Umbau der Innenstadt startet mit StadtQuartier

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Umbau der Innenstadt startet mit StadtQuartier
Mülheim & Business
DAS KUNDENMAGAZIN DER MÜLHEIM & BUSINESS GMBH WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
Umbau der Innenstadt
startet mit StadtQuartier
2|15
I N H A LT _ 0 2
E D I TO R I A L
Jürgen Schnitzmeier
Geschäftsführer Mülheim & Business GmbH
auf diese Nachricht haben viele Mülheimer
lange gewartet: Investoren erwerben den ehe-
maligen Kaufhof und errichten das neue StadtQuartier Schloßstraße! Am 13. August war es
so weit: Die StadtQuartier Schloßstraße GmbH
und der Mülheimer Wohnungsbau unterzeichneten den Kaufvertrag zur Übernahme
des ehemaligen Warenhauses – der Schlüssel-
immobilie zur Umgestaltung der Mülheimer
Innenstadt.
Zeitgleich mit dem Neubau des StadtQuartiers
wird nun auch der umfangreiche Umbau- und
Modernisierungsprozess der Innenstadt begin-
nen. Er umfasst den öffentlichen Raum sowie
innerstädtische Plätze und stellt die Mobilisie-
rung und Aktivierung der privaten Gebäudeeigentümer und Händler in den Mittelpunkt.
Bis 2018 fließen allein in diesen Prozess über
18 Mio. Euro öffentliche Fördermittel. Das erwartete private Investitionsvolumen liegt um
ein Vielfaches höher.
Auch wenn der komplette Umbau der Innen-
stadt als zehnjähriges Modernisierungsvor-
haben gesehen werden muss, machen einzelne
Umbau- und Neubauprojekte schon jetzt auf
sich aufmerksam: Zum Beispiel das neue
B&B-Hotel am Tourainer Ring, das sanierte
Büro- und Gewebeobjekt der INPLAN GmbH an
der Aktienstraße und im weiteren Stadtgebiet
natürlich der Neubau der Hochschule Ruhr
West sowie die Erweiterung der Verwaltungs-
zentralen von ALDI-Süd.
Weitere Gewerbeflächen und 1-A-Gewerbe-
immobilien finden Sie auch in diesem Journal.
Rufen Sie uns an, oder besuchen Sie uns und
die Mülheimer Immobilienpartner Mülheimer
Wohnungsbau eG, GeoHaus GmbH und die
Stadt Mülheim an der Ruhr auf der Immobilien-
messe Expo Real vom 5. bis 8. Oktober in Halle B
1, Stand 330. Wir freuen uns auf Sie!
Herzlichst, Ihr
Inhalt
3_
3_
4_
6_
INNENSTADTUMBAU ZWEITER AKT:
8_
8_
IMMOBILIENPROJEKTE:
9_
_Kaufhof wird StadtQuartier
_Innenstadtentwicklung II startet durch
_Aus Warenhaus wird StadtQuartier
_INPLAN an der Aktienstraße
_B&B Hotel am Tourainer Ring eröffnet
_HRW-Campus baufertig
_ALDI SÜD baut Mülheimer Standort aus
10_
BREITBANDAUSBAU:
12_
UNTERNEHMENSPORTRÄT:
14_
1-A-GEWERBEIMMOBILIEN:
15_
FACHKRÄFTESICHERUNG:
16_
GRÜNDERSZENE:
18_
175 JAHRE IHK ZU ESSEN:
_Die Zukunft gehört der Glasfaser
_ Oryx Stainless AG: Drittgrößter Edelstahl-Rohstoff-
Lieferant kommt aus Mülheim
_ MINT-Express sorgt für Nachwuchssicherung in der Region
_Durchstarten mit E-Commerce
_Keimzelle der IHK zu Essen liegt
in Mülheim: 175-jähriges Jubiläum
Titelfoto: Ulrich Hensen (Fortress Immobilien), Jürgen Steinmetz (MWB eG) und
Gerd Rainer Scholze (AIP Architekten) bilden die Investorengemeinschaft für
das neue StadtQuartier Schloßstraße auf dem ehemaligen Kaufhof-Areal.
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Kaufhof wird StadtQuartier
und beflügelt umfassenden
Innenstadtumbau
„Innenstadtumbau zweiter Akt“ – Unter diesen Slogan könnte man die aktuellen Stadtentwicklungsprojekte stellen, mit denen die Mülheimer Innenstadt derzeit einem umfassenden städtebaulichen Wandel
unterzogen wird. Während im ersten Akt mit dem Entwicklungsprojekt „Ruhrbania-Ruhrpromenade“ der
Neubau in den vergangenen Jahren im Mittelpunkt stand, erfolgt nunmehr im zweiten Akt ein mehrjähriger und umfassender Umbau der Innenstadt im Bestand. Grundlage hierfür ist ein integriertes Innenstadtentwicklungskonzept, mit dessen Hilfe sowohl der Stadtumbau im öffentlichen Raum als auch bei
den privaten Gebäudeeigentümern forciert werden soll. Koordiniert und gesteuert wird der Prozess von
einem Innenstadt-Beirat.
„Beim Innenstadtumbau haben wir allenfalls Halbzeit“,
erklärt der Vorsitzende des Innenstadt-Beirats Bernd
Hermes. Auch für die zweite Spielzeit haben sich Stadt,
Innenstadt-Akteure, Wirtschaftsförderung und private
Investoren viel vorgenommen. „Mülheim an die Ruhr“
– mit dieser Zielsetzung wurde die Innenstadt inzwischen bis an den Fluss gebaut. Im Gegensatz zu allen
anderen Ruhrgebietsstädten verfügt Mülheim über
ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: Die Ruhr
fließt mitten durch die Stadt und war historisch bereits
mehrfach Impulsgeber für die Stadtentwicklung. Schon
heute ziehen die Neubauten an der Ruhrpromenade, der
kleine Stadthafen sowie mehrere Restaurants und Cafés
mit Außengastronomie direkt an der Ruhr Besucher
und Gäste in die Innenstadt. Zudem bieten die neuen,
hochwertigen Miet- und Eigentumswohnungen unmittelbar am Wasser mehr als 250 Familien, Paaren oder
Alleinlebenden ein exklusives neues Zuhause zwischen
Rathausmarkt und Ruhrpromenade.
Auch an anderen Stellen hat sich der öffentliche Raum
im Innenstadtbereich dank erheblicher Investitionen in
den vergangenen Jahren spürbar weiterentwickelt. Der
Hauptbahnhof wurde umfassend modernisiert, und in
seiner unmittelbaren Nähe ist ein neues B&B Hotel mit
über 100 Zimmern entstanden. Das Medienhaus und
das neue Alex am Synagogenplatz bilden einen gut frequentierten Treffpunkt zwischen dem Einkaufszentrum
Forum und der Ruhrpromenade. Auch das historische
Rathaus und die Stadthalle wurden in den vergangenen
Jahren modernisiert. Als ein weiteres Ruhrbania-Projekt
wurde zudem die Verkehrsführung aus den Stadtteilen
in die Innenstadt neu und übersichtlicher gestaltet.
In einem nächsten Schritt soll nun die Verzahnung und
Verknüpfung der Innenstadt mit der Ruhrpromenade
auch in Richtung Schloßstraße als zentraler Einkaufsstraße in Angriff genommen werden. Wichtigstes Projekt der nächsten Jahre ist der Umbau des ehemaligen
Kaufhof-Warenhauses zum neuen „StadtQuartier
Schloßstraße“ mit Hotel, Wohnen, Handel und Gastronomie sowie einer Passage zwischen Einkaufsmeile und
Innenstadtumbau erster Akt: Ruhrpromenade mit Stadthafen.
Ruhrpromenade. Die Investorengemeinschaft Fortress
Immobilien GmbH, AIP Architekten und der Mülheimer
Wohnungsbau eG investieren rd. 55 Mio. Euro in das gemischte Quartier, das bis Ende 2017 entstehen soll.
