Newsletter der DREFA Media Holding GmbH 8/2003

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Newsletter der DREFA Media Holding GmbH 8/2003
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Entweder Theater
oder Film
Blick hinter die
Kulissen
Interview mit der Schauspielerin Cornelia Schmaus
Interview mit Arpad Bondy zu
Störtebeker-Doku
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Trends
“Mama kommt
bald wieder“
Neuer „Polizeiruf
110“ der Saxonia
Media GmbH
Erfolgreicher Abschluss
nach fünf Jahren
DREFA Media Service GmbH übergibt Software MIRAAN
an den Hessischen Rundfunk
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Delikat, delikat
OTTONIA startet
erstes Ossi-Quiz
Seite 7
Gut gegen Böse
in Schulpforta
Drehstart für zweites Abenteuer von
Bibi Blocksberg
Seite 8
Die Geschichte
geht weiter
OTTONIA dreht
fünfte Staffel
von GMD Seite 9
“Wir haben es geschafft”
Media Mobil GmbH
bei Fluthilfegala in
Dresden Seite 10
“Marienhof” zu
Gast bei “In aller
Freundschaft”
Seite 11
„Kleiner König
Macius“ erhält
1. Preis auf Filmfestival
Seite 12
Kurznachrichten
Neuer Sendeplatz für
SUPERillu TV
„Mastercuts“-Teilnehmer stellen
Filme vor
MCS GmbH Sachsen dreht Imagefilm für Maschinenbauer
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MHP-Anwendung für FAKT
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Neue Krimi-Reihe im September
Seite 13
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Termine & Quoten
Medientermine
und Quoten
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Dr. Michael Frank
Die Software MIRAAN ist ein
komplexes Broadcasting
Management System zur
Programm-, Finanz- und Produktionsplanung. Fernsehanstalten
können damit ihren Programmalltag effizienter gestalten.
Entwickelt von der DREFA Media
Service GmbH ist sie mittlerweile in
mehreren deutschen Fernsehanstalten im produktiven Einsatz.
Im Juli 2003 wurde dem
Hessischen Rundfunk (HR) die
Software als ProduktionsPlanungs-System (PPS)
übergeben. Ein Gespräch mit dem
Produktmanager Dr. Michael Frank
über den Namen, die Entwicklungszeit und die Vorzüge der
Software.
Herr Dr. Frank, was verbirgt sich
hinter dem Namen MIRAAN?
MIRAAN ist die Bezeichnung für
Ticket-Galerie empfiehlt
eine Software, die die Prozesse der
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Fernsehprogrammplanung, der
Impressum
Seite 17 Budgetierung und Projektplanung,
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sowie der Produktionsplanung und
Disposition in Medienunternehmen
rationalisiert und produktiver
gestaltet. Der Name entstand aus
einer Kombination von Anfangsbuchstaben der englischen
Bezeichnungen von Managementprozessen, für die das Programm
steht. Mittlerweile ist MIRAAN ein
am Markt eingeführter
Produktname, der auch von den
Im Juli 2003 wurde dem HR
die Software als ProduktionsPlanungs-System übergeben.
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Kunden als eigenständige Marke
verstanden wird und der kurz vor
der endgültigen Registrierung als
Markenname steht. Es ist ein
Begriff, der keine Dechiffrierung
mehr benötigt. Bei SWR und HR
läuft die Software unter der
betriebsinternen Bezeichnung
PPS.
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We l c h e n A u f g a b e n b e r e i c h
verantworten Sie als Produktmanager?
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Zu al le re rs t be de ut et es , di e
An fo rd er un ge n de r la uf en de n
Projekte, die Produktentwicklung
MIRAAN und die Organisation der
Produktion zu koordinieren. Auch
die Aufgaben der Serviceverträge
mit SWR, HR und DW Berlin
müs sen ter min ger ech t er fül lt
werden. Am wichtigsten ist das
Einhalten der Liefertermine der
Software. Für den Produktbereich
Software habe ich die Kostenstel lenv eran twor tung . Nic ht zu
vergessen: die alltägliche Büroarbeit. Als Serviceteam PPM beim
MDR ste hen dem MDR dre i
gestellte Mitarbeiter der DREFA
MSG für den Pro duk tbe rei ch
Software zur Verfügung.
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Sie haben jetzt dem Hessischen
Rundf unk (HR) die Softwar e
MIRAAN übergeben? Können
Sie dazu ein paar Worte sagen?
Mitte Juli konnten wir nach fast
fünfjähriger Entwicklungszeit dem
HR die Software MIRAAN zur
Produktivnahme übergeben. Alle
dr ei Pr og ra mm ko mp on en te n
ha be n d ie un ei ng es ch rä nk te
Betriebserlaubnis des Senders
erhalten. In Zukunft soll sie an den
Stando rten Fran kfur t/Ma in und
Kassel in vollem Umfang genutzt
werden. Dem Projektbeginn 1998
gingen aber ber eits dreijährige
Vorarbeiten beim HR voraus, um
die genauen Arbeitsablä ufe zu
studieren und festzulegen.
Gegenüber dem Vorgängerprodukt
PPM, das noch heute von MDR und
KI.KA genutzt wird, wurde das
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Es gibt auf dem internationalen
Markt ähnliche Programme. Die
Hersteller haben sich jedoch in der
übergroßen Mehrzahl auf eine oder
höchstens zwei der drei Komponenten beschränkt. Insofern können wir mit den auf ein and er
ab ge st im mt en dr ei So ft wa re komponenten etwas Besonderes
anbieten. Die Software MIRAAN
kann innerhalb kurzer Zeit für viele
Sprachen eingerichtet werden,
Standard ist Deutsch und Englisch.
Auf einer Messe wurde sie sogar
sch on ein mal mit ara bis che n
Beschriftungen vorgeführt. Diese
Flexibilität ermöglicht es auf jeden
Fall, einen Einsatz auch in anderen
Ländern vorzunehmen. Anfragen
aus mehreren Staaten Europas gab
es bereits.
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Das Team der MSG
Was sind die Besonderheiten der
Software MIRAAN?
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
ist MIRAAN einzigartig, weil es die
drei wesentlichen Managementbe re ic he Pr og ra mm pl an un g,
Finanzplanung und Produktionsplanung/Disposition entsprechend
den Erfordernissen umfassend
bedient. Der modulare Aufbau von
MIRAAN unterstützt die schrittweise Einführung der Software und
ermöglicht den separaten Einsatz
vo n Ko mp on en te n. Di e Er fahrungen dazu sind seit 1993 mit
d em Vo rg än ge rp ro gr am m P PM
und mit MIRAAN selbst gesammelt
worden. Die Leitungsebenen der
An we nd er ha be n d ur ch di e
vielfältigen Auswertungen und
Reports von MIRAAN tagesaktuell
die Möglichkeit, Einblick in die
Prozesse zu nehmen. Die Progra mmt eil e Fi nan z- u nd P roduktionsplanung von MIRAAN sind
dabei so universell konfigurierbar
entwickelt, dass auch in anderen
Medienbetrieben alle derartigen
Prozesse damit abgebildet werden
können.
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Programmmodul Disposition völlig
neu entwickelt. Für die Bereiche
Programmplanung und
Budgetierung gab es bereits erste
Umsetzungen in PPM, die in der
Neuauflage wesentlich verbessert
wurden. Kurz: Der Sender verfügt
jetzt über eine Software, die den
Programmalltag stark vereinfacht.
Die Entwicklungszeit betrug fünf
Jahre. Welcher Aufwand steht
hinter einem solchen Projekt?
Ein sehr großer. Mit dem Projekt
MIRAAN waren in der Hochphase
14 Mitarbeiter beschäftigt.
Mittlerweile sind es noch zehn. Zu
Beginn wurden drei Pflichtenhefte
erstellt, die den Umfang der zu
pr og ra mm ie re nd en So ftw ar e
festlegten. Dann entstanden in
Etappen die Module. Eine Zahl, die
den Aufwand verdeutlicht, ist der
Um fa ng de s Q ue ll co de s v on
MIRAAN. Er umfasst geschätzt
knapp eine Million Zeilen.
Wo steht MIRAAN im
internationalen Vergleich?
Planen Sie auch Lizenzen ins
Ausland zu verkaufen?
Wie geht es jetzt mit MIRAAN
weiter?
Wir denken natürlich über neue
Projekte und Weiterentwicklungen
der Sof twa re n ach , üb er d ie
Entwicklung neuer Module und
über die Vernetzung mit Content
Ma na ge me nt Sy st em en od er
We rb ed is po si ti on en an de re r
Hersteller. Hinzu kommen die
Änderungswünsche und Verbesserungsvorschläge der
Kunden, die eingearbeitet werden.
