Eva-Magazin zum downloaden (PDF 9.3 MB)

Transcrição

Eva-Magazin zum downloaden (PDF 9.3 MB)
eva
11
OKTOBER
2 15
DAS GRÜNE MÄDCHENMAGAZIN. AUCH FÜR JUNGS.
Fashion:
Klima-Quiz
Bist du UmweltschützerIn oder Klimawandel-LeugnerIn? Plus: Was hat Pharrell damit zu tun?
t
k
c
Na Erste Hilfpea, wsseienrnt’!s
irklich
w
im
t
e
n
r
Inte
Mary Vassilakou
im WhatsApp-Interview
„Ich liebe einen Flüchtling“ Die Love-Story von Jasmin und Zaki
Das
Das groSSe
groSSe #EVAme
#EVAme
Gewinnspiel!
Gewinnspiel! Seite
Seite 34
34
Gutscheine,
Gutscheine, Kino-Tickets
Kino-Tickets uvm.
uvm.
Das Gleiche in Grün Inhalt
Quickie
04 News & Top Ten
05 Rasterfahndung
06 Hit oder Shit
08 News & Top Ten
ACTION
10 Ich liebe einen Flüchtling
12 G’scheite Bildung wär’ nicht blöd
14 Scheiße, ich kenne einen Terroristen
16 TTIP: Ein grenzwertiges Abkommen
18 Nackt im Internet
Look
ich
i
f
f
ö
bin
.
s
e
l
l
für a
e
jahreskart
o
r
u
e
5
6
3
mit der
er umland.
n
ie
w
s
r.
in
is
grat
n kann meh
ie
w
in
e
d
11. oktober
20 Tip-Top Tinder-Typologie
22 Das Gleiche in Grün
24 So leiden Tiere für deine Schönheit
26 Der große EVA-Nutella-Test
STARS
Der groSSe EVA-Nutella-Test
Fast jede/r mag Schoko-Aufstrich, und jede/r
versteht, was gemeint ist, wenn man den Namen
der braunen Creme von Ferrero sagt. Wir haben
Alternativen getestet und erklären euch, was an
Palmöl im Schoko-Aufstrich so ungut ist.
28 Maria Vassilakou im
WhatsApp-Interview
Plus: Grüne KandidatInnen
im Kurz-Portrait
30 Wo Wien rockt
Am Radar
26
22
32 Klimaquiz: UmweltschützerIn
oder Klimawandel-LeugnerIn?
34 Das #EVAme-Gewinnspiel
Das Gleiche in GrüN
20
Fast Fashion ist überall. Billige Mode, schnell wechselnde Trends, schlechte Qualität. Dabei gibt’s die meisten Outfits auch in einer nachhaltigen Variante, für die weder Näherinnen noch die Umwelt leiden müssen. Wir haben für euch ein Eco-Outfit zusammengestellt. Tip-Top
Tinder-Typologie
Profile bei Tinder schauen
sich oft sehr ähnlich. Wir
haben ein paar Tinder-Typen
ausgemacht, die
du kennen könntest. QUICKIE
5
Lukas Kalchgruber
Wir haben Joachim, Katharina und Tarik erwischt und befragt:
RASTERFAHNDUNG
Bild Florian Spielauer
01 One Piece 02 Death Note 03 Fairy Tail 04 Attack on Titan 05 Naruto 06 Code Geass 07 Speed Grapher 08 Bleach 09 Elfenlied 1 0 Ouran High School Host Club Top�
Ten
VdB for President
Maria Sofaly
Bildungsreferentin im Welthaus Wien
Lieblingsfreizeitbeschäftigungen in Wien
Top�
Ten
01 In der Wiese liegen beim Donaukanal 02 Durch die Servitengasse spazieren 03 Chillen im Schanigarten in der Schadekgasse 12 04 Baden bei der Romawiese 05 Spazieren auf den Steinhofgründen 06 Tee trinken am Volkertmarkt 07 Den Himmelmutterweg hinaufspazieren und runterschauen 08 Picknick im Augarten und im Alfred-Grünwald-Park 09 Schmankerln einkaufen auf dem Markt am Kurt-Pint-Platz 10 Den Flohmarkt am Naschmarkt besuchen Sarah Haas
Mitorganisatorin Friday Nightskating
Sonniger Samstag in Wien
01 Von der Himmelwiese den Ausblick über Wien genießen 02 Sich in Badesachen auf Balkonien sonnen 03 Mit dem Citybike durch die Stadt cruisen 04 Auf einem Spontan-Open-air abtanzen 05 Am Donaukanal auf den Stufen sitzen und Leute schauen 06 Im Türkenschanzpark slacklinen und Frisbee spielen 07 Tag und Nacht auf der Donauinsel verbringen 08 Sich ein veganes Bio-Eis gönnen 09 Auf der Alten Donau Tretboot fahren 10 Den Flackturm hochklettern Top�
Ten
In der Hofburg hinterm
Schreibtisch sitzen, Staatsgäste aus anderen
Ländern empfangen oder die Bundesregierung ernennen – sowas macht man als BundespräsidentIn.
Und 2016 wird dieses Amt neu gewählt. Die Frage ist: Wer wird der/die Nächste? Wird es gar der
erste Grüne Präsident der Geschichte des Landes?
Weiß man nicht, aber derweil versammeln sich
schon die UnterstützerInnen für Alexander Van der
Bellen auf Facebook.
www.facebook.com/vanderbellen2016
EVA: Was bisher geschah
Vielleicht hast du die ersten beiden Ausgaben
von EVA schon in den Händen gehalten. Darüber
wurde viel diskutiert. Die erste Ausgabe zur Nationalratswahl 2013 war ein ziemlicher Aufreger,
zur Europawahl 2014 gab’s dann die zweite Ausgabe. Du willst wissen, wie Eva Glawischnig in
den 80er-Jahren ausgesehen hat oder wie unser
Öko-Kondom-Test ausgefallen ist? Du willst lesen,
wie Ulrike und Niklas über ihr Coming-out reden
oder David Alabas Erfolgsgeschichte hören? Hier
kannst du die beiden Ausgaben online durchklicken: www.gruene.at/eva-magazin
Szene-Größen erleben und
neue Indie-Acts entdecken –
dafür gibt’s das Waves
Vienna Festival, das dieses
Jahr von 30.9. bis 4.10. in seine fünfte Auflage geht. Das Konzept bleibt ein bewährtes: ein Festival, ein Wochenende, mehrere Locations in der Innenstadt, ein Gastland. Und das Ganze
gibt’s gleichzeitig in Bratislava. www.wavesvienna.com
Bei unserem Gewinnspiel auf Seite 34
kannst du übrigens Festivalpässe gewinnen!
@JoachimKovacs
Animes
@DarwishTarik
Student, Grüner Aktivist
@MandlKatharina
4
Joachim Kovacs
Katharina Mandl
Tarik Darwish
Leiter einer Tennis Academy,
Landesvorstand Grüne Wien,
Klubvorsitzender Grüne Ottakring
Germanistikstudentin, Grüne Aktivistin
Student und Pädagoge,
Klubvorsitzender Grüne Liesing
Wann läutet dein weck
Zwischen 5.30 und 7.15 Uhr.
Aber 2 × Snooze-Taste
muss sein.
er?
Unter der Woche um
6.45 Uhr. Leider.
Ich habe keinen. Das
übernimmt mein Hund.
BESTER FILM ALLER ZEITEN?
Ich schau lieber Serien. Am
liebsten „Akte X“, „Lost“ und
„The Walking Dead“.
Auf einen festlegen?! Weiterempfehlen würde ich „Hass“
von Mathieu Kassovitz.
KANNST DU PROGRAMMIER
Nur die UPC-Box.
Nein, ich kann nur die
einfachsten HTML-Befehle.
WOFÜR ÜBERZIEHST DU DE
Das fällt unter das
Bankgeheimnis.
Wenn ja, dann bin ich ein
schlechter Mensch.
EN?
Hat das was mit
Kinoprogramm zu tun?
IN KONTO?
Derzeit nur für Lebensmittel.
(Aber ich würd’s
lieber für Bücher tun!)
SIND VEGETARIER DIE BESS
„Das Fest des Huhnes“ von
Walter Wippersberg.
Ich hab keinen
Überziehungsrahmen.
EREN MENSCHEN?
Wäre schön, wenn es so
einfach wäre, ein besserer
Mensch zu sein.
Go vegan!
6
LIFE HACKS
QUICKIE
7
Mit Life Hacks, den Alltagskniffen aus dem Internet, können wir plötzlich
Flecken entfernen, Kabelsalat ordnen oder richtig Obst schälen. Unsere
Idee für den nächsten Winter: Kabelbinder um die Reifen des Fahrrads mit
Scheibenbremsen. Für mehr Grip bei Schnee und Eis am Radweg.
..
Wahlen mit Wahlkarte
GLYPHOSAT
Eine Party am Vorabend, ein Kurztrip nach Berlin, ein lang geplanter
Ausflug mit FreundInnen oder der wissenschaftlich noch nicht
bewiesene, aber fix existierende sonntägliche Sog der Couch – es
kann immer etwas geben, das dich am Wahlsonntag davon abhält,
ins Wahllokal zu gehen. Deswegen: Mach’s dir einfach bequem und
bestell deine Wahlkarte im Voraus. Du kannst damit in jedem Wahllokal, beim Besuch eines so genannten „fliegenden“ Wahllokals oder
mittels Briefwahl wählen. Achtung: Der letzte Termin für die schriftliche Beantragung deiner Wahlkarte ist der 7.10.2015. Alle Infos für
Wählen mit Wahlkarte findest du auf www.wahlkartenantrag.at
365-EURO-TICKET
Mobilität für 1 Jahr, für 1 Euro am Tag, für alle: Das gibt es in
Wien und in Vorarlberg dank der Öffi-Jahreskarte um 365 Euro
schon. Darauf sind wir Grünen schon ein bisschen (sehr) stolz.
Schließlich ist leistbare Mobilität für alle ein wichtiger Schlüssel
für fair verteilten Raum, fair verteilte Chancen und Möglichkeiten. Unser Ziel: das 365-Euro-Ticket in allen Bundesländern!
Durch die Nacht mit ...
Wer nach einem flüssigen Energieschub mit Geschmack
sucht, muss nicht unbedingt zum fliegenden Bullen aus
Salzburg greifen. Es gibt Alternativen, die auf Basis von
natürlichen Inhaltsstoffen wie Mate- oder Grüntee für
einen langanhaltenden Boost sorgen. Die Favourites für
lange Partynächte: Makava, Club Mate und All I Need.
OMAS UND OPAS
Oma und Opa gehören tendenziell zu den Menschen, die
ganz sicher nicht deinen Geburtstag vergessen und meistens über eine nicht versiegende Quelle an Süßigkeiten verfügen. Abgesehen davon: Großeltern sind einfach verdammt
wertvoll, schließlich können alle von ihrer Lebenserfahrung
profitieren. Tatsache ist: Einerseits war noch nie eine Großelterngeneration so fit – und andererseits wird der Bedarf an
notwendigen Betreuungsleistungen immer größer.
HANGOVER
oder
Gift aus dem Baumarkt? Klingt gruselig, ist
aber so: Das Unkrautvernichtungsmittel
Glyphosat, das von der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend
eingestuft wird, kann man im Baumarkt kaufen.
