Geistergeschichten - Clienia AG . Führend in Psychiatrie und

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Geistergeschichten - Clienia AG . Führend in Psychiatrie und
Schülerzeitung der Schule Linde, Clienia Littenheid
7. Jahrgang
Farbig zu finden auf www.clienia.ch
Littendrin
Ausgabe 51, April 2012
Lamborghini
Seite 3
Nightbird
Seite 6
3. Teil
Seite 10
Aus dem
Leben
gerissen
Seite 9
Geistergeschichten
Glaubst du daran?
Seite 5
Vergeben
Vergeben kann nicht jeder und vergessen auch nicht.
Aber ich denke, jeder sollte es mal versuchen…
Liebe Leserinnen
und Leser
Wie du vielleicht schon festgestellt
hast, haben wir ein neues Titelblatt. Nach langem hin und her
mit der Schrift sind wir uns irgendwann einig geworden.
In dieser Ausgabe wird sehr viel
erzählt. Von Geistergeschichten,
bis hin zum neuen Teil der Wölfe.
Ich selbst habe auch einen grossen Beitrag zu den Texten geliefert. Manche sind wahr, andere
reine Fiktion. Einträge über den
Lamborghini und den Rapper
Kollegah werden unsere männlichen Leser wahrscheinlich mehr
interessieren, als die Liebesgeschichte, welche abrupt endet.
Vielleicht ist es auch umgekehrt
und ein Herr besitzt eine romantische Ader. Wer weiss das schon.
Aber etwas kann ich garantieren,
nämlich, dass das Lesen der Texte
zu Zuckungen in den Lachmuskeln
oder Störungen des Tränenkanals
führen kann. Ich bitte um Nachsicht und für Taschentücher musst
du selber aufkommen.
Was hab‘ ich getan, dass du mich so verstösst
Womit hab ich‘s verdient, dass du mir dieses Gift einflösst
Du hast mir so oft gesagt, ich bedeute dir was
Ich war so hin und weg, dass ich deine Vergangenheit
komplett vergass
Ich hab‘ echt geglaubt, du könntest dich ändern
Denn ich wusste, dass du stark bist und zwar nicht nur in
den Armen
Doch du hast dich gehen lassen und aufgegeben
Du hast alle verlassen und ich hab‘ dir alles vergeben
Ich hab‘ dir alles vergeben, aber nie vergessen
Ich wusste, dass du sehr wohl im Stande bist, mich zu
verletzen
Dies ist nun eingetreten und obwohl ich‘s wusste
Hast du mich getroffen genau in meines Herzens Mitte
Aber egal, wie sehr du mich noch verletzt
Ich werde für dich da sein, wenn du mich brauchst
Ich bin nach aussen vielleicht hart und abweisend
Aber in mir ruht ein Herz, ich hoffe du weisst es
Auch wenn du mir nicht glaubst, ich werde da sein und
niemals gehen
Denn ich weiss, dass du jemanden brauchst, um dich zu
verstehen…
Sovej, 15
Tatz, 15
pebo-verlag.com
Ein wahres Wort
2 Littendrin
Lamborghini
Natürlich kennen alle Lamborghini Autos, aber auch die Geschichte, die dahinter steht? Ich habe für euch ein
wenig recherchiert. Viel Spass beim Lesen!
Lamborghini ist ein italie- zurückwies. Lamborghini
nischer Automobilherstel- beschloss deshalb, einen
ler, der seit 1964 Sportwa- schnelleren Sportwagen zu
gen in Kleinserie produ- bauen.
ziert. Die Firma wurde
bereits 1948 gegründet und 1964 kam dann der 350
baute die nach dem 2. GT heraus. Die Leistung
Weltkrieg
unbrauchbar des 350 GT übertraf die
gewordenen Militärfahr- Ferraris deutlich. Richtig
zeuge zu Traktoren um. F. Wirbel machte LamborLamborghini baute diese ghini aber erst 1966 mit
eigenständig um. 1962/63 dem L. Miura, welcher an
hatte Ferrucio Lamborghi- der 300 km/h Marke kratzni die Firma Automobili te. Seit dem Miura trug
2011LamborghiniAventador.jpg
Lamborghini gegründet. jedes der Modelle den Ein Lamborghini Aventador (700 PS,350 Km/h)
Als Markenzeichen wählte Namen eines berühmten
er den Murcielago, den spanischen Kampfstiers, keiten. Die Firma wechsellegendären Stier, der 1879 mit Ausnahme des “Coun- te mehrmals den Besitzer.
KingoftheWorld2030, 17
einen Stierkampf mit 24 tach”. Der Legende nach 1972 fällt Lamborghini an
Lanzenstössen überlebte. soll ein Mitarbeiter beim Rosetti & Leimer, 1977
Grund für die Gründung Anblick
des
Modells geht die Firma bankrott,
einer Autofirma war Lam- “Countach!” gerufen ha- 1984 an Mimram, 1987 an
borghinis Unzufriedenheit ben, was auf Deutsch so Chrysler, 1994 an Megamit E. Ferrari. Lamborghi- viel heisst wie Donnerwet- tech und seit 1998 gehört
ni schlug ihm Konstrukti- ter. 1972 geriet das Lamborghini der Audi
onsänderungen vor, wel- Unternehmen in grosse AG.
che Enzo Ferrari lachend wirtschaftliche Schwierig___________________________________________________________________________________________________
Kollegah
Hallo Leute, ich bin es wieder, eure Schockkiimus. Ich
erzähle euch etwas über den Rapper Kollegah.
Felix Blume (Kollegah) ist der Sohn eines kanadischen
Vaters und einer deutschen Mutter. Kollegah verbrachte
seine Jugend zum Teil vaterlos. Sein Name Kollegah ist
auf seinen Stiefvater zurückzuführen. Kollegah wuchs in
der Stadt Simmern auf. Er besuchte als Jugendlicher das
Gymnasium in Simmern.
Kollegah kam mit seinem algerischen Stiefvater in Kontakt und er fing an, sich über den Islam zu informieren.
Als Kollegah die Schule abgeschlossen hatte, arbeitete er
am Frankfurter Flughafen. Kollegahs Stil lehnt sich vor
allem an den Gangster-Rap an, wobei er ihn selbst als
Zuhälterrap bezeichnet.
Schokkiimus, 15
www.hhnoise.de
Littendrin 3
In der Gasse
Eine Handlung kann schlimme Folgen haben. Manchmal überlegt man zu wenig…
Der Wind blies mir ins Gesicht. Ich fröstelte und zog
meine Jacke enger um mich.
Immer wieder schweifte
mein Blick von rechts nach
links. Wo bleibt sie? Ich
hatte sie sicher vor einer
halben Stunde angerufen.
Die Strassenlaterne über mir
begann zu flackern.
„Bitte, bleib an. Bitte“,
murmelte ich leise. Doch welch ein Zufall - sie erlosch. Ein paar Meter weiter
brannte eine weitere. Ich
ging zielstrebig dort hin.
Ein lautes Hupen ertönte.
Endlich. Ich drehte mich um
und lief schnurstracks auf
das Auto zu.
"...Wie konntest du mir
auch nicht sagen, wo du
bist?! Hausarrest! Für mindestens einen Monat!",
motzte meine Mutter, sobald ich die Tür öffnete.
"Aber…
Mum...
ich...
du...argh, das ist so fies!",
grummelte ich beleidigt.
"Ist es nicht! Willst du laufen?!"
"Liebend gerne."
Und das war der Augenblick, in dem sie mich aus
dem Auto schmiss. Ich hätte
nie gedacht, dass sie es
wirklich durchzieht.
Da steh ich nun. Auf der
halbdunklen Strasse, während es anfängt zu nieseln.
Ich huste erschöpft. Gut,
laufe ich eben. Nach ein
paar Metern höre ich Stimmen. Männerstimmen. Bevor ich mich umdrehen und
in eine andere Richtung
gehen kann, haben sie mich
schon gehört.
"Hey! Du!", brüllt der eine
lauthals.
„Na toll! Betrunkene Männer“, murmle ich, während
ich müde aufschaue. Sie
sind zu viert.
"Gehört mir." Auf diesen
Satz verstreuen sie sich und
nur einer bleibt übrig. Er
kommt vorsichtig auf mich
zu, ich ziehe meine Jacke
fester um mich.
Er fängt an in seiner Jackentasche rumzuwühlen. Ich
blicke neugierig auf seine
Hände. Da erscheint sie.
Silbern und angsteinflössend. Die Spritze. Ich stolpere rückwärts.
"Keine Angst. Sie ist geprüft. Immerhin benutzen
sie alle. Ich will ja nicht
krank werden, ich muss dir
Florence spritzen", spricht
er leise und beruhigend zu
mir. Ich bewege mich weiter nach hinten, während er
mir mit starken Schritten
entgegen läuft. Urplötzlich
beginne ich zu rennen. Er
mir hinterher. Ich kann sein
Schnaufen hören.
Seine Beine sind länger und
er ist auch nicht so müde,
wie ich. Das ist auch der
Grund, warum er mich sehr
schnell einholt. Er packt mit
Leichtigkeit meinen Arm
und setzt die Spritze. Ich
wikipedia.org
„Keine Angst. Alle verwenden Florence.“
reisse sie ihm verängstigt
aus der Hand und werfe sie
auf den Boden. Nach einem
Tritt meiner Schuhe zerbricht sie. Ich befreie mich
aus seinem Griff, während
er immer noch erschüttert
auf die Scherben blickt.
Ein Adrenalinstoss lässt
mich sprinten. Doch auch
der Mann fängt sich schnell
und wirft die Starre ab. Ich
flüchte nicht sehr geschickt
und stolpere über etwas auf
dem Weg. Meine Hände
sind wund und aufgescheuert. Er trampt hinter mich
und greift den Kragen meiner Jacke. Mit einer Wucht
werde ich hochgezogen und
muss in sein dreckiges Gesicht blicken.
"Warum rennst du weg?"
Sein Atem stinkt nach Alkohol. Ich drehe mich angewidert weg.
"Lass mich los.", flüstere
ich erstickt. Das nächste,
was ich spüre, ist ein Schlag
seiner Hand. Ruckartig lässt
er mich los, dann beginnt er
mich auszuziehen. Während
er mich gegen die kalte
Steinwand drückt, betrachtet er mich lüstern. Er lässt
seine Hosen fallen und
drückt seinen ekelhaften
Körper gegen mich. Ein
Schmerz durchfährt mich.
Ich spüre die Tränen, die
mein Gesicht runter rinnen.
Es geht schnell. Schnaufend
lässt er von mir ab, stösst
mich um und rennt weg. Ich
sitze frierend im Schlamm
und schluchze.
