Die sieben Gaben des Heiligen Geistes

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Die sieben Gaben des Heiligen Geistes
Die sieben Gaben
des
Heiligen Geistes
»Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der
Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des
Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und
der Gottesfurcht.« Jes 11,2
Workshop im Rahmen des Lehrertags am 1. Juni 2011
Team der Lernwerkstatt Religionsunterricht am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des
Religionsunterrichts der Universität Passau:
Alexandra List, Elisabeth Huber, Josef Lugeder, Martina Meier, Prof. Dr. Hans Mendl, Lena Raab,
Carolin Schrenk, Rudolf Sitzberger, Martina Zuleger
Ablauf des Workshops, Texte und Materialien
Einführung (Plenum)
Sieben »Flammenplakate«, die im Rundlauf angeschaut werden können und die jeweils enthalten
 den Begriff der jeweiligen Gabe
 eine Beschreibung
 und einen Impuls (z.B. welche bibl. Geschichte/Person fällt dir dazu ein; gibt es eine Person in
deinem Umfeld an die du denkst, wenn du von dieser Gabe liest? …)
Sieben Stationen als Angebot (Gruppenarbeit)
 Erfahrungsdimension der Geistesgabe
 Reflexion in Hinblick auf das eigene Leben
 Ausdrucksphase: Taubenteile gestalten, die am Ende zu einer ganzen Taube zusammengesetzt
werden
Austausch (Plenum)
 Präsentation
 Reflexion: Didaktische Verwendung der Elemente für die eigene Schulsituation
Abschluss (Plenum)
 Salbungsritus: ausgehend von der individuell zuvor bearbeiteten Gabe wird dem Nachbarn ein
Segen zugesprochen
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Die Gaben des Geistes – für Erwachsene
Weisheit
Weisheit ist die Gabe, die den Menschen zu unterscheiden lehrt. Die Gabe der Weisheit bedeutet,
dass wir Menschen zur richtigen Zeit das Richtige tun und die richtige Entscheidung treffen können.
Weisheit in diesem Sinn bezeichnet also die Fähigkeit, für sich oder den anderen Gutes zu wirken. Ein
weiser Mensch ruht in sich und steht aufgrund seiner Lebenserfahrung den Dingen gelassen
gegenüber.
Einsicht
Einsicht ist die Gabe, durch rationale Reflexion über und Abwägung von Handlungen, Einstellungen
und Entscheidungen Bezüge herzustellen, um Bekanntes und Erfahrungen in einen neuen
Sinnzusammenhang zu bringen. Dadurch entsteht ein Gespür für Richtiges und Wichtiges.
Rat
Rat ist die Gabe, andere zu unterstützen, indem man zunächst zuhört, ermutigt und tröstet, sowie
weitsichtig und fantasievoll Orientierung gibt, mögliche Lösungen sucht und verschiedene Antworten
aufzeigt. Dieser Rat kann vertrauensvoll angenommen bzw. gegeben werden.
Erkenntnis
Erkenntnis ist die Gabe, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen und diese Wahrnehmungen mithilfe
des Verstandes begründet zu ordnen. Daraus kann man Schlüsse für die eigenen Überzeugungen,
Einstellungen und Werthaltungen und einen verantwortlichen eigenen Lebensstil ziehen.
Stärke
Stärke ist die Gabe, den eigenen Überzeugungen treu zu bleiben, den Mut zu haben, seine Ziele zu
verwirklichen und auch in dunklen Zeiten die Hürden des Lebens zu überwinden. Stärke verhilft uns,
eine eigenständige und verantwortlich handelnde Persönlichkeit zu entwickeln, indem wir uns für
andere stark machen.
Frömmigkeit
Die Gabe der Frömmigkeit lässt das Gute in unseren Herzen wachsen. Sie befähigt dazu, unsere
Gesinnung, unser Handeln und Leben, also alles, was uns als Menschen definiert, in Beziehung zu
Gott zu setzen. Die Gabe der Frömmigkeit regt dazu an, der Liebe und Güte Gottes durch eigene
Taten zu entsprechen und lässt dadurch Glaube und Leben zu einer Einheit verschmelzen.