Mitunter „pflegt“ der Nachbar damit auch
seinen Garten – in der Landwirtschaft wird das
Gift dort eingesetzt, wo große Monokulturen
möglichst effizient wachsen sollen. Eine von
Global2000 in Auftrag gegebene Studie lieferte
2013 übrigens folgendes Ergebnis: Bei drei von
zehn ÖsterreicherInnen wurden Rückstände
von Glyphosat im Harn nachgewiesen.
Ein Kater ist das lästige Übel so mancher gelungenen Party. Die Top 3
Hausmittel dagegen sind denkbar simpel: frische Luft, Aufstehen,
Wassertrinken. Und das Beste ist natürlich ein ausgiebiges Katerfrühstück. Tipp: Salzig essen! Das bringt den Mineralstoffhaushalt wieder
ins Gleichgewicht.
..
EinzelfAlle“
„
Rechtsextremistische Ausfälle von FPÖ-FunktionärInnen, ausländerfeindliche Kommentare auf FPÖ-Seiten im Web oder eine Liste von
rechtskräftig verurteilten FPÖ-Mitgliedern – es ist eine Endlosschleife an
so genannten „Einzelfällen“, die u.a. von Websites wie www.stopptdie­
rechten.at und www.heimatohnehass.at dokumentiert werden. So ein
„Einzelfall“ würde sich ja prinzipiell dadurch auszeichnen, dass er eben nur
einmal vorkommt. Es sind aber eher ... naja, sehr, sehr, sehr viele.
ATOMKRAFT
Wer behauptet, Atomkraft sei die preiswerteste Form der Energie-Erzeugung,
muss wohl auf der Gehaltsliste eines Atomkraftwerk-Betreibers stehen oder
zumindest sehr einseitig rechnen. Schließlich wird Atomkraft hoch subventioniert,
indem Entsorgungskosten für Brennmaterial vom Staat übernommen werden. Die
Gewinne fließen in private Taschen, die Risiken tragen wir alle. Die EU beteiligt
sich übrigens gerade an den Kosten für die Errichtung eines neuen Atomkraftwerks in England. Österreich klagt gegen das Projekt in Hinkley Point und „die
Chancen für diese Klage stehen sehr gut“, sagt Rudi Anschober, Grüner Umweltlandesrat in Oberösterreich. Mit den Umweltrisiken der Atomkraft belasten wir auch zukünfitige Generationen. Deshalb: Raus aus der Atomkraft!
8
QUICKIE
Elena Beringer
Studentin Umwelt- und Bioressourcen-Management,
Projektassistenz CIPRA Österreich / Umweltdachverband
9
Vassilakou macht Dampf
Top�
Ten
Tanz(en) in Wien
01 Salsa und Bachata im Chaya Fuera 02 Boogie im Volksgarten 03 1x im Jahr Tanz durch den Tag 04 Barfuß im Park 05 Impulstanz Festival 06 Hip-Hop in den Straßen 07 Walzer in der Hofburg 08 Electroswing im Café Leopold 09 50s/60s-Sonntage in der Fledermaus 1 0 Ballett in der Staatsoper Vienna Roller Girls
Österreichs erstes Roller-Derby-Team
@ViennaRollers
Wie viele Sklaven
arbeiten für dich?
Top�
Ten
01 Du bist Teil eines großartigen Teams von Frauen* 02 Roller Derby ist ein strategisches und körperlich herausforderndes Spiel 03 Du lernst deine eigenen Grenzen kennen und überwinden 04 Roller Derby stärkt das Selbstbewusstsein 05 Um sich auszupowern, Gas zu geben und zu schwitzen bis zum Umfallen 06 Gemeinsame Roadtrips und legendäre Partys 07 Du lernst deinen Körper besser kennen und lieben 08 Egal wie groß, klein, dünn oder stämmig du bist, im Roller Derby gibt es einen Platz für dich 09 Du fühlst dich wie eine Superheldin 10 Und du kannst die ganze Zeit bunte Glitzerleggins tragen! * Bei Vienna Roller Derby können alle skaten, die sich als Frauen
Bild Nadine Poncioni
Warum du mit Roller
Derby beginnen solltest …
Auf der Website www.slaveryfootprint.org wird ermittelt, wie viele
„Sklaven“ für deinen Lifestyle schuften müssen. Anhand von elf Fragen
wird die Größe deines „Sklaven-Fußabdrucks“ gemessen. Wie jetzt?
Echt? Ja, das Projekt soll aufzeigen,
dass es in unserer westlichen Welt
viele Produkte und Dienstleistungen
gibt, mit denen man unwissentlich
moderne Sklaverei unterstützt. Nach
Schätzungen des US-Innenministeriums gibt es weltweit 27 Mio. Sklaven
– und das rund 150 Jahre, nachdem
die Sklaverei offiziell abgeschafft
wurde.
definieren oder sich geschlechtlich nicht festlegen wollen
Julian Simon Schmid
Angestellter, Grüner Bezirksrat in Ottakring
Bereiste (nicht Haupt-)Städte
01 Barcelona 02 Glasgow 03 Liverpool 04 Boston 05 Den Haag 06 York 07 New York 08 Breslau 09 München 10 Busan Top�
Ten
Wer einmal von Maria Vassilakou bekocht werden möchte und Lust hat, mit ihr ganz nebenbei
auch über Gott (oder Justin Bieber) und die Welt
zu plaudern, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen und beim nächsten „Vassilakou macht
Dampf“ dabei sein. Alle ran an die Töpfe! Infos zu
den aktuellen Terminen und zur Anmeldung findest du hier: www.wien.gruene.at/vassilakoumachtdampf
Fair vögeln
Wer nicht nur sicher, sondern
auch fair verhüten möchte,
sollte auf die fair gehandelten Kondome aus Naturkautschuk zurückgreifen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Gummis wird bei Fair Squared besonderes Augenmerk auf bio-zertifizierte Inhaltsstoffe gelegt. Auch
Tierversuche sind für das Unternehmen ein No-Go. Sei
fair und verhüte fair! Wo du die Kondome bekommen
kannst, erfährst du hier: www.fairsquared.info
Das Kondom am Cover des Magazins ist verloren gegangen? Schreib an [email protected] und hol
dir ein neues!
Ramona Wendtner
Studentin an der WU Wien, Grüne Aktivistin in
Hietzing, Koordinatorin der Jungen Grünen Hietzing
Sommer-locations in Wien
Die Grüne Pop-up-Tour
Wow, was für ein Sommer! Freibad, Fußballfeld, Funpark, Freunde – wir alle haben die
letzten Monate wieder mal nix ausgelassen.
Die Freiluft-Action geht noch ein bisschen
weiter und wir Grüne wollen das mit dir genießen, so lange es noch geht. Am Ende des
Sommers wird’s dann nochmal richtig spannend: Da kannst du nämlich entscheiden,
wie es in Wien weitergeht. Am Ende des
Sommers hast du die Wahl. Und wir wollen
dich davon überzeugen, dass wir Grüne die
beste Wahl sind. Deswegen sind wir mit Julian Schmid, Peter Kraus und vielen anderen
jungen Grünen von Mitte September bis zum
Wahltag in ganz Wien unterwegs. Von Pratersauna bis Praterdome, vom Reumannplatz
bis zur Donauinsel. Check dir die Termine auf
www.wien.gruene.at/pop-up-tour
01 Eisgreißler – ein Genuss an heißen Tagen 02 Volksgarten – tagsüber und nachts, immer was los 03 Kino am Dach – Kinofeeling unter Sternen 04 Donaukanal – auf einen kühlen Drink in eine der
zahlreichen Bars 05 Mahü – zum Bummeln und Flanieren 06 Travel Shack – die verrücktesten Partys 07 Brunnenmarkt – das beste Obst für eine erfrischende Bowle 08 Film Festival am Rathausplatz – internationale Küche,
Kultur und Co. 09 Summerstage – an lauen Sommerabenden 10 Flex – die Stadtoase Top�
Ten
Christoph Frank
Angestellter Grüne Landesorganisation,
Immobilienberater
Low-carb Gerichte
01 Bio-Steak mit Spargel und Sauce Hollandaise 02 vietnamesische Sommerrollen mit Koriander 03 Grillspieße mit Tofu und Gemüse 04 Ham and Eggs mit Gemüse 05 Avocado-Mango-Huhn-Salat 06 Rindsgulasch 07 Cremespinat mit Spiegelei 08 Joghurt-Topfen-Creme mit Früchten und Chia-Samen 09 Caprese mit Büffelmozzarella 10 Chili con carne Top�
Ten
10
ACTION
Ich liebe einen
Fluchtling
Jasmin liebt Zaki
und Zaki liebt Jasmin.
Alles inklusive: Herzklopfen,
dieses gute Gefühl im Bauch … und trotzdem ist diese Liebesgeschichte anders. Denn Zaki ist ein Flüchtling aus Afghanistan.
Es passiert dir in der Disco, in der Straßenbahn,
auf dem Schulhof oder im Supermarkt – plötzlich siehst du jemanden und denkst dir nur:
Wow. Ansprechen, kennenlernen, plaudern,
sich wohl fühlen, sich gegenseitig spüren,
Geheimnisse teilen, füreinander da sein … sich
zu verknallen ist so ziemlich das Beste, was
das Leben zu bieten hat, und gleichzeitig ist
es auch so ziemlich das Komplizierteste. Wie
bei Jasmin aus Linz: Stell’ dir vor, du engagierst
dich für Flüchtlinge und lernst dabei zufällig die
Liebe deines Lebens kennen. Klingt kitschig?
Ist es auch. Klingt kompliziert? Ist es auch. Und
romantisch? Sowieso.
Zwischen Deutsch-Vokabeln und
Grammatik-Übungen hat es zwischen der Linzerin Jasmin und Zaki aus Afghanistan gefunkt:
Die Studentin engagierte sich als Freiwillige
und half AsylwerberInnen Deutsch zu lernen. Zakis unkomplizierte Art war Jasmin auf
Anhieb sympathisch. Und Zaki war von seiner
hübschen Deutsch-Lernpartnerin begeistert.
Gemeinsam gingen die beiden regelmäßig
zu Terminen bei Behörden und beim Anwalt.
„Irgendwann dachten wir uns, dass man auch
im Kino Deutsch lernen kann“, erzählen sie.
Und aus den
Kino? Klingt nach einem Date.
Kinobesuchen wurde die große Liebe.
Fast fünf Jahre vergingen, bis Zaki die
Erlaubnis bekam, in Österreich zu bleiben. Während seiner Wartezeit konnte er kostenlos einen
Hauptschulabschluss nachholen und Deutsch
lernen. „Das hat sich gelohnt, allein schon bei
den Behördengängen“, meint Jasmin. „Die sind
einfach netter, wenn jemand dabei ist, der –
das klingt jetzt vielleicht ein bisschen blöd –
perfekt Deutsch kann.“
Wie jedes Liebespaar haben Jasmin
und Zaki eine Menge witziger, gemeinsamer
Erinnerungen. „Ich habe meine Mama mal mit
Zaki zum Magistrat geschickt, weil ich zur Uni
musste. Damals konnte er noch nicht sehr gut
Deutsch. Die MitarbeiterInnen dort waren davon überzeugt, dass meine Mama seine Ehefrau
ist.“ Darüber können beide noch heute lachen.
Am Anfang war das mit dem PaarSein gar nicht so leicht. „Als Asylwerber musste sich Zaki jeden Tag bei der Polizei melden.
