Walibi bietet Weltneuheit Pulsar

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Walibi bietet Weltneuheit Pulsar
GE
WOCHENEND
MAGAZIN
Eupener Erinnerungen
Rückblick auf das Wirgefühl
in der Unterstadt
Lammköpfe und Käselaibe
Blick auf die spektakulärsten
Märkte in Europa
Aus der Region
Reise-Echo
Beilage zum GrenzEcho Nr. 135
Samstag, 11. Juni 2016
Freizeitpark: Wasserachterbahn der Superlative in Betrieb
Walibi bietet Weltneuheit Pulsar
Der Freizeitpark Walibi lädt
seit wenigen Tagen ein zu einer als Weltneuheit gefeierten
Attraktion. Für Gesamtkosten
von 8,5 Millionen Euro ist in
dem Park bei Wavre eine Wasserachterbahn mit dem Namen Pulsar in rund einem
Jahr Bauzeit entstanden.
Dabei handelt es sich um eine Stahlachterbahn vom Modell PowerSplash des Herstellers Mack Rides. Sie ist der
Prototyp des Modells, das zu
den Kategorien der Launched
Coaster oder Shuttle Coaster
zählt und zu den neusten Wasserachterbahnen gehört.
100 km/h schnell und 45
Meter hoch als Trümpfe
der neuen Attraktion
Dieses Bild vermittelt einen Eindruck von den besonderen Erlebnissen der Attraktion Pulsar.
Walibi ist seit Ende März
schon geöffnet. Die zusätzliche Attraktion Pulsar wurde
als neuer Impuls gebührend
gestartet. 600 Gäste wohnten
der Premiere bei und durften
erleben, wie sich Geschwindigkeit, Höhe und Wasser zu einem Abenteuer vereinen, das
selbst die unbeteiligten Zuschauer noch zu begeistern
weiß.
Konzeptentwickler ist das
deutsche Unternehmen Mack
Rides. Den Aufbau besorgten
/ Atelier & Einrichtungshaus
Zeitgenössische Einrichtungen auf Maß
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B-4750 Bütgenbach
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[email protected]?FF?L)<?m/mwww.toeller.be
die belgischen Fachleute von
CSM. Pulsar hatte schon in Orlando die Auszeichnung weltbestes Konzept seiner Art erhalten. Das Familienunternehmen Mack blickt auf eine 230jährige Firmengeschichte zurück und ist heute einer der
Marktführer in der Entwicklung und Produktion von Freizeitparkattraktionen. Die einmalige Konstellation, gleichzeitig Hersteller und Parkbetreiber (Europa Park, Rust) zu
sein, ermöglicht es Mack laut
eigener Darstellung, aus der
Praxis für die Praxis die geeigneten Lösungen zu entwickeln. Walibi stellt sich selbst
mit dem Anspruch vor, Pionier der Freizeitparks zu sein,
Die Einrichtung in Wavre besteht seit 41 Jahren. In den
jüngsten Jahren wurden jeweils rund 1,3 Millionen Gäste
gezählt. Neben dem Freizeitpark bei Brüssel gibt es noch
zwei weitere: Walibi Rhône-Alpes in Frankreich und Walibi
Holland. Sie gehören seit dem
Foto. Walibi
Jahre 2016 zur französischen
Gruppe Compagnie des Alpes.
Zum Start der aktuellen Saison der Freizeitparks erhielt
Walibi noch die höchste Einstufung der „Diamond Themepark Awards“, die seit 2010
als die Oscars für diese Parks
gelten. Jean-Christophe Parent, Generaldirektor von Walibi Belgien, wertete diese und
zwei weitere Auszeichnungen
als Beweis dafür, dass in Wavre
die höchsten Erwartungen erfüllt werden. Der Freizeitpark
Walibi bietet neben der neuen
Hauptattraktion viele weitere
Möglichkeiten Abenteuer zu
erleben, die sich an die ganze
Familie wenden.
Vor dem Besuch ist es wichtig, das Angebot kennenzulernen. Das geschieht am besten
durch Einsicht in die Internetseiten von Walibi. (hw)
www.walibi.com
p h o t o g ra p h ie : st e p h a n o e rm a n n .c o m
Um eine höhere Kapazität
zu erreichen, wurde eine Doppelladestation verbaut, damit
während der Fahrt eines ersten Wagens ein anderer beund entladen werden kann.
Die zwei einzelnen Wagen mit
jeweils fünf Sitzreihen mit vier
Personen werden auf die Geschwindigkeit von 100 km/h
beschleunigt und erreichen eine maximale Höhe von 45
Meter. Die Geschwindigkeit ist
selbstverständlich der Schlüssel auch dieser neuen Attraktion. In nur 70 Sekunden lässt
Pulsar die Fahrgäste in die Luft
schweben, abstürzen und
durchs Wasser gleiten.
Diese Attraktion soll die Attraktivität des Freizeitparks erneut steigern. Pulsar wird als
Spaß für die ganze Familie beworben. Es gehört immer etwas Mut dazu, sich in ein Erlebnis der besonderen Art zu
stürzen. Walibi hatte den Aufbau des Pulsar in allen Phasen
mit Fotos auf der eigenen
Webseite begleitet und somit
auch die Erwartung des Publikums steigern wollen. So erlebten die Gäste dank Internet
alle Phasen des fast einjährigen Aufbaus.
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Aus der Region
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
Erlebte Geschichte (Teil 3)
Der Mythos Gülcherstraße
VON E DGAR H UNGS
Aus den Kindern der Gülcherstraße sind inzwischen Jugendliche geworden. Gingen
wir noch gemeinsam in die
Knabenschule der Unterstadt,
so trennten sich nun unsere
Wege. Man ging auf eine andere Eupener Schule oder fing
seine beruflichen Ausbildungsjahre an. Gemeinsam
verbrachten wir aber die
Abende und die Wochenenden. Neue Freundschaften bildeten sich. Die Kinderjahre
waren vorbei. Man konnte es
während der Gottesdienste sehen. Wir nahmen oben im
rechten Kirchenschiff Platz,
halb auf der Bank sitzend oder
stehend lauschten wir den
Worten von Pastor Hermann
Lennertz und später von Pfarrer Alphonse van Melsen.
Anfangs zogen wir anschließend zur Fritüre von Klaus Jäger an der Ecke Haagenstraße/Bellmerin. In dem kleinen
Restaurant warteten wir, bis
„Klös“ mit den Frittentüten
kam: fein säuberlich in Zeitungspapier gewickelt. Frau Jäger legte jede Fritte zurecht. So
passten einige mehr in die Tüte. „Klös‘“ verkaufte die Fritten
auch aus einem kleinen Fenster, das sich seitlich am Eckhaus im Bellmerin befand. In
den späteren Jahren zog es
uns zur Fritüre Visé im Seisseleveedel.
Die Gülcherstraße brachte
einige ihrer Kinder auf den
Narrenthron.
Anneliese Visé führte ein
strenges Regime – „Der Nächste ist dran!“
Wir durften ins Kino, lag
doch neben dem Hotel Europe
das „Trianon“. Es hatte schon
bessere Tage erlebt. Zeitschriften und Zeitungen kauften wir
nebenan bei Rudi Valkenberg
(de Düs). Er brachte sie auch
ins Haus. Wir hatten unsere
hatten wir über mehrere Jahre
unseren Stammtisch: „D.U. –
Dauernd Unterwegs“. Einmal
monatlich. Bei Peter und Anneliese Hilden brauchten wir
Jung-Micky-Mäuse keinen Anlass zum Feiern.
