Vollbild - eLiechtensteinensia

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Vollbild - eLiechtensteinensia
Liechtensteinisches Landesmuseum
Jahresbericht 2011
Inhalt
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Personelles
Sonderausstellungen
Veranstaltungen
Ausblick
Sammlungen
Schenkungen
Ankäufe
Stiftungsrat
Fachbeirat
Dank
Besucherstatistik
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Das Jahr 2011 war das Jahr der personellen Änderungen
in der Führungsebene und der strategischen Neuausrichtung. Nach der Frühpensionierung des bisherigen
Direktors lic. phil. Norbert W. Hasler auf Frühling 2011
wurde die Stelle des Direktors neu besetzt. Nachdem der
bisherige Stellvertreter und Konservator lic. phil. Arthur
Brunhart im Februar als Vorsteher von Balzers gewählt
wurde, musste auch dieses Amt neu besetzt werden. Neu
zum Team stiess gleichzeitig die Kulturvermittlerin lic.
phil. Sabina Braun.
Personelles
Direktor Prof. Dr. Rainer Vollkommer
Rainer Vollkommer ist 1959 in München geboren
und aufgewachsen. Dort besuchte er auch die Primarschule und das Gymnasium. Nach der Matura 1978
begann Rainer Vollkommer von 1978 bis 1979 an der
Ludwig-Maximilians-Universität in München das Studium im Hauptfach Klassische Archäologie und in den
Nebenfächern Kunstgeschichte, Ur- und Frühgeschichte,
Provinzialrömische Archäologie, Alte Geschichte, Byzantinische Kunstgeschichte, Hilfswissenschaften und
Romanistik. Anschliessend wechselte er an die Université de Paris-Sorbonne und studierte von 1979 bis 1982
Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Byzantinische
Kunstgeschichte, Islamische Archäologie und Kunst,
Vor- und Frühgeschichte sowie Alte Geschichte. Parallel dazu studierte er von 1980 bis 1981 an der Ecole du
Louvre und Ecole Pratique des Hautes Etudes in Paris
Klassische Archäologie, Ägyptologie, Museumskunde
und Antike Numismatik. Anschliessend vervollständigte
er seine Ausbildung von 1981 bis 1984 am Lincoln College in Oxford in Klassischer Archäologie. Dort erlangte
er auch den Titel des Doctor of Philosophy.
Nach den Studien arbeitete Rainer Vollkommer während zehn Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei
Am 1. April nahm der neue Direktor des Landesmuseums, Rainer Vollkommer, die Arbeit auf. Auf dem Bild
von links: Mario Broggi (Mitglied des Stiftungsrats des Landesmuseums), Rainer Vollkommer, Irene LinggBeck (Präsidentin des Stiftungsrats), Michael Goop (Mitglied des Stiftungsrats).
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Liechtensteinisches Landesmuseum: Jahresbericht 2011
LIMC/UNESCO in Basel, war Lehrbeauftragter und Dozent an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im
Breisgau, arbeitete an der Katholischen Universität Miséricorde in Freiburg (Schweiz) und war Oberassistent
an der Universität Leipzig. Eine Professur-Vertretung in
Freiburg im Breisgau und eine Lehrstuhl-Vertretung in
Hamburg runden seine universitäre Laufbahn ab.
Von 2000 bis 2002 arbeitete Rainer Vollkommer als
Experte und stellvertretender Geschäftsführer bei der
Jean-David-Cahn AG in Basel, einer der renommiertesten Galerien für antike Kunst weltweit.
Ab Juni 2002 war Rainer Vollkommer Leiter des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden und des Archäologischen Archivs Sachsen. Zudem ist er seit dem
Sommersemester 2007 Dozent an der Seniorenakademie
an der Technischen Universität Dresden und seit dem
Sommersemester 2008 Dozent an der TU Dresden. 2009
wurde er Honorarprofessor für Alte Geschichte.
