Muslime in Deutschland

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Muslime in Deutschland
Muslime in Deutschland
Eine Lerneinheit entwickelt von Wolfgang Bauchhenß, Michael Bornkessel
Quelle: http://www.lehrer-online.de/dyn/9.asp?path=/muslime
Die gesellschaftliche und politische Debatte um das Kopftuch bringt es an den Tag:
Vorurteile gegenüber Muslimen sind in Deutschland weit verbreitet. Der Terror
islamistischer Gruppen in der Welt trägt zu Berührungsängsten und zur allgemeinen
Skepsis bei.
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts in der Kopftuch-Frage bringt nur bedingt
Klarheit. Jetzt sollen die einzelnen Bundesländer
entscheiden, ob sie das Tragen des Kopftuchs an
öffentlichen Schulen erlauben oder nicht. Das
Kopftuch bleibt damit ein doppeldeutiges Symbol
- für eine besondere Form von Religiosität oder
für den islamischen Fundamentalismus.
Gleichzeitig müssen Muslime in Deutschland mit
Vorurteilen und einer Art Generalverdacht leben.
LERNZIELE
Die Schülerinnen und Schüler sollen
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sich über die Situation der Muslime in Deutschland informieren
sich über die Hintergründe des Kopftuch-Urteils informieren.
sich der Probleme bei der Integration von Muslimen bewusst werden.
über die Ursachen und Auswirkungen von Vorurteilen diskutieren
das Internet als Informations- und Recherchemedium nutzen.
KURZINFORMATION
Thema
Muslime in Deutschland
Autoren
Wolfgang Bauchhenß und Michael Bornkessel
Fach
Politik, Sozialwissenschaften
Zielgruppe Sek I und II, ab Klasse 9
Zeitaufwandmindestens 2 Stunden, die Dauer ist je nach
Intensität und Schwerpunktsetzung variabel
Medien
Computer mit Internetzugang
Muslime im Internet
Wolfgang Bauchhenß, Michael Bornkessel 2
Teilaspekte des Basisartikels
Vorurteile und Integrationsprobleme
Vorurteile entstehen durch Unkenntnis, mangelnde Aufgeschlossenheit, aber
auch durch Probleme bei der Integration in die deutsche Gesellschaft.
Die Debatte um das Kopftuch
Am Kopftuch entzündet sich der Konflikt zwischen Religionsfreiheit und
Gleichberechtigung. Das Bundesverfassungsgericht schafft nur bedingt
Klarheit.
Der Islamismusverdacht belastet das Zusammenleben
Die Unterscheidung zwischen muslimischer Religiösität und Islamismus fällt
Nicht-Muslimen besonders seit dem 11. September 2001 schwer.
"Politik aktuell" im Unterricht
Allgemeine Anregungen für den Einsatz der Basisartikel zu aktuellen
politischen Themen von Lehrer-Online und europa-digital liefert der PolitikFachberater Ulrich Bauer.
Muslime in Deutschland Artikel
Alle Informationen des Basisartikels können Sie und Ihre Schülerinnen und
Schüler in diesem Dokument nachlesen.
Zusatzinformationen
Zahlen: Muslime in Deutschland
Einige aktuelle Daten zum Thema.
Islam: Die Bedeutung des Kopftuchs/Schleiers
Informationen zur religiösen Bedeutung des Kopftuchs oder Schleiers.
Internetressourcen
Die ausgewählten Websites helfen bei der weiteren Recherche zum Thema.
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Muslime im Internet
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Vorurteile und Integrationsprobleme
Die abfälligen Äußerungen des Bundestagsabgeordneten Nitzsche machten es wieder einmal
deutlich: Gegenüber Muslimen gibt es in Deutschland viele Vorurteile. Sie entstehen durch
Unkenntnis und mangelnde Aufgeschlossenheit, aber auch durch Integrationsprobleme.
Der Fall Nitzsche
Hetze gegen Muslime
Henry Nitzsche, ein CDU-Hinterbänkler im Bundestag, sorgte im Herbst für große
Aufregung. Eher würde einem Moslem die Hand abfaulen, als dass er CDU wähle - so
abfällig äußerte sich der sächsische Bundestagsabgeordnete in einem Interview. Damit
handelte sich der Politiker mächtigen Ärger ein. Man solle ihn aus dem Bundestag entfernen,
forderten Politiker anderer Parteien. Die CDU-Chefin Angela Merkel sorgte schließlich dafür,
dass er sich offiziell für seine Worte entschuldigte.