Es bestehen außerdem langfristige
Wartungsverträge mit dem MDR,
dem SWR, dem HR und der DW
Berlin. Sie schließen die schnelle
Fehlersuche und -beseitigung im
Wa rt un gs fa ll ei n, wi e a uc h
Co ns ul ti ng un d e in e s te ts
dienstbereite Hotline. Außerdem
beschäftigen wir uns im Augenblick
mit der neuen Softwarearchitektur.net mit dem Ziel, die
Schaffung der dritten Generation
der Software PPM-MIRAAN auf
dieser Basis zu beginnen.
Herr Dr. Frank, vielen Dank für
das Gespräch.
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Entweder Theater oder Film
Zwei Grimme-Preise,
Nominierungen für den Deutschen
Film- und Fernsehpreis - trotzdem
ist die 1946 geborene Cornelia
Schmaus einem breiten
Fernsehpublikum eher unbekannt.
Ihre Wurzeln liegen im Theater. Bis
1999 gehörte sie zum Ensemble
der Berliner Volksbühne. Ein
Gespräch über die Rolle im
Po li ze ir uf , di e Au sw ah l vo n
Projekten und die nächste Rolle.
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Warum sieht man Sie
verhältnismäßig wenig auf
Bildschirm und Leinwand?
Gewinnerin, waren für den
Deutschen Filmpreis und den
Deutschen Fernsehpreis
nominiert. Woran erkennen Sie
das Potenzial solcher
Produktionen?
Wenn denn solche Projekte mit mir
zustande kommen, dann muss das
Drehbuch nicht nur gut sein,
sond ern e s mus s mic h die
Geschichte emotional und rational
interessieren. Das betrifft nicht nur
meine Rolle - ich überlege auch
immer, wie die Story in unsere Welt
passt. "Mörderinnen" war so ein
Beispiel, da ging das Buch über den
Zunächst einmal hatte ich
anfangs die sehr naive, aber
aus Überzeugung gereifte
Entscheidung getroffen,
unbedingt zum Theater zu
wollen. Schon zu DDRZeiten hatte ich
beispielsweise mal einen
Turgenjew fürs Fernsehen
gemacht und wurde danach
auch von Regisseuren
angesprochen - ich war
damals ein hübsches
Mädchen und begabt. Aber:
Film und Fernsehen
interessierten mich nicht.
Danach war ich so in festen
Ensembles und in
Spielpläne eingebunden,
dass es schlicht keine Zeit
für Kamera-Arbeiten gab.
Selbst als ich mit Bernhard
Wicki 1987 in der
ehemaligen DDR "Sansibar
oder der letzte Grund" Cornelia Schmaus
drehte, blieb dieser Ausflug
Kr im in al fa ll we it hi na us , di e
eine einmalige Sache. Und dann
Frag este llun g dahi nter - nach
habe ich auch schon mal Angebote
Schuld und Sühne - war schon
abgelehnt, von denen ich im
philosophisch. Aber, damit hier kein
Nachhinein erfuhr, dass mir das
falscher E indruck entsteht, di e
geschadet hätte.
Projekte, die Sie ansprachen, sind
Glücksfälle. Natürlich muss auch
Klingt da etwas Wehmut durch?
ich Kompromisse schließen. Ohne
ein gewisses Maß an Anpassung
Nein. Denn heute kann ich sagen:
kann kein Schauspieler existieren.
Ich habe sehr viel gespielt, die
Aber, wie gesagt, noch bemühe ich
ganze Literatur rauf und runter,
mich, die Kompromisse klein zu
riesengroße Rollen und Charakterhalten.
Figuren - wovon andere Schauspielerinnen nur träumen können.
Ihre Figur im aktuellen
"Polizeiruf 110"(Carola
Wenn Sie mal vor einer Kamera
Rosemeyer), hat einen ihrer
stehen, dann preiswürdig: Sie
Enkel verloren, muss um den
sind zweifache Grimme-Preiszweiten zittern, und die eigene
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Tochter ist verschwunden.
Woher nimmt sie die Kraft, die
Nerven zu behalten?
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Aus eigenem Erleben und aus
Beobachtung meiner Umwelt weiß
ich, dass es Millionen von
Menschen gibt, die auf keinem
Bildschirm, in keiner Zeitung jemals
auftauchen - und trotzdem sehr
mutig und tapfer ihr Leben leben.
Sie haben alle ihre eigenen
Unglücke in der Familie oder im
Freundeskreis, müssen aber
funktionieren, um ihr Umfeld
irgendwie am Laufen zu halten.
Dass sich die Welt noch dreht,
hängt nicht unwesentlich von
solchen Menschen ab. So einer ist
Carola, die völlig überraschend in
eine Not-Situation gerät: Sie denkt
nicht groß nach, sie handelt und
bleibt stark. Ob sie nicht
irgendwann, nach dieser großen
Belastung, zusammenbricht, zeigt
der Film zwar nicht, aber auch dafür
gib t es in d er R eal itä t vi ele
Beispiele - Stress setzt ungeheure
Kräfte frei, und erst nach der
Bewältigung solcher Krisen gönnt
man sich die Auszeit, sich fallen zu
lassen. Ich fand dieses Drehbuch
sehr in Ordnung, weil ich davon
überzeugt bin, dass es viele solcher
Fälle gibt.
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Dieser Fall beschäftigt sich u.a.
mit Anonymität unter Nachbarn.
Wie verbreitet ist, Ihrer Meinung
nach, das Phänomen des Wegschauens und des Desinteresses an anderer Menschen
Schicksale?
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Es ist sehr verbreitet. In meinem
Haus kenne ich auch nur zwei
Familien richtig, die anderen grüßt
man - und geht weiter.
Wahrscheinlich ist das in der
Gesellschaft, in der wir leben, aber
auch nicht anders möglich. Zum
einen führt Freiheit leicht auch zur
Vereinsamung, sie fördert die
Gemeinsamkeit nicht. Dann
werden in der Presse so viele
Schicksale hochgespielt, damit
Fernsehsender und Zeitungen
überleben, dass der Mensch
manchmal gar nicht anders kann,
als sich zurückzuziehen - wie soll
man das alles verkraften? Man
stumpft dabei ab. Und schließlich
hat jeder noch seine eigenen
Probleme, die es zu lösen gilt.
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Zeiten nicht mehr helfen, sondern
dass sich die Prioritäten im Leben
plötzlich verschieben. Da stehe ich
also als eine Art Entertainerin auf
der Bühne.
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Frau Schmaus, vielen Dank für
das Gespräch.
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(Die Fragen stellte Carolina Heske)
Ein anderer Aspekt dieses Films
behandelt die Feigheit gegenüber der eigenen Schuld. Wie
schätzen Sie Ihre Zivilcourage
ein?
Das ist ein weites Feld.Ich glaube,
ich war immer ein Mensch, der den
Mund aufgemacht hat, wenn es die
Situation erforderte. Dabei war ich
manchmal sehr undiplomatisch,
was mir nicht immer genutzt hat.
Aber ich bin auch noch nie so
gefordert worden, dass ich jetzt auf
die Nieren geprüft wäre. Ich würde
mich nicht als feige bezeichnen und trotzdem gibt es halt Tage, an
denen man, aus welchen Gründen
auch immer, einfach kleinmütig ist.
Cornelia Schmaus als Carola Rosemeyer im "Polizeiruf 110".
An welchem Projekt arbeiten Sie
im Moment?
Ich bin jetzt in Osnabrück in den
Proben zu einem amerikanischen
Theaterstück mit dem deutschen
Titel "Geist", das am 26. September
Premiere hat. Im Mittelpunkt steht
eine respektierte 50-jährige
Literatur-Professorin, die an Krebs
erkrankt und ihren letzten Weg bis
zum Tod beschreibt. Dabei geht es
a b e r a u c h u m d i e
Wissenschaftsgläubigkeit und die
Erkenntnis, dass Karrieren in
solchen persönlichen Krisen-
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Blick hinter die Kulissen
Der Produzent, Komponist,
Regisseur und Autor Arpad Bondy
wurde 1947 in Goslar geboren.
Nach einem Regiestudium an der
Hochschule für Fernsehen und
Film in München ist er seit 1968
auch als Filmkomponist tätig.
Neben seiner Arbeit als Autor hat er
seit 1989 auch einen Lehrauftrag
für Filmmusik an der Deutschen
Film- und Fernsehakademie Berlin.
Ein Gespräch über Sonne, Sand
und Störtebeker.
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Worauf können sich die
Zuschauer freuen?
Die Zuschauer sehen die andere
Seite der Festspiele. Wir zeigen
Menschen, die jetzt, über zwei
Mo na te la ng , m on ta gs bi s
samsta gs, das Spektake l zum
Leben erwecken. Wir schauen in
den Tages abl auf von Sch ausp ie le rn un d Kl ei nd ar st el le rn ,
zeig en Aufr egun g, Hekt ik und
Gefühle. Auch die Gäste nehmen
Insgesamt waren wir sechs
Wochen bei den Festspielvorbereitungen dabei und haben die
Organisation dieses gigantischen
Spektakels mitbekommen, den
Tagesablauf der Proben und das
Privatleben der Protagonisten.