Herr Vollkommer hat am 1. April 2011 seine Tätigkeit am Liechtensteinischen Landesmuseum aufgenommen.
Kurator lic. phil. Donat Büchel
Donat Büchel, geboren 1977, aufgewachsen in Balzers, studierte nach der Matura am Liechtensteinischen
Gymnasium in Bern und Berlin Geschichte im Hauptfach
(Schwerpunkte Neueste und Neuere Geschichte) sowie
Deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft
in den Nebenfächern. 2003 schloss er das Studium mit
dem Lizentiat ab. Titel seiner Lizentiatsarbeit war «Wahlschlachten und kleine Bürgerkriege. Die liechtensteinischen Landtagswahlen 1918, 1922, 1926, 1928, 1932 im
Vergleich». Ergänzend zu seinen historischen Studien
absolvierte Donat Büchel die Ausbildung zum Lehrer für
Maturitätsschulen in Bern für Geschichte und Deutsch.
Nach dem Studium arbeitete Donat Büchel als Mitglied der Redaktion des Historischen Lexikons für das
Fürstentum Liechtenstein, war Mitarbeiter des Projektes
zur Erstellung eines Lehrmittels zur liechtensteinischen
Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Donat Büchel war von 2008 bis 2011 Mitglied der «Expertenkommission für die Quellenpublikation zu den
dreissiger und vierziger Jahren» und war während vier
Jahren Mitglied der Kulturkommission der Gemeinde
Balzers. Derzeit ist er Mitglied der Betriebskommission
Alter Pfarrhof Balzers.
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 2011
Herr Büchel hat am 1. Juni 2011 seine Arbeit am Liechtensteinischen Landesmuseum aufgenommen.
Leiterin Bildung und Vermittlung lic. phil. Sabina Braun
Sabina Braun ist in Basel geboren und aufgewachsen.
Nach Abschluss der Ausbildung zur Kindergärtnerin
arbeitete sie fünf Jahre in diesem Beruf. Anschliessend
holte sie die Matura nach und studierte an der Universität Basel Kunstgeschichte und Geschichte (Neuere allgemeine Geschichte, Allgemeine Geschichte des Mittelalters). Sie schloss ihr Studium mit dem Lizentiat ab.
Sabina Braun arbeitete in der Bildung und Vermittlung des Historischen Museums Basel (Planung und Umsetzung von Primar- bis Gymnasialbildungsangebote)
sowie als Projektleiterin und Stadtführerin im Verein
Stadtrundgang Basel. Im Frühling 2011 absolvierte Frau
Braun ein Praktikum in der Klassik Stiftung Weimar,
in welchem sie Führungskonzepte für blinde und sehbehinderte Personengruppen im Rahmen der barrierefreien Museumsangebote erarbeitete.
Frau Braun hat ihre Tätigkeit am Liechtensteinischen
Landesmuseum am 1. Mai 2011 aufgenommen.
Sekretariat
Bis September 2011 war Elfi Schädler für das Sekretariat zuständig. Sie wurde von Sabina Negele abgelöst.
Frau Negele wuchs im Mittleren Osten und in Vaduz auf,
machte eine Ausbildung als eidgenössisch-diplomierte
Hoteldirektionsassistentin und arbeitete während 13 Jahren in verschiedenen Vier- und Fünf-Stern-Hotelbetrieben in der Schweiz und in Italien. Sie spricht fliessend
Englisch und Deutsch sowie Italienisch und Französisch.
2001 wechselte sie zu Siemens Building Technologies als
Direktionsassistentin der Group Head Human Resources
und machte eine Weiterbildung als Webdesignerin SIZ.
Von 2004 bis 2011 arbeitete sie als Webdesignerin, zuerst als Angestellte, dann als Freelancerin innerhalb der
Group Communications bei Siemens.
Der Stiftungsrat freut sich sehr, mit Rainer Vollkommer, Donat Büchel, Sabina Braun und Sabina Negele
kompetente und aktive Persönlichkeiten neu im Team
des Landesmuseums zu haben.
