GLOBAL Flash, Ausgabe Juli 2014

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GLOBAL Flash, Ausgabe Juli 2014
Juli 2014
© Foto: Beck Glatz Confiseur AG, Bern – Lieferservice CO2-neutral
GLOBAL Flash
Schweizerische Vereinigung
für Qualitäts- und ManagementSysteme (SQS)
In dieser Ausgabe n Energie n Nachhaltigkeitsberichte: «True and fair!» n Beck Glatz Confiseur AG: Mandelbärli – Berner Botschafter
der Nachhaltigkeit n Fr. Sauter AG: Erst der Blick aufs Ganze zählt n Brandschutz Ettiswil AG: Hot Spot für die Feuerwehr n Öffent­
liche Sicherheit SBB: Sicher unterwegs n Hans K. Schibli AG: «Ohne wären wir heute nicht so erfolgreich.» n Starling Geneva Hotel:
Business, Wellness, Fitness – alles energieeffizient n SQS aktuell
SQS-GLOBAL Flash
SQS validiert Nachhaltigkeitsberichte
Gedanken zur
Energie
Nachhaltigkeitsberichte:
«True and fair!»
Verantwortungsvolle, aber auch verantwortbare Führung (Good
Corporate Governance) entspricht der Forderung unserer Zeit. Die
Öffentlichkeit, insbesondere die interessierten Anspruchsgruppen
einer Organisation, erwarten Transparenz, die über die übliche
Geschäftsberichterstattung hinausgeht. Nachhaltigkeitsberichte
können diese Erwartung erfüllen. Die SQS validiert sie und geht
selber mit gutem Beispiel voran.
Liebe Leserinnen, liebe Leser
Dilemma-Management nennt man Entscheidungslagen, die auf sich widersprechenden Zielen gründen. In einer solch
verzwickten Situation befinden sich heu­
te sowohl die staatliche Energiepolitik wie
das unternehmerische Energiemanage­
ment. Eindeutige Wahlmöglichkeiten sind
nicht gegeben. Trotzdem muss jede Kör­
perschaft hier förderliche Entscheide fäl­
len, nicht die maximal richtigen, sondern
die optimalen Lösungen finden.
Energiefragen sind ein Trilemma. So kom­
plex sie auch sind, sie lassen sich verein­
facht im bekannten «magischen Dreieck»
abbilden. Im Dreieck der Energiepolitik
schafft jeder der Eckpunkte für sich völlige
Klarheit: Es geht um die Versorgungssicher­
heit, es geht um die Umweltverträglichkeit
und es geht um die Wirtschaftlichkeit. Im
Verbund können die drei antinomischen
Forderungen aber nicht maximiert, son­
dern nur optimiert werden. Das Ergebnis,
die Energiepolitik, ist sozusagen ein schwe­
bender Zustand. Weil sich die Energieland­
schaft national und international laufend
verändert (Märkte, Technologien, Regulie­
rungen), muss die «Energiepolitik» von Zeit
zu Zeit überprüft und angepasst werden.
Dr. Silvio Leonardi, Mitglied der Geschäfts­
leitung SQS und Spezialist für Nachhaltig­
keitsfragen, gibt hier Einblick in die aktu­
elle Praxis.
Herr Dr. Leonardi, Sie beschäftigen sich berufshalber mit dem Reporting von Organisationen.
Warum machen diese – ob gewinn- oder nonprofit-orientiert – Nachhaltigkeitsberichte?
Zuerst gilt es festzuhalten, dass die Nach­
haltigkeitsberichterstattung auf freiwilliger
Basis erfolgt. Es gibt keinen Zwang, aber si­
cher, es braucht etwas Mut dazu. Die Mo­
tive sind unterschiedlich: Das Beratungs­
unternehmen Ernst und Young hat letztes
Jahr eine Studie dazu herausgegeben. Die
Hauptmotive lassen sich in drei Katego­
rien zusammenfassen. Das erste Motiv ist
das Reputationsmanagement, man will die
Erwartungen eines zunehmenden Teils der
Öffentlichkeit erfüllen, welche nicht nur
an der finanziellen Rechenschaft interes­
siert ist, sondern auch am Verhalten einer
Körperschaft in ökologischen und sozialen
Themen. Die Berücksichtigung von Pro­
duktherkunft und Lieferketten ist ein Bei­
spiel.
Ein zweites Motiv ist, insbesondere in Nord­
amerika, das Risikomanagement. Grund­
gedanke dabei: Man will sich präventiv
möglichst so verhalten, dass man nirgend­
wo Gesetze verletzt. Das zwingt dazu, alle
denkbaren Einflussgrössen zu durchleuch­
ten. Beispielhafte Fragen sind etwa: Wie
sieht die Umweltsituation aus? Was spielt
arbeitsrechtlich eine Rolle? Wie ist die Pro­
dukthaftung aus Sicht des Konsumenten?
Ein dritter Grund: Vor allem institutionelle
Anleger geben sich heute nicht mehr mit
einem traditionellen Finanzbericht zufrie­
den. Man will Auskunft über Geschäftsstra­
tegien und Positionierungen in wirtschaft­
lichen, ökologischen und sozialen Fragen
und, das ist wichtig, deren Management –
heute und in der Zukunft. In Skandinavien
wird man diesen Erwartungen mit Nach­
haltigkeitsberichten bereits weitgehend
gerecht.
Tag der Schweizer Qualität
Klar ist: Im Zentrum der Suche nach der
optimalen Energiemenge steht die Steigerung der Energieeffizienz. Nicht genug:
Damit uns das gelingt, brauchen wir zusätz­
lich Innovation, Weitsicht und Bedacht –
viel gedankliche für weniger physische
Energie also. Stimmt doch! Gemäss Wil­
helm von Humboldt ist «Energie die erste
und einzige Tugend des Menschen».
Roland Glauser, CEO der SQS
2
24. Juni 2014 im Kursaal Bern: 350 Qualitätsexperten informierten sich über die neusten Entwicklungen im Q-Management. Der Grossanlass wurde gemeinsam von SAQ und SQS organisiert.
SQS-GLOBAL Flash
Bewegt sich Brüssel bereits in diese Richtung?
In der EU befindet sich eine entsprechende
Direktive in Ausarbeitung, welche Vorga­
ben für eine umfassende Geschäftsbericht­
erstattung ab einer bestimmten Unter­
nehmensgrösse zur Pflicht macht. Es fehlt
noch die formale Genehmigung durch den
Europäischen Rat, damit die Direktive im
2016 / 2017 in Kraft treten kann.
Und was tut sich in der Schweiz?
Es gibt keine offiziellen Papiere, aber meh­
rere Vorstösse, die darauf abzielen, vor al­
lem riskante Branchen, die insbesondere
auch die Reputation der Schweiz tangieren
(zum Beispiel Finanzbranche, Rohstoff­
branche), in die Pflicht zu nehmen.
Erfreulich ist in jedem Fall, dass mehr und
mehr Organisationen aus eigenem Antrieb
Nachhaltigkeitsberichte publizieren und
damit gute Erfahrungen machen. Bei den
heutigen modernen Darstellungsformen
hat jedes Unternehmen die Freiheit, selber
die wesentlichen Themen zu bestimmen.
Die neuen GRI-Leitlinien sind in dieser
Hinsicht sehr fortschrittlich, weil sie keine
zwingende Liste von Indikatoren einfordern,
über die zu berichten ist. Entscheidend ist
letztlich, dass die Positionierung einer Un­
ternehmung von aussen eingeschätzt wer­
den kann; das ist Bestandteil einer Good
Corporate Governance – zu Deutsch: einer
schlicht guten Geschäftsführung. Nachhal­
tigkeitsberichte sind ein Instrument, dies
zu demonstrieren.
Welche Organisationen zählen in unserem
Land zu den Vorreitern in dieser Sparte?
Eine abschliessende Liste kann ich nicht
präsentieren, aber die Tendenz ist eindeu­
tig. Die Zahl der berichtenden Organisatio­
nen nimmt zu. Wenn die Überzeugung für
eine Sache da ist, entspricht es eben dem
Selbstverständnis, an vorderster Front mit­
zuwirken. Generell sind Grossfirmen in Sa­
chen Nachhaltigkeitsbericht naturgemäss
weiter als die KMU, weil sie stärker im Fo­
kus der Öffentlichkeit stehen. Jene KMU,
die den Schritt bereits gemacht haben, be­
stätigen uns, dass sie extrem viel gelernt
haben dabei, weil sie gefordert waren, eine
systematische Auslegeordnung über ihr
Unternehmen (Politik, Haltung und Verhal­
ten) zu machen.
Wie gut kommen die Berichte bei den Zielgruppen an?
An sich gehört es zur Grundaufgabe der
Nachhaltigkeitsberichterstattung, dass man
mit den Adressaten bzw. Anspruchsgrup­
Dr. Silvio Leonardi, Mitglied der Geschäftsleitung
pen (Mitarbeitende, Kunden, Geldgeber
u.a.m.) in einen Dialog tritt, und zwar be­
reits bei der Identifizierung der wesentli­
chen Aspekte. Wir von der SQS luden Sta­
keholders ein, um deren Bedürfnisse an
Informationserhalt zu eruieren, und wir
haben unsere Adressaten gebeten, den Be­
richt zu kommentieren. Wir erhielten wert­
volle Feedbacks, die wir verarbeitet haben
und gerne berücksichtigen. Andere Orga­
nisationen bieten Feedback-Möglichkeiten
ebenfalls an, sei es mit Dialog-Plattformen
auf der Homepage, via Facebook oder mit­
tels persönlichen Kontaktaufnahmen.
