AKA_Imagebroschuere.

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AKA_Imagebroschuere.
AKA
Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften
der Automobilwirtschaft
Der leise Antrieb der
Automobilwirtschaft
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Der leise Antrieb der
Automobilwirtschaft
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
AKA
Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften
der Automobilwirtschaft
02
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Grußwort
Vorwort
Klaus Bräunig
Christian Ruben
Die Finanzdienstleistungen rund um das Automobil,
sowohl PKW als auch Nutzfahrzeug, haben in den
letzten Jahren stetig zugenommen. Ihre wachsende
Bedeutung für den Markt geht heute weit über das
historische Kernprodukt „Finanzierung eines Neuwa­
gens“ hinaus, indem umfangreiche Dienstleistungspakete
angeboten werden (u. a. zu Versicherungen und Kun­
dendienst). Diese zunehmende Differenzierung der
Dienstleistungspalette führt zu einer immer engeren
Zusammenarbeit zwischen dem Hersteller und seinem
Finanzdienstleister, die weit in das operative Vertriebs­
geschäft hinein reicht. Die Ausrichtung auf ihre jeweili­
gen Hersteller kennzeichnet das originäre Geschäfts­
modell dieser Bankengruppe.
und Regulierungen. Die wirtschaftspolitische Interessen­
vertretung dieser spezifischen Finanzdienstleister auch
auf europäischer Ebene zu unterstützen, ist ein zentrales
Anliegen des VDA.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat dieser
Entwicklung folgend frühzeitig die herstellerverbunde­
nen Finanzdienstleistungen in seine Aktivitäten aufge­
nommen. Inzwischen hat er eine Kooperation mit dem
„Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der
Automobilwirtschaft (AKA)“ vereinbart. Darin spiegeln
sich die enge Verbundenheit zwischen den Herstellern
und ihren Finanzinstituten sowie das gemeinsame
Interesse an wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen
Klaus Bräunig
Geschäftsführer Verband der Automobilindustrie (VDA)
Gerade mit Blick auf sich abzeichnende neue Entwick­
lungen, etwa im Bereich der alternativen Antriebe in der
Automobilwirtschaft, wird sich die Kooperation mit dem
AKA weiter intensivieren.
Anthony Bandmann
Die Finanzdienstleistungsgesellschaften der Automobil­
hersteller haben sich zu einem entscheidenden Faktor in
der automobilen Wertschöpfungskette entwickelt. Mit
ihrem soliden und originären Geschäftsmodell sind sie
heute Marktführer für automobile Finanzdienstleistungen
in Deutschland und somit ein zentrales Schwungrad für
das volkswirtschaftliche Schlüsselsegment „Mobilität“.
Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir die Rolle
und Funktion der herstellerverbundenen Finanzdienst­
leistungen für den deutschen Automobilmarkt beleuch­
ten. In diesem Zusammenhang werden relevante
Aspekte der Finanzdienstleister für die Akteure der
Automobilwirtschaft aufgezeigt, wie ihre Bedeutung
beim heutigen Autokauf und ihr Beitrag zur Kunden­
loyalisierung. Wir betrachten den hohen Stellenwert für
die rund zehn Millionen privaten und gewerblichen
Kunden, die sich bei der Finanzierung ihrer individuellen
Mobilität auf ihre Bank oder Leasinggesellschaft verlassen.
Darüber hinaus widmet sich die Broschüre der Rolle
der herstellerverbundenen Finanzdienstleistungen für
die rund 17.500 Partner im deutschen Automobilhandel
sowie ihren vielseitigen Funktionen für die Automobil­
konzerne.
Neben Vergangenheit und gegenwärtiger Bedeutung
der herstellerverbundenen Finanzdienstleistungen
beleuchtet die Broschüre zukünftige Herausforderungen
für die Finanzdienstleister – etwa alternative Antriebsfor­
men, anspruchsvollere Kundenbedürfnisse oder neue
Geschäftsmodelle. Wir sind davon überzeugt, dass die
Bedeutung automobiler Finanzdienstleistungen vor
diesem Hintergrund weiter steigen wird. Die Banken der
Automobilwirtschaft sind auch für zukünftige Aufgaben
bereits bestens aufgestellt.
Wir wünschen Ihnen eine nutzenstiftende Lektüre.
Christian Ruben
Geschäftsführer und CEO Toyota Kreditbank
Sprecher des Arbeitskreises Autobanken (AKA)
Anthony Bandmann
Geschäftsführer Volkswagen Bank
Sprecher des Arbeitskreises Autobanken (AKA)
04
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Inhalt
Grußwort
Vorwort
Inhalt
02
03
05
Historische Entwicklung
Bedeutung und Funktion
Kunden
Handel
Hersteller
Volkswirtschaftliche Effekte
06
08
10
12
14
16
Zukünftige Entwicklung
18
Herstellerverbundene
Finanzdienstleister
20
Über den Arbeitskreis Autobanken22
Danksagung 23
Impressum23
06
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Historische Entwicklung
Der enge Zusammenhang zwischen Fahrzeugabsatz und Finanzdienstleistungen
wurde bereits in den 1920er-Jahren entdeckt.
Gründungsdaten der herstellerverbundenen Finanzdienstleister in Deutschland
1926
Ford Credit Company (Ford Bank)
1929
Marchia Kreditvermittlungsgesellschaft
1929
Opel Bank
1947
Renault Bank
1948
Volkswagen Bank
1966
Volkswagen Leasing
1971
BMW Bank
1973
BMW Leasing
1973
P.A. Creditbank
1977
Renault Leasing
1979
Mercedes Leasing
1987
Mercedes-Benz Finanz
1987
MKG Kreditbank
1988
Toyota Kreditbank
1989
GMAC Leasing
1989
MKG Leasing
1990
Toyota Leasing
1998
Honda Bank
Bis zum Ersten Weltkrieg war das Automobil in Deutsch­
land ein Luxusgut für reiche Fabrikanten, Gutsbesitzer
und wohlhabende Bürger. Erst mit der Fließbandferti­
gung und schnell darauf folgend den automobilen
Finanzdienstleistungen wurde das Automobil zu einem
Produkt für breite Bevölkerungsschichten. Die Herstel­
lerbanken erwiesen sich von Beginn an als ein Treiber
der Motorisierung.
