Dossier / prix netzhdk

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Dossier / prix netzhdk
Roman Tschäppeler
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Dossier
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August 2014
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Boris Groys, Kulturphilosoph und Medientheoretiker, stellt schon in der Einleitung zu seinem philosophischen Rundumschlag Über das Neue fest:
«Die Zukunft verheisst anscheinend nichts grundsätzlich Neues mehr, vielmehr stellt man sich
eine endlose Abwandlung des bereits Vorhandenen vor.»
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Gar eu!
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Und provoziert:
«In der Tat gibt es in gewissem Sinne nichts Traditionelleres als die Orientierung am Neuen.»
Die kreative Kopie Modemacher, Kulturschaffende und Innovatoren sind unter
Druck. Das nächste Neue jagt das alte Neue. Doch mehr noch, als in die Zukunft zu schauen, müssen
Visionäre die Vergangenheit kennen. Denn das Alte wird in Moden zitiert, auf den Strassen gelebt,
es wird gehört und getragen, auf Blogs bebildert und eingeordnet und in der Boutique bereits kommerziell verkauft, bevor es überhaupt richtig ausformuliert wurde. Und das vermeintlich nächste
grosse Ding steht schon auf der Türschwelle – social trading, bio hacking oder die Gegenbewegung
zum Hipsterism: der Normcore (cool ist, was uncool ist).
Das Proklamieren des Neuen ist besonders in der Konsumgesellschaft und ihrem Sprachrohr, der
Werbung, zu einer Farce geworden. Wie neu ist ein Nassrasierer, der fünf anstatt vier Klingen hat?
Als neu und noch nie dagewesen angepriesene Bestandteile von vermeintlich revolutionären Hautcremen und deren dermatologisch nachgewiesene positive Wirkung sind Parodien des Neuen. Die
Begriffe Neuheit, Trend oder Innovation werden in der Werbung inflationär und irreführend verwendet.
Sie verkommen zu «Plastikwörtern», wie der Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen sie nennt, also zu
Worten, die, in der Fachsprache angewendet, bedeutungsvoll sind, in Massenmedien im gleichen
Wortlaut aber inflationär, falsch oder sinnlos verwendet werden.
Was ist also neu? Für Andreas Reckwitz, Soziologe und Kulturwissenschaftler,
markiert das Neue «das Andere gegenüber dem Gleichen». Und: «Sozial verweist es auf das Abweichende im Unterschied zum Normalen und normativ Erwarteten.» So gesehen erfordert das Neue,
um als solches anerkannt zu werden, einerseits einen Vergleich zum Bestehenden, andererseits die
Entsprechung (oder Herausforderung) des Normativen. Boris Groys illustriert denselben Gedankengang mit dem Beispiel von Marcel Duchamps Mona Lisa mit Schnurrbart (L.H.O.O.Q.) und folgert
daraus: «Jedes Ereignis des Neuen ist im Grunde ein Vergleich von etwas, das bis anhin noch nicht
verglichen wurde.» Schliesslich fügt er lapidar an: «Weil niemandem dieser Vergleich früher in den
Sinn kam.» und meint damit, der bekanntesten gemalten Frau der Welt, der Mona Lisa, einen Schnurrbart hinzuzufügen und damit ein quasi-neues Werk zu schaffen. Eine neue Interpretation zu geben,
ist also das Gleiche, wie ein neues Werk zu schaffen. Die Kulturtechnik dazu heisst: kreativ kopieren.
3
Wenn also kultureller, sozialer und wirtschaftlicher Fortschritt eine Art iterativer Verbesserungsprozess von Bestehendem ist, dann heisst das auch, dass das Rohmaterial für Innovation bereits vorhanden sein muss, dass alles jemals Festgehaltene in seinen Einzelteilen die Grundlage für alles Neue
ist. Mit der kreativen Kopie wird Altes und Bestehendes neu zusammengestellt, adaptiert, gemischt,
persifliert, überschreiben, reduziert, remixed, recycliert, gespiegelt, vergrössert und vom Einzelnen
oder von uns allen als unbekannt und qualitativ neu im Verhältnis zum Alten empfunden.
Ist also das Neue schon da bevor es als solches entdeckt wird? Oder auf zeitlicher Ebene betrachtet:
Kennen wir die Zukunft, wenn wir das Vergangene und Aktuelle genauer studieren und neu kombinieren?
Die Gegenwart der Zukunft «Die Zukunft verliert an Kontur. Bereits die
Vermessung der Gegenwart bereitet den meisten Analytikern zunehmend Schwierigkeiten», stellt der
Journalist und Autor Ralf Grauel fest und verweist auf die wachsende Unmöglichkeit der Trend- und
Zukunftsforscher, überhaupt noch Neues zu beschreiben, bevor es bereits wieder im Archiv der
Vergangenheit verschwunden ist. Hat die Zukunft sprichwörtlich keine Zukunft? Vielleicht erleben wir
in dieser Hinsicht eine Komprimierung der Zeitachse Ursprung und Unendlichkeit: die Vergangenheit
ist nur von der Gegenwart aus beobacht- und kommentierbar. Wenn die Archive, die Bibliotheken, die
Museen oder auch das Internet Zeitmaschinen sind, die uns einen Blick ins Vergangene ermöglichen,
dann sehen wir die Vergangenheit aus dem Blickwinkel, aus dem wir sie betrachten: aus dem Jetzt.
