Austragshaus im Allgäuer Stil

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Austragshaus im Allgäuer Stil
Hausbesuch
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Austragshaus
im Allgäuer Stil
Familie Müller in Tiefenberg bei Ofterschwang
Fotos: Michaela Sauer
Hausbesuch
4 WÄNDE 4/2015
Außen wie innen domniniert der Werkstoff Holz. Zentraler Raum des KfW-55-Niedrigenergiehauses ist die
große Wohnküche – hier spielt sich der Großteil des Familienlebens ab. Hier wird gekocht, gegessen und
auch mal musiziert. Tochter Verena übt schon mal für den nächsten Familien-„Hoigarte“.
P
raktisch,
ohne
Schnickschnack, ein ganz normales Haus im Allgäuer Stil mit
möglichst wenig Pflegeaufwand
soll es sein – Hubert und Ulrike
Müller aus Tiefenberg bei Ofterschwang hatten von vorneherein
ganz klare Vorstellungen von ihrem
Traumhaus. Und: Es sollte unbedingt ein Haus in Holzständerbauweise werden, gebaut von einer
Allgäuer Firma. Kein 08/15-Standardhaus, sondern etwas ganz Individuelles.
Bei der Suche nach einem passenden Partner für dieses Projekt
recherchierten sie zunächst ein
bisschen im Internet. Dank einer
Empfehlung wurden sie dann auf
Prutscher Holzbau in Oy-Mittelberg aufmerksam.
Ein Glücksgriff, wie sich schon
bald zeigen sollte. „Der Architekt
der Firma hat sofort verstanden,
wie wir ticken und in welche Richtung es gehen soll“, erzählen sie
begeistert. Bei anderen Unternehmen habe man immer irgendwie
versucht, sie doch von einem moderneren, ausgefalleneren Baustil
zu überzeugen – „aber das hätte
einfach nicht zu uns gepasst“, sind
sich die beiden einig.
Wo gebaut werden soll, war sowieso klar: direkt neben dem Elternhaus von Hubert Müller, einem alten Bauernhof. In diesem
hatte das Ehepaar – er Landwirt,
sie Krankenschwester – zuvor gemeinsam mit den beiden kleinen
Töchtern im obersten Stock in einer
40-Quadratmeter-Wohnung
gelebt. „Das war auf Dauer natürlich kein Zustand“, berichtet Ulrike
Müller lachend.
Wellenlänge stimmte
Sobald klar war, dass die Wellenlänge zwischen Müllers und dem
Architekten stimmte, begann man
gemeinsam mit dem Planen des
Hauses. Die vorgefertigten Teile
wurden dann im Juni 2014 innerhalb von drei Tagen vor Ort aufgestellt. „Das war schon faszinierend,
wie schnell das ging“, erinnert sich
Hubert Müller.
„Auf einen Keller haben wir bewusst verzichtet“, sagt er. Zum
einen habe man auf dem Grundstück rundherum genügend anderweitige Unterstellmöglichkeiten.
Zum anderen sei der Untergrund
eh sehr felsig, was das Ausgraben
fast unmöglich gemacht hätte.
Kleine Fenster
Neben Unterbau und Gebäudehülle beinhaltete der Vertrag mit
Prutscher Holzbau noch das Einbauen von Treppe, der Fenster und
der Heizung. Bei der Treppe und
den (dreifachverglasten) Fenstern
entschied sich das Ehepaar Müller
ebenfalls für den Werkstoff Holz.