Auf Grundlage des integrierten Innenstadtentwicklungskonzepts soll in den nächsten Jahren auch der öffentliche Raum von Gehwegen und zentralen Plätzen
sowie der Gebäudebestand in der Innenstadt modernen
Wohn-, Einkaufs- und Lebensansprüchen angepasst werden. Dank einer Förderung aus dem Landesprogramm „Soziale Stadt“ wurde in dieser Hinsicht bereits mit einer
Neugestaltung des Rathausmarktes begonnen und der
Bau eines wichtigen Teilstücks des RVR Fuß- und Radweges mit besonderen innerstädtischen Aufenthaltsqualitäten in die Wege geleitet. Außerdem wurde jetzt
ein professionelles Innenstadtmanagement eingeschaltet, das Geschäftsleuten und Eigentümern bei notwendigen Investitionen in ihren Gebäudebestand beratend zur
Seite steht. Denn eines ist klar: Nur im Schulterschluss
von Eigentümern, Einzelhandel, Investoren und öffentlicher Hand wird es auf Dauer gelingen, die Kaufkraft
und Verweilqualität in Mülheims Innenstadt spürbar zu
verbessern und ihr ein neues, frisches Gesicht zu geben.
Weitere Informationen und Kontakt:
Jürgen Schnitzmeier
Geschäftsführer Mülheim & Business
Telefon: 0208 4848-50
E-Mail: [email protected]
muelheim-business.de
www.muelheim-
business.de
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Innenstadtentwicklung II startet voll
©Luftbild Blossey
Als kleinste der sieben großen Ruhrgebietsstädte gilt Mülheim an der Ruhr nicht nur als wichtiger Wirtschafts- und Wohnstandort: Mülheim war lange Zeit auch eine der beliebtesten Einkaufsstädte der
Region. Hierfür stand das erste Einkaufszentrum, das Rhein-Ruhr-Zentrum an der Essener Stadtgrenze,
aber auch die erste autofreie Einkaufsstraße (Schloßstraße) in der Innenstadt. Wer gemütlich shoppen
wollte, fuhr in die Mülheimer Innenstadt, denn hier erwartete die Kunden zwischen Kaufhof und Forum
ein vielfältiges und hochwertiges Einzelhandelsangebot. Das hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Jetzt wurde ein auf zehn Jahre angelegter umfassender Umbau der Innenstadt gestartet.
Durch Ruhrbania ist das Rathaus wieder in die Mitte der Innenstadt gerückt.
Wie viele Innenstädte erlebte auch Mülheim an der Ruhr
aufgrund des geänderten Einkaufsverhaltens und der
Existenz zahlreicher Einkaufszentren auf der „grünen
Wiese“ in den letzten Jahren ein sichtbares Tradingdown. In seiner Folge kam es zu einem spürbaren Anstieg der Leerstände von Ladenlokalen, der einen akuten Investitionsstau in die Wohn- und Geschäftshäuser
nach sich zog. Darüber hinaus sind einige innerstädtische Quartiere und Plätze in die Jahre gekommen und
strahlen nur noch wenig Aufenthaltsqualität aus. Ein
integriertes Innenstadtentwicklungskonzept soll diese
Entwicklung nun stoppen und umkehren. Anknüpfungs-
punkt ist die neue „Ruhrbania-Ruhrpromenade“, wo
neben einer attraktiven Flaniermeile am Flussufer vor
allem ein zukunftsweisendes Innenstadtquartier errichtet wurde, in dem Arbeiten, Freizeit und Wohnen
„Die Netzwerkarbeit mit allen innenstadtrelevanten Akteuren
wird ein ganz wichtiger Baustein der Arbeit des Innenstadt-
managements sein.”
Marc Heistermann, Geschäftsführer Einzelhandelsverband Ruhr e.V.
am Wasser mit unmittelbarer Verbindung zum merkan-
tilen Angebot in der City möglich geworden ist.
Für den Umbau der Innenstadt im Bestand sowie die
Mobilisierung und Aktivierung der Gebäudeeigen-
tümer erhält die Stadt Mülheim bis 2018 öffentliche
Fördermittel des Landes von rd. 16 Mio. Euro.
Innenstadtmanagement bringt Know-how ein
Als eines der ersten Teilprojekte, für die es schon eine konkrete Förderzusage in 2015 gibt, wird in diesem Herbst ein
professionelles Innenstadtmanagement seine Arbeit auf-
nehmen. Ab dem 1. Oktober können Anwohner, Gewerbe-
treibende und Hauseigentümer ihre Anliegen direkt beim
Innenstadtmanagement in den Räumlichkeiten der Wert-
stadt Am Löhberg 35 platzieren. Denn ab dann steht
ihnen mit dem Innenstadtmanagement professionelles
Know-how aus zahlreichen Stadtumbau-Projekten in
anderen Kommunen zur Verfügung. Eines der wichtigsten
Ziele wird von Beginn an darin bestehen, die
Hauseigentümer und Geschäftsleute darüber zu infor-
mieren, auf welche Fördermöglichkeiten sie bei geplanten
Modernisierungsmaßnahmen zurückgreifen können und
durch
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welche Alternativen es für eine auch aus gesamt-
städtischer Sicht ansprechende Weiterentwicklung der
Gebäude in privater Hand gibt.
Mülheims Rathausmarkt bekommt neues Entree
Ein weiteres Teilprojekt, mit dem bereits im Rahmen des
integrierten Innenstadtentwicklungskonzepts begonnen
wurde, ist die Umgestaltung des Rathausmarktes – eines
innerstädtischen Bereichs, der gerade durch die Ruhrbania-
Projekte wieder in die Mitte der Stadt gerückt ist. Das Mülheimer Rathaus war zwischen 2008 und 2011 umfassend
und dennoch sehr behutsam durch die SWB Service Wohnungsvermietungs- und Baugesellschaft mbH modernisiert worden. Jeder, der heute das Rathaus betritt, wird
empfangen von hell gestalteten Fluren und Räumen, in
denen das Flair der frühen Jahre perfekt harmoniert mit
dem heutigen Zeitgeist.
Mit der Umgestaltung des Rathausmarktes wurde bereits begonnen.
Neuer Rad- und Fußweg wird Stadtbalkon
Zum innerstädtischen Leben gehören auch attraktive Radund Fußwege. Hier will Mülheim an der Ruhr Zeichen setzen. Zum Beispiel durch eine gestaltete Hochpromenade
für den neuen überregionalen RVR Rad- und Fußweg über
die ehemalige Bahntrasse der Rheinischen Bahn als weitere innerstädtische Verbindung zwischen Essen, Mülheim
und Duisburg. Der Teilbereich zwischen Hauptbahnhof und
Ruhrpromenade soll zu einem Alleinstellungsmerkmal für
Mülheims City werden. Geplant sind begrünte Aufenthaltsbereiche, Aussichtspunkte, zum Beispiel in Form eines
„Stadtbalkons“, sowie Abgänge vom Viadukt direkt in die
Innenstadt zum Einkaufen oder zur Ruhrpromenade zum
Verweilen in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants.
Dort ist zudem ein Aufzug geplant, der die Ruhrpromenade mit der Hochpromenade verbindet.
© wp Landschaftsarchitekten
Auch von außen erstrahlt der Sitz des Oberbürgermeisters
wieder im alten Glanz. Nun soll auch der angrenzende
Rathausmarkt aus seinem Dornröschenschlaf geweckt
werden. Dort, wo ehedem vor allem an Markttagen der
innerstädtische Handel florierte, befindet sich heute ein
eher unattraktiver Parkplatz. Dank der öffentlichen Mittel
aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ soll der Platz
nun wieder die Aufenthaltsqualität vergangener Zeiten
erhalten und als würdiges Entree in das Mülheimer Rathaus erlebt werden können. Der Platz soll zu einem multifunktionalen Veranstaltungsort umgebaut werden. Außerdem soll er wieder in seiner früheren Marktfunktion
gestärkt werden. Dazu wird auch der Marktbetrieb neu
ausgeschrieben.
So könnte der neue Rad- und Fußweg zwischen Ruhrpromenade und Hauptbahnhof
künftig aussehen.