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Sonderausstellungen
Vernissage der Sonderausstellung «Das Osterei – Liebespfand und
Kunstobjekt», 16. März 2011. Von links: Regierungsrätin Aurelia
Frick, Michael Goop (Mitglied des Stiftungsrats des Landesmuseums),
Ida Goop, die Witwe von Adulf Peter Goop. Dieser hatte dem Land
Liechtenstein 2010 seine Sammlung geschenkt. Die Ausstellung
zeigte eine Auswahl aus der Sammlung Goop.
Blick auf das berühmte «Apfelblüten-Ei» von Fabergé während der
Vernissage der Sonderausstellung «Das Osterei – Liebespfand und
Kunstobjekt», 16. März 2011.
Ende Januar 2011 gingen die sehr erfolgreichen Ausstellungen «Bevor die Römer kamen / Späte Kelten am
Bodensee» und «DIE RHEINREISE – Von den Quellen
bis zur Mündung» von Louis Bleuler (Sammlung Adulf
Peter Goop) zu Ende.
Das Osterei - Liebespfand und Kunstobjekt
Eine weitere Ausstellung mit Schätzen aus der GoopSammlung wurde am 17. März eröffnet, nämlich die
(Oster-)Eier. Im Jahre 2010 schenkte Adulf Peter Goop
dem Land Liechtenstein die mit über 2’000 Exponaten
wohl vielfältigste Sammlung von Ostereiern der Welt.
An dieser Sonderausstellung wurde eine Auswahl aus
Liechtenstein und dem zaristischen Russland (FabergéEier) gezeigt. Leider erlebte Adulf Peter Goop die
Vernissage nicht mehr. Er verstarb, 90-jährig, eine
Woche zuvor.
Das berühmteste Fabergé-Ei ist das Apfelblüten-Ei aus
dem Jahr 1901. Es besteht aus zweifarbigem Gold, aus
Email, aus dem seltenen sibirischen Nephrit und aus Diamanten. Dieses Fabergé-Ei ist von unschätzbarem Wert.
Die Ausstellung war so erfolgreich, dass sie bis Januar
2012 verlängert wurde.
Fischwelten – Vom Mittelmeer zum Alpenrhein
Die erste vom neuen Direktor konzipierte Sonderausstellung war jene der «Fischwelten». Sie wurde – ergänzt mit einem Liechtenstein-Beitrag – am 26. Mai 2011
eröffnet.
Zur Ausstellung selbst gab es Sonderveranstaltungen
wie eine Ferienwerkstatt für Kinder ab sieben Jahren
(Fischteller töpfern und selbst bemalen) und einen Vortrag über die «Griechen als Seefahrer» (Prof. Hans-Joachim Gehrke).
Brieföffner (Postmuseum)
Die weltweit grösste Sammlung an Brieföffnern befindet sich in liechtensteinischem Privatbesitz. In einer Sonderausstellung in der zweiten Jahreshälfte wurden diese
exklusiven Stücke aus der Sammlung von Jutta und Kurt
Büchel gezeigt. Erstaunt nahm man zur Kenntnis, dass
Brieföffner nicht einfach reine Zweckobjekte sind, sondern vielmehr wahre Kleinkunstwerke mit einer Vielfalt
an Materialien, Motiven und Designs.
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Liechtensteinisches Landesmuseum: Jahresbericht 2011
Einblick in die Sonderausstellung «Fischwelten – Vom Mittelmeer zum Alpenrhein», die ab dem 26. Mai 2011 im Liechtensteinischen Landesmuseum zu sehen war.
Der Parfümeur Uwe Herrich (im
Bild) aus Dresden präsentierte
am 30. November 2011 verschiedene «Parfüms für Liechtenstein», die er für die Sonderausstellung «Fischwelten – Vom
Mittelmeer zum Alpenrhein»
hergestellt hatte.