Ähnliches blüht der Zukunft. Auch sie lässt sich nur von der Gegenwart aus beschreiben, denn Zukunft ist zufällig, nicht vorhersehbar. Aber aus dem Heute lassen sich Vermutungen über das Morgen
anstellen.
Roman Tschäppeler (1978) arbeitete erstmals 1998 als Trendforscher, als er in
New York, London und Berlin für seinen damaligen Arbeitgeber nach adaptierbaren Ideen Ausschau
hielt. Nach abgeschlossenem Studium an der Kaospilot School in Dänemark (2003) gründete er sein
Atelier «guzo», in dem er seitdem transmediale Inhalte für verschiedene Kanäle und Kunden konzipiert
und produziert. Primär entwickelt er jedoch eigene Projekte oder Projekte in Co-Autorenschaft. 2008
startete er mit Mikael Krogerus eine mehrteilige Buchreihe, die bisher in über 25 Sprachen übersetzt
wurde: 50 Erfolgsmodelle (The Decision Book), Fragebuch (The Question Book), Die Welt erklärt in
drei Strichen (The Change Book) und Das Testbuch (The Test Book). 2013 schloss er ein Masterstudium an der Zürcher Hochschule für Gestaltung ZHDK im Bereich Design & Trends ab. Seither bearbeitet er die in der Einleitung beschriebene Thematik, unter anderem als Vortragender, Aussteller,
Künstler und Kurator von Vortragsserien.
Pressespiegel guzo, Roman Tschäppeler auf www.guzo.ch
Können wir uns verschiedene Zukünfte ausmalen? Ossip Kurt Flechtheim, eine Art Vater der Trendund Zukunftsforschung, formulierte vor über 40 Jahren einen Antwortversuch: «Der Futurologe, der
die Gegenwart der Zukunft prognostiziert, bereitet nicht nur die Zukunft vor, sondern erhellt auch die
Gegenwart», und fügt an: «Daher ist Zukunft keineswegs ein Nicht-Seiendes, sondern vielmehr ein
Noch-Nicht-Vorhandenes. Sie ist in der Vergangenheit angelegt und im Keim schon Gegebenes.»
Wer sich heute also ausmalt, wie die Gesellschaft, die Wirtschaft, der Luftraum, die Mensch-Maschine-Interaktion oder ganz einfach die Welt in 10 Jahren aussehen könnte, wird erstens selber zum
Mitkonstrukteur der Zukunft. Und zweitens erhellt und kommentiert er die Gegenwart.
combicubes Zentrale Drehscheibe – oder besser gesagt: Drehwürfel – der Auseinandersetzung zwischen Original/Kopie und Vergangenheit/Zukunft von Roman Tschäppeler sind die
combicubes. Diese grossen Schaumstoffwürfel sind mit 222 auseinandergenommenen Trendbegriffen wie crowdsourcing, freemium und urban gardening bedruckt. Sie können wie ein Puzzle zusammengestellt oder wie bei einem Scrabble zu Worten kombiniert werden. Bloss, dass dabei nicht unbedingt wahre, sondern erstaunlich witzige und aufschlussreiche Zukunftsneologismen entstehen.
4
Groys, B. (1992). Über das Neue – Versuch einer Kulturökonomie. München: Carl Hanser Verlag.
Pörksen, U. (1988). Plastikwörter. Die Sprache einer internationalen Diktatur. Stuttgart: Klett-Cotta
Reckwitz, A. (2012). Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung. Berlin: Suhrkamp
Grauel, R. (2007). Das Trend-Kartell. brand eins, 05, 14.
Flechtheim, O.K. (1971). Futurologie: der Kampf um die Zukunft. Köln: Wissenschaft und Politik
5
Kreative Kopien und Referenztechniken
das ist
das ist ein zitat von dir
ode r mir?
neu
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daimler benz’ 1. auto
ford
model t
leseband aus bergbau
remix
PRE- Mix
PRO- Mix
POST-Mix
INTER -Mix
TrAN S-Mi x
RETR O-M ix
NEO- Mix
MACR O-M Ix
MONO -Mix
MULT I-Mix
remix
Mix-tur e
Mix-men t
Mix-olo gy
Mix-ono my
Mix-ops y
Mix-ogm ay
Mix-atio n
Mix-duc ation
Mix-man ia
Mix-ism
microfinance
(grameen 1983)
g eg enwärtig es)
domänentransf er
regio nale
airpo rts
(ab 195o er)
profanität
pia no
valorisierung
(1397)
abc
(v. chr .)
loc k- in
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buc hd ru ck mit
bew egl ich en let ter n
multitouch
desig n tasch entechnology
rech ner brau n
(N. mehta 1982)
(1977 )
long tail
(2004)
qw ert y
(1878)
”one size
fits all”
(
crossselling
(MC donald’s)
schwed enkrimi
(1965)
6
dogme 95
ser iali tät
glob alis ieru ng
Forb rydelsen - Komm issar in Lund
(2007 )
(so uth wester n 1967 )
intensität)
proprietärer
apple-kosmos
ipho ne (2007)
bil lig -a irl ine s
zeitreife
telefon
sim plif izie run g
kollektivie rung)
crowd fun ding (200 6)
formel für die kreative kopie?