SQS validiert Nachhaltigkeitsberichte. Um was
geht es dabei?
Ja, wir haben diese Dienstleistung bereits
für einige Firmen erbringen können, zum
Beispiel für Clariant, Georg Fischer, Girs­
berger, McDonald’s. Worum geht es bei der
Validierung? Mitunter können Nachhal­
tigkeitsberichte ein getrübtes Bild einer
Organisation darstellen, weil bspw. ausge­
suchte Leistungen besonders hervorgeho­
ben und / oder eher negative Aspekte der
Geschäftstätigkeit in den Hintergrund ge­
rückt werden. Eine Validierung der Aussa­
gen in Nachhaltigkeitsberichten durch eine
unabhängige Prüfstelle wie die SQS heisst,
dass die Selbstdarstellung einer berichten­
den Organisation kritisch hinterfragt wird.
Die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung
wird dadurch erhöht, das Vertrauen der Le­
ser in die Selbstdarstellung steigt. Der Leser
profitiert von einer Objektivierung der prä­
sentierten Sichtweise, und die publizieren­
de Organisation erlangt mit der Validierung
eine Bestätigung, dass der Bericht einschlä­
gigen Qualitätsanforderungen entspricht –
ggf. state-of-the-art-Leitlinien wie jenen
der Global Reporting Initiative, GRI.
3
SQS-GLOBAL Flash
Beck Glatz Confiseur AG
Mandelbärli – Berner Botschafter
der Nachhaltigkeit
Thomas Glatz ist ein Mann vom Fach. Und er ist Unternehmer
wie seine Kollegen in der Bäcker- und Konditorbranche auch. Aber,
und das ist der Unterschied, er macht viele Dinge völlig anders,
betritt ständig Neuland – überlegt und echt unkonventionell.
Unternehmer Glatz kommuniziert sein
Denken und Handeln gezielt nach innen
und aussen. Glanzpunkt ist sein Nachhal­
tigkeitsbericht. Dort steht alles drin, was
man über sein Unternehmen wissen soll.
Aufgemacht im leichtfüssigen FacebookStil, wird das Unternehmen transparent
dargestellt. Der Leser begreift, was Glatz
macht und kommt da und dort selber zum
Nachdenken über die eigene Haltung in
Umweltfragen.
Nachhaltigkeitsbericht nach den Richtlinien GRI G4
Wesentlichkeitsanalyse, Stakeholder-Dialog
und Transparenz: Das sind die 3 Kernthe­
men des Nachhaltigkeitsberichts. Beck Glatz
ist der erste Beck und Confiseur im Netz­
werk mit einem solchen Dokument. Sein
Engagement gibt Glatz recht. Die Bereiche
Umweltschutz und Energiesparmassnah­
men sind zentrale Bestandteile des Erfolgs.
Seit der Einführung der Nachhaltigkeitsbe­
mühungen hat sich die Kundenzufrieden­
heit kontinuierlich gesteigert. Das Ange­
bot wurde vielseitiger und attraktiver, die
Kosten konnten deutlich gesenkt werden.
Und, nicht zuletzt: Wer bei Glatz an der
Theke steht, kauft nicht nur Qualität –
eine grosse Portion gutes Gewissen gibt es
gratis dazu.
In der Tat: Mit seinem Nachhaltigkeitsbe­
richt ist der Berner Unternehmer ein Vorrei­
ter der Branche, ja vieler KMU. Die folgenden
Abschnitte daraus belegen sein Handeln
eindrücklich.
Qualitätsstandards
Gesunde Produkte sind die oberste Maxime
von Glatz. Deshalb wird umweltfreundlich
und mit sozialem Engagement produziert.
Glatz ist seit 1864 ein Konditorei- und
Gastronomieunternehmen in Bern und
Umgebung. Seit fünf Generationen in Fa­
milienbesitz, gilt Glatz in Bezug auf Nach­
haltigkeit als Pionier. Heute, im 150. Jahr
des Bestehens, betreibt Glatz neben dem
Produktionsbetrieb 6 Verkaufsstellen mit
einem umfassenden Gastronomieange­
bot in und um Bern. Der Verwaltungsrat
besteht aus 3, die Geschäftsleitung aus 4
Mitgliedern. Die 17 Abteilungen (6 Verkauf
und 11 Produktion) werden selbstständig
durch Kadermitglieder geleitet. Beschäf­
tigt sind 169 Mitarbeitende, davon 9 Ler­
nende.
Das Unternehmen ist SQS-zertifiziert
gemäss ISO-Normen 9001, 14001 und
OHSAS 18001.
www.glatz-bern.ch
4
Neben dem Qualitätsmanagement (ISO
9001), der Arbeitssicherheit und dem Ge­
sundheitsschutz (OHSAS 18001) werden
insbesondere Massnahmen zum Umweltund Klimaschutz (ISO 14001) aufgegleist.
Beispielsweise möglichst regionale, biolo­
gisch produzierte und nicht tiefgekühlte
Produkte verarbeitet. Damit werden erheb­
liche Mengen Produktions- und Transport­
energie, sogenannte «graue Energie», einge­
spart. Glatz’ «Stars», die Mandelbärli, sind
die stillen Botschafter dieser Philosophie.
Ökonomie mit Ökologie
Wirtschaftlicher Erfolg kann durchaus mit
Engagement im Umweltschutz und der
Übernahme sozialer Verantwortung ein­
hergehen. Aus diesem Grund wurde Glatz
mit dem «Nachhaltigkeitspreis für KMU
2011» der Zürcher Kantonalbank und mit
einer Anerkennungsurkunde beim «Zürich
Klimapreis Schweiz & Liechtenstein 2012»
ausgezeichnet. Durch die geringen Emis­
sionen dank Fernwärme, Elektromobilität,
Erd- und Flüssiggasfahrzeugen ist die Kli­
maneutralität eine logische und sinnvolle
Ergänzung des nachhaltig ausgerichteten
Unternehmens.
Hoher Energiebedarf fordert allseits
Kreativität
Im Bäckerei- und Konditoreigewerbe ist der
Energiebedarf sehr hoch. Glatz stellt täg­
lich über 300 verschiedene Produkte her –
frisch und mit regionalen Zutaten. Um
die CO2-Emissionen tief zu halten, bezieht
Glatz seit 2008 Energie aus Wasserkraft­
werken. Durch den Einsatz von regiona­
len und biologischen Produkten und den
SQS-GLOBAL Flash
Verzicht auf tiefgekühlte Waren wird der
Verbrauch an grauer Energie immer weiter
reduziert. Nicht erst seit dem Gewinn des
Berner Energiepreises 2009 ist die energieund umweltbewusste Geschäftsphiloso­
phie offiziell bestätigt. Um die schädlichen
CO2-Emissionen weiter zu senken, besteht
die Firmenflotte auch aus Fahrzeugen mit
Elektro- und Biogasantrieben. Und bei Ver­
packungen wird auf kompostierbares Ma­
terial geachtet und konsequent auf Plastik­
tüten verzichtet.
Wasser macht den Ofen heiss
In vielen Betrieben werden fossile Brenn­
stoffe – insbesondere Öl und Gas – als Ener­
gielieferanten genutzt, bei deren Verbren­
nung viel CO2 ausgestossen wird. Bei Glatz
ist das anders: Abgesehen von den Trans­
portfahrzeugen wird primär elektrische
Energie verwendet. Diese bezieht das Un­
ternehmen zu 100 % aus Wasserkraft, wel­
che neben Photovoltaik und Windkraft die
tiefste CO2-Belastung aufweist. Der Strom­
verbrauch wird kontinuierlich optimiert
und ist in den letzten Jahren markant ge­
sunken. Im Jahr 2013 wurde erstmals in
der 150-jährigen Unternehmensgeschichte
trotz höherem Umsatz weniger Strom und
Fernwärme bezogen. Dies wurde dank dem
Einbau einer Wärmerückgewinnung in der
Backofenabluft möglich. Alleine im Jahr 2013
wurden so über 14 500 kg CO2 eingespart.
CO2-neutral durch myclimate-Kompensation
Um die CO2-Belastung weiter zu reduzie­
ren, hat Glatz im Jahr 2013 einen nachhal­
tigen Beitrag zum freiwilligen Klimaschutz
geleistet, indem die verbleibenden 66,273
Tonnen CO2 durch hochwertige myclimateKlimaschutzprojekte kompensiert wurden.
Das Unternehmen wurde deshalb mit der
Urkunde «Klimaneutrales Unternehmen
2013» ausgezeichnet. Im Jahr 2014 wird
Glatz auf Elektrolieferwagen umsteigen,
um komplett unabhängig von den fossilen
Brennstoffen zu werden.
Thomas Glatz ergänzt: «Wir werden auch
in Zukunft Energie benötigen, haben je­
doch die Möglichkeit, zusätzlich Energie
zu sparen. Dies wird erreicht, indem wir
den Energieaufwand pro Produktionsertrag
verringern und bestehende Energieträger
ersetzen. Dabei satteln wir von CO2-in­
tensiven Energieträgern auf weniger CO2intensive Energien um, zum Beispiel von
Diesel auf Gas, von Gas auf Elektrizität und
von Pumpspeicherstrom aus Wasserkraft
auf Solarstrom.»
Bio auf der ganzen Linie
Gesundes Essen ist wichtig. Glatz ist vom
Wert biologisch hergestellter Nahrungsmit­
tel überzeugt, weil im biologischen Pflanzen­
bau auf chemisch-synthetische Dünge- und
Pflanzenschutzmittel verzichtet wird. Die
Bioprodukte werden durch die staatlich an­
erkannte Zertifizierungsstelle bio.inspecta
überwacht und zertifiziert. Die biologischen
Produkte von Glatz werden saisongerecht
produziert und über möglichst kurze Stre­
cken transportiert. Dieser Bezug zur natür­
lichen Verfügbarkeit von Lebensmitteln und
die regionale Verankerung ist ein wichtiger
kultureller und umweltbewusster Beitrag.