Muslime in der CDU
Die umstrittenen Äußerungen sind ein gewichtiges Beispiel dafür, wie sehr Moslems in
Deutschland als Fremdkörper betrachtet und wie abwertend sie mitunter behandelt werden.
So unpassend Nitzsches Wortwahl war, so dumm war auch die Aussage des Volksvertreters.
Denn viele Moslems sind sogar Mitglieder in der CDU, wie der sächsische Abgeordnete
eigentlich hätte wissen müssen: In einem "deutsch-türkischen Forum in der CDU" haben
sich zum Beispiel türkischstämmige Unionsmitglieder zusammengeschlossen - sie leben und
arbeiten in Deutschland und sehen in der CDU die beste Vertretung ihrer Interessen.
Muslimische Abgeordnete im Bundestag
Im Bundestag gibt es übrigens auch muslimische Volksvertreter. Die Kölner Abgeordnete
Dr. Lale Akgün (SPD) wurde in Istanbul geboren und kam als Neunjährige in die
Bundesrepublik Deutschland. Ekin Delgöz (Bündnis 90/Grüne) wurde ebenfalls in der Türkei
geboren und ist seit ihrem 26. Lebensjahr deutsche Staatsbürgerin.
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Spiegel-Online: Rechter Unionsflügel verschreckt die Deutsch-Türken
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-5/i.html
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche und seine Äußerungen über
Muslime in Deutschland.
Das Zusammenleben in Deutschland
Integration mit Kopftuch?
Der Fall des Abgeordneten Nitzsche ist nur ein Beispiel dafür, wie schwierig sich das
Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland gestaltet. Über drei
Millionen Muslime leben in der Bundesrepublik, viele von ihnen sind deutsche Staatsbürger.
Im täglichen Leben begegnen sie aber vielen Vorurteilen, denn ihre Lebensweise erscheint
vielen ihrer Mitbürger als fremd und schwer verständlich. Besonders das Kopftuch (mehr
Informationen dazu siehe Seite 6) gehört zu den Stereotypen, die das Islam-Bild in
Deutschland prägen, und ist damit durchaus ein Symbol für die problematische Integration
der Muslime in unserem Land.
Unterschiedliche Positionen
Einige islamische Gruppen betonen die Kopftuch-Pflicht in besonderer Weise, während es für
andere islamische Glaubensrichtungen weniger wichtig ist. Millionen Musliminnen, die sich
als durchaus religiös bezeichnen, lehnen es ab, das Tuch zu tragen. Auch viele muslimische
Frauen in Deutschland sehen das Tuch nicht als Symbol ihrer Würde, sondern als hinderlich
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im täglichen Zusammenleben mit ihren nicht-islamischen Nachbarn. Denn selbst wenn seine
Trägerin seit Jahren mit deutschem Personalausweis in Deutschland lebt, das Kopftuch
betont als äußerlich weithin sichtbares Symbol die religiöse Ausrichtung seiner Trägerin und das weckt bei vielen Deutschen Vorbehalte.
Ghettobildung in Großstädten
Die sprachliche Integration für die Migrantinnen und Migranten ist eine weitere große Hürde.
Im Laufe der letzten Jahre bildeten sich in einigen Großstädten so genannte "Ghettos". Das
sind ganze Viertel, in denen hauptsächlich Menschen wohnen, die aus dem Ausland
stammen. So finden sich in Großstädten Stadtteile, in denen hauptsächlich
türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger wohnen und arbeiten. Da sie in ihrem Viertel
"unter sich" bleiben und in ihrer Sprache alle Besorgungen erledigen können, haben sie
kaum einen Grund, richtig Deutsch zu lernen - und kommen noch weniger mit deutschen
Nicht-Muslimen in Berührung. So entfernen sich Muslime und Nicht-Muslime zusehends
voneinander - und auf beiden Seiten entstehen Vorurteile. Obwohl sich der Lebensstandard
bei Deutschen und den hier lebenden Menschen mit ausländischen Wurzeln zwischen 1985
und 2000 angenähert hat, empfinden viele Deutschland nicht als Heimat, am wenigsten
diejenigen türkischer Herkunft (so eine aktuelle Studie von Dr. Wilhelm Hinrichs vom
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung).
