Soziales im Blick - (SoVD) Schleswig

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Soziales im Blick - (SoVD) Schleswig
SoVD Soziales im Blick
Sozialverband Deutschland
SoVD-Zeitung | Ausgabe Berlin / Brandenburg
Nr. 1
Januar 2014
SoVD übernimmt den Vorsitz im Sprecherrat des Deutschen Behindertenrates
Handlungsspielräume nutzen
„Der Koalitionsvertrag bietet einige behindertenpolitische Gestaltungsspielräume.
Diese müssen jetzt zugunsten
behinderter Menschen gefüllt
werden“, forderte SoVD-Präsident Adolf Bauer am Welttag
der Menschen mit Behinderung. Anlass war die Fachtagung „Reform der Eingliederungshilfe“ des Deutschen Behindertenrates (DBR) in Berlin. Im Zuge der Veranstaltung
übernahm der Sozialverband
Deutschland zum dritten Mal
den Vorsitz im DBR-Sprecherrat. Der DBR ist ein Aktionsbündnis aller maßgeblichen
Verbände chronisch kranker
und behinderter Menschen.
1999 gegründet, versteht sich
das Bündnis als Plattform gemeinsamen Handelns.
2014 treten einige neue
Regelungen in Kraft
Seite 4 + 5
Fotos (2): Herbert Schlemmer
Gemeinsam Handeln – so versteht sich das Aktionsbündnis des DBR, hier bei der Fachtagung.
Barrierefrei bauen
und umbauen
SoVD-Kooperationspartner
bringt Ratgeber heraus
Seite 8
SoVD-Präsident Adolf Bauer
und Hannelore Loskill (BAG
Selbsthilfe) bei der Übergabe
des Staffelstabes.
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Mutter setzt Beschulung
in Heimatstadt durch
Seite 3
Was sich in diesem
Jahr alles ändert
Im Zentrum der DBR-Fach- die bisherigen Vorschläge aus Fachexperten aus Behindertagung in der Vertretung des Bund und Ländern jedoch mit tenverbänden, Vertreter aus
Landes Nordrhein-Westfalen deutlicher Kritik auf. Vor allem der Politik und Interessierte
beim Bund
vor dem Hin- den aktuellen Verfahrensstand
standen die Die Eingliederungshilfe tergrund der zum Leistungsgesetz und die
verschiedenen
muss zur Verbesserung U N - B e h i n - Reformforderungen des DBR.
Aspekte und
der Leistungen führen dertenrechtsSoVD-Präsident Adolf BauArgumente im
k o n v e n t i o n er befürwortete dabei das klaZusammenhang mit der Re- wurden die bisherigen Diskus- re Signal, dass das Instrument
form der Eingliederungshilfe. sionspapiere kritisch bewertet. der Eingliederungshilfe für beDas Vorhaben ist eines der
In verschiehinderte MenProjekte, das die neue Bun- denen
ReDas Wunsch- und
schen künftig
desregierung in der neuen Le- d e b e i t r ä g e n
Wahlrecht behinderter verstärkt eingislaturperiode umsetzen will – und
Foren Menschen ist zu stärken kommens- und
verbunden mit der Schaffung unter Modevermögens–
eines Bundesleistungsgesetzes. ration von Willibert Strunz unabhängig erbracht werden
Behinderten-, Sozial- und (LAG Selbsthilfe NRW e.V.) soll. „Jetzt muss die Koalition
Wohlfahrtsverbände nahmen diskutierten nun Betroffene,
Fortsetzung auf Seite 2
Die Zukunft will
gepflegt sein.
Recht auf Inklusion –
Schule für alle
Blickpunkt
Ein aufreibendes Wahlkampfjahr liegt hinter uns. Mit einer
breit angelegten Aktionsstrategie und der Kampagne „sozial –
solidarisch – gerecht“ ist es unserem Verband gelungen, wichtige
sozialpolitische Ziele erfolgreich
in die Diskussion einzubringen.
Im neuen Jahr gilt es, dafür zu
sorgen, dass unsere Forderungen
umgesetzt werden. Das Koalitionsabkommen umfasst eine Reihe von Vorhaben, die Zuversicht
spenden: Verbesserungen in der
Rente sind geplant; der Mindest-
lohn soll endlich kommen. So
könnte es in den Bereichen Alterssicherung und Arbeitsmarkt
deutlich vorangehen. Leider ist
die Finanzierung dieser Vorhaben ungeklärt – vor allem wegen
der klaren Absage an Steuererhöhungen. Und die Pläne für den
Ausgleich der Ausgabensteigerungen im Gesundheitsbereich
bleiben ungerecht; sie gehen
einseitig zulasten der Versicherten. Eine solidarische und faire
Lösung sieht anders aus.
Der SoVD wird sich in 2014
Beratung durch die UPD
Seite 9
umso mehr dafür stark machen,
Gerechtigkeitslücken zu schließen. Dabei haben wir die deutliche Schieflage zwischen Arm
und Reich fest im Blick! Dass
die starke Stimme unseres Verbandes gehört wird, verdanken
wir vor allem der Treue unserer
560 000 Mitglieder! Für Ihr Vertrauen und Ihr großes Engagement möchte ich Ihnen danken.
Starten Sie gut in ein gesundes
und erfolgreiches neues Jahr!
Adolf Bauer
SoVD-Präsident
Katharina die Große
Katharina Thalbach wird 60
Seite 24
Seite 2
SOZIALPOLITIK
Nr. 1 / Januar 2014
SoVD übernimmt zum dritten Mal den Vorsitz im Sprecherrat des Deutschen Behindertenrates
Handlungsspielräume nutzen
Fotos (7): Herbert Schlemmer
Diskutierten auf dem Podium der Fachtagung zum Thema „Inklusive Gesetzgebung – Auf dem Weg zum Leistungsgesetz“: Christine Möller (Forum behinderter
Juristinnen und Juristen, li.), Adolf Bauer (SoVD-Präsident, Mi.) und Hubert Hüppe (Bundesbehindertenbeauftragter). Mit auf dem Podium war auch Andreas
Conrad (Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, Foto unten links mit Gebärdendolmetscherin).
Fortsetzung von Seite 1
tatsächlich auch in die richtige Richtung gehen“, sagte der
SoVD-Präsident.
Als problematisch bewertete Bauer, dass die Eingliederungshilfe vorrangig fiskal
diskutiert werde. „Die Reform
der Eingliederungshilfe darf
nicht auf ein Entlastungsinstrument für die Kommunen
reduziert werden.“ Der SoVD
Referentin Claudia Tietz (li.)
und Ragnar Hoenig, Abteilungsleiter Sozialpolitik, übernehmen die hauptamtliche Betreuung des DBR-Sekretariats.
fordert stattdessen, dass die
Fachbeiträge leisteten auch tung an SoVD-Präsident Bauer verbindlichen Vorgaben, um
Eingliederungshilfe zu deutli- Christian Luft (Abteilungslei- übergab, forderte für den DBR: die Situation für behinderte
chen Leistungsverbesserungen ter beim Bundesministerium „Ziel des zukünftigen Bundes- Menschen zu verbessern. Zwar
für behinderte Menschen, ins- für Arbeit und Soziales), Klaus teilhabegesetzes muss die volle habe die Öffentlichkeit 2013
besondere ihres Wunsch- und L a c h w i t z
und wirksame gejubelt, dass die BeschäftiWahlrechtes, genutzt werden ( E u r o p e a n
Teilhabe mit gleichen
Teilhabe aller gungszahlen mit rund 42 Millimuss.
