Der Wahl-Funke - Fachschaft ETEC

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Der Wahl-Funke - Fachschaft ETEC
Nr. 149
14. Januar 2008
Der Wahl-Funke
Das Magazin
der
Fachschaft Elektro- und Informationstechnik
unabhängigen Studierendenschaft Universität Karlsruhe
der
Wählen gehen!
O-Phase 2007
Winterfest 2007
Bachelor-Onlineanmeldung
4 Die Unabhängigen Wahlen – Eine kleine Wahlanleitung
6 Kandidatenvorstellung
10 Wahlcomputer
Studentisches
11
13
14
15
16
17
19
20
30 Jahre Unabhängiges Modell
Uni für Einsteiger 2007
Recyclingpapier
Bachelor-Onlineanmeldung
Erderwärmungsparty Winterfest
O-Phase 2007
Exkursion ZF-Lenksysteme
Auslandsprogramme
22
23
24
25
26
27
EÜV
FE
GHF
LEN
NÜ
PB
Impressum
Herausgeber und Druck
Fachschaft Elektro- und Informationstechnik
Universität Karlsruhe (TH)
Auflage: ca. 500
Ansprechpartner der Redaktion
Sven Schultschik
Andreas Wolf
Kontakt
E-Mail: [email protected]
Web: http://fachschaft.etec.uni-karlsruhe.de
Tel.: 0721 608-3783
Fax: 0721 608-9070
Postanschrift
Fachschaft Elektro- und Informationstechnik
Universität Karlsruhe (TH)
Funke – Magazin der Fachschaft
Geb. 11.10 (ETI)
76128 Karlsruhe
Liebe Leser,
Umfrageergebnisse Sommersemster 2007
Eure Funke-Redaktion
Unabhängige Wahl 2008
2. Viel Spaß beim Lesen!
2 Impressum
2 Editorial
3 Newsticker
1. Wählen gehen!
In eigener Sache
Inhalt
aus Platzgründen gibr es diesmal nur ein Mini-Editorial mit den zwei wichtigsten Dingen:
Impressum
2
Der Funke wird teilweise durch Beitragsmarken und
Kugelschreiber finanziert. Erlöse aus dem Verkauf dieser
kommen je zur Hälfte Fachschaft und UStA zu Gute.
Die Redaktion distanziert sich von den Inhalten gezeichneter Artikel. Die Verantwortung hierfür liegt
ausschließlich beim Verfasser.
Aus Gründen der Lesbarkeit wird in der Regel auf die
weibliche Form von Personenbezeichnungen verzichtet,
es sind jedoch stets beide Geschlechter gemeint.
Öffnungszeiten der Fachschaft
Die Öffnungszeiten der Fachschaft in der vorlesungsfreien Zeit findet Ihr auf unserer Homepage unter
„Termine“.
Editorial
3
Wir trauern um Herrn
Prof. em. Dr.-Ing. Dr.-Ing. h.c. Dr. h.c. Hans Martin Lipp
der am 5. Dezember 2007 im Alter von 70 Jahren verstorben ist.
Er war mehr als 40 Jahre an der Universität Karlsruhe beschäftigt, zuletzt von 1980 bis 2000 als einer der Leiter
des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.
Sein Tod hat uns tief getroffen.
Herr Prof. Lipp verstand es in besonderem Maße, komplexe Zusammenhänge anschaulich und schlüssig zu erklären. Auch sein Engagement für die Lehre, für Studienreformen und für die Einführung neuer Studienmodelle war
immer zu spüren. Seine umgängliche menschliche Art und seine offenes Ohr für die Belange der Studierenden
haben wir an ihm sehr geschätzt.
Wir werden ihn stets in Erinnerung halten.
Die Fachschaft Elektro- und Informationstechnik
Newsticker
Nach 24 Jahren an der Universität Karlsruhe wurde
am 19. Oktober Herr Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Dr.-Ing. E.h.
Werner Wiesbeck, Leiter des Instituts für Höchstfrequenztechnik und Elektronik (IHE), in den Ruhestand
verabschiedet. Die Fachschaft dankt ihm für lange Jahre
der guten Zusammenarbeit!
Wir begrüßen zwei neue Professoren an unserer Fakultät: Herrn Prof. Dr.-Ing.Thomas Zwick am IHE und Herrn
Prof. Dr.-Ing. Mathias Noe am Forschungszentrum.
Die FriCard dient seit diesem Semester nicht mehr
als Studentenausweis, weil sie nicht mehr nachweist, dass
man im aktuellen Semester eingeschrieben ist.
Am 23.01. um 16 Uhr (Näheres und Raum in unserem
Newsticker nächste Woche) findet eine Veranstaltung zur
Information und Sensibilisierung der Studierenden in
Sachen Finanzen statt. Es werden grundlegende Strategien der finanziellen Absicherung, der Versicherung und
verschiedene Anlagemöglichkeiten sowie deren Risiken
angesprochen. Gemeinsame Fragerunde im Anschluss.
Am 29.01. findet wieder die Veranstaltung „Wege ins
Ausland“ statt. Es wird Informationen rund um's Auslandsstudium und die verbliebenen Austauschprogramme
geben (siehe auch Artikel auf S. 20)
Am 21. November fand wie jedes Jahr die Veranstaltung
„Uni für Einsteiger“ statt, bei der Schüler der Oberstufe
sich an einer Universität zum Studium allgemein und zu
den verschiedenen Studiengängen beraten lassen können.
Weitere Informationen dazu gibt es im Artikel auf S. 13.
Zum aktuellen Semester haben insgesamt 267 Erstsemester im neuen Bachelor-Studiengang ihr Studium
aufgenommen. Damit konnten wir unsere Ersti-Zahl um
gut 15 % gegenüber dem letzten Jahr steigern, gegen den
Bundestrend. Insgesamt haben sich an der Uni Karlsruhe
3452 Erstsemester eingeschrieben.
Am 1. Januar wurde das KIT gegründet. Laut Pressestelle der Uni ist dies „der erste Meilenstein auf dem Weg
zum vollständigen Zusammenschluss, den beide Partner
anstreben.“
Das Medienzentrum im Keller der Bibliothek, das
zwischenzeitlich zwei Monate geschlossen war, ist seit 7.
Januar wieder geöffnet.
Seit einigen Monaten gibt es eine direkte Busverbindung
zwischen Uni und Forschungszentrum (Campus Nord):
Das KIT-Shuttle. Es verkehrt acht Mal am Tag und ist
denjenigen vorbehalten, die dienstlich am jeweils anderen
Ort zu tun haben (Diplomanden, Studienarbeiter).
Wahl 2008
4
Die Unabhängigen Wahlen
Eine kleine Wahlanleitung
In der Zeit vom 14. bis zum 18. Januar 2008 finden
wieder die alljährlichen Unabhängigen Wahlen statt.
Während für einige von Euch die Wahl zum Studierendenparlament, den Frauen- und Ausländerreferenten
und noch zuletzt den Fachschaftssprechern schon ein
alter Hut ist, möchten ich hier die Chance nutzen, nicht
nur alle Erstwähler zu begrüßen, sondern auch nochmal
für alle anderen auf die Wichtigkeit hinweisen und zur
Stimmabgabe einladen.
Wie bereits erwähnt, werden im Rahmen der Unabhängigen Wahlen das Studierendenparlament (StuPa) und
die Fachschaftssprecher sowie die Frauenreferentin und
der Ausländerreferent des UStA gewählt. Für das StuPa
und die Fachschaftssprecher darf (und sollte bitte!) jeder
abstimmen, der in diesem Semester immatrikuliert ist. Für
die Wahl der Frauenreferentin sind allerdings nur alle eingeschriebenen Frauen stimmberechtigt; analog dazu darf
der/die Ausländerreferent/-in nur von den ausländischen
Studierenden gewählt werden.
Wie setze ich mein Kreuz?
Bei der Wahl zum Studierendenparlament hat jeder
eine Listenstimme sowie mehrere Kandidatenstimmen.
Diese dürfen kumuliert und panaschiert werden. Bei der
Wahl zum Fachschaftssprecher hast Du ebenfalls mehrere
Stimmen, hier darfst Du allerdings maximal zwei Stimmen auf einen möglichen Kandidaten vereinen.
Für die Wahl der Frauenreferentin bzw. des Ausländerreferenten hat jeder Wahlberechtigte genau eine Stimme.
Damit Du zur Wahl berechtigt bist, musst Du deine
Wo muss ich hin?
Studierst Du gerade im ersten, dritten oder fünften
Semester? Dann hast Du das große Los gezogen, denn
dann wirst Du zwangsläufig an einer Wahlurne vorbeikommen. Wir werden zu einigen Vorlesungen vor und
nach der Vorlesung zur Stimmabgabe vor dem Hörsaal
bereitstehen. Nutze Deine Chance!
Ansonsten kannst Du natürlich auch jederzeit in der
Fachschaft oder an der Urne in der Mensa Deine Stimme
abgeben. Die Urnen anderer Fachschaften stehen zur
Wahl des Studierendenparlamentes und der Referenten
des UStA auch offen, allerdings können dort keine Fachschaftssprecher der Fachschaft Elektro- und Informationstechnik gewählt werden.
FriCard oder deinen Ausweis mit Immatrikulationsbescheinigung mitbringen. Ausländische St udierende
benötigen den Aufdruck „Stuko“ auf der FriCard oder
einen ausländischen Personalausweis oder Pass ebenfalls
mit Immatrikulationsbescheinigung.
Zuviel Informationen auf einmal? Dann schau einfach
bei der Wahl auf Deinen Stimmzettel; dort findest Du alle
wichtigen Details zur Stimmabgabe noch einmal kurz gefasst. Oder frage einfach einen der Wahlhelfer: WIE man
wählt, kann Dir dort gesagt werden, WEN Du wählst,
musst Du selbst entscheiden :-).
Um eine mehrfache Stimmabgabe zu vermeiden,
werden Eure Matrikelnummern elektronisch in einer zentralen Datenbank erfasst. Damit kann lediglich festgestellt
werden, an welchen Wahlen (StuPa, Fachschaft...) Ihr in
diesem Jahr bereits teilgenommen habt, eine Verknüpfung
mit der abgegebenen Stimme ist so nicht möglich – das
Wahlgeheimnis bleibt also gewahrt.