( archiviertes
one click
buyin g (199 9)
(individual isierung
predigt (v. chr.)
pap ier (10 0 n. chr .)
einzelstemp el (undatierba r)
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Das Remix-Modell: Wer die Zukunft erfinden will,
bedient sich der Vergangenheit.
Das Modell zeigt Kopiertechniken und Resultate davon im Überblick.
innovativ
Persiflieren
Andy Warhol
Brazil (Satire-Film)
Customzing
Adbusting
Facebook
Anpassung eines
Produkts an Kunden
Crossover
The Grey Album
(Danger Mouse)
Pastiche
Kunst aufräumen (Wehrli)
Sampeln
Sweding
Hipster
Re-tweeten
Customizing
Vergrössern
Verkleinern
Paraphrasieren
Kompendium
Zitieren
Multitouch iPhone
(Original Kent Stumpe)
Pastiness hinzufügen
Karaoke
Copy&Paste
Ebenbild
Duplizieren
Layering
Fountain (Duchamp)
Die Kunst, aufzuräumen (Wehrli)
Synchronisieren
Generika
Faksimile
Emulieren
Verkleiden
Multi-Mixing
Stylisieren
Übersetzen
Modifizieren
Travestie
fern vom Original
nah am Original
Collagieren
L.H.O.O.Q. (Duchamp)
Hommage
Cover-Version
Cut-Up
Bricollage
Instagram
(Film)
Emulieren
Umstellen
Ersetzen
Analogisieren
Digitalisieren
Drabbels
Chopping
Transformieren
Re-making
Axolotl Roadkill
Tarnen
Mashup
Zwei oder mehr Inhalte
ergeben zusammen
etwas Neues
Pastiche
Künstlerische Arbeit, die
das Werk eines Dritten
zitiert, kopiert, parodiert
Z. B. digitales Bild
ausdrucken
Plagiieren
Sweding
Mimikry
Guttenbergs Promotion
Nachbilden; z.B. die
Funktion eines nicht
mehr verfügbaren
Computersystems durch
ein neues nachbilden
Analogisieren
Von Laien nachgestellter
Blockbuster-Film
Recyclen
The Artist (Film)
Importieren
Formatieren
Pointiert nacherzählte
Geschichte aus genau
100 Wörtern
Kill Bill (Tarantino)
Obama - Hope
(Shepard Fairey)
Synthesizer Apps
Drabbels
Fusion Küche
Karikieren
Spiegeln
Bewusst herbeigeführte
Verschleißerscheinung,
zum Beispiel bei Jeans
Mashup
Parodieren
Beispiele
The Artist
Pastiness hinzufügen
Design iPhone
(Original Braun
Taschenrechner)
Techniken
Version
Nicht das Drehbuch ist
eine Kopie, sondern die
Machart
g o o g l e+
Imitieren
go o gle+
Backup
Original: Facebook
Facebook
adaptiv
8
Original: classmates.com
9
Field of Excellence
Remix – Demix Video: http://bit.ly/1qJWdof
Entwicklung Theorie und Prototyp combicubes Januar 2012 bis Juni 2013
Trends
Alea
iacta
est
1
Roman Tschäppeler
REMIX/DEMIX
Die Kopie der Kopie der Kopie – gibt es das Original,
das Neue? Und falls ja: Wo fängt es an? Aus diesen Fragen entstand ein spielerisches Remix-Werkzeug für Zukunftsgestalter,
bestehend aus 40 Bauklötzen und 222 Worten, die zu neuartigen
Zukünften gemischt werden können.
1
10
Gerade eingetroffen: Die Zukunft.
ativ e ko pie?
for mel für die kre
profanität
( arch iviertes
g eg enwärti g es)
dom änen tran sfer
valo risie rung
zeitr eife
(
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Keynotes 2013/12/09 Innovation Session
Vortrag vor 400 Entscheidungsträgern aus der Schweizer Privatwirtschaft.
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13
Story 2023 Folgende Bilder und Zukunftszenarien entwickelte und formulierte Tschäppeler für Story 2023, eine trans-media competition von swissnex San Francisco, Staatssekretariat für
Bildung, Forschung und Innovation, unterstützt durch die Gebert Rüf Stiftung, Pro Helvetia und
Swisscom. Dabei erreichte Tschäppeler den 2. Platz und präsentierte seine Arbeit am X Media Lab
Switzerland «Transmedia» am 27. September 2013 in Lausanne. u.a. vor Alex McDowell (Narrative
designer für Minority Report, Fight Club), Lucy McRae Body Architect (Fast Company’s «50 people
shaping the future») und Ingrid Kopp (Director of Digital Initiatives des Tribeca Film Institute).
[MORAL·MANIA·CLASH]
In 2023 the Vatican releases a modified version of the 10 commandments.
Following a harsh debate the Catholic Church divides into a liberal and a conservative branch.
«This is the only project that provides us with interactivity and engagement, and extends in
the actual world. It also conjures up real thinking about the future. In a way, it reminds me of
Eno’s oblique strategy. This is brilliant. High marks all around.»
Kommentar des Jurymitglieds Drew Beam (Creative Director Freerange Studio) zu Tschäppeler’s Arbeit.
