Qualitätsbericht 2012 - Lungenfachklinik Immenhausen

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Qualitätsbericht 2012 - Lungenfachklinik Immenhausen
Strukturierter Qualitätsbericht
gemäß § 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V
für
Fachklinik für Lungenerkrankungen
über das Berichtsjahr 2012
IK: 260620408
Datum: 02.01.2014
Qualitätsbericht 2012
Einleitung
Die Lungenfachklinik Immenhausen in direkter Nähe zur Stadt Kassel betreut als
"Pneumologische Lehrklinik der Georg - August - Universität Göttingen" jährlich über 3.500
stationäre und 5.000 ambulante Patienten. Schwerpunkte des überregionalen Zentrums für
Pneumologie sind die Diagnostik pulmonaler Erkrankungen, die pneumologische Onkologie,
die Schlaf- und Beatmungsmedizin, die kardiopulmonale Interaktion sowie die Infektiologie.
In der nahen Zukunft wird es zu einem weiteren Anstieg pneumologischer Erkrankungen
kommen. So nimmt die Morbidität und Mortalität der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und des Bronchialkarzinoms insbesondere bei Frauen stetig zu. Weiter gibt es
eine Reihe von wesentlichen Fortschritten in Diagnostik und Therapie pneumologischer
Erkrankungen. Wie die letzten Jahre erwarten wir daher für unsere Klinik eine stetig
wachsende Zahl von Patienten.
Pneumologische
Kompetenz
verbessert
die
Prognose
von
Patienten
mit
Lungenerkrankungen erheblich. Erfahrung in Lehre und klinischer Forschung ermöglicht es
uns, neue diagnostische und therapeutische Verfahren rasch in den klinischen Alltag zu
implementieren. Entsprechend schneidet das Zentrum für Pneumologie in Immenhausen in
der Qualitätssicherung überdurchschnittlich gut ab: Die Mortalität der ambulant erworbenen Pneumonien liegt z.B. in unserer Klinik lediglich in der 10ten Perzentile aller hessischen Krankenhäuser.
Insgesamt hat sich die Klinik mit dem Konzept "Tradition, Innovation - Autonomie,
Kooperation" über Jahrzehnte als überregionales Zentrum für Pneumologie in Nordhessen
etabliert. Wir laden Sie ein, im vorliegenden Qualitätsbericht die pneumologischen Schwerpunkte sowie die therapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten der Lungenfachklinik
Immenhausen kennen zu lernen.
W. Gründel
Kaufmännischer Leiter
S. Andreas
Ärztlicher Leiter
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Qualitätsbericht 2012
Für die Erstellung des Qualitätsberichts verantwortliche Person
Name:
Position:
Telefon:
E-Mail:
Björn Böhling
Assistent der Geschäftsführung
05673 / 501 - 163
[email protected]
Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im
Qualitätsbericht verantwortliche Person
Name:
Position:
Telefon:
E-Mail:
Wilfried Gründel
Geschäftsführer
05673 / 501 - 161
[email protected]
Weiterführende Links
Homepage:
www.lungenfachklinik-immenhausen.de
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Qualitätsbericht 2012
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
A Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses
A-1 Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses
A-2 Name und Art des Krankenhausträgers
A-3 Universitätsklinikum oder akademisches Lehrkrankenhaus
A-3a Organisationsstruktur des Krankenhauses
A-4 Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie
A-5 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des Krankenhauses
A-6 Weitere nicht-medizinische Leistungsangebote des Krankenhauses
A-7 Aspekte der Barrierefreiheit
A-8 Forschung und Lehre des Krankenhauses
A-8.1 Forschung und akademische Lehre
A-8.2 Ausbildung in anderen Heilberufen
A-8.3 Forschungsschwerpunkte
A-9 Anzahl der Betten im gesamten Krankenhaus
A-10 Gesamtfallzahlen
A-11 Personal des Krankenhauses
A-11.1 Ärzte und Ärztinnen
A-11.2 Pflegepersonal
A-11.3 Spezielles therapeutisches Personal
A-11.4 Hygienepersonal
A-12 Verantwortliche Personen des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements
A-13 Besondere apparative Ausstattung
A-14 Patientenorientiertes Lob- und Beschwerdemanagement
B Struktur- und Leistungsdaten der
Organisationseinheiten / Fachabteilungen
B-1 Lungen- und Bronchialheilkunde
B-1.1 Name der Organisationseinheit / Fachabteilung
B-1.2 Medizinische Leistungsangebote der Organisationseinheit / Fachabteilung
B-1.3 Fachabteilungsspezifische Aspekte der Barrierefreiheit der
Organisationseinheit / Fachabteilung
B-1.4 Fallzahlen der Organisationseinheit / Fachabteilung
B-1.5 Hauptdiagnosen nach ICD
B-1.6 Durchgeführte Prozeduren nach OPS
B-1.7 Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
B-1.8 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
B-1.9 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft
B-1.10 Personelle Ausstattung
B-1.10.1 Ärzte und Ärztinnen
B-1.10.2 Pflegepersonal
C Qualitätssicherung
C-1 Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung nach § 137
SGB V
C-2 Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht gemäß § 112 SGB V
C-3 Qualitätssicherung bei Teilnahme an Disease-Management-Programmen
(DMP) nach § 137f SGB V
C-4 Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen vergleichenden
Qualitätssicherung
C-5 Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung nach § 137 SGB V
C-6 Umsetzung von Beschlüssen zur Qualitätssicherung nach
§ 137 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V ("Strukturqualitätsvereinbarung")
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Qualitätsbericht 2012
C-7 Umsetzung der Regelungen zur Fortbildung im Krankenhaus nach
§ 137 SGB V
D Qualitätsmanagement
D-1 Qualitätspolitik
D-2 Qualitätsziele
D-3 Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements
D-4 Instrumente des Qualitätsmanagements
D-5 Qualitätsmanagement-Projekte
D-6 Bewertung des Qualitätsmanagements
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Qualitätsbericht 2012
A
Struktur- und Leistungsdaten des
Krankenhauses
A-1
Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses
Name:
Institutionskennzeichen:
Standortnummer:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
Telefax:
E-Mail:
Internet:
Fachklinik für Lungenerkrankungen
260620408
00
Robert - Koch - Straße 3
34376 Immenhausen
05673 / 501 - 0
05673 / 501 - 141
[email protected]
www.lungenfachklinik-immenhausen.de
Ärztliche Leitung
Name:
Position:
Telefon:
Prof. Dr. med. Stefan Andreas
Ärztlicher Leiter
05673 / 501 - 111
Pflegedienstleitung
Name:
Position:
Telefon:
E-Mail:
Sabine Kasper-Kuhlmann
Pflegedienstleitung
05673 / 501 - 119
[email protected]
Verwaltungsleitung
Name:
Position:
Telefon:
E-Mail:
A-2
Wilfried Gründel
Geschäftsführer
05673 / 501 - 161
[email protected]
Name und Art des Krankenhausträgers
Träger:
Art:
Internet:
A-3
Philippstiftung e.V. Immenhausen
freigemeinnützig
www.lungenfachklinik-immenhausen.de
Universitätsklinikum oder akademisches
Lehrkrankenhaus
Lehrkrankenhaus:
Universität:
ja
Pneumologische Lehrklinik der Universität Göttingen
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Qualitätsbericht 2012
A-3a
Organisationsstruktur des Krankenhauses
Die Pneumologie hat sich in den letzten Jahrzehnten als zentrales Fachgebiet der Inneren
Medizin etabliert. Hieraus hat sich eine zunehmende Spezialisation in Subdisziplinen
ergeben, die das gesamte Spektrum der Inneren Medizin berühren. Diese Breite der
Pneumologie bildet sich auch in unserer Klinik ab. Pneumologische Erkrankungen können
akut und schwer sein und eine intensivmedizinische und Beatmungstherapie notwendig
machen. Auf der anderen Seite sind chronische und gut zu therapierende Erkrankungen wie
das Asthma, Allergien und die COPD. Das Spektrum wird ergänzt durch vielfältige und
technisch aufwendige diagnostische Maßnahmen. Onkologische Erkrankungen nehmen in
der Pneumologie einen wichtigen Platz ein, zumal die Behandlungsmöglichkeiten effektiver
aber auch wesentlich komplexer werden. Durch kleinere Stationen mit 20 bis 30 Betten
können wir Ihnen eine persönliche und kompetente Pflege bieten.
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Qualitätsbericht 2012
A-4
Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie
Verpflichtung besteht:
A-5
nein
Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des
Krankenhauses
Nr. Medizinisch-pflegerisches Leistungsangebot Kommentar / Erläuterung
MP54 Asthmaschulung
MP04 Atemgymnastik / -therapie
MP08 Berufsberatung / Rehabilitationsberatung
MP09 Besondere Formen / Konzepte der
Betreuung von Sterbenden
Palliativzimmer
MP15 Entlassungsmanagement / Brückenpflege /
Überleitungspflege
MP27 Musiktherapie
MP32 Physiotherapie / Krankengymnastik als
Einzel- und / oder Gruppentherapie
MP33 Präventive Leistungsangebote /
Präventionskurse
Raucherentwöhnung
MP37 Schmerztherapie / -management
MP63 Sozialdienst
MP68 Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen / Die Philippstiftung betreibt in direkter
Angebot ambulanter Pflege / Kurzzeitpflege Nachbarschaft zur Lungenfachklinik ein
Pflegeheim mit den Bereichen Kurz-,
Tages- und Langzeitpflege.
MP52 Zusammenarbeit mit / Kontakt zu
Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen
Wenden Sie sich als Patientin oder Patient gerne an eine Selbsthilfegruppe. Selbsthilfegruppen können viele Fragen beantworten und auch Ängste nehmen. Wir arbeiten mit einer
Reihe von Selbsthilfegruppen eng zusammen:
ANAH - Allergie-, Neurodermitis- und Asthmahilfe:
www.anah.de oder
[email protected] (Frau Erika Seitz)
Asbestose-Selbsthilfegruppe Kassel-Borken-Nordhessen:
www.asbesterkrankungen.de oder
[email protected] (Herr Wilfried Gleissner)
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Qualitätsbericht 2012
Lungenemphysem - COPD Deutschland / Nordhessen-Immenhausen:
www.lungenemphysem-copd.de oder
[email protected] (Herr Jens Lingemann)
Lungenfibrose:
[email protected]
Lungenkrebs:
Derzeit im Aufbau.
Neuromuskuläre Erkrankungen:
www.dgm.org/landesverband/hessen/selbsthilfegruppen-gespraechskreise
Herrn Jürgen Reißmann [email protected]
Pulmonale Hypertonie:
www.phev.de oder
[email protected] (Herr Hans-Dieter Kulla)
Sarkoidose-Erkrankung:
[email protected] (Frau Sabine Markert)
Sauerstoff-Langzeit-Therapie:
www.sauerstoffliga.de oder
[email protected] (Herr Gerhard Kulpe)
Tabakentwöhnung
Wenn Raucher aufhören zu rauchen, führt das zu einer raschen Besserung von Herz und
insbesondere der Lunge. Eine Vielzahl von Lungenerkrankungen kann so verbessert werden. Auch kann durch die Tabakentwöhnung Husten und nächtliches Schnarchen erfolgreich behandelt werden. Die Tabakentwöhnung ist daher in jedem Alter sinnvoll. Allerdings
ist es, wie die meisten Raucher aus eigener Erfahrung wissen, sehr schwierig, ohne Hilfe mit
dem Rauchen aufzuhören.
Wir bieten mit Unterstützung der Krankenkassen seit 10 Jahren ein erfolgreiches
Tabakentwöhnungsprogramm in Kassel an. Seit 2013 führen wir die Tabakentwöhnung
zusammen mit DOXS durch. Das Programm besteht aus 6 Gruppengesprächen von jeweils
90 Minuten im wöchentlichen Abstand. Das Programm wurde von Prof. Dr. S. Andreas
aufgebaut und wissenschaftlich evaluiert. Die Erfolge von über 70 % rauchfreier Teilnehmer
am Ende des Programms wurden in der renommierten Deutschen Medizinischen Wochenschrift und anderen medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Die Kosten werden von den Krankenkassen fast vollständig bezuschusst.
Der Kurse finden statt in den Räumen der DOXS eG, Schenkendorfstr. 6-8, 34119 Kassel
sowie in der Lungenfachklinik Immenhausen. Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Stefan
Andreas, Fachklinik für Lungenerkrankungen Immenhausen
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Qualitätsbericht 2012
Kontakt:
Trainer: Diplom-Pädagoge Ole Ohlsen
Tel.: 0561/766-20712 E-mail: [email protected]
Saskia Schmeiser
Tel.: 05673/501-450
A-6
E-mail: [email protected]
Weitere nicht-medizinische Leistungsangebote des
Krankenhauses
Nr. Serviceangebot
Zusatzangaben
Kommentar / Erläuterung
NM0 Patientenzimmer:
2 Ein-Bett-Zimmer
NM0 Patientenzimmer:
3 Ein-Bett-Zimmer mit
eigener Nasszelle
NM1 Patientenzimmer:
0 Zwei-Bett-Zimmer
NM1 Patientenzimmer:
1 Zwei-Bett-Zimmer mit
eigener Nasszelle
NM1 Ausstattung der
Kosten pro Tag: 0,00 Euro
4 Patientenzimmer:
Fernsehgerät am Bett / im
Zimmer
NM1 Ausstattung der
Kosten pro Tag: 0,00 Euro
7 Patientenzimmer:
Rundfunkempfang am Bett
NM1 Ausstattung der
8 Patientenzimmer: Telefon
am Bett
Kosten pro Tag: 1,30 Euro
Kosten pro Minute ins
deutsche Festnetz: 0,15
Euro
Kosten pro Minute bei
eingehenden Anrufen: 0,00
Euro
NM0 Besondere Ausstattung des
1 Krankenhauses:
Gemeinschafts- oder
Aufenthaltsraum
NM3 Besondere Ausstattung des
0 Krankenhauses:
Klinikeigene Parkplätze für
Besucher und
Besucherinnen sowie
Patienten und Patientinnen
Kosten pro Tag: 0,00 Euro Kostenfreie Parkplätze
(maximal)
Kosten pro Stunde: 0,00
Euro (maximal)
NM0 Individuelle Hilfs- und
9 Serviceangebote:
Unterbringung
Begleitperson
(grundsätzlich möglich)
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Qualitätsbericht 2012
Nr. Serviceangebot
Zusatzangaben
Kommentar / Erläuterung
NM4 Individuelle Hilfs- und
2 Serviceangebote:
Seelsorge
NM4 Individuelle Hilfs- und
9 Serviceangebote:
Informationsveranstaltung
en für Patienten und
Patientinnen
NM6 Individuelle Hilfs- und
0 Serviceangebote:
Zusammenarbeit mit
Selbsthilfeorganisationen
Parken
Innerhalb des Klinikgeländes sind die zur Verfügung stehenden Parkplätze in ausreichender
Zahl gekennzeichnet und stehen Ihnen kostenlos zur Verfügung. Selbstverständlich können
alle Patienten mit dem Fahrzeug bis vor den Haupteingang gebracht oder geholt werden,
aber bitte nicht parken. Dies gilt insbesondere für die Krankenwagenzufahrt sowie für
besonders gekennzeichnete Stellen. Sie würden damit u. U. nicht nur den
Krankenhausbetrieb beinträchtigen, sondern auch Gefahr laufen, kostenpflichtig abgeschleppt zu werden.
Bahn- und Busverbindungen
Eine Bushaltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe der Klinik. Ebenso besteht
Zugverbindung in Richtung Kassel und Warburg/Westfalen ab Bahnhof Immenhausen.
Fahrpläne liegen bei der Anmeldung zur Einsichtnahme aus.
Verpflegung
Unsere Mitarbeiter in der Krankenhausküche sind bemüht, Ihnen eine schmackhafte und
abwechslungsreiche Kost zu bieten. Über die Menüauswahl unterrichtet Sie das
Pflegepersonal.
Nach ärztlicher Anordnung werden auch spezielle Diäten hergestellt.
Sollte ihr Arzt Schonkost oder eine bestimmte Diät verordnen, bitten wir Sie in Ihrem
eigenen Interesse um genaueste Einhaltung. Sagen Sie bitte auch Ihren Besuchern, dass
sie keine den Heilerfolg gefährdenden Nahrungsmittel oder Getränke mitbringen sollen.
Sagt Ihnen der Arzt, dass Sie Ihre Ernährungsgewohnheiten umstellen müssen, steht Ihnen
zur Beratung unsere Diätassistentin zur Verfügung. Sie unterstützt die medizinischen
Maßnahmen durch eine Diättherapie sowie durch das Erstellen von Tageskostplänen und
Nährwertberechnungen.
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Qualitätsbericht 2012
Bei bestimmten Diätformen liegt bei der Stationsleitung entsprechende Literatur für Sie
bereit, die von Diätassistenten erarbeitet wurde.
Für die Mahlzeiten haben wir folgende Zeiten vorgesehen, die sich je nach Station
geringfügig verschieben:

Frühstück 7:30 Uhr

Mittagessen 11:45 Uhr

Kaffee 14:00 Uhr

Abendessen 17:30 Uhr
Altersgerechtes und betreutes Wohnen
Falls im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt noch eine Kurzzeitpflege nötig ist, kann
diese im benachbarten Pflegeheim der Philippstiftung erfolgen.
Sozialdienst
Sollten sich durch Ihre Erkrankung bzw. Ihren Krankenhausaufenthalt besondere Probleme
für Sie und Ihre Angehörigen ergeben, so können Sie sich vertrauensvoll an unseren Sozialdienst wenden.
Unsere Dipl. Sozialarbeiterin, Dipl. Sozialpädagogin, Frau Gudrun Herborth finden Sie in der
Verwaltung und ist zu erreichen unter
Tel.: 05673/501-459 oder 0177-7 36 88 18 sowie
per e-mail [email protected]
Der Sozialdienst berät Sie in allen sozialen und sozialversicherungsrechtlichen Fragen, bei
Familienkonflikten und Altersproblemen, bei körperlichen Behinderungen und
Nachsorgefragen, bei beruflichen und finanziellen Schwierigkeiten und bei seelischen
Belastungen.
Er unterstützt Sie durch Vermittlung von ambulanten Hilfen ( z. B. Essen auf Rädern,
Hauspflege), bei der Aufnahme in ein Alten- oder Pflegeheim, durch Vermittlung in
Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen.
Seelsorge und Gottesdienst
Als Patient in einem Krankenhaus hat man viel Zeit. In Stunden der Ruhe aber auch in
kritischen Lebenssituationen denken Sie als Patient sicher auch über viele Dinge Ihres
Lebens nach. Wenn Sie in solchen Situationen den Wunsch haben, mit jemandem zu
sprechen oder wenn Sie ganz einfach nur einen Zuhörer suchen, will die
Krankenhausseelsorge für Sie da sein.
Wünschen Sie ein solches Gespräch mit einem Seelsorger Ihrer Konfession, ist das
Pflegepersonal gern bereit, ein Gespräch zu vermitteln.
Die ev. seelsorgerische Betreuung wird vom Krankenhauspfarrer
Pfarrer Schimanski-Wulff
Mittelstr. 11
34474 Diemelstadt
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Qualitätsbericht 2012
A-7
Aspekte der Barrierefreiheit
Nr. Aspekt der Barrierefreiheit
BF0 Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Berücksichtigung des besonderen
6 Bedarfs von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Zimmer mit
rollstuhlgerechter Toilette und Dusche o.ä.
BF0 Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Berücksichtigung des besonderen
7 Bedarfs von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Zimmer mit
rollstuhlgerechter Toilette
BF0 Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Berücksichtigung des besonderen
8 Bedarfs von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Rollstuhlgerechter Zugang zu
allen / den meisten Serviceeinrichtungen
BF0 Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Berücksichtigung des besonderen
9 Bedarfs von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Rollstuhlgerecht bedienbarer
Aufzug
BF1 Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Berücksichtigung des besonderen
1 Bedarfs von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: Besondere personelle
Unterstützung
BF2 Berücksichtigung von Fremdsprachlichkeit: Behandlungsmöglichkeiten durch
6 fremdsprachiges Personal
A-8
Forschung und Lehre des Krankenhauses
A-8.1
Forschung und akademische Lehre
Nr. Akademische Lehre und weitere ausgewählte wissenschaftliche Tätigkeiten
FL01 Dozenturen / Lehrbeauftragungen an Hochschulen und Universitäten
FL03 Studierendenausbildung (Famulatur / Praktisches Jahr)
FL04 Projektbezogene Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten
FL05 Teilnahme an multizentrischen Phase-I/II-Studien
FL06 Teilnahme an multizentrischen Phase-III/IV-Studien
FL07 Initiierung und Leitung von uni- / multizentrischen klinisch-wissenschaftlichen
Studien
FL08 Herausgeberschaften wissenschaftlicher Journale / Lehrbücher
FL09 Doktorandenbetreuung
Kooperationen
In Kooperation mit der Abteilung für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin
Göttingen und der Lungenfachklinik Immenhausen bestehen Forschungsprojekte zur kardio-pulmonalen Interaktion. Unsere Arbeitsgruppe konnte erstmalig eine ausgeprägte
sympathische Aktivierung bei Patienten mit COPD nachweisen (Publikationen). Laufende
Projekte mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft untersuchen
diesbezüglich die Ursachen und therapeutischen Möglichkeiten. Die Arbeitsgruppe hat ein
Maus-Emphysem-Modell entwickelt, um die Zusammenhänge zwischen autonomem
Nervensystem, Belastbarkeit, pulmonaler Hypertonie und Zwerchfelldysfunktion besser zu
verstehen. In diesem Modell können therapeutische Interventionen wie z. B.
Angiotensin-Rezeptor-Blockade untersucht werden.
Tabakkonsum ist der wesentliche Risikofaktor für eine Vielzahl von pneumologischen
Erkrankungen. Unter Leitung von Dr. T. Raupach hat die Arbeitsgruppe ein Tabakentwöhnungsprogramm implementiert und evaluiert. Mit Prof. Robert West, University
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Qualitätsbericht 2012
College London, bestehen nationale und europäische Kooperations-Projekte zur Perzeption
des Tabakrauchens bei Studenten, Ärzten und Patienten. Mit Hilfe der Mikroneurographie
werden Effekte der Tabakentwöhnung auf das autonome Nervensystem untersucht.
Die Therapie der Herzinsuffizienz wird zunehmend von Komorbiditäten beeinflusst. Mit Dr.
R. Wachter UMG besteht im Rahmen der DIAST-CHF-Studie eine Kooperation hinsichtlich
nächtlicher Atmungsstörungen und der obstruktiven Lungenerkrankung.
Innovative Therapiestrategien bei COPD im translationalen Ansatz. Kooperation mit Frau
Professor Alves am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin und Stephen Kilfeather
Airtec Ltd. United Kingdom.
Publikationen:
2006
Andreas S, Anker SD, Scanlon PD, Somers VK. Neurohumoral activation as a link to
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Ergebnisse
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Atemwegs-Lungenkrkh 2006: 32(6): 228-235.
Felten D, Raupach T, Sessler C, Lüthje L, Hasenfuß G, Andreas S. Effektivität eines
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The changing face of respiratory physiology: 20 years of progress within the ERS: Clinical
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Goeckenjan G, Sitter H, Thomas M, Branscheid D, Flentje M, Griesinger F, Niederle N,
Stuschke M, Blum T, Deppermann KM, Ficker JH, Freitag L, Lubbe AS, Reinhold T,
Spath-Schwalbe E, Ukena D, Wickert M, Wolf M, Andreas S, Auberger T, Baum RP, Baysal B,
Beuth J, Bickeboller H, Bocking A, Bohle RM, Bruske I, Burghuber O, Dickgreber N,
Diederich S, Dienemann H, Eberhardt W, Eggeling S, Fink T, Fischer B, Franke M, Friedel G,
Gauler T, Gutz S, Hautmann H, Hellmann A, Hellwig D, Herth F, Heussel CP, Hilbe W,
Hoffmeyer F, Horneber M, Huber RM, Hubner J, Kauczor HU, Kirchbacher K, Kirsten D,
Kraus T, Lang SM, Martens U, Mohn-Staudner A, Muller KM, Muller-Nordhorn J, Nowak D,
Ochmann U, Passlick B, Petersen I, Pirker R, Pokrajac B, Reck M, Riha S, Rube C, Schmittel
A, Schonfeld N, Schutte W, Serke M, Stamatis G, Steingraber M, Steins M, Stoelben E,
Swoboda L, Teschler H, Tessen HW, Weber M, Werner A, Wichmann HE, Irlinger Wimmer E,
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Goeckenjan G, Sitter H, Thomas M, Branscheid D, Flentje M, Griesinger F, Niederle N,
Stuschke M, Blum T, Deppermann KM, Ficker JH, Freitag L, Lubbe AS, Reinhold T,
Spath-Schwalbe E, Ukena D, Wickert M, Wolf M, Andreas S, Auberger T, Baum RP, Baysal B,
Beuth J, Bickeboller H, Bocking A, Bohle RM, Bruske I, Burghuber O, Dickgreber N,
Diederich S, Dienemann H, Eberhardt W, Eggeling S, Fink T, Fischer B, Franke M, Friedel G,
Gauler T, Gutz S, Hautmann H, Hellmann A, Hellig D, Herth F, Heussel CP, Hilbe W,
16 / 47
Qualitätsbericht 2012
Hoffmeyer F, Horneber M, Huber RM, Hubner J, Kauczor HU, Kirchbacher K, Kirsten D,
Kraus T, Lang SM, Martens U, Mohn-Staudner A, Muller KM, Muller-Nordhorn J, Nowak D,
Ochmann U, Passlick B, Petersen I, Pirker R, Pokrajac B, Reck M, Riha S, Rube C, Schmittel
A, Schonfeld N, Schutte W, Serke M, Stamatis G, Steingraber M, Steins M, Stoelben E,
Swoboda L, Teschler H, Tessen HW, Weber M, Werner A, Wichmann HE, Irlinger Wimmer E,
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Hoeper MM, Andreas S, Bastian A, Claussen M, Ghofrani HA, Gorenflo M, Grohe C, Gunther
A, Halank M, Hammerl P, Held M, Kruger S, Lange TJ, Reichenberger F, Sablotzki A,
Staehler G, Stark W, Wirtz H, Witt C, Behr J. Pulmonary Hypertension Due to Chronic Lung
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Hoeper MM, Andreas S, Bastian A, Claussen M, Ghofrani HA, Gorenflo M, Grohe C, Gunther
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tabakassoziierter
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Gatermann S, Gerlach H, Grabein B, Hoffken G, Kern WV, Kramme E, Lange C, Lorenz J,
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Qualitätsbericht 2012
2013
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in combination with cisplatin or carboplatin as first-line therapy for patients with locally
advanced or metastatic non-small-cell lung cancer. Clin Lung Cancer 2013;14:215-223
Buchbeiträge:
Sold G, Andreas S, Trompler AT. Klinische Echokardiographie 1989: Möglichkeiten und
Probleme. In: Aktuelle kardiologische Aspekte an der Schwelle der 90-er Jahre, Hrsgb. v.
Tebbe U, Herrmann KS, Bethge KP. TM Verlag, Hameln, 1990: 109-129
Andreas S, Auge D, Hajak G, Werner GS, Kreuzer H. Verhalten des rechts- und
linksventrikulären Schlagvolumens bei negativem intrathorakalem Druck. In Schlaf und
Schlafbezogene autonome Störungen. Bochum; Brockmeyer 1991: 287-290
Andreas S. Diagnostik und Therapie der obstruktiven Schlafapnoe. In Demenz, die
Herausforderung, Hrsgb. Wächtler C, Hirsch RD, Kortus R, Stoppe G. Verlag Egbert Ramin,
Singen, 1995: 313-315
Andreas S. Nikotin. In Ernährungsmedizin, Prävention und Therapie. Hrsgb. Schauder und
Ollenschläger. Urban & Fischer, München, Jena, Zweite Auflage 2003: 319-327
Andreas S, Felten D, Haustein KO. Nikotinabstinenz in Zukunft sichern: Senkung der Zahl
chronisch Kranker, Verwirklichung einer realistischen Utopie, Hrsgb. Schauder P, Berthold
H, Eckel H, Ollenschläger G, Deutsche Ärzteverlag 2006
Raupach T, Andreas S. Pathophysiologische und biochemische Auswirkungen des
Passivrauchens auf das kardiovaskuläre System. In Passivrauchen, Vorträge der 8.
Deutschen Nikotinkonferenz. Herausgeber K.O. Haustein. Organon Verlag Weinheim 2005;
27-35.
18 / 47
Qualitätsbericht 2012
Andreas S, Lüthje, L. Herzinsuffizienz und Schlafbezogene Atmungsstörungen. In
Enzyklopädie der Schlafmedizin, Hrsgb.: Peter, Penzel, Peter. Springer Medizin Verlag
Heidelberg, 2007.
Andreas S, Raupach T. Atmung beim Schlaf in großer Höhe. In Enzyklopädie der
Schlafmedizin, Hrsgb.: Peter, Penzel, Peter. Springer Medizin Verlag Heidelberg, 2007.
Andreas S. COPD: Ursachen-Zusammenhänge-Prävention. In Volkskrankheit Asthma /
COPD; Hrsgb.: Ligner, Schultz, Schwarz / Springer Medizin Verlag, 2007
Andreas S, Blank W, Loddenkemper R, Pötschke-Langer M, Radon K, Raupach T, Schaller K,
Thielmann HW. Erhöhtes Risiko von Beschäftigten in der Gastronomie durch Passivrauchen
am Arbeitsplatz. Erhöhtes Gesundheitsrisiko für Beschäftigte in der Gastronomie durch
Passivrauchen am Arbeitsplatz. In Rote Reihe des DKFZ. Hrsgb. Deutsches
Krebsforschungszentrum Heidelberg 2008
Andreas S, Raupach T. Kapitel 4.10 Lunge. In Alkohol und Tabak, Grundlagen und
Folgeerkrankungen. Hrsgb.: Singer, Batra, Mann. Thieme Verlag, Stuttgart New York 2010.
Naughton MT, Andreas S. Sleep apnoea in chronic heart failure. In Sleep apnoea, European
Respiratory Monograph. 396-420. Hrsgb.: McNicholas WT, Bonsignore MR. European
Respiratory Society, Sheffield 2010
A-8.2
Ausbildung in anderen Heilberufen
Nr. Ausbildung in anderen Heilberufen
HB01 Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits- und Krankenpflegerin
A-8.3
Forschungsschwerpunkte
Studien / Forschung
Vor der breiten Anwendung eines neuen Verfahrens muss der sorgfältige Nachweis erbracht
werden, dass dieses Verfahren wirksam und sicher ist. Unter strenger Aufsicht von
Behörden und ärztlichen Kontrollgremien werden Patienten im Rahmen so genannter
klinischer Studien mit Medikamenten oder anderen Verfahren behandelt, die sich im Labor
und bei gesunden Probanden, häufig aber auch bereits bei einer größeren Zahl von Patienten, als vielversprechend und sicher erwiesen haben. Jede Studie wird zuvor von einer
unabhängigen Ethikkommission sorgfältig geprüft und freigegeben.
Zu Beginn einer Studie werden die Teilnehmer sorgfältig ärztlich untersucht. Danach beginnt die Behandlung im Rahmen der Studie.
Dabei werden z. B. zwei Medikamente miteinander verglichen. Oft wird auch eine neue
Behandlung mit einer Scheintherapie (Placebo) verglichen, um den zusätzlichen Nutzen der
neuen Methode zu untersuchen. Wir die "echte" Behandlung bekommen hat, wissen auch
die Ärzte erst nach Abschluss der gesamten Studie. Dies ist notwendig, um
Fehleinschätzungen zu vermeiden. Während der Behandlung werden die Patienten sehr
sorgfältig untersucht und engmaschig betreut. Das dient der Beurteilung der Wirksamkeit
der neuen Behandlungsmethode, aber natürlich auch dem frühzeitigen Entdecken evtl.
Nebenwirkungen. So werden Patienten in einigen Studien alle zwei Wochen, in anderen alle
sechs Monate, über mehrere Monate oder sogar über mehrere Jahre in unserer Studienambulanz betreut. Die Behandlung im Rahmen einer klinischen Studie ist immer kostenlos
und eine Ergänzung, keine Konkurrenz, zur normalen medizinischen Versorgung. In der
Regel wird Ihr Aufwand in angemessener Weise vergütet.
19 / 47
Qualitätsbericht 2012
Studienambulanz:
Wir verfügen über langjährige Erfahrung in der Durchführung und auch Leitung von großen
klinischen Studien. Hierzu haben wir eine spezielle Studienambulanz mit einer Study Nurse
eingerichtet. In den Studien werden meist innovative Therapiekonzepte, die vorher von
einer unabhängigen Ethikkommission begutachtet wurden, geprüft. Im Rahmen dieser
Studien erfolgt eine intensive Betreuung. Jede Studie wird von mehreren Ärzten betreut.
Ein erfahrener Oberarzt ist für die ordnungsgemäße Durchführung verantwortlich.
Assistenz-, Fach- und Oberärzte unterstützen die Betreuung der Studienpatienten. Alle
Ärzte, die in klinischen Studien mitarbeiten, sind für diese Aufgabe eigens geschult und
zertifiziert.
Kontakt:
Study Nurse: Frau N. Vorreiter
Study Nurse: Frau K. Schwedler
Tel.: 05673/501-448
Fax: 05673/501-147
e-mail: [email protected]
e-mail: [email protected]
Im Einzelnen werden Studien in folgenden Bereichen durchgeführt:

Medikamentöse Therapie des Bronchialkarzinoms

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Idiopathische Lungenfibrose

Erfolgreiche Tabakentwöhnung

Pharmakogenetik
Name der Studie (incl. Kurzbeschreibung):
IDANAT II
A double-blind, multicenter, parallel group, randomized, controlled trial to evaluate the
possible benefit of isoniazid dose adjustment according to the genotype for NAT2
(arylamine N-acetyltransferase type 2) in patients with pulmonary tuberculosis
VITAL
EFC10261: A multinational, randomized, double-blind study comparing Aflibercept vs.
placebo in patients treated with second-line Docetaxel after failure of one Platinum based
therapy for locally advanced or metastatic Non-Small-Cell Lung Cancer (NSCLC)
MUSIC
A double-blind, randomized, placebo-controlled, multicenter, parallel group study evaluate
the efficacy, safety, and tolerability of Macitentan in patients with idiopathic pulmonary
fibrosis.
20 / 47
Qualitätsbericht 2012
AVAPERL I
An open label study of Bevacizumab maintenance therapy (AVASTIN) with or without
Pemetrexed
after
a
first
line
treatment
chemotherapy
with
Bevacizumab-Cisplatin-Pemetrexed in patients with advanced, metastatic or recurrent
non-squamous non-small cell lung cancer (NSCLC)
GILT
Oral Vinorelbine and Cisplatin with concomitant radiotherapy followed by either
consolidation therapy with oral Vinorelbine and Cisplatin plus Best Supportive Care or Best
supportive Care alone in stage III non-small cell lung cancer (NSCLC): A randomized Phase
III study
ALK Trial
Efficacy of ALK house dust mite allergy immunotherapy tablet in subjects with house dust
mite induced asthma.
AvaALL
An open-label, randomized, Phase IIIb trial evaluating the efficacy and safety of continuous
Bevacizumab treatment beyond progression of disease (PD) in patients with advanced
non-squamous non-small cell lung cancer (NSCLC) after first (1st)-line treatment with
Bevacizumab plus a platinum doublet-containing chemotherapy regimen.
DISRUPT
A multinational, randomized, double-blind, controlled Phase II trial of Ombrabulin with
Taxane and Platinum combination administered every three weeks, in first line treatment of
patients with metastatic non-small-cell lung cancer (NSCLC)
HZC 115247
A 12-week study to evaluate the effect of fluticasone furoate (FF, GW685698)/vilanterol
(VI, GW642444) 100/25mcg Inhalation Powder delivered once daily via a Novel Dry Powder
Inhaler (NDPI) on arterial stiffness compared with Tiotropium bromide 19mcg delivered
once daily via a HandyHaler in subjects with Chronic Obstructive Pulmonary Disease
(COPD)
MK-0683-PN014
A Phase III, randomized, double-blind, placebo-controlled trial of oral Suberoylanilide
Hydroxamic Acid (Vorinostat, MK-0683) in patients with advanced malignant pleural
mesothelioma previously treated with systemic chemotherapy
MORAb-009-003
An open-label clinical trial of MORAb-009 in combination with Pemetrexed and Cisplatin in
subjects with Mesothelioma
21 / 47
Qualitätsbericht 2012
ECLIPSE
Randomized phase III trial of Gemcitabine/Carboplatin with or without Iniparib
(SAR240550) (a PARP1 Inhibitor) in Subjects with Previously Untreated Stage IV Squamous
non-small-cell lung cancer (NSCLC)
COPD
Randomisierte, doppelblinde, aktiv-kontrollierte Studie zur Untersuchung der Auswirkung
eines schrittweisen Absetzens der Behandlung mit inhalativen Kortikosteroiden bei
Patienten mit schwerer bis sehr schwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung unter
optimierter Bronchodilatator-Therapie.
LuCaBIS-Studie
A burden-of illness study in patients with stage IB-IIIA non–small cell lung cancer (NSCLC)
LIVE-Studie
Ventilimplantation bei Lungenemphysem
IPF 1199.34
A 52 weeks, double blind, randomized, placebo-controlled trial evaluating the effect of oral
BIBF 1120, 150mg twice daily, on annual Forced Vital Capacity decline, in patients with
Idiopathic Pulmonary Fibrosis (IPF)
IPF 1199.33
An open-label extension trial of the long term safety of oral BIBF 1120 in patients with
Idiopathic Pulmonary Fibrosis (IPF)
PIPF-023
A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Phase 2 Study of the Safety and
Tolerability of N–Acetylcysteine when Administered with Pirfenidone to Patients with
Idiopathic Pulmonary Fibrosis
Archer A7471009
A randomized double blind Phase III efficacy and safety Study of PF-00299804 vs. Erlotinib
for treatment of advanced NON-SMALL-CELL LUNG CANCER following progression after, or
intolerance to, at least one prior Chemotherapy (Prüfmedikament: PF-00299804)
SERVE-Studie
Treatment of sleep-disordered breathing with central sleep apnoea by adaptive servo
ventilation in patients with heart failure. Randomisierte, multizentrische, internationale
Studie im Parallelgruppendesign (Serve-HF Studie). Ziel der Serve-HF Studie ist es, die
Wirksamkeit der adaptiven Servoventilation bei Patienten mit einer schweren
Herzinsuffizienz und gleichzeitiger Schlafapnoe zu untersuchen.
22 / 47
Qualitätsbericht 2012
JVBA-Studie
A randomized, double-blind, Phase III study of Docetaxel and Ramucirumab vs. Docetaxel
and placebo in the treatment of Stage IV non-small cell lung cancer (NSCLC) following
disease progression after one prior platinum-based therapy.
PROCLAIM Studie
Phase III-Studie mit Pemetrexed, Cisplatin und Radiotherapie mit anschließender
Konsolidierung mit Pemetrexed vs. Etoposid, Cisplatin und Radiotherapie mit
anschließender Konsolidierung mit eingeschränkter Auswahlmöglichkeit bei Patienten mit
lokal fortgeschrittenem, nicht resezierbarem nicht-kleinzelligem, nicht-squamösen
Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium III.
MAGRIT Studie
A double-blind, randomized, placebo-controlled Phase III study to assess the efficacy of
recMAGE-A3 + AS15 Antigen-Specific Cancer Immunotherapeutic as adjuvant therapy in
patients with resectable MAGE-A3-positive Non-Small Cell Lung Cancer
PRAME Studie
An open-label, Phase I dose-escalation study to assess the safety and immunogenicity of
recPRAME + AS15 Antigen-Specific Cancer Immunotherapeutic as adjuvant therapy in
patients with resectable PRAME-positive Non-Small Cell Lung Cancer
OSI-906-205
A randomized, double-blind, placebo-controlled phase II study of maintenance OSI-906
plus Erlotinib (Tarceva), or Erlotinib plus Placebo in chemotherapy for advanced NSCLC
GO27820
A randomized, phase II, multicenter, double-blind, placebo-controlled study valuating the
efficacy and safety of Onartuzumab (MetMAb) in combination with Paclitaxel+ Cisplatin or
carboplatin as first-line treatment in patients with stage IIIB (T4 Disease) or IV squamous
non-small cell lung cancer (NSCLC)
GO27821
A randomized, phase II, multicenter, double-blind, placebo-controlled study valuating the
efficacy and safety of Onartuzumab (MetMAb) in combination with either Bevacizumab +
platinum + paclitaxel or Pemetrexed + platinum as first-line treatment in patients with
stage IIIB or IV non-squamous non-small cell lung cancer (NSCLC)
Gilead GS-US-322-0207
A Phase 2, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Multi-Center Study to Assess
the Efficacy and Safety of GS-6624 in Subjects with Idiopathic Pulmonary Fibrosis
(RAINIER)
23 / 47
Qualitätsbericht 2012
GB28547 Studie
A phase II, randomized, double-blind, placebo-controlled, study to assess the efficacy and
safety of Lebrikizumab in patients with idiopathic pulmonary fibrosis
ABACOPD
Randomized double blind placebo-controlled study to demonstrate that antibiotics are not
needed in moderate acute exacerbations of COPD – The ABACOPD Study
GO28753 POPLAR
A phase II, open-label, multicenter, randomized study to investigate the efficacy and safety
of MPDL3280A (anti-pd-l1 antibody) compared with Docetaxel in patients with non-small
cell lung cancer after platinum failure.
JFCL Studie
A randomized, multicenter, open-label, phase 2 study of paclitaxel-carboplatin
chemotherapy plus Necitumumab (IMC-11F8) versus paclitaxel-carboplatin chemotherapy
alone in the first-line treatment of patients with stage IV squamous non-small cell lung
cancer (NSCLC)
Current Smoker Studie
Eine prospektive, doppelblinde, randomisierte Phase III Studie zu 300 mg gegenüber 150
mg Erlotinib bei aktiven Rauchern mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem,
nicht-kleinzelligen Lungenkrebs als Zweitlinienbehandlung nach Nichtansprechen einer
Chemotherapie (CURRENTS)
MORAb-009-003
An Open-Label Clinical Trial of MORAb-009-003 in combination with Pemetrexed and
Cisplatin in subjects with mesothelioma
A-9
Bettenzahl:
A-10
Anzahl der Betten im gesamten Krankenhaus
107
Gesamtfallzahlen
Gesamtzahl der im Berichtsjahr behandelten Fälle:
Vollstationäre Fälle:
3.458
Teilstationäre Fälle:
0
Ambulante Fälle:
- Fallzählweise:
4.845
24 / 47
Qualitätsbericht 2012
A-11
Personal des Krankenhauses
A-11.1
Ärzte und Ärztinnen
Anzahl
Ärztinnen/ Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
14,7
- davon Fachärztinnen/ -ärzte
8,7
Belegärztinnen/ -ärzte (nach § 121 SGB V)
A-11.2
0
Pflegepersonal
Anzahl
Gesundheits- und Krankenpfleger/ –innen
46,3
Krankenpflegehelfer/ –innen
Ausbildungsdauer
3 Jahre
1 Jahr
4,0
Pflegehelfer/ –innen
2
A-11.3
ab 200 Std.
Basiskurs
Spezielles therapeutisches Personal
Nr. Spezielles therapeutisches Personal
SP04 Diätassistent und Diätassistentin
Anzahl
2,0
SP02 Medizinischer Fachangestellter und Medizinische Fachangestellte
9,4
SP43 Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik und
Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik (MTAF)
1,0
SP55 Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistenent und
Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin (MTLA)
2,2
SP56 Medizinisch-technischer Radiologieassistent und
Medizinisch-technische Radiologieassistentin (MTRA)
1,0
SP21 Physiotherapeut und Physiotherapeutin
3,5
SP26 Sozialpädagoge und Sozialpädagogin
0,8
25 / 47
Qualitätsbericht 2012
A-11.4
Hygienepersonal
Anzahl
Krankenhaushygieniker und
Krankenhaushygienikerinnen
1
Hygienebeauftragte Ärzte und
hygienebeauftrage Ärztinnen
1
Kommentar / Erläuterung
In Kooperation mit Universität
Göttingen
Hygienebeauftragte in der Pflege
1
Hygienekommission:
ja
Vorsitzende / Vorsitzender: Wilfried Gründel
A-12
Verantwortliche Personen des einrichtungsinternen
Qualitätsmanagements
Name:
Position:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
A-13
Steven Jordan
Qualitätsmanagementbeauftragter
Robert-Koch-Str. 3
34376 Immenhausen
05673 / 501 - 3060
Besondere apparative Ausstattung
Nr. Vorhandene Geräte
Umgangssprachliche
Bezeichnung
24h¹
AA0 Computertomograph
8 (CT)
Schichtbildverfahren im
Querschnitt mittels
Röntgenstrahlen
AA4 Elektrophysiologischer
3 Messplatz mit EMG,
NLG, VEP, SEP, AEP
Messplatz zur Messung
feinster elektrischer
Potentiale im
Nervensystem, die
durch eine Anregung
eines der fünf Sinne
hervorgerufen wurden
———²
AA1 Hochfrequenzthermo8 therapiegerät
Gerät zur Gewebezerstörung mittels
Hochtemperaturtechnik
———²
AA2 Magnetresonanz2 tomograph (MRT)
Schnittbildverfahren
mittels starker
Magnetfelder und
elektromagnetischer
Wechselfelder
AA2 Positronenemissions6 tomograph
(PET)/PET-CT
Schnittbildverfahren in
der Nuklearmedizin,
Kombination mit
Computertomographie
möglich
Kommentar / Erläuterung