Disability FoWahlmöglichkeiten
Menschen mit onen einen neuen Höchststand
In seinem Redebeitrag be- rum – EDF), für behinderte Menschen Behinderun- erreicht hätten. „Arbeitslose
grüßte auch der Beauftragte der Dr. Valentin
gen sein, mit Menschen mit Behinderung
Bundesregierung für die Belan- Aichele (Deutsches Institut gleichen Wahlmöglichkeiten konnten davon nicht profitiege behinderter Menschen, Hu- für Menschenrechte), Claudia wie andere Menschen in der ren“, hielt Bauer den Erfolgsbert Hüppe, dass sich die Leis- Schröder (Abteilungsleiterin Gemeinschaft zu leben.“
meldungen entgegen. „Ihre
tungen der Eingliederungshilfe Soziales im Sozialministerium
In seiner Schlussrede mach- Zahl ist angestiegen. Aktuell
künftig mehr am persönlichen Niedersachsen) und Barbara te der SoVD-Präsident deut- sind 176 000 schwerbehinderBedarf orientieren und außer- Viehweg (Interessenvertre- lich, dass eine wichtige Chan- te Menschen arbeitslos.“ Und
dem personenzentriert bereit- tung Selbstbestimmt Leben in ce hinsichtlich der inklusiven auch die Erwerbstätigen ungestellt werden sollen.
Deutschland e.V.).
Bildung vertan worden sei: ter ihnen würden Benachtei„Es wäre enttäuschend, wenn
Auf dem Podium diskutier- „Nur durch eine Streichung ligungen erleben – mit Arbeit
damit nur die Kosten der Ein- ten abschließend Hubert Hüp- des strikten Kooperations- unterhalb ihrer Qualifikatigliederungshilfe
pe, Andreas verbotes könon, mit mehr
von den LänLeitsatz „Nicht über
Conrad (Bun- nen Bund und
Eingliederungshilfe
Teilzeit und
dern auf den
uns ohne uns“
desverband für Länder vereint mehr am persönlichen geringfügiger
Bund übertrain die Tat umsetzen
körper- und aktiv werden.
Bedarf orientieren
Beschäftigung
gen würden“,
mehrfachbe- Genau zu diesowie geringeergänzte Hüppe kritisch. Der hinderte Menschen e.V.), Chris- sem wichtigen Punkt aber rem Stundenlohn. „Dass beBehindertenbeauftragte befür- tiane Möller (Forum behinder- schweigt der Koalitionsver- hinderte Menschen in arbeitswortet das Vorhaben der neuen ter Juristinnen und Juristen) trag.“
marktpolitischen Debatten
Bundesregierung, die Teilhabe und SoVD-Präsident Adolf
Bauer rief außerdem dazu berücksichtigt und ihr Recht
behinderter Menschen in allen Bauer.
auf, die berufliche Teilhabe auf gleichberechtigte Teilhabe
Lebensbereichen weiterzubrinDBR-Sprecherratsvorsit- von Menschen mit Behinde- am Arbeitsleben endlich umgegen. „Nun muss der Leitsatz zende Hannelore Loskill (BAG rungen im Blick zu behalten. setzt wird, auch das muss auf
,nicht über uns ohne uns‘ in die Selbsthilfe), die den Staffel- Noch immer gebe es im Bereich der Agenda des DBR 2014 steTat umgesetzt werden.“
stab am Ende der Veranstal- des Arbeitsmarktes fast keine hen.“
veo
Die Beiträge der Fachtagung zur Reform der Eingliederungshilfe thematisierten u. a. den aktuellen Verfahrensstand zum Leistungsgesetz zur Gewährleistung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung.
Nr. 1 / Januar 2014
SOZIALPOLITIK
Seite 3
Mutter setzte für elfjährigen Sohn Beschulung in der Heimatstadt durch – Filmbeitrag im SoVD TV
Das Recht auf Inklusion – Schule für alle
Luca ist elf Jahre alt und Schüler am Seume Gymnasium in Vacha. Er hat Muskeldystrophie,
eine seltene fortschreitende Erkrankung, die mit dem Verlust der Muskelkraft einhergeht. 2011 hat
Luca seine Gehfähigkeit verloren. Seine Bewegungseinschränkungen sind hingegen stabil. Und
Luca ist klug – seine intellektuellen Fähigkeiten sind gut. Dass der Elfjährige am Unterricht in
seiner Heimatstadt Vacha teilnehmen kann, war jedoch lange Zeit keine Selbstverständlichkeit.
Aufgrund der technischen Denn die technischen MöglichAusstattung der Schule und keiten sind vorhanden durch
wegen Brandschutzbestim- ein Treppensteigegerät, mit
mungen wollte der Schulträ- dem der fehlende Lift ausgeger Luca nicht am Gymnasium glichen werden kann“, blickt
aufnehmen. Luca sollte statt- sie zurück.
dessen am 15
„Wir verKilometer ent- Erst nach monatelangem muten, dass
fernten GymRechtsstreit kam
der Landkreis
nasium Bad
der Durchbruch
eine StützSalzungen bepunktschule
schult werden. Erst nach mo- schaffen wollte oder das nach
natelangen Rechtsstreitigkei- wie vor möchte, und dass diese
ten brachte eine einstweilige in Bad Salzungen sein soll. AlVerfügung den Durchbruch für le Schüler, die ein körperliches
Luca und seine Familie.
Handicap haben, sollen dann
Dies war ein Grund für SoVD
TV, das Thema aufzugreifen
und Luca zuhause zu besuchen.
Der SoVD fordert seit langem
ein klares Bekenntnis zum Ziel
inklusiver Bildung. Gerade erst
hat SoVD-Präsident Adolf Bauer im Rahmen der Übernahme
des Sprecherratsvorsitzes im
Deutschen Behindertenrat (siehe Titelthema dieser Ausgabe)
erneut auf den großen Handlungsbedarf im Bereich der
gemeinsamen Beschulung behinderter und nichtbehinderter
Kinder hingewiesen.