Gründungsphase
Am 22. Februar 1926 wurde mit der „Ford Credit
Company Aktiengesellschaft“ die erste deutsche
Autobank in Berlin gegründet. Automobile Finanzdienst­
leistungen boten damit breiten Bevölkerungsschichten
einen finanziellen Zugang zum Automobil.
Diese noch junge Geschäftsidee machte schnell Schule:
1929 wurde die „Marchia Kreditvermittlungsgesell­
schaft“ für Fiat Kunden und die „Opel Bank“ für die
Käufer des heute noch legendären Opel Laubfrosch
gegründet.
Das Ziel der neuen Autobanken war es von Beginn
an, den Fahrzeugabsatz der Hersteller zu fördern. Der
automobile Finanzbedarf des Kunden konnte dank der
eigenen Autobank gemeinsam mit Handel und Herstel­
lern „unter einem Dach und aus einer Hand“ abgedeckt
werden. Ein für die Autobanken entscheidender Wett­
bewerbsvorteil, wie sich bis heute immer wieder zeigt.
Neuanfang 1947
Die Kriegswirtschaft und die Nachkriegsinflation ließen
das Finanzierungsvolumen der Autobanken bis auf
„null“ schrumpfen. Aber schon 1947 gründete Renault
seine eigene Bank in der französischen Besatzungs­
zone. Bereits drei Monate nach der Währungsreform
in den drei westlichen Besatzungszonen nahm die Ford
Credit AG im September 1948 ihre Geschäfte wieder
auf. Im selben Jahr wurde auch die Volkswagen Bank
ins Leben gerufen. Und Volkswagen ging mit der
Gründung des Volkswagen Versicherungsdienstes im
selben Jahr sogar noch einen Schritt weiter. Nicht nur
der Finanzbedarf, auch die Absicherung automobiler
Risiken konnten jetzt unter einem gemeinsamen Namen
angeboten werden.
Innovation in den 60er-Jahren
„Er kauft sein Reitpferd und least seinen Golf“ –
mit diesem Claim wurde ab Mitte der 60er-Jahre ein
völlig neuartiges Finanzprodukt populär gemacht –
Fahrzeugleasing. 1966 wurde von Volkswagen die erste
herstellereigene Leasinggesellschaft gegründet, BMW
und Daimler folgten kurz darauf. Die Idee „Was im Wert
steigt, soll man kaufen, was im Wert fällt, leasen“, setzte
sich schnell durch. Insbesondere gewerbliche Kunden
verstanden, dass es lohnend ist, die Leasingraten aus
dem laufenden Einkommen zu zahlen, zumal diese als
Kosten steuerlich geltend gemacht werden konnten.
Die herstellerverbundenen Autobanken dürfen für sich
in Anspruch nehmen, mit der Etablierung von automobi­
lem Leasing marktprägend gewesen zu sein.
Mobilität heute
Seit Ende der 90er-Jahre haben alle namhaften Her­
steller eigene Banken und Leasinggesellschaften.
Autokäufer können heute unter einer Vielzahl verschie­
dener Finanzierungsformen wählen: vom klassischen
Ratenkredit über die 3-Wege-Finanzierung bis zum
Full-Service-Leasing inklusive vielfältiger Versicherungsund Mobilitätsleistungen. All dies bieten die Autobanken
Privatkunden, gewerblichen Kunden, aber auch großen
Unternehmen, die ihr komplettes Flottenmanagement
den Autobanken anvertrauen.
08
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Bedeutung und Funktion
Der Fahrzeugabsatz in Deutschland wird wesentlich durch die automobilen
Finanzdienstleistungen der Herstellerbanken geprägt.
Herstellerbanken an den Schnittstellen der automobilen Werschöpfungskette
Die Herstellerbanken bringen
Neuwagen auf die Straße,
vermarkten Gebrauchtfahrzeuge und finanzieren die
Fahrzeugkäufe des Handels.
Zulieferer
Hersteller
Handel
1
1 Wholesale
➔ Händlereinkaufsfinanzierung
➔ Betriebsmittel- und
Investionsfinanzierung
Kunde
2
ReMarketing
3
2 Retail
➔ Finanzierung
➔ Leasing
➔ Versicherungen
➔ autonahe
Dienstleistungen
3 Re-Marketing
➔ Gebrauchtwagenfinanzierung
➔ Vermarktung durch
Herstellerbanken
Quelle: AKA 2011
Finanzierung von Neuwagen 2009 – 2013
Barzahlung hat signifikant an
Bedeutung verloren. Drei
von vier Fahrzeugkäufern
entscheiden sich für Finanzierung oder Leasing.
60 %
40 %
68 %
32%
66 %
34%
76 %
24 %
78%
Finanzkunden
22%
Barzahler
Quelle: DAT Report 2014
Aufteilung der Wertschöpfungskette nach Wertbeiträgen
Herstellerbanken generieren
hohe Wertbeiträge in
der automobilen Wertschöpfungskette.
13 %
In der automobilen Wertschöpfungskette operieren die
Autobanken an den Schnittstellen Hersteller – Handel,
Handel – Kunde und Kunde – Re-Marketing. Zentral
ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen den
Herstellerbanken und dem markengebundenen Fahrzeughandel.
Hersteller – Handel
Dem Handel stellen die Autobanken die nötige Liquidität für den Einkauf der Fahrzeuge bei seinem Hersteller
zur Verfügung. Des Weiteren versorgen sie den Markenhandel mit Finanzdienstleistungen im Bereich der
Investitions- und Betriebsmittelfinanzierung. Die Herstellerbanken leisten somit einen wesentlichen Beitrag zur
Stabilität der Vertriebsorganisation ihres Herstellers.
