Vorstellung der Local-Heroes-Festival Bands Open-Air

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Transcrição

Vorstellung der Local-Heroes-Festival Bands Open-Air
MICH,
NIMM T NIX!
S
ICH KO
Vorstellung der
Local-Heroes-Festival Bands
Open-Air-Kino Bad Urach
SORE – Kuba-Tour-Tagebuch
u.v.m.
1. Jahrgang
Ausgabe 1/2003
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Vorwort
Inhalt
Sehr geehrte Damen,
sehr geehrte Herren,
man sitzt in einer Menge von Leuten. Die
Stimmen, welche man wahrnimmt sind einem
alle bekannt, trotzdem fühlt man sich wie ein
Zuschauer in einem neuartigen hypermodernen 3-D Kino. Das Problem an diesen neuartigen hypermodernen 3-D Kinos ist, dass erst
die Technik existiert und keine Filme. Und
weil die Filmemacher die neuartige hypermoderne 3-D Technik so spektakulär wie nur
möglich in Szene setzen sollen verhält sich der
intellektuelle und künstlerische Wert des Inhalt negativ quadratisch proportional zur
spektakulär in Szene gesetzten neuartigen
hypermodernen 3-D Technik. In meinem Beispiel war dieser inhaltliche Wert entgegen aller mathematischen Logik gerade dabei ins
negative auszubrechen. Das Interessante dabei ist immer der lange Prozess, der notwendig ist diese Inhaltslosigkeit zu erkennen, da
diese neuartige hypermoderne spektakulär in
Szene gesetzte 3-D Technik sämtliche für eine
inhaltliche Bewertung notwendigen Hirnareale blockiert. Was ich eigentlich damit sagen will ist mir inzwischen abhanden gekommen. Ich weiss nur mit Bestimmheit, dass es
einmal gesagt werden musste...
Die Redaktion
Auf großen Füßen ins Rock-Mekka
Neckartenzlingen
4
Daytrip
5
Sean Dokk philosophiert
5
Local Heroes – The Festival
6
Kino hält zum 10. Mal Hof
8
Reviews
10
Sore-Tourtagebuch – Kuba Juni 2003
12
Nachwort/Vorschau
14
Impressum
Herausgeber:
Behr, Hummel, Stotz GbR
Lindenstraße 7
72555 Metzingen
[email protected]
www.tontrieb.de
Postanschrift:
Postfach 1146
72581 Dettingen/Erms
Mitarbeiter:
Anja Mader, Holger Behr, Frank Hummel,
Alexander Stotz, Michael Glück, Flo
Fotografen:
Viele
Layout und Artwork:
Holger Behr
Druck:
HP-Laser-Jet
Vervielfältigung, auch nur auszugsweise,
nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Keine Haftung für unverlangt
eingesandte Manuskripte, Fotos, Tonträger
etc.. Namentlich gekennzeichnete Artikel
geben lediglich die Meinung des jeweiligen
Verfassers wieder.
tontrieb – support your underground
3
Auf großen Füßen ins Rock-Mekka Neckartenzlingen
Rock im Park, Bizarre, Roskilde, Local Heroes The Festival. Die Fußstapfen sind groß, in die
Neckartenzlingen am 19. Juli zu treten gedenkt. Doch groß sind bei näherer Betrachtung auch die Füße der lokalen Heroen.
Soviel steht schon fest. Und darauf stehen sie
auch recht sicher.
Baggersee, Bier und Sonnenuntergang: Was
vor einem Jahr als kleiner Traum begann, ist
heute große Realität. Doch schon damals
haben sie es gewusst, so Florian Härle und
Markus Becker von der Rockband „piperalpha“. Dieser Traum ist mehr als nur ein Traum.
„Ein Rockfestival
hat Neckartenzlingen einfach noch
gefehlt“,erklären
die beiden Mitorganisatoren und
Initiatoren dieses
verwegenen Projekts. Und so wurde Problem um
Problem akribisch
beiseite geräumt,
bis sich diesen
Sommer
nun
tatsächlich Neckartenzlingen in die
famose Reihe der
Rock-Mekkas einreihen kann.
„Zuerst
wollten
wir das Fest hinter
dem Schützenhaus
in Neckartenzlingen machen, doch
war dort zuwenig
Platz für 200 Leute. 200 sollten es
schon sein, dachten wir uns“, das
Schützenhaus als
Babyschuhe einer Idee. Doch schnell schweiften die Gedanken weiter, die Schuhgröße
nahm zu. Der Sportplatz und die Felder Richtung Bempflingen wurden durchgekaut und
verworfen. Als perfekte Location schließlich
erwies sich das Gymnasium Neckartenzlingen.