Der Film, der für das SoVDeigene Web-Portal produziert
wurde, macht die Schwierig- Anja Schlott kämpfte lange für
keiten, mit denen Betroffene das Recht ihres Sohnes Luca.
zu kämpfen haben, deutlich. Er
kann gleichzeitig auch eine Er- dorthin fahren.“ Man habe vermutigung für Betroffene sein, sucht, alle anderen Argumenihre Forderung auf Teilhabe te, die zur Verfügung standen,
durchzusetzen.
ebenfalls zu nutzen, um Luca
Für Anja Schlott, Lucas den Schulbesuch in seiner HeiMutter, war der Widerstand matstadt Vacha zu verwehren,
der Behörden nicht nachvoll- berichtet sie weiter.
ziehbar. „Wir haben nicht
Dabei wäre der Schulbesuch
verstanden, was jetzt in Vacha in Bad Salzungen für Luca eine
das große Problem sein sollte. große Umstellung und Belas-
tung gewesen.
Luca hat Pflegestufe 2. Das
bedeutet, dass seine körperlichen Kräfte langsam schwinden. „Zusätzliche Belastungen
bewirken bei ihm einen deutlich schnelleren Verlust der
Muskelkraft. Die täglichen
Transporte nach Bad Salzungen hätten zu übermäßigen
Anstrengungen geführt“, erklärt seine Mutter. „Wegen der
mangelnden Rumpfstabilität
bedeutet das Autofahren eine
große Belastung für ihn.“
Zudem wäre Luca täglich
mehr als eine Stunde später zu
Hause gewesen. Zeit, die für die
notwendige Physiotherapie, für
Hausaufgaben und etwas Freizeit gefehlt hätte.
Trotz all dieser medizinisch
belegten Argumente und verschiedener Gutachten zeigten
sich die Behörden uneinsichtig.
Erst nach aufreibendem Hin
und Her auf
juristischem
Wege
kam
schließlich der
Wendepunkt.
Den brachte
eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes in Meiningen.
„Es wurde klar gesagt, dass
Brandschutz kein Problem sei,
was allein Luca angehe. Wenn
es hier Mängel gäbe, dann beträfe dies ganz eindeutig alle
Schüler und könne kein Grund
sein, ausgerechnet Luca den
Schulbesuch zu verwehren.“
Seine Freunde, seine Großeltern, die gleich nebenan wohnen, sein Anwalt Dr. Oliver
Tolmein und der Behindertenbeauftragte des Landes Thü-
Gemeinsam mit seinen Grundschulfreunden besucht Luca Schlott nun das Seume Gymnasium.
Fotos (5): dasprogramm
Mit seinem besten Freund Johannes besucht Luca die Schach-AG.
ringen, Dr. Paul Brockhausen
mit seinen Mitarbeitern Markus Lorenz und Sabine Kamke
setzten sich mit all ihren Möglichkeiten für Luca ein.
Auch der SoVD-Landesverband Thüringen machte sich
dafür stark, dass die Rahmenbedingungen geschaffen wurden, die es Luca nun ermöglichen, gleichberechtigt am
Schulalltag
teilzunehmen.
„Wenn
ich
erstmal eine
Schule barrierefrei gestalten
muss, dann kostet das natürlich
Geld. Aber wir haben nun mal
die UN-Behindertenrechtskonvention“, sagt Maik Nothnagel, 1. Landesvorsitzender
des SoVD-Landesverbandes
Thüringen.
Auch Ramona Möbius, Dozentin für Inklusion und Religionslehrerin von Luca, tritt
für mehr Bewusstsein ein.
„Inklusion bedeutet nicht nur,
dass die äußeren Rahmenbedingungen stimmen müssen.
Viel wichtiger ist es, die Kultur
zu schaffen, in der wir leben.
Sind wir vom Kollegium und
alle, die wir beteiligt an der Beschulung sind, in den Köpfen
offen für Inklusion?“
Luca ist glücklich, nun doch
die Schule gemeinsam mit seinen Grundschulfreunden besuchen und in seinem gewohnten
Umfeld sein zu können. Auch
für Spiel und Freizeit bleibt etwas Raum. „Ich wünsche mir,
dass ich auf dem Gymnasium
bleiben kann und gute Noten
bekomme“, sagt Luca.
veo
Den Filmbeitrag können Sie
sich (auch mit Untertiteln) auf
www.sovd-tv.de oder YouTube
anschauen und herunterladen.
Schulbegleiter Denny Barthel
und ein Treppensteigegerät
machen Luca einen normalen
Schulbesuch möglich.
Tägliche Physiotherapie ist für Luca wichtig.
SOZIALPOLITIK
Seite 4
Foto: fontriel / fotolia
Wohin die Reise im neuen Jahr geht, bleibt abzuwarten. Einige
Änderungen für 2014 stehen allerdings schon jetzt fest.
Beiträge zur Rente
Zum Jahresbeginn müsste der
Beitragssatz zur gesetzlichen
Rentenversicherung eigentlich
sinken. Dazu soll es aber nicht
kommen. Stattdessen will die
Koalition aus Union und SPD
das Geld für Verbesserungen
nutzen. Finanziert werden soll
davon unter anderem die geplante Anhebung der Renten
von Müttern, deren Kinder vor
1992 geboren wurden.
ren, dass der Arzt diese Karte nicht akzeptiert. In diesem
Fall muss der Patient dem Arzt
nach erfolgter Behandlung einen Nachweis vorlegen, dass
er tatsächlich versichert ist.
Wer keine elektronische Gesundheitskarte hat, sollte sich
daher rechtzeitig mit seiner
Krankenkasse in Verbindung
setzen, um unnötige Laufereien
zu vermeiden.
ist nur noch der Wehrsold
steuerfrei. Zuschläge, spezielle
Zuwendungen sowie kostenlose Unterkunft und Verpflegung
werden steuerpflichtig, wenn
der Dienst nach 2013 begonnen hat.
versehen, welches den
Energiebedarf anzeigt. Dies reicht von
einem „A“ für geringen bis zu einem „G“
für hohen Stromverbrauch.
Mehr Grundsicherung
Höhere Rentensteuer
Sozialhilfe und Grundsicherung (Hartz IV) erhöhen sich
zum Jahreswechsel: Ein alleinstehender Erwachsener erhält
ab dem 1. Januar monatlich 391
Euro Grundsicherung. Kinder
erhalten je nach Alter bis zu
sechs Euro monatlich mehr.
Die Anhebung der Stufen im
Regelbedarf gilt für Sozialhilfe, die Grundsicherung für
Arbeitsuchende sowie für die
Grundsicherung im Alter und
bei Erwerbsminderung.
Wer 2014 in Rente geht, der
muss mittlerweile 68 Prozent
des Bruttobetrages versteuern,
die übrigen 32 Prozent bleiben
steuerfrei. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass damit
tatsächlich Steuern gezahlt
werden müssen. Es gilt noch
den allgemeinen Grundfreibetrag sowie individuelle Befreiungstatbestände zu berücksichtigen.
Höheres Briefporto
Neue Gesundheitskarte
Zum 1. Januar 2014 wird in
Deutschland die elektronische
Gesundheitskarte eingeführt.
Diese enthält erstmals auch ein
Foto des Versicherten. Wer bisher keine neue Karte hat, kann
zunächst die alte Versicherungskarte verwenden – sofern
diese noch nicht abgelaufen
ist. Trotzdem kann es passie-
Ein nationaler Brief (bis 20
Gramm) kostet im Versand mit
der Deutschen Post ab dem 1.