Handel – Kunde
Für die Kunden sind die Finanzdienstleistungen der
Herstellerbanken integraler Bestandteil des Autokaufs
und nicht mehr aus dem Autohaus wegzudenken. In
den letzten Jahren ist ein bemerkenswerter Anstieg der
Kunden zu konstatieren, die ihr Fahrzeug nicht mehr
vom Ersparten bezahlen, sondern finanzieren oder
leasen. Heute werden nahezu acht von zehn Neuwagen
vom Kunden ganz oder teilweise finanziert oder geleast.
Somit sind die Autobanken wichtigster Absatzförderer
der von ihnen vertretenen Fahrzeugmarken an der
Schnittstelle zwischen Handel und Kunden. Gleichrangig neben der Absatzförderung für Marke und Autohaus
ist die Loyalisierung der Kunden mittels Finanzdienstleistungen, die maßgeblich zu langfristigen und soliden
Kundenbeziehungen beitragen.
4 %
33 %
7 %
6 %
16 %
18 %
3 %
100 %
Quelle: IBM Global Business Services 2008
Kunde – Re-Marketing
Kunden der Autobanken zeichnen sich durch eine
hohe Loyalität zu Hersteller und Handel aus. Mit dem
erneuten Verkauf eines Fahrzeugs an einen treuen
Kunden und der damit verbundenen Hereinnahme
seines Gebrauchtwagens eröffnen sich dem Handel
gute Chancen in diesem Segment. Auch hier spielen
die Finanzdienstleistungen eine zentrale Rolle. Dies gilt
sowohl für die Gebrauchtwageneinkaufsfinanzierung
als auch die -absatzfinanzierung. Immer wichtiger wird
dabei die Rolle der Herstellerbanken bei der Minimierung der dem Gebrauchtwagengeschäft inhärenten
Risiken.
Wertbeitrag
Der Wert eines Automobilkonzerns besteht heute vor
allem im technischen Produkt, der Positionierung der
Marke, einer funktionierenden Vertriebsorganisation,
aber auch in der Zusammenarbeit mit der Herstellerbank.
Finanzdienstleistungen rund um Mobilität sind für die
Profitabilität von Hersteller und Handel gleichermaßen
von Bedeutung. Der Wertbeitrag, den Leasing, Finanzierung, Versicherungen und andere autonahe Finanzdienstleistungen der Herstellerbanken in der Wertschöpfungskette generieren, ist beachtlich. Aufgrund
sich verändernder Rahmenbedingungen wird sich die
Gewichtung jedoch verschieben. Eine zunehmende
digitale Vernetzung zwischen Fahrer, Fahrzeug, Hersteller,
Handel und zuliefernden Dienstleistern (z. B. Versicherungen, Assistance) auf der einen Seite sowie die
veränderten Kundenerwartungen an neue Mobilitäts­
lösungen der Hersteller auf der anderen Seite werden
auch die Wertschöpfungspotenziale aus den damit
verbundenen Dienstleistungen erweitern. Vor diesem
Hintergrund könnte der Wertbeitrag der Autobanken für
die Automobilkonzerne in Zukunft weiter steigen.
10
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Kunden
Über 40 Prozent aller Neuzulassungen werden von den Herstellerbanken auf die Straße
gebracht. Somit sind die Herstellerinstitute unangefochten Marktführer.
Anteil der Herstellerbanken an den Neuzulassungen 2006 – 2013
Mit einem Anteil von rund 40 Prozent
an allen Neuzulassungen und einem
Vertragsbestand von über 90 Milliar­
den Euro sind die Autobanken Markt­
führer in ihrem Segment.
43,4 42,0 41,8 42,1 40,4 38,8 38,2 Angaben in Prozent
39,5 Quelle: AKA/
KBA 2014
Die wichtigsten Mobilitätsleistungen
Die Herstellerbanken nehmen
pro Finanzierungs- oder Leasing­
vertrag heute durchschnittlich
mehr als zwei zusätzliche Dienst­
leistungen in ihre Bücher.
41 %
Produktportfolio
Der Erfolg der herstellerverbundenen Finanzdienstleis­
tungen resultiert daraus, dass sich immer mehr
Kundengruppen für die Herstellerbanken entscheiden.
Konsequenterweise haben diese ihr Produktportfolio
Schritt für Schritt ausgeweitet. Neben den historischen
Kernprodukten Finanzierung und Leasing bieten die
Autobanken ihren Kunden heute umfangreiche Finanz­
dienstleistungen rund um Fahrzeug und Finanzierung.
Der private Gebrauchtwagenkäufer findet ebenso
bedarfsorientierte Angebote wie der Flottenkunde eines
Großkonzerns.
58 %
57 %
Nur Kunden der Herstellerbanken
Quelle: puls Marktforschung 2011
0,9
0,4
0
2012
2011
2010
2009
2008
Den Kunden steht – dank der engen Zusammenarbeit
innerhalb des Automobilkonzerns – ein präzise auf sein
Wunschfahrzeug zugeschnittenes Produktportfolio
„unter einem Dach und aus einer Hand“ zur Verfügung.
Mobilität
Dabei haben die Verbraucher längst nicht mehr nur die
Anschaffungskosten eines Fahrzeugs im Blick, sondern
auch die Folgekosten ihrer Investition. Sie interessiert
die „Total Cost of Usage“, d. h. die Frage: „Was kostet
mich mein Auto im Monat und wie kann ich meine
Mobilität finanziell absichern?“
Ausfallquoten im Kreditportfolio auf niedrigem Niveau
Die Ausfallquoten der Hersteller­
banken lagen selbst in den
Krisenjahren 2009/2010 unter
1 Prozent. Heute liegen sie auf
historisch niedrigem Niveau.
