Initiative Deutsche Manufakturen

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Initiative Deutsche Manufakturen
Reinhard Krause
Ministerialrat
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DATUM
+49 30 18615 7511
+49 30 18615 5551
[email protected]
www.bmwi.de
Berlin, 23. November 2010
Initiative Deutsche Manufakturen - Handmade in Germany
„Die Initiative Deutsche Manufakturen - Handmade in Germany ist Symbol für den Einfallsreichtum und die handwerkliche Fertigungskunst der deutschen mittelständischen
Wirtschaft.
„Handmade in Germany“ unterstreicht durch renommierte Produkte mit höchsten Qualitätsstandards in besonderer Weise die Stärken des Produktionsstandorts Deutschland.
Handwerkliche Fähigkeiten auf höchstem Niveau, die auf der Tradition deutscher
Handwerkskunst aufbauen, sind die Grundlage für die erworbene Reputation der Unternehmen, die sich in dieser Initiative zusammengeschlossen haben.
„Handmade in Germany“ ist durch die gebündelte Außendarstellung und Vermarktung
ein positiver Beitrag zum Ansehen des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Für die
Wahrnehmung im Ausland wird das Bild unseres Landes als traditioneller Herkunftsort
industriell gefertigter Güter attraktiv und glaubwürdig um die Komponente der marktgängigen Handarbeit ergänzt.
Der Initiative steht bei ihren denkbaren Auslandsaktivitäten das Netz der in 80 Ländern
vertretenen deutschen Auslandshandelskammern mit ihren vielfältigen Kontakten in der
Wirtschaft der Gastländer zur Nutzung zur Verfügung. Ebenso können von der Bundesregierung unterstützte Auslandmessebeteiligungen sowie Auslandsaktivitäten der Germany Trade and Invest GmbH nützliche Plattformen bieten, um „Handmade in Germany“ und die Produkte der an der Initiative beteiligten Unternehmen bekannt zu machen.“
HAUSANSCHRIFT
VERKEHRSANBINDUNG
Scharnhorststraße 34 - 37
10115 Berlin
U6
Naturkundemuseum
S-Bahn Berlin Hauptbahnhof
Initiative Deutsche Manufakturen – Handmade-in-Germany
Die Initiative
Idee
„Made in Germany“ steht seit jeher für Qualitätsprodukte aus deutscher
Industrieproduktion und gilt weltweit als Gütesiegel. Doch der Wirtschaftsstandort
Deutschland steht für mehr als industriell gefertigte Güter: Gegen den Trend
globaler Massenfertigung sind Produkte aus deutschen Manufakturen im In- und
Ausland hoch angesehen und im Markt erfolgreich. Dies lässt die Presse von einer
„Renaissance der Manufakturen“ sprechen. Die Initiative Deutsche Manufakturen
will die gemeinsamen Interessen bündeln und die Bedeutung der Manufakturen als
Arbeitgeber sowie ihren positiven Beitrag für das Image Deutschlands im Ausland
bekannt machen.
Geschichtlicher Hintergrund
Historisch gesehen war die Manufaktur (lat.: manus und factura) im 18.
Jahrhundert der Prototyp der industriellen Warenproduktion, der Übergang vom
klassischen Handwerk zur modernen Fabrik. Gekennzeichnet waren die Betriebe
vor allem durch einen arbeitsteiligen Produktionsprozess, die Zusammenarbeit
verschiedener Gewerke, und die im Vergleich zum Handwerksbetrieb relativ große
Mitarbeiterzahl. Rückblickend können die Manufakturen als Keimzelle des
Wirtschaftsstandorts Deutschland bezeichnet werden.
Heute, im Zeitalter der industriellen Produktion, steht der Begriff Manufaktur für
eine neue Form der Exklusivität, für handgefertigte und maßgeschneiderte
Produkte von außergewöhnlich hoher Wertigkeit und Qualität.
Ziele der Initiative
Durch zukünftige gemeinsame Aktivitäten und Auftritte möchte die Initiative
deutlich machen, dass…



deutsche Manufakturen für Produkte von höchster Qualität stehen.
das Manufakturwesen einen wichtigen Standortfaktor darstellt und zu einem
positiven Image im Ausland beiträgt.
Manufakturen wichtige Tugenden des deutschen mittelständischen
Unternehmertums verkörpern.
Ansprechpartnerin: Friederike Meister, Initiative Deutsche Manufakturen
c/o ORCA Affairs GmbH, Schumannstr. 5, 10117 Berlin
Tel: +49 30 288 76 115
Fax: +49 30 288 76 111
[email protected]
Die Gründungsmitglieder der Initiative
Die Initiative möchte die gesamte Bandbreite des deutschen Manufakturwesens
aufzeigen: Von der hoch spezialisierten Zwei-Mann-Manufaktur bis zu im Laufe der
Zeit zu größeren Unternehmen gewachsenen, weltweit präsenten Manufakturen.
Von traditionsreichen Unternehmen in klassischen Branchen bis zu jungen
Unternehmen mit innovativen Produkten.
Die Gründungsmitglieder der Initiative spiegeln dieses Spektrum wider: Die
Berliner Manufaktur Burmester produziert seit 1977 High End Audiosysteme und
hat unter anderem den neuen Porsche Panamera mit einem High-End Surround
Sound-System ausgestattet. Unter den zukünftigen Projekten von Klais Orgelbau,
in deren 1882 gegründeten Orgelbauwerkstatt die Instrumente des Kölner Domes
und der Twin Tower in Kuala Lumpur entstanden sind, ist auch die Hamburger
Elbphilharmonie, die mit einer Konzertorgel ausgestattet wird. Das Porzellan der
Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM), die einst im Jahre 1763 von
Friedrich dem Großen (Friedrich II.) erworben wurde, ist ein geschätztes
Gastgeschenk für Politiker aus zahlreichen Ländern – von Michail Gorbatschow bis
hin zu Barack Obama. Die Manufaktur Joh’s Stübben ist seit 1894 in
Familienbesitz. Ihre Sättel und passendes Zaumzeug setzen seit Jahrzehnten die
Maßstäbe für Qualität und Erfolg im internationalen Reitsport. Auf die
Schreibfedern von Peter Bock greift u.a. der Schreibgerätehersteller Visconti
zurück, dessen Stifte zur Unterzeichnung der Gipfelerklärung zwischen der NATO
und Russland im Mai 2002 eingesetzt wurden. Die Maßschuhe aus der Parchimer
Werkstatt von Kay Gundlack werden mittlerweile aus Italien, den Niederlanden
und Dänemark angefragt. Die WELTER Manufaktur für Wandunikate veredelt
seit 1985 die Wände von Privatwohnungen, Hotels und Restaurants weltweit.
Selbst die Bühne der jüngsten Oscar-Verleihung war in ein Wandunikat der
Berliner Manufaktur eingehüllt.
Weitere Mitglieder der Initiative
Die Olympia-Orgel im chinesischen Qingdao und die Groß-Orgel in Seoul stammen
aus der Schwarzwälder Orgelbaumanufaktur Waldkircher Orgelbau. Die
Bildgießerei Hermann Noack fertigt seit 60 Jahren die Goldenen, Silbernen und
Bronzenen Bären der Berliner Filmfestspiele an. Das 1832 gegründete Bielefelder
Traditionsunternehmen Strunkmann & Meister beliefert herrschaftliche
Residenzen wie das Königshaus in Saudi-Arabien, politische Amtssitze wie die
Villa Hammerschmidt und kultivierte Privatanwesen mit feinster Tisch- und
Bettwäsche.
Noble Adressen wie die Steigenberger Hotels and Resorts, die Kempinski Hotels
und das Kulm-Hotel in St. Moritz zählen zu den Kunden der FITZ
LEUCHTENMANUFAKTUR aus Titz-Rödingen. Die 1844 gegründete Manufaktur
SUDHAUS bietet ein umfangreiches Spektrum an Schloss- und Schließsystemen
aus der eigenen Entwicklungsabteilung, welche u.a. im Airbus 380, dem größten
Passagierflugzeug der Welt, eingesetzt werden. Klar Seifen ist die älteste, von
Familienhand geführte Seifenmanufaktur Deutschlands und produziert seit 1840
edle Seifenprodukte und künstlerische Seifenskulpturen.
Die Graf von Faber-Castell Collection wurde 1993 als exklusive Manufaktur des
Weltunternehmens aus Stein gegründet mit einem Sortiment außergewöhnlicher
Schreibgeräte und Accessoires. Nur in Sebnitz werden Seidenblumen noch in
traditioneller Handarbeit durch die Deutsche Kunstblume gefertigt und sind dafür
weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.
Neben der kunstvollen Ausarbeitung von Manschettenknöpfen, stellt die
Manufaktur Deumer auch Deckelwappen für Motorhauben von Porsche her.
Glashütte Lamberts ist Weltmarktführer im Bereich der traditionellen
Flachglasherstellung. Die Manufaktur aus der Oberpfalz beliefert Künstler und
Architekten von Taiwan bis Togo. Die edle Tisch- und Bettwäsche von Ege
Textilmanufaktur wird von Kunden mit den höchsten Ansprüchen geschätzt.
Selbst im Schloss Bellevue findet man Servietten aus dem Hause Ege - stilecht mit
eingewebtem Bundesadler.
Die Firma Roeckl steht seit ihrer Gründung 1839 in München für die Herstellung
feinster Lederhandschuhe und Premium-Accessoires. In der traditionsreichen Stadt
Nürnberg ist die Künstlerpinselfabrik da Vinci beheimatet. Hier entstehen nur aus
den hochwertigsten Materialien Künstler-, Kosmetik-, Dental- und Nailpinsel für den
heimischen und internationalen Markt. Eine individuell und charmant gestaltete
Verpackung für jeden Inhalt findet sich im Sortiment der Feinkartonagenmanufaktur
FAPACK aus Berlin. Bei Waldmann produziert man edelste Schreibgeräte aus
Sterlingsilber. Daneben ist die Birkenfelder Manufaktur einer der letzten Orte, an
dem die alte Gravurtechnik des „Wiener Muster“ beherrscht wird. Die
Glasschleifmanufaktur Rotter Glas aus Lübeck verbindet seit über hundert Jahren
traditionelle Glashandwerk und zeitloses Design. Gläser mit dem
unverwechselbaren Rotter-Dekore sind bei ausgewählten internationalen Händlern
erhältlich und in zahlreichen Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt. Die edle
„Handcrafted in Germany“-Linie von Warwick aus dem sächsischen
Marktneukirchen, vermittelt mit Ihren hochwertigen Gitarren und Bässen den
einmaligen „Sound of Wood“.
Eines haben sie alle gemein: Handarbeit, höchste Wertigkeit und Liebe zum Detail
machen ihre Produkte zu etwas Besonderem. Eben „Handmade in Germany“.
www.handmade-in-germany.org
Initiative Deutsche Manufakturen – Handmade-in-Germany
Kriterien
Im Sinne einer Qualitätssicherung und zur Eingrenzung des Begriffs „Manufaktur“,
erfüllen alle unsere Mitglieder folgende Kriterien:
 Anteil von Handarbeit in der Produktion (Gewichtung 60 %)
Produktion überwiegend oder produktprägend in Handarbeit und am
Standort Deutschland.
 Größe des Betriebs (Gewichtung 5 %)
Betriebe mit möglichst über 10 Mitarbeitern.
 Kundenmarkt (Gewichtung 5 %)
Unternehmen mit überregionalem Kundenstamm und internationalen
Zielmärkten.
 Zugehörigkeit Premium-Segment (Gewichtung 10 %)
Qualitative und preisliche Verortung im „Premium-Segment“.
Meisterstücke. Perfektion. Charakter.
 Äußere Wahrnehmung als Manufaktur (Gewichtung 10 %)
Manufaktur-Charakter des Unternehmens deutlich kommuniziert und vom
Kunden wahrgenommen.
 Wertigkeit der verwendeten Materialien (Gewichtung 5 %)
Hohe Ansprüche an Materialqualität. Hochwertige Werkstoffe für
hochwertige Produkte.