Januar 60 Cent. Vorhandene
Briefmarken im Wert von 58
Cent können durch Ergänzungs-Briefmarken (2 Cent)
aufgerüstet werden.
Keine Steuern auf Wehrsold
Im freiwilligen Wehrdienst
Nr. 1 / Januar 2014
Ruhigere Staubsauger
Ab dem 1. September 2014
verbietet die EU stromfressende Staubsauger. Nach diesem
Termin dürfen nur noch Geräte verkauft werden, die eine geringere Leistung als 1600 Watt
haben und somit auch weniger
Strom verbrauchen. Gleichzeitig müssen die Hersteller ihre
Produkte mit einem Etikett
Was sich
in diesem Jahr
alles ändert
und Trunkenheit am Steuer
drei Punkte.
Grundfreibetrag
Der Freibetrag im Steuerrecht, der das Einkommens-Existenzminimum
von Abgaben freistellen soll,
steigt zum Jahresbeginn. Er
erhöht sich von 8130 Euro
auf 8354 Euro für Alleinstehende bzw. auf 16 708 Euro
bei zusammen veranlagten Ehepartnern. Konstant
bleibt der Eingangssteuersatz mit 14 Prozent.
Kartei für Verkehrssünder
Veränderungen stehen bei
der Verkehrssünderkartei in
Flensburg an – allerdings erst
ab dem 1. Mai 2014. Anstelle der bisherigen Skala von 1
bis 7 Punkten gibt es künftig
nur noch maximal 3 Punkte, je
nach Schwere des Vergehens.
Wer etwa in einer Feuerwehrzufahrt parkt, wird mit einem
Punkt bestraft, das Überfahren
einer roten Ampel kostet zwei
Hürden bei Insolvenz
Für ein Verbraucherinsolvenzverfahren gelten ab
dem 1. Juli 2014 neue Regeln. Wer etwa als Schuldner von einer Verkürzung
des Verfahrens profitieren
möchte, muss zunächst hohe Hürden überwinden.
Erst, wer mindestens 35
Prozent der Forderungen
seiner Gläubiger sowie die
SoVD im Gespräch
Foto: Simone M. Neumann
Kosten des Verfahrens begleichen kann, wird künftig
bereits nach drei Jahren von
seinen Restschulden befreit
(regulär sind es sechs Jahre).
Seriöses Inkasso
Treibt ein Inkassobüro
oder ein Rechtsanwalt Forderungen ein, gelten zum
Jahresende neue Regeln.
Ab dem 1. November 2014
müssen der Name und die
Firma des Auftraggebers
sowie der Grund der Forderung offengelegt werden.
Grundlage ist das „Gesetz
gegen unseriöse Geschäftspraktiken“. Es soll dafür
sorgen, dass Betroffene besser nachprüfen können, ob
die Forderung in der Sache
und der Höhe berechtigt ist.
Einkauf im Internet
Ab Juni 2014 (genauer gesagt ausgerechnet ab einem
Freitag, dem 13.) gelten in
der EU einheitliche Wider-
Seite 5
Foto: anweber / fotolia
rufsregelungen beim
Kauf im Internet. Die
Frist für einen Widerruf beträgt dann
in allen EU-Ländern
14 Tage nach dem Erhalt der Ware. Der Widerruf
muss gegenüber dem OnlineAnbieter ausdrücklich erklärt
werden. Damit entfällt leider
auch die Regelung, wonach der
Händler bei einem Warenwert
von über 40 Euro die Kosten für
die Rücksendung zahlt. Künftig muss der Kunde hierfür in
die eigene Tasche greifen.
auf Nachfrage. Wer dem nicht
nachkommt, riskiert ein Strafverfahren – dann womöglich
ohne Prozesskostenhilfe.
Mindestlohn bei Zeitarbeit
Rund 800 000 Menschen arbeiten im Bereich Zeitarbeit.
Für sie gilt ab dem 1. Januar
2014 ein neuer Mindestlohn.
Er steigt im Westen auf 8,50
Euro, im Osten auf 7,86 Euro.
Der neue Mindestlohn ist allgemeinverbindlich, das heißt: Ab
dem Jahreswechsel bekommen
alle in Zeitarbeit Beschäftigten
den Aufschlag bezahlt.
Hilfe bei Prozesskosten
Damit auch Menschen mit einem niedrigen Einkommen einen Anwalt bezahlen können,
erhalten sie unter bestimmten
Bedingungen Prozesskostenhilfe. Hierfür gelten ab 2014
andere Bemessungsgrundlagen. Zudem soll eine etwaige
Rückzahlung in Raten vereinfacht werden. Vor allem
aber müssen Empfänger von
Prozesskostenhilfe noch vier
Jahre nach Ende ihres Verfahrens Auskunft über ihr Arbeitseinkommen geben – seit
dem 1. Januar 2014 sogar von
sich aus statt wie bisher nur
Höhere Bemessungsgrenze
Die Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung steigt von
monatlich 5800 auf 5950 Euro.
Änderungen gibt es auch bei
der knappschaftlichen Rentenversicherung: In den alten
Bundesländern beläuft sich
die Bemessungsgrenze auf 7300
Euro, in den neuen Bundesländern auf 6150 Euro im Monat.
hierfür ist eine höhere Umlage
zur Förderung erneuerbarer
Energien. Ein Haushalt mit einem Durchschnittsverbrauch
von 3500 Kilowattstunden pro
Jahr muss dadurch im Monat
etwa 2,70 Euro mehr bezahlen.
Überweisungen per SEPA
Ab dem 1. Februar 2014 werden Überweisungen und Lastschriften auf ein europaweites
Verfahren umgestellt (SEPA).
Die bisherige Bankleitzahl
und die Kontonummer werden
zur sogenannten IBAN zusammengeführt und lediglich um
vier weitere Ziffern ergänzt.
Diese Ziffern bestehen aus zwei
Buchstaben (z. B. „DE“ für die
Länderkennung Deutschland)
sowie aus zwei Zahlen, die als
Prüfziffern fungieren. Sie finden die IBAN in der Regel auf
Ihren Kontoauszügen.
Bei den neuen Kontodaten
gilt in Deutschland noch eine
Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2016. So lange können
Kreditinstitute inländische
Überweisungen auch noch annehmen, wenn nicht die IBAN,
sondern Kontonummer und
Bankleitzahl angegeben sind.
Wasser- und Wärmezähler
Mit Jahresbeginn müssen
Vermieter geeichte Warmwasserzähler und Heizwärmemessgeräte verwenden. Alte Wasserzähler (seit Januar 1987 in
Betrieb) sowie Heizkörper (seit
Juli 1981) müssen durch neue
ersetzt werden. Sollte der Vermieter dem nicht nachkommen,
darf der Mieter die auf ihn entfallenden Kosten für Warmwasser und Heizung pauschal
um 15 Prozent kürzen.
wb / dpa
Höhere Stromkosten
In diesem Jahr müssen sich
Verbraucher auf steigende
Stromkosten einstellen. Grund
So setzt sich künftig bei Überweisungen die IBAN zusammen.
