FOKUS NEAT – Tor zum Süden INTERVIEW Busfahrer aus

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FOKUS NEAT – Tor zum Süden INTERVIEW Busfahrer aus
Ausgabe
Nummer
FOKUS NEAT
– Tor zum Süden
INTERVIEW Busfahrer aus Leidenschaft
IN MOTION Oldtimer-Pedalos
Mai 2016
Texte français AU VERSO
Neuigkeiten aus dem Verkehrshaus der Schweiz
23
Inhalt
3
Entdeckt
Postkartengrüsse
Grosse NEAT-Ausstellung erfolgreich eröffnet
Wo können Sie den kürzesten begehbaren Originalabschnitt und das grösste
Modell des Gotthard-Basistunnels im Massstab 1:1000 bewundern?
Natürlich im Haus der Mobilität in Luzern, dem Verkehrshaus der Schweiz.
Oder haben Sie Lust auf eine Fahrt mit einem historischen Pedalo auf
dem palmengeschmückten kleinen Lago Maggiore in der Arena? Dann planen
Sie in den nächsten Wochen einen Besuch der Sonderausstellung
«NEAT – Tor zum Süden», die bereits rund 100 000 Besucher begeistert hat.
Erfahren Sie zudem mehr über die eindrückliche Geschichte des Pedalos in
dieser Ausgabe des Verkehrshaus Magazins.
4
Fokus
D ie NEAT-Geschichte
Die Schweiz ist das Land der Bergbahnen. Die neu gestaltete Bergbahnausstellung zeigt Ihnen ab Ende Mai die Faszination und die Geschichte
der innovativen Schweizer Ingenieurleistungen, um rasch und sicher auf die
höchsten Berggipfel zu fahren oder tiefe Schluchten zu überwinden.
Schwungvoll und mit viel Kreativität arbeitet das Team des Verkehrshauses
auch an der Realisierung einer neuen Raumfahrtausstellung und einer topmodernen, interaktiven Media World. Zu diesen Projekten erfahren Sie mehr
in den nächsten Ausgaben dieses Magazins.
Nun freuen wir uns über Ihren baldigen Besuch bei uns in Luzern.
Wir haben wieder einiges für Sie vorbereitet – zum Staunen, Ausprobieren
6
Interview
B usfahrer Rolf Fröhlich
und Geniessen.
Herzlich willkommen im Verkehrshaus der Schweiz.
Martin Bütikofer
Direktor
8
In motion
G emütlich pedalen
Impressum Herausgeber Verkehrshaus der Schweiz, Lidostrasse 5, 6006 Luzern
Mitarbeiter dieser Ausgabe Jacqueline Schleier (Gesamtverantwortung & Anzeigen), Christine Gerber (Redaktionsleitung),
Martin Bütikofer, Claudia Hermann, This Oberhänsli, Manuel Huber, Olivier Burger, Andrea Herzog, Thomas Barthelt, Dominic Wirth,
Tobias von Wartburg, Andreas Hottenrott, Katharina Schindler, Stephan Zopfi Layout aformat.ch, Luzern Titelbild Damian Amstutz
Bildquellen Damian Amstutz, photopress, Matthias Jurt, Olivier Burger, Kinderland Openair, Stefan Arnold (Schule Erstfeld), MacGillivray,
knecht reisen ag, 3D Entertainment Distribution Ltd, Pathé Live, nWave Pictures, Schweizerisches Rotes Kreuz, Spitzen Leichtathletik
­Luzern, Archiv Verkehrshaus der Schweiz (VA-57366, VA-57483, VA-57492, VA-57493) Übersetzung Apostroph Group, Lausanne
­ orrektorat typo viva, Ebikon Druck LZ Print, Luzern Auflage 23 000 Ex. WEMF-Auflage 17408 Ex. Erscheinung 5× jährlich
K
Gründungsjahr 2005 Preis CHF 4.50/Ex., CHF 18.– pro Jahr Kontakt [email protected], 041 370 44 44
Offizielle Partner
12
FILMTHEATER
Das Abenteuer Wildnis
Entdeckt
Grüsse von der
Tunnelbaustelle
Durchstichfeier beim
Lötschberg-Tunnelbau,
14. Mai 1911.
Autorin Claudia Hermann
V
1
on Eisenbahn-Tunnelbaustellen haben sich im Archiv des Verkehrshauses der Schweiz zahlreiche
Ansichtskarten und Erinnerungsfotos erhalten. Einerseits grüssten die Mitarbeiter damit ihre Angehörigen
zuhause oder sie dienten als Souvenir von einer bedeutenden Tunnelbaustelle. Solche Aufnahmen kamen durch die
Recherchen zu Bildquellen für die neue Ausstellung «NEAT
– Tor zum Süden» zu Tage. Als am 14. Mai 1911 der Bauzug mit den Honoratioren für die Durchstichfeier des
Lötschbergtunnels in Goppenstein einfuhr, stand bereits
ein gut bestückter Ansichtskartenständer für die kaufwillige Kundschaft bereit. Schon etwas früher posierten Mitarbeiter auf der Lötschberg-Nordseite für ein
Gruppenporträt. Im Verlaufe des
vergangenen Jahrzehnts hat die
Bedeutung der Ansichtskarte für
private Zwecke jedoch stark ab­
genommen. Unzählig werden die
Postkartenständer anlässlich
der Durchstichfeier.
versandten MMS, Facebook- oder WhatsApp-Einträge
anlässlich der Eröffnung des NEAT-Basistunnels Gotthard
am 1. Juni 2016 sein. Im Unterschied zu den historischen
Karten werden diese digitalen Souvenirs aber privat bleiben und keinen Eingang ins Verkehrshausarchiv nehmen.