 Individuelle Produktion nach Kundenwunsch (Gewichtung 5 %)
Herstellung nach Vorstellungen des Kunden. Individualität. Besonderheit.
Die Kriterien werden auch bei interessierten Neu-Mitgliedern angelegt. Bei
Aufnahme einer Manufaktur in die Initiative müssen mindestens 80% von 100%
dargestellt werden können. Der Nachweis kann auch für einzelne Produktlinien
oder Unternehmensteile geliefert werden.
Ansprechpartnerin: Friederike Meister, Initiative Deutsche Manufakturen
c/o ORCA Affairs GmbH, Schumannstr. 5, 10117 Berlin
Tel: +49 30 288 76 115
Fax: +49 30 288 76 111
[email protected]
Initiative Deutsche Manufakturen – Handmade-in-Germany
Aktivitäten

Auftaktpressekonferenz im November 2010 in der KPM-Welt Berlin
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie
und begleitet von nationaler und internationaler Presse

Realisierung von 4 Themenreisen „Manufakturen“ für ausländische
Pressevertreter in 2010 / 2012 / 2013 / 2014 / 2015
Auf Anfrage und im Auftrag des Auswärtigen Amts

Fachtagung „Handmade-in-Germany“
28. Februar 2012 mit dem Auswärtigen Amt

Mitwirkung und Initiierung der Publikation „HANDGEMACHT“
Erschienen im Verlag Deutsche Standards, Herausgeber Dr. Florian
Langenscheidt und Prof. Dr. Peter May

Aktionstag: [email protected] des Handwerks seit 2014
Anlässlich des „Tag des Handwerks“ lädt seit 2014 die IDM jährlich zur
Leistungsschau der Mitglieder der Initiative und weiteren Teilnehmern. Den
Auftakt bildet am Vorabend das exklusive Event, die „Nacht der
Manufakturen“

Ausstellung: Handmade-in-Germany 2015
Mehrmonatige Ausstellung der IDM und Ihrer Mitglieder in den Räumen
des Auswärtigen Amtes in Berlin

Realisierung einer Image-Plakatserie der IDM
Die Plakatserie ist unter anderem zur Ausstellung in deutschen
Botschaften gedacht. Unterstützt wird die IDM dabei durch das Auswärtige
Amt und den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Fortlaufende Netzwerk- und Kooperationsgespräche
z. B. mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK),
Germany Trade and Invest (GTAI), Auslandshandelskammern (AHK),
Deutschlands Feine Maßmanufakturen, Rat für Formgebung,
Internationales Design Zentrum Berlin, Burg Giebichenstein
Kunsthochschule Halle, bayern design
Ansprechpartnerin: Friederike Meister, Initiative Deutsche Manufakturen
c/o ORCA Affairs GmbH, Schumannstr. 5, 10117 Berlin
Tel: +49 30 288 76 115
Fax: +49 30 288 76 111
[email protected]
Initiative Deutsche Manufakturen – Handmade-in-Germany
Positionspapier
„Handmade-in-Germany“ steht für handgefertigte und maßgeschneiderte Produkte
mit außergewöhnlich hoher Wertigkeit und Qualität, für Authentizität und Luxus im
Sinne exklusiver Erzeugnisse. Die „Initiative Deutsche Manufakturen –
Handmade-in-Germany“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen besonderen
Qualitätsanspruch und somit die deutschen Manufakturen in den Mittelpunkt der
Kommunikation zu stellen. Die Initiative will die gemeinsamen Interessen bündeln
und die besondere Bedeutung der Manufakturen als Teil des Deutschen
Mittelstandes und ihren positiven Beitrag für das Image des Wirtschaftsstandortes
Deutschlands im In- und Ausland sichtbar machen.
Die 2010 mit acht Mitgliedern gegründete Initiative konnte ihre Mitgliederzahl bis
heute fast verdreifachen. Hauptkriterien für eine Mitgliedschaft sind: die Produktion
mit Handarbeit, ein hoher Qualitätsanspruch, eine fast 100%ige Produktion am
Standort Deutschland sowie der internationale Export. Weitere relevante
Aufnahmekriterien sind die Zugehörigkeit zu einem Premium-Segment, die
Verwendung von qualitativ hochwertigen Materialien und eine individuelle
Produktion, die sich am Kundenwunsch orientiert.
Rückgrat der deutschen Wirtschaft
Manufakturen in Deutschland sind fester Bestandteil und eine traditionelle Basis
des Mittelstandes und somit ein wesentlicher Teil des Rückgrats der deutschen
Wirtschaft. Sie stehen für handgefertigte Produkte mit hoher Wertigkeit und einem
besonders hohen Qualitätsanspruch. Gegen den Trend globaler Massenfertigung
sind Produkte aus deutschen Manufakturen im In- und Ausland hoch angesehen
und behaupten ihre Märkte erfolgreich. Viele dieser Manufakturen sind so
genannte „Hidden Champions“, die in ihrem Segment national als auch
international marktführend sind. Zum Großteil handelt es sich dabei um
Traditionsunternehmen, die bereits über mehrere Generationen hinweg tätig und
wichtige Arbeit- und Impulsgeber in ihrer Region sind.
Ziele der Initiative
Aufgrund ihrer traditionell wie historischen regionalen Verwurzelung und der
Abhängigkeit von bestimmten Rohstoffen wie Ressourcen, die sie zur Produktion
benötigen, sind Manufakturen häufig stark an ihre Region gebunden. Zum
Fortbestand der deutschen Manufakturen ist vor allem eine stärker regional
orientierte
Wirtschaftsförderung
in
Bezug
auf
Nachwuchsund
Ressourcengewinnung notwendig.
Eine gezielte und vor allem gleichberechtigte Förderung der Manufakturen sollte
auch für den Bereich der Außenwirtschaft gelten. Grundsätzlich bestehen in Bezug
auf die Außenwirtschaftsförderung die gleichen Regeln für alle Unternehmen, doch
die wirtschaftliche Bedeutung der Manufakturen als so genannte „Hidden
Champions“ wird von der Politik häufig nicht wahrgenommen.
Die Initiative Deutsche Manufakturen setzt sich daher für eine bessere
Wahrnehmung der deutschen Manufakturen als wichtigen Bestandteil des
Wirtschaftsstandortes
Deutschland
ein.
Die
relevanten
politischen
Gesprächspartner der Initiative dazu sind das Bundeswirtschaftsministerium sowie
das Auswärtige Amt, denen gegenüber sich die Initiative dafür einsetzt, die
Tradition der Bodenständigkeit und Innovationskraft der deutschen Manufakturen
stärker in die Innen- und Außenkommunikation Deutschlands einzubeziehen.
Bereits heute macht sich der demographische Wandel bei der Suche nach
qualifizierten Mitarbeitern und der Nachwuchsgewinnung deutlich bemerkbar. Die
speziellen handwerklichen Fähigkeiten, die es erst ermöglichen, maßgeschneiderte
Produkte mit höchstem Qualitätsanspruch zu produzieren, können nur durch
jahrelange, intensive und praxisorientierte Ausbildung erlernt werden. Die
Manufakturen sind daher auf originäre Ausbildungswege angewiesen, eine
Kompensation durch Hilfskräfte oder eine Automatisierung der Produktion ist
aufgrund der hohen Arbeits- und Qualitätsanforderungen nicht möglich.
Daher besteht aktuell z.B. die Gefahr, dass durch mangelnde Nachwuchsförderung
und daraus folgend fehlende Mitarbeiter nicht nur gut laufende Betriebe schließen
müssen, sondern auch ganze Handwerkszweige aussterben können.
Manufakturen, Handwerker, Designer und Produktentwickler arbeiten heute eng
zusammen, um traditionelle Handwerkskunst mit neuen Optionen zu verbinden.
Die Bedeutung des Handwerks auf die gegenwärtige Entwicklung des deutschen
Produktdesigns und -ästhetik ist nicht von der Hand zu weisen. Daher arbeitet
auch die Initiative eng zusammen mit Partnern aus der deutschen
Designlandschaft und fördert den gegenseitigen Austausch.
Weitere Informationen zur Initiative Deutsche Manufakturen – Handmade-inGermany und deren Mitgliedern finden Sie unter:
www.handmade-in-germany.org
Ansprechpartner:
Michael T. Schröder
Initiative Deutsche Manufakturen
Vorstandsvorsitzender
c/o ORCA Affairs GmbH
Schumannstraße 5, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 288 76 117
Fax: +49 30 288 76 111
[email protected]
WirtschaftsWoche, 14.02.2011
A8 BUSINESSDAY Tuesday, July 8, 2014
THE PRESS, Christchurch
Made in Germany, with passion and soul
Small to medium-size
businesses form the
backbone of
Germany’s
powerhouse
economy. DAVID
KILLICK ponders the
lessons for New
Zealand.
pair of hand-sewn
gloves, a jewel-like pen,
beautifully coloured
mouth-blown glass, a
hand-wound
wristwatch: These are
among the high-quality products
handmade in Germany.
Over a week in April together
with a group of international
journalists, I visited eight
‘‘manufactories,’’ in Munich,
Nuernberg, Dresden, and Berlin. I
saw scarves that look like works of
art, artists’ brushes, writing
instruments, pianos whose
predecessors were played by
famous composers, audio systems,
and fine porcelain.
And I listened to Burmester
Audio’s superb sound system in
the latest Porsches and MercedesBenzes. The trip was organised to
profile the German Manufactories
Initiative – Handmade in
Germany, with funding and
support from the German Foreign
Ministry.
While Germany is well-known
for its big-name businesses,
especially carmakers, small and
medium-size businesses make up
60 per cent of the workforce. They
are vital to the nation’s economy.
The initiative’s chairman,
Michael T. Schroeder, calls these
businesses ‘‘hidden champions’’
that ‘‘play an important role
within their regions as providers
of employment and economic
stimuli.’’
For German companies to
compete successfully against massproduced items, mostly from Asia,
they have to take a different
approach.
What makes them successful?
And what lessons are there for
New Zealand manufacturers?
Of businesses I visited, most
were small to medium (except for
pencil and pen-maker FaberCastell); many were family-owned,
and all were export focused.
Common to all, these main
characteristics stood out:
❯❯ Social responsibility.
Supporting local communities
remains important for German
businesses. Shedding staff and
outsourcing production to cheaplabour countries in Asia and
elsewhere, purely to maximise
profits, would be unthinkable.
The triple bottom line is
financial, social, and
environmental.
❯❯ Businesses do not all have to be
located in big cities.
Lamberts Glass and Bechstein
Pianos are major employers in
small towns. Christine Hutter, who
revived the prestigious watchmaking company, Moritz
Grossmann, has helped the east
German town of Glasshuette
cement its reputation as a centre
for watch-making.
❯❯ The heads of family-owned
businesses think in generations.
Glove, bag, and scarf-makers
Roeckl, founded in 1839, is still
based in Munich, with one other
plant in Romania.
Faber-Castell, which has 7500
employees in 10 countries around
the world, is still based in Stein,
near Nuernberg, where Kaspar
Faber founded the company in
1761.
In the mid 19th century the
company pioneered a visionary
plan for workers. Light and airy
factories, a health scheme, a bank,
pension fund, housing, financial
support for schools, and a day
nursery were ahead of their time.
A
Tradition: Watch-maker working at Moritz Grossmann, Glashuette, Germany.
Craftsmanship: Handcrafting details at KPM Porcelain in Berlin, Germany.
Eighth-generation company
head, Count Anton-Wolfgang von
Faber-Castell, carries on the
tradition. A tall, courteous but
quietly determined man, he has
won numerous business and civic
awards.
‘‘If you treat people well, it
comes back. That’s something I
believe,’’ he says. You have to be
profitable. Then you can afford the
rest. It always comes from the top.
You make clear to people that
social responsibility is something
you have to keep in mind every
day.
‘‘What matters to me as a
businessman is not short-term
profit, but securing a long-term
future for the company.’’
❯❯ Sustainability and the
environment are also important:
the company has planted forests in
Brazil.
Piano-maker C. Bechstein is
committed to developing the
German production facilities.