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 2011
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50 Jahre russische Raumfahrt (Postmuseum)
Eine weitere Ausstellung umfasste Briefmarken zu
«50 Jahre russische Raumfahrt». Sie wurde zusammen
mit der Philatelie Liechtenstein und der russischen Botschaft in Bern konzipiert.
Veranstaltungen
Liechtensteinisches Landesmuseum (Hauptsitz)
Neben den sehr gut besuchten Führungen durch
die Sonderausstellungen gab es zahlreiche neue Angebote, die auf Initiative der Kulturvermittlung entstanden wie zum Beispiel die KulturPause über Mittag und
After-Work (Führungen durch die Sonderausstellungen),
Matinées, Lesungen (Carsten Sebastien Henn), «ein
Abend mit ...», Familienführungen, Troja rappt (ein Musik-Event mit Black Tiger), Parfüms (Uwe Herrich) für
Liechtenstein.
Erfreulicherweise nach wie vor sehr gut besucht waren die Mittwoch Feierabend-Veranstaltungen, die jeden
Mittwoch im Monat stattfanden. Im Folgenden sind diese
einzelnen Veranstaltungen aufgelistet:
– 5. Januar 2011: Scherben bringen Glück, mit lic. phil.
Eva-Maria Scheiwiller
– 2. Februar 2011: Weldala, Wilderer – Jagd im Zwielicht, mit Gebi Schurti
– 2. März 2011: Hobelspähn’ und Sägemehl, mit Noldi
Frommelt
– 6. April 2011: Spezialführung mit Frau Dr. Nicole Ohneberg durch die Ostereier-Ausstellung
– 4. Mai 2011: Sensationsfund im Weingarten, mit Mag.
Ulrike Mayr
– 1. Juni 2011: Beigla – hölzerne Urkunden, mit Josef
Eberle
– 6. Juli 2011: Gourmets am grünen Tisch, mit Michael
Fasel
– 3. August 2011: M.O.D.E.L.L., mit Leopold Schädler
– 7. September 2011: Gohsch gärn i’d Schual, mit Luzius Malin
– 5. Oktober 2011: News aus Eschen und der halben
Welt, mit Jürgen Schindler
Kurt und Jutta Büchel präsentieren einige Schätze aus ihrer Sammlung. Das Bild entstand anlässlich der
Vernissage der Ausstellung «Brieföffner» vom 30. Juni 2011 im Postmuseum.
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Liechtensteinisches Landesmuseum: Jahresbericht 2011
Vom 23. März bis Ende April 2011 wurde im Landesmuseum die Ausstellung «Konstruktiv – der Liechtenstein-Preis für nachhaltiges Bauen und
Sanieren in den Alpen» gezeigt. Auf dem Bild sind zu sehen (von links): Felix Näscher (Leiter des Amts für Wald, Natur und Umwelt), Johannes
Kaufmann (1. Preis im von der liechtensteinischen Regierung ausgelobten Architekturpreis «Konstruktiv»), Regierungsrätin Aurelia Frick, Dietrich Schwarz (3. Preis), Helene und Dietmar Nussbaumer (2. Preis), Andreas Götz, Geschäftsführer der CIPRA International.
Am 26. September 2011 fand in Liechtenstein ein informelles Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter statt. Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Landesmuseum. Auf dem Bild sind zu sehen
(von links): Micheline Calmy-Rey (schweizerische Bundespräsidentin), Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, seine Gattin Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein, Rainer Vollkommer (Direktor des
Landesmuseums), Heinz Fischer (österreichischer Bundespräsident), seine Gattin Margit Fischer, Christian
Wulff (deutscher Bundespräsident) und seine Gattin Bettina Wulff.
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 2011
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– 2. November 2011: Medusa, Medaillon und Muschel,
mit lic. phil. Dominik Wunderlin
– 7. Dezember: Winterzauber, mit Martina Michel-Hoch
In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 2011 fand die diesjährige
«ORF Lange Nacht der Museen» statt. «Eine Nacht im Museum»
konnte auch im Hauptsitz und im Postmuseum erlebt werden.
