früherer, ähnlicher Beitrag in der Linden-Limmer Zeitung 02

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früherer, ähnlicher Beitrag in der Linden-Limmer Zeitung 02
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LiZ · Stadtteilzeitung für Linden-Limmer · ISSN 1864-2845
Februar 2010
Termine ....................................... S. 2
Peter Hinze zurück aus Afrika...... S. 3
Portraits........................................ S. 6
Der Gott des Gemetzels............... S. 8
Und wo bleib'n die Narren?
Karnevalssitzung.......................... S. 2
1. Pfarrstelle in St. Martin wieder
besetzt......................................... S. 3
„Wir spielen nicht mit
Deutschen“................................... S. 6
Das 5. Benefiz-Schießen............. S. 8
Fit und Fair in Linden .................. S. 2
Limmer: Kreativtreffen mit viel
Fantasie....................................... S. 4
Gesehen in Linden-Süd............... S. 6
Albert-Schweitzer-Schule: Schüler
entdecken Linden......................... S. 3
50-60.000 Soldaten...................... S. 5
Die Gospelkirche feiert den 8.
Geburtstag. ................................. S. 6
Limmer: Buchhandlung
Brockmann................................... S. 8
Religionssensibles Kabarett......... S. 8
50-60.000 Soldaten besetzten Linden
Limmer: Kreativ-Treffen mit viel Fantasie
... über sieben Monate lang im Siebenjährigen Krieg 1757
Entwurfswerkstatt zur Zukunftsfähigkeit von Schleuse, Hafen, Stichkanal
Niederflur
Hochbahnsteig
Oberbefehlshaber Herzog von Richelieu bezog in Linden Quartier
Ideen sprudelten viele in der Grundschule Kastanienhof
Fortsetzung S. 4
Zwischen Linden und Wettbergen lagerten die französischen Einheiten in Reih
und Glied. Die Truppen wollten versorgt
werden und die Lindener taten ihr Bestes..
Als schließlich am 29. Februar 1758 der
letzte Soldat von dannen zog, war das
Aufatmen groß. Auf dem Lindener Berg
entstand als Verteidigung später die
Stern- oder Georgenschanze.
Fortsetzung S. 5
Bestattungsdienst
Lutz Bierwisch
Erd-, Feuer-, SeeBestattungen,
anonyme
Beisetzungen,
SterbegeldVersicherung
Überführung
Verm it t lu n g
Beratung
Wunstorfer Straße 49
30453 Hannover
Tel.: 05 11 / 590 31 33
Linden-Limmer Zeitung
Seite 2
Termine
Und wo bleib’n die Narren ?
22.02., 19:30
Religionssensibles Kabarett, GerhardUhlhorn-Kirche, Salzmannstr., siehe S.8
Am Aschermittwoch ist nicht alles vorbei...
LiZ · Februar 2010
Hallo, wir suchen dich!
Die SG Limmer sucht noch Nachwuchsfußballer und -fußballerinnen. Gefragt
sind bei den Jungen die Jahrgänge
97/98/99 sowie 91/92/93. Für die Mädchen brauchen wir noch Verstärkung bei
den Jahrgängen 93-98. Wenn Ihr Lust und
Bock auf Fußball habt, meldet Euch bei
unserer Jugendleiterin, Frau Kuhnert. Telefon 0511481571. Frau Kuhnert gibt
Euch die Telefonnr. der Trainer bekannt.
Was Ihr noch nicht könnt, bringen Euch
unsere Trainer bei. www.sg-limmer.de
18.02.-03.04. Sa,So, 14:00-17:00
STILLER ABTRAG, eine im wahrsten
Sinne des Wortes BERÜHRENDE Installation zum Thema TOD und STERBEN, Kirche St. Benno, Offensteinstr.
6, Linden-Nord,
[email protected]
22.02., 19:00
Forum Linden-Nord, Freizeitheim Linden, (Geschichtskabinett)
27.02., 15:00-17.00
SecondHandBasar für Kinderartikel
mit Kaffee und Kuchen, Badenstedter
Str. 37, Kindergarten St. Martin
03.03., 19:00
Lesung von Heiko Postma: "... dann leben sie noch heute!", Stadtbibliothek
Linden, Lindener Marktplatz 1, Eintritt:
5,- €, Anmeldung unter: Tel. 168-42 180
oder Mail: [email protected]
Fit und Fair in Linden
Promi-Tisch (Bildmitte) und „Linden Alaaf“. Auch vermeintlich faschingsresistente Typen
feiern nach kurzer Zeit ausgelassen mit. Prunksitzung der Lindener Narren am 6.02..
06.03., 13:00-16:00
Flohmarkt/Basar, Kita St. Godehard/
Linden-Süd
06.03., 14:00
Empfang und Schatzsuche im Schloss
Xana, Mädchenzentrum Xana , für
Mädchen von 6-8 Jahren, 6 €, Anmeldung erforderlich, Färberstr. 8, Limmer,
Tel. 0511-44 08 57
www.maedchenhaus-hannover.de
09.03., 14:00
Besuch des Hanomaggeländes, SPDOrtsverein, Tel. 0511 / 21 52 110
12./19.03., 16:00
Kurse für „Biologisches Gärtnern“,
Kleingärtnerverein Linden e.V., Kornelia Stock, Tel. 458 25 14,
[email protected]
13.03., 17:00
ACCELERANDO SINO AL FINE feurig bis zum Schluss, Konzert und
Ausstellung, St. Martin, Lindener Berg
Wadel-Schau beim Lindener Narren-Männerbalett
Für die Garden und Tanzmariechen des
Tanzsportclubs Blau-Weiß LINDENER
NARREN e.V. liegt jetzt partout keine
Verschnaufpause drin. Das nächste
Großereignis steht vor der Tür. Bereits am
Wochenende nach Aschermittwoch fahren alle Garden und Mariechen zum Qualifikationsturnier nach Lübeck. Für die im
März beginnenden Deutschen Meisterschaften wird bis zu viermal wöchentlich
im Vereinshaus „Narhalla“ trainiert. Die
Halbfinalwettkämpfe finden am 7. und 8.
03. in der AWD-Hall Hannover statt.
Die Prinzenehrengarde kann jetzt schon
jubeln: in der kommenden Session haben
die Tanzbegeisterten aus dem Lindener
Verein die Ehre, den Düsseldorfer Karneval zu eröffnen.