Zu Karneval zogen wir musizierend von Kneipe zu Kneipe.
Hausmusik mit schrägen Tönen zur Begrüßung. Mehr
ging nicht. Zum Schminken
gingen wir alle zu Freddy
Schins an der Ecke Haasstraße-Malmedyer Straße. Er betrieb einen Frisörladen und
verkaufte nebenbei auch
Spielsachen und sämtliches
Zubehör für den Karneval.
Karneval wurde zelebriert;
Karneval war Kultur.
Stammtisch in der
Edelklause
Das Haus Schins in der Haasstraße. Hier frisierte und schminkte Freddy Schins seine Kunden.
verschiedenen Hobbys: Fußball, Basketball, Motorradfahren und Karneval. Trotzdem
hielten die Freundschaften an.
Die Gülcherstraße brachte einige ihrer Kinder auf den Narrenthron: 1969 Walter II. (Walter Queck) bei den Blauen
Funken, 1972 Helmut II. (Helmut Thissen) und 1983 Edgar
III. (Edgar Hungs) bei den Micky-Mäusen. Es waren jene
Jahre als es für die Karnevalstage bei Bosten unter der Haas
Passe-partout-Karten gab.
„The Singing Boys“ spielten in
den unteren Räumen. Als Kapitän verkleidet stand Fréderic
Mathieu vorne rechts mit seiner Trompete und dirigierte
mit einem verschmitzen Lächeln das Tanzparkett: „Changez! Tournez!“. Stimmung pur.
Nicht nur zur Karnevalszeit
war das Hotel Bosten eine
Hochburg der Unterhaltung.
Während des ganzen Jahres
fanden dort Tanzveranstaltungen statt. Wenn „The Secrets‘“
oder „Les Etoiles“ aufspielten,
waren wir immer zur Stelle Tanz bei Kerzenlicht. Und Walter Bosten überwachte als
„Bürgermeister der Haas“ unser jugendliches Treiben.
In den Jahren unserer Jugendzeit war das Jugendheim
in der Kügelgasse immer ein
Anziehungspunkt. Dort fanden der Tanz-Tee und Partys
statt. Wir blieben der Unterstadt treu. Auch während der
Woche zog es uns dorthin.
Man traf sich mit anderen Jugendlichen – zwanglos, formlos, gemütlich im Schein der
bunten Lampen. Alles blieb
überschaubar.
In den 60er und 70er Jahren
veranstaltete der Boxring Eupen zahlreiche Wettkampfabende mit annähernd 2.000
Zuschauern. Im Ring stand
auch Horst Wilden. Er war einer von uns. Horst schaffte es
bis in die belgische Nationalmannschaft. Natürlich gingen
wir hin. Ehrensache.
Seit je her gilt der Unterstädter als gesellig und gemütlich.
Foto: Sammlung des EGMV
Vom Wesen her robust und
rau aber im Herzen liebenswürdig und freundlich. Es
wurde hart gearbeitet, aber
ebenso eifrig gefeiert. Wenn
die Hand des Arbeiters mit ihren „schwarzen“ Fingernägeln
das Buckelglas mit Eupener
Bier zum gemeinsamen „Prost
Jonge“ erhob, spürte man dieses Wirgefühl, dass Dazugehören. Gänsehaut, wenn noch
zur späten Stunde ein Lied gesungen wurde. Da waren alle
gleich, Jung und Alt, klein und
groß. Es gab damals zahlreiche
Kneipen und Wirtshäuser im
Eupener Stadtteil Unterstadt.
In der Edelklause am Beginn
der Haasstraße (Haus Nr. 3)
Da herrschte während drei
Tagen Ausnahmezustand. Als
Kinder hatten wir Luftschlangen quer über die Straße gehalten, die dann an den Antennen der Autos flatterten.
Man konnte damals noch Karneval auf der Straße feiern.
Vor dem Haus von Friedel
Croé wurde Erbsensuppe gegessen. Frau Emonts-pohl hatte sie gekocht. Dazu ein Kölsch
zum Anstoßen.
Wir verloren uns aus den
Augen, heirateten und verließen die Straße, die uns über
zwei Jahrzehnte so vertraut
gewesen war. Doch es gibt ihn
noch, den Mythos Gülcherstraße. Auch wenn das äußere
Bild sich im Laufe der Zeit verändert hat, so hat sie doch ihre „Seele“ behalten. Man spürt
sie heute noch, wenn wir als
Kinder der Gülcherstraße
dorthin zurückkommen. Und
darauf bin ich stolz.
Quellen:
Heinz Godesar, Edgar
Hungs, Werner Thissen,
boxring-eupen.com
INFO
Wirtshäuser in
Haas/Schilsweg
Joseph Grosch und Maria Glowacki am Zapfhahn im Hääserhof. Diese Gastwirtschaft wurde 1891 von Marias Großvater
Ludwig Meurer im Haus Haasstraße 34 eröffnet.
Fotos: Sammlung des EGMV
Hotel Europe: Rechts der Eingang zum Kino Trianon, daneben das Zeitschriftengeschäft
von Rudi „Düs“ Valkenberg.
Karneval 1981 im Café Edelklause mit Prinz Prinz Bibi I.: Von
links Manfred Harrings, Irma Fraipont, Guido Emonts-pohl
als Prinz Bibi I., Gaby Muyldermanns, Norbert Müller.
Foto: Anneliese Hilden
Café Haascasino, Inhaber Richard Kriescher.
Café Hääserhof.
Café Edelklause, Inhaber Anneliese und Peter Hilden.
HAASSTRASSE:
l Zur Edelklause
Anneliese und Peter Hilden;
Vorgänger waren Hein und
Anni Müllender-Klever;
l Café Haascasino
Inhaber Richard Kriescher,
später Manfred Klinkenberg
(Pinneberg genannt)
l Café Häaserhof
Josef und Maria
Grosch-Glowaki
l Gustav Kaiser
gegenüber der Kirche
l Café Triebels
l Café Jungbluth
(Spanischer Garten)
l Hotel Hubert Bosten
Walter und Irmgard Bosten
SCHILSWEG
l Schinderhannes
jetzt ‚Zur Weserbrücke‘
l Willy Stalmann
l Helmut Gehlen
l Hotel Europe
l Webers ‚Louis‘
l ‚Schillerstube‘
ehemals Café Bornes auf der
Hütte, Inhaber Franz und
Maria Sebastian.
l Im Café ‚Auf dem Land‘
Rudi und Anneliese Förster in
der oberen Monschauer Straße; 1975 gründeten hier einige Unterstädter den „TC
Weserkicker“.
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
B ild der Woche
Fußballfest im Ausnahmezustand
Vor dem Auftakt der Fußball-EM in Frankreich hat das Ausrichterland alle Vorkehrungen getroffen, um trotz
des bleibend drohenden Umfelds dem sportlichen Wettbewerb die besten Voraussetzungen zu
gewährleisten. Der Eiffelturm bietet mit seiner auf die Europameisterschaft abgestimmten Ausstrahlung das
weithin leuchtende Aushängeschild einer Mammutveranstaltung, die Frankreich zweifellos auch zur Last
wird, abgesehen vom sportlichen Erfolg der Franzosen selbst.