‘‘Bechstein rejected lucrative
takeover offers from Asian groups,
because it is clear that the
company can only retain its status
as a manufacturer of top-flight
pianos by remaining true to its
European roots,’’ the company
What matters
to me as a
businessman is
not short-term
profit, but securing
a long-term future
for the company.
Count Anton-Wolfgang von FaberCastell
says. ‘‘Nationalism has nothing to
do with it: the company is proud of
its multi-ethnic staff. The
Bechstein philosophy is about the
preservation of a valuable heritage
of craftsmanship with deep
cultural roots.’’
❯❯ Quality. ‘‘The best or nothing’’
is the approach musician Dieter
Burmester took when establishing
his Berlin-based hi-fi company in
1977. His ‘‘pursuit of perfection’’
has been rewarded with numerous
international awards.
‘‘Quality has always been our
main thing,’’ says Hermann
Meyer, of da Vinci artists’ brushes.
For watchmaker Christine
Hutter, perfection is an obsession.
Earthquake Kiwi Bond
Following the Canterbury earthquakes,
the Minister of Finance, Hon Bill English,
launched a new four-year Earthquake
Kiwi Bond. The Bond is like other Kiwi
Bonds but all the money invested is
used to help meet the expected
$7 billion direct cost to central
Government.
The Kiwi Bonds Investment Statement
is available from some Banks, Share
Brokers, Solicitors and Chartered
Accountants in public practice, or we
will post you a copy when you call the
NZDMO Registry on:
0800 65 KIWI (0800 655 494)
TRE0003R
Earthquake Kiwi Bond
4 Years
3.50% pa
Kiwi Bonds
6 Months
2.50% pa
1 Year
2.75% pa
2 Years
3.00% pa
Investments from $1,000 – $500,000
Kiwi Bonds are an AA+ rated
investment as assigned by
Photos: DAVID KILLICK
Her aim is to produce the finestquality handwound mechanical
timepiece possible.
Quality does not come cheap. A
bonus, though, is that high-quality
products are made to last.
Burmester is delighted ‘‘products
are still working in customers’
homes after 30 years because of the
quality.’’ Happy customers remain
loyal to the company
Are such high-end products
luxury items? Some are, with
prices to match. (A Moritz
Grossmann watch, for example,
starts off at the price of a car.)
However, some products
(gloves, bags, pencils and pens,
brushes, some porcelain) are not
excessively expensive.
Some companies produce
different lines, including a limitededition special collector’s pieces, as
well as more affordable items.
❯❯ Tradition and craftsmanship.
Imagine artisans poring over their
workbench, using skills that have
taken years to hone. Many still do,
and take pride in their work.
Skilled workers are valued as
key to the company’s success;
there are no top-heavy layers of
managers and executives.
Glove-makers, brush-makers,
glass-makers, and piano-makers
all must undergo arduous
apprenticeship and training.
Lamberts Glass in Waldsassen
is one of the few companies in the
world that still produces mouthblown sheet glass. Company head
Hans Reiner Meindl is proud to
keep the tradition alive.
The language of watchmaking
is full of words like chamfer,
escapements, oscillations, jewels,
and chatons. The Benu Tourbillon
is a masterpiece: ‘‘With a flying
three-minute tourbillon, its
mechanical movement definitely
qualifies as a work of art.’’
Artists at KPM Porcelain in
Berlin, founded in 1763 by
Frederick the Great, paint and
shape each detail by hand.
Glovemaking requires keen eye
and deft touch. At Roeckl, one
glove may consist of 24 individual
pieces and more than 2000 stitches.
However, sixth generation CEO
Annette Roeckl says, ‘‘Tradition is
not worshipping the ashes, but
carrying forward the glowing
embers.’’ In other words, tradition
should be relevant.
Deft touch: Glove-maker at Roeckl in Munich, Germany.
Soul: Making mouth-blown glass at Lamberts Glass, Waldsassen, Germany.
Von Faber-Castell: ‘‘Ultimately,
tradition is what results from
making the greatest possible
success of the present.’’
❯❯ Technology and innovation.
German companies may respect
tradition, but welcome
technological progress if it will
help. That does not mean
discarding what has worked well.
(For example, Roeckl still uses
sewing machines whose design
has not changed for a century).
Fusing technology with
tradition is also a skill. (It is also a
characteristic of some Japanese
design.)
Bechstein talks of ‘‘the happy
marriage of tradition and
pioneering vision. A harmony
between the human senses and
high technology.’’
Burmester says: ‘‘From the very
beginning the objective has been to
create a perfect blend of highestquality sound, technological
innovation and timeless design.
‘‘To achieve absolute sound
quality requires the creative
interaction of cutting-edge
technology, the use of only the
finest electronic components and
old-fashioned craftsmanship.
‘‘The last and most important
test that each component has to
pass takes place in our listening
studio. There we use only one
measuring device: our trained and
critical ears.’’
❯❯ Simplicity. Some products, like
pencils, are simple – but they still
meet a need, perhaps more than
people realise. Von Faber-Castell
says the pencil did not disappear,
despite warnings 30 years ago.
Somebody can pick up a pencil
after years, or centuries, and still
use it.
‘‘Doing ordinary things
extremely well’’ is another FaberCastell goal.
Research has shown that using
coloured pencils helps young
children develop motor skills and
will make them more creative, the
count says.
Other handmade products are
also simple, but of lasting value.
Perhaps the future is not all
smartphones, tablets, and hightech.
❯❯ Passion and soul. Germans have
a reputation for being serious and
thorough. They can be, but after
reciting a long list of facts and
figures I was surprised by the
reaction of apparently soberminded businesspeople when
asked why their business matters.
In a word: soul. I discovered
that pencils have a ‘‘soul.’’ So does
Lamberts Glass.
Bechstein’s Leonard Duricic is
passionate: ‘‘You need cultural
food for the soul.
‘‘If there is no culture, we are
Sustainability: Graf Anton-Wolfgang
von Faber-Castell, head of the FaberCastell pen and pencil company, Stein.
worse than animals.’’
He says families in Asia share
music together, and that is ‘‘a very
good thing.’’
Burmester’s slogan is ‘‘Art for
the ear’’. ‘‘In the final analysis, the
products are representing the
heart and soul of the company.’’
In German, ‘‘fascination’’
implies real passion for a subject
or product.
❯❯ Making a difference. Quality
products made to last that people
treasure and value; skilled
workers who take pride in their
work; companies that support
them and their communities: none
of these qualities is revolutionary.
Michael Schroeder says in
Germany government economic
assistance is needed to help
manufactories survive and
prosper. ‘‘It is also important to
attract enough young workers so
that traditional skills are not lost.’’
Dr Thomas Prinz, head of the
directorate-general for culture and
communication at the German
Federal Foreign Ministry, says:
‘‘The government supports it
because it’s a wonderful way of
transporting the image of
Germany handmade.’’
Many Kiwi companies also
produce high-end, top-quality
products for export. Their success
also deserves celebrating and
Fairfax NZ
supporting.
ARTIKEL
Alle Hände voll zu tun
Hochwertigeres zu besitzen, als das, was
Wann hatten Sie das letzte Mal einen handin den herkömmlichen Einzelhandelsketgeschriebenen Brief zwischen Rechnungen
ten angeboten wird, kann Grund für die
und Werbeprospekten in Ihrem BriefkasSuche sein. So wie ein Musikliebhaber, der
ten? Im Zeitalter der E-Mails, SMS, Whatsdie Stimmgewalt einer Janis Joplin oder
App-Nachrichten und Skype-Telefonaten
einer Montserrat Caballé nicht durch eikann ein handgeschriebener Brief wie ein
nen handelsüblichen Lautsprecher hören
Relikt aus einer anderen Zeit wirken. Der
will, sondern mit einer Anlage, die Musik
Brief ist real, persönlich und etwas einmain ihrem gesamten Spektrum unverfälscht
liges. Er wurde nicht heruntergetippt und
wiedergibt.
mit einem einfachen „Klick“ abschickt,
Doch ist ein besserer Klang wirklich
sondern wohl überlegt geschrieben, franGrund genug, um zehnmal so viel Geld
kiert und zum Briefkasten gebracht. Nicht
für eine Audioanlage auszugeben und
zuletzt weil er Zeit erfordert, verströmt ein
dann wochenlang auf die Lieferung zu
handgeschriebener Brief mehr Charme als
von Michael T. Schröder
warten, wenn man einfach zum Elektrojede elektronische Nachricht, sei sie noch
nikmarkt um die Ecke fahren und das Geso poetisch formuliert. Man kann ihn immer wieder lesen, mit sich herumtragen gefertigten Luxustapete oder einer hoch- rät zum Schnäppchenpreis gleich mitnehoder unter das Kopfkissen legen. Auch wertigen Audio-Anlage für den perfekten men kann? Oder gar per Mausklick gleich
ein Wiedersehen nach Jahrzehnten nicht Klang ausgeht, ist ähnlich wie das Gefühl zu sich nach Hause bestellen kann? Ist es
ausgeschlossen, wenn alte Erinnerungen beim Schreiben eines Briefes: Die Suche nicht entgegen jedem Trend, im Zeitalter
durchstöbert werden: Ein mit der Hand und Auswahl kostet Zeit, ist mühseliger von Digitalisierung und Globalisierung
geschriebener Brief hinterlässt Spuren. und womöglich umständlicher, doch auf sein Geld, seine Zeit und seine LeidenZweifellos sind E-Mails und Co. nicht ihre ganz eigene Weise leidenschaftlich. schaft in ein handgemachtes Produkt zu
grundsätzlich seelenlos oder gar unnütz Ein handgemachtes Produkt verströmt stecken?
Ganz im Gegenteil: Die wachsende
– liegen ihre Vorteile doch auf der Hand. den gleichen Individualismus, die gleiche
Nachfrage nach Manufakturerzeugnissen
Die Online-Welt und die Offline-Welt, die Authentizität.
In der heutigen Zeit, wo die Erfüllung steht symbolisch für die Rückbesinnung
Internetkommunikation und der handgeschriebene Brief, widersprechen sich nicht, materieller Wünsche dank Millionen auf lokale und regionale Traditionen, Wersie ergänzen einander. Sie sind wichtige verschiedener Onlineshops oftmals nur te und Eigenarten. Durch die globale VerBestandteile des Spektrums, wie wir mitei- wenige Mausklicks entfernt liegt, ist der netzung von Arbeit und Wirtschaft sowie
Erwerb und die damit verbundene Suche durch die Entstehung eines globalen Lenander kommunizieren.
Die Zahl der Briefeschreiber ist nicht eines handgefertigten Produktes, das im bensstils hat der Begriff „Heimat“ wieder
nur auf einen kleinen Kreis von leiden- Idealfall auf die persönlichen Wünsche an Bedeutung gewonnen. Heute kann man
schaftlichen Liebhabern beschränkt, Tra- des Käufers angepasst ist, dagegen eine Ge- von Stockholm über Seoul bis nach Sydney
die gleiche H&M Jacke kaufen, denselben
ditionalisten und Verweigerern digitaler duldsprobe par excellence.
Gründe für den Beginn einer solchen süßen Starbucks Kaffee trinken oder im
Kommunikation. Anton-Wolfgang Graf
von Faber-Castell sagte kürzlich in ei- Suche gibt es vielfältige: eine spezielle identisch aussehenden Hilton Hotel übernem Interview für das Herrenmagazin Tischsituation, die eine acht Meter lange nachten. „McDonaldisierung“ betitelte der
Tweed, dass die Schreibkultur nach wie zusammenhängende Tischdecke erfordert, amerikanische Soziologe George Ritzer
vor zunimmt. In achter Generation führt da hohe Staatsgäste zum Dinieren zusam- dieses Phänomen der Vereinheitlichung.
er heute ein Familienunternehmen mit ex- menkommen werden. Der eigene Körper, „Heimat“ und alles was damit verbunden
zellentem Weltruf, das einst 1761 als kleine der nicht mit den industriell hergestell- ist, ist zum Gegenkonzept der GlobalisieBleistiftwerkstatt in Stein bei Nürnberg ten und genormten Kleidungsstücken zu- rung geworden. Denn die internationale
begann. In den letzten 250 Jahren hat sich sammenpassen will. Handschuhe mit zu Erfahrung bewirkt, dass viele Menschen
viel verändert – auf der Welt und bei der kurzen Fingern, viel zu enge Schuhe, die wieder verstärkt nach Heimat, Herkunft
Produktion von Bleistiften und Schreibge- den Fuß einschnüren, oder Hosenbeine, und einer lokalen Identität suchen, so der
räten. Doch eines ist unverändert geblie- die gefühlt einen halben Meter zu lang Globalisierungsexperte Ulfried Reichardt.
ben: Ein handgeschriebener Brief ist etwas sind – hin und wieder produziert die In- Die Produkte der Manufakturen sind
dustrie an den Bedürfnissen der Menschen, Teil dieses Trends, da sie im Unterschied
Einmaliges, etwas Individuelles.
