Jahresbericht 2008 - Lehrstuhl für Finanzmathematik

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Jahresbericht 2008 - Lehrstuhl für Finanzmathematik
Jahresbericht 2008
HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik
HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik
JAHRESBERICHT
für den Zeitraum
Juli 2007 bis Juni 2008
Fakultät für Mathematik
HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik
Leiter: Prof. Dr. Rudi Zagst
Technische Universität München
Fakultät für Mathematik
Boltzmannstr. 3
85748 Garching b. München
Telefon:
Fax:
E-Mail:
Internet:
++49/89/289-17406
++49/89/289-17407
[email protected]
www.mathfinance.ma.tum.de
Jahresbericht 2008
Inhaltsverzeichnis
1.
Grußwort ....................................................................................................................... 5
2.
Vorwort ......................................................................................................................... 6
3.
Das Team ....................................................................................................................... 7
Prof. Dr. Rudi Zagst ♦ Prof. Dr. Jan Kallsen ♦ Prof. Dr. Thorsten Schmidt ♦ Margot
Wagner ♦ Anneliese Zehetmair ♦ Dr. Andreas Grau ♦ Dipl. Math. Oec. Stephan Höcht ♦
Dipl. Math. Oec. Melanie Ilg ♦ Dipl.-Wirt.-Math. Anna Kalemanova ♦ Dr. Andreas Kolbe
♦ Dipl. Math. Julia Kraus ♦ Dipl. Math. Oec. Jan Mai ♦ Dipl.-Wirt.-Math. Kathrin Maul ♦
Dipl. Math. Johannes Muhle-Karbe ♦ Dr. Matthias Scherer ♦ Dr. Katrin Schöttle ♦ Dipl.Wirt.-Math. Richard Vierthauer ♦ Dr. Stefan Dirnstorfer ♦ Norbert Schöpke ♦ Dr. Ralf
Werner ♦ Dr. Bernd Schmid ♦ Adam Hanslik
4.
Lehrveranstaltungen................................................................................................... 13
WS 2007/2008 ............................................................................................................. 13
Vorlesungen: Continuous Time Finance (FIM, Augsburg) ♦ Discrete Time Finance ♦
Fixed Income Markets ♦ Simulation in der Finanzmathematik
Seminare: Quantitative Risk Management ♦ Professional Risk Management and Fixed
Income Markets (FIM, Augsburg)
SS 2008....................................................................................................................... 14
Vorlesungen: Discrete Time Finance (FIM, Augsburg) ♦ Continuous Time Finance ♦
Kreditrisikomodellierung ♦ Portfolio Theory and Asset Pricing ♦ Mathematische Statistik
(Stochastik 4)
Seminar: Fixed Income Derivatives
5.
Dissertationen ............................................................................................................. 16
Andreas Grau ♦ Stephan Höcht ♦ Melanie Ilg ♦ Anna Kalemanova ♦ Andreas Kolbe ♦
Julia Kraus ♦ Jan Mai ♦ Kathrin Maul ♦ Johannes Muhle-Karbe ♦ Katrin Schöttle ♦
Richard Vierthauer
6.
Diplomarbeiten/Bachelorarbeiten .............................................................................. 20
7.
Sponsoren ................................................................................................................... 35
8.
Drittmitteleinwerbung ................................................................................................. 40
9.
Preise und Auszeichnungen ...................................................................................... 41
10. Elitestudiengang „Finance & Information Management“ ......................................... 42
11. Veranstaltungen ......................................................................................................... 48
12. Vortragsübersicht der Institutsmitglieder ................................................................. 55
13. Publikationen ............................................................................................................. 58
14. Pressestimmen .......................................................................................................... 66
4
Jahresbericht 2008
1. Grußwort
Jüngst wurde es uns von der OECD wieder bestätigt:
Deutschland steuert auf einen eklatanten Mangel an
Akademikern zu. In kaum einem anderen entwickelten Land
gehen so wenig junge Menschen eines Jahrgangs an die
Universität wie bei uns. Die Folge: Schon heute haben viele
Unternehmen Probleme, hoch qualifizierten Nachwuchs zu
finden. Probleme, die gemäß der OECD-Analyse noch deutlich
wachsen werden.
Gleichzeitig werden die nachwachsenden Jahrgänge immer
dünner; der demografische Wandel immer spürbarer. Junge
Leute entwickeln sich zu einem knappen Gut. Und knappe
Güter müssen besonders pfleglich behandelt werden. Vor
diesem Hintergrund zeigt sich einmal mehr, wie richtig es war,
dass sich die HypoVereinsbank vor rund fünf Jahren mit dem „HVB-Stiftungsinstitut für
Finanzmathematik“ für eine hochwertige Ausbildung engagiert hat.
Unsere Bank betrachtet dieses Engagement als eine klassische win-win-Situation: Einerseits
gestalten wir die Gesellschaft mit, in der wir erfolgreich tätig sind und der wir uns verpflichtet
fühlen. Im Sinne eines Corporate Citizen beteiligen wir uns im Rahmen unserer
Möglichkeiten daran, dieses Land fit zu machen für die Zukunft und etwas von dem
zurückzugeben, was uns auf den Märkten Deutschlands ermöglicht wurde.
Andererseits investieren wir genau in jene Menschen, die wir als Unternehmen zukünftig
dringend brauchen werden: Mitarbeiter, die in der Finanzmathematik Außerordentliches
leisten und im besten Sinne des Wortes in ihrem Bereich eine Elite bilden. Wir freuen uns
sehr, dass exzellente Forschungsbedingungen und die Konzentration von hervorragenden
Nachwuchswissenschaftlern an diesem Institut so herausragende Ergebnisse zeigen. In
diesem Jahresbericht kann man – einmal mehr – nachlesen, was geleistet wurde. Besonders
herausstellen möchte ich, dass es an diesem Institut immer wieder gelingt, Theorie und
Praxis miteinander zu verbinden und fruchtbar zusammenzuführen. Die vielen
Diplomarbeiten, Publikationen und Promotionen legen darüber Zeugnis ab und machen das
HVB-Stiftungsinstitut auch international immer mehr zu einer hörbaren Stimme.
Ich gratuliere daher dem „HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik“ und jedem einzelnen
seiner Mitstreiter zu den großartigen Arbeitsergebnissen. Diese Ergebnisse machen es uns
leicht, unser Engagement auf diesem Gebiet fortzuführen. Ich wünsche allen Beteiligten
weiterhin viel Spaß und viele Erfolge!
Ihr
Dr. Theodor Weimer
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Jahresbericht 2008
2. Vorwort
Auch im fünften Jahr unseres Bestehens freut es mich sehr
Ihnen mitteilen zu können, dass sich das HVB-Stiftungsinstitut
sehr erfolgreich weiterentwickelt hat. Und noch mehr freut es
mich, dass sich diese positive Entwicklung sowohl in der
Forschung, als auch in der Zusammenarbeit mit der Praxis
vollzogen hat. So wurden von den 25 Diplom- und
Bachelorarbeiten im letzten Geschäftsjahr mehr als ein Drittel
in Zusammenarbeit mit der Praxis geschrieben. Drei
abgeschlossene
Promotionen,
26
eingereichte
und
größtenteils
bereits
in
angesehenen
internationalen
Zeitschriften akzeptierte Publikationen sowie zahlreiche
Einladungen als Vortragende zu internationalen Tagungen
sind ein Beleg der regen Forschungstätigkeit und der stetig
steigenden internationalen Anerkennung des Instituts.
Ein besonderes Aushängeschild unserer Forschung und Lehre sind neben unserer
preisgekrönten „Risk Factory“ die zahlreichen weiteren Preise und Auszeichnungen, die im
letzten Jahr errungen werden konnten: Dr. Matthias Scherer erhielt den „SüdwestmetallPreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2007“ für seine Doktorarbeit im Bereich der
Kreditvergabepraxis bei Banken und Kreditinstituten. Philipp Aigner, Georg Beyschlag, Tim
Friederich und Markus Kalepky gewannen mit ihrer Bachelorarbeit "Private Equity as an
Asset Class" den 1. Platz beim DZ Bank Karriere-Preis 2008 in der Kategorie "Bachelor
Theses / Diplomarbeiten (BA)". Rudi Zagst wurde von der Zeitschrift Unicum Beruf zum
"Professor des Jahres 2007" in der Kategorie “Naturwissenschaften und Medizin“ ernannt
und sowohl in das „Who is Who in the World“ als auch in das „Risk Who is Who“ aufgenommen.
Auch im vergangenen Jahr gab es wieder einige personelle Änderungen: Herr Prof. Dr. Jan
Kallsen nahm einen Ruf an die Universität Kiel an. Ihm und seinem mit ihm nach Kiel
gewechselten Assistenten Herrn Richard Vierthauer danke ich für die gute Zusammenarbeit
und wünsche ihnen in ihrer neuen Umgebung alles Gute. Herrn Prof. Dr. Thorsten Schmidt
danke ich für die engagierte Übernahme der Vertretung von Jan Kallsens Stelle im
vergangenen Sommersemester. Herrn Dr. Andreas Grau, Herrn Dr. Andreas Kolbe und Frau
Dr. Katrin Schöttle gratuliere ich zum erfolgreichen Abschluss ihrer Promotion und bedanke
mich für Ihre engagierte Mitarbeit im Institut. Neu am Institut begrüßen durften wir Herrn Jan
Mai und Frau Kathrin Maul. Beiden wünsche ich viel Erfolg bei der Arbeit an ihren
Promotionsprojekten.
Und nun wünsche ich Ihnen wieder viel Spaß beim Lesen unseres Jahresberichts 2008 und
freue mich auf Ihr Feedback, Ihre Anregungen und auf eine weiterhin gute und erfolgreiche
Zusammenarbeit!
München, im September 2008
Ihr
Prof. Dr. Rudi Zagst
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Jahresbericht 2008
3. Das Team
PROF. DR. RUDI ZAGST
Prof. Dr. Rudi Zagst studierte Wirtschaftsmathematik an der
Universität Ulm. Nach seiner Dissertation im Bereich der
stochastischen
dynamischen
Optimierung
ging
er
zur
HypoVereinsbank AG. Hier war er als Leiter der Abteilung
Produktneuentwicklung im Institutional Investment Management tätig
bevor er als Leiter Consulting zur Allfonds International Asset
Management GmbH wechselte und schließlich im Jahr 1997
Geschäftsführer der RiskLab GmbH - Private Research Institute for
Financial Studies wurde. Seit 1992 nahm Prof. Zagst verschiedene Lehraufträge der
Universitäten Augsburg, St. Gallen, München, Ulm und Singapur wahr. Nach seiner
Habilitation im Jahr 2000 an der Universität Ulm nahm Herr Prof. Zagst im Jahr 2001 einen
Ruf an die Technische Universität München als Professor für Finanzmathematik an und ist
dort seit 2002 Direktor des Zentrums Mathematik und Leiter des HVB-Stiftungsinstituts für
Finanzmathematik. Im Jahr 2003 wurde Herr Prof. Zagst zum Ehrenvorsitzenden des
Aufsichtsrates der risklab germany GmbH und zum Zweitmitglied der Fakultät für
Wirtschaftswissenschaften ernannt. Seit 2004 ist er Mitglied des Steering Committees des
Münchner Chapters, seit 2005 Mitglied des Academic Advisory Committees der Professional
Risk Managers„ International Association (PRMIA) und seit 2007 Mitglied des Fitch Academic
Advisory Boards (FAAB). Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt in den Bereichen
Financial Engineering, Risiko- und Asset-Management. Im Jahr 2007 wurde Prof. Zagst von
der Zeitschrift Unicum Beruf mit dem Preis „Professor des Jahres 2007“ für sein Engagement
um eine praxisnahe Ausbildung seiner Studenten ausgezeichnet.
PROF. DR. JAN KALLSEN
Nach seinem Studium in Kiel und Freiburg und weiteren Stationen an
der Boston University sowie der TU Wien habilitierte sich Jan Kallsen
im Juli 2002 an der Universität Freiburg im Fach Mathematik. Im Wintersemester 2002/03 übernahm er eine Lehrstuhlvertretung an der
LMU München. Im Oktober 2003 erhielt er einen Ruf an das HVBStiftungsinstitut für Finanzmathematik, an dem er bis September 2007
als Professor tätig war. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen
Hedging, Derivatbewertung und Portfoliooptimierung in unvollständigen Märkten. Zum Wintersemenster 2007/08 wechselte er an die Christian-AlbrechtsUniversität zu Kiel.
PROF. DR. THORSTEN SCHMIDT
Thorsten Schmidt studierte Mathematik an der Universität Gießen.
Seine Promotion mit Thema Kreditrisiko erhielt er im Jahre 2003. Seit
2003 ist er Juniorprofessor für Finanzmathematik an der Universität
Leipzig. Wesentliche Forschungsschwerpunkte sind Finanzmärkte mit
Kreditrisiko, die Auswirkungen von unvollständiger Information auf
Bewertung und Absicherung in Finanzmärkten sowie Energiemärkte.
Im Sommersemester 2008 vertrat er die Professur für Finanzmathematik an dem HVB Stiftungsinstitut für Finanzmathematik.
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Jahresbericht 2008
MARGOT WAGNER
Nach ihrer Ausbildung zur Stenokontoristin arbeitete Frau Margot
Wagner zunächst sechs Jahre als Lehrstuhlsekretärin an der
Mathematischen Fakultät der Universität Ulm. Anschließend erweiterte
sie ihr Spektrum bei den Firmen ratiopharm, Deutsche Telekom sowie
einer Schreinerei und war zuletzt bei einem Internet-Provider
beschäftigt. Seit März 2002 ist sie Lehrstuhlsekretärin am HVBStiftungsinstitut für Finanzmathematik.
ANNELIESE ZEHETMAIR
Im Anschluss an ihre Ausbildung zur Büroassistentin arbeitete Frau
Anneliese Zehetmair weitere zehn Jahre bei der Firma BMW AG in
München als Sachbearbeiterin. Nach der Familienpause erweiterte sie
ihr Spektrum bei den Firmen Holographic Systems München GmbH
und P.u.P. Feuerschutz und Anlagenbau GmbH. Seit Juni 2006 ist sie
als Lehrstuhlsekretärin am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik
beschäftigt.
DR. ANDREAS GRAU
Andreas Grau hat Abschlüsse von der Technischen Universität
Hamburg-Harburg und der University of Waterloo (Kanada). Von 2003
bis 2007 arbeitete Herr Grau als wissenschaftlicher Angestellter am
HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik. Dabei war er u.a.
Projektleiter der RiskFactory und Koordinator des Elitestudiengangs
Finance & Information Management. Er ist Spezialist für numerische
Methoden zur Analyse exotischer Derivate und koordinierte das
Projekt Theta Engineering, welches im Oktober 2007 als Thetaris
GmbH ausgegründet wurde. Seine Dissertation über effiziente Monte-Carlo Methoden für
vollständige und unvollständige Märkte schloss er im Februar 2008 ab und ist zur Zeit
Geschäftsführer der Thetaris GmbH.
DIPL. MATH. OEC. STEPHAN HÖCHT
Stephan Höcht studierte Finanz- und Wirtschaftsmathematik an der TU
München. Seit August 2006 ist er im Rahmen einer Forschungskooperation mit Algorithmics Inc. als wissenschaftlicher Angestellter
am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik tätig.
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Jahresbericht 2008
DIPL. MATH. OEC. MELANIE ILG
Melanie Ilg studierte Wirtschaftsmathematik an der Universität Ulm
und erwarb an der Texas A&M University den Master of Science in
Financial Mathematics. Seit August 2003 ist sie als wissenschaftliche
Angestellte am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik tätig.
DIPL.-WIRT.-MATH. ANNA KALEMANOVA
Anna Kalemanova studierte an der Shevchenko Universität Kiew und
an der Universität Kaiserslautern Mathematik. Seit Oktober 2001
arbeitet sie als financial engineer bei risklab germany. Ihre
Forschungsschwerpunkte sind Kreditrisikomodellierung und die
Bewertung exotischer Kreditderivate.
DR. ANDREAS KOLBE
Andreas Kolbe studierte Finanz- und Wirtschaftsmathematik an der
Technischen Universität München. Nach seinem Studium war er sechs
Monate lang als Trainee im Risk Office der BayernLB beschäftigt. Seit
Januar 2005 war er im Rahmen einer Forschungskooperation mit der
BayernLB wissenschaftlicher Angestellter am HVB-Stiftungsinstitut für
Finanzmathematik und schloss im Februar 2008 seine Promotion über
„Valuation of mortgage products with stochastic prepayment-intensity
models“ ab.
DIPL. MATH. JULIA KRAUS
Julia Kraus begann ihr Studium der Mathematik an der Technischen
Universität München. Nach dem Abschluss mit dem Titel Bachelor of
Science wechselte sie in den gemeinsamen Elite-Studiengang
„Finance & Information Management“ der Universität Augsburg und
der Technischen Universität München. Seit Januar 2007 arbeitet sie in
Teilzeit bei risklab germany und promoviert im Rahmen einer
Forschungskooperation am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik im Bereich dynamische Anlagestrategien.
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Jahresbericht 2008
DIPL. MATH. OEC. JAN MAI
Jan Mai studierte von Oktober 2002 bis Oktober 2007 DiplomWirtschaftsmathematik an der Universität Ulm. Zusätzlich erwarb er im
Rahmen eines Auslandsjahres an der Universität von Syracuse (USA)
den Master of Science in Mathematik. Seit November 2007 ist er als
wissenschaftlicher Angestellter am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik tätig.
DIPL.-WIRT.-MATH. KATHRIN MAUL
Kathrin Maul studierte Wirtschaftsmathematik an der Universität
Bayreuth. Seit Juli 2007 ist sie im Rahmen einer Forschungskooperation mit der BayernLB als wissenschaftliche Angestellte am
HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik tätig.
DIPL. MATH. JOHANNES MUHLE-KARBE
Johannes Muhle-Karbe studierte Mathematik mit Nebenfach
Wirtschaftswissenschaften an der TU München. Thema seiner
Diplomarbeit war die Lösung des Portfolioproblems in Modellen mit
stochastischer Volatilität. Seit November 2006 ist er als wissenschaftlicher Angestellter am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik tätig.
DR. MATTHIAS SCHERER
Matthias Scherer studierte von Oktober 1999 bis Januar 2005 DiplomWirtschaftsmathematik an der Universität Ulm. Zusätzlich erwarb er im
Rahmen eines Auslandsjahres an der Universität von Syracuse (USA)
den Master of Science in Mathematik. Im Anschluss an sein Studium
promovierte er an der Universität Ulm am Lehrstuhl von Prof. Kiesel
über strukturelle Kreditrisikomodelle, die Promotion schloss er im Mai
2007 ab. Seit Januar 2007 ist er Koordinator des gemeinsamen Elitestudiengangs FIM der TU München und der Universität Augsburg.
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Jahresbericht 2008
Dr. Katrin Schöttle
Katrin Schöttle studierte Wirtschaftsmathematik an der Universität Ulm
und erwarb zusätzlich im Rahmen eines Austauschprogramms den
Master of Science in Applied Mathematics an der San Diego State
University. Anschließend arbeitete sie für drei Jahre bei der risklab
germany GmbH in der Abteilung Portfolio Analytics und gehört seit Juli
2003 zum Institut. Sie schloss ihre Promotion über
„Robust
Optimization with Application in Asset Management“ im November
2007 ab.
DIPL.-WIRT.-MATH. RICHARD VIERTHAUER
Richard Vierthauer studierte an der Technischen Universität München
Finanz- und Wirtschaftsmathematik. In seiner Diplomarbeit befasste er
sich mit semiglatten Newton-Verfahren zur Bewertung amerikanischer
Optionen. Seit März 2004 war er als wissenschaftlicher Angestellter
am HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik beschäftigt. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen in den Bereichen
Finanzmarktmodellierung, Hedging und Derivatbewertung. Zum Wintersemester 2007/08 wechselte er an die Christian-AlbrechtsUniversität zu Kiel.
DR. STEFAN DIRNSTORFER
Dr. Stefan Dirnstorfer hat an der Technischen Universität München
Informatik studiert und abgeschlossen. Nach mehrjähriger Arbeit für
eine Bank und ein Beratungshaus setzte er seine akademische
Laufbahn mit einer Doktorarbeit zur Anwendung informatorischer
Prinzipien in der Finanzmathematik fort. Herr Dirnstorfer war der
Hauptentwickler der Kerntechnologie des Projektes Theta Engineering
und arbeitet zur Zeit bei der Thetaris GmbH.
NORBERT SCHÖPKE
Norbert Schöpke hat ein Informatikstudium an der Fachhochschule
München abgeschlossen. Nach mehrjähriger Projektarbeit in der
Softwarebranche verfügt er über fundierte Kenntnisse in den
Bereichen Software Engineering und Projektmanagement. Herr
Schöpke zeichnete für die Anwendungsentwicklung und die
Qualitätssicherung bei Theta Engineering verantwortlich und arbeitet
zur Zeit bei der Thetaris GmbH.
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Jahresbericht 2008
Dr. Ralf Werner
Ralf Werner studierte Mathematik mit Nebenfach Informatik an der
FAU Erlangen. Parallel zur Promotion in Optimierung arbeitete er als
Handelsassistent im Wertpapierhandel der SchmidtBank Nürnberg.
Danach war er in der SchmidtBank Nürnberg sowie mehrere Jahre bei
risklab germany tätig. Mittlerweile leitet Herr Werner die Modellvalidierungsgruppe bei der Hypo Real Estate Holding, nachdem er
vorher eine Position als Senior Risk Analyst für Marktrisikomethodik
bei der Allianz innehatte. Er unterstützt seit dem Wintersemester
2002/03 regelmäßig das HVB-Stiftungsinstitut für Finanzmathematik
als Lehrbeauftragter für den Bereich Financial Optimization. Seine Forschungsinteressen
betreffen hauptsächlich den Einsatz von Optimierungsmethoden in der Finanzmathematik.