Und hier konnten die beiden Pioniere dann
gar zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen.
4
tontrieb – support your underground
Die SMV und allen voran der Schülersprecher,
Thomas Weiss, ließen sich diese Gelegenheit
nicht durch die Lappen gehen.
Potential erkannt, Schwierigkeiten gebannt.
Mit Schulleitung, Förderverein, Gemeinde
und so mancher Firma trat der SMV-Stab (Jamina Maroh, Roman Müller, Tina Fohmann,
Chris Heinrich und Thomas Weiss) in Kontakt
und das Festival ward Realität.
50 SMV-ler werkeln seither hinter den Kulissen. Und auch vor den Kulissen hat sich mittlerweile einiges getan.
Michelangelos David, das Aushängeschild von
Florenz,
wurde
zum
Aufhänger
der lokalen Rockszene in der Neckarregion. Schon
pflastert der muskulöse Heroe die
Plakatwände von
Stuttgart bis auf
die Schwäbische
Alb. Der Etat ist
klein, das Netzwerk
hingegen
ganz erstaunlich.
Kein anderer als
Local Hero „Tazumi“ alias Timo
Reuss ist der Designer dieses optischen Lockstoffs.
Akkustisch locken
dann noch „Porcupine“,
„Sliver“,
„Justical
Error“,
„piperalpha“, „Sore“ und „No Excuse“ als Headliner
mit Rock jeglicher
Couleur.
Und
natürlich das Festival-Feeling direkt vor der Haustür, wozu noch
in die Ferne reisen? Dass dies Festival tatsächlich noch fehlte, das beweisen die Vorverkaufszahlen.
Der Raum, den das Schützenhaus geboten
hätte, ist schon mehrfach gesprengt, der Vorverkauf läuft auf Hochtouren.
(flo)
Daytrip
Nachdem die Bone-Rocker aus Reutlingen
ihren Drummer Hermann Müller beim
Rockdays-Festival in Bad Urach offiziell verabschiedet hatten, ging es noch dick ins
„Sonnenstudio“, um dort die Zusammenarbeit mit Hermann in aller Würde zu dokumentieren. Da die Arbeiten an der CD mittlerweile fast abgeschlossen sind und die Band
die Veröffentlichung des Longplayers an tontrieb übergeben hat, schauen wir an dieser
Stelle schon mal voraus in Richtung CD und
Veröffentlichung:
Die Aufnahmen waren umfangreich und sehr
zufriedenstellend, weshalb die Band sich entschlossen hat, eine weitere EP und ein komplettes Album zusammenzustellen.
Die ersten Hörproben gehen gut ins Ohr,
sofort wird ein
strammer
und
kompakter Sound
deutlich - die
effektfreie
und
rauhe Live-Aufnahme hat sich
also
eindeutig
bezahlt gemacht.
Die Songs lassen
sich (wenn man so
möchte) daytriptypisch in zwei Kategorien
trennen: Schwere und agressive Nummern
(cosh, muffin, come together) vs. schnellere,
rotzige Stücke (hollow baby, satellite, sparks
und mighty mighty.)
Das eingespielte Songwriting ist deutlich erkennbar, von größeren Experimenten und
Effektierung wurde abgesehen - die Songs
fallen in sehr angenehmer Weise unter die
Kategorie „gib ihm“ und Stück um Stück
kommt bodenständig und groovy daher, mit
bestechenden Melodien und guter Power.
Wie, wann und wo die Veröffentlichung stattfindet, ist noch nicht absehbar, zumal der
definitve Erscheinungszeitpunkt noch nicht
genau steht.
Wir dürfen also sehr gespannt sein und
Daytrip schon jetzt zum ersten Album gratulieren. Das wird ordentlich fetzen und rocken.
(as)
Sean Dokk philosophiert
Schön, dass ihr es geschafft habt ein Exemplar
der, sicherlich irgendwann heiß begehrten, ersten Ausgabe des Tontrieb-Magazins zu ergattern (schön drauf aufpassen). An dieser Stelle
werde ich in jeder Ausgabe, jedem der den
Mut dazu aufbringt, einen kleinen Einblick in
die Abgründe meines kranken Hirns gewähren. Ich werde Themen wie „Augen auf
beim Verkehr“ oder „Einer sind Zwei zuwenig“
behandeln. Bei der Gelegenheit muss ich euch
grad noch was erzählen:
Letztens, als ich mal wieder mit meinen Jungs
im Daytrip-Proberaum saß, machten wir uns
Gedanken darüber, ob es eigentlich Sinn macht
sein halbes Leben mit einer Sache zu verbringen, von der man nicht mal weiß, ob sie jemals
zu irgendetwas führt? Wir dachten halt so’n
bisschen drüber nach. Wäre es nicht viel cooler,
jedes Wochenende in ner Disse zu verbringen
und geile Mädels abzuschleppen? Wäre es
nicht klüger, seine ganze Freizeit mit lernen zu
verplempern und irgendwann stinkereich zu
werden? Oder sollten wir uns lieber schnellstens zur Erhaltung unserer Art fortpflanzen
anstatt immer nur dafür zu üben? Nein, scheiß
drauf. Wir sollten viel besser das machen, was
uns erfüllt, was uns glücklich macht oder
etwas, das einfach nur Spaß macht. Genießt
euer Leben solange es noch geht. Keiner von
Euch weiß wie lange er’s noch macht. Werdet
aber bitte nicht zu diesen Stammtischbruddlern à la „He Jungs, ich hätt’ gern noch
soviel gemacht als ich noch jung war...“.