Einzelne privat hergestellte Fotobücher fanden hingegen
schon den Weg ins Archiv, so dasjenige Fotobuch, das
anlässlich des Hauptdurchschlags vom GotthardBasistunnel am 15. Oktober 2010 für die Mitarbei2
terinnen und Mitarbeiter der AlpTransit Gotthard
AG produziert worden war. n
1 T unnelbauarbeiter des Lötschberg-Tunnels
vor dem Portal bei Kandersteg, um 1907–1910.
2 F otobuch zum NEAT-Basistunnel Gotthard mit
­B ildern des Hauptdurchschlags, 15. Oktober 2010.
3
Fokus
NEAT – Tor zum Süden
Im Fokus der Sonderausstellung «NEAT – Tor zum Süden» steht der Gotthard-Basistunnel.
Feierlich eröffnet wurde sie im Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard. Der längste
Eisenbahntunnel der Welt, die NEAT-Geschichte sowie der Nord-Süd-Verkehr werden
aus verschiedenen Blickwinkeln erlebbar gemacht.
Autor Olivier Burger
D
er Weg über den Gotthard ist seit Jahrhunderten
der kürzeste Weg über die Alpen. Mit der Eröffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels 1882 fing
für den Transitverkehr eine neue Ära an. 134 Jahre später
findet mit der Inbetriebnahme des Basistunnels wiederum eine bahntechnische Revolution statt. Der technische
Fortschritt, der Pioniergeist und die Innovation im Tunnelbau haben dies möglich gemacht. Auftakt zur Sonderausstellung bildet der Tunnelbohrkopf «Sissi» neben dem
Haupteingang. Das Granitrelief «San Gottardo» der vier
Gotthardkantone Uri, Tessin, Wallis und Graubünden veranschaulicht die Herausforderung an die Adresse der
Verkehrswegebauer. Die 25 Tonnen schwere Skulptur
aus Cresciano-Granit (Tessiner Riviera) zeigt dreidimensional die Topografie der Gotthardregion.
Mobilität im Wandel
Die legendäre Gotthard-Postkutsche, die älteste noch erhaltene und fahrfähige Dampflokomotive «Genf» Ec 2/5
der Schweizerischen Centralbahn von 1858 und das
SBB-Krokodil Be 6/8II verweisen auf den Wandel der Mobilität. Zu den Zugpferden, die auf der Gotthardstrecke im
Einsatz waren, erinnern auch die Landilok Ae 8/14, die
starke Universallok für Reise- und Güterzüge Ae 6/6, die
grösste je für die Schweiz gebaute Dampflokomotive C
5/6, genannt Elefant, und die Dampfschneeschleuder mit
dem eindrücklichen Urner Wappen auf der Frontseite. In
der Arena steht ein BLS-Autoverladezug für den kombinierten Verkehr Strasse/Schiene und für die LötschbergSimplon-Achse durch die schweizerischen Alpen.
1
Längster und kürzester Eisenbahntunnel
Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei 57 km langen
Einspurröhren. Zählt man sämtliche Verbindungs- und Zugangsstollen sowie Schächte hinzu, misst das Tunnelsystem über 152 km. Der Tunnel verbindet das Nordportal in
Erstfeld und das Südportal in Bodio. Mit einer Felsüberlagerung von bis zu 2300 Metern ist der Gotthard-Basistunnel
nicht nur der längste, sondern auch der tiefste bisher gebaute Eisenbahntunnel der Welt. Das 57 Meter lange animierte Modell im Massstab 1:1000 des Basistunnels zeigt
die beeindruckende Dimension dieses Gebirgsprofils. Das
Modell dokumentiert die 50 Gesteinsschichten, die zu
durchbohren waren. Die Stationen des Tunnelbaus sowie
das komplexe Tunnelröhrensystem werden verständlich erklärt. Die SBB präsentieren am Modell die umfassende Infrastruktur und Technik, die für den Betrieb des Tunnels notwendig sind. In der Arena steht ein begehbarer 15 Meter
langer Tunnelabschnitt in Originalgrösse samt Bahntechnik.
Diese bemerkenswerte Konstruktion gibt den Blick nach
Süden auf das mit Palmen umgebene Wasserbecken frei.
Erlebnis Tessin
Zu Gast auf der Arena ist Ticino Turismo. Mit einer einzigartigen Attraktion nehmen sie die Besucher auf eine Reise durch
den Gotthardtunnel ins Tessin mit. Mit einer Spezialbrille (Virtual-Reality-Brille) können in der Schienenhalle Impressionen
des Baus der beiden Gotthard-Eisenbahntunnels erlebt
und Tessiner Sehenswürdigkeiten entdeckt werden; vor
Ort, mittendrin und mit 360°-Sicht. Der bekannte Clown
Dimitri ist mit einer eigenen Ausstellung zu Gast. Auf
dem Wasserbecken lässt eine einmalige Flotte an
Oldtimer-Tretbooten (Pedalos) die Älteren in Erinnerungen schwelgen und die Jüngeren eine tolle
Erfahrung mit schnittigem Schweizer Fahrzeugdesign machen. n
1 Bundesrätin Doris Leuthard auf
dem Rundgang anlässlich der Eröffnung.
2 Die SBB präsentieren die Infrastruktur
und Technik für den Betrieb des Tunnels.
3 Das Granitrelief «San Gottardo» zeigt
dreidimensional die Topografie der Gotthardregion.
4 Entschleunigen auf einer OldtimerPedalofahrt.
5 Das Modell im Massstab 1:1000 des Basistunnels demonstriert das Gebirgsprofil.
5
kurzInterview
2
nach
gefragt
Andrea Herzog
Mitarbeiterin Kongresse & Anlässe
3
Weshalb arbeitest du im Verkehrshaus?
Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Ich kann
meine Aufgaben in einem tollen Team selbstständig
erledigen. Zudem habe ich einen schönen Arbeitsweg. Mit dem Velo bin ich in 30 Minuten im
Verkehrshaus.
Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Ich berate die Kunden am Telefon oder per E-Mail,
erstelle Offerten und zeige den Kunden unsere
Räumlichkeiten vor Ort. Bei der Feinplanung ist die
Zusammenarbeit mit der Gastronomie, dem
Einsatzleiter sowie Bild+Ton AG sehr wichtig.
4
Welches ist dein Lieblingsangebot
für Gäste und weshalb?
Grössere, komplexere Events bearbeite ich sehr
gerne. Je näher der Anlass rückt, umso intensiver
wird der Kontakt mit dem Kunden.
Welches war bisher dein schönstes
Erlebnis mit Gästen?
Wenn der Kunde nach der Tagung zufrieden ist
und wieder bucht, freut mich das jedes Mal.
Wie erlebst du die Conference-Center-Gäste?
Sie sind sehr verschieden. Einerseits haben sie
klare Vorstellungen, andererseits kommen sie gerne
vorbei und lassen sich zuerst beraten.
Was gibt es für Unternehmen
im Verkehrshaus zu erleben?
Eine exklusive Vorführung im Filmtheater oder Planetarium, Führungen oder der Besuch des «Swiss
­Chocolate Adventure». Auch ein Aperitif oder Abendessen in einer Ausstellungshalle ist ein tolles Erlebnis.
Wie würdest du einem ausländischen
Kunden das Verkehrshaus beschreiben?
Ein sehr interaktives Museum, in dem die Mobilität von
der Vergangenheit bis zur Gegenwart gezeigt wird.
Zudem ist es das meistbesuchte Museum der Schweiz.
Welches neue Angebot würdest du gerne
entwickeln?
Modernisierte Sitzungszimmer zuoberst im
­Bürogebäude liessen sich viel besser verkaufen.
5
zur Person
Rolf Fröhlich
Seit 1985 bei der Verkehrsbetriebe Luzern AG (vbl) als Chauffeur und Ausbildner von
neuen Chauffeuren. Rolf Fröhlich malt in seiner Freizeit und legt täglich rund 15 Kilometer
zu Fuss zurück.
Die Verkehrsbetriebe Luzern AG ist eine selbstständige Aktiengesellschaft im Besitz der Stadt
Luzern und beschäftigt über 480 Mitarbeitende. Das Unternehmen verfügt über 145 Fahrzeuge, darunter 12 Doppelgelenk-Trolleybusse und 26 Gelenk-Trolleybusse. vbl feiert in
­d iesem Jahr 75 Jahre Trolleybus in Luzern. Aus diesem Anlass bietet das Verkehrshaus der
Schweiz in Zusammenarbeit mit vbl einen Verkehrsgarten mit Trolleybus-Modellen i­ nklusive
Werkstatt und Waschanlage.
6
Interview
Achtsam und gelassen
Seit über 30 Jahren ist Rolf Fröhlich als Buschauffeur in Luzern unterwegs. Sein Beruf verlangt
in jedem Moment volle Konzentration, denn Hektik und Unachtsamkeit haben zugenommen.
Kein Tag gleicht dem andern. Das liebt er, ebenso wie die Fahrten auf der «Königslinie».
Autor Manuel Huber
Sind Sie ein geduldiger Mensch?
Früher liess ich mich schnell stressen, etwa vom engen
Taktplan. Das führte zu gesundheitlichen Problemen.
Daraus habe ich gelernt und bin heute viel geduldiger.
Eine wichtige Voraussetzung für Ihren Beruf.
Auf jeden Fall. Man fährt viel defensiver und kann mit
schwierigen Situationen und Hektik besser umgehen.
Was wird von einem Chauffeur erwartet?
Man braucht ein Flair für die Dimensionen der Busse und
sollte belastbar sein. Vor allem aber muss man flexibel
sein. Wir arbeiten frühmorgens, nachts, an Wochenenden
und Feiertagen. Wir fahren täglich zwei bis drei verschiedene Linien und haben unterschiedlich lange Pausen.
Wie gehen Sie damit um?
Mir macht diese Unregelmässigkeit Spass. Jeder Arbeitstag ist anders. Dazu kommt, dass die Strassenverhältnisse ständig wechseln, es immer andere Fahrgäste hat
und die Baustellen kommen und gehen. Auch Einsätze
mit den Nachtbussen oder Fahrten als Bahnersatz geben
Abwechslung.
Wie sind Sie Buschauffeur geworden?
Dank meiner Frau (lacht). Als ich noch Chauffeur bei der
­M igros war, hat meine Frau gesehen, dass die vbl neue
Chauffeure sucht und hat meine Bewerbung eingegeben.
Ich wurde zu Tests aufgeboten und erhielt bereits drei Tage
später die Zusage der vbl.
Heute fahren Sie Auto- und Trolleybusse.
Worin unterscheiden sie sich?
Die Trolleybusse sind sanfter und ruhiger zu fahren als die
Dieselbusse. Ich persönlich fahre aber lieber mit den Autobussen. Auf diesen Linien kommt man aus dem Zentrum
raus und kann durch die Natur fahren. Immer nur im Stadtverkehr unterwegs zu sein, macht mich kribbelig.
Dann führt Ihre Lieblingslinie wohl aus dem Zentrum raus.
Ja, ich fahre am liebsten die Linie 24 nach Meggen. Weil
sie dem See entlang geht, man die Berge sieht und aus
der Stadt kommt. Diese Linie ist übrigens bei allen Chauffeuren sehr beliebt. Daher nennen wir sie die Königslinie.
Wie hat sich der Beruf in den vergangenen
Jahren verändert?
Der Verkehr hat spürbar zugenommen und die Fahrzeiten
sind straffer geworden. Auch die Menschen haben sich
verändert. Sie sind heute stärker unter Zeitdruck, oft auch
unachtsamer, rücksichtsloser und abgelenkter, etwa
durch ihre Smartphones und Kopfhörer.