Auch für die restlichen Vereinssparten beginnt bereits wieder die intensive Planung
und Organisation für die kommende Karnevalssaison. Comedy, Cabaret, Showtanz
und Büttenrede: Das Bühnenprogramm
wird ausschließlich von den Vereinsmitgliedern der Lindener Narren bestritten.
Die Proben für die mehr als zwanzig Veranstaltungen beginnen im April.
„Die Lindener Narren“ haben ihre Wurzeln in der Konkordiastraße. Hier wurde
im Jahr 1965 die 1. Karnevalsgesellschaft
„ Blau-Weiß Linden e.V.“ von Familie
Argendorf und ihren Freunden gegründet.
In den damaligen Konkordiasälen und
entsprechenden Lokalitäten am Schwarzen Bären fanden die ersten Karnevalsveranstaltungen statt. Durch die stetig
wachsende Mitgliederzahl wurde der Umzug in den geräumigen Fritz-Haake-Saal
des Freizeitheim Ricklingen unausweichlich. Heute zählt der Verein mehr als 430
Mitglieder und seine Popularität hat die
Grenzen Norddeutschlands längst überschritten.
esch
Anzeigen
Linda Jarosch, Königin und wilde Frau
Neue Lust am Leben
Facetten der Weiblichkeit, die in jeder
Frau stecken, stellen Linda Jarosch und
Anselm Grün anhand von 14 biblischen
Archetypen dar: darunter Eva (die Mutter), Sara (die Lachende), Tamar (die wilde Frau), Mirjam (die Prophetin), Esther
(die Königin), Maria Magdalena (die Liebende). Gemeinsam erörtern sie, wie Leidenschaft und Liebe, Wildheit und Köni-
ginnentum, Mütterlichkeit und Priestertum, Weisheit, Gerechtigkeitssinn sowie
Kampfgeist und Milde im Leben heutiger
Frauen aussehen können. Sie ermutigen
die Leserinnen aber auch, diese Eigenschaften zuzulassen und zu leben.
Anselm Grün, 8,90 €
ausgew. von Gabriele Baumgart, Lindener Buchhandlung Atlantis, Limmerstr.
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Fit for fun - Auftaktveranstaltung im Jugendzentrum Posthornstraße
Im Rahmen von "Fit und fair in Linden",
einem Präventionsprojekt der Landeshauptstadt Hannover im Bereich Kinderund Jugendarbeit, bietet die SG 74 "Sport,
Bewegung, Spiel auf öffentlichen
Plätzen" an. Damit möchte der Verein
Lindener Kinder und Jugendliche zu Bewegung und Spaß anregen.
Unter dem Motto "Fit for fun" startete das
Projekt mit einem Fitness- und Krafttraining für 14- bis 16-jährige Mädchen und
Jungen im Jugendzentrum Posthornstraße.
Daran haben sich weitere Angebote angeschlossen.
"Ab ins Wasser" in Linden
8-12- jährige Kinder können kostenlos im
Fössebad schnorcheln, schwimmen und
spielen! Aufsicht durch geschulte Betreuer/innen ist gewährleistet.
Am 24.02., 03.03.10, 10.03., 17.03., jeweils mittwochs 15 bis 17 Uhr im Fössebad, Liepmannstraße 7b.
In den Osterferien, ab dem 19. März, gibt
es "Sport, Bewegung, Spiel auf öffentlichen Plätzen" mit einem umfangreichen
Programm in Linden.
Ansprechpartner ist Manfred Wassmann
(SG 74), Tel. 0511 / 21 35 43
Linden-Limmer Zeitung
Seite 3
Die Albert–Schweitzer–Schule: Schüler entdecken Linden
Wir - die Kinder des 4. Jahrgangs der Albert–Schweitzer–Schule in Linden - haben uns das Ziel gesetzt, ein Heft von
Kindern für Kinder aus Linden über unse-
ren Stadtteil zu schreiben. Die Kinder sollen in diesem Heft Freizeitangebote, Bildungsangebote, Hilfe und Adressen finden. Die erste Aufgabe des Projektes war,
Spielplätze in Linden zu begutachten und
zu bewerten. Danach haben wir uns über
den „Lindenpol“ informiert. Das „Mädchenhaus“ aus Limmer und der Verein
„mannigfaltig“ haben sich uns anschließend in der Schule vorgestellt. Weitere
Vereine und Einrichtungen sind eingeladen und werden sich uns noch vorstellen.
Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein der Albert–Schweitzer–Schule.
Wir sind gespannt, was wir noch alles er-
Nun war ich also drei Monate in Tansania
und habe in der Partnerschule der IGS
Linden - nämlich der Natiro Secondary
School - im 10. Jahrgang Mathematik unterrichtet. Die Linden-Limmer-Zeitung
berichtete bereits darüber in der Augustausgabe.
Die Schule hat 350 Schüler. 200 davon leben als Internatsschüler in Dormitories
(Schlafhäusern).
Die Klasse 10d der IGS Linden hatte fast
1000 € an Spenden gesammelt, so dass
ich halbe Klassensätze an Zirkeln, Geodreiecken, Linealen, Taschenrechnern
usw. kaufen konnte. So konnten die afrikanischen Schüler zum 1. Mal geometrische Figuren konstruieren und auch Winkel zeichnen und messen. Das hat ihnen
auch viel Spaß gemacht. Im 10. Jahrgang
gab es ca. 84 Schüler, die in zwei Lerngruppen eingeteilt wurden. Diese Schüler
waren unglaublich ruhig und diszipliniert
im Unterricht. Sie haben großen Respekt
vor den Lehrern und gehen auch gern zur
Schule. Ihre Eltern müssen Schulgeld bezahlen. Der Unterricht findet auf Englisch
statt. Nur in der Grundschule wird Kisuahili gesprochen. So müssen die Schüler
drei Sprachen beherrschen: die Stammessprache (am Kilimanjaro leben die Chaggas), Kisuahili als Landessprache und
Englisch. Ich musste mich ja auch in all
die mathematischen Fachausdrücke in
Englisch einarbeiten.