Servicekriterien auflisten.
Doch welche Kriterien sind bei
der Auswahl eines ambulanten Pflegedienstes wichtig? Im
Verlauf der Diskussion wurde
deutlich, dass einzelne Punkte
nur schwer zu formulieren sind
– zum Beispiel die Frage nach
der Empathie der Mitarbeiter
im Umgang mit den Pflegebedürftigen. Der Hinweis vonseiten des SoVD, dass unter
anderem die Barrierefreiheit
der Angebote stärker beachtet
werden müsse, wurde dankbar
aufgenommen.
Eine erste Version der Pflegedienstsuche soll im Frühjahr
2014 an den Start gehen. Dabei sollen die Nutzer auch die
Möglichkeit erhalten, aktiv an
der Verbesserung des Portals
mitzuwirken.
In den Räumen der Bertelsmann Stiftung wurde ein neues Projekt der Weissen Liste diskutiert. Dabei ging es um Erleichterungen bei der Auswahl ambulanter Pflegedienste.
Foto: Deutsche Bundesbank
SoVD im Gespräch
Neue Rollen
für Männer
und Frauen
SoVD-Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack (li.) und Elke
Hannack, stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende, diskutierten über die Rolle von „Familienernährerinnen“.
SOZIALPOLITIK
Nr. 1 / Januar 2014
Ende November trafen sich
die Frauen im DGB zur 18.
ordentlichen Bundesfrauenkonferenz. Fast zweihundert
Frauen setzten sich dabei mit
wichtigen Themen der Gleichstellungspolitik auseinander.
Für den SoVD nahm Bundesfrauensprecherin Edda Schliepack an der Abschlusstagung
des Projekts „Familienernährerinnen“ teil.
Elke Hannack, stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende, forderte in ihrer Rede einen
Politikwechsel. Sie kritisierte,
dass die letzte Bundesregie-
rung das bestehende System
der Fehlanreize noch verstärkt
habe – etwa durch die Ausweitung der Verdienstgrenze für
Mini-Jobs oder die Einführung
des Betreuungsgeldes.
Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und
Jugend, erklärte, unsere Gesellschaft brauche neue und
vielfältige Rollen für Männer
und Frauen. Dies belege die
wachsende Zahl von Frauen,
die den Löwenanteil des Haushaltseinkommens erwirtschaften. Aus Sicht des SoVD wird es
darauf ankommen, die betroffenen Frauen auch weiterhin
durch familienfreundlichere
Arbeitszeiten und bessere Kinderbetreuungsangebote in ihrem Alltag zu unterstützen.
Wie geht‘s
weiter mit
der Rente?
Mit Fragen zur Rente in der
alternden Gesellschaft beschäftigte sich eine Konferenz
der Heinrich Böll Stiftung.
Diskutiert wurden dabei die
Ergebnisse der Kommission
„sozialpolitische Innovationen
– Demographie“. Im Mittelpunkt stand hierbei die Frage, ob der Altersarmut durch
eine Mindestsicherung in der
gesetzlichen Rentenversicherung (Garantierente) oder der
Grundsicherung begegnet werden sollte.
Ragnar Hoenig, Leiter der
Abteilung Sozialpolitik beim
SoVD-Bundesverband, erläuterte das vom SoVD und
der Gewerkschaft ver.di vertretene Modell, welches auf
die Grundsicherung abhebt.
Hoenig kritisierte vor diesem
Hintergrund die Vorschläge zu
einer Mindestsicherung (Lebensleistungsrente, Garantierente oder Mindestrente). Diese
würden zu einer Vermischung
von Fürsorge- und Versicherungsprinzip führen und seien
zudem beitragsungerecht.
Während das SoVD / ver.diModell bei einzelnen Fachpolitikern von Bündnis 90 / Die
Grünen auf Kritik stieß, wurde es von dem Vorsitzenden und
den Mitgliedern der Demographie-Kommission der Heinrich
Böll Stiftung nachdrücklich
unterstützt.
Hilfe beim
Finden eines
Pflegedienstes
Schon seit Längerem unterstützt der SoVD das Internetportal Weisse Liste. Gemeinsam mit der Bertelsmann
Stiftung und anderen Organisationen soll hierdurch die
Suche nach einem Arzt oder
einem Krankenhaus erleichtert werden. Bei einem Workshop ging es nun auch um die
Suche nach einem ambulanten
Pflegedienst.
Ein entsprechendes Beratungsangebot für Betroffene
sowie deren Angehörige soll
neben Angaben zum Leistungsangebot und den Preisen auch
Foto: Thomas Kunsch / Bertelsmann Stiftung
SOZIALPOLITIK / SERVICE
Seite 6
Vorsicht vor den Tricks der Kriminellen
Die Masche mit dem
angeblichen Einbruch
In den letzten Ausgaben der SoVD-Zeitung haben wir immer
wieder vor einzelnen Tricks gewarnt, mit denen Betrüger versuchen, an Ihr Geld zu kommen. Nicht immer sind diese Maschen
auf den ersten Blick durchschaubar, vor allem, wenn man unerwartet damit konfrontiert war. Nehmen wir zum Beispiel den
Einbruch, der gar keiner war...
Die Geschichten, die wir Ihnen schildern sind auf diese oder
ähnliche Weise tatsächlich passiert und wurden von der Polizei
zur Aufklärung von Bürgerinnen und Bürgern entsprechend dokumentiert. Im aktuellen Fall geht es um falsche Polizisten und
einen Einbruch, der gar nicht stattgefunden hat.
Als Frau S. von einem Arzttermin nach Hause kommt, begegnet ihr im Eingangsbereich des Mietshauses ein Mann, den sie
nicht kennt. Er sagt, er habe sich wohl in der Adresse geirrt und
verlässt das Haus auffallend eilig. Frau S. denkt sich zunächst
nichts weiter und geht in ihre
Wohnung. Dort klingelt etwa
zehn Minuten später das Telefon. Ein vermeintlicher Kriminalbeamter erklärt, in die
Wohnung von Frau S. sei eingebrochen worden, man habe den Täter bereits verhaftet
und die Beute sichergestellt.
Erschrocken bestätigt die alte
Dame dem Anrufer, dass sich in
einem Versteck in ihrer Wohnung tatsächlich sehr viel Geld
befinde. Der „Beamte“ sagt ihr,
sie solle auf keinen Fall etwas
anfassen – wegen der Spuren.
Kurz darauf klingelt ein vermeintlicher Kollege bei Frau
S., dem sie das (unberührte)
Geldversteck zeigt. Erst jetzt
wird die Rentnerin bestohlen,
von falschen Polizisten, die einen angeblichen Einbruch nur
als Vorwand benutzt haben.