Foto: afp
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4
Kunst
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
Ausstellung: La Boverie in Lüttich präsentiert Malerei unter freiem Himmel
Mit Pinsel und Palette hinaus in die Natur
VON H EINZ G ODESAR
Im 19. Jahrhundert entdeckten
die Landschaftsmaler die Malerei direkt am Ort des Geschehens, in der freien Natur
und nach deren Vorbild. Sie
verbrachten nun mehr Zeit
mit Pinsel und Palette vor ihren Motiven als im Atelier. Zugleich begannen sie sich für
Sujets aus der eigenen Umgebung zu interessieren. Statt Inspiration in Themen der Vergangenheit zu suchen, erforschten sie nunmehr die unmittelbare Gegenwart. Zu diesen beiden Entwicklungen
kam noch eine dritte hinzu:
die Darstellung der Natur um
ihrer selbst willen. Von ihrer
eigenen Wirklichkeit und Zeit
inspiriert, konnten die Maler
sich der Weiterentwicklung
der Beziehung des Menschen
zur Natur nicht entziehen:
Mehr und mehr suchte man
deren Nähe, um zu entspannen und spazieren zu gehen.
Freier Blick auf den Park
und auf das Wasser
Unter dem Titel „En plein
air“ widmet das Museum für
Schöne Künste der Stadt Lüttich seine erste Wechselausstellung an seinem neuen
Standort im Park de la Boverie
der Freilichtmalerei. Dies aus
gutem Grund: Der gläserne
Kubus, um den der französische Architekt Rudy Ricciotti
den aus dem Jahr 1905 stammenden ehemaligen Ausstellungspalast auf der Insel zwischen Maas und Dérivation an
der Ostfassade erweitert hat,
gewährt freien Blick auf den
Park und auf das Wasser.
Die Besucher können sich
hier fast unter freiem Himmel
wähnen und dabei an die 70
Meisterwerke der Freilichtmalerei bewundern. Darunter „Le
déjeuner sur l’herbe“ von Paul
Cézanne aus dem Pariser Musée de l’Orangerie, „Le PontNeuf“ von Claude Monet aus
John Constable, Salisbury Cathedral, 1825.
dem Kunstmuseum Dallas,
von André Lhote, „Paysage
français“ aus dem Musée des
Beaux-Arts in Bordeaux, von
Maurice Denis „L’enfant dans
la marre“ aus der Züricher
Kunsthalle, von Pierre Bonnard „Conversation à Arcachon“ aus dem Musée du Petit-Palais in Paris oder „La
femme à sa fenêtre“ von Henri
Matisse aus dem Musée l’Annonciade in Saint-Tropez. Aus
dem gleichen Museum
kommt das Bild „Jetée à Honfleur“ von Raoul Dufy. Pablo
Picasso ist vertreten mit „Les
baigneuses“ aus dem Musée
Picasso in Paris. Von Oskar Kokoschka wird „Le Port de Marseille“ gezeigt, das sonst im
Musée Cantini in Marseille
Foto: Meisterwerke
hängt.
Zustande gekommen ist die
Ausstellung dank der vorerst
auf drei Jahre angelegten Zusammenarbeit des Lütticher
Kunsttempels mit dem Louvre. Konzipiert wurde sie von
dessen Mitarbeitern Vincent
Pomaréde und Aline François-Colin, ausgehend von den
Kollektionen des Louvre, der
Sammlung des Lütticher Museums für Schöne Kunst, genannt „La Boverie“, und, wie
die Aufzählung oben zeigt,
von Leihgebern aus aller Welt.
Zu sehen ist die hochkarätige Schau bis zum 15. August,
täglich, außer montags, von 10
bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet
12 Euro, ermäßigt 8 Euro.
Die Entwicklung der
Ölfarben in Tuben
begünstigte die
Freilichtmalerei.
Camille Corot, Paysanne en fôret de Fontainebleau, 1830-32.
Foto: La Boverie
Eugene Boudin, Trouville, Scène de plages, um 1860.
Blick in die Sonderausstellung „En plain air“ im Lütticher
Musée La Boverie.
Foto: La Boverie
Foto: La Boverie
Mit dem Phänomen des natürlichen Lichtes beschäftigte
sich bereits das Universalgenie Leonardo da Vinci (14521519). Die niederländischen
Maler des 16. und 17 Jahrhundert arbeiteten zwar nach Freilichtstudien, führten aber das
Gemälde im Atelier aus. Die
Landschaftsdarstellung wurde
hier weitgehend unabhängig
von dem Naturvorbild nach
Kompositionsregeln aufgebaut. Das Erbe der großen holländischen Landschaftskunst
wurde erst um die Wende zum
19. Jahrhundert in Frankreich
und England fruchtbar.
Von den Franzosen malte
zuerst Pierre-Henri de Valenciennes (1750-1819) im Freien,
dann Georges Michel (17631843). Die heimische Landschaft und die Wetterphänomene wurden nun auch unter
dem Eindruck von JeanJacques Rousseaus Naturphilosophie Gegenstand der Beobachtung.
Eine von Richard Parkes Bonington (1802-1828) bevorzugte Technik war das Aquarell,
das sich zur Darstellung flüchtiger Natureindrücke als bes-
tens geeignet erwies. John
Constable (1776-1837) malte in
den Jahren 1821-22 auf genauer
Naturbeobachtung basierende
Ölskizzen von Wolken, wobei
er selbst Tageszeit und Wetterverhältnisse notierte. William
Turner (1775-1851) ging einen
Schritt weiter, als er das Erlebnis der Wirkung des Tageslichts in lichtdurchflutete
Landschaftsimpressionen umsetzte. Die Ausstellung von
Constables Werk 1824 im Pariser Salon veranlasste viele
französische Maler zur Arbeit
in der Landschaft. Jean-Baptiste-Camille Corot (1796-1875)
wurde einer der Hauptvertreter der Schule von Barbizon,
die am Beginn einer breiten
künstlerischen Bewegung
steht, die sich unter dem Begriff Pleinairismus bald in
ganz Europa ausbreitete und
zur Gründung zahlreicher
Künstlerkolonien führte.
Claude Monet (1840-1926),
sowie natürlich alle übrigen
Vertreter des Impressionismus, trug mit seinen stimmungsvollen Bildern dazu bei,
dass sich die Pleinairmalerei
mehr und mehr etablierte.
Was die Entwicklung hin zur
Freiluftmalerei außerdem begünstigte, war nach 1841 die
Entwicklung der Ölfarben in
Tuben.
Mussten die Künstler ihre
Farben bis zu diesem Zeitpunkt aufwändig selbst zurechtmischen, so standen ihnen die Farben nun malfertig,
in wiederverschließbaren,
transportablen Tuben jederzeit zur Verfügung. Dazu sagte
Auguste Renoir (1841-1919):
„Die Farbtuben haben es uns
ermöglicht, in freier Natur zu
malen. Ohne sie hätte es weder einen Cézanne noch einen
Manet gegeben, auch nicht
den Impressionismus.“
Motor Echo
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
5
Abgase
Sportlich
Opel weist neue
Vorwürfe zurück
Audi S4 mit 354 PS
zum Jahresende in
den Handel
Opel hat neue Vorwürfe zur
Abgasreinigung in seinem
Dieselmodell Zafira scharf zurückgewiesen. Der „Spiegel“
berichtete über weitere Analysen des Hackers Felix Domke,
der Daten aus der Zafira-Motorsteuerung ausgelesen hat.
Diese deuteten auf eine ähnliche Strategie beim Abschalten
der Abgaseinrichtung hin wie
bei Volkswagen, schreibt das
Magazin.