Morgens findet täglich vor dem Unterricht die Morgenandacht statt. Da werden
religiöse Lieder gesungen, es wird gebetet
und es gibt eine kleine Predigt zu Stellen
aus der Bibel. Träger der Schule ist ja
auch die evangelische Kirche. Es gibt
aber auch eine kleine Minderheit von
muslimischen Schülern an der Schule. Die
meisten Schüler sind sehr gläubig. Auf
den Tischen findet man eingeritzte Sätze,
wie "Gott macht das Unmögliche möglich!" An einem Baum auf dem Schulhof
1. Pfarrstelle in St. Martin
wieder besetzt
fahren werden, und halten euch auf dem
Laufenden!
Dieser Text wurde geschrieben mit
freundlicher Unterstützung der Viertklässler Toulaye, Julie. Eda, Daniel, Jannik
und Görkhan.
Peter Hinze zurück aus Tansanaia
Tansanischer Schüler werden von Peter Hinze in Mathe unterrichtet.
LiZ · Februar 2010
hängt eine alte Autofelge. Ein Schüler hat
immer das Amt, mit einem Knüppel zu
Beginn und zum Ende der Stunde auf die
Felge als Pausengong zu schlagen.
Die Schüler tragen Schuluniformen: graue
Röcke, graue Pullover und darunter weiße
Hemden die Mädchen. Die Jungen tragen
dunkelblaue Hosen und weiße Hemden.
Die IGS Linden ist durch drei Schülerprojekte mit ihrer Partnerschule verbunden:
Die Klasse 5d hat den Schwerpunkt "Fit
for one world" und einen bilingualen Ansatz (Deutsch-Englisch). Diese Klasse beginnt gerade eine Klassenpartnerschaft zu
einer 7. Klasse von Natiro. In den Jahrgängen 7-9 gibt es eine Tansania AG, die
im Briefwechsel mit einem entsprechenden Klub der Partnerschule ist. Schließlich gibt es noch das Projekt hearletters also Hörbriefe. Die Musikklasse 9c hat
sich auf einer CD persönlich und mit einigen Musikstücken vorgestellt. Das kam
natürlich in Tansania besonders gut an.
Hier singen ja die meisten Kinder schon
von klein an und es hat dem 9. Jahrgang
von Natiro riesigen Spaß gemacht, ihre
Lieder auf dem von der IGS übergebenen
CD-Rekorder aufzunehmen.
Nun will die Schule sich vergrößern und
zwei weitere Jahrgänge aufnehmen. Dazu
braucht sie für die Internatsschüler zwei
neue Dormitories. So entstand die Idee,
im Oktober für drei Wochen mit mindestens zehn Schülern/Schülerinnen der IGS
nach Tansania zu fliegen und dort mit den
Schülern von Natiro zusammen das Dormitory zu bauen. Gesucht werden noch
Sponsoren für Teile des Baus und für den
Flug der Schüler.
Neben dieser Schulpartnerschaft wird in
Hannover ein Netzwerk von insgesamt
drei Schulen aufgebaut, die jeweils zu einer Schule in Tansania eine Schulpartnerschaft haben. Eine dieser Schulen ist die
Helene-Lange-Schule. Sie hat gerade vor,
für ihre neue Partnerschule eine Regenwassersammelanlage bauen zu lassen und
plant auch schon ein Solarprojekt.
Kerstin und Martin Häusler (kniend)
Mit „Pauken und Trompeten“ sind Kerstin und Martin Häusler am Sonntag, dem
07.02.2010 in der St. Martinskirche begrüßt worden. In einem festlichen Gottesdienst mit Kantorei, Posaunenchören und
Solisten sind beide gemeinsam mit je einer halben Stelle durch Superintendent
Sundermann in ihre Ämter eingeführt
worden. Sie sind Nachfolger des Ende
August 2008 in den Ruhestand getretenen
Pastors Dr. Hartmut Burbach. Der Predigt
von Pastor Häusler lag ein Wort aus dem
Hebräerbrief zugrunde: „Das Wort Gottes
ist lebendig und kräftig und schärfer als
jedes zweischneidige Schwert.“ Der Vergleich mit einem Schwert löse auch unangenehme Gefühle aus. Aber vor allem sei
Gottes Wort lebendig und kräftig und
wolle auch uns Christen zu einer lebendigen und kräftigen Gemeinschaft schmieden, folgerte Pastor Häusler.
In einem anschließenden Empfang mit
Grußworten, u.a. von Bürgermeisterin Ingrid Lange, wurden der Familie Häusler
für ihren Neubeginn in Linden viele gute
Wünsche mit auf den Weg gegeben.
Linden-Limmer Zeitung
Seite 4
LiZ · Februar 2010
Limmer: Kreativ-Treffen mit viel Fantasie
Fortsetzung von Seite 1 Entwurfswerkstatt zur Zukunftsfähigkeit von Schleuse, Hafen und Stichkanal
Achtzehn Entwürfe konnten am Ende des Tages präsentiert werden. Anleitung gab es von Dr. Lucia Grosse-Bächle, Christine Sasstedt, Susanne Zeller und Katharina Lob.
Es summt wie in einem Bienenschwarm.
Überall im Raum haben sich Gruppen gebildet. Gemeinsam werden Ideen beschrieben und über die Umsetzung debattiert. Man greift zu alten Zeitungen, Scheren und Stiften. Auf vorbereiteten Tafeln
werden die entstehenden Konzepte möglichst gut erkennbar beschrieben. Die
kreative Atmosphäre ist zum Greifen
spürbar.
Das Institut für Soziologie der Leibniz
Universität Hannover hatte zu einer Entwurfswerkstatt eingeladen. Die Teilnahme
war nach Anmeldung für jeden offen und
über vierzig Teilnehmer waren erschienen.
Es ging um die Frage was die Limmeraner am liebsten aus Schleuse, Hafen und
Stichkanal machen würden, wenn es nach
Ihnen ginge. Die Themenwahl blieb den
Teilnehmern überlassen.
Die in drei Stunden entstandenen Entwürfe zeigten einen großen Einfallsreichtum,
der erstaunlich gut zu Papier gebracht
wurde.
Die überwiegende Anzahl der Ideen beschäftigt sich mit Wohnen und Freizeit.
In einigen Entwürfen wird auch der Versuch unternommen, sich selbst tragende
wirtschaftliche Tätigkeit mit zu planen.
