Lexikalisches und linguistisches Konzept

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Lexikalisches und linguistisches Konzept
Lexikon der Informatik
Peter Fischer · Peter Hofer
Lexikon
der Informatik
15. überarbeitete Auflage
123
Prof. Peter Fischer,
dipl. Inf.-Ing. HTL
Hochschule Luzern
Institut für Wirtschaftsinformatik
Zentralstrasse 9
6002 Luzern
Schweiz
peter.fi[email protected]
Peter Hofer,
dipl. Inf.-Ing. HTL
Hochschule Luzern
Fachstelle Neue Lernmedien
Frankenstrasse 7
6003 Luzern
Schweiz
[email protected]
ISBN 978-3-642-15125-5
e-ISBN 978-3-642-15126-2
DOI 10.1007/978-3-642-15126-2
Springer Heidelberg Dordrecht London New York
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8. bis 13. Auflage bei SmartBooks Publishing
c Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2008, 2011
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Vorwort zur 15. Auflage
Mit dieser Auflage kann das „Lexikon der Informatik“ gleich ein
Doppeljubiläum feiern: 25 Jahre Lexikon und 15 Auflagen. Vor 25
Jahren erhielt ich von einer jungen schweizerischen Fachzeitschrift
den Auftrag, ein kleines Glossar mit Fachbegriffen der noch jungen
PC-Welt zu verfassen – Zielpublikum war eine Leserschaft mit keinen oder geringen Grundkenntnissen in dieser neuen Welt. Gerade
einmal 300 Stichworte umfasste das Büchlein. Enorm vieles hat sich
in der Zwischenzeit im Lexikon geändert: Die abgedeckten Gebiete
der Informatik wurden stark erweitert, die Definitionen theoretisch
und technisch vertieft. Unter der Leserschaft finden sich neben
Studierenden mittlerweile ebenso viele Anwender, Praktiker und
Lehrpersonen. Doch eines ist geblieben, das Konzept: Das Lexikon
will die Leserinnen und Leser mit gewollt kurzen Definitionen in
der begrifflichen Vernetzung unterstützen. Es verfolgt damit also
seit 25 Jahren beharrlich eine didaktische Absicht. Und diese ist
meiner Ansicht nach nötiger denn je: Mit dem ungebrochenen Zuwachs an Teil- und Anwendungsgebieten der Informatik wächst
der Überblick nicht zwingend auch mit. Und mit dem so genannt
modernen Unterricht, der sich darauf konzentriert, zu Satzfragmenten verstümmelte Fakten an eine Leinwand zu „beamen“, wird
Zusammenhangwissen auch nicht eben unterstützt.
Es mischen sich allerdings auch kleine Wermutstropfen ins Doppeljubiläum. Das Medium Buch wird beharrlich totgesagt … und
seine Popularität ist wohl tatsächlich am Schwinden. Natürlich
schmerzt dies einen Autor, der mit Büchern aufgewachsen ist und
sich mit ihnen gerne umgibt. Es gilt jedoch, den Lauf der Dinge zu
akzeptieren … und sich offensiv mit ihnen auseinanderzusetzen!
VI
Vorwort zur 15. Auflage
Wir Autoren des Lexikons halten denn auch nichts vom Jammern
und nehmen die Herausforderung an. Erwarten Sie deshalb, geschätzte Leserin und geschätzter Leser, vom Lexikon der Informatik noch einige Überraschungen … und hoffentlich weitere Auflagen in Buchform!
Luzern, im August 2010
Prof. Peter Fischer, CISSP
[email protected]
Lexikalisches und
linguistisches Konzept
1.
Einleitung
Je umfangreicher, je „älter“ unser Lexikon wird, desto intensiver
wird zwangsläufig die Auseinandersetzung mit sprachlichen Gegebenheiten. Auch die Arbeiten zur vorliegenden, mittlerweile 15.
Auflage seit 1985 wurden von entsprechenden Gedanken laufend
begleitet. Bevor nun aber die Leserin oder der Leser das Gefühl der
sprachlichen Bevormundung bekommt, wollen wir unsere Überlegungen aufzeigen.
Der Duden tut sich verständlicherweise schwer mit Entscheidungen
rund um die Schreibweise von Fremd- und Fachwörtern. Das ist
noch lange kein Freipass für Wildwuchs – und der wuchert in der
Informatik zurzeit ungehemmt! In diesem Zusammenhang sind wir
der Ansicht, dass die deutsche Sprache keine Legitimation zur Umdefinierung der Schreibung englischer Wörter hat, ebenso wenig
wie es dem Englischen zusteht, das Deutsche zu verdrängen.
Die Befolgung dieser Maximen veranlasste uns zu einigen schwierigen, vielleicht mutigen und unerwarteten Entscheidungen. Jedes
Sachbuch und jedes Fachlexikon lebt mit sprachlichen Widersprüchen. Dies gilt namentlich für ein Lexikon, dessen Begriffswelt derart stark vom Englischen durchdrungen ist. Wir haben mit den
konzeptionellen Gedanken bloss versucht, die Widersprüche zu
minimieren – und dabei möglicherweise neue geschaffen …
VIII
Lexikalisches und linguistisches Konzept
Und dann noch dies: Wer die Informatik als ganz und gar „enthumorisierte Zone“ betrachtet (immerhin: eine entmilitarisierte
gibt es schon, siehe Stichwort „DMZ“), könnte sich in unserem
Buch gelegentlich ärgern.
