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erscheint wöchentlich
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Abstimmungswochenende
Im Tessin findet die
SVP-Initiative eine
grosse Mehrheit
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4. März 2016
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von Gerhard Lob
Einzige deutschsprachige Tessiner
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IM SCHATTEN
DES GOTTHARDS
Ti-Press
Impressum
Wenn es um Themen wie Ausländer, Asylbewerber oder
Europa geht, zeigt sich das Tessin seit Jahren besonders unnachgiebig. Bei der Masseneinwanderungsinitiative der SVP
vom 9. Februar 2014 sagten im
Südkanton 68,2 Prozent der Abstimmenden Ja – ein landesweiter Rekord. Am vergangenen
Wochenende stand das Tessin
an erster Stelle unter den wenigen Ständen, welche die SVPDurchsetzungsinitiative befürworteten (UR, SZ, OB, NW,
AI).
Mit 59,4 Prozent Ja stimmten
die Tessiner praktisch identisch
ab wie 2010, als über die SVPVorläuferinitiative zur Ausschaffung krimineller Ausländer befunden wurde (61,3 Prozent Ja). SVP-Kantonalpräsident Piero Marchesi jubelte verständlicherweise über das Ergebnis in seinem Heimatkanton. Auch Regierungspräsident
Norman Gobbi (Lega) freute
sich über das Resultat. Die Tessiner hätten zwei Mal Ja zu Sicherheit gesagt (Durchsetzungsinitiative und Gotthard).
Ein wichtiger Grund für dieses
Abstimmungsverhalten liegt sicherlich in der Tatsache, dass
die Durchsetzungsinitiative im
Tessin klar im Schatten der
Gotthard-Abstimmung stand.
Die Vor- und Nachteile einer
zweiten Röhre dominierten die
öffentliche und mediale Debatte südlich des Gotthards. Dies
spiegelt sich auch in den Frontseiten der beiden grössten Tessiner Tageszeitungen, “Corriere
del Ticino” und “La Regione”,
nach dem Abstimmungssonntag. Beide widmeten die Zeitungsaufmacher der Abstimmung zur zweiten Röhre.
Intuitiv stimmten wohl viele
Tessiner an diesem Wochenende wie beim Urnengang von
2010, auch weil es eine intensive Auseinandersetzung mit der
Durchsetzungsinitiative und ihren Folgen für den Rechtsstaat,
wie sie in der Deutschen
Schweiz stattgefunden hat, im
Tessin nicht gegeben hat. Zwar
erfolgten Appelle gegen die
“unmenschliche SVP-Initiative”, beispielsweise vom bekannten Anwalt und früheren
Staatsanwalt Paolo Bernasconi,
doch sie blieben Randerscheinungen. Der vielzitierte Auf-
Das Tessin hat zur Ausschaffungsinitiative deutlich Ja gesagt. Und damit seinen Ruf
als “Sonderfall” untermauert
Im Tessin haben sich die Standpunkte von SVP und Lega durchgesetzt: die Mehrheit stimmte für die Durchsetzungsinitiative
stand der Zivilgesellschaft fand
im Tessin nicht statt.
Interessant ist, dass im Südkantone – wie im ganzen Land –
die Berggebiete besonders
deutlich für die Durchsetzungsinitiative votierten, obwohl dort
ausgesprochen wenige Ausländerinnen und Ausländer wohnen. Airolo sagte mit 69,5 Prozent Ja, Blenio mit 70 Prozent,
Sobrio (Leventina) mit 77 Prozent und Isone gar mit 83,5 Prozent. Zu den wenigen Gemeinden, die Nein sagten, gehörten
Gemeinden mit einem hohen
deutschsprachigen Bevölke-
rungsanteil wie Orselina (51
Prozent Nein) oder die Terre di
Pedemonte (51 Prozent Nein).
Gemäss dem Politologen Oscar
Mazzoleni, Professor an der
Universität Lausanne, hat in der
Zivilgesellschaft, aber auch bei
der Linken im Tessin eine gewisse “Resignation” eingesetzt,
wenn es um Themen wie Ausländer oder Europa geht. Im
Tessin haben sich die Standpunkte von SVP und Lega
durchgesetzt. Die anderen Parteien halten kaum dagegen, haben Angst sich zu exponieren.
Alt FDP-Ständerat Dick Marty
machte den Vertretern der bürgerlichen Parteien daher in “La
Regione” schwere Vorwürfe,
dass sie nicht gegen die Durchsetzungsinitiative aktiv geworden seien.
Nicht vom Tisch wischen kann
man auch einige inhaltliche
Aspekte. Denn beim Thema der
kriminellen Ausländer spielen
immer wieder auch die Verhältnisse im Südtessin eine Rolle.
Zwar haben die Straftaten objektiv nicht zugenommen, doch
subjektiv ist der genau umgekehrte Eindruck verbreitet, da
Tankstellen überfallen werden
und in Privathäuser eingebrochen wird. Die Täter verschwinden praktisch immer in
Richtung Italien. Da wollten sicherlich viele mit ihrem Ja zur
Durchsetzungsinitiative ein
Zeichen setzen.
Der Druck durch Grenzgänger
auf den Arbeitsmarkt und der
tägliche Verkehrsinfarkt im
Südtessin, vor allem durch Arbeitspendler aus Italien, hat zudem zu einer insgesamt ausländerkritischen Stimmung geführt, die in allen Abstimmungsvorlagen der letzten Jahren zum Ausdruck kommt.
Kasten für briefliche Stimmabgabe stand offen 68 % der Stimmbevölkerung hat abgestimmt
Rovios Ergebnisse gültig Der Südkanton schert aus
Es sei zum ersten Mal, meldet die Staatskanzlei, dass es bei der brieflichen
Stimmabgabe im Tessin zu Unstimmigkeiten gekommen sei. In Rovio, im 817Seelen-Ort oberhalb von Melano am Luganer See, hatte ein Stimmbürger am
Sonntagmorgen den Briefkasten für die
Stimmzettel offen vorgefunden. Sofort
wurden die Gemeindeverantwortlichen
und von diesen wiederum wurde die Polizei alarmiert.
In dem Kasten, so schreibt der “Corriere
del Ticino”, hätten sich rund fünfzig Kuverts befunden. Diese, bestätigt auch der
Kanton, seien fachgerecht zugeklebt und
nicht beschädigt gewesen. Es gebe keinen
Hinweis darauf, dass die Abstimmung in
Rovio auf irgendeine Weise manipuliert
worden sei. Eher handle es sich bei dem
Vorfall um ein Versehen. Denn auch der
Briefkasten selbst sei nicht aufgebrochen,
sondern wohl eher offen stehen gelassen
worden. Die Polizei werde der Sache weiter nachgehen, versichert die Staatskanzlei in ihrem Communiqué vom Sonntag.
Der Kasten für die briefliche Stimmabgabe wurde in Rovio auf dem Platz vor dem
Gemeindehaus angebracht. Freistehend.
Man vermutet, dass, wer ihn zuletzt leerte, ihn nicht mehr richtig verschlossen
hatte. Die Stimmbeteiligung in der Gemeinde lag bei etwas mehr als 75 Prozent,
88 Prozent der Abstimmenden nutzten
den Briefkasten.
mb
Am vergangenen Abstimmungssonntag
präsentierte sich das Tessin wieder einmal als “Sonderfall”. Zumindest, was
zwei der vier Abstimmungsvorlagen auf
nationaler Ebene betrifft. Wie im Beitrag
oben erklärt, hat sich das Tessin im Gegensatz zum Rest der Schweiz mit 59,4
Prozent für die Duchsetzungsinitiative
der SVP ausgesprochen. Auch bei der
Initiative “…gegen die Abschaffung der
Heiratsstrafe” der CVP entschieden sich
54,7 Prozent des Stimmvolks im Südkanton für ein “Sì” und schlossen sich
damit bspw. der Mehrheit in den Kantonen Jura, Wallis, Uri, Luzern, St. Gallen
oder Aargau an. Das Bundesgesetz über
den Strassentransitverkehr im Alpenge-
biet wurde mit 57,8 Prozent angenommen (siehe Seite 3), die Volksinitiative
gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln mit 58,2 Prozent abgelehnt. Die
Stimmbeteiligung lag im Tessin bei
knapp über 68 Prozent. 90 Prozent der
Abstimmenden wählten die briefliche
Stimmabgabe.
Einen Zuschauererfolg konnte am Sonntag der erste Sender des öffentlich-rechtlichen Fernsehens RSI verzeichnen.
Laut einem Communiqué vom Montag
hatten am Abend zwischen 19 und 20.30
Uhr 6 von 10 Personen im Tessin LA1
eingeschaltet, um die Ergebnisse und
Kommentare des Abstimmungswochenendes zu verfolgen.
mb
3
4. März 2016
Thema
Die Mehrheit des Stimmvolks sagt “Ja” zum neuen Ladenöffnungsgesetz. In Kraft treten kann es erst, wenn
Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sich auf einen Gesamtarbeitsvertrag im Detailhandel geeinigt haben
VITTA RUFT SOZIALPARTNER
AN DEN VERHANDLUNGSTISCH
Fast sechzig Prozent (59.2 %)
der Tessiner Stimmbürger haben “Ja” zum neuen Ladenöffnungsgesetz gesagt. Anstatt um
18.30 sollen die Geschäfte im
Tessin künftig unter der Woche
um 19 Uhr schliessen. Samstags würden die Kassen bis
18.30 geöffnet bleiben – bisher
gehen an diesem Tag spätestens
um 18.00 die Lichter aus.
Das neue Ladenöffnungsgesetz
wird jedoch erst in Kraft treten,
wenn ein für den gesamten Sektor gültiger Gesamtarbeitsvertrag in Kraft getreten ist. Deshalb hat der FDP Regierungsrat
und Präsident der kantonalen
Schlichtungsstelle, Christian
Vitta, die Sozialpartner des Detailhandels zu einem Treffen
am Runden Tisch eingeladen.
Im Vorfeld sagte er gegenüber
den Massenmedien: “Ich erwarte eine konstruktive Einstellung
seitens der Sozialpartner, um
diese Frage zu lösen.” Denn
ein – für eine derart kontroverse
Thematik – so klares Abstimmungsergebnis sei auch ein
Zeichen an die Repräsentanten
der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dass der Volkswille veranwortungsvoll respektiert werden müsse.
Am kommenden Donnerstag
werden also Gewerkschaftsund Gewerbevertreter um 10
Uhr im Palazzo delle Orsoline
in Bellinzona, dem Regierungsgebäude, zusammenkommen.
Falls Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich nicht auf einen allgemeingültigen und verpflichtenden Gesamtarbeitsvertrag
für die Branche einigen können,
könnte der Fall bei der Justiz
landen. Dann wäre es durchaus
denkbar, dass die Richter entscheiden, dass der Volkswille
auch ohne Gesamtarbeitsvertrag gilt – ein von Seiten aller
Arbeitnehmervertreter gefürchtetes Szenario. Das Worst Case
Ti-Press
von Martina Kobiela
Christian Vitta, Präsidet der kantonalen Schlichtungsstelle und Regierungsrat der FDP
Szenario für die Arbeitgeber
wäre, wenn die Richter entschieden, längere Ladenöffnungszeiten erst dann einzuführen, wenn ein kantonsweiter
Konsens zwischen Unternehmen und Verkauspersonal gefunden wird und die Ratifizierung des Gesetzes somit in die
Ferne rückt. Der beste Fall wäre
eine gütliche Einigung.
Zwist bei den Gewerkschaften
Während die Christlich Soziale
Gewerkschaft Ocst (Organizzazione Cristiano Sociale Ticinese) den Ausgang der Abstimmung vom 28. Februar be-
grüsst, und sich über künftige,
bessere Arbeitsbedingungen für
das Verkaufspersonal freut, ist
die Unia, die Gewerkschaft der
Beschäftigten im Dienstleistungsbereich, enttäuscht über
den Ausgang des Urnengangs.
Letztere ist der Ansicht, dass
längere Öffnungszeiten vor al-
lem den Grossverteilern nützen
und sowohl auf Kosten der kleinen Detaillisten und Fachgeschäfte als auch der Arbeitnehmer gingen. Die Unia kritisiert
die Ocst dementsprechend heftig in der Öffentlichkeit. Sie befürchtet trotz Gesamtarbeitsvertrag eine Verschlechterung der
Arbeitsbedingungen für das
Verkaufspersonal: mehr flexible Arbeitszeiten und Arbeit auf
Abruf, während die Ocst grosse
Hoffnungen auf den Gesamtarbeitsvertrag setzt und sich davon bessere Konditionen für die
Verkäufer und Verkäuferinnen
verspricht.
Anders als der Vorsteher des
Wirtschaftsdepartements, FDPRegierungsrat Christian Vitta,
betont die Unia, dass immerhin
40 Prozent der Stimmbürger
“Nein” zum neuen Gesetz gesagt haben. Das bedeute, dass
ein grosser Teil der Tessiner
“den Prozess der Liberalisierung, der Deregulierung im Detailhandel” nicht befürworte.
Das derzeitige Ladenöffnungsgesetz im Kanton ist vier Jahrzehnte alt. Die Tessiner Stimmbevölkerung hatte zweimal längere Ladenöffnungszeiten abgelehnt, 1997 und 1999. Wann
das neue Ladenöffnungsgesetz
in Kraft treten wird, steht in den
Sternen. Wie Regierungsrat Vitta feststellt, hänge viel von der
Einstellung ab, mit welcher die
Sozialpartner die Verhandlungen begännen.
Das “Ja” aus dem Tessin hat
Wellen bis in den Nationalrat
geschlagen. Dort wurde die Befürwortung längerer Ladenöffnungszeiten aus dem Südkanton von manchen Parlamentariern als eine zusätzliche Legitimation für das geplante Gesetz
auf Bundesniveau interpretiert.
Der Nationalrat hat am Montag
ein Gesetz angenommen, das
längere Öffnungszeiten ermöglichen würde. Der Ständerat
hatte sich mit Stichentscheid
des Ratspräsidenten dagegen
ausgesprochen. Es soll Detailhändlern in der ganzen Schweiz
ermöglichen, an Wochentagen
ihre Waren zwischen 6 und 20
Uhr und am Samstag zwischen
6 und 18 Uhr anzubieten.
Für die Mehrheit des Tessiner Establishments wurde am Gotthard die Kohäsion gerettet
Ti-Press
2. Röhre als Hoffnung oder Hypothek
Vier Spuren, um nur zwei zu gebrauchen?
Drei Tage nach dem Befürwortersieg hat der Nationalrat ein Postulat angenommen, mit dem versucht
werden könnte, die Lkw-Obergrenze im alpenquerenden Verkehr heraufzusetzen. Soviel zum politischen Anstand. Der Staatsrat zeigte sich in seiner
Stellungnahme nach dem Gotthard-Volksentscheid
hocherfreut. Damit sei eine Strassenverbindung
des Tessins mit dem Rest der Schweiz auch während der Tunnelsanierung gesichert und somit auch
die Kohäsion wirtschaftliche Bedürfnisse. Die Befürchtung vor allem des Mendrisiotto werde von
der Kantonsregierung ernst genommen und man
werde alles tun, um die dortige Verkehrs- und Umweltsituation zu verbessern. Tunnelbauersohn und
Ständerat Filippo Lombardi meinte, dass sich das
Stimmvolk solidarisch mit dem Tessin gezeigt habe und erinnerte erneut an das skizzierte Horrorszenario eines ansonst für Jahre isolierten Kantons. Er-
leichtert zeigte sich auch der Gemeindepräsident
von Airolo, Franco Pedrini. Hinter Corippo im Verzascatal mit 80 Prozent Ja und Gresso im Onsernonetal mit 79,4 Prozent verzeichnete die Südportalgemeinde mit 76,4 Prozent Ja-Stimmen das dritthöchste Ergebnis. Bei den 17 Gemeinden gegen
den Ausbau der Gotthardstrassenverbindung mit
einem weiteren Tunnel kamen 16 Nein aus dem
Sottoceneri. Auffällig: bei den meisten dieser Gemeinden lag der Nein-Anteil bei zwischen 51 und
55 Prozent. Selbst in Chiasso, deren Gemeindepräsident sehr unerfreut war, sagten nur gerade 51,8
Prozent Nein. Die meisten Nein-Stimmen kamen
mit 62,3 Prozent aus Moleno, gefolgt von Coldrerio mit 58 Prozent und Riva San Vitale mit 56 Prozent. In Lamone sagten gleichviele Ja wie Nein zur
zweiten Röhre. Insgesamt lag die Stimmbeteiligung bei etwas über 68 Prozent, knapp drei Fünftel
der Urnengänger sagten kantonsweit Ja, etwas über
zwei Fünftel sagten nein. Die Tessiner Zeitungen
begrüssten in ihren Montagsausgaben das deutliche Votum zum zweiten Tunnel am Gotthard. Sie
deuteten dies als Signal für den nationalen Zusammenhalt, warnten indes vor einer Transitlawine.
Denn ob es bei der Tatsache einer bloss zweispurigen Nutzung einer für fast 3 Milliarden Franken erstellten Vierspur-Infrastruktur bei hohem Verkehrsaufkommen bleiben werde, darf trotz aller Versicherungen eher bezweifelt werden. Es sei eine
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des Alpenschutzes sei vorbei, kündete ein Kommentar an. Das Onlineportal Infosperber glossierte,
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5
4. März 2016
Porträt
von Rolf Amgarten
“Wir sind ein verstreutes Volk.
Im Mittleren Osten verschwindet die alteingesessene Bevölkerung und das Christentum
wird ständig dort am meisten
auseinander gerissen, wo es geboren wurde”, bedauert Melki
Toprak. Er nimmt seine Aufgabe sehr ernst, der in Locarno lebende Präsident der Föderation
der Aramäer in der Schweiz
(FAS). Die meisten seiner
Glaubensbrüder und -schwestern im Tessin leben im Luganese. Er schätzt so an die 600
Individuen oder 150 Familien.
Sie sind mit Vorliebe im Gastrobereich oder der Schneiderei tätig. Manche finden sich im
Schmuckgeschäft, “aber auch
Advokaten, Firmenunternehmer oder Student/innen finden
sich bei uns. Unser Motto war
schon immer, dass wir uns den
Regeln des Gastlandes anpassen”, beschreibt Toprak ihre
auffällig gute Integration in andere Kulturkreise. Man findet
Vertreter von ihnen in Gemeindeparlamenten. In Locarno haben es zwei Vertreter ihres
Glaubens ins Stadtparlament
geschafft. “In Schweden, wo
neben Deutschland die grösste
Gemeinde lebt, ist der Energieminister gar Aramäer, dort haben wir ein eigenes TV und eine
1-Liga-Fussballmannschaft.” In
Deutschland, wo mit rund
100'000 gleich viele Aramäer
leben, wie in Schweden, sind
gar Hochschulfakultäten entstanden.
Toprak betont, auch wenn das
im Westen nicht so gerne gehört
wird, dass man unter dem jungen Assad eben doch einigermassen friedlich miteinander
leben konnte. “Der junge Assad
suchte den Weg für Reformen,
wollte das Prinzip des laizistischen Syrien aber niemals aufgeben. Das war die Handlungsgrenze.” Auch wenn nicht alle
Bevölkerungsschichten gleich
gut behandelt wurden, muss
man zu Topraks Bericht anfügen, “ist man doch überall zu
Kompromissen fähig gewesen”,
erklärt der FAS-Präsident. Heute sehe die Sache anders aus.
Millionen von Inlandflüchtlingen, andere in den Nachbarländern und in Europa. Zerstörungen, Opfer, Leiden. Assad habe
nicht Krieg gesucht, sondern eine wirtschaftliche Entwicklung
des Landes mit langsamen Reformen. “Mich stört besonders,
wenn behauptet wird, die Menschen seien bei den letzten
Wahlen, die der alawitische
Präsident klar gewonnen hatte,
von Assads Seite gezwungen
worden. Dann soll mir bitte mal
jemand erklären, weshalb dann
rund 1,2 Mio. Syrier aus dem
Libanon an den Wahlen teilgenommen hatten. Wie hätte Assad die wohl zwingen können?”
Besuch im Flüchtlingslager
Mitte vergangenen Jahres konnte Melki Toprak christliche
Flüchtlingsfamilien in Lagern
in der Türkei und dem Irak besuchen und Hilfe bringen. Dank
schweizweiten Spendenaktionen. Hilfe aus dem Tessin kam
über das kulturelle Zentrum der
aramäischen Kultur in Lugano,
dem Rat der syrisch-orthodoxen Kirche Tessin, verschiedenen Vereinigungen und Gemeinschaften aber auch aus
Tessiner Gemeinden, Kirchen,
Meli Toprak trifft Flüchtlingskinder im Kloster Mor Matay (St. Mathias) bei Mosul, nur gerade 5 km von einem Checkpoint der IS-Jihadisten entfernt
Erneut werden Aramäer wie vor 100 Jahren von fanatisierten Islamisten aus ihrer Heimat
vertrieben. Auch um ihnen zu helfen, besteht die Diaspora und ihre Föderation im Tessin
GLAUBE UND HOFFNUNG
NICHT VERLIEREN
dem Frauenvorstand aus Monte
Carasso, von Schüler/innen der
Handelsmittelschule und von
Privaten. Im irakischen Flüchtlingslager in Ankawa beispielsweise kam er mit Lehrern und
christlichen und jesidischen
Schüler/innen zusammen. Befragte viele nach ihrem Schicksal, nachdem sie aus Mosul fliehen mussten, nach ihren Hoffnungen und Zukunftswünschen. Für viele scheint das Lager eine Art von Sackgasse zu
werden, weil sie nicht mehr zu
ihren Verwandten Richtung
Europa weiterkommen und
noch nicht zurück in ihre angestammte Heimat kehren können. Resignation hat er angetroffen.
Was schon in den Heimatländern anfing, setzt sich auch im
Flüchtlingslager fort. Die religiösen Ansichten schneiden
sich. “In diesen Lagern werden
Nicht-Muslime wieder zur
Zielscheibe. Deshalb zieht es
die christliche Gemeinde vor, in
Kirchen, Klöstern oder lokalen
Zentren unterzukommen. Da
fühlen sie sich sicherer.” Die
Lage ist auch in den Fluchtorten dort so kompliziert, wie in
den Heimatländern. Der Friedensprozess, wenn überhaupt,
scheint ein beschwerlicher und
langer Weg zu sein.
Unwägbare Zukunft
Ein anderes Engagement des
FAS zielt auf die junge Genera-
Kinder spielen vor den Baracken des Flüchtlingslagers in Ankawa, einer Vorstadt von Arbil im Irak
tion. “Wissen Sie, ich weiss
nicht, ob unsere Kinder und deren Kindeskinder noch unsere
Sprache, die Sprache von Jesus
sprechen werden. Ob sie von
unserer Geschichte noch etwas
wissen? Das ist das Problem im
Exil.” Deshalb gibt es in Lugano ein aramäisches Kulturzentrum. Dort vermitteln Aziz Tugcu und Tony Urek das Aramäische, dort wird Religion und
Geschichte unterrichtet und es
finden öffentliche Informationsveranstaltungen statt.
Kein neues Zentrum
Jüngst konnten die Medien berichten, dass die Aramäer mit
den Kapuzinern wegen der Salita dei Frati in Lugano handelseinig geworden seien, und nun
ihr grosses Zentrum dort einmieten würden. Die Kapuziner
hatten wegen Nachwuchsproblemen den Ort geräumt und
neue Mieter gesucht. “Leider
konnten wir wegen dem Preis
nicht handelseinig werden. Nun
scheint es, dass die Kapuziner
dort eine andere katholische
Bruderschaft unterbringen. Das
ist schade. Der Ort wäre für uns
ein geeigneter für ein Zentrum
mit Kirche gewesen. Gerade
weil wir auch hier konservativ
renoviert und die bestehende
Struktur respektiert hätten, wie
man in Arth gut sehen kann.
Nun müssen wir halt weiterschauen.” Die Messen hält die
aramäische Glaubensgemeinschaft in katholischen oder
evangelischen Kirchen in Bellinzona, Locarno, Lugano und
Mendrisio ab. In Locarno ist es
die kleine Kapelle des Instituto
Sant’Eugenio.
Aramäer unter uns
Heute leben rund 300'000 Aramäer in Europa, davon 10'000
in der Schweiz und rund 2000
im Tessin. Die Wurzeln dieser
Christen gehen aufs Jahr 37
nach Christus zurück und finden sich im syrischen Antiochien. Ihr aktueller Patriarch
heisst Moran Mor Ignatius
Efrem II und hat seinen aktuellen Sitz in Damaskus. Das aramäische Volk lebt als wiederholtes Opfer von ethnischen
Säuberungen mehrheitlich im
Exil. Beim Genozid des Osmanischen Reichs (Türkei) und
der Kurden vor 100 Jahren, unter dem neben den Armeniern
auch Aramäer leiden mussten,
führte zu deren Flucht nach Syrien und den Irak. Nun sind sie
erneut auf der Flucht.
Die Schweizer Gemeinde hat
ihr Zentrum in Arth-Goldau im
ehemaligen Kapuzinerkloster
des Heiligen Zeno, das im 17.
Jahrhundert gebaut wurde.
1996 erwarb die syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien die
Liegenschaft und richtete unter
dem Namen Kloster St. Avgin
(Heil. Eugen, Sant’ Eugenio)
das geistige Zentrum und den
Bischofssitz für ihre Christengemeinde in der Schweiz ein.
Dort residiert der Bischof für
die Schweiz und Österreich,
Mor Dionysios Isa Gürbüz. Verantwortlich fürs Tessin zeichnet
Pater Abramo Unal.
Zwei Buchtipps: Flächenbrand: Leukefeld, Karin; Papyrossa Verlag, Köln 2015; Syrien: Edlinger, Fritz/ Kraitt, Tyma; Promedia Verlag, Wien
2015
6
4. März 2016
Nachrichten
Kampf gegen
Lohndumping:
Bussen sollen
erhöht werden
Während die SBB zu den Werkstätten in Bellinzona beschwichtigen, fürchten die Arbeiter steten Abbau
Belegschaft will bis Mitte April konkrete Antworten
Da bahnt sich etwas an: Die Belegschaft der SBB-Werkstätten in Bellinzona (Officine) hat sich Ende Februar versammelt und stellt der SBBLeitung einige Forderungen zu. Diesen soll bis zum 15. April dieses Jahres nachgekommen werden, heisst es
in einer Resolution. Gefordert werden generell Taten und nicht mehr
nur Worte und uneingehaltene Übereinkünfte seitens der SBB. Die Bundesbahnen sollen Arbeitsaufträge wie
im Rahmen des Jahres 2013
(430’000 Arbeitsstunden) erteilen.
Heute sind es 300’000 . Weiter sollen
jegliche geplanten Stellenstreichungen bei den Officine gestoppt und die
nötigen Investitionen getätigt werden, damit die Werkstätten auch
künftig überleben können.
Sollten bis zum 15. April die Antworten ausbleiben, werde die Belegschaft erneut zusammenkommen,
um Massnahmen zu beraten. Auch
spektakuläre Aktionen würden nicht
ausgeschlossen, meldete die “Regione”. Die beim Streik gebrauchten
Blockadeschwellen könnten auch an
Alptransitschienen angepasst werden. Dicke Luft habe bei der Versammlung der Officine-Belegschaft
geherrscht. Man werde eine Volksinitiative lancieren, damit die vorhandene Arbeit an die Officine nach Bellinzona komme. Denn derzeit würden die SBB ihre Arbeiten vor allem
in andere Regionen vergeben. Gut eine Woche vor der Versammlung kam
es zu einem Treffen von Belegschaftsvertretern, begleitet von den
beiden Staatsräten Vitta und Zali, mit
der SBB-Leitung. Die SBB bekräftigten den Willen zur Investition von
rund 40 Mio. Franken in Bellinzona,
20 davon bei den Werkstätten. Die
Arbeitsaufträge würden bis ins Jahr
2020 stabil bleiben und man werde
seine Verpflichtungen erfüllen. ra
Die SBB üben die Evakuierung eines Personenzuges im neuen Gotthard-Basistunnel, derweil ärgern
sich die Passagiere auf der Nord-Süd-Linie weiter über Verspätungen und defekte Toiletten
Der Nationalrat hiess diese
Woche als Erstrat eine Änderung des Entsendegesetzes mit
126 zu 65 Stimmen gut. Die
Obergrenze von Verstössen gegen minimale Lohn- und Arbeitsbedingungen von bisher
5’000 Franken habe nicht die
geplante abschreckende Wirkung entfacht, sagte Kommissionssprecher Corrado Pardini
(SP/BE).
Die Mehrheit der Nationalräte
befand, es brauche eine Erhöhung der Obergrenze auf
30‘000 Franken, um eine wirklich abschreckende Wirkung zu
erzielen. Dadurch würden nicht
nur Arbeitnehmer vor Lohndumping geschützt, sondern
auch anständige Arbeitgeber
vor unlauterem Wettbewerb.
Die höheren Sanktionen, die
vom Bundesrat vorgeschlagen
worden waren, sollen einerseits
gegen ausländische Arbeitgeber ausgesprochen werden
können, die Arbeitnehmer in
die Schweiz entsenden und gegen die schweizerischen Lohnund Arbeitsbedingungen verstossen. Andererseits sollen die
Kantone Schweizer Arbeitgeber zur Rechenschaft ziehen
können, die gegen einen Normalarbeitsvertrag mit zwingenden Mindestlöhnen verstossen.
Der Kanton Tessin, in dem immer wieder Fälle von Lohndumping bei entsandten Arbeitskräften auftauchen, hat
diese Gesetzesänderung klar
unterstützt.
Die Kammer hiess auch eine
vom Tessiner Nationalrat Marco Romano eingebracht Änderung gut. Demnach können die
Behörden den Normalarbeitsvertrag befristet verlängern,
wenn wiederholt gegen die Bestimmungen über den Mindestlohn verstossen wurde oder
Hinweise vorliegen, dass der
Wegfall des Normalarbeitsvertrags zu Missbräuchen führen
könnte.