Immerhin wirken bei den Festspielen über 120 Leute mit, 30
Pferde und vier Schiffe. Spannend
war beispielsweise die sich
anbahnende Romanze zwischen
den beiden Schauspielern Sascha
Gluth (Klaus Störtebeker) und
Jennifer Maria Preuss (Sophie), die
wir natürlich auch in den Filmen
zeigen werden. Und es wird zu
sehen sein, dass vom Krankenhausaufenthalt von Jennifer Maria
Preuss wegen einer Reitverletzung
zur Premiere nichts mehr zu spüren
war.
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beker-Vorführungen von einem
gelungenen Mix aus Liedern, die
die Akte unterbrechen und
szenischer Musik. So überbrücken
beispielsweise Wolfgang Lippert
und der norddeutsche Sänger Rollo
zwischen den Umbauten die Akte
mit extra komponierten Balladen.
Ausdruck verleihen auch die sehr
geschickt ausgesuchten berühmten Filmmelodien, die die
Szenen begleiten.
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Welchen Eindruck haben Sie
ganz persönlich von Rügen und
den Festspielen gewonnen?
Rügen ist landschaftlich sehr
schön. Genau das haben wir auch
versucht, in unsere Filme einzubinden. Ich denke, das ist uns gut
gelungen. Leider habe ich
persönlich durch den straffen
Drehplan keine Individualausflüge
machen können. Vielleicht hole ich
das später einmal nach. Was die
Festspiele betrifft, kann ich nur
sagen: Sie sind ein Großereignis,
vor dem ich nur den Hut ziehen
kann. Begeistert hat mich vor allem
das Freilufttheater und die
Professionalität, mit der das
Unternehmen Störtebeker zu
einem opulenten Werk heranreift,
bei dem an entscheidender Stelle
nicht gespart wird.
Arpad Bondy
Herr Bondy, die Zeit vor der
Premiere ist ja immer sehr
hektisch. Sie waren von Anfang
an mit dem Fernsehteam vor Ort.
Wie waren die Dreharbeiten?
monatlich
wir unter die Lupe und begleiten die
Vorbereitungen des angrenzenden
Schlosshotels auf das Großereignis, das jedes Jahr
Hunderttausende Leute in den
Bann zieht.
Herr Bondy, vielen Dank für das
Gespräch.
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Sie arbeiten auch als Filmkomponist. Wie gefällt Ihnen die
Störtebeker-Musik?
Grundsätzlich leben die Störte-
"Sonne, Sand und Störtebeker" ist eine
Produktion der OTTONIA Media GmbH im
Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks. Die
Doku-Soap von der Insel Rügen wird noch
am 26. August und 2. September 2003,
20.45 Uhr im MDR Fernsehen gezeigt.
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“Mama kommt bald wieder“
Neuer „Polizeiruf 110“ der Saxonia Media GmbH wird gezeigt
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Kurz nachdem die Kommissare
Schmücke (Jaecki Schwarz) und
Schneider (Herbert Winkler) im
250. Polizeiruf ermittelt haben,
wartet im September bereits der
nächste Fall auf das Duo. „Mama
kommt bald wieder“ heißt die neue
Episode und wurde wieder von der
Saxonia Media GmbH produziert.
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Im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in Halle bricht
Feuer aus. Hinter einem der
Fenster ist für einen Moment ein
Kind zu sehen. Die Hallenser
Kommissare Herbert Schmücke
und Herbert Schneider greifen
noch vor dem Eintreffen der
Feuerwehr ein. Hauptkommissar
Schneider holt zwei kleine Jungs
aus der brennenden Wohnung.
Doch für den dreijährigen Mike
kommt jede Hilfe zu spät. Herbert
Schneider kann ihn nur noch tot aus
den Flammen bergen. Die
Resultate der Obduktion erschüttern die beiden Polizisten
zutiefst. Der kleine Junge ist
qualvoll verhungert. Erste
Ermittlungen ergeben, dass Mike
und Torsten mindestens zwei
Wochen in der Wohnung eingeschlossen waren, allein gelassen,
Türen und Fenster waren versperrt.
Nahrungsmittel gab es zu wenig.
Doch von der Mutter, Susanna
Mehlhorn, fehlt jede Spur. Wie
konnte sie ihren Kindern nur so
etwas antun? Und warum hat
keiner der Nachbarn etwas
bemerkt?
Die Fahndung nach Susanna
Mehlhorn läuft auf Hochtouren. Die
entsetzten Großeltern können
jedoch nicht glauben, dass ihre
Tochter die Enkelkinder allein
gelassen haben soll. Sie sind sich
sicher, dass Susanna etwas
zugestoßen sein muss. Die
Ermittlungen der beiden
Kommissare ergeben, dass
Susanna Mehlhorn zuletzt vor zwei
Wochen in der Walddisko gesehen
wurde. Ein Zeuge berichtet von
einem heftigen Streit zwischen ihr
und ihrem Ex-Mann. Als Schmücke
und Schneider Sven Mehlhorn
(Sebastian Bezzel) vernehmen
wollen, flieht er Hals über Kopf mit
seinem Motorrad. Von Susanna
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Mehlhorn gibt es jedoch immer
noch keine Spur. Hat ihr Ex-Mann
sie im Streit getötet?
Hansjürgen Hürrig
Schmücke und Schneider lassen
das Waldstück zwischen Disko und
der nächsten Bushaltestelle mit
Hilfe des Jagdvereins durchkämmen und machen eine
grausame Entdeckung. Sie finden
die Leiche von Susanna Mehlhorn
im Wald verscharrt. Das Ergebnis
der Obduktion überrascht die
beiden Kommissare. Die junge
Mutter ist durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Da
der tödliche Unfall sich auf einem
entlegenen Waldweg zugetragen
hat, kommen nur wenige Fahrzeuge in Frage.
Hansjürgen Hürrig spielt den
Großvater Bernd Rosemeyer. Er
absolvierte die Hochschule für
Schauspielkunst "Ernst Busch"
Be rl in un d w ar da na ch am
Landestheater in Halle an der
Saale (1972/73), am Hans-OttoTheater Potsdam (1973 bis 1983)
und am Maxim-Gorki-Theater in
Berlin (1983 bis 1998) engagiert.
Neben seinen Theaterrollen war er
auch in einigen bekannten KinoErfolgen zu sehen: "Einer muss die
Leiche sein" (1977), "Solo Sunny"
(1978, Regie: Konrad Wolf) und
"Novalis" (1993). Einem breiten
Fernsehpublikum ist Hansjürgen
Hürrig vor allem durch seine Rolle
als Oberstaatsanwalt in der Reihe
"Bella Block" ein Begriff, in der er
se it Ja nu ar 20 00 au f d em
Bildschirm ist - zurzeit ist seine
sechste Episode in Arbeit.
Na ch de m St ud iu m an de r
Bayerischen Theaterakademie
München spielte Sebastian Bezzel
se it 19 93 an ve rs ch ie de ne n
Münchner Bühnen. Vor drei Jahren
monatlich
beendete er sein Engagement am
Bayerischen Staatsschauspiel, um
mehr TV-Rollen übernehmen zu
können. Seitdem hatte er Auftritte
im „Tatort: Norbert“ (ARD), der
„SoKo 5113“ (ZDF) und in
„Medicopter 117“ (RTL). Im
nächsten Jahr wird Bezzel in einer
neuen Krimi-Rolle zu sehen sein.
Neben Eva Mattes übernahm
Bezzel die Rolle des
Hauptkommissars Kai Perlmann im
SWR-"Tatort"; sein erster Fall,
"Bitteres Brot", wurde im Frühjahr
2003 abgedreht, die Dreharbeiten
für den zweiten Krimi stehen im
Oktober an.
Die Regie lag bei diesem Polizeiruf
in de n H än de n v on Jü rg en
Bretzinger. Von 1976 bis 1980
studierte er an der Hochschule für
Fe rn se he n u nd Fi lm (H FF )
München, wo er in der Abteilung
Dok ume nta rfi lm und Fer nse hpublizistik eingeschrieben war. Die
folgenden Jahre drehte er diverse
Fil me a ls K ame ram ann und
arbeitete als Regisseur und Autor
von Dokumentar-, Industrie- und
Werbefilmen. Sein Leinwanddebüt
feierte er 1979 mit der Produktion
"Oktavius". Die Filme "Fremde
Liebe Fremde" (1991) ausgezeichnet mit dem AdolfGrimme-Preis in Silber, dem Preis
der Deutschen Akademie der
Darstellenden Künste (Kamera)
und dem Bayerischen Fernsehpreis -, "Stürmischer Sommer"
(1997) und "Das Glück wohnt
hinterm Deich" (1998) folgten. Für
die "Tatort"-Reihe inszenierte er
seit 1997 ("Undercover-Camping")
bereits f ünf Krim is, zule tzt im
Frühjahr 2003 die Episode "Bitteres
Brot", in der Sebastian Bezzel
s e i n e n E i n s ta n d a l s n e u e r
Kommissar an der Seite von Eva
Mattes gibt (Ausstrahlung 2004).