"Mama, es tut mir leid.",
stocke ich, während ich, mit
Tränen in den Augen, erfriere.
Tatz, 15
4 Littendrin
Geistergeschichten: Glaubst du daran oder nicht?
Kennt ihr das Gefühl: Ihr seid zu Hause und habt
absolut nichts zu tun? Deshalb setzt ihr euch an den
PC oder den Laptop und fangt an, alles Mögliche zu
googlen. Bis ihr auf Geistergeschichten kommt...
Chat-Seiten, vielleicht geht
ihr raus und trefft euch mit
Freunden und am Abend
oder in der Nacht, wenn
ihr nach Hause kommt, ist
es euch trotz allem nicht
wohl.
paranormalspy.com
Ihr lest alles Mögliche
durch, und ihr spürt einen
leichten kalten Schauer
euren Rücken hinabglei-
ten. Doch denkt ihr, nein,
das kann nicht sein und
glaubt nicht dran. Nun
lenkt ihr euch ab geht auf
Ihr sagt zwar, Geistergeschichten sind nicht wahr,
doch, wieso fühlt ihr euch
dann drei, vier Tage oder
sogar eine Woche unwohl
und habt Angst alleine zu
sein? Wieso fangt ihr an,
Geräusche zu hören, die
gar nicht existieren? Ihr
wisst oder denkt, dass sie
nicht existieren, und doch
ist irgendetwas an der
Geschichte, das euch nicht
in Ruhe lässt.
Ich habe mich oft gefragt,
wieso man solche Geschichten erfindet. Weil
man selbst Angst hat oder
es einem wirklich passiert
ist? Eine Antwort werde
ich nicht darauf finden und
doch erscheint Gänsehaut
auf meinen Armen, wenn
ich so eine Geschichte
lese.
Findet ihr selbst eine Antwort auf all diese Fragen?
Sind die Berichte von
Geistern wahr? Oder einfach erfunden ? Doch wieso habt ihr dann ein solch
komisches Gefühl in euch?
Viel Spass beim Nachdenken.;)
JC, 14
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Stille Tränen
Es war dunkel und ruhig. Tränen liefen über meine
Wangen. Die Stille machte mir Angst. Ich wusste, es
war verrückt.
Warum nur? Mein Leben war so wahnsinnig schön
verlaufen. Warum bin ich hier? Warum bin ich weg?
Warum nur? Fragen über Fragen stellte ich mir.
Warum lebe ich eigentlich?
Zitat: „Spring - und lass dir auf dem Weg nach
unten Flügel wachsen“.
Little_Miss_Sunshine, 12
gaestebuchbilder.net
Littendrin 5
Nightbird
Ein Herbstabend, ein Mädchen, welches nachdenkt, und natürlich die grosse Liebe. Nicht traurig, nicht lustig und
doch ganz gewöhnlich. Das Schicksal nimmt manche Sätze ernst.
genug. Und trotzdem liebte
sie ihre Mutter. Von Herzen. Und wenn irgendjemand ihr auch nur ein Haar
krümmen würde, würde sie
ihn dafür bestrafen. Ihre
Mutter würde dasselbe tun.
Das wusste sie.
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Sie kniff ihre Augen zu und wünschte sich etwas. Tief im Innern
wusste sie, dass ihr Traum nie in Erfüllung gehen würde.
Sie sass still auf dem Fensterbrett. Es war sieben Uhr
abends. Der Abend neigte
sich dem Ende zu. Vereinzelte Personen liefen noch
durch die Strassen, doch sie
liefen schnell, flüchtend vor
der Dunkelheit. Die Strassenlaternen gingen flackernd an. Am Horizont
konnte sie die Sonne langsam untergehen sehen. Die
letzten Vögel und die ersten
Fledermäuse flogen durch
die Nacht. Der Mond schien
hell und klar. Es war Vollmond. Sie hielt ihren Daumen aus alter Kindheitsgewohnheit hoch, um zu prüfen, ob der Mond auch nicht
grösser war. Die Nacht war
klar, was bedeutete, dass sie
die glitzernden Sterne sehen
konnte. Sie überlegte, ob sie
irgendein Sternbild kannte.
Das Mädchen begann zu
lächeln, als ihr das Gespräch darüber, von nichts
eine Ahnung zu haben,
wieder einfiel. Sie sah kein
Sternbild, das sie kannte.
Plötzlich flog eine kleine
Sternschnuppe über den
Himmel. Sie kniff ihre Augen zu und wünschte sich
6 Littendrin
etwas. Tief im Innern wusste sie, dass ihr Traum nie in
Erfüllung gehen würde.
Sie erschrak, als plötzlich
ihre Mutter ins dunkle
Zimmer kam.
„Ich hab‘ dir ein paar
Brownies
gebacken,
Schätzchen. Willst du probieren?“, fragte ihre Mutter
leise.
Das war also ihr Friedensangebot, dachte Jules. Ihre
Mutter kam immer mit irgendwelchen Geschenken,
um sie aufzuheitern, wenn
sie mal wieder die Beherrschung verloren hatte. Doch
Jules wusste, dass ihre Mutter sich nie mit Worten
entschuldigen würde. Sie
erwartete immer, dass Jules
sich entschuldigte. Doch sie
hatte nicht vor, sich für
etwas zu entschuldigen, was
sie nicht getan hatte. Jules
hatte sich immer unter Kontrolle. Sie hatte gute Noten
und auch sonst machte sie
nirgends Schwierigkeiten.
Ihre Mutter wollte jedoch
immer mehr von ihr. Sie
erwartete, dass Jules sich
älter verhielt, als sie war.
Sie verhielt sich schon alt
"Nö.", erwiderte sie abweisend. Gerade im Moment
wollte sie ihre Mutter nicht
hier haben. Ihr Kopf war
überfüllt. Sie dachte nur an
etwas. An ihn. Wie er sie
ansah, mit ihr sprach und ihr
Schmetterlinge
in
den
Bauch brachte. Sie wusste,
dass er nicht an sie dachte.
Sie war nichts Besonderes,
aber er, er war ihr Traum.
Ihr Kopf war ständig bei
ihm. Seine kristallklaren
blauen Augen hatten sich
tief in ihrem Kopf eingebrannt. Nie wird sie auch
nur ein Sterbenswort mit
ihm wechseln. Trotzdem
war sie verzaubert von ihm.
Irgendetwas war so anders,
so geheimnisvoll. Ihr Stern-
Ein Luftstoss brachte sie
zum Frösteln. Unter ihr
raschelten die Herbstblätter.
Sie roch etwas und drehte
sich um. Ihre Mutter hatte
die Brownies stehen gelassen. Vorsichtig stieg sie
vom
Fensterbrett
und
schnappte sich einen. Ihr
Magen knurrte. Wann hatte
sie das letzte Mal etwas
gegessen?
Sie setze sich auf ihr Bett
und sah von dort aus den
Mond an.
"Soll ich?", ging es ihr
durch den Kopf. Sie würde
es einfach tun. Schlagartig
sprang sie auf und begann
sich
anzuziehen.
Sie
schnappte sich ihre Chucks
und ging leise die Treppe
runter. Ihre Mutter sah fern.
Sie würde nichts bemerken.
Jules schlich mit einer Ruhe
zur Tür und ging raus.
"Ja, ich soll", sagte sie in
den Herbstwind hinaus.
Voller Mut stapfte sie zu
seinem Haus. Sie würde es
ausgangs.tk
Urplötzlich holte sie das Quietschen der bremsenden Reifen in die
Realität zurück.
schnuppenwunsch war an
ihn gerichtet. Sie wollte ihn
küssen. Nur einmal. Dann
wäre sie vollkommen zufrieden.
tun. Endlich. Nur noch über
die dunkle Strasse und sie
wäre da.
Ihr ganzer Kopf drehte sich
nur darum, was sie gleich
tun würde und sie achtete
nicht darauf, dass von der Er kam aus seiner Haustür klaren blauen Augen sah. "Ich dich auch, Jules. Seit
linken Seite ein Auto ange- gestürmt.
Sie waren so wunderschön.
dem ersten Tag."
rast kam. Urplötzlich holte "Was ist passiert?", hörte "Jules... nein...", kam es
sie das Quietschen der sie ihn fragen.
stockend aus seinem Mund.
Er küsste sie sanft und dann
bremsenden Reifen in die "Ich... ich habe sie nicht "Sag meiner Mum, alles wurde alles um sie herum
Realität zurück, sie sah in gesehen...", murmelte der okay und...", röchelte sie schwarz.
das Licht der Scheinwerfer Fahrer.
erschöpft.
und spürte einen Druck in Der Junge kam näher und "Es wird alles gut, du Tatz, 15
der Hüfte. Ihr ganzer Kör- sah ihr in die Augen. Ihr schaffst das!", flehte er
per schmerzte und sie sah Herz stoppte für einen Mo- leise.
eine rote Flüssigkeit über ment, als sie seine kristall- "..und... ich liebe dich", kam
den Asphalt rinnen.
noch aus ihrem Mund.
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Kleines
Mädchen
Ein Schicksalsschlag, der
dem meinen sehr ähnelt.
Mich hat das kleine Mädchen berührt. Ich hoffe,
ich kann das zeigen.
Ich ging die Strasse entlang.
Der Tag war regnerisch. Die
Wolken liessen keine Sonnenstrahlen durch. Eigentlich wollte ich nur noch
nach Hause ins warme Bett.
Doch da sah ich ein kleines
Mädchen am Strassenrand.
Es weinte. Irgendetwas zog
mich zu ihr hin und so ging
ich langsam zu ihr und fragte, was denn los sei.
.
"Ich bin umgefallen, mit
meinem neuen Fahrrad",
antwortete sie schniefend.
Da ich Mitleid mit ihr hatte,
setzte ich mich zu ihr und
fragte sie, wo es denn weh
tat.
"Im Herzen", erwiderte sie
leise.
Ich schaute sie nur fragend
an, denn sie war höchstens
sieben Jahre alt. Sie konnte
doch noch keine Probleme
in der Liebe haben, oder?
"Dieses Fahrrad hat mir
mein Papa geschenkt.",
beginnt sie leise zu erzählen, "Er hat gesagt, dass er
stolz auf mich wäre, wenn
ich es mir selbst beibringe,
damit zu fahren. Er hat
gesagt, dass er stolz auf
seine Tochter sei, wenn sie
nicht weint. Weil er eine
starke Tochter hat. Ich habe
ihm gesagt, dass ich ihn lieb
hab‘ und dann hat er geantwortet, er mich auch."
Ich war gerührt, konnte
jedoch immer noch nicht
begreifen, warum sie weinte.
"Aber deswegen musst du
doch nicht weinen, mein
Schatz.", beteuerte ich.