Die flankierenden Massnahmen sind 2004 parallel zur Personenfreizügigkeit in Kraft getreten. Sie sollen verhindern,
dass die Löhne unter Druck geraten, weil keine vorgängige
Kontrolle von Lohn- und Arbeitsbedingungen mehr durchgeführt wird. Gesetzliche
Grundlage ist das Entsendegesetz. Dieses würde mit dem Ende der Personenfreizügigkeit
automatisch ausser Kraft treten. Die Vorlage geht nun an
den Ständerat.
gl/sda
VORGEGEBENE ZEIT UM RUND
ZEHN MINUTEN ÜBERSCHRITTEN
von Marianne Baltisberger/sda
401 Personen sicher aus einem
defekten Intercity-Neigezug
(ICN) ins Freie zu bringen, lautete das Ziel der Rettungsübung
“Piora”, welche die SBB zusammen mit der Alptransit Gotthard AG am vergangenen Wochenende in Vorbereitung auf
die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im kommenden Dezember durchführten.
Das geschilderte Szenario habe
planmässig abgewickelt werden
können, schrieb die SBB AG im
Anschluss an die Übung in einem Communiqué, die Evakuierung sei ohne Zwischenfälle,
sicher und geordnet durchgeführt worden. “In etwas mehr
als den geplanten neunzig Minuten”, wie das Transportunternehmen feststellte. Laut Medienberichten wurde die Zeitvorgabe um rund zehn Minuten
überschritten. SBB-Übungsleiter Daniel Schlup erklärte, die
Sicherheit der Figuranten sei jederzeit gewährleistet gewesen.
Die Verzögerung begründete er
damit, dass die Evakuierung
wagenweise
vorgenommen
worden sei, mit Rücksicht auf
die engen Platzverhältnisse im
Tunnel. Im Falle eines Brandes
hätten die Passagiere den Zug
ohne das Gepäck verlassen
müssen.
Die Übung sah vor, dass der
Zug auf seiner Fahrt nach Sü-
SBB
Nationalrat Marco Romano (CVP)
Rettungsübung “Piora”: Das Umsteigen auf den Evakuationszug verlief problemlos
den zwischen der Multifunktionsstelle Faido und dem Südportal stehen blieb. Weil es dem
ausgerückten Lösch- und Rettungszug aus technischen Gründen nicht gelang, den ICN abzuschleppen, mussten die Passagiere auf einen Evakuationszug umsteigen. Diesen erreich-
ten sie über einen sogenannten
Querschlag, einen Verbindungstunnel (siehe Bild).
Bis zum 19. März werden im
Gotthard-Basistunnel insgesamt zwei Stabs- und vier Rettungsübungen durchgeführt.
Das erfolgreiche Absolvieren
der Übungen ist Voraussetzung,
damit die SBB vom Bundesamt
für Verkehr die Betriebsbewilligung für den Tunnel erhalten.
Verspätungen und Pannen
Die Gotthard-Strecke steht in
diesen Wochen aber nicht nur
wegen der baldigen Eröffnung
des Basistunnels in den Schlag-
zeilen. Passagiere wie Zugspersonal beschweren sich über Verspätungen, ausgefallene Züge
und Pannen beim Service in den
Zügen (siehe auch “Zügig südwärts” in der TZ vom 5. Februar). Für die Verspätungen gibt
SBB-Sprecher Christian Ginsig
gegenüber der Nachrichtenagentur sda das verspätete Eintreffen der Züge in Chiasso an.
Im Durchschnitt seien es zwölf
Minuten. Falle dann noch die
Neigetechnik der Züge aus, sei
die Verspätung nicht mehr aufzuholen. Dazu kommen laut der
Bahnkunden-Organisation Pro
Bahn auch noch defekte Klimaanlagen und Kaffemaschinen oder stinkende Toiletten.
Die Tessiner Sektion des Zugspersonals fühlt sich ob der vielen Reklamationen von der
SBB-Führung allein gelassen.
In einem Brief an die Leiterin
der SBB-Division Personenverkehr, Jeannine Pilloud, moniert
sie, die SBB hätten bislang zu
wenig gegen die Missstände getan. Im Kreuzfeuer der Kritik
steht der Zugstyp ETR 610, ein
Nachfolger des frühzeitig ausgemusterten, pannenanfälligen
Cisalpino. 2017 sollen laut SBB
die ETR 610 nachgerüstet und
ihre Neigetechnik saniert werden. Bis dann wird der Basistunnel in Betrieb und aus der
Gotthardlinie statt einer Bergeine Flachbahn geworden sein.
Patienten sollen in gesundheitlichen Einrichtungen nicht in den Freitod begleitet werden dürfen
Kommission schmettert Sterbehilfe-Initiative ab
Die Initiative zur Sterbehilfe der
Grossrätin Michela Delcò Petralli
wurde von der zuständigen parlamentarischen Kommission einstimmig abgeschmettert. Die neue Koordinatorin der Grünen Tessin hatte
vorgeschlagen, dass den Patienten
ein Zimmer innerhalb des jeweiligen Krankenhauses, Pflege- oder
Altersheims zur Verfügung gestellt
werden sollte, wo sie von Exit oder
Dignitas in den Tod begleitet wer-
den. Derzeit muss für eine begleitete Selbsttötung eine Wohnung angemietet werden oder es muss ein
Zimmer einer der Sterbehilfeorganisationen, Exit, Dignitas oder Life
Circle, genutzt werden. In jedem
Fall müssen die Bewohner oder Patienten das Krankenhaus, das Pflege- oder Altersheim verlassen, um
in den Freitod begleitet zu werden.
Die Gegner der Initiative Delcò Petrallis meinen, dass nicht vergessen
werden dürfe, dass die Aufgabe dieser Strukturen die Heilung oder die
Pflege sei. Wie die Sonntagszeitung
Il Caffè della domenica berichtet,
stellt sich auch die Vereinigung der
privaten und öffentlichen Spitäler,
Kliniken und Pflegeheime hinter die
parlamentarische Kommission und
meint: “Es ist richtig, dass jemand,
der einen begleiteten Tod verlangt,
dieses Vorhaben ausserhalb einer gesundheitlichen Einrichtung umsetzt.”
Das ist jedoch nicht in der ganzen
Schweiz so. Im Kanton Basel Stadt
zum Beispiel entscheiden die gesundheitlichen Institute selbst, ob
sie Sterbehilfe in ihren Räumen zulassen oder nicht.
Im vergangenen Jahr haben sich in
der Deutschschweiz und im Tessin
782 Menschen entschieden, mit Hilfe von Exit aus dem Leben zu scheiden. Dies entspricht einem Anstieg
um rund 30 Prozent.
mk
7
4. März 2016
Nachrichten
Zwei Ebola-Antikörper am IRB in Bellinzona isoliert
Passerelle über die Via Zorzi im Süden von Bellinzona
Therapie für fatale Virus-Infektion Investitionen für Fahrradpendler
Wissenschaftler vom Institut für Biomedizinische Recherche (IRB) in Bellinzona
haben zwei Antikörper, die das EbolaVirus neutralisieren, identifiziert, isoliert
und beschrieben. Sie stammen aus dem
Blut eines Überlebenden einer Infektion.
Laut einem im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichten Artikel schützt einer
der menschlichen Antikörper vollkommen
vor der tödlichen Viruskrankheit, selbst
wenn infizierte Patienten nur einmal damit
behandelt werden – vorausgesetzt die Antikörpertherapie erfolgt spätestens fünf
Tage nach einer Infektion mit dem hoch
ansteckenden Virus. In einer zweiten Veröffentlichung im gleichen Magazin identifizieren die Forscher Schwachstellen an
einem Protein des Krankheitserregers. Das
gibt Hinweise zur Entwicklung eines
Impfstoffs. Wie Davide Corti, Mitverfas-
ser des Artikels von der Humabs, gegenüber den Medien zu den Forschungsergebnissen
sagt: “Das
sind
grosse
Errungenschaften auf der Suche nach
einer Heilung für Ebola.” Nun stehe die
klinische Entwicklung an. Denn derzeit
gibt es keine bestätigte Heilmethode und
auch keinen Impfstoff für das in neun von
zehn Fällen tödliche Virus. Es ist jedoch
bekannt, dass Überlebende immun gegen
das Virus sind und sich nicht mehr anstekken können. Beteiligt an den Forschungsresultaten waren neben der Universität der
italienischen Schweiz (USI) und der Humabs Biomed SA, einer aus dem IRB heraus entstandenen Firma zur Vermarktung
der im Tessin entdeckten Therapien auch
das U.S. National Institute of Health and
das U.S. Army Medical Research Institute
of Infectious Diseases.
mk
Es wimmelt von Initiativen, Pendler dazu zu bringen, auf das Auto
zu verzichten und den Arbeitsoder Schulweg mit dem Drahtesel
zu bestreiten. Doch dabei mangelt
es im Tessin oft an der Infrastruktur. Gefährliche Kreuzungen,
schmale Strassen ohne abgetrennten Radweg oder das schlichte
Fehlen einer Spur für Velos halten
potenzielle Radfahrer davon ab,
das Zweirad zu nutzen – trotz
Kampagnen wie Bike2Work,
GoEco oder Bike4Car.
Die regionale Verkehrskommission des Bellinzonese (CRTB) und
der Kanton haben nun Investitionen in der Höhe vom 4.6 Millionen
Franken in das Fahrradwegnetz
um und in der Kantonshauptstadt
angestossen. Insgesamt werden
Bund, Kanton und CRTB 4.6 Millionen Franken in die Infrastruktur
für nicht fossil-betriebene Zweiräder investieren. Eines der wichtigsten Vorhaben ist eine 150 Meter
lange Passerelle soll Fahrradfahrer
unbeschadet über die – gerade zu
Stosszeiten – sehr stark befahrene
Via Zorzi bringen. Derzeit müssen
Fahrradfahrer entweder einen langen Umweg entlang des Flusses
Ticino in Kauf nehmen oder die
Hauptverkehrsachse der Kantonshauptstadt an einer vielbefahrenen
Kreuzung in Angriff nehmen. Die
Bauarbeiten werden erst 2018,
nach Abschluss der Arbeiten am
dritten Gleis zwischen Giubiasco
und Bellinzona, gestartet.
mk
Aufgefallen
Halter wird
gebüsst, weil
Hund auf die
Strasse pinkelt
Vierbeiner bei seinem Geschäft
Im Prozess gegen die mutmassliche Schweizer IS-Zelle forderte die Bundesanwaltschaft
diese Woche hohe Freiheitsstrafen, die Verteidiger verlangten hingegen Freisprüche
GEFÄHRLICHE TERRORISTEN
ODER “BLOSS” SCHLEPPER?
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fand diese Woche
am Bundesstrafgericht in Bellinzona die Hauptverhandlung
gegen eine mutmassliche
Schweizer IS-Zelle statt. Den
vier beschuldigten Irakern werden die Beteiligung an einer
kriminellen Vereinigung sowie
weitere Delikte zur Last gelegt.
Die Bundesanwaltschaft (BA)
ging mit den Angeklagten hart
ins Gericht. Alle hätten Lügengebäude aufgebaut und als
Asylbewerber das Schweizer
Sozialsystem schamlos missbraucht. “Das hier ist keine moderne Hexenjagd gegen JihadSympathisanten, sondern es
geht um konkrete Strafhandlungen”, präzisierte die federführende Bundesstaatsanwältin.
Gemeint war insbesondere die
Vorbereitung von einem terroristischen Anschlag.
Für den Hauptbeschuldigten,
den 29-jährigen Osamah M.,
der in Schaffhausen als Kopf
der Zelle tätig gewesen sein
soll, forderte sie 7 ½ Jahre Gefängnis, genauso wie für Wesam J., der bereits seit zwölf
Jahren in der Schweiz lebt. Bei
Ti-Press
von Gerhard Lob
Die Verhandlung in Bellinzona fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt
ihm kam auch die Verbreitung
von Gewaltdarstellungen hinzu.
Mohammed O., der sich ohne
Aufenthaltsbewilligung in der
Schweiz befindet, soll 5,5 Jahre
ins Gefängnis. Für den vierten
Beschuldigten, Abdulrahman
O., der als Imam in der Innerschweiz tätig war, wurden 2,5
Jahre gefordert, davon sechs
Monate unbedingt.
Ganz anders die Verteidiger. Sie
zerzausten die Anklageschrift
der BA nach Strich und Faden
und wiesen den Hauptvorwurf
einer Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, das
heisst an Vorläuferorganisationen des Islamischen Staates
(IS), entschieden zurück. Es gebe keine Beweise. Die von der
BA bemühten Chats seien
falsch interpretiert worden. Einzig im Anklagepunkt der
Schleppertätigkeit – Förderung
der rechtswidrigen Ein- und
Ausreise – gab es Eingeständnisse. Allerdings habe es sich
nicht um eine wirkliche Schleppertätigkeit gehandelt, sondern
nur um Hilfsdienste. Mit dieser
Tätigkeit sei nämlich kein Gewinn erwirtschaftet worden.
Von der Verteidigung gefordert
wurden Freisprüche und bedingt
ausgesetzte Geldstrafen für die
eingestandenen Schleppertätigkeiten, sowie teilweise hohe Genugtuungen, da die Beschuldigen medial vorverurteilt worden
seien – für Osamah M. ganze
170‘250 Franken. Die Urteilseröffnung ist für den 18. März um
10.00 Uhr angesetzt.
Die Bellinzoneser Sektion des Schweizer Alpenclubs (SAC) veräussert ihre futuristische Alphütte
Die Capanna Corno Gries im Bedrettotal wird verkauft
Die Capanna Corno Gries auf 2’338
m ü. M. zwischen Nufenenpass und
Val Formazza ist dank ihrer modernen Architektur zu einem Symbol des
hochalpinen Tourismus im Tessin geworden. Die Architektur der Hütte erinnert an einen Kontrollturm, von
dem die flache Umgebung mit ihren
vielen Mulden, Senken, Murmeltieren, Seen und kleinen Felsriegeln
überwacht wird. Trotzdem will die
Bellinzoneser Sektion des Schweizer
Alpenclubs (SAC) dieses Flagschiff
der funktionellen Bauweise im
Hochgebirge veräussern, wie die
grosse Mehrheit der an der entscheidenden Versammlung anwesenden
Klubmitglieder im Februar in Bellinzona entschied. Nur eine einzige Gegenstimme und acht Enthaltungen
hatte es gegeben. Die restlichen 61
Anwesenden hatten für den Beginn
der Verkaufsverhandlungen der nicht
einmal zehn Jahre alten Hütte im Be-
drettotal gestimmt. Woran liegt es also, dass der Bergverein, der neben
der Capanna Corno Gries auch noch
die ältere Capanna Piansecco besitzt,
gerade das moderne Postkartenmotiv
mit 50 Schlafplätzen loswerden will?
Die in der Saison 2007/08 anstelle
der früheren Hütte errichtete Unterkunft hat der SAC-Sektion laut Informationen von LaRegione von Anfang
an Schwierigkeiten bereitet. Die
kurz- und mittelfristigen Sanierungs-
massnahmen an der Sichergrube, zur
Feuchtigkeitsreduktion und am Lüftungssystem der Duschen könnten
bald bis auf 150’000 Schweizerfranken ansteigen. Mit nur 1500 Übernachtungen pro Jahr sei die Hütte
ausserdem meilenweit von einer in
der Schweiz ohnehin utopischen
Selbstfinanzierung der Hütte entfernt, erklärte Sektionspräsident Moreno Moreni. Es soll bereits zwei interessierte Käufer geben.
mk
In Bellinzona steht Littering seit dem 1. Juni
2015 unter Strafe. Wer
beispielsweise Zigarettenstummel auf den
Boden wirft oder Kaugummis auf das Trottoir spuckt, muss mit
einer Geldbusse rechnen. Dasselbe gilt für
das Urinieren auf öffentlichem Grund. Seit
Januar sind bereits
zwei Bussen deswegen
erteilt worden. Geahndet werden auch Hundebesitzer, die den Kot
ihrer Vierbeiner nicht
wegräumen.
Doch die Gemeindepolizei hat nun einen
diffizilen Präzedenzfall geschaffen, über
den die Exekutive derzeit berät: Ein Hundebesitzer wurde laut “laRegione Ticino” gebüsst, weil sein Vierbeiner auf den Viale
Stazione uriniert hatte.
Das Herrchen des unartigen Tieres hat seine
Einwände diesbezüglich kundgetan, denn
er habe das Urinieren
seines kaninen Begleiters nicht verhindern
können. Doch so einfach ist die Sachlage
vielleicht doch nicht.
Laut einer Google-Recherche der oben erwähnten Tageszeitung
sei es zwar schwierig,
aber eben doch möglich, einem Hund das
Markieren und Urinieren auf öffentlichem
Grund abzutrainieren.
Noch komplizierter
wird der Fall durch den
Umstand, dass nicht
nur Strassen und Plätze, sondern auch die
ausgedehnten und von
Hundehaltern für den
Auslauf sehr geschätzten Wiesen entlang des
Tessin als öffentlicher
Gund gelten, wie die
Gemeindepolizei bestätigt. Konsequenterweise müssten die
Polizisten auch dort
Bussen verteilen: eine
wahre Goldgrube –
sollte die Regierung
entscheiden, dass die
Busse für Hundeurin
rechtens ist.
mk
8
4. März 2016
Nachrichten
Die Kantonsregierung strebt nach der Niederlage in Lavertezzo eine Revision des Fusionsgesetzes an
Chiemieunfall in Chiasso
Am Grenzbahnhof in Chiasso
rammt eine Rangierlokomotive
einen Güterzug. Die gefährliche
Ladung droht auszulaufen…
Anlässlich der Übung “Odescalchi” vom 19. bis 22. Juni wird
ein Chemieunfall simuliert. Sowohl die Schweiz als auch Italien stellen Rettungskräfte. Geübt werde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Für die
Bevölkerung bestehe keine Gefahr, erklärte die Übungsleitung
mit dem Tessiner Regierungspräsidenten Norman Gobbi, Divisionär Marco Cantieni und Polizeikommandant Matteo Cocchi
am Mittwoch bei einer Medienkonferenz in Bellinzona.
Luganos Spital erweitern
Das Ospedale Civio in Lugano
soll um ein weiteres Gebäude ergänzt werden. Die kantonale Spitalbehörde hat ein Baugesuch für
einen zusätzlichen Flügel mit Intensivstation, Operationssälen,
Notfall, Heliport sowie ambulanten Behandlungsräumen eingereicht. Die Erweiterung soll rund
80 Millionen Franken kosten.
Frontalieri in Rom
Eine Delegation der Vereinigung
italienischer Grenzgänger hat
sich am Montag in Rom mit Mitgliedern der Kommission für
auswärtige Angelegenheiten des
italienischen Senats getroffen.
Das Ergebnis des Gesprächs fiel
ernüchternd aus: “Die in Rom
wissen nicht einmal, was das
Wort frontaliere bedeutet”, sagte
der Präsident der Vereinigung,
Eros Sebastiani, gegenüber der
RSI. Für den 2. April haben die
Grenzgänger in Ponte Tresa eine
Kundgebung angekündigt, um
auf ihre schwierige Arbeitssituation aufmerksam zu machen.
Neue Fussgängerbrücke
Die bestehende Passerelle über
die Maggia zwischen Moghegno
und Maggia soll ersetzt werden.
Geplant ist ein 1,4 Millionen
teures Bauwerk mit einem “modernen, innovativen und architektonisch ansprechenden Erscheinungsbild”, wie es im Kreditantrag der Exekutive heisst.
Alte Weinpresse erhalten
Eine vom Zerfall bedrohte Traubenpresse in Barbeno soll restauriert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht
werden. Die Luganeser Stadtregierung hat in ihrer letzten Sitzung einen entsprechenden
Kreditantrag über 302’000
Franken verabschiedet.
Gastfamilien gesucht
Die Vereinigung “Kovive – Ferien
für Kinder in Not” sucht für die
Sommerferien Gastfamilien in
der italienischen Schweiz. Interessierte melden sich bei Kovive
in Luzern, Tel. 041 249 20 90
oder E-Mail [email protected]
KORRIGENDA
Die TZ hat in der letzten Ausgabe
fälschlicherweise berichtet, dass
in Russo im Onsernonetal die 1.
und 2. Klasse der Primarschule
aufgehoben wird. Dabei handelt
es sich aber um die Scuola mesda/tz
dia, die Mittelstufe.
Mit neuem Artikel Gemeinden abspalten dürfen
Nach der blockierten Eingemeindung der Verzascatal-Gemeinden,
weil sich Lavertezzo in der Ebene
nicht von ihrem Teil am Berg trennen
mochte, sucht die Kantonsregierung
einen Ausweg. Mit einer Botschaft an
den Grossen Rat soll das Fusionsgesetz mit einem neuen Artikel reformiert werden. Darin ist vorgesehen,
dass auch bloss ein Teil von einer bestehenden Gemeinde abgespalten
und einer neuen Gemeinde zugeteilt
werden kann. Dieser Passus fehlt bisher, deshalb bekam Lavertezzo gegen
den Kanton vor Bundesgericht
Recht. Obwohl der Leiter der Gemeindeaufsichtsbehörde, Elio Genazzi, im “Corriere del Ticino” betont
hatte, dass sich diese Novelle nicht
gegen Lavertezzo richte, könnte sie
bei Annahme natürlich künftig gegen
sie verwendet werden. Immerhin besteht beim weiteren Vorgehen im Verzascatal noch keine Einigkeit. Zwar
möchten die restlichen Gemeinden
als Sechserteam an einer Eingemeindung weiterarbeiten, doch Briones
Exekutive vertritt die Ansicht, dass es
ohne Lavertezzo-Berg nicht viel Sinn
mache. Selber will Brione zwar mitmachen, wenn die anderen fünf das
so wollen. Aber ein Grossverzasca
ohne Lavertezzo spalte das Territorium. Und erneut wird Gordola als
künftiger Partner ins Spiel gebracht.
Vor Jahren wollte man das Verzasca-
tal zusammen mit Gordola und Tenero fusionieren, was auf unüberbrückbare Kulturgrenzen zwischen Tenero-Contra und Gordola stiess. Eine
andere verhakte Situation zeigt sich
in Bioggio, Aranno und Cademario.
Dort will Bioggio nicht mitmachen.
In der kantonalen Fusionskommission ist man zur Option Zwang uneins.
Mit dem neuen Artikel im Fusionsgesetz könnten auch dort Zwangslösungen gefunden werden.
ra
Soll ein Baum in der Stadt gefällt werden, ist der Aufschrei fast schon vorprogrammiert. Doch
Riesenbäume finden sich häufig auch abseits der grossen Siedlungen in Wäldern und Feldern
STUMME ZEITZEUGEN, DIE SEIT
JAHRHUNDERTEN WACHSEN
von Martina Kobiela
Wenn Bäume in der Stadt gefällt
werden sollen, löst dies in letzter
Zeit zumindest häufig Protest
aus. So zum Beispiel die Fällung
einiger Zedern im Park der Villa
dei Cedri in Bellinzona, die drohende Abholzung von ein paar
Seekiefern vor einer Grundschule in Morbio Inferiore oder
der mittlerweile berühmten
Rosskastanienallee in Lugano.
Meistens sind es die Bäume in
den Ortszentren, welche die Gemüter erhitzen. Wenn hunderte
von Bäumen in Landwirtschaftszonen oder Wäldern abgeholzt werden, bleibt der in
Städten fast schon rituelle Aufschrei aus. So geschehen zum
Beispiel auf dem Piano di Magadino, entlang der nationalen
Velo Route Nr. 3, wo in den letzten Monaten hunderte Bäume
und Büsche entfernt wurden.
Der Grund für die Abholzungsaktion ist jedoch nachvollziehbar: Vermeidung von Konflikten
mit der dortigen Hochspannungsleitung.
Die Pro Natura Mitgliederzeitschrift ist ebenfalls den monumentalen Pflanzen gewidmet.
Neben einer Auflistung bemerkenswerter Arten und Exempla-
Ti-Press
Kurz gefasst
Dieser Kastanienbaum in Chironico ist wahrscheinlich weit über 500 Jahre alt
re richtet der Naturschutzverein
das Scheinwerferlicht auf das
Waldreservat bei Acquacalda im
Bleniotal, wo sich auch das Centro Uomo Natura des Vereins befindet. Das 76 Hektar grosse Gebiet sei einer der schönsten Na-
delwälder der Schweiz. Es werde von der Zirbelkiefer dominiert. Einer wenig kompetitiven
Kiefernart, die ansonsten nur
selten anzutreffen ist. Die bis zu
25 Meter hohen Bäume können
1000 Jahre alt werden. Die Ex-
Jägerverein des Locarnese registriert weniger Abschüsse
emplare im Waldschutzgebiet
von Acquacalda sind bis zu 300
Jahre alt, haben also noch nicht
einmal die Hälfte ihres Lebens
hinter sich. Damit das Leben
dieser und anderer Bäume geschützt wird, ist es wichtig, über
sie Bescheid zu wissen. Das Institut für Wald Schnee und
Landschaft (WSL) widmet sich
mit einem Inventar der Riesenkastanien genau diesem Zweck.
Über 300 solcher lebender Monumente hat das WSL bereits im
Tessin und im Misox katalogisiert. So zum Beispiel ein Kastanienbaum (siehe Bild) vor dem
Patriziatshaus von Chironico,
dessen Alter auf zwischen 500
und 800 Jahre geschätzt wird.
Sein Umfang beträgt 12 Meter,
damit ist er einer der dicksten
Baume der Schweiz. Die auf der
Alpensüdseite durchgeführten
Untersuchungen zeigen, dass 90
Prozent dieser Riesenkastanien
in der Nähe von landwirtschaftlichen Gebäuden stehen. Doch
auch in den Städten finden sich
Bäume, die aufgrund ihres Alters und ihrer Schönheit bemerkens- und schützenswert sind:
So zum Beispiel die “mächtigste
Platane der Schweiz”, wie sie
Michel Brunner in seinem Buch
“Baumriesen der Schweiz aus
dem Jahr 2012 beschreibt (s. TZ
16. Mai 2014). Der etwa 250
Jahre alte Baum unterhalb des
Castelgrande und neben der
Kantonsregierung, dem Palazzo
delle Orsoline, hat einen Basisumfang von 13 Metern.
Staatsrat plant, Nationalparkprojekte zu unterstützen
Der jagenden Diana fehlen die Gämsen 1,5 Mio. für Adula und Locarnese
Diana ist besorgt. Diana ist der
Name des Jagdvereins der Domäne Locarnese und Vallemaggia. Die Jagdgenossen sind laut
Medienberichten traurig, weil
sie immer weniger Gämsen
schiessen können. Weniger
schiessen heisst für sie, dass es
auch weniger gibt. Das ist die Jägerlogik. Das Vorkommen der
Gämsen habe dramatisch abgenommen, heisst es seitens der
Diana Vallemaggia. Dabei mussten zwei “traurige Premieren”
verdaut werden. Im ganzen Kanton sind 2015 zum ersten Male
mit 849 unter 1000 Gämsen erlegt worden. Im Jagdkreis Locar-
nese/Vallemaggia seien im letzten Jahr nur 165 Gämsen geschossen worden. Letztes Jahr
waren es noch 218. Im Jahre
2003 sind es laut Diana gar noch
540 gewesen. Als gesicherte Ursachen werden Krankheiten, die
Konkurrenz mit anderen Wildtieren und “die Grossraubtiere”
genannt!
Mehr Glück hatte der regionale
Jagdverein in der Nachfolgefrage: Hatte früher der ehemalige
Sindaco von Muralto, Michele
Gilardi, das Hauptwort, so folgt
ihm nun sein Sohn Francesco im
Präsidium. Ein Familienbetrieb,
wie es scheint.
ra
Für die beiden das Tessin betreffenden
Nationalparkprojekte – den Parc Adula
und den Parco Nazionale del Locarnese – sind die kommenden Monate entscheidend. Im laufenden oder spätestens im kommenden Jahr werden die
betroffenen Gemeinden über ihren Anschluss an die geplanten Nationalparks
entscheiden.
Die Tessiner Kantonsregierung sieht
vor, die Arbeitsgruppen des Adula und
jenige des Locarnese mit einem Beitrag
von 1,5 Millionen Franken zu unterstützen. Gemäss einer Mitteilung vom Mittwoch wurde eine entsprechende Kreditbotschaft zuhanden des Parlaments verfasst. Das Geld, so der Staatsrat, soll
auch der Ausarbeitung von Aktivitäten
und Leistungen nach den Vorgaben des
Bundes dienen. Diese seien ein wichtiger Teil bei der Aufwertung der Regionen und der Umsetzung konkreter Projekte.
Der Bund hat gemäss eines Abkommens
mit den Kantonen Tessin und Graubünden für die Jahre 2016-2017 dem Parc
Adula einen Beitrag über 3 Millionen
Franken zugesichert, das Nationalparkprojekt des Locarnese wird mit 2,8 Millionen Franken unterstützt. Der Kanton
Tessin beteiligt sich im gleichen Zeitraum laut Communiqué am Projekt
Adula mit 400’000 Franken (mit Graubünden wurden 600’000 Franken vereinbart) und an demjenigen des Locarnese mit 1,1 Millionen Franken.
mb
9
4. März 2016
Nachrichten
Für Stabio III ging die Anhörung Roms vergessen
Bauschuttdeponie verzögert sich
Währenddem das Thema der wilden
Bauschuttdeponien medial aufbereitet wird – das jüngste Beispiel ist eine in den Centovalli an der Forststrasse von Calezzo – scheint sich
die dritte Phase der kantonalen Bauschuttdeponie bei Stabio zu verzögern. Nachdem die örtlichen Einsprachen bewältigt zu sein scheinen,
beginnen nun die internationalen der
Realisierung der, angesichts des
nicht abkühlenden Baubooms dringt
benötigten, Erweiterung im Wege zu
stehen. Laut Bericht der “Regione”
sei bei der kantonalen Baueingabe
wohl übersehen worden, dass man
auch den Nachbarn hätte konsultieren müssen. Eine EU-Übereinkunft,
der auch die Schweiz folgt, regelt die
Umweltverträglichkeitsprüfung bei
einem grenznahen oder grenzübergreifenden Projekt. Stabio liegt nun
mal nahe der Grenze und eine weitere Deponie dürfte noch mehr LkwVerkehr aufkommen lassen.