DR. BERND SCHMID
Bernd Schmid studierte an den Universitäten Ulm und Syracuse (USA)
Mathematik und Operations Research mit Schwerpunkt auf
stochastischer dynamischer Optimierung. Nach einem neunmonatigen
Praktikum bei Commerz Financial Products wechselte er als Financial
Engineer zur risklab GmbH (HVB Group) und begann mit der Arbeit an
seiner Dissertation an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, die er 2001 erfolgreich abschließen konnte. Seit Juni 2006
arbeitet Bernd Schmid als Executive Director im Bereich Fixed Income
bei der UBS Investment Bank in London und ist dort für das Marketing
von UBS CreditDelta in der Region Deutschland/Schweiz/Oesterreich verantwortlich. Seine
Tätigkeits- und Forschungsschwerpunkte umfassen die für das Kreditrisikomanagement
relevanten Fragestellungen sowie die Bewertung von Zinsinstrumenten und Kreditderivaten.
ADAM HANSLIK
Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann arbeitete Adam Hanslik
im IT-Helpdesk der HVB-Tochter Allfonds International Asset
Management GmbH. 1999 wechselte er zur risklab germany GmbH,
wo er als Verantwortlicher den gesamten EDV-Betrieb betreute. Nach
einem halbjährigen Auslandsaufenthalt begann er im Jahre 2003 an
der FH München sein Wirtschaftsinformatik-Studium, das er voraussichtlich 2008 mit dem Abschluss „Bachelor of Information Systems
and Management“ beenden wird. Das derzeitige Arbeitsfeld umfasst
die Betreuung der IT-Infrastruktur des HVB-Stiftungsinstituts und der
RiskFactory sowie infrastrukturrelevante Planungen und Erweiterungen.
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Jahresbericht 2008
4. Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2007/2008
Vorlesungen:
CONTINUOUS TIME FINANCE (FIM, AUGSBURG)
Diese Vorlesung richtet sich in erster Linie an die Studierenden des Elitestudiengangs
Finance & Information Management und wird im Rahmen des Zyklus Finanzmathematik
angeboten. Zunächst werden die grundlegenden mathematischen Konzepte vorgestellt, die
zur späteren Beschreibung und Analyse der Finanzmärkte benötigt werden. Im Anschluss
daran wird definiert, was man unter einem Finanzmarkt versteht und wie sich die
Preisdynamik der primären Handelsgüter mit Hilfe so genannter Itô-Prozesse beschreiben
lässt. Die zentralen Konzepte replizierender Handelsstrategien sowie arbitragefreier und vollständiger Märkte werden vorgestellt und ein allgemeiner Bewertungsansatz für europäische
Contingent Claims im Rahmen des zugrunde liegenden Finanzmarktmodells bewiesen.
Dieser wird sodann auf das bedeutsame Beispiel des verallgemeinerten Black-Scholes
Finanzmarktes angewendet mit dem Resultat der bekannten Bewertungsformeln europäischer Standardoptionen. Die Bewertung weiterer Derivate wie z.B. Forward- und Futureskontrakte sowie Optionen auf Futures und exotische Optionen rundet das Spektrum ab.
DISCRETE TIME FINANCE
Diese Vorlesung richtet sich in erster Linie an die Studierenden der Finanz- und
Wirtschaftsmathematik und wird im Rahmen des Zyklus Finanzmathematik angeboten. Das
Ziel dieser Vorlesung ist die Einführung wichtiger finanzmathematischer Konzepte in
diskreter Zeit. Anhand des Einperiodenmodells werden zentrale Begriffe wie Arbitragefreiheit
und Vollständigkeit der Märkte erläutert und ein Bewertungsansatz für Contingent Claims
vorgestellt. Darauf aufbauend werden diese Themen für das Mehrperiodenmodell
verallgemeinert und bis hin zur Bewertung von exotischen Optionen vertieft.
FIXED INCOME MARKETS
In der Vorlesung werden zunächst die grundlegenden Begriffe der Zinsrechnung eingeführt
und die Bewertung von Coupon Bonds und Forward Rate Agreements besprochen. Im
Anschluss daran wird definiert, was man unter einem Zinsmarkt versteht und wie sich dieser
in die allgemeine Theorie der Finanzmärkte einbetten lässt. Nach einem allgemeinen
Bewertungsansatz für europäische Contingent Claims werden verschiedene Zinsstrukturmodelle besprochen. Das Spektrum der Ein- und Mehrfaktormodelle reicht hierbei von den
Short-Rate Modellen über das Heath-Jarrow-Morton Modell bis hin zu den sogenannten
LIBOR Market Models. Die Bewertung der wichtigsten Zinsderivate wie z.B. Futures, Swaps,
Caps und Floors sowie Optionen auf Coupon Bonds oder Swaptions bildet den Abschluss
der Vorlesung.
SIMULATION IN DER FINANZMATHEMATIK
Diese Vorlesung ist als Ergänzung zum Zyklus Finanzmathematik gedacht. Der
Hauptschwerpunkt der Lehrveranstaltung liegt auf der sukzessiven Entwicklung einer
Simulationsumgebung zur Berechnung von Kontrahentenrisiken. Unter anderem werden in
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Jahresbericht 2008
diesem Zusammenhang das Cube-Konzept von Algorithmics eingeführt sowie die
Kalibrierungen von Zinsmodellen sowohl im risikoneutralen als auch im realen
Wahrscheinlichkeitsmaß durchgeführt. Weitere Themen sind u.a. die Bewertung von
Collateralised Debt Obligations (CDOs) mittels Monte-Carlo-Simulation und die Simulation
von Investmentstrategien, z.B. CPPI. Die Vorlesung wird durch zwei halbtägige Rechnerübungen (Matlab) ergänzt.
Seminare:
QUANTITATIVE RISK MANAGEMENT
Das Seminar behandelt das Buch "Quantitative Risk Management" von Alexander McNeil,
Rüdiger Frey und Paul Embrechts. Besprochen werden wichtige Themen aus dem Gebiet
des quantitativen Risikomanagements, wie z.B. die Grundkonzepte und Standardmethoden
des Risikomanagements und gängige Risikomaße. Des Weiteren widmen sich die Studenten
der Theorie und der Simulation von Copulas. Ein weiterer Themenblock beschäftigt sich mit
der Modellierung und dem Management von Kreditrisiko.
PROFESSIONAL RISK MANAGEMENT AND FIXED INCOME MARKETS (FIM, AUGSBURG)
Basierend auf dem Zertifizierungsprogramm der Professional Risk Manager International
Association und dem Professional Risk Manager Handbuch beinhaltet dieses Seminar die
Analyse und Bewertung grundlegender Finanzmarktinstrumente, z.B. Bonds, Futures und
Forwards, Swaps, Kreditderivate und exotische Optionen, sowie deren Einsatz im
Risikomanagement. Darüber hinaus werden auch einige berühmte Fallstudien im Kontext
des Risikomanagements behandelt, z.B. Credit Lyonnais oder Bankgesellschaft Berlin.
Sommersemester 2008
Vorlesungen:
DISCRETE TIME FINANCE (FIM, AUGSBURG)
Diese Vorlesung richtet sich an die Studierenden des Elitestudiengangs Finance &
Information Management. Das Ziel dieser Vorlesung ist die Einführung wichtiger
finanzmathematischer Konzepte in diskreter Zeit. Anhand des Einperiodenmodells werden
zentrale Begriffe wie Arbitragefreiheit und Vollständigkeit der Märkte erläutert und ein
Bewertungsansatz für Contingent Claims vorgestellt. Darauf aufbauend werden diese
Themen für das Mehrperiodenmodell verallgemeinert und bis hin zur Bewertung von
exotischen Optionen vertieft.
CONTINUOUS TIME FINANCE
Diese Vorlesung richtet sich in erster Linie an die Studierenden der Finanz- und
Wirtschaftsmathematik und wird im Rahmen des Zyklus Finanzmathematik angeboten.
Zunächst werden die grundlegenden mathematischen Konzepte vorgestellt, die zur späteren
Beschreibung und Analyse der Finanzmärkte benötigt werden. Im Anschluss daran wird
definiert, was man unter einem Finanzmarkt versteht und wie sich die Preisdynamik der
primären Handelsgüter mit Hilfe so genannter Itô-Prozesse beschreiben lässt. Die zentralen
Konzepte replizierender Handelsstrategien sowie arbitragefreier und vollständiger Märkte
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Jahresbericht 2008
werden vorgestellt und ein allgemeiner Bewertungsansatz für europäische Contingent
Claims im Rahmen des zugrunde liegenden Finanzmarktmodells bewiesen. Dieser wird
sodann auf das bedeutsame Beispiel des verallgemeinerten Black-Scholes Finanzmarktes
angewendet mit dem Resultat der bekannten Bewertungsformeln europäischer
Standardoptionen. Die Bewertung weiterer Derivate wie z.B. Forward- und Futureskontrakte
sowie Optionen auf Futures und exotische Optionen rundet das Spektrum ab.
KREDITRISIKOMODELLIERUNG
Die Vorlesung hat zum Ziel, die wesentlichen Ansätze zur Modellierung von Kreditrisiken aus
theoretischer und praktischer Sicht vorzustellen. Ausgehend von einer Charakterisierung von
Kreditrisiken werden Modelle behandelt, die Ausfallereignisse einzelner Kreditnehmer oder
Finanzierungen beschreiben. Daran anschließend erfolgt der Übergang zur
Portfoliomodellierung mit einer Darstellung der Grundlagen gängiger Portfoliomodelle.
Hierbei kommt der Modellierung von Abhängigkeiten zwischen mehreren Kreditnehmern eine
besondere Bedeutung zu. Die Vorstellung der verschiedenen Ansätze wird an Hand von
Praxisbeispielen verdeutlicht, die auch eine Einführung in die Funktionsweise von
Kreditderivaten und Asset Backed Securities einschließen.
PORTFOLIO THEORY AND ASSET PRICING
Die Vorlesung Portfolio Theory and Asset Pricing ist Teil des Zyklus Finanzmathematik. Ziel
der Lehrveranstaltung ist es, einen Einstieg in die Portfoliotheorie zu bieten. So werden alle
gängigen Asset-Klassen vorgestellt und die Mean-Variance Analysis nach Markowitz
behandelt. Die Auswahl von geeigneten Portfolios sowie die Bewertung von unsicheren
Finanztiteln mit Hilfe von Index- sowie Gleichgewichtsmodellen (CAPM) bilden einen
wesentlichen Schwerpunkt der Vorlesung. Die Definition der wichtigsten Risikomaße (Lower
Partial Moments, VaR, CVaR etc.), das Black-Littermann Modell sowie eine Vorstellung der
bekanntesten dynamischen Investment Strategien runden den Stoff ab. Diese Vorlesung
kann alternativ auch als Lehrveranstaltung im Bereich BWL anerkannt werden.
MATHEMATISCHE STATISTIK (STOCHASTIK 4)
In der Vorlesung werden die grundlegenden Fragestellungen der Statistik aus mathematischer Sicht erarbeitet. Dazu gehören die verschiedenen Schätzverfahren wie MaximumLikelihood, Momenten Methode, Bayes Schätzer und die zugehörige Optimalitätstheorie mit
Begriffen wie Effizienz, Suffizienz, Exponentielle Familien, Cramer-Rao-Ungleichung, Large
Sample Theory (Konsistenz, asympt. optische Normalität von Schätzern). Des Weiteren
werden Konfidenz- und Vertrauensintervalle, Hypothesentests sowie das Neyman-Pearson
Lemma behandelt. Die Vorlesung schließt ab mit einer Einführung in Lineare Modelle.
Seminar:
FIXED INCOME DERIVATIVES
Als Grundlage des Seminars dient das Buch "Interest Rate Models - Theory and Practice"
von Damiano Brigo und Fabio Mercurio. Die für dieses Seminar ausgewählten Kapitel
befassen sich mit der Bewertung von Standard- und exotischen Zinsderivaten anhand
marktüblicher Modelle. Ein Schwerpunkt bildet dabei das LIBOR-Market-Model. Des
Weiteren erarbeiten die Studenten die Grundkonzepte zur Bewertung von Caps, Floors,
Swaps und Spread Optionen.
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Jahresbericht 2008
5. Dissertationen
ANDREAS GRAU (ABGESCHLOSSEN IM FEBRUAR 2008)
Makroderivate
Diese Arbeit präsentiert drei neue Ansätze für die Anwendung von Regressionen bei der
Optionsbewertung mittels Monte Carlo (MC) Simulation. Der erste Ansatz zerlegt die
Optionsbewertung in zwei Teile, wobei einer der Teile oft analytisch bekannt ist und der
andere über MC Simulation bestimmt werden kann. Die Kombination der Ergebnisse hat
bessere Konvergenz als die einfache MC Methode. Der zweite Ansatz verwendet dünne
Basisfunktionen für die sogenannte Least-Squares Monte Carlo Methode. Dies erlaubt das
Lösen von hochdimensionalen Optionspreisaufgaben. Die Effizienz dieser Kombination wird
am Beispiel von "Moving Window Asian Options" und Wandelanleihen gezeigt. Der dritte
Ansatz ist der Hauptbeitrag dieser Arbeit: Er beschreibt eine Methode zum Bewerten von
Optionen in unvollständigen Märkten. Diese neue Methode, das sogenannte "SimulationBased Hedging", berechnet varianzoptimale, dynamische Hedgingstrategien auf simulierten
Märkten.
STEPHAN HÖCHT
Loss Given Default Modellierung
Da Kreditrisiken bei einer Vielzahl von Finanzmarktprodukten auftreten können, wurden der
Messung, dem Pricing und dem Management dieser Risiken in letzter Zeit sowohl von Seiten
der Praxis als auch von Seiten der Wissenschaft viel Aufmerksamkeit geschenkt. Eine
Größe, die häufig vernachlässigt wurde, die aber gerade im Rahmen von Basel II ebenso
wichtig für die Kreditrisikosteuerung ist wie die Ausfallwahrscheinlichkeit, ist die sog.
Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default), d.h. der im Falle eines Ausfalls eingetretene
Verlust. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Modellierung des Loss Given Default für
Bankkredite in Abhängigkeit verschiedener Faktoren sowie dessen Zusammenhang zu
Ausfallwahrscheinlichkeiten, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf Pricing und
regulatorische Anforderungen. Die empirische Validierung der Ergebnisse wird durch den
Einsatz einer bisher einmaligen paneuropäischen Datenbank unterstützt.
MELANIE ILG
Kreditrisikomodelle mit unvollständiger Information
Die Bewertung ausfallrisikobehafteter Bonds lässt sich auf zwei Ansätze zurückführen:
strukturelle und intensitätsbasierte Modelle. Während im strukturellen Ansatz versucht wird,
Zahlungsausfälle anhand der Assets einer Firma zu modellieren, konzentriert man sich bei
den intensitätsbasierten Modellen nicht auf die exakte Definition des Ausfalls, sondern auf
die Entwicklung der Ausfallwahrscheinlichkeit. Eine grundlegende Annahme ist stets, dass
die benötigten Daten jederzeit und vollständig zur Verfügung stehen. Bilanzierungsskandale
der letzten Jahre wie z.B. bei Enron zeigen jedoch, dass die veröffentlichten Daten die
Anleger über den wahren finanziellen Status einer Firma täuschen können. Duffie und Lando
integrierten als erste die Annahme über unvollständige Information bezüglich einer Firma in
die Bond-Bewertung. Aufbauend auf dieser ersten Idee wird in dieser Arbeit ein neues,
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Jahresbericht 2008
erweitertes Kreditrisikomodell entwickelt, mit dessen Hilfe Kreditrisiken ebenso wie
Kreditderivate auch unter unvollständiger Information bewertet und einem einheitlichen
Risikomanagement zugeführt werden können.
ANNA KALEMANOVA
Pricing of CDOs and Exotic Credit Derivatives
Although the majority of credit-linked products are still related to a single credit, the demand
for multi-credit products, such as collateralized debt obligations (CDOs), has increased
significantly in recent years. CDOs are one of the most interesting innovations and one of the
most complicated instruments in the market of the 90‟s. A collateralized debt obligation is an
asset-backed security backed by a diversified pool of one or more classes of debt –
corporate and emerging market bonds, ABS and MBS, real estate investment trusts, bank
debt. The list of asset types included in a CDO portfolio is continually expanding. As
collateralized debt obligations gain in popularity, the demand for specialized analytics to
understand the risks in these products is also on the rise. Although CDOs have much in
common with other structured products, such as asset- and mortgage-backed securities,
they also have a number of unique characteristics and require specialized analytics. First,
CDOs tend to be backed by many diverse types of collateral. Second, many CDOs have a
relatively small number of assets, what means they cannot just be treated generically. As a
result, in recent years there is a strong tendency to develop new pricing models for CDOs
(Duffie and Garlenau [2001], Mashal and Naldi [2002], Davis and Lo [1999], Schönbucher
and Schubert [2001]). From the other side, investors still have a lack of understanding the
risks and benefits coming with a CDO investment into their portfolios. It is not only important
to be able to price this instrument, but also to perform the sensitivity analysis and to
investigate its risks in the portfolio context. Our research intention includes the following
problems: further development of CDOs pricing methods with copulas, valuation and
comparison of different CDO modeling methods and a model risk study, development of
optimization methods for portfolios containing CDOs.
ANDREAS KOLBE (ABGESCHLOSSEN IM FEBRUAR 2008)
Valuation of mortgage products with stochastic prepayment-intensity models
Die im amerikanischen Markt üblichen Hypothekenkredite beinhalten eine Option, die es
dem Kreditnehmer erlaubt, den Kredit jederzeit vorzeitig und ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu tilgen (prepayment). Die prepayment-Option macht die finanzmathematische
Bewertung von Hypothekendarlehen (mortgages) und Mortgage-Backed Securities (MBS) zu
einem anspruchsvollen
Problem. Aufbauend auf intensitätsbasierten Modellen für
individuelle Hypothekenkredite werden in dieser Dissertation Bewertungsmodelle für MBS
entwickelt und eine approximative, geschlossene Bewertungsformel für MBS mit festem
Zinssatz hergeleitet. Schließlich wird auf ausgewählte Portfoliooptimierungsansätze mit
MBS und auf die Bewertung von Reverse Mortgages in einem ähnlichen Modellrahmen
eingegangen.
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Jahresbericht 2008
Julia Kraus
Optimale dynamische Anlagestrategien
Am Markt ist eine Vielfalt von dynamischen Anlagestrategien verfügbar. Insbesondere so
genannte „Portfolio Insurance“-Strategien, wie beispielsweise CPPI-Strategien, erfreuen sich
großer Beliebtheit, da sie einen Schutz vor großen Verlusten in fallenden Märkten bieten,
aber gleichzeitig auch die Partizipation an Gewinnen in steigenden Märkten ermöglichen.
Aus Investorensicht ist es wichtig, aus der Vielzahl der existierenden Anlagestrategien die für
ihn optimale Strategie auszuwählen. Hierbei wird der Investor durch eine Nutzenfunktion,
zumeist vom Typ HARA, charakterisiert. Bereits Merton [1969, 1971] beschäftigte sich mit
der Fragestellung, aus der Nutzenfunktion eines Investors diejenige optimale Konsum- und
Anlageregel abzuleiten, die den erwarteten Nutzen dieses Investors aus dem Konsum
während
des
Anlagehorizonts
und
dem
verbleibenden
Endvermögen
am
Auszahlungszeitpunkt maximiert. Black und Perold [1992] zeigten mit Hilfe eines
umgekehrten Ansatzes die Optimalität einer CPPI-Strategie, bei der die Kreditaufnahme
beschränkt ist, für einen Investor mit einer stückweisen HARA-Nutzenfunktion. Ziel dieser
Arbeit ist es, mit einem ähnlichen Ansatz wie Black und Perold [1992] die Optimalität
etablierter Anlagestrategien zu zeigen. Weiterhin sollen neue Anlagestrategien abgeleitet
werden, um schließlich ein Portfolio aus Standard-Investorentypen und den jeweils
zugehörigen optimalen Anlagestrategien zu erhalten.
Jan Mai
Multivariate Default Models
Viele Finanzderivate hängen von mehr als nur einem Underlying ab. Die mathematische
Modellierung von Abhängigkeiten zwischen den Einzeltiteln ist dabei sehr wichtig. Ein häufig
verwendeter Ansatz für eine solche Modellierung basiert auf dem Prinzip der bedingten
Unabhängigkeit. Das bedeutet es gibt einen allgemeinen Marktfaktor, der alle Einzeltitel
beeinflusst. Kennt man diesen Marktfaktor, so sind die Einzeltitel unabhängig. Von
besonderem Interesse für die Praxis sind dabei diejenigen Modelle, bei denen die
Parameter, welche die Einzeltitel beschreiben, getrennt sind von den Parametern, welche die
Abhängigkeit beschreiben. Insbesondere im Bereich des Kreditrisikos fallen Produkte wie
Collateralized Debt Obligations in die Klasse der Produkte, für welche solche Modelle von
Bedeutung sind. Ziel dieser Arbeit ist es, realistische Modelle zu entwickeln, bei denen die
oben genannte Parametertrennung möglich ist. Dabei werden insbesondere Copula mit
singulärer Komponente genauer untersucht.
Kathrin Maul
Modelling and Valuation of Derivatives under Default and Prepayment Risk
Im Zuge der Subprime-Krise sind Hypothekenkredite und deren Verbriefungen wie
Mortgage-Backed Securities (MBS) oder Collateralized Mortgage Obligations (CMOs)
verstärkt in den Fokus von Praxis und Wissenschaft gerückt. Die Bewertung dieser Produkte
ist besonders anspruchsvoll, da neben den im Hypothekenbereich üblichen
Prepaymentrisiken auch Defaultrisiken berücksichtigt werden müssen. Der Erfolg von
intensitätsbasierten Ansätzen im Kreditrisikobereich hat dazu geführt, dass diese Ansätze
seit kurzem auch zur Modellierung des Prepaymentrisikos bei einzelnen Hypothekenkrediten
und MBS eingesetzt werden. Basierend auf diesen Ansätzen soll in dieser Arbeit ein Modell
zur Bewertung von Produkten, die gleichzeitig Default- und Prepaymentrisiken aufweisen,
entwickelt werden. Des Weiteren soll der Einfluss dieser konkurrierenden Risiken auf Pricing
und Risikomanagement der verschiedenen Produkte genauer spezifiziert werden.