Zu dieser Zeit durfte er Linz nicht verlassen.
Wir konnten also nicht einmal Freunde in Wien
besuchen“, erinnert sich Jasmin.
Die Angst davor, dass Zaki nach Afghanistan
zurückgeschickt werden könnte, war für die
zwei allgegenwärtig. „Zaki war oft traurig, weil
wir auch nach unserer Hochzeit nicht sicher
sein konnten, ob er hierbleiben kann. Diese
Ungewissheit zehrt an den Nerven.“ Jasmin ist
sich sicher: Ihre Liebe hat den beiden geholfen.
„Wenn man sich verliebt, dann vergisst man
die Angst leichter. Man muss halt versuchen,
die Probleme zu reparieren. Wir haben das alles
ganz gut hinbekommen, finde ich.“
Die Erfahrungen, die Jasmin und Zaki
gesammelt haben, geben die beiden gerne weiter. Zaki arbeitet heute als Flüchtlingsbetreuer
in Linz. Und auch Jasmin hilft nach wie vor
AsylwerberInnen bei der Vorbereitung auf den
Sprachtest. Schließlich lohnt sich Engagement
– und verlieben kann man sich nicht nur in der
Disco oder im Supermarkt.
11
Wer entscheidet eigentlich,
wer ein Flüchtling ist?
Ich will helfen. Wo und
wie kann ich mich engagieren?
Wohnraumspenden: Ein Rückzugsort ist wichtig für
Menschen, die gerade ihre Heimat verloren haben. Weil AsylwerberInnen keine Möglichkeit haben, Geld zu verdienen, ist
kostenloser Wohnraum für sie eine große Hilfe. „Flüchtlinge
Willkommen“ bringt AnbieterInnen von privaten Unterkünften
und Flüchtlinge zusammen: www.fluechtlinge-willkommen.at
Sachspenden: Oft sind es die alltäglichsten Dinge, an
denen es Flüchtlingen mangelt: Kleidung, Hygieneartikel,
Spielzeug, Möbel. Vielleicht steht in eurem Keller noch etwas,
über das sich Menschen freuen. Sachspenden sammeln z.B.
die Caritas: www.caritas.at oder die Ute Bock Stiftung:
www.fraubock.at
Zeitspenden: Hast du weder eine leerstehende Wohnung,
noch Sachen oder Geld zum Spenden, kannst du dich auch
f
au
Alle Infos
als Freiwillige / r bei Hilfsorganisationen einbringen. Wie das
n
Wie viele Flüchtlinge gruene.at/helfe geht, erfährst du z.B. auf der Seite www.zeitschenken.at der
Caritas, oder bei www.connectingpeople.at
gibt es in Österreich?
Geldspenden: Gespendetes Geld ist für HilfsorganisaÜber 50 Millionen Menschen sind nach Angaben der Flüchttionen flexibel einsetzbar und kann genau dort eingesetzt
lingsagentur der Vereinten Nationen (UNHCR) weltweit auf
werden, wo es gebraucht wird. Das Spendengütesiegel sorgt
der Flucht. Im laufenden Jahr 2015 rechnet man mit bis zu
dabei für Transparenz. Es gibt verschiedene Organisationen,
80.000 AsylwerberInnen in Österreich. Die Zahl derjenigen,
die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen können. Hier nur
die ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung oder ein laufendes
ein paar Beispiele: www.caritas.at, www.integrationshaus.at,
Asylverfahren in Österreich sind, kann niemand so genau
www.asyl.at, sosmenschenrechte.at, www.sosmitmensch.at,
nennen. Auch für diese Menschen gelten Rechte, die der Staat
www.zebra.org.at, www.roteskreuz.at
schützen muss.
Seit 1951 regelt das die Genfer Flüchtlingskonvention. Danach
wird jede Person zum Flüchtling, die „aus der begründeten
Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Ethnie, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe
oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des
Landes befindet, deren Staatsangehörigkeit sie besitzt.“ Das
Problem: Unter die Definition fallen nicht die Leute, die ihre
Heimat hinter sich lassen, weil dort Wasserknappheit oder
bittere Armut herrschen. Klima- oder Wirtschaftsflüchtlinge
fallen so nicht unter den Schutz der Flüchtlingskonvention.
Deshalb muss im Einzelfall vom Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl entschieden werden, ob sie eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten.
Jasmin
Zaki
s
a
d
t
s
i
n
i
m
s
a
„J
r
i
m
s
a
w
,
e
t
s
e
B n konnte .“
e
er
i
s
s
a
p
ber s
Zaki ü
roße
eine g
Liebe
12
ACTION
13
Lehrlinge mit Herz und
Hirn – Heartbeat hat
sich auf das Training von
Lehrlingen, Ausbildner­
Innen, UnternehmerIn­
nen und Mitarbeiter­
Innen spezialisiert. Das
Lehrlings-College ist
eine super Sache!
www.heartbeat.co.at
Was Österreich
von Skandinavien
lernen kann
Platz für selbstorganisiertes Lernen und Freiraum für Kreativität.
Wieso soll es das nicht schon in der Schule geben?
Auch im dreijährigen Gymnasium gibt es individuelle Schwerpunkte. Man kann sogar in
Ballett maturieren, schließlich ist die Ausbildung sehr praxisnah. Die Berufsschule für Lehrlinge
ist auch ins Gymnasium integriert:
Flexible Strukturen machen
es möglich. Bei uns geht es mit
der Zentralmatura in die gegenteilige
Richtung: Durch das standardisierte Abprüfen werden persönliche
Schwerpunktsetzung und Kreativität
im Unterricht zunichte gemacht.
Wie ist eigentlich
die Zentralmatura
(schief)gelaufen?
Dieses Jahr hat erstmals österreichweit die Zentralmatura stattgefunden. Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek war zufrieden. Die SchülerInnen sehen das anders: Eine 4,2 haben sie der Umsetzung der Zentralmatura verpasst. Der Grüne Jugendsprecher Julian Schmid hat über seine Facebook-Seite zur Umfrage unter Maturierenden aufgerufen. Das größte Problem: Die SchülerInnen wurden unterschiedlich vorbereitet und durften unterschiedliche Hilfsmittel bei der Matura verwenden. Taschenrechner mit Grafik-Funktion waren z.B. nur an manchen Schulen erlaubt. Aber Julian bleibt dran: „Ich hau’ mich für euch ins Zeug, um die Bildungsministerin zu überzeugen und die Situation für zukünftige MaturantInnen zu verbessern!“ Bild Uni Wien
G’scheite Bildung
wär’ nicht blöd
Öde, immer gleiche Klassenzimmer,
Langeweile in 50-Minuten-Blöcken
... muss Schule so sein? Talente kann
man nicht in Noten von 1–5 zwängen.
Deswegen ist unser Schulsystem
nicht das beste, wenn es um das
Fördern von Begabungen geht. Wo
bleibt in der Schule Platz
für kreative Ideen?
Icona Pop, Tove Lo, Cheap Monday oder Sandqvist. Diese
Namen hat man schon gehört und sie
haben einen gemeinsamen Nenner:
Sie kommen aus Schweden.
Ob Design, Kunst, Musik: Das Land
im Norden fördert Kreative früh und
erfolgreich. Vielleicht können wir da
noch etwas lernen?
Im schwedischen Schulsystem ist viel Platz für kreative
Entfaltung. Die „Grundskola“ ist eine
Ganztagsschule für alle 7- bis 16-Jährigen. Hier gibt’s keine Noten,
sondern Lernberichte. In
„Entwicklungsgesprächen“ sprechen
LehrerInnen, Erziehungsberechtigte
und SchülerInnen gleichberechtigt
über Lernerfolge und soziale Kompetenzen. Bei den Lehrmethoden setzt
man auf kooperatives Lernen statt
Frontalunterricht. Das heißt: Schülerinnen können den Unterricht mitgestalten, selbst
thematische Schwerpunkte
setzen, und in Gruppenarbeiten voneinander lernen. Je
älter die SchülerInnen werden, desto
mehr Verantwortung tragen sie im
Unterricht.
„Ein super Beispiel für ein echt lässiges Bildungsprojekt ist der Bildungscampus am Hauptbahnhof in Wien. Alleine die Architektur ist der Wahnsinn. Man kann Klassen für bestimmte Einheiten
zusammenlegen, es gibt Freiluft-Klassenräume
und kleine Leseecken in jedem Klassenzimmer.“
Julian Schmid, 26
Grüner Jugendsprecher
und jüngster Abgeordneter
im Nationalrat. Der direkte
WhatsApp-Draht zu Julian:
0664 883 274 08
Mit diesen
5 Bildungs-Channels
bei Youtube findest
du Weisheit:
Kurzgesagt
Hinter den aufwendig animierten Videos
steckt ein Münchner Informatik-Design-Kollektiv, es ist einer der wenigen deutschsprachigen Bildungskanäle.
Minute Physics
Nur mit einem Blatt Papier und Edding
werden in wenigen Sekunden komplizierte,
physikalische Phänomene erklärt. No Rocket
Science!
Crash Course
Die Videos sind verhältnismäßig lang –
durch Pop-Pointen, süße Animationen und
charmante Schmähs bleiben die Clips über
Literatur, Psychologie, Geschichte und Ökologie aber immer spannend.
Ted-Ed
Ted-Ed gehört zum Mutterschiff der
Ted-Organsation, die animierten Videos sind
ziemlich fetzig.
Khan Academy
Die Khan-Videos sind fast oldschool: Nur mit
einem Tablet, einem Zeichenprogramm und
einem Bildschirmaufnahmegerät kommen
sie aus. Doch das zieht: Zehn Millionen
Menschen wollen so monatlich etwas über
die Welt lernen.
ACTION
15
›
14
: Was kann ich unternehmen, wenn ich das Gefühl hab’, dass sich Personen aus meinem Umfeld radikalisieren oder sich radikalisieren lassen?
Moussa: Am hilfreichsten ist es, die
Stellen zu benachrichtigen, die Erfahrungen mit Deradikalisierungsarbeit haben. Zum Beispiel das
Netzwerk sozialer Zusammenhalt
– Prävention, Deradikalisierung
und Demokratie www.derad.at
n
und das Institut ZIMT der Pädagosa
as
Moussa al-H
gischen Hochschule Linz.
ia
w
„ “
D
Verena: Ich würde wahrscheinlich, wenn ich die Person besser
kenne, mit ihr in Kontakt treten.
Es hängt aber sowohl von der
Person als auch von den verbreiteten Inhalten ab, was ich im
Einzelfall raten würde.
Scheiße,
ich kenne einen Terroristen!
Was tun, wenn in meiner Facebook- Timeline oder dem Instagram-Feed plötzlich Terror-Propaganda auftaucht? I
m letzten Herbst kam Oliver aus Wien
plötzlich nicht mehr in die Berufsschule
und sein Lehrbetrieb kündigte ihn. Er
hörte auf Alkohol zu trinken, und mit
den Mädchen in seinem Freundeskreis
wollte er auch nicht mehr reden. Dann
gab es immer öfter religiöse Postings in
seinem Facebook-Profil. Er war zum Islam konvertiert. Einmal postete er das Bild eines vollverschleierten Mädchens mit der Unterschrift:
Meine Frau. Das kam den SchulkollegInnen des
16-Jährigen komisch vor. Eine Zeit lang hörten
sie nichts von Oliver, bis sie ihn schließlich in
einem Propaganda-Video der Terrormiliz Islamischer Staat entdeckten. Da war er schon in
Syrien und wollte bei der Errichtung eines Kalifats, so nennen die Islamisten ihre Vision eines
länderübergreifenden Gottesstaats, helfen.