2.
2.1
Linguistisches
Wortwahl
– Haben das Deutsche und das Englische je einen Ausdruck mit
gleicher Aussagekraft, verwenden wir in den Definitionen meist
den deutschen: Festplatte statt Harddisk.
– Als Stichwort sind (meist) beide Varianten zu finden, eine enthält dann meist bloss den Querverweis auf die andere.
– Wir erlauben uns aber auch Durchmischungen: Klient neben
Client.
– Andere Male weichen wir ganz auf das Englische aus, und zwar
dann, wenn gleichwertige deutsche Ausdrücke fehlen oder
krampfhaft wirken: Firewall.
Die grosse Fülle von Akronymen und Abkürzungen hat uns zu folgenden Entscheidungen veranlasst:
– Oft sind sowohl das Akronym wie auch der ausgeführte Begriff
als Stichwort zu finden: TDM und Time Division Multiplexing,
wobei das eine auf das andere verweist.
– Die Definition ist in diesem Fall dort geschrieben, wo eine Form
aussagekräftiger oder gebräuchlicher ist, hier also bei Time Division Multiplexing.
– Ist eine Form deutlich gebräuchlicher als die andere, wird ausschliesslich jene aufgeführt: Alles zur Hypertext Markup Language findet sich unter HTML, alles zur PKI ausschliesslich unter
Public-Key-Infrastruktur.
2. Linguistisches
2.2
IX
Wortherkunft
Die Herkunft und ursprüngliche Bedeutung von Fremdwörtern ist
meistens ganz kurz vermerkt, ausser bei englischstämmigen Wörtern. Der Herkunftshinweis ist gelegentlich in den Lauftext der Definition eingebettet.
2.3
Gender und Geschlecht
– „Leserinnen“, „Kunden“, „Studierende“, „Administratorinnen“
und „Programmierer“ kommen bewusst völlig frei durchmischt
zur Anwendung. Auf den Lesefluss wurde dabei geachtet.
– Massgebend für das Geschlecht ist (in aller Regel) der Duden:
das File, das Semaphor, das Terminal.
– Für englische, dem Duden unbekannte Wörter, welche eine
völlig eindeutige Übersetzung kennen, verwenden wir das Geschlecht, welches das deutsche Wort hätte: das Member, die
Garbage Collection.
2.4
Gross- und Kleinschreibung
– Der Anfang der Definition ist immer gross geschrieben. Steht an
erster Stelle eine Zahl, hält sich die Schreibung an die üblichen
Regeln: 1. und allgemein: …
– Methoden- und Funktionsnamen von z.B. Programmiersprachen schreiben wir immer gross: ABS().
– Der Duden kennt den Server, nicht aber die Bridge (ausser als
Kartenspiel). Konsequenterweise haben wir uns dazu durchgerungen, englische Nomen gross zu schreiben, also der deutschen
Sprache anzupassen: … im Kopf einer Assembly eingelagert …
oder … in Storage-Konzepten … Diese selbstauferlegte Regelung
ist nicht immer problemlos zu handhaben.
X
Lexikalisches und linguistisches Konzept
– Ausführungen von Akronymen sind fallweise ganz (SAN: Storage
Area Network) oder teilweise gross (SOI: Silicon on Insulator)
geschrieben.
– Kombinierte Adjektive werden der deutschen Sprache angeglichen: softwaremässig wie z.B. sonnenklar.
– Eigennamen, Standards, Normen und Produkte usw. sind immer
gross bzw. entsprechend der „offiziellen“ Bezeichnung geschrieben: IBM Token-Ring (hier z.B. ohne Bindestrich nach IBM, gemäss Usanz der Firma).
2.5
Mehrere Schreibweisen, Getrenntschreibung
Sind mehrere Schreibweisen möglich, schreiben wir:
1. nach Herkunftssprache: Controller statt Kontroller
2. nach schweizerischer Usanz: Code statt Kode (… und deshalb
auch nicht Usance)
Zu den Helvetismen – siehe weiter unten.
Das Englische ist sparsamer mit der Zusammenfügung von Worten
als das Deutsche. Bindestriche sind ebenfalls seltener. Wir haben
deshalb englische Wörter
–
–
–
–
oft getrennt belassen (Dead Lock) oder
zusammengeschrieben (Homepage) oder
fallweise beide Formen gelten lassen bzw. aufgenommen.
Wenn mehrere Formen als (gemeinsames) Stichwort figurieren,
dann steht die sinnvollere oder üblichere oder alphabetisch kleinere Schreibweise vorn.
Massgebend waren primär die Sinngebung und sekundär die Usanzen: inline (Sinn: eingearbeitet) in-line (Sinn: in einer Reihe angeordnet), Real Time und Realtime (beides gebräuchlich).
Bindestriche zwischen deutschen und englischen Wörtern haben
wir möglichst vermieden.
2. Linguistisches
2.6
XI
Deklination
– In den Fliesstext der Definition eingearbeitete und im Deutschen
oft verwendete Fachwörter werden nach unseren Sprachregeln
dekliniert: eines Computers, bei den Surfern, des Schedulers, des
Panels; wo sich ein Fachwort nicht im gängigen Deutsch findet,
deklinieren wir original: mit mehreren Clock Cycles.