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Jahresbericht 2008
Johannes Muhle-Karbe
Portfoliooptimierung unter Transaktionskosten
Eine klassische Fragestellung in der Finanzmathematik ist die Maximierung des erwarteten
Nutzens, den ein Investor durch Konsum erreichen kann, beginnend mit den Arbeiten von
Merton [1969, 1970]. Falls Transaktionen ohne Gebühr durchgeführt werden können, führt
dies zu Portfolios, in denen die Anteile der verschiedenen Wertpapiere konstant gehalten
werden. Bereits beliebig kleine Transaktionskosten sorgen jedoch dafür, dass diese
Strategien zum sofortigen Ruin führen. Beginnend mit dem Artikel von Davis und Norman
[1990] ist das Konsumproblem unter Transaktionskosten vorwiegend mit Methoden aus der
stochastischen Kontrolltheorie behandelt worden. Diese Arbeit verfolgt einen gänzlich
anderen Zugang. Es wird untersucht, wie eine Lösung des Konsumproblems unter
Transaktionskosten bestimmt werden kann, indem man einen Markt ohne
Transaktionskosten betrachtet und zu einem geeigneten anderen Preisprozess übergeht.
KATRIN SCHÖTTLE (ABGESCHLOSSEN IM NOVEMBER 2007)
Robuste Optimierung und ihre Anwendung im Asset Management
In dieser Dissertation werden zunächst parametrische konvexe Kegeloptimierungsprobleme
sowie zugehörige robuste Probleme hinsichtlich ihrer Stabilitätseigenschaften analysiert. Die
Robustifizierung beruht auf einem worst-case Ansatz, der Unsicherheiten in den Parametern
explizit berücksichtigt. Nach theoretischen Untersuchungen zu Vorteilen und Kosten dieser
Methode wird die Robustifizierung auf das im Asset Management weit verbreitete
Portfoliooptimierungsproblem von Markowitz angewandt. Dabei wird das Hauptaugenmerk
auf die Modellierung der benötigten Unsicherheitsmengen gelegt. Die vielversprechenden
Ergebnisse der robusten Portfoliooptimierung werden anhand realer Daten illustriert.
RICHARD VIERTHAUER (WECHSEL
UNIVERSITÄT ZU KIEL)
ZUM
1. OKTOBER 2007
ZUR
CHRISTIAN-ALBRECHTS-
Hedging in unvollständigen Märkten
Das Hedging von Finanzderivaten gehört zu den Kerninteressen der Finanzmathematik.
Dadurch wird die Weitergabe des inhärenten Risikos der Derivate an den Finanzmarkt
ermöglicht. Da allerdings jenseits der Black-Scholes-Welt die Märkte oft unvollständig sind,
muss nicht notwendigerweise zu jedem Derivat eine perfekte Hedgingstrategie existieren.
Sucht man nach einem adäquaten Maß für die Beurteilung der Güte einer Handelsstrategie
in solchen unvollständigen Märkten, so ist eine mögliche Wahl, den Hedgingfehler im
„quadratischen Sinne“ zu minimieren. Modelliert man dabei die Entwicklung der
risikobehafteten Anlagen durch zeittransformierte, exponentielle Lévy-Prozesse, dann wird
durch diese Modellwahl eine große Reihe von praxisrelevanten Preisprozessen beschrieben.
Andererseits besteht in dieser Klasse die realistische Chance, die Frage nach einer
optimalen Hedgingstrategie und nach dem zugehörigen Hedgingfehler konkret zu
beantworten.
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Jahresbericht 2008
6. Diplomarbeiten
ELENA BERNHARDT (September 2007)
Adjustable-Rate Mortgage-Backed Securities: Bewertung und optimale Beimischung in
Zinsportfolios
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Aufgrund der aktuellen Ereignisse auf dem US-Immobilienmarkt sind Mortgage-Backed
Securities (MBS) verstärkt in das öffentliche Interesse gerückt. Wir haben uns in dieser
Arbeit auf die so genannten Agency-MBS konzentriert, die durch die Government National
Mortgage Association (GNMA), die Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) und
die Federal Home Loan Mortgage Corporation (Freddie Mac) emittiert werden. Die Zins- und
Tilgungszahlungen dieser MBS haben eine partielle oder vollständige Garantie durch die USRegierung. Die Hypothekarschuldner besitzen jedoch das Recht auf eine vorzeitige Tilgung
des Kredites (Prepayment). Daher ist die durchschnittliche Laufzeit der Papiere ex ante nie
genau bekannt und die finanzmathematische Bewertung ein komplexes Problem. Im
Mittelpunkt unserer Arbeit stehen vor allem die Pass-Through Adjustable-Rate MBS (ARMBS). Im ersten Teil unserer Arbeit beschreiben wir unser prepayment-risikoneutrales
Bewertungsmodell und überprüfen es anhand von Marktdaten. Im zweiten Teil betrachten wir
ausgewählte Portfoliooptimierungsprobleme, basierend auf Erwartungsnutzen-Maximierung
und Tail Conditional Expectation. Zur Modellierung der Zinsszenarien dient wie auch als
Grundlage zur Bewertung der MBS das Hull-White Zinsmodell. Wir analysieren zunächst
optimale Portfoliozusammensetzungen mit einem Portfolio, das nur aus drei Fixed-Rate
MBS, Adjustable-Rate MBS und Zero-Bonds mit der Laufzeit von 0.5 Jahren besteht.
Schließlich wird das Portfolio schrittweise um Caps und Zero-Bonds mit unterschiedlichen
Laufzeiten erweitert. Im Allgemeinen erweist es sich als besonders attraktiv, in Fixed-Rate
MBS zu investieren.
ANDRE BIERE (Juni 2008)
Robust CDS Pricing Routines in a Structural Default Model with Jumps
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Our main goal in this thesis is to analyze the pricing of CDS contracts in a structural default
model with jumps. In contrast to the seminal paper by Black and Cox (1976), where the firmvalue process is modelled as a geometric Brownian motion, a closed-form expression of the
distribution of the time of default is not known when jumps are incorporated. We consider a
model with double-exponentially distributed jump sizes, where the Laplace transform of the
time of default can be calculated. The numerical inversion of this transform is said to be illposed and consequently we intensively discuss and compare four inversion techniques in a
double-precision environment to retrieve default probabilities. It turns out that in particular the
Fixed-Talbot Algorithm performs very well in this credit pricing environment. As a result, this
Laplace transform Algorithm allows for an extremely fast calibration to market quotes. The
model is calibrated to the eighth iTraxx series over a three-month period in the middle of the
subprime crisis. Our experiments reveal that the model‟s fitting capabilities are excellent with
errors far below bid-ask spreads. Finally, we provide a method that stabilizes the parameters
over time, based on the relative entropy of two equivalent probability measures by giving up
only slight fitting qualities. This leads to a model that is easy to interpret, numerically robust,
and capable to explain observed market spread curves.
20
Jahresbericht 2008
CHRISTIAN BÖGER (November 2007)
Optimal Stopping in Presence of Jumps
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Perpetual Call Problem unter reellen
Wahrscheinlichkeitsmaßen. Das Perpetual Call Problem wird durch sup E(exp(-rt)*(X(t)-a)), t
aus T definiert, wobei T die Menge der nicht-negativen Stoppzeiten ist und X ist ein
stochastischer Prozess. Die Methoden, um Stoppprobleme optimal zu lösen, werden
eingeführt und benutzt, um das Problem in folgenden Fällen zu lösen: X ist ein
geometrischer Lévy-Prozess mit negativen Sprüngen (oder ohne Sprünge), X = x*exp(L) und
L ist ein Poisson-Prozess, X = x*exp(L) und L ist ein Lévy-Prozess mit exponentialverteilter
Sprunghöhe.
CVETELINA DIMITROVA (November 2007)
Approximationsmethoden für konvexe semi-infinite Optimierungsprobleme
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Dr. Werner (Hypo Real Estate Holding AG)
Diese Diplomarbeit befasst sich mit Approximationsmethoden der konvexen semi-infiniten
Optimierung. Im Unterschied zu der finiten Optimierung zeichnet sich die semi-infinite durch
die Besonderheit aus, dass eine Funktion endlich vieler Variablen unter unendlich vielen
Restriktionen zu minimieren ist. Der erste Teil der Diplomarbeit behandelt die theoretischen
Grundlagen dieser speziellen Optimierung. Im zweiten Teil werden zwei allgemeine Klassen
von Approximationsmethoden für den konvexen Fall vorgestellt: die innere und die äußere
Approximation. Die zwei Algorithmen, die für die Methoden entwickelt wurden, versuchen
durch iteriertes Lösen finiter Approximationsprobleme eine Annäherung an die optimale
Lösung des ursprünglichen semi-infiniten Problems der Form "min f(x) subject to g(x,t) ≤ 0"
zu finden. Anschließend wurden die Algorithmen in Matlab implementiert und ausgewertet.
BENJAMIN DOST (September 2007)
Ansätze zur Monte-Carlo Simulation von Griechen
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Bei Griechen handelt es sich um Sensitivitätskennzahlen von Optionen. Sie beschreiben die
Sensitivität des Optionspreises bezüglich eines zugrundeliegenden Parameters und dienen
zur Messung verschiedener Risikodimensionen in einer Optionsposition. Diese Parameter
schließen den Startwert des zugrundeliegenden Underlyings S(0), den risikolosen Zinssatz r,
die Volatilität sigma und die Restlaufzeit der Option T, ein. Die Bestimmung der Griechen
erfolgt in vier von fünf Fällen mit der ersten, in einem Fall mit der zweiten Ableitung des
Optionspreises nach dem jeweiligen Parameter. Da jedoch nicht für jede beliebige Option
eine Optionspreisformel existiert, und deswegen auch keine Aussage zur Risikosteuerung
anhand von Griechen, wird dies mit Hilfe von Approximationsansätzen bewerkstelligt. Jeder
dieser Ansätze dient zur Gewinnung von Schätzern für die einzelnen Griechen.
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Jahresbericht 2008
XIAOLEI FENG (September 2007)
Parameter-Kalibrierung und Bewertung exotischer Optionen im Heston Modell
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Zur Auswertung der Preisformel für Standard Call-Optionen im Heston Modell wird die FFTMethode von Carr und Madan benutzt. Diese trägt insbesondere für einen großen Umfang
zu bewertender Optionen dazu bei, schneller und exakter zur Lösung zu kommen, da mit der
FFT-Methode Optionen mit verschiedenen Basispreisen gleichzeitig bewertet werden
können. Um die Schnelligkeit der FFT-Methode zu demonstrieren, stellen wir sie der Matlab
Funktion quadl gegenüber, mit der die Hestonsche Preisformel direkt durch numerische
Integration ausgewertet werden kann. Da es für die Bewertung exotischer Optionen im
Heston Modell keine geschlossenen Preisformeln gibt, wird in diesem Fall die Monte-CarloSimulation verwendet. Um die MC-Simulation sinnvoll auf das Heston Modell anzuwenden,
kalibrieren wir anhand von Marktpreisen die Parameter des Modells mit der FFT-Methode
von Carr und Madan. Für die Bewertung exotischer Optionen benutzen wir die kalibrierten
Parameter mit der jeweiligen Auszahlungsfunktion, um eine MC-Simulation durchzuführen.
Dabei werden ‚Control Variates‟ zur Reduzierung der Varianz verwendet. Um einen
plausiblen Preisvergleich zwischen dem Heston- und BS-Modell zu ermöglichen, werden
ausserdem Konfidenzintervalle für die berechneten Preise konstruiert.
ANDREAS GÄRTNER (Januar 2008)
Simulationsbasierte Verfahren zur Bestimmung varianzoptimaler Hedgingstrategien
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Im Rahmen der Arbeit werden numerische Verfahren für zeitdiskrete Marktmodelle bestimmt,
die das Minimierungsproblem aus der Definition der varianzoptimalen Hedgingstrategie
lösen. Dazu werden zwei Approximationen verwendet: Zum einen werden die
Hedgingstrategien durch Basisfunktionen approximiert und zum anderen wird der
Erwartungswert mit einer Monte-Carlo Simulation berechnet. Das resultierende
Minimierungsproblem entspricht einer linearen Regression, welche mit dem QR-Verfahren
gelöst werden kann. Unter der Voraussetzung, dass der Preisprozess des Underlyings ein
Martingal ist, lassen sich die Hedingstrategien zu den einzelnen Zeitpunkten über separate
Regressionen bestimmen. Die Konvergenz dieses Verfahrens wird mit Hilfe einer
Varianzreduktion beruhend auf dem Bellmannschen Optimalitätsprinzip verbessert.
MARTINA GOY (September 2007)
Vergleich der Black Scholes-Strategie mit der varianz-optimalen Hedgingstrategie in
exponentiellen Lévy-Modellen
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Beim varianz-optimalen Hedgen minimiert man die erwartete quadratische Abweichung
zwischen der Auszahlung des Derivats und dem Wert der Handelsstrategie am
Fälligkeitstermin. Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Black-Scholes-Strategie mit der varianzoptimalen Hedgingstrategie in exponentiellen Lévy-Modellen zu vergleichen. In die BlackScholes-Strategie wird also statt der geometrischen Brownschen Bewegung ein
geometrischer Lévy-Prozess eingesetzt. Zunächst wird die resultierende erwartete
quadratische Abweichung berechnet. Dann wird sowohl ein graphischer, als auch ein
numerischer Vergleich der beiden Strategien für eine europäische Call-Option durchgeführt.
Dabei wird das exponentielle Lévy-Modell durch ein exponentielles NIG-Lévy-Modell
repräsentiert.
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Jahresbericht 2008
YONG HE (August 2007)
Credit Derivatives
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Kreditderivate sind Derivate, deren Auszahlungen von der Kreditwürdigkeit des Schuldners
abhängen. Sie werden angewendet, um das Kreditrisiko effizient zu verlagern, zu hedgen
oder zu verwalten. Der Markt ist in den letzten Jahren sowohl im Volumen, als auch durch
die Anzahl neu emittierter Produkte sehr schnell gewachsen, während sich das Kreditrisiko in
die gleiche Assetklasse wie Fixed Income, Foreign Exchange und Equity Markets entwickelt
hat. In der vorgelegten Diplomarbeit werden die vielfältigen, auf dem Markt existierenden
Instrumente vorgestellt. Hierbei gehören die Credit Default Swaps zu den am meisten
verwendeten Produkten, die Credit Indices zu den am schnellsten wachsenden Produkten,
und die first-to-Default Baskets sowie die Collateralized Debt Obligations zu den oft
gehandelten Portfolioprodukten. Ein Überblick, wie die Instrumente funktionieren und wie
sich der Preis ermittelt, ist ebenfalls beschrieben. Es werden Risk-Neutral Measurements für
die Bewertung der Kreditderivate verwendet. Am Anfang wird ein fundamentales
Bewertungsmodell eingeführt, in dem Parameter eingesetzt werden, die auf dem Markt
beobachtbar sind. Die Modelle für die Ausfallwahrscheinlichkeiten wie Reduced-Form
Modelle, Strukturelle Modelle und Markov-Chain Modelle sind ebenfalls in der Arbeit
berücksichtigt. Nachdem die Überlebenswahrscheinlichkeit herausgefunden wurde, kann der
Preis der Kreditderivate mit diesem fundamentalen Bewertungsmodell ermittelt werden. Es
gibt noch keine Standardmodelle auf dem Markt der Kreditderivate. Der Entwurf eines
Kreditrisikomodells ist daher ein wichtiges Forschungsobjekt. In der Arbeit sind
Kreditderivate nach Defaultabhängigkeit und Defaultunabhängigkeit aufgeteilt. Die
aktuellsten auf dem Markt eingesetzten Modelle werden behandelt.
WENJING HU (Februar 2008)
Bewertung exotischer Zertifikate in Modellen mit stochastischer Volatilität
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Industriepartner: Dr. Slotta (BayernLB)
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurden die europäischen Standard-Optionen mit dem
Heston Modell auf zwei Arten bewertet. Zum einen nach der "analytischen" Formel, zum
anderen mit der Finite Differenzen Methode. Dazu wurde die Alternating Direction Implicit
(ADI) Methode verwendet, die für die Lösung zwei- oder höher-dimensionaler Probleme der
impliziten und Crank-Nicholsen Methode gegenüber wesentlich effizienter ist. Für die
Bewertung von amerikanischen Optionen wurden die PSOR- und die Penalty Methode auf
Basis des Finite Differenzen Verfahrens eingesetzt. Dank der "analytischen" Formel lässt
sich das Heston Modell für europäsche Optionen sehr schnell kalibrieren. Für die
Kalibrierung von Optionen amerikanischer Art sowie die Bewertung von exotischen Optionen
mussten wir allerdings auf numerische Verfahren zurückgreifen. Das Ziel der Diplomarbeit ist
die Bewertung von Zertifikaten, hierzu wurden die Bonuszertifikate mit dem Heston Modell
bewertet, deren Preise im Wesentlichen von Down and Out Barrier Put Optionen abhängen.
Um solche exotische Optionen zu bewerten, wurden zunächst anhand der Marktdaten von
Standard-Optionen die frei wählbaren Parameter aus dem Heston Modell durch Kalibrierung
bestimmt, mit denen wir anschließend Down and Out Barrier Put Optionen bewerten. Zum
Schluss wird das Heston Modell anhand der Preise von Bonuszertifikaten am Markt getestet.
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Jahresbericht 2008
FLORIAN HUBER (November 2007)
Bildung, Fortschritt und ökonomische Ungleichheit
Themensteller: Univ.-Prof. Dr. von Weizsäcker
Zweitgutachter: Prof. Dr. Zagst
In dieser Arbeit wird zunächst der Zusammenhang von Lebenserwartung,
Humankapitalerwerb und technologischem Fortschritt, sowie die dynamische Rückwirkung
dieser Variablen aufeinander untersucht. Daraufhin wird auf zweierlei Weise versucht, die
Auswirkung des Humankapital getriebenen Fortschritts auf die Lohnstruktur aufzuzeigen. Es
wird gezeigt, wie bei inhomogener Humankapitalstruktur technologischer Fortschritt zu
vermehrter Lohnungleichheit führen kann. Aber auch der Ansatz von Galor und Moav, wie
ein die Bedeutung der Bildung begünstigender, technologischer Fortschritt größere
Lohnungleichheit nach sich ziehen kann, wird betrachtet. Abschließend wird der
Zusammenhang zwischen öffentlich finanzierter Ausbildung und Wirtschaftswachstum
aufgezeigt.
STEFANIE KANDLER (September 2007)
Correlation-Robust Replication of Volatility Swaps
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Dr. Lehmann (HVB)
Um Volatilitäts- und Varianzderivate wie Swaps oder Optionen zu bewerten, sucht man nach
einem möglichst modellfreien Verfahren. Unter der Annahme der Unabhängigkeit von Preisund Volatilitätsprozess wird gezeigt, dass sich Payoffs der Form f((X)T) = exp((X)T) innerhalb
der Klasse stochastischer Volatilitätsmodelle modellunabhängig duplizieren lassen. Für
Korrelation = 0 weicht diese Strategie jedoch vom tatsächlichen Fair Value ab: Je größer die
Korrelation (betragsmäßig), desto größer die Abweichung. Gemäß aktuellen
Veröffentlichungen wird nun eine korrelationsrobuste Pricing-Strategie entwickelt und am
Beispiel des Volatilitätsswaps ausgewertet, sowohl im Heston-Modell als auch im erweiterten
Stein und Stein-Modell von Schöbel und Zhu. Abschließend wird ein Ansatz zur Übertragung
der Strategie auf Optionen auf Varianzen untersucht.
ADA KRONEBERG (März 2008)
Empirische Untersuchung von Ausfall- und Recoveryrisiken in hybriden Modellen
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
In dieser Diplomarbeit werden die Parameter des Drei-Faktor- und des Vier-Faktor-Modells
von Schmid/Zagst mit Hilfe der Kalman Filter Methode mit europäischen Daten geschätzt.
Anschließend wird eine empirische Untersuchung des Unsicherheitsfaktors der
Ratingklassen A und BBB beider Modelle durchgeführt. Dazu wird mit Hilfe einer
Regressionsanalyse der Zusammenhang zwischen dem Unsicherheitsfaktor und
verschiedenen markroökonomischen Faktoren untersucht.
Im weiteren Teil der Diplomarbeit werden aggregierte Recovery Rates empirisch untersucht.
Dabei wird sowohl ein ungewichtetes Mittel als auch ein mit dem Default Amount
gewichtetes Mittel bestimmt. Zusätzlich wird unterschieden ob die Recovery Rates von
Secured oder von Unsecured Loans stammen. Es wird eine Hidden Markov Analyse und
eine Regressionsanalyse mit markoökonomischen Faktoren durchgeführt. Außerdem wird
der Zusammenhang zwischen den Recovery Rates und dem Unsicherheitsfaktor der
Schmid/Zagst Modelle untersucht.
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Jahresbericht 2008
JAN-FREDERIK MAI (November 2007)
Modellierung von Finanzmärkten mit Markov Switching Modellen
Erstgutachter: Prof. Dr. Kiesel (Universität Ulm)
Zweitgutachter: Prof. Dr. Zagst
Markov Switching Modelle kann man unter den Oberbegriff der stochastischen
Volatilitätsmodelle einordnen. Sie bestehen immer aus zwei stochastischen Prozessen Y und
S. Aus finanzmathematischer Sicht kann S zum Beispiel als genereller Markttrend aufgefasst
werden, welcher den individuellen Kurs Y einer Aktie zusätzlich beeinflusst. Der
entscheidende Punkt bei Markov Switching Modellen ist, dass die stochastische Zweitquelle
S ein Markovprozess mit endlichem Zustandsraum ist. Je nachdem in welchem Regime sich
S befindet ändern sich die Parameter von Y. Speziell in Modellen stetiger Zeit erhält man
durch den endlichen Zustandsraum von S eine diskrete Struktur, die man in manchen
Anwendungen ausnützen kann. In der Arbeit werden sowohl zeitdiskrete als auch zeitstetige
Markov Switching Modelle erklärt und es wird auf Parameterschätzung und Simulation von
Markov Switching Modellen eingegangen. Außerdem wird das Markov Switching Black
Scholes Framework beschrieben, welches das klassische Black Scholes Modell erweitert. Im
Rahmen von diesem Modell wird das Pricing europäischer Optionen behandelt, sowie der
Preis einer Spreadoption auf die Differenz zweier Assets abgeleitet.
