30. april – 4. mai

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30. april – 4. mai
Old-/Youngtimer
30. april – 4. mai
Zum
Gelati nach Italien
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G
Zum Gelati
an den Lago
Maggiore
Frühjahrslüften
Glauben Sie’s uns. Es gibt sie
bereits ab April, kurz nach
Frühjahrserwachen, die warmen Sonnenstrahlen. Weniger in
unseren Breitengraden. Mehr im
Süden. Auf der anderen Seite der
Alpen. In Italien und Frankreich.
Klar, bei uns kann es um diese
Jahreszeit auch schon warme
Stunden und Tage geben. Aber
die sind mehr Zufallstreffer.
Der Süden ist in dieser Beziehung
eindeutig verlässlicher.
eht’s Ihnen auch so über den Winter? Die Kälte, oftmals gepaart mit Eis und
Schnee, schlägt irgendwann aufs gute Gemüt, geht einem so etwas auf den Seier? Was kann man dagegen tun? Abwechslung ist angesagt. Mann geht in seine Garage.
Die ist nicht einmal beheizt. Mann fröstelt relativ schnell. Er nimmt in seinem Auto Platz.
Der Drang danach ist unbändig. Alles fühlt sich vertraut an. Kein Wunder. Er hat in der
letzten Saison manchen Kilometer zurückgelegt. Gas, Bremse, Kupplung, Lenkung, alles
funktioniert, lässt sich leicht betätigen. Das Startritzel rastet mit deutlich wahrnehmbarem Klacken ein. Er verkneift es sich, den Startvorgang bis zum schönen Ende durchzuziehen. Nein, der Motor soll nicht laufen, so sehr es auch pfupfert (reizt). Er trommelt mit
seinen Fingern ungeduldig aufs sauber geputzte Lenkrad, wirft einen hastigen Blick in
den Außenspiegel. Seine Ungeduld springt ihn förmlich an. „Ich will raus“. Und nicht nur
er. Auch sein Auto. Beide stehen bereits für schöne Kilometer in den Startlöchern.
Er ruft nochmals laut: „Ich will raus.“ Aber nichts tut sich. Das Garagentor, das einzig
Vernünf­tige in dieser Dreierrunde, macht keinen Ruck, bleibt hermetisch geschlossen,
versperrt den Weg. „So ein Sch…“ hört man ihn fluchen. Aber das Tor bleibt unnachgiebig, „boggelhart“.
Ihre Frau macht sich schon Sorgen. Sie weiß zwar, wo Sie sind. Dort, wo Sie sich immer
um diese Jahreszeit aufhalten. Aber so lange fehlen Sie sonst nie. Sie kommt, realisiert
blitz­schnell Ihren verzweifelten Blick. Sachte, zärtlich legt sie ihren Arm um Ihre Schultern, schmiegt ihre warmen Wangen an Ihre kalten, spricht ganz bedächtig mit Ihnen,
spendet Trost. Sie bittet Sie in Ihre gemeinsame Wohnung. Dort nehmen Sie Platz. Ihre
Frau reicht Ihnen das Boxenstop-Magazin Freizeit und Reisen. Sie haben schon unzählige Male darin ge­schmö­kert. Sie kennen mehr oder weniger alle Reisen. Einmal mehr
stoßen Sie auf die Reise zum Gelati nach Italien. Ihre Frau ändert urplötzlich ihren Tonfall.
Mit ihrem rotlackierten, rechten Zeigefinger deutet sie auf diese Reise. Mit leicht erhöhter, aber umso bestimmter, spricht sie den entscheidenden Satz: „Schatz, da machen
wir mit. Die Reisen mit Boxenstop machen immer so viel Laune. Wir beide bereiten dem
Winterblues ein schnelles Ende, reisen nach Italien an den Lago Maggiore.“ Eine gute
Entscheidung. Ganz typisch Frau. Sie geben sich geschlagen. Das war’s. Basta.
Am Lago Maggiore angekommen, haben Sie den Winterstaub bereits ordentlich aus
Ihren Knochen geschüttelt. Dem Frühjahrslüften steht nichts mehr entgegen.
»
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Mittwoch, 30. April
Das erste laue Lüftchen
Alle Teams treffen sich in der Schweiz im
rätischen Chur. Wir begrüßen alle Gäste
mit einem gemein­
samen Frühstück vom
Buffet. Gäste, die bereits einen Tag früher
anrei­sen wollen, können gerne über uns in
diesem Hotel ein Zimmer buchen. Gegen
10:30 Uhr fällt der Start­schuss. Über Ilanz,
entlang des Hinterrheins, geht’s nach Disentis, mehr oder weniger parallel zur Strecke des berühmten Glacier-Express.