– Der Nominativ im Plural hat im Englischen keinen Apostroph:
die Bookmarks, die PCs.
– Akronyme von englischen Fachbegriffen werden im Genitiv neu
ohne Apostroph gesetzt: des VANs, des PCs.
2.7
Abkürzungen, Akronyme
– Akronyme schreiben wir meistens gross: PCB für Printed Circuit
Board. Dies tun wir also auch dann, wenn die ausgeschriebene
Form gemäss unseren Konventionen (evtl. zum Teil) klein geschrieben ist. Ausnahmen sind quasi-standardisierte Akronyme
wie DoD, DDoS, VoIP.
– Dfü steht für ein ganzes Wort, Datenfernübertragung, ist so gesehen kein Akronym und wird deshalb wie dargestellt geschrieben.
– Abkürzungen für Masse sind in der Regel klein: kbps aber Mbps
(wegen des Masseinheitensystems). Hier haben wir mittlerweile
gefestigte Usanzen übernommen.
– Taucht das zu definierende Stichwort im Text der Definition
selbst auf, wird es auf meistens einen Buchstaben abgekürzt.
2.8
Helvetismen
Der Autor und Koautor sind waschechte Schweizer: Grüezi! Es gibt
einige Differenzen in der deutschen und schweizerischen Schriftsprache – nicht nur klanglich! So parkieren die Schweizer dort, wo
XII
Lexikalisches und linguistisches Konzept
Deutsche parken (parkieren kommt im Lexikon vor). Die StrgTaste ist in der Schweiz die Ctrl-Taste. Offenbar hat die Völkerverständigung noch nie unter solchen kleinen Differenzen gelitten –
und wir Autoren hoffen, das werde weiter so bleiben. In Absprache
mit dem Verlag wird ferner auf das Scharf-S verzichtet.
2.9
Satzzeichen
– In der Definition gibt es nie einen Punkt, auch an ihrem Ende
nicht. Deshalb finden sich im Innern auch keine gross geschriebenen Satzanfänge.
– Wichtige Teile oder gar Teildefinitionen sind durch Strichpunkt
separiert.
2.10
Masseinheiten und -zahlen
– Zahlen haben als Dezimalzeichen einen Punkt.
– Tausender grosser Zahlen werden (ausser in Jahrzahlen) mit einem Hochkomma optisch getrennt.
– Vorsätze wie „kilo-“ werden wie folgt geschrieben:
• bei physikalischen Grössen gemäss dem „Système International d’Unités“: kbps (103 bps = 1’000 Bits/s) und MHz (106 Hz =
1’000’000 Hertz)
• bei Massen, welche sich nach Zweierpotenzen richten und
meist Speicherkapazitäten ausdrücken, mit Grossbuchstaben: KBytes (210 Bytes = 1’024 Bytes) und MBytes (220 Bytes =
1’048’576 Bytes).
– Die Entscheidung Singular/Plural erfolgt nach Duden (acht Bits)
oder gemäss unseren genannten Überlegungen zu den Substantiven.
3. Lexikalische Zerlegung, Einordnung der Stichworte
2.11
XIII
Auslassungen
Auslassungen beim Stichwort tragen einen Auslassungsstrich. Dieser ist – abhängig von der Schreibweise der ausgeführten Form –
mit dem Wort direkt verbunden (Schlüssel, Identifikations- steht
für Identifikationsschlüssel oder ggf. Identifikations-Schlüssel) bzw.
von ihm getrennt (Schlüssel, öffentlicher – steht für öffentlicher
Schlüssel). Weitere Beispiele:
– Programmzähler, -zeiger meint: Programmzähler, Programmzeiger
– Prozessor, Bit- und Wort- meint: Bitprozessor, Wortprozessor
– Integrität, referenzielle – meint referenzielle Integrität
– Boot Loader, -Manager meint: Boot Loader, Boot Manager.
3.
3.1
Lexikalische Zerlegung, Einordnung
der Stichworte
Sortierung
– Die Sortierung erfolgt in aller Regel rein lexikalisch nach Unicode mit folgender Ausnahme: Die Tilde „~“ wurde nach vorne
„geholt“.
– Dies ergibt folgende Beispiel-Sortierung: #a < (kleiner als, vor)
.a < 9a < a a < a-a < a.a < a/a < a5 < AA < Aa < aA < aa.
– In wenigen Fällen wurde diese Sortierung durchbrochen. Man
suche also immer auch etwas im Sortierumfeld eines scheinbar
nicht gefundenen Begriffs.
– Weitgehend ähnliche Wörter sind zu einem Begriff zusammengezogen und dort lexikalisch sortiert: Parität, Parity. Das
alphabetisch kleinere Wort steht meist zuerst: Authentication,
Authentisierung.
XIV
3.2
Lexikalisches und linguistisches Konzept
Wortstämme, Teilbegriffe
– Gibt es ein Objekt in mehreren Arten, Typen, Stufen, Normen,
Varianten und dergleichen, dann sind diese unter dem gemeinsamen Stamm zu finden: Rechner, Analog- und Rechner, Matrixund Rechner, Skalar- , oder: Puffer, Akkumulations- und Puffer,
Datenbank- und Puffer, Stencil- . So sind z.B. sehr viele Angriffe
auf die Datensicherheit unter dem Stichwort Attacke zu finden.