Man habe zwar die Verwaltung des
benachbarten Cantello und die Region Lombardei über das Projekt informiert, nicht aber das Umweltministerium in Rom. Ein Rekurs gegen
das Projekt wurde vom Verwaltungsgericht gutgeheissen. Da der Kanton
auf ein Weiterziehen ans Bundesgericht verzichte, müsse nun dazu auch
Rom angehört werden. Parallel werde der dort vorgesehene Nutzungsplan dem Grossen Rat zur Annahmevorgelegt.
ra
Stiftung Mte.
“Den Gästen etwas Authentisches bieten” San Giorgio
veröffentlicht
Kinderbuch
über Fossilien
Hotel Splendide Royal in Lugano erreicht Bestenliste
Der Tourismus im Südkanton kämpft
gegen den starken Franken und die
allgemeine Wirtschaftskrise. Umso
erfreulicher sind deshalb Meldungen, wie diejenige von dieser Woche,
in der das Hotel Splendide Royal in
Lugano ankündigt, bei den “Leading
Hotels of the World” unter den besten 15 im Ranking der im vergangenen Jahr für Qualität und Dienstleistung ausgezeichneten Hotels gelandet zu sein.
Er freue sich über die Auszeichnung,
welche die Leidenschaft und das Engagement seines Teams für die Arbeit auszeichne, kommentiert Direktor Giuseppe Rossi die Meldung. Er
leitet das an der Riva Antonio Caccia
gelegene Fünf-Sterne-Haus seit acht
Jahren. Er versuche, den Gästen ein
authentisches Erlebnis zu bieten, das
über einen einfachen Aufenthalt hinausgehe, so Rossi. Wer im BelleEpoque-Hotel nächtigt, soll auch die
Besonderheiten des Tessins kennenlernen. Das önogastronomische Angebot ist auf lokale Produkte ausgerichtet.
Nach Angaben des Splendide Royal
sind in der Bestenliste der “Leading
Hotels”, die Gruppe umfasst rund
400 Luxus-Herbergen in aller Welt,
sieben Häuser in der Schweiz aufgeführt, unter ihnen auch das Carlton
Hotel in St. Moritz, welches der
Tschuggen Hotel Group angehört,
die in Ascona das Eden Roc und das
Albergo Carcani betreibt.
mb
Der Fussballclub Lugano steht nach 23 Jahren erstmals wieder in einem Cupfinal. Am 29. Mai trifft
der Aufsteiger im Stadion Letzigrund in Zürich auf den FC Zürich
ZITTERSIEG NACH UNTERZAHL
UND VERSCHOSSENEM PENALTY
Das Cardiocentro in Lugano habe am Mittwochabend wohl alle
Hände voll zu tun gehabt, sagte
Matteo Tosetti vom FC Lugano
im Anschluss an das Cup-Halbfinale in Luzern. Sicherlich wäre es besser, die Spiele, wenn
sich die Gelegenheit dafür biete,
direkt zu entscheiden. “Das
würde einiges Leiden ersparen.
Der Mannschaft und den Fans”,
so der 24-jährige Tessiner.
Den Bianconeri gelang der Sieg
gegen den FC Luzern nach über
zwanzig Minuten in Unterzahl
und einem Foulelfmeter in der
83. Minute, der an der Lattenunterkante landete, mit einem
knappen 2:1.
Offensichtlich liege es im Charakter der Mannschaft, sich auf
dem Platz das Leben schwer zu
machen, meinte nach dem Spiel
auch FC-Lugano-Trainer Zdenek Zeman im Interview mit
dem Fernsehen RSI. Der gebürtige Tscheche, der seit den späten Sechzigerjahren in Italien
lebt und unter anderem Vereine
wie die AS Rom, Pescara und
Ti-Press
von Marianne Baltisberger
Die Spieler des FC Lugano feiern mit ihren rund 1000 mitgereisten Fans in Luzern
Cagliari trainierte, hat den FC
Lugano nach dem Aufstieg von
der Challenge in die Super League auf diese Saison hin über-
Das Institut Mode-Design aus Basel honoriert jährlich eine herausragende Abschlussarbeit mit einem eigenen Förderpreis. Dieses Jahr erhielt ihn die in Lugano aufgewachsene Sherylin Birth. Sie
hat, so das Institut, eine ausserordentliche Kollektion zusammengestellt, welche mit sehr hoher Qualität umgesetzt
wurde. Weiter hat sie eine konkrete Vorstellung davon, wie sie mit ihrer Kollektion ihren weiteren beruflichen Weg gehen und ihre Designziele verwirklichen
will. Beides sei für die Vergabe des Förderpreises relevant. Die 27 Jahre alte
Sherylin Birth hat eine durchaus tragbare
Kollektion entworfen, die durch die
kreative Verwendung der normalerweise
nommen. In der Mannschaft gebe es keine herausragenden
Spielerpersönlichkeiten, sagte
Zeman weiter. Doch das Team
sei ausgeglichen, und er sei
froh, dass alle Spieler auf dem
Platz ihren Teil zum Erfolg beitragen könnten.
Mit dem FC Lugano steht seit
1931 zum zwölften Mal eine
Tessiner Mannschaft im Finalspiel des Schweizercups. Für
die Mannschaft aus der Ceresio-Stadt ist es die sechste Teilnahme. Das letzte Endspiel datiert aus dem Jahre 1993. Damals bezwangen die Luganesi
die Grasshoppers mit 4:1.
Nun geht es Ende Mai in Zürich
wieder gegen eine Mannschaft
aus der Limmatstadt, gegen den
FC Zürich. Der Präsident des
FC Lugano, Angelo Renzetti,
hätte sich zwar den FC Sion als
Gegner gewünscht. Denn gegen
den Rekord-Cupsieger aus dem
Wallis wäre eine Niederlage
weniger schlimm gewesen, versuchte er, seine Freude über den
Einzug ins Finale etwas zu redimensionieren. Die Teilnahme
am Endspiel bedeutet für den
Club, der in der Super League
gegenwärtig auf dem 8. Rang
liegt und im Vergleich zu seinen
Mitstreitern eher tiefe Zuschauerzahlen verzeichnet, auch finanziell einen Erfolg.
Kopf der Woche
Fashion-Talent Sherylin Birth
für die Textilkennzeichnung verwendeten Etiketten auffällt. Statt die weissen
beschrifteten Quadrate möglichst unauffällig im Kragen oder in der Seitennaht
anzubringen, bringt Birth das Label ganz
gross heraus. Im Riesenformat sind die
Etiketten aussen an der Kleidung befestigt und statt Angaben zu Material, Herstellungsort und Marke findet sich Philo-
sophisches darauf. Zum Beispiel einige
Zeilen aus dem Song “The Battle is
Over” der norwegischen Sängerin Jenny
Hval: “Statistics and newspaper tell me
I’m unhappy and dying. (...)” Über 1200
Zuschauer werden am 12. März bei der
Modeschau der Studenten des Instituts
im Ausstellungssaal des Museum der
Kulturen Basel erwartet.
mk
Model in einer von Births Roben
MCSN 5758 (Screenshot)
“Hallo! Ich bin ein kleines
Tier, etwa 30 Zentimeter
lang, ich bin anscheinend
seit geraumer Zeit tot, genau genommen seit 240
Millionen Jahren. Ich
möchte dir von meinem
Leben und von meiner
Auferstehung erzählen.”
So stellt sich der Neusticosaurus MCSN 5758 den
Kindern vor. Denn der
kleine Saurier, der 2011
im Felsen von Acqua del
Ghiffo zwischen Meride
und Serpiano am Hang
des Monte San Giorgio
gefunden wurde, ist der
Protagonist eines neuen
Kinderbuchs des Fossilienmuseums in Meride.
Die Publikation eines
Kinderbuchs für angehende Paläontologen im
Grundschulalter sei schon
seit längeren geplant gewesen, wie Marina Ortelli, Mitglied der Stiftung
Monte San Giorgio am
Mittwoch der Presse erklärte. Die vom Filmregisseur Niccolò Castelli verfassten Texte wurden auch
ins Deutsche, ins Französische und ins Englische
übersetzt. Das Kinderbuch über den schwimmfähigen Dinosaurier mit
paddelförmigen Gliedmassen reiht sich in die
neue Strategie des Museums der UNESCO Welterbestätte Monte San
Giorgio ein. Im Rahmen
des Konzepts wurden bereits ein 3D-Film und ein
Audio Guide produziert.
Wie Site Manager Giovanna Staub sagte, sei das
Buch über das in Schwärmen lebende Tier die erste
Veröffentlichung der Stiftung speziell für Kinder.
Bisher gibt es die Geschichte von MCSN 5758
nur im Fossilienmuseum
und bei der Typographie
Tipo Print zu kaufen. In
Zukunft soll es jedoch in
Büchereien auf dem gesamten Kantonsgebiet zu
finden sein. Staub hofft,
dass es auch über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt wird.
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4. März 2016
11
Passaparola
Lesergedicht
Wandeln durch
den Winterwald
Cannocchiale
SPÄTE EHRE FÜR ENNIO MORRICONE
Die Zeichen erkennen…
Wandeln durch den Winterwald …
alles ist lichter, freier
abgeworfene Blätter
über Steg und steile Treppen
wie gross ist nun die Sicht
durch kahle Bäume und Sträucher
auf Plätze, See und Himmel.
Wie herrlich angenehm
das milde Winterlicht
durch früheres Dickicht.
Die neue Durchsicht
auf das Winter-Leben
ausserhalb des Waldes
ganz frischer Überblick.
Ein mächtiger entwurzelter Baum
liegt über dem kahlen Hang
und reicht seinen üppigen
riesigen Wurzelstock
dem Winterhimmel entgegen.
Entwurzeln, sterben,
sich neu hochheben
zum blauen Winterhimmel
der Sonne entgegen.
von Marianne Baltisberger
Es könne keinen grossen Soundtrack ohne einen
grossen Film geben, der inspiriere, sagte Ennio Morricone zu mitteleuropäischer Sonntagnachtzeit im
Dolby Theatre in Los Angeles. Der 87-jährige Komponist aus Italien erhielt bei seiner sechsten Nominierung endlich einen “echten” Oscar. Für seine Arbeit zu Quentin Tarantinos “The Hateful Eight”. Die
Academy hatte den Schöpfer unzähliger Filmmelodien bereits 2007 geehrt, damals mit einem Oscar für
sein Lebenswerk.
Den Preis vom vergangenen Sonntag widmete Morricone seiner Frau Maria. Die immer viel Geduld mit
ihm gehabt und seine ständigen Abwesenheiten ertragen habe, wie er nach der Verleihung erklärte. Das
Ehepaar hat vier Kinder: Marco, Alessandra, Giovanni und Andrea. Letzterer ist den elterlichen Spuren gefolgt und Komponist geworden. Seine Karriere
startete er 1988 an der Seite des Vaters mit dem
Soundtrack zu “Nuovo Cinema Paradiso” von Regisseur Giuseppe Tornatore. Tornatore, Lina Wertmüller, Bernardo Bertolucci, Maximilian Schell, Juan
Luis Buñuel, Roman Polanski, Brian De Palma, Pedro Almodóvar, Oliver Stone… die Liste bekannter
Regisseure, mit denen Ennio Morricone zusammengearbeitet hat, liesse sich fast endlos verlängern.
Dizionarietto di storia ticinese
AGRICOLTURA
Diese Zeichen wandelnd erleben
die Seele hochheben
dem Himmel, dem Licht entgegen
in tiefer Dankbarkeit.
Winterwald, welchen Zauber,
welche Mystik verbirgst du
bis zum nächsten Frühling,
wenn du dich mit grünen Blättern
über staunende Wandelnde “ergiesst”…
Rose-Marie Wyss
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Mit Sergio Leone teilte der in Rom aufgewachsene
Komponist sogar die Schulbank. Ab den 1960er-Jahren begannen die beiden auch beruflich zusammenzuspannen. Mit “Für eine Handvoll Dollar” landeten
sie 1964 ihren ersten grossen Erfolg. Es folgten weitere Titel wie “Zwei glorreiche Halunken” oder
“Spiel mir das Lied vom Tod” bis zu Leones letztem
Film, dem Gangster-Epos “Es war einmal in Amerika” im Jahre 1984. Obwohl Morricones berühmteste
Melodien aus dem Western-Genre stammen, sind
diese nur ein kleiner Teil seines über 450 Filmkompositionen umfassenden Werks. Er nehme es etwas
übel, dass man seine Arbeit auf die Musik reduziert,
die er für den “Spaghetti-Western” komponiert habe,
protestierte Morricone deshalb 2003 anlässlich des
Filmfestivals in Locarno.
Umso mehr freute sich Ennio Morricone nun in Los
Angeles über den Oscar und den zwei Tage zuvor
enthüllten Stern mit seinem Namen am Hollywood
Boulevard. Er hätte nie gedacht, dass seine Arbeit
von so vielen Menschen wahrgenommen werden
würde, meinte er während der Feier am Walk of Fame. Der Filmkomponist bekam den 2574. Stern auf
dem berühmten Gehsteig. Mit dunklem Anzug und
blaugestreifter Krawatte brachte Morricone auch einen Hauch italienischer Eleganz unter die Sonne Kaliforniens. Im Gegensatz dazu Regisseur Quentin Tarantino, der das Geschehen mit “das hier fühlt sich
wie ein kleines bisschen Rom an” kommentierte und
mit Sonnenbrille und hellrotem Kurzarmhemd in die
Kameras lächelte. Der Regisseur sagte gegenüber
den Medien, er habe eine riesige Sammlung an Tonträgern zuhause. Aber von niemandem habe er so
viele wie von Ennio Morricone.
di Angelo Rossi
Dagli archeologi sappiamo che l’insediamento stabile di una popolazione in Ticino cominciò con la
domesticazione degli animali. In primo luogo la
capra e la pecora. Più tardi anche i bovini. E con gli
animali arrivò anche la cerealicoltura. Siamo nel
neolitico, ossia dai 3 ai 5'000 anni prima di Cristo. Il
Ticino come regione abitata è dunque sorto grazie
all’agricoltura. E grazie a questa attività la popolazione del Ticino ha potuto mantenersi fino, si può
dire, alla metà del secolo ventesimo. L’agricoltura ticinese è stata sempre un’agricoltura di montagna.
Era basata sull’allevamento del bestiame per conseguire latticini (in particolare il formaggio) e carne.
La base produttiva era formata dalla piccola azienda
di valle, come pure dal maggengo e dall’alpe,
quest’ultimi gestiti su base cooperativa. La campicoltura su grandi estensioni era limitata al Mendrisiotto dove il contadino produceva in regime di mezzadria, dividendo a metà il raccolto con il proprietario dei fondi da lui coltivati. Il grande problema del
contadino di montagna è quello di assicurarsi abba-
stanza foraggio per le sue bestie, specialmente durante la stagione invernale. Le dimensioni economiche della sua attività erano limitate dalla disponibilità di terreni da falciare e dai capricci del tempo.
Questa dipendenza dalla natura e dal clima fa si che,
dagli inizi dell’insediamento di popolazione nelle
nostre valli fino alla prima metà dell’Ottocento, la
popolazione dei villaggi è abbastanza stabile. Pier
Giorgio Gerosa ha dato nel suo “Un microterritorio
alpino” una dettagliata descrizione della natura del
rapporto tra popolazione e attività agricola, tra il
Duecento e l’Ottocento, nel caso di Corippo. Accanto all’allevamento che si praticava con la transumanza di una parte della popolazione con il bestiame, dal villaggio al maggengo e, durante i mesi estivi, verso l’alpe, i contadini praticavano anche la coltivazione di granoturco e segale, di canapa e, dove il
clima lo permetteva, della vite, del noce e di piante
da frutta come meli e peri. Con il prodotto del loro
lavoro riuscivano così a coprire quasi tutti i loro modesti bisogni. L’unico prodotto che dovevano com-
prare fuori dal villaggio era il sale. Tutti i villaggi
delle valli possedevano poi boschi di castagni. La
castagna fu, almeno fino alla prima guerra mondiale,
uno degli alimenti base della popolazione ticinese.
L’agricoltura di montagna si svolgeva in condizioni
difficili che diventarono, nel corso dei secoli, sempre
più difficili a causa del continuo frazionamento delle proprietà nelle successioni ereditarie. Era anche
un’agricoltura nella quale era importante la proprietà
in comune e il peso della regolamentazione comunitaria. La storia dei villaggi delle nostre valli, dal
Medioevo all’indipendenza e, in molti casi, anche oltre è consegnata negli statuti delle loro vicinie. Gli
statuti regolavano lo svolgimento dell’attività agricola, cercando di proteggere gli interessi della comunità, in particolare nei confronti delle persone che
venivano da fuori e nei confronti dei pericoli naturali. Così è stato dall’inizio del Medioevo fino alla
seconda guerra mondiale secondo il principio che le
generazioni possono passare ma “Terra autem in aeternum stat!”. La terra e l’agricoltura sono eterne.
archeologi: Archäologen
l’insediamento: die Ansiedlung
la domesticazione: die Domestizierung/Zähmung
i bovini: die Rinder
la cerealicoltura: der Getreideanbau
mantenersi: sich halten
allevamento del bestiame: Viehaufzucht
latticini: Milchprodukte
maggengo: Maiensäss
la campicoltura: die Feldwirtschaft
mezzadria: Halbpacht
foraggio: (Vieh)futter
falciare: mähen
la transumanza: die Transhumanz / die Wanderschäferei
granoturco: Mais
segale: Roggen
vite: Reben
il sale: das Salz
boschi di castagni: Kastanienwälder
alimenti base: Grundnahrungsmittel
frazionamento: Aufteilung
successioni ereditarie: Erbnachfolgen
regolamentazione: Reglementierung
vicinie: Nachbarschaften
pericoli naturali: Naturgefahren
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4. März 2016
Forum
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Segelinstruktor Riccardo Deghi in Australien geehrt
Ristorante Bianchi-Biaggi gegründet. Die Mitgliedertreffen fanden immer am ersten Montag des Monats statt.
Durch die touristische Ausrichtung des Tessins, ist es dem Club
gelungen, seine Bedeutung zu verstärken und an nachfolgende
Generationen weiterzugeben. Noch heute steht bei den Treffen die
Freundschaft und Solidarität im Mittelpunkt.
(Übersetzung tz)
7. Tris Rotondo in dichtem Schneetreiben
Riccardo Deghi des Yacht Club Locarno (in der Bildmitte) wurde
in Australien als erster ausländischer Segellehrer zum “besten Instruktor des Jahres” gewählt. Der 27-jährige, am lombardischen
Ufer des Lago Maggiore aufgewachsene Riccardo Deghi ist seit
diesem Jahr beim Yacht Club Locarno für die vier Mannschaften
Optimist 1, Optimist 2, O'pen Bic und 29er zuständig.
www.yclo.ch
Skål Club Lugano feiert 80-jähriges Bestehen
Am 15. Februar organisierte der Skål Club Lugano im Grand Café al Porto in Lugano eine Feier zu seinem 80. Jubiläum. Skål ist
die Vereinigung von im Tourismus tätigen Führungskräften, die
auf internationaler Ebene den freundschaftlichen Erfahrungsaustausch pflegen. Es handelt sich dabei um den einzigen Zusammenschluss von Wirtschaftsvertretern, welcher alle Bereiche des
Tourismus und Reisens abdeckt. Die Tessiner Sektion des Skål
wurde als 23. Club am 15. Februar 1936, vier Jahre nach dem ersten Club in Paris, unter dem Präsidium von Giovanni Locher, im
Ein schneereicher Wintertag bildete am vergangenen Sonntag den
Rahmen zur sechsten Austragung des Tris Rotondo, eines TeamWettkampfs für Ski-Alpinisten in der oberen Leventina. Dank der
Arbeit von 180 freiwilligen Helfern konnte das Rennen, das sonst
am Pizzo Rotondo ausgetragen wird, schliesslich doch noch in
der Nähe von Airolo stattfinden. Den Super Tris gewannen, wie
vor zweit Jahren, die Italiener Nadir Maguet und Filippo Barazzuol. Vincent Mabbouc und Steven Girard (CH) siegten im Main
Tris, Pierre Mettan und Gilles Bapst im Short Tris.
www.trisrotondo.ch (Übersetzung tz)
Nationalrat hat kein Gehör für Landschaftsschutz
Gemäss Art. 14 Abs. 3 des Energiegesetzes (EnG) soll ein Vorhaben
zur Nutzung erneuerbarer Energie von nationaler Bedeutung
gleichrangig sein wie andere nationale Interessen, so zum Beispiel
zum Schutz der Landschaften von nationaler Bedeutung gemäss
Bundesinventar (BLN). Explizit darf auch ein Abweichen von der
ungeschmälerten Erhaltung in Erwägung gezogen werden. Dies bedeutet in der Praxis, dass Grosskraftwerke (Windpärke, Wasserkraftanlagen), die gemäss Beurteilung der zuständigen Fachkommission
des Bundes (ENHK) zu schweren Beeinträchtigungen des Objektes
führen können, auch in BLN-Objekten bewilligt werden dürfen.
Der Ständerat hatte eine Ergänzung vorgenommen, die verhindern
soll, dass durch eine besonders schwere Beeinträchtigung oder
durch mehrere schwere Beeinträchtigungen der Kern des Schutzwertes eines Objektes zerstört würde. Dieser Kompromissvorschlag
fand die Zustimmung sowohl von Bundesrätin Doris Leuthard als
auch des Ständerates. Im Nationalrat war aber der Landschaftsschutz ohne jegliche Chance und die Mehrheit des Rates ist somit
willens, gar eine Totalzerstörung einzelner Objekte unseres nationalen heimatlichen Landschaftserbes in Kauf zu nehmen.
Die grosse Kammer hat am Mittwoch mit 116:77 den Antrag von
Hans Grunder (bdp/be), der zumindest den Kern der Schutzziele der
nationalen Landschaftsikonen, der BLN-Objekte vor grossen Windund Wasserkraftanlagen bewahren wollte, abgelehnt. Gibt nun auch
der Ständerat nach, so wird eine Volksinitiative zum Schutz der
BLN-Gebiete ernsthaft diskutiert werden müssen.
Raimund Rodewald, Geschäftsleiter,
Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
Sudoku in der Tessiner Zeitung
In der TZ vom 26. Februar 2016 schreibt eine Leserin, dass die
"Sudokus" nicht lösbar sind. Seit mehreren Jahren mache ich diese Sudokus und es gibt keines, welches ich nicht lösen konnte, ich
würde es bedauern wenn es keine mehr hätte in der TZ.
Frieda Schwarz, Pianezzo
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Tamborini lädt
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T
Fotografin macht
sich in den USA
auf Spurensuche
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Seite 21
Seite 23
Seite 24
Ohne dieses
Instrument geht es laut
den Veranstaltern des
Jazz Festivals in
Chiasso nicht. Dies
stellt auch Chris
Potter unter
Beweis
© Talabér Tamás
DAS SAXOFON Ä
ALS SEELE DES
JAZZ EHREN
hnlich wie die Trommel, die Flöte, die
Trompete stammt auch das Saxofon aus
der Kriegs- und Militärmusik. Heute zählt
das Holzblasinstrument zu den wohl sensitivsten und exotisch-sensuellsten Komponenten der Jazzmusik. Ja, Sie haben richtig
gelesen, trotz des vielen Messings oder Blechs ist es ein
Holzbläser. Wegen dem Mundstück aus Holz. Anders als
Trompete, Posaune oder Flügelhorn. Erfunden hat es der
Belgier Mercé Adolph Sax im Jahre 1840, indem er bestehende Blasinstrumentelemente kombinierte.
Das diesjährige, 19. Jazzfestival in Chiasso mit Aussenstation in Como – das dortige Konzert mit Fabrizio Bosso
und Julian Oliver Mazzariello steht am heutigen Freitag
um 20.30 Uhr im Teatro Sociale auf dem Programm – feiert dieses zwischen Hölle und Himmel angesiedelte Werkzeug für höhere Sphären und zeigt dabei Geschmack und
Auswahl.
Das eigentliche Event findet von Donnerstag bis Samstag,
10. bis 12. März, im Cinema Teatro in Chiasso statt. Dort
wird den Besuchern ein Mix der internationalen Sax-Szene versprochen – mit der “zeitgenössischen Sprache von
Louis Sclavis oder der Mehrfarbigkeit des Francesco Bearzatti”. Wer's lieber legendär hat, dem werden Benny
Golson, Gary Bartz oder Chris Potter empfohlen. Potter
spielte beispielsweise auch in Pat Methenys “Unity Band”
mit.
Das genaue Programm sieht folgendermassen aus: Am 10.
März um 20.45 Uhr tritt das Francesco Bearzatti Tinissima
4et auf, um 22.15 Uhr das Benny Golson Quartet feat. Antonio Farao’. Am 11. März um 20.45 Uhr ist die Reihe am
Louis Sclavis Silk & Salt Quartet, um 22.15 Uhr am Chris
Potter Quartet. Am letzten Abend, 12. März, geht es eine
Viertelstunde früher los: Ab 20.30 Uhr steht das Gay Bartz
Quartet auf der Bühne und ab 22.30 Uhr die Ray Anderson
& SMUM Lugano Big Band.
An allen drei Abenden geht’s hinterher noch mit DJ-Klängen weiter. Und wer vor den Konzerten mit anderen Jazzfans etwas Leckeres essen möchte, kann ab 19.00 Uhr zum
Jazzdinner kommen. Es wird jeweils Couscous serviert.
XIX Festival di Cultura e Musica Jazz, 10. bis 12.
März, Cinema Teatro Chiasso, Via Dante Alighieri. Infos: Tel. 091 695 09 14, [email protected], www.centroculturalechiasso.ch.
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4. März 2016
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091 825 60 45 oder 091 800 18 28; ab 5. März:
Farmacia Pellandini, Arbedo, 091 829 13 14 oder
091 800 18 28
Dienstarzt - 091 800 18 28
Zahnarzt - Dr. med. dent Laurence Dominé, Biasca,
091 862 11 86 (Sa+So 9-11 Uhr, an Werktagen
9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28; ab 5. März:
Dr. med. dent. Marco Fritzsche, Bellinzona,
091 825 48 20 (Sa+So 9-11 Uhr, an Werktagen
9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28
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Centovalli (infopoint)
Onsernone (infopoint)
Locarno und Umgebung - Gambarogno
Dienstapotheke - Farmacia Cattaneo, Lugano,
091 923 66 38 oder 1811; ab 5. März: Farmacia Solari,
Lugano, 091 923 12 28 oder 1811
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Zahnarzt - Dr. med. dent. Bruno Michelotti,
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9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28; ab 5. März:
Dr. med. dent. Yuri Campana, 091 966 70 00
(Sa+So 9-11 Uhr, an Werktagen 9-12/14-16 Uhr) oder
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1811; ab 8. März: Farmacia Zanini, Stabio,
091 647 39 13 oder 1811
Dienstarzt / Kinderarzt - 091 800 18 28
Zahnarzt - Dr. med. dent. Antonio De Francesco,
Mendrisio, 091 646 05 65 (Sa-Mo 9-11 Uhr, Di-Fr
9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28; ab 5. März: Dr.
med. dent. Nicola Fattorini, Chiasso,
091 682 21 21 (Sa-Mo 9-11 Uhr,
Di-Fr 9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28
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117
118
140
163
1414
144
(Airolo, Ascona, Bellinzona, Biasca, Bodio, Chiasso, Faido, Locarno,
Dienstapotheke - 091 800 18 28
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Polizeinotruf
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Strassenzustand (ita/dt/fra)
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091 743 23 13 oder 091 800 18 28; ab 4. März:
Farmacia Remonda, Minusio, 091743 57 57 oder
091 800 18 28
Kinderarzt - Dr. med. Stefano Giuliani, 091 811 45 24
oder Pronto Soccorso Pediatrico Ospedale La Carità
091 811 45 80; ab 7. März: Dr. ssa med. Valeria Pfister
Maurer, 091 745 44 33 oder Pronto Soccorso Pediatrico
Ospedale La Carità 091 811 45 80
Dienstarzt - 091 800 18 28
Zahnarzt - Dr. med. dent. Thomas Mayr, Locarno,
091 751 35 18 (Sa+So 9-11 Uhr, an Werktagen
9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28; ab 5. März:
Dr. ssa med. dent. Ana Kuzmanic, Muralto,
091 743 26 56 (Sa+So 9-11 Uhr, an Werktagen
9-12/14-16 Uhr) oder 091 800 18 28
Orthopädischer Notfalldienst - 091 743 11 11
(durchgehend)
Tierarzt - 0900 140 150
Nützliche Telefonnummern
091 780 75 00
091 797 10 00
Herr Theisohn, glauben Sie an Ausserirdische?
Das hängt davon ab, was man darunter
versteht. Dass das Universum über
ausserirdische Lebensformen verfügt –
davon ist durchaus auszugehen. Ob
diese sich in unsere Vorstellung von
“intelligentem ausserirdischem Leben” fügen, ob das kohlenstoffbasierte
Lebensformen sind, wovon wir ja immer leichtfertig ausgehen, das können
wir hingegen nicht entscheiden. Das
Problem ist ja: Selbst wenn es dort
draussen irgendwo Lebensformen gäbe, mit denen wir interagieren könnten,
ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese
mit uns Kontakt aufnehmen, äusserst
klein. Die Distanzen im All sind
schlichtweg zu gross. Bis die auf eine
Nachricht, die sie von uns erhalten haben, antworten können, sind wir wohl
schon nicht mehr da.
Wann haben Sie Ihr Interesse und Ihre
Liebe zur Science-Fiction-Literatur
entdeckt?
Ich bin ja kein “Science-Fiction-Fan”,
nicht einmal ein “Science-Fiction-Forscher”. Ich bin Literaturwissenschaftler und beschäftige mich mit den kulturellen und literarischen Auswirkungen
der Vorstellung eines bewohnten Weltalls. Und in dem Rahmen spielen natürlich auch – nicht nur, aber auch –
Texte und Filme eine grosse Rolle, die
man in den Bereich der “Science Fiction” rechnet. Solche Texte habe ich immer mal wieder in meine Arbeit einbezogen, da ich auch zu Zukunftsvorstellungen geforscht habe. Aber wenn man
es mit den Ausserirdischen aufnimmt,
was ich seit knapp drei Jahren tue,
nimmt natürlich die intensive Lektüre
solcher Texte auch zu.
Wie hat sich die Wahrnehmung auf
ausserirdisches Leben seit dem 17.
Jahrhundert verändert?