„Freie Plätze sind ein ganz wichtiger Bestandteil des urbanen
Lebens. Sie dienen den Menschen als Begegnungs- und Versammlungsort. Von daher ist es nur folgerichtig, dass unser
Rathausvorplatz künftig wieder an die gute Tradition eines
Veranstaltungs- und Marktraums früherer Zeiten anknüpft.“
Hermann-Josef Pogge, Vorstandsvorsitzender der Werbegemeinschaft Innenstadt e.V. Mülheim an der Ruhr
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Freuen sich auf den Neubeginn am ehemaligen Kaufhof-Areal, v. l.: Ulrich Hensen (Fortress Immobilien),
Jürgen Steinmetz (MWB eG), Jürgen Schnitzmeier (M&B Wirtschaftsförderung) und Gerd Rainer Scholze (AIP Architekten).
Aus Warenhaus wird StadtQuartier
Fünf Jahre lang stand das ehemalige Kaufhof-Warenhaus in bester Innenstadtlage leer und blockierte
damit ein innerstädtisches „Filetstück“ mit hohem Entwicklungspotenzial. Nun ist das Ende in Sicht. Im
August haben die StadtQuartier Schloßstraße GmbH – eine Investorengemeinschaft der Fortress Immobilien AG und der GRS Beteiligungen GmbH – gemeinsam mit dem MWB eG das Areal erworben. Statt
eines monolithischen Warenhauskomplexes soll hier bis Anfang 2018 das modular aufgebaute „StadtQuartier Schloßstraße“ mit einem Nutzungsmix aus Hotel, Wohnen, Handel, Gastronomie und Sport
entstehen. Geplantes Investitionsvolumen: 55 bis 60 Mio. Euro.
Wo einst ein typischer „Konsumtempel“ für regen Kundenverkehr in der Mülheimer Innenstadt sorgte, waren die
Besucherströme in den vergangenen Jahren gänzlich zum
Erliegen gekommen. Das eigentlich als städtebauliches Gelenk zwischen Einkaufsstraße und neuem Stadthafen bzw.
der Ruhrbania-Ruhrpromenade vorgesehene Warenhaus
war in den Tiefschlaf gefallen. Aus diesem soll der ehemalige Kaufhof-Standort nun geweckt werden. Hierzu soll der
gesamte Gebäudekomplex des ehemaligen Warenhauses
in zwei Einzelkörper aufgeteilt werden, die sich um einen
Lichthof gruppieren sollen. Zudem ist eine Passage mit gastronomischen Außenflächen zwischen der Einkaufsmeile rund um die Schloßstraße und dem Stadthafen an der
Ruhrpromenade geplant. Vorgesehen ist, das Gebäude ab
der Decke über dem Erdgeschoss komplett abzutragen und
durch fünfgeschossige Neubauten zu ersetzen. Diese sollen durch einen Lichthof gegliedert werden. Auf dem Dach
des Parkhauses soll ein 2.500 m2 großes Fitness-Center als
neuer Leuchtturm des Gebäudes errichtet werden. Die in
diesem Sommer von Fortress, AIP und MWB veröffentlich-
ten Umnutzungspläne wurden von Politik, Handel und Bürgern mit großer Zustimmung aufgenommen.
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Neubau ergänzt Umnutzung
Neben der Umnutzung eines Teils des alten Warenhausareals, in dem unter anderem ein Hotel im 3- bis 4-Sterne-
Bereich mit 120 bis 140 Zimmern angesiedelt werden soll,
wird das StadtQuartier durch zwei fünfgeschossige Einzelkörper ergänzt. Hier sind Flächen für den Einzelhandel
zur Nahversorgung, attraktive Wohnungen mit Blick auf
den Stadthafen und ein Mix aus Büroflächen und altengerechtem Wohnen sowie Gastronomie vorgesehen. Der
größere Gebäudeteil an der Friedrichstraße mit rund
9.000 m2 Nutzfläche soll durch einen Innengarten gegliedert werden. Weitere 5.300 m2 kommen im zweiten
Neubaukomplex mit Ausrichtung zum Rathaus hinzu. In
den nächsten Wochen und Monaten werden die Inves-
toren in Zusammenarbeit mit der Mülheim & Business
GmbH ihre Vermarktungsgespräche mit den geplanten
Nutzern intensivieren und weitere Nutzungsinteressenten
für noch verfügbare Mietflächen ansprechen.
Pilotcharakter für andere Städte
Traditionscafé bleibt attraktiv
Gemeinsam verfolgen Eigentümer, Geschäftsleute, Investoren
und öffentliche Hand seit Jahren das Ziel, die Innenstadt wieder
attraktiver zu machen. Hierfür stehen Neubauprojekte wie die
Ruhrbania-Ruhrpromenade oder das nun geplante StadtQuartier
Schloßstraße. Hierfür stehen aber auch Modernisierungsmaßnahmen im Bestand, wie sie jüngst das traditionsreiche
Stadtcafé Sander umgesetzt hat. Das in siebter Generation
geführte Familienunternehmen hat erst kürzlich seine Verkaufsund Gastronomieräume sowie die Außenanlagen neu gestaltet
und im Juli wiedereröffnet. Damit ist die älteste Konditorei
im Ruhrgebiet – das Stadtcafé gibt es bereits seit 1760 – für die
Zukunft bestens gerüstet und wird weiterhin ein beliebter Treffpunkt in der Innenstadt bleiben.
© AIP Planungs GmbH, GRS Beteiligungen GmbH und Fortress Immobilien AG
Das Projekt könnte Pilotcharakter weit über die Grenzen
Mülheims hinaus haben. Denn schließlich haben viele Städte in der Region leereWarenhäuser,für die Umnutzungs-
möglichkeiten gesucht werden. Und die werden zukünftig
vielerorts nicht mehr ausschließlich im Einzelhandel liegen.
Schon heute müssen die Städte einen Kaufkraftabfluss
durch den Internethandel verkraften. Ein attraktives Einzelhandelsangebot allein wird von daher zukünftig nicht
mehr für belebte und beliebte Innenstädte sorgen. Um die
Verweil- und Lebensqualität spürbar zu verbessern, muss
stattdessen das Wohn-, Arbeits- und Freizeitangebot in den
Innenstädten weiter gestärkt werden. Anke und Friedhelm Großenbeck führen das Stadtcafé Sander bereits in
der siebten Generation.
So wird es aussehen: das neue StadtQuartier Schloßstraße.
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Gebäude-Vitalisierung an der
Aktienstraße
Gerade noch zur rechten Zeit konnte jüngst ein großer Gebäudekomplex mit über 17.000 m2 an der Aktienstraße vor dem Verfall gerettet werden. Möglich wurde dies durch den von M&B unterstützten Ankauf und die
anschließende Kernsanierung der in die Jahre gekommenen Immobilie durch Investor Mohamad Itani.
Schon ein Jahr nach Kaufabschluss werden hier neben den bereits heute voll vermieteten Lagerhallen rund 4.800 m2 Büro- und Gewerbeflächen mit Neubaustandard geboten. Im Gebäude wurde ein zeitgemäßer innenarchitektonischer Standard geschaffen, erste Mietverträge
konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Zur Verfügung
stehen derzeit noch Büroflächen in flexiblen Größen von rund 100
m2 bis 1.800 m2. Investor Mohamad Itani und sein Bauteam haben
seit der Eigentumsübertragung richtig Gas gegeben: Zu tun gab es
genug. Es galt, den Komplex trockenzulegen, containerweise Müll
aus den Gebäuden zu entsorgen, Wände und Zwischendecken zu entfernen, neue Leitungen zu legen, Fenster einzubauen und – für ein Büro-
haus unerlässlich – erst einmal einen Zugang von der Straße in das Gebäude zu schaffen. Dafür musste das Gebäude in der Mitte aufgetrennt
und neu erschlossen werden. Barrierefreier Zugang und Fahrstuhl inklusive.
Erste Neumieter sind das Softwareunternehmen INPLAN GmbH und
die Reederei Swiss Shipping Line GmbH (SSL). Seit 26 Jahren ist INPLAN
ein erfolgreicher Spezialist für Logistik-Software speziell für Häfen,
maritime Logistikunternehmen und Beschaffungslösungen. Das Unter-
nehmen befindet sich national und international auf Wachstumskurs.
www.inplan.de
V.r.: Architekt Markus Stratmann
mit Investor Mohamad Itani und
SSL-Geschäftsführer Peter Stratmann
im Gespräch.