– Hat ein zusammengesetzter Begriff aber trotz eines solchen
Stammes für sich gesehen eine klare Bedeutung, dann ordnen
wir ihn ungespalten ein: Knotenrechner und Prozessrechner,
oder: Ringpuffer, auch: Hot Spot. Querverweise zum begrifflichen Aggregat Rechner sind in solchen Fällen möglich.
– Bei zusammengesetzten Begriffen haben wir uns überlegt, welcher der Teilbegriffe der aussagekräftigere, wichtigere sei und
entsprechend eingeordnet: hidden Line (nicht: Line, hidden-)
und Line Switching.
Wir haben somit versucht, die Logik der Zusammensetzung und
die Intuition der Begriffsuche auf einen Nenner zu bringen. Trotzdem: Wir empfehlen den Lesenden, bei zusammengesetzten Stichwörtern alle Wortteile als Suchbegriffe zu Rate zu ziehen.
4.
4.1
Querverweise
Position
Im Gegensatz zu früheren Auflagen wurde die Anzahl der Querverweise reduziert. Eine zu grosse Fülle könnte den Lesefluss stören. Doch – ebenso, wie ein Zuviel an Querverweisen bemängelt
wurde, äusserten sich viele Befragte für deren Beibehaltung. Wir
haben versucht, uns an folgende Maximen zu halten – die Schwierigkeiten tauchten erst bei der Realisierung auf … :
4. Querverweise
XV
– Querverweise auf mittlerweile bekannte Begriffe wurden (meist)
weggelassen: Computer, Datei, Betriebssystem – obwohl alle diese Begriffe enthalten und definiert sind.
– In reichlich aufwändiger Abwägung haben wir in jeder Definition individuell entschieden, welche Begriffe hier für eine weitere
Begriffsvernetzung wichtig sein könnten – und diese querverwiesen.
– Somit kann durchaus in einer Definition der Router querverwiesen sein, in der anderen nicht.
– Nicht so breit bekannte Begriffe wie z.B. Hash sind immer querverwiesen.
– Querverweise als erstes Zeichen der Definition wurden nach
Möglichkeit vermieden.
– Zur Einbringung von Querverweisen mussten Wörter gelegentlich aufgebrochen werden: Such- ZAlgorithmus und DatenZGranularität.
– Querverweise sind nicht zwingend beim ersten Auftauchen eines
Wort(teil)s innerhalb der Definition angebracht: Der Verweis
auf Daten erfolgt also nicht beim Wort Stammdaten durch Getrenntschreibung als Stamm- ZDaten, sondern beim erstmaligen
Auftauchen als Einzelwort (sofern vorhanden) der ZDaten.
– In den Definitionen zu einem abgeleiteten Schlagwort wird nicht
auf das Stammwort verweisen: die Definition von Passwort, starkes – trägt keinen Querverweis auf Passwort.
4.2
Konjugation, Deklination, Wortarten, Wortteile
Quelle und Ziel von Querverweisen müssen sprachlich nicht in der
gleichen Form auftauchen! Eine gegenseitige Anpassung hätte die
Lesbarkeit der Texte erheblich gestört. Ein Mitdenken der Leserschaft wird vorausgesetzt. Beispiele:
–
–
–
Zinteraktiv verweist auf Interaktion
Zbenachrichtigen verweist auf Nachricht
Zunstrukturiert verweist auf Struktur
XVI
–
–
Lexikalisches und linguistisches Konzept
Zgekapselt verweist auf Kapselung
ZAttributswert verweist unter Umständen nur auf Attribut (der
Leser wird ohnehin dort nachschlagen).
– Das Wort und der Querverweis ZComputergrafik passen unter
Umständen besser in den Lauftext als grafische ZDatenverarbeitung; die Leserin wird sowohl Computer finden, als auch Computergrafik und dann dort auf grafische ZDatenverarbeitung weiter
verwiesen.
– Gelegentlich trennen wir, wie erwähnt, Wörter künstlich: BlockZKryptografierung, hier: um den Querverweis auf Kryptografierung nicht zu verschenken.
August 2010
Prof. Peter Fischer
[email protected]
http://www.fischerpeter.info
@
!