Inzwischen, ein paar Monate später,
ist der Jugendliche zurück in Wien und steht
vor Gericht. Oliver ist nur ein Beispiel für viele
junge Menschen, die sich von der ausgeklügelten Propaganda des Terrors verführen lassen.
Aber hinter den Videoclips in Hollywood-Hochglanz und den Bildern, die Dschihad-Romantik
vorgaukeln, verbirgt sich nur eins: eine brutale,
gewalttätige, menschenfeindliche Realität.
Was kann ich tun, wenn Bekannte
plötzlich rechtes oder islamistisches Gedankengut verbreiten, z.B. bei Facebook? Reicht es
dann, die Facebook-Freundschaft zu beenden?
Wir fragen bei Verena Fabris, Leiterin der
Beratungsstelle Extremismus, und Moussa
al-Hassan Diaw vom Zentrum für interreligiöses Lernen (ZIMT) an der Pädagogischen
Hochschule der Diözese Linz nach:
Verena: Es gibt unterschiedliche
Stellen, die Hilfe anbieten, wenn du
: Sollte ich Anzeige erstatten?
das Gefühl hast, dass sich eine Person aus deinem Umfeld langsam
Verena: Wenn man Videos mit radikal-islazu einer Gefahr entwickelt.
mistischem Inhalt entdeckt, gibt es die MöglichZum Beispiel auch die
keit, diese an [email protected] zu
Beratungsstelle Extremelden. Der Videolink wird an Google / Youmismus des BundesmiTube weitergeleitet, wo geprüft wird, ob das
nisteriums für Familien
Video von der Plattform genommen wird
und Jugend. Unter der
oder nicht. Wenn man auf einer Webseite
Hotline 0800 / 202044
oder in einer News-Group Beiträge mit
bieten die ExpertInnen
neonazistischen, rassistischen und antiseri s
dort Beratung, wenn du
ab
F
mitischen
Inhalten vorfindet, kann man dies an
a
Veren
mitbekommst, dass jemand,
die Meldestelle für NS-Wiederbetätigung melden:
den du kennst, dem radikalen Islam,
[email protected]. Bei Unsicherheit kann
rechten Ideologien oder sonstigen
man in jedem Fall die Sicherheitsbehörden inforFanatismen auf den Leim geht.
mieren, die Fällen, in denen ein ernster Verdacht
„ “
besteht, auch nachgehen.
Berîvan Aslan, Grüne Nationalratsabgeordnete, hat hautnah erfahren, wie gefährlich
nah einem Radikale im Netz kommen können – sie wurde auf Twitter von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bedroht. „Meine Freunde hatten Angst um mich“, sagt Berîvan.
Morddrohungen zu bekommen, das lässt niemanden kalt. Berîvan weiß seitdem:
1. S ei mutig und selbstbestimmt, lass dich nicht von radikalen Menschen einschüchtern.
Wenn es für dich nicht ok ist, sag es laut und wehre dich dagegen!
2. Wenn du das Gefühl hast, dass sich die Weltanschauung deiner Freunde rasant ändert,
melde es sofort an die zuständigen Einrichtungen weiter. Du kannst ein Leben retten,
wenn du schnell und effizient handelst!
3. Niemand hat das Recht, über dein Leben zu entscheiden! Die IS versucht junge Menschen
über Soziale Medien für ihren brutalen Krieg zu rekrutieren. Unterschätze bitte diese Gefahr
nicht, ein minimaler Kontakt mit ihnen kann schon dein Leben verändern.
Ausstiegsprogramme für Neonazis
In Deutschland gibt es mit der Initiative „Exit“ eine Stelle, die
Neonazis aktiv beim Ausstieg aus der rechten Szene unterstützt
– darunter auch immer wieder ÖsterreicherInnen. Eine vergleichbare Einrichtung gibt es bisher in Österreich nicht. Schade. Wieso
eigentlich nicht?
16
ACTION
17
n
i
€
:
t t i p € rt i g € $
w
z
n
€
gr bkomm€n
A
Amerika
d
n
u
pa
.
n Euro r Konzerne
e
h
c
ü
el zwis Grenzen f n. Was sind
d
n
a
h
i
e
Fre
offene offene Frag kommen?
t
g
n
i
r
b
b
le
mit vie e beim TTIP-A
a
d
d
n
U
blem
die Pro
BANG
Die meisten Freihandelsabkommen senken die
Zölle für den Handel mit Gütern, aber zwischen
den USA und Europa fallen kaum noch welche
an. Bei TTIP geht es um ganz andere Dinge:
um mehr Schutz für große Konzerne vor einer
strengen Gesetzgebung – und um weniger
Schutz für die KonsumentInnen.
Wenn Standards zur Qualität und
Sicherheit von Produkten fast verschwinden,
dann profitieren davon vor allem die, die keinen
großen Wert auf Qualität und Sicherheit legen.
Da machen sich viele Menschen große Sorgen,
vor allem wenn’s um Lebensmittel geht. Kein
Wunder, dass beim Thema TTIP alle übers
Essen reden.
Eigentlich geht’s aber darum: „Die
AmerikanerInnen haben niedrigere Standards
bei Lebensmitteln und Chemikalien, aber viel
strengere Kontrollen für Finanzprodukte. Viele
von den Krediten und Lebensversicherungen,
die in Europa schlecht informierten KundInnen
aufgeschwatzt werden dürfen, sind in den USA
verboten. Durch die sogenannte ‚gegenseitige
Anerkennung‘ von Standards dürfen nicht nur
die US-Landwirtschafts- und Pharmaindustrie
leichter nach Europa exportieren, sondern auch
europäische Banken und Versicherungen in die
USA. Die EU-VerhandlerInnen bieten den
AmerikanerInnen also
einen Abtausch: Ihr öffnet euren Banksektor,
wir geben euch dafür
die Lebensmittelregale.“
Michel Reimon, Grüner Abgeordneter im Europäischen Parlament @MichelReimon Andrea Nenning hat vor vier Jahren das Netzwerk BANG (Bio Austria Next Generation) mitgegründet, das junge Bio-LandwirtInnen
vernetzt, um die Zukunft unserer Landwirtschaft mitzugestalten.
Die junge Oberösterreicherin stammt selbst vom Bio-Bauernhof
und macht sich Sorgen, wenn sie an die Folgen von TTIP denkt.
„Durch TTIP besteht die Gefahr, dass die Interessen der Agrochemieindustrie noch weiter gestärkt werden, in Europa und in den
USA. Gerade im Bereich Gentechnik, aber auch beim Einsatz von
Pestiziden und Düngemitteln will die Industrie noch stärker Fuß
fassen. Dadurch könnte die Biolandwirtschaft in Österreich unter
Druck geraten.“
Völlig unterschiedliche Vorstellungen zu Tierrechten, LandwirtInnen, die sich um Umweltschutz kaum kümmern müssen, verschiedene
Standards bei der Lebensmittelsicherheit und
bei der Zulassung von Medikamenten – in den
USA ist vieles anders als in der EU. Vor allem
bei Umweltstandards und beim Verbraucherschutz. Und noch mehr spricht gegen TTIP:
1. Genmanipuliertes Getreide, Hormon-Milch, Fleisch von geklonten Tieren – das
ist in den USA alltäglich. In Europa ist dieses Industrie-Essen großteils verboten. Lebensmittel
dürfen in den USA übrigens so lange verkauft
werden, bis jemand nachgewiesen hat, dass sie
schädlich sind. In Europa ist es andersherum.
Nichts darf verkauft werden, solange unklar
ist, ob es unschädlich ist. Diese Sicherheit ist
wichtig. Industrie-Abenteuer gehören nicht auf
den Teller.
2. Das geplante TTIP-Abkommen soll
Schiedsgerichte schaffen, vor denen Investoren gegen Wettbewerbsnachteile klagen
können. Was das heißt? Nichts Gutes. Fühlt
sich z.B. ein Konzern durch strikte Umweltschutz-Auflagen eingeschränkt, soll er vor
diesen Schiedsgerichten Schadensersatz vom
Staat einklagen können. Damit werden die Gewinne von Unternehmen über demokratisches
Recht gestellt.
3. Damit so genannte Handelshemmnisse für Unternehmen gar nicht erst durch
Gesetze in Kraft treten können, sollen alle neuen Gesetze und Vorschriften erst einmal durch
einen Regulierungsrat geprüft werden. Wer da
drin sitzt? Die Industrie und ihre Lobbyisten.
4. Die Grenzen sollen nicht nur für
Produkte geöffnet werden, sondern auch für
Dienstleistungen. Das heißt: Bald könnten
auch staatliche Bildungssysteme oder ganze
Gesundheitssysteme unter den Druck von
privaten Anbietern geraten.
5. Die Verhandlungen über TTIP sind
alles andere als transparent. Nicht demokratisch gewählte Abgeordnete verhandeln das
Abkommen. Das überlässt man nämlich rund
600 Unternehmens-Lobbyisten, die für die Interessen ihrer ArbeitgeberInnen eintreten, und
nicht für die Allgemeinheit. Das ist undemokratisch!
bed
Was
eute
t
TTIP?
TTIP steht für „Transatlantic Trade and Investment Partnership“, also „Transatlantische
Handels- und Investitionspartnerschaft“.
Darunter versteht man ein Handelsabkommen,
das die EU-Kommission seit 2013 mit den USA
verhandelt. Es geht um nichts Geringeres als
die größte Freihandelszone der Welt, die die
Privilegien von Konzernen und Investoren absichern und sogar noch ausweiten soll.
Deine Unterschrift gegen TTIP!
Hier kannst du die Europäische Bürgerinitiative
(EBI) gegen TTIP und CETA unterstützen:
www.stop-ttip.org
18
ACTION
19
NACKT IM INTERNET
Gestern war die Welt noch in
Ordnung, heute wandert ein
Nacktfoto von dir durchs Netz.
Was tun?
tig zu trauen. Die Bilder „verschwinden“ zwar
von den Handys, es kann allerdings jemand
Screenshots machen und die Bilder liegen
immer noch auf den Snapchat-Servern.
Eine schnelle Online-Suche genügt, um einen
Blick auf die Popos von Stars wie Kim Kardash­
ian oder Justin Bieber zu werfen. Klar, sie können
selbst entscheiden, wer ihre Körper sehen darf.
Das gilt natürlich auch für Nicht-Promis. Wahrscheinlich haben viele von uns das eine oder
andere sexy Foto von sich auf dem Handy. Wir
stellen sowas vielleicht nicht ins Netz, aber es
kommt vor, dass man dem Schwarm ein Bild
schickt, auf dem man ohne Kleidung auskommt.
Zum Spaß, weil der andere weit weg ist, oder weil
die neue Unterwäsche so heiß aussieht. „Nackfotos wurden schon immer gemacht“, sagt die
Safer-Internet-Expertin Kerstin Maireder. „Doch
heute funktioniert die Verbreitung um vieles einfacher und man verliert leichter die Kontrolle. Ein
Klick und schon geistert ein Foto um die Welt.“
Wie man das verhindern kann, und was man tun
kann, falls es doch passiert, lest ihr hier:
Es ist passiert: Private Fotos von dir sind im
Netz gelandet. Ob es Fremde waren oder die
oder der Ex, ist jetzt egal. Nacktfotos von dir
gegen deinen Willen zu verbreiten, ist in jedem
Fall strafbar und du trägst keine Schuld. Bist
du unter 18 Jahre alt, handelt es sich dabei
um den Tatbestand Kinderpornografie, bist
du über 18, wird das Recht am eigenen Bild
verletzt – gegen beides kann man klagen!