Für das Industriegebiet in seiner bisherigen Form gab es in den Entwürfen auf
Dauer keine Verwendung. In den Worten
des Veranstalters lautet die Perspektive
wie folgt: „Einen nachhaltigen Stadtteil
schaffen, der sich regional versorgt, vor
Ort erholt und die Energie für die eigene
Mobilität gewinnt.“
Ob solche alternativen Vorstellungen den
Wirtschaftlichkeitstest bestehen oder zum
Kostgänger ihrer Umgebung werden können, dürfte langfristig zur wichtigsten Frage werden.
Interessant und vielleicht auch entscheidend dürfte die Einbeziehung von Gruppen sein, die bisher nicht oder kaum vertreten waren: die Geschäftswelt von Limmer und die im Hafengebiet Beschäftigten.
Derzeit läuft die Auswertung und Vorbereitung weiterer öffentlicher Präsentationen der Entwurfswerkstatt.
Beispiel: Regional autark
Vorträge
öl
Wer mehr wissen möchte, kann sich an
den Veranstalter wenden:
Leibniz Universität Hannover
Institut für Soziologie
Dr. Thomas Köhler,
Tel.: 0511– 700 10 55
Dr. Manuela Ortherthun, Wasser- und
Schifffahrtsdirektion Hannover-Mitte
Ziel: Einen nachhaltigen Stadtteil schaffen, der sich regional versorgt, vor Ort erholt und die Energie für die eigene Mobilität gewinnt.
Das Hafenbecken soll um einen Wasserspeicher erweitert werden. Dort wird mit
vor Ort gewonnener Solarenergie (Dächer
der Hafenfirmen) tagsüber das Wasser
reingepumpt. Nachts wird es über einen
Wasserfall wieder abgelassen, hierbei
wird Energie gewonnen. Die Energie
(tagsüber solar und nachts Wasserkraft)
wird an mehreren Energietankstellen für
Elektromobile bereitgestellt.
Der Wasserfall bietet Voraussetzungen
für einen lokalen Erholungsschwerpunkt
(mit Café). In räumlicher Nähe findet ein
Bauernmarkt mit regionalen Produkten
statt, die über Elektroschiffe angeliefert
werden. Hier ist auch eine Anlegestelle
für touristisch genutzte Elektroschiffe, die
die wichtigen Erholungspunkte Hannovers auf dem Wasserweg anfahren.
Dr. Frank Schröter
Beispiel: Limmer schwitzt
Frau Ortherthun schilderte die weitere
Planung rund um die Limmer-Schleuse.
Bis 2020 sollen alle Umbauten abgeschlossen sein. Es wird von einem zukünftigen Wachstum von über sechs Prozent pro Jahr ausgegangen.
Über die zukünftige Mobilität referierte
Dr. Frank Schröter, Institut für Verkehr
und Stadtbauwesen, TU Braunschweig.
Dabei verknüpfte er Verkehrsstärke, Bevölkerungsstruktur, Umweltaspekte und
die zur Verfügung stehende Technik zu
einem Gesamtbild.
Prof. Antje Stokman, Institut für Freiraumentwicklung der Leibniz Universität
Hannover, forderte dazu auf, Wasserwege
neu zu denken. Dabei konnte Sie auf Erfahrungen aus Peking zurückgreifen.
Limmer ist eine Insel. Die Limmeraner
lieben ihre Gewässer und nutzen den Leineabstiegskanal und Stichkanal zum Lindener Hafen an vielen Stellen im Sommer
zum wilden Baden. Ein Umbau der Limmer Schleuse wird von vielen als eine
drohende Beschneidung dieses Jedermannsrechts auf das Schwimmen gesehen. Machen wir aus der Not eine Tugend
und geben den Limmeranern, was sie
wollen. Bei einem Umbau der Schleuse
nach Variante 4 kann auf der Westseite
der neuen Schleuse und zusätzlich im
westlichen Sparbecken der alten Schleuse
eine für das wilde Baden geeignete Landschaft entstehen.
Zusätzlich oder hauptsächlich - je nach
Sach- und Interessenlage - beinhaltet die
Planung die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, der eine Sauna auf einem im
Kanal liegenden Ponton errichtet und betreibt. Die Anlage ähnelt dem bekannten
Badeschiff auf der Spree in Berlin. Das
Projekt ist nicht an den Umbau der
Schleuse gebunden und kann bereits im
Zeitraum der Planung für den Schleusen umbau umgesetzt werden.
Der bewegliche Saunaponton bekommt
einen Platz auf dem oberhalb der Schleuse
gelegenen Abschnitt (siehe Karte). Über
einen Steg können die Nutzer die Sauna
erreichen, die aus einem U-förmigen Gebäudeteil besteht. Die Räume gliedern
sich in Umkleide, Ruhebereich und Sauna
(siehe Skizze).. In der Mitte der aus zwei
zusammengefügten Pontons bestehenden
Saunainsel ergibt sich ein Freiluftbereich,
der Zugang zum Wasser des Kanals ermöglicht.
Die Sauna wird von einem gemeinnützigen Verein betrieben, der den Limmer
Bürgern die Möglichkeit der Gestaltung
und Teilhabe gewährleistet.
Nina Kornacker und Raimund Sichma
... Vorträge
Prof. Dr. Gerhard Scherhorn vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie referierte seine „Vision einer zukunftsfähigen Stadt - nichts zu viel und
deshalb genug für alle.“
Verzicht auf Wachstum, Gemeineigentum
vor Privateigentum mit Grundgesetzänderung, Bezahlung von Luftverbrauch, Bewusstseinsveränderung bei den Menschen
(vom Haben zum Sein). „Haben-Menschen“ seien, wie Untersuchungen zeigen
würden, psychisch krank.
Frage: „Was aber, wenn die Leute sich
nicht ändern wollen und große Autos,
Häuser und Reisen einfach gut finden.