Dieses Jahr wird es zum ersten Mal auch möglich sein,
elektronisch zu wählen. Es wird 2 Wählautomaten, mindestens einer davon in der Mensa, geben, die nach dem
„Bingo-Voting“-System arbeiten. Nähere Informationen
unter http://www.bingovoting.de/ und im Artikel auf
Seite 10.
Wahl 2008
Was bringt mir die Wahl?
Wahlen in der Fachschaft ELego-Technik
Die Aufgabe der gewählten Vertreter besteht darin,
die Interessen der Wähler zu vertreten. Das geht auf der
Ebene der Universität noch direkter als zum Beispiel in
der Bundespolitik. So vertreten die von Euch Gewählten
Eure Interessen direkt auf Universitäts- und Fakultätsebene. Die Legitimation durch die Unabhängigen Wahlen
ist dabei von erheblicher Bedeutung; man kann einfach
mehr erreichen, wenn man bei Gesprächen als gewählter
Sprecher auftreten kann. Damit wird der falsche Eindruck
vermieden, man würde nur seine eigenen Interessen vertreten. Der UStA, der Dir unter Anderem von den Aktionen
zum Thema Studiengebühren der letzten Zeit bekannt ist,
ist das Exekutivorgan des Studierendenparlaments. Auf
der Fachschaftsebene wird meist der Sprecher mit den
meisten Stimmen Fachschaftsleiter.
5
Wie bei allen Wahlen gilt auch hier: Wer die Möglichkeit hat, direkt über seine Interessenvertretung abzustimmen, der sollte sie auch nutzen. Nur wenn man dieses
Recht für sich in Anspruch nimmt und zur Wahl geht,
ist sichergestellt, dass die Interessen aller vertreten werden. Dabei ist es auch wichtig zu wissen, dass eine größere
Wahlbeteiligung nicht nur mehr Rückhalt, sondern auch
mehr Vertreter bedeutet, da die Anzahl der Fachschaftssprecher direkt von der Anzahl der abgegebenen Stimmen
abhängt. Und natürlich gilt auch hier: Je mehr Sprecher,
desto mehr Arbeit kann besser gemacht werden. Daher
sollte Dir nun etwas klarer geworden sein, wie wichtig es
ist, dass Du zur Urne schreitest. Dabei ist es weniger wichtig, wen Du wählst, sondern eher, dass Du wählst – denn
jede abgegebene Stimme zählt!
Robin Chowdhury
1. gültige FriCard abgeben
2. Daten werden erfasst
3. Wahlschein(e) werden ausgehändigt
4. Kreuze setzen
5. Wahlschein(e) einwerfen
6. FriCard zurück nehmen
6
Andreas Lang
Wahl 2008
Semester: 7
#1
Mein Name ist Andreas Lang, ich bin 23 und studiere mittlerweile im siebten Semester Elektro- und Informationstechnik. Geboren bin ich in Nürnberg und aufgewachsen im sonnigen Südbaden, genauer in Wittlingen, einer
800-Einwohner-Metropole, die man auf so gut wie keiner Landkarte findet.
In der Fachschaft bin ich nun schon seit gut 6 Semestern. In dieser Zeit
war ich ein Semester lang Klausurenreferent, bin seit einigen Semestern
als Mitglied der WWWAG mit für die Gestaltung und Wartung der Fachschaftswebsite verantwortlich und bin seit letztem Semester im Rechnerreferat tätig (und somit einer
der Admins der Fachschaftsrechner). Daneben war ich auch noch an Planung und Durchführung mehrerer Fachschaftsfeste beteiligt und bin auf dem Unifest öfter mal als Helfer unterwegs. In meiner
Freizeit lese, löte und programmiere ich recht gerne (unter Linux und für Microcontroller).
Zur Wahl habe ich mich aufstellen lassen, weil ich die oben bereits erwähnte Interessensvertretung
für außerordentlich wichtig erachte und hier gerne in Eurem Auftrag mitarbeiten würde. Daher
würde ich mich natürlich sehr über eine Wahl zum Fachschaftsvertreter freuen. In diesem Sinne: Geht
wählen und zeigt so Eure Unterstützung für unsere Arbeit für Euch.
Michael Geiger
Semester: 1
#2
Hallo allerseits, ein neues Gesicht in der Fachschaft kommt dieses Jahr
aus dem schönen kleinen Söllingen nahe dem Baden-Airpark. Da ich Ersti
bin, kann ich noch keine bisherigen Ämter in der Fachschaft vorweisen.
Aber ich beteilige mich hier und da. So kam es, dass ich schon bei der
Organisation des Winterfestes mitgeholfen habe. Dazu plane ich gerade
"Wege ins Ausland", eine Vorstellungsrunde der Auslandsprogramme an
der Uni. Grundsätzlich bin ich auch an fast allem interessiert. Der Vorteil, den
die neuen Bachelor-Erstis durch mich hätten, wäre, dass ich selber Bachelor-Ersti bin. Das führt
dazu, dass ich mich für die neuen Angelegenheiten, die für uns alle eintreffen werden, besonders
interessieren und einbringen werde. Früher hab ich mich in der Schule als Jahrgangssprecher und
als Organisator der Abiturfeier engagiert. In meiner Heimatgemeinde habe ich einen Sitz im Pfarrgemeinderat. Das bringt Sitzungserfahrung mit sich. In meiner Freizeit findet Ihr mich eigentlich
immer in allen möglichen Clubs in Karlsruhe, bevorzugt ganz klar im Krokokeller :-D. Meine Hobbies
sind außerdem noch die Philosophie, die Feuerwehr und ganz klar der PC ;-). Also Leute: Geiger for
President!
Wahl 2008
Benjamin Berg
Semester: 5
7
#3
Wie jedes Jahr im Januar ist es wieder so weit; die Unabhängigen Wahlen
nähern sich, und dieses Mal stehen bei uns acht Kandidaten zur Wahl – einer davon bin ich. Ich komme aus dem schönen Lipperland (Bad Salzuflen,
in der Nähe von Bielefeld) und studiere im fünften Semester hier in
Karlsruhe. Auch wenn ich damals die Entscheidung für Karlsruhe erst im
letzten Moment getroffen habe, bin ich mit dieser Wahl sehr zufrieden.
In der Fachschaft bin ich jetzt seit dem letzten Semester aktiv. Neben meinem
steigendem Interesse an der Fachschaftsarbeit beteilige ich mich seit langem an unterschiedlichen OpenSource-Projekten. Hier liegt mein Schwerpunkt vor allem bei GNOME und dem OLPC-Projekt.
Für die Zukunft freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit in der Fachschaft – egal ob als
gewählter Vertreter oder nicht. Hierfür ist auch Eure Stimme gefragt, denn mit dieser gebt Ihr der
Fachschaft die Möglichkeit, Euch wirksam zu vertreten.
Simon Meier
Semester: 5
#4
Wieder ist ein Jahr ins Land gezogen und wieder einmal ist es soweit,
die Unabhängigen Wahlen stehen an. Und auch dieses Jahr möchte ich für
einen Posten als Vertreter der Fachschaft kandidieren! Natürlich trete
ich nicht anonym an und so schreibe ich kurz etwas über mich: Jag heter
Simon (das ist schwedisch), ich komme aus Ettenheim (ja, badisch) und
studiere im fünften Semester. Seit gut einem Jahr bin ich in der Fachschaft aktiv, z.B. in der Fachschaftenkonferenz, über die ein Großteil des Informationsaustauschs zwischen unserer und den anderen Fachschaften unserer Uni vonstatten geht.
Seit diesem Semester vertrete ich gemeinsam mit weiteren gewählten Vertretern unsere studentischen
Interessen in Fakultätsrat und Studienkommission. Gerne würde ich ein weiteres Jahr in diesen
Gremien mitwirken, um meine bisher dort gesammelte Erfahrung weiter einbringen zu können, denn
schließlich sind diese die Herzstücke unserer Mitbestimmung! Der derzeitige Wandel unserer Uni zum
KIT und die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge sind Themen, auf die wir Studierende achten
müssen und bei denen wir von unseren Mitbestimmungsmöglichkeiten Gebrauch machen sollten, wenn
es nötig wird. Und da 1800 Augenpaare bekanntlich mehr sehen als eins, freue ich mich immer über
kritische Rückfragen und Anregungen eurerseits!
In diesem Sinne hoffe ich auf eine rege Beteiligung und eine spannende Wahl-Woche!
8
Andreas Wolf
Wahl 2008
#5
Semester: 3
As time goes by... Und schon wieder ist ein Jahr vergangen, und damit stehen auch wieder Unabhängige Wahlen ins Haus. Wie letztes Jahr stelle ich
mich dafür wieder zur Wahl und hoffe, Euer Vertrauen zu bekommen. Aus
dem schönen Rheinland, genauer gesagt dem kleinen Bassenheim bei Koblenz, hat es mich vor gut 15 Monaten nach Karlsruhe verschlagen. In der
Fachschaft bin ich praktisch seit Beginn meines Studiums aktiv, manche
würden sagen, als Überzeugungstäter: In der Schule habe ich u.a. fünf Jahre lang die
Schülerzeitung als Chefredakteur geleitet, war eine Zeit im Stadtjugendrat in Koblenz aktiv und
habe ein bundesweites Online-Portal mit aufgebaut. Neben meiner Arbeit im Funke-Referat, das ich
vor gut einem Jahr mit Sven zusammen übernommen habe, habe ich zusammen mit Nicolai die letzte
Orientierungsphase organisiert. Außerdem war ich an der Fest-Organisation im letzten Wintersemester
beteiligt und bin seit diesem Semester Mitglied des Rechner-Referats. Ebenfalls seit diesem Semester
sitze ich auch im Fakultätsrat, dem höchsten Gremium unserer Fakultät, in dem wir mit sechs Leuten
vertreten sind. Um dort und auch im Unabhängigen Modell weiter gut unsere Interessen vertreten zu
können, ist es wichtig, dass möglichst viele von Euch wählen gehen. Nur damit sind wir als Fachschaft eine legitime Interessenvertretung aller ETEC-Studenten und können mitentscheiden, wie es
mit Bachelor/Master, den Auslandsprogrammen und dem KIT - um nur ein paar aktuelle Baustellen zu
nennen - weitergeht. Also: Nutzt Eure Chance, gebt Eure Stimme ab!