Deshalb: Bei Glatz gibt es keine Erdbeeren
zu Weihnachten…
Produkte wahr deklariert
Die Rückverfolgbarkeit der Lebensmit­
tel im Sortiment wie auch die transpa­
rente Deklaration spielen eine wichtige
Rolle. Die entsprechenden Deklarationen
werden aus diesem Grund in den Läden
aufgelegt oder direkt auf der Verpackung
angebracht. Neu umschliessen die Salat­
verpackungen Manschetten mit informa­
tiven Piktogrammen.
«Bike to work» macht fit
Um nachhaltiger zu werden, gilt es, alte
Gewohnheiten zu ändern. Wenn dadurch
Gewinne für jeden Einzelnen entstehen,
erreichen wir diese Verhaltensänderung.
Ein Beispiel dafür ist die Teilnahme von
122 Mitarbeitenden des Unternehmens an
der Aktion «Bike to work». Durch 11 588 km
per Fahrrad statt Auto konnten im Be­
richtsjahr 2012 weitere 1 854 kg CO2 ein­
gespart werden und pro zurückgelegten
Kilometer erhielten die Mitarbeitenden
zusätzlich einen Franken zum Lohn ausbe­
zahlt. So macht Klimaschonen Spass und
hält gleichzeitig fit.
Umweltstrategie konsequent umgesetzt
Thomas Glatz setzt seine Mission fort.
Er sagt: «Mit der Strategie, Umweltmass­
nahmen konsequent umzusetzen, wollen
wir zeigen, dass unser Betrieb gerade des­
halb wirtschaftlich gesund bleibt, weil wir
uns in weiten Bereichen nach den Kriteri­
en des Umweltschutzes ausrichten. Was
wir machen, sind vielleicht kleine Schrit­
te, aber wir glauben an deren Wirkung in
einer lebenswerten Zukunft.»
5
SQS-GLOBAL Flash
Fr. Sauter AG, Basel
Erst der Blick aufs Ganze zählt
Das Unternehmen macht es, der Markt verlangt es, Zertifikate
bestätigen es: SAUTER ist Nachhaltigkeit. Ganz und gar. Nachhaltigkeit ist das Kerngeschäft des weltweit agierenden Unternehmens in Familienbesitz.
den die Gebäude und alle Anlagenkom­
ponenten genauso im Detail abgebildet,
wie die inneren Wärmequellen durch die
tatsächlich anwesenden Personen, die in­
stallierte Beleuchtung und deren Betrieb,
die Geräte und Maschinen nach Grösse
und Betriebszeit. Resultat: Der Neubau
des SAUTER Head Office mit Produktion
und Lagerhalle weist flächenbezogene Pri­
märenergiebedarfswerte auf, die mit ca. 32
kWh / m2 pro Jahr weit unter 100 kWh / m2
pro Jahr liegen, dem Grenzwert für hochef­
fiziente Nichtwohngebäude.
Wie ist SAUTER im Markt positioniert?
Unser Hauptabsatzmarkt befindet sich
in Europa. Die DACH-Länder, Frankreich,
Italien, Niederlande und Spanien machen
den grössten Teil des Geschäfts aus. In
diesen Ländern sind wir nach Siemens die
Nr. 2. Darüber hinaus sind wir aber auch in
Asien sehr aktiv. Beispielsweise rüsten wir
in Shanghai den neuen Novartis-Campus
aus.
GLOBAL Flash im Gespräch mit den SAUTER-Exponenten Dr. Walter Reithofer (links), Exe­
cutive Vice President Technology sowie Dr. Dirk Bongert, Head of Quality Management.
Als weltweit tätiger Lösungsanbieter von
Gebäudeautomation für Green Buildings
entwickelt, produziert und vertreibt SAU­
TER Gesamtlösungen für den energie­
optimierten Betrieb von Gebäuden. Die
Produkte, Lösungen und Dienstleistun­
gen von SAUTER ermöglichen eine hohe
Energieeffizienz während des gesamten
Gebäudelebenszyklus und finden Anwen­
dung in Büro- und Verwaltungsgebäuden,
Forschungs- und Bildungsstätten, Kran­
kenhäusern, Industrie- und Laborgebäu­
den, Flughäfen, Freizeitanlagen, Hotels
sowie Data Centers. Mit über 100-jähriger
Erfahrung und erprobter Technologie­
kompetenz ist SAUTER ein ausgewiesener
Systemintegrator, und seine rund 2 300
Mitarbeitenden bürgen für kontinuierli­
che Innovation und Schweizer Qualität.
Der Umsatz belief sich 2013 auf über
400 Mio. Franken.
www.sauter-controls.com
6
SAUTER hat Ende 2013 den Effizienzpreis der
Industriewerke Basel IWB gewonnen. Was bot
Anlass dazu?
Als Produzent von Regel-, Steuer- und
Gebäudemanagement-Systemen engagiert
sich SAUTER seit Jahrzehnten für einen
energieeffizienten Betrieb von Gebäuden,
auch im eigenen Haus. Unser Neubau, 2010
in Betrieb genommen, war das erste mul­
tifunktionale Nutzgebäude der Nordwest­
schweiz, welches Verwaltung, Produktion
und Logistik beherbergt und das Quali­
tätssiegel MINERGIE trägt. Der Neubau ist
hoch wärmeeffizient. 30 % der Gesamt­
energie konnten eingespart werden.
Die Nähe zum Rhein liefert Grundwasser.
Im Sommer können wir so das 16 Grad
warme Wasser zur Kühlung benutzen.
Selbstverständlich sind Wärmepumpen in­
stalliert. Überdies existiert eine optimierte
Verschattung mit entsprechenden Automa­
tismen der Storen. Dadurch lässt sich die
Temperatur mit minimalem Energieauf­
wand im Komfortfenster halten. Der Schlüs­
sel zur Energieeffizienz ist die intelligente
Automatisierung.
Eine energetische Bewertung erfolgte u.a.
mittels Simulationsrechnung. Dabei wur­
Mit innovativen Projekten?
Gewiss, zum Beispiel der Roche-Tower in
Basel, das höchste Gebäude der Schweiz. Es
eröffnet neue Dimensionen bezüglich Ar­
beitsplatzgestaltung, Energieeffizienz und
Bedienungskomfort. Dafür waren spezielle
Weiterentwicklungen des Raumbedienge­
räts mit EnOcean-Technologie notwendig.
Dank Solarzellen ist dieses energieautark,
seine Kommunikation mit dem Raumreg­
ler erfolgt per Funk, also drahtlos, was die
Raumgestaltung für den Nutzer sehr flexi­
bel macht.
Gesamtlösungen in der heutigen Gebäu­
deautomation verlagern sich immer mehr
von der Hardware zur Software und zum
Service. Die Software ist das, was der Kun­
de letztlich wahrnimmt. Daher bringen
wir ständig neue, innovative Softwarepro­
dukte – wie unser SAUTER Vision Center –
«
Entscheidend ist,
was man macht, nicht
was man sagt
»
auf den Markt. Es handelt sich um eine zu
100 % web-basierte Lösung mit höchstem
Anwendungskomfort zur Überwachung,
Visualisierung und Bedienung der Gebäu­
deanlagen. Flexible Funktionen und intu­
itive Bedienung erlauben die Abbildung
komplexer Prozesse. Und natürlich ist die­
ses Softwarepaket sowohl in der Cloud als
auch lokal nutzbar.
SQS-GLOBAL Flash
Seminare, Web-based Trainings (WBT), We­
binaren, Videos u.a.m. bieten wir unseren
Mitarbeitenden kontinuierliche Wissenser­
weiterung an. Im ECO 10-Programm, einem
WBT-Lernprogramm mit Test, wird unser
Nachhaltigkeits-Approach beschrieben. Je­
der Mitarbeitende muss das beherrschen.
Der Mensch macht die Qualität! Ganz
wichtig ist daher der tägliche, persönliche
Kontakt mit den Mitarbeitenden. Dieses
«
Das tägliche
Qualitäts-Audit ist der
Schlüssel
»
«tägliche Qualitäts-Audit» gibt einen sehr
genauen Überblick über die aktuelle Si­
tuation in unserer Fertigung. Man erhält
sofortiges Feedback und kann anstehende
Themen gleich im Ansatz schneller und
effizienter lösen. Deshalb werden diese Ge­
spräche sehr geschätzt.
Highlight Business Towers in München – leuchtende Beispiele für Energieeffizienz
Die Gesamtbetrachtung über die Lebens­
dauer eines Gebäudes wird zunehmend
wichtiger, was auch Planer und Behörden
berücksichtigen. Es lohnt sich eben, nicht
nur die Erstellungskosten, sondern vor al­
lem die Betriebskosten eines Gebäudes
über die Lebensdauer zu evaluieren. Mit
intelligenter SAUTER-Automatisierung las­
sen sich diese massiv senken.
Wo spüren SAUTER-Kunden die ausgeprägt
nachhaltige Firmen-Philosophie?
An unseren SAUTER-Werten «innovative,
responsible und passionate». Wir haben
am Markt die innovativsten Lösungen,
sind kein Massenlieferant. Wir sind flexibel
und passen uns an die Bedürfnisse unse­
rer Kunden an. Wir sind verantwortlich
gegenüber unseren Kunden, Shareholdern,
Mitarbeitenden und unserer Umwelt. Und
wir sind mit Begeisterung im Einsatz. Die
Münchner Projekte NuOffice mit Bestnote
im Gebäudezertifizierungsprogramm LEED
sowie die Highlight Business Towers sind
treffende Beispiele dafür.
