BMW 3.0 CSL - DLS Automobile

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BMW 3.0 CSL - DLS Automobile
Tracktest BMW 3.0 CSL Alpina M-Technik
Weidmanns geil
Die Basis passt: Zwei Sitze, eine Gegensprechanlage, am Heck ein ordentlicher Flügel und vorne eine BMWNiere. Nein, kein klassischer M3 E30, sondern ein – kein Witz – echter CSL der ersten Serie. Dumm nur, dass
das mit einem M5-Motor gepimpte Objekt der Begierde eigentlich so gar nichts mit dem Rallyesport zu tun
hat. Und warum um Gottes willen fahren wir dann den Apparat? Ganz einfach: Weil wir Bock drauf haben!
Text: Reiner Kuhn, Bilder: Michael Heimrich
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Tracktest BMW 3.0 CSL Alpina M-Technik
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I
ch bin unschuldig. Auch wenn ich es
eigentlich ganz gerne nicht wäre. Denn
die Idee ist cool und – ich geb’s zu – vom
Chef persönlich. Der ruft bei mir an und
erzählt von einem schicken Jägermeister-Wagen ganz in meiner Nähe. Ein gemachter CSL,
den müsst ich fahren. Ne iss klar, weil ja jeder
den „Kuhnqvist“ mit seinem Schätzchen um
die Häuser ballern lässt. Aber genau das war
hier der Fall. Ein höflicher Anruf später und ab
nach Fellbach-Schmiden. Dort wartete nicht
nur das Objekt der Begierde, sondern auch
die nette Stimme vom Telefon. Susen Utesch,
die Tochter von „dls automobile“-Eigner Harry
Utesch bleibt ihrem Stil treu.„Da ist das gute
Stück. Was wollt ihr machen?“ „Äh, fahren ...
und ja, klar: Bilder für ‚ne Geschichte“, bleibt
auch der Autor dieser Zeilen seinem Stil treu
und versucht es mit der Wahrheit. Denn so
richtig Freundschaft hat er mit der Nummer
noch nicht geschlossen.
Das ändert sich nach dem Entern des
Cockpits. Reinsetzen und wohlfühlen. Die
Dame rechts, der Herr links. So wie es sich
gehört.„Wohin“, fragt die Copilotin in weißer
Sommerbluse.„Raus ins Gelände, am besten
auf einen asphaltierten Feldweg“, wird erst
einmal genauso klar geantwortet und eine
direkte Gegenfrage gibt es hinterher:„Muss
ich etwas beachten?“ „Nein, einfach los fahren.
Wir haben getankt. Und ansonsten ist alles
gut. Das Ding läuft wie eine Eins.“ In der Tat.
Zündschlüssel umdrehen und raus aus in die
schwäbische Prärie. Auf dem Weg betet Susen
die Basisdaten unseres Gefährtes herunter.
„Erstzulassung 1973, ein originaler BMW 3.0
CSL mit Echtheitszertifikat von BMW. Das Auto
wurde irgendwann umgebaut. M5-Motor,
Fahrwerk, Bremse, Getriebe Hinterachse, alles
wurde gemacht und vor einigen Jahren das
ganz Auto so überholt und neu aufgebaut.
Für Details musst du meinen Vater fragen.“
Gerne. Später. Jetzt konzentrieren wir uns erst
einmal aufs das Wesentliche, das Fahren.
Was soll ich sagen. Die Dame hat recht.
Einfach fahren. Uhrwerk Orange eben. Das
beginnt beim Triebwerk. Die Maschine hängt
sauber am Gas. Die 286 Pferdchen, des mit
der internen Typenbezeichnung M88 erst
im M1 dann im 635 CSL und ersten M5
verwendeten 3,5l-Aggregats, sorgt für gute
Stimmung. Toller Sound. Vielleicht etwas
zu viel für die schwäbische Kundschaft am
24-Stunden-Eierautomat, welchen wir auf
unseren Fotofahrten des Öfteren passieren.