In Disentis biegen Sie links Richtung Süden zum Lukmanierpass ab. Bei Bellinzona verei­
nigen sich die drei Passstraßen Gotthard, Lukmanier und Bernardino. Den Lago Maggiore
erreichen Sie bei Locarno. Die Uferstraße ist Ihr Begleiter, mehr oder weniger bis Stresa.
Sie überqueren die Schweiz-italienische Grenze, erreichen wieder die Europäische
Union, passieren Verbania, Baveno. Am Nachmittag biegen Sie in Stresa zum Grand
Hotel Bristol**** ab.
Wir haben für alle Gäste Zimmer mit Seeblick reserviert. Sie stürmen auf Ihre „Bude“,
reißen die Fenster sperrangelweit auf, ziehen den Frühling tief in Ihre Lungen, strecken
Ihre Arme nach oben, sind froh, dass Ihre Frau die Entscheidung fürs Frühjahrlüften abgenommen hat. Sie beide fallen sich (über-)glücklich in die Arme. So wie früher. Es darf
durchaus auch ein bisschen mehr sein. Ab hier schweigt des Sängers Höflichkeit.
Am Abend treffen sich alle Teams zum Begrüßungsaperitif und zum ersten Menü.
Für viele erscheint Stresa wie ein Stück Côte d’Azur. Denn der knapp 5000 Einwohner
zäh­len­de Flecken ist von den Alpen und dem Lago Maggiore malerisch eingerahmt. Ihr
Hotel liegt zentral. Nach dem Abendessen machen Sie die ersten Gehversuche auf einer
der schönsten Promenaden Italiens, dem Lungolago. Beim Bummeln finden Sie den geographischen Ver­gleich bestätigt.
Donnerstag, 1. Mai
Und das zweite
Sie haben gut geschlafen. Aus unserer Sicht dürfte nichts dagegen sprechen.
Sie bedienen sich vom Frühstücksbuffet, bevor Sie sich auf ein eindrucksvolles Kurvenge­
schlängel machen. Ihren Fahrtag stellen Sie unter das Motto „Tag der Arbeit“. Sie machen
dem Feiertag alle Ehre. Spätestens im zahlreichen Kurvengeschlängel. Ihr erstes Ziel ist
der Monte Mottarone. Sein Gipfel liegt auf 1491 Meter. Über eine mautpflichtige Straße
schrauben Sie sich nach oben. Vom Gipfel genießen Sie regelmäßig eine eindrucksvolle
Aussicht auf die Alpenkette vom Monte Viso bis zum Ortler.
Danach geht’s wieder zurück ins Tal. Leider können wir Ihnen denselben Weg nicht ersparen. Bei Orta erreichen Sie den gleichnamigen See. Sie umrunden ihn südwestlich.
Heute wird’s Zeit für ein Picknick. Boxenstop lädt dazu ein.
Kurvenfahren macht Spaß. Klar, es ist ganz einfach das berühmte Salz in der Suppe. Auf
den nächsten Kilometern bis Verallo bieten wir Ihnen mächtig Salz, geben Ihnen Saures.
Verspro­chen. Sie besuchen die an Kunstschätzen so reiche Stadt. Hier haben große
Meister für eine eindrucksvolle Architektur, Malerei und Bildhauerei gewirkt. Allenfalls die
Hauptstadt Turin kann es in dieser Beziehung mit Verallo aufnehmen. Sie stillen Ihr Kulturbedürfnis und Ihre pure Lust auf italienisches Gelati. Lecker, einfach lecker.
Über Borgosesia geht’s zurück nach Stresa. Sie haben sich ans Kurvenfahren mittlerweile ge­wöhnt. Bevor Sie an Entzugserscheinungen leiden, legen wir Ihnen ein weiteres
ent­spre­chen­des Asphaltband unter die Räder.
Sie biegen in Stresa wieder zum Hotel Bristol ab. Spätestens heute sollten Sie den weit über
die Landesgrenze hinaus bekannten Ort kennenlernen. Stresa hat tolle Geschäfte. Sie führen die angesagteste Mode in Bella Italia. Bis zum Abendmenü bleibt Ihnen genügend Zeit.
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Freitag, 2. Mai
Haben sie schon ihr gelati geschlotzt?