Was investieren Sie in die Nachhaltigkeit?
Viel! Vorab natürlich in unsere eigentliche
Mission, die mit energieeffizienten Lösun­
gen Lebensräume mit Zukunft schaffen
will. Auf dieses Ziel hin werden alle unse­
re Produkte entwickelt und abgestimmt.
Investiert wurde auch in die Öko-Bilanzie­
rung unserer Produkte. Mit der Öko-Bilanz
werden die Auswirkungen aller relevanten
Stoff- und Energieströme auf die Umwelt
über den gesamten Lebensweg erfasst. Die­
se Analyse bildet die Grundlage für eine
Umweltproduktdeklaration. Dadurch kön­
nen Produkte mit gleichem Nutzen nach
ökologischen Kriterien verglichen werden.
Auch hier sind wir Vorreiter.
SAUTER investiert auch in das Skill-Ma­
nagement. Mit einer Vielzahl verschiedener
Wie hat sich das Zertifizierungswesen bei
SAUTER fortentwickelt?
SAUTER verkörpert Schweizer Qualität
durch und durch. Das laufend weiterent­
wickelte Managementsystem sichert die­
sen Wert. Die Einführung unseres ersten
QM-Systems nach ISO 9001 fand 1991, die
erste Zertifizierung durch die SQS 1993
in Basel statt. 1995 folgte unsere Tochter­
gesellschaft in Deutschland, und im An­
schluss daran wurde das Projekt «ISO 9001
International» gestartet, welches die Zerti­
fizierung weiterer Töchter ermöglichte. Im
Jahr 2004 erfolgte dann die Integration des
Umweltmanagements nach ISO 14001 und
des Arbeitssicherheits- und Gesundheits­
schutz-Managements nach OHSAS 18001
in unser bestehendes QM-System, welche
ein Jahr später mit den erfolgreichen Zer­
tifizierungen durch die SQS abgeschlossen
wurde. Dank der langjährigen Unterstüt­
zung von SQS-Auditor Eugen Müller hat
unser QM-System das heutige hohe Niveau
erreicht.
Nun machen Sie mit dem Projekt ISO 50001
einen weiteren Schritt. Worin besteht hier die
Challenge?
Wir erfüllen schon heute alle notwendigen
Voraussetzungen. Diese wollen wir jetzt
von einer anerkannten Institution – der
SQS – bestätigen lassen. Das Projekt «ISO
50001» ist sozusagen das i-Pünktchen für
unsere Wertehaltung im Bereich Energieef­
fizienz und Nachhaltigkeit.
7
SQS-GLOBAL Flash
Brandschutz Ettiswil AG
Hot Spot für die Feuerwehr
Berufs- und Milizfeuerwehrleute, aber auch Private, zweckmässig
ausrüsten und im Umgang mit dem Material schulen. Das ist das
Geschäftsfeld der Brandschutz Ettiswil AG. «Nicht zuletzt wegen
der ISO 9001-Zertifizierung sind wir in den letzten Jahren gewachsen», sagt Firmeninhaber Stefan Bucheli.
Herr Bucheli, wie ist Ihr Unternehmen im
Markt positioniert?
Wir führen ein Gesamtsortiment mit rund
8 000 Produkten in einem Katalog mit
1 000 Seiten – selbstverständlich auch on­
line aufgeschaltet. Es ist ein interessanter
Markt. Durch die ISO-Zertifizierung sind
wir leistungsfähiger und exakter geworden.
Von den Feuerwehrleuten werden wir als
partnerschaftlicher Dienstleister mit enger
Kundenbindung wahrgenommen. Man in­
formiert sich bei uns, wir bieten unterstüt­
zenden Service.
Die Brandschutz Ettiswil AG feiert Ende
2014 ihr 60-Jahr-Jubiläum. Glanzpunkt
wird der Bezug des neuen Betriebsge­
bäudes sein. Das Unternehmen mit rund
30 Mitarbeitenden rüstet Feuerwehren
aus und beliefert Privathaushalte, Gewer­
be und Industrie mit Feuerlöschgeräten.
Geführt wird der Familienbetrieb in der
dritten Generation von Stefan Bucheli.
Seit 2008 ist die Brandschutz Ettiswil AG
mit einer Tochter in der Slowakei vertre­
ten. SQS-zertifiziert nach ISO 9001 und
OHSAS 18001.
www.be-ettiswil.ch
8
Wir bewegen uns aber nicht nur in einem
Qualitäts- und Service-Markt, sondern
auch in einem stark preissensiblen Markt­
bereich. Wir müssen uns der ausländi­
«
brandschutz
erfordert
verlässlichkeit
»
schen Konkurrenz stellen. In unserer Be­
triebsgrösse mit rund 30 Mitarbeitenden
ist der Preisdruck naturgemäss höher als
in Kleinstfirmen. Das bereitet immer wie­
der Sorgen. Auch in der Schweiz gibt es vie­
le Mitbewerber, aber sie sind nicht derart
zahlreich wie in anderen Gewerbesektoren.
Dank unserem grossen Sortiment nehmen
wir in unserer Branche doch eine markt­
führende Stellung ein.
Was liefern Sie der Feuerwehr, was Privaten?
Wir fahren eigentlich auf zwei Gleisen –
einmal die Ausrüstung von Feuerwehren,
dann aber auch die Belieferung von Priva­
ten mit Brandschutzgeräten.
Von der Tradition her sind wir eine Weberei
für die Herstellung von Feuerwehrschläu­
chen in bester Schweizer Qualität. Dane­
ben sind wir bekannt als Lieferant guter
Brandschutz-Bekleidung. Wir rüsten ganze
Feuerwehr-Corps aus.
Privathaushalte und Industrie beliefern wir
zum Beispiel mit Feuerlöschgeräten und
übernehmen die Servicewartung dafür. Im
Auto- und Transportbereich, etwa in der
ASTAG, führen wir auch Brandschutzschu­
lungen an Feuerlöschgeräten durch.
Vor rund 5 Jahren haben wir unser Pro­
duktions- und Lieferspektrum mit einem
Schulungsbereich erweitert. Angefangen
haben wir mit Vorführungen von Geräten,
heute aber hat das Ganze in der gesam­
ten Schweiz eindeutig Schulungs- und
Trainingscharakter. Schulungsleiter Heiri
Müri ist mit einem Kombi samt Anhänger
und Equipment unterwegs, richtet sich in
der Kundenfirma ein und macht an einem
Tag bis zu 5 Schulungen. Wir geben so un­
ser grosses Know-how an die Praxis wei­
ter. Im dritten Stock des Neubaus werden
wir nebst den Brandschutzschulungen am
Kleinlöschgerät auch die Feuerwehrkur­
se anbieten. Zum Beispiel werden wir den
Materialverantwortlichen zeigen, wie man
die Bekleidung richtig pflegt, wie man die
Schläuche wartet und das übrige Material
einsatzfähig unterhält.
Sie sind auch in der Slowakei präsent. Wieso
gerade dort?
Aus einer Zufallsbegegnung auf einer Rei­
se ins Land erkannte ich, dass das Thema
Brandschutz dort noch nicht die nötige Be­
achtung hatte. Das bewegte uns, vor 6 Jah­
ren in Bratislava eine Tochtergesellschaft zu
gründen. Ein Verkaufsbüro entstand auch
in Nitra, und eine Niederlassung ist
weiter ostwärts vorgesehen. Wir
sind aber in der Slowakei nur
im privaten Brandschutz
tätig, verbunden mit den
entsprechenden Schulun­
gen. Der Aufbau war in den
ersten 3 Jahren hart, jetzt
sind wir mit der Umsatzent­
wicklung zufrieden. Geleitet
wird das slowakische Geschäft
mit 5 Beschäftigten von einer
einheimischen Geschäftsfüh­
rerin. Ich besuche die Slowa­
kei jeden Monat einmal, und
wir sind selbstverständlich
auch datenmässig mit
der Filiale vernetzt.
Was heisst «Qualität» in Ihrem speziellen Segment?
Wer im Brand­
schutzbereich
operiert, braucht
ein hohes Mass an
Verlässlichkeit von
Personal und Mate­
rial. Daraus ergibt
sich unser ausge­
prägtes Qualitätsbe­
wusstsein. Die selbst
gefertigten Schläuche,
die Produkte in unserem
Katalog, aber auch der
Service müssen diesem An­
spruch gerecht werden.
Bei den Schläuchen aus unserer
SQS-GLOBAL Flash
welche die Schläuche im gleichen Arbeits­
gang reinigt und prüft. Auch individuelle
Kundenwünsche, wie etwa eine zusätzliche
Seitentasche, das Aufnähen von Abzeichen
oder die Umgestaltung einer Brusttasche,
erfüllen unsere zwei Näherinnen. Wir über­
nehmen auch die Reparatur der Fremdfa­
brikate.
Hauptsitz in Ettiswil
eigenen Schlauchweberei sorgen wir selbst
für Top-Qualität. Ausländische Schläuche
werden nicht so dichtmaschig gewoben,
sind deshalb qualitativ unterlegen.