Wichtig ist nun, sich einen Überblick über die
Situation zu verschaffen. Benutze einen anderen Browser als sonst und such nach Bildern
von dir. Zunächst solltest du den Webmaster
der Seite selbst kontaktieren. Danach kannst
du bei Google und auf den betreffenden Seiten
die Löschung der Links und Bilder beantragen.
Überleg dir, wo du deine
Bilder speicherst
Es ist cool, seinen Körper selbstbewusst zeigen
zu können – überleg dir aber vorher, wie und
wem. Nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft.
Du weißt vielleicht noch nicht, wie du dich in
zehn Jahren zeigen willst, aber das Internet
wird sich an deine Fotos von heute erinnern.
Für Bilder, die privat bleiben sollen, solltest du
keine Cloud-Services nutzen. Finger weg von
i-Cloud, Dropbox und ähnlichen Programmen
– sie können gehackt werden! So ist es z.B. der
Schauspielerin Jennifer Lawrence passiert.
Auch Snapchat, das verschickte Fotos von
selbst wieder löscht, ist nicht hundertprozen-
Und wenn es doch so weit kommt?
Und wie darüber sprechen?
Neben dem Entfernen der Bilder muss man sich
auch emotional der Situation stellen. Kerstin
Maireder erklärt: „Wichtig ist, eine Vertrauensperson zu haben und dieser zu sagen, wie man
möchte, dass mit der Situation umgegangen
wird: Will ich es zum Thema machen oder
nicht? Im Schulkontext ist es am besten, mit
der / dem Klassenvorständin / Klassenvorstand
darüber zu sprechen. Eltern sollen unterstützend wirken und keine Vorwürfe machen!“ Das
gilt auch für FreundInnen: Kritisiert betroffene Personen nicht auch noch. Besser ist es,
gemeinsam professionelle Hilfe zu suchen, also
zum Beispiel bei einer / einem PsychologIn. Der
Leitfaden „Aktiv gegen das Nacktfoto“, den du
auf www.saferinternet.at findest, hält weitere
nützliche Tipps und Adressen bereit. lian Schmid
Ob unser Ju ber – im Netz
Bie
in
st
Ju
oder
al
an manchm
entdeckt m
hen.
ac
ts
Ta
te
(halb)nack
l
a
m
n
i
e
n
o
h
c
s
u
d
t
s
a
„H ild von dir
ein Nacktbet verschickt? “
n
er
t
n
I
er
p
Bilder aus Google
entfernen – how to?
1. Geh auf www.support.google.com
2. Klicke auf „Google Websuche“ rechts oben
3. Hier gibt es den Punkt „Fehler beheben und
Entfernung beantragen“ und den Unterpunkt „Informationen aus Google entfernen“ – klick drauf
4. Lies dir den Text genau durch
5.Beantworte die Frage „Was möchten Sie tun?“
mit der Antwortmöglichkeit „In der Google-Suche
angezeigte Informationen entfernen“
6.
Google fragt dann nach Details, deinen Kontaktdaten und Links zu der Seite, auf denen die Bilder
veröffentlicht wurden
7.
Beantrage die Entfernung, indem du auf „Senden“
klickst
Wir haben Wiener
und Wienerinnen gefragt.
Marc, 18
Nein, selber verschickt hab ich
noch nie eines – bekommen aber
schon. Das ist aber auch schon ca.
zwei Jahre her. Nacktfotos verschicken find ich unnötig. Jede/r
kann das aber so machen wie er/
sie will. Man muss halt aufpassen!
Felix, 19
Ja, ich hab meiner Freundin schon
einmal eines geschickt. Ich hab
mir weiter nichts dabei gedacht,
und es ist Gott sei Dank auch
nicht in falsche Hände geraten!
Bahar, 16 & Jennifer,16
Bekommen haben wir schon
einige Nacktfotos, aber eher von
Fremden als von Freunden. Fotos
von uns selber würden wir aber
nicht verschicken!
20
LOOK
21
Typologie
Klingt gut
Zeig’ mir ein Bild, und ich sag’ dir, wer du bist … Ganz so einfach funktioniert’s
natürlich nicht. Dennoch verleitet uns die Dating-Plattform Tinder dazu, in wenigen Fotos einen Eindruck von unserer Persönlichkeit, unseren Interessen und
unserem Style zu vermitteln. Beim Swipen durch hunderte Pics kommt es schon
mal vor, dass
immer wieder ähnliche Profile aufpoppen. Die auffälligsten
(Stereo-)
Typen haben wir hier zusammengestellt.
Ob Abrocken mit Gitarre, verträumt am Klavier
oder hinter
den Turntables – Musik hat viele Gesichter. Die
Freundinnen und Freunde des Klanges wollen auch auf Tinder Höchstnoten bekommen.
Wenn sich das für dich gut anhört, wirst du
sicher fündig!
Der / Die Gabalier
Gut zu
Auf der Alm gibt’s ka Sünd’ und auch ein
fesches Dirndl oder eine knackige Lederhose
sind in unseren Breiten offenbar gefragt. Sonst
würde es auf Tinder jedenfalls nicht vor Trachten nur so wimmeln. Ob die VertreterInnen der
Tradition wohl auch „a Liad fia di“ singen?
Tieren
Best Friends
Forever
So viel Auswahl gleich auf einem Bild? Leider
nein – die und der BFF zeigen sich nur am liebsten im Kreis der FreundInnen. Denn zusammen ist es am schönsten. Nicht so schön ist es,
wenn man erstmal fünf Bilder durchschauen
muss, um irgendwie herauszufinden, wer nun
die „Zielperson“ ist.
Ein süßer Chihuahua am Schoß, hoch zu Ross
oder gar eine Raubkatze am Start – der Tier-Typ
macht Tinder zu einem virtuellen Zoobesuch.
Da wird gekuschelt, geschmust und posiert.
Blöd nur dann, wenn das herzige Tier süßer und
cooler ist als die Person auf dem Foto …
Ex dabei
Ja, manche Menschen wollen ihre Beziehungsfähigkeit offenbar damit unterstreichen, ein Foto aus der guten alten Zeit zu
zeigen, wo noch alles im Lot war – mit der oder dem Ex. Tipp:
Auf den Tinderfotos mit jemandem zu kuscheln ist bei der
Partnersuche leider nicht so hilfreich …
The Fittest
Frisbee am Strand, Pumpen bei McFit, Yoga
oder gar ein atemberaubender Fallschirm­
sprung. Manche Menschen können einfach
nicht fit und abenteuerlich genug sein. Hoffentlich hält das Gegenüber Sport nicht für Mord –
sonst wird das nichts mit dem Liebestandem …
Globetrotter
Wer kennt sie nicht – die
Fotos vor Sonnenuntergängen in fernen Ländern,
am Strand oder vor einer
Sehenswürdigkeit. Im
Vordergrund zumeist jemand mit prall gefülltem
Backpack und viel zu
erzählen. Gut, dass sich
auch auf Tinder hübsche
Souvenirs finden lassen …
Hilfe! Ich kann mich
nicht entscheiden!
Was ist eigentlich
Polyamorie?
Polyamorie heißt übersetzt sowas wie „die
Liebe zu vielen“. Wer „polyamorös lebt“
führt parallel mehrere Liebesbeziehungen.
Das passiert nicht geheim, sondern alle
Beteiligten wissen davon und akzeptieren
die einzelnen Verbindungen. Das Konzept
der Polyamorie stellt in Frage, ob klassische
Zweierbeziehungen sinnvoll sind und bejaht, dass man mehrere Menschen gleichzeitig lieben kann – Polyamorie geht also
über rein sexuelle Beziehungen hinaus.
22
LOOK
23
Jeansfarbene Turnschuhe von Ethletic. Flacher Sneaker aus Fairtrade zertifizierter Bio-Baumwolle und Naturkautschuksohle. Entdeckt auf www.avocadostore.at um 64,90 € Gelbe Fischerjacke von Derbe. Wasserabweisend, mit Reißverschlussblende und Pattentaschen. Zalando: 139,95 € T-Shirt von s.Oliver mit pastellfarbenem Fotoprint auf der Vorderseite. 100 % Baumwolle. Zalando: 15,95 € Freizeitschuh in athletic navy von Converse. Obermaterial: Canvas, Sohle: Kunststoff. Gesehen auf www.zalando.at – 64,95 € Es gibt Fashion-Teile, die sehen cool
aus, werden aber unter widrigsten
Umständen produziert oder enthalten
Sachen, die du eigentlich nicht am
Körper tragen möchtest. Wir zeigen
fünf Teile, die es im exakt gleichen
Style auch in Grün gibt!
T-Shirt mit Blumenprint von THOKKTHOKK aus 100 % Fairtrade Baumwolle und GOTS (Global Organic Textile Standard) Bio-Baumwolle. Online-Shop: www.avocadostore.at
Kostenpunkt: 29,90 € Gelber (Regen-)Parka von KnowledgeCotton Apparel. Dünne Bio-Baumwolljacke mit Kapuze und verschließbaren Taschen. Gesehen auf www.avocadostore.at – 159,00 € Jeans von Kings of Indigo im Used-Look. 98 % Bio-Baumwolle und 2% Elasthan. Zu finden auf www.avocadostore.at Kostenpunkt: 119,95 € Schwarze Cap von Mitchell & Ness mit Schriftzug auf der Vorderseite. 100 % Wolle. Gesehen auf www.snipes.com – 34,99 € Was hat es eigentlich mit den
Bio-Linien der groSSen Ketten auf sich?
Nachhaltigkeit ist Trend und wird von den KonsumentInnen
verlangt: Nicht umsonst springen auch große Ketten auf
den Zug auf. Das Engagement, das tatsächlich dahinter
steckt, ist unterschiedlich. Groß sind in der Regel die Marketingbudgets, die investiert werden, um Nachhaltigkeit zu
bewerben. Das können sich kleinere grüne Firmen oft nicht
leisten, dafür haben sie meist externe Zertifikate für ihre
fair und biologisch produzierte Kleidung.
H&M Conscious Collection
H&M ist ein großer Player und kann viel verändern,
deswegen ist es natürlich gut, wenn sich die Schweden
engagieren. H&M ist auch weltweit größter Abnehmer von
Bio-Baumwolle. Die Conscious Collection kann man aber
nur bedingt ernst nehmen, da sie weder für Fairtrade noch
für den biologischen Anbau der Baumwolle zertifiziert ist.
Die Kollektion verspricht nur „nachhaltiger“ zu sein, ohne
konkrete Ziele zu nennen.
Asos Reclaimed Vintage
Der riesige Online-Shop Asos hat unter der Marke Asos
Reclaimed Vintage eine Plattform für Second-Hand-Mode
aufgebaut. Das ist keine schlechte Initiative, dennoch ist
Asos eine große Nummer im Fast-Fashion-Zirkus und stellt
auch eher den Retro- als den nachhaltigen Aspekt in den
Vordergrund. Wer gerne Second-Hand trägt, sucht lieber
etwas auf www.kleiderkreisel.at oder auf dem Flohmarkt.
