als PDF - Universitätsklinikum Leipzig

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als PDF - Universitätsklinikum Leipzig
Das GesunDheitsmaGazin Des universitätsklinikums leipziG
20/2014 | 02.10.2014
Lebensretter in Aktion
Brustrekonstruktion
Neu am UKL
Endoprothetik-Experte
Professor Andreas Roth
seite 5
Natürliche Wiederherstellung
seite 6
mit Eigengewebe
Zurück ins Licht
Informationsveranstaltung
zur Woche des Sehens
seite 8
Titelfoto: Volkmar Heinz
Erste Hilfe-Tag
an der Uniklinik
SEITE 2
n
Der Augenblick
Foto: ukl
Professor Schnitzels bunte Wissenswelt
Spiel, Spaß und Wissen: Mit seinen lustigen Experimenten verblüffte Professor
Hermann von Schnitzel kleine Patienten und Kinder von UKL-Mitarbeitern auf
dem UKL-Kinderfest. Am 11. September hatten sich Patienten und Mitarbeiter mit
ihrem Nachwuchs im Park hinter der Frauen- und Kindermedizin zusammengefunden, um ausgelassen zu spielen, zu basteln und dem spannenden Programm
im Festzelt zu lauschen.
Danke an eine „unbekannte“ Mitarbeiterin
des Uniklinikums
n
impressum
liebigstraße aktuell
Das gesundheitsmagazin des
universitätsklinikums leipzig
Herausgeber:
Universitätsklinikum Leipzig AöR
Der Vorstand
Liebigstraße 18
04103 Leipzig
Telefon:
Telefax:
(0341) 97 109
(0341) 97 15 909
E-Mail: [email protected]
Redaktion:
Helena Reinhardt (v.i.S.d.P.),
Ines Christ, Frank Schmiedel
(Jenseits der Liebigstraße).
Universitätsklinikum, Leipzig AöR.
8. Jahrgang
In Kooperation mit der Redaktion der
LEIPzIGER VoLKSzEITUnG.
Druck:
Leipziger Verlags- und
Druckereigesellschaft mbH & Co. KG,
Peterssteinweg 19,
04107 Leipzig
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
|
n Auf diesem Wege möchte ich
mich ganz herzlich für die schnelle
Hilfe, den mut und den einsatz einer mitarbeiterin des uniklinikums
bedanken.
Am 15. August gegen 21.15 Uhr bin
ich in Stötteritz am Güterring gestürzt. Eine junge Frau hielt sofort mit
ihrem Pkw an, um mir Erste Hilfe zu
leisten.
Sie versorgte mich sofort mit Verbandmull und brachte mich zu Freunden, die in der Nähe in Mölkau wohnen. Ich bat sie um ein Visitenkärtchen,
doch leider hatte sie keins dabei.
Durch den Sturz und die Benommenheit habe ich zu allem Unglück ihren
Namen und die Station vergessen. Ich
habe mir aber gemerkt, dass sie in der
Uniklinik arbeitet und gerade vom
Dienst kam.
Dank ihres unermüdlichen Einsatzes
ist mir nichts Schlimmeres passiert,
sodass es mir heute wieder besser geht.
Vielleicht liest auch diese Mitarbeiterin den Artikel und erfährt so, wie
sehr sie mir geholfen hat. An diese beherzte Mitarbeiterin ein herzliches
Dankeschön!
Regina Reiche aus Leipzig
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400 Helden beim Aktionstag Erste Hilfe am UKL
Mit Übungen und Vorführungen wurden Besucher für den Notfall geschult
Fotos: Stefan Straube
n Prüfen! Rufen! Drücken! Dass erste Hilfe
bei einem Herzinfarkt ganz einfach ist,
lernten am Nachmittag des 27. September
etwa 400 Besucher auf dem großen Aktionstag Erste Hilfe am Uniklinikum Leipzig.
Prof. Udo X. Kaisers (r.) und Dr. Alexander Dünnebier von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie stimmten die Besucher auf den Aktionstag am UKL ein.
Wie der Rhythmus der Musik bei der Wiederbelebung helfen kann, zeigte die Band „Superheld“. Sie
spielten zum Beispiel Songs wie „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees.
Das bunte, informative und spannende Programm hatte das Uniklinikum Leipzig als Abschluss der Woche der Wiederbelebung gemeinsam mit den Rettungsdiensten und der
Feuerwehr auf die Beine gestellt: Beispielsweise
konnten bei der Live-Demonstration einer
technischen Rettung einer verunfallten Person
aus einem Pkw die Besucher jeden Handgriff
der Retter genau verfolgen. Das Teddybärenkrankenhaus versorgte die kranken Plüschtiere
der kleinsten Gäste und in mehreren Zelten
wurde vorgeführt, wie Hilfe im Notfall funktioniert – insbesondere die Wiederbelebung.
Anschließend konnten die Besucher selbst an
Puppen die richtigen Handgriffe trainieren –
vom Baby bis hin zum Erwachsenen. Wer das
schaffte – und viele waren überrascht, wie einfach es dann doch ist – erhielt als kleine Erinnerung einen Anstecker mit der Aufschrift
„Held“, „Heldin“ oder „Lebensretter“. Dicht
umlagert war vor allem die Station mit den
Übungen zur Reanimation bei Säuglingen und
Kindern. Viele der Lernwilligen kamen aus Erziehungsberufen oder waren in der Ausbildung
dazu. Ebenfalls viel gefragt war das Team, das
Erste Hilfe kindgerecht erklärte.
Und um sich das Gelernte noch einfacher ins
Gedächtnis zurückrufen zu können, wurde
auch gezeigt, wie Musik die Reanimation unterstützen kann: Die Live-Band „Superheld“
spielte dafür unter anderem den bekannten
Song „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees, der genau den richtigen Rhythmus für die Herzdruckmassage hat und den man sich deshalb
gut merken sollte. Ein anderer hilfreicher Ohr-
n Zahl der Woche
100
100-mal kräftig drücken pro Minute
– so lautet die richtige Frequenz für
die Herzdruckmassage bei einem
Herzstillstand. Wer sich das nicht
merken oder sich darunter nichts
vorstellen kann, sollte sich im Fall
des Falles den weltbekannten Song
der Bee Gees „Stayin‘ Alive“ ins Gedächtnis rufen und einfach im
Rhythmus drücken. Denn dieser
Song besitzt exakt den richtigen
Takt, um Leben zu retten.
ukl
wurm für den richtigen Drückrhythmus ist
übrigens „We all live in the yellow submarine“
von den Beatles.
So qualifiziert wird es sicher allen mutigen Besuchern viel leichter fallen, im Ernstfall dann
tatsächlich zu helfen. „Etwa 5000 Menschen
jährlich könnten in Deutschland gerettet werden, wenn Ersthelfer sich sofort trauen, die
notwendigen Maßnahmen zu ergreifen“, erklärt Dr. Alexander Dünnebier, UKL-Notarzt
und Koordinator der Woche der Wiederbelebung. „Bei unserem Aktionstag am Samstag
haben wir zahlreiche potenzielle Ersthelfer begeistern und schulen können. Jeder Einzelne
dabei zählt und ist ein möglicher Lebensretter.“
Dafür gingen die Ärzte und Rettungssanitäter
während der Aktionswoche auch in 13 Schulen
in Leipzig und Umgebung, und zeigten dort in
den Klassen das Vorgehen bei einer Reanimation.
HR
Spannend und informativ zugleich war die Demonstration einer Bergung aus einem Unfallwagen
durch die Feuerwehr Leipzig und die Rettungsdienste.
n
ERStE HiLfE
Im Notfall
Hand aufs Herz!
Fotos: Volkmar Heinz
1. Prüfen: Keine Reaktion? Keine oder
keine normale Atmung?
Das Teddybärkrankenhaus verarztete auch die
mitgebrachten Plüschtiere der kleinen Gäste.
2. Rufen: Rufen Sie 112 an. Oder veranlassen Sie eine andere Person zum
Notruf.
3. Drücken: Drücken Sie fest und
schnell in der Mitte des Brustkorbs,
mindestens 100-mal pro Minute (zum
Beispiel im Rhythmus des Liedes „Stayin‘ Alive“ von den Bee Gees). Hören Sie
nicht auf, bevor Hilfe eintrifft.
So gehts richtig und einfach: Die Herzdruckmassage wird von den Rettungs-Profis gelehrt.
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LIEBIGSTRASSE AKTUELL
SEiTE 4
Spitzenplätze für UKL-Mediziner
Gute Wertungen für UKL in Focus-Liste der 100 Top-Krankenhäuser Deutschlands /
Vorderster Platz bei Risikogeburten
n UKL-Mediziner erreichen in den
aktuellen Focus-Listen Spitzenplätze.
Bei Risikogeburten steht das UKL
deutschlandweit an vorderster Stelle,
ebenso bei Prostatakrebs, in der
Strahlentherapie und bei Darmkrebs.
Insgesamt verbesserte sich das UKL
auf Platz 15 bundesweit – von Platz
22 im Vorjahr.
Sieben Wochen zu früh, aber keinen Tag zu
spät für die Mutter wurden am 25. September am UKL die Drillinge Anton, Arthur und
David geboren. Alle drei jeweils fast zwei Kilo
schwer, gesund und munter – und gleich bei
der Geburt Fernsehstars. Denn die Entbindung wurde mit der Kamera begleitet, so wie
Mutter Tina Unruh aus Chemnitz schon in
den Wochen vorher. Das TV-Team arbeitet
an einer Dokumentation unter dem Titel
„Die Frühchenstation“, bei der die Neonatologie des UKL bundesweit einer der Drehorte
ist. Dafür werden die Kollegen noch viele
weitere Wochen den Weg von Anton, Arthur
und David begleiten – und vielleicht auch
noch anderer Babys aus der Leipziger Neonatologie. Zu sehen ist die sechsteilige Serie
dann im nächsten Jahr auf VOX. Doch bereits jetzt sind die Leipziger Drillinge schon
die heimlichen Stars – übrigens auch bei ihren drei großen Geschwistern.
Fotos: Ferdinand Pulzer / Ines Christ
In der Spitzengruppe vertreten ist die
Geburtsmedizin, die im bundesweiten
Vergleich beim Thema Risikogeburten an
vorderster Stelle steht. „Das ist eine sehr
erfreuliche Anerkennung unserer Arbeit“,
freut sich Prof. Holger Stepan, Leiter der
Abteilung für Geburtsmedizin. „Diese
Spitzenwertung verdanken wir auch ganz
besonders der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Neonatologie.“
Ebenfalls in der Spitzengruppe sind die
Klinik für Urologie mit Prof. Jens-Uwe
Stolzenburg als Experten für Prostatakrebs und die Klinik für Strahlentherapie, die Klinik für Viszeralchirurgie bei
der Darmkrebsbehandlung und die Psychiatrie bei Depressionen.
Insgesamt hat sich das UKL im bundesweiten Vergleich auf Platz 15 gegenüber
dem Vorjahr (Platz 22) verbessert.
HR
Neues Forschungsprojekt zum
familiären Darmkrebs
Früherkennung bei Patienten mit hohem Erkrankungsrisiko soll verbessert werden
n In den kommenden anderthalb Jahren wird am Institut für
Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE)
der Medizinischen Fakultät der
Universität Leipzig eine Analyse
umfangreicher Patientendaten
neue Erkenntnisse zum erblichen Darmkrebs liefern. Ziel des
Projektes ist es, die Darmkrebsfrüherkennung bei Patienten
mit hohem Erkrankungsrisiko
zu verbessern. Die Deutsche
Krebshilfe fördert das Projekt
mit 550 000 Euro.