Wie schon die letzten Jahre haben das Landesmuseum
und das Postmuseum am Samstag, 1. Oktober 2011 an
der Langen Nacht der Museum, organisiert und koordiniert vom ORF, teilgenommen. Es war eine weitere
Gelegenheit, sehr viele Besucherinnen und Besucher im
Landesmuseum und im Postmuseum zu begrüssen.
Postmuseum des Fürstentums Liechtenstein
Das Postmuseum ist nach wie vor eine sehr beliebte
Anlaufstelle für Philatelisten aus aller Welt. Auch Dank
des freien Eintritts und täglicher Öffnungszeit konnten
die Besucherzahlen einmal mehr gesteigert werden.
Bäuerliches Wohnmuseum, Schellenberg
Das Bäuerliche Wohnmuseum war von April bis
Oktober jeden ersten und letzten Sonntag im Monat
geöffnet. Am letzten geöffneten Tag, am 30. Oktober
2011, erzählte Rudolf Goop von Schmugglerinnen und
Schmugglern rund um Schellenberg.
Ausblick
Impression von der «Langen Nacht der Museen», die im Landesmuseum unter dem Motto «Die Griechen und das Meer» stand.
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Der neue Direktor hat zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Landesmuseum in seiner lokalen Position erheblich gestärkt und gleichzeitig
in den internationalen Fokus gerückt. Das Landesmuseum möchte auch in Zukunft die in- und ausländischen Kontakte weiter pflegen und ausbauen. Die
Zusammenarbeit mit Liechtenstein Marketing soll intensiviert werden. Das Landesmuseum möchte ebenso
das Angebot im Museumsshop erweitern. Es sollen insbesondere im Fürstentum produzierte Produkte angeboten werden, um so auch Werbung für Liechtenstein zu
machen.
Die Sicherung der nötigen finanziellen Mittel bleibt
ein zentrales Anliegen, um die hohe Qualität des
Landesmuseums aufrecht zu erhalten. Weiterhin nicht
gelöst ist die Finanzierung der Inventarisation der
Sammlungen. Die Stelle der Kulturvermittlung ist
über das Stiftungsvermögen nur bis Frühling 2014
gesichert.
Liechtensteinisches Landesmuseum: Jahresbericht 2011
Sammlungen
Schenkungen
Sammlung Adulf Peter Goop
Für die Sammlung Goop wurde im Berichtsjahr eine
Schnellinventarisation begonnen. Es ging vor allem darum festzustellen, welche und wie viele Objekte die
Sammlung beinhaltet.
Das Landesmueum konnte sich über diverse Schenkungen aus den Bereichen Geschichte, Volkskunde,
Technik, Numismatik und Bildende Kunst freuen. Sie
stammen von
– Bruno Ackermann, Sevelen
– Brigitte Barckhaus, Sevelen
– Thomas A. Batliner, Triesen
– Arthur Brunhart, Balzers
– Buchbinderei Thöny, Vaduz
– Adulf Peter Goop, Vaduz (Nachlass)
– Arthur Konrad, Vaduz
– Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz
– Erwin und Annelies Pfeiffer-Lingg, Planken
– Prinz Emmeram von Liechtenstein
– Norman Marxer, Vaduz
– Christel Nägele, Triesen
– Brigitte Schweiger, Vaduz
Wachssammlung Hubert Bühler
Die Dokumentation der Wachssammlung wurde weitergeführt und steht kurz vor dem Abschluss. Mit der
Restaurierung kann aber auf Grund fehlender finanzieller Mittel nicht begonnen werden.