Sollte Ihnen etwas Ähnliches
Foto: Kzenon / fotolia passieren, vergewissern Sie
Ein Einbrecher hinterlässt in sich selbst, bevor Sie jemanden
der Regel Spuren, wenn er ge- in Ihre Wohnung lassen. Wähwaltsam in eine fremde Woh- len Sie im Zweifelsfall lieber
direkt den Notruf 110.
nung eindringt.
Nr. 1 / Januar 2014
Frauenbeitrag
Mehr Rente für „ältere“ Mütter
Die Rentenerhöhung für ältere Mütter kommt. Ab Juli 2014 erhalten Frauen, die vor 1992 Kinder geboren haben, 28 Euro mehr Rente pro Monat und Kind. Damit wird die Erziehungsleistung
von fast neun Millionen Müttern mit einem weiteren Entgeltpunkt gewürdigt. Sie erhalten so in
Zukunft zwei Rentenpunkte. Und das ist nur gerecht, denn Frauen, deren Kinder ab 1992 zur
Welt gekommen sind, werden drei Rentenpunkte berechnet.
Die Verbesserung der Mütterrente ist ein Erfolg und stärkt
nachhaltig die Alterssicherung
von Frauen. Doch trotz dieses
Erfolges muss bei der Alterssicherung von Frauen noch viel
geschehen.
Frauen weiterhin
mit niedriger Rente
Denn selbst mit der besseren
Anerkennung der Kindererziehungszeiten bleibt die Rente
für Frauen mit Kindern weiter
gering. Durch ihre gebrochenen Erwerbsbiografien steht
den meisten nur eine geringe
Rente zu. Aufgrund ihrer verantwortungsvollen Entscheidung für Familie und Kinder
fehlen den Frauen gegenüber
den Männern durchschnittlich
13,7 rentenrechtlich relevante
Jahre. Sie haben im Schnitt etwa 27 Versicherungsjahre vorzuweisen, verglichen mit etwa
41 Jahren bei den Männern.
Erwerbsunterbrechungen
wegen Kindererziehung und
Pflege, nicht sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, Teilzeitarbeit und niedrige
Löhne dämpfen die Renten von
Frauen erheblich.
Mini-Jobs erweisen sich
immer wieder als Falle
Um familiäre Verpflichtungen erfüllen zu können, sind
Frauen häufig an einer Arbeit
Foto: olesiabilkei / fotolia
Verdiente Anerkennung: Ab Juli 2014 erhalten Frauen, die vor
1992 Kinder geboren haben, eine höhere Rente.
Birgit Vahldiek
Mitglied im
Bundesfrauenausschuss
mit weniger Arbeitsstunden interessiert. Aktuelle Studien belegen allerdings, dass Minijobs
eine „Klebewirkung“ haben.
Sie sind zuerst ein Lockmittel
und später eine Falle. Deshalb
muss jede Beschäftigung sozialversicherungspflichtig sein.
Wir brauchen eine flächendeckende Kinderbetreuung zur
Vereinbarkeit von Familie und
Beruf.
Immer noch werden frauentypische Berufe schlechter bezahlt als männertypische Berufe. Wir müssen uns für Lohngleichheit einsetzen. Deshalb
werden wir auch 2014 wieder
den Equal Pay Day, den Aktionstag zur Entgeltgleichheit
zwischen Frauen und Männern, mit zahlreichen Aktionen unterstützen, damit sich
die Lohnschere schließt.
SoVD im Gespräch
Mitglieder der
BAGSO treffen
sich in Bonn
Foto: Igor Mojzes / fotolia
Auf einer Fachtagung der BAGSO ging es unter anderem auch
um die Patientenverfügung. Weitere Informationen zu diesem
Thema erhalten Sie beim SoVD oder über Ihren Hausarzt.
Am 12. November fand in
Bonn die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) statt. Hier war
ebenfalls der SoVD vertreten.
Neben anderen Themen ging
es hierbei auch um die Planung
des 11. Deutschen Seniorentages. Dieser wird voraussichtlich vom 2. bis 4. Juli 2015 in
Frankfurt am Main stattfinden.
Eine anschließende Fachtagung der BAGSO stand unter
dem Motto „An die Zukunft
denken“. Einer der Redner
war Fabian Müller-Zetzsche,
Referent für Pflegepolitik
beim SoVD-Bundesverband.
Er ging in seinem Vortrag
auf die Notwendigkeit einer
rechtlichen Vorsorge für den
Krankheits- oder Pflegefall ein.
Er erläuterte die Inhalte einer
Vorsorgevollmacht sowie einer
Patienten- bzw. Betreuungsverfügung und verwies auf die
hierzu vom SoVD herausgegebenen Broschüren.
Tagung zur
Halbzeit des
Aktionsplans
Zur
UN-Behindertenrechtskonvention verfolgt
der Spitzenverband Deut-
sche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) einen Aktionsplan. Dieser wird durch
den SoVD aktiv unterstützt
und begleitet. Zur Halbzeit
des Aktionsplans fand nun
in Dresden eine Tagung statt.
Dabei wurde deutlich, wie
wichtig eine enge Vernetzung
der Akteure ist. Ebenfalls
zeigte sich, dass wesentliche
Prinzipien der Konvention
(z. B. „Nichts über uns ohne
uns“) im Bereich der Unfallversicherung bereits sehr
gut verankert sind. Um eine
Vernetzung zwischen Rehabilitation und Prävention zu
fördern, arbeitete der SoVD
zudem an einem Leitfaden
zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement der Unfallversicherung mit.
AUS DEM VERBAND
Nr. 1 / Januar 2014
Seite 7
Fotos (2): Mondial / Montage: Steffi Rose
Foto: Mike Minehan
Foto: Mike Minehan
Edle Materialien und eine Galerie mit nostalgischen Berlin-Bildern vermitteln dem „Redelsheimer“ gemütlich-edlen LoungeCharakter. Das Serviceteam führt Restaurantleiter Willi Karg.
Die Autorin Eva Tanner holte
die Familie Redelsheimer aus
der Vergessenheit.
Christian von Rumohr, geschäftsführender Direktor, und Edda
Schliepack, Aufsichtsratsvorsitzende der SoVD-Tochtergesellschaft, bei der Taufe des Redelsheimer.
Das Restaurant der SoVD-Tochtergesellschaft Mondial trägt den Namen „Redelsheimer“ – Namensfindung mit Verantwortung
Ein Name kommt nach Hause
Das Restaurant des Hotel Mondial hat einen Namen. Rund 80 Gäste kamen zur
feierlichen Taufe auf den – mit Verantwortung für die Geschichte gewählten – Namen „Redelsheimer“ zum Berliner Kurfürstendamm 47. Mit der Neueröffnung soll
das Restaurant des Hotel Mondial, das der Sozialverband Deutschland (SoVD) als
„Der Name Redelsheimer hat und im weiteren Verlauf in das
einen Hintergrund, der viele düstere Kapitel des deutschen
Gäste unseres Hauses bewegt“, Holocaust: Paul Jakob Redelsweiß der geschäftsführende Di- heimer ist in den zwanziger
rektor Christian von Rumohr, Jahren ein erfolgreicher Berlider das Hotel seit Juli 2010 ner Möbelfabrikant. Seine Aufführt. Die Namensgebung glich träge führen ihn nach Bremereiner Recherche für eine kul- haven und nach Cottbus, wo er
turhistorische Doktorarbeit. im jeweiligen Stadttheater die
„Wir haben lange im Landesar- Innenausstattung gestaltet.