Eine Darmspiegelung (Koloskopie)
gehört zu den unliebsamen Untersuchungen, die für viele Patienten
mit Scham und Ängsten verbunden
ist. Sie gilt gleichwohl als die derzeit
beste Darmkrebs-Vorsorge, ganz
besonders für Menschen, die aufgrund veränderter Erbanlagen ein
hohes Erkrankungsrisiko in sich
tragen. Die betroffenen Personen
haben ein mutiertes Gen, das zu einer familiären Häufung von Darmkrebserkrankungen führt. Der erbliche Darmkrebs (Fachabkürzung
HNPCC) entwickelt sich sehr viel
schneller als nicht-erbliche Tumoren und tritt auch bei jüngeren Personen häufiger auf. Entsprechend
LiEbiGSTRaSSE aKTUELL
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frühzeitig und engmaschig müssen
sich die Betroffenen einer Darmspiegelung unterziehen und in ein
lebenslanges Vorsorge- beziehungsweise Früherkennungsprogramm
eingebunden werden.
„Es ist internationaler Konsens, Risikopatienten engmaschig koloskopisch zu überwachen“, erklärt PD
Dr. Christoph Engel, einer der Studienleiter am IMISE. „Trotzdem
sind einige Fragen unbeantwortet.
Wir wissen nicht, welches Untersuchungsintervall optimal für die Patienten ist. Und anders als beim
nicht-erblichen Darmkrebs wissen
wir zu wenig über den Einfluss individueller
Risikofaktoren
bei
HNPCC.“
Das neue Projekt läuft unter dem
Dach des Deutschen HNPCC-Konsortiums. Dabei handelt es sich um
einen
Forschungsverbund
der
Deutschen Krebshilfe, der eines der
weltweit größten Register für betroffene Familien aufgebaut hat
und an dem das IMISE maßgeblich
beteiligt ist. Beteiligt sind zudem
klinische Einrichtungen in Bochum,
Bonn, Dresden, Düsseldorf, Heidelberg und München/Regensburg.
Die nun startende Datenanalyse
wird die Studiendaten des Konsortiums sowie mehrerer internationa-
ler Studien zum familiären Darmkrebs
zusammenführen
und
vergleichen. Dabei werden in Leipzig die Daten von mehr als 8000
Patienten und etwa 20 000 Darmspiegelungen ausgewertet.
Die Wissenschaftler wollen ermitteln, wie bedeutend das Darmspiegelungsintervall für die Krebsfrüherkennung ist. Eine frühere Studie
des deutschen Forschungsverbundes hatte gezeigt, dass jährliche
Darmspiegelungen bei Menschen
ab 25 Jahren gut durchführbar und
wirkungsvoll sind, weil Karzinome
in einem frühen Stadium erkannt
werden. In den Niederlanden indes
werden Risikopatienten nur alle
zwei Jahre, in Finnland alle zwei bis
drei Jahre untersucht. Ein direkter
Vergleich der verschiedenen Intervalle steht bislang aus und wird nun
in Leipzig geleistet. Hinzu kommt,
dass die bisherigen Früherkennungsempfehlungen bei familiärem
Darmkrebs nicht das individuelle
Risiko des einzelnen Patienten berücksichtigen. Ziel der Datenanalyse ist es deshalb auch, das Erkrankungsrisiko aufgrund individueller
Faktoren wie Alter, Geschlecht und
des betroffenen Gens besser einschätzen zu können.
Anne-Katrin Hartinger
Ein begehbares Darmmodell auf dem Patiententag Krebs im vergangenen Jahr.
Foto: Ines Christ
SEITE 5
Neu am UKL:
Endoprothetik-Experte Prof. Andreas Roth
Orthopäde aus Eisenberg leitet Bereich Endoprothetik/Orthopädie am Universitätsklinikum Leipzig
n Seit August leitet Prof. Andreas
Roth, Orthopäde sowie Hüft- und
Knie-Experte, den Bereich Endoprothetik/Orthopädie am Universitätsklinikum Leipzig. Der 53-Jährige wechselt nach seiner Berufung auf die
Professur für Orthopädie/Endoprothetik vom Waldkrankenhaus Rudolf
Elle in Eisenberg ans UKL und verstärkt hier das Team der neu etablierten Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie.
Mit jahrzehntelanger Fachkompetenz bei
Implantationen an Hüften und Knien ergänzt der gebürtige Jenenser Roth, der
nach fast 30 Jahren in Eisenberg jetzt nach
Leipzig wechselt, das UKL-Spektrum in
der Orthopädie. Sein Spezialgebiet sind
dabei insbesondere minimalinvasive und
schonende Zugänge bei den Operationen
zum Gelenkersatz. „Unsere Patienten werden älter, sind dabei aber insgesamt fitter
und möchten trotz Gelenkimplantaten
auch weiterhin sehr aktiv am Leben teilnehmen“, beschreibt Prof. Andreas Roth
die aktuellen Herausforderungen in seinem Fach. Das bedeutet, dass künstliche
Gelenke möglichst viel Bewegungsfreiheit
und Schmerzfreiheit ermöglichen sollten.
„Die Implantate werden kontinuierlich
verbessert, sodass wir heute über sehr gute
Materialien und Methoden verfügen, die
viele Jahre Funktionsfähigkeit sichern“, so
der Orthopäde. Gerade bei jungen Patienten, deren Zahl ebenfalls steigend ist, sei
eine lange Lebensdauer der neuen Gelenke wichtig. „Hier sprechen wir heute von
bis zu 20 Jahren – ein Zeitraum, von dem
wir vor 25 Jahren nur träumen konnten“,
blickt Roth zurück.
Der Verbesserung der Implantate gilt auch
sein wissenschaftliches Interesse. Andreas
Roth erforschte am Lehrstuhl für Orthopädie der Universität Jena den Einfluss
unterschiedlicher Materialien und Beschichtungen auf das Einwachsverhalten
von Endoprothesen.
Diese Arbeit möchte er am UKL fortsetzen und ausbauen, ebenso wie seinen
zweiten Schwerpunkt, die Osteologie.
„Um Knochenbrüche und Abnutzungserscheinungen erfolgreich behandeln zu
können, müssen wir deren Strukturen
und die Mechanismen von Knochenstoffwechselstörungen besser verstehen“, ist
Roth überzeugt. So seien bestimmte Hormone wesentlich für Heilungsprozesse,
umgekehrt würden Heilungsprozesse
durch entsprechende Störungen im Haushalt dieser Hormone behindert. Auch Osteoporose sei in diesem Zusammenhang
ein großes Thema mit wachsender Bedeutung. Roth: „Wir können zwar heute Ge-
Kommt aus Thüringen nach Leipzig: Dr. Andreas Roth ist Experte für Endoprothetik.
lenke und Knochen ersetzen, aber wir
müssen auch die Hintergründe verstehen,
um beispielsweise schon im Kindesalter
gefährliche Entwicklungen positiv beeinflussen zu können.“
Andreas Roth freut sich auf seine neuen
Aufgaben in Leipzig, für die er „sehr gute
Bedingungen mit einem großen Kreis er-
Foto: S. Straube
fahrener Kollegen“ vorgefunden hat.
Ebenfalls fortsetzen möchte er sein Engagement im Austausch mit osteuropäischen
Kollegen – dazu wird Roth, der unter anderem Ehrenmitglied der tschechischen
Orthopädisch-Traumatologischen Gesellschaft ist, demnächst einen Vortrag in
Moskau halten.
Helena Reinhardt
Immunreaktionen auf der Spur
Der Rheumatologe Prof. Ulf Wagner erhält eine Heisenberg-Professur
n Der Rheumatologe Prof. Dr. Ulf
Wagner hat über das Heisenberg-Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der
Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig einen Lehrstuhl für Experimentelle Rheumatologie erhalten. Er
beschäftigt sich mit Grundlagenforschung und klinischen Studien auf
molekularbiologischem und immunologischem Gebiet.
Die Rheumatologie hat sich zu einem ausstrahlenden Fachgebiet entwickelt, in dem
chronisch-entzündlichen Erkrankungen
mit richtungsweisenden Therapieansätzen
effizient und nebenwirkungsarm entgegengetreten wird. Denn die meisten rheumatologischen Erkrankungen gehen auf
gestörte Toleranzmechanismen des Immunsystems zurück. Dabei liefert die
Grundlagenforschung wichtige molekularbiologische Erkenntnisse über Abläufe
im Immunsystem. In klinischen Studien
wird die praktische Anwendung erprobt.
Die experimentelle Rheumatologie hat
immer das angeborene und das angeeignete Immunsystem im Blick. Beide spielen
auch bei anderen Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Adipositas oder Diabetes
eine Rolle. Deshalb ist eine fachübergreifende Forschung fundamental.
Das Arbeitsfeld von Ulf Wagner liegt genau an diesen Schnittstellen. Seine Hei-
senberg-Professur wird eine zentrale Anlaufstelle für immunologisch orientierte Projekte aus der
Medizin und den Naturwissenschaften darstellen. Es bestehen bereits wichtige Verknüpfungen zu
der Schwesterfakultät Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie.
Auch beim chronisch-entzündlichen Gelenkrheumatismus handelt
es sich um eine gegenwärtig noch
nicht heilbare Autoimmunerkrankung. In einer fehlgesteuerten Reaktion wird körpereigenes Gewebe
angegriffen.
Allerdings kann der zentrale Botenstoff der Immunreaktion mit
Medikamenten gehemmt werden.
Die Arbeitsgruppe um Ulf Wagner
hat sich eingehend mit den Wirkungswegen beschäftigt und dabei
einen neuen Mechanismus aufgedeckt. Darüber hinaus untersuchen
die Forscher die Rolle von T-Zellen, einer speziellen Art von Im- Prof. Ulf Wagners Heisenberg-Professur wird eine zentrale
munzellen. Derartige Grundlagen- Anlaufstelle für immunologisch orientierte Projekte aus der
erkenntnisse sind geeignet, zukünf- Medizin und den Naturwissenschaften.
tig in Therapieverbesserungen zu
überschießende Reaktion bei Autoimmmünden.
unerkrankungen, hier ist das angeborene
„Eine positive Beeinflussung des ImmunImmunsystem betroffen, kann man seit
systems hätten wir alle gerne. Davon
ungefähr 30 Jahren ziemlich gut unterspricht das enorme Angebot frei verkäufdrücken. Neu ist die spezifische Unterdrülicher Präparate“, stellt Wagner fest. „Die
ckung des angeeigneten, von Lymphozyten getragenen Immunsystems, beispielsweise indem wir gezielt eine genetische
Mutation hemmen, die eine Entzündungsreaktion verursacht. Unser Ziel ist es, derartige Effekte weiter zu entwickeln.“
Der 1966 im erzgebirgischen Aue geborene
Wagner hat in Leipzig und London Medizin studiert und arbeitet mit einigen Auslandsunterbrechungen seit 20 Jahren an
der Medizinischen Fakultät. „Das wissenschaftliche Umfeld hat sich hier dramatisch
zum Positiven verändert, deshalb bin ich
geblieben“, stellt er mit Blick auf die Leipziger Universitätsmedizin fest.
„Die Heisenberg-Professur ist eine der
höchsten Ehrungen durch die DFG und
deshalb eine schöne Auszeichnung, weil sie
durch die fünfjährige Finanzierung und
anschließende Verstetigung im Fakultätshaushalt eine solide Plattform bietet, auf
der anspruchsvolle Forschung betrieben
werden kann.“
Mit seiner Arbeitsgruppe bereichert Wagner den universitären Forschungsschwerpunkt der Zivilisationserkrankungen. So
sind Erkenntnisse über autoimmune und
entzündliche Mechanismen der verschiedenen Zivilisationserkrankungen in das
Großforschungsprojekt LIFE eingegangen,
ebenso wie Untersuchungen zu Wechselwirkungen zwischen Umweltfaktoren und
der Entstehung von Autoimmunität.
Text und Foto: Diana Smikalla
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LIEBIGSTRASSE AKTUELL
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„Körperliche Vollständigkeit braucht
jede Frau für ihre Identität“
Prof. Dr. Langer sieht brustrekonstruktion mit eigengewebe
als natürliche und nachhaltige Wiederherstellung des körpers nach krebsoperation
n Auch wenn sich die Tumoroperationen
weiterentwickelt haben und heute deutlich
schonender sind: Der Krebs kostet manche
Frau einen Teil ihrer Weiblichkeit. Wie
kann man den Betroffenen helfen?