Werden die dann gezwungen?“
Antwort des Referenten: „Ich bin nicht
dafür, sie zu zwingen.“
Linden-Limmer Zeitung
Seite 5
LiZ · Februar 2010
50-60.000 Soldaten besetzten Linden ... über sieben Monate lang im Siebenjährigen Krieg 1757
Fortsetzung von Seite 1
Darstellung (Ausschnitt) des französischen Heerlagers bei Linden ("Camp de Linde") unter Marschall Richelieu vom 11. bis 20. August 1757
Französisches Heerlager in Linden im August 1757
Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis brücke [am Schwarzen Bären] durch das
1763 ging es für Preußen, das mit Groß- Calenberger Tor in die Residenz Hannobritannien im Bündnis stand, um die Rolle ver ein.
als Großmacht auf dem europäischen Die Hauptmacht der französischen TrupFestland. Dafür hatte Friedrich der Große pen blieb in der Nacht noch in dem zwiam 29. August 1756 mit einem Präventiv- schen Linden und Arnum errichteten Laschlag gegen Sachsen den "Dritten Schle- ger liegen. Die französischen Marketensischen Krieg" vom Zaun gebrochen. Der der lagerten in Linden. Hier im Dorfe und
Konflikt weitete sich schnell aus und in der Glocksee hatten auch die das franführte dazu, dass ab Juni 1757 auch fran- zösische Heer begleitenden Händler ihre
zösische Truppen gegen Preußen mar- Buden aufgeschlagen und bald entwickelschierten.
te sich hier ein buntbewegtes JahrmarktAm 26. Juli 1757 kam es südöstlich von treiben.
Hameln zur Schlacht bei Hastenbeck zwi- Zwei Tage nach dem Einzuge des Herschen dem französischen Heer unter Mar- zogs von Chevreuse, am 11. August, kam
schall d'Estrées und einer zahlenmäßig der Feldmarschall Herzog von Richelieu
unterlegenen Armee des Fürstentums selbst in Linden an und bezog hier auf 10
Braunschweig-Lüneburg ("Kurhannover") Tage im Gräflich Platenschen Schlosse
unter William Augustus, Duke of Cum- sein Hauptquartier. Sein etwa 50-60 Tauberland. Dessen Vater war Georg II., in send Mann starkes Heer lag in einem
Personalunion König von Großbritannien großen Feldlager zwischen Linden und
und Kurfürst von Hannover. Nachdem die Ricklingen."
Franzosen die Schlacht für sich entschei- Von diesem Heerlager der Franzosen gibt
den konnten, stand ihnen die Stadt Han- es einen kolorierten Kupferstich, der die
nover offen, die sie kampflos besetzten.
Gliederung der einzelnen Truppenteile
Senator Dr. Bernhard Engelke schreibt in wiedergibt (siehe oben):
seiner "Lindener Dorfchronik" von 1910 Beschäftigen wir uns etwas näher mit der
im Rückblick auf die Geschehnisse:
Kartendarstellung, die nicht - wie heute
"Der Siebenjährige Krieg brachte auch in üblich - nach Norden ausgerichtet ist. Die
das Dorf Linden schwere Kriegs- und namentlich bezeichneten Orte sind gut zu
Einquartierungslasten. Auf die für Preu- identifizieren:
ßen und das verbündete England unglück- • Hanovre (rechts unten) = Hannover
liche Schlacht bei Hastenbeck am 26. Juli • Linde (halbrechts) = Linden
1757 folgte ... am 7. August zu Münden • Borne (oben) = Bornum
die Unterzeichnung des Vertrages, durch • Werteberg (ganz links) = Wettbergen
den die Stadt Hannover den Franzosen Die Hauptmasse der Truppen war zu beipreisgegeben wurde. Bereits am 9. August den Seiten der Hamelner Chaussee zwizog der Herzog von Chevreuse an der schen Wettbergen und Linden aufgestellt.
Spitze seiner Truppen über die Ihme-
Die Straßenachse entspricht heute der B
217 von Wettbergen bis zum Tönnisbergkreisel, von dort in Verlängerung über die
Straße 'Am Tönniesberg' und die Hanomagstraße weiter bis zum Deisterkreisel.
Letzterer ist auf der historischen Darstellung als Wegespinne rechts neben dem
Ortsnamen "Linde" zu erkennen. Seinerzeit wurden Höhenunterschiede des Geländes noch nicht mit Höhenlinien dargestellt, sondern durch Schummerung oder wie hier - durch quergestrichelte Linien.
So können wir nachvollziehen, wie die
Hamelner Chaussee über den lang gestreckten Höhenrücken des Mühlenberges
und des Tönniesberges verläuft.
Die "Carabiniers", die links oben in einem
großen grünen Feld verzeichnet sind, haben in der Almendeweide der Dörfer
Wettbergen und Empelde kampiert.
Und die diagonal gegenüber liegenden
Truppenteile unten rechts, über dem Maßstabslineal, hatten im Gebiet der heutigen
Stadtteile Ricklingen und Linden-Süd
Quartier bezogen.
Bei genauerem Hinsehen fallen auch die
Truppenkontingente am Hang des Lindener Berges - erkennbar an der grau-gestrichelten Höhendarstellung - ins Auge. Die
Formation erstreckt sich zum rechten
Bildrand hin ungefähr auf der Linie der
heutigen Viktoria- und Albertraße (Linden-Nord) in Richtung des Zusammenflusses von Leine und Ihme.
Kehren wir zurück zu den historischen Ereignissen und lassen uns von Bernhard
Engelke in seiner "Lindener Dorfchronik"
berichten, wie es weiterging:
"Vom Platenschen Schlosse aus fertigte
der Marschall [Richelieu] auf Bitten des
Grafen Platen auch zugunsten des Dorfes
Linden für je 11 Speciesdukaten mehrere
Schutzbriefe aus, aber trotzdem wurden
von den Lindener Bauern große Mengen
Stroh und Korn zwangsweise ohne Bezahlung beigetrieben. Am 22. August zog
der Herzog von Richelieu mit seinen
Truppen aus Linden ab, nachdem er dem
Herzog Randan die Stadt Hannover zur
Bewachung anvertraut hatte. Fast 7 Monate blieben die Franzosen in Hannover
und Linden und ließen sich hier auf Kosten der Stadt und der Landschaft reichlich
verpflegen.
Erst als die Verbündeten unter dem Prinzen Ferdinand von Braunschweig und
dem Prinzen Heinrich von Preußen mit
starker Macht von Verden aus vorrückten,
verließen die Franzosen am 28. Februar
1758 die Stadt. Der Zug ging durch das
Calenberger Tor über die Ihmebrücke.
Auf dem Lindener Berge stieß die Hannoversche Besatzung zu anderen französischen Truppen und blieb mit ihnen die
Nacht über dort im Feldlager liegen. Am
anderen Morgen marschierten die Franzosen über Springe nach Hameln zu ab.