Ausrufezeichen; math. Fakultät; hat in vielen Programmiersprachen (vor allem des C-Stammes) die Bedeutung „NOT“; ist zusammen mit „=“ in vielen Sprachen (vor allem des C-Stammes) der
Operator „ungleich“: if (a != b) heisst „wenn a ungleich b“
#
Siehe unter ZRaute
$
Dollarzeichen; häufige Verwendung als ZSigil; 1. Signal für ZPlatzhalter in ZPHP, ZPERL, ZShellskripten, ZMake, ZJava u. a., bei
Make mit runden Klammern: $(Variable), bei Shell mit geschweiften: ${Variable}; 2. Signal einer Zahl im ZHexadezimalsystem:
$E3BA; 3. Signal eines bestimmten Kontextes: ZSkalar in PERL,
ZString in ZBASIC; 4. Symbol zur Z(De-)Referenzierung von Variablen in PERL, PHP; 5. Signal zur sofortigen Auswertung von
Ausdrücken innerhalb später oder gar nicht auszuwertenden Texten, dann stets in Kombination mit einer geschweiften Klammer:
<c:if test="${a==3}">…</c:if> in ZEL, print "Wert ist: {$Objekt>Member[3]->Name};" in PHP, $[343*22] in Shellskripten; 5. in
Regulären ZAusdrücken das Signal für das Zeilenende
@
2
@
% – .ASF
%
Prozentzeichen; häufige Verwendung als ZSigil; 1. in den Programmiersprachen des ZC-Stammes das Symbol für die ZModulusDivision; 2. in den meisten ZSQL-Dialekten die ZWildcard, welche
für 0 oder beliebig viele Zeichen steht; 3. in ZPERL ein wirksames
ZPräfix, das die ZDatenstruktur ZHash Tabelle erzwingt; 4. in
ZBASIC-Sprachen: wirksames ZPostfix zur unbedingten ZKonversion nach ZInteger
&
Sonderzeichen „&“; angeblich aus dem Englischen „and per se-and“;
bei deutschen Schriftsetzern und Typografen auch „Et-Zeichen“ genannt, was zu Verwechslungen mit dem ZKlammeraffen („ät“ gesprochen) führt; in einigen ZProgrammier- und ZSkriptsprachen
(ZVBA) der ZOperator, der ZZeichenketten zusammenfügt (ZKonkatenation); in einigen Sprachen des ZC-Stammes die ZReferenzierung; siehe auch ZSigil
*
Asterisk; 1. ZOperator für die Multiplikation; 2. in ZProgrammierund ZDatenbanksprachen ein Operator mit unterschiedlicher Bedeutung, so z. B. in ZC-ähnlichen Sprachen zur Zeigerdefinition
sowie ZDereferenzierung; 3. Platzhalter (ZJoker oder ZWildcard)
für mehrere nicht bekannte Zeichen in Such-Strings; 4. Quantoren
bei regulären ZAusdrücken: die dem Stern vorangehende Zeichendefinition passt null oder n Mal
@
Siehe unter ZKlammeraffe
.ASF
Advanced Streaming Format; Dateinamenserweiterung für VideoZStröme, welche schon beim Herunterladen betrachtet werden
können; siehe unter ZASF, ZStreaming
.com – .NET (Platform)
3
.com
Commercial; ZTLD für kommerzielle Anbieter im ZWWW
.DRV
Dateinamenserweiterung in ZMS-DOS und ZWindows für GeräteZTreiber (von: Driver)
.edu
Education; ZTLD für (zumeist US-)Bildungsinstitute im ZWWW
.gov
Government; ZTLD für (zumeist US-)Regierungsstellen im ZWWW
.info
Seit 2001 verfügbare, nicht kommerzialisierte ZTLD für Informationsanbieter (wer ist dies nicht?), dies sind mittlerweile auch viele
Interessengruppen, so genannte Communities
.mil
Military; ZTLD für US-militärische Stellen im ZWWW
.net
Network; ZTLD für Netzwerk- (Dienstleistungs-)Anbieter im
ZWWW; oft verwendet für das Internet als Geschäftsfeld, siehe
auch Z.NET-Plattform
.NET (Platform)
Gesprochen als „dotnet“; Schutzmarke von ZMicrosoft rund um die
Entwicklung lokaler und verteilter Anwendungen: das breite Angebot umfasst Technologien (ZObjektorientierung, ZKomponententechnologie, ZXML, ZWebdienste, Sicherheitsdienste), kommerzielle Produkte (ZIDE Visual Studio, Server), eine frei verfügbare
Laufzeitumgebung ZCLR und ein ebenfalls frei herunterladbares
ZSDK mit ZCompilern, ZDebuggern sowie vielen Zusatzwerkzeugen; zu .NET gehören ferner Entwicklergemeinschaften wie das
@
4
@
.org – 10Base-2
ZMSDN und die Codezone; angekündigt im Sommer 2000; .NET ist
für Microsoft strategisch, die einst versuchte Bestückung aller Produktnamen mit dem Begriffssuffix .NET wurde inzwischen wegen