Gottesfurcht
Gottesfurcht ist die Gabe, Gott als die Quelle des Guten zu erkennen. Aus dem Glauben an Gott
gestaltet der Mensch eine lebensbejahende Beziehung zu sich, zu den Mitmenschen und zur Welt. Er
begegnet allem Leben, dem von Gott Geschaffenen, mit großer Ehrfurcht. Die Anerkennung Gottes
als Grundlage des Lebens ist wie eine Zusammenfassung aller Gaben des Geistes.
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Die Gaben des Geistes – für Jugendliche
Weisheit
Die Gabe der Weisheit befähigt dich, immer dann das Richtige zu tun, wenn es nötig ist. Weisheit in
diesem Sinn meint also die Fähigkeit, für dich oder den anderen Gutes zu wirken und eine weise
Entscheidung zu treffen. Ein weiser Mensch kann wegen seiner Lebenserfahrung den Dingen
gelassen gegenüber stehen und braucht sich nicht zu sorgen.
Einsicht
Die Gabe der Einsicht befähigt dich, gründlich darüber nachzudenken, was du tust und für richtig
hältst und wofür du dich entscheiden sollst. Das geschieht, indem du dich an ähnliche Situationen
erinnerst, die du bereits erlebt hast. So wächst das Gespür für das Richtige und Wichtige.
Rat
Die Gabe des Rates befähigt dich, anderen zu helfen: Du hörst zunächst zu, ermutigst und tröstest.
Dann aber kannst du auch fantasievoll verschiedene Lösungen und Antworten aufzeigen. Einem
guten Ratgeber vertraut man gern!
Erkenntnis
Die Gabe der Erkenntnis befähigt dich, die Welt mit allen deinen Sinnen wahrzunehmen und
verantwortlich zu leben. Wenn du mit offenen und staunenden Augen, Ohren und Herzen durch die
Welt gehst, lernst du einen respektvollen Umgang mit der Welt, mit anderen Menschen und mit dir
selbst.
Stärke
Die Gabe der Stärke befähigt dich, den Alltag gut zu meistern, auch wenn dir Steine in den Weg
gelegt werden. Stärke hilft dir, dass du dich nicht von den Meinungen anderer verunsichern lässt. Die
Kraft der Stärke ist immer bei dir und lässt dich selbstbewusst hineinwachsen in die Gemeinschaft mit
anderen Menschen.
Frömmigkeit
Die Gabe der Frömmigkeit lässt das Gute in deinem Herzen wachsen. Sie hilft dir, deine Gedanken,
dein Handeln und Leben, also alles was dich als Menschen ausmacht, mit Gott zu verbinden. Dadurch
kannst du anderen helfen, teilen und verzeihen nach dem Vorbild Gottes.
Gottesfurcht
Die Gabe der Gottesfurcht befähigt dich, Gott als Schöpfer Respekt entgegen zu bringen. Gott selber
und das, was Gott geschaffen hat, faszinieren und erschrecken zugleich. Du darfst über die
Unbegreiflichkeit Gottes staunen und Gott als die Quelle des Guten und der Freiheit erkennen. Du
wirst sensibilisiert, das von Gott Geschaffene rücksichtsvoll zu behandeln.
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 1: Weisheit
Phase 1: Weisheit im Kontext moderner Märchen
 Schaut euch den ersten Teil des Videos an (bis ca. 1.40!)
 Was könnte sich der dritte Bruder vom Tod wünschen?
 Was wäre eurer Meinung nach ein weiser Wunsch? Findet nach Möglichkeit mindestens drei weise
Wünsche!
 Notiert eure Überlegungen zunächst für euch, bevor ihr dann in der Gruppe über eure Vorschläge
diskutiert.
 Erstellt eine Liste mit den besten Ideen, was sich der dritte Bruder wünschen könnte!
Phase 2: Reflexion im Hinblick auf das Leben
 Schaut euch das Video bis zum Ende an!
 Vergleicht den Wunsch des dritten Bruders mit euren eigenen Ideen!
 Warum lässt sich sagen, dass der dritte Bruder weise gehandelt hat?
Phase 3: Vertiefung und Weiterführung
 Gestaltet das beiliegende »Taubenteil« mit euren zusätzlichen Vorschlägen und lasst dabei Platz
frei, damit andere Betrachter / Leser die Wünsche noch weiter ergänzen können.
Quelle: Das Video findet man unter youtube mit den Stichworten: drei brüder harry potter: das Video
wurde von Pascal3DS eingestellt.
http://www.youtube.com/watch?v=e2a8tEpUBLA
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Weise Wünsche!