Die Autobanken sind Marktführer in ihrem Segment.
Von den gut 2,2 Millionen Neufahrzeugen, die 2013
finanziert oder verleast wurden, haben die Autobanken
über 1,2 Millionen in ihre Bücher nehmen können.
Dies entspricht 43 Prozent aller Neuzulassungen und
repräsentiert ein Vertragsvolumen von rund 90 Milliar­
den Euro.
2007
Quelle: AKA 2013
Hier setzen die Mobilitätspakete – integrierte Finanz­
dienstleistungen rund um Fahrzeuganschaffung, Betrieb
und Verwertung zur Absicherung aller Risiken der
Mobilität in einer Monatsrate – der herstellerverbunde­
nen Autobanken an. Diese ermöglichen es dem Kunden,
sowohl die Gesamtkosten der Fahrzeughaltung in
einem monatlichen Betrag zusammenzufassen und
dadurch überschaubar zu machen, als auch die mit
dem Fahrzeugbetrieb verbundenen Risiken finanziell
abzusichern.
„Automobilität im Paket“ – eine Erfolgsgeschichte,
welche die herstellerverbundenen Finanzdienstleis­
tungsgesellschaften seit Einführung dieser Angebote im
Jahr 2006 zum Marktstandard gemacht haben. Mittler­
weile verzeichnen die Herstellerbanken pro Finanzie­
rungs- oder Leasingvertrag durchschnittlich mehr als
zwei zusätzliche Dienstleistungen, die von den Kunden
in Anspruch genommen werden.
Kreditvergabe
Für Finanzinstitute ist ein adäquates Risikomanagement
existenziell. Dies hat nicht zuletzt die Finanzkrise wieder
vor Augen geführt. Für die Autobanken heißt dies eine
verantwortungsvolle Kreditvergabe, die den Traum vom
Auto mit der wirtschaftlichen Realität des Kunden in
Einklang bringt. Wie gut die Herstellerbanken diese
Maxime umgesetzt haben, zeigt das exzellente Zah­
lungsverhalten ihrer Kunden: Selbst in den Krisenjahren
2009 und 2010 lagen die Ausfallquoten im Kreditportfo­
lio der Herstellerbanken unter 1 Prozent. Mit einer
Ausfallquote von 0,4 Prozent im Jahr 2012 wurde ein
historisch niedriger Wert erreicht.
12
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Handel
Für die 7.800 Automobilhändler mit rund 17.500 Betriebsstätten sind die Banken der
Automobilwirtschaft Stabilisator und Schwungrad des Erfolgs.
Durchschnittliche Haltedauer der Neufahrzeuge
Kunden der Autobanken nutzen
ihre Fahrzeuge kürzer als Barzahler.
Für den Handel heißt das:
schnellerer Fahrzeugumschlag.
Kunden der Autobanken
Ø 4,5 Jahre
Barzahler
Ø 6,2 Jahre
Quelle: puls Marktforschung 2011
Einfluss der Herstellerbanken auf die Fahrzeugwahl des Kunden
Gut für den Handel: Finanzkun­
den ziehen Kaufentscheidungen
vor, wählen größere Modelle,
statten die Fahrzeuge besser aus
und wählen häufig einen
Neu- anstelle des geplanten
Gebrauchtwagens.
Vorgezogener
Fahrzeugkauf
28 %
Umfangreichere
Ausstattung
39 %
Größeres
Fahrzeugmodell
19 %
Neuwagen anstelle
eines Gebrauchtwagens
38 %
Kunden der Autobanken
Quelle: puls Marktforschung 2011
Kundenloyalität für den Handel
Die Kunden der Herstellerbanken
sind treue Kunden, mit denen der
Handel langfristig planen kann.
72 %
Für den Handel bietet die enge Partnerschaft mit der
Herstellerbank einen vielfältigen Mehrwert. Finanzdienst­
leistungen sind für den modernen Handelsbetrieb eine
lukrative Ertragsquelle und tragen zu stabilen Ergebnis­
sen bei.
Absatz
Die herstellereigenen Finanzangebote tragen maßgeb­
lich zu einem schnelleren Fahrzeugumschlag des
Händlers bei. Kunden, die ihr Fahrzeug über eine
Autobank finanzieren, tauschen ihr Auto wesentlich
häufiger als Barzahler. Bei Autobankkunden kann das
Autohaus im Laufe einer langfristigen Kundenbeziehung
nahezu doppelt so viele Fahrzeuge absetzen wie bei
Kunden, die nicht die Herstellerbank nutzen.
Die Vielfalt und Flexibilität der Autobankprodukte ermögli­
chen es dem Handel, perfekt auf das monatliche Budget
der Autohauskunden zugeschnittene Finanzierungs- und
Leasingangebote zu unterbreiten, damit aus dem
Autotraum tatsächlich das Traumauto werden kann.
Ausstattung
Die herstellerverbundenen Finanzdienstleistungen
haben dabei eine positive Auswirkung auf die Modell­
wahl und die Fahrzeugausstattung der Autohauskun­
den, denn diese können Sonderausstattungen oder
zusätzliche Sicherheitsfeatures unkompliziert in die
monatliche Rate einschließen.
59 %
75 %
61 %
Kunden der Autobanken
Kunden anderer Banken
Quelle: puls Marktforschung 2011
Ebenso sind Interessenten für Gebrauchtwagen durch
die herstellereigenen Finanzangebote häufig dazu in der
Lage, doch ein Neufahrzeug mit dem Haushaltseinkom­
men zu vereinbaren. Die Flexibilität der Finanzdienstleis­
tungen generiert so den Trend zum höherwertigen
Fahrzeug.