Verwirrungen und Erklärungsnotständen wieder abgeschwächt
.org
Organisation; Organization; ZTLD für nicht profitorientierte Organisationen im ZWWW; leider wird die Grenze nicht mehr so
scharf gezogen und es ist relativ einfach, eine .org TLD zu erhalten
.tv
ZTLD für den seit 1978 unabhängigen, polynesischen Archipelstaat Tuvalu; um die Steuerbelastung der 12’000 Einwohnerinnen
und Einwohner etwas zu mildern, hat die Regierung die TLD
höchst erfolgreich vermarktet, so z. B. an das Schweizer Fernsehen:
www.sf.tv
~
Siehe unter ZTilde
0xn…
Ein ZPräfix in vielen ZDatenbank- und ZProgrammiersprachen
(ZC-Stamm) für eine Zhexadezimale Zahl; n steht für eine oder
mehrere Hex-Ziffern, also je 0 bis 9 oder A bis F, die in der Regel
paarweise auftreten; 0xC4 bedeutet z. B. Zbinär 11000100 oder dezimal 196, vergleiche Z„$“
10Base-2
Überholte, Zbasisbandige ZLAN-Technologie, die als Transportmedium dünne (typischerweise schwarze) ZKoaxialkabel benutzte;
ZEthernet mit busförmiger Topologie, ZIEEE-802.3 ZProtokoll und
einer Übertragungsfrequenz von 10 MHz; Steckverbindung: ZBNC;
maximal vorgesehene Länge: 200 m; 30 Knoten pro ZSegment
10Base-5 – 1000Base-CX
5
10Base-5
Überholte, Zbasisbandige ZLAN-Technologie, die als Transportmedium dicke, meist gelbe ZKoaxialkabel benutzte; ZEthernet mit
busförmiger Topologie, ZIEEE-802.3 ZProtokoll und einer Übertragungsfrequenz von 10 MHz; Steckverbindung: AUI; maximal
vorgesehene Länge: 500 m; 100 Knoten pro ZSegment
10Base-T
ZBasisbandige
ZLAN-Technologie, die als Transportmedium
Kupferleitungen benutzt, unter ZIEEE-802.3 normiert;
gewissermassen ein Kleinst- ZEthernet mit fast immer sternförmiger, physikalischer Topologie und einer Übertragungsfrequenz von
10 MHz; Steckverbindung: ZRJ-45; maximal vorgesehene Länge:
100 m; 1’024 Knoten pro ZSegment
Zverdrillte
100Base-F, 10Base-F
auch Fast ZEthernet genannt, die als Transportmedium ZLichtwellenleiter benutzt; Übertragungsfrequenz
von 10 bzw. 100 MHz
ZLAN-Technologie,
100Base-TX, VG
Transmit bzw. ZVoice Grade; ZLAN-Technologie, auch Fast
ZEthernet genannt, die als Transportmedium zwei Paare Zunabgeschirmter, Zverdrillter Kupferleitungen benutzt und mit dem
ZCSMA/CD- ZZugriffsprotokoll arbeitet; Übertragungsfrequenz
von 100 MHz; Steckverbindungen: ZRJ-45; maximal vorgesehene
Länge: 100 m
1000Base-CX
ZLAN-Technologie, auch Gigabit- ZEthernet genannt, die als
Transportmedium ZKoaxial-, ZTwinax- oder zweipaariges ZSTP
ZKabel benutzt; Übertragungsfrequenz je von 1’000 MHz
@
6
@
1000Base-LX, -SX – 19’’, 19 Zoll
1000Base-LX, -SX
ZLAN-Technologie, auch Gigabit- ZEthernet genannt, die als
Transportmedium bei LX (Long Wavelength) Single Mode Glasfaser ZKabel und Licht mit grosser Wellenlänge bzw. bei SX (Short)
Multi Mode mit kleinerer Wellenlänge benutzt; Übertragungsfrequenz je von 1’000 MHz
1000Base-T
ZLAN-Technologie, auch Gigabit- ZEthernet genannt, die als
Transportmedium vier Paare unabgeschirmter, verdrillter Kupfer
ZKabel benutzt; Übertragungsfrequenz von 1’000 MHz
10GBase-xy
Junge Familie von ZLAN- / ZMAN-Verkabelungen mit 10 GHz
Übertragungsfrequenz unter ZIEEE 802.3ae
14’’ / 8’’ / 5.25’’ / 3.5’’ / 2.5’’ bzw. Zoll
Masse für De-facto ZStandard-Durchmesser bei Platten-Datenträgern; das ursprüngliche Format bei Festplatten war 14’’, bei Disketten betrug es 8’’; heute noch im Gebrauch ist die 3,5’’- ZDiskette; es
gibt seit langem auch Festplatten mit äusserst geringerem Durchmesser, z. B. für ZNotebooks mit heute meist 2.5’’, jedoch hat sich
hier kein Standard etabliert; siehe auch ZZoll mit geschichtlichen
Hinweisen
1904-Datumssystem
Der Beginn der Zeitrechnung ist … in ZWindows: 1. Januar 1900
und im ZMac OS: 2. Januar 1904; die Anwenderin, die Daten von
MS-Excel in MS-Excel Zimportiert, fragt sich nicht, weshalb dies so
ist, sondern, was das soll!