———²
In Kooperation mit
einer
niedergelassenen
Praxis
In Kooperation mit
Universität Göttingen
26 / 47
Qualitätsbericht 2012
Nr. Vorhandene Geräte
Umgangssprachliche
Bezeichnung
24h¹
Kommentar / Erläuterung
AA3 Single-Photon-Emission Schnittbildverfahren
0 scomputertomograph
unter Nutzung eines
(SPECT)
Strahlenkörperchens
———²
In Kooperation mit
Universität Göttingen
AA3 Szintigraphiescanner /
2 Gammasonde
———²
In Kooperation mit
einer
niedergelassenen
Praxis
Nuklearmedizinisches
Verfahren zur
Entdeckung bestimmter,
zuvor markierter
Gewebe, z. B.
Lymphknoten
¹ 24h: Notfallverfügbarkeit 24 Stunden am Tag sichergestellt (² bei diesem Gerät nicht
anzugeben)
A-14
Patientenorientiertes Lob- und Beschwerdemanagement
Nr. Lob- und Beschwerdemanagement
Kommentar / Erläuterung
BM0 Im Krankenhaus ist ein strukturiertes
1 Lob- und Beschwerdemanagement
eingeführt
BM0 Ein Patientenfürsprecher oder eine
7 Patientenfürsprecherin mit definierten
Verantwortlichkeiten und Aufgaben ist
benannt
Elvira Bergmann
Patientenfürsprecherin
Anesorgenstraße 9
34393 Grebenstein
Telefon: 05673 / 501 - 462
E-Mail: [email protected]
BM0 Patientenbefragungen
9
27 / 47
Qualitätsbericht 2012
B
Struktur- und Leistungsdaten der
Organisationseinheiten / Fachabteilungen
B-1
Lungen- und Bronchialheilkunde
B-1.1
Name der Organisationseinheit / Fachabteilung
Name:
Schlüssel:
Art:
Ärztlicher Leiter:
Leitender Oberarzt, Allergologie:
Oberarzt, Intensivmedizin und Weaning:
Oberarzt, Onkologie:
Oberärztin, Palliativmedizin:
Straße:
PLZ / Ort:
Telefon:
Telefax:
E-Mail:
Internet:
Lungen- und Bronchialheilkunde
Lungen- und Bronchialheilkunde (1400)
Hauptabteilung
Poliklinik oder Ambulanz vorhanden
Prof. Dr. med. Andreas
Dr. med. Hammerl
Dr. med Meier
Dr. med. Rittmeyer
Dr. med. Zwerger
Robert - Koch - Straße 3
34376 Immenhausen
05673 / 501 - 112
05673 / 501 - 141
[email protected]
www.lungenfachklinik-immenhausen.de
Chefarzt Prof. Dr. med. Andreas
28 / 47
Qualitätsbericht 2012
B-1.2
Medizinische Leistungsangebote der Organisationseinheit /
Fachabteilung
Nr. Medizinische Leistungsangebote im Bereich
Innere Medizin
Kommentar / Erläuterung
VI02 Diagnostik und Therapie der pulmonalen
Herzkrankheit und von Krankheiten des
Lungenkreislaufes
VI07 Diagnostik und Therapie der Hypertonie
(Hochdruckkrankheit)
Pullmonale Hypertonie
VI15 Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der
Atemwege und der Lunge
VI16 Diagnostik und Therapie von Krankheiten der
Pleura
VI18 Diagnostik und Therapie von onkologischen
Erkrankungen
Diagnostik und Therapie von
Lungenkrebs
VI19 Diagnostik und Therapie von infektiösen und
parasitären Krankheiten
VI20 Intensivmedizin
Weaningzentrum
VI22 Diagnostik und Therapie von Allergien
VI23 Diagnostik und Therapie von angeborenen und
erworbenen Immundefekterkrankungen
(einschließlich HIV und AIDS)
VI27 Spezialsprechstunde
VI31 Diagnostik und Therapie von
Herzrhythmusstörungen
VI32 Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen /
Schlafmedizin
VI35 Endoskopie
VI37 Onkologische Tagesklinik
VI38 Palliativmedizin
VI40 Schmerztherapie
Nr. Medizinische Leistungsangebote im Bereich
Radiologie
Kommentar / Erläuterung
VR01 Konventionelle Röntgenaufnahmen
VR02 Ultraschalluntersuchungen: Native Sonographie
VR03 Ultraschalluntersuchungen: Eindimensionale
Dopplersonographie
VR04 Ultraschalluntersuchungen: Duplexsonographie
VR05 Ultraschalluntersuchungen: Sonographie mit
Kontrastmittel
VR06 Ultraschalluntersuchungen: Endosonographie
VR08 Projektionsradiographie: Fluoroskopie /
Durchleuchtung als selbständige Leistung
VR10 Computertomographie (CT):
Computertomographie (CT), nativ
29 / 47
Qualitätsbericht 2012
Nr. Medizinische Leistungsangebote im Bereich
Radiologie
Kommentar / Erläuterung
VR11 Computertomographie (CT):
Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel
VR12 Computertomographie (CT):
Computertomographie (CT), Spezialverfahren
HRCT - CT zur Darstellung
pulmonaler Fissuren
VR20 Nuklearmedizinische diagnostische Verfahren:
Positronenemissionstomographie (PET) mit
Vollring-Scanner
In Kooperation mit einer
niedergelassenen Praxis
VR22 Magnetresonanztomographie (MRT):
Magnetresonanztomographie (MRT), nativ
In Kooperation mit einer
niedergelassenen Praxis
VR23 Magnetresonanztomographie (MRT):
Magnetresonanztomographie (MRT) mit
Kontrastmittel
In Kooperation mit einer
niedergelassenen Praxis
VR44 Allgemein: Teleradiologie
Intensivmedizin / Weaning
Für schwer Erkrankte und Verletzte können verbesserte Behandlungsmöglichkeiten und
ausgefeiltere Diagnostik lebensrettend werden. Recht häufig erfordert dies eine intensive
Überwachung des Patienten, wie sie auf unserer Intensivstation möglich ist.
Mit zunehmender Technisierung und Invasivität der Intensivmedizin steigt die Anzahl der
beatmeten Patienten, deren Entwöhnung vom Beatmungsgerät schwierig ist. Insbesondere
gilt dies für Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, bei der eine
Langzeitbeatmung von mehr als 21 Tagen mit einer Letalitätsrate von mehr als 50%
verbunden ist.
Wir übernehmen aus einer Reihe von Krankenhäusern und Intensivstationen invasiv (über
einen Tubus) beatmete Patienten zur Entwöhnung (Weaning) vom Beatmungsgerät. Hierbei wird die Atempumpe u.a. über eine nicht-invasive Beatmung mit verschiedenen
Maskentypen entlastet, um so eine zunehmende Unabhängigkeit der Patienten zu erzielen.
Im Jahre 2010 wurde das als erstes in Hessen zertifiziert.
Durch jahrzehntelange ärztliche, pflegerische und physiotherapeutische Erfahrung sowie
eine große Auswahl an Geräten und Masken bestehen hervorragende Bedingungen zu einer
erfolgreichen Entwöhnung von der invasiven Beatmung.
Lungenkrebs / Onkologie
Diagnostik:
Natürlich werden alle modernen diagnostischen Methoden zur Entdeckung und Einordnung
einer bösartigen Erkrankung im Bereich der Lunge, des Rippenfells oder des
Mittelfellraumes angewandt. Teilweise geschieht dies in Kooperation mit niedergelassenen
Röntgenärzten. Schnellstmöglich eine exakte Diagnose zu stellen sowie die entsprechende Therapie zu planen, gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben.
Therapie:
Für jeden Patienten wird ein individuell maßgeschneidertes Therapiekonzept entworfen.
Dies geschieht in erster Linie im Rahmen der täglichen „Teambesprechungen“ mit dem
Chefarzt und allen Oberärzten. Gleichzeitig finden im Rahmen des Tumorboards des
Lungenzentrums Deutschland Mitte regelmäßig interdisziplinäre Gespräche statt, d. h.
einzelne Patienten werden mit Ärzten anderer Fachrichtung (z. B. Chirurgen, Strahlentherapeuten, etc.) ausführlich besprochen, um die bestmögliche Therapie für jeden Patienten zu finden.
30 / 47
Qualitätsbericht 2012
Palliative Therapie:
Bei vielen Patienten mit neu erkanntem Lungenkrebs ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. Häufig leiden diese Patienten bereits
bei Diagnosestellung an schweren Symptomen wie Schmerzen und Luftnot. Neben onkologischen Therapien benötigen diese Patienten frühzeitig eine ganzheitliche, auf die
Linderung ihrer Symptome ausgerichtete Behandlung.
Hier profitieren unsere Patienten davon, dass wir einerseits unsere spezifisch pneumologischen Möglichkeiten nutzen können (z.B. Einlegen von Bronchialstents, Lasertherapie,
Rippenfellverklebung bei Pleuraerguss etc.) und zusätzlich palliativmedizinisches Wissen
und Fertigkeiten durch ein multiprofessionelles Team einbringen können. Die palliativmedizinische Betreuung richtete sich nicht nur an Patienten mit Krebserkrankungen,
sondern steht auch Patienten mit anderen pneumologischen unheilbaren Krankheiten oder
Krankheiten mit pneumologischer Symptomatik wie z.B. COPD und neuromuskulären
Erkrankungen zur Verfügung.
Nicht-invasive Beatmung / Heimbeatmung
Bei einer Reihe von Erkrankungen kann es durch Erschöpfung der
Verminderung der Sauerstoffwerte und Erhöhung der Kohlendioxidwerte
(ventilatorische Insuffizienz). Die Lungenfachklinik Immenhausen ist
zentrum für Erwachsene ab dem 16. Lebensjahr bei der Deutschen
Muskelkranke e. V. DGM gelistet.
Atempumpe zu
im Blut kommen
als BeatmungsGesellschaft für
Schlafmedizin
Das Schlaflabor der Lungenfachklinik ist mit 6 Polysomnographieplätzen und 5
nichtlaborgebundenen Systemen seit 1996 von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin akkreditiert und hat an allen qualitätssichernden Maßnahmen
dieser Gesellschaft zur Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität erfolgreich teilgenommen.