"Doch. Mein Papa ist jetzt
weg. Und ich weine. Aber
ich wollte ihn doch stolz
machen. Wie soll ich das,
wenn ich weine?"
Sie schaute mich mit wässerigen Augen an.
In meinem Kopf schwirrten
die Gedanken. Ist ihr Vater
davongelaufen?
flickr.com
"Weisst du denn, wieso dein
Papa weg ist?", fragte ich
langsam.
"Ja, wegen mir. Ich habe ihn
enttäuscht. Ich habe ihn
wütend gemacht. Wegen
mir hat er das getan.", antwortet sie mir in vollem
Ernst.
"Was hat er getan?"
In meinem Inneren erwartete ich etwas völlig anderes,
als das, was das kleine
Mädchen mir antwortete:
"Mein Papa hat sich getötet,
weil ich eine dumme, dumme Tochter bin."
Mir blieb der Mund offen
stehen. Dieses arme Kind
quälte sich mit Schuldgefühlen. Schuldgefühle, welche begründet waren und
welche nie verschwinden
würden. Ich konnte mir
denken, dass sie keine
Schuld hatte. Ich kannte
ihren Vater und seine Geschichte zwar nicht, doch
wegen seiner Tochter würde
er so etwas nie tun. So etwas konnte kein Mensch
tun.
Ich nahm sie in den Arm
und fragte sie vorsichtig:
"Wieso denkst du denn,
dass er es wegen dir getan
hat?"
"Weil Mama das gesagt
hat." Sie schaute mich mit
ihren grossen Kulleraugen
an und mir stiegen Tränen
in die Augen.
Dieses Mädchen hatte dasselbe Schicksal wie mich
getroffen.
Tatz, 15
Sie schaute mich mit ihren grossen Kulleraugen an und mir stiegen Tränen in die Augen.
Littendrin 7
Verstehen, verzeihen oder einen Schlussstrich ziehen
Du schläfst ein, die Gedanken nur bei der einen Person und wartest auf das Guten-Morgen-SMS, doch als du aufstehst, passiert etwas ganz anderes,…
Liebe, ein Spiel deiner Gefühle…
Die Beziehung zwischen dir
und einer Person hat Höhen
und Tiefen, ihr bekämpft sie
zusammen und doch alleine.
Etwas passiert und du verzeihst, obwohl es dir nicht
richtig erscheint. Du hörst
die Stimme deiner wahren
Liebe. Dein Bauch, deine
Gefühle und deine Gedanken spielen verrückt, denn
der einzige Gedanke, der dir
in dem Moment durch den
Kopf geht, ist: „Ich liebe
sie.“
Den Anruf beendet - deine
Gedanken schweifen ab. Du
hast den Satz „Es tut mir
leid, ich wollte das nicht“
gehört, hast verziehen und
trotz allem glaubst du nicht
wirklich daran. Du hast die
Nachricht auf deinem Handy gelesen, sie ging dir den
ganzen Tag nicht aus dem
Kopf. Du hast dir den Kopf
darüber zerbrochen, was das
bedeuten sollte, hast dich
den ganzen Tag aufgeregt
und auf eine Antwort gewartet. Doch als du sie bekamst, war es nicht vorbei,
denn es ist dein Verstand,
der dir klar macht, dass es
nicht stimmt.
Jetzt sind es die Fragen in
deinem Kopf, die dir
Schmerzen bereiten. Ob es
so weitergehen kann, ob du
dir das immer und immer
wieder antust, oder ob du
sie gehen lässt. Gehen lassen kannst du sie nicht, sie
ist ja deine wahre Liebe!
Die nächste Frage, die
kommt, ist: Kann sie meine
wahre Liebe sein, wenn so
etwas immer und immer
wieder
passiert?
Dann
stellst du dir ein Leben ohne
8 Littendrin
sie vor, brichst in Tränen
aus und dein Leben hat in
Sekundenschnelle
keinen
Sinn mehr. Die Schlussfolgerung: Ich werde Sie nicht
gehen lassen. Doch in deinem Gesicht ist kein Ausdruck. Du willst lachen,
doch hast die Kraft dazu
nicht.
Die Tränen gleiten deine
Wangen hinunter, doch
den wahren Grund deiner
Enttäuschung kennst du
nicht, denn geblendet von
der Liebe akzeptierst du
die Wahrheit nicht.
alles passiert, wieso habe
ich das getan, wieso jetzt?
Fragen, die du die ganze
Zeit verdrängt hast, kommen nun zum Vorschein.
Langsam fängst du an zu
akzeptieren, dass nicht du,
sondern sie es war, die
Scheisse gebaut hat. Deine
Gefühle vergehen nicht,
nein sie bleiben, denn die
Liebe zu ihr ist stärker als
der Gedanke sie für immer
gehen zu lassen und einen
neuen Weg zu gehen.
Wochen sind vergangen,
wenn nicht Monate.
www.fotocommunity.de
Viele Wege führen nach Rom…
Du fängst an, die Fehler bei
dir selbst zu suchen, sagst
dir: Auch ich habe Scheisse
gebaut, nicht nur sie.
Schiebst die Schuld auf dich
und kritisierst dich selbst
wegen ihr.
Du vergisst das Ganze, denn
bei ihr ist alles wieder heile
Welt. Ohne dass du es
merkst, steigt der Druck in
dir immer höher und höher,
bis er explodiert und du sie
verloren hast. Tage vergehen in Gedanken an sie und
dich, doch die Frage wieso?
vergeht nicht. Wieso ist das
Du siehst, dass sie lacht,
dass sie glücklich ist, du
lachst mit, doch deine
Seele weint.
Sie gibt dir das Gefühl von
Liebe nicht mehr. Jetzt bist
es nur noch du, die sie liebt.
Eure Freundschaft zerbricht
in deinen Augen immer
mehr und mehr, denn für
dich ist die Freundschaft
keine Freundschaft mehr.
Du willst sie, willst, dass du
zu ihr und sie zu dir gehört.
Doch die Wahrheit zeigt,
dass du und sie jetzt verschiedene Wege geht. Akzeptieren? - Kannst du
nicht. Sie war dein Engel,
doch sie ist es nicht mehr.
Irgendwann musst du es
akzeptieren, dass nicht mehr
ihr Name neben deinem
steht, sondern den Platz, den
du hattest, eine andere einnimmt.
Du denkst, dein Leben habe
keinen Sinn mehr ohne sie
und willst es beenden. Doch
was du in dieser ganzen Zeit
vergessen hast, ist, dass sie
immer bei dir bleiben wird,
in guten wie in schlechten
Zeiten. Wieso hast du dir
eingeredet, dass du sie nicht
mehr interessierst? Sie war
immer an deiner Seite, doch
du warst es, die sie nicht an
dich rangelassen hat. Ihr
hattet eine Beziehung mit
Gefühlen und kennt euch
gegenseitig besser als euch
selbst, und diesen Platz wird
nie jemand anders einnehmen. Die Zeit wird kommen
und die Zukunft entscheidet,
was passiert. Die Zeit mit
ihr und dir wird in deinen
Gedanken für immer bleiben, und auch in ihrem
Herzen wirst du für immer
bleiben. Gefühle gehen und
kommen, doch für immer
gehen werden sie nie.
Die Frage nach diesem
Ganzen bleibt die gleiche:
Wirst du es verstehen, ihr
verzeihen
oder
einen
Schlussstrich ziehen und
einen neuen Weg gehen?
Nun heisst es: Warten auf
die Antwort dieser Nachricht.
Auch wenn es ein langer
und harter Weg sein wird:
Viele Wege führen nach
Rom.;)
JC, 14
Aus dem Leben gerissen
Eine Situation, welche mir schon seit 3 Jahren im Kopf herumgeistert. Loslassen ist leicht gesagt. Abschied nehmen
fast unmöglich. Das Schicksal spielt in meinem Leben immer wieder eine Rolle.
Ich sitze da, auf einer unbequemen Holzbank. Die
Holzbank steht in einem
dunklen Raum. Schwer zu
beschreiben - für mich war
er einfach dunkel. Der
Raum ist so abgedunkelt,
damit man besser auf die
andere Seite der Glasscheibe sehen kann. Ein kalter
Windstoss kommt herein,
sobald die Tür geöffnet
wird. Ich erzittere auf
Grund der Kälte. Zwei
Männer betreten den Raum.
Der erste ist mollig, seine
Wangen sind gerötet. Sein
Gefährte ist sein komplettes
Gegenteil. Er ist gross und
schlaksig. Sein Gesicht wird
bleich, sobald er zur Glasscheibe blickt. Ich selbst
zeige ihnen gegenüber kein
Interesse. Sie sind für mich
nicht von Belang. Der Boden knarrt unter dem Gewicht der beiden. Sie weinen. Ich habe noch nie gesehen, dass Männer weinen.
Ich fragte meinen Vater
schon oft, warum Männer
nie weinen. Er sagte immer
dasselbe: „Sie dürfen nicht.
Männer müssen immer
Stärke
zeigen.
Keine
Schwäche. Jeder Mann, der
weint, hat keinen Stolz.“
Ein kleines Lächeln umspielt meine Lippen, wenn
ich daran zurückdenke.
Mein Vater hatte immer
komische Theorien.
Ein Schluchzen des Dicken
reisst mich aus meinen Erinnerungen. Die beiden
starren das Glasfenster an.
Sie umarmen sich und der
Grosse reicht seinem Kollegen ein zerknittertes Taschentuch.
Irgendeiner
murmelt etwas. Nun, wenn
ich mich daran erinnere,
weiss ich, dass er „Sie ist
doch noch so jung“ gesagt
hat. Beide klopfen mir mitfühlend auf die Schultern.
Ich zucke unter ihnen zusammen.
„Du bist ein tapferes Mädchen“, bemerkt der Grosse
mit einer rauchigen Stimme.
Ich kenne sie nur von weitem. Sie sind Freunde meines Vaters. Er war oft mit
ihnen am Freitag ein paar
Bier trinken. Auch letzten
de. Langsam spüre ich wieder, wie hart die Holzbank
ist. Mein Rücken knackst,
sobald ich mich bewege.
Meine Augenlider fühlen
sich schwer an. Ich bin
schon lange wach. Wie
lange weiss ich nicht. Ich
kann es noch gar nicht fassen. Die nächsten Tage
werden grauenhaft, die
Nächte schlaflos. Ich werde
noch lange brauchen, bis ich
es realisiert habe.
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Ein dunkler Raum. Schwer zu beschreiben - Für mich war er einfach
dunkel.
Freitag, als er betrunken
nach Hause kam. Er stritt
mit mir. Noch jetzt bereue
ich, was ich nicht getan
habe.