B&B Hotel am Tourainer Ring eröffnet
Mit 101 Zimmern ist es derzeit das größte Hotel in der Stadt – das neue B&B Hotel am Tourainer Ring in unmittelbarer Nähe zur Mülheimer City und zum Hauptbahnhof. Nach einer Bauzeit von nur acht Monaten hat das
neue 2-Sterne-Plus-Hotel kürzlich seinen Betrieb aufgenommen.
Rd. 6 Mio. Euro hat die Hotelkette in den Mülheimer Neubau investiert
und damit ein klares Bekenntnis zum Standort abgegeben. „Die Prognosen für eine deutliche Steigerung der Mülheimer Übernachtungszahlen sind gut“, erklärt Geschäftsführerin Bärbel Schneider. Sie ist
sicher: „Das neue Hotel wird eine Sogwirkung am Markt entfalten und
mehr Besucher in die Stadt locken.“
Als das Mülheimer Architekturbüro Hütténes nach dem von M&B vermittelten Verkauf des Grundstücks mit den Planungen für das neue
B&B Hotel begann, waren die Vorgaben ganz klar: Hier sollte ein Angebot geschaffen werden, das sowohl attraktiv für Geschäftskunden als
auch für privat Reisende und vor allem für Familien ist. Und das ist gelungen. Auf die Gäste warten 41 Doppelzimmer, 43 sowohl als Doppelwie auch als Einzelzimmer nutzbare Einheiten und 16 Familienzimmer
für drei bis vier Personen. Hinzu kommen 57 Parkplätze unmittelbar
neben dem Haus, die den Hotelgästen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. „Nach Ausbau des Tourainer Rings ist der Hotelneubau
neben dem traditionellen Haus des Handwerks eine gelungene städtebauliche und architektonische Ergänzung“, betonte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld bei der Hoteleröffnung.
www.hotelbb.de/de/muelheim-an-der-ruhr
Oberbürgermeisterin
Dagmar Mühlenfeld (links)
gratuliert Bärbel Schneider zur
Eröffnung des neuen B&B Hotels.
HRW-Campus baufertig
IMMOBILIENPROJEKTE_09
Der im Herbst 2012 gestartete Neubau der Hochschule Ruhr West am Standort Mülheim geht in die Zielgerade.
Im Oktober 2015 sollen alle acht Gebäude baufertig sein. Bis Jahresende folgt dann die Fertigstellung der
Außenanlagen mit begrünten Innenhöfen, kommunikativen Freiflächen für die Studierenden, Wasserspielen,
Bäumen und Leuchtstelen. Anfang 2015 wird der Campus an die HRW übergeben. Das Investitionsvolumen
beträgt rd. 139 Mio. Euro.
Die neue Hochschule mit einer Nutzfläche von rd. 26.000 m2 und Frei- und Kommunikationsflächen zur Duisburger Straße hin. Und selbst
einer Bruttogesamtfläche von rd. 60.000 m2 wurde als sogenannter wenn man das Gelände vom Parkhaus mit seinen 700 Stellplätzen
„offener Campus“ angelegt. Einen Haupteingang sucht man hier vergeb- betritt, findet man alles vor, nur keine „Hinterhofatmosphäre“. Dafür
lich. Das Gelände öffnet sich vielmehr an mehreren Stellen mit großen sorgen innen wie außen großzügige Freiflächen mit Sitzmöglichkeiten
zum Verweilen, große Fensterfronten selbst im Hörsaalgebäude, der
Mensa und der Bibliothek sowie offene Kommunikationsbereiche in allen
vier Institutsgebäuden.
Die Fassaden sind durchgehend in rotem oder sandfarbenem Klinker
gehalten, die durchbrochen werden von sogenannten „Spots“, die nach
außen wie überdimensionierte Fensterrahmen in unterschiedlichen Rottönen wahrgenommen werden. In Wirklichkeit handelt es sich dabei um
Balkone oder große Erker, hinter denen sich Sitzungs- und Gemeinschaftsräume mit Blick auf den Campus befinden.
Zum Innenraumkonzept gehört eine ebenfalls sehr offene Bauweise. Das
gilt sogar für die Decken, bei denen bewusst auf eine Verkleidung verzichtet wurde. „Hier wird Technik nicht versteckt, sondern erlebbar gemacht“,
erklärt HRW-Präsidentin Prof. Dr. Gudrun Stockmanns. Beheizt werden
die Gebäude mit umweltschonender Fernwärme. Zudem sorgt eine Betonkerntemperierung sommers wie winters für angenehme RaumHRW-Präsidentin Prof. Dr. Gudrun Stockmanns (2.v.r.) freut sich auf den neuen Campus. temperaturen. www.hochschule-ruhr-west.de
©Aldi Süd
Der Neubau von Aldi Süd an der
Burgstraße.
ALDI SÜD baut
Standort aus
Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD mit Sitz in Mülheim an der Ruhr wächst und mit ihr die Zahl ihrer
Beschäftigten. Deshalb erweitert der Handelsriese derzeit sowohl an seinen Standorten an der Burgstraße wie auch an der Mintarder Straße seinen Gebäudebestand um insgesamt 23.000 m2 Bürofläche, zwei
Parkhäuser sowie eine Kindertagesstätte .
Gut ein Jahr nach Baubeginn kann die Unternehmensgruppe bereits
zur Halbzeit für ihre Neubauprojekte pfeifen. „Da es während der Bauarbeiten bislang glücklicherweise zu keinen größeren Problemen kam,
liegen wir gut im Zeitplan. Die neuen Bürogebäude werden, wenn es
so gut weitergeht, wie geplant im dritten Quartal 2016 fertiggestellt
werden“, erklärt hierzu Kirsten Geß von ALDI SÜD.
An der Mintarder Straße sind die Rohbauarbeiten bereits im dritten und
vierten Obergeschoss angekommen. Beide Gebäude erhalten noch
ein fünftes Obergeschoss. Zusätzlich wird auf dem Gebäude noch ein
leicht zurückgesetztes Staffelgeschoss errichtet. Auch das Fundament
für das neue Parkhaus ist vor kurzem fertiggestellt worden.
In der Burgstraße werden aktuell die Fenster eingesetzt und mit
dem Innenausbau begonnen. Mittlerweile wurden auch die Arbeiten am Parkhaus hinter den Gebäuden aufgenommen. Außerdem ist an
diesem Standort eine Kindertagesstätte geplant, mit deren Bau man in
nächster Zeit beginnen will. Die Kita soll später sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe als auch Famililen
aus dem Stadtteil offenstehen.
Alle Gebäude werden nach dem neuesten Stand der Umwelttechnik
errichtet. Dazu gehört die Ausstattung aller Dächer mit Fotovoltaik sowie die Einrichtung von Geothermie zur Wärme- bzw. Kälteversorgung
der Gebäude an der Mintarder Straße. www.aldi-sued.de
Die Zukunft gehört
der Glasfaser
fotolia: Stefan Yang
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10_B R EITBAN DAUSBAU
Die Ergebnisse der Onlineumfrage von M&B zur Breitbandversorgung Mülheimer Unternehmen
Anfang des Jahres waren eindeutig: Über die Hälfte der befragten Unternehmen sind mit ihrem
derzeitigen Internetstatus unzufrieden. Nun will die Telekom ihre Netze zwar auf Mülheimer Gebiet
weiter ausbauen, wirklich zukunftsfähig werden sie dadurch aber immer noch nicht überall sein.
Für datenintensive Unternehmen in den Gewerbegebieten leisten das nur Glasfaserkabel. Und das
auch nur, wenn sie wirklich bis ins Gebäude verlegt werden.