Im Sektor Bekleidung und Feuerwehrzube­
hör ist es kostenmässig nicht möglich, sel­
ber in der Schweiz zu produzieren. Deshalb
kaufen wir die Produkte zu. Dabei achten
wir einerseits auf die Verwendung be­
währter Markenmaterialien, zum Beispiel
mit Goretex-Innenbeschichtungen und
Nomex-Aussenbeschichtungen bei
Bekleidungen. Andererseits durch­
laufen alle von uns geführten
Produkte und Materialien, vor der
Aufnahme ins Sortiment, eine
gewisse Testphase mit einem
vorgegebenen Qualitätsprofil.
Wird dieses erfüllt, so erfolgt
die Aufnahme. Weil in unse­
rem Betrieb eigene aktive
Miliz-Feuerwehrleute
ar­
beiten, sind sie in der Lage,
diese Tests profimässig zu
begleiten und Materiali­
en fachmännisch für den
praktischen Einsatz zu
evaluieren.
Wir legen grossen Wert
auf umfassende Qua­
lität im Verbund von
Produkt und Dienst­
leistung. Unsere Ser­
vice- und Wartungs­
leistungen werden
denn auch von den
Kunden ho­
noriert.
Bei der Schlauch­
pflege investieren
wir im Neubau
in eine hoch­
moderne Anlage,
Welchen Stellenwert haben die SQS-Zertifikate
im Markt und im Unternehmen?
Ich bin seit 25 Jahren hier im Betrieb. 2 Jah­
re nach meinem Eintritt in die Firma be­
suchte ich eine Unternehmerschulung und
kam dort in Kontakt mit den ISO-Normen.
Ich empfand das Ganze als sehr unbequem
und äusserst bürokratisch. Aber in dieser
Zeit wurde ich geschäftlich mit einer Of­
ferteinladung für eine grosse Menge Feu­
erwehrschläuche konfrontiert, welche die
ISO-Zertifizierung voraussetzte. Damit war
der Impuls für die Zertifizierung gesetzt.
Wir erlangten, unterstützt durch einen ex­
ternen Experten, die Zertifizierungsreife.
Heute empfinden wir die Rezertifizierun­
gen – wir haben bereits 3 davon erfolgreich
absolviert – als Routine. Wir sind immer
sehr gut vorbereitet. Organisatorische Än­
derungen ergeben sich jetzt aktuell durch
den Neubau. Da laufen die Prozesse anders,
weil die Mitarbeitenden in 2 Gebäudeteilen
tätig sein werden.
Der Marktdruck zur Zertifizierung hat et­
was abgenommen. Unternehmensintern
halten wir aber daran fest. Die jährliche
Kontrolle und die Rezertifizierung alle
3 Jahre befruchten das Unternehmen
durch die Aussensicht des Auditors. Unser
jetziger SQS-Auditor befasst sich intensiv
mit unserer Branche und unserem Unter­
nehmen, nimmt sich für uns Zeit, geht auf
unsere Problemstellungen ein und – das ist
wichtig – unterbreitet auch Verbesserungs­
vorschläge. Ich prüfe diese, bespreche sie
mit meinen Mitarbeitenden und entschei­
de über die Einführung.
Wo steht Ihr Unternehmen in 10 oder 15 Jahren?
Ich führe den Betrieb leidenschaftlich gern,
und ich spüre, dass wir in unserem Markt­
segment noch viel erreichen können. Die
«
ausrüsten und
schulen ist unsere
mission
»
Wachstumschancen sind intakt. Deshalb
entschieden wir uns auch für einen zusätz­
lichen Bau. Gerne setze ich mich für das
Fortkommen ein, denn ich möchte meinen
Nachkommen (wer weiss, einem meiner
Söhne?) ein gesundes Unternehmen über­
geben können.
Die Zusammenarbeit mit Sicherheitskräf­
ten ist sehr herausfordernd und vielfältig.
Weil Sicherheit in unserem Marktgebiet
eine gesetzte und erwartete Grösse ist, sind
wir m.E. auch in einer nachlassenden Kon­
junktur resistent gegen Krisenlagen.
Swiss Quality aus der Schlauchweberei in Ettiswil
9
SQS-GLOBAL Flash
Öffentliche Sicherheit SBB
Sicher unterwegs
In der SBB sollen sich alle sicher fühlen. «Deshalb schützen wir
die Kundschaft, die Mitarbeitenden und das Eigentum der SBB
mit einem engmaschigen Netz von Akteuren und Massnahmen»,
sagt Simon Jungo, Leiter Öffentliche Sicherheit SBB. Hier erläutert
er, was hinter dem SQS-zertifizierten konzernweiten Sicherheitsmanagementsystem steckt.
Lagebeurteilung mit SBB-Security-Chef Jungo (Bildmitte)
Herr Jungo, ist die SBB-Security sicher genug?
Das Sicherheitsgefühl hat in den letzten
Jahren kontinuierlich zugenommen. Quar­
talsweise werden dazu Kundenbefragun­
gen durchgeführt. Zusammen mit unserem
eigenen Datenmaterial sind wir so in der
Lage, das subjektive Sicherheitsempfinden
der objektiven Sicherheitslage gegenüber
zu stellen. Die polizeiliche Kriminalstatistik
2013 des BFS weist in einigen Bereichen ei­
nen Rückgang der Delikte aus, hält jedoch
im Kontext des Kriminaltourismus eine
Zunahme fest. Diese Trends können wir
bestätigen. Im Vergleich zum grenznahen
Ausland befinden wir uns in einer privile­
gierten Situation. Der grenzüberschreiten­
de Kriminaltourismus hält uns aber doch
ordentlich auf Trab.
Sie haben in einem Security-Handbuch Sicherheitsstandards definiert.
Genau, Verwaltungsrat und Konzernleitung
der SBB geben für Züge, Bahnhöfe und Pub­
likumsanlagen ein Security-Niveau vor, das
minimal demjenigen anderer frei zugäng­
licher Orte entspricht. Unsere Erhebungen
bestätigen, dass uns dies gelingt. Auf dem
Gebiet der SBB fühlen sich unsere Kundin­
nen und Kunden ebenso sicher, wenn nicht
sogar sicherer, wie im übrigen öffentlichen
Raum. Wir verstehen Security als Teil der
unternehmerischen Fürsorgepflicht. SBBCEO Andreas Meyer ordnet die Security
den unabdingbaren Basisfaktoren zu – auf
gleicher Höhe wie Pünktlichkeit, Sauberkeit
und technische Sicherheit (Safety). Den
Menschen stellen wir in den Mittelpunkt,
die Technik ist lediglich ein wirkungsvolles
Hilfsmittel.
Wie ist die ganze Sicherheitsorganisation aufgegleist?
Im Auftrag des CEO nimmt der Bereich
Öffentliche Sicherheit die Konzernaufga­
be «Security» wahr. Dies geschieht durch
ein bereichsübergreifendes Sicherheits­
managementsystem, in dem alle relevan­
ten Akteure stufengerecht eingebunden
sind. Unsere Governance hält jedoch klar
fest, dass die Verantwortung für die Secu­
rity in der Linie, also in den Divisionen und
Geschäftsbereichen, bleibt. Als Leiter des
Bereichs Öffentliche Sicherheit bin ich der
Leiterin Personenverkehr unterstellt, habe
jedoch ergänzend dazu das Recht und
die Pflicht, dem CEO direkt zu rapportie­
ren. Damit sind zwei Kernanliegen erfüllt:
security-relevante Herausforderungen so
basisnah wie möglich lösen, und anderer­
seits der Security das nötige Gewicht im
Konzern beimessen. CEO Meyer will wis­
sen, wie sich die Lage entwickelt, welche
Massnahmen im Raum stehen, aber auch
wie sicher sich die Kunden und Mitarbei­
tenden fühlen.
Die SBB in Zahlen (Jahreswerte 2013)
Streckennetz 3 175 km
Bahnhöfe und Haltestellen 792
Beförderte Reisende 365,9 Mio.
Transportierte Güter 48,3 Mio. Tonnen
Anzahl Züge auf dem
Streckennetz 10 006 Züge pro Tag
Kundenpünktlichkeit 87,5 %
Mitarbeitende 30 977
Betriebsertrag 8 319 Mio. CHF
Betriebsaufwand 8 010 Mio. CHF
Jahresergebnis 238 Mio. CHF
Prävention
Repression
Repression
Bewusste Präsenz
und Mediation
Uniformierte Präsenz
und Videoüberwachung
Intervention durch
professionelle Kräfte
RailFair
Zugpersonal /
TPO* / Video
TPO* / Polizei
*Transportpolizei
10
Dissuasion
SQS-GLOBAL Flash
Welche Strategie wird verfolgt?
Hier haben wir 3 Eckpfeiler festgelegt – Si­
cherheit durch Kooperation: Im Kräfte­
verbund mit internen und externen Part­
nern für wirkungsvolle Dispositive sorgen.
Ganzheitliche Ansätze: Es braucht einen
standort- und lagegerechten Mix aus tech­
nischen, baulichen, organisatorischen und
personellen Massnahmen. Vorbeugen: Risi­
ken und Gefahren rechtzeitig erkennen.
Und die Umsetzung in der Praxis?
In Zügen erbringt die SBB-Transportpolizei –
übrigens alle ausgebildete Polizeibeamte –
eine polizeiliche Grundversorgung. An
Bahnhöfen erfolgt dies in Zusammenarbeit
mit den Partnern der Kantons- und Stadt­
polizeikorps. Einzelne Leistungen werden
überdies bei privaten Sicherheitsdiensten
eingekauft, die dafür jedoch eine Zulas­
sung des Bundesamts für Verkehr benöti­
gen. Ergänzend dazu führt die SBB das Prä­
ventionsprogramm «RailFair», welches auf
dem Prinzip der Freiwilligenarbeit basiert
«
Wo’s sauber ist,
fühlt man sich sofort
sicher
»
und gemeinsam mit Städten und Gemein­
den erfolgreich betrieben wird. Technische
Mittel (z. B. Videoüberwachung in Zügen
und an Bahnhöfen) und bauliche Mass­
nahmen (z. B. gut ausgeleuchtete Unterfüh­
rungen, Signaletik) sollen für zusätzliche
Sicherheit sorgen. Einer unserer wichtigs­
ten Partner sind die Rail-Clean-Teams, die
unsere Bahnhöfe täglich und mit grossem
Einsatz reinigen.