Prof. Dr. Stefan Langer: Auch die Methoden
und das Können der Plastischen Operateure
haben sich weiterentwickelt. Deshalb kann ich
nur raten: Kommen Sie in ein spezielles Brustzentrum wie zum Beispiel am Universitätsklinikum Leipzig. Auch wenn hier nicht die
Brustkrebs-OP erfolgte, kann unser interdisziplinäres Team aus Gynäkologen und Plastischen Chirurgen allen Frauen helfen, wieder
zu ihrer körperlichen Gesamtheit zu finden.
Denn jede Frau hat das Recht, nach einer
Brustkrebsoperation wieder eine natürliche
Brust zu bekommen. Es ist immer wieder
schön zu sehen, wie sehr die körperliche Vollständigkeit zum seelischen Überwinden der
Krebserkrankung beiträgt. Aber auch die Er-
nun alt oder jung ist. Zudem ist der Eingriff
gut verträglich. Meist kein Problem sind Operations- oder Schwangerschaftsnarben: Aus
der Haut, die mit dem Fettgewebe vom Unterbauch entnommen wird, wird die neue Brust
geformt. Problematisch ist hingegen, wenn
eine Schönheitsoperation (Fettschürzenentfernung) am Bauch vorgenommen wurde.
Dann habe ich keine Chance mehr, dort „Material“ für die Brustrekonstruktion zu entnehmen. Dann gibt es Möglichkeiten, vom Gesäß
oder vom Rücken gesundes Gewebe zu verwenden.
Foto: Stefan Straube
„Jede Frau hat das Recht, nach einer
Brustkrebsoperation wieder eine natürliche Brust zu bekommen, manchmal
sogar schöner als vorher“, sagt Prof.
Dr. Stefan Langer, Leiter des Bereichs
Plastische, Ästhetische und Spezielle
Handchirurgie am Universitätsklinikum
Leipzig. „Dies braucht sie für ihre Identität und ihr Selbstbewusstsein – ob
sie 22 oder 72 Jahre alt ist.“ Im Interview erläutert er, wie er auch Jahre
nach einer Brustkrebsoperation helfen
kann – mit einem gut verträglichen und
patientenfreundlichen Eingriff, den die
Krankenkassen bezahlen.
n Welche Vorteile hat der Brustaufbau
mit Eigengewebe für die Patientin?
Prof. Stefan Langer markiert den Bereich am Unterbauch einer Patientin, aus dessen Gewebe später die
neue Brust modelliert wird.
krankung dürfen wir nicht vernachlässigen
und so werden regelmäßig Nachuntersuchungen etwa mit Ultraschall durchgeführt.
n Gehen wir vom Extremfall aus: Eine
Brust wurde vor zehn Jahren amputiert.
Seither hilft eine Silikonprothese mehr
schlecht als recht. Was können Sie tun?
Gerade dann empfehle ich den Wiederaufbau
der Brust mit Eigengewebe. Prinzipiell hat die
Patientin die Wahl zwischen einem Silikonimplantat oder Eigengewebe. Ich würde bei
allen Frauen, bei denen das körperlich möglich ist, zum Eigengewebe raten. Dabei wird
ein Stück Haut und Fettgewebe vom Unterbauch genommen, woraus ich die neue Brust
modelliere. Dadurch wird übrigens der Bauch
flacher und straffer wie bei einer Bauchstraffung, was viele Frauen als sehr angenehmen
Nebeneffekt empfinden. Mit der Patientin
wird immer das individuell Machbare besprochen. Wenn nötig wird also auch die vorhandene (gesunde) Brust gestrafft und optimiert.
Auch so eine angleichende „Schönheits-OP“
bezahlen die Krankenkassen.
n Welche Rolle spielen das Alter und die
Hautbeschaffenheit, beispielsweise bei
stattgefundener Bauch-OP- oder Schwangerschaftsnarben?
Keine. Denn die körperliche Vollständigkeit
braucht jede Frau für ihre Identität – ob sie
Ich möchte Implantate nicht schlechter machen, die Qualität der Produkte ist sehr gut.
Aber viele Frauen haben Missempfindungen
und Schmerzen durch ein Silikon-Implantat.
Auch ist das kosmetische Resultat nicht immer
gut und die Brust ist fest und gefühllos. Beim
Eigengewebe ist, wie der Name schon sagt, alles eigen. Das Gewebe ist durchblutet, warm,
es wackelt zum Beispiel beim Sport ganz natürlich. Eigengewebe bleibt ein Leben lang, es
muss nicht gewechselt werden wie ein Implantat. Am Brustzentrum in Düsseldorf haben wir jeden Tag eine solche Brustrekonstruktion durchgeführt und über 1500 Frauen
so zu einem neuen Lebensgefühl verholfen.
Außerdem ist es auch möglich beide Brüste in
einer einzigen Operation zu rekonstruieren.
Eine Patientin soll sich nicht scheuen oder
schämen, sich mit „ihrem“ Problem an der
Brust vorzustellen.
Interview: Uwe Niemann
Herzkatheter am UKL
auf neuesten Stand modernisiert
n Den Kardiologen am Uniklinikum
Leipzig stehen jetzt grundmodernisierte Herzkatheteranlagen zur Verfügung. Für 335 000 Euro werden
die Geräte auf den neuesten Stand
gebracht und arbeiten jetzt präziser
und schonender: Bei den Durchleuchtungen während der Katheteruntersuchung fällt nur noch die halbe Strahlendosis an.
Zwischen 30 Minuten und zwei
Stunden dauert eine Untersuchung
und Behandlung im Herzkatheterlabor der Kardiologen am Universitätsklinikum Leipzig. In dieser Zeit
werden oft mehrmals die integrierten Röntgenanlagen eingeschaltet,
mit deren Hilfe die Kardiologen
und Angiologen Gefäßstrukturen
und Veränderungen erkennen und
beurteilen sowie bei Eingriffen die
Geräte navigieren können.
Liebigstrasse aktueLL
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Dank der jetzt technisch grunderneuerten Anlage können dabei
auch bei komplexen Eingriffen detailreiche und hochauflösende Darstellungen und präzise Analysen
erfolgen, während die Strahlenbelastung gleichzeitig halbiert wird.
„Das ist ein großer Vorteil für unsere Patienten“, erklärt Oberarzt Norbert Klein, „denn jede Strahlung zu
viel sollte unbedingt vermieden
werden.“ Gleichzeitig sind so auch
die Ärzte, die im Katheterlabor arbeiten, besser geschützt. Ein kleiner
Clip-Dosimeter misst die persönliche Strahlenbelastung jedes Mitarbeiters und meldet per Signal, wenn
die zulässige Maximaldosis erreicht
ist. „Das ist auch für uns eine Verbesserung“, beschreibt Kardiologe
Klein.
Die modernisierte Anlage liefert
zudem aber auch bessere und prä-
zisere Bilder, die den Ärzten ein
genaueres Arbeiten ermöglichen.
Die erste modernisierte Anlage ist
schon in Betrieb, in den kommenden Wochen wird auch der zweite
Herzkatheterbehandlungsplatz
umgebaut und auf den neuesten
Stand aufgerüstet.
Zusammen mit den zwei am 8.
September in Betrieb genommenen Angiologieanlagen in der Interventionellen Angiologie verfügt
das Universitätsklinikum Leipzig
damit über vier hochwertige und
moderne Katheteranlagen für Gefäßbehandlungen am Herzen sowie aller anderen Gefäße. „Damit
haben wir unserem Ausbau einer
leistungsfähigen Gefäßmedizin einen weiteren wichtigen Schritt
hinzugefügt“, ergänzt Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des UKL. Helena Reinhardt
Foto: Angela Steller / UKL
erneuerte geräte arbeiten mit halber strahlendosis und größerer bildpräzision
Oberarzt Norbert Klein im Herzkatheterlabor des UKL, das gerade modernisiert wurde.
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n
BlUMEnStRAUSS DER WochE
Dankeschön an Silvia Brem und Sabine Dietrich
Den Blumenstrauß des Monats erhielten dieses Mal zwei
ganz besonders engagierte Mitarbeiterinnen der Zahnkliniken, überreicht von Marcus Willauer, dem Kaufmännischen Leiter des Departments für Kopf- und
Zahnmedizin und des Departments für Psychische Gesundheit. Aufgrund von Krankheit, Urlaub und Schwangerschaft gab es dort einen personellen Engpass, den Silvia Brem (Foto) und Sabine Dietrich (nicht im Bild) wie
selbstverständlich und über das normale Maß hinaus
abgefangen und die Quartalsabrechnung damit abgesichert haben. Auch im Namen des Vorstands sagen wir
Danke für den täglichen Einsatz für die Patienten und
Mitarbeiter!
Foto: Stefan Straube
Mit dem „Blumenstrauß des Monats“ möchten wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universitätsmedizin
„Danke“ sagen für ihre Arbeit und ihr Engagement. Wenn
Sie jemanden kennen, der schon lange einen Blumenstrauß
verdient hat – sagen Sie es uns. Wir warten auf Ihre Vorschläge, bitte per Mail an [email protected]
oder per Telefon (0341) 97 15 905.
Das Team der „Liebigstraße aktuell“
Unterleibsschmerzen abklären
bis zu zehn Prozent aller gebärfähigen Frauen leiden an endometriose / sprechstunde klärt beschwerden ab
Endometriose ist ein oft schmerzhaftes Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, vorwiegend bei
Frauen im gebärfähigen Alter. Sie ist eine
gutartige Erkrankung, die aber einer konsequenten Behandlung bedarf. Jede Frau mit
monatlicher Regelblutung kann davon betroffen sein.
„Die Entstehung der Erkrankung ist allerdings weiterhin unklar. Endometriose ist
zwar im klassischen Sinne der Worte keine
Erbkrankheit, jedoch haben weibliche Angehörige von bereits Erkrankten ein siebenbis zehnfach höheres Risiko, ebenfalls zu
erkranken“, schildert Dr. Alexander Jank,
Oberarzt der Abteilung für Geburtsmedizin
in der Frauenklinik des Uniklinikums Leipzig das familiäre Risiko.
Auffällig wird die Erkrankung durch
Schmerzen während der Monatsblutung,
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Unterbauchbeschwerden, unerfüllten
Kinderwunsch oder seltener durch Schmerzen bei Wasserlassen und Stuhlgang verbunden mit Blutungen. Das Problem: Regelbeschwerden werden als natürlich angesehen
und erst sehr spät eine entsprechende Diagnostik durchgeführt. Oftmals vergehen mehrere Jahre. Dabei ist Endometriose eine fortschreitende Erkrankung – wird nichts gegen
sie unternommen, droht eine Zunahme der
Schmerzen und ein Verlust von Organfunktionen. Die Beschwerden entstehen durch
Foto: Stefan Straube
n Starke Schmerzen während oder
nach der Regelblutung, Unterbauchschmerzen oder ungewollte Kinderlosigkeit – diese und andere Anzeichen
deuten auf eine Endometriose-Erkrankung hin. Mediziner schätzen, dass
rund fünf bis zehn Prozent aller gebärfähigen Frauen unter diesem Krankheitsbild leiden.
Oberarzt Dr. Alexander Jank von der Abteilung für Geburtsmedizin in der Frauenklinik rät Frauen
zum Endometriose-Check.
hormonell empfindliche Schleimhaut, welche nach Regelbeginn Blutansammlungen
beispielsweise im Bauchfell oder Eierstock
bilden kann. Diese werden auch als Schokoladenzysten bezeichnet.