Schwarzes Cap von Rotholz mit geprägtem Lederpatch auf der Vorderseite. 100 % Baumwolle. Entdeckt auf www.avocadostore.at – 34,90 € Bio macht schön!
C&A Organic Cotton
Auch C&A gehört zu den größten Abnehmern von
Bio-Baumwolle weltweit. Alle Teile aus der Organic Cotton-Kollektion sind mit OCS (Organic Content Standard)
oder GOTS (Global Organic Textile Standard) zertifiziert.
Für einen fairen Lohn der Näherinnen spricht das zwar
nicht, aber man kann sich sicher sein, der Umwelt und den
Baumwoll-Plantagen-ArbeiterInnen etwas Gutes zu tun.
Jeans von Mavi mit geradem Bein im 5-Pocket-Style. Gefunden auf www.zalando.at 69,95 € Bio ist gesund, für Mensch und für Umwelt, aber bio macht
auch schön! Da sind sich viele einig, nicht umsonst ist unsere „Bio macht schön!“-Tasche so beliebt. Bei der Grünen
Bio-Aktionswoche 2012 wurde sie zum ersten Mal verteilt,
bis heute sieht man sie oft auf den Straßen. Die Tasche aus
Bio-Baumwolle ist eine tolle Alternative zu Plastiksackerln.
Da passt viel rein, und sie macht sowohl TrägerIn als auch
Einkauf biologisch schön! 24
LOOK
Draize-Test: Chemikalien werden
Kaninchen in die Augen geträufelt. Nach Tagen wird der Grad
der Verätzung abgelesen.
25
Bild Ärzte gegen Tierversuche e. V.
E
R
E
TI
N
E
D
i
E
L
IT
O
E
S
H
N
Ö
H
C
S
E
IN
E
D
FÜR
Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen und
Hunde – alle sehr süß. Weniger süß sind sie
mit entzündeten Augen und kahlen, wunden
Stellen. Eigentlich sind Tierversuche in Europa verboten, aber leider werden für Kosmetika und Pflegeprodukte noch immer grausame Experimente durchgeführt. Nicht selten sterben die Vierbeiner an den Folgen.
Aber woher weiß man, ob für ein Produkt Tierversuche durchgeführt worden sind?
Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?
Hier findest du eine kleine Übersicht.
Wieso Tierversuche?
Dass Tiere fühlende Lebewesen sind, kann
niemand abstreiten – nicht umsonst ist Tierquälerei strafbar. Trotzdem werden sie extra
gezüchtet, um sie für Forschungszwecke zu
quälen. Ein Teil der Tierversuche, wie etwa für Medikamente, ist gesetzlich vorgeschrieben. Zumindest für Kosmetikartikel sind solche
Tests in Europa seit dem Jahr 2013 aber verboten. Es darf kein Produkt verkauft werden,
das an Tieren getestet worden ist. Wieso sind
sie in unseren Geschäften trotzdem zu finden?
Weil es Schlupflöcher gibt.
Die Hersteller führen die Versuche
nicht selbst durch, sondern beauftragen andere
damit. Denn in einigen Ländern sind Tierver- suche für Pflegeprodukte erlaubt, in China sogar vorgeschrieben. Das erlaubt Firmen zu
sagen, sie würden völlig tierfreundlich arbeiten, obwohl das nur die halbe Wahrheit ist.
Dabei sind die Testergebnisse gar nicht immer
auf Menschen übertragbar und können keine
hundertprozentige Sicherheit für das Produkt
garantieren. Die Methoden sind schlicht veraltet. Mit dem heutigen Stand der Wissenschaft
ließen sich andere Testverfahren entwickeln,
doch die sind aufwendig und werden kaum
gefördert.
Was kann ich dagegen tun?
Spread the word! Du kannst das Herausgefundene mit deinen FreundInnen teilen. Denn
viele wissen gar nicht, was in ihren Pflegeprodukten enthalten ist. Es gibt auch in Österreich
Tierschutzvereine, die sich mit dem Thema
beschäftigen und sich über Unterstützung freuen. Organisationen wie PETA, Vier Pfoten oder der Österreichische Tierschutzverein helfen mit allen notwendigen Informationen. Ein
wichtiger Schritt ist auch, sich für tierfreundliche Kosmetikartikel zu entscheiden.
KOSMETIKA FREI
VON TIERVERSUCHEN
Wenn du eines dieser Siegel auf der Verpackung siehst,
bist du richtig. Denn das bedeutet, dass weder bei der
Herstellung noch bei der Entwicklung des Produkts
Tierversuche durchgeführt worden sind. Die Firmen dürfen auch keine Verbindung zu Unternehmen haben, die
solche Experimente durchführen.
PETA hat auf ihrer Website eine Liste mit Kosmetikherstellern zusammengestellt, die versichert haben,
dass sie weltweit keine Tierversuche durchführen oder
in Auftrag geben. Diese Produkte müssen nicht automatisch teuer sein. So gibt es bei Bipa die Marken P2 und
BiGood, die sich davon distanzieren. Die Eigenmarken von
DM, Balea und Alverde Naturkosmetik, sind ebenfalls ein
guter, preiswerter Tipp. Auch Weleda und CD Körperpflege geben keine Tests in Auftrag, außerdem sind
in den Produkten keine tierischen Inhaltsstoffe
enthalten. www.kosmetik.peta.de/deutschland
ToxFox – Der
Kosmetik-Check
als App fürs Handy
Mit der kostenlosen ToxFox-App
ist es möglich, Pflegeprodukte
direkt beim Einkauf zu prüfen.
Dazu musst du einfach nur mit
der Kamera den Strichcode
scannen und erhältst sofort Auskunft über die Inhaltsstoffe. Die
App gibt es fürs iPhone sowie
Android-Handys.
26
LOOK
27
Der Test
Die Nuss-Nougat-Creme von Dennree will zwar so aussehen wie Nutella, schmeckt aber leider nach nichts.
Die Nougat-Creme von Ja Natürlich gleicht eher einem
Swimmingpool, „… weil’s so flüssig ist. Sollte man vielleicht
bei Liebeskummer daheim im Regal haben, zum Trinken“,
meint Testerin Yvonne. Auch die vegane, laktosefreie La
Crema von Valsoia begeistert nicht – sowohl der Geschmack als auch die Verpackung erinnern eher an etwas,
das man in der Apotheke kauft.
This is
Nuts!
Es soll ja Menschen geben,
die gern in Nutella baden würden.
Wir haben Alternativen zur
beliebten Nuss-Nougat-Creme
ge­testet und sagen dir, wo
du voll auf deine SchokoKosten kommst.
Köstlich vegan
Wer Nuss-Nougat-Creme sagt, meint Nutella. Ob
auf’s Brot geschmiert oder direkt in den Mund
gelöffelt – das Produkt des italienischen Produzenten Ferrero ist beliebt wie eh und je. Doch
der Großkonzern, der seinen köstlichen Nussaufstrich schon seit einem halben Jahrhundert
verkauft, hat nicht nur Grund zu feiern: Ferrero
muss sich Vorwürfe gefallen lassen, dass die
Haselnüsse, die für die Nuss-Nougat-Creme so
wichtig sind, von Kindern geerntet werden. Das
Greenpeace Magazin hat mit einer so genannten
„Adbusting“-Kampagne auf „den Ernst der Lage“
hingewiesen, und die Umweltorganisation macht
dem Konzern immer wieder Druck. Zusätzlich
steht Ferrero in der Kritik, dass für den Anbau der
Ölpalmen, deren Pflanzenöl Nutella so cremig
macht, Regenwald gerodet wird. Ferrero bemüht
sich nun zunehmend, die Bedingungen zu verbessern und den Anteil an Palmöl aus nachhaltig
bewirtschafteten Plantagen zu erhöhen.
Schmeckt’s?
In den Supermärkten finden sich unzählige Alternativen zu Nutella, die Zutaten aus kontrolliert
biologischem Anbau und fairem Handel verwenden. Aber schmecken die auch?
mmh…
M
Das Greenpeace Magazin veröffentlichte diese Fake-Anzeige. Mehr dazu auf
www.greenpeace-magazin.de
Wer jetzt glaubt, dass alle veganen Produkte enttäuschen,
liegt falsch. Schon sehr zufrieden sind die Schoko-SchlemmerInnen mit DeRits Chocoreale Hazelnut und der super
cremigen Nuss-Nougat-Creme von Schlagfix.
Auch unter unseren beiden Gewinnern befindet sich ein
veganes Produkt, nämlich Rapunzels Nuss-Nougat, das
Höchstnoten in Sachen Cremigkeit erzielen konnte.
Rapunzel teilt sich den ersten Platz mit der unscheinbar
wirkenden Bio-Creme von Spar. „Super nussig, zum Glück
nicht ganz so süß wie Nutella“, zeigen sich die TesterInnen
begeistert. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.
Aber wenn Geschmack und Umweltbewusstsein zusammengehen, ist das ein doppelter Gewinn.
Nachhaltiger
Inhalt
gestaltung
materIal
freude
braucht nachhaltige
braucht nachhaltiges
bringt nachhaltig
KLIMAFREUNDLICH, NACHHALTIG, LENZING PAPIER! Beste Umweltperformance
gepaart mit Funktionalität und sozialer Verantwortung, das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Entwicklung ökologischer Papierherstellung. www.lenzingpapier.com
Spar Bio-HaselnussNougat-Creme
gekauft bei Spar
Rapunzel Nuss
Nougat Creme
gekauft bei Veganz
Dennree Nuss
Nougat Creme
gekauft bei Denn’s
Ihr Partner für Nachhaltigkeit
4860 Lenzing, Austria
www.lenzingpapier.com
28
s
er
m
m
o
S
s
e
d
e
d
n
Am Eie Wahl!
d
u
d
t
s
a
h
Stars
Am 11. Oktober wählt Wien
einen neuen Gemeinderat,
Landtag und Bezirksvertretungen.
Und deine Stimme zählt! Wir
stellen dir hier Grüne KandidatInnen vor.
Mary, die Spitzenkandidatin
Maria Vassilakou, 46, Wiener Vize-Bürgermeisterin, Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung www.facebook.com/vassilakou Eines ist klar: Mary gibt nie auf. Was heute nicht gelingt, wird morgen klappen. Jeder Tag ist eine neue Chance – das ist das Motto der Wiener Vize-Bürgermeisterin. Auf die Grünen ist sie ziemlich stolz, in der Stadt ging nämlich in den letzten Jahren einiges weiter. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Mary ein „sturer Hund“ ist und neben der wahren Liebe auch daran glaubt, dass Grüne Politik das Leben für alle zum Guten verändern kann. Wovon braucht man
ganz viel im Leben?
Welches Emoticon verwendest
du am häufigsten?
Wie kommst du am
liebsten von A nach B?
Wobei kannst du so
richtig relaxen?
Bist du auch mal
schlecht gelaunt?
Bist du gerne VizeBürgermeisterin?
Wie sieht für dich die
ideale Schule aus?
Warum ist Wien die schönste
Stadt der Welt?
Was machst du am
Abend vor der Wahl?
Was passiert, wenn du eine
Karaoke-Bühne betrittst?