Das ist natürlich eine lange Geschichte. Vielleicht kann man sie in vier Stufen unterteilen. Im 17. Jahrhundert war
die Annahme, dass auch der Mond bewohnt sei, noch hochriskant, da damit
natürlich auch der gesamte christliche
Kosmos erst einmal zur Disposition
stand. Die Aufklärung hat dann die
Ausserirdischen rehabilitiert: Für Kant
war es ganz klar, dass alle Planeten bewohnt sind, denn wenn das Weltall einem göttlichen Plan folgt, wäre es absurd, dass Welten existieren sollen, die
niemand bewundern kann. Die Vorstellung, dass es sich bei den Ausserirdischen um Zivilisationen handelt, von
denen wir entweder lernen oder vernichtet werden können, verdankt sich
wiederum dem Darwinismus und der
Mars-Euphorie des späten 19. Jahrhunderts – von dieser Vorstellung zehren wir ja heute noch ganz massiv.
Mittlerweile sind wir allerdings soweit, dass uns mehr interessiert, wie
wir selbst einmal ausserirdisch werden
können, Kolonien bauen, eine andere
Geschichte auf einem anderen Planeten beginnen können. Und daran hängen wieder ganz andere Fragen.
Unser blauer Heimatplanet ist in einem erbärmlichen Zustand. Statt ihm
die ganze Aufmerksamkeit zu schenken, reisen Menschen lieber in weit
entfernte Galaxien. Handelt es sich bei
der Faszination “ausserirdisches Leben” um eine Art Weltflucht?
Das kann so sein, ist aber nicht zwingend so. Sehen Sie, man hat die Vorstellung anderer planetarischer Zivilisationen immer auch dazu genutzt, die
irdische Zivilisation zu spiegeln, überhaupt: den Menschen als eine galaktische Spezies zu begreifen. Es gibt immer auch den Blick zurück aus der Galaxie auf die Erde und der kann mitunter auch sehr konstruktiv und hilfreich
sein. So etwas wie “globale Verantwortung”, ein weltumspannendes ökologisches Bewusstsein etwa – dafür
braucht es diesen Blick.
Möchten Sie die Erde einmal verlassen
und nachsehen, was es “da draussen”
wirklich gibt?
Ehrlich gesagt: Diese Frage habe ich
mir noch nie gestellt. Bis man einmal
da wäre, wo es wirklich “etwas gibt”,
hätte man keine allzu schöne Reise
hinter sich, es ist da draussen ja kalt,
dunkel, lautlos. Ich bleibe lieber hier
bei Ihnen.
“Mostri, cloni, guerrieri e spade laser”, Vortrag von Philipp Theisohn
im Rahmen von Asconosc(i)enza, 10.
März um 20.30 Uhr, Monte Verità,
Präsentation auf Deutsch mit Simultanübersetzung auf Italienisch, Eintritt frei, Voranmeldung erforderlich bei [email protected] oder Tel.
091 785 40 56.
bs
Mendrisio, via Lavizzari 2 091 641 30 50
Info-point FoxTown
www.mendrisiottotourism.ch
[email protected]
Verkehrsverein Lugano
Lugano, Riva Albertolli
058 866 66 00
091 751 65 06
ABAD Bellinzona
091 850 40 80
Spitex per città e
campagna Bellinzona 091 826 21 04
Servizio di Assistenza
cura a cura del
domicilio Mendrisiotto
Basso Ceresio
TICINOCURE SA
Taverne
SCuDO Lugano
Spitex per città e
campagna Lugano
Lugano Internursing
Sollievo Tesserete
Lugano Stazione FFS
Lugano Airport
Morcote
Tesserete
091 923 51 20
091 605 12 26
058 866 49 60
058 866 49 50
Bellinzona, Pal. Civico 091 825 21 31
www.bellinzonaturismo.ch
[email protected]
Ticino Turismo
Bellinzona, 091 825 70 56
www.ticino.ch, [email protected]
ALVAD Locarno und
Hauspflegedienste
SPIPED Ticino
Locarno
091 605 12 26
Bellinzona Turismo
Verkehrsverein Mendrisiotto
Krieg der Sterne auf der Erde. Das gibt
es am nächsten Donnerstag auf dem
malerischen Monte Verità ob Ascona.
Nicht wirklich, versteht sich. Da werden keine Krieger mit Laserschwertern
aufeinander losgehen. Star Wars steht
rein hypothetisch im Mittelpunkt. Philipp Theisohn, Professor für neuere
deutsche Literatur an der Universität
Zürich und Leiter eines Forschungsprojektes über die “Conditio extraterrestris”, wird erzählen, welche Vorstellungen hinter dem Phänomen “Krieg
der Sterne” stecken, nämlich nicht nur
astronomische und astrobiologische,
sondern eben auch kulturgeschichtliche und politische. In erster Linie geht
es dem 1974 in der Pfalz geborenen
Theisohn jedoch darum, das Publikum
in die Diskussion miteinzubeziehen.
Die TZ hat mit dem in Zürich lebenden
Professor über Ausserirdisches und
Menschliches gesprochen.
www.luganoturismo.ch
[email protected]
Agno (Flughafen)
091 640 30 60
091 945 10 05
091 973 18 10
091 950 85 85
091 994 94 54
091 943 27 60
Vallemaggia
091 756 22 70
Spitex Val Blenio
Olivone
091 826 21 04
Andere Organisationen
Aiuto Aids Lugano
091 923 17 17
Riazzino, Casa Faro 091 754 23 80
Armònia (Frauenhaus)
Tenero
0848 33 47 33
ACSI Konsumentinnen
Lugano
091 922 97 55
Alcolisti Anonimi
0848 848 846
Società Epilettici
091 825 54 74
Narcotics Anonymous 0840 12 12 12
Kirche
GOTTESDIENSTE KATHOLISCH
Luganese
DEUTSCH - Lugano San Carlo So 10.00
ITALIENISCH – Castagnola Sa 18.00, So 8.00, 10.00. Lugano Sacro
Cuore-Basilika Sa 18.00, So 10.00, 18.00; Santa Maria degli Angeli
Sa 17.30, So 10.30, 17.00. Morcote 10.30 Paradiso 8.00, 11.00,
18.00.
Locarnese
DEUTSCH – Locarno Pfarrkirche San Francesco Sa 18.00, So 10.00.
Orselina Madonna del Sasso So 11.00.
ITALIENISCH – Ascona Pfarrkirche Sa 17.30, So 10.00, 11.15; Papio
8.00. Locarno Collegiata Sant’Antonio Sa 17.30, So 7.30, 9.00, 10.30,
20.00. Orselina Madonna del Sasso Sonn-/Feiertage 7.15, 9.00,
10.00, 17.00, werktags 7.00, 17.00. Ronco s/Ascona So 10.30, werktags ausser Mi 18.00 (Apr-Okt) 17.00 (Nov-März); Tenero Sa 17.30, So
10.30
Bellinzonese
ITALIENISCH – Bellinzona Collegiata Sa 17.15,
So 10.00, 11.15 (Kinder), 20.00, werktags 7.00; Sacro Cuore
Mo-Sa ohne Mi 20.00, Sa 9.00, 10.45, 18.00
Mendrisiotto
ITALIENISCH – Chiasso Pfarrkirche Sa 17.30, So 8.00, 10.30, 17.30,
Mo-Fr 18.00; Chiesa della Madonna di Fatima Mo-Sa 6.30; Mi 9.00.
Mendrisio Sa 18.00, So 8.00, 10.30, 20.00.
Mesolcina
ITALIENISCH – Mesocco Pfarrkirche 8.00;
San Pietro 9.30. Roveredo Pfarrkirche 8.00
EVANGELISCH-REFORMIERTE KIRCHE
Freitag, 4. März - Weltgebetstag
Dino - Chiesa S.Nazzario, 14.30 Uhr
Lugano - Centro comunitario, 20.15 Uhr
Mendrisio, 14.30 Uhr
DEUTSCH
Ascona, 15.00 Uhr
ITALIENISCH
Bellinzona, 20.00 Uhr
Sonntag, 6.März
DEUTSCH
Ascona*, 10.30 Uhr, Erny
Bellinzona, 09.45 Uhr, Schäfer
DEUTSCH/ITALIENISCH
Lugano*, 10.30, Campoli/Ulbrich
ITALIENISCH
Vacallo, 10.00 Uhr, La Torre
Lugano, 16.00 Uhr, zum Weltgebetstag
Muralto, 10.30 Uhr, Di Fortunato
Dienstag, 8. März
DEUTSCH
Casa Montesano*, 16.00 Uhr, Erny
*mit Abendmahl
17
4. März 2016
Literatur
MAGAZIN
Zum 137. Geburtstag von Gustav Gräser am 16. Februar 2016
WIEDER EINMAL EIN GANZER
PORZELLANLADEN VOLLER IDEALE
KAPUTTGESCHLAGEN
von Annegret Diethelm
und Attilio D'Andrea,
www.adad.ch
Der Dichter und Naturprophet Gustav Arthur Gräser
war eine einzigartige Erscheinung in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Führende Geister seiner Zeit sahen in ihm die Verkörperung des “neuen Menschen”, die Verwirklichung
der Ideale von Nietzsche und
Walt Whitman und zugleich
einen neuen Franziskus. Sein
Leben ausserhalb der Regeln
der Zivilisation war den Meisten unbegreiflich, erregte
Anstoss und Hass. Für andere aber wurde er zum Vorbild; Dichter wie Hermann
Hesse und Gerhart Hauptmann erhoben ihn in mythischen Rang.
Sporadisch empfängt unsere Mailbox eine Nachricht oder besser eine Botschaft von Hermann Müller, dem Leiter des deutschen Monte Verità Archivs in Freudenstein (Knittlingen, Baden-Württemberg), dem begeisterten Verwalter und Herausgeber
des Nachlasses von Gusto Gräser. Seine reichhaltige Gräsersammlung und sein Wissen über den “Vater der Alternativbewegungen” (Wikipedia) und Mitbegründer der ersten Reformersiedlung auf dem Monte Verità im Herbst 1900 stellt er dem interessierten Publikum auf seiner Webseite www.gusto-graeser.info zur Verfügung.
Am 16. Februar 2016 erreichte uns sein Mail, zusammen mit einigen Dokumenten und Bildern zu Gusto Gräser, gleichsam als
Glückwunsch zu dessen 137. Geburtstag. Dieser regte uns zur Gestaltung der vorliegenden Gräserseite an. Wir danken Hermann Müller für die Erlaubnis, aus seinem reichen Schatz einige Kostproben vorzustellen.
Trotz (oder wegen?)
Friedensliebe angeeckt
und immer wieder
ausgewiesen
1894 musste er das Gymnasium verlassen, eine Lehre in
Kronstadt brach er ab, kam in
Budapest in die Lehre zu einem
Goldschmied
und
Kunstschlosser und besuchte
1897 die Kunstgewerbeschule in Wien. 1898 schloss er
sich der Künstlergemeinschaft des Malers und Sozialreformers Karl Wilhelm Diefenbach an, verliess diese jedoch bald wieder, zerstörte
1899 seine Bilder und begab
sich auf Wanderschaft.
1900 sammelten sich um die
Brüder Gustav und Karl Gräser sieben junge Menschen,
die aus der Gesellschaft ausbrechen wollten, sie wander-
Der Urmensch vor Gericht
Am dritten Tage schuf Gott
die Bäume, Kräuter und Gräser. Erst am sechsten Tage
schuf er den Adam...
Gräser, der Ur- und Naturmensch Gustav Gräser, ist
demnach drei ganze Tage älter als Adam. Wenn man ihn
in seinem härenen Gewände
sieht, mit den unendlich langen Haaren, dem wilden
Bart, dann glaubt man ihm
die Abstammung aus längst
vergangener Zeit. Nur seine
Anwesenheit beim Sündenfall glaubt man ihm nicht.
Gräser, der vor den Tieren,
den Fischen, Vögeln, Schlangen und vor allem vor dem
Menschen erschaffen wurde,
weiss darum nicht, was Sünde ist. Auch den ganzen übrigen modernen Kram kennt er
nicht, keine Polizei, kein legales Faustrecht der Uniform, er kennt vor allem auch
nicht die moderne Gastfreundschaft, die in der
Hauptsache aus dem Hausrecht, das ist Hinauswurfrecht, besteht.
Seine eigene Dichtung blieb
zu seinen Lebzeiten weitgehend ungedruckt. In Sprüchen und Gedichten, die er
auf Postkarten und Flugblättern verbreitete, rief er seine
Mitwelt zur Umkehr auf.
Heute verbindet sich sein
Bild vor allem mit seiner
Gründung, dem “Wahrheitsberg” oder Monte Verità von
Ascona, der zum Symbol einer naturfrommen und gewaltfreien Gegenkultur geworden ist.
(www.gusto-graeser.info)
Am 16. Februar 1879 wurde
Gustav Arthur Gräser in
Kronstadt (Siebenbürgen,
heute Bra ov, Rumänien) geboren.
ihm wiedergeboren werden.
(Hugo von Hofmannsthal)
ten gemeinsam über die Alpen und siedelten sich auf
dem Monte Monescia oberhalb Ascona an, nannten den
Berg Monte Verità, wo sie
versuchten, gemäss ihren
Idealen zusammenzuleben.
1901 vertrieb der Mitbegründer der “vegetabilen Cooperative” , der Millionärssohn
Henri Oedenkoven, Gräser
vom Monte Verità. 1902 verweigerte Gustav Gräser den
Militärdienst. Nach der Haftstrafe in Österreich überliess
ihm die Gemeinde Losone
die Felshöhle “Pagangrot”
(Heidenhöhle) bei Arcegno.
Hier besuchte ihn später unter anderem Hermann Hesse,
der in ihm seinen Guru fand.
Es folgte ein Wanderleben
mit Auftritten und Vorträgen
durch Europa, München,
Wien, Berlin … Deutschland, Österreich, die Schweiz
… und immer wieder wurde
er ausgewiesen. Bei Kriegsdienstverweigerung in Österreich 1915 wurde er zum Tod
durch Erschiessen verurteilt,
dann aber in ein Irrenhaus
eingewiesen.
wieder wurde er verhaftet,
interniert und ausgewiesen.
1940 verhängten die Nazis
über Gräser ein Schreibverbot. 1942 bis zu seinem Tod
am 27.10.1958 lebte er, dichtend und seinen Idealen treu,
in oder bei München.
Der schweifende Geistige
1916 kehrte er auf den Monte
Verità zurück, die Freundschaft mit Hermann Hesse,
den er zum Roman Demian
anregte, belebte sich wieder
und er befreundete sich mit
der Tänzerin Mary Wigman.
Als er in Zürich und Bern
1916 Vorträge halten wollte,
wurde er aus den beiden
Städten und 1918 aus der
Schweiz ausgewiesen.
Immer wieder setzte er sich
für Gewaltlosigkeit und gegen den Krieg ein, immer
Wem ist nicht, und mehr als
einmal, die Gestalt begegnet,
die diese Zeichen trug und
von solcher Luft umweht
war? Der schweifende, aus
dem Chaos hervortretende
Geistige, mit dem Anspruch
auf Lehrerschaft und Führerschaft – mit noch verwegeneren Ansprüchen – mit dem
Anhauch des Genius auf der
hohen Stirn, mit dem Stigma
des Usurpators im scheulosen Auge oder im gefährlich
geformten Ohr?
Er ist auch Dichter, dieser
unser Ungenannter, vielleicht ist er mehr Prophet als
Dichter. Wenn er es zu Zeiten
nicht verschmäht, Dichter zu
sein, so geschieht es nicht um
des Werkes willen. Das Werk
würde ihn in die Ordnung
hineinziehen, um ihn aber in
seiner
empedokleischen
Nacktheit schlägt unrealisierte Dichtung ihren Mantel, sein Hauptwerk ist ein
nie geschriebenes, das einer
Umschöpfung seines Ich und
damit einer Umschöpfung
der Welt.
Denn er hat dieses Gesetz
über sich gesetzt, dass alles
mit ihm, mit seiner Seelenwallung neu anfangen müsse.
Für ihn ist alles überwunden
und so wie es zu gelten
scheint nicht gültig, sondern
muss zu neuer Gültigkeit von
Armer Gräser, du reines Kindergemüt, der du dein ganzes
Dasein für die längst überfällig gewordene Idee der
Menschenliebe, Herzensreinheit und Einfalt der Sitten
hingegeben hast, als du gestern aus dem Gerichtssaal
abzogst mit deinem durchaus
“korrekten” und in keiner
Revision anfechtbaren Urteil
wegen Widerstandes gegen
die Staatsgewalt, da sah man
deinem Gesicht an, dass dir
wieder einmal ein ganzer
Porzellanladen voller Ideale
kaputtgeschlagen worden
war. Und dabei hatte der
Staatsanwalt dich sehr milde, der Richter sogar sehr
gütig behandelt.
Ach Gräser, wir stehen nicht
mehr beim dritten Schöpfungstag, sondern sind durch
den Sündenfall zivilisierte
Männer geworden und üben
unsere erhabenen Menschenrechte mit den geschlossenen
Handschellen der Paragraphen.
Das wirst du nie begreifen,
aber es ist so!
(Hamburger Tagesanzeiger,
13. Juni 1927)
(Bild: Gräser im Gras)
18
4. März 2016
Freizeit
MAGAZIN
Bergbahnen
Arvigo – Braggio (Val Calanca)
Schwebebahn, 079 252 26 81,
automatischer Betrieb, 24 Std. täglich.
Airolo - Pesciüm
Kabinenbahn (1745 m), 091 873 80 40,
www.airolo.ch/seilbahnen. Bis 3. April sind, wenn es die
Schneeverhältnisse zulassen, alle Pisten in Betrieb (geschlossen ist einzig die Sesselbahn Ravina-Varozzei).
Bosco Gurin – Ritzberg
Sesselbahn (2000m), 091 759 02 02, (Vallemaggia
Turismo), www.bosco-gurin.ch. Bis 3.4., wenn es die
Schneeverhältnisse zulassen, täglich offen. Für aktualisierte Informationen Tel. 091 754 18 28 anrufen.
Brusino - Serpiano
Bergbahn, 091 996 11 30, www.serpiano.ch.
Wiedereröffnung im Frühjahr 2016.
Capolago - Monte Generoso
Wegen Renovierungsarbeiten ausser Betrieb.
Carì - Brusada
Sesselbahn, www.cari.ch. Täglich von 09.00 bis
16.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 9.30 Uhr
geöffnet.
Cassarate - Monte Brè
Standseilbahn (933 m), 091 971 31 71,
www.montebre.ch. Fahrzeiten 1. November bis 31. Mai
(im Februar wegen Revisionsarbeiten geschlossen, Wiedereröffnung am Samstag, 5. März): ab Cassarate 9.20
und ab 9.45 bis 16.45 Uhr alle 30 Minuten (um 12.15
Uhr keine Fahrt); ab Monte Brè 9.35 bis 17.05 Uhr alle
30 Minuten (um 12.35 Uhr keine Fahrt).
Faido - Pianaselva
www.pianaselva.ch, 091 867 15 46.
Über Winter geschlossen.
Intragna - Pila-Costa
Seilbahn (637 m), 091 796 11 27.
Fahrzeiten 1. März bis 16. November: 09.00-12.40 /
14.30-18.10 Uhr alle 20 Minuten
Leontica-Cancorì - Pian Nara
091 871 18 28, www.nara.ch. Die Anlagen sind bis
zum Saisonende am Wochenende in Betrieb; das
Restaurant “La Pernice” ebenfalls.
Locarno - Orselina
Funicolare Locarno – Madonna del Sasso,
Tel. 091 752 14 63.
Fahrzeiten bis Ende März: ab 8.00 Uhr alle 30 Minuten bis um 19.30 Uhr (letzte Fahrt).
Orselina - Cimetta
091 735 30 30, www.cardada.ch.
Vom 19. Dezember bis 6. März 2016:
Luftseilbahn Orselina-Cardada: Mo-Fr 9.15-18.15
Uhr alle 30 Min., Sa, So, Feiertage 8.15-18.15 Uhr
alle 30 Minuten, 19.15 letzte Kabine.
Zwischenhalt Brè / S. Bernardo: Zwischenhalt nur auf
Anfrage. Bitte 15 Minuten vorher an der Kasse, per
Sprechanlage oder per Tel. 091 735 30 38 anmelden, Mo-Fr 9.30 / 12.00 / 16.00 / 18.00 Uhr, Sa, So,
Feiertage 8.30 / 12.00 / 16.00 / 18.00 Uhr
Sessellift Cardada-Cimetta: Mo-Do geschlossen, Sa,
So, Feiertage 9.30-12.15 und 13.15-16.50 Uhr, bei
Skibetrieb 8.45-16.50 Uhr.
Miglieglia - Monte Lema
Kabinenbahn (1620 m), 091 609 11 68,
www.montelema.ch. Wiedereröffnung am
25. März 2016.
Monte Carasso - Mornera
Seilbahn (1400 m), www.mornera.ch,
Tel. 091 825 81 88.
Fahrzeiten bis Ende März:
Mo-Fr 7.30-11.00 und 16.00-17.00 Uhr,
Sa+So 7.45-12.00 und 14.30-17.00 Uhr
Paradiso - Monte San Salvatore
Standseilbahn (912 m), 091 985 28 28,
www.montesansalvatore.ch.
Wiedereröffnung Mitte März 2016.
Piotta - Ritom
Standseilbahn (1793 m), 091 868 31 51,
www.ritom.ch. Geschlossen.
Rivera - Alpe Foppa - Monte Tamaro
Gondelbahn (1530 m), www.montetamaro.ch,
091 946 23 03. Wiedereröffnung am 26. März 2016.
Selma - Landarenca (Val Calanca)
Kabinenbahn, 079 252 26 81 (Nr. Pikettdienst),
automatischer Betrieb, 24 Std.
San Carlo - Robiei
Gondelbahn, www.robiei.ch, 091 756 66 77.
Geschlossen.
Verdasio - Monte Comino
Gondelbahn, www.comino.ch, 091 798 13 93.
Winterpause. Die Seilbahn wird am Mittwoch, 23.
März 2016, wieder geöffnet.
Verdasio - Rasa
Gondelbahn, www.centovalli.ch, 091 798 12 63
(FART). Von Dienstag, 8. März, 08.00 Uhr, bis Mittwoch, 9. März, 17.00 Uhr, wegen Instandhaltungsarbeiten ausser Betrieb. Ansonsten Fahrzeiten bis 16.
November: 09.00-13.00 / 14.20-18.00 Uhr alle 20
Minuten.
Cannobio (Italien)
Sonntag 8-13 Uhr
Chiasso
Freitag 8.00 bis 17.00 Uhr, Piazza
Indipendenza und Teile des Corso San
Gottardo Nord
Lugano
Piazzale ex Scuole Frischmarkt Di + Fr 712 Uhr. Ausserdem in der Via Canova
Antiquariat, Kunsthandwerk, Flohmarkt
Di + Fr 7-12, Sa 7-17 Uhr
Luino (Italien)
Mittwoch 8.30-16.30 Uhr
Como (Italien)
Di/Do/Sa 8.30-13 Uhr (Sa bis 18 Uhr)
Mendrisio
Samstag 8-17 Uhr, Dorfkern
Domodossola (Italien)
Samstag 7.30-15 Uhr
Ponte Tresa (Italien)
Samstag 8.30-17 Uhr
Intra (Italien)
Samstag 8-16 Uhr
Varese (Italien)
Mo/Do/Sa 7-17 Uhr. Ausserdem freitagmorgens, Zona Stadio, Markt “vom
Produzenten zum Konsumenten”.
Locarno
Donnerstag 9-16 Uhr, Piazza Grande
Schiffskurse
Schiffskurse auf dem Luganer See
Die Schiffe können auch das ganze Jahr für
Veranstaltungen gemietet werden.
Rundfahrten in der Bucht von Lugano,
Fahrzeiten gültig vom 6. Februar bis
zum 11. März 2016:
Von Lugano nach Gandria und zurück: die
zauberhafte Atmosphäre des Luganersees.
An den Wochenenden – Samstag, Sonn- und
Feiertage – werden täglich zwei Fahrten
nach Gandria angeboten, eine zur Mittagszeit, um 11.40 Uhr (Paradiso 11.48), und ei-
Lumino - Monti Saurù (Pizzo di Claro)
Seilbahn (1308 m), 091 829 20 19,
www.funivia-pizzodiclaro.ch.
Bis Ende März: Mo-Fr 08.00 / 16.00 Uhr,
Sa/So/Feierage 08.00 / 09.00 / 14.00 / 16.00 Uhr
Märkte im Tessin und in Italien
Bellinzona – Altstadt
Samstag 8-13 Uhr
Der Vorverkauf für
die unsinkbare Titanic
hat begonnen
Nein, sie wird nicht untergehen. Sondern bestimmt auf
einer Erfolgswelle schwimmen. Die klingende Titanic,
die im Sommer in Melide vor Anker liegen wird.
Die Vorzeichen sind jedenfalls erfolgversprechend. Das
Musical Titanic lief vergangenes Jahr am Walensee, und
über 42’000 Besucher kamen und fieberten mit. Die bewegende Geschichte einer grenzenlosen Liebe und der
luxuriösen, als unsinkbar geltenden RMS Titanic sollte
in Zukunft an einem anderen Ort in See stechen; eine
Partnerstadt wurde gesucht. Eine Partnerstadt, die sich
in das Southampton des Jahres 1912 verwandeln würde,
mit einem stolzen Ozeandampfer im Hafen...
240 Gemeinden wurden angeschrieben, erklärte Marco
Wyss, Initiant der Walensee-Bühne und Verwaltungsratspräsident sowie Leiter der TSW Musical AG, am
Dienstag an einer Medienkonferenz in Melide. Von der
Gemeinde am Luganer See kam die Antwort: “Melide
ist zu haben.” Die klare Botschaft gefiel Marco Wyss.
Die Umsetzung des Projekts “Seebühne Melide”, das
den Tessiner Tourismus Hoffnung schöpfen lässt, konnte beginnen. “Wir wollen in Melide einen nachhaltigen
Event mit nationaler und internationaler Ausstrahlung
schaffen und einen regional-touristischen Impuls setzen”, so Marco Wyss. Vorgenommen haben er und sein
Team sich 20 Aufführungen zwischen dem 10. August
und dem 10. September. Der Kartenvorverkauf läuft zunächst für fünf Aufführungen in deutscher und zehn in
italienischer Sprache. Bald wollen die Veranstalter evaluieren, welche Version gefragter ist und entsprechend
planen. Platz gibt es jeweils für 1’500 Zuschauer, die bei
jedem Wetter – und auch bei stürmischer See – die Darbietung der rund 25 Darsteller und des Live-Orchesters,
die prachtvollen Kostüme und die herrliche Naturkulisse vom Trockenen aus bewundern können. Die Tribüne
ist überdacht.
Wer an Bord kommen möchte, kann die kurze Reise –
sie dauert maximal zwei Stunden und 45 Minuten, inklusive Pause – online unter musicalmelide.ch oder telefonisch unter 0900 313 313 (CHF 1.19/ Min.) buchen.
Karten sind ausserdem über Starticket oder bei den Tourismusbüros von Lugano, Bellinzona und Mendrisiotto
erhältlich. Es gibt auch zwei Familienvorstellungen,
und zwar am 13. und am 21. August. Bei diesen haben
Kinder von 8 bis 15 Jahren in Begleitung von je einem
zahlenden Erwachsenen freien Eintritt (diese Ermässigung ist nur für diese beiden Vorstellungen gültig!). Ansonsten kosten die Tickets, je nach Wochentag und Kategorie, zwischen CHF 62.- und CHF 157.-; bis zum 30.
April gibt es 20 % Frühbucherrabatt.
Und wie bei einer echten Kreuzfahrt wird auch bestens
für das leibliche Wohl gesorgt sein – mit Verpflegungsständen, einer Musical-Bar und einem Musical-Restaurant. Sie haben trotzdem noch Zweifel, ob Sie mitreisen
möchten? Keine Angst; diese Fahrt wird überhaupt
nicht gefährlich, der Titanic-Aufbau felsenfest an Melides Seeufer stehen. Sie werden die Titanic trockenen
Fusses und guter Dinge wieder verlassen. Anders erging
es allerdings drei jungen Männern aus Osco, Brissago
und Aquila. Die Tessiner arbeiteten als Kellner an Bord
der echten Titanic. Und überlebten deren Untergang
nicht.
Titanic – Openair Musical, 10. August bis 10. September 2016; Vorstellungen von Mittwoch bis Samstag um 20.00 Uhr; am Sonntag, 21. August um 13.30
Uhr Nachmittagsvorstellung.
uj
Auskünfte: Società Navigazione del Lago di
Lugano, Tel. 091 971 52 23,
E-Mail [email protected], www.lakelugano.ch. Alle Angaben ohne Gewähr.
ne weitere am Nachmittag, um 14.10 Uhr
(Paradiso 14.18). Die Fahrt um 14.10 Uhr
wird auch an allen anderen Tagen angeboten
(ausser Montag).
Das nächste Ereignis an Bord:
19.3. Crociera “San Giuseppe” - Vatertag
Mittagessen und Lotterie
(Informationen und Reservierungen: Tel.
091 971 52 23, [email protected])
Busverbindungen am Luganer See
Alle Angaben ohne Gewähr
Busverbindung Linie 439:
**Lugano (Piazza Manzoni) - Paradiso - Melide - Bissone - Campione (Casinò): 6.14*, 7.03*,
8.14, 9.14*, 10.14, 11.14*, 12.14, 13.44, 14.44, 15.44, 16.44, 17.44, 18.44, 19.14,
20.14, 23.14 (Oktober bis März ausserdem Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage 00.14)
(** ab Lugano S. Antonio Abfahrt je eine Minute früher)
* werktags
Campione (Casinò) - Bissone - Melide - Paradiso - Lugano (Piazza Manzoni): 6.30*, 7.20*,
8.30, 9.30*, 10.30, 11.30*, 13.00, 14.00, 15.00, 16.00, 17.20, 18.20, 19.00, 19.30,
20.30, 23.50 (Oktober bis März ausserdem Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertage 00.35)
*werktags
Busverbindung Linie 490:
Lugano (Al Forte) - Cassarate - Castagnola - Gandria: 7.25, 8.00*, 11.48*, 12.45, 13.30*,
16.30, 17.15*, 18.00*, 18.45* (*werktags)
Gandria - Castagnola - Cassarate - Lugano (Al Forte): 7.05, 7.40, 8.25*, 12.25, 13.10*,
14.05*, 16.55*, 17.40*, 18.25* (*werktags)
Die Fahrkarten sind im Bus zu lösen.