Alle Frauen, aber gerade solche mit Kinderwunsch, sollten ihre Symptome abklären
lassen. Die Frauenklinik am UKL bietet diesen Service im Rahmen der Kinderwunschsprechstunde an. „Die Diagnose wird in der
Regel durch eine Laparoskopie, also eine
Bauchspiegelung, gestellt“, erklärt der Oberarzt das Vorgehen. „In der Sprechstunde erfolgt eine individuelle Beratung und im Bedarfsfall die Planung einer konkreten
Therapie.“
Die Erscheinungsformen einer Endometriose-Erkrankung sind vielfältig: „Sie reichen von Zufallsbefunden während einer
Bauchspiegelung ohne vorherige subjektive
Beschwerden bis hin zu schwerstkranken
Patientinnen, die bereits durch Organbeeinträchtigungen im Alltag behindert sind und
dadurch eine herabgesetzte Lebensqualität
haben“, zeigt Jank das breite Spektrum der
Fälle auf, mit denen seine Kollegen und er
es zu tun haben.
Bei einer Behandlung am Universitätsklinikum steht die Entfernung der Endometriose-Herde im Vordergrund, soweit eine chirurgische Therapie möglich ist. Diese erfolgt
in leichteren Fällen durch die Bauchspiegelung mit gleichzeitiger Entfernung beziehungsweise Verödung der Herde. In fortgeschritteneren Fällen muss die Entfernung
interdisziplinär in chirurgischer und urologischer Zusammenarbeit geplant und
durchgeführt werden.
„Je nach Ausmaß der Erkrankung und Vorliegen eines Kinderwunsches schließt sich
eine medikamentöse Therapie an“, umreißt
Dr. Jank die Nachbehandlung. Dies soll das
Wiederauftreten der Erkrankung hinauszögern. Denn: „Erschwerend für die Patientinnen kommt hinzu, dass es trotz der erfolgreichenEntfernungderEndometriose-Herde
noch nach Monaten und Jahren zu einer
erneuten Ausbildung kommen kann“, so Dr.
Jank. Wiederholte Eingriffe wollen die Mediziner möglichst vermeiden, denn sie können zu operationsbedingten Verwachsungen führen. Darüber hinaus kann es zur
Beeinträchtigung der Sexualität und der
Fortpflanzungsfunktion kommen. In einigen Fällen ist die natürliche Empfängnis einer Schwangerschaft eingeschränkt und
eine Kinderwunschbehandlung wird notwendig.
Leider, so Oberarzt Dr. Jank, ist eine Prävention der Erkrankung nicht möglich, da
der Regelzyklus ja eine Grundlage der
menschlichen Fortpflanzung ist. Die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Pille kann das Auftreten von
Endometriose zumindest vermindern. Auch
wenn Endometriose gutartig ist, so sorgen
ihre Symptome neben dem rein körperlichen Schmerz zudem für erhebliche psychische Belastungen bei den Betroffenen.
Frank Schmiedel
Sprechstunde Endometriose am UKL/
Kinderwunschsprechstunde
Telefonische Anmeldung:
(0341) 97 23 477
Sprechzeiten:
Mo und Do, 8 bis 14.30 Uhr.
Weitere Informationen und Selbsttest:
www.endometriose-liga.eu
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Liebigstrasse aktueLL
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Zurück ins Licht –
Von der Hornhautspende zur
Hornhauttransplantation
n Medizin A – z
S wie Spinalanästhesie
Bei Eingriffen an Beinen, im Beckenbereich und im Unterleib ist
eine Vollnarkose nicht immer nötig:
Eine sogenannte Spinalanästhesie
ermöglicht schmerzfreie Eingriffe.
Dabei wird nach einer örtlichen Betäubung eine dünne Nadel in einen
Zwischenwirbelraum der unteren
Lendenwirbelsäule eingeführt. In
den Liquorraum wird dann ein örtliches Betäubungsmittel eingespritzt,
wodurch die untere Körperhälfte
gefühllos wird. Erstmalig wurde die
Spinalanästhesie 1895 vom Chirurgen August Bier durchgeführt, der
damals noch Kokain als örtliches
Betäubungsmittel
verwendete.
Fälschlicherweise wird die Spinalanästhesie oft auch als „Rückenmarksbetäubung“ bezeichnet. Aber das
Rückenmark endet schon etwa auf
der Höhe der letzten Rippe.
UN
Foto: Stefan Straube
Veranstaltung am ukL im rahmen der bundesweiten „Woche des sehens“
Ein winziges Stück Gewebe, das für Durchblick sorgt – die menschliche Augenhornhaut.
Selbsthilfegruppe
Kontinenz sucht
einen neuen Leiter
oder neue Leiterin
Die Vorsitzende der selbsthilfegruppe kontinenz in Leipzig, Helga bischof, geht zum
ende des Jahres in den ruhestand. Deshalb
sucht der Verein ab sofort eine neue Leiterin oder einen neuen Leiter. Helga bischof
möchte ihre aufgaben gerne an einen engagierten Nachfolger weitergeben, der
Freude am umgang mit Menschen und
wenn möglich auch ein paar medizinische
Vorkenntnisse hat. Wichtigste aufgabe ist
es, den inkontinenz-betroffenen einen Weg
zurück in ein normales Leben, im kreise
von gleichgesinnten, zu zeigen. in der
selbsthilfegruppe haben sich dafür etwa
30 betroffene und interessierte aus Leipzig
und umgebung zusammengeschlossen.
gemeinsam informieren sie auf Patiententagen und symposien zum thema kontinenz und bieten betroffenen ihre Hilfe an.
ukl
Helga bischof freut sich über ihr interesse und
lädt sie gerne zum persönlichen gespräch
ein. telefon: (0341) 30 15 238.
Liebigstrasse aktueLL
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Eine Hornhauttransplantation ist bei Patienten erforderlich, deren Hornhaut sich krankhaft verändert hat oder schwer verletzt wurde.
Hornhauterkrankungen können aber auch
angeboren sein. Oberarzt Dr. Andrei Nestler
von der Universitätsaugenklinik gibt zur Veranstaltung einen Überblick über diese Krankheitsbilder, die eine Hornhauttransplantation
erforderlich machen und informiert über die
Operation und ihre Erfolgsaussichten. Im Anschluss daran berichtet ein Patient über seine
ganz persönlichen Erfahrungen mit der Transplantation und darüber, wie es ihm davor und
danach ergangen ist.
Im zweiten Teil der Veranstaltung geht es um
die andere Seite der Medaille, die Gewebespende, denn Hornhauttransplantate stammen von Verstorbenen, die zu Lebzeiten ihre
Einwilligung zur Hornhautspende gegeben
haben beziehungsweise deren Angehörige sich
dafür entschieden haben. Dr. Frank Polster,
Regionalleiter bei der Deutschen Gesellschaft
für Gewebetransplantation und zuständig für
die Region Ost, informiert über die Voraussetzungen einer Spende und ihren Ablauf.
„Schätzungen gehen davon aus, dass jährlich
etwa 8000 Menschen auf ein Augenhornhauttransplantat angewiesen sind“, sagt Dr. Polster.
„Die ersten Transplantationen von Hornhäuten wurden bereits durchgeführt, als die Verpflanzung von Organen wie Herz oder Niere
noch undenkbar war.“
Foto: Stefan Straube
Arbeitete 1895 noch mit Kokain: Der Chirurg August Bier.
Foto: dpa
n Die Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Leipzig
sowie die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) laden im
Rahmen der bundesweiten „Woche des
Sehens“ zu einer Info-Veranstaltung zum
Thema Hornhautspende und -transplantation ein: am 8. Oktober ab 17.30 Uhr im
Hörsaal in der Liebigstraße 12.
Prof. Dr. med. Helmut Tegetmeyer von der Universitätsaugenklinik mit dem Modell eines Auges.
Die Gewebespende gewinnt in der Transplantationsmedizin eine immer größere Bedeutung. Neben der Augenhornhaut können unter anderem auch Herzklappen, Blutgefäße,
Bindegewebe und Haut gespendet werden.
Deshalb regelt seit 2007 das Gewebegesetz die
Spende und Transplantation von Geweben.
Trotz zahlreicher Bemühungen staatlicher Institutionen und von Verbänden besteht nach
wie vor ein Mangel an Gewebetransplantaten.
„Viele Menschen wissen gar nicht, dass jeder
unabhängig vom Alter nach seinem Tod Gewebe spenden und damit anderen Menschen
Leben schenken, sie vor Erblindung oder Amputation bewahren kann. Hier ist ein umfangreicher Informations- und Beratungsbedarf
notwendig“, sagt Dr. Polster.
Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) ist eine gemeinnützige
Gesellschaft, die das Ziel hat, dass Patienten
mit einem geeigneten Gewebetransplantat
versorgt werden. Sie stellt ein Netzwerk zahlreicher deutscher Kliniken, Gewebebanken
und anderer medizinischer Einrichtungen dar,
die ausschließlich im Bereich der nicht-kommerziellen Gewebespende tätig sind. Die
DGFG koordiniert gemeinsam mit den beteiligten Kliniken die Gewebespende vor Ort.
Tino Schaft (DGFG), Sandra Hasse
Info-Veranstaltung zur Hornhautspende und
-transplantation am 8. Oktober 2014, 17.30 19.30 Uhr im Hörsaal (Augenheilkunde;
HNO; MKG), Haus 1, in der Liebigstraße 12.
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Über 100 Liter Blut bis(s) Mitternacht
5. Vampirnacht der ukL-blutbank war ein voller erfolg
Es war kaum zu glauben: Nach der ärztlichen
Voruntersuchung konnten 235 Blutspender,
70 mehr als noch im Vorjahr, zur Spende zugelassen werden. Etwa 30 ließen sich zudem
in der hauseigenen Blutstammzellspenderdatei als potenzielle Blutstammzellspender registrieren. Dr. med. Elvira Edel, kommissarische Direktorin des Instituts für Transfusionsmedizin am UKL, sagt rückblickend:
„Wir sind begeistert, wie gut die Veranstaltung wieder angenommen wurde. Wir gehen
mit dieser besonderen Form der Blutspender-Werbung offensichtlich den richtigen
Weg, um vor allem auch neue Blutspender
auf unser Institut und Anliegen aufmerksam
zu machen“. In der Tat trauten sich in diesem
Jahr 82 Spender zum ersten Mal, ihr Blut für
den guten Zweck abzugeben. Die Transfusionsmedizinerin dankte zugleich allen Spendern für ihren Einsatz und ihre Geduld, da
sich bei dieser hohen Spendebereitschaft längere Wartezeiten (trotz doppelt und dreifach
verstärkten Personals) nicht vermeiden ließen. Wer sich jedoch weder vom Gruselambiente noch von der langen Reihe Wartender
abschrecken ließ, den lockte im Nachhinein
das Fledermaus-Buffet. Für manchen zur Erleichterung versteckten sich dort beispielsweise hinter unappetitlich klingenden „Rattenhirnen“ sehr leckere Käsequiches mit
Blumenkohl. Alles gut also.
Bis spät in die Nacht nutzten vor allem die
kleinen Vampire die vielen Mitmach-Ange-
Foto: Jens Firme
n Über 600 Besucher folgten am 13.
September der Einladung der UKL-Blutbank zu einer weiteren Gruselblutspendenacht. Die Blutspendeeinrichtung in
der Johannisallee 32 hatte erneut für
alle Unerschrockenen ihre Pforten geöffnet und in schaurig-schöner Kulisse
zur mittlerweile 5. Vampirnacht eingeladen.
Zur 5. Vampirnacht in der Blutbank des Universitätsklinikums Leipzig spendeten im September
235 Freiwillige ihr Blut.
bote der 5. Vampirnacht, zahlreiche Kinder
erschienen in gruseliger Verkleidung oder
ließen sich beim Kinderschminken zu kleinen Blutsaugern verwandeln. Wer wollte
(und es wollten viele), braute sich zum Beispiel im „Blutmischlabor“ eine täuschend
echt aussehende Blutprobe aus Rapsöl und
Kirschsirup zusammen, deren Farbe und
Konsistenz der wahren Zusammensetzung
des roten Lebenssaftes – bestehend aus roten
Blutzellbestandteilen und gelbem Blutplasma
– sehr nahe kam. So konnten Kinder, wie es
ja auch beabsichtigt war, beim Experimentieren mit den bunten Flüssigkeiten gleich noch
etwas über das Blut lernen.