GERALD MUHR (März 2008)
Empirische Untersuchung von Risikofaktoren zur Kalibrierung eines Kreditrisikomodells auf
Portfolioebene
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
In dieser Diplomarbeit wurde ein Kreditrisikomodell betrachtet, welches durch
makroökonomische Größen, die sogenannten Risikofaktoren, Ausfallwahrscheinlichkeiten für
Kreditportfolios bestimmt und außerdem als mehrdimensionale Erweiterung des Merton
Modells gesehen werden kann.
Im ersten Teil der Arbeit wurde eine ausführliche empirische Untersuchung durchgeführt.
Dabei wurden Methoden entwickelt, um für ein gegebenes Firmenportfolio die relevanten
Risikofaktoren für das Modell zu bestimmen. Den Kern dieser Analyse bildete eine lineare
Regression, durch die der Zusammenhang zwischen Aktienrenditen bzw. CDS-Spreads, die
als Indikatoren für die Kreditwürdigkeit von Unternehmen gesehen werden können, und
potentiellen Risikofaktoren untersucht wurde.
Im zweiten Teil der Arbeit wurden unterschiedliche Ansätze zur Kalibrierung des
Kreditrisikomodells gegenübergestellt. Der erste Ansatz verwendet Firmenwerte und die
anderen beiden CDS-Spreads. Die Idee der Kalibrierung ist folgende: Aus beobachtbaren
Marktdaten wird ein Credit Worthiness Index approximiert und die Veränderung dieses Index
gegen die im ersten Teil identifizierten Risikofaktoren regressiert. Insbesondere wird auf den
Konflikt zwischen theoretischer Rechtfertigung und praktischer Anwendbarkeit eingegangen.
MICHAEL PETRAM (Januar 2008)
Empirische Studien zum synergetischen Kapitalmarktmodell
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
Industriepartner: Dr. Ellenberger (HypoVereinsbank)
Diese Arbeit stellt die Theorie des synergetischen Kapitalmarktmodells vor. Im Wesentlichen
macht das Modell zwei Parameter, die fundamentale Nachrichtenlage (h) und ein gewisses
Gruppenverhalten der Marktteilnehmer (k), für beobachtbare Kursbewegungen verant-
25
Jahresbericht 2008
wortlich. Im Anschluss daran wird das Modell für den Zeitraum von Anfang 2000 bis Ende
2006 für den deutschen Aktienmarkt getestet. Dazu werden u.a. für jeden einzelnen
Handelstag die beiden Parameter aus den Renditeverteilungen des Vortages berechnet und
spezielle Zeitperioden, wie z.B. der Zeitraum um den 11. September 2001, untersucht. Zu
guter Letzt werden verschiedene, auf der SMH basierende Anlagestrategien vorgestellt und
den wichtigsten deutschen Aktienindizes als Benchmark gegenübergestellt.
CHRISTINA SCHRÖDER (Dezember 2007)
Statisches Hedgen von Single Barrier Optionen
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Hr. Czech (Norddeutsche Landesbank)
Barrier Optionen sind Optionen, die ein komplizierteres Auszahlungsprofil aufweisen als
Standardoptionen. Aus der Sicht einer Bank ist das Hedgen von Barrier Optionen von
Bedeutung und für diese schwierig, da Barrier Optionen besondere Merkmale kombinieren.
Sie besitzen die Eigenschaften wie eine Standardoption, beinhalten aber die Spekulation auf
Erreichen bzw. Nicht-Erreichen einer Schwelle. Ebenso verkompliziert die Unstetigkeit des
Payoffs das Hedging. Bei dem statischen Hedgen wird einmal zu Beginn das Portfolio
zusammengestellt und bleibt in dieser Form bestehen bis der Optionsvertrag ausläuft oder
die Barrier Option wertlos verfällt. In dieser Diplomarbeit werden drei statische HedgeMethoden für Barrier Optionen untersucht, die alle ausschließlich europäische Call- und PutOptionen als Hedge-Instrumente verwenden. Der Hedge-Ansatz von Peter Carr und Andrew
Chou ist ebenso wie der von Emanuel Dermal et al. im Black-Scholes Modell formuliert. Die
Kombination dieser beiden Hedge-Ansätze wird von Morton Nalholm und Rolf Poulsen in
dem Artikel „Static Hedging of Barrier Options under General Asset Dynamics: A unifying
Approach“ formuliert. Dieser Vorschlag zum Hedgen von Barrier Optionen lässt sich auf
andere Modelle erweitern. Insbesondere auf das in der vorliegenden Arbeit betrachtete
Heston-Modell, das Volatility Smiles berücksichtigt. Als Ergebnis des Vergleichs kann die
Überlegenheit des Hedges von Morton Nalholm und Rolf Poulsen anhand der
Preisentwicklung des Duplikationsportfolios und des Deltas im simulierten Heston-Markt
gezeigt werden.
SABRINA SPRIßLER (Mai 2008)
Bildungsfinanzierung und Neue Politische Ökonomie – Eine Analyse des bildungspolitischen
Entscheidungsprozesses in einer Demokratie
Themensteller: Univ.-Prof. Dr. von Weizsäcker
Zweitgutachter: Prof. Dr. Zagst
Angesichts aktueller Probleme und Entwicklungen im Bildungssektor und in der sozialen
Gesellschaftsstruktur insbesondere in Deutschland, stellt sich die Frage nach einem
Erklärungsansatz. In dieser Diplomarbeit wird versucht, einen solchen bereit zu stellen,
indem anhand der Analysemethoden der Neuen Politischen Ökonomie der bildungspolitische
Entscheidungsprozess in einer Demokratie erläutert und seine gesellschaftlichen
Auswirkungen analysiert werden. Dabei wird statisch und dynamisch durch verschiedene
Optimierungsprobleme und unter spezifischen Verteilungsannahmen der bildungspolitische
Entscheidungsprozess hinsichtlich der Finanzierung allgemeiner und höherer Bildung
modelliert.
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Jahresbericht 2008
MARIA WAGNER (Dezember 2007)
FFT-Methoden für Optionspreisbewertung in Lévy-Modellen
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
In den letzten Jahren ist zahlreiche Literatur erschienen, in der die Aktienrendite als LévyProzesse unendlicher Aktivität modelliert werden. Die Gründe dafür sind vor allem eine
angemessene Beschreibung von empirischen Besonderheiten der Aktienrendite und eine
geeignete Anpassung an die implizite Volatilität, die man auf den Optionsmärkten
beobachtet. Zusätzlich dazu entstehen auf Finanzmärkten in immer kürzeren Zeitabständen
sehr komplexe und deshalb schwer bewertbare derivative Produkte. Diese Komplexität stellt
hohe Anforderungen an die Entwicklung effizienter numerischer Verfahren, von denen
Händler vor allem Schnelligkeit, Genauigkeit und Stabilität verlangen. Ziel der vorliegenden
Arbeit ist die Präsentation eines numerischen Verfahrens zur Optionspreisbewertung unter
anderem in Lévy-Modellen, das diese Anforderungen erfüllt. Ausgangspunkt ist der Aufsatz
von Lord et a. (2007), in dem die Optionspreisbewertung für europäische, Bermuda- und
amerikanische Optionen unter diesen Modellen mit der Fourier Transformationsmethode
entwickelt wird. Die grundsätzliche Idee dabei ist, die risikoneutrale Preisbewertungsformel
so umzuformen, dass man darin eine Faltung erkennen kann. Diese wird mit der Fast Fourier
Transformation berechnet, dabei nutzt man die Unabhängigkeit der Zuwächse des
zugrundeliegenden Aktienpreisprozesses der Option aus. Die einzige Voraussetzung für die
Methode ist die Kenntnis der charakteristischen Funktion des Underlying-Prozesses, was
auch in den meisten Modellen der Fall ist. Aus den numerischen Beispielen für europäische,
Bermuda- und amerikanische Optionen wurde festgestellt, dass dieses Verfahren sehr
flexibel im Bezug auf die Wahl der Auszahlungsfunktion und auf die Wahl der der Option
zugrundeliegenden Aktienpreisprozesses ist und die Komplexität von O(MN logN) mit N
Diskretisierungspunkten in Underlying-Richtung und M Ausübungsmöglichkeiten hat.
Amerikanische Optionen können mit Richardson-Extrapolation mit den Preisen von
Bermuda-Optionen effizient bewertet werden.
HAILIN ZHANG (Dezember 2007)
The LIBOR Market Model: LFM und LSM
Themensteller: Prof. Dr. Kallsen
In dieser Diplomarbeit werden zwei Marktmodelle, das LFM (Log-normal forward-LIBORmodel) und das LSM (Log-normal-forward-swap-model) diskutiert. Diese sind in Bezug auf
die Bewertung von Caps und Swaptions von Bedeutung und spielen deshalb eine sehr
wichtige Rolle im heutigen Finanzmarkt. Die Klasse der Marktmodelle modelliert direkt die
am Markt beobachteten Grössen (also LIBOR oder Swaprate). Wird die Verteilung jeder
forward rate als log-normal angenommen, so können Formeln für die Bewertung von Caps
hergeleitet werden, die der in der Praxis verwendeten Black Formel entsprechen. Diese
Preisformeln werden in der vorliegenden Arbeit verwendet, um das LFM mit verschieden
Volatilitätsstrukturen an Marktpreise für Caps zu kalibrieren. Als Fehlerkriterium wird die
mittlere quadratische Abweichung verwendet. Für ein weiteres am Zinsmarkt weit
verbreitetes Finanzderivat, die sogenannten Swaptions gibt es im LFM keine geschlossenen
Formeln. Im Gegensatz dazu können Swaptions im LSM geschlossen bewertet werden, wo
aber wiederum keine Formeln für Cap-Preise existieren. Aufgrund dessen werden im zweiten
Teil der Diplomarbeit Swaptions im an die Cap-Preise kalibrierten LFM mit Hilfe von MonteCarlo Simulation bewertet. Die Ergebnisse werden mit Marktpreisen für die entsprechenden
Swaptions verglichen, wobei sich herausstellt, das der Unterschied nicht allzu groß ist.
27
Jahresbericht 2008
YIYING ZHENG (September 2007)
Liability Driven Investment Optimization
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Dr. Scheuenstuhl (risklab germany GmbH)
LDI is the shortcut which must be more frequently faced in connection with the topic asset
management and also in the context of operational pension schemes. It stands for Liability
Driven Investments and denotes a portfolio strategy, which is directly derived from the future
evolution of liabilities. In contrast to the previous investment approaches, which are only
focused on the assets performance, LDI ensures that the portfolio strategy aims directly for
the characteristics of the pension liabilities. Since LDI gains more and more awareness, this
thesis aims at introducing and comparing different LDI Optimization approaches, which are
demonstrated in terms of immunization. The corresponding models are Cash Flow Matching,
Traditional Duration Matching, Key Rate Duration Matching and Principal Component
Duration Matching. First of all, we introduced the immunization models from the theoretic
perspective. In this part, all the inputs are considered as deterministic and static. Then, with
help of a case study we implement the models in a stochastic and dynamic framework which
is more consistent with the realistic market. At last we investigated the mean portfolio of 1000
scenarios to analyze its characteristics
Masterarbeiten des Elitestudiengangs
„Finance and Information Management“
XI GONG (März 2008)
Style Investing in Emerging Markets
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Allianz Global Investors,
Dr. Teloeken (RCM Systematic Equity)
Investing in emerging markets becomes more and more attractive for investors because of
the rapid underlying economic growth, the improved liquidity and the still low correlation with
mature capital markets. In cooperation with the Systematic Equity team of Allianz Global
Investors, the thesis explores the viability of adopting a systematic style approach, which has
been very successful for developed capital markets, to emerging markets.
The main hurdle to investing in emerging markets is the incomplete financial data. The thesis
uses the Markov Chain Multiple Imputation method (MCMI), which originated in physics as a
tool for exploring equilibrium distributions of interacting molecules, to fill in the missing
values. After filling in the data holes, the thesis defines an emerging market benchmark
consisting of approximately 500 companies with the highest market capitalization.
Subsequently, six investment styles value, growth, momentum, earnings revision, profitability
and cash flow stability are back-tested for the observation time period between 1995 and
2006, based on the self-constructed benchmark. The beta, alpha, average outperformance,
tracking error and information ratio of each of the six investment styles are analyzed, both
before transaction cost and after transaction cost. The performance of each of the six
investment styles in different economic scenarios is scrutinized. At the end, the possibility of
building up a strategic style mix is discussed.
28
Jahresbericht 2008
MICHAEL HUBER (März 2008)
Zertifikateportfolios für Privatanleger
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Zertifikate haben sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Anlageformen in
Deutschland entwickelt. Ziel dieser Masterarbeit ist es, Privatanlegern den sicheren Umgang
mit Zertifikaten näher zu bringen und ihnen schlussendlich den Aufbau eines auf ihre
Anlageziele zugeschnittenen Zertifikateportfolios zu ermöglichen. Dazu werden im ersten
Teil der Arbeit die Bestandteile eines klassischen Portfolios erklärt. Mit Forwards, Futures
und Optionen werden anschließend weitere wichtige Komponenten von Zertifikaten
vorgestellt. Zur Veranschaulichung des praktischen Einsatzes der einzelnen Bausteine
finden eine kurze Beschreibung und eine Analyse der bekanntesten Zertifikatearten statt.
Im zweiten Teil der Arbeit werden für verschiedene Anlegertypen konkrete
Portfolioempfehlungen ausgesprochen, die sich ausgehend von einer Monte-Carlo
Simulation als besonders geeignet erweisen. Zur Beurteilung der Performance dieser
Portfolios wird mit Z-Omega ein neues Performancemaß vorgestellt. Ausführliche Tests der
Anlageempfehlungen in verschiedenen charakteristischen Marktphasen geben ein sehr
aussagekräftiges Bild bezüglich des generellen Portfolioverhaltens.
Bachelorarbeiten:
DARIUS ABDE-YAZDANI, SVEN HROß, THERESA KRIMM, JOHANNES RAUCH,
SEBASTIAN STAMM UND CHRISTOFER VOGT (April 2008)
In Pursuit of a Sustainable World: Socially Responsible Investing and Eco Investments
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Hr. Goldbrunner und Hr. Trauner (Allianz Global Investors)
Hr. Baldeweg und Dr. Grüneberg (AT Kearney)
Der Markt für Socially Responsible Investing (SRI) ist in den letzten 20 Jahren mit
beeindruckender Schnelligkeit gewachsen. Während SRI vor einigen Jahren noch relativ
unbedeutend für Investoren war, zieht dieser Markt heutzutage die weltweite
Aufmerksamkeit auf sich. Ein Grund für die zunehmende Beachtung dieser Investments ist
der wachsende Druck auf Manager, ihr Unternehmen auf ein relativ umstrittenes Konzept
namens Corporate Social Responsibility (CSR) einzustimmen.
In Anbetracht dieser Entwicklungen wird in dieser Arbeit eine Liste von Gründen vorgestellt,
warum Unternehmen sich in CSR engagieren sollten. Außerdem wird eine Sustainability
Balanced Scorecard entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützen kann, eine
aussagekräftige CSR Agenda zu implementieren und zu erhalten. Dabei wird davon
ausgegangen, dass Corporate Social Responsibility tatsächlich zu Wettbewerbsvorteilen
führt.
Im zweiten Teil dieser Arbeit wird untersucht, welche Auswirkungen Nachhaltigkeit auf den
finanziellen Erfolg von Unternehmen hat und es wird gezeigt, dass Nachhaltigkeit in der Tat
nachhaltig ist. Des Weiteren konzentriert sich die quantitative Analyse auf die Fähigkeit von
SRI,
Diversifikationspotential
innerhalb
von
Portfolios
auszuschöpfen.
Unter
Berücksichtigung verschiedener Risikoaversionsgrade werden optimale Portfolios aus
Aktien, Renten und dem entsprechenden SRI/Öko Index generiert, mit dem Ergebnis, dass
risikoaverse Investoren ihrem bestehenden Aktien-Renten-Portfolio SRI/Öko Indizes
beimischen, um ein Portfolio mit optimalem Risiko-Rendite Verhältnis zu erreichen.
29
Jahresbericht 2008
PETER HIEBER UND ALEXANDER RUBINOV (April 2008)
Best of Three - Strategiekonzept im Rahmen einer Fondslösung
Themensteller: Prof. Dr. Zagst
Industriepartner: Hr. Hesl (BayerInvest KaG)
Nach Ende des Börsenbooms der 90er Jahre und einem zunehmenden Auf und Ab an den
europäischen Aktienmärkten wurde das Vertrauen vieler privater und institutioneller Anleger
in Aktien erschüttert. Überwiegend aus Angst, im falschen Moment (wieder) in den
Aktienmarkt einzusteigen, wird nun bei der Anlageentscheidung mehr Wert auf
Risikoüberlegungen gelegt und somit oft in weniger risikobehaftete Anlagen investiert.
Einen möglichen Ausweg stellt das sogenannte „Best-of-Three“-Konzept dar. Diese Strategie
garantiert dem Anleger, am Ende des Anlagehorizonts in die Beste von 3 Anlagen (einem
Aktienindex, einem Rentenindex und einer risikolosen Anlage) investiert zu sein. Basis des
Konzepts ist eine von Rubinstein (1978) und Johnson (1987) erstmals aufgestellte
Bewertungsformel unter Black-Scholes-Annahmen. Mit Hilfe der Bewertungsformel können
die Gewichtungen der 3 Anlagen am Gesamtportfolio abhängig von Marktentwicklung,
Korrelation und Volatilität der Anlagen berechnet werden. Die Gewichte im Gesamtportfolio
werden dann in regelmäßigen Abständen dynamisch an diese Gewichtungen angepasst.
Diese Anpassung ist insbesondere unabhängig von Marktprognosen. Für die „Best-ofThree“-Strategie wurde zunächst an Hand von historischen Daten, anschließend mit
verschiedenen Simulationen, ein Rendite-Risiko-Profil erstellt. Dabei fanden gängige
Performance- und Risikomaße Anwendung. Die Strategie kann einerseits hohe Verluste
(insbesondere beim Aktienindex) begrenzen, sich andererseits an steigenden Aktienkursen
fast vollständig beteiligen. Am Ende der Arbeit erfolgt dann ein Vergleich mit am Markt
handelbaren Strategien mit ähnlichen Zielsetzungen. Dabei werden CPPI und ein Stop-LossKonzept betrachtet. Zielkunden für die „Best-of-Three“-Strategie sind risikoaverse Anleger,
die sich zu einem gewissen Grad auch an risikoreicheren Anlagen beteiligen wollen.