Schiffskurse auf dem Lago Maggiore
Fahrplan gültig bis zum 19. März 2016.
Angaben ohne Gewähr.
Auskünfte: Tel. 0848 81 11 22,
www.navigazionelaghi.it
Reservation Tragflügelboot: Tel. 091 751 18 65
Locarno - Magadino - Locarno
Ab Magadino: 7.30*, 8.30, 9.30, 11.30, 12.30,
Ab Locarno: 7.10*, 8.10, 9.10, 11.10, 12.10,
14.30, 16.30, 17.30, 18.30, 19.30*
14.10, 16.10, 17.10, 18.10, 19.10*.
* werktags
Vorschläge für die Freizeit
Falconeria Locarno, Via Delle Scuole 12, Locarno, Tel. 091 751 95 86, [email protected], www.falconeria.ch. Bis 11. März mittwochs bis sonntags geöffnet: Park
von 13.00 bis 16.00 Uhr, Flugvorführungen um 14.00 Uhr.
Lido Locarno, Via Respini 11, Locarno, Tel. 091 759 90 00, [email protected],
www.lidolocarno.ch. Montag bis Sonntag 8.30-21.00 Uhr, Donnerstag 6.30-21.00
Uhr.
Schokoladenmuseum Alprose, Caslano. Tel. 091 611 88 56, [email protected],
www.alprose.ch. Täglich 9.00-16.30 Uhr.
Splash & Spa Tamaro, Via Campagnole, Rivera, Tel. 091 936 22 22, [email protected], www.splashespa.ch. Werktags 10.00-22.00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 9.00-22.00 Uhr
Swissminiatur Melide, Tel. 091 640 10 60, [email protected], www.swissminiatur.ch. Vom 11. Januar bis 11. März 2016 13.00-16.00 Uhr.
Termali Salini & Spa, Via Respini 7, Locarno, Tel. 091 786 96 96, [email protected], www.lidospa-locarno.ch. Täglich von 9.00-21.30 Uhr. In der Sauna- und
Badelandschaft in eine andere Welt eintauchen, den Alltag zurücklassen.
Ticino Experience (“Der Film, den man isst”), Albergo Losone, Via dei Pioppi 14, Losone,
[email protected], www.albergolosone.ch. Im Winter keine Vorführungen. Wiedereröffnung am 18. März 2016.
Zoo al Maglio, Via ai Mulini 14, Magliaso, Tel. 091 606 14 93, www.zooalmaglio.ch, November bis März 10.00-18.00 Uhr.
Schneebulletin
Der tagesaktuelle Pisten-, Loipen-, Schlittel-, Funsport- und Winterwanderbericht ist auf der Webseite von Ticino Turismo einzusehen:
www.ticino.ch/de/weather-forecast/snow-report.html.
19
4. März 2016
Musik
MAGAZIN
BANCO
Dans la rue
Simone Baggia (hawaiianische Steel-Gitarre, Charango, akustische Gitarre, Ukulele
und Gesang), Marco Galli (Cajon, Bongos, Shaker & Gesang), David Domilici (Udu,
Talkin’drum, Caxixi, Berimbau).
Teatro di Banco - Tel. 079 268 63 28 - 21.00 Uhr
BELLINZONA
The Moorings (F)
Folk/Rock.
Woodstock Music Pub - Rotonda Arbedo / Molinazzo - Vicolo Nord 2 22.30-01.30 Uhr
GNOSCA
Toto Cavadini & The Swiss Elvis
Tanz und Gesang.
Ristorante Bar Orello - Via Valarenche 8 - Tel. 091 829 46 95 - 21.00 Uhr
LOCARNO
Benefizkonzert mit dem Tenor Ottavio Palimieri
Mit Giovanni Brollo (Pian), Gian Carlo Pagani (Leitung). Siehe Beitrag rechts.
Sala SES (Società Elettrica Sopracenerina) - Piazza Grande 5 Tel. 091 756 91 91 - 20.30 Uhr
Blueguitar
Vario, rock, folk acustic.
Caffé Bar Festival - Via Balli 2 - Tel. 091 752 12 59 - 19.00-21.00 Uhr
LOSONE
Blue 2147 lädt Oh! Calcutta! ein
Livemusik und Jam zum Aperitif, danach Konzertabend. Eintritt frei.
Osteria La Fabbrica - Via Locarno 43 - Tel. 091 791 40 05 - 18.00 Uhr
LUGANO
Jazz in Bess - Giulio Corini Libero Motu
Giulio Corini (Bass), Francesco Bigoni (Tenorsax), Nelide Bandello (Schlagzeug).
Jazz in Bess - Via Besso 42a - Besso - 21.00 Uhr
SEROCCA D’AGNO
Voglio tornare negli anni ‘90
Eiffel 65 in concert. DJ Lele.
Temus Music Bar - Via Campagne 30 - Tel. 091 605 11 50 - 22.00-04.00 Uhr
VERSCIO
Chorkonzert Coro Calicantus
In Zusammenarbeit mit der Vereinigung Amici delle Tre Terre di Pedemonte und 3
Terre Cultura. Der Eintritt ist frei, Offerten.
Chiesa parrocchiale - 20.30 Uhr
Samstag, 5. März
AROSIO
Livekonzert
Livemusik aus den Sixties, Swing und Blues.
Ristorante San Michele - Tel. 091 609 19 38 - 20.30 Uhr
BANCO
Keltikon
Eine irisch/schottische Punk-Rock- und Folk-Gruppe.
Teatro di Banco - Tel. 079 268 63 28 - 21.00 Uhr
BELLINZONA
Hardway
Rock. After party mit DJ Moci (Rete Tre).
Woodstock Music Pub - Rotonda Arbedo / Molinazzo - Vicolo Nord 2 22.30-01.30 Uhr
LOCARNO
Borgo Live - Akustische Musik
Mit Miré (20.15 Uhr), Jan & Julie (21.00 Uhr), Scarlett Smokes (21.45 Uhr) und
Febo & Elisa (22.30 Uhr). Eintritt frei.
Caffè al Borgo - Via Borghese 2 - 20.00-01.00 Uhr
Magic Sound
Cover rock ‘70-’80.
Negromante Bar & Ristorante - Via Borghese 14 - Tel. 091 751 40 44 - 21.00 Uhr
LOCARNO-MONTI
Musik & Wort
Mit der Gruppe Mandolinisti del Bellinzonese, Leitung: Nadia Zanelli-Sartori. Lesung: Pfarrer Markus Erny. Eintritt frei, Kollekte.
Evang. ref. Kirche - Via del Tiglio 3 - 16.00 Uhr
LOSONE
Carovana del Bu’ - Konzert & Balfolk
Konzert mit traditionellen Liedern und Tänzen. Unter anderem mit baskischen, ungarischen, italienischen, bündnerischen, lettischen und finnischen Melodien. Anschliessend Tanz.
Osteria La Fabbrica - Via Locarno 43 - Tel. 091 791 40 05 - 20.00 Uhr
LUGANO
Rassegna MAT - Randolph Matthews Trio: Blue Queen
Afro-Blues-Projekt des Sängers, Arrangeurs, Produzenten, Beatbox-Spezialisten.
Il Foce - Via Foce 1 - Tel. 058 866 48 00 - 20.30 Uhr
Mai mai mai
Eine Mischung aus Drone und Ambient, Technoide und Field Recordings – an der
Grenze zwischen Orient und Okzident.
Sonnenstube - Via Luigi Canonica 12 - Tel. 079 735 09 72 - 18.00 Uhr
David Rodigan (UK)
Supp. DJ set by T-I Sound.
Club Living Room - Via Trevano 89a - Tel. 091 970 15 17 - 23.30 Uhr
QUARTINO
Openèr Gambarögn
Vorgeschmack zum Sommerfestival. Mit den Razorrock, The Sunny Boys, Iron Mais
und DJ Stercoraro und Mystic Barrito.
Centro Miraflores - www.openergambarogn.ch - 20.00-04.00 Uhr
Sonntag, 6. März
ASCONA
osa! - URA Canti dai Balcani alla Puglia
Redi Hasa (Cello) und Maria Mazzotta (Gesang). Maria Mazzotta ist eine Solistin des
Ensembles Canzoniere Grecanico Salentino, Redi Hasa ein Solist des Ensembles
von Ludovico Einaudi und der Gruppe Bandadriatica. Siehe auch Beitrag Seite 20.
Fondazione Monte Verità - Strada Collina 84 - Tel. 091 785 40 40 - 17.00 Uhr
BANCO
Blue Valentine Jazz Trio
Eine Auswahl an zeitlosen Melodien, mit angenehmem Retro-Geschmack und einer
Prise Ironie anspruchsvoll neu interpretiert.
Teatro di Banco - Tel. 079 268 63 28 - 21.00 Uhr
BELLINZONA
Carovana del Bu’ - Konzert & Balfolk
Konzert mit traditionellen Liedern und Tänzen. Unter anderem mit baskischen, ungarischen, italienischen, bündnerischen, lettischen und finnischen Melodien. Anschliessend Tanz.
Spazio Aperto - Via Gerretta 9A - www.spazioaperto.ch - 17.00 Uhr
Los Mex
Lateinamerikanisches Ambiente mit Livemusik der Tessiner Gruppe. Eintritt frei.
Birreria Bavarese - Viale Stazione 34 - Tel. 091 825 16 64 - 22.00 Uhr
EIN EIGENS
FÜR LUGANO
KREIERTES MEER
GRONO
Konzert
Sarah Albertoni (Klarinette) und Eva Bohte (Klavier). Konzert und CD-Präsentation.
Musik von Claude Debussy, Johannes Brahms, Germaine Tailleferre und Francis
Poulenc. Eintritt frei mit anschliessenden Erfrischungen.
Aula Magna der Gemeindeschule - 17.00 Uhr
LOCARNO
Festival der zeitgenössischen Musik und Improvisation
Objet trouvé: Formation aus Zürich. Gabriela Friedli (Piano), Co Streiff (Sax), Jan
Schlegel (Bass) und Dieter Ulrich (Drums). Siehe Beitrag auf S. 28.
Spazio Culturale Panelle 10 - Via Panelle 10 - Tel. 079 441 86 37 - 17.30 Uhr
Montag, 7. März
LUGANO
Catherine Nardiello - Tag der Frau
Mit der amerikanischen Pianistin Catherine Nardiello. Mit von Frauen komponierter
Musik. Eintritt frei, Kollekte.
Hotel Pestalozzi - Piazza Indipendenza 9 - Tel. 091 921 46 46 - 20.00 Uhr
Dienstag, 8. März
MENDRISIO
Tag der Frau - Musikalischer Abend für Frauen
Überraschungskonzert für Frauen mit Fulvio Rosa (Klavier und Keyboard), Pierluigi
Salvadeo (Sax und Klarinette) und Karin Hochapfel (Gesang).
4 Note - Corso Bello 9 - Tel. 091 646 04 04 - 19.30 Uhr
Donnerstag, 10. März
© Rocco-Casaluci
Freitag, 4. März
Begleitet wird die Compagnia Virgilio Sieni vom OSI
Moderner Tanz und klassische Musik werden morgen Abend zeitgleich im Theatersaal des LAC in Szene gesetzt. Das Orchester der
italienischen Schweiz begleitet – unter der Leitung von Yannis Pouspourikas – die Tänzerinnen und Tänzer der Compagnia Virgilio
Sieni. Diese hat eigens für die Veranstaltungsreihe LuganoInScena
die Choreografie “La mer” erarbeitet, zur Musik von Claude Debussy. Neben dieser internationalen Erstaufführung zeigt das 1992 gegründete Ensemble eine weitere Choreografie, “Le Sacre du Printemps”, mit der Musik von Igor Strawinsky.
Vor dem Konzert (18.30 Uhr) führt Prof. Stefano Tomassini im Vortrag “Di Sagra in Sagra, variazioni di primavera” in die Arbeit des
toskanischen Choreografen und Tänzers Virgilio Sieni ein. Der Vortrag findet im Foyer des LAC statt. Infos: www.luganoinscena.ch.
Compagnia Virgilio Sieni / OSI, Samstag, 5. März, 20.30 Uhr,
Sala Teatro, LAC, Piazza Bernardino Luini 6, Lugano.
uj
Vorfreude auf das Osterfest
dank hochstehender Klassik
Eine gelungenere Einstimmung auf Ostern als das schon
zur Tradition gewordene Karfreitagskonzert in der Kirche Collegiata Bellinzona gibt es wohl
kaum. Zur Aufführung kommen in diesem
Jahr Robert Schumanns Requiem op. 148
sowie die Motetten op. 110 und op. 74 von
Johannes Brahms. Präsentiert werden die
Werke von Tehila Nini Goldstein (Sopran),
Diana Haller (Mezzosopran), Michael Laurenz (Tenor), Peter Schöne (Bariton, Bild),
vom Chor der Radiotelevisione svizzera
und dem Orchester der italienischen
Schweiz unter der Leitung von Diego Fasolis. Die Karten für das zur Reihe “Vesperali” gehörende Konzert sind begehrt und
können ab sofort beim Tourismusbüro von
Bellinzona reserviert werden (Tel. 091 825
21 31). Auch die Generalprobe am Vorabend ist öffentlich. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass reservierte
Karten bis 18.30 Uhr abgeholt werden müssen.
Karfreitagskonzert, 25.3. (Generalprobe 24.3.), 20.30
Uhr, Chiesa Collegiata, Bellinzona.
uj
Palmieri singt für Nepal
Ottavio Palmieri aus Brissago ist ein Tenor mit einem
gut gefüllten Terminkalender. Neben Auftritten im Inund Ausland, stellt er jedes Jahr das Oper- und Klassikfestival Leoncavallo auf die Beine, das heuer vom 14. bis
zum 28. Mai geplant ist. Trotzdem findet er heute Abend
die Zeit, in Locarno ein Benefizkonzert zu geben. Begleitet wird er vom Pianisten Giovanni Brollo. Der Eintrittspreis von CHF 125.- beinhaltet die Teilnahme an
der Verlosung eines hochwertigen Gemäldes und kommt
der Vereinigung Amici del Dolpo zugute. Die “Freunde
des Dolpo” unterstützen u. a. Bildung und Gesundheit in
Nepal. Es wird auch ein Dokumentarfilm gezeigt.
Benefizabend, 4. März, 20.30 Uhr, SES, Piazza Grande, Locarno; www.ottaviopalmieri.ch.
uj
BELLINZONA
Crime passionnel
Theater mit Monolog in Italienisch und Gesang in Französisch (Übertitel in italienischer Sprache). Von Astor Piazzolla und Pierre Philippe, mit Mario Cei (Gesang und
Rezitation) und Alessandro Sironi (Klavier).
Teatro Sociale Bellinzona - Piazza Governo 11 - Tel. 091 825 48 18 - 20.45 Uhr
CHIASSO
XIX Festival di Cultura e Musica Jazz - Francesco Bearzatti
Tinissima 4ET
Francesco Bearzatti (Tenorsax), Giovanni Falzone (Trompete), Danilo Gallo (Bass)
und Zeno De Rossi (Schlagzeug). Siehe auch Beitrag Seite 15.
Cinema Teatro - Via Dante Alighieri 5 - Tel. 091 695 09 14 - 20.45 Uhr
XIX Festival di Cultura e Musica Jazz - Benny Golson Quartet
Feat. Antonio Farao’. Benny Golson (Tenorsax), Antonio Farao’ (Piano), Gilles Naturel
(Kontrabass) und Doug Sides (Schlagzeug). Siehe auch Beitrag Seite 15.
Cinema Teatro - Via Dante Alighieri 5 - Tel. 091 695 09 14 - 22.15 Uhr
LOCARNO
Ensemble Ermitage
Die 1996 gegründete Gruppe wird von Alexander Alexeev geleitet. Das Repertoire
der Profisänger erstreckt sich von der Oper bis zum russischen Gesang. Eintritt
CHF 20.-, Mitglieder 15.-. Hausbewohner und Feriengäste der Residenzen gratis.
Residenza Al Lido - Via della Posta 44 - 091 756 37 37 - 15.00 Uhr
LUGANO
Rassegna Raclette - Cesare Basile/Calcutta
Cesare Basile präsentiert sein neues Album voller Geschichten und Lieder. Calcutta
stellt die CD “Mainstream” vor.
Il Foce - Studio Foce - Via Foce 1 - Tel. 058 866 48 00 - 21.30 Uhr
LuganoModern - Magma Holliger
Kammermusik, moderne und zeitgenössische E-Musik im Rahmen der Swiss
Chamber Concerts, mit folgenden Solisten: Felix Renggli (Flöte), Heinz Holliger
(Oboe), Jordi Pons (Bassklarinette), Dmitry Smirnov (Violine), Jürg Dähler (Viola),
Daniel Haefliger (Violoncello) und Matthias Würsch (Percussion).
Conservatorio della Svizzera Italiana - Via Soldino 9 - Tel. 091 960 30 40 19.00 Uhr
LUGANO - PARADISO
Trio Lunaire
Virginia Rossetti (Klavier), Andrea Mascetti (Geige), Giacomo Grava (Cello). Musik
von Johannes Brahms und Arnold Schönberg. Eintritt frei.
Mehrzwecksaal - 20.30 Uhr
Freitag, 11. März
BANCO
Verso Suelto
Elegante Neuinterpretation lateinamerikanischer Klassiker voller Leidenschaft, Gefühl und Einfachheit.
Teatro di Banco - Tel. 079 268 63 28 - 21.00 Uhr
BELLINZONA
Bellinzona Blues Sessions - Junior Watson Band
Blues.
Woodstock Music Pub - Rotonda Arbedo / Molinazzo - Vicolo Nord 2 - 22.00 Uhr
CHIASSO
XIX Festival di Cultura e Musica Jazz - Louis Sclavis Silk &
Salt Quartet
Louis Sclavis (Klarinetten, Sopransax), Gilles Coronado (Gitarren), Benjamin Moussay (Piano, Keyboard), Keyvan Chemirani (Percussion). Siehe auch Beitrag S. 15.
Cinema Teatro - Via Dante Alighieri 5 - Tel. 091 695 09 14 - 20.45 Uhr
XIX Festival di Cultura e Musica Jazz - Chris Potter Quartet
Chris Potter (Tenor- und Sopransax), David Virelles (Klavier), Joe Martin (Kontrabass) und Marcus Gilmore (Schlagzeug). Siehe auch Beitrag Seite 15.
Cinema Teatro - Via Dante Alighieri 5 - Tel. 091 695 09 14 - 22.15 Uhr
LUGANO
LuganoMusica - Orchestra della Svizzera italiana
Christian Zacharias (Klavier und Leitung), Marie-Sophie Pollak (Sopran). Mit Werken
von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert.
LAC - Sala Teatro - Piazza Bernardino Luini 6 - Tel. 058 866 42 00 - 20.30 Uhr
LuganoMusica - Late Night Modern
Mozart Reloaded.
LAC - TeatroStudio - Piazza Bernardino Luini 6 - Tel. 058 866 42 00 - 22.30 Uhr
PONTE TRESA
Chorkonzert
Coro Ticines da Minüs unter der Leitung von Enrico Penna. Cantori di Pregassona
unter der Leitung von Luigi De Marchi. Offerten.
Chiesa Parrocchiale - 20.30 Uhr
20
4. März 2016
Unterhaltung
MAGAZIN
MUTTER ERDE INSPIRIERT
ZU KLANG UND BEWEGUNG
Die Fassade trügt: In dem schlichten Kubus gleich hinter dem grossen Verkehrskreisel in Locarno verbirgt sich eine bunte Ideenwerkstatt. Ein Atelier, das kleinen und grossen Geschichten, leisen und
lauten Tönen, Bewegung und Tanz den Weg ins Rampenlicht öffnet.
Es ist der Ort des Teatro dei Fauni, welches
das zum Kinohaus bestimmte, alte Gemeindeschulhaus an der Piazza Castello verlassen
musste und im Gebäude einer Telefongesellschaft Unterschlupf gefunden hat.
Die künstlerische Leiterin Santuzza Oberholzer agiert als Schauspielerin, Puppenspielerin
und Regisseurin. Seit 15 Jahren organisiert sie
unter dem Titel “OSA! Organico scena artistica” auch “La donna crea”, eine Veranstaltungsreihe von Frauen für Frauen – interessierte Männer eingeschlossen. Die Reihe setzt
heuer die Natur und ihre Lebenszyklen in den
Mittelpunkt, sie beleuchtet die Beziehung
zwischen Mensch und Erde.
“GEA madre” beginnt am Dienstag, 8. März,
zum Tag der Frau, in der Kantonsbibliothek
Locarno mit einem Vortrag auf Italienisch
über Kochen und Fotografie. Zwei Künste, so
Santuzza Oberholzer, die Körper und Geist nähren. Hauptakteurinnen des Abends sind die Kräuterköchin Meret Bissegger, die in Malvaglia im Bleniotal eine Schule für Naturküche unterhält, und die
Tessiner Naturfotografin Giosanna Crivelli.
Bereits am Sonntag aber geht es bei OSA! musikalisch los. Die seit
13 Jahren “Donna crea” angeschlossene Konzertreihe “Voci audaci”
unter der künstlerischen Leitung von Oskar Boldre startet mit Melodien aus dem Balkan und Apulien: Bei “URA – Canti dai Balcani alla Puglia” bauen Redi Hasa am Violoncello
und die Sängerin Maria Mazzotta (Bild) eine
klangvolle Brücke über die südliche Adria.
Das Konzert findet in Zusammenarbeit mit
Locarno Folk, um 17 Uhr, im Centro Monte
Verità oberhalb Asconas statt.
Am darauffolgenden Freitag geht es im Atelier Teatro dei Fauni in Locarno mit “planetarischer Gartenarbeit” weiter. Lorenza Zamboni ist Schauspielerin und Gärtnerin aus Leidenschaft. In “Semi di futuro” lässt sie Samen
und Unkraut spriessen. Pflanzen, die Risse im
Asphalt und in der Seele kitten und mit neuem
Leben erfüllen (FaunAperò, ab 20.30 Uhr).
Insgesamt stehen bei “OSA! Organico scena
artistica” 16 Veranstaltungen auf dem Programm, Theatervorführungen für Kinder und
Erwachsene, Musik, Tanz und sechs Vorträge
bzw. Workshops in Ascona, Losone, Locarno,
Muralto und Tenero.
“OSA! Organico scena artistica” umfasst das 15. Festival La
donna crea und die 13. Musikreihe Voci Audaci, vom 6. März bis
24. Juli an sechs Aufführungsorten im Locarnese.
mb
Aschenputtel
Festival
Ein Mädchentraum wird wahr
Projekt vereint Generationen
Romantisch inszeniertes Musical verzaubert morgen Lugano
Gemeinsam Filme schauen und anschliessend diskutieren
Welches Mädchen träumt nicht davon, Prinzessin zu werden. Aus der Asche, aus der Unscheinbarkeit in den Palast
zu gelangen, ins Rampenlicht. Dieses Phänomen hat auch in
der heutigen Zeit nichts von seinem Zauber eingebüsst. Nur
geht es bei modernen Mädchen vielleicht weniger darum, in
irgendein blaublütiges Geschlecht einzuheiraten, als vielmehr Top Model zu werden. Oder oskargekrönte Schauspielerin. Oder international gefeierte Sängerin. Egal, welche Träume man träumt, derjenige des Aschenputtels ist und
bleibt einer der romantischsten überhaupt. Das von der bösen Stiefmutter und den nicht minder gemeinen Stiefschwestern geplagte Mädchen, das dank seiner Schönheit und
dem magischen Haselstrauch das Herz des Prinzen erobert,
bringt nicht nur Kinderherzen zum Schmelzen. Morgen
Samstag ist “Cenerentola” in Lugano als Musical zu sehen.
Und zwar in doppelter Ausführung, das erste Mal um 15.00
Uhr, das zweite um 18.00 Uhr. In den letzten beiden Jahren
hat das Stück in Italien mehr als 40'000 Zuschauer angelockt. Ein Garant für unvergessliche Stunden also.
“Cenerentola”, Musical, Samstag, 5. März, 15.00 und
18.00 Uhr, Palazzo dei Congressi, Lugano, Eintrittskarten sind an allen Ticketcorner-Verkaufsstellen erhältlich.
bs
“Guardando insieme – Zusammen anschauen.” Von Filmen ist
hier die Rede. Ist ja eigentlich nichts Besonderes. Selten geht
eine(r) ganz allein ins Kino. Doch in diesem Fall geht es um
ein etwas anderes gemeinsames Anschauen. Bei dem schon
zum dritten Mal stattfindenden Filmfestival “Guardando insieme” handelt es sich um ein generationenübergreifendes Projekt, das Jung und Alt nicht nur in den gleichen Saal zusammenbringen, sondern auch das gegenseitige Verständnis fördern soll. Zehn Streifen werden in nur drei Tagen gezeigt. Damit nicht genug. Nach dem gemeinsamen Anschauen soll auch
gemeinsam diskutiert werden. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Denn welcher junge Mensch spricht schon gerne über
Tod und Demenz? Und welcher ältere Zeitgenosse redet frei
von der Leber über Liebe und Sexualität? Angefangen wird am
nächsten Montagabend mit dem deutschen Dokumentarfilm
“Vergiss mein nicht” (OV, franz. Untertitel, 20.15 Uhr). Es ist
die Geschichte von Gretel Sievking, Akademikerin, Feministin, Mutter und Ehefrau, die mit 67 Jahren an Alzheimer erkrankte. Ihr jüngster Sohn David setzt seiner Mutter ein filmisches Denkmal.
“Guardando insieme” generationenübergreifendes Filmfestival, 7. bis 10. März, Cinema Forum, Bellinzona, komplettes Programm: www.guardandoinsieme.ch.
bs
Bühne
Freitag, 4. März
LUGANO
Rassegna HOME - Gilgamesh
Zwei Schauspieler, viele Mikrofone, viel Bewegung. Mit Kevin Blaser und Tommaso
Giacopini. Regie von Patrizia Barbuiani.
Il Foce - Via Foce 1 - Tel. 058 866 48 00 - www.foce.ch - 20.30 Uhr
Samstag, 5. März
BELLINZONA
Rassegna Swiss Made - La visite de la vieille dame
Stück in französischer Sprache von Friedrich Dürrenmatt. Siehe auch Seite 24.
Teatro Sociale Bellinzona - Piazza Governo 11 - Tel. 091 825 48 18 www.teatrosociale.ch - 20.45 Uhr
CHIASSO
Dinner Cabaret - Sogno di una notte di mezza età
Mit Debora Villa.
Cinema Teatro - Via Dante Alighieri 5 - Tel. 091 695 09 14 www.centroculturalechiasso.ch - 20.30 Uhr
LOCARNO
Piccoli crimini coniugali
Theater von Eric-Emmanuel Schmitt. Mit Patrizia Schiavo und Emanuele Santoro.
Teatro Paravento - Via Cappuccini 8 - Tel. 091 751 93 53 www.teatro-paravento.ch - 20.30 Uhr
LUGANO
LuganoInScena - La mer + La sagra della primavera
Mit dem Orchester der italienischen Schweiz unter der Regie von Yannis Pouspourikas und der Compagnia Virgilio Sieni. Siehe Beitrag auf Seite 19.
LAC Lugano - Sala Teatro - Piazza Bernardino Luini 6 - Tel. 058 866 42 00 www.luganolac.ch - 20.30 Uhr
MURALTO
La famiglioteca
Aufführung von “Scintille”, dem Theater und Raum für Kreativität für Kinder und Jugendliche. Inspiriert von einer Erzählung von Dennis Whelehan. Auf Italienisch.
Palazzo dei Congressi - Via Municipio 3 - www.scintille.ch - 20.30 Uhr
Sonntag, 6. März
ASCONA
Ospiti a teatro
Zirkus Usoeriuso – die Prophezeihung der Elefanten. Ein Stück für Kinder ab 5 Jahren in italienischer Sprache.
Teatro del Gatto - Via Muraccio 21 - Tel. 091 792 21 21 www.ilgatto.ch - 17.00 Uhr
LOCARNO
La scuola dei cattivi
Aufführung von “Scintille”, dem Theater und Raum für Kreativität für Kinder und Jugendliche. Inspiriert von einem Text von Mara Boni. In italienischer Sprache.
Centro Sant’Antonio - Vicolo Ospedale 1 - www.scintille.ch - 17.00 Uhr
LUGANO
Odissea - Un racconto che ritorna
Auf der Bühne eine Schauspielerin und ein Musiker. Sie erzählen von den Abenteuern des Odysseus. Text von Daniela Almansi, Regie von Luca Chieregato.
Il Foce - Via Foce 1 - Tel. 058 866 48 00 - www.foce.ch - 18.00 Uhr
LuganoInScena - Il Cavaliere Inesistente
Von Italo Calvino. Regie Fabrizio Montecchi. Theater für Familien. Ab 10 Jahren.
LAC Lugano - Teatrostudio - Piazza Bernardino Luini 6 Tel. 058 866 42 00 - www.luganolac.ch - 16.30 Uhr
Montag, 7. März
LUGANO
LuganoInScena - Ivan Illic
Von Ola Cavagna, nach einer Erzählung von Leo Tolstoi.
LAC Lugano - Sala Teatro - Piazza Bernardino Luini 6 - Tel. 058 866 42 00 www.luganolac.ch - 20.30 Uhr
Dienstag, 8. März
LUGANO
LuganoInScena -7 minuti
Elf Arbeiterinnen in einer Textilfabrik kämpfen für ihre Rechte. Bis 9. März.
LAC Lugano - Sala Teatro - Piazza Bernardino Luini 6 Tel. 058 866 42 00 - www.luganolac.ch - Di+Mi 20.30 Uhr
Donnerstag, 10. März
VIGANELLO
Piccoli crimini coniugali
Von Eric-Emmanuel Schmitt. Mit Patrizia Schiavo, Emanuele Santoro. Bis 13. März.