Kundentreue
Autobankkunden sind treue Kunden. Anders als Bar­
zahler bleiben sie ihrem Autohaus über Jahre verbun­
den. Für den Handel heißt das: Zukunftssicherheit
durch stabile und prognostizierbare Erträge. Denn
spätestens beim Vertragsablauf besuchen Leasingnehmer
und Kunden, die eine 3-Wege-Finanzierung gewählt
haben, wieder ihr Autohaus – zu einem Zeitpunkt
folglich, zu dem konkreter Bedarf an einem neuen
Fahrzeug besteht. Diese Chance weiß der Handel zu
nutzen. Wertvolle Unterstützung findet er bei den
Autobanken durch serviceorientiertes Kundenbezie­
hungsmanagement.
Zusatzerträge
Von besonderer Bedeutung für den Autohandel sind
auch die zahlreichen Versicherungs- und Servicedienst­
leistungen der Autobanken, wie integrierte Wartungsund Reparaturarbeiten, Garantieverlängerung oder
Versicherungsleistungen. Diese sind nicht nur zentrale
Säulen für die regelmäßige Beziehungspflege mit dem
Kunden, der Handel profitiert auch von zusätzlichen
Erträgen beim Aftersale, einer besseren Werkstattaus­
lastung durch Reparatur- und Wartungsarbeiten und
dem Teileverkauf. Über Jahre prognostizierbare Erträge
und eine stabile Geschäftsentwicklung – die Aktivitäten
der Autobanken zahlen sich für den markengebundenen
Automobilhandel aus.
Kompetenz
Um Kunden bedarfsgerechte Finanzdienstleistungen
anbieten zu können, ist ein großes Spektrum vielfältiger
Finanz- und Versicherungsprodukte erforderlich. Richtig,
gut und individuell beraten kann aber nur, wer sich
wirklich mit der Materie auskennt. Die Herstellerbanken
sind sich ihrer Verantwortung für die Beratungskompe­
tenz des Handels gegenüber den Kunden bewusst. Mit
umfassenden Maßnahmen fördern sie das Know-how
ihrer Vertriebspartner über die angebotenen Produkte
und steigern so die Beratungsqualität im Autohaus –
hiervon profitiert vor allem der Verbraucher. Mehr als
400 interne und externe Trainer der herstellerverbunde­
nen Autobanken schulen pro Jahr rund 40.000 Füh­
rungskräfte und Mitarbeiter im deutschen Automobil­
handel.
14
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Hersteller
Für Automobilhersteller sind die eigenen Finanzgesellschaften ein wertvolles Asset,
dessen hohe Bedeutung die Konzernbilanzen zeigen.
Einfluss der Herstellerbank auf die Konzernbilanz
Die Herstellerbanken haben
signifikanten Einfluss auf
die Geschäftsentwicklung der
Automobilkonzerne.
50 %
13 %
50 %
87 %
Captive
ABS-Transaktionen sind eine
wichtige Quelle der Refinanzierung
für die Herstellerbanken. Ihre
Werthaltigkeit beruht auf ihrer
Granularität und den geringen
Ausfallrisiken.
20 %
OEM
16 %
80 %
Werte 2010
84 %
Quelle: KPMG International 2012
7,14
4,7
2,37
0,91
BMW
Fiat
1,09
1,24
Ford
GM
1,91
NonCaptives Peugeot
Angaben in Mrd. Euro
Renault
VW
1,1
2006
Captive
2007
OEM
1,0
Toyota
Daimler
Stabile EBT
Risikomanagement
Herstellerbanken können Kundenrisiken präzise beurtei­
len. Einen zentralen Punkt nimmt in diesem Kontext das
Restwertrisiko ein. Dies bezeichnet die Gefahr, dass der
tatsächliche Marktwert bei der Verwertung des geleasten
Fahrzeugs beim Vertragsauslauf geringer ist als der
beim Vertragsabschluss kalkulierte Restwert. Die
herstellerverbundenen Finanzdienstleister verfügen über
eine langjährige Datenhistorie der Fahrzeugmodelle
bezogen auf die am Markt erzielten Preise und die
kalkulierten Restwerte. Die Nähe zum Hersteller verhilft
den Autobanken hier zu präziseren Restwertprognosen
und somit zu einer Entlastung bei den Restwertrisiken.
7,9
5,7
5,4
0,8 1,0
0,80
Quelle: Standard & Poor’s 2013
Ertragsentwicklung (EBT)
Die Herstellerbanken generieren
Zusatzerträge für den Konzern, die
in Krisenzeiten stabilisierend wirken.
Verbriefungen
Die Kredit- und Leasingforderungen der Herstellerban­
ken an Endkunden und Handelspartner sind gut zu
verbriefen. Asset-Backed Securities (ABS) generieren
regelmäßigen Cashflow, sind gut prognostizierbar, ihre
Laufzeiten sind überschaubar, die Forderungsbündel
sind leicht segmentierbar und das hohe Verbriefungs­
volumen ermöglicht effiziente Transaktionen.
Ihre Werthaltigkeit beruht auf den sehr geringen Ausfall­
risiken der Kunden, dies ermöglicht wiederum attraktive
Verbriefungskonditionen. Verbriefungen stärken die
Liquidität. Ein Schuldenabbau erhöht die Eigenkapital­
quote und reduziert die kalkulatorischen Eigenkapital­
kosten. Hiervon profitiert der Hersteller.
11,07
In Europa emittierte Asset-Backed Securities
(Januar – September 2013)
Mit einer hauseigenen Finanzgesellschaft stehen dem
Automobilhersteller nicht nur Anleihen und Kredite,
sondern auch Verbriefungen, Kundeneinlagen, Zentral­
bankfazilitäten sowie der Interbankenmarkt als Refinan­
zierungsquellen zur Verfügung. Die eigene Bank erhöht
die finanzielle Flexibilität des Konzerns beträchtlich.