Bachelor- und Diplomarbeiten vor Juli 2007
THOMAS AHNER (Juni 2005)
Validierung des Modells von Lardy, Finkelstein, Yang und Khuong-Huu zur Berechnung eines eintägigen Credit-Value-at-Risk
über Aktienäquivalenzpositionen
PHILIP AIGNER, GEORG BEYSCHLAG, TIM FRIEDERICH, MARKUS KALEPKY (April 2007)
Private Equity as an Asset Class
CAROLIN AMANN (Februar 2004)
Realoptionen in der Unternehmensbewertung
STEFAN ANTES (März 2004)
Empirische Validierung von hybriden defaultable Bond Modellen
MELANIE BARTL (März 2007)
Implied Dividends
CHRISTINA BAUER (Januar 2003)
Schätzung von GARCH-Modellen mit Hilfe von Markov Chain Monte Carlo Methoden
IRIS BAUER (November 2005)
Risikotheoretische Betrachtungen zur Überschussgestaltung deutscher Lebensversicherungsunternehmen
BENEDIKT BLUM (Januar 2007)
Deterministische Bewertung von Optionen in Lèvy-Modellen
BORIS BOROWSKI (Juli 2005)
Hedgingverfahren für Foreign-Exchange-Barrieroptionen
30
Jahresbericht 2008
PHILIPP BRUNNER (Oktober 2003)
Strategische Assetallokation: Portfoliowahl für Langzeitinvestoren
JÖRG BUNDSCHERER (Dezember 2006)
Vergleich von LIBOR-Modellen und Zinsmodellen
DRAGIYA DRAGIEV (Februar 2003)
Bewertung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten anhand der Realoptionen-Methode (Bachelor Projekt)
DANIELA DREXLER (Dezember 2003)
Entscheidungsfindung bei F&E-Projekten – Projektbewertung in Forschung und Entwicklung
VERONIKA DUNKEL (März 2004)
Implementierung und Testen von verschiedenen Erweiterungen der klassischem Mean-Variance Optimierung
CORNELIA ERNST, HANS FRIEDRICH SCHWANECKE (April 2007)
„Best of N“- Strategieumsetzung im Rahmen einer Fondlösung
BEI FANG (Februar 2006)
Different Methods Comparison for Portfolio Optimization
LEI FANG (Februar 2006)
Coherent Risk Measures in a Dynamic Setting
IZABELLA FERENCZI (Oktober 2005)
Globale Optimierung unter Nebenbedingungen mit dünnen Gittern
ANJA FISCHER (April 2003)
Pricing and Hedging of Exotic Options under Stochastic Implied Volatility
ALEXANDER FRIESENEGGER, SEBASTIAN RIEGLER-RITTNER (April 2006)
Performance quantitativer Value-Strategien am deutschen Aktienmarkt am Beispiel DAX 30 (Bachelor Thesis)
SUSANNE FRITZSCHE (Juli 2003)
Ausgewählte Optionspreismodelle auf der Grundlage von Lévy-Prozessen
MOHAMMED FUHURER (März 2005)
Pricing of Embedded Options in German Life Insurance Contracts (Master Thesis)
CLAUDIA GARSCHHAMMER (Juli 2003)
Ein stochastisches Modell zur Ertragsoptimierung eines Sachversicherers
XI GONG, MICHAEL HUBER, STEFFEN LANZINNER (April 2006)
Fonds versus Zertifikate (Bachelor Thesis)
BARBARA GÖTZ (März 2007)
Stochastic Correlation – Pricing Spread Options and CDOs
ANDREAS GRAF (Dezember 2006)
Optimierung von mehrperiodigen Asset-Modellen über quadratische Nutzenfunktionen
MICHAEL GRILL (Mai 2007)
Schätzung von Risikomaßen mit Extremwerttheorie und Copulas
HENDRIK HAGEDORN (Juli 2005)
Inflation-Linked Bonds
KRISTINA HAMPEL (März 2004)
Ermittlung und Integration von Marktprognosen in die Portfolio Optimierung
M ARIA HEIDEN (Dezember 2006)
Commodities as an Asset Class (Rohstoffe als Investmentklasse)
CORNELIA HELLER (Februar 2005)
Parameter estimation in affine stochastic volatility models
ELENA HERMANN (April 2007)
Empirische Untersuchung des Unsicherheitsfaktors im Schmid-Zagst-Modell
31
Jahresbericht 2008
M ANUELA HIRMER (April 2005)
Style Classification of Hedge-Funds by Cluster Analysis
STEPHAN HÖCHT (Januar 2006)
Comparing Default Probability Models
ALWIN HOFFMANN (April 2007)
Realisierung einer modularen Plattform für den simulierten Handel auf Finanzmärkten
ALOYS HÜNTEMANN (Juli 2003)
Bewertung von Kreditderivaten mit dem Modell von Jarrow, Lando und Turnbull
TOBIAS HUSAR (Mai 2005)
Investmentstrategien: Überblick und Performancevergleich
THOMAS JAKOB (September 2005)
Numerical valuation of the mean variance hedge in affine stochastic volatility models
ARNOLD JESSE (Juni 2004)
Algorithmen zur vektorwertigen Portfoliooptimierung
NIKOLA KESSINGER (März 2006)
Bewertung und Analyse der statistischen Qualitätskennzahlen und ihrer Wirkungszusammenhänge am Beispiel eines
Finanzdienstleistungsunternehmens
ANDREAS KIECHLE (April 2007)
CPPI Options
M ATHIAS KLIMM (September 2004)
Vorstandsvergütung und finanzielle Performance in Deutschland
JULIA KRAUS (November.2005)
CPPI versus Protective Put: ein theoretischer und praktischer Vergleich (Bachelor Projekt)
JULIA KRAUS, ANDREAS KIECHLE, JÜRGEN WOLF (Februar 2005)
Effizienzvergleich Strategische Asset Allocation, Dynamische Asset Allocation und Life Cycle Asset Allocation
(Bachelor Projekt)
JULIA KRAUS (Januar 2007)
Option Pricing using the Sparse Grid Combination Technique
M ARTIN KRAUS (Oktober 2005)
Identifikation und Implementierung entscheidungsrelevanter Kosten in Krankenhäusern in ein bestehendes Warteschlangenmodell (Bachelor Projekt)
HEIKO KUBOTH (März 2007)
Bewertung von hochdimensionalen Derivaten mit Monte-Carlo-Simulation
CONSTANTIN KUPKA (Juli 2003)
Bubbles and Crashes
LI LIU (März 2005)
Option Pricing Using Monte Carlo Simulation (Master Thesis)
MICHAEL LUTZ (Juli 2005)
Independent Component Analysis in Multifactor Models
BARBARA M AYER (März 2007)
Credit as an Asset Class
THOMAS MEYER (April 2005)
Integrierte Modellierung von Zins- und Aktienmärkten
CHRISTOPH MIDDELKAMP (März 2007)
Untersuchung eines Verfahrens zur robusten Portfoliooptimierung unter elliptischen Verteilungsannahmen
KLARA-SOFIE MILZ (März 2007)
Bewertung von inflationsabhängigen Derivaten)
32
Jahresbericht 2008
CAROLIN MOHM (April 2005)
Asset-Backed Securities: Einfluss von Kreditzyklen auf die Bewertung von CDOs
MINH KHOA NGUYEN (März 2007)
Nichtparametrische Kalibrierung von Optionspreisen in expontiellen Lévy-Modellen
ANABELL NOWAK (Januar 2006)
Öffentliche versus private Bildungsfinanzierung
KATRIN OBERDORFER (April 2007)
Simulation von Lévy-Prozessen und Testen des Momentenschätzers im BNS Modell
RUTH REDER (Mai 2005)
Auto Trigger Securities: Closed-form Solutions and Applications
KATHRIN REIFINGER (Januar 2006)
Bildung und Einkommensverteilung
JOHANNES-M ARTIN RIEDER (Juni 2006)
Berechnung des besonderen Zinsrisikos auf Basis der iTraxx Indexfamilie
CHRISTOPH RÖSCH (Mai 2007)
Asset Liability Management in Financial Planning
JEANETTE ROTH (Januar 2004)
Empirische Validierung intensitätsbasierter und hybrider defaultable Bond Modelle
TAREK SAFFAF (März 2007)
Bildungsfonds in Deutschland
ALEXANDER SCHÄFFLER (September 2004)
Implementierung und Vergleich von Portfolio-Optimierungsproblemen mit unterschiedlichen Risikomaßen
IRENE SCHARSCHUNSKI (Oktober 2004)
Hierarchische Bayes-Modelle zur Analyse heterogener Präferenzen
M ARC-OLIVER SCHMIDTCHEN (Juli 2005)
The Libor Market Model with Stochastic Volatility
JASMIN SCHRÖDER (Juli 2003)
Risikoaggregation als mehrdimensionale Faltung – Untersuchung mehrerer Ansätze
STEFANIE SEYBOLD (Februar 2003)
Bewertung modularer Produktstrukturen mittels der Realoptionspreistheorie
FRANK SIESLACK (April 2006)
Ein Affines Modell zur Bestimmung von Kreditwürdigkeitsänderungen und Kredit Spreads
M ANUELA SPANGLER (Juni 2006)
Bewertung von nicht-handelbaren Krediten
DIRK STÄBLER (November 2006)
Optionspreise in stochastischen Volatilitäsmodellen mit Sprüngen
CHRISTIAN STANGL (April 2006)
Bewertung von Fixed-Rate Mortgage-Backed Securities mit ökonometrischen Prepaymentmodellen
BERNHARD STEMMER (Oktober 2004)
Der Einfluss von Wirtschaftsmedien auf das Entscheidungsverhalten von Investoren
TOBIAS STEWART (November 2005)
Numerische Verfahren zur Bewertung exotischer Optionen
OLGA TARKHANOVA (Juni 2006)
Berechnung des besonderen Zinsrisikos auf Basis der iTraxx Indexfamilie
MICHAELA TEMPES (August 2005)
Long Term Measures
33
Jahresbericht 2008
YOLANDA TORRES LUNA (Juni 2006)
Risk based Capital Allocation for a Specialty Insurance Company
ANDREAS ULBRICH (August 2006)
Integrated Asset Liability Management
VERENA UTIKAL (Januar 2006)
Staatsverschuldung und Vermögensverteilung – eine politökonomische Klammer
BERNHARD VESENMAYER (Oktober 2005)
COGARCH from a semimartingale point of view (Bachelor Thesis)
FELIX WALLENHORST (April 2007)
CDOs und Intensitätsmodelle
TOBIAS WEISS (Juni 2005)
Konsistente Modellierung von Asset Klassen
STEFAN WENDEROTH (März 2002)
Modellierung extremer Finanzmarktveränderungen mit Hilfe von Copulafunktionen
JULIA WIESENT (April 2007)
Risk Management of Asian Hedge Funds – Comparison of different Models
HANNES WIMMER (Oktober 2006)
LIBOR Markt Modelle und Inflationsderivate
THOMAS WINTERMANTEL (April 2006)
Hedging in Illiquid Markets
JÜRGEN WOLF (Februar 2007)
Optimal asset allocation with Asian hedge funds and Asian REITs
INTERDISZIPLINÄRES PROJEKT MATHEMATIK
ALEXEY KRIVOBORODOV (März 2007)
Visualisierung von Monte-Carlo-Methoden zur Portfolio-Optimierung mit Asynchronous JavaScript und XML (AJAX)
34
Jahresbericht 2008
7. Sponsoren
HypoVereinsbank
Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (kurz: HypoVereinsbank) zählt zu den drei
größten Banken Deutschlands. Ihre Wurzeln reichen bis in das 18. Jahrhundert. Als
international tätiges Institut, mit Hauptsitz in München, bietet sie ihren Kunden das komplette
Leistungsspektrum eines modernen Finanzdienstleisters. Mit fast 700 Zweigstellen in
Deutschland versteht sich die HypoVereinsbank als Bank für den Privatkunden und
mittelständisch geprägten Firmenkunden. Ihr Wettbewerbsvorteil liegt in der genauen
Kenntnis der regionalen Märkte sowie in engen und intensiven Kundenbeziehungen. Darüber
hinaus bietet die HypoVereinsbank alle Vorteile einer „integrierten Kapitalbank“. Seit 2005 ist
sie Mitglied der UniCredit Group, einem der größten Bankenkonzerne Europas.
35
Jahresbericht 2008
Algorithmics Incorporated
Algorithmics GmbH founded in 1989. Algorithmics is recognized as the world's leading
provider of enterprise risk management solutions and services that enable financial
institutions to effectively understand and manage their financial risk.
Algorithmics has over 300 clients, including more than 70 of the 100 largest financial
institutions in the world. Algorithmics has one of the largest dedicated enterprise risk
management teams in the world, with more than 650 risk professionals, located in 17 offices
in key international markets.
Algorithmics was recognized as the leading enterprise risk solution provider for Basel II,
market risk, credit risk, operational risk and collateral management in Risk magazine's 2005
Technology Rankings. Algorithmics' innovations in financial engineering, extensive coverage
of financial instruments, scenario generation capabilities and advanced analytics, have
earned it industry-wide recognition.
Mark-to-Future, the 2001 winner of Risk magazine's Technology Development of the Year
Award, continues to lead the industry as the framework of choice in the development of
innovative risk solutions. The proven performance of Algorithmics' risk engine provides the
basis for even the most challenging end-of-day analysis as well as real-time risk analytics.
Algorithmics is part of the Fitch Group.
Allianz Global Investors
Allianz Global Investors, der Asset Manager der Allianz, ist eine Management-Holding für
eine Vielzahl spezialisierter Vermögensverwaltungsgesellschaften in den für institutionelle
wie privaten Kunden wichtigsten Märkten der Welt.
Über PIMCO, RCM, dit/dbi, Oppenheimer Capital, NFJ, Nicholas-Applegate sowie eine
Reihe weiterer Gesellschaften bietet Allianz Global Investors eine große Vielfalt von
Investmenkompetenzen sowohl im Aktienbereich, bei festverzinslichen Wertpapieren,
Mischfonds sowie alternativen Anlageformen.
Mit 916 Mrd. Euro verwalteten Kapitalanlagen (Juni 2006) zählt Allianz Global Investors zu
den führenden Vermögensverwaltern der Welt. Über ein Netzwerk von 4.340
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 890 im Research und Portfoliomanagement, ist
Allianz Global Investors in der Lage, lokal vorhandene Expertise und Marktkenntnisse seinen
Kunden auf der ganzen Welt zugänglich zu machen.
36
Jahresbericht 2008
Bayerische Landesbank
Die BayernLB ist im Jahr 1972 aus der Fusion von
Landesbodenkreditanstalt und Bayerischer Gemeindebank
entstanden. Sie gehört zu den größten Banken Deutschlands
und führt die Rechtsform "Anstalt des öffentlichen Rechts".
Eigentümer sind - indirekt - zu je 50 Prozent der Freistaat
Bayern und der Sparkassenverband Bayern. Diese übertrugen
im Jahr 2002 ihre Anteile an der BayernLB gegen die
Gewährung von Aktien auf die BayernLB Holding AG, an der
der Freistaat Bayern und der Sparkassenverband Bayern
ebenfalls zu 50 Prozent beteiligt sind. Die BayernLB Holding
AG ist mit der alleinigen Trägerschaft für die BayernLB
beliehen und ist selbst kein Kreditinstitut.
Darüber hinaus fungiert die BayernLB als Hausbank für den
Freistaat Bayern und betreut aktiv Staats- und
Kommunalkunden, Finanzinstitutionen, mittlere und größere
Unternehmen sowie Immobilienkunden. Die BayernLB ist
einer der größten Emittenten von Schuldverschreibungen in
Deutschland. Integrale Bestandteile sind Bayerische
Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo) und die Bayerische
Landesbausparkasse
(LBS),
die
als
rechtlich
unselbständige Anstalten geführt werden. Die BayernLB ist
ein auf den Kernmarkt Bayern und die angrenzenden
Regionen fokussierter Finanzdienstleister, der an
ausgewählten Finanzzentren der Welt präsent ist.
Die BayernLB unterliegt der Rechtsaufsicht der Bayerischen
Staatsministerien für Finanzen und des Inneren sowie der
Fachaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.
Eine wichtige Säule des BayernLB-Geschäftsmodells ist der
Ausbau der Sparkassen-Zentralbankfunktion und die damit
verbundene weitere Intensivierung der gemeinsamen
Marktbearbeitung mit den bayerischen Sparkassen.
Die BayernLB ist die Zentralbank der bayerischen Sparkassen
und wesentlicher Bestandteil der bayerischen SparkassenFinanzgruppe. Sie ist Dienstleister für die Partnerinstitute der
Sparkassen-Finanzgruppe, agiert als deren Netzwerkbank und
hilft durch ihre Betreuungs- und Produktpolitik, vorhandene
Marktpotenziale im Markt Bayern mit den Sparkassen zu
erschließen.
Die hierzu geschlossenen Vereinbarungen zwischen den
einzelnen Sparkassen und der BayernLB erhalten die
betriebswirtschaftliche
Effizienz
durch
gemeinsam
entwickelte Lösungen und Stärken die Marktposition der
Sparkassen-Finanzgruppe Bayern.
Deutsche Bank AG
Mit weit über 100 Jahren internationaler Erfahrung ist die
Deutsche Bank ein echter Global Player. Wo stehen wir
heute? Welche Kerngeschäfte haben wir?
Wir verstehen uns heute nicht mehr nur als "Bank", wir sind
mehr: Finanzdienstleister, Top-Abwicklung von M&AAktivitäten, Know-How als Europas Fonds-Manager Nummer
1, weltweit führend im Wertpapier-Handel, die IFR -Bank of
the Year 2005, IFR - Best Bank for Trade & Export und Beste
Bank für Finanzplanung. Wir haben eine umfassende
Betreuung von Privatkunden und vieles mehr.
An allen wichtigen Finanzplätzen der Welt und auf allen
Kontinenten haben wir Niederlassungen. Unsere rund 65.000
Mitarbeiter sind immer in Bewegung. Von ihnen erwarten wir
hohen Einsatz, volle Motivation, "A Passion to Perform".
Dafür bieten wir so einiges, denn: Mitarbeiter sind unser
wichtigstes Kapital.
Zur Corporate and Investment Bank gehören:
- Global Banking
- Global Markets
Zum 2. Hauptbereich, Private
Management, gehören:
- Asset Management
- Private and Business Clients
- Private Wealth Management
Clients
and
Asset
Das Credit Risk Management Team untersucht und bewertet
bereichsübergreifend für unsere Kunden das potentielle
Risiko eines Abschlusses und auch das finanzielle Risiko
innerhalb eines Industriezweiges.
Das Corporate Center, das Herz unseres Konzerns, ist für
die strategischen, konzernweiten Planungs-, Lenkungs- und
Überwachungsfunktionen der gesamten Bank zuständig. Es
beinhaltet unter anderem Bereiche wie Controlling, Personal,
Konzernstrategie
(Corporate
Development),
Inhouse
Consulting (Business Reengineering) und DB Research.
Group Technology & Operations bildet die Schnittstelle
zwischen IT und Business. Dabei geht es um die ProzessAbwicklung für unsere Geschäftsbereiche, die Umsetzung
von System-Strategien und den weltweiten Zahlungstransfer.
Hier findet sich von Software-Engineering bis zur virtuellen
Produktion alles, was anspruchsvolle IT-Projekte mit sich
bringen. Group Technology & Operations wurde 2003 als
Bestes Europäisches IT-Department im Investment Banking
ausgezeichnet.
Unser Bereich Corporate Social Responsibility engagiert sich
u.a. durch Deutsche Bank Stiftung sehr intensiv in den
Bereichen Bildung, Soziales, Kunst und Musik. Die Deutsche
Guggenheim oder die Alfred-Herrhausen-Gesellschaft
spiegeln unser Engagement in der Kunst wider bzw. bieten
ein "Think Tank" zum internationalen Dialog. Im Jahr 2005
gaben wir insgesamt 90 Millionen Euro aus und sind weltweit
einer der größten privaten "Micro Credit"-Anbieter.
Sind Sie ein Zahlenfan?
Bilanzsumme 992 Mrd. Euro, Gewinn vor Steuern: 6,1 Mrd.
Euro, beides per 31.12.2005
Lust, dabei zu sein?
Weitere Informationen und unser Online-Bewerbungssystem
finden Sie unter www.db.com/careers
37
Jahresbericht 2008
Reuters AG
Reuters ist der führende globale Anbieter von Nachrichten, Finanzinformationen und
Technologie-Lösungen für Medien, Finanzinstitute, Unternehmen und Privatpersonen in aller
Welt. Die Kombination von relevanten Inhalten, modernen Übertragungstechnologien und
leistungsfähiger Software ist einzigartig. Reuters steht für Schnelligkeit, Genauigkeit und
Objektivität
sowie
für
kontinuierliche
technische
Innovation.
Über
564.000
Finanzmarktexperten weltweit nutzen die Informationsdienste von Reuters. Das
Unternehmen beliefert die globalen Finanzmärkte und Nachrichtenmedien mit dem
umfangreichsten Angebot an globalen Lösungen und Technologien. Dies beinhaltet
Echtzeitdaten für die Finanzmärkte, Transaktions-Lösungen, Tools für Analyse sowie Risikound Handelsmanagement, Investmentfonds-Daten (über die Reuters-Tochter Lipper) und
historische Daten. Dazu liefert das Unternehmen Nachrichten in Form von Text, Grafiken,
Videos und Bildern an die Medien und an Hunderte von Webseiten.
Zur weiteren Steigerung der Reichweite seiner Finanzinformationen und Nachrichten nutzt
Reuters intensiv Internet- und andere führende Technologien. Den Kunden werden darüber
hinaus Web-Portal-Infrastrukturen zur Verfügung gestellt, damit sie ihre eigenen Kunden
besser bedienen können.
risklab germany
risklab germany versteht sich als dynamisches, erfolgsorientiertes Unternehmen, das
innovative Lösungskonzepte für das Asset Management entwickelt und umsetzt. Diese
basieren auf den neuesten Methoden der quantitativen Kapitalmarktforschung und dienen
der Unterstützung von Investmententscheidungen ("advanced asset management
solutions").
Unser proprietärer Szenarioanalyse-Ansatz ermöglicht uns die integrierte Betrachtung und
Analyse einer Vielzahl von unterschiedlichen Finanzinstrumenten – von der einfachen
Anleihe bis hin zu komplexen hybriden Strukturen. Verbunden mit Ihrer individuellen
Investmentstrategie erhalten Sie eine realistische Einschätzung über die Chancen und
Risiken Ihres Portfolios heute und für zukünftige Zeitpunkte. Das Denken in Marktszenarien
macht unsere Methodik dabei transparent und leicht verständlich.
Unsere Beratung ist wissenschaftlich fundiert. Dabei bauen wir auf ein Team von
hochqualifizierten Mitarbeitern mit herausragendem akademischen und praktischen Track
Record. Mit zahlreichen Publikationen in angesehenen Fachzeitschriften und
Dozententätigkeiten an renommierten Universitäten haben sich unsere Experten auch
international einen Namen gemacht.
Besonders enge Verbindungen bestehen zum Institut für Finanzmathematik an der
Technischen Universität München und zu Algorithmics Inc., einem der weltweit führenden
Softwarehersteller für das unternehmensweite Risikomanagement. Die weitreichende
Partnerschaft mit Algorithmics Inc. sichert unseren Kunden einen direkten Zugang zu
innovativen Technologien und zum Mark-to-Future Konzept, das mittlerweile zu einem
Industriestandard geworden ist.
38
Jahresbericht 2008
tenfore
Tenfore ist ein unabhängiger Anbieter globaler Börsendaten in Echtzeit. Wir spezialisieren
uns auf Lösungen, die sowohl Finanzinformationen als auch die dafür erforderliche
Technologie umfassen, so dass unsere Kunden echten Wert aus den bereitgestellten Daten
schöpfen können. Wir haben mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Bereitstellung
informationsbasierter Lösungen in den globalen Märkten für Wertpapiere, Terminkontrakte,
Commodities und Devisen. Zu unseren Kunden zählen u.a. Finanzinstitute, Drittanbieter und
Firmenkunden in 60 Ländern.
Die Ansprüche an Hard- und Software durch Börsendaten wachsen schnell, auch weil
Kunden immer ausgefeiltere Analyse- und Handelsapplikationen integrieren und dadurch
den Bedarf an akkuraterer und schnellerer Börsen- und Finanzdaten steigern. Tenfore‟s
Anspruch ist es, einen konsolidierten Datenfeed aus Börsendaten und anderen Finanzdaten
zu liefern, der aufgrund der Vereinheitlichung des Formates einfach zu integrieren ist und
dabei so nah wie möglich an den ursprünglichen Daten bleibt, ohne Daten durch Netting
oder beurteilende Filterungen zu verfälschen. Die höchste Priorität wird dabei auf
zeitgerechte und zuverlässige Lieferung gelegt. Tenfore‟s eigenes Rechenzentrum
verarbeitet daher die Daten direkt von den ursprünglichen Quellen und wurde unter der
Zielsetzung, Verspätungen und Eingriffe auf ein Minimum zu reduzieren, aufgebaut. Alle
Tenfore Produkte und Dienstleistungen profitieren von unserer zentralen Technologie, deren
Design auf Kunden ausgerichtet ist, welche schnelle, genaue und zuverlässige Daten
benötigen.