1757 nahm der Oberbefehlshaber Herzog
von Richelieu Quartier im Gräflich Platenschen Schloss. Heute: Von-Alten-Schloss.
Noch am selben Tage rückten die ersten
Truppen der verbündeten Heere in Hannover ein: 30 Preußische schwarze Husaren. Am anderen Morgen ritten sie durchs
Calenberger Tor über Linden nach Springe zu, um den fliehenden Feind zu verfolgen, und am Nachmittag rückten 2
Schwadronen desselben Regiments ein,
die im Dorfe Linden ihr Quartier nahmen.
An der Ihmebrücke wachten jetzt 6 zuverlässige Stadtschützen, die auf Stadtkosten
eine grüne Montierung erhalten hatten.
Vor der Ihmebrücke in Linden wurden 2
neue Schlagbäume errichtet und im Jahre
1761 ließ der Prinz Friedrich August von
Braunschweig, um sich der beherrschenden Höhe des Lindener Berges zu versichern, daselbst um die alte Windmühle
die Stern- oder Georgenschanze aufwerfen. Die Feinde aber kehrten nicht wieder."
www.lebensraum-Linden.de
Michael Jürging
Fotos: Sammlung Jürgen Wessel, „Richelieu“ von Wikipedia
Linden-Limmer Zeitung
Seite 6
LiZ · Februar 2010
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Eine Hobbywerkstatt mit Meisterunterstützung
Önder Cicek ist KFZ-Meister und betreibt
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verliehen.
„We Can Do It!“ ist eine Initiative zur
Unterstützung von Beratungsstellen und
Frauenhäusern, die Kunden durch Spenden unterstützen können. Eine Spendendose steht bereit.
Derzeit werden Modelle gesucht, die zum
Vorzugspreis von 29 € behandelt werden.
Am 31. März findet ein großer Vortrag
über Permanent Make-up statt. Eine Expertin von PUREBEAU wird das Konzept
erläutern und Fragen beantworten.
Catherine Elitestudio Belinda Lustfeld
Wunstorfer Str. 46,
30453 Hannover,
Tel. 0511 / 228 01 08
Portrait: The Irish Harp
Irish Lifestile on the Banks of the Ihme
„Linden ist ein toller Teil Hannovers, Das
kleine Stück Irland am Ihmeufer hat einiges zu bieten. In gepflegter, stimmungsvoller und freundlicher Atmosphäre, dafür
Anzeigen
sorgen Marcie, Maria und ihr Team ,
(Bild) wird ein breites Sortiment (nicht
nur) an typisch irischen Speisespezialitäten für den kleinen und großen Hunger
angeboten. Dazu wird eine Vielfalt an alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken vorgehalten, wobei der Pub besonders stolz auf seine umfassende Whiskey-Karte mit über 50 Whiskeysorten ist.
Basis also für ausgedehnte Abende
(Nächte), an denen der Gast Live-Musik,
Table Quiz, Karaoke, Spezial-Events und
vieles mehr angeboten bekommt. Eine der
Neuerungen im Pub ist die Einführung
von Pay-Back-Karten, damit soll dem
Gast eine weitere Möglichkeit nach einem
ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis
geschaffen werden. Zur wärmeren Jahreszeit wird der herrliche, direkt am Ihmeufer gelegene Biergarten aktiviert , hier
Herausgeberin
Zehn Verlag
Evelyn Schaefer, Gabriele Baumgart,
Klaus Öllerer GbR
Limmerstraße 47 c/o Atlantis
30451 Hannover
www.zehn-verlag.de
E-Mail: [email protected]
Fax: 0511 / 26 29 27 95
Geschäftsstelle, Anzeigenverkauf
Gabriele Baumgart [bg]
Telefon: 05 11 / 26 29 27 91
Redaktion, Öffentlichkeitsarbeit,
Layout
Klaus Öllerer [öl]
Telefon: 01 70 / 926 07 71
Druck
Quensen Druck+Verlag GmbH & Co.
KG
Auflage: 12.000 · ISSN 1864-2845
Textkürzungen und die Bearbeitung
eingesandten Materials vorbehalten.
Die Verfasser/-innen erteilen dem
Verlag mit Übergabe des Materials die
Exklusivrechte zur Veröffentlichung.
Ihre Werbung in der „LiZ“
Anzeigentelefon: 0170 92 60 771
Kleinanzeigen
Der Preis für Kleinanzeigen beträgt 12
ct pro Zeichen/Leerzeichen mindestens
jedoch 10 € (incl. MwSt) pro Anzeige.
Anzeigenannahme: Buchhandlung Atlantis, Limmerstraße 47, 30451 Hannover oder per E-Mail: [email protected]
Vorauszahlung: Zehn-Verlag, Hannoversche Volksbank, Kto: 565 365 700,
BLZ 251 900 01
Verteilstützpunkte
Linden-Nord
Buchhandlung Atlantis, Limmerstr. 47
Fleischerei Gothe, Limmerstr. 28
LindenSüd,
Ohrwurm, Deisterstraße 32
Limmer
Frische Ecke, Wunstorfer Str. 86
Catherine Elitestudio, Wunstorfer Str. 46
Kundenmeldungen
sind dann auch besondere Überraschungen zu erwarten. Insbesondere steht hier
die Fußball-WM mit ihren Live-Übertragungen schon jetzt fest im Plan. Ebenfalls
fest im Plan steht ein ganz besonderes
Event am 17. März 2010, Saint Patricks
Day. Dieser irische Nationalfeiertag wird
jedes Jahr im Irish Harp bei Live-Musik
(mit Manuel) in ausgelassener Atmosphäre bis hin in die Morgenstunden gefeiert.
Weitere Informationen, monatliche Programme, sind vor Ort und unter
www.the-irish-harp-hannover.de und
0511/ 26 00 330 erhältlich.
The Irish Harp
Schwarzer Bär 1
30449 Hannover
Tel. 0511 / 26 00 330
www.the-irish-harp-hannover.de
Auf dieser Seite in der LiZ kann auch Ihr Unternehmensportrait erscheinen bei Schaltung von mindestens 6 Anzeigen in Folge.