Das Unternehmen verwies
in seiner Reaktion auf Untersuchungen in Deutschland,
Frankreich und England. Man
verwende keine Software, die
erkennt, ob sich ein Fahrzeug
auf einem Prüfstand befindet,
bekräftigte der Autobauer in
Rüsselsheim erneut. Die Untersuchungskommission beiVerkehrsministerium hat bisher nur bei Volkswagen eine
Abschalteinrichtung gefunden, nicht aber bei ebenfalls
unter die Lupe genommenen
Konkurrenzmodellen.
Zu den konkreten Vorwürfen wolle man sich im Moment nicht im Detail äußern,
erklärte ein Opel-Sprecher. Sie
beruhten auf falschen Interpretationen der Daten.
Sondermodell
75 Jahre Jeep
wird gefeiert
Zum 75. Geburtstag seiner
Marke will Jeep durch die Bank
für alle Modelle die Sonderedition „75th Anniversary“ anbieten. Die Amerikaner starten
mit dem Jeep Renegade. Mit
verbesserter Serienausstattung ist er zu haben. Bluetooth-Freisprechanlage, Klimaautomatik und Parksensoren gehören beispielsweise dazu. Außen weisen bronzefarbene Schriftzüge, Einfassungen an Kühlergrill und Nebelscheinwerfern sowie Leichtmetallräder in einer Bronzefarbe und ein Schiebedach auf
die Edition hin. Als Antrieb für
den Allradler stehen ein Benziner (125 kW/170 PS) und ein
Diesel mit 103 kW/140 PS parat.
Nach XC90
Volvo erweitert
um S90, V90
Volvo ergänzt seine Modellpalette am oberen Ende um eine
Limousine und einen Kombi:
Auf der Plattform des Geländewagens XC90 kommt zunächst das Stufenheckmodell
S90 in den Handel. Es fiolgt
der Kombi V90, kündigte der
Autohersteller an.
Beide Modelle übernehmen
auch den Designstil des XC90.
Die Designstudie Alpine Vision mit stilistischen Anleihen an die A110 (links) soll einen seriennahen Vorgeschmack auf die
neue Alpine ab 2017 geben.
Foto: Renault
Comeback: Renault greift auf ein Ausnahmemodell zurück
Sportwagenlegende Alpine
wird wiederbelebt
VON T HOMAS G EIGE
Renault plant ein Comeback
der Alpine. Weil es bis dahin
aber noch etwas dauert, dürfte
eine forsche Runde mit der alten A110 die Erinnerung an
den französischen Sportler
auffrischen.
Mit diesem Auto haben die
etablierten Sportwagenhersteller buchstäblich ihr blaues
Wunder erlebt. Denn als der
französische Renault-Händler
und Rennstallbesitzer Jean Rédélé im Jahr 1962 die Alpine
110 vom Stapel ließ, wurde das
Leben für Porsche & Co. plötzlich ein bisschen schwerer.
Geht es nach Carlos Ghosn,
soll das bald wieder so sein.
Der Chef der Allianz von Nissan und Renault will die nach
Bugatti berühmteste Sportwagenmarke aus Frankreich wiederbeleben. 62 Jahre nachdem
Rédélé in Dieppe die ersten
Renaults zu Rennwagen umgebaut hat, soll ab 2017 eine
neue Alpine die linke Spur
stürmen und wieder im Rennund Rallyezirkus mitfahren,
kündigte Ghosn an.
Das laut Alpine-Chef Bernard Ollivier bereits sehr seriennahe Showcar, das Ende Februar in Monaco enthüllt wurde, weist tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der A110
auf, die als Ikone der Marke
gilt und ihre Nachfolger A310
und A610 bis heute in den
Schatten stellt. Und genau wie
damals wird der Motor - angeblich ein von Nissan gelieferter Vierzylinderturbo mit
1,8 Litern Hubraum und bis zu
221 kW/300 PS stark - im Heck
sitzen und die Hinterräder antreiben. Und selbst der Leichtbau ist wieder ein Thema und
soll das Gewicht auf kaum
mehr als 1.000 Kilo drücken.
„Doch so wie früher wird es
nie mehr werden“, sagt Jens
Schäfer. Und er muss es wissen. Denn zusammen mit sei-
nem Vater Werner betreibt er
in Nohn in der Eifel eine Klassikwerkstatt, in der laut eigenen Angaben wohl mehr Alpine gewartet, restauriert und
getunt wurden als irgendwo
sonst außerhalb Frankreichs.
Und bei insgesamt rund
30.000 Autos aus vor allem
drei Modellreihen, die von
1956 bis 1995 gebaut wurden,
kommt da schon einiges zusammen.
Zweifel sind schnell
weggeblasen.
Zum Beweis seiner Behauptung bittet er zur Testfahrt in
einer originalen A110, die 1976
als Berlinette 1600SX in Dieppe vom Band lief und damit
zur letzten Ausbaustufe vor
dem Produktionsende zählt.
Winzig klein, filigran und in
wunderbar weichen Formen
gezeichnet, steht die blaue
Flunder auf dem Hof und lässt
selbst einen Renault Mégane
plötzlich wie einen Riesen
aussehen. Wenn man aber den
schmächtigen 1,6-Liter-Motor
unter der Heckklappe sieht,
steigen im unbedachten Fahrer allen Traditionen zum
Trotz ein paar Zweifel an den
sportlichen Qualitäten auf.
Doch kaum erwacht der
Vierzylinder zum Leben, sind
all diese Zweifel wie weggeblasen. Denn man kann den Motor nicht nur besser hören als
in jedem modernen Auto, sondern man kann ihn auch mit
jeder Nervenfaser fühlen. Das
winzige Coupé mit den quälend engen Sitzschalen beginnt förmlich zu zittern und
giert geradezu nach einem
Gasstoß. Spielerisch leicht und
wunderbar handlich stürmt es
voran, schneidet mühelos
durch die Kurven und wirkt
dabei viel schneller, als es tatsächlich ist: Von 0 auf 100
km/h in etwas weniger als
zehn Sekunden und bei Vollgas mit viel Anlauf 195 km/h in einem Renault Clio wäre
das zum Gähnen langweilig.
Aber in einem 40 Jahre alten
Oldtimer nur zwei Handbreit
über dem Asphalt reicht das
für einen Adrenalinflash im
Temporausch.
Natürlich gibt es auch heute
noch Sportwagen, die den Reiz
des Rasens pflegen. Es gibt
mehr als genug Autos, die eng
und unbequem sind wie die
Alpine. Vielleicht findet man
sogar welche, die ähnlich
schön gezeichnet sind. Doch
was den Oldtimer für Schäfer
so einzigartig macht, ist sein
lächerliches Gewicht von gerade einmal 750 Kilo. Die Karos-
Renault will den Mythos Alpine bald schon mit neuen
Trümpfen wiederbeleben.
Foto: Renault
serie besteht aus Kunststoff.
„Da hat der Motor nicht nur
beim Beschleunigen leichtes
Spiel, sondern das spürt man
in jeder Kurve“, sagt er, bevor
er den kurzen Stummel des
Fünfganggetriebes in den
Dritten zurückreißt, im engen
Tunnel den schlanken Fuß auf
das mit einem vom Blitz
durchzogenen A bedruckte Pedal hämmert und im Scheitelpunkt der nächsten Kehre
schon wieder Vollgas gibt.