Die Tür geht auf. Dick und
Doof verschwinden. Wieder
ein kühler Luftzug. Trotz
meines dicken Pullovers
erschaudere ich. Mein Kopf
pocht. Das Zeitgefühl habe
ich schon lange verloren.
Für mich waren es Jahre, in
denen ich in diesem Raum
sass. Für andere waren es
nur Stunden.
Ständig schwirren mir alte
Erinnerungen im Schädel
herum. Ich stütze meinen
Kopf auf meine kalten Hän-
Das Nächste, woran ich
mich erinnern kann, ist, wie
eine Frau mittleren Alters
den Raum betritt. Ich kenne
sie. Mein Vater mochte sie
nie, doch sie war eine gute
Freundin meiner Mutter. Sie
ist depressiv. Ein paar Monate später wird sie in eine
Psychiatrie
eingeliefert
werden. Ein Nervenzusammenbruch. Ihre Kinder,
welche ich nicht ausstehen
kann, werden meinem Vater
die Schuld in die Schuhe
schieben. Ich kann die Frau
nicht ausstehen. Ihr Name
ist Sandra. Ein einzelner
Name, an den ich mich noch
erinnern kann.
Sie kommt mit verheulten
Augen zu mir. Ihr Mascara
ist komplett verlaufen. Sie
gleicht einem Waschbär.
Urplötzlich ertönt Musik.
Ein nervtötendes Lied. Der
Sänger kommt sofort zum
Refrain. Ich kann mich noch
genau an ein Wort im Titel
erinnern: Heaven. Solche
komplett unpassende Lieder, welche nur Idioten
abspielen, weil sie denken,
das hilft. Sandra weint immer weiter, nun umarmt sie
mich auch noch. Ich balle
meine Fäuste. Meine Hände
zittern vor Wut, während
ich ruckartig das Handy
zuklappe. Die Musik erstickt. Endlich.
„Es tut mir ja so leid! Du
bist so jung! Ein ganz tapferes Mädchen bist du!“,
schluchzt sie jammernd.
Ihr Parfüm wabert in meine
Richtung. Ich unterdrücke
meinen Würgereiz. Während ich die Luft anhalte,
versuche ich, mich aus ihren
dicken Armen zu winden,
doch sie umklammert mich
noch fester.
Ich huste demonstrativ um
sie darauf hinzuweisen, dass
sie nervt. Sie ignoriert es.
Ich huste ein weiteres Mal,
nun hat es auch in ihrem
kleinen Hirn klick gemacht.
Sie lässt langsam von mir
ab, ich atme erleichtert aus.
Sie steht mühselig auf. Ein
weiteres Ausatmen meinerseits. Sie blickt noch ein
letztes Mal mit ihren traurigen Augen zu mir und verlässt den Raum dann schreiend. Das war der Moment in
dem sie durchknallte. Ich
lächle, wenn mein Vater das
gesehen hätte…
Littendrin 9
Mein
Gesichtsausdruck
wird härter, sobald ich meine Schulter anschaue. Sie
hat zwei schwarze Mascara
Flecken auf meinem grauen
Pullover hinterlassen. Es ist
mein Lieblingspullover! Für
das wird sie büssen, sobald
ich wieder genug Kraft
habe, um sauer zu werden.
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Ich starre weiterhin geradeaus, während mir die erste richtige Träne
die Wange hinunter rinnt.
Ich schnaufe einmal wütend
und im selben Moment ist
meine Wut verflogen. Nun
ist es mir schon egal. Nichts
ist mehr wichtig. Nicht
Sandra, nicht die Kälte im
Raum, nicht die harte Holzbank. Nicht einmal die nervende flackernde Lampe,
die gerade erlosch. Jenes,
welches mir am meisten
bedeutete, liegt hinter der
Glasscheibe. Jenes, ohne
welches nichts mehr einen
Sinn ergibt. Es wurde mir
einfach so weggenommen.
Ich habe schon eine Weile
nicht mehr geblinzelt, so
dass meine Augen trocken
sind. Ich starre weiterhin
geradeaus, während mir die
erste richtige Träne die
Wange hinunter rinnt.
Ich sitze auf einer Bank, in
einem Raum, welcher in
einem
Leichenschauhaus
ist.
Hinter der Glasscheibe liegt
mein Vater.
Tatz, 15
_______________________________________________________________________________________________
Die Wölfin in mir/Teil 3
(Teil 2 ist leider verloren gegangen…)
Was bisher geschah: Ich bin nach einem Brand in meinem Dorf mit meiner Wölfin fortgegangen. Sie hat mich zu
einem Wolfsrudel geführt. Unterwegs hatte ich seltsame Träume, in denen ich selbst ein Wolf war. Eine Wölfin hatte
mich dort gerufen. Mir war im Traum ein wunderschöner Wolf begegnet. Als mich meine Wölfin zum Rudel geführt
hatte, wurde ich dort schon erwartet. Sie erzählten mir, ich sei die verschwundene Tochter der Göttin. Wenig später
wurde eine Zeremonie abgehalten, bei der ich meiner Mutter, der Göttin, begegnete, und ich meinen Wolfskörper
bekam. Ich sah auch den Wolf wieder. Er hiess Schattenpelz.
Ich trat zu meiner Mutter an
den See, der zu Füssen des
Wasserfalls lag, hinter dem
das Lager des Mondclans
verborgen war.
Als ich ins Wasser sah,
blickte mir eine schneeweisse, wunderschöne Wölfin mit leuchtenden blauen
Augen entgegen.
„Du bist wunderschön, nicht
wahr?“
Ich sah zu meiner Mutter
auf.
„Ja.“
„Jetzt wird es Zeit, dass du
endlich einen Namen bekommst.“
Sie trat vor mich hin und
legte mir die Schnauze auf
den Kopf. Ich hörte ihre
Willkommensgeheul an und
auch ich legte den Kopf in
den Nacken und heulte all
10 Littendrin
Stimme so klar und deutlich
wie Kristall in meinem
Kopf.
„Du hast nun deinen rechtmässigen Körper wieder
und sollst auch deinen Namen erhalten. Von der heutigen Nacht an sollst du
Nachtherz heissen. Werde
deinem Namen gerecht,
meine Tochter.“
Mit diesen Worten löste sie
sich immer mehr auf, bis sie
nur noch eine Erinnerung in
meinem Herzen war.
Nun trat Schwarzstern zu
mir und sah mich freundlich
an.
„Nun bist du ein vollständiges Rudelmitglied. Nachtherz, du unterliegst ab jetzt
meiner Führung und meimeine Gefühle in die Nacht
hinaus.
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Schattenpelz (Krieger des Mondclans)
nem Schutz. Sei willkommen.“
Als der Tag hereinbrach und
ich eigentlich hätte schlafen
sollen, wollte ich einfach
keine Ruhe finden. Zu viel
Immer mehr Wölfe schlossen
sich
ihrem
war in der letzten Nacht
geschehen.
Ich musste immer wieder
daran denken, wer meine
eigentliche Mutter war. Ich
stand auf und schlich zum
Eingang des Lagers und von
dort ins Freie.
Ich schüttelte mir das Wasser aus dem Pelz und sah
mich um. Was sollte ich
tun? Ich beschloss, ein wenig den Wald zu erkunden.
Langsam trottete ich an
grossen und kleinen Bäumen vorbei.
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Nachtherz
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Unendlich viele Gerüche
schwebten um mich herum.
Ich hatte ja schon immer
besser riechen können als
andere, aber so stark war es
nie gewesen.
Aschepelz war jetzt sicher
schon tief eingeschlafen. Ich
hatte sie seit unserer Ankunft hier erst einmal gesehen.
Plötzlich hörte ich es hinter
„Nur ein wenig.“, seine
Augen blitzten schelmisch
auf.
„Du bist mir im Traum
erschienen. Bevor ich hier
ankam, da hab‘ ich geträumt, dass du genauso aus
dem Schatten kamst, wie du
es vorhin getan hast. Und du
hast gesagt, du kennst mich
schon länger.“
„Ja, das stimmt. Ich hab‘
dich in meinem Traum auch
gesehen. Und weisst du,
was ich noch zu dir gesagt
habe?“
Ich wusste es, aber ich
schüttelte trotzdem den
Kopf.
„Ich sagte, dass du noch viel
schöner bist, als ich dich
mir vorgestellt habe. Und es
ist wahr, das bist du. Du bist
das Schönste, dem ich jemals begegnet bin.“
Ich war unfähig, mich zu
rühren, geschweige denn
etwas zu sagen. Also stand
ich einfach da und starrte
ihn an.
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Nebelpelz (Taupfotes Mutter)
mir rascheln. Aus dem Dickicht trat Schattenpelz
hervor.
„Kannst du auch nicht
schlafen?“, fragte er.
„Nein, meine Gedanken
wollen einfach nicht still
stehen. Bist du mir gefolgt?“
„Nachtherz, ich wollte dich
fragen ob du…“ Noch bevor
er den Satz zu Ende gesprochen hatte, hörten wir aus
der Richtung des Lagers
Schreie und Jaulen.
„Das sind die Anderen, wir
werden angegriffen! Komm,
wir müssen ihnen helfen!“
Wie der Blitz hatte Schattenpelz kehrt gemacht und
war zwischen den Bäumen
verschwunden.
Ich folgte ihm dicht auf den
Fersen.
Als wir aus dem Wald brachen, sahen wir das Unheil.
Überall waren sich windende Wölfe am Boden, die
von anderen zu Boden gedrückt wurden. Ein anderes
Rudel Wölfe hatte uns überfallen.
„Komm, wir müssen ihnen
helfen!“ Mit einem wütenden Jaulen preschte Schattenpelz auf die Kämpfenden
zu und zerrte gleich einen
Feind von dem Rücken
eines Kriegers.
Frisches Blut stieg mir in
die Nase und plötzlich verspürte ich nur noch das
Bedürfnis meinen Clankameraden zur Hilfe zu eilen.
Mit ein paar Sätzen war ich
in der Meute. Ich konnte die
Wölfe nur durch den Geruch unterscheiden. Ich
packte den ersten, der nicht
nach Mondclan roch, am
Nacken und riss ihn zu Bo-
spürte, wie rasiermesserscharfe Zähne sich in mein
dichtes Fell bohrten und
biss unwillkürlich zurück.
Ich erwischte das Ohr des
Angreifers und zerrte daran,
so fest ich konnte. Dieser
konnte nun nichts mehr
unternehmen, dachte ich.
