arbeitstag von Eveline
Röösli als Assistant Q-Management im Qualitätsmanagement des Verpackungsbereichs. Vor ihrem
Engagement war sie Produktionsangestellte bei einem Unternehmen für Infusionsgeräte.
Anfang März wechselte Sara Elmiger vom Papierbereich zur Perlen
Converting AG. Sie bleibt weiterhin im Personal­
wesen tätig und unterstützt dort als HR-Managerin
Peter Henz, der bereits Mitte 2011 als Personalleiter
in den Bereich Verpackung wechselte. Peter Henz
wurde zudem per Anfang Januar als HR-Direktor
neu in die Geschäftsleitung des Bereichs befördert.
18 CPH-News
Ebenfalls Anfang März trat Philipp
Gamma in die Verpackung ein und
übernahm seine Aufgabe als neuer
Teamleiter Logistik der Perlen Converting AG. Philipp Gamma ist diplomierter Logistikfachmann und stiess von der
Firma Thomas Brunner Mühle AG zu Perlen Converting.
Per Anfang Juli erfolgt ein weiterer interner Transfer
von Perlen Papier AG zu Perlen Packaging: Markus
Seichter übernimmt die Nachfolge von
Fredy Grüter als Leiter Beschichtung bei
der Perlen Converting AG. Markus
Seichter ist dipl. Ing. FH in Verfahrenstechnik Papier/Kunststoff und war bisher Produktionsingenieur auf der PM7.
Fredy Grüter wird per Ende August in den wohlverdienten Ruhestand gehen.
Im Geschäftsbereich Chemie hat am
1. Januar Dr. Gerald Schwetlik seine
neue Aufgabe als Leiter für den Verkauf
der Chromatografiegele von Zeochem
angetreten. Mit hochwertigen Produkten und guten Kundenkontakten wird er
diesen Geschäftszweig weiterentwickeln.
Im Frühjahr nahmen dann innert kurzer Zeit gleich
sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Tätigkeit in
der Zeochem AG auf. Bianca Frei leitet den Verkaufs­
innendienst, Dr. Eugen Müller übernahm die Leitung
der gesamten Produktion, Yvonne Gähler verstärkt das
Team im Verkaufsinnendienst, Roger Zimmermann
ist der neue Betriebselektriker, Esther Ramseier
schliesst eine Lücke im Marketing als Assistentin Sales &
Marketing, und William Maffi schliesslich ist der neue
Mechaniker.
V. l. n. r.: Bianca Frei, Dr. Eugen Müller, Yvonne Gähler, Roger Zimmermann,
Esther Ramseier, William Maffi
Internationaler
Background
Manfred Häner ist seit dem 1. April 2012 als neuer CFO
tätig. Dass er neben Zahlen auch Freude an Menschen mit­
bringt, erfahren Sie im folgenden Interview.
Sie haben Ihre gesamte Berufslaufbahn seit der Lehre im Bereich Finanzen von Industrieunternehmen verbracht. Warum haben Sie sich
nach der Lehre für diesen Weg entschieden? Was finden Sie an Zahlen
so reizvoll?
Das war wahrscheinlich Zufall, wobei ich schon immer Freude daran
hatte, mit Zahlen umzugehen. Zahlen per se sind aber eigentlich eher
langweilig. Erst wenn man sie in den Kontext Mensch-Maschine-Produkt-Geld-Umwelt stellt, werden sie attraktiv.
Hatten Sie nie das Bedürfnis, in die Bankenwelt einzusteigen, wo es
um wirklich grosse Zahlen geht?
Nicht wirklich, Geld als Produkt hat mich nie interessiert. Das Schöne
an meiner Funktion ist das Brückenschlagen zwischen der Realwirtschaft und der Bankenwelt. Das eine funktioniert nicht ohne das andere,
als «Industrie-Finänzler» kann man beides ideal miteinander verbinden
und ergänzen.
Sie haben früher bei Sulzer und bei Micronas Semiconductors gearbeitet. Beide Unternehmen waren grösser und internationaler ausgerichtet
als die CPH. Warum sind Sie nun zur CPH-Gruppe gekommen?
Ehrlich gesagt, war mir CPH bis zu dem Moment, als mich ein Headhunter anrief, unbekannt. Als ich dann aber begann, mich über das Unternehmen zu informieren, und erste Gespräche mit den Verantwortlichen
führte, fing das Unternehmen an, mich zu interessieren. Konglomerate
sind bei vielen Investoren verpönt, was eigentlich schade ist, machen
doch unterschiedliche, unter einem Dach beheimatete Produktbereiche
vieles viel interessanter. Auch dass unser Unternehmen in einer nicht
einfachen Situation ist, hat mich gereizt, wird doch dadurch das Wirkungsfeld des CFO noch breiter und spannender.
Sie waren für Sulzer auch längere Zeit in den USA und in Spanien.
Welche Erfahrungen haben Sie daraus für sich gewonnen und inwiefern
prägen diese Sie bis heute?
In erster Linie, dass es sich überall leben lässt, wenn man bereit ist, sich
anzupassen und offen ist für Neues. Ich habe heute noch sehr engen Kontakt zu beiden Ländern, drei meiner Kinder leben in den USA, meine
Frau und die jüngste Tochter in Madrid, ich bin also eine Art Wochenaufenthalter in der Schweiz und geniesse das Leben in zwei unterschiedlichen Kulturen. Ich habe aber auch etwas mehr als ein Jahr in London
gelebt, war für mehrere Monate auf einer Grossbaustelle beim Bau einer
Papiermaschinenfabrik im Irak tätig und habe während zehn Jahren
mehrheitlich in Deutschland gearbeitet. Durch meine vielen Auslandsaufenthalte und Reisen weiss ich aber auch die Qualitäten der Schweiz
besser zu schätzen.
Wie wichtig war diese internationale Erfahrung für Ihre Karriere?
Sehr wichtig, ohne meine Auslandsaufenthalte wäre ich wohl nie CFO
bei Sulzer International oder bei Micronas geworden und wahrschein-
Personelles
lich auch nicht bei der CPH. In der heutigen globalisierten
Welt ist es aus meiner Sicht unerlässlich, internationale
Erfahrungen zu sammeln und sich mit anderen Kulturen
anzufreunden, sei es durch Studienaufenthalte oder eben
durch Arbeiten im Ausland.
Die cph-news haben erfahren, dass Sie in Ihrer Freizeit
gern mit dem Motorrad unterwegs sind. Haben Sie für
unsere Leserinnen und Leser einen Geheimtipp für eine
spannende Reise?
Unter echten Töfffahrern gibt es fast keine Geheimnisse,
mein Geheimtipp ist aber Sardinien im Frühling. Schöne
Hinfahrt durch Korsika, in Sardinien viele gut unterhaltene, verkehrsarme und kurvenreiche (Berg-)Strassen,
keine Radarfallen, die werden ja rechtzeitig angezeigt,
wenig Polizei und natürlich italienische Küche, sardischer Wein und das Meer.
Wenn Sie einem jungen Mitarbeiter / einer jungen Mitarbeiterin einen Tipp für seine/ihre Karriere geben könnten, wie würde dieser lauten?
Offen sein für Neues, Sprachen lernen, früh Verantwortung
übernehmen, hart arbeiten und Auslandserfahrung sammeln.
Noch einige kurze Fragen:
• Fünf-Gänge-Menü oder Cervelat?
Bratwurst.
• Poker oder Roulette?
Triomino.
• Schweiz oder Ausland?
Nur in der Kombination ist beides schön.
• Sudoku oder Kreuzworträtsel?
Kreuzworträtsel, ist besser für die Allgemeinbildung.
• Wer wird Europameister im Fussball?
Da es die Schweiz nicht werden kann, tippe ich auf Spanien, aber wahrscheinlich wird Deutschland es wieder
allen zeigen.
• Bewegung?
Ein Wochenende mit dem Motorrad auf der Rennstrecke.
Steckbrief
––– Geburtsdatum
20. Mai 1956
––– Familie
Verheiratet, vier Kinder
(19, 24, 28, 31 Jahre alt)
––– Laufbahn
KV-Lehre, seit über 35 Jahren in Finanz und Controlling.
Eidg. dipl. Experte in Rechnungswesen und Controlling.
Zuletzt CFO Micronas Semiconductor.
Michel Segesser
CPH
CPH-News
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KVP
Erfolgreicher KVP im ersten Halbjahr
Das KVP-Jahr 2012 ist wieder erfolgreich gestartet.
Es sind bereits viele interessante Vorschläge eingegangen, von denen einige auch schon umgesetzt
wurden. Sie zeigen, welch grosses Potenzial im Wissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
steckt. In der Folge präsentieren wir Ihnen eine Auswahl von rechenbaren Vorschlägen aus unseren
Standorten. Ganz herzlichen Dank allen Mitarbeitenden, die zur kontinuierlichen Verbesserung
unserer Unternehmen beitragen!
Lioba Pfaus – ac-Folien GmbH
Lioba Pfaus hat mit ihrem Vorschlag zur
Reduzierung der Farbproduktionskosten
ihre mehr als 25-jährige Diensterfahrung
gewinnbringend eingesetzt. So konnte
eine jährliche Einsparung in Höhe von
95 400 Euro erzielt werden. Dies ist seit
der Einführung von KVP am Standort
Müllheim die bisher mit Abstand bedeutendste Einsparung – entsprechend gross
ist die Freude über die erfolgreiche Umsetzung dieses Vorschlags.
Jährliche Einsparung: EUR 95 400,–
Ibrahim Suyulmaz und Halil Iyidogan –
ac-Folien GmbH
Mit der Moderation von Halil Iyidogan
(seit über 25 Jahren Mitarbeiter im Bereich Konfektion) ist es den Kollegen im
Schneideraum gelungen, für die Fehlerkennzeichnung der Mutterrollen einen
praktikablen Lösungsweg zu finden.
Jährliche Einsparung: EUR 14 400,–
Mit der Moderation von Ibrahim Suyulmaz
(seit über 20 Jahren im Bereich Konfek­
tion tätig) ist es den Kollegen im Bereich
Konfektion gelungen, einheitlich in allen
drei Schichten eine separate Sammlung
der verschiedenen PVC-Folien einzuführen.
Jährliche Einsparung bei der Entsorgung: EUR 7240,–
Maik Nasch – Perlen Converting AG
Reduktion Rüstzeiten an RM1 und RM2
Es werden sämtliche Tätigkeiten während
eines Produktewechsels an der RM1 und
der RM2 aufgenommen, inklusive Zeitbedarf pro Tätigkeit. Dabei wird in interne
und externe Tätigkeiten unterschieden.