Weitere Informationen und Kontakt:
Jan-Alexander Scheideler
Projektleiter
Telefon: 0208 4848-62
E-Mail: [email protected]
www.muelheim-
business.de
Der Verdacht der Wirtschaftsförderung Anfang 2015, dass
es in Mülheim an der Ruhr trotz hervorragender Versorgungswerte in den Breitbandatlanten des Bundes und des
Landes noch Teilgebiete mit einem erheblichen Ausbaubedarf gibt, hatte sich in detaillierten Leistungsanalysen
und Gesprächen mit den Netzanbietern der Mülheim &
Business GmbH bestätigt. In einem nächsten Schritt wurde deshalb gemeinsam mit der Stadtverwaltung im März
ein offizielles Markterkundungsverfahren bei den Netzbetreibern eingeleitet. Ergebnis: Die Deutsche Telekom
wird bis Ende 2017 den VDSL-Ausbau in Mülheim weiter
vorantreiben.
Das ist grundsätzlich eine erfreuliche Nachricht. Ein Grund,
sich nun entspannt zurückzulehnen, ist dies allerdings nicht.
Denn wie kürzlich eine Studie der micus GmbH im Auftrag
der Landesregierung erneut bestätigt hat, ist VDSL lediglich
eine Brückentechnologie auf dem Weg zu einem wirklich
zukunftsfähigen Glasfasernetz. VDSL bringt die Glasfaser
zwar bis zu den Kabelverzweigern am Straßenrand, die
„letzte Meile“ bis zum Endkunden besteht aber weiterhin
aus alten Kupferleitungen mit allen damit verbundenen
Nachteilen.
Jeder Internetnutzer kennt das Problem: Der eigene Anschluss erreicht praktisch nie die vom Internetanbieter beworbene Geschwindigkeit von „bis zu x Mbit/s“. Der Grund:
In Kupferkabeln wird die Signalqualität durch Dämpfungseffekte mit zunehmender Leitungslänge immer schlechter,
so dass die volle Geschwindigkeit nur im absoluten Nahbereich um den Kabelverzweiger erreicht wird.
Ein weiteres Problem ist, dass Kupfer-DSL ein „shared medium“ ist. Das bedeutet, dass sich alle Endkunden die am
nächsten Knotenpunkt zur Verfügung stehende Bandbreite teilen. Verschärft wird dieses Problem dadurch, dass
die Internetanbieter aus wirtschaftlichen Gründen die
Kapazitäten überbuchen und insgesamt mehr Bandbreite verkaufen, als der nächste Kabelverzweiger maximal
liefern kann. Hierdurch kommt es zu Spitzenzeiten bei
herkömmlichen DSL-Anschlüssen häufig zu einer deutlich
spürbaren Verringerung der Bandbreite.
B R EITBAN DAUSBAU_11
Der Upstream ist ein Flaschenhals
Insbesondere aus Sicht der Unternehmen haben auf Kupfer basierende DSL-Leitungen einen weiteren Nachteil.
Die Standardprodukte sind asymmetrisch, das heißt, die
Bandbreite, mit der ein Nutzer Daten hochladen kann
(Upstream), beträgt nur einen Bruchteil der Geschwindigkeit, mit der Daten aus dem Internet empfangen werden
können (Downstream). Für Unternehmen, die häufig große
Datenpakete an ihre Kunden verschicken oder Cloud-
Dienste – wie zum Beispiel Online-Backups – nutzen, reichen herkömmliche DSL-Produkte daher schon lange nicht
mehr aus. Abhilfe bieten hier zwar speziell für BusinessKunden konzipierte symmetrische DSL-Produkte (sDSL),
diese sind aber mit relativ hohen Kosten bei vergleichsweise niedrigen Bandbreiten verbunden.
Angesichts der stetig voranschreitenden Digitalisierung
von Wirtschaft und Gesellschaft und der dadurch steigenden Ansprüche an Breitbandverbindungen ist es unstrittig, dass die altgedienten Kupferleitungen mittelfristig
durch moderne Glasfaserleitungen ersetzt werden müssen.
Glasfaserleitungen bieten im Vergleich zu Kupferleitungen
eine Reihe an Vorteilen:
• Bereits heute sind Bandbreiten im Gigabit-Bereich problemlos möglich.
• Die Verbindungen sind symmetrisch, bieten also einen
genauso hohen Up- wie Downstream.
• Die Leitungslänge spielt für die Bandbreite keine Rolle.
• Jeder Endkunde erhält seine eigene Leitung und muss
sich die Bandbreite nicht mit anderen Kunden teilen.
• Die Verzögerungen beim Datenaustausch (Latenzzeiten) sind niedriger als bei Kupferkabeln.
M&B informiert Unternehmen über Ausbauoptionen
Um eine Ausbauplanung so effektiv wie möglich unterstützen zu können,
hat die Wirtschaftsförderung in den letzten Monaten zahlreiche Gesprä-
che mit Netz- und Infrastrukturbetreibern geführt. Die gesammelten Daten wurden vom Amt für Geodatenmanagement in einem digitalen
Leitungs- und Leerrohrkataster zusammengefasst. Gemeinsam wollen
sie die Mülheimer Unternehmen in den nächsten Monaten über Ausbau-
optionen in den einzelnen Gewerbegebieten informieren.
möglichst bald auf Glasfaser umsteigen. Einige Netzbetreiber sondieren derzeit gezielt einzelne Gewerbegebiete für den Glasfaserausbau und versuchen, ihr
Investitionsrisiko durch eine Nachfragebündelung zu
minimieren. Der Ausbau erfolgt nur dann, wenn sich eine
Mindestanzahl an Unternehmen vorab für einen Glas-
faseranschluss entscheidet. Manche Anbieter übernehmen dann allerdings sogar die vollen Erschließungskosten.
Bietet sich also die Gelegenheit für einen Umstieg auf
Glasfaser, kann sich dies auch dann lohnen, wenn die hohe
Bandbreite heute noch gar nicht benötigt wird. Denn scheitert jetzt eine Nachfragebündelung, kann viel Zeit
vergehen, bis ein anderer Anbieter einen neuen Versuch
unternimmt, den Glasfaserausbau an diesem Standort voranzutreiben.
Deutschlandweit verfügt derzeit nur ca. ein Prozent der
Haushalte über einen FTTB-Anschluss. Zum Vergleich: Südkorea kommt auf eine FTTB-Versorgung von 64 Prozent
und Europas Spitzenreiter Schweden immerhin auf 33 Prozent. Der Nachteil der neuen Technik ist allerdings, dass die
Glasfaserkabel erst einmal bis zum Gebäude (Fibre to the
Building = FTTB) verlegt werden müssen. Und das kann –
insbesondere wenn dafür Tiefbauarbeiten notwendig sind – hohe Kosten verursachen.
Um 95 Prozent der Haushalt in NRW mit FTTB zu versorgen, müssten lt. micus-Studie rd. 7,4 Mrd. Euro investiert
werden. Bei einem Verzicht auf den Ausbau in Gebieten,
die bereits durch das TV-Kabel der Unitymedia erschlossen sind, das technisch ebenfalls Bandbreiten im GigabitBereich liefern kann, würde sich der Investitionsbedarf auf
rd. 3,2 Mrd. Euro reduzieren.
Für Unternehmen in den Mülheimer Gewerbegebieten empfiehlt es sich daher, den eigenen Breitbandbedarf sehr
genau zu analysieren und auch zu überlegen, wie sich
dieser in den kommenden Jahren entwickeln wird. Wer
heute schon absehen kann, dass die notwendigen Kapazi-
täten in Zukunft weiter eklatant steigen werden, sollte
fotolia: matthias21
Glasfaserausbau jetzt schon vorsehen
1 2 _ U N T E R N E H M E N S P O R T R ÄT
©Oryx Stainless
Drittgrößter Edelstahl-RohstoffLieferant kommt aus Mülheim
Sein Geschäft ist edler Schrott: Roland Mauss, Vorstand der Oryx Stainless AG in Mülheim an der Ruhr.
Der Bedarf an Edelstahl ist in den letzten zehn Jahren um beinahe 50 % gestiegen. Derzeit werden weltweit
rund 42 Mio. t des legierten Stahls produziert. Tendenz steigend. Was viele nicht wissen: Mehr als die Hälfte der
zur Edelstahlproduktion eingesetzten Rohstoffe werden aus Edelstahlschrott gewonnen. Einer der wichtigsten
Lieferanten dieses auch energetisch äußerst bedeutsamen Sekundärrohstoffs sitzt im Mülheimer Rhein-RuhrHafen: die Oryx Stainless AG, das drittgrößte Edelstahlschrott-Veredelungsunternehmen der Welt.