Aber dann trat der Wolf
plötzlich mit der Hinterpfote aus und traf mein Vorderbein, woraufhin ich einknickte und sein Ohr loslassen musste. Das war nun
seine Chance, sich auf mich
zu stürzen und auf mein
Genick zu zielen. Doch ich
war schneller und rollte
mich unter ihm weg. Als ich
wieder stand, sah ich mich
nach allen Seiten nach ihm
um, aber er war verschwunden. Da hörte ich in meiner
Nähe ein verängstigtes
Quietschen und ich lief dort
hin. Ich kam gerade noch
rechtzeitig, um zu verhindern, dass ein fremder Wolf
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Schwarzstern (Anführerin des Mondclans)
den. Doch der war schnell
wieder auf den Beinen und
ging nun auf mich los. Ich
einem unserer Jungen das
Genick brach. Ich schmiss
ihn zur Seite und stellte
mich schützend vor den
Welpen. Ich fletschte drohend die Zähne und legte
die Ohren an. Mein Fell war
ohnehin schon gesträubt.
Gerade wollte er sich auf
mich stürzen, als ein durchdringendes Heulen ertönte.
Der Fremde spitze die Ohren und wandte den
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Littendrin 11
Kopf in die Richtung. Dann
sah er wieder mich an.
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Gletscherschweif (Zweiter
Anführer und Taupfotes Mentor)
„Es ist noch nicht vorbei,
dreckiges Pack!“, knurrte
er, machte kehrt und preschte hinter seinen Kumpanen
her.
Noch immer alle Muskeln
angespannt, sah ich mich
um. Sie waren weg. Alle
Feinde waren verschwunden. Anscheinend hatte der
Anführer den Befehl zum
Rückzug gegeben.
Vorsichtig drehte ich mich
zu dem Kleinen hinter mir
um. Er zitterte am ganzen
Leib. Sanft leckte ich ihm
über den Kopf, dann tauchte
auch schon seine Mutter auf
und begann ihn ausführlich
zu untersuchen.
Jetzt hatte ich Zeit, das
Lager nach Verletzten zu
durchsuchen. Ich hatte noch
keine drei Schritte gemacht,
als schon ein herzzerreissender Schrei die Luft zerriss. Ich eilte zu der Wölfin,
die auf der Erde kauerte und
in den Himmel heulte.
„Nein, mein Kind! Sie haben mir mein Kind genommen! Nein! Taupfote, nein,
das darf nicht sein, bitte!
Nein!“
Als ich sah, was passiert
war, drehte sich mir buchstäblich der Magen um. Vor
der Wölfin im Staub lag ein
blutiges Bündel Fell. Es war
das Junge der trauernden
Wölfin. Ich trat einen
Schritt zurück, um den anderen Wölfen nicht im Weg
zu stehen, die sich um die
arme Mutter kümmerten.
Einer der Angreifer hatte
wohl in dem Durcheinander
leichtes Spiel mit dem Kleinen gehabt. Beinahe wäre
das mit dem anderen Jungen
auch passiert, dachte ich.
Als die Sonne schon tief am
Himmel
stand,
rief
Schwarzstern eine Versammlung ein.
„Was heute geschehen ist,
ist mit Worten beinahe nicht
zu beschreiben. Der Kampf
mit dem Blutclan hat heute
ein Opfer gefordert. Taupfote, du wirst immer in unseren Herzen bleiben. Und
Nebelpelz, dir spreche ich
mein tiefstes Beileid aus. Er
ist jetzt beim Sternenclan.“
Trauriges Gewinsel stieg
rund um mich auf, und auch
ich konnte das Heulen in
meiner Kehle nicht unterdrücken. Doch nun bekamen Schwarzsterns Augen
einen gefährlichen und wilden Ausdruck.
„Und genau das können wir
uns nicht gefallen lassen!“,
rief sie.
„Wir müssen zurückschlagen! Wir müssen ihnen
heimzahlen was sie uns
angetan haben!“
Nebelpelz sprang auf. „Ja,
ich will Taupfotes Mörder
persönlich in Fetzen reissen!“
„Beruhige dich, Nebelpelz.
Wenn wir jetzt überstürzt
handeln, werden wir nichts
gegen sie ausrichten können.“
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Einauge (Krieger des Mondclans)
Nebelpelz setzte sich und
ihr Nackenfell legte sich
langsam wieder.
„Wir greifen morgen bei
Sonnenuntergang an. Bis
dahin werden wir uns stärken. Gletscherschweif und
ich werden einen Plan festlegen.“ Zustimmendes Gemurmel war zu hören. Ich
fand die Idee auch nicht
schlecht.
Als sich die Versammlung
langsam auflöste, kam
Schattenpelz auf mich zu.
„Bist du verletzt? Ich meine, hat dir jemand etwas
getan? Das war ja schliesslich dein erster Kampf gegen andere Wölfe.“ Er
schien wirklich besorgt um
mich.
„Mir geht’s gut. Das ist
schrecklich, was mit Taupfote passiert ist.“
„Ja. Ich glaube, für Gletscherschweif war es beinahe
so schlimm wie für Nebelpelz. Er war schliesslich
Taupfotes Mentor. Aber
was ich eigentlich fragen
wollte, war, ob du mit mir
jagen gehen willst. Vorhin
hatten wir ja gar keine Zeit
mehr.“
„Klar, ich würde mich freuen.“ Ich wusste zwar nicht
wieso, aber ich hatte das
Gefühl, schon eine ausgezeichnete Jägerin zu sein.
Und so war es auch. Ich
erlegte schon nach kurzer
Zeit einen Hasen und später
eine Maus. Wir brachten die
Beute zurück zum Lager
und liefen dann die Grenze
unseres Territoriums ab.
Schattenpelz zeigte mir
alles. Als der Mond den
Himmel fast wieder überquert hatte, und am Horizont schon ein heller Streifen zu sehen war, hielt
Schattenpelz an.
„Nachtherz, was ich dir
sagen wollte…“ Seine
Stimme war schwach und
auch ich bekam Herzrasen,
als ich ihn so vor mir stehen
sah. Sein Fell glänzte golden im Licht der aufgehenden Sonne und seine bernsteinfarbenen Augen ruhten
auf meinen.
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Weissfuss (Kriegerin des Mondclans)
12 Littendrin
„Ich fühle mehr für dich als
nur Freundschaft, das habe
ich schon die ganze Zeit
gefühlt. Ich hatte nur nie die
Gelegenheit es dir zu sagen.
Und ich habe auch Angst,
dass du mich zurückweist.“
„Ich weiss, wie das ist. Ich
spüre auch mehr als Freundschaft zwischen uns und ich
will, dass es auch mehr als
Freundschaft ist. Ich liebe
dich, Schattenpelz. Schon
als ich dich in meinem
Traum gesehen habe, hab‘
ich dich geliebt.“
„Also, heisst das ja?“
„Ja, das heisst es.“
Dann schmiegten wir uns
eng aneinander und ich
dachte, wie glücklich ich
mit so einem Gefährten an
meiner Seite war.
Schwarzstern und Gletscherschweif versammelten
uns, um uns den Plan zu
erläutern, in der Höhle.
Die Anführerin des Mondclans stand auf dem Fels in
der Mitte der Höhle. Gletscherschweif sass davor.
„Gletscherschweif und ich
haben lange zusammengesessen und uns beraten. Wir
sind zu dem Schluss gekommen, dass wir sie von
allen Seiten umzingeln und
sie dann in die Enge treiben.
Dort werden wir sie zu dem
Versprechen zwingen, uns
in Ruhe zu lassen. Ansons-
bfn.de
Eichenherz (Krieger des Mondclans)
ten werden wir sie töten.“
Allgemeine
Zustimmung
war zu spüren. Der Plan war
so simpel und doch konnte
er funktionieren. Doch irgendwie zweifelte ich auch
daran. Der Blutclan würde
sich sicher nicht so einfach
geschlagen geben, da war
ich mir sicher. Ich hatte sie
zwar erst einmal erlebt, aber
das war schon genug um zu
wissen, dass sie nicht einfach mit eingeklemmtem
Schwanz
verschwinden
würden. Doch jetzt war
keine Zeit mehr, sich darüber Sorgen zu machen,
denn Schwarzstern sammelte schon alle Wölfe um sich,
um ihnen ihre Aufgabe zu
erklären.
Ich schlich zwischen den
Bäumen hindurch über die
Mondclangrenze. Ich war
Teil der Patrouille, die den
Zustand im Territorium des
Blutclans auskundschaften
sollte. Einauge, Eichenherz
und Weissfuss waren bei
mir.
Es schien alles ruhig zu
sein. Wir wagten uns tiefer
ins feindliche Territorium
hinein. Es war so gespenstisch still, dass jeder seinen
eigenen Herzschlag hören
konnte. Zu still. Nicht mal
die Vögel sangen. Alles
schien gespannt auf etwas
zu warten.
Doch als wir zum Lager
zurückkehrten, war nichts
Aussergewöhnliches passiert.
„Wir können angreifen. Alle
wissen, was sie zu tun haben“, jaulte Schwarzstern.
Sie reihte sich ganz vorn an
der Spitze des Rudels ein
und führte uns. Doch schon
als wir die Grenze überquerten, stach uns ein merkwürdiger Geruch in die Nase.
Schwarzstern liess sich
dadurch jedoch nicht beirren und geleitete uns zielstrebig zum Lager des Blutclans. Kurz davor teilten wir
uns auf und jeder ging auf
seinen Posten.
Doch gerade als Schwarzstern den Befehl zum Angriff geben wollte, rochen
wir es erneut. Und diesmal
so stark, dass es keiner von
uns ignorieren konnte. Der
Gestank von frisch vergossenem Blut und panischer
Angst.
Bei diesem Angstgeruch
sträubte sich mir das Fell.
von ihnen überlebt. Nur,
gegen was hatten sie gekämpft? Was war so mächtig, dass es einen ganzen
Clan auslöschen konnte?
Oder waren die anderen
geflohen? Und war der
Angreifer vielleicht noch
hier irgendwo? Ich sah mich
mit angespannten Muskeln
um und prüfte die Luft.
Aber der Gestank von Blut
überlagerte alles andere.
Plötzlich hörte ich aus ei-
fotocommunity.com
Rindenpfote
(Schüler des Blutclans)
Schwarzstern
bedeutete
Gletscherschweif und Eichenherz ihr zu folgen.
Nach kurzem Zögern gab
sie mit einem Zucken der
Ohren zu verstehen, dass
ich auch kommen sollte.
Wir verliessen vorsichtig
den Schutz der Büsche und
traten auf die Lichtung, die
einst das Blutclanlager gewesen war. Jetzt jedoch
konnte man es nur noch ein
Schlachtfeld nennen. Der
Boden war getränkt mit
Wolfsblut und die toten
Körper des Blutclans lagen
überall verstreut herum. Es
war schrecklich, das zu
sehen. Sie hatten um ihr
Leben gekämpft, aber so
wie es aussah, hatte keiner
nem Winkel der Lichtung
ein Rascheln. Langsam
näherte ich mich ihr. Doch
statt ein riesiges Monster
fand ich nur einen zusammengekauerten Welpen, der
zitterte wie Espenlaub. Ich
stupste ihn mit der Pfote an.