Mittels einer Videokamera wird der Produktewechsel dokumentiert. Philipp
Morgenthaler wird sich darum kümmern
und dies einmal mit einer der beiden
Schichten durchführen. Zudem wird eine
Liste mit eventuell benötigten Hilfsmitteln aufgestellt.
Das erste Ziel in der Ausrüstung ist eine
nachhaltige Reduktion der Einrichtzeit
an der RM1 und der RM2 auf 20 Minuten;
die RM4 wird separat angegangen. Die
Moderation wurde von einem externen
Coach übernommen.
Jährliche Einsparung: CHF 54 168.–
Hassan Issa – Perlen Converting AG
Dämmschotten wechseln
Mit dem herkömmlichen Wechseln der
Dämmschotten verliert man durchschnittlich zehn Minuten Zeit und hat zudem etwa 150 bis 200 kg Ausschuss. Hinzu kommt, dass die gefaltete Folie unregelmässige Auftragsmengen aufweist, die
die Leitwalzen stark verschmutzen. Diese
PVDC-Krusten enden früher oder später
wieder auf der PVDC-Beschichtung.
Um diesen Prozess zu beschleunigen und
den Ausschuss zu reduzieren, hat es sich
bewährt, wenn man Dämmschotten bei
laufender Anlage wechselt. Das dauert
nur noch eine Minute, die Ausschussmenge wird auf etwa 50 kg reduziert, und die
Anlage wird nicht verschmutzt. In einer
Woche spart man so circa 1200 kg Material und 1 ½ Stunden Zeit; auf das Jahr gerechnet ergibt das 62 Tonnen Ausschuss
und 78 Stunden.
Jährliche Einsparung: CHF 74 812.–
Dämmschott
20 CPH-News
Radislav Bogicevic –
Perlen Converting AG
Steuergerät BM2 / Sensor bei
Wendekreuz Aufrollung
Das Steuergerät überwacht die Sicherheit
bei der Aufrollung. Beim automatischen
Zyklus stoppt das Steuergerät mehrmals.
Das Problem entsteht durch mechanische Schläge von Folienlaschen nach dem
Schneiden oder bei erhöhten Spannungen.
Viermal jährlich hat man Probleme damit. Die Kosten durch die Instandhaltung
belaufen sich bei jährlich zehn Stunden
Standzeit auf 800 Franken pro Stunde, hinzu kommen der Maschinenstillstand sowie
circa 500 kg Ausschuss, was 1750 Franken
entspricht, zuzüglich der Kosten für die Instandhaltung von etwa 1400 Franken. Dies
ergibt ein Total an anfallenden Kosten von
jährlich 11 050 Franken.
Durch das Montieren einer Schutzhülle auf
den Sensor werden solche Probleme verhindert.
Jährliche Einsparung: CHF 11 050.–
KVP
schwindigkeit zu erhöhen und dank dem
verbesserten Feuchteprofil die Endfeuchte
im Papier um über ein Prozent anzuheben.
Jährliche Einsparung: CHF 272 000.–
Edward Rogger – Perlen Converting AG
Beschädigung von Schnelllauftoren
Es sind leider immer wieder Schäden an
den Schnelllauftoren in der Produktion/
Spedition zu beklagen: Die Staplerfahrzeuge fahren schliessende Tore an, die Fahrzeuge und ihre Ladung werden von keinem Sensor erfasst. Die Reparatur eines
Mathias Krüger – Perlen Papier AG
Mathias Krüger hat vorgeschlagen, dass
der Gautschknecht bei einem Abriss in
der Trockenpartie der PM7 automatisch
auf Streifen 2 fährt. Dadurch können bei
einem Abriss 30 Sekunden Produktionszeit gewonnen werden.
Jährliche Einsparung: CHF 39 650.–
Magnetbarrieren
Tores kann bis zu 5000 Franken kosten.
Schätzungsweise reparieren wir alle acht
Wochen ein Tor. Durch den Einbau von
Sensoren wird verhindert, dass sich die
Tore schliessen, wenn sich ein Stapler darunter befindet.
Jährliche Einsparung: CHF 25 000.–
Ivan Zimmermann – Perlen Papier AG
Dank dem Vorschlag von Ivan Zimmermann konnten die Rakelbank-Gelenkwellen am Streichaggregat der PM4 so
modifiziert werden, dass sie neu in der
Werkstatt repariert und nicht mehr im
Alteisen entsorgt werden. Die Standzeit
der reparierten Gelenkwellen ist zudem
besser als bei den Originalwellen.
Jährliche Einsparung: CHF 17 800.–
Sicherheitssensor für Aufrollung
Michael Westphal – Perlen Papier AG
Dank den Vorschlägen von Michael Westphal konnte der Dampfblaskasten an der
PM4 optimiert werden. Der unbeabsichtigte Dampfaustritt am Rand wurde durch
Abdeckbleche verhindert. Dadurch konnte
das Problem des Randabhebens vor der
zweiten Presse behoben werden. In der Folge war es möglich, die Papiermaschinenge-
CPH-News
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KVP
Das Team der CU Agro
V. l. n. r.: Hugo Schär, Mirko Kelava, Ramo Abdijij
E
Eigerwestwand
Hoch hinaus:
mit der CU Agro AG
aufs Jungfraujoch
Am Freitag, 2. März 2012, machte das Team der CU Agro AG aus
den gesammelten KVP- Beträgen einen Betriebs­ausflug.
22 CPH-News
KVP
ine Reise zum Jungfraujoch stand auf dem Programm. Bereits um 5.30 Uhr trafen wir uns auf
dem Werksparkplatz in Uetikon. Die Fahrt mit
dem Kleinbus führte uns via Luzern und Brünig nach Interlaken Ost. Dort angekommen, gab es zuerst einmal
Kaffee und Gipfeli.
Pünktlich um 9.05 Uhr fuhr die Berner Oberlandbahn
Richtung Lauterbrunnen ab. Dort stiegen wir in die
Wengernalpbahn um und fuhren bis zur Station Kleine
Scheidegg. Die Strecke führt teilweise an der Lauberhorn-Abfahrtspiste vorbei. Für den letzten Abschnitt
mussten wir auf die Jungfraubahn umsteigen. Die Rundfahrt führte weiter durch die berüchtigte Eigernordwand, mit zwei Aussichtsstationen im Fels, bis zum unterirdischen Gipfelbahnhof Jungfraujoch. Die Aussicht
während der Fahrt war überwältigend. Je nach Steigung
fuhren die drei Bergbahnen entweder mit Adhäsionsoder Zahnradantrieb.
Im Jahr 1912 wurde die Jungfraubahn eröffnet. Die
Bahn feiert heuer also ihr 100-Jahre-Jubiläum. Die Station Jungfraujoch ist der höchstgelegene Bahnhof Europas
auf 3454 m ü. M. Die Jungfraubahn überwindet 1400
Höhenmeter.
Wir hatten perfektes Bergwetter mit einem stahl­
blauen Himmel und angenehmen Temperaturen. Nach
gut zwei Stunden Fahrt auf dem Jungfraujoch angekommen, erwarteten uns einige Attraktionen wie die Sphinx­
terrasse mit einer fantastischen Panoramarundsicht, der
Eispalast mit Skulpturen und das Plateau mit gesicherten
Schneewegen.
Aber Achtung: Die Luft auf fast 3500 m ü. M. ist spürbar dünner.
Einige von uns merkten den Höhenunterschied sofort. Beim Treppensteigen hatten wir immer mehr Mühe mit dem Atmen.
Schliesslich machte uns die Bergluft hungrig. Um 12 Uhr wurde uns
im Panoramarestaurant ein sehr feines Mittagessen serviert. Alle waren
bestens gelaunt, und die Stimmung war einfach perfekt. Nach dem Mittagessen blieb nochmals etwas Zeit zur freien Verfügung. Um 14.30 Uhr
begann die Rückreise via Grindelwald zurück nach Interlaken.
Am Bahnhof angekommen, erwartete uns unser Bus-Chauffeur
Armin Fehr bereits. Nun ging es wieder heimwärts. Über den Brünig
fuhren wir nach Sarnen. Dort beschlossen wir den perfekten Tag mit
einem kleinen Nachtessen. In aufgeräumter Stimmung wurde über das
Erlebte diskutiert. Zurück im Bus und auf dem Weg nach Uetikon waren dann alle ein bisschen müde. Um ca. 22 Uhr kamen wir wieder gut
in Uetikon an.
Der Ausflug in die Gletscherwelt des Schweizer Hochgebirges war ein
unvergessliches Erlebnis. Für viele von uns war es das erste Mal, dass sie
auf dem Jungfraujoch waren, und es war wunderschön. Es herrschte jederzeit bei allen eine fröhliche Stimmung. Ein grosses Dankeschön geht
natürlich auch an unsere Vorgesetzten René Rüegg und Jürg Hämmig.
Ohne sie wäre dieser Ausflug nie zustande gekommen. Das ganze CUAgro-Team bedankt sich bei ihnen.
Giuseppe Azzato
CU Agro AG
CPH-News
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KVP
Abteilungsevent Einkauf
KVP
Ausflug
Europa-Park Rust
K
ollegen aus dem Bereich Kalander/Mischerei haben mit ihrem Gutschein aus der Moderation
zum Thema «Undichtigkeiten an Flüssigkeitsbehälter beheben» einen ausgiebigen Herrentag bei herr­
lichem Wetter, fast 28 Grad, im Europa-Park bei Rust
verbracht. Nach eigenen Aussagen wurden nur «Männersachen» gefahren! Die Autorin dieses Berichts wurde
in das Geheimnis der reinen «Männersachen» nicht eingeweiht.
Die Herren hatten einen Heidenspass und würden sofort wieder zusammen in den Europa-Park gehen.
Karin Hayn
ac-Folien GmbH
KVP-Ausflug
Planwagenfahrt mit Weinprobe und anschliessendem Abendessen am 27. April 2012. Zwei standort­
übergreifende Moderationen aus dem Finanzmanagement bildeten die Basis für diesen KVP Ausflug.
A
m Freitag, 27. April 2012, trafen wir uns um
14 Uhr in Kandern am Bahnhof und fuhren
dann gemeinsam zum Ross-Hof Mayer.
Dort wurden wir von Herrn Thomas Mayer herzlich mit einem Glas
Sekt begrüsst. Anschliessend ging es mit dem Planwagen bei sonnigem
Wetter durch Reben und Wiesen im Kandertal im Markgräflerland.