Inventarisation
Wegen fehlender Gelder konnte im 2011 an der Inventarisierung der Sammlungen (Leihgaben und eigene
Objekte) nicht gearbeitet werden. Derzeit sind nur zirka
15 Prozent der Sammlungsobjekte inventarisiert.
Am 30. Oktober 2011 öffnete das Bäuerliche Wohnmuseum in Schellenberg zum letzten Mal im Jahr 2011 seine Türen. Die Saison beendete
Rudolf Goop (in der Mitte, stehend) mit einem Vortrag zum Thema «Von Schmugglerinnen und Schmugglern rund um Schellenberg».
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 2011
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– Levent Tekin, Bregenz
– Josef Hilti, Ruggell
– Wolfgang Vedana, Ruggell
Allen Donatorinnen und Donatoren sei herzlichst gedankt!
Ankäufe
Nachfolgend aufgeführte Objekte und Dokumente konnten im Berichtsjahr 2011 angekauft werden:
– Holzschlitten
– Kalenderblatt für das Jahr 1712
– Abraham à Sancta Clara, «Etwas für Alle, Das ist: Eine
kurtze Beschreibung allerley Stands-, Ambts- und Gewerbs-Personen mit beygedruckter Sittlicher Lehre
und Biblischen Concepten, durch welche der Fromme
mit gebührendem Lob hervorgestrichen, der Tadelhafte aber mit einer mässigen Ermahnung nicht verschonet wird …, Würzburg 1711» [Dreiteiliges Buch
mit zahlreichen Bildern über die Berufe um 1700].
– Michael Bernhard Valentini, «Museum Museorum
Oder Vollständige Schau-Bühne Aller Materialien und
Specereyen Nebst deren Natürlichen Beschreibung
/ Election, Nutzen und Gebrauch … Zweite Edition,
Frankfurt am Main 1714» (erste Auflage 1704) [Dreiteiliges Buch über das «Wissen der Welt» um 1700 mit
zahlreichen Bildern].
Stiftungsrat
Für den Stiftungsrat war es ein sehr ereignisreiches Jahr.
Er traf sich zu neun ordentlichen Sitzungen sowie 25
weiteren Sitzungen. Es wurden ein neuer Direktor, ein
Kurator und eine Kulturvermittlerin eingestellt. Gemäss
Gesetz ÖUSG mussten bis zum 31. Dezember 2011 Statuten und Organisationsreglement erstellt werden. Ende
Oktober wurden beide Dokumente der Regierung zugestellt. Deren Genehmigung stand per Ende Jahr noch aus.
Christa Eberle trat im März aus persönlichen Gründen
aus dem Stiftungsrat zurück. Der Stiftungsrat bedauert
den Entscheid sehr, da sie stets engagiert mitgearbeitet
hat. Er dankt ihr deshalb ganz herzlich für die Mitarbeit
im Stiftungsrat.
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Der Stiftungsrat setzt sich per 31. Dezember 2011 wie
folgt zusammen:
– Irene Lingg-Beck, Planken (Präsidentin, seit 2006)
– Eva-Maria Bechter, Triesen (seit 2006)
– Mario F. Broggi, Triesen (seit 2006)
– Michael Goop, Triesen (seit 2006)
– Ines Schachenhofer, Gamprin (seit 2010)
– Sandra Wenaweser, Vaduz (seit 2010)
Fachbeirat
Dem Fachbeirat gehören folgende Mitglieder an:
– Dr. Rainer Vollkommer, Vorsitz
– Petra Büchel, Triesen
– Josef Eberle, Triesenberg
– Silvio Hoch, Triesen
Der Fachbeirat traf sich zu einer Sitzung.
Dank
Das Jahr 2011 war auch deshalb ein sehr erfolgreiches,
weil alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesmuseums, des Postmuseums und des Wohnmuseums
Schellenberg ausserordentlichen Einsatz und viel Engagement geleistet haben. Ihnen, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amts für Wald, Natur und
Landschaft und der Archäologie, möchte der Stiftungsrat
den herzlichsten Dank aussprechen. Danken möchte der
Stiftungsrat auch den Ausstellungmachern der sehr erfolgreichen Sonderausstellungen. Die Unterstützung von
allen im Landesmuseum tätigen Personen im 2011 kann
nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie alle haben
mitgeholfen, das Liechtensteinische Landesmuseum neu
und erfolgreich zu positionieren.