Im Schlaflabor wird mittels Polysomnographie, bei der u.a. die Hirnströme, Muskelspannung im Schlaf und Augen- und Beinbewegungen registriert werden, die Schlafstörung
eingehend untersucht.
Unter der CPAP-Therapie (nächtliche positive Druckatmung) kommt es meist zu einer
wesentlichen Abnahme der Müdigkeit und einer Besserung des Befindens. Darüber hinaus
wurde in den letzten Jahren deutlich, dass die CPAP-Therapie einen günstigen Einfluss auf
Herz- und Gefäßerkrankungen hat.
Infektiologie
Die Lungenentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen, mit der ältere Menschen ins
Krankenhaus eingewiesen werden. Gefährlich ist die Erkrankung insbesondere für
Menschen über 65, wenn schwerwiegende Begleiterkrankungen der Lunge oder des
Herzens vorliegen, wenn bereits eine durch den Hausarzt verordnete Antibiotikatherapie
ohne Erfolg blieb, und bei Patienten mit eingeschränktem Immunsystem. Zu
letztgenannten zählen Patienten, die z. B. hohe Dosen Kortison oder andere Immunsuppressiva wegen anderer Erkrankungen (z. B. Rheuma) einnehmen müssen oder an
einem angeborenen oder erworbenen Immundefekt leiden. Unter diesen Voraussetzungen
treten meist Infektionen durch die sogenannten opportunistischen Erreger auf, die nicht auf
die gängigen Antibiotika ansprechen. Dabei ist eine spezielle Diagnostik und Therapie
erforderlich, die wir in unserer Klinik anbieten.
Die Infektionsstation verfügt über 26 Betten. Hier werden Patienten mit dem gesamten
Spektrum der pneumologischen Infektiologie behandelt. Aufgrund der Tradition der Klinik
haben wir auch heute noch eine überregionale Bedeutung in der Behandlung der Lungen31 / 47
Qualitätsbericht 2012
und Organtuberkulose, wobei diese Erkrankung in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist. Ein Großteil der Diagnostik erfolgt unmittelbar in unserem Labor
(Differentialzytologie der BAL, Ziehl-Neelsen-, Immunfluoreszenz- und andere Spezialfärbungen), was häufig nach wenigen Stunden eine Diagnosesicherung ermöglicht. Hier
arbeiten wir bei speziellen Fragenstellungen eng mit der Infektiologie der Universitätsmedizin Göttingen zusammen. So kann z. B. noch vor Vorliegen von Kulturen zu
Resistenzen bei der Tuberkulose Stellung genommen werden.
Emphysem / Ventile
Bei Patienten mit COPD tritt oft eine Lungenüberblähung (Lungenemphysem) auf. Infolge
dieser Lungenüberblähung stehen die Zwerchfelle auf beiden Seiten sehr flach und können
nicht mehr gut arbeiten. Obwohl sehr viel Luft in der Lunge ist, können die Patienten nur
noch schwer ein- und ausatmen. Bei ausgewählten Patienten besteht jetzt die Möglichkeit
insbesondere in die Oberlappen Ventile zu implantieren. Durch diese Ventile kommt es zu
einer Entblähung der überblähten Lunge. In der Folge können die Patienten wieder
einfacher ein- und ausatmen und sicher besser belastbar. Unsere Klinik nimmt an mehreren
Studien zu verschiedenen Methoden der sogenannten "Lungenvolumenreduktion" teil.
Bevor eine solche Ventilimplantation durchgeführt werden kann, müssen jedoch eine Reihe
von Voruntersuchungen durchgeführt werden, damit der Erfolg der Maßnahme möglichst
groß ist. Eine Ventilimplantation kommt nur bei sorgfältig ausgewählten Patienten in Frage.
Wichtig ist z. B., dass ein noch bestehender Tabakkonsum eine Kontraindikation darstellt.
Bei einigen Patienten ist der Einsatz von Ventilen nicht sinnvoll, da eine "kollaterale
Ventilation" über andere Lungenlappen besteht. Wir können mit dem Chartis-System die
kollaterale Ventilation sicher bestimmen. Bei Patienten, bei denen eine Ventilimplatation
nicht möglich ist, können wir mittels heißen Dampfs eine effektive Volumenreduktion und
damit Besserung der Luftnot erreichen.
Lungenfibrose
Die Lungenfibrose wird landläufig auch als Narbenlunge bezeichnet. Es kommt zur
Vernarbung des Lungengewebes, wodurch die Sauerstoffaufnahme ins Blut gestört wird,
was dann als Luftnot empfunden wird. Der Luftnot geht meist ein quälender Reizhusten
voraus. Die Ursachen für diese Form der Erkrankung sind sehr vielschichtig, weshalb in der
Regel einige Spezialuntersuchungen erfolgen müssen.
Die wichtigsten Untersuchungen sind neben der Blutanalyse und Lungenfunktionsprüfung
die sogenannte hochauflösende Computertomographie sowie die Bronchoskopie mit
Entnahme von Gewebsproben und von Spülflüssigkeit (bronchoalveoläre Lavage), die in
der Ursachenforschung weiterhelfen. Häufig gibt schon die Krankheitsgeschichte des
Patienten einen Hinweis auf den Auslöser, so dass dadurch gezielt vorgegangen werden
kann. Über unseren Fragebogen werden entsprechende Auslöser systematisch erfasst. Für
betroffene Patienten, die hier zur Abklärung aufgenommen werden sollen, empfiehlt es
sich, den Fragebogen bereits zu Hause in Ruhe zu bearbeiten und mitzubringen. Die
Behandlung der Lungenfibrose richtet sich dann nach der entsprechenden Diagnose.
Häufig ist die idiopathische Lungenfibrose. Seit kurzem gibt es hier erstmalig ein
zugelassenes Medikament, welches die Verschlechterung der Lungenfunktion günstig
beeinflusst. Das Medikament hat allerdings auch Nebenwirkungen, so dass die Behandlung
nur durch Spezialisten erfolgen sollte. In unserer Klinik haben wir große Erfahrung mit der
Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose, so dass wir an Studien zur Behandlung der
idiopathischen Lungenfibrose teilnehmen und ihnen somit immer eine optimale Therapie
bieten können.
32 / 47
Qualitätsbericht 2012
Allergologie
Immer mehr Menschen, insbesondere auch Kinder leiden in der heutigen Zeit an
allergischen Erkrankungen. Die einfachen allergologischen Tests (z.B. Hauttest oder
Laboruntersuchungen) werden oft bereits durch den Hausarzt durchgeführt. Die
Interpretation der Ergebnisse ist zum Teil schwierig. Die wichtigste Frage ist: Sind die in
den Tests herausgefundenen Allergene wirklich die Auslöser der allergischen Beschwerden?
Um dies zu klären, sind so genannte spezifische Provokationen erforderlich. Beim
allergischen Schnupfen wird das Allergen auf die Nasenschleimhaut, beim allergischen
Asthma bronchiale in speziellen Fällen durch Inhalation auf die Bronchialschleimhaut
aufgebracht. Diese Untersuchungen werden nur in spezialisierten Facharztpraxen oder
Spezialambulanzen vorgehalten. Erfolgt dies nicht, werden leider immer noch viel zu häufig
falsche Empfehlungen gegeben.
Thoraxchirurgie
In der Behandlung von Lungenerkrankungen hat die Thoraxchirurgie einen wesentlichen
Anteil. Sie unterstützt Lungenfachärzte in manchen Fällen bei der Diagnose von Lungenerkrankungen, indem Proben aus der Lunge oder dem Mittelfell durch kleinere Operationen
entnommen werden. Manche Erkrankungen des Brustkorbes oder der Lunge müssen durch
Operationen behandelt werden, wobei dann die Thoraxchirurgie den wesentlichen Anteil an
der Behandlung hat. Immer jedoch stimmen sich die Lungenfachärzte und die Chirurgen
ab, bei welchem Patienten welches Verfahren die besten Aussichten auf Erfolg hat.
Im Rahmen des Lungentumorzentrums besteht in der Lungenfachklinik Immenhausen eine
enge Zusammenarbeit mit dem Bereich Thoraxchirurgie der Universität Göttingen. Dessen
Leiter, Dr. M. Hinterthaner, ist auch in der Lungenfachklinik tätig, um dort
thoraxchirurgisches
Fachwissen
einzubringen.
Vor
Ort
werden
gemeinsam
Behandlungskonzepte nach dem neusten Erkenntnissen erarbeitet. In gemeinsamen
Konferenzen werden die Unterlagen der Patienten besprochen. Mit den Patienten wird über
die Ergebnisse der Konferenzen gesprochen, damit sie sich ein Bild über ihre Erkrankung
und die Behandlungsmöglichkeiten machen können. Patienten, die operiert werden
müssen, werden auch von dem Thoraxchirurgen, der später für sie verantwortlich ist, über
den Eingriff informiert. In der thoraxchirurgischen Sprechstunde, die jede Woche stattfindet, kann man sich beraten lassen. So können sich auch Patienten auf ambulante
Zuweisung durch den Hausarzt oder den Lungenfacharzt über ihre Erkrankung und die
Notwendigkeit operativer Eingriffe beraten lassen. Da die Fachklinik für Lungenerkrankungen Immenhausen alle Verfahren der Lungenheilkunde vorhält und ebenso der
Bereich Thoraxchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen sämtliche thoraxchirurgischen
Methoden anwendet, können Patienten mit vielen verschiedenen Erkrankungen optimal
betreut werden.
33 / 47
Qualitätsbericht 2012
Das Leistungsspektrum des Bereiches Thoraxchirurgie beinhaltet:
Endoskopische Eingriffe