Während der dreistündigen Fahrt wurden immer wieder kleine Pausen
eingelegt, in denen uns Herr Mayer insgesamt vier verschiedene Weine
und dazu ein gutes Stück Käse mit richtigem Bauernbrot servierte. Es
war ein Genuss, den Wein zu probieren und den Erklärungen von Herrn Mayer zu lauschen. Die Planwagenfahrt mit Weinprobe verging wie im Flug,
und wir konnten bei einem gemütlichen Abend­
essen den schönen Tag ausklingen lassen.
Heinz Amrein bei der Stockabgabe, kritisch beobachtet
von seinen Teamkolleginnen und Teamkollegen
A
m 19. März 2012 trafen wir vom Einkauf uns
zum Eisstockschiessen in der Eishalle Sursee.
Anschliessend durften wir ein feines Nachtessen im Restaurant «Wilder Mann» geniessen.
Bezahlen konnten wir den super Anlass dank den KVP-Moderationsbeiträgen. Es war auf jeden Fall ein guter und gelungener Event.
Vielen Dank!
Gaby Singer
Auszubildende Perlen Papier AG
V. l. n. r., hinten: Ümit Tas, Aleksandar Djokovic, Klaus Schwirz, Andreas Gabriel, Frank Burghardt
V. l. n. r., vorn: Ingo Schwald, Sanel Maksumic
Heinz Amrein und Leo Camenzind
Martina Cammarata
ac-Folien GmbH
24 CPH-News
V. l. n. r.: Edward Rogger, Martina Cammarata, Markus Habermacher,
Philipp Morgenthaler, Thomas Mayer, Britta Meier, Karin Heyn
CPH-News
25
Juli 2012 //
Juli 2012 //
KVP
Aus den Unternehmen
Arbeitssicherheit in Perlen
Was wir alles machen, um die Mitarbeitenden für die Arbeitssicherheit zu sensibilisieren.
D
ie Statistiken über Sachschäden und Berufsunfälle zeigen in
den letzten acht Jahren eine Abnahme der Ereignisse in Perlen.
Was ist geschehen? In verschiedenen Schulungen und Instruktionen werden regelmässig alle Mitarbeitenden jährlich für die Gefahren sensibilisiert und geschult, was zu tun ist bei einem Feuerausbruch
oder bei einem Unfallereignis und wie man sich im Betrieb verhält.
Selbst Hand anlegen heisst es dabei. Ob Verwaltungsoder Werkstattangestellter, alle haben dabei die Gelegenheit, das Feuer zu löschen. Und zum Schluss als Highlight wird noch eine Kartusche Propangasgemisch so
lange aufgeheizt, bis es zur Explosion kommt. Wirklich
eindrücklich.
SOS-Quartalsschulungen
Quartalsweise werden alle Mitarbeiter instruiert durch die Vorgesetzten
oder Sicherheitsgötti über ein Thema, das eigens zusammengestellt wird
durch den Sicherheitskoordinator, wie persönlicher Schutz, diverse Gefährdungen, Brandschutz, Fördermittel, Besteigen und Befahren, rotierende und sich bewegende Teile, Umgang mit Gefahrenstoffen wie auch
zum Thema: «Wir dulden keine Verstösse gegen Arbeitssicherheits­
regeln.» Die Freizeitsicherheit ist ebenfalls ein Bestandteil bei diesen
Instruktionen. Alle Mitarbeitenden bestätigen mit ihrer Unterschrift,
dass sie das Thema verstanden haben.
Erste-Hilfe-Kurs
Was machen, wenn ein Mitarbeiter einen elektrischen
Schlag erhält, sich mit heissem Wasser verbrennt oder
Herzbeschwerden hat?
Am Erste-Hilfe-Kurs, der von unserer Samariterin organisiert und mit dem örtlichen Samariterverein durchgeführt wurde, konnten wir solche Situationen üben.
Überraschungssituationen, von denen die Teilnehmenden nichts wussten, brachten uns zum Schwitzen.
Braucht der Betroffene eine Herzmassage, wie soll er
gelagert werden, wie heisst die Notruftelefonnummer?
Alle diese Fragen wurden geübt und geklärt mit der Unterstützung der Fachpersonen.
Pharmapack 2012, Paris; v. l. n. r.: Fredy Brunner, Johannes Giessler und Josef Kothmeier
Grundausbildung für Bediener von Flurfahrzeugen, Krananlagen und
Hubarbeitsbühnen
Im Frühling und Herbst werden jeweils zwei dreitägige Grundkurse für
Bediener von Flurfahrzeugen mit den eigenen Instruktoren durchgeführt. Nach fünf Jahren werden die Flurfahrzeugfahrer zu einem halbtägigen Fortbildungskurs aufgeboten. Alle Benützer von Krananlagen
und Hubarbeitsbühnen müssen eine Ausbildung als Bediener besucht
und bestanden haben. Für alle Schulungen findet eine praktische und
theotische Überprüfung statt.
Green Fire
Beim zweistündigen Green Fire oder Feuerlöschkurs, der zum Jahresprogramm der Arbeitssicherheit gehört, wird durch unsere eigene Betriebsfeuerwehr für alle Mitarbeitenden live vorgeführt, wie ein brennender Fernseher oder eine mit Öl gefüllte Kochpfanne gelöscht wird.
26 CPH-News
Kurt Bodmer
Perlen Papier AG
Messeteilnahmen 2012
Erfolgreiche Messeteilnahmen von Perlen Packaging im Messejahr 2012:
Pharmapack in Paris – FCE in São Paulo – Pharmapack in Philadelphia
Pharmapack 2012, Grande Halle de la Villette, Paris, Frankreich,
vom 15./16. Februar 2012
Der zweitägige Fachkongress mit umfangreichem Messeteil war die erste Ausstellung im Jahr 2012. Auch in diesem Jahr hat sich die Pharmapack als wichtige internationale Plattform bewährt, unsere Erwartungen wurden wieder übertroffen. Dank vieler qualitativ guter Gespräche
und Kontakte war unsere Präsenz an der Pharmapack ausgesprochen
erfolgreich.
Pharmapack North America 2012, Philadelphia, USA,
vom 22./23. Mai 2012
Für die Pharmapack war es die Premiere auf dem amerikanischen
Kontinent. Gleichzeitig fanden ICSE, EastPack und Medical Design &
Manufacturing (MD&M) East statt. Insgesamt waren die Besucher­
zahlen noch unter den Erwartungen. Jedoch hatte das europäische Vorbild, das sich heute als eine der wichtigsten Messen etabliert hat, ebenfalls eine «Startphase». Die Veranstalter haben dies erkannt und werden
die Ausstellung auf einer stärker frequentierten Hallenebene platzieren.
FCE Pharma 2012, Transamerica Expo Center,
São Paulo, Brasilien, vom 29. bis 31. Mai 2012
Die FCE Pharma gilt als die bedeutendste internationale
Technologie-Ausstellung für südamerikanische Hersteller von pharmazeutischen Produkten. Eine Plattform für
die neuesten Technologien aus der Pharma- und Healthcare-Branche. Zusammen mit unserer Vertretung Selectchemie Ltda. haben wir unsere Produkte effektvoll und
erfolgreich präsentiert.
Weitere Messeteilnahmen 2012:
CPhI Worldwide 2012, in Madrid, Spanien,
vom 9. bis 11. Oktober 2012
PLASTO ISPACK 2012, Trade Fairs Center in Tel Aviv,
Israel, vom 16. bis 18. Oktober 2012
Interphex Japan, in Tokio, Japan, vom 27. bis 29. Juni 2012
Josef Kothmeier
Perlen Packaging
CPH-News
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Juli 2012 //
Juli 2012 //
Aus den Unternehmen
Generalversammlung 2012
Aus den Unternehmen
V.l.n.r. Richard Immer, Perlen
Packaging und unsere Agenten vor
Ort: Vehbi und Betül Ötzparlak
Überwältigende Resonanz
Generalversammlung 2012
Dr. Richard Kind
Pharma-Symposium von Perlen
Packaging in Istanbul:
Über 100 Teilnehmende folgten am
12. Dezember 2011 der Einladung zu
unserem eintägigen Pharma-Symposium.
Am Donnerstag, 26. April 2012, fanden sich, wie es seit Langem Tradition ist, unsere
Aktionärinnen und Aktionäre im Luzerner Saal des KKL Luzern zur jährlichen Generalversammlung
der CPH Chemie + Papier Holding AG ein.
Z
uerst brachte unser VR-Präsident Peter Schaub
den Anwesenden ihr Unternehmen mit einer bilderreichen Reise durch den Organismus der
CPH-Gruppe näher. Die Aktionärinnen und Aktionäre
erfuhren Interessantes zur Gesamtorganisation sowie zu
den Bereichen, ihren Geschäftsleitungen, Standorten
und Produkten. Anschliessend erläuterte Peter Schildknecht den Geschäftsgang 2011, bevor wiederum Peter
Schaub das Mikrofon übernahm und durch die verbleibenden Traktanden führte. Alle Anträge des Verwaltungsrats wurden übrigens durch die Aktionärsversammlung mit überwiegendem Mehr gutgeheissen.
An der Generalversammlung 2012 wurde Dr. Richard
Kind aus dem Verwaltungsrat verabschiedet. 29 Jahre
lang hat er interessiert und engagiert die Geschicke der
28 CPH-News
CPH und ihrer Bereiche im VR mitgestaltet. Als promovierter Chemiker lag ihm die Chemiesparte, wo er seine
Verwaltungsratstätigkeit 1983 bei der Chemischen Fabrik Uetikon AG begann, besonders nahe. Für sein langjähriges Wirken zugunsten der CPH-Gruppe dankte
ihm Peter Schaub mit einigen persönlichen Worten herzlich. Als Verwaltungsratspräsident der UBV Uetikon Betriebs- und Verwaltungs AG, unserer Hauptaktionärin,
bleibt uns Dr. Richard Kind auch nach seinem Ausscheiden aus dem CPH-VR als wichtige Bezugs- und Interessensperson erhalten.
Z
iel unserer Veranstaltung in Istanbul war es, die aktuellen Themen der Pharmaverpackungen darzustellen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Mehr als 100 Teilnehmende der wichtigsten in der Türkei ansässigen Pharmaunternehmen waren präsent
und engagierten sich intensiv in den Diskussionen.
Thematisch den Puls der Zeit getroffen
Besonderes Interesse fand das Thema Fälschungssicherheit. Die angeregten Fachgespräche zeigten eindrücklich, wie aktuell und wichtig die
entsprechenden Fragestellungen sind.