Probleme in Schule und Beruf
Ein weiteres Problem ist die Integration in das Berufsleben. Je schlechter die Kenntnisse der
deutschen Sprache sind, umso mehr Probleme haben ausländische Kinder und Jugendliche,
dem normalen Schulunterricht zu folgen. Dabei haben die Lehrerinnen und Lehrer oft nicht
die Zeit, sich besonders intensiv um ausländische Kinder zu kümmern und mit ihnen die
deutsche Sprache zu üben. So bleiben sie nicht selten auf der Strecke, brechen die Schule
ohne Abschluss ab und haben unter diesen Umständen so gut wie keine Chance, einen
Ausbildungsplatz zu bekommen. Es sind häufig diese Kinder und Jugendliche, die ohne
Aussicht auf ein "normales" Leben straffällig werden und so das weit verbreitete Vorurteil
vom "kriminellen Ausländer" bestätigen. Nach einer Studie des Max-Planck-Instituts für
Bildungsforschung haben beispielsweise 42,5 Prozent der Ausländerinnen und Ausländer
(allerdings nicht allein die muslimischen), die zwischen 1965 und 1974 geboren wurden,
keine Berufsausbildung. Bei den Deutschen derselben Altersgruppe lag der Anteil dagegen
bei nur 5,7 Prozent.
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Qantara: Was halten die Deutschen vom Islam?
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-5/i.html
Beitrag zum Zusammenleben von Muslimen und Deutschen.
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Die Debatte um das Kopftuch
Das Grundgesetz garantiert allen Menschen Religionsfreiheit und das Recht auf
Gleichberechtigung. Bei muslimischen Traditionen gilt es teilweise abzuwägen, welches
Recht höher zu bewerten ist. Ein Beispiel für den Konflikt ist das so genannte KopftuchUrteil des Bundesverfassungsgerichts.
Der Stein des Anstoßes und das doppeldeutige Urteil
In der Vergangenheit wurden immer wieder Konflikte zwischen muslimischen und deutschen
Traditionen oder Auffassungen vor Gericht verhandelt (zum Beispiel bei der Frage des
Schächtens von Tieren oder der Frage, ob eine Verkäuferin in einem Kaufhaus von der
einheitlichen Arbeitskleidung abweichen und ein Kopftuch tragen darf). Das jüngste Beispiel
ist der Fall von Fereshta Ludin, einer Lehrerin aus Baden-Württemberg. Fünf Jahre lang
kämpfte sie mit der deutschen Justiz, um durchzusetzen, dass sie mit einem Kopftuch
bekleidet ihren Beruf ausüben darf. Für die Lehrerin, die aus Afghanistan stammt und in
Deutschland studiert hat, ist das Kopftuch Ausdruck ihre Glaubens und ihrer Würde. Das
Bundesverfassungsgericht entschied, dass Fereshta Ludin ihr Kopftuch in der Schule tragen
darf. Der Haken bei dem Urteil: Das Bundesverfassungsgericht betonte, die Bundesländer
dürften das Tragen des Kopftuchs nur verbieten, wenn sie ein entsprechendes Gesetz dafür
verabschieden. Und das wollen einige Bundesländer jetzt tun.
Die Kopftuch-Gegner
Für Fereshta Ludins Chefs in der Schulaufsicht ist das Kopftuch ein Symbol für islamischen
Fundamentalismus und ein Symbol für die Ungleichheit von Mann und Frau. Solche Symbole
hätten in der Schule nichts zu suchen - schließlich haben Lehrerinnen und Lehrer eine
Vorbildfunktion und den Auftrag, alle Schülerinnen und Schüler gleich zu erziehen.
Lehrkräfte, die eine fundamentalistische Einstellung offen zur Schau trügen, hätten im
Staatsdienst nichts zu suchen, so die Kritiker des Kopftuchs.
Die Kopftuch-Befürworter
Wer das Kopftuch aus diesen Gründen verbiete, so sagen seine Befürworter, müsse auch die
Kruzifixe in den Räumen staatlicher Schulen abhängen - denn auch das Kreuz sei ein klares
religiöses Bekenntnis, das auf die Schülerinnen und Schüler wirke. Während in anderen
Ländern streng zwischen Religion und Staat getrennt wird, etwa in Frankreich und in der
Türkei, gibt es in Deutschland keine klaren Trennlinien. Auch in staatlichen Schulen können
Geistliche Religionsunterricht erteilen - und sie dürfen das in vollem Ornat. Da erscheint es
schwierig, einer Deutsch- oder Chemielehrerin das Tragen ihres Kopftuchs zu verbieten.