Spätestens da fällt einem
dann auch der zweite große
Unterschied zu einem aktuellen Sportwagen auf, den wohl
auch die neue Alpine nicht
übergehen kann: Es gibt keinerlei Elektronik, die den Lenker unterstützt: Zwischen
Crash und Kurve entscheiden
allein der Grip der für ihre
stattliche Breite viel zu kleinen Reifen und das Können
des Fahrers. „Das mag riskant
sein“, sagt Schäfer „aber es ist
eben auch Autofahren in Reinkultur.“
Nach gescheiterten
Versuchen
Audi bringt zum Jahresende
die A4 Limousine und den A4
Kombi auch als sportliche SModelle zu den Händlern. Ihr
getunter V6-Motor leistet 260
kW/354 PS, teilte der Autohersteller mit.
Das drei Liter große Turbotriebwerk hinter dem dezent
modifizierten Kühlergrill entwickelt ein maximales Drehmoment von 500 Newtonmetern (Nm) und beschleunigt
die Mittelklasse-Limousine
laut Audi in 4,7 Sekunden von
0 auf 100 km/h. Der Kombi
braucht zwei Zehntelsekunden länger. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in beiden
Fällen bei 250 km/h. Dabei
verbraucht der S4 dem Her-
steller zufolge 7,3 Liter und
kommt auf einen CO2-Ausstoß von 166 g/km. Für den
Avant liegen die Werte bei 7,5
Litern und 171 g/km.
Wie alle S-Modelle, ist auch
die Sportversion des A4 tiefergelegt und strammer abgestimmt. Außerdem fährt sie
mit einem Allradantrieb, dessen Kraftverteilung deutlich
hecklastig ausgelegt ist. Zur
optischen Differenzierung sollen anders eingefärbte Anbauteile, Schweller und Schürzen
beitragen.
Jubiläum
Für 30 Jahre BMW
M3 gibt es ein
Sondermodell
Auch wenn die neue Alpine
nie so sein kann wie die alte
und wahrscheinlich nicht einmal im gleichen Geist entwickelt wird, freut er sich auf das
Auto. Selbst wenn es wie bei
den letzten drei, vier gescheiterten Comeback-Versuchen
auch dieses mal wieder nicht
klappen sollte, wenn Markenchef Ollivier selbst von einem
„großen Abenteuer“ spricht,
oder wenn die neue Flunder
vielleicht doch so weichgespült werden sollte wie die
A110-Nachfolger mit den Typenkürzeln 310 und 610, ist er
den Franzosen für ihr Engagement dankbar.
(dpa)
BMW feiert den 30. Geburtstag seiner Sportlimousine M3
mit einem auf 500 Stück limitierten Sondermodell.
Das Modell „30 Jahre M3“ ist
ausschließlich in Macaoblau
metallic zu haben. Diese Farbe
lackierte der Hersteller zuerst
1986 beim M3. Technisch basiert das Sondermodell auf
dem Competition Paket, das
als Extra auch für das Serienmodell zu haben ist. Das umfasst neben einer Leistungssteigerung um 14 kW/19 PS auf
331 kW/450 PS, dem Fahrwerk
mit verstellbaren Dämpfern
auch 20-Zoll-Schmiederäder
und ein Sportdifferenzial.
Zahlreiche Schriftzüge mit „30
Jahre M3“ zieren Teile des Interieurs. Im Sommer soll die
Markteinführung stattfinden.
preis gibt es Extras wie Klimaanlage, Smartphone-Integration oder den programmierbaren Zündschlüssel, mit dem
man zum Beispiel für den
Nachwuchs die Höchstgeschwindigkeit begrenzen
kann.
Als einziger Motor ist ein 1,2
Liter großer Vierzylinder im
Angebot, den es in zwei Leistungsstufen gibt. Im Basismodell kommt er auf 51 kW/70 PS.
In der gehobenen Variante
leistet er 63 kW/85 PS. Damit
sollen maximal bis zu 169
km/h möglich sein. Den Verbrauch beziffert Ford auf bestenfalls 5,0 Liter und den
CO2-Ausstoß auf 114 g/km.
Generationswechsel: Nun gibt es erstmals auch vier Türen
Kleinwagen Ford Ka heißt künftig Ka+
Der Generationswechsel beim
Ford Ka verspricht mehr Platz
und praktische Details am unteren Ende der Modellpalette.
Bestellen kann man das künftig als Ka+ geführte Einstiegsmodell ab Mitte Juni. Das teilte der Hersteller mit. Ausgeliefert wird der in Indien produzierte Wagen allerdings erst
im letzten Quartal dieses Jahres.
Wurde der aktuelle Ka noch
in Kooperation mit Fiat als Ableger des 500ers gebaut, ist
der Ka+ laut Ford eine Eigenentwicklung, bei der weniger
modische als praktische Kriterien um Vordergrund standen.
Deshalb wächst der Wagen auf
3,93 Meter und bekommt erstmals vier Türen. Der Kofferraum fasst 270 Liter und kann
durch das Umlegen der asymmetrisch geteilten Rückbank
erweitert werden. Außerdem
gibt es neue Ablagen: Ein seitlich im Armaturenbrett hinter
der Fahrertür verstecktes Fach
oder eine Klappe über der Mit-
telkonsole, in der man Mobiltelefone so festklemmen
kann, dass zum Beispiel die
Navigationshinweise auch
während der Fahrt ablesbar
sind.
Zur Serienausstattung zählen unter anderem sechs Airbags und ein Geschwindigkeitsbegrenzer. Gegen Auf-
6
Rätsel
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
Vergleichsbildrätsel
Auf den ersten Blick sehen beide Bilder gleich aus. Sie unterscheiden sich aber in genau acht Einzelheiten. Wo sind diese zu finden?
blütenlose
Wasserpflanze
Rohkostspeise
Wallfahrer
zweiter
Präsident
der USA
Baumteil
wendig,
flink,
regsam
fertig
gebraten,
gekocht,
gebacken
Teil der
Woche
komisch
Edelsteingewicht
Thema
eines
Werkes
Kugelspiel,
Bowling
gesetzlicher
Anspruch
die
größte
Katzenart
Schriftstellerwerk
Flugzeugführer
Nadelbaum d.
Mittelmeers
Schulurkunde
untersuchen
Wappenvogel
Vorn. des
Ex-Tennisprofis
Agassi
Gerät zum
Lockern
d. Ackerbodens
US-Boxer (Muhammad)
† 2016
Kelterrückstand
indischer
Staatsmann
† 1964
Auflösung des letzten Rätsels
jedoch,
hingegen
B
R
A
U N
C
H
B E
schwere
Last
Pluspol
Initialen
von
Filmstar
Steward
bestimmter
Artikel
(4. Fall)
Abk.:
Aktiengesellschaft
Welle
chem.
Zeichen
für Astat
von
dort
Geburtsstadt
von Max
Planck
englische
Biersorte
Geflügelschenkel
Trieb
griechischer
Buchstabe
lateinisch:
sei
gegrüßt
kleiner
Einschnitt,
Scharte
haltbar,
zuverlässig
Teil des
Krankenhauses
(Abk.)
jede,
jeder
zementhaltiger
Baustoff
englisch:
Katze
Zeitalter
Strahlenverstärker
das
„Buch
der
Bücher“
Stadt in
Brasilien
(Kzw.)