29
David, der Außenverteidiger
David Ellensohn, born 1963 in London, Klubobmann im Wiener Rathaus, Chefverhandler www.facebook.com/david.ellensohn @ellensohndavid „You’ll never walk alone“ ist quasi die Hymne des FC Liverpool und David nimmt das Motto seines Lieblingsfußballvereins ziemlich ernst: Seine Freunde attestieren ihm nämlich 100 %ige Zuverlässigkeit. Mit Überzeugung und
einer Prise britischem Humor setzt er sich für eine Welt ein, in der wir alle auch in 100 Jahren noch gerne leben möchten. David mag außerdem laute Konzerte und liebt seine Frau und seine Kinder über alles. Peter, der Grüne in bunt
Peter Kraus, 28, Sprecher der Grünen Andersrum Wien, Kandidat zum Wiener Gemeinderat und Landtag www.facebook.com/krauspeter @peterkraus @peterkraus peter-kraus.at Peter hat sich was vorgenommen: Er will, dass alle in Wien ein gutes Leben führen können. Egal, ob homo oder hetero, von hier oder von woanders, alt oder jung. Für Peter essenziell: Gerechtigkeit, Menschenrechte, gutes Essen, „Game Of Thrones“ und Bärte. Außerdem ist er der festen
Überzeugung, dass mit Spaß fast alles leichter geht. Barbara,
die Heldin der Arbeit
Barbara Huemer, 44, Kandidatin zum Wiener Gemeinderat und Landtag www.faceboom.com/huemer.barbara @BarbaraHuemer Barbara trifft man zum Beispiel an der Alten Donau, auf einem Konzert in der Arena oder im Kunsthistorischen Museum. Wenn sie nicht gerade für eine menschengerechte Arbeitswelt und die Gleichstellung von Frauen kämpft, genießt die bergnarrische Wienerin die Internationalität und Vielfalt der Stadt. EWA, die Netzwerkerin
Ewa Dziedzic, 35, Sprecherin der Grünen Frauen Wien, Kandidatin zum Wiener Gemeinderat und Landtag www.facebook.com/dziedzic_ewa @dziedzic_ewa ewwwa.at Ewa kennt echt viele Leute, ihr Terminkalender ist prall gefüllt und wo Ewa hinkommt, ist meistens ein Megafon zur Hand, damit sie ihre Forderung in die Welt hinaustragen kann: Frauen müssen gefördert werden und die Forschung auch dazu! Seit vielen Jahren ist Ewa am Puls politischer Aktionen unterwegs und immer dort aktiv, wo Veränderungen passieren. Faika, die Kosmopolitin
Faika El-Nagashi, 38, Integrationspolitische Expertin, Kandidatin zum Wiener Gemeinderat und Landtag www.facebook.com/elnagashi @cosmo_polite elnagashi.at Faika ist in Ungarn geboren, kommt aus einer ungarisch-ägyptischen Familie und ist in Wien – zwischen der Simmeringer Hauptstraße und der Triester Straße – aufgewachsen. Die leidenschaftliche Köchin und Serien-Schauerin („Game Of Thrones“, „Orange Is The New Black“) will Politik machen, die für ein Wir steht, eine Politik, die für ein Hier steht. 30
Stars
31
Donaukanal WO
WIEN
ROCKT
Friday NightSkating Nesterval Touren Seit 20 Jahren geht’s von Mai bis
Oktober freitags um 21 Uhr ab dem
Heldenplatz auf Inline Skates und per
Rad durch die Stadt. Gratis, auf der
Straße und mit ganz neuen Wien-­
Perspektiven.
Goodlands Skatepark Der Skatepark in Penzing wird von
skate4life, dem Verein zur Förderung
des Rollsports, gratis betrieben.
Stell dir vor, du erlebst Wien bei einer
Schnitzeljagd, die gleichzeitig eine
Geschichte rund um die fiktive Familie
Nesterval ist. Bei Nesterval treten
Teams gegeneinander an, entdecken
neue Plätze und Locations in Wien
und tauchen in Wien und seine Kulturen ein. Na klar lohnt sich das!
www.nesterval.at
Eco-Fashion-Shops Karlsplatz Ein urbaner Freiraum ist der Platz
vor TU, Wien Museum und Karls­
kirche. Das Popfest Ende Juli und das
Buskers Festival Mitte September
(11.–13.9.) bringen österreichische Popmusik und internationale Straßenkunst
genau dorthin. Wir sehen uns.
Klettern am Flakturm Grüne Radrettung Bremse quietscht? Kette springt dauernd ab? Licht geht nicht? Die Grüne
Radrettung hilft, und das gratis und
regelmäßig. Termine checken unter
www.radrettung.at
Arenawiese im Prater Im Sommer wird die Wiese tatsächlich
zur Arena für alle FreundInnen des
modernen Seiltanzes. Doch nicht nur
für Slackline-Fans ist die Wiese ein
chilliges Fleckchen Wiener Erde.
Wo will man schon an einem Flakturm
klettern? Andererseits: Wo kann man
sonst an einem Flakturm klettern? An
der Außenwand vom Haus des Meeres
zeigt sich Wien alpin.
www.flakturm.at
Grüne Mode in allen Farben ist im
Kommen, macht Sinn und fühlt
sich gut an. Wo man Eco-Fashion
bekommt? Zum Beispiel in der
Kirchengasse im 7. Bezirk, bei Göttin
des Glücks, bei Zerum oder im Sneaker-Shop Zapateria.
Wienwoche Kunst, zivilgesellschaftliche Aktionen
und gesellschaftspolitische Debatte,
das möchte die Wienwoche in den
öffentlichen Raum tragen. Das Ganze
passiert bei einer Reihe von Veranstaltungen zwischen 18.9. und 4.10.
unter dem Motto „Diri harmonia nai
mrni harmonia“. Das ist Romanes und
heißt „Deine Harmonie ist nicht meine
Harmonie“. www.wienwoche.org
Gratis-Raves Swing-Kitchen Feiern muss nicht immer Eintritt
kosten, und wer sagt eigentlich, dass
man nicht tagsüber feiern sollte? Die
Party-Kollektive Tanz durch den Tag
und Kein Sonntag ohne Techno laden
die ganze warme Jahreszeit über immer wieder zu Raves an wechselnden
Locations – umsonst und draußen.
Woran denkt ihr bei Pamela Anderson? Genau, an Wiens veganen
Burgerladen: die Swing Kitchen in der
Schottenfeldgasse. Dort hat nämlich
neulich auch die 90er-Jahre-Badenixe
und PETA-Aktivistin auf einen Burger
ohne tierische Inhaltsstoffe vorbeigeschaut. www.swingkitchen.com
Transition Festival Das Filmfestival bringt Farbe in den
grauen November. Vom 13. bis 20.11.
geht’s beim ersten International Queer
Minorities Film Festival um queeren
Film. www.iqmf.at
Waldseilpark Kahlenberg Wer sagt, dass nur Kinder auf Bäume
klettern? Im Kletterwald am Kahlenberg reichen Seile, Brücken, Netze in
bis zu 20 m Höhe.
Bild Philipp Lipiarski, TddT, Philipp Detter, Alpenverein Wien, Zerum
Früher ein sich selbst überlassener
grauer Fleck mitten im Zentrum,
heute eine von Wiens angesagtesten
Flaniermeilen. Mit unkommerziellen
Bereichen, vielen Gratis-Konzerten,
Street Art und Boulder-Wänden wird
der Kanal im Sommer zur Nabelschnur
der Stadt.
Am Radar
3. Was passiert, wenn der
Permafrostboden auftaut?
6. Hast du einen Einfluss
auf das Klima?
 1
. Dasselbe wie mit Pizza?
 2
. Wo der Boden taut, wird Methan freigesetzt, das den Klimawandel beschleunigt.
Gar nicht gut.
 3
. … äh, nix Gutes vermutlich, oder?
 4
. Wir versinken im Moor. Bald.
 1
. Klar. Jede/r hat Einfluss und kann mit gutem
Beispiel vorangehen.
 2
. Wenn ich an der Klimaanlage drehe, klar!
 3
. Ein einzelner Mensch kann dagegen wenig tun.
 4
. ES IST ZU SPÄÄÄÄÄT!!!
Was genau ist dieses 2-Grad-Ziel eigentlich?
Eine globale Erwärmung um zwei Grad Celsius gilt gerade noch als halbwegs menschenverträglich. Aber
viele kleine Inselstaaten, wie etwa Tuvalu im Pazifischen
Ozean oder die Malediven im Indischen Ozean, würden
selbst bei dieser Erwärmung schon im Meer versinken.
Derzeit droht eine Erwärmung um vier bis sechs Grad.
Das wäre dann nicht mehr kontrollierbar und führt in den
Klimakollaps.
Wer oder was ist für den Klimawandel
verantwortlich?
Die Ursache für den Klimawandel ist vor allem, dass wir
unsere Energie aus Kohle, Öl und Gas beziehen. Bei deren
Verbrennung entsteht Kohlendioxid (CO2) in so großer
Menge, dass sich die Erde aufheizt. Auch beim Abholzen
von Wäldern wird CO2 in großer Menge freigesetzt. Und in
den Mägen von Rindern entsteht Methan, das – du weißt
schon wo – entweicht und ebenfalls zur Erderwärmung
beiträgt. Die Erde hat Fieber! HeiSSt das, ich darf jetzt nicht mehr
Moped oder Auto fahren?
Jeder Kilometer, den du mit dem Rad fährst oder den zu
Fuß gehst, vermeidet die Verbrennung von CO2 und hilft
dem Klimaschutz. Auch wenn du weniger Fleisch isst,
leistest du einen Beitrag zum Klimaschutz.
Und hilft es, wenn wir bei uns daheim
auf Ökostrom umsteigen?
Ja, das hilft. Ökostrom stammt aus Erneuerbaren Energien,
wird also aus der Kraft des Windes, des Wassers oder der
Sonne gewonnen. Dabei entsteht kein CO2. Ein Umstieg ist
daher sinnvoll.
Zähle, welcher Buchstabe am
häufigsten vorkommt!
Frage 1: Antwort 1:A / 2:C / 3:B / 4:D
Frage 2: Antwort 1:C / 2 D / 3:B / 4:A
Frage 3: Antwort 1:A / 2:C / 3:B / 4:D
Frage 4: Antwort 1:A / 2:B / 3:D / 4:C
Frage 5: Antwort 1:D / 2:C / 3:A / 4:B
Frage 6: Antwort 1:C / 2:A / 3:B / 4:D
A. Klimawandel-leugnerin
 1
. Der singt diesen „Happy“-Song,
dabei haben wir gar nix zum
happy sein.
 2
. Pharrell ist einer der coolsten
Umweltschützer des Planeten.
Gemeinsam mit Al Gore stellt
er ziemlich viel auf die Beine.
 3
. Hat hier jemand Helene
Fischer gesagt?
 4
. Er singt … und ich hab da
mal was von Live Earth
gehört, kann das sein?
Eine Weltklima-konferenz gibt es jedes Jahr.
Warum ist die in Paris besonders wichtig?
Eva: In Paris sollten sich alle Staaten der Welt dazu verpflichten, den Ausstoß von Treibhausgasen, die die Erde
aufheizen, dramatisch einzuschränken. Nur so ist der Klimawandel noch zu bremsen. Sonst werden
Millionen Menschen über kurz oder lang aus Küstengebieten flüchten müssen, weil das Meer ihre Wohngebiete
überschwemmt. In Österreich werden große Überschwemmungen und Dürre- und Hitzeperioden zunehmen,
Gletscher werden abschmelzen. Die Hitzeextreme in diesem
Sommer waren erst der Anfang.