"Mama kommt bald wieder" ist
Bretzingers P remiere b eim
"Polizeiruf 110".
Das Drehbuch für „Mama kommt
bald wieder“ stammt aus der Feder
von Lutz Schön. Kameramann war
Hartmu t E. Lange. Die Musik
komponierte Markus Lonardoni.
Der Polizeiruf 110 "Mama kommt
bald wieder" ist eine Produktion der
Saxonia Media GmbH im Auftrag
des Mitteldeutschen Rundfunks für
Das Erste. Sendetermin ist der 7.
September um 20.15 Uhr.
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OTTONIA Media GmbH
Deutschlands erstes Ossi-Quiz
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Die Zeiten, in denen sich ostdeutsche Produkte in den hinteren
Reg alr eih en der Sup erm ärk te
wiederfanden, sind vorbei. FlorenaCreme, Spee-Waschmi ttel oder
Radeberger Bier haben sich ihre
Plätze im Sortiment erobert. Die
Freyburger Sektkellerei verkaufte
von ihrem Rotkäppchen-Sekt im
letzten Jahr über 90 Millionen
Flaschen. Da wäre es doch an der
Zeit, Leute aus den alten Bundesländern zu fragen, wie gut sie sich
mit Ostdeutschland auskennen.
Diese Idee hatte auch die
OTTONIA Media GmbH, die für den
Mitteldeutschen Rundfunk das
erste Ossi-Quiz im deutschen
Fernsehen produziert! Geplant sind
vorerst sechs Raterunden über
jeweils 25 Minuten.
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Die Spielregeln: Die Kandidaten
kommen aus den alten Bundesländern, stammen ursprünglich aus
Ostdeutschland, und können drei
ostdeutsche Freunde als Joker mitbringen. Die können dem Kandidaten einmal mit einer Antwort
aushelfen. Bis zum Finale müssen
elf Fragen rund um Geschichte,
Film, Kunst, Literatur, Musik,
Wirtschaft, Sport sowie Absurdes
und Kurioses "Made in GDR" richtig
beantwortet werden. Die Fragen
werden von Runde zu Runde
schwerer. Wird eine Frage falsch
beantwortet, ist das Spiel aus. Je
mehr Punkte mit den richtigen
Antworten gesammelt werden,
umso attraktiver sind die Preise. Zu
gewinnen gibt es durchweg
Ostprodukte - von Rondo Kaffee bis
zur Digitalkamera oder einer
großen Reise nach Osteuropa. Der
Hauptpreis ist ein Auto eines
großen Automobilherstellers aus
Eisenach. Produziert wird das Quiz
im Foyer des Landesfunkhauses
Magdeburg, wo sonst sonnabends
"Tele-BINGO" gespielt wird.
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Präsentiert wird „Delikat - Das Quiz
zum Osten" von "Tele-BINGO"Moderatorin Tatjana Meissner. Die
Tage bis zur Aufzeichnung der
ersten Show wurden für die
Vorbereitung genutzt, um
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Informationen über die Kandidaten
und ihre Joker zu sammeln. Wo
kommen sie her? Es sei wichtig,
den Kandidaten die Aufregung zu
nehmen und am besten geht das,
wenn man plaudert, sagt Tatjana
Meissner. Dass die Quizrunde nicht
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monatlich
Tatjana Meissner kam über
Umwege zum Fernsehen. Nach
Abitur und Studium an der
Handelhochschule Leipzig
arbeitete sie unter anderem bei den
Schlössern und Gärten Potsdams
und Pressesprecherin des Potsdamer Kabaretts. Ein Casting beim
Potsdamer Stadtfernsehen stellte
die Weichen für die Karriere vor der
Kamera. Dann folgten Gesangsunterricht, Sprecherziehung und
viele Bewerbungen. Seit fast drei
Jahren spielt Tatjana Meissner jetzt
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Tatjana Meissner
zu unterschätzen ist, zeigte die
allererste Probeaufzeichnung. Da
wusste selbst die Quizmasterin bei
einigen Fragen nicht die richtige
Antwort. Die Frage, ob sie selbst
ostdeutsche Produkte kauft, erübrigt sich bei ihr. „Spee, Rotkäppchen-Sekt und Spaghetti aus
Thüringe n werden immer gern
genommen“ sagt sie. Für Meissner
liegt die Show voll im Trend. Haben
doch so genannte Retro-Shows
(„Die 70er Show“, „Die 80er Show“)
im Augenblick bei allen Sendern
Konjunktur. Im Herbst plant RTL gar
eine „DDR-Show“ mit den
Moderatoren Oliver Geißen und
Katarina Witt.
schon die „Glücksfee“ bei TeleBINGO.
Wer selbst einmal Kandidat bei
Tatjana Meissner sein möchte, der
kann sich bewerben. Bis zum 23.
September ist die Telefonnummer
01805-15 15 39 täglich von 9 bis 23
Uhr geschaltet oder im Internet
unter www.mdr.de. „Delikat Das
Quiz zum Osten“ ist ab dem 23.
August immer sonnabends um
19.50 Uhr im MDR Fernsehen zu
sehen.
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Gut gegen Böse in Schulpforta
Drehstart für zweites Abenteuer von Bibi Blocksberg
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Der deutsche Film in der Krise?
Zumindest „Bibi Blocksberg“ hat im
vergangenen Jahr eindrucksvoll
das Gegenteil bewiesen. Mit mehr
als 2,1 Millionen Zuschauern war
es 2002 der erfolgreichste deutsche Film in den Kinos. Am 7.
August haben nun die Dreharbeiten
zur Fortsetzung "Bibi Blocksberg
und das Geheimnis der blauen
Eulen" begonnen. Die Landesschule Schulpforta bei Naumburg
gibt die Kulisse für das Internat
Altenberg.
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Sidonie von Krosigk
Vor der Kamera stehen erneut
Sidonie von Krosigk (Bibi Blocksberg), Katja Riemann (Barbara
Blocksberg), Corinna Harfouch
(Hexe Rabia von Katzenstein),
Ulrich Noethen (Bernhard
Blocksberg) und Monica Bleibtreu
als Walpurgia. Erstmals mit von der
Partie sind Marie-Luise Stahl aus
Erfurt als Bibis Freundin Elea,
Edgar Selge (Prof. Quirin Bartels)
und Nina Petri (Tante Lissy) sowie
Regisseurin Franziska Buch, die
mit Produzentin Uschi Reich
bereits die Kästner-Verfilmung
"Emil und die Detektive" realisiert
hat. Das Drehbuch schrieb wieder
Elfie Donnelly. Uschi Reich konnte
den Drehbeginn kaum erwarten:
"Es ist, als fände eine große Familie
wieder zusammen, um gemeinsam
etwas zu schaffen."
In "Bibi II" ist die kleine Hexe Bibi
Blocksberg versetzungsgefährdet.
Und auch die Eltern kennen kein
Pardon. Also nichts mit Ferien,
sondern ab ins Internat Altenberg
zum Pauken, in dem der geheimnisumwitterte Mathematiker Prof.
Dr. Quirin Bartels Schuldirektor ist.
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Montag, 25. August 2003 10:57:12
Mit Tagesschülerin Elea schließt
Bibi Freundschaft. Elea hat durch
einen Unfall ihre Eltern verloren
und sitzt seither im Rollstuhl. Bibi
möchte Elea gern wieder lachen
sehe n, doch der Hexe nkod ex
verbietet es, ins Schicksal anderer
einzugreifen. Als Bibi auf die Sage
von den blauen Eulen auf Schloss
Altenberg und der geheimnisvollen
Macht d es Eule nstaubs stößt,
beginnt eine spannende Jagd in der
Unterwelt des Internats. Denn auch
Bibis Erzrivalin, die Hexe Rabia von
Katzenstein, der es gelungen ist,
aus der Verbannung ins Gruselmoor zu entkommen, hat von den
Kräften des Eulenstaubs erfahren...
Die Bibi wird von Sidonie von
Krosigk gespielt. Für die 13-Jährige
ist es schon der dritte Film, den sie
mit der Regisseurin Franziska Buch
dreht. Buch: „Sidonie und ich sind
fast schon wie ein altes Ehepaar.“
Sidonie kommt zusammen mit
Marie-Louise Stahl zum Pressetermin. Beide Mädchen halten sich
an den Händen. Was am Anfang
vielleicht noch nach Scheu
aussieht, weicht schnell einer
erstaunlichen Professionalität.