Il Cortile - Via Boscioro 18 - Tel. 091 922 22 00 - www.ilcortile.ch Do 17.00 Uhr, Fr-So 20.45 Uhr
Museen
BELLINZONA
Villa dei Cedri - Piazza San Biagio 9
28. Februar bis 8. Mai, Di-So 10-12 / 14-18 Uhr
Bis 1. Mai, Di/Mi/So 10.30-18 Uhr,
LIGORNETTO
Do-Sa 10.30-20 Uhr
CARLO FORNARA E IL RITRATTO
VIGEZZINO. PROSPETTIVA E CONFRONTI 2
Werke des italienischen Malers Carlo Fornara (18711968) und anderer Künstler. Am Sonntag, 6. März,
14.30 Uhr, geführte Besichtigung. Teilnahme kostenlos;
es muss nur der Museumseintritt bezahlt werden.
Bis 28. März, Mi-Fr 14-18, Sa/So 11-18 Uhr
Museo Vincenzo Vela - Largo Vela
CHIASSO
MASILugano - LAC - Piazza Bernardino Luini 6
m.a.x. museo - Via Dante Alighieri 6/10
IMAGO URBIS
Eine Reise zurück zu den Wurzeln der Kartografie.
Einstige und heutige Stadtansichten – von der
Renaissance bis zur Romantik.
IM LICHTE ROMS
Ausstellung “Im Lichte Roms. Fotografien von 1840 bis
1870 aus der Sammlung Marco Antonetto”.
Bis 10. April jeweils Di-Sa 10-17 Uhr, So 10-18 Uhr
LUGANO
MARKUS RAETZ - ALEKSANDR RODCENKO
UND WERKE AUS DER SAMMLUNG
Werke von Markus Raetz. Zudem neue Ausstellung des russischen Künstlers Aleksandr Rodcenko sowie “La collezione”
mit Werken aus der Sammlung des Museums. Siehe S. 21.
MASILugano - Palazzo Reali - Via Canova 10
ROBERTO DONETTA UNA RETROSPETTIVA
Bilder des Fotografen aus dem Bleniotal (1865-1932).
Bis 20. März, Di 14-17 Uhr, Mi-So 10-17 Uhr
MENDRISIO
Museo d’Arte - Piazza San Giovanni
GLI ANTICHI TRASPARENTI DI MENDRISIO
Die “Transparente” sind grosse Leuchtbilder, die Szenen
aus dem Alten und dem Neuen Testament dargestellen.
Sie bereichern jeweils die Osterprozessionen.
3. bis 29. März, Di-Fr 14-19, Sa/So 10-18 Uhr,
am 18. März 14-21 Uhr
MERIDE
Museo dei fossili del Monte San Giorgio
PERMANENTE AUSSTELLUNG
Versteinerte Tiere und Pflanzen vom Monte San Giorgio.
Ganzjährig geöffnet, Di-So 9-17 Uhr
MONTAGNOLA
Museo Hermann Hesse - Torre Camuzzi
DAUERAUSSTELLUNG
In einer Dauerausstellung wird das Leben, das der Dichter
im Tessin führte, dem Betrachter nahegebracht.
Von März bis Oktober täglich 10.30-17.30 Uhr
RANCATE
Pinacoteca Cantonale Giovanni Züst
WERKE AUS DER SAMMLUNG
Gemälde und andere Kunstwerke aus verschiedenen
Jahrhunderten. Der Fokus liegt auf dem 19. Jahrhundert.
März bis Juni: Mi-So 9-12 / 14-17 Uhr
21
4. März 2016
Vernissagen + Finissagen
Kunst
BELLINZONA
Vernissage - ARTeORTO
Vernissage - Digital Flows
SAMSTAG, 5. MÄRZ
Kollektivausstellung mit Werken von Gianluca Abbate, Miguel Andrés, Barbara Brugola, Katharina Gruzei, Hwayong
Jung, Cristina Ohlmer, Marta Roberti, Rimas Sakalauskas.
Die Ausstellung dauert bis zum 3. April.
MACT/CACTicino Centro d’Arte Contemporanea
Ticino - Via Tamaro 3 - Tel. 091 825 40 85 www.cacticino.net - 17.30 Uhr
BIASCA
Vernissage - Luca Solari - Tracce Effimere
MITTWOCH, 9. MÄRZ
Fotoausstellung von Luca Solari. Präsentiert von Claudio
Guarda (Kunstkritiker), unter Mitwirkung des Direktors der
Tessiner Krebsliga. Die Ausstellung eröffnet eine Reihe von
Veranstaltungen, deren Erlöse der Krebsliga zugute kommen. Musikalische Darbietung von Nikla Bontadelli und Elisa Nolli (Ballett). Die Ausstellung dauert bis zum 29. Juli.
Bibliomedia Svizzera - Via Giuseppe Lepori 9 Tel. 091 880 01 60 - www.bibliomedia.ch - 18.00 Uhr
LUGANO
Vernissage - Stefano Ciaponi
MITTWOCH, 9. MÄRZ
Malerei. Die Ausstellung dauert bis zum 9. April.
Galleria Il Raggio - Via Giacometti 1 Tel. 091 923 15 83 - www.lacornice.ch - 18.00 Uhr
Vernissage - Ronald Ventura - Recent works
DONNERSTAG, 10. MÄRZ
Kunstwerke. Die Ausstellung dauert bis zum 12. April.
Primae Noctis Art Gallery - Via Canonica 7 Tel. 091 922 20 03 - www.primaenoctis.com 18.00 Uhr
PONTE TRESA
Vernissage - Silvia Meier
SONNTAG, 6. MÄRZ
“Tra natura e incanto” (Zwischen Natur und Zauber) ist der
Titel der Einzelausstellung der Bildhauerin. Zu sehen ist sie
bis zum 20. März.
Galleria Alter Ego - Via Lugano 1 - Tel. 079 357 25 48 www.alteregogallery.com - 18.00 Uhr
RODI FIESSO
Vernissage - Laura Pellegrinelli - 3 x 3
SAMSTAG, 5. MÄRZ
Gemälde, Brandmalereien und Gravuren. Die Ausstellung
dauert bis zum 22. April.
Dazio Grande - Tel. 091 874 60 60/66 www.daziogrande.ch - 18.00 Uhr
SAN BERNARDINO
Finissage - Hommage an Pinocchio
SONNTAG, 6. MÄRZ
Ausgestellt werden Werke zeitgenössischer Künstler, welche die Figur Pinocchios ganz persönlich interpretiert und
gestaltet haben. Freitag nur am Nachmittag geöffnet.
Spazio28 - Strada cantonale 28 - Tel. 091 832 01 30
- www.spazio28.it - 10.00-13.00 / 15.00-18.00 Uhr
MAGAZIN
MASILUGANO PRÄSENTIERT
ALEXANDER RODTSCHENKO
Der vielseitige Künstler ist einer der bekanntesten
Vertreter der russischen Avantgarde
Er war einer der bekanntesten Vertreter der russischen Avantgarde und zugleich einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Der 1891 in
Petersburg in einfachen Verhältnissen geborene
Alexander Michailowitch Rodtschenko besuchte von
1910 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914
die Kunstschule in Kazan. Die russische Avantgarde
war im 20. Jahrhundert ein einmaliges Phänomen.
Die überraschende und kreative Energie, die von ihren Vertretern ausging, beeinflusst bis heute die zeitgenössischen Kunstströmungen und widerspiegelt
sich auch in den jüngsten Formen der Grafik und des
Designs. Das Talent des 1956 verstorbenen Rodtschenko zeigt sich in Malerei, Design, Theater, Kino,
Typografie und Fotografie, die er radikal umwandelte
und für welche er neue künstlerische Entwicklungen
erschloss. In den von ihm geschaffenen Fotomontagen und Plakaten greift er auf die dynamischen Formen des Futurismus, auf die formale Vereinfachung
des Neoplastizismus und des Suprematismus und auf
den Ideenreichtum der dadaistischen Fotomontagen
zurück. Dank seines Interesses für die Fotomontage
gelangte Rodtschenko 1924 zur Fotografie, genauer
gesagt zu einer vollkommen neuen Auffassung von
Fotografie: Sie beruhte nicht auf dem Wunsch, die
Wirklichkeit auf distanzierte Weise zu dokumentieren, sondern unterstrich deren emotiven, dynamischen und vitalen Charakter. Die Auswahl der am
MASILugano (Museo d’arte della Svizzera italiana)
ausgestellten Werke Rodtschenkos hat Olga Sviblova, eine der grössten Expertinnen der Kunstfotografie
und der Kunst der sowietischen Avantgarde, getroffen. Es handelt sich dabei um über 300 Fotografien,
Fotomontagen, Collagen, Offsetdrucke und räumliche Konstruktionen. Dank der neu bezogenen und
geräumigen Lokalitäten im LAC ist neben den Rodtschenko-Exponaten ab sofort auch die Permanentausstellung des MASI für das Publikum offen. Die
heuer gezeigten Werke stehen unter dem Motto
“Nuove consonanze – Neue Gleichklänge”. Zu bewundern sind Schöpfungen zeitlich und stilistisch
weit auseinanderliegender Künstler. Und dennoch
treten die widersprüchlich erscheinenden Kunstformen in Dialog zueinander.
Alexander Rodtschenko, bis 8. Mai, und Permanentausstellung, MASILugano, LAC, Piazza Bernardino Luini 6. Di, Mi + So 10.30-18; Do, Fr + Sa
10.30-20 Uhr, Mo geschlossen (ausser 28.3.).
© A. Rodchenko – V. Stepanova Archive /Moscow House of Photography Museum
FREITAG, 4. MÄRZ
Miriam Siragusa präsentiert ihr “Atelier Selvatico”, mit Videoarbeiten, Fotografien und Malerei. Die von ProSpecieRara unterstützte Ausstellung dauert bis zum 15. April.
Bar Ristorante Zanzibar - Via Lugano 11 Tel. 091 825 96 07 - 18.30 Uhr
Eine Tessiner Fotografin suchte und fand
“Ticino St” steht auf dem grün-weissen
Strassenschild geschrieben. Mitten in
der kalifornischen Kleinstadt Soledad.
Ein nostalgisches Überbleibsel längst
vergangener Auswanderertage. Tatsächlich? Ganz und gar nicht, behauptet Flavia Leuenberger und beweist ihre Behauptung auch kurzerhand. Fasziniert
von den vom Locarneser Giorgio Cheda
zusammengetragenen Briefen von Tessiner Emigranten, reiste die 31-jährige
Fotografin aus Balerna 2013 und 2015 in
den US-amerikanischen Sonnenstaat,
SESSA
Vernissage - Pierre Santini
SAMSTAG, 5. MÄRZ
Bilderausstellung. Sie dauert bis zum 14. April.
Centro I Grappoli - Tel. 091 608 11 87 www.grappoli.ch - 17.00 Uhr
um sich auf Spurensuche zu machen.
Wer sucht, der findet, heisst es. Und die
junge Tessiner Künstlerin fand. Sie fand
nicht nur Nachfolger einstiger Auswanderer, sondern noch viel mehr. Und sehr
viel Spannendes. Menschen nämlich,
die ihr Ursprungsland heute noch in ihren Herzen tragen. Deren Verbundenheit
zur unbekannten, heimischen Erde nach
wie vor besteht. Zwischen allem Amerikanismus kommen immer wieder
Schweizer Finessen zum Vorschein. Neben diesem nostalgischen Aspekt wird
durch Leuenbergers Bilder selbstverständlich auch die aktuelle Migrationsproblematik thematisiert. Die Schweiz,
in diesem besonderen Fall vor allem das
Tessin, ist nicht nur ein beliebtes Ziel
vieler Flüchtender. Die Eidgenossen haben seit jeher gern oder auch weniger
gern ihre Siebensachen gepackt und sich
auf den Weg in die Fremde gemacht.
“Un Ticino a stelle e strisce. Ritratti di
Ticinesi emigrati negli USA”, Fotoausstellung, bis 3. April, Sa + So 14-18
Uhr, Casa Pessina, Ligornetto.
bs
Ausstellungen
BRISSAGO
MAGLIASO
Rivabella Art Gallery - Via Ressiga 17
LEA ZELLER
“Racconti dipinti” – gemalte Erzählungen – heisst die
Ausstellung der Künstlerin aus Canobbio. Neben Gemälden zeigt sie in Magliaso auch einige bemalte Objekte,
insbesondere Glas.
Bis 21. April, täglich 10.00-18.00 Uhr
Museo Ruggero Leoncavallo - Palazzo Branca-Baccalà - 091 793 02 42
WIEDERERÖFFNUNG MUSEO R. LEONCAVALLO
Das Museum enthält Dokumente und Gegenstände, die an den italienischen Opernkomponisten Ruggero Leoncavallo (1857-1919) erinnern, der lange Zeit in Brissago lebte.
Bis Ende Oktober, Mi-Sa 10.00-12.00 / 16.00-18.00 Uhr
LUGANO
Canvetto Luganese - Via R. Simen 14b - Tel. 091 910 18 90 - www.f-diamante.ch
JACEK PULAWSKI
Fotografien. Organisiert von der Fondazione Diamante, kuratiert von Peter Keller.
Bis 26. März, Di-Sa 08.30-00.00 Uhr
Must Gallery - Via del Canvetto - Tel. 091 970 21 84 - www.mustgallery.com
ILARIA FERRETTI - BESTIARIO. MANUALE DI CUCINA
Die italienische Künstlerin und ihr neues Fotoprojekt werden zum ersten Mal in der
Schweiz präsentiert.
Bis 20. März, nur auf Vereinbarung (siehe Tel.-Nr. oben)
SAN PIETRO DI STABIO
Ristorante Montalbano - Via Montalbano 34c - Tel. 091 647 12 06
MAX FONTANA - ANIMAL FRAMES
Die Kunstwerke sind beeinflusst von sozialen Medien, internationalen Kunstbewegungen,
Street Art und Graffiti. Zeichen, Symbole, Karten und Codes bereichern die Gemälde.
Bis 3. April, zu den Restaurantöffnungszeiten
Galerien
ASCONA
Galleria Sacchetti - Via B. Berno 14 - 091 791 20 79
GEMÄLDE UND SKULPTUREN
Sonderverkauf für Sie. Wegen Geschäftsaufgabe Rabatt von
20% bis 50%.
Informationen zur Galleria Sacchetti auch auf www.galleriasacchetti.com.
Mo 14-18 Uhr, Di bis Fr 10-12 und 14.30-18 Uhr, Sa
10-17 Uhr
Casa d’Arte Ascona SA - Via Borgo 47a - 079 471 90 91
WINTERAUSSTELLUNG
Winterausstellung mit Werken von Rolf Knie, Fred Baumann und anderen Künstlern. Weitere Informationen zur
Galerie: www.casadarteascona.ch.
Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung, 079
471 90 91
Galleria Artecarrà - Carrà dei Nasi 10 - 079 419 37 46
BILDER, SKULPTUREN, GLASKUNST
In der Galerie sind Werke diverser Künstler ausgestellt,
zurzeit Alexander Jeanmaire, Hans Rudolf Strupler, Ruth
und Giancarlo Moro, Colia; schöne Bronze-Leuchten aus
Frankreich, Antiquitäten.
Mo bis Di und Do bis Fr, 10-12.30 und 14.30-18.30,
Sa 10-17 Uhr, So nach Vereinbarung
Galleria Wolf - Via Sacchetti 1 - 079 474 55 25
OPENING 2016 - DANIEL STIEFEL
Die Galleria Wolf zieht um an die Carrá dei Nasi 11 in Ascona. Die neue Saison wird an Ostern mit dem Schweizer
Maler Daniel Stiefel eröffnet.
Vernissage: Freitag 25.3.2016 ab 17 Uhr.
Info: www.galleriawolf.ch.
Öffnungszeiten ab 25. März: Di bis Sa 14.00-18.30
22
4. März 2016
Dieser Veranstaltungskalender informiert Sie über
einige der Highlights der kommenden Monate
Vorschau
WEITERE EVENTS UND INFORMATIONEN: WWW.TICINO.CH
März
MURALTO
LOCARNO
MENDRISIO
LUGANO
13. MÄRZ
16. BIS 20. MÄRZ
24. UND 25. MÄRZ
25. BIS 28. MÄRZ
Fischfest
Kamelienfest
Prozessionen
Pasqua in città
Schon von weitem ist es zu
hören, das Stimmengewirr,
welches immer am zweiten
Sonntag im März das Ufergelände beim Burbaglio in Muralto erfüllt. Und auch die Nase bringt einen unweigerlich
ans Ziel: Der Geruch frittierter
Fischchen zieht sich die Seepromenade entlang. Die
“Sagra del pesce” ist ein
Volksfest für alle.
Das Kamelienfest ist eine der
wichtigsten Veranstaltungen
dieses Genres in Europa. “Locarno Camelie” umfasst unter
anderem eine von Fachgärtnern zusammengestellte, naturwissenschaftliche Ausstellung mit Hunderten von Kamelienarten sowie zahlreiche
Nebenveranstaltungen, Kulturmomente, einen Blumenmarkt
und Bücher.
Die Darstellung des Leidensweges und des Todes Christi
charakterisieren die Osterwoche in Mendrisio. Geschichte
wird zum Schauspiel. Am
Donnerstag vor Ostern durchqueren die Laiendarsteller bei
Sonnenuntergang die Altstadt
und begeben sich hinauf zum
Kalvarienberg. Die Karfreitagsprozession hat andächtigen Charakter.
“Zu Ostern in der Stadt” verwandelt sich Luganos Fussgängerzone in eine fröhliche
und bunte Bühne auf der allerlei gespielt, musiziert und
gezaubert wird. An den Marktständen in den Strassen und
auf den Plätzen gibt es Österliches zu bewundern und zu
kaufen, aber auch das ganze
Spektrum an feinen Tessiner
Spezialitäten.
April
LUGANO
TESSIN
ASCONA
SOPRACENERI
3. APRIL
8. APRIL BIS 1. MAI
14. BIS 17. APRIL
17. APRIL
Walking Lugano
Festival Steps
Eventi letterari
SlowUp
Zum 10. Mal findet das Sportevent statt. Neu ist in diesem
Jahr der Brè City Trail mit einer Wettkampfstrecke über
18,7 km mit 700 Metern Höhenunterschied. Abgerundet
wird das Sportprogramm von
einem Mittagessen und Unterhaltung auf der Piazza sowie
einer Zumba Party. Alle Infos
finden sich online unter
www.walkinglugano.ch.
Seit 1988 lädt das internationale Festival für zeitgenössichen Tanz alle zwei Jahre
rund ein Dutzend Tanzcompagnien aus der ganzen Welt für
eine Tournee durch die
Schweiz ein. Tessiner Stationen sind Bellinzona, Chiasso,
Lugano und Verscio. Präsentiert wird ein breites Spektrum
an Stilrichtungen; siehe
www.steps.ch.
Der britische Bestsellerautor
Ian McEwan weiht die diesjährige Ausgabe des Literaturfestivals ein, das auf dem
Monte Verità und an anderen
Orten stattfindet. Erwartet
wird noch eine ganze Reihe
weiterer bekannter Gäste. Das
Motto lautet 2016 “Utopie und
Liebe”. Zu erleben sind Lesungen, Gespräche und Performances.
Das Geheimnis des autofreien
Tages slowUp ist so einfach
wie überraschend: Man nehme einen langen Strassenabschnitt – im Tessin sind es
rund 50 km, und zwar zwischen Locarno und Bellinzona
– in einer herrlichen Landschaft, schliesse ihn für den
Verkehr und plane ein Unterhaltungsprogramm entlang
der Strecke.
Mai
LOCARNO
ASCONA
BELLINZONA
6. BIS 8. MAI
13. BIS 16. MAI
21. UND 22. MAI
LOCARNO
28. MAI
Brocante
Strassenkunst
Ritterturniere
Freinacht
Die Altstadt von Locarno füllt
sich drei Tage lang mit Antiquitäten. Grund dafür sind die
zahlreichen Stände, die im
Rahmen des “Brocante” errichtet werden. Nach dem Vorbild des französischen “Brocanteur” wird hier mit originellen und wertvollen Raritäten gehandelt – eine gute Gelegenheit für alle Liebhaber
antiker Gegenstände.
Beim Strassenkünstlerfestival
wird in Ascona die Strasse zur
kunterbunten Bühne. Mimen,
Komödianten, Tänzer, Jongleure, Feuerschlucker und
Clowns aus allen Ecken der
Erde bevölkern den Ortskern
und die Seepromenade von
Ascona. Am Ende jeder Vorstellung reichen die Künstler
den Hut durch das begeisterte
Publikum.
“La spada nella Rocca”, so
die offizielle Bezeichnung der
mittelalterlichen Festspiele,
lebt wieder auf dem Castelgrande auf. Schwerter, Schilder, Bogen, Speere, Rüstungen, Helme, Turniere, Schaukämpfe, bunte Gewänder und
wehende Fahnen sind der
Stoff, aus dem diese Zeitreise
zurück in die Vergangenheit
gemacht ist.
Locarno gehört mittlerweile zu
den europäischen Städten, in
denen alljährlich eine “notte
bianca” (Freinacht) gefeiert
wird, bei der Kultur, Theater,
Live-Musik, Zaubereien, Karussellfahrten, nächtliche
Shoppingtouren und andere
Aktivitäten Platz finden. Und
neben den Erwachsenen
kommen auch die Kinder auf
ihre Kosten.
Juni
LUGANO
LUGANO
ASCONA
LEONTICA
7. BIS 30. JUNI
10. BIS 12. JUNI
23. JUNI BIS 2. JULI
25. UND 26. JUNI
Martha Argerich
Trachtenchöre
Jazzfestival
Milizen
Zum 15. Mail begeistert das
"Progetto Martha Argerich"
mit der weltbekannten, aus
Argentinien stammenden Pianistin und musikalischen Gästen. Vorgesehen sind Konzerte
im Auditorium des LAC, in der
evangelischen Kirche und im
Hotel Villa Castagnola. Auch
Auftritte mit dem Orchester
der italienischen Schweiz sind
geplant.
Lugano ist im Juni Austragungsort des schweizerischen
Trachtenchorfestes. Es bietet
eine einmalige Gelegenheit,
um ein ganzes Wochenende
Volksmusik zu hören und die
unterschiedlichsten Trachten
aus der ganzen Schweiz zu
bewundern. Auch einen Markt
mit Tessiner Handwerksprodukten wird es geben,
www.ffcclugano2016.ch/de.
Zum 32. Mal wird JazzAscona
durchgeführt. Einmal mehr
wird das Dorf zur Hauptstadt
des Jazz, und nichts wird dort
so sein wie an den anderen
Tagen des Jahres. Hochkarätige internationale Musiker haben sich angekündigt, etwa
The New Orleans Jazz Vipers
(Pioniere der Musikszene der
Frenchmen Street) und der
Sänger Opé Smith.
In Leontica im Bleniotal wird
das Fest des Heiligen Giovanni Battista, Johannes der Täufer, gefeiert. Seit über zwei
Jahrhunderten marschieren
Tessiner Männer aus dem
Dorf jedes Jahr zum Johannistag im Rhythmus der Tambouren durch die Dorfstrassen. Zu den Festlichkeiten gehören auch ein Gottesdienst,
Musik und ein Festzelt.
23
4. März 2016
Gastronomie
MAGAZIN
Das Küchenkraut ist extrem vielseitig und passt zu zahlreichen Gerichten
SCHNITTLAUCH – DER
WÜRZIGE KÜCHENHELFER
Schnittlauch-Saison herrscht in
der Schweiz das ganze Jahr
über, wie ein Blick auf den Saisonkalender der Schweizer Gemüseproduzenten zeigt. Auf
knapp 33 Hektaren wurde
Schnittlauch im vorletzten Jahr
angebaut. Der grösste Teil davon – fast 19 Hektaren – im biologischen Anbau. Vertreten ist
der Schnittlauch in fast jeder
Schweizer Küche, denn er ist
enorm vielseitig und passt mit
seinem charakteristischen Aroma zu zahlreichen Gerichten. Zu
einem feinen Stück Fleisch, zu
Kartoffeln, zu Gemüse, aber
auch in Joghurtsauce. Er wird
ebenso in verschiedenen Formen verwendet und verkauft. Es
gibt ihn frisch, tiefgefroren oder
getrocknet. Im Topf gezogen,
steht er zudem in vielen Küchen
stets griffbereit zur Stelle.
Schnittlauch findet sich fast in
ganz Europa auch in freier Natur. Wo er ursprünglich herkommt ist unklar. Die Theorien
reichen von den Alpen bis nach
Zentralasien. Als Kultur angebaut wird er wahrscheinlich bereits seit dem frühen Mittelalter.
Zu 80 Prozent besteht Schnittlauch aus Wasser. Er enthält viel
Vitamin C und A und die enthaltenen ätherischen Öle sind wertvolle Stoffe. All diese Eigenschaften zeigen: Auch wenn
Schnittlauch als Küchenkraut
gegenüber anderem Gemüse oft
etwas untergeht – seinen Platz in
der Küche hat er sich verdient.
Tipp der Woche: Schnittlauch
kann sehr gut im eigenen Garten
oder im Topf auf dem Fensterbrett angebaut werden. Am Fenster sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanze genügend
Sonne erhält. Wer einen Schnittlauch im Laden kauft, pflanzt
ihn am besten in einen grösseren
Topf um, damit er optimal
wachsen kann.
Sauce: 1 dl Rahm; 0,5 dl Weisswein; Salz, Pfeffer aus der Mühle: 1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten.
Benötigt werden ausserdem
Zahnstocher.
Für dem Crêpeteig alle Zutaten
zu einem glatten, dünnflüssigen
Teig verrühren. In einer Brat-
pfanne Bratbutter erhitzen und
ca. 8-10 dünne Crêpes ausbakken. Für die Füllung den Lauch
in der Butter andünsten und mit
Salz, Pfeffer und Zitronenschale
würzen. Die Crêpes in der Mitte
mit einem Esslöffel Lauch und
Käse belegen. Mit Pfeffer würzen. Die Crêpes wie Beutel verschliessen, mit 1 bis 2 Zahnstocher fixieren, in eine gebutterte
Gratinform geben. Im auf 200°
C vorgeheizten Backofen während 20 Minuten hellbraun bakken. Für die Sauce alle Zutaten
in ein Pfännchen geben, unter
Rühren aufkochen. Mit Salz und
Pfeffer abschmecken. Die Crêpebeutel auf warmen Tellern anrichten, mit der Sauce umgiessen, mit Schnittlauch bestreuen.
Quellen: www.lid.ch, Rezept:
www.swissmilk.ch/rezepte.
Rezept: Mit Etivaz und Lauch
gefüllte Crêpes
(für 4 Personen)
Crêpeteig: 120 g Mehl; ½ TL
Salz; 2 dl Milch; 1 dl Wasser; 4
Eier; Bratbutter.
Füllung: 250 g Lauch, in feine
Ringe geschnitten; Butter zum
Andünsten; Salz, Pfeffer; wenig Zitronenschale; 150 g Käse
von l’Etivaz, in kleine Würfel
geschnitten; Pfeffer aus der
Mühle.
“Vinissima”,
Treffpunkt
für Freunde
des Weins
“Vinissima 2016... un percorso DiVino.” Das gelungene italienische Wortspiel,
das Weinliebhaber an die
Weinmesse der Tamborini
Carlo SA nach Lamone locken soll, ist auf Deutsch nur
halb so schön. Doch viel
wichtiger als jedes Wortspiel
ist die göttliche Qualität der
angebotenen Weine. Und
dafür bürgt die Familie Tamborini hundertprozentig. An
der diesjährigen Vinissima
werden nicht nur Tessiner
Tropfen zu degustieren sein,
sondern auch italienische
und sogar einige französische. Insgesamt werden
mehr als 150 Weine und
Destillate
vorgestellt.
Selbstverständlich muss –
oder darf – nicht nur getrunken werden. So wirklich zur
Geltung kommt auch der
beste Wein erst zum passenden Essen. Neben einheimischen Käsesorten und
Wurstwaren wird jeweils ab
12.00 Uhr eine Risottoauswahl serviert. Ort des Geschehens ist die neue Sala
Spazio Emozioni, ein modernes und dennoch urgemütliches Lokal.
Vinissima 2016, Weindegustation, So., 6. und Mo.,
7. März, 10.00 bis 18.00
Uhr, Sala Spazio Emozioni, Cantine Tamborini, Via
Serta 18, Lamone.
bs
Spiel rund
um den
beliebten
Rebensaft
Sagt man Wein, denkt man
in erster Linie an einen
fruchtigen, blumigen oder
würzigen Schluck, der den
Gaumen erfreut. An ein
Spiel jedoch denken wohl
die wenigsten. Aber wie
heisst es doch so schön: Es
gibt nichts, was es nicht gibt.
Und weil diese Redensart ihre Richtigkeit hat, ist es nicht
verwunderlich, dass mittlerweile ein Weinspiel auf dem
Markt zu finden ist. Und –
glaubt man dem Namen – eines für ganz clevere Zeitgenossen. WineIQ heisst es
und ist mit 400 Fragen ausgestattet. Zwei Schwierigkeitsstufen und das Spielen
im Team machen es zu einem äusserst geselligen
Spiel. In der ersten Runde
geht es ums Wissen, in der
zweiten ums Gedächtnis.
Aber aufgepasst! Selbstgefälliges Handeln könnte ins
Auge gehen. Anpassungsfähigkeit an den Partner ist gefragt, denn nur gemeinsam
erreicht man erfolgreich das
gesteckte Ziel. Zu entdecken
gibt es jedenfalls unheimlich
viele spannende Dinge rund
um den beliebten Rebensaft.
WineIQ, Spiel rund um
den Wein (mit 200 Karten,
4 Buntstiften, 1 Punkteblock), erhältlich über
www.helvetiq.ch, CHF
29.-.
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La buona cucina sul lungolago di Ascona
Familie Schwyn
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Bacchus
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Wir sind während dem ganzen
Winter für Sie da und freuen
uns auf Ihren Besuch.