Und die Konsequenz daraus?
Unterwegs als Chauffeur muss man immer 200 Prozent
präsent sein. 100 Prozent reichen nicht, um alles zu erfassen, was gerade passiert. Man muss nicht nur auf den
Bus und die Passagiere achten, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer mitdenken. Plötzlich öffnen
sich Autotüren, Velofahrer missachten Rotlichter oder
Fussgänger betreten ohne Vorwarnung die Strasse.
Welche Herausforderungen gibt es
im Innern des Busses?
Das sind unter anderem Randalierer oder betrunkene
Personen, die auf andere Fahrgäste losgehen. Bei solchen Zwischenfällen ist es wichtig, dass die Chauffeure
die Situation richtig einschätzen. Es stellt sich die Frage,
ob man die Situation alleine klären kann oder doch besser
die Polizei anfordert.
Sie erleben viel in Ihrem Beruf. An welche Geschichte
erinnern Sie sich besonders?
An eine Fahrt von Ebikon nach Luzern, als eine junge Frau
im Bus plötzlich zusammengebrochen ist. Ich habe sie
beatmet und dann die Ambulanz gerufen. Die Frau hat
überlebt und kam einige Tage später vorbei, um sich persönlich bei mir zu bedanken. Das hat mich sehr gefreut.
Es stellte sich heraus, dass sie im Bus einen schweren
epileptischen Anfall hatte.
Trotz solchen Erlebnissen und intensiven Tagen
– ist es für Sie noch immer ein Traumjob?
Ja, das kann man so sagen. Ich habe als Kind schon davon geträumt und fahre noch immer sehr gerne Bus. Auch
nach meiner Pensionierung möchte ich gerne einzelne
Einsätze übernehmen.
Und was machen Sie zum Ausgleich,
damit Sie im Job die nötige Konzentration
und Gelassenheit haben?
Ich male und zeichne viel. Zudem gehe ich täglich 10 bis
15 Kilometer. Ich mache meinen Arbeitsweg immer zu
Fuss und nutze auch die Pausen, um stundenlange Spaziergänge zu machen. Wenn ich Frühdienst habe, stehe
ich um zirka 2 Uhr auf und gehe die rund 6 Kilometer zu
Fuss ins Busdepot oder zum Bahnhof. Das gibt mir viel
Energie und hält mich fit. n
7
2
in motion
1
Nostalgie auf dem Wasser
Auf dem Wasserbecken der Verkehrshaus-Arena verkehren legendäre Pedalos.
Eine einzigartige Flotte an Oldtimer-Tretbooten in schnittigem Schweizer Fahrzeugdesign
lädt auf eine gemütliche Fahrt mit eigener Muskelkraft ein. Die Besucher geniessen
südliches Flair und Schweizer Klassiker.
AUTOR This Oberhänsli
K
aum konnte man sich in den 50er-Jahren des
20. Jahrhunderts wieder frei in Europa bewegen,
entwickelte Oskar Forster am Bodensee mit seinem Pedalo das Schweizer Freizeitmobil schlechthin. Auf
fast allen grösseren Gewässern der Schweiz boten diese
Fahrzeuge jedem Touristen die Möglichkeit, sich aufs
Wasser zu begeben, um die Natur zu geniessen. Lange
bevor jedermann ein eigenes Auto besass, bot das Pedalo aber auch für Vater, Mutter und die Kinder eine Möglichkeit, mit einem selbstgesteuerten Fahrzeug die kleine
Welt entlang des Ufers zu erobern. Das Pedalo wurde
zum Inbegriff der wiedergewonnenen Freiheit. Die Geschichte des Tretbootes ist noch zu schreiben, dies ist
umso interessanter, als es sich beim Tretboot um ein verkanntes Fahrzeug touristischer Mobilität handelt. Ja, es
dürfte sich letztlich um das wichtigste touristische Individualverkehrsmittel handeln.
8
Schweizer Design vom Feinsten
Das Design mit den beiden seitlichen Schwimmern und
der autoähnlichen Karosserie wurde zum Inbegriff eines
Tretbootes. Selbst im Angebot des grössten deutschen
Deko-Figurenherstellers Preiser für Modelleisenbahn
konnte man ausschliesslich diese Forsa-Tretboote bestellen. Die Modellreihe erhielt den Namen «Clipper», der
sich von den damals schönen amerikanischen Automobilen ableiten dürfte. Es gab sowohl eine eigenständige Automarke namens Clipper als auch den berühmten, edlen
Packard mit der Typenbezeichnung Clipper. Formal sehr
verwandt ist die Tretbootform gar dem englischen Dreirad
Allard Clipper. Auch wenn die amerikanischen Nachkriegsautomobile Pate für die Form dieser Boote standen,
so erinnern sie heute doch eher an Autoscooter.
Die zweite grosse Modellreihe von Forsa nannte sich
Standard oder Export. Diese hatten die Form kleiner Aus­
senbord-Speedboote, so dass sich die Passagiere ganz
als Süsswasserkapitäne fühlen konnten. Auch diese Boote überzeugen durch eine pragmatische, aber elegant
einfach Formgebung.
3
5
4
Werkstoff Aluminium
Die Karosseriewerkstatt Forsa von Oskar Forster in Diessenhofen im Kanton Thurgau hatte sich ganz auf den
Bau mit dem damals sehr modernen Werkstoff Aluminium
spezialisiert. Dabei entstanden Autoaufbauten, Motorradseitenwagen und sogar Fahrradanhänger. Die Unverwüstlichkeit von Aluminium empfahl dieses Material aber
gerade auch für den Bootsbau. Neben etlichen Arbeitsbooten stand bei Forsa die Entwicklung von kleinen, sicheren und einfach zu handhabenden Freizeitbooten im
Vordergrund. Der Antrieb erfolgte mittels Tretpedalen
über ein Getriebe auf eine Welle und die Schiffsschraube.