Wie wird das Sicherheitsmanagementsystem
gesteuert?
In der Fläche sorgen sogenannte regionale
Security-Zirkel (SEZI), in die unsere regio­
nalen internen und externen Partner einge­
bunden sind, für rasche und zweckmässige
Lösungen vor Ort. Jede Division der SBB
verfügt über einen Security-Beauftragten
(SeBe), der die fachlichen Security-Aspek­
te in der jeweiligen Division erfüllt. Diese
beurteilen im SeBe-Board regelmässig die
Security-Lage und konsolidieren ihre ope­
rativen Massnahmen überdivisional. Auf
strategischer Ebene sorgt das Security Ma­
nagement Board für die nötigen Vorgaben
und Grundlagen. Alle 3 Gefässe sind orga­
nisatorisch, zeitlich und inhaltlich mitein­
ander synchronisiert.
Bahnkunden schätzen die Präsenz von «RailFair».
Gibt es ein Frühwarnsystem?
Risiko- und Bedrohungslagen frühzeitig zu
erkennen, zum Beispiel eine angekündigte
Demonstration, gehört zu unserer Grund­
aufgabe. Mit unseren Partnern des ÖVs, im
In- und Ausland sowie der Inneren Sicher­
heit, pflegen wir regen Austausch. Darüber
hinaus ist konzernweit ein robustes Risk
Management etabliert.
Was wird getan, wenn eine Krisenlage vorliegt?
Soweit eine Krisenlage durch Ereignisse im
Kontext der inneren Sicherheit entstanden
ist, sind stets die lokalen Behörden zustän­
dig. Folglich sind unsere Kräfte im Rahmen
einer besonderen oder ausserordentlichen
Lage immer einsatzunterstellt. Zum Schutz
unserer Kundinnen und Kunden sowie un­
seres Personals hat die SBB jedoch in ver­
schiedenen Bereichen vorgesorgt. Die SBB
verfügt überdies über einen eigenen Kri­
senstab im Konzern, in dem die zur Ereig­
nisbewältigung nötigen Akteure eingebun­
den sind.
«RailFair» dient der Prävention. Bewährt sich
das Programm?
Auf «RailFair» sind wir sehr stolz, gerade,
weil es europaweit kaum vergleichbare Mo­
delle gibt. In Kooperation mit Non-ProfitOrganisationen, Städten und Gemeinden
stellen sich Freiwillige für präventive Prä­
senz und Hilfestellung – insbesondere an
Bahnhöfen – zur Verfügung. Sie werden
von der SBB zusammen mit dem Schwei­
zerischen Roten Kreuz ausgebildet und
tragen mit Vermittlung und Deeskalation
zur Konfliktverhinderung bei. Erfreulich
viele Kundinnen und Kunden reagieren
sehr positiv auf dieses Format, weil es zu
einer Steigerung des subjektiven Sicher­
heitsgefühls beiträgt. Schon mehrfach hat
es sich als das probateste Mittel bei uner­
wünschten Szenebildungen herausgestellt.
RailFair-Leute sind am dunkelblauen Gilet,
mit RailFair beschriftet und mit BaseballMütze zu erkennen.
SBB-Security ist jetzt SQS-zertifiziert. Wie sind
Ihre ersten Erfahrungen?
Ja, nach einer bloss zweimonatigen Vor­
bereitungszeit erlangten wir im Dezem­
ber 2013 das SQS-Zertifikat ISO 9001. Auf
dem Weg dahin haben wir viel über unsere
Prozesse gelernt und einiges an Synergie­
potenzial ausgeschöpft. Wir sind seither
etwas schlanker und noch systematischer
unterwegs. Besonders angetan hat es uns
das kontinuierliche Lernen und Verbes­
sern. Das entspricht eigentlich genau dem
Reflex, den Einsatzkräfte beim «Debrie­
fing» oder bei der «After Action Review»
anwenden. Bereits durchgeführte Audits
belegen inzwischen: Was wir uns mit der
Zertifizierung vorgenommen haben, wird
«
die Zertifizierung ist
ein positives Signal
»
flächendeckend gewissenhaft umgesetzt
(Planung, Führung, Nachbearbeitung, KVP
etc.). Überdies ist es gelungen, die SBBTransportpolizei als erstes Polizeikorps in
der Schweiz – ab Stufe Kommando bis in
die Fläche – zu zertifizieren.
Weshalb fiel die Wahl auf die SQS?
Innerhalb der Division Personenverkehr
der SBB sind mit der SQS gute Erfahrungen
gemacht worden. Damit war die Wahl na­
heliegend.
11
SQS-GLOBAL Flash
Hans K. Schibli AG, Zürich
«Ohne wären wir heute nicht so
erfolgreich.»
Das sagt Unternehmer Jan Schibli. Er meint damit das SQS-zertifizierte Managementsystem seiner Schibli-Gruppe. Und er denkt
dabei an die Pflege des Qualitäts-Spirits, an die Steuerung von
Projekten im Geschäftsalltag und an wichtige Zukunftsaufgaben.
Zürcher Lösung war sehr anspruchsvoll.
Die Projektmitarbeitenden sind deshalb zu
recht stolz auf ihre Leistung.
Das Datencenter in Rümlang ist ein wei­
teres Beispiel. Die Besonderheit hier lag
in der fordernden technischen Aufgaben­
«Schibli-Spirit», geprägt von CEO Jan Schibli
(links) und QM-Leiter Beat Lendi
Herr Schibli, auf welche Projekte aus der letzten Zeit sind Sie besonders stolz?
Das aktuellste Projekt ist zweifellos die
neue Elefanten-Anlage im Zürcher Zoo.
Das Faszinierende daran: Die implemen­
tierte Technik besteht aus Prototypen, sie
verblüfft wegen ihrer Vielschichtigkeit. Die
1937 durch Hans K. Schibli gegründet,
vereint die Schibli-Gruppe heute als Kom­
plettanbieterin Unternehmen aus den Be­
reichen Elektrotechnik, Gebäudetechnik,
Informatik, Kommunikation und Automa­
tik. Das traditionsreiche Unternehmen –
mit Hauptsitz in Zürich – befindet sich zu
100 Prozent in Familienbesitz. Beschäftigt
sind rund 450 Mitarbeitende in 13 Nieder­
lassungen, darunter auch in Dresden (D).
12
stellung, aber auch im gegebenen engen
Zeitfenster für die Realisierung. Es handelt
sich bei diesem Projekt eigentlich um einen
modernen «Elektro-Tresor». Sicherheit hat
höchste Priorität. Sie wird gewährleistet
mit Badge-System, Zutrittskontrollsystem,
Videoüberwachung. Dazu gehört auch eine
zwei- bis dreifache Energieversorgung ab 2
verschiedenen Unterwerken und zusätz­
lichen Dieselaggregaten, die jeden Monat
getestet werden. Die Gemeinde Rümlang
nutzt die Abwärme aus dem Datencenter
für Wohngegenden.
Ein drittes Beispiel: In einer Villa eines
Bauherrn am Zürichsee konnten wir ein
umfassendes integriertes Gebäudeleitsys­
tem realisieren mit Touch-Cam, porta­
blen Panels, Zutrittskontrollen, Über­
wachungsanlagen usw. Entstanden
ist ein kleines «Fort Knox».
Licht, Multimedia, Storen,
Sicherheitsanlage, Hei­
zung, Lüftung, Kli­
ma: alles kann ge­
steuert werden.
Der Familien­
be­t rieb Schibli
hatte in seiner
über 75-jährigen Geschichte
bestimmt auch
heikle Klippen zu
umschiffen?
Sicher, das ist so.
Jede Einheit un­
seres Unterneh­
mens hatte und
hat ihre eigenen
Herausforderungen. Im Jahr 2000 wurde
ich in die GL berufen. 2003 übernahm ich
die Führung der Firma. Als junger Unter­
nehmer und Chef war ich umgeben von
zahlreichen verdienten und teilweise lang­
jährigen Kaderangehörigen und Mitarbei­
tenden. Ich musste mich also erst einmal
bewähren in diesem Umfeld, wohl wissend,
dass mir damals noch viel Erfahrung fehlte.
Es ist schon speziell, sich mit 32 Jahren als
Chef intern und extern glaubwürdig «ver­
kaufen» zu müssen. Das war eine schwieri­
ge Zeit. Hilfreich für mich waren 2 Aspekte:
Ich bin von der Branche, und ich habe mich
betriebswirtschaftlich laufend weitergebil­
det. Beides half mir in der Akzeptanz.
«
Unser QM-Leiter
verstand es, die Idee
richtig zu lancieren
»
Das schwierigste Element war damals, den
vom Vater geprägten Schibli-Spirit zu be­
wahren. Je grösser eine Firma ist, desto an­
spruchsvoller wird diese Aufgabe. Ein Spirit
wird geprägt durch Persönlichkeiten und
die Nähe des Chefs zu den Mitarbeitenden.
Ich kümmere mich deshalb hauptsächlich
um sie, pflege das Prinzip der offenen Türe.
In mein Aufgabengebiet fällt überdies die
Führung neuer Projekte ebenso wie Enga­
gements in der Jugendförderung.