Geduldig posieren sie für die
Fotografen und haben sogar noch
Zeit, sich über sie lustig zu machen.
Die zweite Hauptrolle spielt MarieLouise aus Erfurt. Ihr Bildschirmdebüt gab die 12-Jährige an der
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bekam sie wie damals nur durch
Zufall. Das Casting war fast
abgeschlossen, als sie zu
Regisseurin Franziska Buch kam
und sie von ihren schauspielerischen Qualitäten überzeugte.
Dann der Einmarsch der guten und
bösen Hexen. Corinna Harfouch im
schwarz-weißen Kostüm
orientierte sich erst mal zu den
Tellern mit dem Knabbergebäck.
So ein Drehtag ist schließlich lang
und anstrengend. Für ihre Rolle als
Rabia erhielt sie in diesem Jahr den
Deutschen Filmpreis in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“.
Für sie sei es erst der dritte
Drehtag, deswegen könne sie noch
nichts über irgendwelche Katastrophen vermelden, erwiderte sie
entschuldigend. Dafür hätte sie
umso mehr Zeit gehabt, Naumburg
zu erkunden. Was sie auf die
einfache Formel brachte: „Ich
nehme hier meinen Jahres-urlaub
und darf dazwischen ein bisschen
böse sein.“ Auch den beiden guten
Hexen Monica Bleibtreu und Katja
Riemann gefällt die Kulisse des
alten Zisterzienser-klosters. Nur
leider, sagten sie, erschöpfe sich
die Rolle des Guten sehr schnell.
Das Böse sei schauspielerisch
anspruchsvoller. Dem pflichtete
Harfouch bei. Die Frage, ob das
Böse auch im zweiten Teil überlebe,
beantwortete sie mit einem langen,
resolute zischenden Ja.
Wenn die 50 Drehtage im Oktober
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Edgar Selge und Corinna Harfourch
Seite von Heinrich Schafmeister
(„C ome dia n Har mon ists “, „De r
bewegte Mann“) in „Wie verliebt
man seinen Vater?“, der von der
Kinderfilm GmbH aus Erfurt
produziert wurde. Die Rolle als Elea
vorbei sind, dann heißt es noch fast
ein Jahr warten. Denn der Kinostart
von „Bibi Blocksberg und das
Geheimnis der blauen Eulen“ ist für
den Herbst des kommenden
Jahres geplant.
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Die Geschichte geht weiter
OTTONIA Media dreht fünfte Staffel von
“Geschichte Mitteldeutschlands”
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Die vergangenen Wochen standen
für das Team der „Geschichte
Mitteldeutschlands“ ganz im
Zeichen der Dreharbeiten für die
f ü n ft e St a ff e l . E r s t A n f a n g
September wird die letzte Klappe
fallen. Auch die neuen Episoden
der erfolgreichen Serie
„Geschichte Mitteldeutschlands“
werden den Zuschauern wieder viel
Abwechslung bieten. Ab November
werden die neuen Folgen ausgestrahlt. So unterschiedliche
Persönlichkeiten wie Martin Luther,
Radegunde, der letzte sächsische
König Fried rich August II, der
Staufe r und Rich ard Wa gner
we rd en di e Hi st or ie Mi tt el deutschlands im Herbst in die
heimischen Wohnzimmer holen.
Präsent iert werden die Folgen
wieder von Gunter Schoß.
Produziert werden die neuen
Folgen wieder von der OTTONIA
Media GmbH im Auftrag des MDR.
Bei der letzten Staffel schalteten im
vergangenen Jahr jeweils rund eine
Million Zuschauer ein. Gedreht
wurde erstmals im High DefinitionFormat (HD), das noch bessere
Bilder verspricht.
0
"Flucht der Landesmutter Luise",
"Irrenhaus!
Das Drama ist zu
Ende" - so titelten sächsische
Tageszeitungen 1903 den ganz
Europa interessierenden Ehestreit
von Friedrich August II und seiner
Frau Luise von Toscana. Die erste
und einzige Liebe des Monarchen
endet im Fiasko, Luise flieht mit
ihrem Liebhaber. Dresden im
November 1918 die Revolution hat
Sachsen erreicht. König Friedrich
August III. verlässt seine Residenz
ohne Widerstand. Die über 800
Jahre währende glanzvolle
Herrschaft der Wettinischen
Fürsten endet unspektakulär, ohne
Tote und Verletzte. Obgleich nicht
historisch verbürgt, ist sein
historischer Ausspruch "Macht
doch Euern Dreck alleene"
geblieben.
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In die Epoche der Ritter, Grafen und
Prinzessinnen geht es in einem
Film um Friedrich den Gebissenen,
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La nd gr af vo n Th ür in ge n un d
Markgraf von Meißen. Er war
Zeuge eines großen historischen
Umbruchs in Europa - des Untergangs des mächtigen Kaisertums
de r de uts ch en Cä sa re n. De r
Reformator Martin Luther steht im
Mittelpunkt einer weiteren Folge.
Der Revolutionär wider Willen
spaltete ganz Europa und das
Christentu m. Sein Mut m achte
Luth er zum Held en und zum
Geburtshelfer einer neuen Epoche.
Richard Wagner ist ebenfalls ein
"Ge sic ht" , um das sic h vi ele
"Geschichten" ranken. Erzählt wird
von einem Kunstegoisten, der
alles, ob politische Revolution oder
die Leidenschaft eines Königs, in
den Dienst seiner künstlerischen
Kreativität stellte, der für seine
V i s i on e n s t e ts M a s s e n v o n
entgegen. Von der wehrlosen
Geisel entwickelt sie sich zu einer
einflussreichen Herrscherin und
Intellektuellen, die Antike und
Mittelalter vereint. Die Dreharbeiten zu "Die geraubte
Prinzessin Radegunde und das
Reich der Thüringer" begannen
Anfang August in Thüringen.
Gespielt wird die junge Radegunde
von der jungen Cottbuser
Gymnasiastin Isabelle Gerwig.
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Mit 20 Darstellern in Haupt- und
Nebenrollen und weiteren 25
Komparsen ist für „Radegunde“ der
bisher größte Aufwand für eine
Episode der „Geschichte Mitteldeutschlands“ betrieben worden.
Monatelang im Voraus sind die
Darsteller über Agenturen und
mittels eigener Recherchen
ausgesucht worden. Für die
Dreharbeiten wurden originalgetreue Gewandungen, Waffen
und andere Gegenstände aus der
Thüringerzeit verwendet. Selbst die
Pferde passen vom Typ in die Zeit
Radegunde, Martin Luther und der letzte sächsische König Friedrich August II
Bewunderern und enorme Geldsummen fand und dessen
Opernwerk bis heute fasziniert.
Sie war die letzte Überlebende des
mächtigen Thüringer Königshauses: Radegunde. Geboren vor
1500 Jahren, hat die Erinnerung an
sie bis heute überdauert. Denn ihre
Geschichte ist die einer außergewöhnlichen Frau. Im Sturm der
Völkerwanderung wird sie früh zur
Waise, ein blutiger Krieg zerstört
ihre erste und einzige große Liebe.
Der Mörder ihrer Familie zwingt sie
zur Heirat und macht sie so zur
Königin Frankens. Doch Radegunde stellt sich ihrem Schicksal
vo r 1 50 0 J ah re n. Es wu rd e
gefochten was das Zeug hält, das
Filmblut floss in Strömen, es wurde
opulent gefeiert. Eine wahre
Materialschlacht.
Die neuen Folgen zur "Geschichte
Mitt elde utsch land s" werd en ab
dem 2. Novembe r, 20.15 Uhr
wöchentlich im MDR zu sehen sein.
Vor der neuen Staffel werden die
Ep is od en de s le tzt en Ja hr es
sonntags, jeweils 14.15 Uhr bis 15
Uhr wiederholt. Die Sendetermine
sind der 21. und 28. September
sowie der 9., 12., 19., und der 26.
Oktober.
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“Wir haben es geschafft”
Media Mobil GmbH bei Fluthilfegala in Dresden
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Die Dankeschön-Party vor der Kulisse des Dresdner Theaterplatzes
Um 7.53 Uhr blieb am 13. August
die Uhr im Dresdner Hauptbahnhof
stehen. Dann nahm die
Katastrophe ihren Lauf und die
Weißeritz bahnte sich ihren Weg
durch die Stadt, bevor sie sich
zwischen Landtag und Semperoper
in die Elbe ergoss. Überflutete
Landstriche, gebrochene Deiche in
Bitterfeld und Dessau, eingestürzte
Brücken, zerstörte Häuser in
Grimma, Glashütte, Weesenstein
oder Dresden. Ein Jahr später
könnten die Extreme nicht größer
sein. In diesem August bietet sich
ein ganz anderes Bild. Die
Raddampfer liegen fest vertäut am
Dresdner Elb-Ufer. Die Elbe ist im
Moment gerade einmal 80 cm tief.