Die Faszination, die von einer handbe- die links und rechts vom Durchschnitt zum „globalen Einheitsbrei“ individuelle
malten Porzellantasse, einer individuell stehen, vorbei. Auch der Wunsch etwas und authentische Produkte herstellen, die
lokal und transparent angefertigt werden. für feinste Tisch- und Bettwäsche setzte. lem der Luxusmarkt, auch angesichts neu
Der Unterschied zwischen globaler Architekten, die einmal die Künste einer aufkommender Oberschichten in Asien
Massenproduktion und lokaler Anferti- bayerischen Glashütte zu sehen bekamen und der arabischen Welt, einen Boom wie
gung, zwischen Billigware und Handar- und für ihr neuestes Projekt in Shanghai schon lange nicht mehr. Der Luxury Busibeit sowie zwischen inszenierter Geschich- mundgeblasenes Fensterglas vom anderen ness Report 2013 berichtet von zweistellite und gelebter Unternehmenstradition Ende der Welt einfliegen lassen. Herzblut- gen Wachstumsraten der Branche, allein
zeigt sich nirgendwo besser als in den musiker, die zur wahren Ausübung ihres in den vergangenen zehn Jahren. Diese
Manufakturen selbst. Die vielen kleinen, Hobbys unweigerlich jene eine Soundan- Entwicklung lässt sich auch mit einem
spannenden Geschichten aus den Manu- lage brauchen, die in präziser Handarbeit neuen Bedürfnis nach authentischen und
fakturen handeln nicht nur von den pas- aus hunderten Einzelteilen zusammen ge- bodenständigen Gütern erklären, die zunehmend im Luxussegment wieder zu finsionierten Mitarbeitern in den Werkstät- fertigt wird.
den sind. Eine Sehnsucht, die besonders
ten selbst, von den Manufakturisten, die
die deutschen Manufakturen bedienen.
ihr Herzblut in jede einzelne Faser ihres
Tatsächlich muss Luxus nicht immer
Produktes stecken. Hinter jedem Arbeits„mehr“ bedeuten, sondern kann ebenso
schritt versteckt sich eine ganze Geschichgut in der Schlichtheit und Konzentration
te, gepaart mit der Überzeugung, für hohe
auf das Wesentliche eines Produkts liegen
Qualität einzustehen.
und damit den Mehrwert eines KonsumDie erzählenswerten Geschichten drehen sich oft auch um die Kunden selbst: In der heutigen Zeit scheinen Prunk und bedürfnisses schaffen. Es ist wohl kaum etFrischverliebte Paare, die für eine Tisch- Protz der Vergangenheit anzugehören was dagegen einzuwenden, wenn sich der
decke ihr Erspartes ausgeben, da bereits oder zumindest nicht mehr ganz angemes- Konsument vom der „Geiz-ist-geil“- Mendie Großmutter größtes Vertrauen in die sen zu sein, erst recht seit der Weltwirt- talität abwenden möchte und in der TradiFertigkeiten dieser Bielefelder Manufaktur schaftskrise. Nichtsdestotrotz erlebt vor al- tion deutscher Manufakturprodukte seine
Alle Hände
voll zu tun
Über die
wiederentdeckte
Liebe zum Detail
114
OBJECTS No.7
Ein Bedürfnis nach
bodenständigen Gütern
im Luxussegment
Playroom V, Valero Doval, Collage on found print, 8" x 13"
OBJECTS No.7
115
Alle Hände voll zu tun
ARTIKEL
Sehnsüchte bedient sieht. Der „Heritage“ lässt sich schlecht skalieren. Ein maßge- ihr Versprechen halten. Der Hang zur Perdes Produktes ist der Begriff der Stunde schneidertes Stück anzubieten, ist Teil der fektion – auch in technischer Sicht – und
und bezieht sich auf die Tradition, die Philosophie der Manufakturen. Sei es das zu einer den Menschen ansprechenden ÄsHerkunft und die Geschichte, die hinter Vermessen oder die langen Beratungsge- thetik, die der Funktionalität keinen Abder Ware steckt. Anders als in vielen gro- spräche, die beispielsweise der Parchimer bruch leistet sondern diese zur obersten
ßen Unternehmen ist „Heritage“ bei den Schuhmanufakturist Kai Gundlack führt, Maxime erwählt, lassen den Kunden den
Manufakturen nicht als Schlagwort einer bevor er sich an die Arbeit begibt. Auf sei- Mehrwert eines Produktes erleben. Intercleveren Marketingstrategie zu verstehen, ne Maßarbeit vertrauen Kunden aus ganz national wird die deutsche Handwerkssondern als ein Versprechen. Anstelle kon- Europa, dazu gehört auch Stargeiger Da- kunst als Kulturleistung verstanden und
struierter Geschichte oder erfundener Tra- vid Garrett. Jene individuelle Produktion ihre Qualität geschätzt. Die Tatsache, dass
dition steht hinter den Manufakturen oft macht den Luxuswert eines Manufaktur- man bei handgemachten Produkten nicht
eine Familiengeschichte oder die persönli- produktes aus – dem kann eine uniforme nur die Ware, sondern auch die Erfahrung
che Geschichte eines Unternehmens: Eine Designer-Tasche nur schwer etwas entge- des Herstellers und die Geschichte dahinter kauft, macht sie für den Kunden ebenTeetasse der Königlichen Porzellan-Manu- gensetzen.
so wertvoll wie einen handgeschriebenen
faktur Berlin betrachtet man mit derselBrief.
ben Detailverliebtheit, der einst Friedrich
der Große verfallen war. Ein Manschettenknopf des über 100 Jahre alten Lüdenscheider Unternehmens Deumer wird
heute mit demselben Stolz getragen, wie
es einst die ersten deutschen Mittelständler und Vereinsmitglieder taten, deren Das Paradox ist, dass heute die angebliAbzeichen und Medaillen die Manufaktur che Innovation der Manufakturen gefeibereits Mitte des 19. Jahrhunderts produ- ert wird. Dabei folgen sie doch nur ihrer
zierte. Und wer in der heutigen Zeit noch traditionellen Maxime, ein solides und
auf den guten handgeschriebenen Brief bewusstes Produkt in Handarbeit herzuan seine Liebsten setzt, weiß mit einem stellen. Ihr Erfolg liegt eben darin, nicht
edlen Schreibgerät der „Graf von Faber- kurzweiligen Trends zu folgen, sondern
Castell Collection“ eine ganze Dynastie auf langfristige Konzepte zu bauen. Dass
der Schreibkunst hinter sich.
dabei gutes Handwerk gefragt ist, tut den
deutschen Manufakturen dabei gewiss
keinen Abbruch. So etabliert sich neben
dem altbekannten „Made in Germany“
Während internationale Konzerne oder auch das Label „Handmade-in-Germany“
hippe neue Start-Ups in den Metropolen international. Eine Umfrage unter den
dieser Welt versuchen, neue Bedürfnisse Mitgliedern der „Initiative Deutsche Mazu kreieren, um sie dann mit Marken zu nufakturen – Handmade-in-Germany“ erbedienen, schöpft das Produkt einer Ma- gab jüngst, dass der Umsatz aller befragten
nufaktur seine Identität aus den Eigen- Manufakturen insbesondere in Brasilien,
schaften des Erzeugnisses selbst: hohe Russland, Indien und China, den sogeAnsprüche in der Materialauswahl, eine nannten „BRIC“-Staaten, in den letzten
hundertprozentige Produktverant­wortung Jahren gestiegen ist. Aber warum das Inund natürlich die Liebe zum Detail, wie sie teresse an handgemachten Produkten aus
nur die handgemachte Produktion erfüllt. Deutschland?
Das Label „Handmade-in-Germany“ Michael T. Schröder ist Vorsitzender der
Die entscheidenden Unterschiede zwischen den Manufakturen und den großen steht weniger für Glitzer und Glamour als „Initiative Deutsche Manufakturen – HandLuxusmarken liegen bei der Produktion, vielmehr für die hohe Wertigkeit ihrer Pro- made-in-Germany“. Die 2010 gegründete
denn mehr und mehr große Luxusmarken dukte, für klare Strukturen und eine tradi- Initiative hat zum Ziel das Potenzial der anstellen ihre Ware mittlerweile maschinell tionell begründete Sachlichkeit. Damit geschlossenen Manufakturen zu bündeln
her, während die Manufakturen weiterhin passt es perfekt zum aktuellen Zeitgeist und langfristig „Handmade-in-Germany“
handwerklich arbeiten – diese Perfektion und zur Sehnsucht nach Produkten, die als Marke zu etablieren.
Nicht kurzweilige
Trends sondern
langfristig Konzepte
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OBJECTS No.7
Polichinelle, Valero Doval, Collage on found print, 16" x 13"
Valero Doval: Die Arbeit des aus Spanien stammenden Künstlers Valero Doval ist eine Mischung aus
Illustration und Collage. Es sind Bilder mit VintageElementen und Natur-Bestandteilen, in gewissenhafter Handarbeit gefertigt. Das besondere besteht
darin, dass er vorhandene Bilder in neue Situationen
setzt und somit eine verborgene Realität eröffnet.
OBJECTS No.7
117
Historie
Die Bildgießerei Hermann Noack, ein bereits in vierter Generation geführtes
Berliner Familienunternehmen, wurde 1897 in Berlin-Friedenau gegründet und
fertigt seit der Gründung Großplastiken und Designobjekte renommierter
internationaler Künstler wie Käthe Kollwitz, Anselm Kiefer, Joseph Beuys oder
Jonathan Meese. Die Bildgießerei Noack hat die Geschichte Berlins förmlich
mit ins Bild gegossen: Prominente Denkmäler der Kaiserzeit und Weimarer
Republik sowie Rekonstruktionsarbeiten historischer Denkmäler wie die der
Quadriga auf dem Brandenburger Tor stammen aus dem Handwerksbetrieb.
Die angefertigten Skulpturen finden sich in Museen, wie dem MoMA (New
York), in Galerien und auf öffentlichen Plätzen rund um den Globus.
Philosophie
In die Produktion fließen nicht nur traditionelle Fertigkeiten aus der mehr als
hundertjährigen Unternehmensgeschichte ein. Auch innovative Techniken
kommen zum Einsatz, z.B. werden Zeichnungen und Vorarbeiten mit Hilfe von
3D-Lasertechnik eingescannt und auf digitaler Basis als Modell erstellt. Großer
Wert wird auf die enge Zusammenarbeit mit den Künstlern gelegt – von der
Ideenentwicklung, über die Materialauswahl bis zur Umsetzung.
Produkte
In ihrer Werkstatt direkt am Ufer der Spree bietet die Bronzegießerei auf über
10.000 m² genug Platz für die Produktion ̶ von der Ideen-Entwicklung über die
Modellherstellung bis zur Aufstellung der Kunstobjekte. Die Mitarbeiter sind
Spezialisten in der Fertigung von Großplastiken und Designobjekten,
beherrschen aber auch die Produktion kleinerer Objekte. Je nach Projekt
kommen vielfältige Verfahren zum Einsatz: Vom Bronzeguss im Sand- und
Wachsausschmelzverfahren über das Ziselieren und die Montage von
Skulpturen, Fassadenelementen und Designobjekten bis hin zu
Restaurierungen und Patinierungen.