[POST·POLITICS·STRATEGY]
In 2023 Switzerland turns its back on Europe and joins forces with Norway, Singapor
and the Cayman Islands to form a new economy based Union.
[COMPULSIVE·HEALTH·OCRACY]
In 2023 the State of California bans sugar, saturated fat and additives for underage persons.
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[MICRO·POWER·EXCESS]
[HEAVY·DRONE·ONOMY]
In 2023 FedEx airmail is delivered by quadrocopter-drones in the Bay Area.
In 2023 the end of nuclear power plants in Europe is a done deal. This leads to a dramatic rise
in private hydro, solar and wind power plants on rooftops and in backyards.
And: Pizza Hut prototypes a fully automatic drone delivery system.
[HOLLYWOOD·DE·BALANCE]
In 2023 for the first time movies from outside the U.S. have a greater market share
than Hollywood productions.
[OUTDOOR·SPORT·DESIGN]
The International Olympic Committee (IOC) announces 5 new sport disciplines which will debut at the 2028
Summer Olympic Games in Baku. All five of them have been invented and designed by Red Bull.
Zukunfat uf
twitternw.
ww ix.
em
remixdm
co
Human Centered Design Für die Abteilung Human Centered Design (HCD)
der Swisscom adaptierte und lizenzierte Tschäppeler im Oktober 2013 ein komplettes combicube
set. Dieses wird bei der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen in den Entwicklungsprozess miteinbezogen.
«Es sind Möbelstücke, die Geschichten erzählen können. Es sind Sitzwürfel und
Wurfgeschosse. Es ist ein vielseitiges Kombinationswerkzeug, funktionierende Inspiration.
Es simuliert Zufall, und suggeriert Absicht. Die Arbeit von Roman Tschäppeler ist
Kunstdesign in Anwendung.»
Karin Hilzinger, Swisscom HCD
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COPY PASTE – Einzelausstellung Im Diktat des Fortschritts entsteht
laufend Neues – neue Waschmittel, neue Autos, neue Subkulturen, neue Kunst, neue Theorien. Doch
irgendwie ahnt man: Das ist alles schon mal dagewesen. Wir bedienen uns im Archiv des Vergangenen und kombinieren kreativ Innovationen. Die Kopie der Kopie der Kopie – wie neu kann Zukunft
überhaupt sein?
«Tschäppeler machte in der Stadt Biel, die sich auch gerne als «Stadt der Zukunft» verkauft,
die Probe aufs Exempel. 10 Orte suchte er in der Kleinmetropole auf, stellte seine grossen
Würfel in Szene, fotografierte und beschrieb auf Grossplakaten fiktive Zukunftsszenarien –
von provokativ bis gar nicht so abwegig. Biel im Jahre 2024? Die Stadtparteien prüfen aus
Spargründen die Einführung des Uni-Lingualismus. Oder: Das umstrittene Expo-Gelände am
wird zum Mikro-Freihandelquartier umgezont. Ein weiteres Beispiel: Der Bieler Zouk während
des Ramadans landet auf den Titelseiten der grössten europäischen Zeitungen. Aufmerksam
beobachtet Tschäppeler seine Wohn- und Arbeitsstadt. Liebevoll bis bissig stellt er sie mit
diesen Bildern in die Zukunft.»
Auszüge aus dem Pressetext
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21
24
Kultur
Kultur
Bieler Tagblatt, Freitag, 6. Juni
Bieler
2014Tagblatt, Freitag, 6. Juni 2014
ukunft
Die Zukunft
erwürfeln
erwürfeln
Grotesk und Grotesk und
schillernd
schillernd
Wie entsteht
«Copy-Paste»
Zukunft?
Wie
Genauer:
entsteht
Wie
Zukunft?
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Zukünfte?
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Das Szenario: «Das Regiotram
wird 2016 vom Volk definitiv abgelehnt. Als Alternative dazu wird
2024 das längste Rollband der
Welt vom Zentralplatz bis zu den
Stades de Bienne in Betrieb genommen.» Der Überbegriff dazu:
Urban De-Vehicle-ing.
Oder: «Das Projekt Agglolac
trägt ab 2024 den Übernamen
‹Little Singapore›: Geplant ist das
erste steuerfreie Micro-Freihandelsquartier Europas.» Der Überbegriff dazu: Micro-Free-Onomy.
Ist das bloss regionale Zukunftsmusik, Phantasterei, in
zeitgeistig-wohlklingende Worthülsen verpackt? Gewiss. Doch
Roman Tschäppeler kontert: Man
nehme das Beispiel «Social Media». Die Begriffe «social» und
«media» gibt es schon lange, doch
erst seit wenigen Jahren, nämlich
seit der Existenz der sozialen Medien, haben wir einen Begriff davon, was sie in ihrer Kombination
bedeuten.
Das ist, vereinfacht gesagt, das
Prinzip von Tschäppelers Ausstellung «Copy-Paste», die morgen im Espace Libre des Centre
Pasquart startet.
Scrabble in 3D
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neue Beit mögliersinnen.
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Die Ausstellung besteht aus zahlreichen Würfeln, die auf jeder
Seite mit Fetzen von (englischen)
Schlagwort-Begriffen bedruckt
sind. Hinzu kommen einige Würfel mit spezifisch auf Biel zugeschnittenen Inhalten. Ç’est tout –
und schon kann das Spiel beginnen. Die Besucher können die
Würfel neu anordnen, neue Begriffe erfinden und damit mögliche Zukunftsszenarien ersinnen.