Panisch fuhr er vor meiner
Berührung zurück. „Bitte
töte mich nicht, bitte!“,
jaulte er.
„Ich töte dich doch nicht,
keine Angst.“
Der Welpe sah mich nun
das erste Mal an. Er hatte
klare braune Augen. Ich
konnte in ihnen das blanke
Entsetzen sehen. Wie damals, als ich meine Wölfin
gefunden hatte, die gerade
Littendrin 13
ihre Mutter verloren hatte,
ging es mir durch den Kopf.
„Wie heisst du?“, fragte ich.
„Rindenpfote.“ Er schien
etwas beruhigt, dass ein
anderer Wolf bei ihm war.
„Was machst du da?“ ich
fuhr bei der Stimme von
Schwarzstern zusammen.
„Ich habe einen Überlebenden gefunden.“ Ich sah sie
fragend an, „Was machen
wir mit ihm?“
„Wir werden ihn mitnehmen. Der Blutclan hat uns
einen Schüler gestohlen und
dafür werden sie uns einen
geben.“, ihr Entschluss
stand fest.
„Aber ich will nicht weg,
ich will zu meinem Rudel.“,
rief der Kleine.
Ich leckte ihm sanft das
Ohr, „Wir sind jetzt dein
Rudel. Du bist jetzt bei uns
zu Hause. Hab keine
Angst.“
Und damit kehrten wir zu
unserem Territorium zurück, ohne einen Kampf
geführt zu haben.
Zwei Tage waren vergangen
ohne irgendwelche Schwie-
einen Mentor: Schattenpelz.
Ich war so stolz auf ihn und
sah ihnen oft beim Trainieren zu.
Rindenpfote hatte nach
unserer Ankunft im Lager
alles über den Überfall erzählt. Wir waren alle schockiert, als wir erfuhren, dass
ein Bär das ganze Unheil
angerichtet hatte. Kein Bär
computerbild.de
Nachtherz trauert um ihren
Gefährten
konnte ein ganzes Rudel
auslöschen. Zumindest keiner von denen, die es hier
gab. Aber Rindenpfote blieb
nachrichten.ch.msn.com
Schattenpelz tödlich getroffen
rigkeiten.
Schwarzstern
hatte trotzdem die Patrouillen verdoppelt und um den
See Wachen postiert. Rindenpfote hatte sich einigermassen im Mondclan eingelebt und hatte auch schon
14 Littendrin
bei seiner Aussage.
Wir konnten nur hoffen,
dass der Bär weiter gezogen
war.
Doch wir sollten schon bald
wieder von ihm hören.
Ich schlich mich an Schattenpelz an. Eine Fuchslänge
entfernt sprang ich und
landete genau auf seinem
Rücken.
Nach einem erschrockenem
Jaulen versuchte er sich aus
meinem Griff zu befreien,
doch er schaffte es nicht.
Schliesslich sprang ich ab
und grinste ihn an.
„Gehen wir jagen“, sagte er.
Ich folgte ihm durch den
Wald, bis wir einen starken
Geruch von Reh wahrnahmen. Schattenpelz deutete
mir mit einem Ohrzucken
zu warten. Ich kauerte mich
in den Schutz der Büsche
und beobachtete ihn, wie er
sich an die Beute anschlich.
Plötzlich stieg mir noch ein
anderer Geruch in die Nase.
Ich konnte ihn zuerst nicht
identifizieren, doch dann
schrillten in mir alle Alarmglocken. Gerade als ich
aufspringen wollte, brach
aus dem Gebüsch einer der
riesigsten Bären hervor, den
ich jemals gesehen hatte.
Schattenpelz fuhr herum,
doch er war zu langsam.
Der Bär hatte sich schon
aufgerichtet und holte mit
einer Pranke aus. Die nächsten Sekunden verliefen wie
in Zeitlupe. Ich sah noch
das bösartige Glitzern in
den Augen des Bären und
die niederdonnernde Pranke. Der Körper von Schattenpelz, der durch die Luft
geschleudert wurde. Und
plötzlich war ich nicht mehr
ich selbst. Ich tat es einfach,
ohne zu wissen warum. Ich
rannte auf das Ungetüm zu,
das sich schon wieder auf
Schattenpelz stürzen wollte,
und schlug meine Zähne in
seinen zottigen Vorderlauf.
Es wirbelte zu mir herum,
doch ich war schneller und
verbiss mich schon in der
Schulter des Bären. Wütend
brüllte er auf und versuchte
mich abzuschütteln. Doch
ich hielt eisern fest. Ich
wusste nicht, wie lange ich
so hin und her geschleudert
wurde, aber irgendwann
versagten meine Kiefer mir
den Dienst und ich fiel hart
zu Boden. Doch der Bär
hatte gar keine Zeit mehr,
sich um mich zu kümmern,
denn um mich herum war
schon mein ganzes Rudel
versammelt und griff den
Bären von allen Seiten an.
Schliesslich ergriff das
Biest die Flucht und stürmte
zwischen den Bäumen davon. Einige Krieger verfolgten ihn.
Ich rappelte mich auf und
eilte zu dem reglos daliegenden Schattenpelz hin. Er
rührte sich nicht. Ich stiess
ihn mit der Schnauze an. Ich
zerrte an seinem Ohr. Ich
versuchte ihn aufzurichten,
doch er fiel wieder in sich
zusammen. Als ich endlich
realisierte, was passiert war,
da war mir, als ob mein
Leben, mein Herz, mein
ganzes Inneres einfach zerrissen würde.
„Nein,
nein,
neeeiiiin!
Schattenpelz, nein!“, ich
fühlte, wie meine Seele in
tausend Stücke zersprang.
Der Bär hatte mir meinen
Gefährten genommen. Er
hatte ihn mir einfach genommen. Das durfte nicht
sein, es durfte einfach nicht.
Ich stiess meine Schnauze
in seinen noch warmen Pelz
und sog noch einmal den
vertrauten Duft ein, den ich
so sehr liebte. Dann riss ich
mich von ihm los, warf den
Kopf zurück und schrie
meinen ganzen Schmerz
und meine Verzweiflung in
den nächtlichen Himmel.
Ich schrie und heulte, bis
auch meine Stimme versagte. Ich warf den Kopf immer
wieder hin und her, als ob
sich dadurch der Schmerz
vertreiben liesse, der in mir
tobte. Er tobte in mir und
liess auch mich toben.
Ich rannte von einer Seite
der Lichtung zur anderen.
Doch schliesslich brach ich
vollkommen erschöpft neben der Leiche meines Gefährten zusammen. Ich
wollte nicht ohne ihn leben.
kurz wieder ein, weil meine
Beine noch sehr zittrig waren. Als ich hinaus trat,
wurde mir die schreckliche
Wahrheit schon auf den
ersten Blick wieder klar. Sie
schnitt schon wieder in
trat vor und flüsterte, so
dass es niemand hören
konnte: „Ich werde dich
immer in meinem Herzen
tragen, mein Geliebter.“
Dann hob ich den Kopf zum
Mond, der in einer schmalen Sichel am Himmel
stand, und heulte meine
Trauer, mein Leid und meine Liebe zu Schattenpelz in
die Nacht. Nach einer Weile
merkte ich, dass nicht nur
meine Stimme zu hören
war. Der ganze Mondclan
hatte sich mir angeschlossen
und füllte die Nacht mit
einer traurigen Melodie.
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Ich wollte ihm nach, ich
musste einfach. Doch ich
konnte nicht.
Als ich am Abend wieder zu
mir kam, war ich im Lager.
Ich schöpfte schon Hoffnung, dass das alles nur ein
schrecklicher Traum gewesen war. Dass Schattenpelz
gleich kommen würde, um
mich zum Jagen zu holen.
Ich stand auf und knickte
mein Herz wie eine stumpfe, rostige Klinge. Schattenpelz lag reglos und mit geschlossenen Augen auf
einem Bett aus Tannenzweigen. Das ganze Rudel
hatte sich um seine Leiche
versammelt, um ihm die
letzte Ehre zu erweisen.
Nachdem jeder einmal die
Schnauze des Verstorbenen
berührt hatte, blickte mich
Schwarzstern warm an. Ich
Als einige Wölfe aufbrachen, um Schattenpelz zu
beerdigen, sah mich Eichenherz fragend an. Ich
schüttelte nur matt den
Kopf. Ich konnte nicht mit
ansehen, wie er von Erde
überhäuft und dann für
immer verschwinden würde.
Ich lief ziellos durch den
Wald. Streunte kreuz und
quer durch das Mondclanterritorium, bis ich schliesslich am Rand einer Klippe
welt.de
stand. Hier schienen die
Sterne und der Mond so
nah, dass ich sie fast zu
berühren glaubte. Es war
wunderschön. Und als ich
so dasass und den Mond
anschaute, schien mir Schattenpelz plötzlich ganz nah.
Als würde er neben mir
stehen.
Eine eisige Klaue ergriff
wieder mein Herz, und ich
fragte mich, ob ich wohl je
wieder würde richtig leben
können.
Teil 4 folgt.
Solvej, 15
___________________________________________________________________________________________________
Es gibt Geschichten und Tatsachen –
doch was ist in der Liebe wahr?
Kann mir jemand erklären, wieso wir unsere Partner immer
anlügen oder sie beschimpfen?
Sind wir einfach so?
Und wenn ja, wieso?
Liebe sollte doch bedingungslos und unzerstörbar sein.
Oder beruht dies nur auf einer Geschichte?
Die Liebe ist zerstörerisch und zugleich so wunderschön!
Ich glaube, Liebe ist das Schönste, das es überhaupt gibt.
Ich glaube aber auch, es ist sehr schön, wenn man jemandem diese Liebe einfach gibt.
C.S.L, 15
Littendrin 15
Wie das Leben so spielt
So lernte ich jemand sehr besonderen kennen. Trotzdem gehe ich nicht gerne raus, wenn es regnet...
Ich mag Herbsttage. Herbst
ist schön. Die farbigen Blätter wirbeln umher, der Wind
zerzaust meine Haare, der
Regen macht mich klatschnass – Ja, der Regen. Falls
es irgendjemandem aufgefallen ist: Ich hasse Regen.
Meine Mutter war auf jeden
Fall der Meinung, ich solle
spazieren gehen und das
schöne Wetter geniessen.