Fabian Holzer
Semester: 5
#6
Hallo, mein Name ist Fabian Holzer, ich bin 21 Jahre alt und studiere im
mittlerweile fünften Hochschulsemester - übers Fachsemester läßt sich
allerdings streiten ;-) . In der Fachschaft bin ich seit meinem ersten Semester aktiv. Als Bücherreferent halte ich unsere kleine FS-Bibliothek
in Schuss und habe die letzten drei Bücherbörsen organisiert. Im letzten
Jahr war ich bereits in Studienkommission und Fakultätsrat aktiv und
vertrete in diesem Semester die studentischen Interessen in einer Berufungskommission. Trotz allem guten Willen der Fakultät bleibt es im Gebilde Universität leider
nicht aus, dass Probleme auftauchen, die von Seite der Lehrenden oder der Verwaltung nicht gesehen
werden. Als ein Beispiel sei die Weigerung des Studienbüros, Urlaubssemester für Fachpraktika zu
vergeben, was im Kontext der Studiengebühren unverständlich bis absurd erscheint, genannt. Hier
ist es wichtig, dass die Vertreter in den Gremien auch die Legitimation der Studenten haben, um
solchen Themen das nötige Gewicht zu verleihen. Und da kommt Ihr ins Spiel: Nutzt die Unabhängigen
Wahlen, um der Fachschaft den notwendigen Rückhalt zu geben. Wen Ihr wählt, bleibt natürlich Eure
Sache, ich würde gerne meine bisherige Gremienerfahrung nochmal zur Verfügung stellen und kandidiere deswegen als Fachschaftssprecher.
Strömt also in der Wahlwoche fleißig zu den Urnen - und als sportlichen Anreiz: letztes Jahr hatten wir,
dicht gefolgt von den Wiwis, die höchste Wahlbeteiligung und diesen ersten Platz gilt es zu verteidigen.
Wahl 2008
Jochen Schäfer
9
#7
Semester: 1
Hallo zusammen, nachdem ich im Frühjahr im badischen Lahr, aus dessen
Umgebung ich komme, erfolgreich mein Abitur abgeschlossen habe, studiere ich jetzt seit diesem Semester hier in Karlsruhe Elektrotechnik. Schon
immer hat mich die Arbeit der SMV und ähnlicher Gremien interressiert,
doch wurde ich bisher nie aktiv. Jetzt möchte ich das ändern, indem ich
mich konstruktiv an der Arbeit der Fachschaft beteilige. Im Moment helfe
ich die Klausursammlungen zu aktualisieren, damit Ihr demnächst fleißig lernen könnt ;-) Um in Zukunft Eure Meinung gegenüber der Uni vertreten
zu können, habe ich mich zu den Unabhängigen Wahlen aufstellen lassen. Ich zähle auf Euch und
hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung, damit Eure Vertreter ein starkes Mandat haben werden, um die
Zukunft unseres Studiengangs in unser aller Sinne mitgestalten zu können.
Nicolai Hildebrandt
Semester: 3
#8
Hallo, ich heiße Nicolai und studiere im dritten Semester. Natürlich könnte
ich jetzt erzählen, dass ich ursprünglich aus einer westsibirischen Großstadt komme, jedoch in Rastatt das Abi gemacht habe, bevor ich meiner
staatsbürgerlichen Pflicht und dem Vorpraktikum nachgegangen bin. Viel
interessanter dürfte sein, was und wieso ich als Studi so "angestellt"
habe. Nun, zur Fachschaft bin ich eigentlich schon vor Studienbeginn
gekommen, um ein paar wenige, dafür aber umso brennendere Fragen zu klären. Angemessener als eine Beitragsmarke - als Dank dafür - empfand ich später die Fortführung dieser
ehrenamtlichen Arbeit von Studis, die Studis selbst zugute kommt. Zunächst habe ich seit dem ersten
Semester bei verschiedensten Veranstaltungen der FS geholfen, die Campusrundgänge und Öffnungszeiten gemacht (öfters auch in der vorlesungsfreien Zeit). Seit fast zwei Semestern verwalte ich
außerdem als Finanzreferent die Mittel der Fachschaft. Schließlich habe ich zusammen mit Andreas
Wolf die letzte Orientierungsphase organisiert und mit zahlreichen Helfern durchgeführt. Neben dem
Studium, der Fachschaftsarbeit und einem Nebenjob lerne ich am liebsten Sprachen und treibe Sport,
wobei es meistens darum geht - im Team oder "one on one" - einen orangenen Ball in einen aufgehängten "Korb" zu befördern.
Sollten wir als Fachschaftsteam auch bei Dir gepunktet haben, so wäre es toll, wenn Du uns durch
Deine Stimmabgabe oder Mitarbeit unterstützen würdest. Du bist am Ball -- Du hast die Wahl.
Wahl 2008
10
Bingo!
Mit den Wahlen zum Unabhängigen Modell diese
Woche wird eine neue Zeit anbrechen. Jedenfalls wenn es
nach Jens-Matthias Bohli, Jörn Müller-Quade und Stefan
Röhrich vom Europäischen Institut für Systemsicherheit
(E.I.S.S.) unserer Uni geht. Sie haben das so genannte
Bingo-Voting, das dort an zwei Wahlurnen zum Einsatz
kommen soll, entwickelt. Auch wenn der Name anderes
vermuten lässt, es geht nicht darum, das Wahlergebnis
auszuwürfeln. Bingo-Voting bezeichnet viel mehr ein
neuartiges elektronisches Wahlverfahren, das die Vorteile
der Papierwahl mit denen der elektronischen vereinen soll,
ohne jedoch die Nachteile der herkömmlichen Wahlcomputer und -stifte zu übernehmen. Die Grundsätze einer
politischen Wahl, darunter Fälschungssicherheit, Privatheit und Überprüfbarkeit sollen damit besser als beim
parallel verwendeten Papiersystem sichergestellt werden.
Das Verfahren an sich ist komplex und zu mathematisch, um es in einem kurzen Artikel wie diesem in allen
Einzelheiten verständlich darstellen zu können. Trotzdem
möchte ich hier eine kurze Einführung ohne For­meln
geben. Eine kurze Darstellung gibt es auch unter ­www.
bingovoting.de.
Das Bingo-Voting basiert auf der Annahme, dass nur
ein Teil des Wahlcomputers, nämlich der Zufallszahlengenerator, vertrauenswürdig ist. Die übrige Maschine
kann kompromittiert sein, ohne dass dies die Gültigkeit
der Wahl gefährdet. Die Privatheit der Wahl kann dann
allerdings nicht mehr sichergestellt werden.
Vor der Wahl
Das Verfahren läuft so ab, dass vor der Wahl für jeden
Kandidaten eine Liste mit mindestens so vielen Einträgen
erzeugt wird, wie es Wahlberechtigte gibt. Aus diesen
Einträgen werden so genannte Commitments erzeugt, die
veröffentlicht werden. Diese dienen später zur Überprüfung der Korrektheit der Wahl.
Die Wahl
Bei der Wahl selbst wird dem Wähler am Wahlcomputer eine Zufallszahl angezeigt. Diese Wahl wird auf
einem Beleg zusammen mit dem Namen des gewählten
Kandidaten ausgegeben. Um die Privatheit der Wahl zu
gewährleisten, steht zusätzlich für jeden anderen Kandidaten eine sogenannte Dummy-Stimme auf dem Zettel,
die optisch nicht von der eigentlich abgegebenen Stimme
zu unterscheiden ist. Dadurch weiß nur der Wähler selbst,
wem er seine Stimme gegeben hat.
Nach der Wahl
Nach der Wahl werden die Zahl der Stimmen für
jeden Kandidaten, die Belege, die jeder Wähler erhalten
hat, sowie die unbenutzten Commitments (die also nicht
als eine Wahlstimme verwendet wurden) veröffentlicht.
Außerdem wird ein Beweis für die Korrektheit der Wahl
erbracht, beim Bingo-Voting vor allem, dass jedes unbenutzte Commitment auf höchstens einem Beleg verwendet wurde.
Mit diesen Daten kann jeder Wähler überprüfen, ob
seine Stimme korrekt gezählt wurde (indem er seinen
Beleg mit dem öffentlich gemachten vergleicht, zusätzlich
kann er noch die Dummy-Stimmen auf seinem Zettel in
der Liste der ungebrauchten Commitments suchen). Außerdem kann die Korrektheit der Wahl überprüft werden:
Die Anzahl der ungebrauchten Commitments für einen
Kandidaten minus der Zahl der Wahlberechtigten, die
nicht gewählt haben, ist die Stimmenzahl für den Kandidaten.
Andreas Wolf
„Schach matt“
Wahlcomputer – was soll das Ganze? Ein Kommentar
Schöne neue Wahl-Welt. Alles super, alles sicher, alles
elektronisch. So möchte man dem Wahlvolk jedenfalls
an vielen Ecken vorgaukeln. Ob es nun in den bunten
Hochglanzbroschüren von Wahlmaschinen-Herstellern
wie Diebold oder Nedap ist, in diversen Parlamenten, in
denen um die Einführung elektronischer Wahlsysteme
gerungen wird oder an der Uni Karlsruhe, die auch auf
diesem Feld führend sein möchte. So hat es jedenfalls das
StuPa beschlossen, in einer Sitzung, die wohl vielen Anwesenden im Gedächtnis bleiben wird. Unsere Fachschaft
war mit mehreren Leuten vertreten, die sich auch in das
Wahlsystem eingearbeitet hatten, offenbar im Gegensatz
zu vielen Abgeordneten. So waren wir auch unter den
wenigen Leuten, die den beiden Vertretern des EISS, die
das System vorstellten, fundiert Kontra geben konnten.
Warum aber lehnt unsere Fachschaft – nach einstimmig
gefasstem Sitzungsbeschluss – ein elektronisches Wahlsystem ab? Auf der einen Seite hat bisher noch jedes technische Verfahren gravierende Mängel gezeigt. So gelang es
Hackern des Chaos Computer Club im Oktober 2006, auf
einem Wahlcomputer der niederländischen Firma Nedap
ein Schachprogramm zu installieren. Damit war die von
Wahl 2008
der Firma behauptete Sicherheit des Systems dahin. Auch
die Wahlstifte, die für die Bürgerschaftswahl in Hamburg
für 4,5 Millionen Euro angeschafft worden waren, werden
nach langem Gezerre aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt. Die Sicherheit des Bingo-Voting ist bisher noch
nicht überzeugend bewiesen, und die Sicherheit eines solchen Systems lässt sich prinzipiell nicht nachweisen – nur
seine Unsicherheit ließe sich beweisen.