Bronchoskopie

Mediastinoskopie

Videoassistierte mediastinale Lymphadenektomie (VAMLA)

Thorakoskopie (n. Maaßen)

Videothorakoskopie (VATS)
Diagnostik:

Lungenbiopsie

Pleurabiopsie

Biopsien Mediastinum
Therapie:

Pneumothoraxbehandlung

Pleurodesen bei malignen Ergüssen

Resektion von pulmonalen Neubildungen auch mittels VATS-Lobektomie

Resektion von mediastinalen Neubildungen (z.B. Thymom oder Zysten

Sympathicus-OP’s bei Hyperhidrosis

Empyembehandlung
Offene Eingriffe
Onkologische Thoraxchirurgie:

Metastasenentfernung auch mit Hilfe von laserchirurgischen Resektionen

erweiterte Resektionen

Resektionen nach Chemo-/Radiotherapie

broncho- und angioplastische Eingriffe

Brustwandeingriffe

Pleuropneumonektomie bei Mesotheliom
Emphysemchirurgie:

Bullaresektionen

Lungenvolumenreduktionen
34 / 47
Qualitätsbericht 2012
Septische Thoraxchirurgie:

Empyembehandlung

Dekortikationen

Thorakoplastiken

Muskelplastiken
Pulmonale Hypertonie
Erkranken die Lungengefäße führt dies meist zu einer Überlastung des Herzens. Die
Patienten leiden an zunehmender Luftnot, geschwollenen Beinen oder werden aus
unerklärlichen Gründen bewusstlos. In der Fachsprache spricht man von einem Cor
pulmonale und Lungenhochdruck. Für die Erkrankung kennt man mittlerweile sehr viele
Auslöser und hat in den letzten Jahren endlich auch die Möglichkeit einer effektiven
medikamentösen Therapie gefunden. Viele Jahre stand man dieser Erkrankung hilflos
gegenüber und die Patienten verstarben nach wenigen Jahren. Dies hat sich heute aber
grundlegend geändert, so dass es umso wichtiger ist, alle Erkrankten zu erkennen und einer
entsprechenden Therapie zuzuführen. Die Diagnose wird relativ einfach über einen
Herzultraschall und sog. kleinen Herzkatheter gestellt. Behandelt wird mit Tabletten oder
mit einer speziellen Inhalationstherapie. Meist kommt es darunter zu einer guten
Besserung der Belastbarkeit und Lebensqualität
B-1.3
Fachabteilungsspezifische Aspekte der Barrierefreiheit der
Organisationseinheit / Fachabteilung
Trifft nicht zu bzw. entfällt.
B-1.4
Fallzahlen der Organisationseinheit / Fachabteilung
Vollstationäre Fallzahl:
Teilstationäre Fallzahl:
Anzahl Betten:
3.458
0
107
35 / 47
Qualitätsbericht 2012
B-1.5
Hauptdiagnosen nach ICD
Rang
ICD
Bezeichnung
1
C34
Bronchialkrebs bzw. Lungenkrebs
2
J44
Sonstige anhaltende (chronische) Lungenkrankheit mit
Verengung der Atemwege - COPD
721
3
G47
Schlafstörung
483
4
D38
Tumor des Mittelohres, der Atmungsorgane bzw. von
Organen im Brustkorb ohne Angabe, ob gutartig oder
bösartig
185
5
J84
Sonstige Krankheit des Bindegewebes in der Lunge
184
6
I50
Herzschwäche
73
7
I27
Sonstige durch eine Lungenkrankheit bedingte
Herzkrankheit
62
8
J45
Asthma
61
9–1
R06
Atemstörung
56
9–2
J90
Erguss zwischen Lunge und Rippen
56
B-1.6
Fallzahl
1.012
Durchgeführte Prozeduren nach OPS
Rang
OPS
Bezeichnung
Anzahl
1
1-710
Messung der Lungenfunktion in einer luftdichten Kabine
- Ganzkörperplethysmographie
3.111
2
1-620
Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien durch
eine Spiegelung
1.978
3
1-711
Bestimmung der Menge von Kohlenmonoxid, die durch
die Lunge aufgenommen und abgegeben wird
1.843
4
1-713
Messung der in der Lunge verbleibenden Luft nach
normaler Ausatmung mit der
Helium-Verdünnungsmethode
1.834
5
1-790
Untersuchung von Hirn-, Herz-, Muskel- bzw.
Atmungsvorgängen während des Schlafes
1.141
6
1-430
Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus den
Atemwegen bei einer Spiegelung
968
7
1-425
Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus
Lymphdrüsen, Milz bzw. Thymusdrüse mit einer Nadel
durch die Haut
711
8
1-843
Untersuchung der Luftröhrenäste (Bronchien) durch
Flüssigkeits- oder Gewebeentnahme mit einer Nadel
593
9
3-222
Computertomographie (CT) des Brustkorbes mit
Kontrastmittel
577
10
8-717
Einrichtung und Anpassung des Beatmungsgeräts zur
Behandlung von Atemstörungen während des Schlafes
476
36 / 47
Qualitätsbericht 2012
B-1.7
Ambulante Behandlungsmöglichkeiten
Pneumologische Ambulanz
Art der Ambulanz:
Erläuterung:
Ermächtigung zur ambulanten Behandlung nach § 116 SGB V bzw.
§ 31a Abs. 1 Ärzte-ZV (besondere Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden oder Kenntnisse von Krankenhausärzten
und Krankenhausärztinnen)
Im Rahmen der Pneumologischen Ambulanz besteht zusätzlich eine
Zulassung nach § 116b SGB V für pulmonale Hypertonie und
Tuberkulose.
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie der pulmonalen Herzkrankheit und von Krankheiten des
Lungenkreislaufes
Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
Diagnostik und Therapie von Krankheiten der Pleura
Diagnostik und Therapie von infektiösen und parasitären Krankheiten
Spezialsprechstunde
Ambulanz für Schlaf- und Beatmungsmedizin
Art der Ambulanz:
Ermächtigung zur ambulanten Behandlung nach § 116 SGB V bzw.
§ 31a Abs. 1 Ärzte-ZV (besondere Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden oder Kenntnisse von Krankenhausärzten
und Krankenhausärztinnen)
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie von Schlafstörungen / Schlafmedizin
Allergologische Ambulanz
Art der Ambulanz:
Ermächtigung zur ambulanten Behandlung nach § 116 SGB V bzw.
§ 31a Abs. 1 Ärzte-ZV (besondere Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden oder Kenntnisse von Krankenhausärzten
und Krankenhausärztinnen)
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie von Allergien
Pneumologisch - Onkologische Ambulanz
Art der Ambulanz:
Ermächtigung zur ambulanten Behandlung nach § 116 SGB V bzw.
§ 31a Abs. 1 Ärzte-ZV (besondere Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden oder Kenntnisse von Krankenhausärzten
und Krankenhausärztinnen)
Angebotene Leistung
Diagnostik und Therapie von onkologischen Erkrankungen
37 / 47
Qualitätsbericht 2012
Thoraxchirurgische Ambulanz
Art der Ambulanz:
B-1.8
Ermächtigung zur ambulanten Behandlung nach § 116 SGB V bzw.
§ 31a Abs. 1 Ärzte-ZV (besondere Untersuchungs- und
Behandlungsmethoden oder Kenntnisse von Krankenhausärzten
und Krankenhausärztinnen)
Ambulante Operationen nach § 115b SGB V
Trifft nicht zu bzw. entfällt.
B-1.9
Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der
Berufsgenossenschaft
 Arzt oder Ärztin mit ambulanter D-Arzt-Zulassung vorhanden
 stationäre BG-Zulassung
 nicht vorhanden
B-1.10
Personelle Ausstattung
B-1.10.1
Ärzte und Ärztinnen
Anzahl¹
Ärztinnen/ Ärzte insgesamt (außer Belegärzte)
14,7
Davon Fachärztinnen/ -ärzte
8,7
Belegärztinnen/ -ärzte (nach § 121 SGB V)
0
¹ Bei den Belegärztinnen/ -ärzten ist die Anzahl der Personen, sonst die Anzahl der
Vollkräfte angegeben
Ärztliche Fachexpertise der Abteilung - Facharztbezeichnungen
Facharztbezeichnung
Allgemeinmedizin
Innere Medizin
Innere Medizin und SP Kardiologie
Innere Medizin und SP Pneumologie
Thoraxchirurgie
38 / 47
Qualitätsbericht 2012
Ärztliche Fachexpertise der Abteilung - Zusatz-Weiterbildungen
Zusatz-Weiterbildung
Allergologie
Intensivmedizin
Medikamentöse Tumortherapie
Palliativmedizin
Röntgendiagnostik – fachgebunden –
Schlafmedizin
B-1.10.2
Pflegepersonal
Anzahl
Gesundheits- und Krankenpfleger/ –innen
Ausbildungsdauer
3 Jahre
46,3
Krankenpflegehelfer/ –innen
4,0
Pflegehelfer/ –innen
2
1 Jahr
ab 200 Std.
Basiskurs
Pflegerische Fachexpertisen - anerkannte Fachweiterbildungen
Nr. Anerkannte Fachweiterbildungen/ zusätzliche akademische Abschlüsse
PQ02 Diplom
PQ04 Intensivpflege und Anästhesie
PQ07 Onkologische Pflege
Pflegerische Fachexpertisen - Zusatzqualifikationen
Nr. Zusatzqualifikationen
ZP04 Endoskopie / Funktionsdiagnostik
ZP20 Palliative Care
ZP12 Praxisanleitung
ZP13 Qualitätsmanagement
ZP16 Wundmanagement
39 / 47
Qualitätsbericht 2012
C
Qualitätssicherung
C-1
Teilnahme an der externen vergleichenden
Qualitätssicherung nach § 137 SGB V
Die Informationen für den Berichtsabschnitt "C-1" für dieses Berichtsjahr liegen noch nicht
vor.
C-2
Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht
gemäß § 112 SGB V
Über § 137 SGB V hinaus ist auf Landesebene eine verpflichtende Qualitätssicherung
vereinbart. Gemäß seinem Leistungsspektrum nimmt das Krankenhaus an den
vereinbarten Qualitätssicherungsmaßnahmen nicht teil.
C-3
Qualitätssicherung bei Teilnahme an
Disease-Management-Programmen (DMP)
nach § 137f SGB V
Leistungsbereich
Asthma bronchiale
Chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
C-4
Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen
vergleichenden Qualitätssicherung
Trifft nicht zu bzw. entfällt.
C-5
Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung
nach § 137 SGB V
Das Krankenhaus hat in den Bereichen, für die Mindestmengen festgelegt sind, keine
Leistungen erbracht.
C-6
Umsetzung von Beschlüssen zur Qualitätssicherung
nach § 137 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V
Trifft nicht zu bzw. entfällt.
40 / 47
Qualitätsbericht 2012
C-7
Umsetzung der Regelungen zur Fortbildung im
Krankenhaus nach § 137 SGB V
Anzahl³
1. Fachärztinnen und Fachärzte, psychologische Psychotherapeutinnen
und Psychotherapeuten sowie Kinder- und
Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten, die der
Fortbildungspflicht¹ unterliegen
2. Anzahl derjenigen Fachärztinnen und Fachärzte aus Nr. 1, die einen
Fünfjahreszeitraum der Fortbildung abgeschlossen haben und damit der
Nachweispflicht unterliegen
3. Anzahl derjenigen Personen aus Nr. 2, die den Fortbildungsnachweis
gemäß § 3 der G-BA-Regelungen erbracht haben²
9
8
0
¹ nach den „Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Fortbildung der
Fachärztinnen und Fachärzte, der Psychologischen Psychotherapeutinnen und
Psychotherapeuten sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und
-psychotherapeuten im Krankenhaus“ in der Fassung vom 19.03.2009 (siehe
www.g-ba.de)
² Hat eine fortbildungsverpflichtete Person zum Ende des für sie maßgeblichen
Fünfjahreszeitraums ein Fortbildungszertifikat nicht vorgelegt, kann sie die gebotene
Fortbildung binnen eines folgenden Zeitraumes von höchstens zwei Jahren nachholen.
³ Anzahl der Personen
41 / 47
Qualitätsbericht 2012
D
Qualitätsmanagement
D-1
Qualitätspolitik
Qualität ist die Grundlage aller Aktivitäten in der Lungenfachklinik Immenhausen. Oberstes
Ziel unserer Qualitätsunternehmungen ist daher die ständige Überprüfung und messbare
Verbesserung der innerbetrieblichen Prozesse und Strukturen zum Wohle unserer Patienten
und deren Angehörigen. Hierzu gehören insbesondere Maßnahmen, die folgende Aspekte
nachhaltig unterstützen:

die Stellung der Lungenfachklinik Immenhausen als überregionales Zentrum
für Lungen- und Bronchialerkrankungen auszubauen,

dem Patienten jederzeit eine optimale medizinische Behandlung zu bieten,

und ihm dabei gleichzeitig die gebotene Menschlichkeit, Zuwendung und
Nächstenliebe entgegenzubringen.

Bei der Behandlung und Pflege der Patienten werden alle Menschen,
unabhängig von Rasse, Religion oder nationaler Herkunft gleich behandelt.
Grundlage dieser umfassenden und qualitativ hochwertigen Patientenversorgung sind
Freundlichkeit, Fachkompetenz und das hohes Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters.
Denn: Qualität geht Alle an.
Ein gelebtes und effektives Qualitätsmanagement setzt gegenseitige Wertschätzung,
Transparenz durch umfassende Kommunikation sowie die kontinuierliche Unterstützung
und Förderung der Eigenverantwortlichkeit voraus. Zur Sicherstellung der fachlichen und
sozialen Kompetenz in unserem Haus fördern wir die Aus-, Fort- und Weiterbildung unserer
Mitarbeitenden und ermöglichen selbständiges und reflektiertes Arbeiten.
D-2
Qualitätsziele
Oberste Zielsetzung der Lungenfachklinik Immenhausen ist die Sicherstellung einer
qualitativ
hochwertigen
Patientenversorgung
unter
Berücksichtigung
neuester
wissenschaftlich evaluierter Erkenntnisse bei gleichzeitig wirtschaftlichem Handeln. Dies
bedeutet für uns, dass wir die hohe medizinische und pflegerische Kompetenz unserer
Mitarbeiter erhalten und weiter ausbauen. Der Patient steht dabei im Mittelpunkt unserer
täglichen Arbeit und wird unter Beachtung seiner individuellen Wünsche, wann immer
möglich, in den Behandlungsprozess einbezogen.
Die Gewährleistung einer langfristigen Sicherung von Erfolg und hoher Ergebnisqualität
erfordert außerdem eine stetige Optimierung aller innerbetrieblichen Prozessabläufe. In
diesem Zusammenhang wird die Prozessorientierung zum wesentlichen Bestandteil des
Qualitätsmanagements der Lungenfachklinik. Durch optimale Abstimmung der einzelnen
Schritte bei Aufnahme, Diagnose, Therapie und Entlassung sowie aller administrativen
Begleitaktivitäten wollen wir künftig weitere Zeiteinsparungen und damit einhergehende
Kostensenkungen erzielen.
42 / 47
Qualitätsbericht 2012
Zur Umsetzung der oben genannten Qualitätsziele halten wir an folgenden Grundsätzen
fest:

Unser Umgang mit Menschen ist von Würde und Respekt geprägt.

Wir berücksichtigen die kulturellen, religiösen und sozialen Bedürfnisse
unserer Patienten.

Wir schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre im Umgang miteinander.

Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterzufriedenheit sind wesentlicher
Erfolgsfaktor zur optimalen Patientenversorgung. Demzufolge ist es unser
Anliegen, Mitarbeiter in Entscheidungen über den eigenen Arbeitsbereich
einzubeziehen.

Wir verbessern und erweitern das Kommunikation- und Informationsnetz.

Durch Kostenbewusstsein und optimale Ressourcennutzung tragen wir zur
Zukunftssicherung der Klinik bei.
Jeder Mitarbeiter der Lungenfachklinik trägt an seinem Arbeitsplatz zur Verwirklichung
dieser Qualitätsziele bei. Somit steht auch jeder Personalangehörige, vom Auszubildenden
bis zur Geschäftsführung, in der Verpflichtung gute Arbeit zu leisten. Wer ein Qualitätsrisiko
identifiziert, ist verpflichtet, selbiges im Rahmen seiner Befugnisse sofort abzustellen oder
anderenfalls entsprechende Schritte einzuleiten, die die Lösung dieses Problems möglichst
zeitnah herbeiführen. Das Erreichen der Qualitätsziele ist Führungsaufgabe. Dabei obliegt
es dem Management der Klinik entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine
Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement im Unternehmen unterstützen und fördern.
D-3
Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements
Um sämtliche Leistungen in der Lungenfachklinik Immenhausen mit größter Kompetenz
und Sorgfalt ausführen zu können, betreiben wir ein aktives Qualitätsmanagement,
welches von der Geschäftsführung koordiniert und mit Hilfe des TÜV - Süd innerhalb der
Einrichtung umgesetzt wird.
Ziel des QM-Systems ist es, den kontinuierlichen
Verbesserungsprozess zu unterstützen und weiter zu etablieren. Neue Anforderungen im
Klinikalltag können somit flexibel angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
QM ist somit ein Anliegen aller Mitarbeiter des Unternehmens. Die systematische Analyse
und Auswertung von Anregungen, Vorschlägen, Rückmeldungen und Beobachtungen der
Patienten und Mitarbeiter bilden die Grundlage unserer QM -Arbeit. Zur Koordination der
Qualitätsmanagementaktivitäten wurde ein Qualitätsmanagementbeauftragter eingesetzt,
welcher für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements
verantwortlich ist. Die Verantwortung dafür, dass das QM System beachtet und regelmäßig
aktualisiert wird, obliegt der Geschäftsführung.
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Qualitätsbericht 2012
D-4
Instrumente des Qualitätsmanagements
Als wichtiges Instrument ist der Einsatz geschulter und informierter Mitarbeitern
verwirklicht, welche die Verantwortung für ihre Leistungen übernehmen und sich gleichzeitig an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess beteiligen. Dabei verpflichten wir
uns:

alle gesetzlichen und normativen Anforderungen einzuhalten,

eine ständige Verbesserung der Effizienz des Qualitätsmanagementsystems
mit integriertem Arbeitsschutz zu erreichen,