Das Angebot zur Hämoglobinwertbestim-
mung, wesentlicher Teil der ärztlichen Spenderzulassung, nutzten viele Erwachsene,
ebenso wie die Blutgruppenbestimmung mit
dem Bedsidetest. Zur detaillierten Bestimmung der Körperfett- und Muskelmasse lud
das Ernährungsteam des UKL ein und verriet
damit etwas mehr, als manche Besucher eigentlich über sich erfahren wollten: Auf einem ausführlichen Protokoll ließ es sich nun
schwarz auf weiß lesen, dass gesündere Ernährung und mehr Sport vermutlich die
Mittel der Wahl seien, sich wieder richtig in
Form zu bringen. Die „Betroffenen“ nahmen
es, im entspannten Rahmen wie der Vampirnacht sowieso, mit viel Humor.
Und Petrus? Um es mit den sonnigen Worten
Am Fledermausbuffet gab es zahlreiche Leckereien wie die „Fliegenpilze“.
Fotos: Jens Firme
Die Leipziger Band „The Butlers“ sorgte mit Hits für gute Stimmung.
von Terence Hill auszudrücken: Nein, an diesem Abend wollte man „aus dem Wetterchen
eben nicht zwei machen“. Die Organisatoren
der Vampirnächte sind inzwischen einer Gesetzmäßigkeit auf der Spur, denn offensichtlich tröpfelt es aller zwei Jahre mehr oder
weniger stark vom Himmel. Damit gäbe es
beim nächsten Mal wieder eitel Sonnenschein, das wären doch schon einmal gute
Aussichten. In jedem Fall ließ sich von den
zeitweiligen Regenschauern keiner der Gäste
abhalten, bei Live-Musik von The Butlers
und leckeren Blutcocktails im Außenbereich
der UKL-Blutbank entspannt zu verweilen.
Unter großen Schirmen, die Schutz vor dem
Regen boten, und umgeben von wärmenden
Heizstrahlern hätte man die Atmosphäre beinahe als heimelig beschreiben können – doch
verlor man den ureigenen Anlass der Veranstaltung dank freilaufender Vampire und der
an die Hauswand projizierten Silhouette einer Fledermaus nie wirklich aus den Augen.
„Das erinnert etwas an frühere Batman-Filme, da warf auch ein riesiger Scheinwerfer
eine Fledermaus an den Nachthimmel von
Gotham City“, scherzte ein Gast. Aber diese
Ähnlichkeit war dann doch fast zufällig und
auch nur ein bisschen beabsichtigt.
„Die Blutbank-Vampirnacht, die vor fünf
Jahren ins Leben gerufen wurde, schreibt
mittlerweile ihre eigene kleine Erfolgsgeschichte. Wir werden also auch im nächsten
Jahr ganz sicher wieder zu einer besonderen
Blutspende mit Biss einladen“, resümiert Elvira Edel mit einem Lächeln. Bis dahin sind
Spendewillige jederzeit herzlich in der Johannisallee 32 (Haus 8) willkommen. Diese
hat montags und freitags von 7 bis 19 Uhr
und dienstags bis donnerstags von 8 bis 20
Anja Grießer
Uhr geöffnet.
Informationen zur Blutspende am UKL gibt
es unter Telefon (0341) 97 25 393 oder unter
www.blutbank-leipzig.de.
Andrang am Blutmischlabor: Zahlreiche kleine Vampire experimentierten
begeistert mit Rapsöl, Puderzucker und Kirschsirup.
Graf „Schleicher“ Dracula begrüßte die Gäste
persönlich.
Die kleinen Anwärter für das „Vampirdiplom“ warteten gespannt auf das
Bullriding. um ihre koordinativen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.
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Liebigstrasse aktueLL
SEitE 10
Für Andrew Demshuk wurde der Traum
vom Humboldt-Stipendium wahr
Historiker aus den USA forscht jetzt in Leipzig
n „Ein Humboldt-Stipendium zu bekommen, war immer mein großer
Traum.“ Für Dr. Andrew Demshuk ist er in
Erfüllung gegangen. Unterstützt durch
die Alexander-von-Humboldt-Stiftung
kann der Amerikaner nun ein Jahr lang
seinem Forschungsprojekt nachgehen:
Ein Vergleich des Wiederaufbaus und der
Stadtplanung in Leipzig, Frankfurt am
Main und Wrocław, dem früheren Breslau, nach 1945. „Alle drei Städte waren
Teil des vereinten Deutschlands vor 1945
und haben nach dem Krieg unterschiedliche Entwicklungen genommen“, berichtet Demshuk in nahezu akzentfreiem
Deutsch. Er untersucht, wie sich die Erinnerung an die Vorkriegsgeschichte im
Städtebau in den unterschiedlichen politischen Systemen und Gesellschaften
darstellte und wie die Menschen mit der
Vergangenheit des Naziregimes umgingen, welche Spannungen herrschten und
wie Flucht und Vertreibung erfahren
wurden.
Es ist nicht sein erster Aufenthalt in Leipzig. Bereits 2006 konnte er mit Unterstützung des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur an der
Universität Leipzig ein Projekt bearbeiten,
bei dem es um die Geschichte von Menschen ging, die als Deutsche nach dem
Krieg Schlesien verlassen mussten. Damals
habe er zahlreiche Gespräche mit Vertriebenen geführt. „Dabei haben mir viele ge-
sagt, dass die Polen die vom Krieg zerstörten Städte schöner restauriert hätten, als
dies in Deutschland oftmals der Fall gewesen sei“, erinnert sich Demshuk, der an der
University of Alabama in Birmingham als
Juniorprofessor für Geschichte tätig ist. „In
Amerika ist die Geschichte von Flucht und
Vertreibung kaum bekannt“, fügt er hinzu.
So sei ihm die Idee zu dem neuen Forschungsansatz gekommen.
Bei dem derzeitigen Projekt ist Demshuk
in erster Linie in den Archiven zu finden.
„Die Deutsche Nationalbibliothek, das
Sächsische Staatsarchiv, das Stadtarchiv
und die Bestände des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur
Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig sind reiche Quellen.“ Die Zeit seines
Aufenthalts in Deutschland will er aber
auch dazu nutzen, um unter anderem ins
Bundesarchiv nach Koblenz und Berlin zu
fahren sowie dem Evangelischen Zentralarchiv in Berlin einen Besuch abzustatten.
Bis Ende Juni kommenden Jahres will er in
Leipzig bleiben – „und unbedingt das
Bachfest erleben!“ Anschließend möchte er
noch einen Monat in Marburg verbringen,
um auch im dortigen Archiv zu recherchieren. „Ende August muss ich wieder in Birmingham sein, weil die Lehrveranstaltungen dann wieder losgehen.“
Bedenkt man die viele Zeit, die Andrew
Demshuk in Archiven verbringt, könnte
man ihn leicht für einen durchgeistigten
Stubenhocker halten. Doch das wäre weit
Humboldt-Forschungsstipendiat Dr. Andrew
Demshuk.
Foto: Swen Reichhold
gefehlt: Bei früheren Aufenthalten in
Deutschland ist er mit dem Rad an Neckar,
Rhein, Donau und Lahn entlanggefahren,
Wanderungen führten ihn unter anderem
in den Harz und die Alpen. Vom luxemburgischen Schengen aus ging er zu Fuß
bis nach Koblenz – über 200 Kilometer.
Und auch jetzt will er freie Zeit zu Ausflügen per pedes oder mit dem Fahrrad nut-
zen. „Was ich wirklich gerne machen würde: den Oder-Neiße-Radweg bis nach
Stettin fahren“, sagt er.
Erstmals außerhalb der USA und Kanadas
war Demshuk 2001 auf Reisen. „Innerhalb
von dreieinhalb Wochen war ich mit
Freunden in Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz und der Tschechischen
Republik“, sagt er. Inzwischen stehen Polen, die Russische Föderation, die baltischen Staaten, Ungarn, England und Finnland ebenfalls auf seiner persönlichen
Landkarte.
Gemeinsam mit seiner Frau Rebecca Mitchell, die Abschlüsse sowohl als Musikwissenschaftlerin als auch als Historikerin in
Geschichte Russlands und der Sowjetunion
hat, würde er gerne einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach
Wladiwostok fahren. Nicht nur die Liebe
zum Reisen, auch die Liebe zur Musik teilt
er mit seiner Frau, die er während der gemeinsamen Studienzeit in Illinois kennengelernt hat: „Bach, Beethoven, Brahms,
Mendelssohn-Bartholdy, aber auch die
großen russischen Komponisten wie
Schostakowitsch, Tschaikowski oder Mussorgski sowie Mieczysław Weinberg, der
Schöpfer der Holocaust-Oper ‚Die Passagierin‘“, zählt er seine Favoriten auf. Kein
Wunder also, dass man ihn nicht nur im
Archiv, sondern auch immer wieder mal
am Samstag in der Thomaskirche treffen
kann, wenn die Thomaner die Motetten
singen.
Jörg Aberger
Ehrenmedaille für Prorektor Lenk
Landesrechnungshof zeichnet Finanzwissenschaftler von der Uni Leipzig aus
n Der renommierte Finanzwissenschaftler und Prorektor für Entwicklung und Transfer der Universität Leipzig, Prof. Dr. Thomas Lenk, ist am 22.
September 2014 mit der Ehrenmedaille des Sächsischen Landesrechnungshofes ausgezeichnet worden. Der Preis
wird an Persönlichkeiten vergeben, die
sich in der Finanzkontrolle und Haushaltswirtschaft des Freistaates Sachsen besondere Verdienste erworben
haben. Lenk ist an der Universität Leip-
zig Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen und Public Management
sowie des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge.
„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, weil sie deutlich macht, welche Relevanz und Wertschätzung einer konstruktiv
kritischen finanzwissenschaftlichen Forschung im Freistaat Sachsen für zentrale
landespolitische Handlungsfelder zu-
kommt“, sagt Lenk. Der studierte Wirtschaftsingenieur gilt als Experte in Fragen
des Finanzausgleichs. Er hat unter anderem die letzte Föderalismuskommission
beraten und ist auch als Gutachter in diesem Bereich tätig. Seit 2011 ist er Prorektor
an der Universität Leipzig.
Die Ehrenmedaille des Sächsischen Rechnungshofes war im Jahr 2011 erstmals
vergeben worden. Frühere Preisträger waren unter anderem der Sächsische Landtagspräsident Matthias Rößler und die
frühere Fraktionsvorsitzende der Grünen
im Sächsischen Landtag, Antje Hermenau. Diesmal wurden neben Prof. Lenk
auch der Präsident des Sächsischen Landkreistages, Dr. Tassilo Lenk, sowie der
Thüringer Finanzminister Dr. Wolfgang
Voß ausgezeichnet, der für seine Verdienste als langjähriger Staatssekretär im
sächsischen Finanzministerium geehrt
wird. Die Preisverleihung fand in der
Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung in Meißen statt.
Susann Huster
Musikpädagogen warnen vor Kürzungen
Musikunterricht dürfe nicht noch weiter beschnitten werden, fordert Leipziger Erziehungswissenschaftler
n Der Musikunterricht an Deutschlands Schulen ist in den vergangenen Jahren immer stärker zugunsten „harter“ Fächer wie Deutsch,
Mathematik, Chemie oder Biologie
in den Lehrplänen zurückgedrängt
worden. Das beklagt Dr. Georg Biegholdt, der an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität
Leipzig unter anderem Musiklehrer
ausbildet. „Die Bildungspolitiker
heute sind selbst durch eine Generation Musikunterricht gegangen,
der ihnen möglicherweise nicht erhaltenswert erscheint. Dabei ist der
Zugang von Kindern zu musikalischer Bildung ein wesentlicher Auftrag des Musikunterrichts und darf
nicht gekürzt werden“, warnt Biegholdt.