Ihr mögt jetzt vielleicht denken, „der Dokk der
hat was an der Klatsche“. Und soll ich euch was
sagen? Ihr habt wohl recht. Vielleicht hat euch
dieser Bericht aber trotzdem etwas gebracht.
Falls dem nicht so ist, könnt ihr euch immer
noch drüber freuen, nicht ganz so bescheuert
zu sein. Denkt aber immer dran: Es ist nie so,
wie es beim ersten Mal scheint!
Schlussendlich möchte ich noch öffentlich dem
ganzen TontriebMagazin-Team meine Bewunderung für ihren Mut, mir eine kleine Kolumne
zu genehmigen, aussprechen: „Ich bewundere
Euren Mut!“
Bis zum nächsten Mal, bleibt nicht artig und
macht’s wie ihr’s wollt.
Euer Sean Dokk
tontrieb – support your underground
5
Local Heroes – The Festival
Porcupine
Sebastian Jakic
(git & vox) und
Bastian Oberst
(drums & vox)
begannen vor
gut 2 Jahren
mit ihren Musik-Experimenten. Nach und nach kamen
Michael Schmid (2nd git) und Armin Becker
(bass) dazu und formierten sich zu „Porcupine“. Die Silberburg, Nürtingen gewährt den
vier Jungs Asyl, „seitdem geht es aufwärts“,
so die Band lapidar.
Und davon kann man sich leicht überzeugen.
So jung die Band auch ist, in einer Schublade
hat sie sich nicht eingenistet. Kein Song
gleicht dem anderen und was sie produzieren, ist eine recht eigenwillige Mischung aus
Rock und Punkrock. Und wer genau hinhört,
kann in den rotzigen Grooves und spannenden Rhythmuswechseln vielleicht eine Prise
AC/DC oder Metallica erhaschen. Aber eben
nur eine Prise.
Und in seinen Texten spiralt Bastian Oberst
um den Sinn und Unsinn des „Ewigen Kreises“, auch wenn Porcupine sich sicherlich
nicht im musikalischen Kreis drehen.
Alles in Allem eine Band mit Charisma und
Rock!! SEE IT!
Piperalpha
Mit brachialen „Alien Grooves“ sträuben sich
die vier Musiker aus dem Neckartenzlinger
Raum und ihre
charismatische
Sängerin, Dani
Fraenkel, vor
dem
bequemen Platz in einer der vielen
bereits bestehenden Schubladen. Lieber gründen sie da ihre eigene, den
„Alien Groove“ eben. Und den treiben Drummer Philipp Oberst und Bassist Flo Härle recht
kompromisslos voran. Ihre Palette ist gemischt aus vielen Elementen des Rockgenre.
6
tontrieb – support your underground
Punkige Einflüsse erhält dieser Vorwärtsschub
durch die Gitarre von Markus Becker, melodiös unterlegt von Martin Weissensteiner. Zusammengehalten wird das treibende Konstrukt von der schonungslosen und manchmal
bald in Sprechgesang übergehenden Gesangslinie der toughen Frontfrau. Und wer
den Texten folgt, der sieht „die Wirklichkeit
zerstückelt“ vor sich liegen. Ironisch-optimistisch, doch immer hart an der Schmerzgrenze,
zelebrieren piperalpha ihre Sozialkritik.
Justical Error
Vor nunmehr über vier Jahren machte sich eine bislang völlig unbekannte Band auf, die
Region mit ihrer unverkennbar individuellen
Interpretation von mitreißender Musik zu
rocken. Doch nicht weniger ungewöhnlich als
der unverbrauchte Stil ihrer selbstgeschriebenen Songs fällt auch der mysteriöse Bandname des Nürtinger Sextetts ins Auge: JUSTICAL
ERROR.