Die Produktion und Anwendung von Barrierefolien wurden von den
Teilnehmenden als Schlüsseltechnologie für heutige und künftige Wirkstoffe bezeichnet. Die zunehmende Komplexität der Molekülstrukturen
erfordert immer wirksamere Schutzfunktionen der Blisterverpackungen. Das Thema antimikrobielle Beschichtungen rundete die Palette
von Produktinnovationen ab.
HAPA zeigt Drucktechnologie
Im zweiten Teil der Veranstaltung demonstrierte die Schweizer Firma
HAPA AG (Volketswil) den Einsatz ihrer Inline-Drucktechnologie.
Auch diese Thematik traf die Bedürfnisse der Teilnehmenden exakt, da
die Effizienzsteigerungen der Verpackungslinien und immer höhere
Just-in-time-Anforderungen des Marktes zentrale Faktoren sind.
Das Feedback der Teilnehmenden zum Symposium war äusserst positiv, weil die Themenwahl den Nerv der Zeit getroffen hat sowie konkrete
Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt und diskutiert werden konnten.
Kongresssaal im Mövenpick, Istanbul
Michel Segesser
CPH
Johannes Giessler
Perlen Packaging
CPH-News
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Juli 2012 //
Juli 2012 //
Aus den Unternehmen
Aus den Unternehmen
Neuauflage Kundenworkshop
Die Resonanz auf die Neuauflage hat unsere Erwartungen wiederum weit übertroffen.
Der interaktive Workshop von Perlen Packaging deckte den Informationsbedarf der Kunden,
die selbst aus Brasilien, Korea, Japan und Mexiko sowie aus zwölf weiteren Ländern an
unsere beiden europäischen Standorte anreisten.
N
ach dem letztjährigen Erfolg hat Perlen Packaging am 24. und
25. April 2012 eine Neuauflage des interaktiven Workshops
angeboten. Die Absicht bestand darin, unseren Kunden den
Entstehungsprozess einer Hochbarrierefolie bis ins Detail zu veranschaulichen.
Bild rechts
Grillmeister Urs Marti verteilt die Würste
Bild unten
Die Diskussion geht nach den offiziellen
Präsentationen weiter
Semesterinformation am
Standort Uetikon
Für den gesamten Standort Uetikon fand am 8. Mai 2012 eine Semesterinformation
im Aufenthaltsraum (ehemalige Kantine) statt.
A
lois Waldburg-Zeil legte den Fokus seiner Präsentation auf die Ziele und Ergebnisse 2011 der
CPH-Gruppe. Besondere Erwähnung fand die
im Herbst 2010 in Betrieb genommene Papiermaschine
PM7, die im Sektor Papier zu einem Umsatzplus von 44
Prozent führte. Martin Iseli zeigte auf, dass sich die Optimierungen im Bereich Silikatchemie auszahlen, sodass
das Budget im ersten Quartal 2012 in diesem Bereich leicht übertroffen
wurde. Im Verkauf liegen die Schwerpunkte in der Entwicklung des asiatischen Marktes mit grossen Erdgasvorkommen, wo unsere Molekularsiebe zur Reinigung und Trocknung eingesetzt werden. Weiter orientierte Jonathan Lund über neue Kooperationen in China und
Dubai.
Luciano Milesi konnte über eine sehr gute Auftragslage in den Bereichen Deutero/Agro berichten und dankte allen Mitarbeitenden für
ihren tollen Einsatz. Ein Wermutstropfen betrifft einen Betriebsunfall,
der sich im März bei der Agro ereignet hatte. In diesem Zusammenhang
appellierte Herr Milesi an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich
stets an die Sicherheitsvorschriften zu halten – damit jeder nach der Arbeit auch wieder gesund nach Hause kommt.
Dank den milden Frühlingstemperaturen kam es am Grillstand bald zum Stau – doch unser Grillmeister Urs Marti liess
sich nicht aus der Ruhe bringen und versorgte alle mit unterschiedlichen Grillwürsten. Bald waren alle beschäftigt, sei es
mit Essen, Trinken oder Diskussionen über das Gehörte.
Diana Perini
Zeochem AG
30 CPH-News
53 Teilnehmende in Müllheim und Perlen
Das Konzept des Intensivworkshops war auf 20 bis 25 Teilnehmende
ausgelegt. Angemeldet haben sich indessen 53 Kundenmitarbeitende
aus 16 Ländern dieser Welt! Die Betreuung der erneut erfreulich grossen
Zahl an Interessenten und die gleichzeitige Durchführung an zwei
Standorten wurden auch in diesem Jahr professionell gemeistert:
• I n Müllheim wurden der Weg vom Rohöl bis zur fertigen PVC-Folie
aufgezeigt und deren Eigenschaften dargelegt. Dabei konnten wir einprägsam demonstrieren, wie eine Rezeptur entsteht und wie die Qualitätsanforderungen in kontrollierbare Spezifikationen einfliessen.
• I n Perlen zeigten wir auf, wie aus einer Monofolie eine Hochbarrierefolie entsteht und welchen kundenspezifischen Anforderungen sie
bezüglich der Permeationswerte standhalten muss.
Mischung aus Theorie und Praxis
Um dem Begriff «Workshop» gerecht zu werden, wurden die Teilnehmenden in zwei Gruppen eingeteilt, und so wurde ein intensiveres Arbeiten ermöglicht. Die gelungene Balance zwischen der Vermittlung von
theoretischem Wissen und der Praxisumsetzung brachte den erwünschten Lernerfolg. Der Workshop für unsere Kunden aus Einkauf, Technik
und Produktion deckte den gesamten Herstellungsprozess und die Funktionseigenschaften unserer Produkte ab.
ETH skizzierte Zukunftsvisionen
Höchst interessante Zukunftsvisionen zum Thema Barriere präsentierte
unser Entwicklungspartner, die ETH Zürich. Gemeinsam mit der ETH
arbeitet Perlen Packaging intensiv an wichtigen Themen wie der Verbesserung der «passiven Barriere» mit neuen Kunststoffen oder der «aktiven Barriere» mit innovativen Additiven. Unser bedeutendster Rohstofflieferant für Barriereanwendungen, die Firma Solvay, eröffnete den
Teilnehmenden weitere neue Perspektiven; mit seinem Beitrag rundete
er diesen Themenblock auf fesselnde Art ab.
Professionelle Organisation
Unser Organisationsteam hat seine Aufgabe hervorragend gemeistert.
Ich bedanke mich deshalb herzlich bei Denise Pfulg und Markus Franzreb für ihre professionelle Arbeit. Mein Dank gilt aber auch allen Referenten und Mitarbeitenden, die mit ihrem Einsatz zum Erfolg dieses
Workshops beitrugen. Mit viel Enthusiasmus wurde die
Veranstaltung an beiden Standorten vorbereitet, und der
spürbare Teamspirit kam bei den Kunden gut an.
Folkloristische Abrundung
Nach viel Informationsvermittlung war unser «Schweizer Abend» in Luzern wieder ein richtiggehendes Highlight. Die Teilnehmenden konnten sich entspannt über
den Tag unterhalten und gleichzeitig ein Stück Schweizer
Kultur erleben. So trafen wir uns am Abend des 24. April in
der fantastischen Atmosphäre des «Bourbaki-Panoramas»
zum Apéro. Das zehn Meter hohe und 112 Meter breite
360°-Panoramabild begeisterte alle, und der Klang von
zwölf Alphörnern verstärkte die Wirkung eindrucksvoll.
Einige Kunden versuchten selbst, dem Alphorn einige
Töne abzugewinnen, was aber verständlicherweise nicht
wirklich gelang …
Danach ging es ins Chalet des Hotels Flora, wo ein
herrliches Abendessen serviert wurde und der Abend angeregt ausklang.
Das Feedback der Kunden und die Auswertung unseres Fragebogens haben noch einmal klar unterstrichen,
dass diese Veranstaltung die Kundenbedürfnisse exakt
getroffen hat und alle Teilnehmenden sowie Akteure
sehr zufrieden waren. Das motiviert uns, eine Fortsetzung zu planen. Lassen Sie sich überraschen!
Johannes Giessler
Perlen Packaging
CPH-News
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Juli 2012 //
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Aus den Unternehmen
«Légères» Neujahrsessen
von Perlen Papier und CPH
20. und 27. Januar 2012: Das Neujahrsessen fand – traditionsgemäss – in einer neuen Lokalität
statt. Dieses Mal verbrachten wir die beiden Abende im Zentrum Dorfmatt in Rotkreuz.
Die Räumlichkeiten, das Entrée wie auch der grosse Saal waren mit farbenfroher Kunst
geschmückt. Es sei an dieser Stelle unseren Perlen-Künstlern gedankt, die voller Freude und Elan
ihrer Kreativität freien Lauf liessen!
Aus den Unternehmen
G
estartet wurde der Abend jeweils mit einem Apéro, der von den Mitgliedern
des OK-Teams gut gelaunt serviert wurde. Unterhalten wurden die Gäste von
Beginn weg durch ein Künstlerduo, das durch den Abend führte. Die offi­zielle
Begrüssung fand durch die Herren Peter Schildknecht und Klemens Gottstein statt.
Danach folgte ein gemütliches Essen, begleitet von der Unterhaltung des
Künstlerduos. Geboten wurde auch die Möglichkeit, an der Bar zu
Musik und charmant von zwei Bardamen betreut einen Drink zu geniessen. Dies wurde gern und bis zu später Stunde fröhlich und ausgelassen genutzt.
Ein grosses Dankeschön geht an alle, die zum erfolgreichen sowie
guten Gelingen beigetragen und dieses Neujahrsessen ermöglicht
haben.
Anna Ragozzino
Perlen Papier AG
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Aus den Unternehmen
Aus den Unternehmen
Impressionen
Neujahrsessen
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Aus den Unternehmen
Alle Spielerinnen und Spieler
vor dem Wettkampf
Chemiewerkplatz Uetikon
entdeckt alten Eissport
Dank finanzieller Unterstützung des Chemiewerkplatzes Uetikon dürfen die Schülerinnen und
Schüler in den Wintermonaten jeweils am Nachmittag gratis auf dem Eisfeld Schlittschuh laufen.
Im Gegenzug erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Chemiewerkplatzes an einem
Abend die Gelegenheit zum Eisstockschiessen. Der Anlass wurde auch dieses Jahr wieder von der
UBV organisiert.