Die Geschichte der drei Brüder
In dieser Geschichte erfüllt der Tod drei Brüdern jeweils einen Wunsch.
Alle drei wollen den Tod mit ihrem Wunsch überwinden.
Der älteste wünscht sich einen Zauberstab, der mächtiger ist als alle
anderen. Der Tod schnitzt ihm einen Stab aus einem Holunderzweig –
den Elderstab (Elder Wand, »elder« = dt. »Holunder«), aber auch »älter«
oder der »Älteste«).
Der zweite wünscht sich die Macht, Tote zu erwecken. Der Tod gibt ihm
den Stein der Auferstehung.
Der jüngste schließlich will sich vor dem Tod verbergen können und
erhält vom Tod dessen eigenen Tarnumhang.
Der erste Bruder wird mit dem Elderstab zwar unbesiegbar im Duell,
doch wird er im Schlaf ermordet und des Zauberstabs beraubt.
Der
zweite
Bruder
versucht,
eine
verstorbene
Geliebte
wiederzuerwecken, erhält jedoch nur einen traurigen Schatten ohne
Substanz. Aus Verzweiflung begeht er nach einiger Zeit Selbstmord.
Der dritte Bruder schließlich lebt lange und in Frieden, bis er als alter
Mann den Tarnumhang ablegt und diesen an seinen Sohn weitergibt.
So findet ihn der Tod, und er stirbt zufrieden und glücklich.
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 2: Einsicht
Phase 1: Erfahrungsdimension
Material:
Dilemmageschichte »Organspende«
Arbeitsaufträge:
 Lies den ersten Teil der Geschichte und fälle eine Entscheidung für den Vater!
Begründe diese!
 Lies nun den Schluss der Geschichte.
Zu welcher Einsicht ist Peter Saller durch die weiteren Ereignisse gekommen?
Phase 2: Reflexion im Hinblick auf mein Leben
Arbeitsaufträge:
 Reflektiere anhand deiner eigenen Biografie, wann du in einer bestimmten Lebenssituation zu einer
Einsicht gekommen bist!
 Verfasse dazu eine Wortpyramide (die oberste Zeile wird aus einem Wort gebildet, die nächste aus
zwei Wörtern, die dritte aus drei usw.) zum Begriff »Einsicht«!
Phase 3: Ausdruck
 Gestalte zum Thema »bedeutsame Einsichten im Leben« gemeinsam in der Gruppe ein
Taubenstück!
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Dilemmageschichte »Organspende«
»Es war ein ganz normaler Montagmorgen«, erinnert sich Peter Saller an den
Moment, der das Leben seiner Familie aufs Schrecklichste verändern sollte. Seine
Tochter Veronika (19) fuhr mit dem Auto zum Gymnasium. »Um 8 Uhr 30 stand
plötzlich die Polizei bei mir im Hause und teilte mir mit, dass Veronika einen
schweren Unfall hatte und ich mit dem Schlimmsten rechnen müsste.« Der Polizei
zufolge hatte sie bei Nebel offenbar überholt und einen entgegenkommenden Wagen
übersehen. Das Auto der Tochter krachte in den Gegenverkehr. Die junge Frau
musste reanimiert werden. Ein Rettungshubschrauber brachte sie ins Deggendorfer
Klinikum. Peter Saller weiß bis heute nicht, wie er ins Krankenhaus gekommen ist.
»Ich war in einem regelrechten Trancezustand – zwischen Hoffen und Bangen, aber
auch gefasst auf die mögliche Todesnachricht.« Am Eingang der Intensivstation teilte
ihm ein Arzt mit, dass Veronika tot ist. Die Nüchternheit des Mediziners macht den
ehemaligen Geschäftsmann noch heute wütend und traurig: »Denn der zweite Satz
des Arztes lautete: Wir brauchen die Organe Ihrer Tochter.« Veronika besaß keinen
Organspendeausweis. Mit ihren erst 19 Jahren hatte sie sich nie mit dem Tod
auseinandergesetzt. Der Vater sollte entscheiden. Und es war ein schneller
Entschluss gefordert. Er bat um etwas Bedenkzeit in einem ruhigen Raum des
Krankenhauses …
Schließlich stimmte er zu, dass Veronika die Organe entnommen werden: »Ich
dachte, dass es auch im Sinne meiner Tochter gewesen wäre.« Mit Veronikas Herz,
Nieren, Leber, Lunge, Milz und Bauchspeicheldrüse konnten sechs todkranke
Menschen ein zweites Leben beginnen. Die Gewissheit, dass seine Tochter Leben
rettete, beschreibt der Vater als »Glücksgefühl«, das ihm in den ersten Stunden und
Tagen über vieles hinweghalf.