Am 17. August des vergangenen
Jahres gaben die Hilfskräfte vor der
Semperoper bei einem Pegelstand
von 9,40 Meter auf.
Jetzt, ein Jahr später, lud das
Landesfunkhaus Sachsen zu einer
großen Dankeschön-Party ein. Vor
der Kulisse des Dresdner Theaterplatzes mit der weltberühmten
Semper-Oper und der Gemäldegalerie Alte Meister versammelten
sich viele Stars, um den unzähligen
Helfern zu danken. Moderiert
wurde die Show von Almut Rudel
(„SachsenSpiegel“) und Peter
Escher („Ein Fall für Escher“). Die
Media Mobil GmbH war mit 13
Mitarbeitern und einem Über-
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tragungswagen wieder vor Ort, um
für die reibungslose Übertragung
von Bild und Ton zu sorgen.
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ihres Hits „Tausendmal Du“ und die
Bad Boys Blues („Think about you“)
beklatschen. Veronika Fischer
sang für ihre Fans „Tief im Sommer“
und Grand Prix-Teilnehmerin Lou
überbrachte ein Geburtstagsständchen an alle im vergangenen
August geborenen Babys. Die
britische Soul-Sängerin Alison
Moyet stellte sich mit ihrem neuen
Song „Do You Ever Wonder“ in der
Landeshauptstadt vor.
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Im Mittelpunkt standen aber die, die
im letzten Jahr von einem Tag auf
den anderen vor ihren zerstörten
Häusern und Wohnungen standen.
Die 80-jährige Gertie Tänzler aus
Glashütte harrte über 15 Stunden in
ihrem Haus aus, bevor sie von der
Feuerwehr gerettet werden konnte.
Heute wohnt sie in Dresden und
fährt nur noch zu Besuchen in ihren
Heimatort. Familie Hofmann aus
Dohna hatte es noch schwerer als
andere. Die Eltern von vier Kindern
sitzen im Rollstuhl. Mehrere
Monate lebte die Familie getrennt.
Ein Jahr nach der Flut ist ihr Haus
Sangen die inoffizielle Hymne aller Fluthelfer - Right Said Fred.
Gleich zu Beginn sangen Right
Sa id Fr ed au s E ng la nd di e
inoffizielle Hymne aller Fluthelfer:
„Stand up for the Champions“. Sie
waren wirkliche Sieger. In Sachsen
halfen 120.000 freiwillige Helfer,
um d ie g röß ten Sch äde n zu
be se it ig en . Be i Sc hl ag er st ar
Roland Kaiser („Al les was Du
willst“) kannte die Begeisterung
da nn ke in Ha lt en me hr. Di e
Zuscha uer kon nten ab er auch
Karat („Unterwegs nach Haus“),
Country-Idol Tom Astor („Wieder
ei n Mo rg en “) , di e Mü nc hn er
Freiheit mit einer neuen Version
fast wieder komplett hergestellt und
sie schauen wieder optimistisch in
die Zukunft.
Vor einer Kulisse wie der Semperoper kamen natürlich auch die Fans
der klassischen Musik auf ihre
Kosten. Ein besonderes Highlight
war der Auftritt von Galileo („Carpe
diem“). Der 50-Jährige gelernte
Anästhesie-Assistent beherrscht
Bariton wie Sopran. Aus Chemnitz
reiste der junge Tenor Tobey Wilson
an, und der Ungar Edvin Marton
(„King of the Forest“) begeisterte
das Publikum mit seiner kostbaren
Stradivari-Violine.
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“Marienhof” zu Gast bei
“In aller Freundschaft”
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Es sind zwei der erfolgreichsten
Serien im Fernsehen. Jede hat eine
eingeschworene Fangemeinde.
Jetzt waren erstmals drei
Schauspieler aus der Bavaria Film
Produktion "Marienhof" bei ihren
Kollegen von "In aller Freundschaft", die von der Saxonia Media
GmbH in der media city leipzig
produziert wird.
0
Wie kam es dazu? Bei einem
Zelt urla ub von Marl on Berg er
(Simon-Paul Wagner), Toni (Nina
Louise) und Dino Maldini (Gabriel
Andrade) am Strand von Binz auf
Rügen muss Dino mit ansehen, wie
sein bester Freund plötzlich mit
seiner Schwester anbandelt, ohne
wirkliche Gefühle für sie zu hegen.
Auf der Rückreise wird Toni in einen
Unfall verwickelt. Glück im
Unglück: Sie gerät in die
kompetente Obhut des Ärzte- und
Pflegerteams der Sachsenklinik
unter der Leitung von Dr. Heilmann
(Thomas Rühmann) und findet dort
in Vladi (Stephen Dürr) einen
Verbündeten. Unter der
"väterlichen" Aufsicht von Dr.
Heilmann betätigt sich dieser als
charmanter Therapeut für ihr
geschundenes Ego und erteilt den
Jungs in Sachen Toni eine
originelle Lektion...
Die tägliche Vorabendserie
„Marienhof“ feierte ihre Premiere
am 1. Oktober 1992. Seitdem sind
über 2000 Folgen gesendet
worden. Bei fast drei Millionen
Fernsehzuschauern jeden Tag ist
ein Ende noch nicht in Sicht.
Gedreht wird in München, wo eine
über 4000 Quadratmeter große
Kulisse den Hintergrund für die
täglichen Dreharbeiten abgibt.
Denn seit 1994 entsteht von
Montag bis Freitag ein neue Folge.
25 Drehbuchautoren sind damit
beschäftigt, immer neue Abenteuer
und Wendungen in die Geschichte
einzubauen. 100 Hauptdarsteller,
4000 Nebendarsteller und fast
50.000 Komparsen haben dem
„Marienhof“ seit über zehn Jahren
ein Gesicht gegeben.
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In Leipzig mit dabei waren SimonPaul Wagner, Nina Louise und
Gabriel Andrade. Für den in Rio de
Janeiro geborenen Gabriel
Andrade ist die Rolle des Dino
Maldini seine Fernsehpremiere.
Der 22-Jährige besuchte vorher die
Militärakademie in Rio. Sein bester
Freund Marlon Berger wird von
Simon-Paul Wagner gespielt.
Neben seiner Rolle im „Marienhof“
spielte der 19-Jährige schon in den
TV-Produktionen „Der Fall Stefan
Lamprecht“, „Hallo Onkel Doc“
(beide SAT1) und „Im Namen des
Gesetzes“ (RTL) mit. Die 24-jährige
Nina Louise spielt die Toni Maldini.
Die Düsseldorferin verfügt schon
über einige Erfahrungen mit Daily
Soaps („Unter uns“ und „Verbotene
Liebe“).
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prominente Gäste begrüßen. In
diesem Jahr waren schon Fritz
Wepper („Derrick), Film-Legende
Johannes Heesters, Dieter Thomas
Heck und Ex-Boxer Axel Schulz zu
Gast in der media city leipzig.
Nachdem die Fans von "In aller
Freundschaft" sich noch einmal vier
ihrer Lieblingsfolgen anschauen
konnten, geht es jetzt mit
brandaktuellen Geschichten aus
der Sachsenklinik weiter: Seit dem
12. August werden die neuen
Folgen gesendet, die nahtlos an die
Handlung der Episode vor der
kurzen Sommerpause anschließen. Und sofort bekommt das
Te a m d e r S a c h s e n k l i n i k
prominente Verstärkung: Michael
Lesch ("Freunde fürs Leben", "Der
Fahnder") spielt für drei Folgen den
Interims-Chefarzt Dr. Meyerhoff.
Nach seinem Flugzeugabsturz
kuriert Dr. Roland Heilmann
(Thomas Rühmann) die Verletzungen in einer Reha-Klinik aus.
Durch seine Abwesenheit gibt es
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Dr. Heilmann und die Leute vom Marienhof
Seit Oktober 1998 ist „In aller
Freundschaft“ auf dem Bildschirm
zu sehen. Seitdem hat sich auch
die Fan-Gemeinde stetig vergrößert, die die Geschichten rund
um die Sachsenklinik verfolgt. In
Spitze nzei ten scha lten über 5
Millionen Zuschauer ein. Im August
gehen die Dreharbeiten für die 43
Folgen der sechsten Staffel zu
Ende. Immer wieder kann das
Team um Chefarzt Dr. Heilmann
ein Problem: Wer soll ihn vertreten?
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Die wöchentliche Serie "In aller
Freundschaft", immer dienstags,
um 21.05 Uhr, im Ersten, wird von
der Saxonia Media im Auftrag des
MDR FER NSE HEN S und der
ARD/DEGETO produziert.