E
isstockschiessen ist im Alpenraum ein alter, weit verbreiteter
Volkssport. Er ist verwandt mit dem Curling, wirkt aber mit den
hölzernen Eisstöcken und dem rauen, nicht polierten Eisfeld sehr
viel urtümlicher. Es gilt, den Eisstock mit grossem Schwung über das
Feld zu schieben. Dabei soll er möglichst nah bei der Daube am anderen
Ende des Feldes stehen bleiben.
Am Abend des 26. Januar fanden sich etwa 40 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter des Chemiewerkplatzes auf dem Eisfeld ein. Der Eismeister
bildete zehn Spielteams mit je vier Mitgliedern. Für jene, die noch nie
einen Eisstock in Händen hatten, erklärte der Eismeister die Spielregeln
und zeigte auch, wie dem Eisstock der richtige Schwung verliehen wird
und wie er auf das Eis aufzusetzen ist. Wenig später konnte die erste
Spielrunde starten – je zwei gegnerische Teams teilten sich eine Bahn,
und bald schlitterten die ersten Stöcke über das Eisfeld. Einige Spieler
verblüfften mit ihrer guten Technik und brachten ihren Stock sehr nah
an die Daube, die in unserem Fall aus einem profanen Eishockey-Puck
bestand. Ab und zu war aber auch ein lautes Rumpeln zu hören – das
untrügliche Zeichen, dass ein Eisstock unsanft aufgesetzt wurde und
eine Kerbe in das Eis geschlagen hatte. Kurze Zeit später waren alle Eisstöcke um die Dauben versammelt, und der Eismeister bestimmte mit
dem Messband, welcher Stock bzw. welches Team die erste Spielrunde
36 CPH-News
gewonnen hatte. So ging es drei zusätzliche Runden weiter, dann wurden die Siegerpunkte zusammengezählt,
und die nächsten Teams durften ihr Können unter Beweis stellen.
Die Wartezeit zwischen den Spielen wurde mit Plaudern überbrückt. Ein Becher mit Glühwein half, kalte
Hände und Füsse wieder aufzuwärmen, und ganz nebenher entwickelten sich anregende Gespräche über die Firmengrenzen hinweg. Trotzdem, nach etwa zwei Stunden
hatten alle genug gespielt, und die Kälte kroch durch die
Schuhsohlen langsam die Beine hinauf.
Mit dieser Entwicklung hatten die Organisatoren gerechnet. In der gut geheizten «Schliifi» waren die Tische
bereits gedeckt, die ermüdeten Spielerinnen und Spieler
wurden zum Essen eingeladen. Schon bald dampfte es
aus den aufgestellten Caquelons, und Käseduft erfüllte
den Raum.
Vielen Dank – wir sind nächstes Jahr wieder dabei!
Dr. Armin Pfenninger
Zeochem AG
Hintere Reihe, v. l. n. r.: Klemens Gottstein, Hanspeter Bründler, Niklaus Winiger, Karl Dörig, Milun Ugrinic, Peter Henz, Benno Rüttimann, Wolfgang Grimm, Peter Schildknecht
Vordere Reihe, v. l. n. r.: Markus Keller, Anton Kunz, Peter Köstinger, Daniela Bertuzzi, Milka Vidic, Baldassare Di Bella, Armin Ulrich, Thomas Kreienbühl. Es fehlen: Luigi Villella und Alois Boog
435 Jahre Perlen
Am 4. Mai 2012 feierten die 15 diesjährigen Jubilare von Perlen Papier und Perlen Converting
bei traumhaften Frühlingswetter ihre 25- resp. 35-jährige Unternehmenszugehörigkeit.
D
ie aufgestellte Jubilarenschar traf sich am Morgen zum
traditionellen Kaffee im Gasthaus. Dabei gratulierte
Peter Schildknecht allen persönlich und bedankte sich
bei ihnen. In seiner mit historischen Daten gespickten Ansprache zeigte er den Zeitraum der Firmenzugehörigkeit der Jubilare
eindrücklich auf.
Danach brachte uns der Car zur Sprungschanze nach Einsiedeln. Ganz oben auf dem Sprungturm wurden die Jubilare mit
einer sehr persönliche Laudatio von den Vorgesetzten geehrt. Das
Wissen, wieder mit dem Lift nach unten fahren zu können und
nicht mit Ski über die Schanze springen zu müssen, liess uns die
prächtige Aussicht auf Einsiedeln und den Sihlsee geniessen.
Luzern geht gern
A
uch unsere Mitarbeitenden in Perlen und Müllheim haben sich in mehreren Teams aktiv an der Aktion «Luzern geht gern» der Fachstelle Gesundheitsförderung
Kanton Luzern und der Suva beteiligt. Sie haben die Herausforderung angenommen und den virtuellen Weg durch den Kanton
Luzern mit Erfolg absolviert. Neben dem Spass, die Strecke zu
bewältigen, haben Sie Ihrer Gesundheit mit jedem Schritt etwas
Gutes getan.
Das Mindestmass an Bewegung, um vom gesundheitlichen
und unfallpräventiven Nutzen zu profitieren, liegt bei 10 000
Schritten täglich. Wer sich regelmässig bewegt, hat ein geringeres Risiko für Unfälle und weit verbreitete Krankheiten.
Nach einer kurzen Fahrt folgte der kulinarische Höhepunkt
mit dem Mittagessen im «Bürgis Burehof» in Euthal, schon seit
vielen Jahren eine absolut erstklassige Adresse. Abgerundet
wurde das tolle Programm mit dem Besuch der klösterlichen
Stiftsbibliothek in Einsiedeln. Alles in allem ein rundherum
wunderbarer und gelungener Tag!
Es ist den Jubilaren ein grosses Bedürfnis, an dieser Stelle den
beiden GL-Vorsitzenden, Klemens Gottstein und Wolfgang
Grimm, für diesen tollen gemeinsamen Tag herzlichst zu danken.
Peter Henz
Perlen Converting AG
Seit einigen Jahren werden Schrittzähler zur Gesundheitsförderung eingesetzt. Eine Übersichtsstudie zeigt, dass Schrittzähler effektive Hilfsmittel zur Erhöhung der körperlichen Aktivität
sind. Damit ausgerüstete Personen konnten ihre körperliche Aktivität durchschnittlich um 26, 9 Prozent erhöhen. Daher haben
wir an alle unsere Mitarbeitenden einen Schrittzähler verteilt.
Wir freuen uns, dass sehr viele unserer Mitarbeitenden sich aktiv beteiligt haben. Auch wenn die Aktion jetzt beendet und die
Frage nach den Schrittkonto nicht mehr so aktuell ist, bleibt die
Erkenntnis, dass wir unsere Gewohnheiten nur wenig ändern
müssen, um etwas für unsere Gesundheit zu tun.
Peter Henz
Perlen Packaging
CPH-News
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Aus den Unternehmen
«Bei Perlen Converting
habe ich Nachhaltigkeit und
Innovation erlebt»
Ana Lupu erzählt über Ihren Einsatz als Temporärmitarbeiterin. Sie schätzte es, dass ihr Vertrauen
geschenkt wurde und sie ihren Beitrag zur hohen Qualität leisten konnte.
F
olie beschichtet, aber auch kaschiert, ein Produkt, das den zeitgenössischen Pharmakonzernen
als Verpackungsaufklärung vorausgesetzt
wird, ohne dessen Ergänzung das Fazit
von Arzneimitteln und Wirkstoffen nicht
mehr wegzudenken ist. Fürwahr hat man
die Tendenz, «das Gehäuse» nötiger Konsumgüter zu ignorieren, und durchblickt
dabei gar nicht, dass eine aus komplexe
Eigenschaften bestehende Verpackungsfolie die eigentliche Pharmaware nicht
nur «umkleidet», sondern als ein «Etui»
beschützendes Vermittlungswerk ist und
wie eine den Inhalt konservierende Hülle
agiert.
Es ist dieses Verständnis, das mich in
einer zeiträumlich gereiften Entdeckung
begeistert und mich von der anfänglichen Ahnungslosigkeit befreit hat. Trotz
der Macht des massiven, imponierenden,
aus geschwind sich drehenden Walzen
bestehenden Giganten – der Produktionsmaschine – wurde ich gezielt in mein Tätigkeits- und Verantwortungsgebiet eingearbeitet. Ich habe, durch die
Beherrschung und Kontrolle über ein
Auftragswerk der Maschine, eine rasche
Integration spüren können. Wahr ist aber
auch, dass ich in den ersten Tagen den
Sinn der scheinbar endlosen, blinden Repetition von Klebestellen an Rollen kaum
eingesehen habe – von der Frustration
über die entstandenen kostspieligen Abrisse aus meinen maschinell, linkshändig
geschaffenen Klebestellen bei der Abrollung nicht zu reden. Anfangs empfängt
man die Produktionsanlage als ein grobes, mit Last und Kraft verbundenes
38 CPH-News
Triebwerk, einen gewaltigen Riesen. Man
stellt jedoch schnell fest, dass das Geheimnis von sicherer, qualitativ und
quantitativ hochwertiger Arbeit in der
Sorgfalt, mit der man den Prozess beeinflusst, liegt.
Es war so weit: Ich wurde unterstützt,
neue Technologien anzuwenden, und kannte nun die Instrumente, mit denen ich zur
Realisierung von Qualität beigetragen hatte. Geschätzt habe ich es sehr, dass mir Vertrauen geschenkt wurde, um delegierte
Aufgaben und getroffene Entscheidungen
selbstständig und eigenverantwortlich zu
ergreifen.
Kreativität – eine lernfähige und kon­
struktive Kultur, die dir die Möglichkeit
bietet, Wissen und Erfahrung durch konkrete Massnahmen mit Umsetzungs- und
Beteiligungsgrad einzubringen. Durch diese konstante Abstimmung und Verbesserungskultur mittels Partnerschaft habe ich
den Schlüssel der Nachhaltigkeit und Innovation in Perlen erlebt. Tatsächlich habe ich
gelernt, dass durch regelmässig stattfindende Schulungen und Selbstbewertungen, für
Qualität in den Prozessen, bei der Sicherheit und für die Umwelt Schritt gehalten
wird. Die Philosophie des Unternehmens
wird in jedem Mitarbeitenden widergespiegelt.