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Jahresbericht 2008
8. Drittmitteleinwerbung
DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Prof. Kallsen wurde von der DFG eine Sachbeihilfe zur Finanzierung eines
Forschungsprojekts mit dem Thema „Varianzoptimale Absicherungsstrategien in
Kursmodellen mit stochastischer Volatilität“ bewilligt. Von den Mitteln kann ein
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen eines Dissertationsvorhabens für zwei Jahre
beschäftigt werden.
Algorithmics
Prof. Zagst wurden von der Firma Algorithmics Inc. die Mittel zur Finanzierung eines
Forschungsprojektes zum Thema „Loss Given Default Modellierung“ bewilligt. Von den
Mitteln wurde eine zusätzliche Doktorandenstelle geschaffen. Das Projekt ist auf drei Jahre
angelegt.
Algorithmics und Fitch Ratings
In Kooperation mit unserem Industriepartner Algorithmics und mit finanzieller Unterstützung
von Fitch Ratings wird in dem Projekt „Risikofaktoren für Kreditportfolios“ untersucht, welche
beobachtbaren Risikofaktoren (z.B. Zinsen und verschiedene Makro-Indizes) einen Einfluss
auf das Kreditrisiko von einzelnen Anleihen sowie von Kreditportfolios haben. Diese
Untersuchung geht einer Kalibrierung des Portfoliomodells von Algorithmics voran. Darüber
hinaus werden verschiedene Kalibriermethoden untersucht und Detailverbesserungen
vorgeschlagen.
BayernLB
Im Rahmen einer Forschungskooperation mit der BayernLB wurden Prof. Zagst Mittel zur
Finanzierung zweier Forschungsprojekte mit den Themen: „Modellierung von Prepayment
und die Bewertung von Mortgage-Backed-Securities“ und „Modelling und Valuation of
Derivatives under Default and Prepayment Risk“, bewilligt. Es konnten zwei
Doktorandenstellen geschaffen werden. Jedes Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt.
Deutsche Bank
Durch eine großzügige Spende der Deutschen Bank AG war es möglich am Institut eine
„Trading Simulation“ für die RiskFaktory einzurichten.
Ausgründung der Thetaris GmbH
Die Thetaris GmbH ist im Oktober 2007 aus dem Exist-Seed Projekt Theta Engineering
ausgegründet worden. Theta Engineering wurde vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) mit knapp 100.000 EUR gefördert, mit dem Ziel der Gründung eines
Unternehmens. Das Gründerteam, bestehend aus Dr. Stefan Dirnstorfer, Dr. Andreas Grau
und Norbert Schöpke, entwickelte eine Software zur grafischen Visualisierung und
automatisierten Bewertung komplexer Verträge, dynamischer Handelsstrategien sowie
strukturierter Finanzprodukte. Die Thetaris GmbH führt dieses Projekt unter dem Namen
Theta Suite fort und entwickelt eine Implementierung für den produktiven Einsatz bei Banken
und Versicherungen.
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Jahresbericht 2008
9. Preise und Auszeichnungen
PROFESSOR DES JAHRES 2007
PROF. DR. RUDI ZAGST
Am 28. November 2007 wurde Rudi Zagst von der Zeitschrift Unicum Beruf zum "Professor
des Jahres 2007" in der Kategorie “Naturwissenschaften und Medizin“ ernannt.
Statement von Prof. Dr. Rudi Zagst zur Auszeichnung mit dem Preis: "Die Auszeichnung
zum Professor des Jahres ist für mich nicht nur eine große Ehre und Anerkennung meiner
bisherigen Leistungen, sondern auch ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg der
Brückenbildung zwischen Theorie und Praxis engagiert weiterzugehen."
AUFNAHME IN DAS “WHO IS WHO IN THE WORLD”
PROF. DR. RUDI ZAGST
Im Jahr 2007 wurde Prof. Dr. Rudi Zagst in die neue Ausgabe von Marquis „Who is Who in
the World“ aufgenommen. Das Nachschlagewerk umfasst Führungspersönlichkeiten aus
über 215 Ländern. Neben bedeutenden Wissenschaftlern werden beispielsweise Staatsoberhäupter, Politiker, Vorstände großer Unternehmen oder Philosophen biographisch gelistet.
AUFNAHME IN DAS “RISK WHO IS WHO“
PROF. DR. RUDI ZAGST
Im Februar 2008 wurde Prof. Dr. Rudi Zagst in das "Risk Who's Who" der Organisation Risk
Knowledge Network, Inc. aufgenommen. Mit dieser Auszeichnung werden Personen
honoriert, die einen signifikanten Beitrag in den Themengebieten Risiko, Compliance und
Governance geleistet haben. Die Aufnahme in das Risk Who's Who basiert auf einem
fundierten Screening Prozess und setzt Leadershipqualitäten voraus.
SÜDWESTMETALL-PREIS FÜR DEN WISSENSCHAFTLICHEN NACHWUCHS 2007
DR. MATTHIAS SCHERER
Im November 2007 hat der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Mannheim
den „Südwestmetall-Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2007“ verliehen. Dr.
Matthias Scherer erhielt den mit 5000 Euro dotierten Preis für seine Doktorarbeit im Bereich
der Kreditrisiko Modellierung bei Banken und Kreditinstituten.
1. PLATZ BEIM DZ BANK KARRIERE-PREIS 2008
PHILIPP AIGNER, GEORG BEYSCHLAG, TIM FRIEDERICH UND MARKUS KALEPKY
Den von Prof. Dr. Rudi Zagst betreuten FIM Studenten Philipp Aigner, Georg Beyschlag, Tim
Friederich und Markus Kalepky gelang es, den 1. Platz beim DZ Bank Karriere-Preis 2008 zu
belegen. Mit ihrer Bachelorarbeit "Private Equity as an Asset Class" gewannen sie in der
Kategorie "Bachelor Theses / Diplomarbeiten (BA)".
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Jahresbericht 2008
10. Elitestudiengang „Finance & Information
Management“
FIM Investment Day 2007
25. Oktober 2007
Portfoliomanagement LIVE - FIM meets Allianz Global Investors
On October 25, the first Allianz
Global Investors (AGI) - FIM
Investment Day took place at the
Allianz Group Management Institute
in Kempfenhausen. The beautiful
waterfront building on the shoreline
of the Lake Starnberg hosted a very
interesting event where FIM
students could get an insight into
the work of a portfolio manager. Dr.
Joachim Faber, CEO of AGI and
member of the board of Allianz SE,
welcomed the students and Johann
Goldbrunner, consultant and former
member of the AGI Executive
Committee,
presented
the
programme. Later on, several
experts of the Equity, the Fixed
Income,
and
the
Advanced
Investment
Solutions
divisions
lectured on topics like Fundamental
Analysis or Dynamic Strategy
Portfolio. In the afternoon, the
students
discussed
several
important
topics
concerning
investment trends of the future, e.g.
aging population, and presented
their results. This exciting day was
completed by a very tasty dinner
where students and speakers were
given the opportunity to chat in a
relaxed ambience.
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Jahresbericht 2008
Bridging the Gap 2007 – Financial Impact of Web 2.0
23. November 2007
Die Studenten unseres Elitestudiengangs „Finance and Information Management“
organisierten eine Konferenz über den finanziellen Einfluss von Web 2.0, die Wissenschaftler, Unternehmer und Studenten aus ganz Deutschland zusammenführte.
Die Bedeutung des Web 2.0 illustrierten sowohl die sehr anschaulichen Erläuterungen von
Professor Helmut Krcmar (TU München) als auch die Studenten selbst, die mit ihren Laptops
auf „Facebook“ und ähnlichen Seiten surften. Christian Weiß, Student im Studiengang
„Finance and Information Management“ verwies in seinen Einführungsworten auf die
intensive Nutzung des Web 2.0 bei der allein von Studenten initiierten und geplanten
Konferenz. Für die Konferenzsitzungen der weit verstreuten Studenten nutzte man das
Internettelefon „skype“, bearbeitete Dokumente gemeinsam mit Hilfe von „Google Text &
Tabellen“ und „Windows SharePoint Services“, recherchierte in Blogs über das Thema und
machte auf die Konferenz mit Hilfe von Kontaktplattformen wie „Facebook“, „StudiVZ“ und
„Lokalisten.de“ sowie einer eigenen Homepage aufmerksam.
Herausgekommen ist eine gut durchdachte und reibungslos organisierte Konferenz in der
Reihe „Bridging the Gap“ im Rahmen des Elitestudienganges, die ihr Ziel, die oftmals
beklagte Kluft zwischen jungen Wirtschaftswissenschaftlern und der Unternehmenswelt zu
überbrücken, mehr als deutlich erreicht hat. Die Keynotes sprachen Klaus Martini, Global
Chief Investment Officer der Deutschen Bank, und Alexander Samwer (s. Bild), Gründer von
„Jamba!“ und dem European Founders Fund. Außerdem waren Unternehmen wie IBM
Deutschland, O2 Deutschland, A.T. Kearney, amiando und Emporias vertreten sowie
Wissenschaftler aus München und Münster.
Als Hauptthema wurde die Frage erörtert, welche finanziellen Möglichkeiten das Web 2.0
eröffnet oder ob es sich am Ende doch als eine neue IT – Blase (ähnlich der New Economy
Bubble 2001) erweisen wird. Dafür interessierten sich 220 Studenten, wissenschaftliche
Mitarbeiter und Unternehmer, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach München in die
Technische Universität gekommen waren.
43
Jahresbericht 2008
Was unterscheidet zunächst das Web 2.0 vom Vorgängerinternet? Professor Krcmar von der
TU München benannte die „Architektur des Mitwirkens“ als das Schlüsselprinzip. Das Web
2.0 sei der „Durchbruch des partizipativen Internets“, wie es der Kommunikationswissenschaftler Christoph Neuberger von der Universität Münster ausdrückte. Dass sich
damit auch viel Geld verdienen lässt, hat sich bei vielen der erfolgreichen Unternehmen erst
später herausgestellt: Die Geschäftsidee entwickelte sich erst später. „Facebook“ begann
zunächst als ein virtuelles Netzwerk an der Universität Harvard und hat sich mittlerweile zu
einem Unternehmen entwickelt, welches mit 15 Milliarden bewertet wird, worauf Klaus
Martini in seinen Ausführungen verwies. Dennoch warnte er vor zuviel Euphorie, denn auf
die Frage, ob es sich beim Web 2.0 um eine neue IT- Blase handeln könnte, hatte er eine
klare Antwort parat: Jein.
Euphorischer zeigte sich Alexander Samwer mit der zweiten „Key Note“, die einen
interessanten und abwechslungsreichen Vortragstag abschloss, über die Möglichkeit, dank
des Internets mit wenig Kapital ein großes Unternehmen aufzubauen. Hört man die
Erfolgsgeschichte von Samwer und seinen Brüdern, vermag eine solche Einschätzung nicht
zu verwundern: Ende der 90er Jahre bauten sie die Auktionsplattform Alando auf, die sie
dann für 43 Mio. Dollar an Ebay weiterverkauften. Anschließend machten sich die SamwerBrüder an den Vertrieb von Klingeltönen und Handyspielen. Das Unternehmen „Jamba!“ war
geboren und brachte beim Verkauf schließlich 273 Mio. Dollar ein. Die neuste Unternehmung
ist der „European Founders Fund“, der auf unbürokratische Weise Gelder an viel
versprechende Jungunternehmer vergibt. Samwers Erfolgsrezept? „Offenheit im Kopf und
die Fähigkeit, auf die Bedürfnisse des Marktes zu reagieren.“
Weitere Vorteile, die das Web 2.0 bietet, fanden auch in den vorhergegangen Vorträgen
Erwähnung: Internethändler können kleine Nischen bedienen und dadurch einen hohen
Umsatz erzielen, wie es bei dem Intenetbuchhändler amazon.de der Fall ist. Wikis
(Internetseiten, die sich vom Benutzer in sekundenschnelle verändern lassen) leben von der
kollektiven Intelligenz und Internetmarktplätze lassen auch seltene Produkte erwerbbar
werden. Dass es sich hier um eine zweischneidige Entwicklung handelt, soll nicht aus der
ethischen, sondern aus der Unternehmersicht angedeutet werden: Zwar vereinfacht die
Lektüre von Blogs (den Internettagebüchern) und Foren die Einschätzung der
Produktannahme von Konsumentenseite, allerdings können die Blogger auch zur
Skandalisierung eines Unternehmens beitragen, erläutere Professor Christoph Neuberger.
Die Deutsche Bank bemüht sich, all die neuen Entwicklungen in ihrer Kundenbetreuung und
in der internen Mitarbeiterkommunikation zu integrieren, wie es Lino Lourenco, Innovation
Manager der Deutschen Bank, erklärte. Selbst in dem Internetspiel „Second Life“ können die
Spieler einer dem wirklichen Vorbild Q110 detailgetreu nachgebildeten Bank einen Besuch
abstatten.
Es ist eine große Welt, die sich hinter dem Begriff Web 2.0 auftut und die zunehmend zum
festen Alltagsbestand wird. Wie die Weiterentwicklung aussieht, wird sich auch daran
ablesen lassen, ob der Studiengang „FIM“ in einigen Jahren schon das Web 3.0 zum Thema
haben wird.
Mit der Veranstaltung dieses Jahr zeigte sich der organisierende zweite Jahrgang von
„Finance and Information Management“ jedenfalls sehr zufrieden.
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Jahresbericht 2008
Projektseminar FIM
„Professional Risk Management and Fixed Income Markets“
03. März 2008
Nach intensiver Vorbereitung trafen sich am 3. März 2008 die Studenten des Studiengangs
„Finance and Information Management“ in der Allianz Arena, um in dem beeindruckenden
Stadion die Abschlusspräsentationen im Rahmen ihres Seminars „Professional Risk
Management and Fixed Income Markets“ vorzustellen.
Für diese Veranstaltung lud die BayernInvest, ein Praxispartner des Studiengangs, die
Teilnehmer des Wahlkurses in ihre Loge ein. Herr Professor Zagst, Leiter des HVBStiftungsinstitut für Finanzmathematik“, bot dieses Seminar bereits zum zweiten Mal an. Er
und seine beiden Assistenten Dr. Matthias Scherer und Stefan Höcht haben die Studenten
im Vorfeld dankenswerter Weise mit präzisen Anweisungen unterstützt. Pausen nutzte
Professor Zagst zu konstruktiver Kritik und Lob. Unterstützt wurde er dabei durch Herrn
Bentlage und Dr. Schlick, beide Vorstandsmitglieder der BayernInvest. Die vorzustellenden
Themen stammten aus dem Handbuch „Professional Risk Manager“. Ziel des Seminars war
es den Studenten eine Einführung in die komplexe Welt des Risiko Managements zu geben.
Die Nervosität der Studenten stieg als die Veranstaltung pünktlich um 9.00 Uhr begann. Es
galt den sportlichen Zeitplan mit fünf Präsentationen vor und fünf Präsentation nach der
Mittagspause einzuhalten. In der ersten Halbzeit wurde zu den Themen Zinskurven,
Anleihen, Forwards und Futures, Swap und Swaptions sowie exotische Optionen
vorgetragen. Das hohe Niveau der Vorträge ließ die Erwartungen an die zweite Halbzeit
steigen. Diese war den Kreditrisiken und dem Risikomanagement gewidmet. Vor Beginn
dieser zweiten Hälfte fasste Herr Quijano, Portfoliomanager Fixed Income von der
BayernInvest in einem interessanten Vortrag die wesentlichen Gründe für die Subprime Krise
zusammen. Danach übernahmen die Studenten wieder die Regie. Es folgten Themen über
Kreditderivate und abwechslungsreiche Fallstudien über Le Crédit Lyonnais, die Berliner
Bank und über die kalifornische Energiekrise.
Als Belohnung für die hervorragenden studentischen Leistungen ermöglichte die
BayernInvest den Seminarteilnehmern in einer Führung exklusive Einblicke in das
Innenleben des Stadions und lud sie zur Krönung zu einem Spiel des FC Bayern München
an dem darauf folgende Wochenende ein. Die Anstrengungen der letzten Wochen hatten
sich für die Teilnehmer mithin nicht nur aus fachlicher Sicht gelohnt.
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Jahresbericht 2008
Eventreihe „Strike a new path… in finance“
16. Mai 2008
Als Teil der Eventreihe „Strike a new path..." fand am 16. Mai 2008 in Zusammenarbeit mit
Allianz Global Investors der Case-Study-Day des Studiengangs „Finance & Information
Management“ in München statt.
Ziel war es, speziell Grundstudiums- und Bachelorstudenten der Studiengänge
Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsmathematik, Betriebswirtschaftslehre sowie verwandter
Fachrichtungen die Möglichkeit zu geben, ihr theoretisches Wissen in der Praxis
anzuwenden. Hierzu stellte Allianz Global Investors in Zusammenarbeit mit Johann
Goldbrunner und Prof. Rudi Zagst eine spannende Fallstudie, welche von den Teilnehmern
im realistischen Umfeld der Büros der Allianz Global Investors Gruppe bearbeitet wurde.
Gegenstand der Fallstudie waren zum einen die Barings Bank sowie die Savings & Loan
Crisis. Unterstützung bekamen die
studentischen Teams dabei von
erfahrenen Mitarbeitern des global
agierenden Fondsmanagers. Nach
Abschluss der Bearbeitung wurden die
Ergebnisse der Gruppen präsentiert
und diskutiert. Selbstverständlich erhielt
jeder Teilnehmer anschließend ein
persönliches
Feedback
und
ein
Teilnahmezertifikat. Sowohl mit der
großen Teilnahmenachfrage als auch
mit dem reibungslosen Ablauf und der
Zusammenarbeit mit AGI waren die
verantwortlichen FIM-Studenten sehr
zufrieden.
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Jahresbericht 2008
Gastdozenten im Rahmen von FIM
PROF. NG KAH HWA (NATIONAL UNIVERSITY OF SINGAPORE)
27. FEBRUAR – 01. MÄRZ 2008
Financial Engineering in Structured Products.
DR. VICTORIA MITCHELL (UNIVERSITY OF CALGARY)
04. – 06. JUNI 2008
Project Turnaround.
DR. BARRIE NAULT (UNIVERSITY OF CALGARY)
04. – 06. JUNI 2008
Information Technology and Productivity.
PROF. LUIS SECO (UNIVERSITY OF TORONTO)
18. – 21. FEBRUAR 2008
Investment Risk Management.
DR. MIKE SMITH (UNIVERSITY OF READING)
02. – 04. JULI 2008
Trading Seminar.
Auszeichnungen im Rahmen von FIM
JULIA KRAUS (BESTER ABSCHLUSS, ERSTER JAHRGANG)
Frau Kraus erhielt den „FIM Best Graduation Award” des Elitestudiengangs. Sie schloss
unter allen Studenten des ersten Jahrgangs ihren „Master of Science with honors“ mit der
besten Gesamtnote ab. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss promoviert sie seit 2007 am
HVB-Stiftungslehrstuhl für Finanzmathematik im Bereich dynamischer Anlagestrategien.
BARBARA GÖTZ (BESTES PAPER, ERSTER JAHRGANG)
Frau Götz erhielt den "FIM Best Paper Award" für ihre beiden Artikel „Pricing of credit spread
options under stochastically correlated underlyings“ und „Pricing of a CDO on stochastically
correlated underlyings“ in Anerkennung ihrer damit verbundenen herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. Beide Artikel wurden im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der
University of Toronto und in Zusammenarbeit mit Prof. L. Seco, Prof. M. Escobar und Prof.
R. Zagst erstellt.
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Jahresbericht 2008
11. Veranstaltungen
TUM-Schülertag
14. Februar 2008
Anlässlich des diesjährigen TUM-Schülertages nutzte das HVB-Stiftungsinstitut für
Finanzmathematik die Gelegenheit, Schüler der gymnasialen Oberstufe und potentielle
Studienanfänger aus ganz Bayern über moderne Finanzmathematik zu informieren und für
ein Finanz- und Wirtschaftsmathematikstudium an der TU München zu begeistern. Im
Rahmen eines einführenden Vortrags stellte Kathrin Maul aktuelle Fragestellungen und
Konzepte der Finanzmathematik sowie das Studienangebot der TU München in diesem
Bereich vor. Anschließend wurden die zahlreichen Fragen der potentiellen Studienanfänger
zu den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen an der TU München beantwortet. Die
große Anzahl an interessierten Zuhörern und neugierigen Fragen lässt auf eine weiterhin
positive Entwicklung der Studierendenzahlen in Finanz- und Wirtschaftsmathematik an der
TU München hoffen.
Abitag auf dem Campus Garching
25. Juni 2008
Wie jedes Jahr konnten sich auch diesmal wieder am Abitag auf dem Campus Garching
interessierte Schüler, Lehrer sowie zukünftige Studierende über die Studieninhalte eines
Finanzmathematikstudiums informieren. Im Rahmen eines einführenden Vortrags stellte JanFrederik Mai einige grundlegende finanzmathematische Fragestellungen vor und erläuterte
darüber hinaus das Studienangebot der TU München hinsichtlich dem Schwerpunkt
Finanzmathematik. Insbesondere wurde versucht zu erläutern, mit welchen Problemen sich
die Finanzmathematikstudentinnen und -studenten in spe beschäftigen werden. So hat der
„Abitag“ auch dieses Jahr hoffentlich wieder dazu beigetragen, offene Fragen von Schülern
hinsichtlich des Inhaltes und des Nutzens eines finanzmathematischen Studienganges zu
klären.