Beim Typ Export kam eine ganz andere Antriebsart zur
Anwendung. Die Tretpedale übertrugen die Kraft auf eine
Kette, die am Bootsheck eine moderne Form eines
Schaufelrades antrieb. So sind auf dem Arenabecken des
Verkehrshauses auch die beiden wichtigsten Antriebsformen für motorisierte Schiffe erlebbar. n
1 E ugen Forster mit seinem Buick auf
dem Gotthard bei einem Bootstransport
ins Tessin.
2 B lick auf Locarno 1963: Postkarte
mit Forsa-Pedalos.
3 B ootsauslieferung mit einem Ford
Fairlaine der Firma Forsa 1956 vor der
hauseigenen Werkstatt.
4 P rototyp mit Autokühlergrill 1963:
Ein ähnliches Pedalo ging als Typ «Pfeil»
in die Kleinserienproduktion.
5 D ie Forsa-Werft in Diessenhofen TG
um 1959.
9
Verkehrshaus
Trolleybus Days
Vom 20. bis 22. Mai 2016 finden in der Arena die «Trolleybus Days» in
Zusammenarbeit mit den Verkehrsbetrieben Luzern (vbl) statt, welche
dieses Jahr das Jubiläum «75 Jahre Trolleybus» feiern. Nostalgie wird
dabei gepaart mit der technischen Innovation der Zukunft. Einerseits
werden Oldtimer-Trolleybusse präsentiert, und andererseits zeigen
führende Anbieter Entwicklungen der elektrischen Traktion für die
­Zukunft auf. Kinder können mit Mini-Trolleybus-Modellen aus der
­ganzen Schweiz herumfahren.
Fantastic Plastic
Die Modell- und Farbenvielfalt ist einzigartig.
Ob Limousine, Sportwagen oder Cabriolet:
Am 4. Juni 2016 trifft sich die internationale
Kunststoff-Auto-Szene im Verkehrshaus zum
dritten Mal. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren entstanden überall auf der Welt auto­
mobile Träume mit Karosserien aus glas­
faserverstärktem Kunststoff. Der Werkstoff
ermöglichte auch die Fertigung kleinster Serien
zu vertretbaren Preisen. Kommen Sie ans internationale Treffen der Kunststoffautos.
Mitgliedertag
Am Samstag, 25. Juni 2016, findet der traditionelle Mitgliedertag mit der ordentlichen Mitgliederversammlung statt.
Unsere Vereinsmitglieder dürfen sich auch in diesem Jahr auf
ein spezielles Programm im Kreis der Verkehrshaus-Familie
freuen. Reservieren Sie sich dieses Datum und freuen Sie
sich auf einen erlebnisreichen Tag. Gleichtags finden auch
die «Rail Days» statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
10
Kinderland Openair 2016
Eines der erfolgreichsten Familien-Events geht wieder auf grosse Schweizer
Tournee und gastiert am Sonntag, 3. Juli 2016, in Luzern am Churchill-Quai.
Das Kinderland Openair verspricht Spiel und Spass für Kinder bis 12 Jahre.
Mit Hüpfburg, Geschicklichkeitsspielen, Kinderschminken, Bastelecke oder
musikalischen Darbietungen von bekannten Künstlern wie Andrew Bond
oder Christian Schenker & Grüüveli Tüüfeli. Auch das Verkehrshaus ist mit
­einer Attraktion mit von der Partie. Mehr Informationen: www.kinder-land.ch
Neues Reservationstool
Damit Ihr Ausflug zum Erlebnis wird, hat das Verkehrshaus das Reservationstool
für Schulen weiterentwickelt. Es erscheint in einem neuen Design und wurde
auch für Mobilgeräte konfiguriert. Das Tool ermöglicht den Lehrerinnen und Lehrern, ein Benutzerkonto zu eröffnen, und online Angebote des Schuldienstes
zu reservieren sowie zu aktualisieren. Mit dem neuen Reservationstool konnte
die Benutzerfreundlichkeit verbessert werden.
Packende NEAT-Geschichten
Erfahren Sie mehr zu dem Jahrhundertbauwerk GotthardBasistunnel in unserer Führung zur Sonderausstellung.
­E rleben Sie am Beispiel von drei imposanten Gotthard­
modellen und vielen originalen Verkehrsmitteln die Faszination und die Herausforderung der Alpendurchquerung.
Ihr Guide erklärt Ihnen, wie das möglich wurde und wie
sich die Wege und Transportmittel über die Jahrhunderte
verändert haben.
Dauer: 60 Minuten; Anzahl Teilnehmer: max. 20 Personen
Reservation: [email protected]
Telefon +41 41 375 74 05.
11
FILMTHEATER
Das Abenteuer Wildnis
260 Kilometer von San Francisco entfernt durchziehen unzählige Trails die überwiegend
unberührte Natur des Yosemite National Park. Hier befindet sich der höchste Wasserfall
der USA und im Park kann Bekanntschaft aus nächster Nähe mit wilden Vierbeinern
gemacht werden.