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Auszeichnung für Macius
„Kleiner König Macius“ erhält einen 1. Preis auf
Filmfestival in Italien
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Der Aufwand der Zeichentrickserie
„Der kleine König Macius“ hat sich
gelohnt. Zuerst wurde alles in
Englisch produziert. Danach alles
ins Deutsche und Französische
übersetzt. Saxonia-Geschäftsführer Hans-Werner Honert: „Sehr
kompliziert, aber auch wahnsinnig
spannend“. Die Jury des „Festival
Internationale Cinema d'
Animazione e Fumetto“ im
italienischen Dervio verlieh dem
kleinen König den ersten Preis in
der Kategorie „Bester Charakter“.
In diesem Jahr bewarben sich über
100 Filme aus 16 Ländern um die
begehrten Preise.
0
Produziert wurde das 26-teilige
Abenteuer über den kinderlieben
König in Deutschland, Polen und
Frankreich. Aber eigentlich war der
Erfolg auf dem Festival in Italien
nicht sehr überraschend. In
Deutschland weiß der Macius
schon eine treue Fangemeinde
hinter sich. Eine Macius-Folge
erreichte im November 2002 eine
Einschaltquote von 46 Prozent.
In Polen kennt sie fast jedes Kind:
Die Geschichte vom kleinen König
Macius, der seinen Vater früh
verloren hat und nun die
Regentschaft im Königreich
übernehmen muss. Dabei hat er mit
allerlei Schwierigkeiten zu
kämpfen. Nicht nur, dass die Krone
ihm viel zu groß ist, auch das
schwere Zepter ist sehr unhandlich.
Und Macius muss feststellen, dass
es gar nicht so einfach ist, ein
Königreich zu regieren. Aber der
Lehrer Erasmus und seine Freunde
helfen Macius mit viel Humor,
Cleverness und Charme, seine
Vorstellungen von einem Paradies
für Kinder zu verwirklichen. HansWerner Honert liegt die Geschichte
von Macius besonders am Herzen.
„Am Anfang war die Frage: ,Was
schenke ich meinem Kinde?' In
einer Welt, in der Menschen als
Waffen unterwegs sind, in der
politische Extremisten sich
organisieren, in Deutschland und
anderswo Menschen
zusammengeschlagen, getötet
werden, weil sie eine andere
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Hautfar be habe n, eine andere
Sprache sprechen, schenkt man
doc h et was zum Fes tha lte n.“
Geschrieben hat das Original der
polnische Arzt und Pädagoge
Henryk Goldszmit (1878-1942). Er
veröffentlichte es 1923 unter dem
Pseudonym Janusz Korczak, das
er später nie mehr ablegen sollte.
1911 begann Korcz ak das
Wai se nh au s „D om Si er ot “ in
Warschau nach seinen Plänen
aufzubauen. Als 1941 in Warschau
da s Gh et to fü r di e jü di sc he
Bevölkerung errichtet wurde, blieb
Korczak an der Seite „seiner“
Kinder. Am 5. August 1942 wurden
200 Waise nkinder und J anusz
Korc zak in das KZ Trebl inka
abtransportiert und umgebracht.
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Martin und andere erfahrene
Zeichentrickautoren. Regie führten
Lutz Stützner und Sandor Jesse.
Der Titelsong für die
Animationsserie wird von der
Leipziger Band „Die Prinzen“
gesungen. Für die Synchronisation
stellten bekannte Schauspieler wie
Otto Sander („Das Boot“, „Die
Blechtrommel“), Peer Augustinski
und Tommi Pieper („Alf“) ihre
Stimme zur Verfügung.
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Aber Macius Reise ist noch lange
nicht zu Ende. Kürzlich hat die
Produktion für einen Kinofilm mit
Macius in der Hauptrolle begonnen.
Wie schon bei der TV-Serie ist
Hans-Werner Honert einer der KoProduzenten. Honert: "Die
Kinofassung präsentiert eine
eigenständige Story mit den
bewährten Figuren. LeinwandPremiere soll im September 2004
sein." Parallel laufen jetzt ebenfalls
die Vorbereitungen zur zweiten
Fernseh-Staffel: Fünf Autoren
Macius und Hans-Werner Honert
Im Auftrag von ARD, ZDF, dem
Hessischen Rundfunk und
El li ps ea ni me au s F ra nk re ic h
begann die Saxonia Media 2001 in
Zusammenarbeit mit Studio
Orange aus Polen und Studio 88
aus Dresden, die Zeichentrickserie
über den kleinen König zu
produzieren. Die Drehbücher
entwickelten Armin Toerkell, Ralph
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arbeiten derzeit an 26 weiteren
Episode n; die ne uen TVDrehbücher sollen Anfang 2004
fertig sein.
Ab 18 . Se pt em be r wi rd di e
Erfolgsserie wieder von Montag bis
Freitag 18.15 Uhr auf dem
Kinderkanal ausgestrahlt.
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Kurznachrichten
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Neuer Sendeplatz für SUPERillu
TV
SUPERillu TV bekomm t einen
neu en S end ete rmi n. D as 3 0minütige Magazin wird ab sofort
immer dienstags um 21.15 im MDR
Fernsehen ausgestrahlt.
SUPERillu TV i st b unt und
unterhaltsam, aber auch kritisch
und hat dabei vor allem die fünf
neuen Bunde sländ er im Blick :
Packende Sozial- oder
Wirtschaftsreportagen sind ebenso
ein Thema, wie Promis, die Neues
verraten. Präsentiert wird
5
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Anregungen zum Nachdenken.
Auch MotionWorks-Geschäftsführer Tony Loeser war von den
Ergebnissen beeindruckt. Zwei der
Skizzen
Ines Adam
SUPERillu TV von der Moderatorin
Ines Adam. Im Sendegebiet des
MDR erreicht das "junge" Magazin
einen Marktanteil von bis zu 16,5
Prozent.
„Mastercuts“-Teilnehmer stellen
Filme vor
Am 1. August hatte das Warten ein
Ende. Noch bis wenige Stunden vor
der Feier hatten die Studenten an
ihren Filmen gearbeitet. Im
Hallenser Kino „Zazie“ hob sich für
die zehn Filme der Premierenvorhang. Was die Studenten aus
sechs europäischen Ländern in
fünf Monaten auf die Beine gestellt
haben, verdient Respekt. Zehn
Filme, thematisch wie stilistisch
unterschiedlich. Das Premierenpublikum sah dann auch ein Kind,
das seinen Großvater verschlingt,
eine Frau, die auf dem Weg zur
Arbeit vom Wind weggeweht wird,
eine zerstörte Umwelt mit einem
Baum, an dem das letzte Blatt der
Welt hängt. Die Filme gaben viele
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Montag, 25. August 2003 10:57:13
Studenten werden bei der
Hallenser Animationsschmiede ihr
Praktikum absolvieren. Die nächste
Animations-Meisterklasse beginnt
am 1. 09. 03. Für das kommende
Jahr können Interessenten noch
bis zum 30. November bei der
Fernseh-Akademie ihre Bewerbungsunterlagen einreichen.
MCS GmbH Sachsen dreht
Imagefilm für Maschinenbauer
Bis Oktober wird die Media &
Communication Systems GmbH
Sachsen ein aufwändiges
Filmprojekt abschließen. Die ALS
GmbH aus Dresden ist spezialisiert
auf Verpackungs- und Sondermaschinen. Bei dem Film handelt
es sich um den Image- und den
Messefilm des Unternehmens.
Bereits Anfang Oktober wird die
MCS GmbH Sachsen den
Messefilm zur Präsentation auf der
FACHPACK in Nürnberg vorführen.
Im Anschluss entsteht der
Imagefilm des Unternehmens, der
weltweit zur Präsentation und
Akquise neuer Kunden eingesetzt
werden wird. Die MCS GmbH
Sachsen ist verantwortlich für
Kreation und Produktion des
Filmprojektes.
Neue Krimi-Reihe im September
In Zusammenarbeit mit MDRKultur produziert die MCS GmbH
Sachsen eine Krimi-HörbuchreiheReihe, die im September dem
Fachhandel präsentiert wird. Rolf
Hoppe, Martin Semmelrogge, Otto
Sander und andere namhafte
Kün stl er w erd en i n de n Pr oduktionen zu hören sein. Neben
„Zehn vor vier“ von Kerstin Rech
und „Eine ganz dunkle Geschichte“
von Wiard Raveling, wird die MCS
Gmb H Sac hse n „Dr ohu ng im
Mondlicht“ von Patrick Hamilton
produzieren. Ergänzt wird die
Reihe durch die Edgar-WallaceBiographie „Ein Leben wie im Film“.
Das von Wolfgang Schüler initiierte
Stück handelt von der packenden
Odyssee des Krimi-Genies vom
Tellerwäscher zum Millionär. Ein
Muss für alle Wallace-Fans.