Religionsfreiheit oder Gleichberechtigung
Daher erwies sich der Kopftuch-Fall als juristisch heikel: Bis zum Bundesverfassungsgericht,
dem höchsten Gericht der Bundesrepublik, durchlief der Streit alle Instanzen. Denn die
Gesetzeslage ist nicht einfach. Das Grundgesetz garantiert allen Bürgerinnen und Bürgern
Religionsfreiheit. Bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes nach dem Zweiten Weltkrieg (es
trat am 23. Mai 1948 in Kraft) wurde aufgrund der Erfahrungen mit der
nationalsozialistischen Diktatur ganz besonders auf eine Garantie für Meinungsfreiheit und
die Freiheit der Religionsausübung geachtet. Sie besitzen seitdem einen besonders
wichtigen und schützenswerten Stellenwert. Artikel 4 des Grundgesetzes garantiert die
"Freiheit des weltanschaulichen und religiösen Bekenntnisses". Doch die Toleranz gegenüber
Religionen kann nur so weit reichen, wie diese Religionen gegenüber anderen
Glaubensgemeinschaften tolerant sind. Im Grundgesetz ist ebenso wie die Religionsfreiheit
die Gleichheit von Mann und Frau garantiert: Jeder muss die gleichen Chancen haben. In
der Vergangenheit sorgten allerdings Gerichtsurteile zum Nachteil von Frauen für Aufsehen.
Richter fällten in einigen Fällen Urteile, in denen sie die Religionsfreiheit vor die
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Gleichberechtigung von Männern und Frauen setzten, indem sie etwa durchsetzten, dass
Mädchen auf Wunsch der Eltern aus religiösen Gründen die Teilnahme am Sportunterricht
oder an Klassenfahrten verboten wird.
Die Zukunft des Kopftuchs hängt von den Bundesländern ab
Im Kopftuchstreit wussten selbst die Verfassungsrichter nicht so recht weiter: Sie verwiesen
den Fall zurück an die Politik. Jedes Bundesland muss nun entscheiden, ob es Lehrerinnen
das Kopftuch erlauben oder verbieten will. Die unionsregierten Länder Hessen und Bayern
planen jetzt, muslimischen Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern im Unterricht zu
verbieten. Die Landesregierungen von Rheinland-Pfalz (hier gibt es eine Koalition von SPD
und FDP) und Nordrhein-Westfalen (Koalition von SPD und Bündnis90/Die Grünen) planen
dagegen keine neuen Gesetzentwürfe und wollen muslimische Lehrerinnen nicht allein
wegen des Tragens von Kopftüchern aus dem Schulbetrieb ausschließen. Je nach
Bundesland werden also unterschiedliche Regelungen getroffen werden. Verbietet ein
Bundesland das Tragen des Kopftuchs im Schuldienst, besteht jedoch die Gefahr, dass
wieder geklagt wird - wegen der Verletzung des Rechts auf Religionsfreiheit.
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Religion-Online: Islam und Kopftuch
http://www.religion-online.info/islam/themen/kopftuch-bverwge.html
Das Kopftuch-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts und Reaktionen darauf.
Migration und Bevölkerung: Das Kopftuch-Urteil
http://www2.rz.huberlin.de/population/miginfo/migration_und_bevoelkerung/artikel/030801.htm
Dokumentation in der Zeitschrift "Migration und Bevölkerung" (Ausgabe
10/2003)zum Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts.
WDR: Funkhaus Europa
http://www.wdr5.de/funkhauseuropa/dossiers/detail.phtml?dossier_id=111
Dossier "Die Justiz und das Kopftuch" zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts, den
Folgen und Reaktionen sowie zu anderen Urteilen zum Kopftuch.
Spiegel Online: Südländer werfen Bumerang
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,273568,00.html
Die Regierungen in Baden-Württemberg und Bayern wollen das Kopftuch aus Schulen
verbannen, aber christliche Symbole weiter zulassen. Die geplanten Gesetze haben
alle Chancen, bald wieder vor dem Verfassungsgericht zu landen.
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Der Islamismusverdacht belastet das Zusammenleben
Die Unterscheidung muslimischer Religiosität und Islamismus fällt Nicht-Muslimen schwer.
Besonders die Anschläge vom 11. September 2001 schürten das allgemeine Misstrauen.