Liechtensteinisches Landesmuseum: Jahresbericht 2011
Besucherstatistik
Landesmuseum: 14’098 Personen
(plus 14,6 Prozent gegenüber Vorjahr)
Postmuseum: 20’632 Personen
(freier Eintritt /plus 21,7 Prozent)
Wohnmuseum: 590 Personen
(freier Eintritt / plus 60,3 Prozent)
Total: 35’320 Personen
(Total Vorjahr: 30’281 Personen, plus 16,6 Prozent)
Im Landesmuseum kamen die Besucherinnen und Besuchern aus folgenden Ländern: 48 Prozent aus Liechtenstein, 16 Prozent aus der Schweiz, 11 Prozent aus
Deutschland, 3 Prozent aus Österreich, 11 Prozent aus
anderen europäischen Ländern und weitere 11 Prozent
aus dem übrigen Ausland.
Das Landesmuseum hat insgesamt 165 (Vorjahr: 148)
Führungen für die Dauer- und Sonderausstellungen angeboten, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
bestens durchgeführt wurden. Dazu kamen noch 20 Führungen des Liechtenstein Tourismus.
Für den Stiftungsrat des Liechtensteinischen
Landesmuseums: Irene Lingg-Beck, Präsidentin des
Stiftungsrats.
Der Stiftungsrat hat den Jahresbericht in der Sitzung
vom 16. Mai 2012 verabschiedet.
Bildnachweis
Liechtensteinisches Landesmuseum, Sven Beham
Anschrift
Liechtensteinisches Landesmuseum, Posfach 1216,
FL-9490 Vaduz.
Einblick in die Ausstellung «Historische Weihnachts- und Neujahrskarten», an der neben historischen Ansichtskarten auch
Spielzeug aus der Zeit um 1900
sowie ein Weihnachtsbaum
gezeigt wurden. Die Ausstellung
dauerte vom 27. November
2011 bis 22. Januar 2012.
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 2011
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Korrigenda
Jahrbuch des Historischen Vereins für das
Fürstentum Liechtenstein, Band 110
In der Rezension zu Peter Geigers Werk «Kriegszeit»,
verfasst von Werner Hagmann, sind zwei Korrekturen
anzubringen:
Auf der Seite 104 ist die Bildlegende falsch. Richtig muss
es heissen: US-Bomber, Bruchlandung bei OberrietKriessern am 16. April 1944.
Der Bildnachweis auf Seite 120 ist zwar nicht falsch,
aber unvollständig. Die Bilder sind alle im Werk von
Peter Geiger abgebildet, doch die Quellen müssen differenziert wie folgt angegeben werden:
– Seite 104 oben: Hans-Heiri Stapfer und Gino Künzle:
Strangers in a Strange Land, Vol. II: Escape to Neutrality. Carrolton (Texas), 1992
– Seite 104 unten, Seite 105, S. 106 oben, Mitte und unten links, Seite 109, Seite 111 unten rechts, Seite 114,
Seite 118: Liechtensteinisches Landesarchiv, Vaduz
– S. 106 unten rechts: Privatbesitz Caroline und Michael
Hilti, Schaan
– Seite 111 oben: Janusz Piekalkiewicz: Spione, Agenten,
Soldaten. Geheime Kommandos im Zweiten Weltkrieg. München, 1988
– Seite 111 unten links: Rudolf Sagmeister und Kathleen
Sagmeister-Fox (Hrsg.): Sakristei und Dunkelkammer.
Zürich, 1992 (Neuauflage: Zürich, 2002)
– Seite 116: Illustrazione ticinese, Rivista svizzera
italiana
Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein, Jahrbuch Band 110, 2011
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