Was wohl ein Mensch in den
70er-Jahren geantwortet hätte,
wenn er um eine Interpretation
des Begriffs «urban gardening»
gebeten worden wäre? Eben. Genauso lassen sich mögliche Zukünfte denken, nicht zwingend
ausgehend von absehbaren Entwicklungen, sondern eben durch
neuartige Kombinationen von
Begriffen und Wortfetzen. Mit der
Installation
«Combicubes»
lassen Roman
Roman Tschäppeler,
Zukunftswürfler,
in den Tschäppeler,
Elementen seiner
Installation. in den Elementen seiner Installation.
Zukunftswürfler,
Olivier Gresset
sich Zukünfte erwürfeln, es ist
eine Art Scrabble in 3D – Wörter,
– doch
ihre Kombination
die
heute Neues,
noch keinen
Sinn
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DageweNeues,Entwicklung,
noch nie Dagewesteht jegliche
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jegliche
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versteht. Roman
Tschäppeversteht. Roman
che Innovation
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Innovation
darin,ermöglicht.
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an der Hoch-zu des zu nehmen, umzuwerten, zu
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(sich
auf mehrere
Autoren
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Einzelstempel)
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Neue
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Nein,
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vereinfachtfürausgedrückt
Druckpresse
seien
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Antwort,
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bekannt
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bekannt
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weist er auf den
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Kulturwenn
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geben
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Neue
Vielmehr
als etwas
be- Neues
geben kann.
Vielmehr
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Rahmenprogramm
Am 10. Juni, 18 Uhr:
• Roman Tschäppeler behauptet, dass man nur Altes im
Neuen findet
• Detlef Gürtler (GDI) beweist,
dass sich Zukunft wiederholt
• Franziska Schutzbach (Gender
Studies Uni Basel) sagt, warum
niemand unabhängig ist
Am 17. Juni, 18 Uhr:
• Karin Hilzinger (Swisscom) argumentiert, dass man Arbeitsräume mit Zitaten aus der Vergangenheit bebildern soll
• Simon Lüthi (Architekt) erzählt, was in unserem Land aus
Sicht eines Architekten bewahrt
werden sollte
• Marc Kaufmann (DJ Ilarius)
zeigt, wie alte Musik in neue
Musik kommt
Am 20. Juni, 18 Uhr:
• Mikael Krogerus (Autor) führt
alle modernen schwedischen
Kriminalromane auf einen einzigen realen Mord zurück
• Simon Baumann (Filmemacher) erstellt eine Liste mit den
Zutaten des Schweizer Dokumentarfilms
• Olivier Rossel (pixelpunk.ch)
gibt Einblick in seine Sammlung an Denkabfall, aus der er
tg
neue Kunst produziert
Info: Ausstellung im Espace Libre
des Centre Pasquart vom 7. bis
20. Juni, Di 18–21 Uhr, Mi–Fr
14–18 Uhr, Sa/So 11–18 Uhr.
technik des kreativen Kopierens,
von Copy/Paste und Remix/Demix hin, und er macht deutlich,
wie stark wir uns «in einer aus sich
selber aufbauenden Kultur befinden», wie er schreibt. Beispiele dafür werden in Referaten erläutert
(siehe Infobox). Breit bekannt
dürfte die Technik des Samplings
sein, auf die DJ und Produzent Ilarius eingehen wird. Dass sich Musiker stark auf bereits Vorhandenes
Olivier
Gresset
berufen, ist aber nicht erst
seit
dem
Hip-Hop so. Kirby Ferguson wies
dies etwa auch für das Werk Bob
–Dylans
doch ihre
Kombination habe ab
nach.
1440
den Buchdruck ermöglicht.
Zukunftsforschung
ist also
auch Zukunftsgestaltung. Wer
«Absage
an dasist
Genie»
weiss, vielleicht
es tatsächlich
«Alles
baut schon
aufso
etwas
in einigen
Jahren
weit,auf»,
und
sagt
Tschäppeler, undsendet
in seinerunter
Ar«TeleBielingue»
beit
findet
sich der«Google
Begriff der
«Abdem
Stichwort
powered
sage
an das Genie».
Mit solchen
information
crowd sourcing»
tatGedanken,
die
sichTV-Station
in Tschäppesächlich als
erste
mitlers
manifestieren,
tels Installation
Google-Algorithmus
nur
geht
eine aus
Entmystifizierung
nochalso
Inhalte
lokalen sozialen
Graden
der
Schlagworte Neu!Tobias
Innovation!
Medien.
Einzigartig! einher. Tschäppeler
Link:eswww.bielertagblatt.ch
geht
aber mitnichten um eine
BeispieleHaltung.
von möglichen
destruktive
Vielmehr
BielererZukünften.
weist
auf den Wert der Kultur-
Cindy Sherman umfassend in
Zürich zu sehen. «Cindy
Sherman – Untitled Horrors»
Rahmenprogramm
heisst die grotesk-schillernde
Am
10. Juni, 18 im
Uhr:Kunsthaus.