Schon jetzt, mit 43 Jahren, überlege ich, wie
die Firma dereinst weitergeführt wird,
prüfe also Nachfolgefragen in der Familie
oder MBO-Varianten. Als ausserordentlich
erfreulich werte ich die Tatsache, dass wir
heute über viele langjährige Mitarbei­
tende verfügen. Der Q-Beauftragte
Beat Lendi zum Beispiel, geht
jetzt nach 48 Dienstjahren
in Pension. Ich freue
mich wirklich über
jeden Auszubil­
denden, der spä­
ter bei uns oder
an einem an­
dern Ort, seinen
Weg macht.
Also: Die Heraus­
forderungen für
mich am Anfang
waren personeller
Natur. Erschwerend
in der Frühphase
meines Mitwirkens in
der GL war, dass ein
externer Geschäfts­
führer mir hätte hel­
Foto: Zoo Zürich, Jean-Luc Grossmann
Mitte Juni 2014 eröffnet: Die Elefanten-Anlage im Zürcher Zoo
fen sollen, führungsmässig zu reifen. Diese
Lösung bewährte sich nicht, weil ihm das
Verständnis für die Besonderheiten eines
Familienbetriebes fehlte. Das hatte perso­
nelle Abgänge und Auslastungsprobleme
zur Folge. Ich war gezwungen, in dieser Zeit
Akquisitionsarbeit zu leisten, um die Lü­
cken zu füllen.
Und jetzt ist Schibli zu einer dynamischen
Gruppe gewachsen.
Hatten wir im Jahre 2000 noch unter Li­
quiditätsproblemen zu leiden, so gelang es
kurz danach, diese erfolgreich zu meistern,
nicht zuletzt wegen unseres hervorragen­
den Finanzchefs, der inzwischen für eine
Zahlungsfrist von 35 bis 45 Tagen sorgt. In
Dresden beträgt die mittlere Zahlungsfrist
sogar nur 20 Tage. In den letzten 8 Jahren
schrieben wir immer Gewinne. Heute sind
wir zu 100 Prozent eigenfinanziert, stehen
hervorragend da. Ich unternehme alles,
um diese Situation beizubehalten. Die Ent­
wicklung des Betriebes ist erfreulich: 2003
waren wir 250 Mitarbeitende mit rund 32
Mio. Umsatz, heute sind es rund 450 Mitar­
beitende mit rund 78 Mio. Umsatz. Unser
Unternehmen kann sich in einem Anbieter­
markt bewegen. Man kennt uns, traut uns zu,
komplexe Aufgaben zielgerichtet zu lösen.
Welche Entwicklungsschritte stehen an?
Wir sind daran, auf dem bereits bestehen­
den Sockel eine kleine Immobilienfirma zu
errichten, um uns noch breiter abzustüt­
zen. Wir machen diesen Schritt auch im
Zusammenhang mit der Lösung der Erbfol­
ge der 3 Kinder. Zweitens planen wir, Schib­
li in der Sicherheitsbranche noch stärker
zu positionieren. Und, drittens, wollen wir
im Sektor IT in einer Partnerschaft gemein­
sam, gezielt mehr Informatiker ausbilden.
Hinzu kommen Jugendprojekte, die vor al­
lem im Einklang mit der Förderung der so
genannten MINT-Fächer (Mathematik, In­
formatik, Naturwissenschaften, Technik)
«
Die Pflege
des Schibli-Spirits
ist uns wichtig
»
stehen. Da wollen wir auch bei den Eltern
Begeisterung säen, denn unsere Branche
hat Zukunft, schon wegen der Energie-The­
matik. Gute Leute zu finden, ist schwierig.
Bewerbungen gibt es genügend, aber die
Qualität lässt oft zu wünschen übrig. Des­
halb engagieren wir uns in der Ausbildung
langfristig. Seit 5 Jahren verfügen wir über
ein profimässig organisiertes Lehrlingswe­
sen mit einem Lehrlingsinstruktor für un­
sere 80 Auszubildenden. Jedes Jahr findet
übrigens ein Lehrlingslager in den Bergen
statt.
Weshalb hat Schibli 1992 die Zertifizierung
initiiert?
Weil wir wegen des Exports dazu gezwun­
gen waren. Diese Zertifizierung erlebten
wir damals als äusserst unbequem und
aufwändig. Die Sache war absolut nicht un­
ternehmerfreundlich. Die Mitarbeitenden
waren frustriert ob des Aufwandes. Später
haben wir die Zertifizierung auf die gesam­
te Firma ausgedehnt.
Heute hat sich die Sache grundlegend ver­
ändert vom Qualitätssicherungssystem
zum eigentlichen Führungssystem. Ohne
dieses System wäre die Führung der Schib­
li-Gruppe nur schwer vorstellbar. Das Sys­
tem ist hervorragend ausgelegt, auch für
die Einführung neuer Mitarbeitender. Man
begreift sofort, wie unser Unternehmen
funktioniert. Es ist ein wirklich gutes Zu­
sammenarbeiten mit der Zertifizierungs­
stelle SQS. Wir verbessern uns laufend.
Ohne dieses System wären wir heute nicht
so erfolgreich.
Was konkret bewirkt die Zertifizierung aus der
Sicht von CEO Schibli?
Unser QM-Leiter Beat Lendi wurde 1992
mit dieser Aufgabe betraut. Er hatte gros­
sen Einfluss beim Aufbau des Systems. Er
verstand es, die Idee im Betrieb richtig zu
lancieren, für Akzeptanz zu werben und
mit Erfolgsschritten zu überzeugen. Diese
Erfolge aus dem System sind heute greif­
bar, sie werden bei jedem Audit bestätigt.
Beat Lendi kennt die Schibli-Gruppe be­
reits in der dritten Generation, trägt den
Schibli-Spirit als Mitglied der GL seit vie­
len Jahren in sich und geniesst bei den
Mitarbeitenden hohes Ansehen. Er war es
auch, der mir in meiner schwierigen An­
fangsphase führungsmässig Unterstüt­
zung leistete.
13
SQS-GLOBAL Flash
Starling Geneva Hotel
Business, Wellness, Fitness –
alles energieeffizient
«Think green, act green». Dieser Leitsatz setzt sich vermehrt
auch im Hotel-Business fest. Weil viele Gäste das erwarten,
aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Starling Geneva Hotel,
das grösste Hotel der Schweiz, gehört zu den Vorreitern der
Branche. Mit der SQS-Zertifizierung nach ISO 50001 setzte es
sogar eine Benchmark.
Für Starling-Gäste: Dining im Dämmerlicht …
Ob sich im Spa viele oder wenige Gäs­
te aufhalten – es kostet. Energie! Ob das
Haus zwischenzeitlich voll oder nur teil­
weise belegt ist – es kostet. Energie für
Kühlung, Klima, Küche, Heizung, IT u.a.m.
Hotels zählen zwar nicht zu den extrem
energielastigen Branchen, aber sie haben
relativ hohe «Bereitschafts-Fixkosten» als
Charakteristikum, auch im Energie- und
Starling Geneva Hotel, direkt beim Flug­
hafen Genf und neben dem Ausstel­
lungsgelände PALEXPO gelegen, ist
mit 496 Zimmern das grösste Hotel
der Schweiz. Mit insgesamt 5 500 m2
Konferenzfläche und einem der grösseren
Konferenzsäle der Schweiz (1 000 m 2,
Decke frei tragend) hat es auf dem Platz
Genf grosse Bedeutung. Das 4 Sterne-PlusHaus ist ein ausgesprochenes BusinessHotel internationalen Charakters. Be­
schäftigt sind rund 290 Mitarbeitende.
Dem Starling Label gehören 3 Hotels an:
Starling Hotel Geneva, Starling Residence
Genève und Starling Hotel Lausanne. Die
Marke und der Verkauf sind bei SHR (Star­
ling Hotel Resort) angesiedelt.
Als erstes Hotel der Schweiz hat Starling
Geneva Hotel das SQS-Zertifikat nach ISO
50001 erlangt – eine Benchmark in der
Branche. Bereits früher wurde es SQSzertifiziert nach ISO 9001 und ISO 14001.
www.shgeneva.com
14
Sicherheitssektor. Die Energiekosten für
Hotels bewegen sich gemäss Erhebungen
von hotelleriesuisse zwischen 2 und 4,5 %
vom Umsatz. Gemäss einer Studie besteht
hier, je nach Typ und Grösse des Hotels, ein
Sparpotenzial von bis zu 50 %.
Umsichtig geführte Häuser investieren
deshalb im Energie- und Sicherheitssek­
tor gezielt in Optimierungsmassnahmen.
Das Starling Geneva Hotel, SQS-zertifiziert
nach ISO 9001, 14001 und 50001, setzt «kon­
sequent auf Nachhaltigkeit», wie uns Gene­
raldirektor Christian Marich im Gespräch
erläuterte.
Herr Marich, welches sind die wichtigsten
energie- und sicherheitstechnischen Herausforderungen Ihres Hotels?
Das Hotel gehört gemäss Energiegesetz des
Kantons Genf zu den Grossverbrauchern.
Klimatisierung und Heizung sind unsere
grössten «Energiefresser». Hier liegt denn
auch das entscheidende Sparpotenzial. Der
Wasserverbrauch dagegen fällt nicht so
stark ins Gewicht. Unerlässlich für Hotel
und Gelände in unmittelbarer Nähe zum
Flughafen ist die Sicherheit. Dafür sorgen
u.a. 132 Überwachungskameras.
Wie schöpfen Sie das Sparpotenzial aus?