Christinas Hundepflege
Neue Adresse: Badenstedter Str. 201
(wie vor, jedoch im Hof),
Tel. 051 / 473 79 33
Radgeber-Linden GmbH
E-Bike , verschiedene Modelle,
Probefahrmöglichkeit, über 8 Jahre
Erfahrung, Wunstorfer Str. 30, Tel.
0511 / 44 26 94,
www.radgeber-linden.de
Ohrwurm
FRÜHJAHRSAKTION!
15% Rabatt ab 3 CDs / DVDs, ab 3
Artikel, ohne Glattpreis- und 30-CentAngebote, keine Kombination von
Rabatten, CD-Angebote ab 1 Euro
Deisterstraße 32, Tel. 0511 / 45 42 65
www.ohrwurm-cds.de
Linden-Limmer Zeitung
Gesehen in Linden-Süd
Ein Militärfahrrad ?
Seite 7
LiZ · Februar 2010
“Wir spielen nicht mit Deutschen!“
Wie der Sportverein Linden 07 Integrationsprobleme löste
Hochbahnsteige
Die konfliktträchtigen Hochbahnsteige an
der Limmerstraße sind durch die Region
erst einmal auf die lange Bank geschoben
worden. Vor 2017 wird demnach mit keiner Fertigstellung gerechnet. Anwohner,
Geschäftsleute und Behinderte hatten mit
gegensätzlichen Stellungnahmen und Unterschriftenlisten das beginnende Beschlussverfahren begleitet.
Alles im Lot: sportlich und stimmungsmässig ist die Jugendarbeit wieder erfolgreich
Selbst routinierte Fahrradfahrer haben so
etwas noch nicht gesehen. Auf den militärkreuzartigen Pedalen steht „3G CHOPPERS“. Eine Recherche im Internat ergab
jedoch keine vollständige Erklärung.
Vielleicht ist der Hersteller „3G Bikes“
(www.3gbikes.com)? Wenn Leser mehr
wissen, sind wir für Hinweise dankbar.
Bis vor einigen Jahren waren Konflikte
durch unterschiedliche Mentalitäten und
Herkünfte der Jugendlichen im Verein
eine zunehmende Belastung für das Vereinsleben. Dazu gehörte u.a. auch eine
Mannschaft, die unter sich bleiben und
nicht mehr zusammen mit Deutschen
spielen wollte.
Inzwischen gelang es, neue Wege in der
Jugendarbeit zu beschreiten. Rüdiger
Hornbostel und Carsten Schneider mussten mit Unterstützung richtig durchgreifen. Sie berichten uns:
Seit 2 Jahren geht man in der Jugendarbeit des Vereins neue Wege – jetzt stellen
sich die ersten Erfolge ein.
Linden ist ein multikulturell geprägter
Stadtteil mit sehr heterogener Sozialstruktur, das spürt man auch bei den Kindern
und Jugendlichen im SV 07 Linden.
Um alle Mentalitäten und Nationalitäten
unter einen Hut zu bringen, mussten neue
Ideen entwickelt und umgesetzt werden.
Die aktive Elternarbeit spielt jetzt eine
große Rolle, Eltern werden verstärkt einbezogen, um Verhaltensregeln beim und
um den Sport herum durchzusetzen.
Die Basis für das Miteinander im Verein
ist ein verbindlicher Verhaltenskodex, der
umfassend erläutert, was der Verein und
die Mitglieder voneinander erwarten können.
Alle Mitglieder der Jugendabteilung ver-
pflichten sich zu gegenseitiger Achtung
und Wertschätzung, Ausgrenzung darf es
nicht geben.
Die gemeinsame Basis ist trotz der Vielfalt die deutsche Sprache, damit alle die
Möglichkeit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen. So verstehen sich alle
15 Nationen im Verein.
Für viele Eltern und Kinder ist es neu,
dass Trainer und Betreuer die ‚Chefs’ auf
dem Platz sind, auch hier gab und gibt es
einen Lernprozess.
Mit diesem Konzept, das alle Aktiven
mittragen, gelang es inzwischen, den Verein für neue Mitglieder interessant zu machen. Der Zuwachs ist besonders bei den
Kindern groß, die Mitgliederzahlen steigen. Disziplinlosigkeiten, die früher zum
öffentlichen Bild des Vereins negativ beitrugen, gehören der Vergangenheit an.
‚Last not least’ das Wichtigste – es stellen
sich sportliche Erfolge ein. Die F-Junioren wurden Hallenkreis- und Bezirksmeister und errangen in der Feldsaison ebenfalls den ersten Platz in Hannover.
In der gegenwärtigen Hallenrunde konnten fünf Jugendmannschaften in den Altersklassen von 6 bis 12 Jahren die Zwischenrunde der Kreismeisterschaften erreichen und die C-Junioren stehen auf einem aussichtsreichen Tabellenplatz.
Rüdiger Hornbostel
Die Gospelkirche feiert den 8. Geburtstag
Jeden 3. Sonntag im Monat feiert die Gospelkirche einen Gottesdienst mit einem
Gospelkonzert. Diese Kombination wird
auch wieder am 21. Februar um 17.30
Uhr in der Erlöserkirche in Linden-Süd
gefeiert. Diesmal als Geburtstagsfeier,
denn vor acht Jahren begann die Gospelarbeit in Linden-Süd Wellen zu schlagen.
Mittlerweile ist diese besondere Kirche in
ganz Deutschland bekannt.
Im Gottesdienst werden traditionell zu
diesem Termin die „GCVoices“ ein Mitsing-Konzert geben und die Besucher mit
ihrer Begeisterung zur Gospelmusik unter
der Leitung von Tine Hamburger einstimmen und mitreißen.
Inh. Simona Cestaro-Stach
Limmerstr. 41 · Tel. 0511 / 442534
Schreibwaren, Bastelbedarf,
Bürobedarf, Schulbücher,
Geschenk-Accessoires ...
Mo - Fr 7:00 - 18:30 Uhr
Sa 7:00 - 13:30 Uhr
Linden-Limmer Zeitung
Lindenpanorama aktiv
Seite 8
Der Gott des Gemetzels
von Yasmina Reza im Mittwoch:Theater am Lindener Berg
LiZ · Februar 2010
Limmer: Buchhandlung
Brockmann
Die Panoramen ziehen vorbei, wenn mit
der geklickten Maus der Zeiger bewegt
wird.