Historie
Seit 1977 fertigt Burmester Audiosysteme in Handarbeit High End Audiokomponenten der absoluten Spitzenklasse und vertreibt diese heute in ca. 50
Ländern auf fünf Kontinenten. Anspruch und Ziel war von Beginn an die
perfekte Verbindung von souveränem Klang, technologischer Innovation und
zeitlosem Design. Wirtschaftlicher Erfolg und zahlreiche Auszeichnungen aus
Fachkreisen bestätigen die Berliner High End Manufaktur seit der Gründung in
ihrem Kurs.
Philosophie
„Art for the ear“ – Das Motto von Burmester ist ein Versprechen an den
Kunden. Im Zentrum steht ein Hörerlebnis, das den Hörer vergessen lässt,
dass er Musik über ein technisches Medium erfährt. Dabei soll sich die
Perfektion des Klangs in makelloser, hochwertiger und letztlich auch optisch
ansprechender Verarbeitung widerspiegeln. Der Großteil der Bauteile wird aus
Deutschland bezogen, die Fertigung findet ausschließlich von Hand in der
Berliner Manufaktur statt. Burmester versteht sich als Bewahrer von Kunst
und Kultur.
Produkte
Für anspruchsvolle Liebhaber der unverfälschten Musikwiedergabe sind die
CD-Player, Vor- und Endverstärker, Tuner, Power Conditioner, Surround
Prozessoren und Lautsprecher aus dem Hause Burmester das Maß aller
Dinge. Doch es ist nicht nur „Kunst für die Ohren“, die in der Berliner
Manufaktur entsteht. Vielmehr ist jedes einzelne Gerät auch ein optisches
Meisterwerk. Das unverwechselbare Design, edelste Materialien und höchste
Handwerkskunst „Made in Germany“ garantieren einen Genuss für alle Sinne.
Burmesters Position als einer der Weltmarktführer im Home Audio Bereich
legte den Grundstein für die Zusammenarbeit mit Automobilherstellern wie
Bugatti und Porsche. Auch für exklusive Luxusyachten entwickelt der High
End Hersteller individuell angepasste Sound Systeme.
Der Tobolsky-Kolinsky-Aquarellpinsel und der Borst-Schlusskünstlerpinsel wurden
mit dem Prädikat MAESTRO ausgezeichnet und stehen für anerkannte
Top-Qualität in Deutschland und auf internationalen Märkten.
www.davinci-defet.com
Historie
Die daVinci Künstlerpinselfabrik blickt auf eine lange Tradition der
Herstellung handgefertigter, exklusiver Pinsel zurück. Die wegweisende
Entscheidung der Gründerfamilie Defet den Namen des Universalgenies
Leonardo da Vinci für die eigenen Kunstpinsel im Jahr 1952 patentieren zu
lassen, war der Grundstein für den internationalen Erfolg. In den
darauffolgenden Jahrzehnten wurden die Fertigungsstätten der weltweit
wachsenden Nachfrage angepasst und um ein modernes Atelierhaus erweitert.
Heute stellen die rund 130 Mitarbeiter am Standort Nürnberg noch nahezu alle
Produkte ausschließlich in Handarbeit her.
Philosophie
Hochwertiges Material, traditionelles Handwerk und modernste, auf
maschinellen Alternativen aufgebaute Herstellungsverfahren gehen bei daVinci
seit Jahrzehnten Hand in Hand, sodass für die gesamte Angebotspalette
optimale Qualitätsstandards gewährleistet sind. In der in 3. Familiengeneration
geführten Pinselmanufaktur kommt der Ausbildung der Pinselmacher eine
herausragende Stellung zu. So hat jeder der Spezialisten eine dreijährige
Lehrzeit absolviert, ehe er oder sie einer bestimmten Produktgruppe
zugeordnet wird.
Produkte
Einst bildete der Künstlerpinsel den Grundstock des Fabrikationsprogrammes.
Heute ist die Pinselmanufaktur der Ansprechpartner für Kunden in aller Welt,
die Qualitätswerkzeuge für die vielfältigsten Anwendungsbereiche suchen. Zu
den Geschäftsfeldern zählen Künstler-, Kosmetik-, Dental- und Nailpinsel. Basis
für alle diese Produkte ist die sorgfältige Auswahl der Rohmaterialien, die
größtenteils in eigener Zurichtung oder Nachbehandlung für die jeweiligen
Pinselarten aufbereitet werden. Auch heute noch werden kostbarste Materialen
wie das Schweifhaar des Kolinsky Feuermarders oder des Iltisses verarbeitet.
Jährlich verlassen über 6 Millionen Pinsel die Künstlerpinselfabrik daVinci,
darunter auch viele Einzelstücke, die auch auf speziellen Wünschen von
Künstlern und Kunsthandwerkern basieren.
Historie
Lüdenscheid, der Sitz des Unternehmens Deumer, liegt im Herzen des
Sauerlandes, das auf 2000 Jahre Metallproduktion zurückblicken kann. Vor
über 150 Jahren erlernte Wilhelm Deumer das hier beheimatete
traditionsreiche Graveurhandwerk und gründete 1863 die erste Manufaktur für
Medaillen und Abzeichen auf deutschem Boden. Seine Unternehmung passte
perfekt in eine Zeit, in der sich eine Vielzahl neuer Firmen, Parteien und
Vereine gründeten, die Abzeichen nachfragten. Bereits Anfang des 20.
Jahrhunderts gehörte die Manufaktur Deumer zu den bekanntesten ihrer Art
und beschäftigte weit mehr als 200 Mitarbeiter. Zu der Zeit übernahm Wilhelm
Conze die Firma von Deumers Sohn Hugo und machte sie zu seinem
Familienunternehmen. Fortan begann auch die Produktion der heute
weltbekannten Manschettenknöpfe aus der Manufaktur Deumer, inzwischen in
der 6. Generation.
Philosophie
Das Streben nach handwerklicher Perfektion und gestalterischer Vollendung ist
der Leitsatz des Hauses Deumer. Traditionsreiches Metallhandwerk wird mit
modernen Fertigungstechniken verbunden. Doch das Herz des Unternehmens
bleibt dies: die uralte Kenntnis des Metalls, die von kundigen Händen an die
nächste Generation weitergereicht wird.
Produkte
Die klassisch eleganten Manschettenknöpfe von Deumer zählen bis heute zu
den bekanntesten Produkten der Manufaktur. Erhältlich sind sie weltweit bei
den besten Herrenausstattern und im Rahmen ausgesuchter Events. In seinem
Traditionsbewusstsein produziert das Unternehmen aber auch weiterhin
Sonderanfertigungen im Kundenauftrag: Individuell gestaltete hochwertige
Firmengeschenke für namhafte Unternehmen, handgefertigte Abzeichen,
Medaillen und Auszeichnungen für Vereine, Verbände und Institutionen.
Historie
Die Deutsche Kunstblume Sebnitz pflegt mit ihrer Manufaktur zur Herstellung
von Seidenblumen ein traditionelles Kunsthandwerk: Einst waren es
böhmische Blumenmacher, die sich 1834 in Sebnitz niederließen und den
heutigen Erholungsort in der Sächsischen Schweiz als „Seidenblumenstadt“
etablierten. Um die Jahrhundertwende stammten Dreiviertel aller weltweit
produzierten Seidenblumen aus der beschaulichen Kleinstadt nahe der
tschechischen Grenze. Bis zur Wende 1989 war die Produktion der
Kunstblumen einer der wichtigsten Erwerbszweige der Sebnitzer, noch heute
zählt die Deutsche Kunstblume zu den wenigen Manufakturen weltweit, in der
Seidenblumen in traditioneller Handarbeit hergestellt werden.
Philosophie
Das Herzstück der Deutschen Kunstblume bildet die Schaumanufaktur, eine
„lebendige Werkstatt mit lebendiger Tradition“ und mehr als 40.000 Besuchern
jährlich. Hier sollen nicht nur die Fertigkeiten der Sebnitzer Manufaktur
präsentiert, sondern auch die Schönheit und der traditionelle Wert der
handgefertigten Kunstblumen erfahrbar werden – die Sebnitzer Blumentage
stellen dabei einen Höhepunkt des Jahres dar. Eine der Maximen der
Deutschen Kunstblume Sebnitz ist es, dem individuellen Kundenwunsch
Rechnung zu tragen: Form und Farben können in Sonderanfertigungen
mitbestimmt und ausgewählt werden.
Produkte
Hohe Qualität und ein ansprechender optischer Eindruck sind für die Deutsche
Kunstblume entscheidend bei der Produktgestaltung. Durch die Verwendung
klassischer Stanz- und Prägewerkzeuge werden die Blumen, meist durch den
Einsatz von Materialien wie Seide, Taft oder Samt, von den 12 Mitarbeiterinnen
in vollständiger Handarbeit gefertigt. Färben, Stanzen, Stärken und Prägen
sowie das abschließende Binden stellen dabei die Fertigungsschritte dar. Die
einzigartigen Arrangements von Seidenblumen, diversen Modeaccessoires
und der Brautschmuck werden bundesweit und über die Grenzen
Deutschlands hinaus geschätzt, sei es bei Theater und Film oder hochwertigen
Firmenevents von Volkswagen oder JOOP!.
Historie
Auch im 21. Jahrhundert blickt die Stadt Ulm auf der Schwäbischen Alb stolz auf
ihre lange Tradition der Leinenweberei zurück. Teil dieser besonderen
Geschichte ist die Ege Textilmanufaktur. 1930 gegründet, wird das
Unternehmen heute von Christoph Ege geführt.
Philosophie
Beständigkeit und Stil, für Diskretion und Perfektion – Haute Couture für ein
anspruchsvolles Ambiente. Ermöglicht wird dies durch höchstes handwerkliches
Können der Mitarbeiterinnen, die in den Ateliers in Ulm feinste Materialien
verarbeiten. Jedes einzelne Produkt wird individuell nach Maß genäht, bestickt,
gepolstert. Verarbeitet werden edle und wohltuende Materialen, seien es eigens
für Ege in St. Gallen gewobene Spitzen, nach eigenem Entwurf gefertigter
Brokat Damast aus dem Piemont oder schweres Reinleinen, gewoben in einer
kleinen
Manufaktur
in
Irland.
Jahrzehnte
lange
vertrauensvolle
Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten lassen Innovationen entstehen, die
sowohl die Kunden erfreuen als auch die Handwerkskunst weiter entwickeln.
Damit Tradition und Wissen um die exklusiven Fertigungsprozesse nicht
verloren gehen und die eigenen Qualitätsstandards gehalten werden, bildet die
Ulmer Manufaktur seit vielen Jahren Stickerinnen und Näherinnen aus. Die
exquisiten Stücke aus Manufaktur sind nicht im Einzelhandel erhältlich, sondern
werden ausschließlich über speziell ausgebildete Kundenberater vertrieben.
Fernab jeglicher Einkaufshektik, zuhause in der vertrauten Umgebung, wählen
die Kunden Stoffe, Bordüren, Stickereien, Spitzen oder Applikationen aus.
Produkte
Tisch- und Bettwäsche, Servietten, Maßhemden, bestickte Taufkleidchen und
eine eigene Kinderkollektion, individuelle Daunendecken und körpergerechte
Matratzen werden ausschließlich vor Ort in Ulm hergestellt. Eine kleine aber
feine Accessoires Kollektion rundet das Angebot ab. Auch hier kommen nur
feinste Materialen in Frage und Christoph Ege legt Wert darauf, auch kleine
Handwerksbetriebe
zu
unterstützen,
die
sich
ebenfalls
höchsten
Qualitätsansprüchen verschrieben haben. Besonders geschätzt wird von allen
Kunden der hauseigene Wasch- und Bügelservice. So kann die Wäsche zur
Pflege eingesandt werden und wird frisch gewaschen und perfekt von Hand
gebügelt wieder feinst verpackt nach Hause geliefert.
Historie
Die Geschichte von FAPACK begann 1869 in Berlin mit einer Hutschachtel.