Autor Andreas Hottenrott
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Andreas Hottenrott ist Reisejournalist und hat für knecht
reisen den Yosemite-Nationalpark besucht. Der Reiseveranstalter knecht reisen ist Supporter des VerUSA un
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Welten der legendären amerikanischen Naturparks
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«Wild America»
Es vergeht noch etwas mehr als eine Stunde, bis ich den
höchsten Punkt des Yosemite Fall erreiche. Fast 750 Meter
über dem Boden belohnt ein atemberaubender Anblick für
die körperlichen Anstrengungen. Der von geschmolzenem
Schnee gespeiste Wasserlauf tost und zu meinen Füssen
erstreckt sich das grüne Yosemite Valley. Etwas weiter östlich schaue ich direkt auf den Half Dome, eine Steinformation, die zu den Wahrzeichen des Parks zählt. In den folgenden Tagen spaziere ich im Schatten uralter Mammutbäume
oder lasse meine Beine in den kristallklaren
Merced River baumeln. Unvermittelt schlendert ein Schwarzbär vom Waldrand her auf
eine Wiese. Auf diese Begegnung war ich
nicht gefasst. Seine Ohren zucken kurz in
meine Richtung, dann stöbert er mit seiner
Nase im hohen Gras. Gleich neben einem
solch kraftvollen Tier – nicht getrennt voneinander durch dicke Gitterstäbe – ist ein unbeschreibliches Gefühl.
Nicht nur im Yosemite National Park, sondern
im gesamten Südwesten der USA finden Naturfreunde wie ich wundervolle Rückzugsorte. Hier gibt es den tiefblauen Crater Lake in
einem eingestürzten Vulkan, den Arches National Park mit seinen bizarren Steinbögen
oder den Yellowstone National Park mit seinem berühmten Geysir Old Faithful. Alle diese
Regionen sind auf ihre Art einmalig. Eines haben sie allerdings gemeinsam: Sie bringen
mich raus aus dem Grossstadt-Dschungel.
Mitten hinein ins Abenteuer Wildnis. n
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in leises Rauschen begleitet fast den ganzen Aufstieg und steigert sich in den letzten Minuten zu einem mächtigen Grollen. Nach einer weiteren Kurve
auf dem steinigen Weg präsentiert sich der eindrückliche
Wasserfall. Weit oben schiessen Wassermassen über
den Rand einer steil aufragenden Granitwand. Ein angenehmer Sprühnebel legt sich auf die Haut. Bei der
schweisstreibenden Wanderung ist die Abkühlung mehr
als willkommen.
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… eine der schärfsten Chili-Schoten der
… die Spanisch-Brötli-Bahn das erste
Verkehrshaus-Objekt war?
Welt aus Indien stammt?
Die Schärfe wird in der Wissenschaft
Aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums
in Scoville-Einheiten (SCU) gemessen.
der Schweizer Eisenbahn wurde
Die Chili-Schote «Bhut Jolokia» hat
sie 1947 originalgetreu nachgebaut.
1 Mio. SCU und kann bei Verzehr durch
Diese Nachbildung wurde dem Verkehrshaus geschenkt.
eine ungeübte Person einen Ohnmachtsanfall auslösen. Zum Vergleich:
… es einen Nordpolmarathon gibt?
Die durchschnittliche mexikanische
Der Nordpolmarathon ist der weltweit
Tabasco-Sauce hat einen Wert von
einzige zertifizierte Marathon, der
5000 SCU.
nicht auf Land, sondern auf einem zugefrorenen Gewässer gelaufen wird.
… Scuol die flächenmässig grösste
Aus Sicherheitsgründen wird auf eipolitische Gemeinde der Schweiz ist?
nem meist nur rund 4 Kilometer langen
Durch die Fusion von Ardez, Ftan,
Rundkurs gelaufen, der für die MaraGuarda, Scuol, Sent und Tarasp per
1. Januar 2015 ist die Gemeinde im
thondistanz entsprechend etwa
Kanton Graubünden nun 438 Quad10-mal zu absolvieren ist. Im Jahr
ratkilometer gross. Die beiden flä2015 fand er beim russischen Forchenmässig kleinsten Gemeinden
schungscamp Barneo etwa 50 km
vom Nordpol entfernt statt. 45 Läufer
sind Kaiserstuhl im Kanton Aargau
aus 22 Nationen haben 2015 Jahr
und Rivaz im Kanton Waadt mit je
­daran teilgenommen.
0,32 Quadratkilometern.
… in der Mongolei Sternschnuppen
als Unglückszeichen gelten?
Im Volksglauben der Steppenbewohner zeigen sich in Sternschnuppen
die Seelen der Verstorbenen auf ihrer
Reise in Jenseits. Auch die Ureinwohner auf den Andamanen-Inseln
im Indischen Ozean fürchten sich
vor Sternschnuppen. Sie sehen darin
Fackeln, mit denen böse Geister
Jagd auf Menschen machen, wenn
sich diese unvorsichtigerweise
nachts im Freien aufhalten.
Autor Olivier Burger
Der Nati-Car
Die Sammlung des Verkehrshauses ist um
ein Exponat reicher. Die Schneider Reisen
& Transporte AG stellt den ersten Car der
Fussball-Nationalmannschaft dem Museum
für Mobilität zur Verfügung: ein bewährtes
Transportmittel mit exklusiven Fahrgästen.
Er war ein stetiger Begleiter der Schweizer
Fussball-Nationalmannschaft. Gefahren
wurde er von Mario Brönnimann, der immer
noch Chauffeur der Profikickers ist. Der erste Car des Fussballteams, der von 2002 bis
2007 im Einsatz war, gehörte zur ersten
Generation der Luxusliner. Zum Komfort zählten drei ergonomische Lederfauteuils pro
Reihe und ein flacher Innenboden. Anschlüsse für Natel, Laptop, Telefax, Video- und
DVD-Anlage rundeten das Angebot ab. Die
Sitzplatzordnung war klar festgelegt. Vom
Goalie-Trainer bis zum Stürmer, jeder hatte
seinen Stammplatz. Der Zutritt war exklusiv.
Die Spielerfrauen waren nicht erwünscht.
Als die U16-Fussballjunioren Weltmeister wurden, durften sie mit dem Nati-Reisebus
nach Bern zum Empfang mit Bundesrat Ueli
Maurer fahren.