Ein Grund für diese Entwicklung sei
auch die Tatsache, dass musikalisches
Wissen bei der PISA-Studie nicht abgefragt werde. Der Musikunterricht heute
unterscheide sich jedoch grundlegend
vom Musikunterricht der 1970er oder
1980er Jahre, sagt Biegholdt.
Die Universität Leipzig war Mitveranstalter des 2. Bundeskongresses Musikunterricht, der kürzlich in Leipzig stattfand. Die Fachtagung, zu der sich etwa
1500 Musiklehrer, deren Ausbilder und
Studierende dieser Fachrichtung aus
ganz Deutschland auf dem InnenstadtCampus der Universität und in der
Hochschule für Musik und Theater
Leipzig trafen, stand unter dem Motto:
„Bildung – Musik – Kultur: Horizonte
öffnen.“ Der viertägige Kongress wurde
vom Arbeitskreis für Schulmusik (AfS)
und dem Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) gemeinsam organisiert.
Susann Huster
Seite 11 Jenseits der LieBiGStRASSe
Noch mehr Erfolg – dank Triegel und Mertesacker
5. Leipziger Muko-Lauf erlöst die Spendensumme von rund 16 000 euro
n Der 5. Mukoviszidose-Lauf in Markkleeberg war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Auch Mitarbeiter
der Uni-Kinderklinik waren wieder
zahlreich vertreten, halfen bei der Organisation und drehten erfolgreich
Spenden-Runden.
Mukoviszidose ist die häufigste erbliche
Stoffwechselerkrankung, deutschlandweit
gibt es zirka 8000 Patienten. Der Mukoviszidose Selbsthilfe Leipzig e.V. leistet hier als
gemeinnütziger Verein einen Beitrag, um
die Lebensqualität von an Mukoviszidose
erkrankten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu steigern.
Doch nicht nur mit reiner Vereinsarbeit,
sondern auch mit einem jährlichen Charity-Event. Der Verein veranstaltete am letzten Septembersonntag den Leipziger MukoLauf auf dem Sportgelände des TSV 1886
Markkleeberg „An der Möncherei“. Von 11
bis 16 Uhr konnten die Läufer und Walker
ihre Runden über 400 oder 800 Meter drehen. Dabei ging es nicht um Geschwindigkeit, sondern um persönliches Engagement
für den guten Zweck. Grundgedanke des
Spendenlaufes ist, dass sich die Läufer einen
Sponsor suchen, welcher sie mit einem Betrag pro Runde oder einem Festbetrag unterstützt.
266 dieser Sponsoren halfen beim 5. MukoLauf, 526 Läufer drehten ihre Runden auf
der sonnenbeschienenen Laufstrecke.
Alle sportlichen Teilnehmer kamen dabei
gemeinsam auf 10 360 Laufrunden – das
macht stolze 4144 gelaufene Kilometer. Der
Gesamterlös durch die Läufersponsoren beträgt rund 16 000 Euro.
Hinzu kommen noch die Erlöse aus der
Aktiv für Mukoviszidose-Erkrankte beim 5. Muko-Lauf: Vereinsvorsitzender Heiko Meinung, Schirmher Michael Triegel, Markkleebergs Bürgermeister
Karsten Schütze und UKL-Kinderklinik-Direktor Prof. Wieland Kiess (v.l.).
Fotos: MukoVerein Leipzig e.V.
Ebay-Versteigerung von zwei Trikots des
WM-Helden Peer Mertesacker. Die unterschriebenen Dresse brachten zusätzliche
Euro in den Spendentopf. Das Geld wird
unter anderem für die kostenfreie Teilnahme an Klimatherapiefahrten für Kinder und
Eltern sowie die professionelle Betreuung
durch Physiotherapeuten verwendet. Ebenso können Mukoviszidose-Kinder betreut
werden, die am Nachsorgeprogramm „Leipzig alle dabei“ der Uniklinik teilnehmen.
Schirmherr der Charity-Veranstaltung war
in diesem Jahr der Leipziger Maler Michael
Triegel. Der Künstler hatte den ehemaligen
Papst Benedikt XVI. porträtiert und gelangte so zu internationaler Bekanntheit. Neben
Triegel unterstützten auch Prof. Wieland
Kiess, Direktor der Uni-Kinderklinik, und
Markleebergs Bürgermeister Karsten Schütze vor Ort die Arbeit des Vereinsvorsitzenden Heiko Meinung und der Vereinmitglieder.
Auch die Handball-Damen des HC Leipzig
ließen es sich nicht nehmen, für den guten
Zweck an den Start zu gehen und Runden
zu drehen. Apropos Runden drehen – medizinisches und pflegerisches Personal der
UKL-Kinderklinik war auch an der „Möncherei“. Die behandelnden Ärzte und
Schwestern liefen für den guten Zweck: Eine
Kollegin brachte es sogar auf stolze 106
Runden. Das entspricht in etwa der Marathon-Distanz.
Frank Schmiedel
526 Läufer gingen für
den guten Zweck und
die Spendengelder an
den Start.
Ob kleine oder große
Teilnehmer – jede
Runde zählte für den
Spendentopf.
Der MDR Sachsenspiegel
interviewte
Muko-Vereinsmitglied
und Patientin Heidi
Heckel.
Die Handball-Frauen
des HC Leipzig gingen
ebenfalls für den guten
Zweck in Markkleeberg an den Start.
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LieBiGStRASSe AKtUeLL
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ADS hört nicht einfach so auf
7. aDs/aDHs-Fachtag in Leipzig / ukL-expertinnen leiten Workshop
n Was haben Rapper und Schauspieler
Will Smith, Maroon-5-Sänger Adam Levine, Unternehmer Richard Branson und
Pop-Ikone Jennifer Lopez gemeinsam? Sie
sind internationale Stars ihrer Metiers –
und sie leiden an einer ADS/ADHS-Erkrankung. Mit ADS/ADHS wird die auch bei
Erwachsenen auftretende Form der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bezeichnet. Diese bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung geht
mit starken Problemen bei der Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität
einher. Die Erkrankung endet jedoch nicht
abrupt mit dem Erreichen der Volljährigkeit.
In Teilen der Öffentlichkeit hat sich bislang die
inkorrekte Meinung gehalten, dass die Aufmerksamkeitsdefizitstörung eine Erkrankung
sei, die sich nur bei Kindern und Heranwachsenden findet. Doch aus Kindern und Jugendlichen werden Erwachsene – und bei circa 60
Prozent der mit ADS/ADHS diagnostizierten
Kinder bestehen diese Probleme im Erwachsenenalter weiter.
ADS – in jedem Lebensalter: Mit diesem Motto
legten die Veranstalter des 7. ADS/ADHS-Fachtages am 26. September in Leipzig besonderes
Gewicht auf die Erkrankung bei Jugendlichen
und jungen Erwachsenen. Organisatoren des
Fachtages in Leipzig waren das Netzwerk ADS/
ADHS Leipzig e.V. und das Gesundheitsamt
der Stadt Leipzig. Die wissenschaftliche Leitung
hatte die Leipziger Kinderärztin und Vorsitzende des Netzwerkes ADS/ADHS Leipzig e.V.,
Dr. Karla Amm.
Nach der Eröffnung des Fachtages sprachen
zwei ausgewiesene Experten zum Thema Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstö-
Der Sitzungssaal des Neuen Rathauses Leipzig war zum ADS-Fachtag gut gefüllt. Die Tagung hatte 300 Teilnehmer.
rung: Dr. Christiane Rademacher, Psychologin
an der Universitätsklinik Köln, referierte zum
individuellen Verhaltenstraining für Jugendliche, Prof. Dr. Veit Rößner, Klinikdirektor der
Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik
Dresden, sprach zum Neurofeedback bei ADS.
Im Anschluss begann auch für die 300 Tagungsteilnehmer die Arbeit. In 15 Workshops gaben
Expertinnen und Experten für das Thema
ADS/ADHS ihre Erkenntnisse an die Teilnehmer weiter und sorgten so für einen gezielten
Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Pädagogen, Sozialarbeitern und Medizinern. Die
Uniklinik war mit zwei Expertinnen vertreten:
Dr. Maria Strauss, Fachärztin für Psychiatrie,
Psychotherapie und Neurologie, sowie Diplom-Psychologin Madlen Paucke leiteten einen Workshop zu Psychoedukation und
Coaching bei ADHS im Erwachsenenalter. frs
Fotos: Frank Schmiedel
Trug die Keynote vor: Dr. Christiane Rademacher (r.) von der Uniklinik Köln sprach zum
Selbst-Verhaltenstrainingsprogramm für Jugendliche, die von ADS/ADHS betroffen sind. Tagungschefin Dr. Karla Amm hört den Ausführungen der Kollegin zu.
PR-Guru Günter Bentele
geht in den Ruhestand
n Nach zwanzig Jahren als Inhaber des
Lehrstuhls für Öffentlichkeitsarbeit/PR an
der Universität Leipzig verabschiedete
sich Prof. Dr. Günter Bentele am 30. September in den Ruhestand. Während seiner
Tätigkeit am Institut für Kommunikationsund Medienwissenschaft hat der 66-Jährige das Fachgebiet deutschlandweit entscheidend mit aufgebaut und geprägt. Als
emeritierter Professor erforscht er die
Ethik öffentlicher Kommunikation in internationaler Perspektive und die Geschichte der Public Relations.
„Das Berufsfeld von PR-Fachleuten und Kommunikationsmanagern hat sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich professionalisiert.
Das ist auch ein Verdienst von Forschung und
akademischer Ausbildung, die ich in dieser Zeit
mitgestalten konnte“, sagt Bentele. Der Professor hat den Bachelorstudiengang für Public
Relations/Kommunikationsmanagement und
ab 1997 mit Prof. Dr. Ansgar Zerfaß den Masterstudiengang Communication Management
aufgebaut, der in einschlägigen Ranglisten an
erster Stelle steht. Zudem etablierte Bentele den
Masterstudiengang Corporate Media der Universität Leipzig als Weiterbildungsangebot an
Liebigstrasse aktueLL
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der Leipzig School of Media. Dieses Programm
wird er weiterhin leiten.
„Günter Bentele war in jeder Hinsicht ein Gewinn für unsere Fakultät“, sagt die Dekanin der
Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie der Universität Leipzig, Prof. Dr. Monika
Wohlrab-Sahr. „Wir verabschieden ihn mit einem weinenden und einem lachenden Auge in
den Ruhestand – weil wir seine konstruktiven
Impulse und seine Erfahrung vermissen werden, aber auch, weil wir ihm mehr Zeit für eigene Forschungsvorhaben wünschen, die im
Alltag eines in den Gremien aktiven Hochschullehrers allzu oft auf der Strecke bleiben.“
Der Universität Leipzig wird Bentele dennoch
erhalten bleiben und weiterhin unterrichten
und publizieren. „Es gibt noch zu viel, wofür
ich in den letzten Jahren keine Zeit hatte“, stellt
er fest. Bislang hat der Kommunikationswissenschaftler 45 Bücher und über 230 Fachaufsätze publiziert. Bereits in wenigen Wochen erscheint der Band„Akzeptanz in der Medien- und
Protestgesellschaft: Zur Debatte um Legitimation, öffentliches Vertrauen, Transparenz und
Partizipation“ (Verlag Springer VS), in dem
Bentele und seine Mitherausgeber einen Überblick zu aktuellen Fragen der öffentlichen
Kommunikation in Deutschland geben.
Den Kommunikationsexperten wird weiterhin das Thema „Öffentliches Vertrauen“ beschäftigen. Ein Buch über dessen Herstellung, aber auch über die Folgen des Verlustes
von öffentlichem Vertrauen sei in Vorbereitung. „Was für klassische Berufe, wie Mediziner und Juristen, längst gut erforschte Gebiete sind, da besteht für PR-Fachleute und
Kommunikationsmanager noch erheblicher
Nachholbedarf. Es mangelt an historischem
Wissen zur Entstehung und Entwicklung
von Public Relations, und es mangelt in der
Praxis an Wissen und Sensibilität für ethische Fragen und Probleme“, berichtet er.