Neugierig und wissensdurstig, wie ich
bin, hat mir die längere Zeitspanne bei
der Perlen Converting AG auch ermög-
licht, Kenntnisse ausserhalb meines direkten Aufgabenbereichs zu erlangen. Ich
habe schrittweise sowohl einen allgemein
verständlichen Überblick des Konzepts
des Produktionsablaufs mitbekommen
als auch die Bereitschaft gezeigt, hie und
da eingesetzt zu werden, in der Bestrebung, meine Grenzen stets zu überschreiten. Damit bin ich bei meinen Kollegen
auf Zuvorkommenheit und Verständnis
gestossen. Diese gelungene Mitarbeit ist
nicht selbstverständlich: Perlen ist mit einer kulturellen Vielfalt konfrontiert, die
schon seit Jahrzehnten besteht und zu der
ich als rumänische Staatsangehörige
selbst beigetragen habe. Prickelnd war für
mich – wie für meine Kollegen vermutlich
auch – die Tatsache, dass ich mich für fast
ein Jahr lang in einer vollständig aus
Männern bestehenden Arbeitsumgebung
befunden habe. Keine Sorge aber! Verwöhnt wurde ich in diesem Sinne auch:
Sollte ich beim Tragen, Schieben, Heben,
Ziehen, Halten, Drehen, Drücken, Kriechen, Bücken etc. wegen meines anthropologisch zierlich gebauten Körpers und
der damit verbundenen Kraft Schwierigkeiten gehabt haben, so wurde mir jederzeit eine helfende Hand geboten. Zugeben
muss ich auch: Einen offerierten Kaffee in
der Pause kann man bei so netter Atmosphäre nicht immer ablehnen.
Mittlerweile ist es sonniger und wärmer im Vergleich zu dem mürrischen
Herbstwetter, bei dem ich in der Perlen
Converting AG eingetreten bin. Mein
Fahrrad, mit dem ich zur Arbeit sause,
begleitet mich treu – immer noch. Milder
und willkommener ist mir die Produk­
tionsmaschine auch schon längst. Aus
dem unverzeihlichen Riesen wurde jetzt
eine gar nicht so empörende, aber vertraute, durch Mechanik interessant konzipierte Prozessanlage, die die beschichteten und kaschierten, mir durch die Hand
gegangenen Tausend Rollen, bearbeitet.
Anfangs habe ich immer von den sich
drehenden Rollen geträumt … natürlich
während des Schlafens am Tag, nach der berühmten Nachtschicht, die, ich m u s s
sagen, gar nicht so
­
schlimm ist, wie man
denkt. Man ist nicht
die Einzige, die in der
Nacht arbeitet, und
muss nicht in einer
Traumwelt versunken
sein, wobei die
Mystik der
Nacht die gute Zusammenarbeit weiterhin
unterstützt.
Für diese mich positiv beeinflussende
Lebenserfahrung möchte ich mich herzlich bei Jeton Aliju, der mich immer aufmerksam, hilfsbereit und ermutigend zuerst eingearbeitet, nachher unterstützt hat
und bei dem jede Frage eine Antwort
fand, bedanken. Vertrauen, kenntnis- und
Aus den Unternehmen
wie die konstruktive Wertung von Igor
Sinadinovic. Letztendlich danke schön an
Fredy Grüter und Peter Henz, die diesen
Artikel als Folge meines Einsatzes in der
Perlen Converting AG ermöglicht haben.
Nun ruft die «academia» zurück!
Mit meinen Schichtkollegen
erfahrungsbezogene Kompetenz habe ich
dem Schichtleiter, Raim Emroski, zu verdanken. Gleichwohl erkenne ich den Beistand von Mile Aleksic, der stets geduldig,
wohlwollend und entgegenkommend zu
der Erweiterung meines Arbeitsverständnisses beigetragen hat. Dank Mahaalingham Ponnampalam habe ich die Loyalität
des vorbildlichen Mitarbeiters und dank
Sen Davut das optimistische Gemüt bei
der Arbeit erfahren. Pietro Di Grazia und
Rados Kostovic erinnern mich an eine
gleichbleibende Art, Kontrolle und Überblick über den Produktionsablauf zu behalten – für die Vermittlung dieser Einstellung von Gleichgewicht danke ich
auch ihnen. Radisa Kuturanovic und
Elvis Ramaj haben mir durch ihre Erfahrung und Freundlichkeit bei der
Optimierung von Arbeitsabläufen
geholfen. Meine Grenzen zu überschreiten, habe ich mit Dzafer
Ustalic gelernt. Erwähnenswert
sind die bereichernde Kommunikation mit Tobias Maienfisch so-
Steckbrief
––– Geburtsdatum
7. Februar 1991
––– Nationalität
Rumänin
––– Ausbildung/Studium
Gymnasium: Deutsches Goethe-Kollegium
Bukarest (Abschluss: deutsches Abitur und
rumänisches Bakkalaureat).
––– Anlass für den Aufenthalt bei
Perlen Converting
Praxisbezogene Erfahrung im Berufsleben
und selbstständige Finanzierung meines
Studiums.
Ana Lupu
Perlen Converting AG
CPH-News
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Aus den Unternehmen
Aus den Unternehmen
Bild links
Simulant oder Verletzter?
Zum Glück ist es nur eine
Übung
Bild rechts
Verrauchtes Treppenhaus –
die Benützung ist nicht mehr
möglich
Bild unten
Rettung der Mitarbeitenden
mit dem Hubretter der
Feuerwehr Stäfa
Alle
Mitarbeitenden
vom Dach
gerettet
Die älteren Gebäude auf dem Chemiewerkplatz
weisen enge Verkehrswege auf, die Räume sind
teilweise verwinkelt angeordnet und nicht auf dem
direktesten Weg zugänglich – im Ernstfall eine hohe
Herausforderung für die Rettungskräfte. In einer
gross angelegten Alarmübung wurden die Schwie­
rigkeiten gut gemeistert.
40 CPH-News
D
as Chemiewerkgelände Uetikon weist einige
Besonderheiten auf, die im Ernstfall von den
Rettungskräften beachtet werden müssen. Die
Gebäude sind gross und mit raumfüllenden komplexen
Produktionsanlagen belegt. Das führt zwangsläufig zu
schmalen, engen Verkehrswegen und zu langen Fluchtwegen. Erschwerend kommt hinzu, dass in einzelnen
Produktionsräumen Tanks mit aggressiven und ätzenden Chemikalien stehen. Damit aber nicht genug – die
viel befahrene Seestrasse führt mitten durch das Werkgelände und muss im Notfall gesperrt werden.
Diesen interessanten und komplexen Rahmenbedingungen stellte sich die Gemeindefeuerwehr Männedorf/
Uetikon für eine Alarmübung, die sie kürzlich zusammen mit dem Betriebslöschzug des Chemiewerkplatzes
und weiteren Feuerwehreinheiten der näheren Umgebung durchführte.
Das Treppenhaus der oberen Fabrik wurde am frühen
Abend, kurz vor Beginn der Alarmübung, tüchtig eingeräuchert, sodass ein Durchkommen ohne Atemschutzgerät nicht mehr möglich war. Die Mitarbeitenden des
Betriebs konnten das Gebäude nicht über dieses Treppenhaus verlassen und stiegen, wie es das Drehbuch der
Übungsleitung vorsah, auf das Dach. Die Rettung dieser
Mitarbeitenden – und das war ein wichtiger Teil der
Übung – war nur über grosse Leitern oder mit einem
Hubretter möglich. Beim Hubretter der benachbarten
Feuerwehr handelt es sich um einen fahrbaren Kran mit
fest montiertem Rettungskorb. Dieser Kran muss auf der
Strasse mit Stützen stabilisiert werden und braucht daher
die ganze Strassenbreite. Der Privatverkehr musste also
umgeleitet werden.
In der ersten Phase entstand Hektik, einige Fragen
mussten geklärt und einige Unsicherheiten beseitigt werden. Schon nach wenigen Minuten wussten aber jede
Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann, was sie zu
tun hatten, und es wurde konzentriert und intensiv gearbeitet. Eine halbe Stunde später waren alle auf das Dach
geflohenen Mitarbeitenden gerettet. Der Übungsablauf
schrieb vor, dass einige der Geretteten verletzt waren.
Diese Simulanten, wie sie im Drehbuch der Übung genannt wurden, erhielten in der Obhut der Sanität die erforderliche Hilfe. Einer dieser Simulanten spielte seine
Rolle so gut, dass man als Beobachter nicht ganz sicher
sein konnte, ob ihm vielleicht doch etwas fehlt …
Nach etwa einer Stunde war der ganze Spuk vorbei,
und der Feuerwehrkommandant rief die Mannschaft zur
Besprechung zusammen. Ich bin mir sicher, dass er die
geleistete Arbeit mit viel Lob würdigen konnte.
Dr. Armin Pfenninger
Zeochem AG
CPH-News
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Juli 2012 //
Aus den Unternehmen
Teilnehmerkurs Adsorptionstechnologie, geleitet von Dr. Kent Knaebel
V. l. n. r., hinten: Brandi Warren, Matteo Caravati, Patrick Purcell, Cristina De Giorgi
V. l. n. r., Mitte: Nicola Forrer, Nadia Marti, Mandy Erdmann
V. l. n. r., vorn: Daniel Curtis, Rachel Jefvert, Lisa Warne
Expertentreffen bei
Zeochem
I
Der vergangene Herbst brachte mehr als nur herbstlich verfärbte Blätter
nach Louisville, Kentucky.
n der Woche vom 14. November 2011
hatte Zeochem L.L.C. das Vergnügen,
sechs Kollegen der Zeochem AG bei
sich begrüssen zu dürfen. Die Abteilungen Forschung und Entwicklung (F&E),
Technische Dienste und Produktion trafen sich auf globaler Ebene, um verschiedene Themen und Ideen aus der Welt der
Adsorption miteinander zu diskutieren.
Forschung und Entwicklung gewährleisten, dass Zeochem in der Adsorptionstechnologie auf dem neuesten Stand
bleibt. Während ihres Besuchs hat die
Gruppe F&E ihre Leistungen der letzten
42 CPH-News
zwölf Monate überprüft und diskutiert.
Darüber hinaus wurde mit dem Entwurf
einer Richtlinie für die zukünftige Entwicklung begonnen, mit der das Unternehmen in den Bereichen Molekularsiebe
und Silicagele technologisch an der Spitze
bleiben soll.
Die Entwicklung neuer Produkte und
deren Lieferung an die Kunden von Zeochem sind jedoch keine ausschliesslich
theoretischen Wissenschaften. Die Abteilung Produktion muss auch in der Lage
sein, die von F&E entwickelten Produkte
herzustellen, und beide Bereiche müssen
deshalb eng zusammenarbeiten. Für die
Abteilungen beider Standorte von Zeochem hat die Zusammenarbeit während
des Besuchs eine hervorragende Basis für
die zukünftige Vermarktung der Produkte geschaffen.