In der Vergangenheit wurden immer wieder angeblich
unknackbare Verfahren überwunden, so z.B. die EnigmaVerschlüsselung der deutschen Wehrmacht oder diverse
Hash-Algorithmen, von deren Verwendung nach Jahrzehnten des praktischen Einsatzes plötzlich abgeraten
wird, weil eine kleine Schwachstelle gefunden wurde. Und
dabei geht es meistens nicht um eine elementare Sache
wie eine demokratische Wahl, die wichtigste Möglichkeit
des Souveräns in einer Demokratie, seiner Meinung Ausdruck zu verleihen, ja, sogar die Legitimationsgrundlage
des demokratischen Systems. Auch Wahlcomputer sind
nach langem Hin und Her auf dem Rückzug, in den Niederlanden, europaweit einer der Vorreiter bei elektronischem Wählen, wurde den Nedap-Geräten die Zulassung
entzogen.
Es ist ja für den durchschnittlichen Wähler ohne
technischen Hintergrund – auch das hat sich auf der
StuPa-Sitzung gezeigt – gar nicht möglich, das System
vollständig zu durchschauen. Damit bleibt es einer kleinen
Elite von Technikfreaks und Mathematikern vorbehalten,
zu verstehen, ob die Wahl sicher abläuft. Und selbst wenn
dieser Nachweis vorher erbracht wird, wie kann ein NichtTechniker sichergehen, dass das geprüfte System und das,
an dem er wählt, gleich funktionieren? Mit vertretbarem
Aufwand in der Regel nicht, wenn es überhaupt möglich
ist.
Demgegenüber bietet das Wahlsystem mit Stift und
11
Papier, das so seit hunderten von Jahren überall auf der
Welt praktiziert wird, eine sehr sichere und nachvollziehbare Möglichkeit, seine Stimme abzugeben, schon weil
es so einfach ist, dass es selbst ein kleines Kind versteht.
Auch die Auszählung ist öffentlich – auch bei unseren
U-Modell-Wahlen –, was es jedem ermöglicht, selbst zu
sehen, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Das System ist
natürlich nicht perfekt, aber das ist auch die Demokratie
nicht und bislang hat noch niemand ein besseres System
gefunden. Elektronische Wahlsysteme sind jedenfalls nicht
die Antwort auf die Probleme, die es mit Papierwahlen –
wenn auch nicht in signifikantem Umfang – unbestreitbar
gibt.
Die bestehenden Mängel des Papiersystems – am
schwerwiegendsten ist hier wohl, dass ein Wähler nicht
überprüfen kann, ob seine Stimme richtig gezählt wurde –
konnte bislang noch kein System beheben, ohne gleichzeitig selbst massive Sicherheitslücken zu haben. Außerdem
ist die kollektive Kontrolle deutlich höher zu bewerten als
die individuelle – und gerade erstere würde mit der Black
Box Wahlcomputer deutlich schwieriger.
Die unnötige Verkomplizierung der Wahl gefährdet
nicht zuletzt auch die Wahl selbst, da viele, die dem System
misstrauen, sich dazu entschließen könnten, ihre Stimme
nicht abzugeben, da sie nicht sichergehen können, dass die
Stimme so gezählt wird, wie sie abgegeben wurde. Auch
wenn das System von Experten überprüft wurde, einer
Sache, die ich selbst sehen und begreifen – im wahrsten
Sinn des Wortes – kann, vertraue ich immer noch mehr als
etwas, das ich nur ansatzweise nachvollziehen kann, weil
mir das Hintergrundwissen fehlt.
Auch wenn der Funke frei von Parteipolitik bleiben
soll, so bleibt mir doch nichts anderes übrig, als einen
Slogan aus dem Bundestagswahlkampf 1957 zu zitieren:
„Keine Experimente!“
Andreas Wolf
„In einem Land vor unserer Zeit“
30 Jahre Unabhängiges Modell
Das Unheil begann im März 1977, als ein erster
Entwurf für die Reform des Landeshochschulgesetzes
(LHG) im Kultusministerium vorgelegt wurde. Neben
Verschärfungen bei den Prüfungsfristen wurde auch die
Finanzhoheit der Verfassten Studentenschaft beschnitten,
was ihre Arbeit de facto von der Zustimmung des Rektors
abhängig gemacht hätte. Die Rechte des Studentenparlaments (StuPa) sollten ebenfalls eingeschränkt werden und
die Verfasste Studentenschaft unter die Rechtsaufsicht des
Rektors gestellt werden.
Bereits diese Einschränkungen hätten die Arbeit des
AStA schwer beeinträchtigt. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Im endgültigen Gesetzentwurf, von der
Landesregierung im August 1977 beschlossen, wurde die
Verfasste Studentenschaft komplett abgeschafft. „Die Studentenschaft als Gliedkörperschaft der Universität wird
aufgehoben. Ihr Vermögen geht an die Universität.“ hieß
es dazu lapidar im Gesetzestext. Es begann eine große
Protestwelle mit Demonstrationen und Vorlesungsboykotten, die aber letztlich die Verabschiedung im Landtag
durch die CDU-Regierungsfraktion am 10. November
nicht verhindern konnten. Die Opposition und selbst der
RCDS, immerhin ja bekannt CDU-nah, hatte sich gegen
die Abschaffung ausgesprochen.
In der Öffentlichkeit war das Bild ebenfalls gespalten.
Die konservativen Medien, darunter die WELT, begrüß-
12
Studentisches
ten die Abschaffung und waren mit ihrer Berichterstattung voll auf Linie der Landesregierung. Andere, wie die
Süddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Rundschau,
berichteten differenzierter und stellten sich teilweise klar
gegen die von Politikern erhobenen Vorwürfe, die ASten
seien ein „Sympathisantensumpf des Terrorismus“, den es
„trockenzulegen“ gelte. Wegen einer entsprechenden Äußerung hat der damalige AStA der Uni KA Strafanzeige
gegen Ministerpräsident Filbinger erstattet.
Parallel zum politischen Ringen zwischen der Landesregierung auf der einen und ASten und Opposition auf der
anderen Seite wurde auch an der Uni basisdemokratisch
gearbeitet. Die Studenten wurden über Flugblätter informiert, was auf sie zurollt – ihre faktische Entmündigung,
obwohl sie nach wie vor die zahlenmäßig größte Gruppe
an den Hochschulen stellen. An vielen Unis, darunter
auch hier in Karlsruhe, fanden Demonstrationen und
Vorlesungsstreiks statt. Als die Entrechtung nicht mehr
aufzuhalten war, wurde eiligst ein von der Uni unabhängiges Modell geschaffen, das nach einigen Reformen bis
heute weiterbesteht.
So weit zur Historie. Doch was lässt sich nach 30 Jahren sagen? Hat sich das U-Modell bewährt oder wäre mit
Verfasster Studierendenschaft alles besser?
So pauschal lässt sich das meiner Meinung nach nicht
sagen. Natürlich hätte eine Verfasste Studierendenschaft,
die die studentische Vertretung in den Uni-Gremien gesetzlich regelt, für uns den Vorteil, nicht mehr vom guten
Willen der Uni-Leitung abhängig zu sein. Aber ich denke,
die Zusammenarbeit zwischen UStA, Fachschaften und
Universität läuft so gut, dass es auf absehbare Zeit dort
keine Probleme geben sollte.
Unser Modell garantiert uns auch eine – nomen est
omen – große Unabhängigkeit von der Uni-Verwaltung.
So hat das Rektorat keinen Zugriff auf die Finanzen des
UStA, anders als bei den ASten in manchen Bundesländern, die strikten Regeln unterworfen sind.
Auf der anderen Seite ist auch in einig AStA-Land
(alle Bundesländer außer BaWü und Bayern) nicht alles
Gold, was glänzt. Seit Jahren werden dort ASten wegen
angeblicher Veruntreuung von Beiträgen mit Prozessen
überzogen, auch wenn sie sich z.B. für den Bau von mehr
Wohnheimen einsetzen – was ja durchaus im Interesse der
Studierenden ist. Sollte also die Verfasste Studierendenschaft in Baden-Württemberg wieder eingeführt werden,
braucht sie sowohl ein allgemeinpolitisches Mandat als
auch Finanzhoheit, sonst ist eine umfassende Interessenvertretung der Studierenden nur schwer möglich – andererseits muss natürlich auch dem Missbrauch vorgebeugt
werden.
Andreas Wolf
Engagiert?
Motiviert?
Zielstrebig?
Dann komm als Referent in den
Unabhängigen Studierendenausschuss!
Für die kommende Amtszeit von Mai 2008 bis April 2009 werden neue Referenten gesucht, die
tatkräftig und aktiv die Campuspolitik mitbestimmen. 7 Referate warten auf eine neue Besetzung:
Vorsitz, Finanzen, Innen, Außen, Sozial, Ökologie und Kultur.
Infos unter:
www.usta.de
Studentisches
13
Uni für Einsteiger 2007
Aber nicht nur das persönliche Gespräch war gefragt.
Um den Studiengang Elektro- und Informationstechnik
ansprechend zu bewerben gab es zahlreiche Exponate
und Vorführungen zu bestaunen. So waren im Audimax
verschiedene Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel eine
Übertragungsstrecke mit Lichtfiltern und neueste Diodentechnik des LTI, Modelle zu Brennstoffzellen vom
IWE und der Benz mitsamt Mitarbeitern vom ITIV, den
ganzen Tag über zur Stelle. Als zusätzliche Highlights war
das NTI mit Prof. Jondral und zwei Mitarbeitern und einigen Exponaten zum Thema „software defined radio“ für
mehrere Stunden anwesend und nicht zuletzt das ITE mit
Prof. Trommer, Frau Frietsch und Herrn Meister, die ihr
Einige von Euch haben es sicher bemerkt: Am Mittwoch, den 21.11. tummelten sich ungewöhnlich viele
junge Menschen rund um Audimax, Mensa und auf dem
restlichen Campus. Genauer genommen tummelten sich
einige hundert Schüler am „Uni-für-Einsteiger“-Tag,
an dem sie Gelegenheit bekamen, die Universität näher
kennen zu lernen.
Dabei bot sich den Schülern ein vielfältiges Angebot
an Veranstaltungen: Vorträge, Führungen, Workshops und
nicht zuletzt zahlreiche Informationsstände, an denen die
Schüler Antworten auf Fragen zum Studium in Karlsruhe
bekamen. Die Nachfrage war groß und so hielten die potentiellen Studienanfänger Fachschaft und Audimax über
viele Stunden hinweg besetzt.