Als die Möbelfabrik im Zuge
chiv und im Charlottenburger
der WeltwirtMuseum zur
schaftskrise
Geschichte des
Der Hintergrund des
1930 ihre TäGrundstückes
Restaurantnamens
tigkeit eingeforscht.“ Dabewegt viele Gäste
stellen muss,
bei war es über
Jahrzehnte lang so, als habe es bieten die Geschäftsräume am
die Familie Redelsheimer nie Kurfürstendamm 47 Paul Regegeben. Allein der jahrelangen delsheimer einen Neubeginn.
und intensiven Recherche der Um den Betrieb kümmern sich
Berliner Buchautorin Eva Tan- acht Angestellte.
1933 entschließen sich die
ner ist es zu verdanken, dass
nachzulesen ist, welch‘ histo- Tochter der Redelsheimer, die
rischen Boden der Ort hat, auf Enkelin und ihr Schwiegersohn, nach Frankreich auszudem das Mondial heute steht.
Die Geschichte Redelsheimer wandern und überleben so den
führt zunächst zurück in die Holocaust.
Im Juni 1938 wird Paul Regoldenen 20er und 30er Jahre
Tochtergesellschaft betreibt, im neuen Jahr auf kulinarisches Hauptstadt-Niveau
gebracht werden. Der Schritt steht in der konsequenten Folge eines nunmehr dreijährigen Modernisierungs- und Veränderungsprozesses, der im laufenden Betrieb
vollzogen und durch sprunghaft angestiegene Belegungszahlen belohnt wird.
delsheimer aus der Reichs- sagt Eva Tanner, die jetzt an
kammer der bildenden Künste einem Roman über die Familie
ausgeschlossen; seine Schau- schreibt. „Das Schicksal der
fensterscheiben werden be- Familie teilen viele Menschen.“
Für Christian von Rumohr,
schmiert.
In der Reichspogromnacht schließt sich mit der Taufe des
Restaurants
am 9. Novemein Kreis: „Es
ber wird das
Team hat Prozess der
ist so, als käGeschäft verModernisierung
wüstet. Die
engagiert mitgetragen me ein Name
nach Hause
Redelsheimer
werden gezwungen, ihre Ge- zurück.“
Im Rahmen der Feier, bei
schäftsanteile ersatzlos abzutreten, verlieren ihr Zuhause, der Stammgäste, Nachbarn,
müssen unzählige Schikanen Geschäftsfreunde, Mitglieder aus dem SoVD-Ehrenamt,
über sich ergehen lassen.
Hungernd und mittellos leben Gesellschafter Rudi Kirschendie betagten Eheleute in einem mann und AufsichtsratsmitGaragenhaus in Sacrow, bevor glied Joachim Wittrien, Sosie am 3. Oktober 1942 von der VD-Bundesgeschäftsführerin
Gestapo zu ihrer Deportation Martina Gehrmann und die
abgeholt werden. Paul stirbt Aufsichtsratsvorsitzende Edda
wenige Tage nach ihrer An- Schliepack anwesend w a r e n ,
seikunft in Theresienstadt, seine dankte von Rumohr
gesamten
Frau Elsa zwei Jahre später in nem
Team, das den nunAuschwitz-Birkenau.
„Ich wollte die Redelsheimer mehr drei Jahre anaus der Vergessenheit holen“, dauernden Moderni-
Verlosung:
2 Nächte
und ein Menü
Haben Sie Lust bekommen, im neuen Restaurant
„Redelsheimer“ zu speisen?
Dann beteiligen Sie sich
an unserer Verlosungsaktion und gewinnen Sie zwei
Übernachtungen (2 Pers.
im DZ) im Mondial und
ein mehrgängiges Menü.
Schicken Sie eine Postkarte mit dem Stichwort „Redelsheimer“ an die SoVDRedaktion, Sozialverband
Deutschland, Stralauer
Str. 63, 10179 Berlin.
Foto: Mike Minehan
Das Redelsheimer besticht mit seinem lässig eleganten Lounge-Charakter.
sierungsprozess des Hotels und
des Restaurants im laufenden
Betrieb engagiert mitträgt.
Auch die Aufsichtsratsvorsitzende der SoVD-Tochter, Edda
Schliepack, würdigte die Leistung der 40-köpfigen Mannschaft des Hauses und von Rumohrs, der weitere Vorhaben
fest im Blick hat: „Als nächstes
stehen Empfangshalle und Bar
an, bevor es an die Technik geht.“
An die Geschichte der Redelsheimer wird künftig ein
Stolperstein
erinnern, der
auf dem Kudamm-Trottoir
Platz
findet. veo
Zusammen mit Restaurantleiter Willi Karg
möchte die neue Küchenchefin Manuela Bohne,
die zuvor als Souschefin
im Mövenpick tätig war,
das Redelsheimer im neuen Jahr mit feiner traditioneller Küche auf kulinarisches Hauptstadt-Niveau
bringen. Die Eröffnungsgäste verzauberten sie
und ihr Küchenteam mit
einem kreativen und dennoch bodenständigen Menü, zu dem Weine aus dem
ältesten privaten Weingut
Sachsens gereicht wurden.
MENSCHEN MIT BEHINDERUNG
Seite 8
Nr. 1 / Januar 2014
Broschüre sorgt für mehr Lebensqualität beim Wohnen – Herausgeber ist Kooperationspartner des SoVD
Barrierefrei bauen und umbauen
Zum Jahresbeginn erscheint ein neuer Ratgeber zum Thema „Barrierefreies Wohnen“. Die Broschüre „Barrierefrei umbauen und
bauen – mehr Lebensqualität für alle“ zeigt die Bedeutung von barrierefreiem Bauen für einen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit
im Alter und bei Pflegebedürftigkeit auf. Herausgeber ist ein neuer Kooperationspartner des SoVD-Bundesverbandes, der Verband
der Privaten Bausparkassen e.V. (VDPB). Neben der Initiative Nullbarriere.de und der Bundesarchitektenkammer hat auch der SoVD
als fachkompetenter Partner maßgeblich an dem Ratgeber mitgewirkt.
„Barrierefrei wohnen? Wa–
rum muss mich das heute interessieren?“, heißt es im Vorwort zu dem Ratgeber. Die
Antwort liegt auf der Hand
– nicht allein im Alter. Auch
wenn durch Lebensereignisse
eine Pflegebedürftigkeit eintritt, sind bestimmte Standards notwendig, um weiterhin in den vertrauten vier
Wänden bleiben zu können.
Dabei ist es von Vorteil, beim
Bau oder Umbau eines Hauses oder einer Wohnung auf
bestimmte Dinge geachtet zu
haben:
•Welche Maßnahmen kann
man ergreifen?