Die Sonne, die frische Luft,
den Regen – Wie schon
angetönt, hasse ich den
Regen. Die Sherlock Holmes unter euch werden
schon festgestellt haben,
dass es regnet und ich
draussen bin. Die ganz Klugen
können
vielleicht
schlussfolgern, dass meine
Laune den Bach runter
läuft.
Nun, ich sitze hier gerade
ziemlich unbequem in einer
Pfütze. Ich sehe grauenhaft
aus. Wie ich in die Pfütze
gekommen bin? Nein, ich
bin nicht wie jeder normale
Mensch umgefallen. Das
wäre ja viel zu langweilig.
Ich bin von meinem Hund
rumgezerrt worden. Er fand
es eine tolle Idee, so schnell
zu rennen, dass ich mich in
der Leine verfange. Dann,
welch Wunder, bin ich umgefallen. Auf mein Steissbein. Das tut übrigens weh.
Mein Hund kommt wieder
angerannt und wirft mich
auch gleich um. Ich liege
nun in einer Pfütze. Eigentlich sollte ich mich ja freuen. Ich hab noch nie in einer
Pfütze gelegen. Das ist ein
neues Erlebnis in der Natur.
Hurra.
Ich höre ein Auto heranfahren.
Logischerweise bremst es
nicht und prescht an mir
16 Littendrin
blog.hagk.de
vorbei. Ich werde noch
nasser gespritzt. Genau das
fehlte doch noch an meinem
Tag.
Ich blicke mich um und
realisiere, dass mein Hund
weg ist. Über alle Berge,
wie man so schön sagt. Jetzt
bin ich auch noch allein und
mein Handy hat gerade den
Geist aufgegeben. Ganz
abgesehen davon ist mir kalt
und die Sonne geht gerade
unter. Meine alte Idee, unter
freiem Himmel zu übernachten, verliert immer
mehr an Reiz. Und wenn ich
ganz ehrlich bin, habe ich
mich verlaufen. Ich könnte
es auch auf die Dunkelheit
schieben, dass ich keinen
Plan habe, wo ich bin, doch
ich bin losgelaufen, als es
noch hell war. Schlussfolgerung: Ich sollte, rein theoretisch, wissen, in welcher
Pfütze ich mich befinde. Ein
kalter Windstoss, welchen
ich vor einer Stunde noch
angebetet habe, lässt mich
jetzt frösteln. Logischerweise bin ich ja auch nicht auf
die geniale Idee gekommen,
eine Jacke mitzunehmen.
Sieht doch viel cooler aus
ohne Jacke, oder? Ich bin so
eine Idiotin.
Mühsam hieve ich mich auf
und versuche mein Shirt
auszudrücken.
„Meine Mutter wird mich
umbringen, wenn sie meine
Kleider sieht. Alles zerschlissen
und
voller
Matsch“, murmle ich erschöpft. Ein Lachen von der
Seite lässt mich aufkreischen.
„Wer zum Teufel bist du
und warum erschreckst du
mich so?!“, frage ich mit
schrillem Unterton.
„Man nennt mich Phil. Ich
wollte dich nicht erschre…
Okay, doch, ich wollte, dass
du dich erschrickst. Hatte
einen viel lustigeren Effekt“, stellt sich die Stimme
vor, während ich sehen
kann, wie seine Silhouette
sich verbeugt. Er macht
einen Schritt auf mich zu,
während ich mich von ihm
weg bewege. Also bitte. Er
könnte ein Pädophiler sein
oder ein Kinderschänder
oder so. Ich kann nun sein
Gesicht sehen. Ein bisschen
älter als ich, blonde Haare,
die zum Durchwuscheln
verleiten und blaue Augen.
So blaue Augen! Ich habe
mich grade verliebt! Okay,
vielleicht übertreibe ich,
aber auf einmal bin ich
glücklich, dass ich raus in
den Regen bin. Welcher
übrigens nicht aufgehört
hat.
„Und du bist?“, fragt er
lächelnd. Er hat Grübchen.
Grübchen! Ich liebe die, nur
meine eigenen hasse ich.
„Ich?“, frage ich komplett
überflüssig. Wen sollte er
sonst meinen? Den Stein
neben mir?! Ich bin so blöd!
„Eh, ja. Du.“, erwidert er
irritiert.
„Mich nennen alle Tatz“,
presse ich hervor. Ich spüre,
wie meine Wangen zu glühen beginnen. Ich gleiche
einem
Schlammmonster.
Ich bin froh, dass er mich
fast nicht erkennen kann in
der Dunkelheit.
„Und was treibst du so hier
draussen? In der Dunkelheit? Allein?“
„Ich war spazieren. Mit
meinem Hund, doch wie du
sicher feststellen kannst, ist
er weg. Und du?“
„Ach, ich bin eigentlich ein
Kinderschänder. Ein 16jähriger. Ich bin auf der
Suche nach einem neuen
Opfer“, antwortet er süffisant. Sobald er meinen erschrockenen Gesichtsausdruck erblickt, beginnt er
lauthals zu lachen.
„Das ist nicht witzig!“,
schnauze ich ihn empört an.
„Oh, doch! Du hättest dein
Gesicht sehen sollen!“,
erwidert er amüsiert.
Ich schnaufe wütend. Wie
kann man nur so etwas sagen? Das ist komplett taktlos! Doch ihm ist anzusehen, dass er es bereut.
„Tut mir Leid. Ich wollte
nur die Stimmung ein bisschen heben. Du hast so
resigniert gewirkt. Ich bin
hier draussen, weil ich der
Sonne gerne zusehe, wie sie
untergeht. Das mach ich
jeden Abend“, murmelt er
entschuldigend. Irgendwie
war es ja süss. Er wollte
mich nur aufheitern. Ganz
abgesehen davon, schaut er
sich Sonnenuntergänge an.
Eine romantische Ader
besitzt er also auch.
„Schon okay. Man sollte
trotzdem nicht einfach zu
fremden Mädchen hin und
taktlose Witze reissen.“
„Aber du bist doch gar nicht
fremd. Ich sehe dich jeden
Tag, wie du zur Schule
fährst. Ich bin auch der
Sohn deiner Schulleiterin,
also weiss ich so ziemlich
alles über deinen schwarzen
Humor, welchen alle Lehrer
verabscheuen“, erklärt er
ruhig. Ich stocke. Der Sohn
von Rektorin Kempf. Ich
hatte nie auch nur einen
Gedanken an ihn verschwendet. Dennoch kommt
mir sein Gesicht von den
Fotos auf ihrem Schreibtisch bekannt vor. Wieso hat
er überhaupt nach meinem
Namen gefragt? Vielleicht
war er sich nicht sicher?
Egal. Er kennt mich. Ich ihn
nur von weitem. Ich weiss,
dass seine Eltern geschieden
sind und dass er auf einem
Internat ist. Mehr nicht. Er
weiss sicher alles Schlechte
von mir. Seine Mutter mag
mich
nicht sonderlich.
Okay, eigentlich hasst mich
seine Mutter. Es gibt nichts,
was ich nicht schon kaputt
gemacht habe und keinen
Lehrer, welcher mich noch
nicht zu ihr geschickt hat.
Vielleicht hasst er mich jetzt
auch? Meine Frage beantwortet sich teilweise dadurch, dass er mir seine
Lederjacke
rüberreicht.
Hassen wird er mich wohl
nicht.
„Damit du dich nicht erkältest.“, erklärt er leise. Ich
lege sie mir um. Sie ist noch
warm und riecht nach seinem Parfüm. Ich kann den
Duft nicht erklären. Oft
werden Männerdüfte als
moschusartig beschrieben.
Ich habe keine Ahnung, wie
Moschus riecht. Wahrscheinlich wie sein Parfüm.
Ich sinniere immer noch
über den Duft, während er
mir eine Frage stellt.
„Hm?“, mache ich völlig
abgelenkt.
„Willst du erst mal zu mir
kommen, bis es aufhört zu
regnen?“, wiederholt er
sich. Er schaut peinlich
berührt auf seine Fussspitzen. Ich vermute zumindest,
dass er peinlich berührt ist,
denn ich kann sehen, wie
seine Ohren glühen.
„Eh, klar. Wie weit ist es
denn?“, platze ich sofort
raus.
„Nicht weit, es ist hinter der
nächsten Biegung.“ Während er spricht, packt er
meine Hand und zerrt mich
in die gewünschte Richtung.
Ich starre wie gebannt auf
unsere Hände und realisiere
viel zu spät, dass vor mir
Schritt zurück und murmle
ein „Es tut mir Leid.“
Wir gehen weiter und wechseln bis zu seiner Haustür
kein Wort mehr miteinander. Mist, wenn seine Mutter zu Hause ist, bin ich
geliefert. Er öffnet sachte
die Tür und nimmt mir meine Sorge schon ab, indem er
mir beteuert, seine Mutter
sei ausgegangen. Ich atme
erleichtert aus und betrete
sein Reich. Nett.
Er nimmt mir die Jacke ab
und holt mir trockene Sachen von ihm. Die würde
ich am liebsten behalten.
„Fühl dich wie zu Hause.
Ich mach‘ uns heisse Schokolade“, ruft er aus der
Küche. Ich lasse mich müde
auf das Sofa plumpsen.
Während ich versuche,
meine Haare irgendwie
ansehnlich aussehen zu
lassen, balanciert Phil schon
Bescheid geben, dass du
hier bist.“ Er schaut mich
von der Seite her an.
„Ja, eh, klar, aber es ist
schon acht Uhr…“, stelle
ich mit einem Blick auf die
Uhr fest.
„Du könntest hier schlafen.
Ich kann es mir auf der
Couch bequem machen,
dann hast du mein Bett.“ Er
weicht meinem Blick aus.
„Okay. Das wird schon
klappen.“ Wie unfreundlich
bin ich eigentlich? Ich klaue
sein Bett! Noch in derselben
Minute reicht er mir das
Telefon.
„Mama? Kennst du Phil? Er
wohnt drei Strassen weiter.
Kann ich bei ihm übernachten?“ Ich wechsle den Blick
mit ihm.
„Ja, ist okay. Den Hund hast
du anscheinend verloren. Er
ist gerade eben nach Hause
getrottet… Bis Morgen.“
Sie legt auf. Wahrscheinlich
froh mich los zu sein. Vielleicht hat es bei ihr auch
Klick gemacht und sie hat
bemerkt, dass ich bei meiner Rektorin zu Hause bin.
Mindestens geht’s meinem
Hund gut.
Phil hat sich wieder neben
mich gesetzt und zeigt mir
seinen ausgewählten Film.
„Ich liebe den! ‚Sherlock
Holmes‘ ist einer meiner
Favoriten!“, platze ich sofort raus.
„Dann sind wir uns ja einig“, gibt er lächelnd zurück. Nur schon bei der
Titelmelodie beginnen wir
beide mitzusummen.