Deshalb wolle er sich diesen beiden Themenfeldern auch als Ruhestandsforscher widmen.
An der Universität Leipzig hat sich Bentele
vielfältig engagiert, unter anderem als Dekan
der Fakultät für Sozialwissenschaften und
Philosophie sowie Direktor des Instituts für
Kommunikations- und Medienwissenschaft.
Er war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) sowie Präsident der
EUPRERA, der europäischen Organisation
für PR-Forschung und -Ausbildung. Seit
2012 ist er Vorsitzender des „Deutschen Rats
Foto: Steffen Junghans
kommunikationswissenschaftler der universität bleibt Leipzig aber erhalten
Prof. Dr. Günter Bentele wird auch im Ruhestand weiter forschen, publizieren und an
der Universität Leipzig lehren.
für Public Relations“, dem Selbstkontrollgremium der Branche. Bentele wirkte und wirkt
in mehreren nationalen und internationalen
Jurys mit; unter anderem leitete er von 1991
bis 2012 die Jury des Albert Oeckl-Wissenschaftspreises der Deutschen Public Relations
Gesellschaft (DPRG). Als Visiting Research
Professor in den USA arbeitete er an der Ohio
University in Athens und an der San Diego
State University. Gastprofessuren hatte er an
den Universitäten Zürich, Lugano, Klagenfurt, Jyväskylä, Sofia und Riga inne.
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Seite 13 Jenseits der LieBiGStRASSe
Leipzig will Radverkehr fast verdoppeln –
Defizite ausgerechnet in der Innenstadt
ADFC sieht Schwachstellen am Promenadenring / 2013: Drei tote bei stadtweit 1113 Unfällen
n Zu viele Unfälle, wenige sichere Abstellplätze und mangelnde Serviceangebote – Leipzig ist nicht besonders
fahrradfreundlich, so das Fazit einer
Studie des Automobilclubs ADAC. Getestet wurden zwölf deutsche Großstädte, die allenfalls die Note „durchschnittlich“ erhielten. Spitzenreiter
waren Stuttgart und München, das
schlechteste Zeugnis bekamen Dresden und Dortmund ausgestellt. Leipzig kam auf Rang acht.
„Der ADAC hat Recht, die deutschen Städte
sind in Sachen Radverkehrsförderung noch
am Anfang des Weges“, sagt Burkhard Stork
Bundesgeschäftsführer des Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Alexander
John vom ADFC Leipzig ergänzt: „Die Analyse des Leipziger Radwegenetzes zeigt, dass es
noch Lücken gibt.“ Teilweise werden diese an
den Hauptverkehrsadern Karl-Liebknechtund Lützner Straße nun geschlossen. „Im Nebenstraßennetz gibt es noch Möglichkeiten,
das Radfahren zu erleichtern“ – beispielsweise
durch die Öffnung von Einbahnstraßen. „Die
Ergebnisse des ADAC-Tests decken sich in
den überwiegenden Fällen mit bereits bestehenden Untersuchungen“, sagt Michael Jana
vom Verkehrs- und Tiefbauamt.
Andere Studien seien aber detaillierter. Gelobt
wurden vom ADAC die Bemühungen des Rathauses: die Arbeitsgemeinschaft Radverkehrsförderung, der jährliche Runde Tisch Radverkehr und der Radverkehrsentwicklungsplan
2010 - 2020. Gravierender Unterschied zu früheren Analysen sei die Betrachtung der Unfallzahlen, so Jana. Im Bypad-Bericht (Bicycle Policy Audit) beispielsweise wurden diese für
Leipzig ins Verhältnis zur Steigerung des Radverkehrsanteils gesetzt, mit dem Ergebnis, dass
das relative Unfallrisiko reduziert wurde.
Defizite im Radwegenetz sieht der ADFC besonders in der Leipziger Innenstadt.
In der ADAC-Analyse hingegen konnte sich
bei den Unfallzahlen kein Testkandidat mit
besonders niedrigen Werten profilieren. Laut
dem Leipziger Verkehrsbericht waren Radfahrer im Jahr 2013 an 1113 Verkehrsunfällen beteiligt. 124 Schwerverletzte und drei Tote waren zu beklagen. „Die absolute Zahl an
Radverkehrsunfällen müsste, um Aussagekraft
zu erhalten, noch ins Verhältnis zur Entwicklung des Radverkehrsanteils gesetzt werden“,
so Jana. „Hier befindet sich Leipzig auf einem
guten Weg.“ Als Problem in der Stadtverwaltung bekannt sind dagegen die Fahrraddiebstähle. Leipzig gehört bundesweit zu den unsichersten Städten: Auf 100 000 Einwohner
kamen voriges Jahr 6502 gestohlene Räder.
Der Komfort und die Sicherheit der getesteten
Routen in Leipzig wurde vom ADAC allgemein als gut bewertet, auch die Breite der
Foto: André Kempner
Radwege hervorgehoben. Wie der Automobilclub zu dem Ergebnis kommt, ist für ADFCSprecher John aber ein Rätsel: „Der ADAC
müsste sich entscheiden, ob er komfortablen
und sicheren Radverkehr propagieren möchte, oder diesen unterbinden will.“ Leipziger
Radwege seien an keiner Stelle breiter als die
empfohlene Richtlinien-Vorgabe. 2012 flossen
3,5 Millionen Euro in das 409 Kilometer lange
Leipziger Radnetz. Und das soll weiter wachsen, nicht nur durch den Ausbau der Lützner
und der Karli, die eine lückenlose Verbindung
vom Zentrum bis Markkleeberg ermöglichen
wird. Geplant sei auch eine Schnelltrasse vom
Bayrischen Bahnhof nach Süden.
Auch der Radverkehrsanteil in Leipzig hat
sich bereits erhöht. „Das sehen wir positiv“,
betont John. 2008 waren es 14 Prozent. Der
Stadtrat beschloss im Juni 2012 das Ziel, den
Radanteil am Gesamtverkehr bis 2020 auf 20
Prozent zu erhöhen. 2012 war das Fahrrad in
der Freizeit mit über 40 Prozent das Verkehrsmittel Nummer eins. „Einziger Wehrmutstropfen bleibt der Einkaufsverkehr.
Dort hat das Rad mit elf Prozent noch viel
Potenzial nach oben.“ Manko für den Radverkehr bleibt ausgerechnet das Zentrum
Leipzigs, befindet John. Seien es die Innenstadt, der Promenadenring oder die zuführenden Magistralen. Die Defizite für den
Radverkehr sind dort besonders gravierend.
„Die Problematik am Hauptbahnhof macht
immer mal wieder die Runde, Abhilfe ist jedoch bisher nicht erfolgt. Wären die Bedingungen für den Radverkehr am Promenadenring besser, würde sich auch die Situation
in der Innenstadt für alle etwas entspannen.“
Benjamin Winkler
Herr John, was muss sich ändern?
interview mit Alexander John, dem Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) in Leipzig
n Der ADAC moniert unter anderem das
holprige Pflaster in der Windmühlenstraße. Wie geht es da weiter?
Leipzig muss eine gewisse Investitionsquote liefern. Für Erhalt gibt es daher nur
selten Geld. In der Windmühlen-/Grünewaldstraße wird es in absehbarer Zeit
Radfahrstreifen geben. Ob noch vor oder
erst im Zuge des Umbaus hängt davon ab,
wann die Stadt das benötigte Geld hat. In
der Lützner Straße ist es etwas komplexer.
Dort sind auch die Verkehrsbetriebe betroffen, da perspektivisch der Radverkehr
auf Radfahrstreifen geführt wird. Der
Boulevard ist dann wieder den Flanierenden vorbehalten. Eine bauliche Umsetzung wird es erst nach 2020 geben.
n Überdurchschnittlich hohe Unfallzahlen machen dem ADAC zufolge Leipzig zu
einer gefährlichen Großstadt für Radfahrer. Sehen Sie das genauso?
Die Frage ist eher: Was heißt überdurchschnittlich? Leipzig ist eine Stadt im Umbruch. Von der autogerechten Stadt zur
umweltfreundlichen. Gleichzeitig gibt es
einen starken Bevölkerungsanstieg. Der
Radverkehrsanteil ist noch immer relativ
gering, steigt aber rapide an. Die Übergangsphasen sind in allen Städten schwierig, weil die Infrastruktur nicht für den
Zuwachs im Radverkehr ausgelegt ist. Besonders in Leipzig wurde in den 1990erJahren sehr viel Geld in die Beschleunigung des Kfz-Verkehrs investiert. Das
rächt sich jetzt.
n Wie lautet also Ihr Fazit?
Radfahren in Leipzig ist nicht gefährlich.
Je mehr Menschen Rad fahren, desto geringer ist das Einzelrisiko zu verunfallen.
Für die wenigen Unfallschwerpunkte, also
dort, wo es mindestens vier
Unfälle pro Jahr gibt, sind Abhilfen bei der Verkehrsunfallkommission in der Diskussion.
Darüber hinaus bedarf es intensiverer Öffentlichkeitsarbeit. Unwissenheit über Verkehrsrechte und -pflichten
führt noch zu oft zu Konflikten
im Straßenverkehr.
n Wie wird versucht, das Problem der Fahrraddiebstähle in
den Griff zu bekommen?
schen Fahrrad Club noch zu
wenig Fahrradstationen.
Foto: ake
„In Leipzig wurde in den 1990er-Jahren
sehr viel Geld in die Beschleunigung des
Kfz-Verkehrs investiert. Das rächt sich
jetzt.“ Das sagt Alexander John, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Leipzig, im Gespräch mit der Leipziger Volkszeitung.
Alexander John
Im August hat sich der Kriminalpräventive Rat mit der Thematik beschäftigt. Aufgrund der personellen Situation und der
gravierenderen Problematik Autodiebstahl ist das Thema Fahrraddiebstahl etwas ins Hintertreffen geraten. Darüber
hinaus kann das Fahrrad beim Bürgerdienst L.E. oder der Polizei registriert werden.
n Dann gibt es laut Allgemeinem Deut-
Es gibt seit Längerem die Planung, eine Fahrradstation im
Hauptbahnhof zu errichten. In
Fahrradstationen gibt es neben
der personellen Sicherung der
Räder auch Service. Zunächst
könnten die Radfahrer auch
selbst etwas mehr für die Sicherheit ihrer Räder tun.
n Und was genau?
Indem sie zum Beispiel ihr Rad an einem
festen Gegenstand anschließen und es mit
zwei unterschiedlichen Schlössern sichern.
Es gibt einen gravierenden Mangel an
Fahrradbügeln in den Wohngebieten. Hier
können Mieter, Vermieter und/oder Hauseigentümer tätig werden, indem sie einen
Antrag für einen Fahrradbügel bei der
Stadt stellen. Für 160 Euro gibt es zwei sichere Fahrradstellplätze.
Interview: Benjamin Winkler
|
LieBiGStRASSe AKtUeLL
SEITE 14
n
RATGEBER
treppe statt aufzug
10. Regel der Gesellschaft für Ernährung: In Bewegung bleiben
Täglich 10 000 Schritte tragen bewiesenermaßen zur Gesunderhaltung bei. Das steigert die Fitness, senkt den Blutdruck und
hilft, das Körpergewicht stabil zu halten
oder gar abzunehmen. Um sich selbst einen guten Überblick über das eigene Bewegungsverhalten zu verschaffen, empfehlen wir, sich einen Schrittzähler
anzuschaffen. Dieser zeichnet die tatsäch-
n Was kann man noch im Alltag machen?
Viele Bewegungen lassen sich in tägliche
Aufgaben und Rituale integrieren, zum
Beispiel könnten Sie versuchen, beim Zähne putzen nur auf einem Bein zu stehen,
dabei auch die Augen schließen. Beim
Strümpfe anziehen und Schuhe binden
Spenden Sie bei der BlutBank leipzig
und helfen Sie uns, leben zu retten!
Wann und wo?
Blutspendeinstitut
jeden Mo. und Fr.