Doch hier muss die Band ihre Fans enttäuschen: Wer vermutet, dass sich hinter diesem
ominösen Bandnamen ein tieferer Sinn versteckt, liegt daneben.
Vielmehr steht er
für das Lebensgefühl
der
Bandmitglieder
und
dessen
musikalische Reflektion: Purer,
ungebremster Rock, Punk und vielleicht auch
etwas Metal. Durch Verbindung von Rock und
neueren Stilmitteln aus Crossover und New
Metal konnte die Band mit Songs wie „Route
66“ oder „Sexbomb“ in die Hörer-Charts des
Online-Musikanbieters VirtualVolume.com
einsteigen.
Justical Error sind:
Cornelius Lehmann (Lead-Sänger)
Matthias Heer (Gesang und Gitarre)
Roland Petrizza (Gitarre)
Jan Hanicz (Bass)
JoJo Bader (Schlagzeug)
Torsten Binder (Keyboard)
Sliver
„Einfach zuhören!“, so die Botschaft von Sliver, denn zuviele Worte verderben den Brei.
Als kleiner Tipp: Es lohnt sich wirklich, denn
was Jojo Müller (git.,voc.), Oli Jobst (voc.,
bass), Stefan Schiller (git.) und Moritz Spielberg (drums) so
auf die Bühne
bringen, rockt,
da ist Mitpogen
schlicht Pflicht.
Ganz
ohrenkundig ist die
Wurzel
der
Neckartenzlinger so auch im Rock und Grunge der 90er zu
finden, und Frontman Oli Jobst sagt ganz
klar: „Das Rad der Musik wollen wir nicht neu
erfinden, sondern weiterdrehen.“
Seit Sommer 2000 (da allerdings noch mit anderer Drumbesetzung) spielen die Jungs Konzerte, hauptsächlich im Nürtinger und Stuttgarter Raum, und was sie spielen, kommt an.
Persönliche Hintergründe haben die meisten
der Songs, eigenwillige Stimmungen erzeugen sie und mit dem nötigen (Aus-)Druck werden sie gespielt. Kurz gesagt: Einfach
zuhören!
Sore
Druckvoller Gitarrensound der in die Tiefe
geht. Fünf Musiker, die seit 1997 dem Alternative-/Noizerock verfallen sind und damit
vor allem live
überzeugen.
Viel erlebt haben die Jungs
von Sore schon.
Nach 2000, waren Sie mit ihrer aktuellen
CD „uncared for“ dieses Jahr erneut in Kuba auf großer
Fahrt und spielten dort vor großem Publikum.
Mit dabei war auch Dauergastmusiker Solid
MC.
Bei vielen Bandcontests gab es vorderste Platzierungen.
Zum Beispiel
1997 - 3.Platz in Mailand/ Italien;
1998 - 4. Platz von 32 in Tuttlingen;
2001 - 1. Platz in Tübingen
Unter anderem spielten SORE bei Miozän,
Scumbucket, Undersight, Suit Yourself im Vorprogramm.
No Excuse
Die Rockmusik der letzten 40 Jahre, live und
natürlich zeitgemäß: das machte sich die
Band „No Excuse“ bei ihrer Gründung im Jahr
1997 zum Ziel.
Die Live-Erfahrung der einzelnen Musiker
war da, der Erfolg als Band ließ nicht lange
auf sich warten.
Mit Leib und Seele die Rocker, die sie sind, ist
bloßes Nachspielen der alten Klassiker natürlich tabu. Neues Leben wird den Stücken eingehaucht, der Staub von Vergangenheit und
„bloß nachgespielt“ kurzerhand weggefegt.
Die Stones, die Beatles, Hendrix, Led Zeppelin, Alanis Morisette: ihr Repertoire ist ein
„who is who“ der Rockgeschichte, fast wie
Dejavus fliegen bei den Auftritten Hit an Hit
an den Zuschauern vorbei, doch eben jeder
mit dem Stempel der Moderne versehen.
In den letzen 5 Jahren spielte die Band in so
manchem Club, auf Open Airs und Biker-Treffen in ganz Deutschland. Und die Highlights
ihrer neverending Tour waren sicherlich das
Open Air in Vinschgau/Tirol und ein gemeinsames Konzert mit Stoppock.
Wer also eine Band hören und sehen will, die
viel Spass und Spielwitz auf die Bühne bringt,
ist bei – NO EXCUSE – genau richtig.
No Excuse sind:
Alex Abel-Vocals, Gitarre, Harp
Sabrina Rätz-Vocals
Chris Kollek-Bass
Gerhard Paukner-Drums
Uli Bardenhorst-Gitarre, Vocals.