Vgl. Hans Mendl, Helden auf Augenhöhe. Didaktische Anregungen zur Ausstellung und zur
Datenbank »Local heroes«, Winzer 2011, 62f.
www.phil.uni-passau.de/local-heroes Stichwort Organspende
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 3: Rat
Phase 1: Erfahrungsdimension
Material:
Schachtel mit verschiedenen Ratschlägen
 Nimm einen Zettel aus der Schachtel und lies den darauf stehenden Ratschlag!
 Hat dir dieser Ratschlag schon einmal in einer bestimmten Lebenssituation weitergeholfen?
 Welcher Person würdest du selbst diesen Ratschlag geben?
Phase 2: Arbeit mit Emotionstafeln
Material:
Emotionstafeln
(Beispiele für Emotionstafeln)
Arbeitsaufträge:
 In welcher Situation könnte sich diese Person befinden? Welche Gefühle könnte sie empfinden?
 Habe ich mich auch schon einmal so gefühlt?
 Formuliere einen Ratschlag, den diese Person jetzt gebrauchen könnte und notiere diesen!
Phase 3: Austausch
 Gestalte nun mit deinen formulierten Ratschlägen in der Gruppe ein Taubenstück!
Anmerkung: Die Emotionstafeln kann man in der Lernwerkstatt Religionsunterricht an der Universität
Passau ausleihen!
(Gebäude KT, Michaeligasse 13, Raum 59a, erster Stock)
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Es sind nicht die ganz großen Freuden,
die am meisten zählen.
Es kommt darauf an, aus den kleinen viel zu machen.
Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich
nicht ändern kann.
Gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern
kann.
Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu
unterscheiden.
Liebe ist das einzige, das wächst, indem wir es
verschwenden.
Ein Leben ohne Fest ist wie ein langer Weg ohne
Rasthäuser.
Leicht muss man sein, mit leichtem Herz und leichten
Händen halten und nehmen, halten und lassen.
Wer Freude schenkt, macht zwei Leben reicher.
Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne
Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut – das ist die
Kunst des Lebens.
Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben ein
Theater ist, dann suche dir eine Rolle heraus, die dir
so richtig Spaß macht.
Keine Liebe, keine Freundschaft kann unseren Lebensweg
kreuzen, ohne für immer eine Spur zu hinterlassen.
Es gibt so viele Dinge, die man nicht mit Geld bezahlt, wohl
aber mit einem Lächeln, einer Aufmerksamkeit, einem
Danke.
Der Mensch kann nicht zu neuen Ufern vordringen
ohne den Mut, die alten zu verlassen.
Lasst uns dankbar sein gegenüber Menschen, die uns
glücklich machen.
Sie sind die liebenswerten Gärtner, die unsere Seele
zum Blühen bringen.
Einen Freund kann man nur haben, wenn man einer ist.
Kleine Freunde können sich als große erweisen.
Kein Akt der Freundlichkeit, wie klein auch immer, ist
vergebens.
Gib deine Ideale nicht auf! Ohne sie bist du wohl noch,
aber du lebst nicht mehr.
Der schlimmste aller Fehler ist, sich keines solchen
bewusst zu sein.
Manchmal muss man gehen, um sich nicht zu
entfernen.
Liebe und Freundschaft sind wie ein Echo: Sie geben soviel
zurück, wie sie erhalten.
Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große,
die man plant.
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 4: Erkenntnis
Phase 1: Direkte Spiegelerfahrungen
Material:
Spiegel
Arbeitsaufträge:
 Betrachte dich eine Minute lang im Spiegel!
 Führe dann ein Gespräch mit deinem Spiegelbild und frage:
»Wer bist du?« – Gibt es dir eine Antwort?
 Jetzt sage deinem Spiegelbild: »Du bist ich und ich bin du!« – Wie fühlt sich das an? – Was hältst du
von den beiden?