Sisalpflanze
Auktionspreis
Getränkerest
russischer
„Wunderheiler“ †
gesetzlich
roter
Edelstein
Donaulandschaft
bei Wien
nicht
nah,
fern
persönliches
Fürwort
Flüssigkeitsmaß
Bilderrätsel
GepäckStraßen- stück
der Mabelag
trosen
Fahrzeug
clever
Teil der
Kette
Krümmung
engl.
um
Männer- Antwort
kurzbitten
name
wilde
Gartenpflanze
B
A
O S
S T
L
E
I R
Sammelstelle,
Lagerhalle
chem.
Zeichen
für Cer
Mittelloser
I
T
E
R
M
E
A Q
H
I N T
Chronometer
boshaft
necken
E
N
Z
I
A
N
S
G
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D E R
A
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S P
U C H
H
H U M
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O
G
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L
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B E
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B
S T A
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B
A
B E L
A D E
B
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G O
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C
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M
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U
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R
I
C K T
E
E
E X
R S T
S E
H I N
U G
F
P
E L L
A O
R S T
E T T
W-533
Sudoku schwer
Sudoku leicht
Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem 3-x-3-Kästchenquadrat alle
Zahlen von 1 bis 9 stehen. Viel Erfolg beim Lösen!
1
6
4
3 7
6
4
6
3 1
1
9 5
2 5 1
8 4
5 3 1
1
5
9
7
9 2 6
3 4
Rebusrätsel
6
5
9
1
1
4
7 3
4 9
5 6
2
9
4
3
1
9 5
1
1
3 2
5
7
5
2
6
5 7
3
9 7
4 1
Brückenrätsel
Versuchen Sie hier, jeweils ein Wort als „Brücke” zwischen den beiden außen
stehenden Wörtern zu finden. Es sollen sich zwei sinnvolle neue Wörter ergeben,
wobei das „Brückenwort” zu beiden Wörtern passen muss (z. B. GartenZAUN
– ZAUNkönig). Die farbige Senkrechte nennt dann das gesuchte Lösungswort.
HALB
TAKT
AZUR
WEIN
HALS
NACH
DICK
LACK
LUXUS
PFLANZEN
HALB
ANTI
4 5 6
1=H
4=S
Sudoku leicht
4
8
7
2
5
6
3
1
9
Verwandeln Sie das obere Wort so, dass in
jeder Zeile immer nur ein Buchstabe verändert, dabei sinvolle Wörter entstehen und
sich schließlich das untere Wort ergibt.
L U N G E
Brückenrätsel
B
5=T
1
1
4
2
L
P
Z
T
5
W I E S O
CREME
ENTE
MANN
MASSIV
BAHN
ZEICHEN
STRASSE
MACHER
HAFEN
KUCHEN
RAUPE
RATION
Auflösungen der letzten Woche:
Worttreppe
Vergleichsbildrätsel
Finden Sie heraus, was das jeweilige Bild
bedeutet. Streichen Sie daraus die angegebenen Buchstaben oder ersetzen Sie sie.
Wie lautet das Lösungswort?
W-532
B
W
H
M
G
R
E
A
A
G
A
U
W
I
I
A
L
A
I
F
U
O
B
9
1
5
7
3
4
2
8
6
3
2
6
8
1
9
5
4
7
6
9
3
5
8
2
4
7
1
2
7
1
6
4
3
8
9
5
Sudoku schwer
8
5
4
1
9
7
6
3
2
1
3
8
9
6
5
7
2
4
7
6
9
4
2
8
1
5
3
5
4
2
3
7
1
9
6
8
I
Z
L
E
C
D
E
N
S
S
L
K
E
Inder, Kuss, Riese,
Brief
= INDUSTRIEBETRIEB.
N
4
4=B
F
L
1
5
4=T
N
3
1
5
7
8
6
4
9
2
4
6
7
5
2
9
8
3
1
7
9
4
1
6
5
3
2
8
1
2
8
4
9
3
5
6
7
5
3
6
8
7
2
9
1
4
6
7
1
9
5
8
2
4
3
9
5
3
2
4
7
1
8
6
8
4
2
6
3
1
7
5
9
Worttreppe
Rebusrätsel
T
E
L
E
F
O
N
Z
E
L
L
E
2
8
9
3
1
4
6
7
5
1=T
5=B
F
F
F
R
R
R
A
A
A
A
O
O
R
L
L
L
L
L
B
B
L
L
L
L
E
E
E
E
E
O
Reise Echo
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
Die Große Markthalle in Budapest ist allein schon architektonisch ein Blickfang. Wer mag, verkostet hier ein typisch ungarisches
Gulasch.
Foto: Ungarisches Tourismusamt
7
Der Mercat de la Boqueria in Barcelona ist ein Fest für viele
Sinne.
Foto: Catalan Tourist Board
Städtetrips: Neun spektakuläre Märkte in Europa
Von Lammköpfen und Käselaiben
VON O LIVER K AUER -B ERK
Märkte sind Touristenmagneten - besonders bei Städtetrips. Wo sich Restaurantköche und Gourmets eindecken
oder Schnäppchenjäger um
Trödel feilschen, gibt es viel zu
sehen. Diese zehn Märkte in
Europa sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Die Düfte, die Farben, die
Geräuschkulisse: Ein Marktbesuch ist ein sinnliches Erlebnis. Auf den Handelsplätzen
wechseln Fleisch, Fisch, frisches Obst und exotische Gewürze den Besitzer - oder alter
Trödel aus der Rumpelkammer. Neben den bunten Auslagen faszinieren die Menschen:
feilschende Kunden, störrische Händler, laute Marktschreier. An kaum einem Ort
in der Fremde lässt sich das
dortige Leben intensiver spüren. Hier neun besonders sehenswerte Exemplare in Europa:
1. Das kulinarische
Staunen: Mercat de la
Boqueria, Barcelona
Hier riecht Eigenlob wunderbar: Als „Paradies für die
Sinne“ wirbt der berühmte
Markt in der katalanischen
Metropole für sich. Hinter
dem kunstvoll aus Eisen und
farbigem Glas konstruierten
Eingangsportal warten mehr
als 800 Stände - und es geht
ausschließlich ums Essen.
Links sauber gestapelte Birnen, Avocados und Pampelmusen, rechts Türme aus Erdbeeren. Steinpilze aus dem
Hinterland, herabhängende
Schinkenbeine und abgezogene Lammköpfe - vor allem
aber Fisch, Fisch, Fisch. Fast 50
Stände formen in der Hallenmitte ein riesiges Oval mit allem aus dem Meer, von Seeteufeln bis weinroten Thunfischlenden.
l Besonderheit: der frische
Fisch.
l Tipp: die Kochkurse in der
Aula Gastronòmica des Marktes.
l Hinkommen: Fünf Gehminuten vom Hafen am Boulevard Rambles, der Eingang
liegt etwas versteckt. (boqueria.info)
2. Der ultimative
Flohmarkt: Marché aux
Puces de Saint-Ouen, Paris
Er rühmt sich als bekanntester Flohmarkt der Welt, aber in
jedem Fall versammelt der
Marché aux Puces de SaintOuen im Norden von Paris eine riesige Zahl an Antiquitäten und Second-Hand-Waren:
Rund 1700 Händler in 14 unterschiedlich ausgerichteten
Märkten locken immer samstags, sonntags und montags und es kommen mehr als fünf
Millionen Besucher im Jahr.