Heute, 145 Jahre später, ist die Manufaktur einer von Deutschlands
gefragtesten Verpackungsspezialisten. Nachdem das traditionsreiche
Familienunternehmen im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde und
in den Jahren nach dem Wiederaufbau ausschließlich Verpackungen aus
Wellpappe und airpop® produzierte, kehrte es nach 2010 mit dem Kauf der
Kartonagenfabrik Gerhard Reich zu seinen Wurzeln zurück. Die Manufaktur
wird nun in fünfter Generation von der Familie Behrens geleitet.
Philosophie
Jeder Karton von FAPACK hat seinen eigenen Charakter: Die Verpackungen
haben Charme und sind ebenso individuell, wie das Produkt, das sie in sich
tragen. Je nach Wunsch des Kunden werden die Kartons mit edlen
Bezugsmaterialien wie beispielsweise Leinen überzogen, bekommen ein Logo
eingeprägt oder werden mit Seide ausstaffiert. Der Herstellungsprozess
unterscheidet sich dabei heute kaum von damals. Der größte Teil der
Fertigung erfolgt in Handarbeit, nur wenige Maschinen kommen zum Einsatz,
wenn die Feinkartonagen veredelt werden.
Produkt
Neben den maßgeschneiderten Feinkartonagen umfasst das Sortiment von
FAPACK Verpackungen und technische Formteile aus airpop® sowie
Versandverpackungen aus Voll- und Wellpappe. Die Produkte finden sich
beispielsweise
in
Motorradhelmen,
Waschmaschinenverpackungen,
Thermoboxen, Steckeinsätzen für die Autoindustrie sowie Archivkartons.
Erkennungsmerkmal von FAPACK bleiben jedoch die Feinkartonagen – diese
haben es sogar schon bis nach Hollywood geschafft: In dem Oscarprämierten Film „The Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson spielen die
FAPACK Boxen eine Hauptrolle.
Historie
Die FITZ LEUCHTENMANUFAKTUR verbürgt sich seit mehr als einem
Vierteljahrhundert für die Kreation von Lampen und Leuchten, die sinnbildlich
für ein ganzheitliches Lebensgefühl stehen. Handgefertigte individuelle
Lampenschirme und Sockel, die in allen Facetten gestaltet werden können und
nach Vorlagen internationaler Designer entstehen, sind das Markenzeichen
jeder FITZ-Leuchte. Noble Adressen, wie die Steigenberger Hotels and
Resorts, die Kempinski Hotels und das Kulm-Hotel in St. Moritz, zählen zu ihren
Kunden.
Philosophie
Für die sieben Mitarbeiter der Manufaktur sind Lampen mehr als nur
Lichtquellen,
schließlich
werden
im
hauseigenen
Leuchten-Atelier
ausschließlich Unikate hergestellt. Hundertprozentige Handarbeit und der
Anspruch mit jeder Lampenkreation eine persönliche und stimmungsgebende
Note zu schaffen sind bei jedem Arbeitsschritt präsent. „Licht trifft Form“
beschreibt eine der wichtigsten Maxime der Manufaktur, die sich in der
gesamten Produktpalette wiederfindet, seien es klassische oder asiatische
Formen, minimalistische oder opulente Einflüsse.
Produkte
Die Leuchten werden von Hand hergestellt. Daher können alle Oberflächen
individuell veredelt, designt und eingefärbt werden. Das Sortiment der
Manufaktur umfasst Tisch-, Stand-, Decken- und Wandleuchten, welche dank
einer großen Farbauswahl und edlen Materialien wie Seide, Strichlack oder
Blattgold speziell nach Kundenwunsch angefertigt werden können. Hochwertige
Hölzer, beleuchtetes Glas oder Edelmetalle bis zum Platin werden für die
Lampen-Sockel verwendet und runden so die Gesamtkomposition ab. Eine
lange Lebensdauer und optische Brillanz der Lampenschirme werden u.a.
durch innovative Technologien garantiert: So werden helle Leuchtenschirme mit
Nanotechnologie ausgestattet, welche als unsichtbares Schutzschild gegen
Wasser und Schmutz fungiert.
Historie
Als die Glashütte Lamberts im Jahre 1934 in der Oberpfalz gegründet wurde,
konnte die Region bereits auf eine jahrhundertelange Tradition im
Glashandwerk zurückblicken. Mit den aufkommenden industriellen
Herstellungsverfahren wurden nach 1900 beinahe alle traditionellen Glashütten
in der Region verdrängt. Die Manufaktur Lamberts hingegen besteht bis heute,
nicht zuletzt dank ihrer langjährigen Expertise für Antik-, Farb- und Signalglas.
Weltweit gibt es heute nur noch drei Glashütten. Sie ist die einzige ihrer Art in
Deutschland und kann sich darüber hinaus Weltmarktführer nennen.
Philosophie
Noch heute ist das Produktionsverfahren das gleiche wie seit Jahrhunderten:
Bei jedem dieser Glasunikate ist eine vierköpfige Mannschaft tätig. Besonders
beim Glasblasen – bei dem die heiße, flüssige Glasmasse in Form gebracht
wird – ist äußerste Präzision gefragt. Die oft jahrzehntelange Erfahrung der
Glasmacher ist daher unentbehrlich. Am Ende des Herstellungsprozesses
steht ein Glaszylinder. Dieser wird aufgeschnitten, nochmals erhitzt und dann
zu einer Glastafel geformt.
Produkt
Von Goethe- über Danziger- bis hin zum Tischkathedralglas – über 5.000
verschiedene Texturen und Farben der Glasscheiben hat die Manufaktur im
Repertoire. Die hohe Qualität der Produkte ist dabei der traditionellen
Herstellungsweise gedankt; derart brillantes Glas ist maschinell nicht machbar.
Eingesetzt wird LambertsGlas® in Architektur, Design und bei
Restaurierungsvorhaben. Neben vielen anderen Auszeichnungen wurden die
Leistungen der Glashütte Lamberts für die europäischer Denkmalpflege 2008
mit der Goldmedaille Denkmal gewürdigt. Die Manufaktur liefert Glas für
Projekte von Größen wie Stararchitekt Sir Norman Foster oder dem Künstler
Olafur Eliasson. In klangvollen Metropolen sind die oberpfälzischen Gläser zu
finden: vom „Wirbelwerk“ im Lenbachhaus München über die gläserne Deckenund Säulenkonstruktion an der Kaohsiung Main Station in Taiwan bis hin zum
mundgeblasenen Fensterglas „restauro®“ in der Frauenkirche in Dresden.
Historie
1761 begann der Schreiner Kaspar Faber in Stein bei Nürnberg Bleistifte zu
produzieren. 1839 übernahm in der vierten Generation Freiherr Lothar von Faber
das Unternehmen und machte aus dem Bleistift ein echtes Qualitätsprodukt und
das erste Markenschreibgerät der Welt. Er und seine Nachfahren schufen im
Laufe der Jahrhunderte bemerkenswerte Produkte und es war eine persönliche
Herausforderung für den jetzigen Leiter des Unternehmens Anton-Wolfgang Graf
von Faber-Castell, die Vergangenheit wieder zu entdecken und sie mit zeitlos
gültigem Design und moderner Technik auf die Gegenwart zu übertragen. Das
Ergebnis ist die 1993 gegründete Graf von Faber-Castell Collection, ein
Sortiment außergewöhnlicher Schreibgeräte und Accessoires.
Philosophie
Die Schreibgeräte und Accessoires der Graf von Faber-Castell Collection
zeichnen sich durch eine sorgfältige handwerkliche Verarbeitung aus und
verkörpern ein Qualitätsbewusstsein, das ausgewählte Materialien, exzellente
Funktionalität und anspruchsvolle Ästhetik harmonisch verbindet. Präzision
und Leidenschaft bilden dabei die fortwährenden Maximen der Fertigung. Die
Intention des Gründers Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell bestand darin,
ausgewählte Schreibgeräte seiner Vorfahren wiederzuentdecken und diese zu
Produkten mit zeitlos gültigem Design weiterzuentwickeln.
Produkte
Die Graf von Faber-Castell Collection bietet ihren anspruchsvollen Kunden ein
exklusives und variationsreiches Produktsortiment. Für zurückhaltende und
dennoch perfekte Produktentwicklung steht der „Perfekte Bleistift“ - das
Herzstück der Collection. Er ist als brauner oder schwarzer Stift mit feiner
Kannelierung versehen und mit einem weißen Radiergummi ausgestattet
erhältlich. Eine platinierte Schutzkappe, die als Verlängerer aufgesteckt
werden kann und einen Spitzer enthält, rundet den „Perfekten Bleistift“ ab. Die
Krönung der Collection bildet die Edition Pen of the Year, die durch
außergewöhnliche Materialien wie von Hand gewebtes Rosshaar,
blattvergoldete Mooreiche, Jade oder Mammut-Elfenbein und eine aufwendige
Verarbeitung besticht.
Historie
Die Manufaktur und Werkstatt Orgelbau Klais wurde von Johannes Klais im
Jahre 1882 in Bonn gegründet, wo sie bis heute Orgeln für Kirchen und
Konzertsäle fertigt, die auf der ganzen Welt erklingen: Vom Nationaltheater in
Peking, über die Town Hall in Auckland bis hin zum Royal Opera House in
Muscat Oman, vom Kölner Dom bis zur New Yorker St. Peters Church und
der
Hallgrims
Kathedrale
in
Reykjavik
auf
Island.
In
der
Unternehmensgeschichte haben sich mittlerweile vier Generationen mit
Leidenschaft dem Orgelbau verschrieben. Bis heute lebt und arbeitet die
Familie unter dem Dach der Werkstatt.
Philosophie
Für den Orgelbauer Klais ist die wichtigste Quelle des Schaffens Respekt –
vor dem Raum, vor der Musik, der Liturgie, der Sprache und vor dem
Interpreten. Das leitende Prinzip der Familie Klais ist es dabei, basierend auf
den handwerklichen Traditionen der „Alten Meister“, Visionen für die Zukunft
zu schaffen. Durch Harmonie und Bewegung zwischen Zeit und Raum,
zwischen Mensch und Materie, zwischen Sprache und Landschaft entstehen
lebendige Instrumente. Johannes Klais selbst definierte die Maxime des
Unternehmens, die auch noch heute Gültigkeit besitzt: Für jeden Orgelbau die
beste Lösung zu finden und sie in höchster Qualität zu realisieren.
Produkte
Auch mit mehr als 100 Jahren Erfahrung befinden sich die Manufaktur und
ihre Mitarbeiter in einem immer währenden Lernprozess. Sie fertigen alle
Bestandteile einer Orgel selbst und von Hand: Gehäuse, Spieltische,
Windladen, Pfeifen, vom festen Gurtrahmen bis hin zur filigranen
Holzmechanik. Immer gilt es, ein ganzheitliches Objekt zu schaffen.
Historie
Die Erfolgsgeschichte der Joh’s Stübben KG begann 1894 in der Samt- und
Seidenstadt Krefeld. Als Gründer des Unternehmens fertigte Johannes
Stübben schon damals hochwertige Sättel, Zaumzeug, Geschirre, sowie
andere Lederwaren. Schnell stieg der Bekanntheitsgrad seiner Arbeit auch
über die Region hinaus. Seit ihren Anfängen ist die Manufaktur ein
familiengeführtes Unternehmen geblieben. Nach dem Krieg bauten Carl
Stübben und sein Sohn Werner Stübben das völlig zerstörte Unternehmen
wieder auf und führten es zu neuer Größe. Heute sind die Produkte aus dem
Hause Stübben in über 50 Ländern auf fünf Kontinenten erhältlich. Produziert
werden sie in Deutschland, der Schweiz und in Spanien.
Philosophie
Bei Joh’s Stübben setzt man auf Tradition und Erfahrung – gleichzeitig wird
großer Wert auf Innovation und moderne Fertigungstechniken gelegt. Zur
Verwendung kommen auch heute nur hochwertige Materialien, die detailgenau
verarbeitet werden und individuell an Reiter und Pferd angepasst werden
können. Regelmäßiges Feedback durch Sportler und Experten ermöglicht
höchste Standards.