Der Lago Maggiore hat eine Westseite.
Richtig. Und: Eine Ostseite. Auch richtig.
Die sollen Sie heute kennenlernen. Und
zwar richtig ausgiebig.
Sie biegen vom Hotelparkplatz Richtung
Süden/Arona ab. Straßenmäßig bieten
sich nicht allzu viele Spielräume. Sie
müssen die Uferstraße benutzen. Spätestens in Castelletto drehen Sie auf die
Sträßchen ab, die Sie lieben. Bei Leggiuna machen Sie sich auf den Weg ins Lan­des­innere. Erneut haben wir für Sie Straßen
herausgesucht, die kurvig, kurvig, kurvig sind. Immer wieder „schrammen“ Sie an der
Schweizer Grenze vorbei. Auf Höhe von Cannobio er­rei­chen Sie erneut die Uferstraße.
Vorbei an Livino erreichen Sie Laveno. Sie setzen mit ei­nem Fährschiff auf die Nordseite, nach Intra über. Die Straße von Verbania nach Stresa ist nicht allzu spannend.
Wir können sie Ihnen leider nicht ersparen. Umso mehr freuen Sie sich auf ein weiteres
Menü im Hotel.
Samstag, 3. Mai
Aber jetzt wird´s zeit. ab in die nächste gelateria!
Ein weiteres Mal schwingen Sie sich total elegant auf den Sitz Ihres Autos. Sie beherrschen den Hüftschwung ganz perfekt: Haltungsnote 6. Kein Wunder, Sie haben ja
schlussendlich den gesamten Winter über in Ihrer kalten Garage trainiert. Dafür werden
Sie jetzt mit einer abso­luten Eleganz entschädigt. Heute ist nochmals kräftiges Frühjahrslüften angesagt. Auch wenn der Winterstaub schon ordentlich verpustet ist. Sie umrunden den Lago di Mergozzo, der stille See. In Verbania verlassen Sie die Uferstraße,
fahren über kleine Sträßchen durchs Hinterland nach Cannobio.
Mal sehen, vielleicht schaffen Sie auch noch einen Abstecher zu den berühmten Gärten
der Villa Taranto. Hier wachsen über 20.000 verschiedene Pflanzenarten. Möglicherweise
blühen dort (noch) die in ihrer Vielzahl und Farbenpracht einzigartigen Tulpen.
Von Cannobio geht’s weiter Richtung Norden nach Malesco, immerhin knapp 800 Meter hoch gelegen. Ihr nächstes Ziel ist Domodossola, eine umtriebige Marktstadt. Am
Samstag wird hier ein traditionsreicher Markt abgehalten. Mitten im Herzen der Stadt,
auf dem Marktplatz mit seinen Bogengängen und Loggien. Italienische Märkte haben etwas lebensbejahendes, Fröhliches, Stimmungsvolles. Nach Domodossola geht’s bergab
zurück zum Lago Maggiore. Möglicherweise liegt noch ein Abstecher zum Valle Anzasca
drin. Schau mer mal.
Am Nachmittag biegen Sie zum letzten Mal bei diesem Gelati zum Parkplatz Ihres Grand
Ho­tels ab.
Heute Abend sind Sie aushäusig. Boxenstop lädt Sie ein in ein schönes Restaurant
mit lan­des­­typischer Küche. In jedem Fall können Sie heute Abend Ihren Führerschein
vergessen. Sie fahren im Bus oder im Boot. Möglicherweise auch auf eine der borromäischen Inseln.
» Unsere Leistungen
− Grand Hotel Bristol****, Stresa
4 x ÜF/Abendmenü
− Frühstück im Hotel Chur***, Chur
− Abendmenü in einem
typischen Restaurant inkl. Transfer
−KulTour
−Picknick
−Bordbuch/Straßenkarte
−Koffer-/Pannenservice
− Tourenbegleitung
» ihr reisepreis
− Person/DZ
990,00 €
−EZ-Zuschlag 180,00 €
Sonntag, 4. Mai
Heimreise
» Zusatznacht (Aufpreis)
Das war’s liebe Gäste. Sie haben in den letzten Tagen hoffentlich viel Gelati geschlotzt.
Wir wer­den jedenfalls unseren Teil dazu beitragen. Nach einem weiteren Frühstück vom
Buffet, ma­chen Sie sich auf den Heimweg Richtung Norden.
Gute Fahrt!
−Hotel Chur***, Chur
−Ü/Abendmenü
− Person/DZ
90,00 €
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