Ganz bewusst haben sie auf großflächige Fensterfronten verzichtet:
„Das macht viel zu viel Arbeit beim
Putzen“, so Ulrike Müller. Aber
Sprossen mussten es sein – „das
sieht einfach schöner aus!“
Geheizt wird mit einer Luft-Wärmepumpe, die warme Luft von außen ansaugt, um dann die Fußbodenheizungen in allen Räumen mit
Wärme zu versorgen. Heizkörper
gibt es keinen einzigen. Die Wärme
ist in jedem Raum einzeln regulierbar. In der großen Wohnküche gibt
es sogar drei Bereiche, die einzeln
höher oder tiefer geschaltet werden können. Damit im Bedarfsfall
alles schnell warm und gemütlich
wird, wollten Hubert und Ulrike
Müller eine Raumhöhe, die niedriger ist als die Standardraumhöhe.
„Das war in alten Bauernhäuser ja
gang und gäbe.“
Ihren Strom bezieht die Familie übrigens direkt von der Photovoltaikanlage auf dem elterlichen Bauernhaus nebenan.
Die 130 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich auf zwei Etagen.
Wichtigster Raum im Erdgeschoss
ist die große Wohnküche. Hier
spielt sich der Großteil des Familienlebens ab. Es wird gekocht,
gegessen,
zusammengesessen,
gespielt, ferngesehen. „Ich kenne
das so aus meinem eigenen Elternhaus“, berichtet Ulrike Müller. „Mir
war immer klar, dass ich mit meiner eigenen Familie auch so leben
möchte.“
Eine Toilette und ein kleines Büro
sowie Flur und Treppenhaus befinden sich ebenfalls im Erdgeschoss
– und eine „Schmutzschleuse“, die
gleichzeitig als Heizungs- und Wäscheraum dient.
Hinauf ins Obergeschoss
Geht man die Treppe hinauf,
gelangt man zu den Schlafzimmern. Eins für die Eltern und je
eins für die beiden Töchter. Ein
Näh- und Bügelzimmer sowie das
Familienbad sind ebenfalls hier
oben.
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Die Küche verfügt über viel Stauraum und genügend Platz zum
Kochen und Backen.
Gigantischer Blick
Gemäß ihrem Wunsch „praktisch,
kein Schnickschnack“ haben Müllers auch im Bad auf Extras, wie
zum Beispiel ein zweites Waschbecken, verzichtet. „Macht bloss
Arbeit beim Saubermachen“, sagt
die Hausherrin augenzwinkernd.
Es gibt eine Badewanne und eine
barrierefreie Dusche – einziger
„Luxus“: der Regenduschkopf. Und
der gigantische Blick aus dem Badfenster hinüber nach Altstädten
und die dahinterliegenden Berge.
Aber den gibt‘s aus allen Fenstern,
und zwar gratis.
Rechts im Hintergrund: der Grünten.
Die Treppe führt ins Obergeschoss, wo sich drei Schlafzimmer
(oben Tochter Maritas „Reich“), ein Näh- und Bügelzimmer und
das Familienbad befinden. Kleiner „Luxus“: die barrierefreie Dusche mit Regenduschkopf.
Hausbesuch
4 WÄNDE 4/2015
Die obere Hälfte der Fassade wurde auf Wunsch der Familie mit Altholz
verkleidet – typisch allgäuerisch eben und pflegeleicht. Grüne Fensterläden und Sprossenfenster ergänzen den „Look“.
Innenausbau
Hereinspaziert! Der knorrige Ast als Türgriff
macht die Haustüre zu einem Einzelstück.
Den Innenausbau hat Familie Müller selbst organisiert: mit Freunden
vom Fach bzw. Firmen aus der Region. Seien es die Böden (Ahornholz
in den Schlafzimmer, Vinyl in Holzoptik in den restlichen Zimmern,
Fliesen im Bad), die Holzdecken,
der Innenputz, die Küche, die Sanitär-, Spengler- und Elektroarbeiten.
Noch ist längst nicht alles fertig.
Manches braucht eben seine Zeit,
wie des Gestalten des Außenanlagen. Ulrike Müller freut sich auch
schon auf ihren Küchenherd.
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Prutscher Holzbau GmbH . Fon 08366 98480-0
Gewerbepark 1 . 87466 Oy-Mittelberg
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