Produkte
Die Joh’s Stübben KG produziert die gesamte Palette des Reitsportzubehörs,
von Sätteln über Kandaren bis hin zu Zaumzeug. Über das Joint Venture
STEELtec werden auch Stahlprodukte in eigener Regie produziert. Zusätzlich
bietet Stübben neben speziell angefertigten Pflegeprodukten ein erlesenes
Sortiment an hochwertigen Geschenkartikeln an. Mit seiner mehr als 100jährigen Geschichte und seinen außergewöhnlich hochwertigen Produkten gilt
Stübben als die Weltmarke im Reitsport.
Historie
Die Kay Gundlack Schuhmanufaktur ist bislang das jüngste Mitglied im
Kreis der Initiative Deutsche Manufakturen. Seit 2005 fertigt Kay Gundlack im
Mecklenburgischen Parchim hochwertige Schuhe nach Maß.
Philosophie
So lang die Tradition des Schuhmacherhandwerks in die Geschichte
zurückreicht, so selten ist sie geworden. Für Kay Gundlack ist es daher eine
Herzensangelegenheit, die traditionelle Kunst des Schuhmacherhandwerks
weiter zu betreiben und Schuhen wieder eine Seele einzuhauchen. Denn
Schuh ist nicht gleich Schuh. Dieser zentrale Bestandteil seiner Philosophie
hat konkrete Auswirkungen auf die Arbeit von Gundlack. So sollen die
handgefertigten Stücke nicht nur den perfekten Tragekomfort bieten, sondern
auch zu der Persönlichkeit des Trägers passen.
Produkte
Im Mittelpunkt der Arbeit von Kay Gundlack stehen Schuh und Träger.
Individuelle Vorstellungen und Wünsche bilden die Grundlage für seine Arbeit.
Die Kunst des Fertigens teilt Kay Gundlack gern mit seinen Kunden: seine
Manufaktur ist eine „offene“ Werkstatt und jeder Kunde darf gern beim
Herstellungsprozess zuschauen und auf Wunsch bei einigen Schritten sogar
mitwirken. Das fertige Produkt trägt somit auch einen Teil seines zukünftigen
Besitzers in sich – und glänzt nicht nur durch materiellen, sondern auch durch
seinen emotionalen Wert.
Historie
Vor über 170 Jahren gründete der Seifensiedemeister Philipp Klar seine
Seifenmanufaktur in Heidelberg. Seitdem steht der Name Klar Seifen für
qualitativ hochwertige Seifenprodukte und die älteste, von Familienhand
geführte Seifenmanufaktur Deutschlands. Das Unternehmen, welches in
fünfter Generation geführt wird, zeichnet sich durch die Wahrung
traditionsbewusster und leidenschaftlicher Werte aus. Anspruchsvolle und
renommierte Unternehmen gehören zum festen Kundenstamm von Klar
Seifen.
Philosophie
Tradition, Qualität, Nachhaltigkeit und Leidenschaft – für diese Werte steht die
Klar Seifen Manufaktur. Tradition verpflichtet zur Wahrung des Familienerbes.
Qualität bedeutet Verwendung der ausschließlich besten Zutaten für die
Produktion. Nachhaltigkeit verbindet umweltverträgliche Produktion mit
hochergiebigen Feinseifen und Leidenschaft animiert jeden der Mitarbeiter
dazu, gerne sein Bestes zu geben. Die Herstellung der Seifenprodukte wird
durch moderne Fertigungstechniken als auch mittels althergebrachter
Werkzeuge ganz nach dem individuellen Kundenwunsch hergestellt.
Produkte
Die Produkte werden in der Manufaktur sorgfältig, mit Liebe zu Detail und
Handwerk gefertigt. In dem angegliederten Verkaufsladen in Heidelberg findet
man neben klassischen Produkten, wie der Kern-, Rasier- und Handseife, auch
innovative und ausgefallene Artikel wie die Spätburgunderseife aus rein
pflanzlichen Ölen welche eine leichte Note des beliebten Rotweins enthält.
Eine Besonderheit sind die künstlerisch gestalteten Seifenskulpturen aus über
500 Seifenformen, die von Generation zu Generation in der Familie Klar
weitergegeben werden.
Historie
Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) blickt auf eine lange und
bewegte Geschichte zurück, deren Ursprünge bis in das Jahr 1751 reichen.
König Friedrich der Große übernahm das Unternehmen 1763 von dem
Berliner Kaufmann J. E. Gotzkowsky und gab ihm den Namen und das
königliche Zepter als Wahrzeichen. 2006 wurde die Königliche PorzellanManufaktur Berlin (KPM) erfolgreich privatisiert. Heute ist die KPM das älteste
produzierende Unternehmen Berlins und eines der prestigeträchtigsten.
Philosophie
Präzision, Beständigkeit und Designkompetenz haben für die KPM oberste
Priorität. Dabei pflegt die Manufaktur den Anspruch, ihre Produkte im oberen
Luxus-Segment zu platzieren. Ihre nahezu 250-jährige Tradition gilt ihr als
Verpflichtung. Durch die Investition in präzises Handwerk, mehrfache
Qualitätskontrollen und edle Gestaltung werden die Porzellane nicht nur zu
Unikaten, sondern zu „Meisterstücken“.
Produkte
Neben Geschenkartikeln und Accessoires genießt die KPM vor allem
weltweiten Ruhm für ihre hochwertigen Service, die ausschließlich in Berlin in
Handarbeit gefertigt werden. Die Porzellane der KPM spiegeln verschiedenste
Epochen wie Rokoko, Klassizismus, Jugendstil oder Moderne wider und
wurden unter Mitwirkung zahlreicher namhafter Künstler und Designer
gestaltet. Dekore wie Gold-, Blumen-, oder Landschaftsmalereien veredeln die
Produkte.
Historie
Mit über 70-jähriger Tradition ist die Manufaktur Peter Bock heute ein
international renommierter Anbieter, dem es gelungen ist, die traditionellen und
emotionalen Werte klassischer Schreibgeräte mit den Qualitätsansprüchen der
modernen Zeit zu verknüpfen. Heute wird das Familienunternehmen von
Wolfgang Bock geführt.
Philosophie
Die Peter Bock AG steht für den emotionalen Wert des handgeschriebenen
Wortes. Gleichzeitig wird aber traditionell Wert darauf gelegt, jenseits von
individuellen Maßanfertigungen auch eine umfangreiche Palette an
kostengünstigen und dennoch hochwertigen Standardprodukten anzubieten.
Produkte
Die Manufaktur produziert feinste Federn für Füllfederhalter und hochwertige
Tintenleitsysteme. Ihre Produktion basiert auf individueller Handarbeit, gestützt
durch moderne CAD-Technik und selbst entworfenen Fertigungsmaschinen,
die höchste Präzision garantieren. Zu den Kunden der Manufaktur gehören
national und international führende Hersteller von Markenschreibgeräten wie
Faber-Castell, Visconti und Kaweco. Gefertigt werden aber auch Federn für
Juweliere und für Schreibgeräte anderer namhafter Hersteller.
Historie
Die Marke Roeckl gilt seit ihrer Gründung als Synonym für feinste
Lederhandschuhe und Premium-Accessoires. Die Erfolgsgeschichte beginnt im
Jahr 1839, als Jakob Roeckl in München einen kleinen Handwerksbetrieb
nebst Ladengeschäft gründet. Bald wird dieser durch eine eigene Gerberei und
eine Färberei ergänzt. Im Jahre 1870 entsteht am Münchner Stadtrand ein
großes Fabrikgebäude für bis zu 1.000 Mitarbeiter. Zum erlesenen
Kundenstamm gehörten unter anderem der bayrische König Ludwig II und die
österreichische Königin Elisabeth, besser bekannt als „Sissi“. Derzeit
beschäftigt die Handschuhmanufaktur rund 330 Mitarbeiter in Deutschland und
dem europäischen Ausland.
Philosophie
Bis heute lebt die Marke Roeckl von der Einzigartigkeit der manuellen
Fertigung. Roeckl verbindet in vielfältigen Handschuhmodellen auf
faszinierende Weise ein Höchstmaß an Qualität, moderner Funktionalität sowie
Lifestyle und Fashion. Um diesen Standard aufrecht zu erhalten, wird bei
Roeckl seit 2008 wieder der fast ausgestorbene Beruf des Handschuhmachers
ausgebildet.
Produkt
Als erste Frau in der Familientradition leitet Annette Roeckl seit 2003 das
Unternehmen. Sie setzt auf Internationalisierung und ein umfassendes
Produktportfolio von hochwertigen Lederhandschuhen, über Ledertaschen bis
zu Strick-Accessoires, Seidentücher und Schals. Durch die Verwendung
besonders dünner und geschmeidiger Leder, wie Peccary, Nappa oder Velour,
sitzen die Handschuhmodelle von Roeckl wie eine zweite Haut und bieten
dabei eine angenehme Bewegungsfreiheit. Die Liebe zum Detail zeigt sich bei
der Fertigung in Handarbeit: Für ein Paar Peccary-Handschuhe benötigt eine
Näherin bis zu 24 Einzelteile, die sie mit rund 2000 Stichen zusammennäht.
Historie
Ihren Ursprung hat die Glasmanufaktur „Rotter Glas – Crystal since 1870“ in
Schlesien. Im väterlichen Betrieb erlernte Carl Rotter die Feinheiten des
jahrhundertealten schlesischen Gravur- und Schleifhandwerks. 1929 ließ er
das Kugelbohr-Verfahren, die Grundlage für den späteren Erfolg des
rotterschen Kugelbechers, patententieren. 1948, nach Krieg und Flucht,
gründete Carl Rotter das Unternehmen in Lübeck neu. Nach seinem Tod
übernahm sein Sohn Wolfgang Rotter das Unternehmen. Heute wird die
Manufaktur von seiner Frau Birgit Rotter in vierter Generation geführt.
Philosophie
Rotter Glas steht für die Verbindung zwischen traditionellem Glashandwerk
und zeitlosem Design. Für die hohe Qualität sorgt die intensive langjährige
Ausbildung angehender Glasschleifer bei Rotter Glas. Erst nach einer
dreijährigen Ausbildung und etwa sieben Jahren Berufserfahrung besitzen
diese genug handwerkliches Können und Kunstfertigkeit, um die
unverwechselbaren Rotter-Dekore umsetzen zu können. Ein Anspruch, der
sich in jedem der handsignierten Becher von Rotter wiederspiegelt und sie zum
Unikat werden lässt.
Produkte
Rotter Glas steht für veredeltes Kristallglas in reiner Handarbeit. Durch die
verschiedenen Schleiftechniken ist eine große Vielfalt an Dekoren entstanden,
die sich bei Kunden und Liebhabern perfekter Glasschleifkunst größter
Beliebtheit erfreut. Die farbigen Gläser sind bei ausgewählten nationalen und
internationalen Händlern erhältlich und in zahlreichen Galerien auf der ganzen
Welt ausgestellt.
Historie
Seit über 175 Jahren ist Strunkmann & Meister die erste Adresse für
maßgeschneiderte Tisch- und Bettwäsche. 1832 in Bielefeld gegründet, steht
das Unternehmen für Qualität aus Tradition und für eine anspruchsvolle
Kundenklientel. Schon der kaiserliche Hof bedeckte seine Tafeln mit der feinen
Tischwäsche auf der das eingestickte kaiserliche Wappen natürlich nicht fehlen
durfte. Auch heutzutage stattet das Unternehmen noch herrschaftliche
Residenzen aus, darunter das Königshaus von Saudi-Arabien, die Villa
Hammerschmidt in Bonn und das Auswärtige Amt. 80 % aller Aufträge
stammen jedoch von anspruchsvollen Privatkunden, die oft bereits seit
Jahrzehnten bei dem Traditionsunternehmen Tisch- und Bettwäsche beziehen.
Philosophie
Strunkmann & Meister erfüllt jeden Kundenwunsch mit Liebe zum Detail und
großer Sorgfalt. Der tägliche Gebrauchsnutzen sowie die überdurchschnittliche
Lebensdauer der Produkte stehen im Vordergrund, wenn es um die
Anfertigung und Verzierung der Wäsche geht. Auf erlesene Qualität wird bei
allen Produkten Wert gelegt; damit diese nicht verloren geht, bietet sie einen
hauseigenen Wäscheservice an. Gereinigt, gepflegt und geplättet wird sie dem
Kunden schrankfertig und kostenfrei nach Hause geschickt.