zur regelmäßigen Bewertung unseres Qualitätsmanagementsystems und

zur Bereitstellung aller dafür erforderlichen Ressourcen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden sind spezielle Strukturen
erforderlich, die dazu beitragen, das entsprechende Verantwortlichkeiten
geregelt und Vorgehensweisen festgelegt sind.
Wichtige Bestandteile unserer Managementpolitik sind folgende Punkte:
Patientenorientierung
Unsere Arbeit dient in erster Linie dem Anliegen unserer Patienten. Dazu wollen wir die
Zusammenarbeit mit den einweisenden Ärzten und Krankenhäusern sowie den
Kostenträgern kontinuierlich verbessern. Um die Pflege und Behandlung der Patienten zu
verbessern, nutzen wir ein QM-System, welches genau auf die Bedürfnisse der Patienten,
Besucher und Kunden eingeht. Wir ermitteln die Wünsche unserer Patienten und sehen
diese Hinweise und Beschwerden als Chance zur kontinuierlichen Verbesserung unserer
Leistungen. Ziel ist es, unseren Patienten einen kontinuierlichen Behandlungsverlauf zu
gewährleisten, indem unnötiger Wechsel der personellen Zuständigkeiten oder zeitliche
Unterbrechungen vermieden werden. Die Merkmale der Annehmbarkeit der Behandlungsverfahren selbst und ihrer Durchführung werden kontinuierlich beachtet und auf die
Erwartungen der Patienten und ihrer zuweisenden Ärzte abgestimmt.
Qualität als Herausforderung
Qualitätsmanagement ist für uns mehr als die Kontrolle von Arbeitsabläufen. Qualität wird
bei uns beschrieben, entwickelt und gelebt. Dadurch wird ein gleich bleibend hoher
Qualitätsstandard der medizinischen und pflegerischen Betreuung unserer Patienten
ermöglicht. Gleiches gilt für die Bereiche Technik, Hauswirtschaft, Küche und Verwaltung.
Um diesen Anspruch gerecht zu werden, wird ein Qualitätsmanagementsystem entwickelt,
eingeführt und aufrechterhalten.
Mitarbeiterorientierung
Führungs- und Leitungskräfte beziehen die Mitarbeiter in ihre Entscheidungen mit ein.
Insbesondere die Planung von Arbeitsabläufen wird mit allen beteiligten Mitarbeitern
besprochen. Durch diese Beteiligung wird die Identifikation mit dem Arbeitsprozess erhöht,
da nur motivierte Arbeitnehmer einen echten Beitrag zum Qualitätsmanagement leisten.
Zur Absicherung dieses Erfolges werden regelmäßig Fort- und Weiterbildungen für alle
Mitarbeiter angeboten und durchgeführt.
Gesetzliche Bestimmungen und Unfallverhütung
Als elementarer Bestandteil der Qualität der Lungenfachklinik Immenhausen gehört die
Beachtung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Darüber hinaus ist auch die
ständige Verbesserung der Arbeitssicherheit ein wichtiges Ziel der Klinik. Die Verhinderung
von Unfällen ist eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg des einzelnen Mitarbeiters
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und damit der Klinik als Gesamtheit. Die Führungskräfte haben im Bereich Arbeitssicherheit
eine Vorbildfunktion und sind für ihren Bereich voll verantwortlich.
Wirtschaftlichkeit
Unsere Zielstellung zur wirtschaftlichen Betriebsführung basiert auf einem ausgeprägten
Kostenbewusstsein in Verbindung mit dem leistungsorientierten Denken. Investitionen in
Sicherheit und Qualität bilden die solide Basis für den Erfolg der Lungenfachklinik
Immenhausen. Die Verbesserung der Aufbau- und Ablauforganisation und die Sicherung
hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandards tragen zur Zukunftssicherung der
Lungenfachklinik Immenhausen bei.
Unsere Leistungen entsprechen dem aktuellen Stand von Wissenschaft und
Forschung
Die von der Klinik angebotenen Behandlungsleistungen sind hinsichtlich Wirksamkeit und
Sicherheit charakterisiert. Die Aussagen dazu sind nach den anerkannten Regeln von
Wissenschaft und Technik geprüft. Sie entsprechen dem aktuellen Stand der Forschung.
D-5
Qualitätsmanagement-Projekte
Seit Jahren beteiligt sich die Lungenfachklinik Immenhausen erfolgreich an dem
Qualitätssicherungsprogramm zu „Ambulant erworbene Pneumonien“.
Obwohl vom Gemeinsamen Bundesausschuss die Veröffentlichung der Ergebnisse dieses
Projektes nicht oder nur eingeschränkt empfohlen wurde, sollen nachfolgend einige Kernpunkte dieser Auswertung näher erläutert werden.
Mit einer Krankenhausletalität von lediglich 0% in der Risikoklasse 1 und 2 lag die
Lungenfachklinik jeweils deutlich unter den landesüblichen Mittelwerten [Risikoklasse 1:
1,3% und Risikoklasse 2: 9,2%]. Dieses Resultat zeigte uns, dass die erzielten
Behandlungsergebnisse unserer Klinik eindeutig besser sind, als die unserer Mitstreiter.
Auch bei den nachfolgend aufgeführten Qualitätskriterien lag die Einrichtung deutlich über
den landesweit erzielten Durchschnittswerten.

Antimikrobielle Therapie in < 8h:
Auch bei der Antimikrobiellen Therapie in < 8h befanden wir uns mit erreichten 100 %
deutlich über dem Vorgabeziel der GQH (Geschäftsstelle Qualitätssicherung Hessen) von
90%.

Frühmobilisation bei Patienten:
Bei der Frühmobilisation von Patienten der Risikoklasse 1 und 2 erreichten wir 100%. Somit
lagen wir auch hier deutlich über den Vergleichswerten der anderen Teilnehmer.
Daraus schlussfolgernd liegt die Letalitätsrate von Patienten mit Pneumonie in unserer
Einrichtung deutlich unter dem Durchschnitt anderer Krankenhäuser in Hessen, welche
ebenfalls an diesem Qualitätssicherungsprogramm teilnehmen.
Die Mitarbeiter der Lungenfachklinik Immenhausen sind daher bestrebt, die Ergebnisse,
der im Rahmen der externen Qualitätssicherung stattfindenden Untersuchungen zu
„Ambulant erworbenen Pneumonien“ aufrechtzuerhalten und nach Möglichkeit weiterhin zu
verbessern.

Zertifizierung des Weaningzentrums
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat zur
Qualitätssicherung der Weaningzentren das „Wean-Net“ gegründet. Die Lungenfachklinik
Immenhausen hat mit 10 Betten der Weaning- und Intensivstation von Anfang an am
Wean-Net teilgenommen. Hierbei werden von den Teilnehmern die Daten der
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Weaning-Patienten erfasst und zur Qualitätssicherung anonym ausgewertet. Bis zum
30.09.2011 wurden 130 Patienten im WeanNet eingeschlossen, von denen 129 Patienten
bereits wieder entlassen wurden. Von 129 Patienten konnten 68 Patienten (53 %) ohne
Beatmung entlassen werden, 39 Patienten (30 %) wurden bei Entlassung über eine Maske
nicht-invasiv beatmet. 12 Patienten (9 %) wurden bei der Entlassung in die häusliche
Umgebung, in eine Langzeitbeatmungseinrichtung, in ein Akutkrankenhaus oder in eine
Rehabilitationseinrichtung invasiv beatmet.
Insgesamt sind 14 von 129 Patienten (11 %) verstorben, die zum Todeszeitpunkt
überwiegend invasiv beatmet wurden.
Deutschsprachige Studien (Schönhofer et al 1999, Schönhofer et all 2002, Schönhofer et all
2008) wiesen eine Mortalität zwischen 21 % und 28 % und eine Rate von Dekanülierung /
Extubation zwischen 63 % und 68 % aus. Die Rate von Dekanülierung / Extubation betrug
in Immenhausen 83 %, wobei die Zusammensetzung des Patientenkollektivs mit
unterschiedlichem Schweregrad der Grund- und Begleiterkrankungen eine Rolle spielen
kann.
Das Weaningzentrum der Klinik wurde als erstes derartiges Zentrum in Hessen im Jahr
2010 von der DGP nach eingehender Prüfung durch zwei Gutachter zertifiziert. Durch
jahrzehntelange ärztliche, pflegerische und physiotherapeutische Erfahrung sowie eine
große Auswahl an Geräten und Masken bestehen hervorragende Bedingungen zu einer
erfolgreichen Entwöhnung von der invasiven Beatmung.

Gründung eines Lungentumorzentrum
In Kooperation mit der Universitätsmedizin Göttingen und dem Evangelischen Krankenhaus
Göttingen Weende wurde ein Lungentumorzentrum gegründet. Gemeinsames Ziel ist die
Verbesserung der Diagnose und Therapie von an Lungentumoren erkrankten Patienten.
Damit legten die Partner den Grundstein für ein überregionales bedeutsames
Kompetenzzentrum in der Versorgung von Lungenkrebs-Patienten in Südniedersachsen
und Nordhessen sowie den angrenzenden Teilen Thüringens und Nordrhein-Westfalens.
Die Behandlung der betroffenen Patienten erfolgt auf der Basis von Diagnostik- und
Therapieplänen, die nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft individuell und
klinikübergreifend umgesetzt werden. Diese tragen zur weiteren Stabilität und Steigerung
der Sicherheit bei der Behandlung von Patienten mit Lungenkrebs bei.
Zudem beteiligt sich das Lungentumorzentrum an mehreren klinischen Studien, bei denen
multimodale onkologische Behandlungen überprüft werden. Ziel ist es, die
Behandlungsqualität und -ergebnisse bei Lungenkrebs zu verbessern.
D-6
Bewertung des Qualitätsmanagements
Möglichkeiten zur Bewertungen der Effizienz und Effektivität unseres
Qualitätsmanagement liefern uns folgende Maßnahmen:

Teilnahme am Qualitätssicherungsverfahren der GQH
Um die Qualität der erbrachten Leistungen hierbei genauer bewerten zu können, wurden
von der GQH Qualitätsziele (z.B. Gute Qualität ist, wenn …), Qualitätsindikatoren (z.B.
Antimikrobielle Therapie in < 8h)
und entsprechende Referenzbereiche (Grenzen für
auffällige Bereiche) festgelegt. Hierbei werden die Ergebnisse aller gesammelten Daten
im landesweiten Durchschnitt berechnet und dargestellt. Zusätzlich werden dem
Krankenhaus die eigenen Ergebnisse aufgezeigt, so dass Schwachstellen aber auch positive
Resultate deutlich gemacht werden. Bei identifizierten Auffälligkeiten suchen die Experten
der BQS in Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen des betroffenen Bereiches nach
Ursachen für die Abweichung und machen somit eine kontinuierliche Verbesserung
möglich.
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Das Verfahren der „Ambulant erworbenen Pneumonie“, an dem sich die Lungenfachklinik
Immenhausen beteiligt, erfasst somit Lungenentzündungen, die ambulant, d.h. außerhalb
des Krankenhauses in der persönlichen Umgebung des Patienten erworben wurden. In der
Regel verlaufen solche Infektionen komplikationslos, doch gerade Menschen mit
geschwächtem Immunsystem bedürfen oft einer stationären Behandlung. Besteht die
Notwendigkeit der stationären Aufnahme, müssen umgehend bestimmte Untersuchungen
und Therapien eingeleitet werden. Ebenso sind vor der Entlassung des Patienten
verschiedene Untersuchungen erforderlich, die einen stabilen Gesundheitszustand
dokumentieren. Die dabei erfassten Daten werden von der BQS gesammelt und bundesbzw. landesweit ausgewertet. Aus den gelieferten Daten ergibt sich schließlich ein
repräsentativer Durchschnittswert für jede einzelne Behandlung, der mit dem eigenen
erreichten Wert verglichen wird und somit Aufschluss über die Qualität der medizinischen
Leistungen vermittelt.
Begehungen durch externe Instanzen

Hygienebegehungen

Sicherheitsbegehungen

Brandschutzbegehungen
Alle Begehungen werden in Prüfprotokollen dokumentiert und bewertet. Identifizierte
Mängel werden anschließend im Leitungsteam besprochen und gemeinsam mit den
Bereichsverantwortlichen entsprechende Maßnahmen zur Beseitigung der Mängel
festgelegt.
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