Als nächstes ist No Excuse am 20.09.2003 um
20:00 Uhr im Kuckucksei in Nürtingen zu
sehen.
(flo)
tontrieb – support your underground
7
Kino hält zum 10. Mal Hof
Sternenklarer Himmel im Hochsommer, das
romantische Flair des alten Schlosshofes und
nebenbei noch ein Filmknüller: Zum zehnten
Mal lädt der Stadtjugendring Urach e.V. gemeinsam mit dem Kulturamt vom 1.8. bis 9.8.
in den Hof des Bad Uracher Residenzschlosses.
Auch in diesem Jahr dürfte es wieder ein cineastisches Erlebnis der Extraklasse werden:
die besten Film des vergangenen Jahres können die Zuschauer unter freiem Himmel genießen. Doch nicht nur das: in den neun Tagen gibt es auch noch zusätzlich einige filmische Leckerbissen, die Kultstatus haben. So
darf man auch heuer auf ein besonderes Programm gespannt sein. Zudem wird von den
zahlreichen Besuchern des Sommer-OpenairKinos immer wieder bestätigt – in Bad Urach
hat Filmschauen im Freien einen ganz besonderen Reiz. Dies liegt natürlich auch an der
stimmungsvollen Atmosphäre, die im alten
Schlosshof ganz unweigerlich entsteht.
Und die Zuschauer sind auch jeden Abend ab
20 Uhr eingeladen, sich vor dem Filmgenuss
noch ein wenig zu stärken. Getränke werden
neben dem Schlossgarten ausgeschenkt und
das Essensangebot reicht von Rahm- und
Zwiebelkuchen über Steak und Rote bis hin zu
Waffeln. Bei Einbruch der Dunkelheit hält der
Stadtjugendring dann seinen filmischen Hof.
Das Programm des 10. Bad Uracher
Sommer-Open-Air-Kinos im Überblick:
Freitag 1.8.:
Good Bye, Lenin!
Der Film, der den Deutschen Filmpreis 2003
gewann erzählt von dem 21-jährigen Alex,
der mit Mutter und Schwester Ariane in einem Plattenbau lebt. Am 40. Jahrestag der
DDR erleidet die Mutter, eine überzeugte
DDR-Bürgerin, einen Herzinfarkt und fällt ins
Koma. Während draußen der Sozialismus zusammenbricht, bekommt sie von allem nichts
mit. Als sie nach acht Monaten aus dem Koma
erwacht, beschließt Alex, in den eigenen vier
Wänden die DDR für seine Mutter wieder
zum Leben zu erwecken.
Samstag, 2.8.:
Johnny English
Der finstere Franzose Pascal Sauvage hat die
Kronjuwelen der englischen Königin in seinen
Besitz gebracht und es außerdem auf den
britischen Thron abgesehen. Die nationale
Katastrophe beschert dem trotteligen Jonny
English, britischer Agent beim MI7, plötzlich
schnelle Autos, die neuesten Hightech Gadgets und Geheiminformationen aller erster
Güte.
Sonntag 3.8.:
Die Puppe/Schuhpalast Pinkus
Stummfilme von Ernst Lubitsch mit Klavierbegleitung
Montag 4.8.:
About a boy
Der 38jährige Will möchte in einer Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter Frauen
8
tontrieb – support your underground
aufreißen. Dabei trifft er auf Marcus, der
glaubt, in Will einen idealen Ersatzpapa gefunden zu haben. Der in der Schule gehänselte Junge will seine bunt gewandete HippieMama mit dem smarten Yuppie verkuppeln.
Das klappt zwar nicht, aber Marcus lässt nicht
locker, irgendwann steht er vor Wills Tür und
verbringt die Nachmittage vor Wills Fernseher.
Dienstag 5.8.:
Der Pianist
Der begnadete jüdische Pianist
Wladyslaw versucht im Warschauer Ghetto das unbarmherzige Terrorregime der Nazis
zu überleben.
Mittwoch 6.8.:
My Big Fat Greek Wedding
Toula weiß, was von ihr als anständige Griechin erwartet wird: sie soll einen netten Griechen heiraten und viele griechische Kinder
kriegen. Langsam wird die Zeit allerdings
knapp. Toula ist bereits 30 Jahre alt und immer noch Single. Da lernt sie mit dem Lehrer
Ian Miller ihren absoluten Traummann kennen. Beide verlieben sich
und wollen heiraten.
Doch da muss noch viel
Überzeugungsarbeit geleistet werden.
Donnerstag 7.8.:
Frida
Die lebensfrohe 18jährige Frida Kahlo wird
bei einem Busunglück schwer verletzt.