Die Seite "Lindenpanoramen 1926 und
2009" von Michael Jürging (unter "Lebensraum Linden") ist jetzt um das historische Panorama von 1926 erweitert. Man
kann also beide Panoramen (2009 und
1926) vergleichen und darin navigieren.
Das vollständige Laden der beiden Panoramen dauert nun etwas länger, aber es
lohnt sich!
www.Lebensraum-Linden.de
Sponsorenlauf für Haiti
an der Grundschule Kastanienhof
Sponsorenlauf: Jede Runde bringt Geld
nach Haiti.
Zur Unterstützung der Erdbebenopfer in
Haiti hat sich die Grundschule Kastanienhof etwas Besonderes einfallen lassen.
Die Kinder suchen sich Sponsoren im Familien- und Bekanntenkreis, die sich verpflichten, einen bestimmten Betrag pro
gelaufener Runde „ihres“ Kindes zu spenden. Das können 20, 40 Cent oder mehr
sein. Alle Jahrgänge machten am 12. und
15.02. mit. Bei Redaktionsschluss stand
das Spendenergebnis noch nicht fest.
Das 40-jährige Bühnenjubiläum des Mittwoch Theaters im Jahr 2010 feiert das
Mittwoch Theater mit "Der Gott des Gemetzels", dem neuesten Stück der französischen Erfolgsautorin Yasmina Reza.
Nach "Kunst" und "Drei Mal Leben", die
in den letzten Jahren mit großem Erfolg
auf der Bühne zu sehen waren, ist dieses
brillant bösartige und gleichzeitig herzerfrischend komische Stück eine Fortführung der Hommage an Yasmina Reza.
Zwei Jungs haben sich geprügelt und der
eine hat dem anderen einen Zahn ausgeschlagen. Nun treffen sich die Eltern, um
in aller Ruhe und vernünftig über den
Vorfall und die Konsequenzen für die beiden Buben zu sprechen. Aber es ist gar
nicht so einfach herauszufinden, wer der
Schuldige ist, wer den Streit angezettelt
hat. Und sind nicht gar Alain und Annettes Eheprobleme Auslöser für das ruppige
Verhalten ihres Sohnes? Die Situation
zwischen den Paaren wird immer angespannter. Nach und nach offenbaren sich
immer neue Details ihres angeblich harmonischen Familienlebens. So hat Michel
den Hamster seiner Tochter heimlich ausgesetzt und der Anwalt Alain telefoniert
ständig, weil er einen Pharmakonzern mit
einem gesundheitsschädlichen Medikament vertritt. Aus Sticheleien werden
Wortgefechte, die sogar in Handgreiflichkeiten münden. Und so nimmt der Nachmittag unter zivilisierten Menschen
einen, gelinde gesagt, unangenehmen
Verlauf.
Termine: 03., 10., 13., 17. März
Mittwoch:Theater
Am Lindener Berge 38
30449 Hannover
Kartenservice 0511 / 456 205
www.mittwochtheater.de
Das 5. Benefiz-Schießen
beim Schützen-Club „Alt-Linden“ v. 1921 e.V.
Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab
dem 12. Lebensjahr. Geschossen wird mit
dem Luftgewehr.
Der gesamte Erlös sowie die eingehenden
Spenden werden in diesem Jahr dem
hilcura-treff e.V. Noltestraße 2, 30451
Hannover für Nachbarschaftsarbeit zugeleitet.
Geschossen wird immer Dienstags im
Stern in der Weberstr. 28 in Linden-Mitte.
Schütze Marko konzentriert sich wie bei
einer Meditation. Atmung, Herzschlag, innere Ruhe - alles muss stimmen.
Wer teilnehmen und mehr wissen möchte,
kann unter folgender Telefonnummer anrufen: 0511 / 215 82 08
Anzeigen
Das Kreidekreuz
Eine Frau, zerrissen zwischen Leidenschaft und Vernunft, sucht ihren Weg
Auf Drängen ihrer Familie und nicht aus
Liebe hat Anne Katharina Vogelmann
den Salzsieder und Ratsherrn Michel geheiratet. Als die Unruhen der Bauernkriege und ihre zu allem entschlossenen Anhänger nach Schwäbisch-Hall vordringen, befindet sich unter ihnen auch Rugger, Katharinas große Jugendliebe. Plötzlich steht sie ihm wieder gegenüber, jenem Mann, der ihr den ersten unschuldi-
gen Kuss raubte und kann sich der erneut
aufflammenden Leidenschaft nicht entziehen. Bald gerät Anne Katharina zwischen die Fronten der verfeindeten Parteien. Sie muss sich entscheiden , nicht
nur, auf welcher Seite sie steht, sondern
auch zwischen ihrem Ehemann und ihrer
Jugendliebe.
Ulrike Schweikert, 7,95 €
ausgewählt von Gabriele Baumgart, Lindener Buchhandlung Atlantis, Limmerstr.
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Wer kann Herrn Lotze weiterhelfen bei
den Fragen: Wo war diese Buchhandlung
und von wann bis wann gab es sie?
Es gab in der Wunstorfer Str. 35 eine
Buchhandlung W. Wundram, aber dieses
Gebäude ist erst nach 1877 erbaut worden. Wer hilft weiter?
Rudolf Lotze, Tel. 0511 / 21 17 54
Religionssensibles
Kabarett
Zwei Hamburger Kabarettisten wagen
sich an ein heikles Thema: Religionssensibles Kabarett.
Lutz von Rosenberg Lipinsky, gebürtiger
Ostwestfale, hat sein Theologiestudium
nicht klassisch zu Ende geführt, als er sich
in der Kabarettszene Norddeutschlands
einen Namen als Alleinunterhalter gemacht hat. "Die Kirchen sind leer, die Kabaretts voll." (Hagen Rether) Vielleicht
hat Rosenberg Lipinsky doch nicht umsonst Theologie studiert. Er wird aus seinem aktuellen Programm "Gebrochen
Deutsch" Religionssensibles zum Besten
geben und hat sich dazu mit seinem Hamburger Freund Kerim Pamuk verabredet,
der an der Schwarzmeerküste geboren
wurde und mit 9 Jahren nach Hamburg
kam.
22.2., 19.30
Gerhard-Uhlhorn-Kirche, Salzmannstr.
Eintritt: 10.- Euro/ erm. 5.- Euro