Produkte
Die Bielefelder Manufaktur erfüllt individuelle Kundenwünsche für
Abmessungen und Design ebenso sorgfältig wie spezielle Aufträge für die
Wappeneinwebung sowie Monogramm- und Ornamentstiche in der
hauseigenen Stickerei. So kommen Individualisten und Liebhaber feiner
Details auf ihre Kosten. Tisch- und Bettwäsche sowie Küchen- und
Taschentücher werden heute in der Bielefelder Geschäftsfiliale, im Rahmen
von exklusiven Verkaufsausstellungen sowie beim Kunden vor Ort verkauft.
Für die Produktion werden Naturwerkstoffe von bester Qualität aus
umweltfreundlicher Herstellung verwendet: Seien es Reinleinengarne aus
Irland, hochwertige Makobaumwolle aus Ägypten oder erlesene Spitzen aus
der Schweiz.
Historie
1844 wurde SUDHAUS als Manufaktur für Schlösser und Beschläge in
Iserlohn gegründet, bereits 1855 prämierte die Weltausstellung in Paris die
Sudhaus Produkte. Zunächst bekannt für die Fertigung von Steigbügeln,
Sporen und Trensen erweiterte das Unternehmen sein Spektrum um Schlösser
und Schließsysteme für Koffer, Taschen, Fenster und Möbel sowie für
Produkte aus dem Automotive-Bereich. Das SUDHAUS-Logo, seit 1890 beim
Kaiserlichen Patentamt eingetragen, steht seit jeher für einen weltweit
anerkannten Qualitätsbegriff.
Philosophie
Innovationen entwickeln und dabei die Tradition fest im Blick haben - das ist
es, was die Firmenphilosophie des Unternehmens seit über einem Jahrhundert
ausmacht und auch in der Zukunft prägen soll. SUDHAUS verfügt über ein
umfangreiches technisches Know-how und ist aufgrund der im Unternehmen
vorhandenen Technologien in der Lage, auch technisch komplexe Lösungen
umzusetzen. Design, Funktionalität, Innovation und Qualität sind für
Sudhaus die Leitmaxime bei der Entwicklung und Fertigung anspruchsvoller
Schließsysteme.
Produkte
Das Zahlenradschloss „1844“ trägt die Jahreszahl der Gründung als Namen
und steht zugleich für den Innovationsgedanken. Das Einrasten der Zahlen
kann nicht mehr ertastet werden. Hat der Nutzer einen persönlichen Code
eingestellt, verdreht sich dieser nach dem Öffnen automatisch. Diese
Technologie findet sich heute im Airbus 380, dem größten Passagierflugzeug
weltweit. Dem Manufaktur-Gedanken entsprechend werden die Produkte auf
Wunsch auch in niedrigsten zweistelligen Stückzahlen angefertigt. Nahezu der
gesamte Wertschöpfungsprozess findet unternehmensintern statt. Dies
schließt selbstverständlich auch die hauseigene Fertigung von technologisch
anspruchsvollen Werkzeugen und Bauteilen ein.
Historie
Die baden-württembergische Stadt Waldkirch blickte bereits auf 189 Jahre
Orgelbaugeschichte zurück, als Heinz Jäger und Wolfgang Brommer 1988
hier ihre Meisterwerkstatt für Orgelbau gründeten. Ihr Können und die bei
beiden Meistern zugrunde liegende Leidenschaft für den klassischen Orgelbau,
bildet die Basis, um zusammen hochwertige Orgelinstrumente zu bauen und
zu restaurieren. Heute beschäftigen die zwei Orgelbaumeister 13 Mitarbeiter,
mit denen sie ihre Leidenschaft für hochwertige Orgelinstrumente teilen. Die
Aufträge für Orgelneubauten und Restaurierungen kommen aus Europa,
China, Taiwan, Japan, Korea und den USA.
Philosophie
Basierend auf der 212-jährigen Orgelbautradition in Waldkirch im Schwarzwald
werden alte Handwerkstechniken weitergeführt. Gleichzeitig werden aber auch
neue Entwicklungen in Technik und Design bei der Fertigung und Restauration
berücksichtigt. Präzision ist ein wichtiger Garant für Orgelwerke mit feinstem
Klang und langer Lebensdauer. Auf das Handwerk des klassischen Orgelbaus
bedacht, engagiert sich das Unternehmen mit der Waldkircher Orgelstiftung in
der Geschichte, Forschung und Bewahrung der Waldkircher Orgelbautradition.
„Orgeln für Gott und die Welt“ ist seit jeher der Wahlspruch der Waldkircher
Manufaktur.
Produkte
Sämtliche Bauteile stellen die Mitarbeiter in der Waldkircher Werkstatt selbst
her und sind dabei auf technische Innovationen angewiesen, um nach
individuellen Wünschen Kirchenorgeln und Konzertorgeln, aber auch die
berühmten Waldkircher Dreh- und Jahrmarktsorgeln zu bauen oder zu
restaurieren: Von der Bauchorgel mit 20 Tonstufen und 20 feinen Holzpfeifen
bis zur konzertanten Karussellorgel mit mehreren Pfeifenregistern. Verarbeitet
wird neben anderen Hölzern massives Eichenholz, welches aus dem
Schwarzwald und Elsass-Lothringen bezogen wird.
Historie
Seit Gründung des Unternehmens 1918 in Pforzheim stellt Waldmann
hochwertige Schreibgeräte aus Gold und Silber in einer erstaunlichen Vielfalt
an Formen und Varianten her. Erste internationale Erfolge feierte das
Unternehmen bereits 1937 bei der Pariser Weltausstellung mit der
Präsentation des 4-farb-Drehbliestiftes. Zahlreiche Patentierungen folgten
seitdem. Legendär bis heute ist der „two-in-one“ aus dem Jahre 1972, der
sowohl als Kugelschreiber als auch Füllfederhalter genutzt werden kann.
Philosophie
Geheimnis des Erfolges von Waldmann ist die Verbindung von Tradition und
Qualität
sowie
die
bewusste
Kombination
von
traditionellen
Handwerkstechniken mit neuen Ideen und frischem Design. Die Begeisterung
für Innovationen, moderne Techniken und aufwändige Metallbearbeitung hat
seit Gründung der Manufaktur eine lange Tradition bei Waldmann. Verwurzelt
in der Tradition der alten Schmuckmetropole in der Schwarzwaldregion, stellt
Waldmann besondere Ansprüche an jedes Produkt, das die Manufaktur
verlässt. So wird jedes Produkt unter dem Einsatz traditioneller
Handwerkstechniken zu 100 Prozent am Standort Deutschland gefertigt.
Produkte
In mühe- und liebevoller Handarbeit durch ausgebildete Facharbeiter
entstehen Kleinode an Schreibgeräten. Viele Unternehmen schätzen die hohe
Qualität und das Design von Waldmann und lassen sich limitierte Auflagen für
besondere Anlässe fertigen. So erhielten verschiedene deutsche Sportgrößen
einen speziell gefertigten Stift von Waldmann als Auszeichnung zur „Legende
des Sports“. Neben der Herstellung feiner Schreibgeräte ist Waldmann zudem
Spezialist für Gravuren. Das „Wiener Muster“ beherrschen nur noch wenige
Graveurmeister. Nur Waldmann fertigt Schreibgeräte mit dieser besonderen
Gravur. Kunden in über 60 Ländern und auf allen fünf Kontinenten schätzen
die Schreibgeräte von Waldmann, darunter Steven Spielberg. Er bescherte
dem Original 2-Farben Drehkugelschreiber von Waldmann 2002 einen
Gastauftritt im Film „Catch Me If You Can“.
Historie
Die Geschichte des Familienunternehmens Warwick begann in gewisser Weise
– bereits 1946, als Fred Wilfer die Fränkische Musikinstrumentenerzeugung
Fred Wilfer KG, bekannt als Framus, in Erlangen gründete. Framus entwickelte
sich in den Jahrzehnten danach zur größten und wohl bedeutendsten
Gitarrenfabrik Europas - nicht zuletzt deshalb, weil in den 60er Jahren die
Beatles die Gitarrenproduktion in einen regelrechten Boom versetzten. Die
Firmengeschichte ist eng verknüpft mit Beziehungen zwischen Framus und
seinen Stars. Erfolgreiche Zusammenarbeiten entstanden beispielsweise mit
dem Gitarristen Billy Lorento oder dem Rolling-Stones-Musiker Bill Wyman.
Dieses Umfeld prägte die Kindheit von Hans-Peter Wilfer, der 1982 die
Bassgitarrenmanufaktur Warwick. Schnell wuchs das junge Unternehmen,
weshalb die Produktion 1995 nach Markneukirchen in Sachsen verlegt wurde.
Am neuen Hauptsitz wurde auch die zwischenzeitlich untergegangene
Gitarrenmarke Framus wieder neu belebt.
Philosophie
Für Warwick stehen Umweltschutz und umweltbewusstes Handeln an erster
Stelle. Das Unternehmen betreibt die erste Manufaktur in der Musikindustrie,
welche sämtliche Instrumente komplett klimaneutral produziert. In den modernen
Fertigungshallen verwirklicht sich eine einzigartige Kombination aus
Handwerkskunst und Technik, die dem Ziel des perfekten Instrumentenbaus
sehr nahe kommt. In der Manufaktur liegt der Fokus auf der richtigen Auswahl
der Rohstoffe und ihrer Verarbeitung, die jedes Instrument zu einem Unikat
werden lässt.
Produkte
Über die Jahre haben sich mehrere Produktlinien mit über 40 verschiedenen
Bassund
Gitarrenvariationen
entwickelt.
Meisterstücke
sind
die
Manufakturinstrumente der Linie „Handcrafted in Germany“. Der wichtigste
Rohstoff für diese Gitarren- und Basskorpusse sind FSC-zertifizierte exotische
Hölzer wie Afzelia und Bubinga. Auch CITES-zertifiziertes Rio-Palisander-Holz
findet seine Bestimmung in den Händen der Instrumentenbauer aus
Markneukirchen. In präziser Handarbeit an die Korpusse angepasst,
komplettieren der Just-A-Nut III Brass-Sattel sowie Bünde aus Glockenbronze
die hochwertigen Instrumente, die höchsten ästhetischen wie klanglichen
Ansprüchen genügen und den unverkennbaren „Sound of Wood" ermöglichen.
Historie
Als Ulrich Welter 1985 die WELTER Manufaktur für Wandunikate gründete,
hatte er schon mehrere Aufträge aus der Filmindustrie erhalten. Aus der
Inszenierung von Wänden direkt vor Ort beim Kunden entwickelten sich 1995
handeigene Wandunikate in seiner Werkstatt in Berlin Schöneberg.
Philosophie
Dass Ulrich Welter die Malerei und das Bühnenbild zu seinen großen
Leidenschaften zählt und Farbe sein Element ist, wird in all seinen Kreationen
deutlich. Dabei ist immer der Anspruch präsent, den Raum als Bild zu
gestalten und das Bild begehbar zu machen. Welter bringt in seinen
Farbentwürfen den Menschen mit der Architektur zusammen.
Produkte
Die Produkte der Welter Manufaktur zeichnet aus, dass nur echte Materialien
und langlebige Farbtöne verwendet werden. Auch die späteren
Lichtverhältnisse werden bei der Kreation mit berücksichtigt. In Mal- und
Patiniertechniken oder im Siebdruckverfahren werden die Farben auf ein Vlies
gebracht. Die Materialien der Beschichtung reichen von Edelmetallen und
Legierungen wie Gold, Silber und Stahl bis hin zu Glas und Marmormehl. Zu
sehen sind die edlen Wandbekleidungen unter anderem an den Decken des
Fünf-Sterne-Hotels Adlon, in den privaten Shoppingräumen des Kaufhauses
Harrods, im World Trade Center in Dubai sowie auf der Hauptbühne der
Oscarverleihung.

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