 Setzt euch nun zu zweit gegenüber und schaut euch direkt in die Augen. – Dann betrachtet euch
gegenseitig mit Hilfe eines Spiegels. Was ist der Unterschied?
Phase 2: Spiegelgedanken
Material:
Kopierte Karten aus der Gewitternachtkartei als kleiner »Katalog«
Arbeitsblätter (folgende Seite), Kleber, Stifte, ausgewählte Bibelkarten aus der Gewitternachtkartei
Arbeitsaufträge:
 Suche aus den Bildkarten eine aus, die dich in Bezug auf dieses Thema besonders anspricht? Klebe
diese in den kleinen Kasten der bereitliegenden Arbeitsblätter!
 Schreibe nun zu deiner ausgewählten Karte eine Geschichte, ein Gedicht oder einfach deine
Gedanken in die Zeilen darunter!
 Wähle nun aus den ausgelegten Bibelkarten diejenigen, die du mit der von dir gewählten Bildkarte in
Beziehung bringen kannst!
 Kommt miteinander über eure Gedanken und eure Auswahl ins Gespräch!
Phase 3: Gestaltung Taubenteil
Material:
Spiegel- oder Alufolie, selbstwählbares Material aus dem Methodenkoffer
Arbeitsauftrag:
 Überlegt gemeinsam, welcher Gedanke euch an dieser Station als besonders wesentlich erscheint!
Bringt diesen Gedanken auf irgendeine Art und Weise zum Ausdruck (Gedicht, Bild, Fragen … ) und
gestaltet dementsprechend das Puzzleteil aus!
Literaturhinweis: Rainer Oberthür, Gewitter-Nacht-Kartei. Bilder und Fragen zum Nachdenken und
Staunen über Gott und die Welt, Heinsberg 1998 (ausleihbar in der Lernwerkstatt Religionsunterricht
an der Universität Passau; Gebäude KT, Michaeligasse 13, Raum 59a, erster Stock).
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
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Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 5: Stärke
Material: Wappen-Vorlage
Phase 1: Körperliche Stärke erfahren (ca. 10 min)
Kinder assoziieren mit dem Begriff »Stärke« zunächst ein gegenseitiges »Kräfte messen«!
Im ersten Schritt soll nun die Erfahrung von körperlicher Stärke gemacht werden!
 Suche dir dazu einen Partner und führt gemeinsam die folgenden Übungen durch:
 »Tauziehen«
 »Armdrücken«
 »Schieben«
 Wer war der Stärkere?
 Wie gehst du mit deiner Niederlage um? Willst du eine Revanche?
Hinweis: Wenn die Teilnehmerzahl ungerade ist, dann kann der jeweils dritte die Rolle des
Schiedsrichters übernehmen.
Phase 2: Mentale Stärke erfahren (ca. 15 min)
Werde dir deiner inneren Stärke bewusst!
 Nimm dazu ein Blatt Papier und zerknülle es mit deinen Händen!
 Wenn du das Blatt wieder auffaltest, ist eine unregelmäßige Oberfläche mit »Höhen« und »Tiefen«
entstanden!
 Welche deiner Charaktereigenschaften würdest du als Schwächen bzw. Stärken bezeichnen? Halte
diese entsprechend an den tieferen oder höheren Stellen fest!
 Wenn ihr wollt, könnt ihr euch über eure Stärken im Plenum austauschen!
Phase 3: Gestalten Sie ein gemeinsames Wappen!
 Welche sind die »Fundamente deinen Lebens«, die dich zu einer starken Persönlichkeit machen?
 Halte diese zeichnerisch auf einem Ausschnitt des vorliegenden Wappens fest!
Ihr könnt entscheiden, ob ihr den Ausschnitt in individuelle Abschnitte einteilt, die jeder für sich
gestaltet, oder ob ihr ein gemeinsames Wappen gestaltet!
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
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Leitspruch
Fundament meines Lebens
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 6: Frömmigkeit
Material: Bilder, Spiegel
Phase 1: Erfahrungsdimension
Schritt 1:Stummer Impuls:
 Bilder (betende Menschen, Feuerwehrmann, Jugendwallfahrt …) werden ausgelegt und im Kreis
angeordnet.
Alternative:
 Schüssel mit Bildern wird rundum gegeben, jeder zieht ein Bild und zeigt, was darauf zu sehen ist.