Auf sieben Hektar bietet der
Markt genug Raum für die
Schnäppchenjagd nach Antiquitäten: Möbel, Gemälde,
Teppiche, Spiegel, Lampen,
Geschirr, Spielzeug, Bücher,
Kleidung. Wer sucht, der findet!
l Besonderheit: die Kunst ab
dem 17. Jahrhundert im Marché Biron.
l Tipp: die restaurierten chinesischen Möbel in der Galerie Cristo.
l Hinkommen: Metrostation
Garibaldi oder Porte de Clignancourt. (archeauxpucessaintouen.com)
3. Reminiszenz an die
Kolonialmacht: Borough
Market, London
Ja, auch in England wird gut
gegessen. Zutaten dafür gibt
es auf dem Borough Market
200 Meter südlich der Themse
im Bezirk Southwark. Der
Markt gilt als Umschlagsplatz
hochwertiger Lebensmittel
von nah und fern. Hier zeigen
sich Spuren der einstigen Kolonialmacht - etwa beim Darjeeling-Tee von indischen
Plantagen oder bei den karibischen Spezialitäten. Aber auch
regionale Qualitätsprodukte
wie Galloway-Rindfleisch oder
Sussex-Seezunge können erstanden werden.
l Besonderheit: die schmiedeeiserne Dachkonstruktion.
l Tipp: Im „Borough Kitchen“
gibt es Schönes und Praktisches, um den Einkauf zu verarbeiten, vom Austernöffner
bis zum Zwiebelschneider.
l Hinkommen: Fünf Gehminuten von der U-Bahn-Station
London Bridge. (www.boroughmarket.org.uk)
l Tipp: die ruhigen Restauranttische im Zwischengeschoss.
l Hinkommen: Mittendrin die Via dell’Ariento liegt fünf
Gehminuten vom Bahnhof
Santa Maria Novella und vom
Dom entfernt. (www.mercatocentrale.it)
4. Von Kunst und
Kulinarik: Mercato
Centrale, Florenz
5. Gulasch in kunstvoller
Hülle: Große Markthalle,
Budapest
Zwischen Michelangelos David in der Accademia und Botticellis Geburt der Venus in
Zunächst beeindruckt der
prächtige Bau der Nagy Vásárcsarnok. Mit ihren wuchti-
Fovam ter, am gleichnamigen
Platz an der Freiheitsbrücke.
(www.piaconline.hu)
vom Theater Perez-Galdos,
großer Parkplatz an der Halle.
(www.mercadovegueta.com)
6. Laut und glitschig:
Fischmarkt, Hamburg
8. Das Gildespektakel:
Käsemarkt, Alkmaar
Immer sonntags kommt der
Fisch ans Hafenbecken in Altona. Der Fischmarkt auf der
Freifläche öffnet früh, im
Sommer um 5.00 Uhr, im
Winter um 7.00 Uhr. Es wird
nicht nur Fisch verkauft. Beliebt sind die ebenso lautstark
angepriesenen Obstkörbe. „Einen Hering leg‘ ich noch dazu“ - das wortreiche Spektakel
der Marktschreier lockt Touristen und Nachschwärmer
von der Reeperbahn. Nach
dem Marktbummel tobt in
der angrenzenden Fischauktionshalle bei Live-Musik und
Frühschoppen der Barsch.
l Besonderheit: der Stand von
Aale-Dieter.
l Tipp: Brunch in der Auktionshalle reservieren.
l Hinkommen: U-Bahn U3,
Haltestelle Landungsbrücken.
(www.hamburg.de/fischmarkt)
Der Kaasmarkt in Alkmaar
im Norden der Niederlande ist
ein Spektakel. Von Ende März
bis Ende September wird der
Waagplein-Platz freitagvormittags zur Bühne der traditionell gekleideten Käseträger,
die seit 1593 eine eigene Gilde
bilden. Sie karren die in langen Reihen aufgeschichteten
Käselaibe nach dem Glockensignal um Punkt 10.00 Uhr auf
großen Holzbahren kreuz und
quer über den Platz. Die Käufer testen und bieten.
l Besonderheit: Ganz nah ran
dürfen Teilnehmer einer
Gruppentour mit Stadtführer.
l Tipp: Erinnerungsfoto mit
„Frau Antje“ machen, den
blau-weiß-rot gekleideten
„Kaasmeisje“.
l Hinkommen: Mitten im Zentrum. (www.kaasmarkt.nl/de)
7. Kanarische Augenweide:
Mercado de Vegueta, Las
Palmas
den Uffizien tut ein Happen
gut. Ohne großen Zeitverlust
und dennoch typisch italienisch geht das im Mercato
Centrale. In dem Art-Deco-Gebäude aus Eisen und Glas unterbricht man eigentlich nicht
mal den künstlerischen Rundgang - das Gebäude selbst ist
sehenswert. An den Tischen
im ersten Stock nimmt jedermann Platz und verzehrt die
gekauften Speisen. Kellner servieren Getränke. Nur das Entscheiden fällt schwer: Für den
kleinen Hunger Oliven, Schinken und Käse picken oder
doch eine Portion Nudeln vertilgen?
l Besonderheit: bis Mitternacht geöffnet.
gen Ecktürmen, den bunt glasierten Ziegeln und dem von
Figuren geschmückten Eingang könnte die Große Markthalle fast für eine Basilika gehalten werden. Doch in der
riesigen und hellen Halle regiert das Weltliche: 200 Shops
gibt es auf drei Stockwerken.
Unten alles für die Küche, weiter oben Kunsthandwerk, Textilien und Stände, an denen
Gulasch verkostet wird. Und
genau diese Fleischspeise sollte sich der Tourist nicht entgehen lassen!
l Besonderheit: Paprika in allen Variationen.
l Tipp: die Fischstände und
Aquarien im Kellergeschoss.
l Hinkommen: Metro-Station
Mit 90 Ständen ist der Mercado de Vegueta, der Markt
der Altstadt von Las Palmas,
kein Riese - doch für den
Gran-Canaria-Urlauber eine
prima Abwechslung. Der
gelb-graue Marktbau war bei
seiner Errichtung Mitte des 19.
Jahrhunderts der erste seiner
Art auf den Kanarischen Inseln. Die Vegueta-Händler gelten als lebhaft und geben Touristen gern Tipps für die Zubereitung der Speisen. Besonders vielfältig ist der frische
Fisch aus dem nahen Meer.
l Besonderheit: tolles Angebot an exotischem Obst.
l Tipp: Umgebung anschauen
- Kolumbus-Museum, Kathedrale Santa Ana und Triana-Einkaufstraße sind gleich um die
Ecke.
l Hinkommen: Gegenüber
9. Das Tor zum Balkan:
Naschmarkt in Wien
Er gilt als eine der Top-Sehenswürdigkeiten der österreichischen Hauptstadt. Auf
dem Naschmarkt machen sich
rund 170 Verkaufsstände, Geschäfte und Lokale breit. Wie
der Name andeutet, bieten die
Händler vor allem Lebensmittel an, am Samstag kommen
Bauernstände hinzu. Der
Naschmarkt ist für sein multikulturelles Flair bekannt und
in den vergangenen Jahren renoviert worden. Viele kleine
Lokale servieren österreichische und internationale Küche. Man schmeckt, wie in
Wien der Balkan beginnt.
l Besonderheit: Im Sommer
auch abends Betrieb in den
Lokalen.
l Tipp: Im „La Bottega Del
Gusto“ soll es den besten Mozzarella geben, auch die Trüffelsalami wird gelobt.
l Hinkommen: U-Bahn-Station Kettenbrücke. (dpa)
8
Verschiedenes
GrenzEcho
Samstag, 11. Juni 2016
Bis zu 6.780 Passagiere fasst die „Harmony of the Seas“. Kaum vorstellbar, dass hier alles reibungslos vonstattengehen kann.