Der Wandel seit dem 11. September 2001
In den vergangenen zwei Jahren (nach dem Anschlag der Al Qaida auf das World Trade
Center in New York am 11. September 2001) sind Muslime wegen der Terroranschläge
fundamentalistischer Islamisten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit geraten. Eine kleine,
radikale Minderheit versucht, ihre Vorstellungen mit grausamen Anschlägen durchzusetzen.
Angst vor islamistischem Terror in Europa
Besonders die jüngsten Terroranschläge in Istanbul haben große Angst ausgelöst, dass
ähnliche Anschläge auch in Europa oder Deutschland geschehen könnten. Das verheißt
schwierige Zeiten für hier lebende Muslime, die nun noch mehr Vorurteilen begegnen
müssen als bislang. Dabei betonten die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland und
die Menschen in der Türkei nach den Anschlägen in Istanbul ihr Unverständnis und ihre
Ablehnung der Ziele dieser islamistischen Gruppen. In der Öffentlichkeit bestimmen die
radikalen Gruppen das Bild des Islam und schüren so eine ablehnende Stimmung gegen
alles Muslimische.
Viele Menschen differenzieren nicht zwischen kleinen, fanatischen Gruppen und der großen
Mehrheit friedlicher Muslime, die in Europa leben.
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Bundesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2002
http://www.verfassungsschutz.de/news/vsb2002.pdf
Der Verfassungsschutzbericht (im PDF-Format) informiert unter anderem über
sicherheitsgefährdende und extremistische Bestrebungen von Ausländern in
Deutschland.
Der Kalif von Köln
Allerdings ist es für radikale Gruppen gerade wegen der liberalen Gesetze in Europa relativ
einfach, sich hier zu organisieren. Die Polizei hat es nicht leicht, diese Gruppen zu verfolgen,
und die Justiz hat oft nicht die Mittel, sie zu verbieten. Eine radikale islamische Sekte wirkte
jahrelang von Köln aus - ihr Chef, der selbst ernannte "Kalif von Köln", predigte Hass und
Gewalt. In seinem Heimatland, der Türkei, suchte ihn die Polizei, doch in Deutschland stand
er unter dem Schutz des Grundgesetzes, das ihm Religionsfreiheit und freie
Meinungsäußerung garantiert. Erst als der Sekte ein Aufruf zum Mord nachgewiesen wurde,
wanderte ihr Oberhaupt Metin Kaplan ins Gefängnis. Inzwischen ist er wieder frei und
streitet über seine Ausweisung in die Türkei vor Gericht.
•
Deutsche Welle: Rechtsstaatliches Dilemma beim Fall Kaplan
http://www.dw-world.de/german/0,3367,1455_A_957553_1_A,00.html
Kommentar zu der Entscheidung, dass der Islamistenführer Kaplan trotz
Aberkennung des Asyl-Status nicht in die Türkei abgeschoben werden darf.
Die "König-Fahd-Akademie" in Bonn
Ein weiterer Fall aus der jüngsten Vergangenheit ist die "König-Fahd-Akademie" in Bonn.
Die Regierung von Saudi Arabien betreibt die Schule eigentlich für die Kinder von
Angehörigen der Botschaften arabischer Länder. Da sie oft nur wenige Jahre in Deutschland
verbringen, sollen sie die gleiche Ausbildung erhalten können wie in ihren Heimatländern.
Doch im Sommer fanden Journalisten heraus, dass unter den Lehrern fundamentalistische
Prediger waren, und dass zunehmend auch fest in Deutschland lebende Muslime ihre Kinder
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auf die Schule schickten. Die Aufregung war beträchtlich, schließlich trägt die Ausbildung an
der Schule, die hauptsächlich in arabischer Sprache stattfindet und einen starken
Schwerpunkt auf den Koranunterricht legt, nicht gerade zur Integration muslimischer Kinder
in der deutschen Gesellschaft bei.
•
Deutsche Welle: Streit um saudische Schule in Deutschland
http://www.dw-world.de/german/0,3367,1575_A_997597_1_A,00.html
Hintergrundbericht und Diskussionsforum zur König-Fahd-Akademie.