»Die Gabe der Frömmigkeit befähigt uns zu geben und zu nehmen.«
Schritt 2:
 Was ist auf den Bildern zu sehen?
 Welche Gabe wird hier dargestellt?
Schritt 3:
 Schild »Frömmigkeit« in der Mitte des Bilderkreises ablegen.
 Was ist Frömmigkeit? Kannst du es erklären?
»Was stellst du dir darunter vor?« Positive und negative Konnotationen ansprechen.
 Gibt es ein Bild, das du mit Frömmigkeit verbindest? Nimm es dir und schreibe auf die Rückseite,
was für dich Frömmigkeit ist.
 Kennst du jemanden, der fromm ist?
Phase 2: Reflexion im Hinblick auf mein Leben
Fotos mit Polaroid- bzw. Digitalkamera machen und ausdrucken.
 Schreibe auf die Rückseite deines Fotos wann du selbst fromm bist.
 Hattest du schon einmal Gelegenheit fromm zu sein?
Alternative:
 Ich zeige dir jetzt ein Bild. Überlege, ob derjenige fromm ist. Erzähle dazu eine Geschichte!
Schatzkiste mit versteckten Spiegeln herumgeben aus der sich jeder einen nehmen darf.
Phase 3: Ausdruck
 Taubenstück mit den Bildern / Polaroids bekleben.
Literaturhinweis:
Andrea Grandese (Hg.), Gesichter, München (C.J. Bucher) 2007.
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl
Station 7: Gottesfurcht
Material: Ton, Bildvorlagen, Pauspapier
Phase 1: Erfahrungsdimension
Gehe nach den Anregungen der Textanweisung vor!
 Ich lese die Beschreibung zu »Gottesfurcht«.
 Mit verbundenen Augen setze ich mich vor einen Tonklumpen
 Angeregt von der Beschreibung zur »Gottesfurcht« und von den entstandenen Assoziationen«,
gestalte ich mit verbundenen Augen etwas aus dem vor mir befindlichen Ton.
 Ein Signal ertönt und ich wechsle den Platz.
 Ich setze mich zu einem bereits begonnenen anderen Tonklumpen und ertaste mit verbunden
Augen das von einem anderen Geformte, um einen Titel zu erschließen. Jemand anderes nimmt vor
meinem Tonklumpen Platz, um auch einen Titel von meinem geformten zu erschließen.
 Ein Signal ertönt, und ich nehme die Augenbinde ab.
 Ich habe die Augenbinde abgenommen und schreibe meinen Vorschlagtitel auf ein bereitgelegtes
Papier.
 Ich kehre zu meinem Tonklumpen zurück. Ich betrachte das Entstandene und den Titel, der für mein
Kunstwerk formuliert wurde.
Phase 2: Übertragungsphase: Eigenes Puzzleteil gestalten
 Angeregt von meiner Erfahrung mit dem Ton und der Erfahrung im Gestalten, wähle ich einen
Satzteil aus der Textvorlage zur »Gottesfurcht« aus.
 Ich schreibe kreativ, bunt die Textauswahl auf das Puzzle.
 Ich gehe zu den Bildvorlagen und wähle ein Bild aus. Das Bild beinhaltet für mich eine im Text
verankerte Lebenserfahrung.
 Ich nehme ein Pauspapier und pause vom Bild mir Wichtiges ab.
 Das Pauspapier wird obig auf das Puzzle geklebt.
 Ich schreibe einige Gedanken auf das Pergamentpapier (freiwillig).
 Wenn ich etwas schreiben mag, beginne ich mit: »Die Gabe hilft mir, in meinem Leben …«
 Wenn ich noch Zeit habe, gestalte ich das Pergamentpapier bunt.
Phase 3: Austausch- und Zusammenbauphase
 Fügt alle Teile zusammen und klebt die Teile auf das bereitgelegte Puzzleteil.
 Lest einander die gestalteten Texte vor.
 Wer mag, erzählt etwas zu seinen Bildern.
 Wer mag, liest seine aufgeschriebenen Gedanken vor.
Bildvorlage:
Evangelischer Mediendienst Bern / Zürich in Zusammenarbeit mit dem KDV München (Hg.),
Weitergehen … 50 Bilder für die Arbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen, Zürich / München 1993.
Lernwerkstatt-Material zu KatBl 2/2014; © Hans Mendl

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