Aber im geräumigen Cockpit herrscht prima
Klima. Okay, besser rauf mit den Kopfhörern der Gegensprechanlage. So verstehe
ich meine Nachbarin auch klarer. Nicht weil
sie eine Frau ist – übrigens eine gelernte
Wirtschafts-Psychologin, kein Witz! – sondern
weil beim beherzten Gasstoß die Soundkulisse auch im Innern mächtig zulegt. Die
Ein Auto, das vor allem eins verspricht: Freude am Fahren.
Die Aufmachung? Geschmacksache, aber originell
40 Jahre und kein bisschen leise! Vorne
ballert der Sechszylinder 286 PS auf die
Hinterachse, innen findet sich das Nötigste
um jede Menge Spaß zu haben und wer
auf die Farbe Orange und einen kernigen
Auftritt steht, sollte zugreifen!
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Tracktest BMW 3.0 CSL Alpina M-Technik
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Ein Mann sieht orange: Cheftester
Kuhnqvist fand sofort Gefallen am
modifizierten BMW 3.0 CSL
der Besitzer zehn Jahre später, also Mitte der
Achtziger gewusst, dass im nächsten Jahrhundert die Preise für ein originales Auto durch
die Decke gehen, er hätte sich den Umbau
zweimal überlegt. Aber das hätte mancher
Manta- und Kadett-Fahrer wohl auch. Was
soll’s. Er hatte scheinbar die Kohle, steht auf
Jägermeister (oder hatte einen zu viel) und
hat das gute Stück grundlegend modifiziert.
Nach besten Regeln der Kunst mit feinsten
Alpina-Teilen und – logo – zwei Sitzen, um
DRIFT...
nicht nur die Außenwelt sondern auch eine
Mitfahrer(in) zu beeindrucken. Zwischen
2007 und 2009 wurde der auffällige Bolide
komplett überholt und landete vor wenigen
Monaten in den Hallen von Utesch. Für 98.950
Euro wäre er zu haben. Ein fairer Preis, wenn
man denn das Geld hat und seine automobile
Zurückhaltung gerne ablegen will. Händler
Harry Utesch hat sich höchstselbst davon
überzeugt und sei bei der Langenburg Klassik
Anzeige
Bei der kleinen Ausfahrt im Ländle konnte das Gaspedal nur kurz durchgedrückt werden,
der klassische Sound des BMW hätte womöglich die Mittagsruhe erheblich gestört
Kugelfischer-Einspritzung surrt, während der
Sechszylinder-Reihenmotor rund 350 Newtonmeter Leistung über die Kardanwelle und
eine modifizierte Hinterachse auf die beiden
295/50 breiten Hinterreifen wuchtet. Auch die
Lenkung macht was man will und der Hirsch
auf der leuchtend orangen Motorhaube
scheint zu lächeln.
Er hat allen Grund dazu. Das einstige
Flaggschiff unter den Porsche-Jägern ist und
bleibt ein Juwel, wenn auch ein etwas Entstelltes. Den ein oder anderen Puristen wird
es sicher stören. Aber mal ehrlich, auch wenn
der Waldchampion-Auftritt im Rallyeoutfit
nicht jedermanns Geschmack ist, der ehemalige Besitzer hat nichts anderes gemacht,
als das extra für den Rennsport aufgelegte
Sportcoupe zu optimieren. Fakt ist: die
Fahrzeugidentifizierungsnummer bestätigt
diesen CSL als den Sechsten der insgesamt
110 Exemplare mit 3.2l-Moter der ersten Serie.
Es folgten nochmals 57 der zweiten Serie, also
insgesamt 167 Stück. Ich bin mir sicher, hätte
... TRIFFT DESIGN.
ÜBERZEUGEN AUF DER STRASSE UND AUF DER
RENNSTRECKE: CITROËN DS3 UND DS3 WRC.
CRÉATIVE TECHNOLOGIE
Kraftstoffverbrauch kombiniert von 6,7 bis 3,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert von 155 bis 87 g/km (VO EG 715/2007).
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Kraftstoffverbrauch kombiniert von 6,7 bis 3,4 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert von 155 bis 87 g/km (VO EG 715/2007).
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SIMPLY CLEVER
mehr oder weniger wild über die Strecke
gedonnert, Drifts inklusive.„Aber nur einmal, dann hat man mich sozusagen von der
Gleichmäßigkeitsfahrt verwiesen“, lacht er.