„Wir sind kein Distributor, sondern Rohstofflieferant.“
Diese Klarstellung ist Roland Mauss, Finanzvorstand der
Oryx Stainless AG in Mülheim an der Ruhr und Chief Financial Officer (CFO) der Unternehmensgruppe, sehr wichtig.
Denn seine Handelsware ist zwar Schrott – „Man darf uns
durchaus Schrotthändler nennen“ –, aber das edle glän-
zende Material hat es in sich. Edelstahl verdankt seine besonderen Eigenschaften wie Rost-, Säure- und Hitze-
beständigkeit den chemischen Elementen Chrom, Nickel
und Molybdän – Rohstoffe, deren Ressourcen auf der Welt
immer knapper werden.
Ein ebenbürtiger Ersatz für diese aus Erz gewonnenen
Primärrohstoffe ist Edelstahlschrott, der ohne jeden
Qualitätsverlust zur Edelstahlneuproduktion eingesetzt
werden kann. Die Vorteile liegen auf der Hand: Edelstahlschrott ist um rund 15% preiswerter als die gleiche
Menge an Primärrohstoffen und muss nicht aufwändig aus Übersee-Ländern in die europäischen Produktionsbetriebe geschafft werden. Noch wichtiger aber ist:
Beim Einsatz von Edelstahlschrott in den Stahlwerken
sind der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich geringer.
©Oryx Stainless
U N T E R N E H M E N S P O R T R ÄT _ 1 3
Auf die Mischung kommt es an
Besucht man den Mülheimer Sitz der Oryx Stainless AG
an der Rheinstraße im Rhein-Ruhr-Hafen, ist für den Laien
der Unterschied zwischen einem Handels- und Recycling-
unternehmen wie Oryx Stainless und einem gewöhnlichen
Schrott-Umschlagplatz nicht gleich erkennbar. Hier wie dort
liegen große Berge Metallschrott herum, hier wie dort kann
man das Entladen von LKWs und Güterwaggons sowie das
Beladen von Binnenschiffen beobachten. Schaut man sich
die Sache einmal etwas näher an, wird aber schnell klar: Hier
läuft einiges anders. „Bei uns wird weder etwas zerlegt, aussortiert oder verpresst, noch geht es einfach nur um einen
Umschlag der Ware über die Verkehrswege Wasser, Schiene,
Straße“, betont Roland Mauss. Im Gegenteil: Jede Lieferung, Edelstahlschrott in einem kundenspezifischen Mischungsverhältnis geht per Binnenschiff
die bei Oryx Stainless per LKW oder Güterzug reinkommt, hat von Mülheim aus zum Oryx-Standort Dordrecht und nach Rotterdam.
bereits sortenreinen Edelstahl geladen.
Wachstum Edelstahlnachfrage 1950–2013
Millionen t
Nur ist Edelstahl nicht gleich Edelstahl. Auf den LegierungsFinanz38,1 Mio. t
marktkrise
anteil kommt es an. Wie viel Nickel, wie viel Chrom und
Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
wie viel Molybdän hat das Material und was benötigt der
Originalzeitreihe: 5,94%
Wachstumstrend: 5,53%
Kunde? Um den weltweiten Stahlwerken Edelstahlschrott
Rezession
in der genau passenden Legierung liefern zu können, wird
2001
jede Lieferung deshalb von den Oryx-Mitarbeitern einer um-
fangreichen Qualitätskontrolle per Magnet, Röntgenfluoreszenz-Geräten sowie einer Laboranalyse mit einem
Spektrometer unterzogen. „Hier geht nichts so raus, wie es
Asienkrise
reingekommen ist“, betont Roland Mauss. Anschließend
kommt die Ware ins Lager. Von dort aus wird sie in einem
Erster Golfkrieg
ganz bestimmten Mischungsverhältnis in Binnenschiffe verladen, die den Edelstahlschrott entweder zum Oryx-Standort
nach Dordrecht oder nach Rotterdam bringen. In Dordrecht
Zweite Ölkrise
1 Mio. t
wird die Ware dann zur Weiterverschiffung in Richtung euro-
Erste Ölkrise
päische Stahlwerke auf größere Seeschiffe umgeladen, und
1950 2013
von Rotterdam aus geht es per Container in die ganze Welt,
International Stainless Steel Forum (2014)
vornehmlich in den asiatischen Raum.
Standort im Rhein-Ruhr-Hafen für Oryx Stainless ideal
590 Mio. Euro hat die Oryx Stainless AG mit ihrem Sekundärrohstoffbetrieb in 2014 umgesetzt. Rund 30 %
des Umsatzes haben die 40 Mitarbeiter der Oryx Stainless AG in Mülheim an der Ruhr erwirtschaftet. An
der Rheinstraße mit unmittelbarem Wasseranschluss hat die Oryx Stainless AG vor 17 Jahren zwei neben-
einanderliegende Grundstücke erworben. Auf einem sind das Verwaltungsgebäude sowie ein erster Lager-
platz, wo auch die Warenanalyse durchgeführt wird, das andere Grundstück ist der Mischung sowie dem
Be- und Entladen vorbehalten. Hier stehen in Kürze erhebliche Investitionen zur Modernisierung der
Anlagen an.
Dass sich das Unternehmen 1998 gerade für den Standort Mülheim entschieden hatte, war wohlüberlegt.
„Hier konnte uns damals ein moderner Lager- und Umschlagplatz geboten werden, der über einen unmittelbaren Anschluss an das europäische Straßen-, Wasser- und Schienennetz verfügt und – für uns nicht unwichtig – im Herzen einer der schrottreichsten Regionen der Welt liegt. Das waren beste Voraussetzungen, um die Bedürfnisse unserer vorwiegend europäischen Lieferanten und Kunden in allen Belangen
erfüllen zu können“, erklärt Roland Mauss im Rückblick.
Weitere Informationen und Kontakt:
Roland Mauss
Vorstand Oryx Stainless AG
Telefon: 0208 5809 0
E-Mail: [email protected]
www.oryx.com
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Jens Hendrik Zerres
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100 m2
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430/360/230/200 m2 215 m2
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210 m2
250 m2
637 m2
262 m2
1.861 m2
405 m2
750 m2
310 m2
22–900 m2
130 m2
183 m2
300 m2
314 m2
57 m2
1.123 m2
1.100 m2
250 m2
100 m2
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Michael Viehweger
Michael Viehweger
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Falk Hoppe
Falk Hoppe
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Jens Hendrik Zerres
Jens Hendrik Zerres
Heinz-Theo Höckesfeld
Markus Büchte
Markus Büchte
Stewart Darman
Stewart Darman
Stewart Darman
Stewart Darman
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Detlef Binder
Detlef Binder
Heinz-Theo Höckesfeld
Christian Hansmann
Werner Göntgen
Stephan Bulig
Falk Hoppe
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0203 3096-270
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0208 34906
0208 34906
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0208 970670
0208 970670
0208 9706718
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0208 9706718
0208 9706718
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0208 4565500
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0208 9706726
0208 430911
0151 11432501
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0208 3779936
0208 2998444
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15.690 m2
340 m2
1.670 m2
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92 m2
13.000 m2
734 m2
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Uwe Vermölen
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Walter Orts
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0208 5805116
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Büro 243 m2
Halle 189 m2
Büro 630 m2
Hallen 675–6.212 m2 Fläche 2.342 m2
Hallen 3.400 m2
Büro 300 m2
Fläche 2.000 m2
Fläche 5.500 m2
Hallen 1.800 m2
Büro 650 m2
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Lisa Pils
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Heinz-Theo Höckesfeld
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Klaus Ketz
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Frank Eickhoff
Frank Eickhoff
Frank Eickhoff
Frank Eickhoff
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FA C H K R Ä F T E S I C H E R U N G _ 1 5
MINT-Express sorgt für
Nachwuchssicherung in der Region
Dank der Unterstützung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (kurz: EFRE) nimmt
die Nachwuchssicherung am Standort Mülheim an der Ruhr sowie in der umliegenden Region in den
nächsten Jahren weiter Fahrt auf. Hierfür sorgt der im Mai gestartete „MINT-Express“. Sein ehrgeiziges Ziel:
Mindestens 100 kleine und mittlere Unternehmen sollen für eine Kooperation mit dem zdi-Netzwerk
gewonnen werden, um gemeinsam sowohl die gewerblich-technische Berufsausbildung als auch das duale
Studium an der HRW zu forcieren.