Retrospektive
• Roman Tschäppeler behaupDiedass
Ausstellung
110imWerken
tet,
man nurmit
Altes
Cindy findet
Shermans (*1954) ist anNeuen
• ders
Detlef
(GDI) beweist,
alsGürtler
vorangegangene,
anders
dass
sich Zukunft
wiederholt
vor allem
als die vor
zwei Jahren
• durch
Franziska
Schutzbach
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• entstanden,
in denen
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Arbeiten
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der Identitätswechsel
sind im
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hier liegt das Interesse weniger in
der Variation denn in der Transformation,
was zunehmend
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für grundlegende Identitäts- und
Link:
www.bielertagblatt.ch
Daseinsfragen.
Beispiele von
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Gespinste,
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Apparaturen und Erbrochenes verweben sich mit Körperteilen und fördern in schillernder
Farbigkeit eine geradezu aufbegehrende Schönheit im Hässlichen zu Tage. Die unkonventio-
Zürich Erstmals ist das
abgründige Werk der
amerikanischen Künstlerin
Cindy Sherman umfassend in
Zürich zu sehen. «Cindy
Sherman – Untitled Horrors»
heisst die grotesk-schillernde
Retrospektive im Kunsthaus.
Die Ausstellung mit 110 Werken
Cindy Shermans (*1954) ist anders als vorangegangene, anders
vor allem als die vor zwei Jahren
durch Amerika tourende Überblicksausstellung, in der Bedrohliches weitgehend ausgeblendet
wurde. Ekel, Schrecken, Krieg,
Tod und Vergewaltigung – den alltäglichen Horror eben – rückte
Mirjam Varadinis, Kuratorin der
Zürcher Ausstellung, bewusst ins
Zentrum.
Zudem sind früheste, kaum je
gezeigte Arbeiten der preisgekrönten Meisterin der Verwandlung und der inszenierten Fotografie nach Zürich gekommen. Es
sind Arbeiten, die noch vor den
berühmten «Untitled Film Stills»
entstanden, in denen Sherman
Effekte des Film Noir subtil abwandelte und damit Ende der
70er-Jahre für Aufsehen sorgte.
Konzeptuelles Entwickeln
Zu den frühesten Arbeiten gehört
die Serie «Bus Riders» (1976), in
der Sherman in die Rolle alltäglicher Fahrgäste, Männer wie
Frauen, schlüpfte. Das Kabel des
Selbstauslösers ist im Bild, das
Making-of gleichsam noch sichtbar. Der Prozess des konzeptuellen Entwickelns, die Nähe zur
Performance, das Rollenspiel und
der Identitätswechsel sind im
Frühwerk bereits angelegt. Schon
hier liegt das Interesse weniger in
der Variation denn in der Transformation, was zunehmend zu einer Verflüssigung und Auflösung
von Identität führen wird. Und
da ist bereits dieses offen gehaltene erzählerische Element, das
bis heute wirksam ist.
Die gelungene Schau ist anders:
Aufgebrochen ist die gängige Vorgabe einer chronologischen Hängung. Aufgebrochen sind die einzelnen Werkserien, stattdessen
gehen die vereinzelten Werke
über Themen, Formate, technische Belange und Zeiträume hinweg ständig neue Bildkombinationen ein.
Ekelerregend schön
Genauso wenig wie Verortung
möglich ist, genauso stark entzieht sich alles einer greifbaren
Identifizierung. Sherman nutzt
das Medium der Fotografie und
ihren eigenen Körper, der zunehmend durch Attrappen, Prothesen, Anatomiemodelle und Puppentorsi ersetzt wird, als Material
für grundlegende Identitäts- und
Daseinsfragen.
Schimmlige Gespinste, technische Apparaturen und Erbrochenes verweben sich mit Körperteilen und fördern in schillernder
Farbigkeit eine geradezu aufbegehrende Schönheit im Hässlichen zu Tage. Die unkonventio-
23
Das Projekt AGGLOlac trägt ab 2024 den Übernamen «Little
Singapore»: Geplant ist das erste steuerfreie Micro-Freihandelsquartier Europas.
TeleBielingue ist 2024 der erste TV-Sender, der mittels einem
ausgeklügelten Such-Algorithmus von Google nur noch Inhalte
aus lokalen sozialen Medien sendet.
Natural Artifical Meat besteht aus echten Muskelfasern, entsteht aber künstlich – ohne Co2-Emissionen und industrielle
Tierhaltung. 2024 entschliesst sich die EU und die USA, es
zuzulassen. In der Schweiz spalten sich die Geister. Biel wird
zum Testmarkt.
Als Massnahme gegen die wachsende Fremdenfeindlichkeit
und Islamangst lanciert das Stadtmarketing 2024 neben dem
traditionellen Weihnachtsmarkt einen Zouk während des
Ramadan. Das Medienecho ist gewaltig.
Curating Begleitet wurde COPY PASTE von einer Vortragsserie mit streitbaren und unterhaltsamen Beiträgen. Mit dabei waren neun Vortragende, unter anderem der Zukunftsforscher Detlef
Gürtler (Chefredaktor GDI Impuls, Gottlieb Duttweiler Institute), DJ & Producer Ilarius (SRF3, Hidden
Treasures), der Filmemacher Simon Baumann (Image Problem, Zum Beispiel Suberg), der Journalist
Mikael Krogerus (über den wichtigsten Copy Kill Schwedens), der Heimatschützer Simon Lüthi und
die Genderforscherin Franziska Schutzbach (über Geburt und Kapitalismus).