Gegenseitige Aufklärung und Annäherung sind wichtig
Solche Fälle haben dem Ansehen des Islam in letzter Zeit geschadet und das Verhältnis
zwischen den muslimischen und den nicht-muslimischen Bürgern belastet. Die bekannten
Negativbeispiele erregen in den Medien beträchtliches Aufsehen, und da sich nur wenige
Menschen ohne Vorbehalte über ihre muslimischen Nachbarn informieren, entstehen
Vorurteile. Leidtragende sind die Millionen Muslime, die als ganz normale Mitbürger in
Deutschland leben. So ist auf beiden Seiten noch einiges an Aufklärungsarbeit und
gegenseitigem Kennenlernen nötig, damit sich das Verhältnis von Muslimen und NichtMuslimen in Deutschland entspannt. Der Tag der offenen Moschee, der jedes Jahr im
Oktober organisiert wird, ist nur ein Beispiel dafür, sich über einander zu informieren und
Hemmschwellen zu überwinden. Vielleicht kommen dann selbst Politiker wie Henry Nitzsche
zu schlaueren Urteilen über ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger.
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Zahlen: Muslime in Deutschland
Einige aktuelle Daten im Überblick.
3,2 Millionen Muslime leben zur Zeit in Deutschland.
Der Anteil der Muslime an der Bevölkerung betrug 2001 3,2 Prozent. 68 Prozent der
Bevölkerung sind Christen, 1 Prozent gehören anderen Religionen an und 28,5 Prozent
sind konfessionslos. Zum Vergleich: In Frankreich beträgt der Anteil von Muslimen an
der Bevölkerung etwa 7 Prozent. Dort leben vier Millionen Moslems. (Quelle: epd 2003)
Mit 1,91 Millionen Personen sind die Türkinnen und Türken die größte
Nationalitätengruppe unter der ausländischen Bevölkerung in Deutschland. Sie stellen
26,1 Prozent der Bevölkerung ohne deutschen Pass.
35,5 Prozent der Personen türkischer Herkunft, die in Deutschland leben, wurden in
Deutschland geboren (679 000 Personen).
2 500 Moscheen und Gebetshäuser gibt es derzeit in Deutschland. 154 weitere sind im
Bau.
70 000 muslimische Kinder werden an Koranschulen in den Islam eingewiesen.
Diese Angaben stammen vom Statistischen Bundesamt und dem Evangelischen Pressedienst
(epd).
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Muslime im Internet
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Islam: Die Bedeutung des Kopftuchs/Schleiers
Informationen zur religiösen Bedeutung des Kopftuchs oder Schleiers.
Zum religiösen Ursprung
Viele Musliminnen tragen nach der Geschlechtsreife ein Kopftuch oder einen Schleier. Im
Koran selbst gibt es kein Verschleierungsgebot, aber den Hinweis, dass Frauen ihre
körperlichen Reize nicht offen zur Schau stellen sollen (Sure 24:31) und daher in der
Öffentlichkeit einen Überwurf tragen sollten (Sure 33:56). Außerhalb des Hauses oder in
Anwesenheit fremder Männer verschleiern sich viele Musliminnen daher. Insgesamt gibt es
drei verschiedene Arten der Verschleierung: den Gesichtsschleier (er verdeckt das ganze
Gesicht oder nur die untere Gesichtshälfte), den Kopfschleier (Kopftuch) und den
Körperschleier (Tschador genannt). Vermutlich wurde die Verschleierung seit dem 9.
Jahrhundert mehr und mehr üblich. Im 16. Jahrhundert erreichte der Gebrauch des
Schleiers seinen Höhepunkt. Heute hängt es vom jeweiligen Land und der jeweiligen
religiösen Überzeugung ab, ob sich eine Muslimin verschleiert oder nicht.
Unterschiedliche Positionen zur Verschleierung
Gemäßigte Vertreterinnen und Vertreter des Islam sehen keine Verschleierungspflicht. Sie
stützen sich auf den Koran und betonen, dass es dort kein ausdrückliches
Verschleierungsgebot gibt. Für sie ist der Schleier ein Symbol für die Unterdrückung der
Frau. Die Befürworter der Verschleierung betonen dagegen, der Schleier sei ein Zeichen für
Bescheidenheit und Anstand der Frau. Durch den Schleier werde ihre persönliche Würde
geschützt. Außerdem sei der Schleier ein Zeichen der kulturellen Eigenständigkeit der
muslimischen Welt.
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Zentralrat der Muslime: islam.de
http://www.islam.de/
Der Verband Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. informiert auf seiner Seite
über den islamischen Glauben. Es gibt Hintergrundinformationen zu FAQs wie
beispielsweise zum Ramadan.
ZDF: Weltreligion Islam
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,1021965,00.html
In verschiedenen Beiträgen dieses ansprechend gestalteten Online-Dossiers
informieren ZDF-Journalisten leicht verständlich über den Islam.