Die Entwicklung guter Produkte und
die sorgfältige Herstellung sind natürlich
nicht die einzigen Massnahmen, mit denen Zeochem dem guten Ruf in der Adsorptionstechnologie gerecht werden will.
Da sich die Kundenbedürfnisse und die
möglichen Anwendungen für die Produkte der Zeochem weltweit verändern, muss
sich auch die Abteilung Technische Dienste einbringen
und ihre Dienstleistungen auf mögliche Anpassungen
hin überprüfen. Diese Überprüfung hat während des Besuchs von Zeochem AG stattgefunden. Die Abteilung
Technische Dienste konnte dabei die verschiedenen Projekte diskutieren und brachte ihre neuesten Erfahrungen
aus Betrieben in der ganzen Welt ein.
Darüber hinaus konnten sich die Kollegen bei einer
Führung durch die Produktionsstätte, die Qualitätskontrolle sowie die Abteilung Forschung und Entwicklung in
Louisville miteinander austauschen und fachsimpeln.
Ein kleines Festessen in der Produktionsstätte der Zeochem L.L.C. gab den Besuchern zudem einen Eindruck
vom amerikanischen Thanksgiving.
Die Besucher der Zeochem AG und einige Mitarbeitende der Zeochem L.L.C. haben, neben Expertentreffen
und Führungen, ausserdem an einem zweitägigen Kurs
in Adsorptionstechnologie teilgenommen, durchgeführt
vom weltweit anerkannten Experten Dr. Kent Knaebel
von der Adsorption Research Inc. Dieser Kurs war für
die neuen Mitarbeitenden von Zeochem eine gute Einführung in das Thema Adsorption und für diejenigen,
die vielleicht einzelne Aspekte der Adsorption nicht
mehr genau in Erinnerung hatten, eine ideale Auf­
frischung. Dr. Knaebel wiederholte die Grundlagen der
Adsorption inklusive der unzähligen Gleichungen, die
erklären, warum unsere Produkte genau das tun, was die
Kunden von ihnen erwarten. Anschliessend gab es Gespräche über die inneren detaillierten Abläufe und die
Gestaltung verschiedener Adsorptionsprozesse. Der
Kurs endete mit einem Blick auf die «heissen» Themen in
der Adsorptionsindustrie.
Besuche und Weiterbildungen dieser Art sind für die
Mitarbeitenden von Zeochem eine grossartige Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen, Ideen auszutauschen und von Experten der Branche zu lernen. Durch
gute Kommunikation und Zusammenarbeit über den
Atlantik kann die Zeochem als globales Unternehmen
effizient und effektiv arbeiten. Internes Teamwork und
Ausbildung tragen dazu bei, dass sich Zeochem weiterhin als Marktführer etablieren kann und stets auf dem
neuesten Stand in der Adsorptionstechnologie bleibt.
Aus den Unternehmen
Mike Schneider und Matteo Caravati, Technische Dienste, optimieren einen Plan
Patrick Purcell, F&E, weiht Cristina De Giorgi, Produktion, in das Geheimnis der Entwicklung
von Spitzenprodukten ein
Patrick Purcell und Daniel Curtis
Zeochem L.L.C.
Der Artikel stammt aus «Z Notes», dem neuen internen
Newsletter der Zeochem L.L.C., der alle zwei Monate erscheint.
Joe Pierce, Qualitätskontrolle (QK), macht mit dem Team F&E der Zeochem AG einen Rundgang
durch die Laboratorien der QK (QK-Labor 1, QK-Labor 2)
CPH-News
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Juli 2012 //
Aus den Unternehmen
Aus den Unternehmen
Beschichtungs­
kapazität massiv
gesteigert
Binnen Jahresfrist erhöhte die Perlen Converting AG
die Beschichtungskapazitäten um mehr als 20 Prozent.
Auch in der Ausrüstung gelang eine deutliche
Kapazitätssteigerung von zwölf Prozent.
D
as herausfordernde Jahr 2011 mit einem deutlich gestiegenen Auftragseingang brachte unsere Beschichtungsabteilung an ihre Kapazitätsgrenze − und teilweise darüber hinaus.
Verkürzte Reinigungszeiten als Lösungsansatz
Es gibt immer zwei Möglichkeiten, die Effizienz und damit die Kapazität einer Produktionsanlage zu steigern:
• Den Ausstoss während der bereits produktiven Zeit erhöhen
• Unproduktive in produktive Zeit umwandeln
Die Erhöhung des Ausstosses während der bereits produktiven Zeit heisst meistens, «die Zitrone noch stärker
auszuquetschen». Die Einflussmöglichkeiten sind in der
Realität beschränkt, da unter solchen Eingriffen oft die
Qualität leidet. Perlen Converting hat sich dem zweiten
Ansatz zugewandt und gezielt «verschwendete» Zeiten
identifiziert, um sie in produktive Zeit umzuwandeln
und so die benötigte Mehrkapazität zu schaffen.
Analysen der Stillstandszeiten haben ergeben, dass die
mit Abstand grösste Verschwendung in den Reinigungs-
44 CPH-News
zeiten liegt, die zwischen den einzelnen Beschichtungsprogrammen an den Anlagen anfallen. Reinigungen sind
zwingend nötig, denn nur mit sauberen Anlagen kann
die geforderte Produktqualität erzielt werden. Wie also
lassen sich die Reinigungszeiten verkürzen, ohne bei der
Produktqualität Abstriche zu machen?
SMED – Toyota-Methode als Vorbild
Im Toyota Production System gibt es das Werkzeug
SMED (Single Minute Exchange of Dies). Bei der Entwicklung von SMED ging es um die Frage, wie Wechsel
von Umformwerkzeugen an den grossen Metallumformungspressen von mehreren Stunden auf weniger als
zehn Minuten («Single Minute») reduziert werden können. Die dabei angewandte Systematik kann auf alle Arten von Maschinenumrichtzeiten oder, wie in unserem
Fall, Reinigungszeiten übertragen werden.
Bei SMED werden sämtliche während einer Maschinenumrichtung anfallenden Zeiten in «externe» und «interne» Tätigkeiten aufgeteilt:
• Interne Tätigkeiten lassen sich nur bei Maschinenstillstand durchführen.
• Externe Tätigkeiten sollten verrichtet werden, während die Maschine noch läuft oder bereits wieder
läuft. Dies sind insbesondere das Bereitstellen und
Verräumen von Materialien und Werkzeugen.
In aufwendigen Analysen zu zehn Modulen
Im Fall unserer Beschichtungsanlagen wurde das Problem während fünf ganzwöchigen Workshops von einem
fixen Team aus Beschichtungsmitarbeitenden und einem
externen Berater angepackt. Sämtliche Tätigkeiten wurden durch Beobachtung der gängigen Abläufe analysiert
und unter Berücksichtigung von «intern» bzw. «extern»
in zehn verschiedene Module aufgeteilt.
Für jede Reinigung wurde anschliessend festgelegt,
welche der zehn Module durchzuführen sind, wie viele
Mitarbeitende dafür benötigt werden und wie viel Zeit
pro Modul zur Verfügung steht. Bei einer Wochen- oder
Monatsreinigung kommen alle zehn Module zur Anwendung, während beim Wechsel von einem auf den anderen Durchgang nur wenige Module eingesetzt werden.
Produktivität eindrücklich gesteigert
Dank dieser weitblickenden Massnahme, einer optimierten Planung der Produktionsprogramme an beiden Anlagen sowie einigen Modernisierungsinvestitionen konnten wir die Beschichtungskapazität binnen Jahresfrist
um mehr als 20 Prozent erhöhen.
Die SMED-Methode wurde über die Beschichtungsanlagen hinaus auch auf unsere Schneidanlagen angewendet. Dank Analyse und Reduktion der Maschinenumrüstzeiten gelang auch in der Ausrüstung eine
Kapazitätssteigerung um zwölf Prozent.
Fazit: Perlen Converting wächst schneller als der
Markt. Durch Prozessoptimierungen mit SMED haben
wir die nötigen Kapazitäten geschaffen, um die steigende
Kundennachfrage qualitativ einwandfrei zu bedienen.
Eine hocherfreuliche Entwicklung!
Philipp Morgenthaler
Perlen Converting AG
CPH-News
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Juli 2012 //
Juli 2012 //
Aus den Unternehmen
Neuem Kamerasystem entgeht nichts
Inline-Bahninspektion bei der PVC-Folienherstellung: Am Kalander 2 der ac-Folien GmbH
ist jetzt eine neue Kamerageneration für die Inline-Bahninspektion im Einsatz. Sie erkennt
auch schwache Defekte und verbessert die Folienüberwachung weiter.
opaken Folien erreicht. Wachsflecken sind mögliche Fehlerquellen, die bei der anschliessenden Folienveredelung,
speziell dem Beschichten, zu Ausschuss durch Benetzungsstörungen führen können.
Rechts herkömmliche Detektion im Transmissionsverfahren, links erweiterte Detektion im
Reflektionsverfahren
F
ür die Herstellung hochwertigster PVC-Folien ist die exakte
Kenntnis der Folienoptik von oberster Priorität für Hersteller und
Kunden. Ein selbst gesetzter Anspruch besteht darin, über jeden
Quadratmillimeter der gefertigten Folie genau Bescheid zu wissen.
Präzision auch bei hohem Tempo
Moderne Inline-Messsysteme arbeiten mit CCD-Zeilenkameras, die
auch bei hohen Bahngeschwindigkeiten während des Kalandrierens
kontinuierlich ein Bild über die gesamte Folienbahn liefern. So können
qualitätsrelevante Fehler in der Folienoptik erkannt, bereits während
der Herstellung mit geeigneten Gegenmassnahmen reduziert oder letztendlich in der Qualitätssicherung zur Entfernung markiert werden.
Durchlichtverfahren seit Langem im Einsatz
Bereits seit Jahren finden bei der ac-Folien GmbH Kamerasysteme im
Durchlichtverfahren Anwendung. Die Zeilenkamera blickt durch die
Folie hindurch in eine Leuchte, und durch Foliendefekte verursachte
Änderungen werden in Form von Helligkeitsunterschieden registriert.
Die Technik wurde über mehrere Gerätegenerationen hinweg kontinuierlich verbessert. Im Ergebnis können thermisch vorgeschädigte Inklusionen («schwarze Punkte», auch liebevoll als «der Feind» bezeichnet),
nicht aufgelöste PVC-Partikel («Stippen»), Lufteinschlüsse bzw. -aufrisse sowie eine Reihe weiterer Foliendefekte erkannt, klassifiziert und in
den Auftragsdokumenten auf der sogenannten «Rollmap» an der exakten Folienposition angezeigt werden.