Ihr Costa-Team
Fabio und Kenny empfehlen
la Toscana
ab Samstag 5. März
Artischockensalat mit Wachteln
Nudeln an Wildschweinsauce
Fischsuppe „caciucco“
Perlhuhnbrust an Montalcinosauce
und weitere Köstlichkeiten
Piazza G. Motta 31 • CH-6612 Ascona
Tel. +41 91 791 46 04 • alpontile.ch
Tischreservation erwünscht
Schönstes Grotto
mit Aussichtsterrasse
auf den Lago Maggiore
Tischgrill mit verschiedenen
Fleischsorten,
Saucen und Beilagen
Fondue Bourguignonne
und Chinoise
Brasato con Polenta
Kalbssteak
an Steinpilzrahmsauce
mit Tagliatelle
Filet im Pfännli, div. Pasta
Lachs aus eigener Räucherei
Riesen-Crevetten auf Grill
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Wir freuen uns auf Ihren Besuch
24
4. März 2016
Kurzmeldungen
Wechselkurse
KURS
Ankauf
Verkauf
1 Euro
1.05
1.11
1 US-Dollar
0.98
1.02
1 kanadischer Dollar
0.72
0.76
1 engl. Pfund
1.37
1.44
Gold (1 kg)
39 500.-
40 100.-
Silber (1 kg)
460.-
520.-
Vreneli
223.-
258.-
Edelmetall und Münzen
Leseraktion
Sport
“Der Besuch der alten Dame” unter der Regie
des prämierten Regisseurs Omar Porras
AIROLO - PESCIÜM
Telemark Fest 2.0
Telemark-Wettkämpfe und Workshops für alle Level. Ab
15.30 Uhr Après-Ski und Imbiss in der Berghütte Cucurei.
Organisiert von den Telemarker Ticinees.
www.airolo.ch - 10.00-12.00 / 13.00-15.00 Uhr
AMBRÌ
HC Ambrì Piotta - Lausanne HC
Eishockey-Meisterschaft NLA.
Pista della Valascia - Tel. 091 873 61 61 - www.hcap.ch 19.45 Uhr
BIASCA
33. Internationales Jugend-Hockeyturnier
San Gottardo
Kategorie Piccolo 1 International. Es organisiert der Hockey
Club Ambrì-Piotta, Jugendsektion. Bis 6. März.
Pista di ghiaccio / Eisbahn - ab 10.00 Uhr
LUGANO
HC Lugano - EV Zug
Eishockey-Meisterschaft NLA.
Pista Resega - Via Chiosso - Tel. 058 866 68 30 www.lugano.ch - 20.15 Uhr
Sonntag, 6. März
CARÌ
Gigante Tamaro Team 2016
Skirennen, organisiert vom Tamaro Team in Zusammenarbeit
mit den Skiclubs Monte Lema und Capriasca; gültig für den
Raiffeisen Alpine Cup. Verschiedene Kategorien. Anmeldefrist
vorbei. Um 15.30 Uhr Prämierung in der Osteria Belvedere.
Impianti sciistici / im Skigebiet - www.cari.ch - 10.00 Uhr
LUGANO
FC Lugano - FC Basel 1893
Fussballmeisterschaft Super League.
Stadio Cornaredo - Via Trevano 100 - Tel. 058 866 72 66 www.lugano.ch - 13.45 Uhr
Montag, 7. März
CHIASSO
FC Chiasso - FC Wil 1900
Fussballmeisterschaft Challenge League.
Stadio Comunale - 19.45 Uhr
Donnerstag, 10. März
LUGANO
HC Lugano - EV Zug
Eishockey-Meisterschaft NLA.
Pista Resega - Via Chiosso - Tel. 058 866 68 30 www.lugano.ch - 19.45 Uhr
Körper & Geist
Locarno
FREITAG, 4. MÄRZ
SPAZIO CULTURALE PANELLE 10
Offenes Singen (monatlich)
Lieder aus aller Welt, keine Vorkenntnisse nötig, nur Freude
am Singen. Von 17.00 bis 18.30 Uhr.
Info/Anm.: Tel. 091 752 00 05 / 076 570 16 24
(Katharina Jakob), [email protected]
Lugano
AB MITTWOCH, 9. MÄRZ
THEOLOGIE-FAKULTÄT/ISTITUTO DI STUDI FILOSOFICI
Kurs “Filosofia & cinema”
Am Kurs können alle Interessierten teilnehmen. Er findet jeweils um 14.30 Uhr statt, an sechs Mittwochnachmittagen
zwischen März und Mai. Das genaue Programm ist unter
www.isfi.ch (siehe “Eventi”) ersichtlich. Anmeldungen werden
bis zum 4. März entgegengenommen.
Info/Anm.: 058 666 45 77, [email protected]
Miglieglia
SA., 12. BIS SA., 19. MÄRZ
CASA SANTO STEFANO
Fastenreinigungswoche im Frühling
Bewusstes Fasten ist die älteste Form, um in jeder Hinsicht
wieder in Schwung zu kommen und gilt als bewährtes Reinigungsritual für Körper, Seele und Geist. Unter der Leitung von
Susanne Fraling, erfahrene Yogalehrerin und Fastenleiterin
aus Ascona (www.yoga-ascona-locarno.ch). Hotel- und Kurskosten: CHF 855.- Doppelzimmer, CHF 995.- Einzelzimmer,
CHF 1135.- Doppelzimmer in Einzelbelegung.
Infos/Anm.: 091 609 19 35, [email protected],
www.casa-santo-stefano.ch
Tenero-Mappo
FREITAG 13. MAI / PFINGSTEN
CENTRO ANNAPURNA, VIA SAN GOTTARDO 200
5 Rhythmen – Bewegungsmeditation: für alle
Interessierten
Die Pfingsttage tanzend und transformierend einläuten…
mit Gabriella Johanns, 19.30-21.30 Uhr. Am 14. und 15. Mai
folgt dann jeweils von 11.00-17.00 Uhr “5 Rhythmen – Bewegungsmeditation: Pfingstseminar zum Thema Phönix: wieder-erschaffen…”: die Pfingsttage forschend und kreativ in
der Tiefe erfahren – im Tanz der Lebensrhythmen, ebenfalls
mit Gabriella Johanns. Vergünstigter Frühbucher-Preis bei
Anmeldung/Bezahlung bis am 14. März.
Info/Anm.: [email protected], 078 832 46 87
(Astrid Brütsch Curti)
© Marc Vanappelghem
Samstag, 5. März
Ein Meisterwerk von Friedrich Dürrenmatt wird am morgigen Samstag im Teatro Sociale in
Bellinzona aufgeführt: “Der Besuch der alten Dame” – genauer gesagt “La visite de la vieille
dame”, denn präsentiert wird die Tragikomödie in französischer Sprache. Die “alte Dame” ist
die Multimilliardärin Claire Zachanassian, die der völlig verarmten Kleinstadt Güllen einen Besuch abstattet. Der Bürgermeister hofft, dass Claire Zachanassian der Gemeinde
finanziell unter die Arme greift, ist sie doch als Klara Wäscher in Güllen aufgewachsen. Schwanger und von ihrem
Geliebten sitzengelassen, musste sie jedoch vor langer Zeit
die Heimat verlassen. Die inzwischen reiche Dame unterbreitet den Güllenern nun ein unmoralisches Angebot.
Regie führt der 1963 in Bogotá geborene und mit dem
Schweizer Grand Prix Theater / Hans-Reinhart-Ring 2014
ausgezeichnete Omar Porras. “Seit fast einem Vierteljahrhundert arbeitet Omar Porras in der Schweiz und erinnert
uns beharrlich daran, dass Theater kein Luxus ist, sondern
eine Notwendigkeit. Dafür sind wir ihm zutiefst dankbar”,
schreibt Gianfranco Helbling, Jurypräsident und Direktor
uj
des Teatro Sociale.
Leser der TZ erhalten für die Aufführung “La visite de la vieille dame” am 5. März um
20.45 Uhr im Teatro Sociale von Bellinzona bei Vorlage dieses Abschnitts an der Theaterkasse eine Ermässigung von 50% auf den Eintrittspreis. Pro Talon erhalten maximal
zwei Personen die Sonderermässigung. Die Karten können auch telefonisch beim Tourismusbüro reserviert werden, 091 825 48 18 . Bitte erwähnen Sie auch im Falle einer telefonischen Reservierung die Ermässigung von 50% für TZ-Leser. Nicht vergessen: Dieser
Abschnitt muss beim Abholen der reservierten Karten an der Kasse vorgezeigt werden.
Mitgeteilt von der
BancaStato Bellinzona.
Alle Angaben ohne Gewähr.
ASCONA
Asconosc(i)enza 2016
BIS 22./23. MÄRZ
Zwei Ausstellungen laufen im Rahmen
von Asconosc(i)enza: Bis 22. März
kann in der Gemeindeschule auf den
Spuren der Ausserirdischen gewandelt
werden (jeweils samstags und sonntags von 14.00 bis 18.00 Uhr), während in der Casa Serodine das Licht
thematisiert wird (am 5. und 12. März
von 14.00 bis 15.30 Uhr).
www.asconoscienza.ch
Anmeldung - Frühstückstreffen
von Frauen für Frauen
SAMSTAG, 12. MÄRZ
Frühstück und Vortrag in italienischer Sprache. Mit Diana Aliotti,
Counselor und Pfarrerin aus Mailand, zum Thema: “Die emozionale
Abhängigkeit”. Anmeldung per EMail oder telefonisch.
Fondazione Monte Verità - Restaurant Monte Verità - Strada
Collina 84 - Monte Verità Tel. 091 743 64 75 oder 091 791
76 86 - E-Mail: [email protected] - 9.00-11.15 Uhr
BELLINZONA
Schreibwettbewerb
Touren
Mit Eseln, Maultieren und anderen
trekkingerfahrenen Partnern unterwegs
Die im Tessin lebende Zürcherin Susanne Bigler Gloor bietet im Bleniotal Tiertrekkings an.
Die Ausflüge sollen allerdings nicht einfach nur touristische Führungen sein, sondern
Menschen unter anderem mithilfe von Tieren die Schönheit des Tals näherbringen.
Im Zentrum der kommenden Saison steht ein abwechslungsreiches Programm für Erwachsene. Am Auffahrtswochenende, 5. bis 8. Mai, ist beispielsweise “Damenwahl”. “Wir freuen uns über Frauen jeglichen Alters, die alleine, zusammen mit ihrer Freundin, ihrem Partner oder einer anderen Begleitperson auf ein Eseltrekking kommen”, heisst es in der Tourbeschreibung.
Die kleine Gruppe wird täglich vier bis sechs Stunden im
Bleniotal unterwegs sein. Ohne dabei Leistungssport zu betreiben. “Denn Esel sind eher langsam unterwegs.” Der
Austausch mit den anderen Teilnehmenden sei ebenso
wichtig wie die Beziehung zu den Eseln und Maultieren.
Um die Beziehung zwischen Mensch und Tier geht es auch
bei “Mit Tieren in den Bergen unterwegs” vom 12. bis 18.
Juni. Die Tiere – das sind Ziegen, Alpakas, Esel, Maultiere
und “Filou”. Die Teilnehmenden entdecken dabei, wie unterschiedlich die Tiere sind, und sie lernen, richtig mit ihnen umzugehen. “Wir kommen
nicht darum herum, unser Führungs- und Kommunikationsverhalten den verschiedenen
Tieren anzupassen und die Welt auch durch ihre Sinne wahrzunehmen.”
Mehr zu diesen und anderen Trekkings ist unter www.somarelli.ch nachzulesen.
Tiertrekkings für Erwachsene im Bleniotal, Saison 2016.
Aus der Geschäftswelt
Das Handwebatelier in Ronco sopra Ascona
bringt Frühjahrsstimmung ins Zuhause
Ronco s/Ascona wird wieder um einen echten Farbtupfer reicher. Ursula Hänni eröffnet
Anfang März in ihrem Handwebatelier Laboratorio creativo di tessitura die Saison 2016 –
im Osterlook. Vom Frühling bis zum Herbst betreibt sie jeweils den Laden, in dem sich viele schöne Dinge für den täglichen Gebrauch und für Geschenkideen finden lassen.
Accessoires für den Wohnbereich und Tischdekorationen in zarten Pastellfarben bringen den Frühling
ins Haus, und von Ursula Hänni handgewebte Tischläufer sowie farblich passende handgetöpferte Keramikschalen – welche man wunderbar mit Stroh und
gefärbten Eiern bestücken kann – zaubern eine
österliche Stimmung.
Zur Auswahl stehen ausserdem verschiedene Zierkissen in zarten Farben, hergestellt mit mallorquinischen Ikat-Halbleinen-Stoffen. Kissen können aber
auch nach kundenspezifischen Wünschen angefertigt
werden. Die frühlingshafte, österliche Stimmung erwartet Sie jeweils von Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Laboratorio creativo di tessitura, Ursula Hänni, Via A. Ciseri 1 (am Kirchplatz),
6622 Ronco s/Ascona, Tel. 091 792 28 85.
BIS 24. JUNI
Elfte Ausgabe des Literaturwettbewerbs in italienischer Sprache “Castelli in carta” zum Thema “Nel cuore
della notte”. Kategorie für Schülerinnen und Schüler und eine für Erwachsene. 1800 Anschläge. Abgabetermin ist der 24. Juni.
Biblioteca Cantonale Viale S. Franscini 30a Tel. 091 814 15 04 www.sbt.ti.ch/bcb
CAVIGLIANO
Die Zukunft der Medien
MONTAG, 7. MÄRZ
Wie die digitale Revolution den Journalismus und die Kommunikation
verändert. Vortrag in italienischer
Sprache mit dem Journalisten Oliver
Broggini. Organisiert von der Vereinigung Amici delle TreTerre.
Mehrzweckhalle - 20.15 Uhr
CHIASSO
Imago Urbis - Führung
SONNTAG, 6. MÄRZ
Kostenlose Führung; es muss nur
der Museumseintritt bezahlt werden.
m.a.x. museo - Via Dante Alighieri 6 - Tel. 091 695 08 88 www.maxmuseo.ch - 10.00 Uhr
GRONO GR
Con la scusa dell’amore
DIENSTAG, 8. MÄRZ
Zum Tag der Frau. Vortrag und Diskussion in italienischer Sprache zum
gleichnamigen Buch von Giulia Bongiorno und Michelle Hunziker. Mit
Milena Pacciorini und Nicoletta NoiTogni.
Aula magna scuola elementare 20.15 Uhr
LOCARNO
Gesucht: Männerstimmen
AB SOFORT
Der Chor der Accademia Ticinese di
Musica sucht Männerstimmen (Tenor, Bariton und Bass). Die Proben
finden jeweils am Montag um 20.15
Uhr in der Grundschule von Muralto
statt.
Accademia Ticinese di Musica
Locarno (ATM) Tel. 091 756 15 40 E-mail: [email protected] www.atmm.ch
LUGANO
Club Cult - Amore, cucina e
curry
SONNTAG, 6. MÄRZ
Vorführung des Films “The HundredFoot Journey” von Lasse Hallström.
Eintritt gratis. Reservation obligatorisch.
Il Foce - Studio Foce - Via Foce 1
- Tel. 058 866 48 00 www.foce.ch 17.30 + 20.30 Uhr
Berufsmesse und -ausstellung
VOM 7. BIS 12. MÄRZ
ESPOprofessioni öffnet ein Fenster
zu den verschiedenen Berufen. Organisiert vom Tessiner Bildungs-,
Kultur- und Sportdepartement
(DECS). Weitere Informationen auf
der Internetseite.
Centro esposizioni - Via Campo
Marzio www4.ti.ch/decs/dfp/espoprofessioni
E se il direttore fosse in bikini?
DIENSTAG, 8. MÄRZ
Sprache und Identität des Geschlechts. Mit Bettina Müller und
Stefano Vassere. Mit anschliessendem Aperitif und Diskussion. Organisiert von Amnesty International
Schweiz. In italienischer Sprache.
Spazio 1929 - Via Ciseri 3 Tel. 091 911 97 00 - 19.00 Uhr
Numero Zero: Alle origini del Rap
italiano
MITTWOCH, 9. MÄRZ
Dokumentarfilm “Numero Zero” und
anschliessende Diskussion mit dem
Regisseur und weiteren Gästen aus
der Tessiner Rap-Szene.
Il Foce - Studio Foce - Via Foce 1
- Tel. 058 866 48 00 www.foce.ch - 20.30 Uhr
Mit Blumen erziehen - nach
Dr. Bach
MITTWOCH, 9. MÄRZ
Vortrag in italienischer Sprache mit
der Psychologin und Direktorin der
Accademia Floriterapia Daniela Cattaneo. Eintritt gratis. Die Anmeldung
wird empfohlen.
Hotel Pestalozzi - Piazza Indipendenza 9 - Tel. 076 733 87 60
(Sara) [email protected] 20.00 Uhr
Incontri con l’Ayurveda
DONNERSTAG, 10. MÄRZ
Die Wurzeln des Ayurveda. Ein philosophisches System wird zur Lebenshaltung. Vortrag in italienischer Sprache mit Dr. Gianluca Sensalari und
Alida Dal Degan. Organisiert von
Fondatori dell’Associazione Ayurveda
Monaci Erranti. Anmeldung per
E-Mail oder SMS.
Hotel Pestalozzi - Piazza Indipendenza 9 - Tel. 076 390 69 08 [email protected] 20.15 Uhr
MENDRISIO
Mini-Filmfestival
10. MÄRZ / 14.+28. APRIL
Angefangen wird mit dem Film “Fuori mira” von Erik Bernasconi, der von
einer Gemeinschaft erzählt, die
durch drei Schüsse auf einen Afrikaner aus dem Gleichgewicht gerät.
Am 14. April stehen “Tutti giù” von
Niccolò Castelli und am 28. April “La
Palmira. Complotto nel Mendrisiotto”
von Alberto Meroni auf dem Programm.
CineClub 74 - Centro Sociale di
Casvegno - 20.30 Uhr
VACALLO
Konferenz - Rheumaliga
MITTWOCH, 9. MÄRZ
Gesunde und starke Knochen. Vorbeugung von Osteoporose und Knochenbrüche. Referent: Dr. med. Nicola Keller, Rheumatologe. Eintritt
frei. In italienischer Sprache.
Centro sociale diurno Tel. 091 825 46 13 - www.reumatismo.ch - 20.00 Uhr
TESSIN / WESTBÖHMEN
Westböhmen-Reise
25. JUNI BIS 2. JULI
Der in Roveredo lebende tschechischstämmige Alpinist Cestmir Lukes führt in der letzten Juniwoche
eine kleine Gruppe von 5 bis 6 Personen zu den schönsten Ecken und
Enden Westböhmens. Die Reise führt
von der Schweiz im Kleinbus bis
nach Tschechien. Kosten: CHF 790.pro Person, zuzüglich Verpflegung.
Infos und Anmeldung: Tel. 091
827 37 68
25
4. März 2016
Veranstaltungen
Italien
Theateraufführung
5. MÄRZ, PONTE TRESA (VA)
Morgen Samstag um 21 Uhr findet im
Rahmen der Theaterreihe “Pontestorie”
die Aufführung “Senza Filtro” im Mehrzweck-Gemeindesaal von Lavena Ponte
Tresa an der via Colombo 42/A (oberhalb Bennet) statt. In dieser Vorführung
geht es um das Leben der lombardischen Dichterin Alda Merini. Eintritt 10
Euro, kostenlos bis 18 Jahre. www.teatroblu.it, Tel. +39 0332 590 592
Tanz-Gala
5. MÄRZ, STRESA (VB)
Im prestigeträchtigen Hotel Regina Palace in Stresa findet morgen Abend um
19 Uhr ein Galaabend statt, mit Hauptdarstellern aus ganz Italien, die den Besuchern einen Tanzabend vom Feinsten
bieten, deren Erlös gespendet wird und
der italienischen Lega für den Kampf
gegen den Tumor zugute kommt. Nach
dem Galaabend kann man am Sonntagnachmittag Modeschauen beiwohnen, und wer will, kann die Ausstellung
“Die Illustration der Mode zwischen Jugendstil und Decò, geprägt vom Orientalismus” in der Palazzina Liberty von
Stresa besichtigen (morgen und Sonntag von 10 bis 12.30 Uhr und von
14.30 bis 18 Uhr). www.ballodebuttantistresa.it, Tel. +39 0323 340604
Klassik-Konzert
5. MÄRZ, COMO
Morgen Samstag um 21 Uhr findet im
Rahmen der diesjährigen “Como Classica” im Teatro Sociale in Como ein Galakonzert mit dem Milano Chamber Orchestra statt, das von Hakan Sensoy dirigiert und von mehreren Solisten begleitet wird, unter anderem vom Geigenspieler Davide Alogna (Programmleiter von Como Classica) oder der Violinistin Jae-A Yoo, die die “Quattro Stagioni” von Vivaldi spielen wird. Daneben
stehen auch die “Holberg Suite” von
Edvard Grieg und zwei Geigenkonzerte
von Johann Sebastian Bach auf dem
Programm. Für Infos:
[email protected]
Geheimes Japan
5. MÄRZ, PARMA
Morgen Samstag wird im Palazzo del
Governatore in Parma die FotografieAusstellung “Giappone Segreto” eröffnet, mit 140 Original-Meisterwerken
von japanischen und europäischen Fotografen, die zwischen 1860 und 1910
entstanden sind. Damit wird die kürzliche Einigung zwischen Parma und der
Präfektur von Kagawa zelebriert, aber
auch der 150. Jahrestag der Unterzeichnung des Freundschafts- und
Handelsabkommens zwischen Italien
und Japan. Die Ausstellung ist jeweils
dienstags bis freitags von 10 bis 18
Uhr geöffnet, am Wochenende und an
Feiertagen von 10 bis 20 Uhr.
www.giapponesegreto.it,
Tel. +39 0521 218889
SchreibmaschinenAusstellung
BIS 8. MÄRZ, VERBANIA
In der Villa Giulia kann man derzeit eine
Ausstellung zu Schreib- und Rechenmaschinen aus anno dazumal besichtigen, die in Zusammenarbeit mit dem
Schreibmaschinen-Museum in Mailand
entstanden ist. Die Schreibmaschine ist
gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden und war das erste weitverbreitete Werkzeug, um Standard-Dokumente zu verfassen. Die Ausstellung ist
täglich von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet.
www.bibliotechevco.it,
Tel. +39 0323 401 510
Simona Molinari
auf Tournee
11. MÄRZ, MAILAND
Die Jazzmusikerin Simona Molinari
stellt derzeit ihr neues Album “Casa
Mia” auf Tournee vor und ist am 11.
und 12. März im Jazz-Lokal Bluenote in
Mailand zu hören. Am Sonntag, 13.
März, tritt das Roberto Gatto Quartet
auf und am Mittwoch, 16. März, ist die
italienische Ausgabe der Dire Straits zu
hören. www.bluenotemilano.com,
Tel. +39 02 69 01 68 88
Ausstellung “Riviera”
BIS 24. JUNI, MAILAND
Was, wenn ein Ausstellungsraum zu einer Bücherei wird? Die Ausstellung “Riviera”, die derzeit im Istituto Svizzero
an der via Vecchio Politecnico 3 in Mailand läuft, ist eine temporäre Bücherei,
deren Bücheranzahl stetig ansteigt und
mit verschiedenen Events angereichert
wird, wie Präsentationen, Performances
oder Langzeit-Ausstellungen. “Riviera”
ist jeweils von montags bis samstags
von 14 bis 18 Uhr zu sehen.
www.istitutosvizzero.it,
Tel. +39 02 76 01 61 18
MAGAZIN
SIEBEN GRÜNDE, UM IM MÄRZ
NACH ITALIEN ZU REISEN
von Sarah Coppola-Weber
Der März ist der verrückteste Monat in Italien.
Zumindest, was das Wetter angeht: “Marzo è pazzo” – der März ist verrückt – lautet die Bauernregel, denn im März herrscht im Belpaese Aprilwetter. Warum es sich dennoch lohnt, im verrücktesten Monat nach Italien zu reisen, hier einige
Gründe.
Sich auf Shoppingtour nach Mailand begeben.
Vielleicht möchten Sie einfach mal wieder Designluft schnuppern, sich von eleganten Boutiquen, prächtigen Palazzi und sorgfältig ausgestatteten Kaffeehäusern und Bars umgeben, vielleicht aber sind Sie den winterlichen Temperaturen überdrüssig und erfreuen sich an den leichten
Stoffen und den lebensfrohen Farben der neusten
Frühlings-und Sommerkreationen in den Geschäften – der Zeitpunkt für eine Shoppingtour ist
ideal, auch wenn der Himmel nur in Grautönen
erscheint. Das “Quadrilatero della moda” – das
Viereck der Mode – besteht aus mehreren Einkaufsstrassen, die zum Teil mehr als hundert Boutiquen und Kleiderläden bieten. Am Corso Vittorio Emanuele etwa liegen über hundert Geschäfte, und der Corso ist durch seine zentrale Lage
beim Domplatz sehr beliebt. Der Corso Buenos
Aires kann über 350 Geschäfte vorweisen. Wer es
ganz chic mag, kann sich einen Privat-Chauffeur
mieten, der einen zu den besten Adressen begleitet, die Einkaufstaschen abnimmt und für einen
stressfreien Einkaufsbummel sorgt (www.viplimousine.it). Oder der einen zu den Fashion-Outlets, die ausserhalb der Stadt liegen, begleitet, etwa zum Outlet nach Fidenza oder Serravalle
(www.fidenzavillage.com, www.mcarthurglen.
com). Es gibt übrigens spezielle Shopping-Busse,
welche die Fashionistas ab Mailand zu den Outlets führen.
Am 8. März ist Frauentag. Ladies aufgepasst!
Im Belpaese wird am 8.März den “Donne” gehuldigt und gelbe Mimosen werden verteilt. Diese
Symbol-Blume, die genau zum Frauentag in voller Blüte steht, wurde im Jahr 1946 von der
“Unione Donne Italiane” (UDI) auserkoren, weil
die gelbe Farbe Vitalität, Kraft und Freude ausdrückt. Zudem steht Gelb als Farbe für den Übergang vom Tod zum Leben und erinnert so an die
Frauen, die für eine gerechte Welt gekämpft haben. Neben dem sozialen Hintergrund und den
vielen Vorträgen und Initiativen, die zur Emanzipation der Frau stattfinden, stellt dieser Tag auch
eine Möglichkeit für die Frauen dar, mit den
Freundinnen auszugehen, beglückwünscht zu
werden und Mimosen zu erhalten. Also wundern
Sie sich nicht, wenn Sie im Einkaufszentrum mit
einen kleinen Zweig Mimosen überrascht werden.
Einen Strandspaziergang machen. Die Temperaturen steigen leicht in die Höhe, die Sonne
schickt ihre ersten zaghaften Strahlen zur Erde
und bei stahlblauem Himmel gibt es kaum etwas
Schöneres, als Sand unter den (nackten?) Füssen
zu spüren und sich auf einen ausgedehnten
Strandspaziergang zu machen. Noch hat man den
Strand für sich alleine, noch liegt die Sommersaison fern und der Badetourismus ebenfalls. Noch
versperren keine Liegestühle und Sonnenschirme
den Platz. Also, worauf warten Sie noch?
Am 19. März ist Vatertag. An “San Giuseppe”
kommen die Väter zum Zug – sie werden an der
“festa del papà” hochleben gelassen und beschenkt. So finden sich in den Geschäften Geschenkideen zum Vatertag und man kann die Gelegenheit beim Schopf packen, mit dem Papa einen Ausflug zu machen oder auswärts essen zu
gehen. A propos essen: Treten Sie in eine Pasticceria und kosten Sie die traditionelle “Zeppola di
San Giuseppe”, ein mit Vanillecrème gefülltes
Brühteig-Küchlein, das mit einer Sauerkirsche
dekoriert wird.
Und immer lockt das Essen. Die Region rund
um Parma ist auch als “Food Valley” bekannt.
Nirgendwo in Italien werden so viele Spezialitäten auf so wenigen Quadratkilometern hergestellt. Der Parmaschinken, der Parmesan oder die
Die Picasso-Ausstellung von Pavia ist einer der Gründe, dem Belpaese einen Besuch abzustatten
Pasta zeugen davon. Zeit, den “Musei del Cibo”
einen Besuch abzustatten. Diese haben nach der
Winterpause am 1. März wieder ihre Pforten geöffnet. Dazu gehören das “Museo del Parmigiano
Reggiano” in Soragna, das “Museo della Pasta e
del Pomodoro” in Collecchio, das “Museo del Vino” in Sala Baganza, das “Museo del Salame” in
Felino sowie das “Museo del Prosciutto” in Langhirano. Morgen Samstag wird im Museo del Vino
der neue Degustationssaal eingeweiht, mit freiem
Eintritt für alle. Anschliessend folgt um 16 Uhr
eine Schatzsuche für Familien mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren. Am Samstag, 12. März um
15.30 Uhr findet im Museo del Pomodoro in Giarola bei Collecchio eine Vorführung statt, bei der
die Kinder zu den Hauptdarstellern werden und
wo es um Lebensmittel aus allen Kontinenten
geht. Dabei kann man entdecken, wie Tomaten
und Kartoffeln in unsere Breitengrade gelangten.
Am Sonntag, 13. März, kann man um 15.30 Uhr
im Museo del Salame in Felino einen Salami herstellen (Familien mit Kindern zwischen 5 und 12
Jahren). Zum Thema Salz steht am Samstag, 19.
März um 15.30 Uhr im Museo del Prosciutto in
Langhirano ein Workshop auf dem Programm,
und am Sonntag, 20. März, gibt es nach einer
Führung im Museo del Parmigiano Reggiano in
Soragna einen interaktiven Geschmacks-Workshop (Anmeldung für die Workshops erwünscht
beim Tourismusbüro IAT in Parma, Tel. +39
0521 218889, www.museidelcibo.it).
Die Picasso-Ausstellung in Pavia besuchen.
Wer die Ausstellung in Mailand verpasst hat,
kann “Picasso e le sue passioni” (Picasso und seine Leidenschaften) noch bis zum 20. März im Palazzo Vistarino in Pavia besichtigen. Dort finden
sich über zweihundert Werke des Künstlers,
Zeichnungen, Keramikwerke und Ölmalereien,
die aus den wichtigsten Sammlungen der Welt
und aus dem Museum Mija in Malaga stammen
und die aufzeigen, welche Themen und Leidenschaften die Kreativität von Pablo Picasso ange-
heizt haben. Theater, Zirkus, Frauen und Politik
gehörten zu seinen Lebensthemen. Die Villa aus
dem 18. Jahrhundert ist ein eleganter Schauplatz
dafür. Die Ausstellung ist jeweils montags von 14
bis 19 Uhr, von dienstags bis samstags von 9 bis
19 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr zugänglich (Tickets 12 Euro, over 65 reduziert 8 Euro,
Infos: www.picassoelesuepassionipavia.it).