0,9
2008
0,6
0,7
2009
1,1
2010
Quelle: KPMG International 2012
Zentralbankzugang
Auch wenn die Mittelbeschaffung und -anlage aktuell
grundsätzlich bei der Finanzabteilung des Automobil­
herstellers liegen, könnte die eigene Finanztochter in
einer Krisensituation Mittel bei der Zentralbank anlegen
und hätte dann aus der Sicht des Herstellers die
Refinanzierungs- und Kontrahentenrisiken gegenüber
seinen Geschäftsbanken eliminiert.
Wichtiger noch als die Anlage von Überschussreserven
ist die Möglichkeit der Herstellerbank, durch ihre Bank­
lizenz im Krisenfall direkten Zugriff auf Finanzmittel und
Garantien der Zentralbank zu bekommen.
Rating
Der eigene Finanzdienstleister kann zu einem soliden
Rating des Herstellers beitragen. So konstatiert Standard
& Poor’s, dass „an auto captive with higher intrinsic
creditworthiness than its parent and independent,
diversified funding could benefit from a favorable rating
differentiation“ (Standard & Poor’s, 2013).
Ergebnisbeitrag
Mit ihren Finanzgesellschaften ergänzen die Hersteller
ihr Kerngeschäft um die Geschäftsfelder des Finanz­
sektors. Das Leasing- und Finanzierungsgeschäft der
Finanzgesellschaften, aber auch ihre autonahen Finanz­
produkte leisten einen positiven Beitrag zum Konzerner­
gebnis. Diese kontinuierlich fließenden Ergebnisbeiträge
sind ein verlässlicher Sockel, der in Krisenzeiten auf den
gesamten Konzern stabilisierend wirkt.
16
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Volkswirtschaftliche Effekte
Die Banken und Finanzdienstleister der Automobilhersteller sind heute zu einer
volkswirtschaftlich relevanten Bankengruppe herangewachsen, die eng mit der Realwirtschaft verbunden ist.
Analysemodell der volkswirtschaftli­
chen Effekte.
Volkswirtschaftliche
Zielgrößen
Primär-Effekte
Wertschöpfung
Beschäftigung
Umsatz mit
automobilnahen
Finanzdienstleistungen
Direkt Beschäftigte
bei Autobanken
Sekundär-Effekte Durch Finanzdienstleistungen induzierte
Absatz- und
Umsatzeffekte
➔ Absatzsteigerungen
➔ kürzere Haltedauer
➔ bessere Ausstattung
Tertiär-Effekte
Technischer Fortschritt
Beschäftigungseffekte durch
finanzdienstleistungsinduzierte Absatzund Umsatzeffekte
Schnellere Diffusion
innovativer
Technologien durch
➔ kürzere Haltedauer
➔ bessere Ausstattung
Konsumtive Verwendung finanzdienstleistungsinduzierter Einkommen
führt zu positiven Umsatz- und Beschäftigungseffekten in anderen
Branchen.
Quelle: Institut für Automobilwirtschaft (IFA) 2008
Schätzung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Hersteller­
banken.
Wertschöpfung
(in Mrd. Euro)
Beschäftigung
Technischer
Fortschritt
Direkter Umsatz
8,0 Direkt Beschäftigte
9.000 Beschleunigte
Indirekter Umsatz 18,5 Indirekte Beschäftigungswirkung 70.000 Diffusion innovativer
Technologien
Summe
26,5 Summe
79.000 ➔
➔
➔
➔
Erhöhung
Verkehrssicherheit
Reduktion Umweltbelastungen
Quelle: Institut für Automobilwirtschaft (IFA) 2008/
AKA 2014
Die Autobanken tragen – wenn auch im Hintergrund –
zur Sicherstellung der gesamten automobilen
Wertschöpfungskette bei und wirken als wesentlicher
Systemstabilisator der Automobilwirtschaft.
Multiplikator
Für die volkswirtschaftliche Bedeutung der Hersteller­
banken sind die Beschleunigung des Fahrzeugabsatzes
durch Verkürzung der Haltedauer sowie der höhere
Ausstattungsumfang finanzierter oder geleaster Fahr­
zeuge entscheidend.
Das Angebot von Finanzdienstleistungen und deren
Inanspruchnahme durch die Konsumenten generiert
Multiplikatoreffekte.
Zunächst entstehen Arbeitsplätze und somit ausgabe­
fähige Einkommen bei den Beschäftigten der Finanz­
dienstleistungsunternehmen (Primär-Effekte). Darüber
hinaus löst der durch die Finanzdienstleistungen
induzierte Absatzeffekt Beschäftigungs- und Einkom­
menseffekte in der Automobilindustrie (Sekundär-Effekte)
aus. Des Weiteren ergeben sich Tertiär-Effekte, da diese
Einkommen überwiegend für konsumtive Zwecke
ausgegeben werden, mit der Folge, dass in anderen
Branchen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden,
die wiederum zu zusätzlichen Einkommen führen.
Umsatz
Das IFA Institut für Automobilwirtschaft, Nürtingen, hat
diese Multiplikator-Effekte untersucht und bewertet. Der
quantitative und qualitative „Absatz-Effekt“ von geleas­
ten und finanzierten Fahrzeugen erzeugt für die Auto­
mobilwirtschaft ein Umsatzvolumen von über 26
Milliarden Euro. Dies entspricht rund 20 Prozent des
gesamten Neuwagenumsatzes in Deutschland.
Arbeitsplätze
Durch die Aktivitäten der Herstellerbanken werden in
der deutschen Automobilindustrie und bei den Impor­
teuren direkt und indirekt rund 80.000 Arbeitsplätze
gesichert, davon 9.000 direkt bei den Herstellerbanken.
Fortschritt
Darüber hinaus haben die herstellerverbundenen
Finanzdienstleistungen signifikante Effekte auf den
technischen Fortschritt. So hat die durch die Hersteller­
banken induzierte kürzere Haltedauer von Fahrzeugen
zur Folge, dass durch automobile Finanzdienstleis­
tungen der Diffusionsprozess neuer Technologien in
der Automobilbranche wesentlich beschleunigt wird.