Das Unternehmen Schneider Reisen & Transporte AG, dem der Reisecar gehört, hat sich
entschieden, das Fahrzeug auszumustern und
dem Verkehrshaus der Schweiz als Leihgabe
zu übergeben. Dieser wird in der Arena des
Verkehrshauses ausgestellt. Das Familienunternehmen aus Langendorf, das auf PremiumBusreisen spezialisiert ist, verfügt über eine
topmoderne Flotte. Im Rahmen der Ersatzbeschaffung kam die Idee auf, den noch fahrfähigen Luxusliner nach Luzern in den Vorruhestand zu schicken. Reisecars sind weltweit ein
erprobtes Verkehrsmittel. Die aktuellen Modelle mit tiefen Schadstoffemissionen pro Personenkilometer entsprechen den ökologischen
Anforderungen moderner Transportmittel. n
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agenda
«Wild America»
Entdecken Sie die faszinierenden Welten der legendären amerikanischen Naturparks. Die Abenteuerreise durch die Wildnis der unberührten
Naturlandschaften Amerikas ist atemberaubend.
26. Juni 2016
Film-Brunch
«Indien – Königreich des Tigers»
Lassen Sie sich im Imax-Format in eine der ältesten Zivilisationen der Welt entführen. Der Film
zeigt, wie eng das Schicksal des eleganten und
kraftvollen Tigers mit der Geschichte Indiens
verbunden ist.
PLANETARIUM
Bis auf weiteres
Bis auf weiteres
«Jean-Michel Cousteau’s Secret Ocean»
Jean-Michel Cousteau, Sohn des Ozeanforschers Jacques Cousteau, ermöglicht
bahnbrechende Einblicke in eine geheime Welt der Ozeane. Der Film vermittelt
die Botschaften, dass die kleinsten Lebensformen im Meer die mächtigste Kraft
sind, von der wir alle abhängen.
Bis auf Weiteres, siehe Tagesprogramm, Filmtheater
«Galapagos 3D»
In der Weite des Pazifischen Ozeans liegt e
­ in
Paradies wie kein anderes: das GalapagosArchipel. Auf diesen faszinierenden, entlegenen
vulkanischen Inseln hat sich das Leben über
­Millionen Jahre hinweg in relativer Isolation
­entwickelt. Das Ergebnis ist ein Wunderland
der Natur.
Bis auf Weiteres, siehe Tagesprogramm,
Filmtheater
«Geheimnis Dunkle Materie»
Woraus besteht der Kosmos? Diese Frage beschäftigt uns seit Menschengedenken. Rund ein
Viertel des gesamten Universums besteht aus
einer geheimnisvollen dunklen Materie. Wir wissen:
Sie ist da. Woraus besteht sie?
MUSEUM
Ab 24. Mai 2016
Bergbahnoffensive
Die Seilbahn-Ausstellung bekommt ein neues
Gesicht. Zudem wird mit einer neuen, begehbaren
Attraktion das Thema «Seilbahnen» erlebbarer
gemacht. Steigen Sie ein und lassen Sie sich überraschen.
Bis auf weiteres
Captain Coop
Spiel und Spass für die Familie. Auf der kniffligen
Entdeckungstour durchs Museum gilt es versteckte Posten zu finden, spannende Aufgaben
zu lösen und Punkte zu sammeln. Eine Führung
der besonderen Art.
«Die Zauberflöte»
Anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums der Übertragung von Opern auf Kino-Grossleinwänden zeigt die Metropolitan Opera in New York eine neue Produktion der
«Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart. Die gekürzte, in Englisch gesungene
und mit deutschen Untertiteln versehene Version ist eine moderne Inszenierung.
23. Mai 2016, siehe Opera Live, Filmtheater
«Rail Days 2016»
Änderungen vorbehalten. Den aktuellen Veranstaltungskalender finden Sie jeweils auf www.verkehrshaus.ch
An diesen Thementagen präsentieren Ihnen das Verkehrshaus,
befreundete Museen, Vereine,
Sammler und Partner ausgewählte
Schätze aus ihren Sammlungen
zum Thema Schienenverkehr,
­s tellen aktuelle Projekte vor und
pflegen einen regen Erfahrungs­
austausch.
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Ausgabe 22
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Bis auf weiteres
«Planetarium LIVE»
Wir nehmen Sie mit auf eine Reise, die neben
dem heutigen Sternenhimmel auch einmalige und
erlebnisreiche Ausflüge in die Weiten des Weltraums beinhaltet. Alles wird vom Vorführpersonal
live kommentiert.
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24. bis 26. Juni 2016
Programm und Tickets unter www.verkehrshaus.ch
Mitglieder
© SRK, Remo Nägeli
© PHOTOPRESS/Pius Koller
«Weltreise
Rotes Kreuz»
Als Verkehrshaus-Mitglied erhalten Sie
durch diese Sonderausstellung eine weitere
Attraktion, die Sie kostenlos erleben dürfen.
AUTORIN Katharina Schindler
«W
eltreise Rotes Kreuz» – diese einzigartige
Sonderausstellung hat das Schweizerische
Rote Kreuz (SRK) zusammen mit dem Verkehrshaus der Schweiz Ende 2015 für das Publikum im
Untergeschoss der Halle Luft- und Raumfahrt eröffnet.
Hier spannt sich wunderbar der Bogen zwischen den
beiden Organisationen – von Hilfeleistungen nach Katastrophen und der Überwindung logistischer Herausforderung in den oft schwer zugänglichen Gebieten, in denen
sich das SRK schon seit 150 Jahren engagiert. Die
­A usstellung bietet Einblicke in die faszinierende Welt der
Rotkreuz-Hilfe – und in die Lebensrealität der Menschen
in Äthiopien, Ghana, Haiti, Honduras, Nepal und den
­P hilippinen.