Sie alle erzählten aus ihrer fachlichen Perspektive, wie sie kreativ kopieren und wo Altes im Neuen
zu finden ist.
Der Stadtrat beschliesst 2024 aus Spardruck, die Schalteröffnungszeiten zu halbieren. Als Kompensation wird der E-Schalter um vier weitere Amtssprachen erweitert. Die glp, SVP und
FDP ziehen das Postulat zurück, die Einführung des Uni-Lingualismus zu prüfen.
29
Postcards from the future Einige fiktive Zukunftsszenarien der Stadt Biel
von COPY PASTE wurden im typischen Postkarten-Look produziert und in Ständern an «touristischen»
Orten platziert. Video: http://bit.ly/1txwT6n
er Zukunft.
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DE–GREEN–ING Unter dem zunehmenden
Dichtestress wird ab 2024 sehr laut und äusserst
heftig diskutiert, ob der Wald am gesamten Seehang
neu eingezont werden soll. Investoren aus Brasilien
stehen in den Startlöchern.
Roman Tschäppeler (Foto und Cubes) / Sven Weber (Gestaltung)
Mehr Zukunftsbilder auf www.copy-paste.ch
30
Zukunft.
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Zukunft.
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RE–REAL–ISM Die Stadt Biel erhält 2024 zum
zweiten Mal den Wakkerpreis. Viele Bauten der
vergangenen 20 Jahre – darunter das AJZ, die
Esplanade und der neue Anbau des Kongresshauses –
finden unter der Bezeichnung «Bieler Re-Realismus»
Eingang in die Fachliteratur.
URBAN–DE–VEHICLE–ING Das RegioTram wird 2016 vom Volk definitiv abgelehnt. Als
Alternative wird 2024 das längste Rollband der Welt
vom Zentralplatz bis zu den Stades de Bienne in
Betrieb genommen.
Roman Tschäppeler (Foto und Cubes) / Sven Weber (Gestaltung)
32
Roman Tschäppeler (Foto und Cubes) / Sven Weber (Gestaltung)
Mehr Zukunftsbilder auf www.copy-paste.ch
Mehr Zukunftsbilder auf www.copy-paste.ch
Ausblick The Future of Failed States: Als gescheiterter Staat (failed state) wird ein Staat
bezeichnet, der seine grundlegenden Funktionen nicht mehr erfüllen kann. Was, wenn sich in Somalia, Afghanistan, Syrien, Haiti oder in der Westbank die Gegenwart wiederholt und der Teufelskreis
des Stillstandes bestehen bleibt? Kann man sich die Zukunft dieser Staaten überhaupt anders vorstellen anstatt als Pulverfass? Dieser Frage möchte Tschäppeler nachgehen, nach Möglichkeit vor
Ort. Die Projektierung und Ausgestaltung ist in Entstehung.
[ANTI·ANARCHY·DEVICE]
In 2023 the United Nations distribute two millions solar mobile phones in the failed state of Somalia
– to install mini-networks and grassroot civil societies. The press calls those phones «Anti-Anarchy-Devices».
g
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Co .
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(Original Picture: T. Krug in Mogadishu / Creative Commons Remix: S. Weber / R. Tschäppeler)
[DE·OCCUPY·ING]
In 2023 Sacha Baron Cohen, newly elected Isreali minister of external affairs,
tears down parts of the West Bank Wall.
(Original Picture: L. Nessan / Creative Commons Remix: S. Weber / R. Tschäppeler)
35
Andere Projekte guzo, Roman Tschäppeler / www.guzo.ch
Eigene Projekte, ohne Bezug zu Remix/Demix, Copy/Paste, combicubes
Ivo Adam
Alt, aberr
imme
noch
wie neu!
Männer am Meer
SEIT 2006
SEIT 2003
Das ist ein Test.
Sie haben dieses Buch mit der
linken Hand zuerst angefasst.
Sie haben dieses Buch mit der
rechten Hand zuerst angefasst.
Sie haben dieses Buch noch
nicht angefasst.
In diesem Buch erfahren Sie was dieser und 65
andere Tests über Sie und Ihr Leben aussagen.
KEIN & ABER
KUFA Kulturfabrik Lyss
SEIT 1998
Männer am Meer
Band zwischen Kunst und Kommerz.Komponist, Produzent
und Sänger. www.maennerammeer.ch
POURBOIRE
Das Testbuch
Das vierte Buch in der Werkserie mit Mikael Krogerus.
Erscheint im Oktober 2014 in zehn Sprachen.
www.the-test-book.com (coming soon)
Ohne Rolf in China
Entwicklung eines dokumentarischen Künstlerportraits des
Duos Ohne Rolf (Christof Wolfisberg und Jonas Anderhub).
Dreharbeiten Juni bis November 2014. www.ohnerolf.ch
Die Welt erklärt in drei Strichen
The Change Book
50 Erfolgsmodelle
The Decision Book
SEIT 2011
SEIT 2008
2005 – 2007
Was sage
ich beim Sex
und was bes
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Pourboire
Konzeption und Durchführung einer jährlichen Spendensammelaktion. «Trinkgeld für Trinkwasser». 2005 im
Alleingang, 2006 und 2007 im Mandat der Helvetas,
Zürich.