Neben einer Erhöhung der Sicherheit hat dies einen
umweltentlastenden Effekt, da auf diese Weise Fahr­
zeuge mit neuen, spritsparenden Technologien schnel­
ler auf dem Markt etabliert werden. Weiterhin leistet
die durch Finanzdienstleistungen tendenziell bessere
Fahrzeugausstattung einen Beitrag zur Erhöhung der
Fahrzeugsicherheit sowie zum Umweltschutz.
Generell kann festgehalten werden, dass automobile
Finanzdienstleistungen die Markt- und Wettbewerbsdynamik im Automobilgeschäft erhöhen, indem sie dazu
beitragen, den technischen Fortschritt zu beschleunigen.
18
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Zukünftige Entwicklung
Die Herstellerbanken haben sich kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der
Einführung neuer Antriebsformen und neuer Mobilitätskonzepte erreicht dieser
Prozess eine neue Phase.
Veränderung des Kundenverhaltens
Aufgrund eines zunehmend neuen
Mobilitätsverständnisses der
Kunden geht der Trend hin zur
unkomplizierten Fahrzeugnutzung
anstatt zum Fahrzeugbesitz.
Vom Fahrzeugbesitz ...
... zur Fahrzeugnutzung
➔ Barkauf
➔ Finanzierung
➔ Leasing
➔ Carsharing
➔ Intermodale Mobilitätslösungen
➔ Kurzzeitmiete
➔ Carpooling
Quelle: KPMG International 2012
Sukzessive Ausweitung herstellerverbundener Finanzdienstleistungen
Entwicklungsprozess: Die
Banken der Automobilhersteller
haben sowohl ihre Mobilitäts­
dienstleistungen als auch ihre
Bankdienst­leistungen sukzessive
ausgebaut.
Klassisches Finanzierungs- und Leasingangebot
Finanzierung
➔ Finanzierung Endkunden (Retail)
➔ Finanzierung Handel (Wholesale)
Leasing
➔ Operate-Leasing
➔ Finance-Leasing
Service
Zusätzliche autonahe Services
➔ Full-Service-Leasing
➔ Versicherungsleistungen
➔ Mobilitätspakete/ Dienstleistungsbündel
➔ Flottenmanagement
Neue Mobilitätsangebote
Grüne Mobilität
➔ Batterie-Leasing/Finanzierung
➔ Implementierung/Management
von grünen Flotten
Neue Mobilitätslösungen
➔ Finanzierung von Carsharing-Flotten
➔ Management und Administration
neuer Mobilitätslösungen
Banking
Zusätzliche Banking-Angebote
➔ Direct Banking
➔ Kreditversicherung
➔ Kreditkarten
➔ Wertpapiere
Vollbankaktivitäten
➔ Primärbankgeschäft
➔ Gebrauch der Vollbanklizenz
➔ Schaffung zusätzlicher Refinanzie-
rungsmöglichkeiten
➔ Derivate und Sicherungsgeschäfte
Quelle: KPMG International 2012
Die Automobilwirtschaft steht vor einem weitreichen­
den Transformationsprozess, der Produktion, Vertrieb
und Finanzdienstleistungen einschließt und bis zur
Entwicklung neuartiger Geschäftsmodelle reicht.
Alternative Antriebe
Auf veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen
haben die Hersteller mit vielfältigen technischen Innova­
tionen und neuen Antriebsformen reagiert. Die voran­
schreitende Entwicklung im Bereich der Wasserstoff-,
Hybrid- und Elektromobilität eröffnet ein völlig neues
Segment für die Automobilwirtschaft und ihre Finanz­
dienstleister. Welchen Weg die Branche dabei einschla­
gen wird, ist an einigen Stellen noch nicht ganz klar:
Kauf, Leasing oder Finanzierung von Elektrofahrzeugen?
Inkludierung der Batterie in die Leasingrate? All-inclusiveAngebote mit Strom oder ohne? Die Herstellerbanken
entwickeln hier neue Konzepte und Services, die den
Erfordernissen der neuen Technologien sowie den
erweiterten Kundenbedürfnissen gerecht werden.
Neue Geschäftsmodelle
Das Interesse am Besitz eines Fahrzeugs, insbesondere
in Metropolen, ist rückläufig. Dort geht der Trend
zusehends zum Nutzen statt Besitzen. Gleichzeitig
werden die Mobilitätsbedürfnisse und Erwartungen an
die individuelle Mobilität der Kunden vielfältiger und
anspruchsvoller. In diesem Prozess kommt den Herstel­
lerbanken eine besondere Bedeutung zu. Sie haben
gelernt, ausdifferenzierte und höchst komplexe automo­
bile Dienstleistungen zu konzipieren, zu vertreiben und
zu administrieren. Sie wissen zudem, wie man sich im
anspruchsvollen und umfassend regulierten Terrain der
Finanzindustrie bewegt und wie man die notwendigen
Kooperationen mit dem Hersteller, oft mehreren Sachund Personenversicherern, dem Handel und vielen
weiteren Dienstleistern gestaltet. Ebenso wissen sie,
wie in Anbetracht der relativen Marktsättigung sowie
der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen
eine erfolgreiche Positionierung im Bereich neuer
Geschäftsmodelle dargestellt werden kann.
Dieses umfassende Know-how nutzen die Automobil­
konzerne. Erste Angebote im Bereich neuer Mobilitäts­
konzepte wie „car2go“ (Daimler), „Quicar“ (Volkswagen),
„BMW on Demand“ (BMW) oder auch „Multicity“
(Citroën) sind in Zusammenarbeit mit den Herstellerban­
ken entstanden, häufig verantworten diese auch das
Geschäftsmodell.
Deutlich ist, dass einhergehend mit den genannten
Entwicklungen die Bedeutung automobiler Finanz­
dienstleistungen weiter steigen wird – die Banken der
Automobilwirtschaft sind hierfür bestens aufgestellt.