Workshop Finanzmathematik Prof. Zagst / Prof. Kiesel
09. März – 16. März 2008, Berwang/Österreich
Bereits das vierte Jahr in Folge fand der Finanzmathematik-Workshop der Universität Ulm
und der TU München statt. Neben Professor Zagst und Professor Kiesel nahmen außerdem
vier Doktoranden aus Ulm, sechs Doktoranden aus München, sowie Dr. Matthias Scherer,
Dr. Ralf Werner und ein weiterer Doktorand aus Gießen teil. Darunter waren dieses Jahr
einige Neulinge im Vergleich zum Vorjahr. Jeder Teilnehmer trug dabei Auszüge aus der
aktuellen Forschung vor, mit anschließender Diskussion. Die behandelten Themengebiete
reichten von Kreditrisikomodellierung, über Versicherungsmathematik und ForwardFrachtraten, bis hin zur Zinsmodellierung. Im Bereich Kreditrisiko wurden dabei sowohl
hybride Modelle zur Einzeltitelbewertung, als auch neue Modelle zur Portfoliobewertung
vorgestellt. Außerdem wurde ein Modell für die Behandlung von Mortgage-Backed Securities
beschrieben. Weitere Vorträge, wie zum Beispiel über die Kalibrierung und das Pricing im
LIBOR Market Modell, über die numerische Lösung von partiellen Differenzialgleichungen in
Lévy-Modellen oder über die Momentenschätzung in stochastischen Volatilitätsmodellen,
48
Jahresbericht 2008
gaben einen umfassenden Überblick über die derzeitige Forschung der beteiligten Institute.
Selbstverständlich sollte auch dieses Jahr der soziale Aspekt nicht vernachlässigt werden.
So wurde das Vortragsprogramm ergänzt durch gemeinsames Skifahren, Schlittenfahren,
Wandern, Abendessen, Pokerspielen etc. Dadurch wurde insbesondere auch der Austausch
von Ideen und Anregungen für die jeweilige Forschung gefördert. Abschließend bleibt zu
sagen, dass der Workshop ein voller Erfolg war und sich alle Beteiligten auch nächstes Jahr
wieder freuen dabei zu sein.
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Jahresbericht 2008
Oberseminar Finanz- und Versicherungsmathematik
TU und LMU München
Veranstalter:
Prof. Dr. Biagini, Prof. Dr. Czado, Prof. Dr. Filipovic,
Prof. Dr. Kallsen, Prof. Dr. Klüppelberg, Prof. Dr. Zagst
STEFAN FREY (Universität Tübingen), 08.11.2007
Trading Activity and Liquidity Supply in a Pure Limit Order Book Market. An Empirical
Analysis Using a Multivariate Count Data Model.
In this paper we perform an empirical analysis of the trading process in a pure limit order
book market, the Xetra system which operates at various European exchanges. We study
how liquidity supply and demand as well as price volatility affect future trading activity and
market resiliency, and discuss the results in the light of predictions implied by theoretical
models of financial market microstructure. Parameter estimation and hypotheses testing is
conducted using a new econometric methodology designed for the analysis of multivariate
count processes.
LUCIANO CAMPI (Universität Tübingen), 15.11.2007
Kyle-Back equilibrium model with insider trading and credit risk.
We study, in the framework of Back [Rev. Financial Stud. 5(3), 387-409 (1992)], an
equilibrium model for the pricing of a defaultable zero-coupon bond issued by a firm. The
market consists of a risk-neutral informed agent, noise traders, and a market maker who sets
the price using the total order. When the insider does not trade, the default time possesses a
default intensity in the market's view as in reduced-form credit risk models. However, we
show that, in equilibrium, the modelling becomes structural in the sense that the default time
becomes the first time that some continuous observation process falls below a certain
barrier. Interestingly, the firm value is still not observable. We also establish the no expected
trade theorem that the insider's trades are inconspicuous. Finally, we extend the model to a
case where the traded asset is a defaultable stock and the insider knows in advance also the
final alue of the firm.
This talk is based on joint works with U. Cetin (LSE) and A. Danilova (Oxford University).
PROF. DR. JAN-J. RÜCKMANN (The University of Birmingham), 29.11.2007
On Stable Feasible Sets in Generalized Semi-Infinite Programming.
We consider the feasible set of a generalized semi-infinite programming problem with a onedimensional index set of inequality constraints depending on the state variable. The latter
dependence on the state variable gives rise to a complicated structure of the feasible set.
Under appropriate transversality conditions we present the local description of feasible sets
in new coordinates by means of finitely many basic functions.
The lecture is based on a joint paper with Harald Guenzel and Hubertus Th. Jongen (Aachen
University, Germany).
50
Jahresbericht 2008
MONIQUE JEANBLANC (Universitè d`Evry), 13.12.2007
Pricing and trading CDS's in a multiname setting.
The aim of this talk is to give a general framework for multi-defaults modelling and to obtain
the dynamics of a CDS when different credit names are considered. We apply the results to
prove that a defaultable claim can be hedged wih CDS.
THORSTEN SCHMIDT (Universität Leipzig), 10.01.2008
Pricing and Hedging of Credit Derivatives via Nonlinear Filtering.
In this work a new, information-based approach for modelling the dynamic evolution of a
portfolio of credit risky securities is proposed. In this context market prices of liquidly traded
derivatives are given by the solution of a nonlinear filtering problem. This problem is solved
via the innovations approach to nonlinear filtering. Moreover, we derive the ensuing asset
price dynamics and compute risk-minimizing hedging strategies. In the last part we discuss a
numerical approach - based on particle filtering - to some of the arising filtering problems.
This is joint work with R. Frey and A. Gabih.
RÜDIGER KIESEL (Universität Ulm), 24.01.2008
Pricing Forward Contracts in Power Markets by the Certainty Equivalence Principle:
explaiing the sign of the market risk premium.
In this paper we provide a framework that explains how the market risk premium, defined as
the difference between forward prices and spot forecasts, depends on the risk preferences of
market players. In commodities markets this premium is an important indicator of the
behaviour of buyers and sellers and their views on the market spanning between short-term
and long-term horizons. We show that under certain assumptions it is possible to derive
explicit solutions that link levels of risk aversion and market power with market prices of risk
and the market risk premium. Based on joint work with Alvaro Cartea (Birkbeck College,
University of London, UK) and Fred Espen Benth (University of Oslo, Norway).
STEFAN ANKIRCHNER (Humboldt-Universität zu Berlin), 29.05.2008
A BSDE approach to hedging with basis risk.
Basis risk arises when a hedging instrument is not perfectly correlated with the risk that is
hedged; for example when jet fuel price increases are hedged with heating oil futures. In this
talk we discuss some issues concerning hedging with basis risk and present a general
Markovian model that allows to determine optimal exponential utility-based hedging
strategies. We use the fact that the certainty equivalent (CE) of risky positions can be
represented in terms of solutions of Backward Stochastic Differential Equation (BSDE) with a
quadratic growth generator. After establishing some structure properties, we show that the
optimal hedge can be explicitly described as the CE gradient relative to the risk source
multiplied with the correlation coefficient. This way we obtain a generalization of the classical
'delta hedge' in complete markets.
This talk is based on joint work with P. Imkeller and G. Reis.
51
Jahresbericht 2008
CORINA CONSTANTINESCU (Österr. Akademie der Wissenschaften, Wien), 05.06.2008
Renewal risk processes with stochastic returns on investments.
The aim of this talk is the asymptotic analysis of the probability of ruin in the case of renewal
risk processes with full investments into a risky asset. Distinguishing between light and heavy
tailed claims, it is shown that the decay rate either depends on the parameters of the risky
investment or it is asymptotically proportional to the tail of the claim size distribution.
FABRIZIO DURANTE (Johannes-Kepler-Universität Linz), 11.06.2008
A review of some families of copulas.
In this talk, we introduce the basic concepts about copulas, which have gained a lot of
popularity during the last years, especially in view of their applications to finance, insurance
and risk models. Then, we will focus our attention to the construction of suitable statistical
models based on bivariate copulas. Such constructions, which are in essence of a geometric
nature, allow to have a great flexibility in modelling pairs of random variables that exhibt
different behaviours in their joint tails.
MARIUS HOFERT (Universität Ulm), 11.06.2008
Exchangeable and nested Archimedean copulas.
We present the class of exchangeable Archimedean copulas and an interesting extension to
allow for non-exchangeability, the class of nested Archimedean copulas. For the latter, we
present new conditions for constructing members. Further, we introduce efficient sampling
algorithms for many exchangeable and nested Archimedean copulas which can be applied to
perform high-dimensional simulation studies.
JEAN JACOD, CLAUDIA KLÜPPELBERG, ROBERT STELZER, 12./13.06.2008
Workshop on “Risk Modelling and High-frequency Data”.
NICOLE BÄUERLE (Universität Karlsruhe), 26.06.2008
Dynamische Risikomaße unter Berücksichtigung von Modellunsicherheit.
In diesem Vortrag betrachten wir dynamische Risikomaße für zeitdiskrete Zahlungsprozesse,
die eine fast-Markovsche Struktur haben. Wichtig ist, dass diese dynamischen Risikomaße
als Wertfunktion eines Markovschen Entscheidungsprozesses aufgefasst werden können.
Diese Beobachtung ermöglicht eine Erweiterung des Risikomaßes auf den Fall
unvollständiger Information bzw. Modellunsicherheit. Dies geschieht über einen Bayesschen
Ansatz. Außerdem kann der Einfluss der Modellunsicherheit auf das Risikomaß diskutiert
werden. Überraschenderweise stellt sich in bestimmten Modellen heraus, dass das
Risikomaß durch Lerneffekte bei Modellunsicherheit kleiner wird. Alle Untersuchungen
werden an einem einfachen Münzwurfbeispiel von Artzner und dem Cox-Ross-Rubinstein
Modell erläutert.
52
Jahresbericht 2008
PRMIA – The Professional Risk Managers’ International Association
PRMIA ist eine internationale Gesellschaft für Risk Professionals. Die im Januar 2002
gegründete Organisation umfasst mittlerweile mehr als 60 Chapters auf der ganzen Welt
und 52.600 Mitglieder in 182 Ländern. Die gemeinnützige, mitgliedergeführte Vereinigung
von Fachleuten fördert die Standards im Risk Management durch den Austausch von Ideen
und die Vermittlung von Wissen. PRMIA bietet die weltweit angesehene Zertifizierung des
Professional Risk Managers (PRM) an – mit Absolventen und Kandidaten in über 80
Ländern.
Seit der Gründung des Munich PRMIA Chapters im Jahr 2004 ist Herr Prof. Zagst Steering
Committee Mitglied und mitverantwortlich für die Organisation von Vorträgen aus dem
Bereich Risk Management. Seit 2005 ist er ebenfalls Mitglied des Academic Advisory
Committees der PRIMA und seit 2006 mitverantwortlich für die Konzeption und
Durchführung der Vorbereitungskurse (Executive Seminare) zum PRM in Deutschland.
Weitere Informationen unter www.prmia.org.
Vortragsübersicht des Münchener PRMIA Chapters:
MULTIVARIATE MODELS FOR OPERATIONAL RISK
04.07.2007
Prof. Dr. Claudia Klüppelberg, Munich University of Technology
Klaus Brocker, Senior Risk Controller
BRINGING ECONOMICAL SENSE TO ECONOMICAL CAPITAL
27.11.2007
Prof. Santiago Menendez, University of Madrid, Director of RiskLab Madrid
EXCHANGE BASED CREDIT RISK TRADING
20.02.2008
Steffen Grass, Senior Consultant, RMX
STATE-OF-THE-ART OPTION PRICING BY SIMULATION
02.06.2008
Prof. Dr. Christian Bender, University of Braunschweig
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Jahresbericht 2008
EXECUTIVE SEMINARE: AUSBILDUNG ZUM PROFESSIONAL RISK MANAGER
MATHEMATISCHE GRUNDLAGEN DES RISIKOMANAGEMENTS
17.07.2007 – 18.07.2007
Prof. Dr. Jan Kallsen (TU München)
STOCHASTISCHE GRUNDLAGEN DES RISIKOMANAGEMENTS
25.09.2007 – 26.09.2007
Prof. Dr. Rudi Zagst (TU München), Dr. Matthias Scherer (TU München)
FINANZTHEORIE UND FINANZMÄRKTE
22.01.2008 – 23.01.2008
Dr. Markus Hirschberger (MEAG), Prof. Dr. Rudi Zagst (TU München)
FINANZ- UND KREDITDERIVATE
08.04.2008 – 09.04.2008
Dr. Dominik Dersch (HVB), Dr. Ursula Theiler (acaron)
MANAGEMENT VON MARKT- UND OPERATIONELLEN RISIKEN
27.05.2008 – 28.05.2008
Dr. Markus Hirschberger (MEAG), Prof. Dr. Rudi Zagst (TU München),
Petra Zaunbos (Hypo Real Estate)
54
Jahresbericht 2008
12. Vortragsübersicht der Institutsmitglieder
Datum
Vortragender
Titel des Vortrags
Veranstaltung, Ort
08.07.2007
ANDREAS KOLBE
Valuation of Reverse
Mortgages
14 Applied Probability
Society Konferenz,
Eindhoven, Niederlande
08.07.2007
MATTHIAS SCHERER
A tractable multi-firm
default model based on
discontinuous processes
14 Applied Probability
Society Konferenz,
Eindhoven, Niederlande
11.07.2007
JAN KALLSEN
Portfolio optimization with
transaction costs
ICMS Tagung Further
Developments in
quantitative Finance in
Edinburgh
18.07.2007
RUDI ZAGST
Credit Derivatives
Summer School of the
Spanish Royal Society of
Mathematics, Madrid
09.08.2007
11.08.2007
JAN KALLSEN
Lévy processes in finance
Satellite Summerschool
Levy Processes: Theory
and Applications in
Sandbjerg, Manor
13.08.2007
JAN KALLSEN
On quadratic hedging in
affine stochastic volatility
models
03.09.2007
JOHANNES
MUHLE-KARBE
Optimal Portfolios in
Models with Stochastic
Volatiity
Konferenz Levy
Processes: Theory and
Applications in
Kopenhagen
Fraunhofer Institut für
Techno- und
Wirtschaftsmathematik,
Kaiserslautern
18.09.2007
JOHANNES
MUHLE-KARBE
Portfolio Optimization
Under Transaction Costs
Mid-Term Conference on
Advanced Mathematical
Methods for Finance,
Wien
10.10.2007
RUDI ZAGST
Asset Allocation with
Hedge Funds and REITs
Fitch Academic Advisory
Board Meeting, London
20.10.2007
ANDREAS KOLBE
Prepayment and the
Valuation of MortgageBacked Securities
Banco Santander
Gruppe, Madrid
55
Jahresbericht 2008
21.11.2007
STEPHAN HÖCHT
Asset Allocation with
Hedge Funds and REITs
5. Deutscher InvestmentHochschultag, Frankfurt
08.01.2008
JOHANNES
MUHLE-KARBE
Portfolio Optimization
Under Transaction costs:
A Dual Approach
3rd Bachelier
Colloquium, Metabief
14.01.2008
RUDI ZAGST
Asset Allocation with
Hedge Funds and REITs
Oxford-Man Institute of
Quantitative Finance,
Oxford
17.01.2008
JOHANNES
MUHLE-KARBE
Momentenschätzung in
zeittransformierten LévyModellen
Oberseminar
Finazmathematik und
Numerik, CAU Kiel
03.02.2008
MATTHIAS SCHERER
CDO pricing with nested
Archimedean Copulas
Konferenz FSTA 2008
Liptovsky, SlovakRepublic
27.02.2008
RUDI ZAGST
Back to the Future –
Szenarien im Asset
Liability Management
Feri Institutional Forum
2008, KönigsteinFalkenstein
28.02.2008
RUDI ZAGST
Pricing and Risk
Management of Credit
Derivatives
Workshop Finance,
Stochastic and
Insurance, Bonn
03.03.2008
MATTHIAS SCHERER
Dynamic credit portfolio
modelling in structural
models with jumps
DMV-Jahrestagung
Aachen
14.03.2008
RUDI ZAGST
Risikomanagement in
volatilen Zeiten
Beraterkreis Allianz
Global Investors
Deutschland, Frankfurt
20.03.2008
RUDI ZAGST
Stochastic Dominance of
Portfolio Insurance &
Strategies
School of Mathematics,
University of Birmingham
30.05.2008
JOHANNES
MUHLE-KARBE
Portfoliooptimierung in
Modellen mit
stochastischer Volatilität
Oberseminar
Finanzmathematik und
Numerik, CAU Kiel
12.06.2008
JOHANNES
MUHLE-KARBE
Method of Moment
Estimation in TimeChanged Lévy Models
IAS Workshop: Risk
Modelling and High
Frequency Data,
München
56
Jahresbericht 2008
12.06.2008
RUDI ZAGST
Integrated Asset Liability
Solutions
AGI International
Portfolio Management
Seminar 2008,
Königstein
12.06.2008
RUDI ZAGST
Alternative Investments in
Asset Allocation
AGI International
Portfolio Management
Seminar 2008,
Königstein
24.06.2008
RUDI ZAGST
Pricing and Risk
Management of Credit
Derivatives
WHL Wissenschaftliche
Hochschule, Lahr
27.06.2008
THORSTEN SCHMIDT
Credit Risk Models with
Filtered Market Information
International Workshop
on Credit Risk, Evry
57
Jahresbericht 2008
13. Publikationen
Publizierte Artikel im Bereich Finanzmathematik seit Juli 2007
ANTES, S., M. ILG, B. SCHMID UND R. ZAGST (2008)
Empirical Evaluation of Hybrid Defaultable Bond Pricing Models
Journal of Applied Mathematical Finance, Vol. 15, No. 3, 219-249
CERNY, A. UND J. KALLSEN (2008)
A Counterexample Concerning the Variance-Optimal Martingale Measure
Mathematical Finance, Vol. 18, 305-316
CERNY, A. UND J. KALLSEN (2008)
Mean-Variance Hedging and Optimal Investment in Heston`s Model with Correlation
Mathematical Finance, Vol. 18, 473-492
HÖCHT, S., K.H. NG, C. ROESCH UND R. ZAGST (2008)
Asset Liability Managment in Financial Planning
The Journal of Wealth Management , Vol.11, No. 2, 2008, 29-46
HÖCHT, S., K.H. NG, J. WOLF UND R. ZAGST (2008)
Optimal Portfolio Allocation with Asian Hedge Funds and Asian Reits
International Journal of Service Sciences, Vol. 1, No. 1, 2008, 36-68
HOFERT, M. UND M. SCHERER (2008)
CDO pricing with nested Archimedean copulas
Submitted for Publication
KALLSEN, J. (2008)
Option Pricing
In: T. Andersen, R. Davis, J. Kreiß and T. Mikosch, editors, Handbook of Financial Time
Series. Springer, Berlin 2008. To appear
KALLSEN, J. UND J. MUHLE-KARBE (2008)
Exponentially affine martingales, affine measure changes and exponential moments of affine
processes
Submitted for Publication
58
Jahresbericht 2008
KALLSEN, J. UND J. MUHLE-KARBE (2008)
On Using Shadow Prices in Portfolio Optimization with Transaction Costs
Submitted for Publication
KALLSEN, J. UND J. MUHLE-KARBE (2008)
Utility maximization in affine stochastic volatility models
Submitted for Publication
KALLSEN, J. UND B. VESENMAYER (2008)
COGARCH as a Continuous-Time Limit of GARCH (1.1)
Stochastic Processes and their Applications, accepted for Publication
KOLBE, A. UND R. ZAGST (2008)
A Hybrid-Form Model for the Prepayment-Risk-Neutral Valuation of Mortgage-Backed
Securities
International Journal of Theoretical and Applied Finance, accepted for Publication
KRAUS, J. UND R. ZAGST (2008)
Stochastic Dominance of Portfolio Insurance Strategies – OBPI versus CPPI
Annals of Operations Research, accepted for Publication
MAI, J. UND M. SCHERER (2008)
A note on efficiently sampling an exchangeable Cuadras-Augé copula in high dimensions
Submitted for Publication
MAI, J. UND M. SCHERER (2008)
A tractable multivariate default model based on a stochastic time-change
Submitted for Publication
POESCHIK, M. UND R. ZAGST (2008)
Inverse Portfolio Optimization under Constraints
The Journal of Asset Management, accepted for Publication
SCHERER, M. UND R. ZAGST (2008)
Modeling and pricing credit derivatives
Submitted for Publication
SCHEUENSTUHL, G. UND R. ZAGST (2008)
Integrated Portfolio Management with Options
European Journal of Operations Research, 185, 1477-1500
59
Jahresbericht 2008
BENTH, F., J. KALLSEN UND T. MEYER-BRANDIS (2007)
A non-Gaussian Ornstein-Uhlenbeck process for electricity spot price modelling and
derivative pricing
Applied Mathematical Finance, 14, 153-169
BERNHARDT, E., A. KOLBE UND R. ZAGST (2007)
Optimal Portfolios with Mortgage-Backed Securities
Submitted for Publication
CERNY, A. UND J. KALLSEN (2007)
Hedging by Sequential Regression Revisited
Submitted for Publication
CERNY, A. UND J. KALLSEN (2007)
On the Structure of General Mean-Variance Hedging Strategies
The Annals of Probability 35, 1479-1531
HÖCHT, S. UND R. ZAGST (2007)
Generalized maximum expected utility models for default risk – a comparison of models with
different dependence structures
Journal of Credit Risk, Vol. 3, No. 3, 3-24
KIESEL, R. UND M. SCHERER (2007)
Dynamic credit portfolio modelling in structural models with jumps
Submitted for Publication
KOLBE, A. UND R. ZAGST (2007)
Valuation of Reverse Mortgages under (Limited) Default Risk
Submitted for Publication
SCHÖTTLE, K. UND R. WERNER (2007)
Calibration of correlation matrices – SDP or not SDP
Submitted for Publication
60
Jahresbericht 2008
Publizierte Artikel im Bereich Finanzmathematik vor Juli 2007:
CERNY, A. UND J. KALLSEN (2007):
GONG, X., M. HUBER, S. LANZINNER UND R.