„Ich war einfach zu schnell.“
Mit Anpirschen ist also wenig. Im Gegenteil, der Auftritt ist gewaltig. Die Fuhre schiebt
sauber an, egal ob im zweiten, dritten oder
vierten Gang. Zum fünften können wir nichts
sagen, die längste Gerade war schlicht zu
kurz. Obwohl man es mit etwas (Über)Mut
schon mal hätte antesten können. Denn die
Bremsen können es. Und der Fahrer sowieso.
Zumindest Gas geben und bremsen. Anders beim Wechsel von ersten zum zweiten
Gang. Das altehrwürdige und noch immer
traumhafte ZF-Sportgetriebe mit dem Ersten
hinten links wollte einfach nicht so wie ich.
Und das, obwohl ich selbst eines in meinem
02er habe. Sagen wir einfach, ich war nervös.
Weniger wegen des BMW. Eher wegen meiner
Begleitung. 28 Jahre und so was von vertraut
mit altem Eisen, dass man einfach Respekt
haben muss. Das zeigt sich nicht nur beim
Anbringen der roten Nummer.„So geht das
der Herr!“ Sondern mehr noch beim fachgerechten Umgang mit dem orangen Spielmobil. Auf der Rückfahrt ins Basislager bleibt nur
noch der Beifahrersitz. Und ein Augenblick
zum Staunen. Statt das Getriebe mit zickenhafter Naivität weidmännisch aufzubrechen,
Fahrspaß schreibt
man mit RS.
Tipptopp in Schuss! Den künftigen Besitzer
des BMW beneiden wir schon jetzt um sein
neues Schmuckstück
Junior-Chefin Susen Utesch zeigte Autor Kuhn wie man
mit dem Getriebe des BMW umzugehen hat
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schaltet und waltet Susen, als würde sie Tag
ein und aus nichts anderes tun. Was irgendwie auch stimmt. Denn kaum angekommen
muss sie weg. Mittagessen mit einem – sagen
wir – Kunden.„Papa, kann ich den 964er nehmen?“ „Muss das sein?“ „Ja. Bitte. Den mag ich.
Der Jaguar war nicht so prickelnd.“ Und weg
ist sie. Die Jagdsaison scheint eröffnet. Auch
für uns. Denn abgesehen von der Lustfahrt
im Grünen, haben wir im reichlich bestückten
Hallen von dls automobile auch noch einen
Renner in unserer Preislage gesichtet. Nein,
nicht der pickfeine Simca Rallye 2 im originalen Sporttrimm für satte 22.000 Euro, sondern ein Renault R4. Preis wird nicht verraten.
Ich bin dran. Ein Auto mit Revolverschaltung
wollte ich schon immer mal haben. Und –
sind wir ehrlich – hat ja auch was mit Wald
und Wiese zu tun. So habe ich es zumindest
versucht, Michael Heimrich zu vermitteln. Der
schüttelt noch heute den Kopf.„Noch einen
Jägermeister, BITTE.“
Der ŠKODA Fabia RS. Von Jahr zu Jahr nimmt der Erfolg der Marke ŠKODA mehr Fahrt auf. Gründe hierfür sind unter anderem die
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unsere Erfahrung, Leidenschaft und Erfolge aus dem Rallyesport auf die Straße. Mit am Start: ein durchzugsstarker 1,4-l-TSI-Motor mit
132 kW (180 PS), ein dynamisches 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG, ein perfekt abgestimmtes Fahrwerk u. v. m. Überzeugen Sie
sich selbst, wie viel Fahrspaß und Sportlichkeit im Fabia RS stecken – am besten bei einer Probefahrt. Weitere Informationen erhalten
Sie bei Ihrem ŠKODA Partner, unter 0800/99 88 999 oder www.fabia-rs.de
Kraftstoffverbrauch in l/100 km, innerorts: 7,7; außerorts: 5,2; kombiniert: 6,2; CO2-Emission kombiniert in g/km: 148 (gemäß VO (EG)
Nr. 715/2007). Abbildung zeigt Sonderausstattung.

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