Technische Grenzen des Durchlichtverfahrens werden bei sehr
schwachen Fehlerbildern, wie transparenten «Wachsflecken», und bei
46 CPH-News
Neues Kamerasystem im Reflektionsverfahren
Zusammen mit einem renommierten Partner hat die acFolien GmbH nun ein neues Kamerasystem im Reflektionsverfahren entwickelt, das zunächst am Kalander 2
zum Einsatz kommt. Dabei werden auch schwache Defekte, wie die zuvor genannten Wachsflecken, bei transparenten und opaken Folien inline detektiert. Durch die
verbesserte Folienüberwachung reduzieren wir teuren
Ausschuss bei der Veredelung, erkennen bisher nicht
quantifizierbare Fehler und können solchen Mängeln bereits bei der Entstehung entgegenwirken. Zusätzlich können auch bei opaken Folien Oberflächenfehler wie Stippen und Luftaufrisse verlässlich detektiert werden.
Die Entwicklung geht weiter
Die technologische Weiterentwicklung der Folienbahninspektion ist natürlich noch lange nicht beendet. Zum
einen werden wir die bestehenden Anlagen für die PVCFolienherstellung kontinuierlich aufrüsten, um den steigenden eigenen wie kundenseitigen Ansprüchen gerecht
Mit dem neuen Kamerasystem detektierte Defekte:
a) flächiger Wachsfleck, b) Stippe < 1 mm2 und c) Luftaufriss
zu werden und unsere führende Marktstellung bei der
Foliendetektion zu halten; zum anderen ist bereits die
nächste, mit Farberkennungskameras ausgerüstete Systemgeneration startbereit.
Dr. Michael Nedelcu
ac-Folien GmbH
Aus den Unternehmen
PatientenCompliance
gesteigert
Komplette Verpackung mit drei Teilen in einer Faltschachtel
Eine modifizierte Multilayerfolie von Perlen Packaging leistet wesentliche Beiträge zur
erfolgreichen Umsetzung eines neuen Infektionsbehandlungskonzepts.
U
nser Kunde, die GP Grenzach Produktions-GmbH (ein eigenständiges Tochterunternehmen der Bayer HealthCare, eines
Teilkonzerns der Bayer AG), stellt unter anderem für Bayer
HealthCare Medikamente zur Behandlung von Pilzinfektionen her. Für
die Behandlung von vaginalen Pilzinfekten wurde ein neues Behandlungskonzept entwickelt.
Das Arzneimittel sollte in einer neuen Darreichungsform angeboten
werden, bei der eine einmalige Behandlung genügt, um die Beschwerdefreiheit zu erreichen. Dazu wählte man eine in der Form angepasste grosse Gelatinekapsel als Träger des Medikaments und einen Applikator,
um eine sichere Anwendung zu gewährleisten.
Vollautomatische Verpackung als Schlüssel zur Markteinführung
Die grosse Herausforderung bestand nun darin, eine vollautomatische
Verpackung der grossen asymmetrischen Kapsel, des Applikators und
des Beipackzettels in einer einzigen Faltschachtel zu realisieren.
Wir haben in enger Zusammenarbeit mit der Entwicklung und Produktion von GP Grenzach unsere Multilayerfolie PVC/PVdC/PVC für die
Verpackung der Gelatinekapsel modifiziert und ausgetestet.
Es zeigte sich, dass für die Ausformung der vier «Stütztürme», die der
sicheren und beschädigungsfreien Führung der Kapsel in der Abpackmaschine dienen, eine Multilayerfolie mit folgender Zusammensetzung
die beste Lösung ist:
PVC 0,127 mm / PVdC 120 g/m2 / PVC 0,127 mm
Grosse Herausforderung für die Verpackung
Die neue Produktlinie PERLALUX®-Multilayer von Perlen Packaging
wurde aus mehreren Gründen für die Realisierung dieser sehr anspruchsvollen Aufgabe ausgesucht.
Die Multilayer-Verbundfolie mit PVC jeweils in der Aussenlage ist
sehr gut geeignet, um die extremen thermoplastischen Umformvorgänge
zu ermöglichen und zu unterstützen. Zusammen mit
den optimal angepassten Formwerkzeugen der Firma
Uhlmann ist eine vollautomatische Verpackung der Gelatinekapsel bei hoher Abpackleistung möglich geworden.
Innovation kooperativ umgesetzt
In enger Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und
Produktion des Kunden, dem Hersteller der Formwerkzeuge und Perlen Packaging wurde dieses innovative
und anwendungsfreundliche Konzept der Infektionsbehandlung kostengünstig realisiert.
Die PERLALUX®-Multilayer-Folie leistet einen ganz wesentlichen Beitrag für die vollautomatische Verpackung
der drei Bestandteile dieser Anwendung.
Josef Kothmeier
Perlen Packaging
Ausformung mit vier «Stütztürmen»
CPH-News
47
Juli 2012 //
Juli 2012 //
Aus den Unternehmen
Besuch von Tele 1
Das Zentralschweizer Lokalfernsehen Tele 1
porträtiert jede Woche eine Gemeinde in seinem Einzugsgebiet.
Kulinarisch unterwegs
Vielfältige Belegschaft,
vielfältige Rezepte
Ein guter Drink zum Auftakt einer neuen Serie: Die Vielfalt in unserer Unternehmens­
gruppe ist beeindruckend. Nicht nur bezüglich der Produkte, die wir herstellen.
A
uch bezüglich Herkunft trifft man die unterschiedlichsten Persönlichkeiten in unseren Unternehmen an. So setzt sich unsere Belegschaft
z. B. aus mehr als 15 verschiedenen Nationalitäten zusammen. Das Redaktionsteam der cph-news möchte
dieser Vielfalt ein Bild geben, und zwar in Form von
Rezepten.
Da vor jedem guten Essen mit Freunden oder Familie
ein schöner Aperitif Lust auf mehr macht, starten wir
diese Serie mit zwei Rezepten für sommerliche Drinks.
Michel Segesser
CPH
Corcovado (ohne Alkohol)
2 cl Mandelsirup
2 cl Passionsfruchtsirup
2 cl Zitronensaft
18 cl Cranberrysaft
Moorea
3 cl Cointreau
3 cl Passoã
6 cl Grapefruitsaft
1 Spritzer Zitronensaft
Alle Zutaten in einem Shaker mit
einigen Eiswürfeln zusammen gut
schütteln.
Durch ein Sieb in ein Longdrinkglas giessen.
Alle Zutaten in einem Shaker mit
einigen Eiswürfeln zusammen gut
schütteln.
Im Longdrinkglas auf Eis servieren.
D
ie Sendung «unterwegs», moderiert von Damian
Betschart, war Ende März zu Besuch in der Gemeinde Root. Neben diversen anderen interessanten Begegnungen durfte ein Besuch beim grössten
Arbeitgeber der Gemeinde, der CPH, natürlich nicht
fehlen. Im Fokus der Kamera und des Moderators stand
dabei das lokal bekannteste Unternehmen in unserer
Gruppe, die Perlen Papier AG mit ihrem Flaggschiff PM7.
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie im Internet
noch anschauen:
http://www.tele1.ch/sites/default/files/beitrag/
video/120401_unterwegs_138031.mp4
Sendung vom 1. April 2012 «Zu Besuch in Root»
Senden Sie uns ein Rezept!
Wir drucken es in den
nächsten cph-news ab.
[email protected]
Michel Segesser
CPH
Moderator Damian Betschart im Gespräch mit Peter Schildknecht
48 CPH-News
CPH-News
49
Wettbewerb
Für Spannung unterwegs
ist gesorgt.
Machen Sie mit beim sportlichen Quiz
und gewinnen Sie einen der zehn
Reise­adapater, damit Sie überall über
aus­reichend Energie verfügen.
Finden Sie die drei richtigen Antworten
und senden Sie sie an unten stehende
Adresse.
Zu gewinnen gibt es zehn Reiseadapter.
✂
1. Wie heissen die drei «Sportarten/Disziplinen» der
CPH, bei denen wir zu den Besten gehören wollen?
❒ Chemie, Papier, Verpackung
❒ 3-R-Modell: Rohstoffe, Recycling, Reichweite
❒ Perlen Papier, Perlen Packaging, Perlen Immobilien
2. Welche Sportart ist keine olympische Disziplin?
❒ Eislauf (Schlittschuhlaufen)
❒ Turnsport – Trampolin
❒ BRIC-Werfen
3. Wo findet die Sommerolympiade 2012 statt?
❒ London
❒ Brighton
❒ Paris
Name, Vorname:
Firma:
Gratulation!
Folgende Gewinner/-innen des letzten Wettbewerbs
(cph-news 2/2011) erhalten je eine Löschdecke: Marianne
Bressan-Rohner, CU Chemie Uetikon AG; Josef Vogel,
Perlen Papier AG; Andrea Amrein, Perlen Papier AG; Kurt
Wiler, Perlen Papier AG; Irene Zerr, Perlen Papier AG;
Erwin Steinmann, Zeochem; Heidi Tkalec, Perlen Papier
AG; Haseda Begic, Perlen Papier AG; Alojzija Balkovec,
Perlen Papier AG; Sales Marti, Pensionär Perlen Papier AG
Mitmachen lohnt sich!
Möchten Sie unsere gemeinsame Hauszeitung mitgestalten? Haben Sie ein spannendes Thema, dass Sie
mit andern teilen möchten? Dann wenden Sie sich an
das Redaktionsteam, wir helfen Ihnen gern bei der Umsetzung. Wir möchten, dass Sie, liebe Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, im Mittelpunkt stehen. Denn Sie sind
es, die Leben in die gemeinsame Hauszeitung bringen.
Das Redaktionsteam freut sich auf Ihre Vorschläge.
Kontaktadresse Redaktionsteam:
[email protected]
Michel Segesser, Redaktionsleitung, CPH Chemie + Papier Holding AG,
Abteilung:
Tel. +41 41 455 87 51, [email protected] |
Anna Ragozzino, Koordination, Schlussredaktion, Perlen Papier AG,
Tel. +41 41 455 80 22, [email protected] |
Jacqueline Felber, Perlen Packaging, Tel. +41 41 455 88 30,
Einsenden bis 30. September 2012 per Post oder per
E-Mail an:
Anna Ragozzino, Perlen Papier AG, 6035 Perlen,
[email protected]
[email protected] | René Rüegg, CU Agro AG,
Tel. +41 44 922 92 15, [email protected] |
Dr. Armin Pfenninger, Zeochem, Tel. +41 44 922 92 39,
[email protected]

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