19’’, 19 Zoll
Weltweit akzeptierter Standard für die Systembreite industrieller,
elektronischer Einbaukomponenten; siehe auch ZZoll mit geschichtlichen Hinweisen
3-State – 3D-Desktop
7
3-State
Dreiwertig; Baustein der ZDigitaltechnik mit drei Ausgangszuständen hoch, tief, hochohmig (= offen, elektronisch gar nicht in
Kontakt)
3A
Siehe unter ZAAA
3Com Corporation
Gegründet 1979 durch Bob ZMetcalfe; Hauptsitz in (The Campus
of) Marlborough (MA); 3Com zählt zu den Pionieren im Netzwerkbereich und ist heute eine der führenden Anbieterinnen von Komponenten für lokale Netzwerke (ZLAN) sowie Weitverkehrsnetze
(ZWAN); das Sortiment umfasst ZNetzwerkadapter, ZModems und
grössere Aktiv-Komponenten (ZRepeater, ZSwitches, ZRouters
etc.), ZWireless-Komponenten, ZIP-Telefonie sowie Kleinstrechner; www.3com.com
3D-Beschleuniger
Grafikkarten bzw. Hardware-Zusätze zu diesen, welche vorwiegend
bei Spielprogrammen und in der ZAnimation helfen, den Bildaufbau zu beschleunigen, indem sie dem ZMikroprozessor und dem
arithmetischen ZCoprozessor die rechenintensiven Operationen
abnehmen: ZTesselation, ZRendering, Sichtbarkeitsentscheidung
resp. ZBack Face Culling
3D-Desktop
ZDesktop für die ganz Verspielten unter den Seinen: der Desktop
ist nicht mehr eine Fläche, sondern ein 3D-Raum: enorme Auflösung, Schatten- und Glanzeffekte, optische Transparenz, räumliche
ZAnimationen beim Zoomen, 3D-Aussehen sowie eine fliessende
Beweglichkeit aller Elemente; nicht unerwähnt bleiben darf der
enorme Leistungsverzehr (Stromverbrauch bei Laptops); 3D. in
ZWindows Vista heisst ZAero; für ZLinux gibt es XGL und Beryl;
3D. im ZMac OS X heisst Aqua; Aqua für Windows heisst Flyakite;
@
8
@
3DES – 5-Punkte-Programm
neue Massstäbe echter Raumdarstellung bei 3D. setzte BumpTop
(2010 von Google übernommen)
3DES
Siehe unter ZTriple-DES
3W
Siehe unter ZWorld Wide Web
4004
Typennummer von ZIntels erstem ZMikroprozessor aus dem Jahr
1971: der 4-Bit-Baustein ist aus heutiger Sicht ein ZCISC-Prozessor
mit immerhin schon 2’300 ZTransistoren – in heutigen Prozessoren sind davon mehrere hundert Millionen; Designer war Federico
Faggin, der 1974 die Firma Zilog gründete; der ZChip 4004 ist deshalb mit FF signiert
4711
(In der deutschsprachigen Literatur ein) Prototyp und Erklärungsbeispiel für eine ZGanzzahl in der ZProgrammierung oder ZAttribuierung; der Didaktiker, der mit dieser Zahl früher noch ein
Schmunzeln bewirken konnte, möge bedenken, dass 1. die junge
Generation das altjüngferliche Kölnisch Wasser 4711 nicht mehr
kennt und 2. lockeres Schmunzeln bei vielen Informatikern nicht
cool ist; siehe auch Zfoo; www.4711.com
5-Punkte-Programm
Checkliste für Privatpersonen und Kleinstunternehmen, deren
Einhaltung eine grundlegende ZInformationssicherheit gewährleistet; Hauptpunkte sind: Datensicherung, Virenschutz, Firewall, Software-Update, persönliches Verhalten; in dieser Form propagiert
von ZInfoSurance unter www.infosurance.ch; Näheres unter genannten Stichworten sowie unter ZHygiene
6800 – 8087
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6800
Bezeichnung des ersten ZMikroprozessors von ZMotorola, eines
8-Bit-Bausteins mit etwas ausgefeilterer Funktionalität als ZIntels
Z8080 … aber auch mit etwas Verspätung gegenüber diesem
8008
Der Nachfolger von Z4004 und
zessor aus dem Jahre 1972
ZIntels
erster 8-Bit-
ZMikropro-
8080
Eine erweiterte Version von ZIntels 8-Bit- ZMikroprozessor 8008,
der mit seinen ausgebauten Funktionalitäten rückblickend die beispiellose Erfolgsgeschichte der Mikroprozessortechnik einläutete
8086
Eine erweiterte Version (1978) von ZIntels 8-Bit- ZMikroprozessor
8080 mit konsequenter 16-Bit-Architektur; mit dem 8086 beschritt
Intel den Weg dedizierter statt Mehrzweck- ZRegister, was aus
heutiger Sicht evtl. als Altlast bezeichnet werden muss
8087
ZIntels
erste ZFPU aus dem Jahre 1980 mit rund 60 FliesskommaOperationen
@
A
A
a/d-Wandler
Analog/digital-Wandler; streng genommen ein ZKonverter; das
Eingangssignal ist Zstetig, das Ausgangssignal ist Zdiskret; je mehr
Stufen das Ausgangssignal hat und je höher die Wandlungsgeschwindigkeit desto höher ist die Qualität des A.