Wer Gelegenheit hatte, das Programmheft zu studieren, fand zahlreiche Vorträge verschiedener Institute, die
sogar für den ein oder anderen Studierenden interessant
gewesen wären. Aber auch die Fachschaft hielt einen
Vortrag mit anschließender Fragerunde im MTI, dem ca.
75 Elektrotechnik-Interessierte folgten. Hier wurde ein
Einblick in das Studium der Elektro- und Informationstechnik in Karlsruhe, den Aufbau des Studiengangs und
Karlsruhe als Studentenstadt gegeben.
autonomes Unmanned Aerial Vehicle (UAV) vorstellten
und sogar fliegen ließen.
Unterstützt durch die zahlreichen Helfer aus den
Instituten und der Fachschaft sowie durch die Hilfe des
Dekanats und des zib, denen an dieser Stelle auch unser
Dank gebührt, konnte die Fakultät für Elektro- und
Informationstechnik bei Uni für Einsteiger attraktiv und
informativ präsent sein und mit vielen guten Ratschlägen
einigen Schülern bei ihren anstehenden Entscheidungen
zur Seite stehen.
Simon Meier
Fo
RECYCLINGPAPIER MIT BLAUEM ENGEL
ISTStudentisches
ÖKOLOGISCH EINDEUTIG VORTEILHAFTER
ALS FRISCHFASERPAPIER.
14
Recyclingpapier
DAS HERSTELLEN VON RECYCLINGPAPIER MIT BLAUEM ENGEL VERMEIDET CO2-EMISSIONEN
UND VERBRAUCHT WEITAUS WENIGER RESSOURCEN ALS FRISCHFASERPAPIER:
7
7
Der ein oder andere wird es vermutlich
500 BLATT
500 BLATT
bemerkt haben: Der Funke kommt seit der
500
BLATT
500 BLATT
letzten Ausgabe auf „Ökopapier“, oder wie
RECYCLINGPAPIER
FRISCHFASERPAPIER
es korrekt heißt Recyclingpapier, daher1. Für
RECYCLINGPAPIER
FRISCHFASERPAPIER
die Klausursammlungen und fast alles andere,
was die Fachschaft druckt, wird schon länger
Recyclingpapier genutzt.
2,8 kg
7,5 kg
HOLZ
ALTPAPIER
ALTPAPIER
HOLZ
7,5 kg
Warum wir jetzt auch den Funken umgestellt 2,8 kg
haben, ist eigentlich schnell gesagt und doch
etwas komplizierter, als es zunächst scheint.
Recyclingpapier bietet gegenüber „weißem“
ENERGIE
10,5 kWh
26,8kWh
kWh
26,8
ENERGIE
10,5 kWh
Frischfaserpapier große ökologische und auch
ökonomische Vorteile. So werden bei der Herstellung im Schnitt 80 % weniger Wasser und
nur die Hälfte an Energie verbraucht (siehe
2,6 kg
CO2-EMISSIONEN
2,22,2kgkg
CO2-EMISSIONEN
2,6 kg
dazu auch die Grafik). In großen Mengen ist
Recyclingpapier zudem günstiger. Der Berliner
Senat setzt inzwischen zu fast 100 % Recyclingpapier ein und spart dadurch pro Jahr über
WASSER
51,1
l l
130,2l l
WASSER
51,1
130,2
200.000 € im Vergleich zu Frischfaserpapier.
Das kommt unter anderem daher, dass der
Ausgangsstoff Altpapier bei uns in großen
Mengen anfällt und nicht wie Zellstoff, aus
dem Frischfaserpapier gemacht wird, teilweise EINSPAREFFEKTE MIT
Auch
die Alltagstauglichkeit von Recyclingpapier ist
RECYCLINGPAPIER:
um die halbe Welt geschifft werden muss. Dieser Zellstoff inzwischen hinreichend bewiesen, z.B. von der Finanz7
MIT 3 BLATT KÖNNEN SIE EINE KANNE KAFFEE KOCHEN.
kommt oft aus Raubbau an Wäldern, beispielsweise in Ka- verwaltung Nordrhein-Westfalen oder der Deutschen Te7
250 BLATT LASSEN IHRE 11-WATT-ENERGIESPARLAMPE MEHR ALS 50 STUNDEN LEUCHTEN.
nada, Finnland, Russland oder einigen südostasiatischen lekom, die seit Jahren große Mengen Recyclingpapier in
7
500 BLATT WASCHEN IHRE WÄSCHE.
Ländern.
Hochleistungsund SO
normalen
Bürodruckern
einsetzen.
EIN DURCHSCHNITTLICHER
PKW
7
1.000 KG RECYCLINGPAPIER
VERMEIDEN
VIEL CO , WIE
2
1 Diese Ausgabe ist nur teilweise auf Recyclingpapier gedruckt, weil wir
AUFnoch
DER FAHRT VON BERLIN NACH PARIS AUSSTÖSST.
Restbestände an weißem Papier haben.
Andreas Wolf
SIE WOLLEN WISSEN, WIE VIEL SIE DURCH DAS VERWENDEN VON RECYCLINGPAPIER SPAREN?
NUTZEN SIE EINFACH UNSEREN NACHHALTIGKEITSRECHNER UNTER 7WWW.PAPIERNETZ.DE
für Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu
„Aber Recyclingpapier ist doch hässlich grau – das
konventionellen Produkten die Umwelt weniger belasten,
will doch keiner sehen!“
So dunkel wie früher ist Recyclingpapier schon lange möglichst wenig Ressourcen bei der Herstellung, beim
DENKEN
EINKAUF
Gebrauch
undDARAN:
der Entsorgung verbrauchen, keine für die
nicht mehr. Mit modernen Verfahren kann sehr
ener-SIE BEIM
RECYCLINGPAPIER
KLIMASCHUTZPAPIER
UmweltIST
oder
die Gesundheit des Menschen schädlichen
giesparend ein großer Teil der Druckfarbe entfernt
werden, wodurch ein helles und trotzdem umwelt- Substanzen enthalten und dabei ihre Funktion in hoher
freundliches Recyclingpapier hergestellt werden kann. Qualität erfüllen.“, so die Jury in einer InformationsEine leichte Färbung des Papiers ist außerdem deutlich Broschüre. Der Blaue Engel garantiert neben umweltaugenfreundlicher als ein großer Kontrast zwischen schonender Produktion auch die Altersbeständigkeit und
gleißend hellem Papier und dunkler Druckfarbe. Unter Kompatibilität zu Druckern und Kopierern.
anderem deswegen sind die meisten Romane auf nicht
komplett gebleichtes Papier gedruckt – bei spannenden „Aber Recyclingpapier macht meinen Drucker/
Büchern will man ja nicht nach ein, zwei Stunden aufhö- Kopierer kaputt.“
Ein leider wohl nicht auszurottendes Vorurteil – beren zu lesen, weil man Kopfschmerzen hat.
reits 1980 (!) hat die Bundesanstalt für Materialprüfung in einer Studie festgestellt, dass Recycling„Was hat es mit dem Blauen Engel auf sich?“
Der Blaue Engel wird von der Jury Umweltzeichen seit papier beim Abrieb in Geräten keine Unterschiede
1977 vergeben. „Der Blaue Engel ist ein Kennzeichen zu Frischfaserpapier aufweist. Die Firma Xerox,
Fragen und Antworten
Studentisches
einer der größten Kopiererhersteller, hat 2002 eine
Studie durchgeführt, die zum gleichen Ergebnis kommt.
Auch große Anwender wie die Deutsche Telekom oder
die DATEV bestätigen, dass Recyclingpapier in ihren
Großdruckern keine Probleme verursacht.
„Holz ist ja ein nachwachsender Rohstoff – wäre es da
nicht besser, das Altpapier zur Energieerzeugung zu
verbrennen und immer neues Papier herzustellen?“
Ganz klar nein. Beim Verbrennen lässt sich auf Grund des
Wirkungsgrades von Kraftwerken nur ca. die Hälfte der
Energie nutzen. Außerdem verbraucht die Herstellung
von neuem Papier mehr Energie als das Recycling, vom
erhöhten Schadstoffausstoß und der Gewässerbelastung
15
durch Chemikalien ganz abgesehen.
„Und wo gibt es Recyclingpapier? Mein Händler hat
keins...“
Leider stimmt das oft – viele Schreibwarenhändler haben
Recyclingpapier komplett aus dem Angebot genommen,
angeblich wegen mangelnder Nachfrage. Aber z.B.
unser UStA bietet an seiner Theke Schreibblöcke und
Druckerpapier an. Auch Karstadt hat umweltfreundliche
Schreibwaren im Angebot. Für größere Mengen (Sammelbestellungen o.ä.) kann man auch auf Versandhändler
wie www.memo.de zurückgreifen. Ansonsten hilft nur
nachfragen, denn wenn Nachfrage da ist, wird auch das
Angebot wachsen.
Bachelor-Onlineanmeldung
Mit dem Wintersemester 2007/2008
startet die Univerwaltung die Onlineanmeldung zu den Prüfungen für die Bachelorstudiengänge. Zwei Studenten aus
der Fachschaft haben sich diesem Thema
einmal angenommen und möchten hier
eine kleine Anleitung zu diesem Verfahren geben.
Der erste Schritt ist die Anmeldung
im Studienbüro. Dort gibt es ein gelbes
Formular, das von dem Studenten einmalig ausgefüllt werden muss. Im besten Fall
kann man sich dann sofort mit den erhaltenen Daten in
den Selbstbedienungsfunktionen des Fricard-Portals für
Prüfungen anmelden. Die Prüfungen sind nach Modulen
geordnet. Nach erfolgter Anmeldung im Internetportal
sucht man sich seine Prüfung aus und wählt diese an.
Es folgt ein kleines Menü in dem man alles bestätigt (in
finaler Version vielleicht auch mit einer TAN) und man
ist angemeldet. Daraufhin können das Sekretariat und
der Prüfer einsehen, wer alles angemeldet ist und mit den
Daten ihre Prüfung vorbereiten.
Dieses System wird sowohl für schriftliche als auch
für mündliche Prüfungen verwendet. Es kann jedoch
sein, dass noch kleine Änderungen eintreten werden, da
es noch nicht final ist. Spätestens in zwei Jahren soll dann
zu einem einheitlichen Hochschulinformationssystem
(HIS) übergegangen sein, das von allen Instituten und
allen Verwaltungsorgangen verwendet wird. Ob sich dadurch auch Veränderungen für die Studierende ergeben ist
noch unklar, aber zu hoffen, da das aktuelle System noch
Verbesserungspotential bietet.