Die Welt erklärt in drei Strichen
Bühnenshow mit einer alten Kreidetafel. Mikael Krogerus
und Roman Tschäppeler erklären Theorie in ihrer praktischsten Form. 100 Autritte von TEDx bis Humorfestival
Arosa. www.rtmk.ch
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zu vermeide
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Buchhand
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K EIN & ABER
KUFA
Gründer der Kulturfabrik KUFA Lyss (1998). Nach Abriss
2007 Konzeption und Planung Betrieb des Neubaus im
Mandat des Trägervereins. Neueröffnung 2010.
www.kufa.ch
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Werbemittel-Nr
.: 50227
Ivo Adam
Management, Coach, Projektleiter und Autor für und mit
Ivo Adam. Seit 2003. www.ivoadam.ch
The Desicion Book
Das Schweizer Offiziersmesser unter der Ratgeberliteratur.
Lizenziert in über 25 Ländern.
Publikationen
Voll im Bild
Männer am Meer / 2006
Komponist, Produzent, Performer
Sound Service
Mit dem Rücken zum Strand,
Männer am Meer / 2008
Komponist, Produzent, Performer
Sound Service
Mit Absicht
Männer am Meer / 2011
Komponist, Performer­
Sound Service
50 Erfolgsmodelle
Kein&Aber 2008
Co-Autor
Fragebuch
Kein&Aber 2009
Co-Autor
Die Welt erklärt in drei Strichen
Kein&Aber 2011
Co-Autor
Kinderfragebuch
Kein&Aber 2012
Co-Autor
Kochen, kombinieren,
Komponieren
Ivo Adam / Werd Verlag 2006
Co-Autor, Produzent
WIE DAS ALTE
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Frisch gepresst
Ivo Adam / echtzeit 2010
Co-Autor
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Seven Ways to eat different
Ivo Adam / Werd Verlag 2008
Co-Autor, Konzept, Produzent
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GIA
FU
TU
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IN DAS NEUE KOMMT
RE
Eine interaktive Skulptur von Roman Tschäppeler
Ausstellung mit Vorträgen von Detlef Gürtler, Franziska Schutzbach, Karin Hilzinger, Simon Lüthi, Ilarius,
Mikael Krogerus, Simon Baumann und Oliver Rossel. Programm: www.copy-paste.ch
7. – 20. JUNI 2014 | BIEL-BIENNE
ESPACE LIBRE (CENTRE PASQUART)
Räpzept
Ivo Adam / guzo 2004
Komponist, Produzent
Copy Paste
Ausstellung / 2014
Artist
Image Problem
Kino-Dokumentarfilm
Baumann/Pfiffner / Frenetic 2012
Executive Producer
Curriculum Vitae Roman Tschäppeler
Geburtsdatum
Nationalität
Adresse
Telefonnummer
Email
30. April 1978
Schweiz
Seevorstadt 67, 2502 Biel/Bienne
+41 78 818 10 26
[email protected], www.facebook.com/roman.tschaeppeler
Ausbildung
2012 – 2013Master of Design, Field of Excellence Trends, Zürcher Hochschule der Künste
(mit Auszeichnung)
2000 – 2003Diplom New Business and Process Design and Social Innnovation, Kaospilot
University, Aarhus, Dänemark: «Unabhänige Medien- und Musikproduktion in
der Schweiz und die Demokratisierung von Medienproduktionsmittel»
1993 – 1998
Matura Typus D, Gymansium Biel-Bienne
1985 – 1993 Primar- und Sekundarschule, Lyss
Arbeit
2003 – heute Gründer und Geschäftsführer guzo gmbh (Atelier für Zeugs und transmediale
Inhalte)
2009 – 2013Gastdozent und Juror an der Schule für Gestaltung Bern und Biel und
Masterclass «Performing Arts» an der Hochschule der Künste, Bern
1998 – 2000
Produktionsleitung stv. Facilitator Ideation, Trendscout, BrainStore AG, Biel
1997 – 2000
Gründung und Leitung Kulturfabrik KUFA Lyss
Auslandsaufenhalte
Sept. – Dezember 2007
2000 – 2003
Januar – April 2001 Januar – März 1998
40
Sabbatical im Baltikum
Studium: Aarhus, Dänemark
Projektarbeit in Durban, Südafrika, Modern Museum Communication
Sabbatical in Kuba, Trinidad&Tobago
41
Auszeichnungen
2004 Doppelplatin Auszeichnung für 100‘000 verkaufte Exemplare Single «Räpzept»
2006Most innovative cook book of the year, Gourmand World Cookbook Award für
«Kochen, kombinieren, Komponieren»
2008 SIA Creative Award Gold für «PourBoire»
2009 SIA Creative Award Gold für «7 ways to eat different»
2009 Wirtschaftbuchpreis der Handelszeitung für «50 Erfolgsmodelle»
2011 Lintje van de Boekverkoper Niederlande für «50 Successmodellen»
2013 2. prize STORY2023, trans-media swissnex San Francisco
Atelier
guzo
Zentralstrasse 115
CH–2503 Biel/Bienne
www.guzo.ch
e
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Verbe tät!
Quali
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