Bericht aus Mittelerde

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Bericht aus Mittelerde
20.6.2014
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Bericht aus Mittelerde
Publiziert am 5. Oktober 2 01 3 v on Kurzer
Für viele Jahrtausende hatte das allsehende Auge mit seiner Schreckensherrschaft Mittelerde versklavt. Doch nun war es genug. Ihm
war im vorigen Jahrhundert bereits der Ratschluß des obersten Schöpfers des Universums mitgeteilt worden. Das allsehende Auge
mußte in Kürze Mittelerde verlassen und von nun am im allerletzten Winkel des unendlichen Universums für seine Taten büßen.
Sollte es sich weigern, war ihm seine definitive Auslöschung angekündigt worden.
Am Horizont dämmerte bereits das Licht des neuen Zeitalters. Vor nunmehr 80 Jahren hatte ein Volk, dem einst von einem großen
Propheten geweissagt wurde, daß es die Menschheit einst bei ihrem Weg in die lichtvolle Zukunft anführen werde, den damals
verfrühten Versuch unternommen, diesen Auftrag zu erfüllen.
Die Rache Mordors war grausam und wahrlich dämonisch. Obwohl dieses Volk heldenhaft für sein Reich und seinen Anführer
kämpfte, schien alles vergebens. Mordors Spione und Verräter hatten ganze Arbeit geleistet. Nach nur zwölf Jahren hatte die
Finsternis wieder ganz Mittelerde im Besitz.
Doch nicht ganz. Einer kleinen Schar Getreuer war es gelungen, die ultimative Waffe, die Mordor einst bezwingen würde, in Sicherheit
zu bringen. Das große Drama war, daß auf Grund des unsäglichen Verrates, damals nur wenige Wochen gefehlt hatten, um den Kampf
doch noch zu gewinnen.
Der endgültige Sieg über Mordors Schergen sollte dann erfolgen, als viele Menschen die Hoffnung bereits total aufgegeben hatte. Etwa
70 Jahre sollten vergehen, für einen Menschen eine endlose Zeit, in kosmischen Maßstäben eine Sekunde in der Ewigkeit.
Das allsehende Auge hatte vor wenigen Jahren das Feld geräumt, aber seine direkten Untergebenen wollten unter keinen Umständen
klein bei geben. So machten sie unter Ermangelung eines Planes B einfach weiter wie gehabt. Ihr dümmliches Fußvolk hatte so wie so
gar nicht begriffen, wem es diente und ließ sich weiter in einem Kampf, der eigentlich schon verloren war, verheizen.
Dieser Kampf wurde vor allem mit den Waffen des Geistes ausgetragen. Mordor hatte sich seine verlogene Geschichtsschreibung, in
der es selbst als der große Verteidiger der Freiheit und Menschlichkeit benannt wurde, per Gesetz schützen lassen.
So schreckte es nicht einmal davor zurück, einen alten Mann, der die Lügen unerschrocken beim Namen genannt hatte, für zwölf
Jahre in den Kerker zu sperren. Doch wie so oft, hatte die Kraft, die Böses will und doch Gutes schafft, damit bewirkt, daß immer
mehr Menschen begannen, ihre Lügen zu durchschauen.
Die aufrechteste unter den Wahrheitssuchern der Menschen war Maria. Gemeinsam mit ihren treuen Mitstreitern legte sie Schicht
um Schicht der Lügen frei. Ihr geistiger Vater, Lupo Cattivo, war Mordor bereits so weit auf die Schliche gekommen, daß dessen
Rache ihn hart traf. Doch bevor er diese Welt verließ, übergab er Maria sein Vermächtnis. Sie würde der Wahrheit zu ihrem
endgültigen Sieg verhelfen.
Und so fand Maria Dinge heraus, die sich noch selbst Lupo entzogen hatten. Dabei machte sie, wie alle Menschen, einen
Erkenntnisprozeß durch, bei dem ihr in der Vergangenheit auch mal Fehler unterlaufen waren. Kein Sterblicher hätte ihr dies je zum
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Vorwurf gemacht, jedoch die Elbenprinzessin EponaRhiannon, die als einzige die reine Wahrheit über Mordor und das allsehende
Auge kannte, war zornig darüber, daß diese Menschen sich immer wieder täuschen ließen. Niemals würde sie das verstehen und
diesen fehlbaren Menschen die Hand reichen.
Nun kam es dazu, daß Mordors Schergen, denen es nicht mehr gelang, zu verbergen, daß es eine unbezwinbare Gegenkraft zum
Dunklen gab, immer absurdere Geschichten über diese Macht verbreiteten.
Darauf hin begab sich ein unerschrockener Kämpfer dieser Macht direkt ins gegnerische Lager, um den Feinden ihr verlogenes
Auftreten um die Ohren zu hauen. Dies sorgte für helle Aufregung und geradezu panische Reaktionen, vor allem als ihm Mitstreiter
Marias zu Hilfe eilten.
Jetzt begann die dunkle Seite der Macht, immer größere Fehler zu machen. Maria selbst trat ihr mit einem unerschrockenen
Mitkämpfer, der die Lügen zu Papier gebracht hatte, entgegen, was Mordor dazu bewog, die letzten Reserven in diese
Auseinandersetzung zu werfen.
Dieser Kämpfer war so verschlagen, daß ihm trotz erdrückender Beweise schwer beizukommen war.
EponaRhiannon, die aus ihrer uneinnehmbaren Festung alles beobachtet hatte, brodelte vor heiligem Zorn.
Sollte sie sich überwinden und einer Sterblichen zu Hilfe kommen? Zwei Halblinge, die wie Pech und Schwefel zusammenhielten,
überwanden ihre Furcht und ersuchten Epona persönlich um Beistand.
Diese bewirkten dann das bis dahin Unmögliche: EponaRhiannon, die bezaubernste Elbin die je gelebt hatte, legte ihre Rüstung an,
sattelte ihr Streitroß und ritt direkt in die Festung des Feindes. Die größten Legenden, die von ihrer unvergleichlichen Schönheit
erzählt wurden, konnten nicht beschreiben, was nun geschah.
Die Welt der Sterblichen wurde in so gleißendes Licht getaucht, daß die Schergen des Dunklen starr vor Entsetzen waren. Ihre Worte
waren wie flammende Schwerter und die Lügen Mordors sanken dahin. Die Schlacht war entschieden. Epona überwand sich, in
Gedenken an die Ahnen, ein weiteres mal und reichte Maria die Hand. Doch selbst sie, die Göttliche, war bei Maria’s Anblick einen
Moment wie vom Schlag getroffen. Konnte ein Menschenkind so unfaßbar schön sein und diese Ausstrahlung haben. Sie glaubte ihrer
Schwester, die sie doch nie hatte, in die Augen zu sehen. Epona war so berührt, daß sie etwas tat, was noch nie eine Elbin je getan
hatte. Sie stieg von ihrem Pferd und nahm Maria in ihre Arme.
Etwas Unglaubliches, das dem Treiben Mordors endgültig den Todesstoß versetzen sollte, war geschehen.
Maria und Epona Rhiannon würden von nun an gemeinsam dafür streiten, daß der Übergang zum goldenen Zeitalter endgültig
vollzogen wird.
Am Horizont dämmerte die aufgehende Morgensonne und der Adler zog über der alten Reichshauptstadt wieder seine Kreise.
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Fortsetzung folgt. Die ganze Geschichte: http://lupocattivoblog.com
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