Fotos: Royal Caribbean International
Schiff der Superlative: Auch an Bord warten einige Rekorde
Die neue „Harmony of the Seas“ legt ab
Es ist ein Schiff der Superlative: Mit einer Länge von 362
Metern ist die „Harmony of
the Seas“ das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Mehr als
6.700 Passagiere finden auf
ihr Platz. Und an Bord warten
etliche weitere Rekorde. Ein
Rundgang auf dem neuen Mega-Schiff.
Es sind nur 31 Zentimeter,
aber die machen den Unterschied. Die jetzt in Dienst gestellte „Harmony of the Seas“
von Royal Caribbean misst etwa eine Unterarmlänge mehr
als ihre Schwestern „Allure of
the Seas“ und „Oasis of the Seas“, und deshalb müssen die
beiden ihren Titel „Größtes
Kreuzfahrtschiff der Welt“
nun abgeben. Auch sonst ist
die Reederei mit Superlativen
nicht geizig, wenn es um ihr
neues Prestigeobjekt geht:
Schnellstes Internet auf See,
längste Rutsche auf einem
Schiff, das sind nur zwei der
Rekorde, die die „Harmony of
the Seas“ ihren Fahrgästen
bietet.
Die Dimensionen des Neubaus werden schon im Hafen
von Barcelona deutlich. Vor
der „Harmony of the Seas“
liegt die „Norwegian Epic“, dahinter die „Costa Fascinosa“ beides keine Zwerge. Aber im
Vergleich zur „Harmony“ wirken sie doch fast wie Spielzeugschiffe - von der „Europa
2“, die gerade vorbeifährt,
ganz zu schweigen.
Wer dann an Bord ist, bemerkt die Dimensionen nicht
zuletzt, wenn er abends auf
seinen Schrittzähler schaut.
Etliche Kilometer legt man zurück auf dem Weg vom Pooldeck ins Theater, vom Boardwalk ins Restaurant. Allein der
Weg vom einen Ende des Kabinengangs zum anderen dauert gestoppte zwei Minuten
und 45 Sekunden, in mehr als
zügigem Tempo. Kein Wunder: 362 Meter misst das Schiff
vom Bug bis zum Heck. Das ist
deutlich mehr, als der Eiffelturm hoch ist.
Auch die Zahl der Kabinen
toppt alles: 2.747. Bei Vollbelegung macht das 6.780 Passagiere, bei Doppelbelegung immerhin 5497. Dazu kommen
2100 Besatzungsmitglieder.
Und natürlich gibt es neben
den normalen Balkonkabinen
auch ganz besondere Kabinen.
Warum nicht mal, wenn sich
ohnehin alles um Superlative
dreht, die Royal Loft Suite buchen? Zu 141 Quadratmeter
Wohnfläche kommen hier
knapp 80 Quadratmeter Balkon. Von so viel Platz können
viele Passagiere zu Hause nur
träumen.
Wie groß können Kreuzfahrtschiffe denn überhaupt
noch werden? „In zehn Jahren
wird es sicher Schiffe geben,
die länger als 400 Meter sind“,
ist Kapitän Gus Andersson
überzeugt. Er sieht dabei weniger das Problem beim Schiff
/ Atelier & Einrichtungshaus
Zeitgenössische Einrichtungen auf Maß
Malmedyer Straße 6
B-4750 Bütgenbach
Tel.: 080 44 04 20
[email protected]?FF?L)<?m/mwww.toeller.be
Matten, und im Innern der
beiden Röhren gibt es immer
wieder besondere Lichteffekte.
Nach nicht einmal zwölf Sekunden ist der Spaß vorbei.
Schon von den Schwesterschiffen bekannt sind die
künstlichen Wellen zum Surfen („Flowrider“), die riesigen
Kletterwände, die Eislaufbahn
oder die Zipline quer über den
Boardwalk. Nahezu selbstverständlich sind da die Wasserrutschen, der Wasserpark für
Kinder, Fitness- und Wellnessbereich und natürlich Showbühnen.
Oft merkt man nicht, dass
man auf einem Schiff ist.
Warum nicht mal die Royal Loft Suite:? 141 Quadratmeter Wohnfläche auf zwei Ebenen stehen hier zur Verfügung.
als vielmehr in den Häfen:
Schon jetzt können die Ozeanriesen längst nicht in jeder
Stadt anlegen. Doch eigentlich
sei die Größe auch gar nicht
der Hauptfokus, sagt Michael
Bayley, Chef von Royal Caribbean. „Wir wollen den Gästen
vor allem besondere Erlebnis-
se bieten.“ Nur eine Marketingphrase?
Besondere Attraktionen bietet die „Harmony of the Seas“
durchaus; zum Beispiel die
mit knapp 46 Metern längste
Rutsche auf See. Über zehn
Decks führt die Ultimate
Abyss. Passagiere rutschen auf
Rund 1,3 Milliarden Euro hat
sich Royal Caribbean den Neubau kosten lassen, und auch in
Sachen Entertainment kräftig
investiert. Zwei Shows stechen
aus der Masse heraus: zum einen „Grease“, eine Kombination aus Elementen des Films
und des Broadway-Musicals.
Und „Fine Line“, speziell für
die „Harmony of the Seas“
entwickelt. Schauplatz ist das
Aquatheatre am Heck des
Schiffs. Während der Show
stürzen sich die Akrobaten aus
bis zu zehn Meter Höhe in den
Pool, fliegen Darsteller über
den Köpfen der Zuschauer
hinweg und balancieren auf
einem dünnen Seil in schwin-
delerregender Höhe.
Nicht weniger leicht als bei
den Shows fällt die Auswahl in
Sachen Essen, denn es gibt 20
Restaurants und Bistros. Bei
den üblichen, sieben Tage langen Fahrten ist es somit eigentlich unmöglich, alles auch
nur einmal auszuprobieren.
Neu an Bord: ein japanisches
Restaurant, eine mexikanische Taqueria oder „Wonderland Imaginative Cuisine“ mit
Essen und Ambieten im Stil
von Alice im Wunderland.
Nicht fehlen dürfen ein „Starbucks“ und die „Bionic Bar“, in
der Roboter die Drinks mischen.
Würde die „Harmony of the
Seas“ nicht hin und wieder in
einem Hafen anlegen, könnte
man meinen, einfach in einem großen Hotel an Land zu
sein. Dass man sich auf einem
Schiff befindet, merkt man oft
nicht. In einer völlig falschen
Welt wähnt man sich endgültig im Central Park , einem riesigen Freibereich im Inneren
auf Deck 8. Vogelstimmen
vom Band gaukeln Natur vor,
zum Flanieren laden Shops,
Cafés und Restaurants ein. 12
000 Pflanzen bedeuten einen
weiteren Superlativ.
In der Premierensaison ist
die „Harmony of the Seas“ im
westlichen Mittelmeer unterwegs. Sieben-Nächte-Fahrten
ab Barcelona stehen auf dem
Programm. Vom November an
geht es dann in die Karibik.
(dpa)
p h o t o g ra p h ie : st e p h a n o e rm a n n .c o m
VON M ICHAEL Z EHENDER
/ inTErlÜBkE
/ kETTnAkEr
/ hÜlSTA
/ poliforM
/ prESoTTo
/ cor
/ Erpo
/ rolf BEnZ
/ MoroSo
/ durlET
Toeller 125999 02.04.16.indd 1
01.03.16 13:48