A2DP
Advanced Audio Distribution Profile; Technologie zum Übertragen
von Stereo-Audiosignalen via ZBlueTooth
AAA
1. ZAuthentication – ZAuthorization – ZAccounting (auch:
ZAuditing); Mechanismus des ZZugangs bzw. ZZugriffs zu gesicherten Ressourcen: Beglaubigung der Urheberschaft, Bewilligung,
Buchführung und Verantwortung (Überwachung); 2. ZAdministration – ZAuthentisierung – ZAutorisierung, die drei wichtigsten
Verwaltungsaufgaben in gesicherten, vernetzten Umgebungen; was
jeweils gemeint ist, muss dem Zusammenhang entnommen werden
AAN
All Area Network; ein ZNetzwerk, dessen physikalische Grösse
und/oder Wachstumspotenzial nicht durch Bezeichnungen wie
ZLAN, ZMAN oder ZGAN eingeschränkt ist; also: ein Netzwerk
unbestimmter Grösse und deshalb eher funktional betrachtet
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A
Abacus, Abakus – Abfrage, -sprache
Abacus, Abakus
1. Sammelbegriff für zählrahmenförmige Rechenhilfen der Antike
bis in die Gegenwart; 2. Abacus Research AG; gegründet 1985;
Schweizer Hersteller von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware
resp. finanziellen Gesamtlösungen; bezüglich „Research“ ein bekannter Spin Off der Universität St. Gallen; www.abacus.ch
ABAP
Früher: Allgemeiner Berichtsaufbereitungs-Prozessor (!); heute:
Advanced Business Application Programming; ehemals Zprozedurale und seit 1999 Zobjektorientiert erweiterte Programmiersprache in ZSAP R/3
Abbruch
1. Möglichkeit zum Stoppen einer Aktivität durch Drücken einer
speziellen Taste (ZESC) bzw. in ZDialogboxen; dort oft auch: „Zurück“, „Beenden“, Z„Cancel“, Z„Abort“, …; 2. ZTerminierung
einer ZSchleife; manchmal wird nur das vorzeitige Terminieren so
genannt; vergleiche weiterführend auch ZAbend, ZAbort, ZTerminierung, ZAbsturz, ZEscape
Abend
1. die ruhigste Zeit zum Programmieren oder ZSurfen … ; 2. kleingeschrieben ein ZKommando, Knopf oder eine ZSchaltfläche für
den ZAbbruch; 3. Meldung „abnormal end“, also Abbruch oder
ZAbsturz
Abfrage, -sprache
1. grundlegende Aktivität beim Bearbeiten einer ZDatenbank:
ZSelektion von ZDatensätzen und ZProjektion auf deren ZAttribute mit Hilfe entsprechender, mittels einer Maske oder syntaktisch formulierter Kriterien; 2. Zdeklarative ZSprache, mit deren
Hilfe sich ZDatenbanken oder ZDokumentstrukturen (bspw.
ZXPath, XQuery) abfragen lassen; im Kontext der Datenbanken
der Klasse ZDML, oft auch ZDQL, zugeordnet; solche A. enthalten
Abfrage, Auswahl- und Aktions- – Abhängigkeit, transitive -
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darüber hinaus oft Anweisungen zur Datendefinition (ZDDL) und
-manipulation; siehe auch: ZQuery by Example, ZSQL, ZSELECT
und ZUnterabfrage
A
Abfrage, Auswahl- und AktionsEine Auswahlabfrage greift nur lesend auf Datenbestände zu; eine
Aktionsabfrage selektiert Daten, um diese Selektion danach zu mutieren: löschen, ändern, anfügen oder als Selektion persistieren
Abgleich
Wegen des mobilen Computings immer wichtiger werdende Tätigkeit des aufeinander Abstimmens von Datenbeständen, die auf
unterschiedlichen Arbeitsstationen bearbeitet werden und miteinander in Einklang gebracht werden müssen; manchmal auch ZSynchronisation genannt, wobei dieses Wort den Schwerpunkt eher
auf zeitliche Bearbeitungsdifferenzen legt; im grossen Stile bei Datenbanken als ZReplikation bekannt
Abhängigkeit, funktionale Ein Merkmal B ist dann funktional von einem Merkmal A abhängig, wenn jeder Wert in A genau einen Wert in B bestimmt; A ist
somit ZDeterminante von B; Beispiele: ISBN bestimmt Buchtitel,
Person bestimmt Wohnort; beachte als konkrete Anwendung die
ZNormalisierung
Abhängigkeit, transitive Ein Merkmal C ist dann transitiv von einem Merkmal (oder einer
Merkmalskombination) A abhängig, wenn C voll funktional von
B und B voll funktional von A abhängig ist; Mitarbeiterinnennummer bestimmt Abteilungsnummer, Abteilungsnummer bestimmt
Abteilungsnamen; beachte als konkrete Anwendung die ZNormalisierung
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A
Abhängigkeit, voll funktionale - – ABS()
Abhängigkeit, voll funktionale Ein Merkmal C ist dann voll funktional von einer Merkmalskombination (A, B) abhängig, wenn jede geordnete Wertkombination
(A, B) genau einen Wert in C bestimmt und dies nicht schon ein
Wert A oder B allein tut; (A, B) ist dann ZDeterminante von C;
(Rüstscheinnummer, Position) bestimmt Menge; beachte als konkrete Anwendung die ZNormalisierung
Ablaufplan
Grafische Darstellung eines ZAlgorithmus, z. B. als ZProgrammablaufplan oder ZStruktogramm; die Ablauftabelle ist ein A. in Tabellenform; sie zeigt auf, bei welchem Programmschritt welche Variable welchen Zustand hat
ableiten, Ableitung
Beerben, erben, Erbschaft machen; siehe ZVererbung
ABNF
Augmented ZBNF; hauptsächlich durch Internet-Technologien motivierte Weiterentwicklung von ZBNF; ein Unterschied zur ZEBNF
ist die inkrementelle Alternative; A. ist definiert in ZRFC 4234
Abort
ZAbbruch eines Programms, einer
mandos usw.
ABP
Adressbus-Puffer;
ZSteuerwerk
ZPuffer
ZTransaktion,
zwischen dem
eines
ZAdressbus
ZKom-
und dem
ABS()
In der Tabellenkalkulation und ZProgrammierung verbreitete
ZFunktion zur Ermittlung des Betrags einer Zahl; ABS(–3.5) =
ABS(3.5) = 3.5