Unterstützen Sie
die Rotkreuz-Arbeit
© IFRC
Sechs Länder – stellvertretend für ein Engagement,
das viel umfassender ist
Tatsächlich engagiert sich das Schweizerische Rote
Kreuz in 30 Ländern mit Interventionen zur Verbesserung
der Katastrophenvorsorge, dem Wiederaufbau nach Erdbeben oder Wirbelstürmen, aber auch mit vielfältigen Projekten im Gesundheitsbereich und bei der Hilfe für Menschen auf der Flucht.
Helfen heisst längst nicht mehr, nur Hilfsgüter verteilen,
Medikamente abgeben oder Experten aus der Schweiz in
arme Länder entsenden. Vielmehr geht es darum, die
Menschen vor Ort zu stärken, damit sie den Herausforderungen des oft harschen Alltags besser gewachsen sind.
Ob Erdbeben in Nepal, Taifun auf den Philippinen oder Dürre
in Äthiopien: Das Schweizerische Rote Kreuz hilft Menschen
in Not. Seine kompetenten Logistik- und Gesundheitsteams
sind nach Katastrophen rasch im Einsatz und unterstützen
die Partner vor Ort bei der Nothilfe. Langfristig stärkt es die
lokalen Strukturen, damit die Menschen für Katastrophen
und Alltagsrisiken besser gewappnet sind.
Auch Sie können Ihren persönlichen Beitrag leisten.
Spenden sind herzlich willkommen. (www.redcross.ch/spenden
oder direkt auf Postkonto 30-9700-0).
Startpackung «TGV Lyria»
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SHOP
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«TGV Lyria» nachempfundene fünfteilige Zuggarnitur ist
der ideale Einstieg für Modelleisenbahner. Der MärklinZug (Spur HO) wird mit Batterien betrieben und verfügt
über Magnetkupplungen. Die Startpackung enthält
22 Geleise, eine Kreuzung und ein kabelloses Steuergerät.
Preis: CHF 73.90. Erhältlich im Verkehrshaus Shop.
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oder [email protected]
Pro Haushalt ist nur eine Person teilnahmeberechtigt, Mitarbeiter vom Verkehrshaus
der Schweiz sind ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.
Eine Barauszahlung der Preise ist nicht möglich. Es wird keine Korrespondenz geführt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Lösungszahl der Ausgabe 22 lautete 32562. Je eine Familientageskarte für den
Zoo Zürich haben gewonnen: Marianne Freylinger, Wettswil; Renato Smaldore, Kriens.
2 Einzeleintritte (Erwachsene) für den Zoo Zürich hat gewonnen: Adelheid Schumacher,
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PUBLIREPORTAGE
Kooperation
mit Spitzen
Leichtathletik
Luzern
Rubrik
AUTOR Stephan Zopfi
Seit 30 Jahren hat sich Spitzen Leichtathletik
Luzern zu einem der besten Leichtathletikmeetings der Welt entwickelt. Genauso wie das
Verkehrshaus als einzigartige Kulturinstitution
gehört Spitzen Leichtathletik Luzern heute zu
den Branchenleadern. Am Dienstag, 14. Juni,
profitieren die Mitglieder des Verkehrshauses
zum 30-Jahr-Jubiläum von einer exklusiven
Ticketaktion.
S
pitzen Leichtathletik Luzern 2016 wird für die besten
Schweizer Athletinnen und Athleten zu einem echten
Gradmesser mit der internationalen Spitze. Die Standortbestimmung ist wertvoll für den Feinschliff in der letzten
Vorbereitungsphase auf die Europameisterschaften in Amsterdam (6.–10. Juli) bzw. die Olympischen Spiele in Rio de
Janeiro (5.– 21. August). Die Luzerner sind bekannt für die clever zusammengestellten Startfelder, die den besten Schweizer Athletinnen und Athleten zu Erfolgserlebnissen verhelfen
bzw. sie zu Spitzenergebnissen anspornen. Europameister
Kariem Hussein (400 m Hürden) wird ebenso am Start
sein wie Europameisterin Selina Büchel (800 m indoor)
und WM-Finalistin Noëmi Zbären (100 m Hürden). Aber
auch die WM-Vierte Nicole Büchler (Stabhochsprung)
und Publikumsliebling Mujinga Kambundji (100 m/200 m)
werden in starken Felder ihre EM-Ambitionen unterstreichen. Wie das Verkehrshaus strahlt auch Spitzen Leichtathletik
Luzern weit über die Region hinaus. Der Anlass wird auch in
diesem Jahr wieder live von Eurosport und TV 24 übertragen
und von rund 10 Millionen TV-Zuschauern in 58 Ländern verfolgt werden. «Mittendrin statt nur dabei» ist der Slogan der
Organisatoren des Leichtathletikclubs Luzern. Denn nirgends
können die Zuschauerinnen und Zuschauer so nah am
­Geschehen dabei sein wie in Luzern. Das beginnt schon beim
Aufwärmen der Athletinnen und Athleten, das im Innenraum
der Leichtathletiktribüne Allmend hautnah mitverfolgt werden
kann. Genau wie die Exponate im Verkehrshaus können die
Stars des Anlasses nicht hinter einer Plexiglasscheibe, sondern im direkten Kontakt erlebt werden. Spannende Momente
sind also am 14. Juni garantiert.
Verkehrshaus-Aktion
Mitglieder des Verkehrshauses profitieren am 14. Juni
von einer einmaligen Ticketaktion. Auf die besten
Tribünenplätze (CHF 49.–) erhalten sie einen Rabatt
von 20%. Bestellung* bis 31. Mai 2016 per Mail an:
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*Pro Mitglied sind max. zwei Tickets bestellbar. Bei Bestellung Namen, Adresse, PLZ/Ort, Mitglieder-
nummer und Anzahl Tickets angeben. Solange Vorrat. Nicht kumulierbar mit anderen Rabatten.
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