MHP-Anwendung für FAKT
Am 18. August hat die ARD
erstmals eine sendebegleitende
MHP-Anwendung für das Politmagazin FAKT ausgestrahlt. Die
OTTONIA hat die Applikation für
das Politmagazin mit technischer
Unterstützung der Sybit GmbH im
Auftrag des MDR produziert. Die
MHP-Applikation wird auch auf der
IFA, auf dem Stand des TechnischWissenschaftlichen Forums, vorgestellt.
Die programmbegleitende MHPApplikation zu FAKT bietet
zusätzliche Informationen zu den
FAKT-Beiträgen. Dabei wird auch
zusätzliches Recherchematerial
veröffentlicht, das aus Zeitgründen
nicht in den Fernsehbeiträgen
ausgestrahlt wird.
Daneben bietet die Applikation ein
interaktives Quiz mit GewinnMöglichkeit. Ein Archiv für
Karikaturen aus dem ComedyFormat der Sendung rundet die
Anwendung ab.
Ziel der Applikation ist es, die
Zuschauer stärker an die Sendung
zu binden. Schwerpunkt bei
Konzeption und Programmierung
war es, eine lauffähige, schnelle
Anwendung anzubieten - trotz der
zurzeit noch knappen Bandbreiten.
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Kurznachrichten
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Für Sachsens IT-Experten beim
Saxxess Cup mit dabei die
DREFA Kickers der DREFA
Media Service GmbH
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Am 16. August fand eine ITLeistungsschau der besonderen
Art statt: der saxxess.soccer.cup.
Zwölf Unternehmen der IT-Szene
Sachsens wetteiferten nicht am
Bildschirm, sondern auf dem
Fußballplatz. Ort des Geschehens
w a r d a s Sta d i o n a n d e r
Meschwitzstraße in Dresden.
Ganz vorn mit dabei waren die
DREFA-Kickers der DREFA Media
Service GmbH. Im Finale kämpften
die DREFA-Kickers aus Leipzig
gegen die Dresdner Stollen von
vi su al wo rx . Vo r kn ap p 20 0
Zuschauern lieferten sich die zwei
Mannschaften ein spannendes
Helmut Bahr, langjähriger Leiter
der FS-Technik und Prokurist bei
der MCS Sachsen-Anhalt ist in den
Ruhestand verabschiedet worden.
Helmut Bahr hat sich besonders
um den Aufbau der Fernsehtechnik
im Landesfunkhaus SachsenAnhalt des MDR verdient gemacht.
Nach dem Outsourcing von
Geschäftsbereichen des MDR
wurde er Prokurist und Leiter der
FS-Technik bei der MCS SachsenAnhalt, der er bis zu seinem
altersbedingten Ausscheiden
angehörte. Helmut Bahr hat den
Übergang ins Rentnerdasein mit
einem lachenden und einem
weinenden Auge gemeistert. Den
Kontakt wird er nicht abreißen
lassen und dem Haus auch
weiterhin als beratender Freund
und Fachmann im Bedarfsfall zur
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Die Sieger (diesmal!!!)
Die DREFA Kickers
Führungswechsel bei der MCS
Sachsen-Anhalt
Match, das nach der regulären
Spielzeit von 12 Minuten immer
noch unentschieden stand. Nur das
Neun-Meter-Schießen konnte
entscheiden, welche Mannschaft
schließlich den silbernen
Siegerpokal mit ins Büro nehmen
durfte. Diesmal war das Glück bei
den Dresdner Stollen, die mit fünf
zu drei die Nase vorn hatten.
Verfügung stehen.
führer Dieter Sommerfeld wurde
zum 1. August 2003 Marion Bosse
berufen. Die Diplom-Kauffrau (FH)
leitet seit Aufnahme der
Ge sc hä ft st ät ig ke it de r MC S
Sa ch se n- An ha lt de n Be re ic h
Controlling.
Nachfolg er als Lei ter der FS Technik ist Dipl.-Ing. (FH) Robert
Hänsel. Der 31-jährige kennt das
Geschäft von der Pike auf, hat in
seinem MDR und MCSBerufsleben
neben seinem
Studium schon
a l s C u t t e r,
Tontechn iker
un d S ch al trau min gen ieu r
gearbeitet und
dabei wertvolle
Er fa hr un ge n
für die Praxis
gesammelt.
Zur neuen
Prokuristin der
MCS SachsenAnhalt und als
Vertreterin von
G e s c h ä f t s - Robert Hänsel, Helmut Bahr, Marion Bosse
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Medientermine & Quoten
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Internationale
Funkausstellung
29.08.2003
Die IFA ist die weltgrößte
Messe für Consumer
Electronics. An sechs Tagen
eröffnet sie Zugang zum
europäischen Fachhandel,
zum interessierten Publikum
sowie zu den Medien.
bis: 03.09.2003
wo: Berlin
link: http://www.ifa-berlin.de
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Verlag der Zukunft
10.09.2003
Wie werden die Verlage der
Zukunft aussehen?
Veranstalter: Ifra
bis: 11.09.2003
wo: Berlin
link: http://www.ifra.de
Presse- und Medienarbeit
15.09.2003
Die Teilnehmer lernen an
praktischen Beispielen die
wichtigsten Instrumente und
Methoden der Presse- und
Medienarbeit kennen und
erwerben Kompetenzen für die
Organisation Ihrer
Pressearbeit.
Veranstalter: PR Kolleg Berlin
bis: 19.09.2003
wo: Berlin
link: http://www.prkolleg.com
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Id-motion - Konferenz und
Festival für Interaktive
Medien
27.11.2003
Bereits zum dritten Mal wird dmotion - Konferenz und
Festival für Interaktive Medien
- vom 27.-29. November 2003
in Halle (Saale) stattfinden. Im
Rahmen der d-motion prämiert
der HAL-Award auch in diesem
Jahr wieder kreative DVDProduktionen. DVDProduzenten und junge Talente
sind aufgerufen, bis zum 15.
September 2003 ihre Projekte
einzureichen. Es locken
Preisgelder in einer
Gesamthöhe von rund 30.000
Euro.
Veranstalter:
Arbeitsgemeinschaft d-motionKonferenz und Festival für
Interaktive Medien e.V.
bis: 29.11.2003
wo: Halle
link: http://www.dmotion.de
Zeitungskongress 2003
29.09.2003
Der Fachkongress steht unter
dem Motto: Marken, Märkte &
Methoden Im Fokus: der
Kunde.
Veranstalter: BDZV
bis: 30.09.2003
wo: Berlin
link:
http://www.bdzv.de
DIMA
29.09.2003
Europas größter
MesseKongress für
Dialogmarketing, Call Center
und eBusiness.
Veranstalter: MCO Marketing
Communication
bis: 01.10.2003
wo: Düsseldorf
link: http://www.dima.com
Sender
Titel/Produktion
Datum
ARD
In aller Freundschaft
Zusammengefasster
Wert /5 Sendungen
0,69
18,2
4,30
16,4
Zusammengefasster
Wert / 4 Sendungen
0,12
7,8
0,20
1,7
Zusammengefasster
Wert / 2 Sendungen
0,51
13,6
0,92
3,7
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MDR
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Riverboat
19.09.2003
Die Talk-Show im MDR
wo: Mediengarten, media city
leipzig
link: http://www.media-cityleipzig.de
MDR
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Tele BINGO
SUPER illu TV
MDR gesamt
Mio. Marktanteil
in Prozent
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BRD gesamt
Mio. Marktanteil
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Die Ticket-Galerie empfiehlt
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Die Fantastischen Vier MTV
Unplugged Tour 2003
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Wann: 12. September, 20 Uhr
Wo: Dresden, Freilichtbühne
Großer Garten
Tickets: 30,95 Euro
Placebo
Wann: 11. Oktober, 20 Uhr
Wo: Dresden, Messe Halle 1
Tickets: 34,45 Euro
Bob Dylan
Wann: 22. Oktober, 20 Uhr
Wo: ARENA Leipzig
Tickets: 49,50 bis 56,40 Euro
David Bowie
Die Tour zur neuen Platte „Reality“
Wann: 27. Oktober, 19.30 Uhr
Wo: München, Olympiahalle
Tickets: 53,60 bis 63,95
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Iron Maiden
„Dance of the World“-Tour
Wann: 24. Oktober, 20 Uhr
Wo: München, Olympiahalle
Tickets: 48,65 bis 53,25 Euro
Nigel Kennedy Die Vier
Jahreszeiten live
Wann: 14. Oktober, 20 Uhr
Wo: Gewandhaus Leipzig
Tickets: 64 bis 79 Euro
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Impressum
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Redaktionelle Betreuung
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OTTONIA Media GmbH
Bereich Neue Medien
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Altenburger Straße 7
04275 Leipzig
Telefon: +49-341 35 00 51 90
Fax:
+49-341 35 00 51 99
E-Mail: [email protected]
Internet: www.ottonia.de
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