Auch aus diesen Gründen der Unreife des
Systems empfiehlt die Fachschaft, jeden Schritt,
der die Möglichkeit bietet, mit einem Ausdruck
zu belegen. Dafür bietet das Programm an den
wichtigen Stellen eine Möglichkeit, etwa bei erfolgter An- oder Abmeldung.
Dennoch ist die Möglichkeit einer OnlineAnmeldung für alle Studierenden eine super
Sache, weil bequem und von zuhause aus möglich.
Finanziert wurde das Programm mit Hilfe von
Studiengebühren, da eine bessere Betreuungssituation ermöglicht werden soll.
Michael Geiger, Moritz Fischer
16
Studentisches
Erderwärmungsparty Winterfest
Resumée aus Helfersicht
„Kommst Du am Donnerstag, dem 13.12. zum Winterfest?“ „Welches Winterfest?“ „Fachschaft E-Technik.“
„Ich überlegs mir mal… Da ist
doch auch Sportlerparty?!“ „Ja,
aber bei uns ist das Bier billiger,
der Eintritt frei und es gibt
Glühwein und Heiße Liebe!“
„Das sind keine schlechten
Argumente.“
So oder so ähnlich werden
alle Helfer viele Gespräche geführt haben in den Wochen vor
dem Winterfest. Doch niemand
ließ sich frühzeitig entmutigen,
die Helferschar wuchs sogar
immer weiter, je näher das Fest
rückte – seien es die Massen, die
nach der HM-Übungsklausur
plötzlich in der Fachschaft
standen und den Rest des
Tages Palmen ausschnitten
und über die niedlichste Sorte
Pinguine diskutierten oder die
Leute, die sich überzeugen
ließen, Verkaufsschichten zu
übernehmen.
Gänzlich reibungsfrei ver­
lief die Planung natürlich nicht
– aber trotz anfänglicher Kommunikationsprobleme kam es
dann letztendlich doch zur
gelungenen Symbiose der verschiedenen Meinungen, sodass
zum Beispiel ein nachher viel
bewunderter Flyer und die „4
Mädels = 4 Glühwein“-Aktion
durchgesetzt werden konnten –
E-Techniker setzen Maßstäbe.
Besagter Donnerstag selbst
war arbeitsintensiv und ergiebig – pünktlich um 20 Uhr war
der Soundcheck vorbei, die ersten Glühweinbecher konnten
ausgeteilt werden und auch die
letzten Eiszapfen schmückten
die Wände. Die Gäste kamen
und kamen. Die ersten Mädels holten ihren Begrüßungsdrink, lebhaftes Gequatsche schallte weithin und lockte
immer größere Mengen an Volk an. Es wurde um den
Glühweinstand und Feuerschale immer voller – bis um
kurz vor 22 Uhr die Veranstaltung nach drinnen verlegt
wurde.
Alles halb so schlimm, zu
SKA-SKA-SKA-Musik füllte
sich die Tanzfläche und um 23
Uhr war kein Durchkommen
mehr...
Den Rest der Nacht
begeisterten die DJs mit verschiedenen gut durchmischten
Musikstilen die Massen. Von
pogenden Wogen bei Rammstein bis zum Delirium bei
Drum’n’Bass war alles dabei.
Kein Geschmack wurde zu
lange überstrapaziert oder zu
lange unbefriedigt gelassen.
Hut ab an die Musikleute!
Trotz bleibender guter
Stimmung und viel Widerstand seitens der Tanzenden
musste die Feierei gegen viertel
vor drei beendet werden, damit
noch genug Zeit blieb, das
NTI wieder vorlesungs- und
forschungstauglich zu machen.
Mit einem Besen stürzte
man sich todesmutig auf die
Berge von Glassscherben, die
Deko war zum Glück schon
größtenteils von den Gästen
mitgenommen worden und für
die Technik fanden sich Helfer
bereit, diese abzubauen. Die
Fensterscheibe wird uns sicher
wegen der anhaltenden Treue
zum NTI verzeihen, dass sie
etwas Schaden genommen
hat.
Die meisten Helfer sahen
am Freitag nicht viel vom Tageslicht, was sich aber in Anbetracht der geilen Stimmung
am Donnerstag vertreten lässt.
DANKE an alle, die etwas
zu diesem Fest beigetragen haben und an alle tanzwütigen
Gäste!
Maren Arp
Studentisches
17
O-Phase 2007
Jeder von uns wird sie noch in Erinnerung haben, seine O-Phase. Und die, die
sie schon hinter sich haben, freuen sich
jedes Jahr wieder diebisch, wenn Anfang
Oktober Horden von Neu-Studis über
den Campus tapsen und man immer wieder feststellen kann „Wir haben damals
nicht so dumme Fragen gestellt...“ Haben
wir doch, das zu Eurer Beruhigung, liebe
Erstis. Und auch ansonsten kehrt sich
vieles um, wenn man mal im Studium angekommen ist – die diebische Freude über
die Peinlichkeiten, die den „Neuen“ während der O-Phase zugemutet werden zum
Beispiel. So hat man das nicht gesehen,
als man selbst in der Situation war, aber
was uns zugemutet wurde, muss natürlich
weitergegeben werden...
So war es auch
dieses Jahr wieder, als
fast 30 Drittsemester
sich den Frischlingen
annahmen und ihnen
zeigten, was hier an
der Uni wie läuft.
Fast 270 Erstsemester waren es und
damit gut 30 mehr,
als wir nach Meldung
vom
Studienbüro
angenommen hatten
– hier nochmal ein
großes Sorry an alle
Erstis und Tutoren,
die davon betroffen
waren, dass uns das
Info-Material ausgegangen ist und wir eine Gruppe von
über 30 Leuten hatten!
Die Begrüßung im Namen unserer Fakultät übernahm
wieder der bekannte Dr. Schwarz vom Institut für mechatronische Kybernetik, dieses Jahr allerdings zum Prof.
„befördert“ und von Prof. Jondral gespielt.
Nach dem Kennenlernen in den Tutorengruppen und
dem Campusrundgang mit obligatorischem Fachschaftsbesuch gab es am Mittwoch Abend noch die Kneipenrallye, die einen ersten Einblick ins Karlsruher Nachtleben
gegeben hat – wenn man nicht sowieso von hier kommt
oder die Wochen vor der O-Phase genutzt hat. Bei dem
ein oder anderen wurde es wie zu erwarten recht spät,
so dass beim Vortrag zu Fachschaft und Unabhängigem
Modell am Donnerstag Morgen einige
Plätze im MTI frei blieben. Sauerstoff
tanken konnten alle dann wieder bei der
Campus-Rallye, bei der es neben den
aus den letzten Jahren bekannten Stationen wie Kleiderkette und Kamasutra
auch Sackhüpfen und einen Bierlauf zu
absolvieren galt. Erstmalig gab es auch
zwei Spezialaufgaben. Die erste bestand
darin, ein rohes Ei, das wir zur Verfügung
gestellt hatten, gekocht wieder abzuliefern. Dazu musste angegeben werden, wo
und wie es gekocht worden war. Für die
zweite musste ein kleiner Bleistift eines
großen schwedischen Möbelhauses zu
etwas immer wertvollerem eingetauscht
werden. Ein Ei wurde in einem Wok bei
einem unbekannten Asia-Imbiss gekocht, ein anderes in
Glühwein „gekocht“, ohne wirklich Konsistenz zu gewinnen. Aber hier wurden trotzdem durch die Jury Kreativitätspunkte vergeben. Nicht erfolgreich waren dagegen
die Bestechungsversuche durch den Baseballschläger (aus
Schaumstoff ) oder die Erwachsenenmagazine, die eine
Gruppe abgegeben hatte.
Anders als die letzten Jahre gab es dieses Mal statt der
O-Phasen-Party ein Grillfest, um nicht wieder mit den
Partys der Wiwis und der Physiker zu konkurrieren. Alles
in allem war auch das ein großer Erfolg, die Stimmung
super und alles leider viel zu schnell vorbei ;-)
Zu den Exkursionen am Freitag möchte ich gar keine
großen Worte verlieren, zu einigen könnt Ihr auf den
nächsten Seiten noch Berichte lesen. Mehr gibt es schon
zum Prof-Café zu sagen, das wir nach einigen Jahren Pause
wiederbelebt haben. Insgesamt drei Dozenten sind unserer
Einladung gefolgt und haben sich im Chicco di Cafe in
Studentisches
18
der Mensa eingefunden, um unseren
Erstsemestern Berührungsängste zu
nehmen und wertvolle Tipps für ihr
Studium zu geben.
Die O-Phase abgeschlossen hat
der Sport am Samstag, für den wir
uns mit den Fachschaften Mathe/Info,
Geodäsie und MachCiw zusammengetan hatten. Trotz deutlich weniger
Teilnehmern als erwartet war es für
die Erstis eine gute Möglichkeit, auch
andere Leute kennenzulernen, und
alles in allem hatten wir viel Spaß.
Insgesamt war die O-Phase – trotz
viel Arbeit im Vorfeld und dem üblichen Stress für alle Beteiligten – eine
sehr gelungene Sache und wir hoffen,
dass beim nächsten Mal alles mindestens genauso gut
läuft.
Andreas Wolf
O-Phasen-Wandern
Nur fünf Erstis entschlossen sich am letzten Tag der
O-Phase an der Wanderung teilzunehmen. Schnell einigten wir uns auf die Tour im Schwarzwald anstelle einer
der kürzeren Alternativen – wenn schon, denn schon. Mit
der Bahn ging es nach Gernsbach und nach einem kurzen
Rundgang brachte uns ein Bus auf 933 m, wo uns Kälte
empfing. Die weiß gepuderte Landschaft und die Sonne
entschädigten aber für die niedrigen Temperaturen. Wanderführer Nicolai H. leitete uns über einen befestigten
Holzweg durch das beeindruckende Hochmoorgebiet am
Kaltenbronn zu einem Ausssichtsturm. Hier ein Gruppenfoto, dort ein Gruppenfoto und schon begannen wir
mit dem Abstieg, nicht ohne an einem Hüttchen eine
kurze Rast einzulegen.