Fachkräftesicherung gehört heute zu den wichtigen Standortfaktoren. Viele erfahrene Mitarbeiterinnen und Mit-
arbeiter werden in den nächsten Jahren in Rente gehen.
Für sie müssen frühzeitig junge, gut ausgebildete
Nachfolger gefunden werden. Hier setzt die Arbeit des
zdi-Netzwerks Mülheim an Ruhr an, das bereits seit
sechs Jahren erfolgreich eine Brücke zwischen Schule
und Hochschule sowie den rund 6.000 Unternehmen allein am Standort Mülheim an der Ruhr schlägt.
„Durch unsere intensive Netzwerkarbeit der vergangenen Jahre haben wir entscheidend dazu beigetragen, dass
Schülerinnen und Schüler den Nutzen und den Spaß an
den sogenannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften und Technik erkannt haben. Damit
haben wir in vielen Fällen erfolgreich die Grundlage für
junge Leute geschaffen, die sich anschließend entweder
für eine Berufsausbildung oder für ein Studium im MINTBereich entschieden haben“, erklärt Jürgen Schnitzmeier,
Geschäftsführer der Mülheim & Business GmbH.
Deshalb hat die Mülheim & Business GmbH gemeinsam
mit der Hochschule Ruhr West als Trägerin des benachbarten zdi-Zentrums mint4u Bottrop in diesem Frühjahr
EU-Fördermittel zur Finanzierung und Ausweitung ihrer
Netzwerkarbeit beantragt. Durch die nun erfolgte Förder-
zusage kann die erfolgreiche Arbeit nicht nur fortgesetzt,
sondern bis 2018 noch weiter ausgebaut werden.
zdi-Projektkoordinatorin Monika Bruckmann will in Zukunft auch auf kleine und mittlere Unternehmen zugehen, die bereits heute oder in der Zukunft Engpässe bei
der Fachkräftesicherung in MINT-Berufen befürchten.
Sie will die Unternehmen davon überzeugen, dass eine
Netzwerkpartnerschaft zur Gewinnung von Fach- oder
Ausbildungskräften sowohl im akademischen als auch
im nichtakademischen Bereich nutzbringend ist. Dies soll
durch eine frühzeitige Sensibilisierung des potenziellen
Nachwuchses und durch den Auf- und Ausbau von Unternehmenspartnerschaften in Hinsicht auf das duale Studium an der Hochschule Ruhr West erreicht werden.
Im Rahmen der bereits begonnenen Projektarbeit soll ein
nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt werden, das
sich langfristig aus Eigenmitteln finanzieren kann, um
so auch nach Ablauf des Förderzeitraums eine fundierte
MINT-Förderung in der Region zu gewährleisten. Die Verknüpfung von fachlicher Expertise und Unternehmens-
nähe durch die Kooperation der Hochschule Ruhr West
mit der Mülheim & Business GmbH bietet dazu eine ideale Grundlage.
Weitere Informationen und Kontakt:
Monika Bruckmann
Projektkoordinatorin Mülheim & Business
Telefon: 0208 4848-42
E-Mail: [email protected]
muelheim-business.de
www.muelheim-
business.de
16_GRÜNDERSZENE
Durchstarten mit E-Commerce
Jungunternehmen und Gründungsinteressierte müssen sich von Beginn an genau überlegen, wie sie ihre Zielgruppen erreichen und von ihrem Angebot überzeugen können. Die Bandbreite möglicher Kampagnen und
Kundenansprachen ist heute so groß wie nie. Sie reicht vom klassischen Marketing mit Anzeigen, Broschüren
und dem direkten Kundenkontakt per Mailing oder Telefon bis hin zum interaktiven Handel im World Wide
Web, auch „E-Commerce“ genannt. Auch viele Start-ups nutzen heute schon die neuen intermedialen
Möglichkeiten, und das häufig, ohne die klassischen Marketing- und Kommunikationswege ganz zu verlassen.
Drei Beispiele aus der Gründerstadt Mülheim an der Ruhr:
Weles Group: E-Commerce Erfolg
„aus der zweiten Reihe“
Als Stephan Lesniak, Marc Wehning und Olaf
Werwie von der Weles Group vor 10 Jahren mit
dem Gedanken spielten, ein eigenes Unternehmen zu gründen, konnten sie nicht absehen, welche unterschiedlichen Vertriebswege
sich für sie in naher Zukunft auftun würden.
„Gestartet sind wir als ein eher traditionelles
Handelshaus für Werbemittel mit starkem
persönlichem Kontakt zu unseren Kunden und
Geschäftspartnern. Und das sind wir grundsätzlich auch bis heute geblieben, nur dass sich
unsere Produktlinien erweitert haben und wir
diese neben den traditionellen Vertriebswegen auch im Bereich E-Commerce vermarkten“, erklärt Mitinhaber Marc Wehning. Das
Unternehmen mit heute 12 Mitarbeitern und
Niederlassungen in China, England sowie der
Türkei verzeichnet jährlich ein Umsatzplus von
20 Prozent. (www.usb-sticks.eu) und Einkaufstaschen
(www.einkaufstaschen.de), für die Marc
Wehning jeweils eigene Webseiten aufbaute,
Aber zurück zu den Anfängen: Begonnen hatte um so auch die Kundenakquise via Internet zu alles 2005 im Vorfeld der Fußball-Weltmeister- forcieren. „So, wie wir die Online-Vermarkschaft. Damals überlegten sich die drei, wie
tung 2007 noch angehen konnten, wäre das
man aus diesem Weltsportereignis auf deut- heute gar nicht mehr möglich“, ist sich Wehschem Boden „Honig für eine eigene Geschäfts- ning in der Rückschau sicher. idee saugen könnte“. Ihr Gründungskonzept
war so einfach wie erfolgreich: Sie orderten Grundsätzlich geht die Weles Group heute in
mit Unterstützung privater Geldgeber 20.000 Abhängigkeit vom Warenangebot ihrer verFußbälle aus Fernost, die sie anschließend ge- schiedenen Produktlinien sehr unterschiedwinnbringend großen Unternehmen als Wer- liche Vermarktungswege. Werbeartikel zum
begeschenke zur WM anboten. Die meisten
Beispiel werden weiterhin eher traditionell
Fußbälle nahm den Newcomern damals West- angeboten. „Hier ist unser Prinzip nach wie vor,
lotto ab.
im gemeinsamen Gespräch mit dem Kunden
passgenaue Produktideen zu entwickeln. Eine
Nach dem erfolgreichen Start lagen die An- Warenkorbfunktion findet man auf unseren
gebotsschwerpunkte des jungen Handels- Webseiten deshalb vergeblich“, erklärt Marc
hauses anschließend zunächst auf USB-Sticks Wehning.
„Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 gab es keine Lotto-Annahmestelle, in der nicht unsere Fußbälle mit ODDSET-Logos und markigen Zitaten
aus der Fußballwelt auf den Panels zu finden waren“, berichten die drei Geschäftsführer der Weles Group, v. l. Marc Wehning, Stephan Lesniak
und Olaf Werwie, nicht ohne Stolz. Das war der Start in eine erfolgreiche Firmengründung.
GRÜNDERSZENE_17
Ganz anders läuft das Geschäft beispielsweise bei der Vermarktung von Produkten
rund um die Weles-Eigenmarken „Gartenfreude“ und „Packenger“. Diese werden fast
ausschließlich im „E-Commerce“ vermarktet. „Als wir unsere E-Commerce-Strategie 2010
starteten, gehörten wir zwar nicht zu den Pionieren der Online-Portale, aber wir konnten
uns noch ganz komfortabel in der 2. Reihe
einrichten. Reihe 1 war damals bereits von
den Großen der Branche wie Amazon, Zalando, eBay oder home24 besetzt“, berichtet Olaf
Werwie. Also sorgte man dafür, dass Amazon
und home24 zum Beispiel die Gartenfreude
GmbH der Wehles Group als Markenlieferant
für Pflanzgefäße in ihre Listen aufnahmen.