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Institut f. Transfusionsmedizin, Nord
Mo.
Mi.
Di., Do., Fr.
geschlossen
8:00 bis 14:00 Uhr
13:00 bis 19:00 Uhr
Gesundheitsamt Grünau
jeden Mo. und Do.
13:30 bis 18:30 Uhr
Gustav-Hertz-Gymnasium
jeden 2. und 4. Dienstag/Monat
14:00 bis 18:00 Uhr
Rosa-Luxemburg-Platz 16,
04860 Torgau.
Di., 07.10.14
14:00 bis 19:00 Uhr
Arbeiterwohlfahrt Nordsachsen
Di., 07.10.14
13:30 bis 19:00 Uhr
Mo., 13.10.14
14:00 bis 18:30 Uhr
Johannisallee 32, Haus 8, 04103 Leipzig
Miltitzer Allee 36, 04205 Leipzig
Dachsstr. 5, 04329 Leipzig
7:00 bis 19:00 Uhr
8:00 bis 20:00 Uhr
Foto: LVZ-Archiv
Foto: ukl
Die Ernährung kann im Kranlich geschafften Schritte auf.
kenhaus einen wesentlichen
Der „Durchschnitts-Deutsche“
Beitrag für die Gesundheit
schafft lediglich 3000 bis 4000
leisten und den GenesungsSchritte am Tag, während eine
prozess fördern. Das UnikliniMutter mit Kleinkind 14 000
kum Leipzig bietet eine
Schritte am Tag schafft. Also:
bedarfsgerechte und gesundWie viel schaffen Sie?!
heitsfördernde Vollverpflen Wie lässt sich das im Alltag
gung an und ist dafür zertifiumsetzen?
ziert. Das Logo „Station
Ernährung“ verweist darauf.
Nehmen Sie des Öfteren mal
Entwickelt wurde das Projekt
die Treppe und widerstehen
„Station Ernährung – VollSie Rolltreppen und Aufzügen.
wertige Verpflegung in KranLars Selig
Fahren Sie mit dem Fahrrad
kenhäusern und Rehaklinioder gehen zu Fuß zur Arbeit
ken“ von der Deutschen
oder zum Einkaufen. Das schont nicht nur
Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die
die Umwelt, sondern fördert auch Ihre GeDGE hat zudem zehn Regeln herausgesundheit und Ihr Wohlbefinden. Wer
geben, die eine Ernährungsempfehlung
abends gerne Fernsehen schaut, kann sich
für eine gesundheitsbewusste Lebensauch dabei bewegen, statt im Sessel zu sitmittelauswahl darstellen. Dabei ist die
zen. Setzen Sie sich auf ein Fahrrad-ErgoWochenbilanz der aufgenommenen Lemeter oder machen Sie Übungen im Sitzen,
bensmittel und Getränke entscheidend.
zum Beispiel auf einem Gymnastikball.
n Wie viel Bewegung ist notwendig?
Hier gibt es eine Vielzahl an Übungen.
nicht hinsetzen, sondern stehen bleiben.
Beim Telefonieren nicht sitzen bleiben,
sondern aufstehen und im Büro oder in
der Wohnung herumwandern.
n Reicht ein bis zwei Mal die Woche
Sport?
Besser als ein bis zwei Mal pro Woche drei
Stunden Sport sind täglich 30 bis 60 Minuten Bewegung und Sport. Auch eine
vollwertige Ernährung trägt dazu bei, dass
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04567 Kitzscher.
n Am 15. Oktober um 17 Uhr lädt die
Universitätszahnmedizin zur Vernissage der Ausstellung „Malerei und Collage“ von Andreas Hanske ein. Eröffnet
wird die Schau durch Prof. Rainer
Haak, Direktor der Klinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, musikalisch unterstützt durch das Duo Friedrichsschwerdt.
Dem sächsischen Künstler Andreas Hanske
geht es in seinen abstrakten Werken vor
allem um die Metasprache der Farbe und
darum, mit Farben Stimmungen und seeli-
Für alle Blutspendewilligen, die mit einer guten Tat in ihr Wochenende starten möchten:
Jeden letzten Sonnabend im Monat lädt die Blutspendeeinrichtung auf dem Klinikgelände ein.
Sa., 25.10.2014
Johannisallee 32, 04103 Leipzig
Weitere Informationen rund ums
Blutspenden finden Sie im Internet
unter: www.blutbank-leipzig.de
LIEBIGSTRASSE AKTUELL
|
9:00 bis 13:00 Uhr
Institut für Transfusionsmedizin
Repro: Andreas Hanske
Blutspendeinstitut
Die bereits erschienenen Teile des Ratgebers
Ernährung sowie alle Apotheker-Tipps
können Sie im Online-Archiv der „Liebigstraße aktuell“ unter www.uniklinikumleipzig.de nachlesen.
Die Metasprache der Farben
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04849 Bad Düben.
Sie Ihr Optimalgewicht erreichen oder
halten. Dazu dienen die zehn Regeln der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung!
Lars Selig
(Leitender Ernährungstherapeut am UKL)
und Maren Heinicke
sche Vibrationen zu erzeugen. Neben zum
Teil großformatiger Malerei zeigt er nun
zum ersten Mal einen Teil seiner Collagen,
die er über die Jahre eher spielerisch angefertigt hat. Zeitungsausschnitte wurden
dafür mit passenden Farben kombiniert,
der Inhalt ergibt sich so spontan und
ukl
selbstständig.
Vernissage und Ausstellung„Malerei und
Collage“ von Andreas Hanske
Universitätszahnmedizin
Liebigstraße 12, Haus 1, Ebene 0
Zu sehen bis zum 30. Januar 2015
seite 15
n
Kreuzworträtsel
Hafenstadt in
Latium
(Italien)
Begründer geschl.
der mod. HausTürkei
(Kemal) † vorbau
Fangarm
(Zool.)
Stadt
im Erzgebirge
1. Geiger
der Zigeunerkapelle
Fortbewegungsmittel
(Kurzwort)
franz.
männl.
Vorname
Nachfolger
der DVD
(Kurzwort)
Missgunst
Achshülse
eines
Rades
franz.
Fluss z.
Mittelmeer
österr.
Neurologe
† 1939
Kfz-Art
(Kurzwort)
5
Gaunersprache:
Braut;
Geliebte
Überstürzung,
Eile
Vergehen
kleiner
Karpfen- dt.
Physiker
fisch,
† 1894
Laube
DonauZufluss
bei Ulm
keilförmiges Stück
in Kleidungen
antike
Stadt
in
Ionien
Fruchtflüssigkeit
deutsche
Vorsilbe
Meeresraubfisch
kurz für:
an das
Bergpfad
ugs.:
kleines
Dummchen
Bedeutung,
geist.
Gehalt
deutscher
Dichter
(Theodor)
† 1898
ugs.: in
Betrieb
Ausruf
des
Ekels
1
2
3
4
5
9
Stadt
südöstlich von
Stuttgart
6
7
Raumtonverfahren
(Kurzw.)
reicher
an
Jahren
leidenschaftlich erregt sein
8
umzäuntes Gebiet für
Tiere
leichter,
offener
Einspänner
Signal
der
Sirene
häufiger
Flussname in
Bayern
2
geologisches
Zeitalter
WartheZufluss
dt. Name
von
Slupsk
(Polen)
Freundin
eines
Mannes
Fehlermeldung
des PC
(engl.)
1
®
Farbe
des
Neides
8
aufputschen
ein
Bindewort
Küchengerät
Zeichen
für Cer
ungültig, unwirksam
Verhältniswort
Bad am
Fuß der
Schwäb.
Alb
Freudenausbruch
dehnbares
Gewebe
Germane
ital.:
Geschmack
Vorname
der Uhse
† 2001
erster
Deutscher
im All
(Sigmund)
Hauptstadt
von Sizilien
ugs.:
Greisin
ruhig,
lautlos
Tortenzutat
Wohnzins
durchsichtiger
Stoff
nicht
laut
auf abgewinkelten
Beinen
verharren
Abk.:
Seemeile
7
eine der
deutschen
Nordseeinseln
Sammelbuch
erlernte
Arbeit
Sitzmöbel
schmerzhaftes
Gliederreißen
ein
Erdteil
ugs.: wohlgeformt,
jugendlich
Zuchtstier
Abk.:
Beispiel
Qualität
Zugezogener
4
Laden-,
Schanktisch
niederl.
Maler
(Jan)
† 1675
bußfertig
Mischfarbe
Gefängnisraum
Ziffer,
Nummer
bibl.
Ort
(Hexe)
Niederschlag
Nusskonfekt
Termindruck
Abk.:
Riesentorlauf
Wasserbehälter
mit
Henkel
Teil des
Stuhls
Edelsteinimitation
Laubbaum
Nachsicht
6
Kelter-,
Braurückstände
Baumfrucht
mit
von der
Partie
schwarze
Vögel
flücht.
Brennstoff
3
österr.
Komponist
(Richard)
† 1895
Entwässerungsgraben
eingedickter
Fruchtsaft
Grille,
Zikade
Baltenvolk
engl.
männl.
Kosename
Grünfläche
Königreich
im Himalaja
schiffbarer
Kanal in
Hamburg
Südstaat
der USA
griech.
Urgott
Kasten
z. Pflanzenanzucht
Abk.:
HauptStadt in
unterEngland
suchung
Frauenname
Gelöbnis
der Verbundenheit
Hautausschlag
ital.:
Fleischgerichte
Abk.:
Anmeldung
s2519.4-22
9
Verlosung: drei Büchergutscheine
Die Lösung des Rätsels im Magazin 19/14 lautete: Reizklima. Über je einen Büchergutschein dürfen
sich Nadine Thiergen (Leipzig), Inge Kober (Grimma) und Jürgen Melle (Plauen) freuen.
Herzlichen Glückwunsch!
n
Bilderrätsel
n
Schreiben Sie die Lösung auf eine Postkarte mit dem Kennwort „Kreuzworträtsel“ und senden Sie
diese bis zum 15. Oktober 2014 an unsere UKL-Redaktionsanschrift (UKL, Redaktion «Liebigstraße
aktuell», Liebigstraße 18, 04103 Leipzig)) oder per eMail an: [email protected] In EMails bitte Adresse angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
sudoKu
leicht
101-075
1
Die beiden Hexen unterscheiden sich
in 7 Kleinigkeiten. Welche sind das?
9 5
1
2
9
6 7
mittel
3
8
4
8 6 1
9
5
9
3
7
5 2 3
9
3 1 5
2
7
6
5
4
4
8
7
6
schwierig
5
3 6
5
8
1 6 7
9
1 8
2
8
7
2 6
5
7 9 8
8
1
4
5 3
2
6
2
8
6 5
3
8
7
2
6
4
9
3
1
8
1
9
2
6
5
4
3 1
|
5
7
2
Liebigstrasse aktueLL
(Lösung: 1. Stern am Zauberstab, 2. Streifen am Hut, 3. Band
am Hut, 4. Finger linke Hand, 5. Finger rechte Hand, 6.
Kragenausschnitt, 7. linker Fuß)
n
Das uni-klinikum auf einen Blick
n
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ihre einwahl ins ukL:
(0341) 97 -
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Liebigstraße 20, 04103 Leipzig
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24 stunden täglich
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Liebigstraße 20a, 04103 Leipzig
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|
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Liebigstraße 20, 04103 Leipzig
- 17900
- 25410
- 12222
- 17004
- 26242
- 21104
- 21721
- 21488
- 24304
Psychosomatik-ambulanz
- 18858
tropenmedizinische ambulanz
- 12222
ambulanz krebszentrum uCCL
-17365
Neurochirurgische ambulanz
-17510
Neurologische ambulanz
-24302
Dermatologische ambulanz
-18670
universitäres brustzentrum
- 23460
urologische ambulanz
-17685
transplantationszentrum
- 17271
universitäres Darmzentrum
- 19967
Diabeteszentrum
- 12222
Med. Versorgungszentrum
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seelsorge
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informationen zu allen kliniken
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