20
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Herstellerverbundene Finanzdienstleister
Banque PSA Finance S. A.
Niederlassung Deutschland
FGA Bank Germany
GMAC Bank
Mercedes-Benz Bank
RCI Banque S. A.
Niederlassung Deutschland
Volkswagen Financial Services
Vertretene Fabrikate
Peugeot, Citroën
Gründungsjahr 1973
Vertrieb
Peugeot: 13 Filialen,
165 Neuwagenpartner
Citroën: 13 Filialen,
232 Neuwagenpartner
Web
www.banque-psa-finance.de
Vertretene Fabrikate
Fiat, Alfa Romeo, Lancia, Jeep,
Abarth, Fiat Professional, Maserati,
Jaguar, Land Rover
Gründungsjahr 1929
Vertrieb
850 Händler
Web
www.fgabank.de
Vertretene Fabrikate
Opel, Chevrolet
Gründungsjahr
Bank: 1929
Leasing: 1989
Vertrieb
Über 600 Händler plus
Filialen und autorisierter
Opel Vertrieb
Web
www.gmacbank.de
Vertretene Fabrikate
Mercedes-Benz, smart, Setra,
Mitsubishi Fuso
Gründungsjahr
Leasing: 1979
Bank: 1987
Vertrieb
Über die 33 Niederlassungen des
Mercedes-Benz Vertriebs Deutsch­
land sowie rund 600 Vertreter und
Servicepartner
Web
www.mercedes-benz-bank.de
Vertretene Fabrikate
Renault, Nissan, Dacia
Gründungsjahr 1947
Vertrieb
ca. 1.200 Renault Händler
ca. 400 Nissan Händler
Web
www.rcibanque.de
Vertretene Fabrikate
Volkswagen, Audi, Seat, Škoda
Gründungsjahr
Versicherungsdienst: 1948
Bank: 1949
Leasing: 1966
Financial Services AG: 1994
Versicherung: 2011
Vertrieb
ca. 4.000 Handelspartner und
Werkstätten
14 Finanz-Center
Per Telefon und Internet für Produkte
der Volkswagen Bank und der
Audi Bank
Web
www.vwfs.de
BMW Group
Financial Services
Ford Bank
Honda Bank
MKG Bank
Toyota Financial Services
Vertretene Fabrikate
BMW, MINI
Gründungsjahr 1971
Vertrieb
BMW: 572 Neuwagenpartner,
45 Filialen
149 Motorradpartner, 16 Filialen
MINI: 218 Neuwagenpartner,
16 Filialen
Direktvertrieb im Bereich
Vermögensmanagement
Web
www.bmwbank.de
Vertretene Fabrikate
Ford
Gründungsjahr 1926
Vertrieb
ca. 1.900 Händler
Web
www.fordbank.de
Vertretene Fabrikate
Honda
Gründungsjahr 1998
Vertrieb
281 Automobilhändler
209 Motorradhändler
Web
www.hondabank.de
Vertretene Fabrikate
Mitsubishi
Gründungsjahr 1987
Vertrieb
488 Händler
Web
www.mkg-bank.de
Vertretene Fabrikate
Toyota, Lexus
Gründungsjahr
Bank: 1988
Leasing: 1990
Vertrieb
550 Toyota Händler
20 Lexus Händler
Web
www.toyota-bank.de
22
Die Finanzdienstleister der Automobilhersteller
Der „Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft“ (AKA) ist die gemeinsame Plattform der herstellerverbundenen
Banken und Leasinggesellschaften in Deutschland.
Vor diesem Hintergrund trägt der AKA zur Positionie­
rung und Profilierung automobiler Finanzdienstleistun­
gen in der Öffentlichkeit bei. Darüber hinaus informiert
der AKA in Fachausschüssen über betriebswirtschaftli­
che, rechtliche und steuerliche Belange.
Das allen AKA Mitgliedern gemeinsame Geschäftsmo­
dell stellt die Mobilität der Kunden in den Mittelpunkt
aller Aktivitäten. Getreu der engen Verbundenheit mit
ihrem Hersteller folgen die Autobanken der Maxime:
„Financial Services follows Automotive“.
Danksagung
Der Arbeitskreis der Banken und Leasing­
gesellschaften der Automobilwirtschaft
Das geschäftsführende Sekretariat übernimmt dabei
die Koordination der Aktivitäten im Rahmen des Arbeits­
kreises. Die AKA Geschäftsstelle hat sich als zentraler
Ansprech­partner für alle Marktakteure etabliert.
(AKA) bedankt sich bei Prof. Dr. Willi Diez
(Institut für Automobilwirtschaft, IFA),
Prof. Dr. Joachim Häcker (Deutsches
Institut für Corporate Finance, DICF) und
Prof. Dr. Frank Stenner (Hochschule
für Wirtschaft und Umwelt NürtingenGeislingen).
Durch profunde wissenschaftliche Beiträge
und Ausarbeitungen zu Themen der auto­
mobilen Finanzdienstleistungen hat die
Wissenschaft viel dazu beigetragen, dass
Bedeutung und Funktion des „leisen
Antriebs der Automobilwirtschaft“ im
Diskurs adäquat reflektiert werden können.
Impressum
Herausgeber
Arbeitskreis der Banken und Leasingge­
sellschaften der Automobilwirtschaft (AKA)
c/o AKA Sekretariat GmbH
Gut Maarhausen, Eiler Straße 3 K1
51107 Köln
Konzeption, Gestaltung
Berger & Berger, Hamburg
www.bergerundberger.de
Druck
P & P Printmanagement
www.pp-print.de
Kontakt
Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA)
AKA Sekretartiat GmbH, Gut Maarhausen, Eiler Straße 3 K1, 51107 Köln
E-Mail: [email protected], Web: www.autobanken.de
Bildnachweis
Fotolia
Hamburg, September 2014