Damit war der Grundstein für eine bis heute
sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Amazon, home24 und seit einiger Zeit auch mit
GartenXXL, einem Online-Portal der Mülheimer Tengelmann-Gruppe, gelegt. Mittlerweile hat sich das hierüber vertriebene Volumen
der Weles Group auf mehr als 500 Artikel erweitert. Nachdem die Vertriebswege und
notwendigen Software-Applikationen nun
alle ausgereift sind, sollen in nächster Zeit weitere Produktlinien folgen, vorausgesetzt, man
findet einen Investor für die Anschubphase.
www.weles.eu
Sandra Klink hat mit ihrer „Hundekrone“ einen erfolgreichen Onlinehandel aufgebaut.
Online-Vertrieb „Hundekrone“
von null auf eine Million
Anders als die Weles Group setzt die Mülheimer Unternehmerin Sandra Klink bei ihrer
Geschäftsidee „Hundekrone“, einem OnlineHandel für Hundebedarf, ausschließlich auf
E-Commerce-Angebote. Sie ist ebenfalls
bei Amazon gelistet, und sie betreibt unter
www.hundekrone.de einen mittlerweile sehr
erfolgreichen und grafisch ansprechenden
Online-Shop. Hierüber vertreibt sie inzwischen
mehr als 7.500 Markenartikel für Hunde aller Rassen und jede Hundelebenslage. Das reicht vom
Treppchen, mit dem kleine Hunde besser aufs
Sofa springen können, über Hundefutter und -spielzeug bis hin zur Kleidung für Halter und
Hund.
Die studierte Marketing- und Werbe-Kommunikationswirtin gründete ihr Unternehmen
im Jahr 2012 mit Unterstützung des STARTER-
CENTERs Mülheim an der Ruhr und einem damals von der NRW.Bank gewährten Mikro-
darlehen. „Anfangs haben wir ausschließlich
über Amazon vertrieben, denn bis eine eigene
Webseite im Netz bekannt ist und zum Beispiel
auf Google gut gerankt wird, das dauert“, erklärt Sandra Klink und betont: „Anfangs mussten wir schon einen langen Atem mitbringen.“
Die Marketingstrategie von Sandra Klink ist
aufgegangen. Mit einem Ende 2015 erwarteten
Jahresumsatz von einer Million Euro hat das
Mülheimer Unternehmen in den vergangenen
drei Jahren eine rasante Entwicklung genom-
Michael Krämer von Campwerk erhält den größten Kundenzulauf über sein gutes Google-Ranking.
men und ist mittelweile auch international gut
aufgestellt. „Mit Ausnahme der Schweiz, die
andere Zollbestimmungen hat, beliefern wir
Kunden in ganz Europa“, erklärt Sandra Klink
zufrieden. www.hundekrone.de
Campwerk: „Kundenakquise auch über
Social-Media-Kanäle“
Auch Social-Media-Kanäle wie Facebook,
Google+ oder Twitter können für Start-ups
wichtige Plattformen sein, um ihre Kundenbeziehungen zu qualifizieren und auszubauen.
Das hatte auch Michael Krämer schnell
erkannt, als er vor fünf Jahren sein Campwerk gründete, in dem er heute 12 Mitar-
beiter beschäftigt und allein im laufenden Geschäftsjahr bereits ein Umsatzplus von 60 % ver-
zeichnen konnte. Zunächst hatte der gelernte
Informatiker und Mediengestalter aber Lehrgeld in Sachen zielgruppenspezifisches Marke-
ting zahlen müssen. Denn seine erste Strategie,
mit teuren Flyern und Broschüren Kunden zum
Kauf seines Anhängerbedarfs für Campingfreunde zu animieren, erwies sich als wenig
zielführend.
Heute hat Michael Krämer seine Marketingstrategie breit aufgestellt. Er präsentiert seine Zeltanhänger und die mittlerweile unter Cam-
pern sehr begehrten Dach- und Anhängerzelte
auf Fach- und Publikumsmessen und ist sehr
aktiv in Sachen Mobile Commerce und Social
Media. „Viele meiner Kunden haben mich zunächst auf Facebook entdeckt, bevor sie überhaupt auf meinen Online-Shop geklickt oder
mich in Mülheim besucht haben“, erklärt er
schmunzelnd. Den größten Kundenzulauf kann
Michael Krämer über sein gutes Ranking bei
Google erzielen. „Das ist aber nur der Einstieg
ins Geschäft“, betont Krämer: „Einen Anhänger
oder einen Zeltaufbau, der mehrere tausend
Euro kostet, kaufen Sie nicht per Klick im Internet. Die Kunden können sich zwar online ihr
Wunschprodukt konfigurieren, sie kaufen es
aber letztendlich erst nach einem Besuch vor
Ort oder auf einer der Fachmessen, wo ich ausstelle.“
Auch der kürzlich ins Netz gestellte OnlineShop für Campingzubehör www.campwerk.de
von Michael Krämer ist selbstredend auf dem
neuesten technischen Stand und für die Nutzung mobiler Endgeräte optimiert. „Durch das
responsive Web-Design meiner Seite verliere
ich keinen potenziellen Kunden beim Surfen
im Netz und generiere so manchen Auftrag per
Smartphone oder Tablet-PC. Das ist ein klarer
Wettbewerbsvorteil“, ist sich der Jungunternehmer sicher. www.campwerk.de
18_175 JAH RE I H K ZU ESSEN
Keimzelle der IHK zu Essen liegt
in Mülheim: 175-jähriges Jubiläum
Die „Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen zu Essen“ – kurz: IHK zu
Essen – feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum. Sie blickt auf eine 175-jährige Geschichte zurück,
die ihren Anfang am 26. Oktober 1840 in Mülheim an Ruhr nahm. Ihr Jubiläum begeht sie im Jahresverlauf mit
gleich drei großen Veranstaltungen.
Herzlichen Glückwunsch!
Webereibesitzer Caspar Troost,
erster Präsident der Handelskammer Mülheim 1841–1846
Den Veranstaltungsreigen eröffnete die Jubilarin
im Mai 2015 mit ihrem IHK-Handelsforum Ruhr.
Thema war die „Zukunft des Handels – Digitalisierung der Städte“. Hierzu hatten die sechs Industrieund Handelskammern aus dem Ruhrgebiet – die IHKs Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Mittleres
Ruhrgebiet und Nord Westfalen – unter Feder-
führung der IHK zu Essen eingeladen. Anlässlich
ihres 175-jährigen Bestehens fand das Forum in
Mülheim an der Ruhr statt – dort, wo 1840 die
Keimzelle für die heutige IHK zu Essen gelegt
worden war. Veranstaltungsort war das Baustoff-
zentrum Harbecke.
Als Höhepunkt der Feierlichkeiten lädt die IHK zu
Essen als Nächstes zu ihrem großen Jubiläumsempfang am 26. Oktober in die Essener Philharmonie ein. Das Datum ist nicht zufällig gewählt, denn
es ist dann auf den Tag genau 175 Jahre her, dass
die „Königliche Cabinets-Ordre zur Errichtung einer
Handels-Kammer der Stadt und Bürgermeisterei
Mülheim a.d. Ruhr“ erging. Sie gilt als Geburtsstunde der IHK zu Essen.
Am 20. November 2015 folgt dann die Landes-
bestenehrung im Metronom Theater Oberhausen, zu
der über 700 Teilnehmer aus ganz NRW geladen sind.
Ihre Ansprechpartner bei Mülheim & Business
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Geschäftsführer
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IMPRESSUM Das Mülheim & Business Journal erscheint 2 x im Jahr · Nächste Ausgabe: April 2016 · Herausgeber: Mülheim & Business GmbH Wirtschaftsförderung,
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Redaktion: Eva-Maria Wieczorek-Auer, Jürgen Schnitzmeier · Fotos: Andreas Köhring · Layout/Realisation: ­2WERKRUHR · Druck: Richard Thierbach Buch- und Offset-Druckerei GmbH
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