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eine Vertiefung ist. Welch
Wunder, ich stolpere. Direkt
in seine Arme, um es genau
auszudrücken. Was mich
aber auch nicht im Geringsten stört. Er fängt mich auf
und ich Trottel mache einen
die beiden dampfenden
Tassen zu mir.
„Wollen wir einen Film
schauen? Ich kann schon
mal aussuchen, dann kannst
du in der Zeit deiner Mutter
Auf jeden Fall endet der
Abend irgendwann. Wie es
weitergeht? Tja. Ohne Kuss
zumindest. Phil ist nun mein
bester Freund. Ich bereue es
nie, dass ich an dem Tag
raus ging.
Tatz, 15
Littendrin 17
Shahrukh Khan
Diesen Mann kennt jeder. Ob von Name oder Bild, Jeder kennt ihn oder hat ihn schon einmal gesehen.
Zähle mal die drei bekanntesten
HollywoodSchauspieler auf. Dann
zähle die Fans von allen
drei zusammen. Das Resultat gibt nicht so viel,
wie dieser eine Schauspieler alleine hat. Doch wer
ist dieser Mann? Genau, es
ist Shahrukh Khan, King
of Bollywood oder auch
einfach nur King Khan genannt.
Geboren ist der Superstar
am 2.11.1965 in NeuDelhi. Sein Name bedeutet
auf Deutsch übersetzt
„Mann mit dem Gesicht
eines Königs“. Er selber
sagt: „Sobald Du Dir
selbst eingestanden hast,
dass Du eine dicke Nase
hast, stört sie Dich auch
nicht mehr“. Dabei bleibt
Shah Rukh Khan stets sein
schärfster Kritiker: „Wenn
ich es eines Tages schaffen
sollte, mich beim Gucken
meiner Filme selbst zu
Tränen zu rühren, bin ich
zufrieden.“ Er ist recht
klein für einen Inder, nämlich nur 176 cm. Er ist
nasentropfenabhängig und
bekennender Morgenmuffel. Seine Lieblingsfarbe
ist weiss und er hat einen
Hund namens Chewbacca.
Sein erster Tritt in die
Filmwelt war mit der TVSerie
„Fauji
Die
Militärakademie“ im Jahr
1988. 1992 spielte er in
seinem
Debütfilm
Deewana und der Film war
ein Hit. Danach kamen
immer mehr Hits. Einer
seiner besten Filme ist
„Dilwale Dulhania Le
Jayenge - Wer zuerst
kommt, kriegt die Braut“
mit Co-Star Kajol. Der
18 Littendrin
Film ist von 1995 und läuft
heute
noch
in
ausgewählten
indischen
Kinos.
Einer
seiner
weiteren und bekanntesten
Hits sind „Lebe und denke
nicht an Morgen“ und „In
guten wie in schweren
Tagen“.
Dafür, dass er Liebesfilme
nicht mag, spielt er die
Rollen super. Er wirkte bis
jetzt schon in 77 Filmen
mit. Zusammen mit den
drei Filmen, die er dieses
Jahr (2012) macht, sind es
schon 80 Filme. Neben der
Schauspielerei leitet er
heute
außerdem
erfolgreich in Mumbai
eine
eigene
Produktionsfirma
(Red
Chillies)
und
macht
Werbung für viele Marken
(Pepsi,
Tag
Heuer,
Compaq, Hyundai, Airtel,
Nokia, Belmonte, ICICI
Bank u.a.).
movieposterdb.com
Shahrukh Khan in einem seiner
besten Filme
Shahrukh ist seit dem
25.10.1991
mit
der
Produzentin Gauri Chibber
Khan
(8.10.1970)
verheiratet und hat zwei
Kinder mit ihr: Sohn
Aryan (13.11.1997) und
Tochter
Suhana
(22.05.2000). Shahrukh ist
Moslem und seine Frau
Hindu. Sein Vater Taj
Mohammed Khan starb
1981 an Krebs und Mutter
Fatima starb 1991 an
Diabetis. Seine Schwester
Shehnaz (6.11.1961), die
den Tod der Eltern nicht
verkraftet hat und seither
gesundheitlich
angeschlagen ist, wohnt
bei ihm. Ausserdem ist
Shahrukh Kettenraucher.
Angefangen mit Rauchen
hat der Superstar mit 14
Jahren.
Zur
Premiere
des
Gangsterfilms DON 2
kamen Shahrukh Khan,
Priyanka Chopra und der
Regisseur Farhan Akhtar
zur
Berlinale
am
11.02.2012. Da Shahrukh
eine Erkältung hatte, kam
er erst später und die
Pressekonferenz fand ohne
ihn statt. Dann, um 0:20
Uhr am 12.02.2012 kam er
dann doch noch im
Friedrichspalast an. 2500
Fans standen dort und
jubelten und kreischten als
der King of Bollywood
über den roten Teppich
lief, zusammen mit seiner
Frau
Gauri
Khan.
Shahrukh nahm sich sehr
viel Zeit für seine Fans.
Nach zweieinhalb Stunden
für die Fans, ging es dann
auf die Bühne, wo er etwas
über den Film sprach,
etwas deutsch redete und
Filmdialoge auf Hindi
aufsagte.
Am
Sonntagnachmittag ging es
dann
zurück
nach
Mumbai.
Ich hoffe, ich habe euch
nun etwas neugierig gemacht, und ihr fangt an,
Filme mit Shahrukh Khan
zu gucken. Denn ein
schlechter
Schauspieler
kann er nicht sein, mit drei
Milliarden Fans ;)
Raniiii4,16
Passion Cirque
Die Klinik hat Freikarten bekommen, unter anderem
auch die Kinderstation. Das Programm war sehr eindrücklich und faszinierend. Die eindrücklichsten Programmpunkte waren: Trapez, Jonglage, Pferdedressur,
Elefantendressur und Fahrradakrobatik, ausserdem gab
es anstatt einem Clown einen Magier und Comedy.
Am besten haben uns die
Ringakrobatik und die Pferdedressur gefallen. Den
Zirkus Knie gibt es schon
seit vielen Jahren. Die Familie Knie tritt meist mit
Pferden auf.
itscircustime-bonheur68.blogspot.com
Die beiden Männer an der Stange
Der Magier kam immer
wieder und machte irgendetwas Lustiges und verblüffte die Zuschauer. Die
Frau mit dem riesigen Reifen kreiste durch die Manege. Der Jongleur jonglierte mit neun Bällen und mit
sieben Keulen. Es gab etwa
7 - 9 Punk-Mädchen, die
tanzten. Am eindrücklichsten waren zwei Männer, die
an einer Stange turnten
(Bild links).
Es war ein sehr schöner
Ausflug und das ganze ging
etwa zwei Stunden, also
sehr lang, aber die Zeit
verflog sehr schnell. Man
dachte, es waren nur zehn
Minuten. Es war sehr schade, dass wir wieder gehen
mussten.
Linealmaster88, 13 und
Little_Miss_Sunshine, 12
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Besuch im Zirkus Knie 2012
Der Besuch im Zirkus Knie von der Klinik Littenheid.
Es gab viele Artisten und
Tiere. Sogar der Zirkusdirektor hat bei einer Nummer
geholfen. Der Dompteur
hatte seinen kleinen Sohn in
die Show mit einbezogen.
Zuerst wollten die Elefanten
nicht hören, erst als der
Vater kam, folgten die Elefanten auch seinem Sohn.
Blog.parco-san-marco.com 1
Es gab einen Zauberer, der
immer wieder kam. Der
Zauberer machte viele lustige, aber auch gefährliche,
Tricks.
Es gab auch Akrobatik auf
dem Trampolin, sie machten
sehr gefährliche Sprünge,
drei davon klappten nicht
ganz. Am Schluss kamen
noch acht chinesische Fahrradfahrerinnen. Sie machten auf ihren Fahrrädern viel
Akrobatik. Das Trio aus der
Ukraine besteht aus einem
Fänger und zwei Frauen, die
der Mann durch die Luft
wirft und wieder auffängt,
ausser 1-mal. Der spanische
Jongleur jonglierte mit Bällen und Keulen sehr gut. Es
www.ticketcorner.ch
Die Frau mit dem Reifen
gab Pferde mit Zebras und
Ponys. Es gab eine Frau, die
in einem Reifen ihre Kunststücke vorführte. Es gab
viele
Punks mit Irokesenfrisur mit verschiedenen
Farben. Die tanzten immer
wieder in anderen Outfits.
In der Pause gab es feine
Glace, Getränke und Pop-
corn. Es gab zwei Männer
an einem chinesischen
Mast.
Es war ein tolles Erlebnis
und für Kinder und Erwachsene.
Der hobbylose Nummer 1, 13
Beyblade 93, 9
Littendrin 19
Die Kinderstation besucht Zirkus Knie 2012
Die Kinderstation von der Clienia Littenheid genoss den Zirkus Knie in vollen Zügen. Begeistert waren wir von den
spektakulären Akrobatiknummern, faszinierenden Tiernummern und einem lustigen Zauberer, der viele Rollen
hatte.
Man kennt ihn überall und
er ist sehr bekannt. Ja, das
ist eben der Zirkus Knie.
Die Clienia Littenheid hatte
9 Tickets bekommen. Und
die Kleinsten, nämlich die
Kinderstation, durften dann
diese herrliche Show geniessen gehen.
Seil hoch oder warfen sich
in der Luft herum, dass es
für die Zuschauer Nervenkitzel pur war. Frauen mit
Muskeln waren höchst motiviert und legten sich richtig ins Zeug. Ach ja, den
dürfen wir natürlich auch
nicht vergessen: Da ist ja
noch dieser Herr, der ein
Mit vielen Elefanten konnte
der
Tierdompteur
die
schwierigsten Tricks machen. Mit diesem geflecktem Pony (Bild) machte er
Männchen, das gefiel mir
richtig gut und es machte
mir Spass, dem zuzuschauen.
www.nzz.ch
Bildbeschreibung
Zauberer war, aber doch
auch ein bisschen etwas von
einem Schauspieler hatte.
Der brachte uns alle zum
Lachen (hihihihihihihihi).
Ein Spass für alle Zirkusfans!
www.buero-dlb.ch
Viele Akrobaten, die die
Der Zauberer, der etwas von
J.A, 11
perfekte
Körperbeherreinem Schauspieler hatte…
schung hatten, kletterten am
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Littenspring – Littenheider Frühlingsimpressionen
Gnüssed de Früehlig im tolle Littenheid :D *hust*
Blumen blühen – buhu!
Wenn da nur niemand drauf steht!
Text: hubu&bubu, 17/15
Fotos: Rallye&Bailey, 15/15
Frühlingsfarben soweit das Auge reicht ;)

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