"Ex oriente lux"
http://www.ex-oriente-lux.de/
Die private Website bietet Informationen zu den Saaten der arabischen Welt, zu
Religionen im Orient, zu Frauen im Islam und teilweise auch Informationen zur
Lebensweise von Muslimen.
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Muslime im Internet
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Internetressourcen
Ausgewählte Links für die weitere Recherche zum Thema.
Islam
• Qantara.de
http://www.qantara.de/
Dreisprachiges Internetportal von Bundeszentrale für politische Bildung, Deutsche
Welle, Goethe-Institut Inter Nationes und Institut für Auslandsbeziehungen.
Zahlreiche Dossiers zu kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Themen. In
Deutsch, Englisch und Arabisch.
• ZDF: Weltreligion Islam
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,1021965,00.html
In verschiedenen Beiträgen dieses ansprechend gestalteten Online-Dossiers
informieren ZDF-Journalisten leicht verständlich über den Islam.
• Zentralrat der Muslime in Deutschland: Islam.de
http://www.islam.de/
Der Verband Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. informiert auf seiner Seite
über den islamischen Glauben. Es gibt Hintergrundinformationen zu FAQs wie zum
Beispiel zum Ramadan.
• Weltmission: Der Islam / Minikurs Islam
http://www.evangelium.de/weltmission/religion/islam.htm
Abgesehen von dem Artikel zum Islam gibt es hier den "Minikurs Islam", der vom
Orientdienst in Wiesbaden in der Zeitschrift "Orientierung" herausgegeben und online
regelmäßig aktualisiert.
Ausländer
• Frankfurter Rundschau: Welche Ausländer wollen die Deutschen?
http://www.fraktuell.de/uebersicht/alle_dossiers/politik_inland/welche_auslaender_wollen_die_deu
tschen/
Eine Sammlung von Reportagen und Zeitungsberichten zum multikulturellen
Zusammenleben in Deutschland
• Statistisches Bundesamt
http://www.destatis.de
Aktuelle Zahlen zum Thema Ausländer in Deutschland gibt es unter anderem in der
Rubrik "Bevölkerung".
• Bundeszentrale für politische Bildung: Muslime und Islam in Europa
http://www.bpb.de/veranstaltungen/4CL11K,0,0,Muslime_und_Islam_in_Europa.html
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erwachte das Interesse an der
muslimischen Minderheit in Europa. Welche Erfahrungen gibt es mit der Integration
dieser Muslime in Europa? Verschiedene Beiträge dokumentieren eine
Veranstaltungsreihe der Bundeszentrale vom Juli 2002.
Frauen im Islam
• Exil Club: Junge Frauen und das Kopftuch
http://www.exil-club.de/dyn/54925.asp
Der Exil-Club zeigt Ausschnitte aus dem Video "Enthüllungen" des Medienprojekts
Wuppertal. Junge Musliminnen erklären darin ihre persönliche Einstellung zum
Kopftuch.
• DIE ZEIT: Im Schutze des Tuches
http://www.zeit.de/2003/51/Kopftuchlehrerinnen_2f_Klenk
Der Artikel beschreibt die Haltung und die "mitunter merkwürdige Welt" von vier
deutschen Kopftuchlehrerinnen
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Muslime im Internet
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Qantara.de: Feministischer Islam
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-296/i.html
Dossier mit Interviews und Artikeln über Frauen, die der traditionellen Auslegung des
Koran widersprechen. Auch in Deutschland gibt es innerhalb des Islam eine
"feministische Theologie".
Qantara.de: Frauen
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-502/i.html
In dem Dossier werden muslimische Frauen vorgestellt, die sich einen Platz in der
Gesellschaft erkämpft und einen Namen im politischen oder kulturellen Leben ihres
Landes gemacht haben.
Qantara.de: Kopftuchdebatte in Frankreich
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-68/i.html
Auch in Frankreich erhitzt der Streit um das Tragen des Kopftuchs seit Monaten die
Gemüter. Informationen zum Hintergrund und zur weiteren Entwicklung liefert dieser
Artikel.
Staat und Religion
• bpb: Handwörterbuch des politischen Systems Kirchen
http://www.bpb.de/wissen/07955898256966762371479504329837,4,0,Kirchen.html
Der Artikel "Kirchen" erläutert die Stellung von Kirchen in der Gesellschaft und im
Staat.