Kern unseres Bemühens ist unsere Haltung
gegenüber Umweltaspekten. Diesen Fokus
pflegen wir verstärkt seit 2009. Im selben
Jahr haben wir unsere erste SQS-Zertifizie­
rung nach ISO 14001 erlangt. Um das Po­
tenzial in diesem weiten Feld «abzuholen»,
arbeiten wir sehr eng mit der SIG (Service
Industriel de Genève) zusammen. Als ers­
tes Unternehmen haben wir bei der SIG im
«
Sparpotenzial:
12 Massnahmen stehen
im Fokus
»
Jahre 2012 ein umfassendes Energiespar­
projekt gestartet. Dieses läuft unter der Be­
zeichnung «CPE – Contrat de Performance
Energétique» mit dem Zweck, gemeinsame
energetische, aber auch finanzielle Ziel­
setzungen zu erreichen. Konkret wurden
in diesem Vertrag insgesamt 32 mögliche
Sparmassnahmen ausgelotet. Danach wur­
den davon 12 Massnahmen ausgewählt und
priorisiert. Gemäss Berechnungen der SIG
sollten diese 12 Massnahmen eine Rück­
zahlung der durch die SIG vorfinanzierten
SQS-GLOBAL Flash
… oder sportliches Schwimmen im grossen Indoor Pool
Investitionen von 500 000 Franken inner­
halb von 5 Jahren möglich machen. Nach
internen näheren Abklärungen haben wir
uns entschieden, dieses Payback-Ziel um
1 Jahr auf 4 Jahre zu verkürzen.
Und Sie liegen auf Kurs?
Sehr gut! Alle Zwischenergebnisse deuten
darauf hin, dass wir den Payback aus dem
CPE-Vertrag sogar schon am Ende des drit­
ten Jahres, also Ende 2015, erreicht haben
werden.
Welche technischen Massnahmen machen die
Spareffekte möglich?
Ein ganzes Bündel, abgestimmt auf unsere
Ausrichtung als Business- und KongressHotel mit einer grossen Wellnesszone, Fit­
ness- und Physiotherapie, 3 Restaurants –
darunter das in Genf sehr bekannte Olivo.
Die Massnahmen berücksichtigen speziell
auch, dass wir regelmässig Kongresse mit
Bankett für bis zu 1 000 Personen bewälti­
gen. Daneben beherbergen wir für Ausstel­
ler während Palexpo-Messen ein dichtes
Konferenz- und Bankett-Programm. Hoch­
betrieb herrscht insbesondere auch wäh­
rend des Genfer Autosalons. Alle diese Ak­
tivitäten führen zu Spitzenauslastungen,
welche mit dem Normalbetrieb in Balance
gehalten werden müssen, auch energie­
mässig.
Also, es wurde technisch in Anlagen in­
vestiert, aber auch in Software für die
Systemsteuerung. Dazu 3 praktische Bei­
spiele: Anlageseitig wurde die Beleuchtung
schrittweise auf LED umgestellt. Weiter
wurden, um Licht zu sparen, gezielt An­
wesenheitsmelder und Dämmerungslicht­
sensoren installiert. Letztere an Orten, die
nach Einbruch der Dunkelheit unbedingt
beleuchtet sein müssen.
Die Steuerungsmöglichkeit der zahlreichen
Optimierungen im Energiebereich des Ho­
tels erfolgt zentral von der Réception aus
von Hand, speziell auch für die Zimmer.
Das Fein-Tuning im Zimmer liegt dann in
den Händen des Gastes.
Da unser komfortabler Shuttle-Service
zum Flughafen jährlich über 100 000 Per­
sonen zu befördern hat, prüften wir auch
den Einsatz von Elektromobilen. Derzeit
sind aber noch keine Fahrzeuge auf dem
Markt, welche die erforderliche Trans­
portkapazität von 8 bis 12 Personen be­
reitstellen.
Können Ihre Mitarbeitenden dieser Dynamik
punkto Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
überhaupt folgen?
Ja, sie sind sehr engagiert, tragen das Ganze
mit. Um das ambitiöse Sparziel im Rahmen
unseres integrierten Managementsystems
zu erreichen, haben wir hausintern ein «Ko­
mitee für Umwelt und Energie» geschaffen,
in dem jedes Hoteldepartement eine Ver­
tretung delegiert hat. In diesem Gremium
von 10 Personen legen wir die Ziele fest und
kontrollieren periodisch den Erreichungs­
grad. Das funktioniert gut. Ein Beispiel: Wir
begannen mit einer Recycling-Quote von
56 %, heute haben wir bereits eine solche
von 70 % erreicht.
«
Energieeffizienz:
Wir sensibilisieren
regelmässig
»
Alle Mitarbeitenden sensibilisieren wir re­
gelmässig für die Sache – «on-the-job», aber
auch mit dem hausinternen Newsletter
«Eco News». Zusätzlich findet jedes Jahr ein
spezieller Event für das gesamte Personal
statt, an welchem unsere diversen Um­
weltanliegen unkonventionell und unter­
haltend präsentiert werden – etwa in Form
von filmischen Sketches mit hauseigenen
«Schauspielern» oder mit einer Truppe aus
Paris. Ja, wirklich, das Engagement der Mit­
arbeitenden in Umwelt- und Energiefragen
ist deutlich spürbar. Kontrollresultate bele­
gen das. Und wir sind stolz!
Starling-Markenzeichen:
Kapazität und Infrastruktur
für Grosskonferenzen
15
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Zertif
Bernstrasse 103
3052 Zollikofen
Schweiz
SQS aktuell
den wichtigsten Themen von Hans Dieter
Seghezzi gehört das Qualitätsmanagement,
das er stets vorgelebt hat. Seghezzi ist Grün­
der der SQS, deren Vorsitz er von 1983 bis
2003 hatte, und er war von 1986 bis 1988 zu­
dem Präsident der European Organisation
for Quality.
Das Wort «Qualität» war sein ständiger Be­
gleiter. Das von ihm entwickelte «Integrierte
Qualitätsmanagement» sowie seine Über­
legungen zur «Ganzheitlichen Unterneh­
mensführung» und zu «Integrierten Füh­
rungssystemen» sind fixe Bestandteile der
Managementlehre geworden.
„„Ehrendoktor für
SQS-Gründer Seghezzi
T +41 58 710 35 35
F +41 58 710 35 45
www.sqs.ch
„„SQS-Seminare zur Revision von
ISO 9001:2015 und 14001:2015
Die Normenrevision auf 2015 ist im Gang.
Die SQS ist mit René Wasmer, Stellvertreter
CEO, in den internationalen Revisionsgre­
Prof. em. Dr. Hans Dieter Seghezzi hat die
Ehrendoktorwürde der Universität Salz­
burg erhalten. Der Ehrenpräsident der SQS
baute 1988 an der Universität St. Gallen
das Institut für Technologiemanagement
(ITEM-HSG) auf.
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Schweizerische Vereinigung
für Qualitäts- und ManagementSysteme (SQS)
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mien vertreten. Modernisiert, risikobasiert
und wirkungsorientiert. Das sind die neuen
ISO-Anforderungen an Qualitäts- und Um­
weltmanagementsysteme. Welches sind
die wesentlichen Änderungen? Wie kön­
nen sie umgesetzt werden? Unsere SQSSeminare beantworten diese Fragen aus
der Sicht der Zertifizierung. Sie richten sich
an alle Personen, die für die Umsetzung der
neuen und geänderten Anforderungen die
Verantwortung tragen und sich aus erster
Hand über Inhalte, Vorteile und Umset­
zung der in Revision stehenden interna­
tionalen Normen für QMS und UMS ins
Bild setzen möchten. Die Seminare für das
zweite Halbjahr 2014 sind bereits vollstän­
dig ausgebucht. Diejenigen im nächsten
Jahr werden auf unserer Homepage publi­
ziert. Details unter www.sqs.ch.
mwelt-Zeichnungswettbewerb 2014 – Lebensmittel, Früchte der Erde
U
«Zeichne dein Bild vom Wert, von der Vielfalt oder der Herkunft der Lebensmittel!» So
lautete die Aufgabe des 8. nationalen und 15. internationalen Zeichnungswettbewerbs für
Schulen. Insgesamt 223 Schweizer Schulklassen aus allen Landesteilen, von der ersten
bis zur neunten Klasse, nahmen daran teil. Die Prämierung der besten Arbeiten fand am
30. Juni 2014 in Bern statt. René Wasmer, Mitglied der achtköpfigen Schweizer Jury, will
mit diesem SQS-Engagement «junge Menschen auf kreative Weise schon früh mit dem
Nachhaltigkeitsdenken in Berührung bringen». Dass dies auf kreative Weise gelingen kann,
zeigt die Mannigfaltigkeit und die Ausdruckskraft der über 3 278 eingereichten Arbeiten.
Die Auswahl der besten Zeichnungen fiel der Jury in der Tat nicht leicht. Die prämierten 12
Zeichnungen sind aufgeschaltet auf www.sqs.ch.
Seghezzi kann als Forscher, Manager und
Professor gleich drei Karrieren vorweisen:
Der Physiker arbeitete zuerst am MaxPlanck-Institut, danach viele Jahre als
Chef F + E bei der Hilti AG in Liechtenstein.
Daneben hielt Seghezzi an der Uni Stutt­
gart und an der ETH Zürich Vorlesungen,
ehe er an die HSG berufen wurde. Und er
referierte ab 1995 auch in Salzburg, wo er
u.a. massgeblich am Aufbau der University
of Salzburg Business School mitwirkte. Zu
SQS-GLOBAL Flash
Redaktion: Ursula Schlatter
Redaktionsbeirat: Prof. Max W. Twerenbold

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