Auf dem Weg ins Tal trafen wir sogar auf einen
Bilderbuchförster, der selbstverständlich auch mit der
Kamera festgehalten wurde.
In Forbach angekommen ließen wir uns schließlich
wieder von der S-Bahn nach Karlsruhe bringen. Und
wenn die CD mit all den Fotos immer noch herumgeht,
so leben sie noch heute...
Claudia Hößbacher
O-Phasen-Exkursion FZI
Wir trafen uns wie geplant am Durlacher Tor.
Nachdem alle Teilnehmer gekommen waren, machten
wir uns auf zum zehnminütigen Fußmarsch ins FZI,
dem Forschungszentrum Informatik.
An der Pforte wurden wir von einem Doktoranden
empfangen und durch die angrenzende
Abteilung in einen Seminarraum geführt. Dort begrüßte uns unser Dozent,
der Leiter des Forschungsbereichs
„Embedded Systems and Sensors
Engineering“.
Als Einführung bekamen wir einen
allgemeinen Überblick über die Tätigkeitsgebiete des FZI.
Im „Software Engineering“ werden
u.a. Werkzeuge zur Konstruktion von
Software-Systemen entwickelt.
„Information Process Engineering“
beschäftigt sich mit dem strukturierten
Umgang mit Informationen in und
zwischen Unternehmen.
„Intelligent Systems and Production
Engineering“ erforscht Entwicklungs- und Produktionsprozesse und erstellt Methoden zum Umgang damit.
Es wurde uns mitgeteilt, dass wir uns dieses Mal auf
den Bereich „Embedded Systems“ beschränken würden,
da sich die für „Intelligent Systems“ verantwortliche Person entschuldigt hatte.
Eingebettete Systeme werden in allen erdenklichen
technischen Geräten eingesetzt. Eine Hochrechnung
zeigte uns, dass in Deutschland mehrere solcher Systeme
auf eine Person kommen.
Der Vortrag gestaltete sich abwechslungsreich, mit
einigen Highlights wie der Vorführung der seit einiger
Zeit entwickelten Steuer- und Schwenkeinrichtung für
Autoscheinwerfer. Basierend auf einer Computersimulation eines fahrenden Autos passten sich vor unseren Augen
Abblendlichter und Fernlichter dem Straßenverlauf und
Fahrverhalten an.
Als Beispiel für eine
aktuelles Projekt führte
uns ein Diplomand
seine
entwickelte
Messmethode für das
EKG einer im Auto
sitzender Person vor.
Er nahm mit einem am
Stuhl befestigten Sensor das ausgestrahlte
elektrische Feld auf
und filterte das Signal
am Computer.
Nachdem alle unsere weiterführende Fragen beantwortet waren
bekamen wir den von
der Abteilung gedrehten James-Bond-Film
Studentisches
gezeigt. Die Szene zeigte zuerst den echten Daniel Craig,
wie er vergiftet in sein Auto steigt und dort das integrierte
Bordmedizinsystem benutzt
um eine Defibrillation
durchzuführen, wobei er an
der Bedienung des Gerätes
scheitert und erst durch
kommende Hilfe gerettet
wird. Im Anschluss kam die
selbe Szene, wie sie vielleicht
stattgefunden hätte, wenn
Bond das im FZI entwickelte System zu Verfügung
gestanden hätte. In diesem
Film geht Bond erfolgreich
mit dem Gerät um.
Nach diesen beinahe
zwei Stunden Vortrag, Vorführung und Austausch mit uns
Studenten bedankten wir uns für die freundliche Aufnahme und traten den Rückweg zum Durlacher Tor an.
Christoph Reustle
O-Phasen-Exkursion Siemens
Um unsere Erstis an frühe Vorlesungen zu gewöhnen, traf sich die Siemens-Exkursionsgruppe mitten in
der Nacht (um 8:50 Uhr) am Europaplatz. Nach einem
19
Aufwach-Kaffee aus der örtlichen Bäckerei ging es mit der
S5 zu Siemens. Vor Ort wurden wir dann im Schiller-Konferenzraum empfangen.
Statt einer GermanistikVorlesung erwarteten uns
dort unser Betreuer, Herr
Keith, sowie ein Vortrag
über das Unternehmen
und einige SiemensTechnologien und -Produkte. Auch hier hatte
man an uns Studenten
gedacht und Kaffee und
Plätzchen bereitgestellt.
So ein Service wäre
für frühe Vorlesungen
wünschenswert...
Im Vortrag erfuhren wir zuerst einige Daten über das
Unternehmen Siemens im Allgemeinen und den Standort
Karlsruhe im Besonderen. Als nächstes stelle Herr Keith
uns die Entwicklungsgeschichte eines Kfz-Sensors vor.
Dabei war nicht nur die fortschreitende Miniaturisierung
elektronischer Bauteile zusehen, sondern auch der Einsatz
neuer Technologien. So werden Schaltungen mittlerweile
nicht mehr auf einer eigenen Platine, sondern direkt
auf dem Plastikgehäuse der Sensoreinheit aufgebaut.
Auch der Einsatz von mehrlagigen Platinen und SMDBauteilen hat die Gestaltung von Schaltungen maßgeblich
Exkursion ZF-Lenksysteme
Dawn of the Dead... Nein, es haben sich doch nur
ein paar früh aufgestandene Studenten versammelt, um
zusammen eine Werksbesichtigung mit Fachvortrag bei
einem der größten Automobilzulieferer Deutschlands zu
besuchen. ZF-Lenksysteme ist ein durch Koorperation
von Bosch und ZF-Friedrichshafen gegründetes Unternehmen, welches innovative Lenksysteme entwickelt und
produziert. Aus erst rein hydraulischen Lenkungen wurde
zusammen mit Bosch eine der ersten groß eingesetzten
Elektrolenkungen entwickelt. In einem ausführlichen
Vortrag wurden uns die unterschiedlichen Lenksysteme
vorgestellt und durch lustige Animation Vor- und Nachteile dieser nahe gebracht. Die neuesten Generationen ihrer Lenksysteme haben nur wegen gesetzlicher Vorgaben
noch eine mechanische Verbindung zum Lenkrad, welche
aber rein theopraktisch überflüssig ist. Ein Modell hat einen starken Servormotor (ca. 700 W), einen Torsionssensor an der Lenkstange und eine ausgeklügelte Elektronik
welche Aufgaben wie Lenkkraftverstärkung, eine bessere
Dosierung der Verstärkung und andere softwaretechnisch
programmierte Annehmlichkeiten besitzt. Dieses ist mit
der passenden Steuerung und Sensoren (Abstandsmesser,
Kamera), wie in Prototypen schon verbaut, in der Lage,
das Fahrzeug komplett autonom zu steuern. Ein weiteres
Modell basiert zwar auf einer hydraulisch verstärkten
Lenkung, hat aber zusätzlich durch einen über ein Planetengetriebe gekoppelten Servomotor die Möglichkeit
aktiv den Lenkwinkel zu beeinflussen. Somit kann z.B.
geschwindigkeitsabhängig der Lenkausschlag am Rad
geregelt werden. Somit ist beim Einparken kein großes
Gekurbel nötig und man hat bei 320 auf der Autobahn
ein sicheres Steuergefühl. Außerdem bringt diese Technik
die Möglichkeit, Sicherheitfeatures, die ABS, ESP etc.
unterstützen einzubauen. Es wird z.B. bei Seitenwind
oder bei seitlich abschüssiger Straße automatisch gegengelenkt, ohne dass das Eingreifen des Fahrers benötigt
wird. Schnelle Manöver bei rutschiger Fahrbahn können
besser gemeistert werden, weil das Ausbrechen des Wagens ohne fahrerisches Können verhindert werden kann.
Nach dem Vortrag wurde uns ein köstliches Mittagessen
gesponsort. Frisch gestärkt wurden uns dann Einblicke
in die Montage gewährt. Eine ausführliche Führung hat
uns alle Fragen beantwortet und viele neue Erkenntnisse
gebracht.
Adrian Günther
20
Studentisches
beeinflusst. Neben dem Vortrag gab es auch Bauteile zum
Anfassen.
Nach dem Vortrag ging es in die Produktionshallen.
Am Standort Karlsruhe werden unter anderem Platinen
für Industrie-PCs gefertigt. Dazu wurden in einer Halle
mehrere Produktionslinien aufgebaut. In diesen stehen
sowohl alte als auch neue Bestückungsautomaten, die in
sehr hoher Geschwindigkeit Bauteile von Papierrollen
aufnehmen und auf der Platine platzieren. Die Linien selber sind modular aufgebaut, so dass an einem Tag auf der
gleichen Produktionslinie mehrere verschiedene Produkte
erzeugt werden können. So existieren zum Beispiel von
vielen Bauteilen Varianten mit als auch ohne Blei.
An einer anderen Stelle in dieser Produktionshalle
waren mehrere Mitarbeiter damit beschäftigt, einen neuen
Maschinentyp zu testen, den Siemens kaufen will. Dabei
hatten wir die Möglichkeit, ihnen Fragen zu stellen.
Ein weiteres Betätigungsfeld in Karlsruhe ist die Endmontage und der Test von Industrie-PCs. Dabei werden
die fertigen PCs in großen Schränken mehr als 24h lang
Stabilitätstests unterzogen, bevor sie an die Endkunden
ausgeliefert werden.
Als letzte Besichtigungsstation stand der Ausstellungsraum im Programm. Dort gab es eine Übersicht
über Produkte von Siemens. Unter anderem konnten wir
dort dreidimensionale Ultraschallbilder, kameragesteuerte
Qualitätskontrolle in der Flaschenproduktion, Prozessregeltechnik und Fahrzeug-Diagnosesysteme bestaunen.
Den Abschluss der Exkursion bildete das gemeinsame
Mittagessen in der werkseigenen Kantine.
Wir möchten uns auf diesem Weg bei der Firma
Siemens, Herrn Keith, sowie den Exkursionsteilnehmern
bedanken.
Michael Brand, Lukas Erlinghagen
In memoriam Auslandsprogramme
– ein Nachruf ­–
Wie jeder von Euch bestimmt gemerkt hat, tut sich in
der letzten Zeit einiges an der Uni, und von den Umstrukturierungen im Rahmen der Bachelor/Master-Einführung
bei uns und dem Rest Europas bleiben auch die Auslandsprogramme nicht unberührt. Hier kommt noch hinzu, dass
der langjährige Betreuer der Programme, Prof. Kroschel,
nächstes Jahr zum Fraunhofer-Institut wechselt. Ein
Rückblick und Dankeschön soll noch an anderer Stelle folgen, heute möchte ich den Schwerpunkt auf den aktuellen
Stand der Auslandsprogramme unserer Fakulät richten.