Monatelang ist sie ans Bett gefesselt und
malt. Nachdem sie mühsam gelernt hat,
wieder zu laufen, präsentiert
sie ihr Werk dem berühmten
Maler Diego Rivera. Schon bald
heiraten die beiden ungleichen
Künstler und werden zu einem
der schillerndsten Paare des 20.
Jahrhunderts.
Freitag 8.8.:
Chicago
Preisgekröntes Musical mit Catherine Zeta-Jones, Richard Gere und Renée Zellweger.
Samstag 9.8.:
Sprich mit ihr
Der sensible Krankenpfleger Benigno widmet
nicht nur seine gesamte Arbeitszeit, sondern
auch seine Freizeit der schönen Ballett-Tänzerin Alicia, die nach einem Autounfall im Koma
liegt. Der Journalist Marco liebt die stolze
Stierkämpferin Lydia, die bei einem Kampf so
schwer verletzt wurde, dass sie bewusstlos in
die Klinik eingeliefert wurde. Während Benigno seiner Alicia alles erzählt, und hofft, sie
damit zu erreichen, verliert Marco nach und
nach den Kontakt zu seiner Geliebten. Es entwickelt sich langsam eine tiefe Freundschaft
zwischen den beiden so unterschiedlichen
Männern.
(am)
tontrieb – support your underground
9
Review`s
Co-Star –
Sofa(r)
Depressed humanity –
world full of junkies
Sofa(r) – einen besseren Titel hätte sich CoStar für Ihre CD nicht aussuchen können,
denn genau auf einem solchen hört sie sich
am besten. Eine wunderschöne weibliche
Stimme mit einer eigenen Dynamik und Kraft
untermalt von teils klaren, teils verzerrten Gitarren. Beides zusammen entfaltet eine leicht
melancholische aber vor allem durch die
kraftvollen Refrains niemals hoffnungslose
Stimmung, die von einem melodiösen Bassteppich getragen wird und bei der sich so
wunderbar vergangenen besseren oder
schlechteren Zeiten hinterherträumen lässt.
Dabei sollte man immer an die Repeat-Taste
seines CD Spielers denken um nicht zu früh
auf seinem realen Sofa geweckt zu werden,
denn leider befinden sich nur fünf Titel auf
der CD. Ein bisschen Kritik muss noch sein. Die
„clean“ gespielte Gitarre klingt mir zu steril
und der Gesang scheint immer etwas losgelöst vom Rest zu sein, was aber eher technische Probleme der Aufnahme sein dürften.
Auf jeden Fall bekommt „Sofa(r)“ von CoStar einen festen Platz zwischen den „Rainbirds“ und „Bobo in white wooden Houses“
in meinem CD Regal.
(fh)
Wir erinnern uns: Schon „distort“, das erste
DH-Werk, kam in einem unverwechselbar
noizy und beatlastigen Outfit daher. War
„distort“ für mich seinerzeit noch etwas gewöhnungsbedürftig, so ist mir der neue Longplayer „world full of junkies“ sofort zugänglich und extrem ansprechend.
Gebannt lausche ich und finde die Eingängigkeit erstaunlich, verzichtet doch „world full
of junkies“ völlig auf jeden Kommerz oder
Altbekanntes. Ganz im Gegenteil, der Inhalt
ist sehr gewagt und emotional, sie klingt in
sich absolut rund.
Schon nach dem vierten Song „post orgasmic
enthusiasm“ ist klar: Diese Scheibe stellt ein
wunderschönes Meisterwerk der emotionalen E-Mucke dar.
Das Schöne ist, dass sich der Sound wirklich
nicht beschreiben lässt. Ich kann nur sagen,
dass viele Elemente stärker und gnadenloser
verzerrt worden sind, als dies bei „distort“ der
Fall war. „World full of junkies“ ist ein absoluter Knaller!
Außer dem oben genannten Song würde ich
Euch folgende Titel als Anspieltipps empfehlen, wobei die Platte meiner Meinung nach in
jedes Regal eines Musikliebhabers gehört:
„Thinkin and walkin“ erinnert mich sofort an
tiefer gestimmte Brachial-Gitarren aus dem
Metal-Bereich. Aufgrund der Aggression des
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tontrieb – support your underground
Songs, gepaart mit den Wums-Beats asoziiere
ich irgendwie `Hardcore in Elektro - der Sound
meißelt sich wie eine Motorsäge in meine Birne rein - scharf!
„Tabula Rasa“ dagegen baut sich schleichend
auf, drückt aber nach kurzer Zeit voll nach
vorne. Dann fällt wieder alles in sich zusammen, um in ein grandioses Finale aus Fluten
verzerrter Sounds und knochiger Drums zu
münden, das sich in ein Feedback-Orchester
auflöst, als wenn zehn Gitarren Ihre Rückkoppelung zelebrieren.