Auflösung:
Du willst vom Klimawandel nichts hören, weil
du glaubst, dass er dich nicht betrifft. Das
stimmt aber so nicht, auch wenn wir das bei
uns noch nicht direkt zu spüren bekommen.
Obwohl: Der Sommer heuer war einer der
heißesten seit Beginn der Messungen. Die
Klimaentwicklung in der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts wird sehr stark von den Emissionen,
die in den nächsten Jahren in die Luft geblasen werden, abhängen. Das ist Fakt.
5. Was hat eigentlich
Pharrell Williams mit
dem Klima zu tun?
Ende November findet in Paris die Weltklima-Konferenz
statt. Da geht es um viel. Unsere Zukunft zum Beispiel.
B. Interessiert
 1
. Meerwasser ist zwar salzig, wird aber langsam saurer. Schlecht für Schalentiere.
 2
. Ob unser Kontinent von etwas Salzigem
oder Saurem überflutet wird, ist dann auch
schon egal!
 3
. Das lässt sich nicht so eindeutig sagen. Es
gibt wohl Salz- und Sauerwasser.
 4
. Reicht doch die Geschmacksprobe: Meer
ist salzig.
 1
. Die gibt es doch gar nicht mehr?
 2
. Der Meeresspiegel steigt langsam – so
genau kann also niemand sagen, wie lang
es sie noch gibt.
 3
. Wir sollten schon mal evakuieren …
 4
. Die Malediven reichen nicht einmal drei Meter aus dem Wasser. In 200 Jahren könnten
sie völlig von der Landkarte verschwunden
sein.
HAT FIEBER!
Du machst dir deine Gedanken zum Klimawandel. Dennoch könntest du dich noch etwas
besser informieren – die Erderwärmung ist
eines der größten Probleme unserer Zeit, und
vor allem der Zukunft. Vielleicht gibt es in
deiner Umgebung Projekte und Initiativen, die
sich für Klimaschutz einsetzen. Oder schau
mal bei uns Grünen vorbei! ;-)
2. Sind Ozeane salzig
oder sauer?
4. Wie lange wird es die
Malediven noch geben?
DIE ERDE
C. Umweltschützerin
 1
. Ja. Wozu sonst gibt’s Kunstschnee?
 2
. Nein, es wird mindestens 50 Skigebiete
oberhalb der natürlichen Schneefallgrenze
weniger geben.
 3
. Es gehen uns die Gletscher verloren und
damit auch ein paar coole Skigebiete.
 4
. Schön wär’s! Ich habe meine Ski schon jetzt
verkauft.
Mach das EVA-Klimaquiz!
Bist du UmweltschützerIn oder
doch Klimawandel-LeugnerIn?
Klimawandel-LeugnerInnen brauchen dir
nichts zu erzählen. Du kennst dich beim
Thema Klima aus und weißt Bescheid über die
Folgen der Klimakatastrophe – und auch, was
man dagegen machen kann. Wenn es immer
mehr von deiner Sorte gibt, besteht Hoffnung,
dass wir das Problem in Zukunft besser handhaben können.
1. Denkst du, du kannst
2030 in Österreich
noch Skifahren gehen?
Wir haben Eva Glawischnig, die Chefin
der Grünen, zum Klima-Talk getroffen!
D. Keine Panik auf der Titanic!
Kannst
du
kLIMA?
33
Ja, der Klimawandel ist ein großes Problem.
Dennoch ist es besser, konstruktiv über
Lösungen nachzudenken als in totale Panik
zu fallen. Einatmen, ausatmen. Wir können
das schaffen! Umso wichtiger ist es, dass die
PolitikerInnen bei der Weltklimakonferenz in
Paris zu einem Ergebnis kommen, an das sich
alle halten.
32
34
Gewinnspiel
Gewinne mit EVA!
ANY IDEA
HOW TO START
AR
UTION?
EIN FILM MIT
SEBASTIAN WENDELI
LUKAS RESETAR
N SERKAN KAYA
ITS SANDRA
SUSI STACH
CERVIK MADDALEN
EINE PRODUKTION DER
PRISMA FILM- UND FERNSEHPRODUK
A HIRSCHA
KAMERA RICHI WAGNER
L
TION
KOSTÜM ANITA STOISITS AAC CASTING NICOLE SCHMIED SZENENBILDGMBH REGIE MICHI RIEBL BUCH MIKE
MAJZEN
MASKE GEORGIE
ELISABETH
TON
THOMAS SZABOLCS
SCHMID-SCHMID SFELDEN
RUHS-KLOBASSA
- ERNST DUMMER
MISCHUNG BERNHARD - TORSTEN HEINEMANN SOUNDDESIGN
SCHNITT BERNHARD MAISCH MUSIK TITUS VADON - MARKUS BERNHARD BAMBERGER
SCHMID PRODUKTIONSLEITU
GARTNER TITELSONG EFFI
NG BRIGITTE HIRSCH
PRODUZENTEN VIKTORIA
SALCHER - MATHIAS FORBERG
SCHAUR
der
n mit
peratio aft!
In Koo
h
sc
n Wirt
ft.at
Grüne
tscha
ir
w
e
gruen
PHOTOGRAPHY IRENE
#
e
m
A
EV
4 × Festivalpass für das Waves Vienna Festival
— 2015 geht das Waves Vienna in die fünfte
Runde: Von 30. September bis 4. Oktober
geben sich Austra, Ebony Bones, Young
Rebel Set, Little Boots uvm. die Ehre.
www.wavesvienna.com
ARTWORK GIJS KUIJPER
5 × „Beautiful Girl“-Goodie-Package
inkl. Kinotickets und T-Shirt — Dass
Liebe schrecklich wehtun kann, erfährt
die 15-jährige Charlotte, als sich ihre
Eltern trennen. Doch dann laufen ihr
plötzlich gleich zwei Jungs über den
Weg, der Sulzer und der Carlo. www.
facebook.com/beautiful.girl.film
#selfie #EVAme #sogood #dasgibtesalleszugewinnenwiecoolistdasdenn – so schnell ist dieses Gewinnspiel erklärt.
Echt jetzt – gewinnen ist ganz einfach:
1. Schnapp dir deine Ausgabe des EVA-Magazins
2.Mach ein Selfie von dir mit dem Magazin-Cover und sag uns,
welche Story dir am besten gefallen hat
3.Poste das Foto mit dem Hashtag #EVAme auf Instagram,
Facebook oder Twitter
4.Jep, du kannst natürlich während des Aktionszeitraumes auch
mehrere Pics hochladen und deine Freunde, deine Oma
oder deine Katze können mit rauf auf’s Foto!
k!
Viel Glüc
diegruenen
@Gruene_Austria
@diegruenen
3 TAGE S
E
14 STAG
S
100 ACT
€59
5 × „Planet Ottakring“Goodie-Package inkl. Kinotickets und Totebag — Disko,
der letzte Pate, stirbt. Frau
Jahn, Kredithai vor Ort, übernimmt die Macht. Sammy,
fescher Amateurganove, und
Valerie, eine BWL-Studentin
einer deutschen Elite-Universität, wollen den Planet Ottakring retten. www.facebook.
com/Planet.Ottakring
1 × exklusives Foto-Shooting
mit Raffael Stiborek — Du
wolltest schon immer mal so
richtig in Szene gesetzt werden?
Blende, Belichtung, Blitz – alles
passt, wenn der junge Wiener
Fotograf Raffael Stiborek zur
Kamera greift. Gewinne ein
professionelles Shooting!
www.raffaelstiborek.net
Note: Auf Facebook und Instagram müssen die Fotos öffentlich bzw. von einem öffentlichen Profil aus
gepostet werden, damit sie in der Hashtag-Suche aufscheinen und du am Gewinnspiel teilnehmen kannst.
10 × 50-Euro-Gutschein für Sun Company — Für die Sonne und ihre Schwester die
Sonnenbank gilt: mit Verantwortung genießen! Unter die Sonnenbank darf man erst
ab 18 Jahren, aber die Sun Company bietet
auch Haar-Styling, Make-up-Beratung oder
Zumba! www.suncompany.at
10 × 25-Euro-Gutschein von
Muso Koroni — Shoppen im
ersten veganen Fashion-Store
Österreichs – entweder online
oder im Shop in der Josefstädte
Straße! www.muso-koroni.com
TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Die Teilnahme am Gewinnspiel erfolgt via Facebook, Twitter und Instagram. Mit
den TeilnehmerInnen wird im Falle eines Gewinnes über die jeweiligen Social-Media-Plattformen Kontakt
aufgenommen. Eine Barablöse des Gewinnes ist ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. MitarbeiterInnen der Monopol Medien GmbH oder von Die Grünen Wien sind nicht teilnahmeberechtigt. Eine
Haftung und Gewährleistung für denn Gewinn übernimmt ausschließlich der Hersteller. Gutscheine haben nur
Gültigkeit innerhalb der angegebenen Frist.
Das Gewinnspiel läuft bis 11. Oktober!
ACHTUNG: Die Gewinnerinnen für die
Waves-Vienna-Festivalpässe werden
bereits am 21.9. ausgelost, damit die
Tickets noch rechtzeitig bei den
glücklichen Gewinnerinnen landen!
AUSTRA (CA) LITTLE BOOTS (UK)
MIKE SKINNER DJSET (UK) SIZARR (DE)
EBONY BONES (UK) INNER TONGUE (AT)
ANDREAS DORAU & DIRK STERMANN (DE)
YOUNG REBEL SET (UK) SABINA (IL) LYLIT (AT)
ODDISEE & GOOD COMPNY (US) HISSER (FI)
HONNE (UK) COASTS (UK) CLARA BLUME (AT)
VIDEOS (CZ) CEPASA (UA) ODD HUGO (EE) AND MANY MORE
Tages Pass DO € 18/€ 20* FR SA € 25/€ 29*
Festival Pass € 59/€ 64* *Preis ab 7.SEP.15
bei der Jugendinfo Wien, in allen Raiffeisenbanken in Wien und NÖ und auf www.ticketbox.at Ermäßigung für Raiffeisen Kontoinhaber
WWW.WAVESCENTRALEUROPE.COM
30.SEP.-4.OCT.2015
Impressum Herausgeberin Die Grünen Wien, Lindengasse 40, 1070 Wien Verantwortlich für den Inhalt Angela
Stoytchev, Ulli Kittelberger Produktion und Medieninhaberin Monopol Medien GmbH, Wohllebengasse 16/6, 1040
Wien Redaktion Amira Ben Saoud, Theresa Havlicek, Sophie König, Magdalena Meergraf, Johanna Stögmüller, Thomas Stollenwerk Gestaltung Monopol Medien GmbH Fotografie Wolfgang Zajc, Susanne Einzenberger, Michèle Pauty
Lektorat Wolfgang Smejkal Druck Druckerei Janetschek, Gußhausstraße 24–26, 1040 Wien Erscheinungsort Österreich Verlagspostamt 1040 Wien
Print
kompensiert
Id-Nr. 1547971
www.druckmedien.at
Die beim Druck anfallenden
CO2-Emissionen werden durch
Humusaufbau im Boden gebunden.
E
Y
B
,
BY E
.
I
A
H
MIET
ANTEN,
L
U
K
E
P
S
N
E
G
GE
UNGEN.
N
H
O
W
E
R
A
B
FÜR LEIST
NN MEHR.
A
K
N
IE
W
IN
DE
11. OKTOBER