Leider fand sich im Frühsommer 2007 niemand unter den Professoren, der Zeit für die Aufgaben als neuer
Betreuer für die Programme übernehmen wollte. Vor
diesem Hintergrund hatte sich damals eine Gruppe von
Fachschaftlern zusammengefunden, die ein Auge auf den
weiteren Verlauf der Betreuersuche werfen wollten. Ziel
war es, den Studierenden im Diplom weiterhin die Teilnahme an den Austauschprogrammen zu ermöglichen.
Dies war der Stand zum Veröffentlichungstermin des
letzten Funken. In der Zwischenzeit kam es aber zu drastischen Veränderungen. Anfangs hat sich an der Situation
nicht sehr viel getan, bis sich im November die Ereignisse
überschlugen. Wir möchten Euch nun kurz einen Überblick zu den Programmen geben.
festzustellen, dass zunehmend weniger deutsche Studierende Gebrauch von dieser Möglichkeit machen. Um die
zusätzliche finanzielle Belastung durch den Aufenthalt in
Deutschland für die polnischen Studierenden so gering
wie möglich zu halten, konnten von der Industrie bisher
Stipendien gewonnen werden, was natürlich mit einem
großen Aufwand verbunden war. Bedauerlicherweise kann
zur Zeit niemand diese Arbeit übernehmen, was im Zusammenspiel mit dem Auslaufen des Diploms zu einem
Ruhen des kooperativen Studienganges führt.
Doppeldiplom mit Danzig
Doppeldiplom mit Grenoble
Um die europäische Integration zu fördern, wurde
vor 10 Jahren diese Kooperation mit der Politechnika
Gdanska ins Leben gerufen. Mittlerweile hat sie ihre Aufgabe in diesem Bereich sehr gut erfüllt und kann auf viele
erfolgreiche Absolventen zurückblicken. Jedoch ist leider
Auch das Doppeldiplom mit Frankreich kann leider
nicht fortgesetzt werden. Hierbei ist ausschlaggebend, dass
das Vorlesungsangebot in Frankreich gerade überarbeitet
und auf Bachelor/Master umgestellt wird. Wir werden
also erst abwarten müssen, wie das dortige Kursprogramm
Singapur
Bei diesem Programm ist persönliches Engagement
besonders entscheidend. Die offizielle Kooperation mit
der National University of Singapore war schon immer
sehr aufwändig, da im Rahmen des Austauschprogramms
besonders die Kontakte sehr persönlich gepflegt werden
wollten. Für diese Arbeit steht im Moment niemand zur
Verfügung. Die Teilnehmerzahlen am direkten Programm
gingen auch hier in den letzten Jahren zurück, was wohl
auch an den sehr hohen Einstiegsvoraussetzungen liegen
dürfte. So scheint ein auf persönlichem Engagement der
Studierenden basierender Austausch möglich, wobei das
offizielle Programm nicht weitergeführt werden wird.
Studentisches
aufgebaut wird, bis man erneut konkrete Pläne für eine
direkte Kooperation umsetzen kann.
Tripartite
Das Tripartite-Programm war nicht nur der wohl
bekannteste, sondern auch ein sehr attraktiver Teil der
Austauschprogramme. Bekanntermaßen besuchten die
Studierenden nach dem ersten Zielort Paris auch Madrid
oder Southampton für jeweils ein Jahr. Dies ermöglichte
innerhalb kurzer Zeit den Einblick in zwei verschiedene
Länder und die Anerkennung der dortigen Leistungen
und Diplomarbeiten hier in Karlsruhe.
Leider ist es für Diplomstudierende nicht mehr möglich, neu in dieses Programm einzusteigen. Dies ist natürlich für alle Studierenden besonders bitter, die extra wegen
solcher Programme nach Karlsruhe gekommen sind. Leider ist dieses Ergebnis auch endgültig, da die Einstellung
des Programms bereits ohne große Rücksprache durch das
Rektorat an die Partner mitgeteilt wurde. Von Seiten der
Professoren fühlte sich zuvor aber auch niemand angesprochen, seine Zeit in die weitere Betreuung des Programms
zu investieren. Ich bedauere dies sehr. Über den Umfang
des nötigen zeitlichen Einsatzes für Tripartite lässt sich
zugegebenermaßen debattieren, da nicht sicher ist, welche
Auswirkungen die anstehende Umstellung an den anderen Hochschulen haben wird und ob es letztendlich nur
eine Umetikettierung der bestehenden Inhalte oder eine
komplette Neustrukturierung sein wird. Vor allem im ersten Fall wäre es dann wohl zumindest möglich gewesen,
das Programm für zwei Jahre weiterzuführen. Aber da
niemand sich bereit fand, es zu probieren, muss das wohl
leider Spekulation bleiben.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es nicht länger möglich ist, in eines der fakultätseigenen Austauschprogramme einzusteigen. Wir bedauern dies zutiefst,
wurden die Programme doch mit viel Aufwand aufgebaut.
Dies wäre ohne das dankenswerte Engagement mancher
Professoren nicht möglich gewesen, und genau wie auch
für die Betreuung schulden wir vielen Stellen hierfür
Dank. Zu Recht wurde auch jahrelang viel Werbung mit
den Programmen gemacht. Es sollte kein Zweifel darin
bestehen, dass dies viele Studierende nach Karlsruhe zog
oder zum Wechsel an unsere Hochschule veranlasste.
Die Alternativen
Aber wir wollen an dieser Stelle auch nicht alles schlecht
reden. Allen Studierenden, die ins Ausland wollen, bietet
sich auch ohne fakultätseigene Programme eine Reihe von
Möglichkeiten, dies zu bewerkstelligen. Genannt seien
an dieser Stelle die intereuropäischen Austausche über
Sokrates und Erasmus, sowie die Studienstipendien von
Fulbright, des DAAD oder das Baden-Württemberg-Programm. In diesem Fall recherchiert am besten im Internet
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etwas vor und kontaktiert dann das Akademische Auslandsamt bzw. die Berater unserer Fakultät, Frau Knörzer
und Herr Sturm. Darüber hinaus kann man sich natürlich
direkt bei Firmen für Praktika bewerben oder eine Reihe
von Hochschulgruppen wie IAESTE, AIESEC und
AEGEE konsultieren, die Praktikumsplätze und andere
Austauschmöglichkeiten vermitteln. In jedem Fall solltet
Ihr Euch frühzeitig über die Möglichkeiten informieren,
da teilweise gewaltige Vorlauffristen für Bewerbungen
beachtet werden müssen. Eine kleine Übersicht werden
wir Euch auch in diesem Semester wieder bei der Veranstaltung „Wege ins Ausland“ vorstellen, die aber noch
separat über Hörsaalansagen und Newsticker auf unserer
Homepage angekündigt werden wird.
Wenn es doch schon so viele Programme gibt, warum
dann das ganze Geschrei mit den fakultätseigenen Auslandsprogrammen? Wozu die Mühe machen, die Kursinhalte abzustimmen, wenn es doch nur wenige Studierende
gibt, die überhaupt Interesse an so einem Progamm zeigen? Haben wir in der Fakultät ETIT nicht schon genug
mit Bachelor/Master, Evaluierung und Akkreditierung,
Berufungen und und und zu tun?
Nun, ganz einfach. Für die Studieren stellen direkte
Kooperationen einen unschlagbaren Vorteil im Bereich
der Anerkennung dar. Bis jetzt ist es in Karlsruhe leider
nicht möglich, auch die Note einer im Ausland im Rahmen von z.B. Erasmus absolvierten Lehrveranstaltung
anzuerkennen. Bei direkten Kooperationen kennt man
das Niveau der anderen Hochschule, kann neben der
Quantität auch die Qualität der dort vom Studierenden
gehörten Vorlesungen beurteilen und entsprechend auch
die dortige Note einstufen. Selbstverständlich sind alleine
schon die Herausforderung des Neuen, die interkulturelle
Erfahrung, die Vertiefung der Fremdsprachenkenntnisse
etc. weit mehr wert als die Zeit, die man glaubt zu verlieren, wenn man für ein halbes oder ganzes Jahr ins Ausland
geht. Aber trotzdem ist und bleibt die Möglichkeit zur
Anerkennung ein für die Studierenden höchst attraktives Merkmal. Die Studierenden haben die Möglichkeit,
innerhalb der Regelstudienzeit zu bleiben und haben so
einen zusätzlichen Anreiz, sich in internationalem Umfeld
zu bewegen. ERASMUS gibt es überall. Direkte Kooperationen? Klingt nicht nur nach etwas besonderem. Die
Fakultät kann damit werben. Andere machen das auch,
man muss nur einmal nach Darmstadt oder München
schauen. Die Ausbildung in Karlsruhe ist hervorragend,
da kann und will ich nichts dagegen aufkommen lassen.
Aber fachliche Qualifikation allein ist heutzutage eben
nicht mehr alles.
Über ERASMUS zu ausgewählten Universitäten?
Gut und schön, aber dann bitte mit der Möglichkeit zu
vollständiger Anerkennung.
Tobias Oesterlein
Fachschaft
geschlossen!
O-Phase fällt leider aus.
Damit das nicht Realität wird,
brauchen wir Verstärkung für
Ohne das Unabhängige Modell könnte das
die Realität hier sein. Aus diesem Grunde
wollen wir anlässlich des 30-jährigen
Jubiläums der Einführung des Unabhängigen
Modells an der Universität Karlsruhe
(TH) und der Abschaffung der Verfassten
Studierendenschaft in Baden-Württemberg,
über die Einführung des Unabhängigen
Modells, den aktuellen Stand und die
möglichen Perspektiven diskutieren.
am 19. November, 19 Uhr c.t.
•Podiumsdiskussion
Projekte
im NTI-Hörsaal der Universität Karlsruhe, Gebäude
30.10, mit anschließendem Sektempfang.
• Referate
Studentisches Engagement.
Ein
• während einer Öffnungszeit
(sieheAuslaufmodell?
Internet)
Komm vorbei
•Näheren
zu einer
Sitzung (jeden
Mittwoch, 18 Uhr,
Informationen
unter www.usta.de/30Jahre
in den Räumen
der Fachschaft)
präsentiert
von

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