ZAGST (2006):
On the structure of general mean-variance hedging
strategies
The Annals of Probability 35, 1479-1531
Zertifikate – Mehrwert für Privatanleger
Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, 22, 1235-1239
ESCOBAR, M., B. GOETZ, L. SECO UND R. ZAGST
(2007):
Pricing of Spread Options on Stochastically Correlated
Underlyings
Submitted for Publication
KALLSEN, J. (2006):
A didactic note on affine stochastic volatility models, in:
Kabanov, Stoyanov (Hrsg.), From stochastic calculus to
mathematical finace
Springer Verlag, Berlin, accepted for Publication
ESCOBAR, M., B. GOETZ, L. SECO UND R. ZAGST
KALLSEN, J. UND P. TANKOV (2006):
(2007):
Pricing of a CDO on Stochastically Correlated Underlyings
Submitted for Publication
Characterization of dependence of multidimensional Lévy
processes using Lévy copulas
Journal of Multivariate Analysis, 97, 1551-1572
CZADO, C. UND A. KOLBE (2007):
SCHÖTTLE, K. UND R. WERNER (2006):
Model-based Quantification of the Volatility of Options at
Transaction Level with Extended Count Regression
Models
Applied Stochastic Models in Business and Industry, Vol.
23, No. 1, 1-21
Towards Reliable Efficient Frontiers
Journal of Asset Management, Vol. 7.2 (2006)
SCHÖTTLE, K. UND R. WERNER (2006):
HOECHT, S., K. H. NG, J. WIESENT UND R. ZAGST
Consistency of Robust Portfolio Estimators
Submitted for Publication
(2007)
Fit for Leverage
Submitted for Publication
SCHMID, B., R. ZAGST UND S. ANTES (2006):
KALEMANOVA A., B. M AYER UND R. ZAGST (2007)
HUBALEK, F., KALLSEN, J. UND L. KRAWCZYK
Pricing of Credit Derivatives
Submitted for Publication
Asset Allocation with Credit Instruments
Submitted for Publication
(2006):
Variance-optimal hedging for processes with stationary
independent increments
The Annals of Applied Probability 16, 853-885
KALIN, D. UND R. ZAGST (2007)
Portfolio Optimization Under Liquidity Cost
International Journal of Pure and Applied Mathematics,
Vol. 39, No. 2, 221-238
KALEMANOVA, A. UND R. WERNER (2006):
A Short Note on the Efficient Implementation of the NIG
Distribution
Submitted for Publication
KOLBE, A. UND R. ZAGST (2007)
Valuation of Mortgage-Backed Securities and Mortgage
Derivatives: A closed-form Approximation
Submitted for Publication
KALLSEN, J. UND C. KÜHN (2006):
On utility-based derivative pricing with and without
intermediate trades
Statistics & Decisions 2007, 24:415-434
PAUWELS, A. (2007)
Varianz-optimales Hedging in affinen Volatilitätsmodellen
Dissertation Technische Universität München, in:
http://mediatum2.ub.tum.de/node?id=619326
WERNER, R. (2006):
Cascading - an Adjusted Exchange Method for Robust
Conic Programming
Accepted for Publication (CEJOR)
SCHMITT, C. UND R. ZAGST (2007)
VaR and Risk Measures
MELNICK E. and B. EVERITT Encyclopedia
Quantitative Risk Assessment, John Wiley,
Accepted for Publication
of
KALLSEN, J. UND C. KÜHN (2005):
ZAGST, R., T. MEYER UND H. HAGEDORN (2007)
Convertible bonds: Financial derivatives of game type
in: A. Kyprianou, W. Schoutens and P. Wilmott (Ed.), Exotic
Option Pricing and Advanced Lévy Models, Wiley, New York,
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Integrated Modelling of Stock and Bond Markets
International Journal of Finance, Vol 19, No. 1, 4252-4277
GARSCHHAMMER, C. UND R. ZAGST (2004):
DIRNSTORFER, S. (2006):
Multiskalenkalkül mit Anwendungen in der
Finanzmathematik
Dissertation Technische Universität München, in:
http://www5.in.tum.de/pub/dirnstorfer06multiscale.pdf
DIRNSTORFER, S., A. GRAU UND R. ZAGST (2006):
Ein stochastisches Modell zur Ertragsoptimerung bei
Versicherungen
in: Spremann, K. (Ed.), Versicherung im Umbruch, 415-442,
Springer Verlag, Heidelberg
KALLSEN, J. (2004):
σ-Localization and σ-martingals
Theory of Probability and its Applications, 48:152-163
Moving Window Asian Options: Sparse Grids and LeastSquares Monte Carlo
Submitted for Publication
61
Jahresbericht 2008
KALLSEN, J. UND C. KÜHN (2004):
SCHMID, B. (2001):
Pricing derivatives of American and game type in
incomplete markets
Finance & Stochastics, 8:261-284
Credit Spreads Between German and Italian Zero Coupon
Government Bonds – Empirical Assessment of a Defaultable
Term Structure Model,
Conference Proceedings, Forecasting Financial Markets,
London
ZAGST, R. UND J. ROTH (2004):
Three-Factor Defaultable Term Structure Models
International Journal of Pure and Applied Mathematics,
Vol. 17, No. 2 2004, 249-285
SCHMID, B. (2001):
EBERLEIN, E., KALLSEN, J. UND J. KRISTEN (2003):
Methoden zur Bestimmung von Ausfall- und
Übergangswahrscheinlichkeiten,
Solutions, 4 (1), 19-29
Risk management based on stochastic volatility
The Journal of Risk, 5 (2):19-44
SCHMID, B. (2001):
GOLL, T. UND J. KALLSEN (2003):
Pricing Defaultable Fixed and Floating Rate Debt,
International Journal of Finance, Vol.13, Number 2, pp.
1871-1894
A complete explicit solution to the log-optimal portfolio
problem
The Annals of Applied Probability, 13:774-799
SCHMID, B. (2001):
(2003):
Convertible Bonds with Call Notice Periods
IASTED International Conference on Financial Engineering
and Applications, Kanada 2003
The Pricing of Defaultable Fixed and Floating Rate Debt –
Closed Form Solutions for the Schmid and Zagst Model,
in: Financial Markets, Risk Management and Corporate
Governance, Proceedings of International Finance
Conference, Tunisia 2001, Editors: M. Bellalah, M. Triki, A.
Ghorbel, F. Abid, S. Ben Hamad, pp. 388-408
ZAGST, R., J. KEHRBAUM UND B. SCHMID (2003):
ZAGST, R. (2001):
GRAU, A. J., FORSYTH, P. A. UND K. R. VETZAL
Portfolio Optimization Under Credit Risk
Computational Statistics, 18 (3): 317-338
Public Private Partnership: Zwei Welten – ein Ziel,
Stiftung Sponsoring, 5/2001, 37-38
KALLSEN, J. (2002):
ZAGST, R., J. KEHRBAUM UND B. SCHMID (2001):
Derivative pricing based on local utility maximization,
Finance & Stochastics, 6:115-140
KALLSEN, J. (2002):
Utility-based derivative pricing in incomplete markets,
in: H. German, D. Madan, S. Pliska, and T. Vorst (Eds),
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Springer, Berlin 2002, pp. 313-338
KALLSEN, J. UND A. SHIRYAEV (2002):
The cumulant process and Esscher`s change of measure,
Finance & Stochastics, 6:397-428
SCHMID, B. UND A. KALEMANOVA (2002):
Applying a Three-Factor Defaultable Term Structure Model
to the Pricing of Credit Default Options,
International Review of Financial Analysis, Vol. 11 (2),
pp.139-158
SCHMID, B. UND A. KALEMANOVA (2002):
Credit Spreads Between German and Italian Medium Term
Zero Coupon Government Bonds,
Research in International Business and Finance, Vol.16,
pp. 497-533
ZAGST, R. (2002):
Using Scenario Analysis for Risk Management,
Journal of the German Statistical Society (AStA) 86, 97117
GOLL, T. UND J. KALLSEN (2001):
A note on the log-optimal portfolio problem,
Technical Report 32/2001, Mathematische Fakultät
Universität Freiburg i. Br.
KALLSEN, J. UND A. SHIRYAEV (2001):
Time change representations of stochastic integrals,
Theory of Probability and its Applications, 46:522-528
62
Asset und Liability Management unter Berücksichtigung von
Kreditrisiken,
Solutions, 5 (2), 17-22
GOLL, T. UND J. KALLSEN (2000):
Optimal portfolios for logarithmic utility,
Stochastic Processes and their Applications, 89:31-48
KALLSEN, J. (2000):
Optimal portfolios for exponential Lévy processes,
Mathematical Methods of Operations Research, 51:357-374
KIESEL, R. UND B. SCHMID (2000):
Aspekte der stochastischen Modellierung von
Ausfallwahrscheinlichkeiten in Kreditportfoliomodellen,
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Editor: A. Oehler, Schäffer Poeschel, Stuttgart, 2000, 52-83
SCHEUENSTUHL, G. UND R. ZAGST (2000):
Portfoliosteuerung bei beschränktem Verlustrisiko,
in: Johanning, L. und B. Rudolph (Eds.), Handbuch
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SCHMID, B. (2000):
Das risklab Kreditrisikomodell,
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SCHMID, B. UND R. ZAGST (2000):
A Three-Factor Defaultable Term-Structure Model,
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KALIN, D. UND R. ZAGST (1999):
Portfolio Optimization: Volatility Versus Shortfall Constraints,
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KALLSEN, J. (1999):
A stochastic differential equation with a unique (up to
indistinguis-hability) but not strong solution,
in: Séminaire de Probabilités XXXIII, volume 1709 of Lecture
Notes in Mathematics, pages 315-326.Springer, Berlin
Jahresbericht 2008
KALLSEN, J. (1999):
ZAGST, R. (1997):
A utility maximization approach to hedging in incomplete
markets,
Mathematical Methods of Operations Research, 50:321338
Effiziente Value at Risk Berechnung für Rentenportfolios,
Financial Markets and Portfolio Management, 2, 165-178
ZAGST, R. (1997):
Stochastische Optimierung,
Solutions, 3 (1), 17-24
Modernes Risikomanagement komplexer Renten-portfolios,
in: Kleeberg, J.M. und H. Rehkugler (Eds.), Handbuch
Portfolio Management, Uhlenbruch Verlag, Bad Soden,
743-774
KALLSEN, J. UND M. TAQQU (1998):
ZAGST, R. (1997):
Option Pricing in ARCH-type Models,
Mathematical Finance, 8:13-26
Value at Risk (VaR): Viele Wege führen ans Ziel,
Teil 1: Methoden mit vollständiger Bewertung,
Solutions, 1 (1), 11-16
ZAGST, R. (1999):
KALLSEN, J. (1998):
Duality Links between Portfolio Optimization and
Derivative Pricing,
Technical Report 40/1998, Mathematische Fakultät
Universität Freiburg i. Br.
ZAGST, R. (1997):
KALLSEN, J. (1998):
ZAGST, R., G. GOPALAN UND W. SCHMID (1997):
Semimartingale Modelling in Finance,
Dissertation Universität Freiburg i. Br.
M AYER, S. R. UND R. ZAGST (1998):
Estimation of the Term Structure and its Application to Risk
Management,
Discussion Paper No. 103, Europa-Universität VIADRINA,
Frankfurt (Oder), Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Hedging Barrier Options with Standard Products,
risklab research paper No. 9805
ZAGST, R. UND J. KEHRBAUM (1997):
SCHMID, B. (1998):
Downside Up: Optimierung komplexer Zinsportfolios bei
beschränktem Verlustpotential,
Solutions, 1 (3/4), 13-22
Credit Risk – Verschiedene Methoden zur Berechnung von
Kreditrisiken,
risklab Research Paper No. 9807
SCHMID, B. (1998):
It’s American – Analytische Approximationen
Amerikanischer Optionen,
Solutions, 2 (3), 23-34
SCHMID, B. (1998):
Kreditderivate – Neue Instrumente zur Steuerung des
Kreditrisikos,
Solutions, 2 (4), 7-16
Value at Risk (VaR): Viele Wege führen ans Ziel,
Teil 2: Methoden mit approximativer Bewertung,
Solutions, 1 (2), 13-21
SCHEUENSTUHL, G. UND R. ZAGST (1996):
Optimal Optioned Portfolios with Confidence Limits on
Shortfall Constraints,
in: Albrecht, P. (Ed.), Aktuarielle Ansätze für Finanzrisiken,
Vol.II, 1497-1517
ZAGST, R., F. HERMANN UND W. SCHMID (1996):
Univariate und bivariate GARCH-Modelle zur Schätzung des
Beta-Faktors,
Financial Markets and Portfolio Management, 1, 45-52
NONNENMACHER, D. J. F. UND R. ZAGST (1995):
Quantifizierung von Ausfallrisiken – Alternativen zu
CreditMetricsTM,
Solutions, 2 (1), 27-38
A New Form of Jensen’s Inequality and its Application to
Statistical Experiments,
Journal of the Australian Mathematical Society, Series B, 36,
1995, 389-398
ZAGST, R. (1998):
ZAGST, R. (1995):
SCHMID, B. (1998):
Benchmark Optimization for Complex Interest Rate
Portfolios,
risklab research paper No. 9801
ZAGST, R. (1998):
Do You Regret? Asset Allocation bei beschränktem
erwarteten Verlustpotential,
Solutions, 2 (2), 7-14
ZAGST, R. UND J. KEHRBAUM (1998):
Portfolio Optimization Under Limited Value at Risk,
risklab research paper No. 9802
SCHEUENSTUHL, G. UND R. ZAGST (1997):
Asymmetrische Renditestrukturen und ihre Optimierung im
Portfoliomanagement mit Optionen,
in: Kutscher, C. und G. Schwarz (Eds.), Aktives Portfolio
Management, 153-174, Verlag Neue Zürcher Zeitung,
Zürich
The Effect of Information in Separable Bayesian SemiMarkov Control Models and its Application to Investment
Planning,
ZOR – Mathematical Methods of Operations Research, 41,
1995, 277-288
RIEDER, U. UND R. ZAGST (1994):
Monotonicity and Bounds for Convex Stochastic Control
Models,
ZOR – Mathematical Methods of Operations Research, 39,
1994, 187-207
ZAGST, R. (1992):
Blackwell-Informativität in stochastischen Kontrollmodellen,
Universitätsverlag Ulm (Dissertation)
ZAGST, R. (1990):
Learning Effects in Economic Models Under Uncertainty,
Methods of Operations Research, 63, 1990, 115-11
SCHMID, B. (1997):
CreditMetricsTM – Setting a Benchmark,
Solutions, 1 (3-4), 5-53
63
Jahresbericht 2008
SCHMID, BERND (2004)
Credit Risk Pricing Models, Theory and Practice, Springer Verlag
The markets dealing with financial products related to credit risk have been
booming over the last years. This has encouraged practitioners and
academics at the same time to consider and develop sophisticated models for
credit risk pricing. This book gives a deep insight into the latest basic and
advanced credit risk modelling techniques covering not only the standard
structural, reduced form and hybrid approaches but also showing how these methods can be
applied to practice. Therefore, questions like the choice of an appropriate model, suitable
parameter estimation and calibration techniques as well as back-testing issues are
addressed. The book covers a broad range of financial instruments such as all kinds of
defaultable fixed and floating rate debt, credit derivatives and collateralised debt obligations.
In addition, there is a special emphasis on the discussion of data issues like the estimation of
consistent transition matrices or the modelling of recovery rates. A lot of market data and
latest credit market information completes the book. This volume will be a valuable source for
the financial community involved in pricing credit linked financial instruments. In addition, the
book can be used by students and academics to get a comprehensive overview of the most
important credit risk modelling issues.
ZAGST, RUDI (2002)
Interest Rate Management, Springer Verlag
This book addresses the needs of both researchers and practitioners. It
combines a rigorous overview of the mathematics of financial markets with an
insight into the practical application of these models to the risk and portfolio
management of interest-rate derivatives. It can also serve as a valuable
textbook for graduate and PhD students in mathematics who want to get
some knowledge about financial markets. The first part of the book is an exposition of
advanced stochastic calculus. It defines the theoretical framework for the pricing and hedging
of contingent claims with a special focus on interest-rate markets. The second part covers a
selection of short and long-term oriented risk measures as well as their application to the risk
management of interest-rate portfolios. Interesting and comprehensive case studies are
provided to illustrate the theoretical concepts.
64
Jahresbericht 2008
REZENSIONEN
“Whereas for derivatives in equity markets one has the Black-Scholes theory as a
benchmark, or market standard, the situation in money markets is more complicated: The
mathematics involved is essentially infinite-dimensional and no single benchmark theory is
as yet standard for more than a specializes sub-market. Thus the same choices facing
authors of books on equity markets – whether to avoid measure theory, assume a good prior
knowledge of it, or aim for a middle way between these two – face the author of a book on
money-market derivatives in even starker form. Rudi Zagst chooses the middle way, aiming
to take the reader right through the whole process: from model formulation to calibration,
marking to market, simulation and on to risk-management questions. He succeeds in
covering a remarkable range of material within reasonable length. Beginners and experts
alike will benefit from this timely and well-written book.” – N.H. Bingham, Brunel University,
United Kingdom
“Dr. Zagst ties together pricing, risk management and optimization processes in a
comprehensive manner, which will satisfy academics and risk practitioners alike. From his
review of the ´state of the art´ in interest risk modelling to his explanation of mark-to-market
(short term) and mark-to-future (long-term) simulations, Zagst is a master of his art. Interest
Rate Management belongs in the hands of all who are truly serious about understanding the
inter-relationships between financial modelling and risk management.” – Ron Dembo,
Algorithmics Inc., Toronto, Canada
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Jahresbericht 2008
14. Pressestimmen
ERSCHIENEN IN: UNICUM, 28.11.2007
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Jahresbericht 2008
ERSCHIENEN IN: INFORMATIONSDIENST RUHR, 28.11.2007
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ERSCHIENEN IN: TUM, 28.11.2007
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ERSCHIENEN IN: KÖLNER STADTANZEIGER, 28.11.2007
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ERSCHIENEN IN: DER WESTEN, 29.11.2007
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ERSCHIENEN IN: ELITENETZWERK BAYERN, 07.02.2008
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Jahresbericht 2008
ERSCHIENEN IN: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, 06.12.2007
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Jahresbericht 2008
ERSCHIENEN IN: SÜDWESTPRESSE, 11-2007
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Jahresbericht 2008
ERSCHIENEN IN: WIWI ONLINE, 28.04.2008
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Jahresbericht 2008
ERSCHIENEN IN: CREDITFLUX, 01-2008
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Jahresbericht 2008
ERSCHIENEN IN: ALLIANZ SE, 17.03.2008, VON HORST EICH UND MICHAEL PETERS
Nach der erfolgreichen Pilotveranstaltung im letzten Jahr fand nun vom 4. bis 5. März im
Schlosshotel Steinburg in Würzburg das zweite Knowledge Camp statt. Die eingeladenen
Learning-Network-Absolventen konnten sich in Würzburg zum Thema "Absolute-ReturnStrategien unter Verwendung von Alternative Assets" mit Vertretern aus der
Geschäftsführung, dem Investment Management und der Wissenschaft austauschen.
Das Knowledge Camp ist der Jahreshöhepunkt im Learning Network
Das Konzept des Knowledge Camps geht über die bewährte Kombination von OnlineLearning-Bit und Präsenzseminar hinaus. Die ausgewählten Teilnehmer erhalten im Camp
die einmalige Möglichkeit, sich zu einem spezifischen Thema aus der Asset-ManagementBranche mit Mitgliedern der Geschäftsführung, dem Investment-Management und mit
Wissenschaftlern auszutauschen und somit zusätzliches Wissen zu erwerben. Das Thema
des zweiten Camps lautete: 'Absolute-Return-Strategien unter Verwendung von Alternative
Assets'.
In seiner Einführungsrede betonte Horst Eich die Bedeutung
des kontinuierlichen Lernens als Wettbewerbsfaktor. Lernen ist
heute ein Arbeitsleben lang notwendig. Da sich die
Rahmenbedingungen und die Geschäftsmodelle immer
komplexer gestalten, ist die Fähigkeit, sich auf veränderte
Rahmenbedingungen einzustellen, heute notwendiger denn je.
Frank Wolfert (AllianzGI GAMC) stellte am ersten Tag die
Absolute-Return-Strategien bei Allianz Global Investors vor.
Referenten für die akademischen Aspekte beim Thema
'Absolute Return unter Verwendung von Alternative Assets'
waren Tim Friedrich, Markus Kalepky und Andreas Schlosser alle drei sind Studenten des Elitestudiengangs FIM (Finance
and Information Management) an der Universität Augsburg und
TU München. Reinhold Hafner von risklab Germany referierte
schließlich über das Thema Longevity, d.h. dem Management
von Langlebigkeitsrisiken. Nach einem 'Warm-up' von Prof. Rudi Zagst am zweiten Tag
führten die drei FIM-Studenten durch die Fallstudien. Florian Polifke gab dann in seinem
Vortrag einen Einblick in die aufsichtsrechtlichen Besonderheiten der Alternative Assets in
Fonds. Wolfgang Mader (risklab Germany) und Marcus Stahlhacke (RCM) stellten
anschließend das Produkt Allianz All-Markets vor. Michael Peters zog schließlich nach der
von ihm geleiteten Expertendiskussion ein erfolgreiches Resumee.
Die Auswertung der Feedbackbögen bestätigte den Geschäftsführer in seinem positiven
Ergebnis. So heißt es in den Feedbackbögen u.a.: 'Meine Erwartung, die Vertiefung von
Wissen zu Absolute-Return-Strategien, wurde voll und ganz erfüllt', 'Ich war einfach nur
gespannt und wurde absolut positiv überrascht und war begeistert', 'perfekt gemacht', 'Es
war eine tolle Veranstaltung, die auf jeden Fall eine jährliche Institution werden sollte',
'Informationstiefe plus Gelegenheit zum Networking wurden voll getroffen', 'Exzellente
Organisation! Gute Networking-Möglichkeiten. Tolle Location'. Doch nicht nur im Knowledge
Camp gab es positive Resonanz.
Das Learning Network hat nach seiner Einführung im Jahre 2004 eine wahre
Erfolgsgeschichte hingelegt. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht dies: Mehr als 750
Kollegen haben bisher in 2.500 Kursen ihr Wissen erweitert und vertieft. Schnell und effizient
Asset-Management-Wissen aus erster Hand zu erwerben - dieser Anspruch wird erfolgreich
umgesetzt und gelebt. Ein großer Erfolg für Susanne Gmeinwieser und ihr Team.
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