Städte besuchen. Wann ist der Zeitpunkt für eine
Städtereise idealer, als zum Frühlingsbeginn,
wenn die Touristenströme noch nicht eingesetzt
haben, die sommerliche Hitze noch in weiter Ferne liegt, aber bereits angenehme Frühlingstemperaturen herrschen? Zum Beispiel Verona: Der
Heimat des Liebespaares Romeo und Julia einen
Besuch abzustatten, lohnt sich aus verschiedenen
Gründen. Zum einen, weil am 8. März, zum Tag
der Frau, viele Museen den Frauen einen Gratiseintritt bieten und zudem mit Gratisführungen
aufwarten. Für Kulturfreunde sei auch die Ausstellung “Il post-impressionismo in Europa” (der
europäische Nach-Impressionismus) erwähnt, die
im Palazzo della Gran Guardia noch bis zum 13.
März läuft. Zu sehen sind 70 Meisterwerke von
Seurat über Van Gogh bis Mondrian, die von der
Umbruchzeit Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts erzählen. Die Ausstellung ist jeweils montags bis sonntags von 9.30 bis
19.30 Uhr geöffnet (www.ilpostimpressionismoineuropa.it) Und falls Sie im Hotel “Due Torri” an der Piazza Sant’Anastasia 4 eingecheckt
haben, kommen Sie in den Genuss von jazzigen
Klängen, denn die 6. Ausgabe von “Jazz & More”
geht dort über die Bühne. Genauer gesagt konzertieren am Freitag, 11. März, das Roberto Lipelli
Trio und am Freitag, 25. März, Fabio Giadino
Piano Solo, jeweils um 21.30 Uhr (www.jazzandmoreverona.com, allgemeine Infos zur Stadt:
www.turismoverona.eu).
Bleibt mir nur, Ihnen einen abwechslungsreichen
Italien-Trip zu wünschen!
26
4. März 2016
Kino
MAGAZIN
Film
ACQUAROSSA
The Divergent Series: Allegiant
Reihe
Blenio Tel. 091 871 17 05
von Robert Schwentke. - I. Mi 14.30 / 17.40 / 20.40
The Revenant - Redivivo
L’étudiante et Monsieur Henri
von Alejandro González Iñárritu. Ab 16 Jahren. - I. Fr-Mi 20.00
Piccoli brividi
Museen kommen ins Kino
von Fabio De Luigi. - I. Fr-Di 18.10 / 20.45 Fr/Sa 23.20 Sa/So 14.30
Un requiem da tröp
“La grande arte al cinema” bringt bedeutende
Künstler und Ausstellungen auf die Leinwand
von Ivan Calbérac. - F/i. Mi 20.30
von Rob Letterman. Ab 12 Jahren (in Begleitung ab 10 Jahren). - I. Sa/So 17.00
Dialektkomödie von Pietro Aiani. Fr/Sa 20.30
AIROLO
Leventina Tel. 091 869 24 04
La lanterna magica
Ein Film für Kinder. - I. Mi 14.00
Marguerite
von Xavier Giannoli. - I. Mi 20.30
Via dalla pazza folla
von Thomas Vinterberg. - I. Sa/So 20.30
ASCONA
Otello Tel. 091 791 03 23
Alvin Superstar - Nessuno ci può fermare
von Walt Becker. - I. Sa 14.45 So 14.40 Mi 16.00
Deadpool
von Tim Miller. - I. Fr/Sa/Mo 20.15 Sa 16.25 So 16.20
Goya - Visioni di carne e sangue - Visions of Flesh and Blood
von David Bickerstaff. - OVE/i. So 11.00
Perfetti sconosciuti
von Paolo Genovese. - I. Mi 20.30 Fr/Mo 18.15 Sa 18.25 So 18.20 Di 20.50
The Revenant - Redivivo
von Alejandro González Iñárritu. Ab 16 Jahren. - I. Fr/Sa 22.15 So 20.15 Di 18.00
Mi 17.40
BELLINZONA
Forum 1+2 Tel. 091 825 08 09
Deadpool
von Tim Miller. - I. Fr-Di 20.15 Sa/So 13.45 Mi 15.45
El Clan
von Pablo Trapero. - Sp/f/d. Di 20.15
Floride
von Philippe Le Guay. - F/d. Mi 20.15
Guardando insieme - Giornate del film intergenerazionale
Mo-Do - Informationen unter www.guardandoinsieme.ch, siehe auch Beitrag S. 20
Harold and Maude
von Hal Ashby. - I. Mi 14.00
How to Be Single
von Christian Ditter. Ab 12 Jahren. - I. Fr/Sa 22.30 Sa/So 15.45
La chambre bleue
von Mathieu Amalric. - OVF/d. Sa 18.00
Mia madre
von Nanni Moretti. Ab 11 Jahren (ab 9 Jahren in Begleitung). - I. Di 14.00
Mommy
von Xavier Dolan. Ab 14 Jahren. - F/i. Mi 09.30
Perfetti sconosciuti
von Paolo Genovese. - I. Fr-So 20.15 Mo/Mi 18.00
Spotlight
von Thomas McCarthy. - I. Fr/So-Mi 18.00
The Danish Girl
von Tom Hooper. - I. Fr-So/Di 18.00
The Divergent Series: Allegiant
von Robert Schwentke. - I. Mi 16.00 / 20.15
The Hateful Eight
von Quentin Tarantino. Ab 16 Jahren. - I. Fr/Sa 22.30
Vergiss mein nicht
von Damien Chazelle. Ab 12 Jahren (ab 10 Jahren in Begleitung). - E/f. Di 09.30
Zootropolis
von Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush. - I. Sa/So/Mi 13.45
Zootropolis - 3D
von Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush. - I. Sa/So 15.45
LOCARNO
Kursaal Tel. 091 751 15 35
Festival del film Locarno - L’immagine e la parola: The Wind
von Victor Sjöström. - Stummfilm mit musikalischer Begleitung.
Englische Übertitelung, ein italienischer Text wird verteilt. - Do.10. März. 20.30
Cinema Morettina
A Serious Man
von Ethan und Joel Coen. - OVE/f. Mo 18.30
Cookie’s Fortune
von Robert Altman. - OVE/f. Fr 20.30
Rialto 1-3 Tel. 0900 013 013 (CHF 1.- pro Minute aus dem Festnetz)
Mi 14.30 / 18.10 / 20.45
Zootropolis
Nach dem Erfolg im letzten Jahr, ermöglicht es die Reihe “La grande arte al cinema” auch 2016, grossartige Kunst ganz bequem
vom Kinosessel aus zu bewundern. Solch ein rein visueller Museumsbesuch hat durchaus seine Vorteile. Kein Gedränge in den
Ausstellungsräumen, keine anderen Besucher, die sich vor ein Gemälde schieben und die Sicht versperren. Und man erfährt mitunter mehr über Leben und
Werk eines Künstlers als bei
einem realen Rundgang durch
eine Ausstellung.
Den Beginn macht die Dokumentation “Goya – Visions of
Flesh and Blood” (Visionen
aus Fleisch und Blut) des Regisseurs und Künstlers David
Bickerstaff, die am Sonntag in
Ascona und Mendrisio in der
englischen Originalfassung
mit italienischen Untertiteln zu
sehen ist. Wiederholt wird sie
am 13. und am 20. März.
Der Dokumentarfilm basiert
auf einer Ausstellung in der
Londoner National Gallery. David Bickerstaff befasst sich in
erster Linie mit dem Werk des
berühmten spanischen Malers, der von Rembrandt und
Velázquez beeinflusst wurde und als Wegbereiter der modernen
Kunst gilt. Aber er stellt auch Orte vor, die für Francisco de Goya
eine besondere Bedeutung hatten und gibt Einblicke in einige Episoden seines Lebens (1746-1828). Entstanden ist ein packendes
Porträt des Künstlers und seines Werkes.
Der April ist dann, ebenfalls mit drei Projektionsdaten (10., 17. und
24.), dem Maler Renoir gewidmet. Ausgangspunkt für die Dokumentation von Phil Grabsky ist eine umfangreiche Ausstellung in
der Barnes Foundation in Philadelphia.
Und im Juni (5., 12., 19.) lädt “Monet to Matisse” – wie “Goya”
von David Bickerstaff – auf eine Reise durch die Welt der bezauberndsten Künstlergärten ein.
“La grande arte al cinema 2016”: “Goya” ist am 6., 13. und 20.
März zu sehen, jeweils um 11.00 Uhr im Otello in Ascona und um
18.45 Uhr im Multisala Teatro in Mendrisio.
uj
von Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush. - I. Sa/So/Mi 15.10 Fr-Mi 17.20
Sa/So 14.00
Corso Tel. 091 922 96 62
Cinema in Tasca - The Water Diviner
von Russel Crowe. - I. Mi 18.00 / 20.30
MASSAGNO
Lux Tel. 091 967 30 39
Le ricette della signora Toku
von Naomi Kawase. - I. Mo-Mi 16.30 Fr 15.30
Opera - Metropolitan Opera New York: Manon Lescaut (2016)
Übertragung der Opernaufführung. - I/f. Sa 18.55
Rams - Hrútar
von Grímur Hákonarson. - I. So-Mi 18.30
Spotlight
von Thomas McCarthy. - I. Mo-Mi 20.30 Sa 15.00 So 15.15 E/f/d. So 20.30
English Film Club - The theory of everything
von James Marsh. - OVE. Fr 18.15
MENDRISIO
Plaza Tel. 091 646 15 34
London Has Fallen
von Babak Najafi. - I. Fr 20.50 Fr 22.50 Sa/Mo/Di 20.30 Sa 22.35 So 21.00
Room
von Lenny Abrahamson. - I. Sa 18.00 So 18.40 Mi 18.15
The Divergent Series: Allegiant
von Robert Schwentke. - I. Mi 20.30
Zootropolis
von Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush. - I. So 14.10 / 16.25
Multisala Teatro Ciak Tel. 091 646 16 54
A Prairie Home Companion: Last Radio Show
von Robert Altman. - OVE/f/d. Mi 20.30
Gods of Egypt
von Alex Proyas. Ab 12 Jahren. - I. Mi 16.10
Il Piccolo Principe
von Mark Osborne. - I. Sa 14.15
Molly Monster
von Isao Takahata. - I. So 14.30 Mi 14.45
Perfetti sconosciuti
von Paolo Genovese. - I. Fr 20.15 / 22.15 Sa/Mi 18.40 Sa 20.35 / 22.30
So 16.05 / 20.30 Mo/Di 20.50
Da das Donnerstagsprogramm bei Drucklegung noch
nicht vorliegt, ist das Programm auf dieser Seite stets
nur bis Mittwoch gültig.
Room
von Lenny Abrahamson. - I. Fr/Mo/Di 18.00
Tiramisù
von Fabio De Luigi. - I. Sa 16.25
von Michel Gondry. - D/f. Mo 20.15
Whiplash
Tiramisù
Teatro Paravento Tel. 091 751 93 53
Madame Bovary
von Claude Chabrol. In Zusammenarbeit mit dem Teatro della Voce. Filmvorführung
und Diskussionsrunde mit Aperitif. - OVF/i. Mi 20.30
LUGANO
von Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush. - I. So 18.05
Multisala Teatro Mignon Tel. 091 646 16 54
Alvin and the Chipmunks: Road Chip
von Walt Becker. - I. Sa 14.00 So 14.15 Mi 14.30
Cinema Iride Tel. 091 922 96 53
Il ponte delle spie
Gods of Egypt
von Alex Proyas. Ab 12 Jahren. - I. Sa 15.50
von Steven Spielberg. Ab 12 Jahren. - I. Fr-Mo 20.45 So 16.45
Il sapore del successo
von John Wells. Ab 12 Jahren. - I. Sa 17.45 So 14.30
Il Piccolo Principe
von Mark Osborne. - I. Mi 16.20
Spotlight
The Arrangement
von Elia Kazan. - OVE/f. Di 20.30
CineStar Tel. 0900 55 22 02
Zootropolis
(CHF 1.- pro Minute aus dem Festnetz)
Alvin Superstar - Nessuno ci può fermare
von Walt Becker. - I. Sa/So/Mi 14.40
Deadpool
von Tim Miller. - I. Fr-Mi 20.40 Fr/Sa 23.30 Sa/So/Mi 14.25
von Thomas McCarthy. - I. Fr/Mo/Di 18.00 Sa 18.20
The Danish Girl
von Tom Hooper. - I. So 18.20 Mi 18.30
Tiramisù
von Fabio De Luigi. - I. Fr/Mo/Di 20.20 Fr 22.35 Sa/So/Mi 20.45 Sa 23.00
So 16.05
Gods of Egypt
Gods of Egypt
von Alex Proyas. Ab 12 Jahren. - I. Fr/Sa 23.15
von Alex Proyas. Ab 12 Jahren. - I. Fr-Di 20.25
Gods of Egypt - 3D
How to Be Single
von Alex Proyas. Ab 12 Jahren. - I. Fr-Mi 18.10 Sa/So/Mi 16.00
von Christian Ditter. Ab 12 Jahren. - I. Fr-Mi 20.10 Fr/Sa 23.00
How to Be Single
Il Piccolo Principe
von Christian Ditter. Ab 12 Jahren. - I. Fr/Sa 22.55 Sa/So 14.00 Sa/So/Mi 16.05
von Mark Osborne. - I. Sa/So/Mi 14.40
Gods of Egypt
London Has Fallen
London Has Fallen
von Alex Proyas. Ab 12 Jahren. - I. Fr 22.40 So 14.10
von Babak Najafi. - I. Fr-Mi 21.00 Fr/Sa 23.05
von Babak Najafi. - I. Fr-Mi 18.00 / 20.30 Fr/Sa 23.10
Room
Molly Monster
von Lenny Abrahamson. - I. Fr-Di 20.50 Sa/So 13.30
von Isao Takahata. - I. Sa/So 15.20
Spotlight
Perfetti sconosciuti
von Thomas McCarthy. - I. Fr-Mi 18.25
von Paolo Genovese. - I. Fr-Mi 17.50 / 20.20 Fr/Sa 23.00
von Babak Najafi. - I. So 16.40 Mi 21.00
The Danish Girl
Point Break
Spotlight
von Tom Hooper. - I. Fr-Mi 20.35
von Ericson Core. Ab 12 Jahren. - I. Fr/Sa 23.00
von Thomas McCarthy. - I. Mi 18.40
The Divergent Series: Allegiant
Quo Vado?
The Danish Girl
The Hateful Eight
Room
von Lenny Abrahamson. - I. Fr-Mi 17.15
Zootropolis
Zoolander 2
The Danish Girl
von Byron Howard, Rich Moore, Jared Bush. - I. Sa 14.00 / 16.15
von Robert Schwentke. - I. Mi 20.50
von Quentin Tarantino. Ab 16 Jahren. - I. Fr-Di 17.55
von Ben Stiller. Ab 11 Jahren. - I. Sa/So 13.50 Sa/So/Mi 15.55
von Gennaro Nunziante. Ab 10 Jahren. - I. Fr-Mi 17.40
von Tom Hooper. - I. Fr-Di 17.30
Multisala Teatro Teatro Tel. 091 646 16 54
Deadpool
von Tim Miller. - I. Fr/Mo/Di 20.30 Sa 20.50 / 23.00 So 20.35
Goya - Visioni di carne e sangue - Visions of Flesh and Blood
von David Bickerstaff. - OVE/i. So 18.45
London Has Fallen
von Tom Hooper. - I. Fr/Mo/Di 18.00 Sa 18.30
Mi 14.10 / 16.25
27
4. März 2016
Gedankenstrich
MAGAZIN
Karikatur der Woche
Tiere
Kurse für Hunde
und ihre Halter
Der Tierschutzverein Locarno e Valli in Gordola bietet neu Kurse
für Junghunde an. Im Speziellen Spielstunden für Welpen bis ca. 4
Monate und Kurse für Junghunde von 4 bis 6 Monaten. Daneben
den obligatorischen Sachkundenachweis für Hundehalter (SKN).
Denn für Ersthundehalter ist es Pflicht, vor dem Kauf eines Hundes
einen theoretischen Grundkurs
zu besuchen und danach zusammen mit dem Hund ein praktisches Training zu absolvieren.
Dabei lernen die neuen Hundehalter die Bedürfnisse und das
Verhalten ihres Hundes kennen
und wie sie ihn in verschiedenen Alltagssituationen unter
Kontrolle halten können. Alle
Kurse werden auch in deutscher
Sprache durchgeführt.
Weitere Informationen zu den
verschiedenen Hundekursen im
Tierheim in Gordola (www.spalv.ch) unter: Tel. 091 859 39 69 oder
E-Mail: [email protected]
Sudoku-Manie!
Fülle das Rastergitter so aus, dass jede Reihe, jede Spalte
und alle 3 x 3 Boxen die Zahlen 1 bis 9 beinhalten.
Schwer
Mittel
Leicht
Leicht
Schwer
Mittel
Auflösungen
der letzten
Ausgabe
Wetter
Min.
1
Min.
2
Max.
4
Max.
8
Locarno Bellinzona
Locarno Bellinzona
Die weiteren Aussichten
Am Montag wechselnd bewölkt, im Mittel- und Südtessin
meist trocken mit sonnigen Abschnitten. Entlang der Alpen
und im Engadin mehr Wolken und aus Norden etwas Schneefall möglich. Um 8 Grad. Am Dienstag wechselnd bewölkt, im
Mittel- und Südtessin meist trocken mit sonnigen Abschnitten.
Entlang der Alpen und im Engadin mehr Wolken und aus
Norden etwas Schneefall möglich. Um 10 Grad. Am Mittwoch
wechselnd bewölkt und mindestens teilweise sonnig. Am Donnerstag und Freitag meist sonnig.
Lugano
Samstag
Lugano
Sonntag
28
TESSINER ZEITUNG
4. März 2016
Tessin in
Minuten
Wochenrückschau
Deponie Phase III gebremst
Gotthard – die Pannenlinie
Die Lösung des Bauschuttproblems verzögert sich in Stabio möglicherweise bis zu
einem Jahr. Die italienische Nachbargemeinde Cantello hat gegen die dritte Ausbauphase der Deponie (Foto) mit geplanten
weiteren 800’000 Kubikmetern erfolgreich
beim kantonalen Verwaltungsgericht rekurriert. Nicht gegen das Projekt, sondern gegen das Prozedere. Rom wurde bei der Vernehmlassung vergessen, das muss nun
nachgeholt werden.
● Seite 9
Verspätungen, nicht funktionierende Kaffeemaschinen, stinkende Toiletten: Die Gotthardstrecke macht rund drei Monate vor der
Eröffnung des Basistunnels negative Schlagzeilen. Das Zugspersonal fühlt sich ob der
vielen Reklamationen der Fahrgäste von der
SBB-Spitze alleine gelassen. Sie hätte zu
wenig unternommen, um die Missstände zu
beheben. Auch seien die Informationen an
die Passagiere über Verspätungen oftmals
ungenügend und widersprüchlich. ● Seite 6
Ti-Press
Ti-Press
Capanna Corno Gries zu verkaufen
Antikörper gegen Ebola isoliert
Die Capanna Corno Gries der Bellenzer Sektion
des Schweizer Alpenclubs (SAC) steht zum Verkauf. Die kaum zehn Jahre alte Hütte hat dem
Alpinistenverein nicht die erhofften Besucherzahlen beschert, sondern stattdessen die Vereinskasse belastet. Die unvorhergesehenen
Ausgaben für das futuristische Gebäude sollen
sich auf etwa 150’000 Schweizerfranken belaufen. Verhandlungen mit Käufern laufen bereits.
Der Verkaufspreis und die Identität der Interessenten werden geheim gehalten.
● Seite 7
Den Wissenschaftlern des Instituts für biomedizinische Recherche (IRB) in Bellinzona ist
ein Durchbruch bei der Suche nach einem
Heilmittel für die häufig tödlich verlaufende
Virusinfektion Ebola gelungen. Die Forscher
konnten aus dem Blut von Überlebenden den
Antikörper mAb114 (siehe Bild) isolieren.
Versuche haben gezeigt, dass eine Behandlung mit dem Antikörper Erkrankte heilen
kann. Nun beginnt die klinische Phase bei der
Entwicklung einer Therapie.
● Seite 7
Kulturplatz
Freitag, 4. März
BELLINZONA
Mitgliederversammlung - Briefmarkenzirkel
Generalversammlung des Circolo Filatelico Bellinzona.
Casa del Popolo - Viale Stazione 31 - Tel. 091 825 29 21
- 18.30 Uhr
MENDRISIO
Freizeit - Messe fürs Wohlbefinden IGEA
Zweite Ausgabe. Mehr als 40 Aussteller präsentieren Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Ernährung, alternative Medizin, Fitness & Wellness, Ästhetik etc. Eintritt
frei. Nach dem Durchschneiden des Bandes zur offiziellen Eröffnung am heutigen Freitag um 18.00 Uhr findet eine Hair
Style Show statt. Die Messe dauert bis Sonntag.
Mercato Coperto - Via Campo Sportivo - Tel. 091
225 85 32 - Fr 15.00-20.00 Uhr, Sa 10.00-20.00 Uhr,
So 10.00-19.00 Uhr
ORSELINA
Vortrag - Sacro Monte Madonna del Sasso
Vortrag des Historikers Lorenzo Planzi in italienischer Sprache über die mögliche Aufnahme des Sacro Monte della Madonna del Sasso in das Weltkulturerbe der Unesco. Organisiert von der Vereinigung Pro Orselina. Eintritt frei.
Casa Comunale - www.pro-orselina.ch - 20.30 Uhr
SAN NAZZARO
Literatur - Austausch
Austausch über Lektüre und Buchempfehlungen in italienischer Sprache.
Biblioteca Comunale Gambarogno - Via Municipio 2 - Tel.
091 794 24 29 - www.gambarogno.ch - 20.30 Uhr
Samstag, 5. März
AIROLO
Buchpräsentation - Una montagna d’oro
Der Autor Andrea Bertagni und der Historiker Nicola Pini werden anwesend sein. Organisiert vom Museum der Leventina
und der Bibliothek Airolo.
Caseificio del Gottardo - Tel. 091 869 11 80 - 17.30 Uhr
ASCONA
Kultur - Musik & Wort
Mit dem Mandolinen-Orchester des Bellinzonese unter der
Leitung von Maestra Nadia Zanelli-Sartori. Musik von H. F.
Fieschlimann, J. S. Bach, A. Vivaldi, F. Lehar und weiteren.
Lesungen von Pfarrer Markus Erny. Eintritt frei, Kollekte.
Chiesa Evangelica Riformata - Viale Monte Verità 80 Tel. 091 791 21 53 - 16.00 Uhr
BELLINZONA
Unterhaltung - Fest zum Tag der Frau
17.00 Uhr Vortrag in italienischer Sprache. 19.30 Uhr Abendessen mit reichem Buffet. 21.30 Konzert mit der Gruppe Friser Ciurma Anemica – Volkslieder des Widerstands. Vor und
nach dem Konzert DJ. Organisiert vom Collettivo Scintilla.
Bar Triangolo - Via Cancelliere Molo 21 www.collettivoscintilla.ch - 17.00 Uhr
Tipp der Woche
Dienstag, 8. März
Zeitgenössische und
improvisierte Musik
SIEBEN KONZERTE in zwei Monaten. Das ist es, was
das M.I.C.-Festival in Locarno zu bieten hat. M.I.C
heisst Musica improvvisata e contemporanea, also improvisierte und zeitgenössische Musik. Für das erste
Konzert von übermorgen Sonntag steigt das Quartett
“objets trouvés” um die Zürcher Pianistin Gabriela
Friedli auf die Bühne. Seit 15 Jahren spielt es schon
zusammen und hat inzwischen drei CDs publiziert. Eine
Woche später, am 13. März, begeistert das Trio Xol die
Zuhörer. Guy Bettini, Luca Pissavini und Francesco
Miccolis waren letztes Jahr mit dem berühmten deutschen Saxofonisten Peter Brötzmann auf Europatournee. Ein ganz und gar neues Projekt wird am 3. April
vorgestellt. Natalie Peters, Lino Blöchlinger und Sara
Käser, die dem Spazio-Panelle-Publikum bereits bekannt sind, haben sich zu einem interessanten Trio zusammengetan. Weitere Konzerte finden am 10. und
24. April sowie am 1. und am 8. Mai statt.
M.I.C.-Festival, 6. März bis 8. Mai, Spazio Panelle 10,
Locarno, Infos: www.circoru.org.
bs
ASCONA
Literatur - Eveline Hasler
Begegnung mit der Schriftstellerin, welche ihr neues Buch
“Stürmische Jahre. Die Manns, die Riesers, die Schwarzenbachs” vorstellt. Moderiert von Stef Stauffer. Im Anschluss
Aperitif, Eintritt frei.
Biblioteca Popolare - Lesesaal - Piazza G. Motta 37 - Tel.
091 791 69 65 - www.bibliotecascona.ch - 18.00 Uhr
MERIDE
Vortrag - Pesci predatori del passato
Vortrag über Raubfische vergangener Zeiten. Mit Cristina
Lombardo vom Ardito-Desio-Institut für Geowissenschaft der
Universität Mailand. In italienischer Sprache.
Museo dei fossili del Monte San Giorgio - Via B. Peyer 9 Tel. 091 640 00 80 - 20.30 Uhr
SESSA
Fest - Internationaler Frauentag
Noche Latina... und mehr. Unter Mitwirkung der Tänzer von
“Salsanueva”; vor dem Anlass lateinamerikanisches Essen.
Centro I Grappoli - Tel. 091 608 11 87 - www.grappoli.ch
- 21.00 Uhr
Mittwoch, 9. März
CUGNASCO-GERRA
Thema - Ticino - Montagne d’incanto
Eine erzählerische Reise mit der Alpinistin Fabiana Domenghini, welche über die schönsten Berge des Tessins führt. In
italienischer Sprache. Eintritt frei.
Scuole elementari - www.cugnascocultura.ch - 20.30 Uhr
Donnerstag, 10. März
LOCARNO / MINUSIO
Führung - Durch die Innenhöfe der Altstadt
Locarnos
Der Quartierverein Rivapiana organisiert für Mitglieder und
Interessierte eine Führung mit dem Landschaftsarchitekten
Andrea Branca. Wer zu Fuss gehen will, trifft sich um 08.30
Uhr am Portigon in Minusio. CHF 10.- für Nichtmitglieder.
Vor der Post Locarno - www.rivapiana.net - 09.00 Uhr
LUGANO
Solidarität - Rosenverkauf für guten Zweck
Freiwillige verkaufen Max Havelaar-Rosen. Mit dem Erlös
wird “Brot für alle” unterstützt, die Entwicklungsorganisation
der Evangelischen Kirchen der Schweiz.
Piazza Dante beim Manor - 10.00-16.30 Uhr
MONTAGNOLA
Literatur - Raul Montanari
In der Reihe “Aperitif mit einem Schriftsteller” präsentiert
Rossana Maspero jeweils die Werke eines Autoren. Es liest
Antonio Ballerio. In italienischer Sprache.
Sala Boccadoro - Vicolo dei Somazzi 4 Tel. 091 993 37 50 - 17.30 Uhr
Sonntag, 6. März
LOSONE
Film - tiKINÒ
Kurzfilme, die während eines Workshops enstanden sind.
Osteria La Fabbrica - Via Locarno 43 - Tel. 091 791 40 05
- www.osterialafabbrica.ch - 20.00 Uhr
MONTAGNOLA
Literatur - Hermann Hesse kennenlernen
Der Geruch der bürgerlichen Welt: Ordnung und Chaos zwischen den beiden Weltkriegen. Auszüge aus “Der Steppenwolf”, mit Jucilla Janssen und Morgan Powell. In italienischer
und deutscher Sprache.
Museo Hermann Hesse - Torre Camuzzi - Ra Cürta 2 - Tel.
091 993 37 70 - www.hessemontagnola.ch - 16.00 Uhr
TESSIN
Offene Hoteltüren - Please Disturb 2016
Am Tag der offenen Hoteltüren “Please Disturb” öffnen zahlreiche Schweizer Hotels ihre Pforten und gewähren faszinierende Einblicke in das Innenleben ihrer Betriebe. Im Tessin
sind beteiligt: Guesthouse Arosio B&B (Arosio), Hotel Eden
Roc (Ascona), Hotel Collinetta (Ascona), Hotel & Spa Internazionale (Bellinzona), Hotel Belvedere Locarno (Locarno), Hotel
Lugano Dante Center (Lugano), Hotel Walter au Lac (Lugano).
www.pleasedisturb.ch - 11.00-17.00 Uhr
LOCARNO
Vortrag - Gemeinsamdenken
“Ungewohnt und andersartig”, Baukultur und Lebensform in
Ascona. Mit Peter Fierz. Organisiert vom Verein Gemeinsamdenken. Eintritt CHF 20.-, für Mitglieder ist der Eintritt frei.
Hotel Belvedere - Via ai Monti della Trinità 44 - Tel. 091
850 53 46 - www.gemeinsamdenken.ch - 19.30 Uhr
MENDRISIO
Architektur - Atelier Bow Wow
Eine Reihe von Vorträgen über architektonische und kulturelle Unterschiede zwischen den Kontinenten. Mit Yoshiharu
Tsukamoto und Momoyo Kaijima (Tokio).
Università della Svizzera Italiana - Aula magna - Palazzo
Canavée - Tel. 058 666 50 00 - 19.30 Uhr
Freitag, 11. März
MANNO
Thema - Manno Film Mondo - Mongolei
Drei Themenabende (bis Sonntag) über die Mongolei. Am 11.
März über “Mensch und Natur: der Konflikt”. Um 19.00 Uhr
mediterraner/mongolischer Aperitif, offeriertes Buffet. Um
20.15 Uhr Vorführung des Abenteuerfilms “L’ultimo lupo” von
Jean-Jacques Annaud (2015). Eintritt frei.
Sala Aragonite - Via ai Boschetti 10 - Tel. 091 611 10 00
- www.manno.ch - 19.00 Uhr

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