• bpb-Schwerpunkt: Grundwerte und Menschenrechte
http://www.bpb.de/themen/6H594K,0,0,Grundwerte_und_Menschenrechte.html
Dossier mit verschiedenen Beiträgen zu Grundrechten und Menschenrechten. Es gibt
auch Beiträge zur Religionsfreiheit.
• bpb: Religion und ihre Globalisierung in der Moderne
http://www.bpb.de/publikationen/KDG2IA,0,0,Die_Trennung_von_Politik_und_Religio
n_und_ihre_%22Globalisierung%22_in_der_Moderne.html
Wie sieht die Trennung zwischen der politischen und der religiösen Macht aus? Der
Aufsatz aus der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" erläutert das Problem.
• bpb: Zivile oder herrschaftliche Religion?
http://www.bpb.de/publikationen/OJQUEB,0,0,Zivile_oder_herrschaftliche_Religion.ht
ml
Ein Aufsatz aus der Reihe "Aus Politik und Zeitgeschichte" zu Fundamentalismus,
Religionsfreiheit und der Verantwortung des zivilen Staates.
Links zum Artikel
Alle Links zum Artikel noch einmal auf einen Blick.
Vorurteile und Integrationsprobleme
• Spiegel-Online: Rechter Unionsflügel verschreckt die Deutsch-Türken
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,272915,00.html
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche und seine Äußerungen über
Muslime in Deutschland.
• Qantara: Was halten die Deutschen vom Islam?
http://www.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-5/i.html
Beitrag zum Zusammenleben von Muslimen und Deutschen.
Die Debatte um das Kopftuch
• Religion-Online: Islam und Kopftuch
http://www.religion-online.info/islam/themen/kopftuch-bverwge.html
Das Kopftuch-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts und Reaktionen darauf.
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Muslime im Internet
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Migration und Bevölkerung: Das Kopftuch-Urteil
http://www2.rz.huberlin.de/population/miginfo/migration_und_bevoelkerung/artikel/030801.htm
Dokumentation aus der Zeitschrift "Migration und Bevölkerung" (Ausgabe 10/2003)
zum Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichts.
WDR: Funkhaus Europa
http://www.wdr5.de/funkhauseuropa/dossiers/detail.phtml?dossier_id=111
Dossier "Die Justiz und das Kopftuch" zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts, den
Folgen und Reaktionen sowie zu anderen Urteilen zum Kopftuch.
Spiegel Online: Südländer werfen Bumerang
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,273568,00.html
Die Regierungen in Baden-Württemberg und Bayern wollen das Kopftuch aus Schulen
verbannen, aber christliche Symbole weiter zulassen. Die geplanten Gesetze haben
alle Chancen, bald wieder vor dem Verfassungsgericht zu landen.
Bedeutung des Kopftuchs/Schleiers
• Zentralrat der Muslime: islam.de
http://www.islam.de/
Der Verband Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. informiert auf seiner Seite
über den islamischen Glauben. Es gibt Hintergrundinformationen zu FAQs wie
beispielsweise zum Ramadan.
• ZDF: Weltreligion Islam
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/13/0,1872,1021965,00.html
In verschiedenen Beiträgen dieses ansprechend gestalteten Online-Dossiers
informieren ZDF-Journalisten leicht verständlich über den Islam.
• "Ex oriente lux"
http://www.ex-oriente-lux.de/
Die private Website bietet Informationen zu den Saaten der arabischen Welt, zu
Religionen im Orient, zu Frauen im Islam und teilweise auch Informationen zur
Lebensweise von Muslimen.
Islamismusverdacht
• Bundesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2002
http://www.verfassungsschutz.de/news/vsb2002.pdf
Der Verfassungsschutzbericht (im PDF-Format) informiert unter anderem über
sicherheitsgefährdende und extremistische Bestrebungen von Ausländern in
Deutschland.
• Deutsche Welle: Rechtsstaatliches Dilemma beim Fall Kaplan
http://www.dw-world.de/german/0,3367,1455_A_957553_1_A,00.html
Kommentar zu der Entscheidung, dass der Islamistenführer Kaplan trotz
Aberkennung des Asyl-Status nicht in die Türkei abgeschoben werden darf.
• Deutsche Welle: Streit um saudische Schule in Deutschland
http://www.dw-world.de/german/0,3367,1575_A_997597_1_A,00.html
Hintergrundbericht und Diskussionsforum zur König-Fahd-Akademie.
© 2003, Schulen ans Netz e.V.
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