Den absoluten Kick gegen Schluss des Albums
verpasst dann „tantra“, ein Endzeitszenario,
das „Dead can dance“ und alles, was sich böse und deprimiert nennt in den Schatten der
Depressed Humanity-Realität stellt. Es geht
mir wirklich durch und durch – und es ist kein
Ende in Sicht.
Immer und immer wieder versteht es der
Meister, noch einen draufzusetzen ...
Zum Glück folgt auf dieses dunkle und böse
Stück mit dem kurzen Outro „Weird Mouse
Klicks“ eine Art positiver Workout, worauf
der CD-Player auch erbarmungslos abschaltet
und mich mit meinen Eindrücken in der Stille
zurücklässt.
Und ich stelle fest, dass keine Fragen offen
bleiben. Zumindest keine Fragen, die sich mir
vor dem Anhören dieser CD gestellt hatten.
Und da sitze ich nun, irgendwie aufgewühlt
und ich weiß zwei, drei Minuten nicht so
recht, was ich jetzt tun soll.
(as)
Slyde –
Emotion Overflow
Die Historie der Band kann sich sehen lassen:
Slyde sind nicht nur als Opener für Acts wie
Arena, Dreadful Shadows, die Donots und die
Farmer Boys unterwegs gewesen, auch beim
Rock Hard-Nachwuchswettbewerb haben sie
richtig gut abgeschnitten. Meine Erwartungen steigen. Laut Info erwartet mich ein „eigenständiger und melodiöser Mix aus Pop
und Metal“. Na dann mal rein damit ...
... sofort fällt die absolut professionelle und
qualitativ hochwertige Aufnahmequalität
und der wirklich megageile Gesang auf. Sänger Ian und Sängerin Anna gehen in der Tat
gut ab. Der erste Song erinnert mich sofort an
die Sisters of mercy und Helloween. Lied für
Lied kristallisiert sich ein straightes und
metallastiges Songwriting heraus, das durch
die geilen Stimmen absolut dominiert wird.
Vor allem Sängerin Anna gibt der Mischung
das gewisse Etwas, echt scharfe Stimme. Nach
der Hälfte der Scheibe fällt mir trotz aller Begeisterung auf, dass die Gitarren im Vergleich
zum Gesang oft zu sehr „old-school“ sind,
wodurch sich mir dieser (negative) „Liquido“Effekt aufdrängt, den die Band eigentlich gar
nicht nötig hätte.
Insgesamt ist „Emotion Overflow“ eine gute,
stellenweise megageile Scheibe, die mich
neugierig auf zukünftigen Stoff macht. Absolute Anspieltipps sind „74 Sunrise“, „Take
away my pain“, „Wild sensation“, „Personal
orbit“, und „Good day to die“. Die restlichen
Stücke sind solide und hörenswert. Völlig
überflüssig sind nur „I alone“ und der Schluss,
der an sich guten Ballade „Mother“. Dennoch
darf nicht vergessen werden, dass mein hier
angesetztes Maß sehr viel härter ist, als bei einer „normalen Nachwuchsband“, denn Slyde
sind meiner Meinung nach Newcomer, die
ganz schnell oben sein werden, wenn sie sich
von der übergroßen Portion „old-school“ verabschieden.
Ich habe gesprochen.
(as)
tontrieb – support your underground
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Sore-Tourtagebuch – Kuba Juni 2003
Auszüge eines Tagebuchs Teil I
Montag, 2.Juni
Frankfurt, perfekter Halt dank der 3-BierStrategie
Freitag, 6. Juni
Nachmittags, als wir beim relaxen waren,
stand unverhofft Marcel vor der Tür. Er ist der
Keyboarder von „UNDERSIGHT“, mit denen
Dienstag, 3 Juni
Havanna, perfekter Halt dank der 3-RumStrategie
Mittwoch, 4 Juni
Matanzas, perfekter Halt dank der 3-Rum3-Bier-Strategie
Donnerstag, 5. Juni
Um halb eins holt uns Dolmetscherin Haisel zu
unserem Fernsehauftritt bei „TV YUMUR“ ab.
Gegen später fahren wir zum offiziellen Begrüßungstreffen aller beteiligten Helfer, Organisatoren und Bands des Festivals.
Wir treffen dort auch unsere Freunde von
„RICE´n´BEANS“, die wir bereits vom letzten
Matanzas-Konzert kennen.
Zur Begrüßung gibt es erst mal genügend kubanischen Rum.
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tontrieb – support your underground
wir bereits 2000 beide Konzerte zusammen
gezockt hatten und zu denen wir eine tolle
Freundschaft haben. Marcel und ein Freund
von ihm waren über 800 km hergereist um
uns zu treffen. Eine Überraschung, da wir eigentlich nicht damit gerechnet hatten.
Am Abend besuchen wir gemeinsam den
ersten Festivaltag und sind über das professionelle Ambiente sehr erfreut. Drei Jahre zuvor waren Equipment und das Drumherum
noch recht veraltet und abenteuerlich.
Während des Festivals kommen bereits die
ersten Fans auf uns zu und verlangen nach
Autogrammkarten oder wollen auf der nackten Haut unterschrieben werden.
Samstag, 7.Juni
Nach dem Frühstück kommt Hiram, um uns zu
eröffnen, dass wir noch zum Radiosender
(Radio 26) müssen.
Während der halbstündigen Sendung wird
zwischen den Interviewparts die komplette
CD von uns abgespielt.
Am Abend geht’s zum Festivalgelände. Die
ersten beiden Bands vor uns räumen kräftig
ab. Trotz einiger Spielfehler, auch aufgrund
des zum Teil komischen Bühnensounds, machen wir einen sehr guten Gig und bringen
die Leute zum Kochen.
Die eigentliche „Tortur“ aber kommt erst
nach dem Gig. Da wir keinen Backstagebereich haben, somit quasi uns im Seiten-
bereich des Festivals aufhalten, dauert es fast
eine Stunde, bis wir endlich einmal in Ruhe etwas Trinken und eine Zigarrette rauchen können, da mindestens Hundert(e) Jungs und vor
allem Mädels Autogramme wollen. Das ist
nicht übertrieben! – Leider konnten wir dies
nicht mehr mit der Videokamera festhalten –
während des Gigs gingen die Akkus aus.
Spät nach dem Gig geht´s zurück zum Gästehaus und selbst dort treffen wir noch Besucher des Festivals, die nach Autogrammen
und Postern fragen ...
Sonntag, 8. Juni
Matanzas, der Halt ist verloren – die Strategie
muss auf 5-Bier-5-Rum-Sandstrand umgestellt
werden – Morgen geht’s nach Varadero.
(mg/hb)
tontrieb – support your underground
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Nachwort
Es ist vorbei, es ist vorbei, es ist vorbei, es ist
vorbei.
Sie kommen und fressen uns auf. Das heißt,
den letzten Rest, der nach dem würgenden,
krampfenden Zucken und dem Röcheln nach
Luft noch übrig sein wird.
Dann werden sie kommen. Die Maden kommen und die Würmer.
Von außen zuerst unbemerkt und ganz langsam werden sie uns von innen aushöhlen.
Erst am Ende, wenn Sie ihre Köpfe aus den
Löchern herausstrecken, die sie in unsere
Haut gefressen haben, wird auch der letzte
Außenstehende sehen, dass es da nichts mehr
zu holen gibt. Lange vorher, während die
Vorschau
Erscheinung:
3. Oktober zum Jump Rock Festival
Themen:
die Bands auf dem JRF
die neue Daytrip CD mit Interview
die Bands vom Bandcontest Forum 22
SORE-Kubatour – Tagebuch Teil II
und vieles vieles mehr
Bands, Leute aufgepasst:
Wir veröffentlichen hier in Zukunft auch eure
Live-Termine – bitte rechzeitig zusenden
Redaktionsschluss ist der 10.09.2003
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tontrieb – support your underground
Maden und Würmer gerade dabei sind, eine
eigene Logistik in uns aufzubauen, um die anstehende Arbeit der Entsorgung effektiv bewältigen zu können, werden die Riesen uns
schon mit Ihren riesigen Füßen zermanscht
haben.
Sie werden immer und immer wieder in uns
treten und auf uns spucken und an unseren
Gliedmaßen ziehen, bis sie abreißen.
Erst, wenn sie – vollbeladen mit Körperteilen
von uns – unter ihrer Last in die Knie gehen
und jämmerlich schnaufen,erst dann werden
sie von dannen ziehen und uns einfach liegen
lassen. Tot liegen lassen. Mausetot.
(as)
Band Contest zum
15. Geburtstag
Zum 15-jährigen Jubiläum des
„forum 22“ veranstaltet der
Stadtjugendring Urach e.V.
am Freitag, den 10. Oktober
einen Band Contest in der
Festhalle Bad Urach. Junge
hoffnungsvolle Bands, die
Lust haben, ihre Musik einem
größeren Publikum darzubieten, sollen dem forum 22 bis
zum 31. Juli 03 ein Demo Tape/
eine Demo CD und Infomaterial zukommen lassen.
Adresse:
forum 22
Ulmer Str. 22
72574 Bad Urach

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