•Wie teuer sind diese?
•Wo findet man Experten, die
einem weiterhelfen?
•Welche Finanzierungsmöglichkeiten bieten sich an?
•Gibt es staatliche Hilfen?
Interview
erefreiheit bei älteren Häusern und Wohnungen oft nicht
komplett umsetzen. Dennoch
besteht auch hier die Möglichkeit, Barrieren zumindest zu
reduzieren.
In der Frage des altersgerechten Umbaus spielen neben
der persönlichen Situation
auch finanzielle Aspekte eine
große Rolle. Das Spektrum
der möglichen Maßnahmen ist
sehr breit – und damit auch die
Spannweite der Kosten. Ein
altersgerechter Umbau kann
2000 Euro kosten, aber auch
40 000 Euro und mehr.
Altersgerechte Wohnungen
sind heute noch knapp
Foto: Fürst Donnersmarck-Stiftung
„Enormer Nachholbedarf“
Das Bundeskompetenzzentrum
Barrierefreiheit e.V. (BKB) ist ein
privater Zweckverband von derzeit 15 bundesweit tätigen Sozialund Behindertenverbänden. Dazu
gehört auch der Sozialverband
Deutschland (SoVD). Ziel des BKB
ist die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG),
insbesondere die Herstellung von
Barrierefreiheit. Wir sprachen mit
Klemens Kruse, dem Geschäftsführer des Bundeskompetenzzentrums.
Auf diese und andere Fragen gibt es Antworten in der
Broschüre. Dabei wird betont,
dass Barrierefreiheit nicht nur
für ältere Menschen wichtig
ist. Eingeschränkte Mobilität
ist nicht allein eine Frage des
Lebensalters. Auch für junge
Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, beispielsweise, wenn sie einen
Rollstuhl brauchen bzw. gehoder sehbehindert sind, sind
ein ebenerdiger Zugang zum
Haus, ein Aufzug in die Wohnung und Räume ohne Schwellen unabdingbar.
Klemens Kruse
___Wo steht Deutschland beim barrierefreien Wohnungsbau?
Wir haben enormen Nachholbedarf und brauchen deutlich mehr
barrierefreien Wohnraum. Im Bestand sind nur etwa 1,5 Prozent
der Wohnungen barrierefrei bzw. barrierearm, wobei der Begriff
„barrierearm“ unklar ist. Mit ihm soll angezeigt werden, dass
die DIN-Normen zur Barrierefreiheit im Wohnungsbestand nur
eingeschränkt umgesetzt werden können. Es fehlt noch das Bewusstsein, dass wir heute barrierefrei bauen bzw. mieten müssen,
damit wir im Alter in den vertrauten ver Wänden wohnen bleiben
können. Ein Hauptproblem liegt auch in der Finanzierung: Wir
brauchen barrierefreien Wohnraum, der auch bezahlbar ist. Das
werden wir alleine über die Mieten nicht hinbekommen – dafür
benötigen wir mehr Förderprogramme.
___Welche Pflichten haben Eigentümer von Immobilien?
Eigentümer müssen Änderungen im Sinne der Barrierefreiheit
dulden. Es gibt für sie keinerlei Finanzierungspflicht.
___Welche Aspekte von Barrierefreiheit muss man im konkreten
Einzelfall bedenken?
Für eine nachträgliche individuelle Anpassung hängt das sehr
von den jeweiligen Bewohnern ab und kann nur typisiert für bestimmte Formen der Einschränkung angegeben werden. Angesichts des enormen Nachholbedarfs ist mittel- und langfristig viel
entscheidender, dass wir bei allen Maßnahmen im Bestand die
Barrierefreiheit von vornherein mitbedenken. Dafür brauchen wir
ansprechende Lösungen, die nicht nach Krankenhaus aussehen.
Barrierefreies Bauen führt ja für alle zu einem komfortableren
Wohnen. Verbunden mit einer guten Designqualität werden wir
barrierefreie Gestaltungen auch einer Dreißigjährigen verkaufen
können. Dann stellt sich im Alter das Problem des Umbaus gar
nicht erst. Solche vorausschauenden, barrierefreien Lösungen
sollten jedenfalls alle die Bausubstanz betreffenden Bereiche
umfassen. Dazu gehören schwellenfreie Zugänge, ausreichende
Bewegungsflächen für eine Fortbewegung im Rollstuhl und Rollator und eine ausreichend kontraststarke Gestaltung.
veo
Nur ein bis zwei Prozent
des gesamten Wohnungsbestandes in Deutschland gelten
heute als altersgerecht – das
heißt: barrierefrei oder barrierearm. Dieses knappe Angebot trifft auf eine steigende
Nachfrage: Denn immer mehr
Menschen werden immer älter. Die Wohnungsbestände
in Deutschland unterscheiden
sich aufgrund ihres Baualters
und der jeweiligen baulichen
Gegebenheiten sehr stark.
Entsprechend unterschiedlich
sind Anpassungsbedarf und
-möglichkeiten.
Während sich barrierefreies Bauen im Neubau immer
mehr zu einem Qualitätskriterium entwickelt, lassen sich
die Anforderungen an Barri-
Interessierte finden im Anhang des Ratgebers die Adressen von 20 Förderstellen der
Bundesländer aufgelistet. Auch
Projektträger für verschiedene
Modellvorhaben „Altersgerecht umbauen – Wohngebäude“ werden vorgestellt. Zudem
gibt es weitere Informationen
(auch Internettipps) zu Adressen verschiedener Verbände
und Institutionen, die mit dem
Thema vertraut sind.
veo
Info
Für Menschen mit Behinderung ist Barrierefreiheit in der
Wohnung unabdingbar.
Finanzierungstipps anhand
praktischer Beispiele
Damit Rollstuhlfahrer jeden
Raum der Wohnung nutzen
können, muss die Breite der
Türen angepasst werden.
Fotos (3): Nagel‘s Blinkwingel / fotolia
Wer im Rollstuhl sitzt, ist im
Küchenbereich darauf angewiesen, dass Arbeitsflächen
unterfahrbar sind.
Ob Zugang zum Haus oder
zur Wohnung ohne Hindernisse, Abbau von Barrieren
innerhalb der Wohnung, Barrierefreiheit der Sanitärräume oder der Küche sowie entsprechende Umbaumaßnahmen in der Eigentums- oder
Mietwohnung – die Broschüre
des Verbandes der Privaten
Bausparkassen gibt verschiedene Tipps zur Finanzierung
und hat dafür auch Kostenbeispiele aufgestellt. Welche
barrierefreien Umbauten sich
wie umsetzen lassen, können
fachkundige Experten wie
Architekten, Ingenieure oder
Handwerker dabei am besten entscheiden. Notwendig
wird bautechnischer Rat auch
dann, wenn man Förderungen
in Anspruch nehmen möchte.
Die Broschüre „Barrierefrei
umbauen und bauen – mehr
Lebensqualität für alle“ können Sie kostenlos anfordern.
Senden Sie hierfür einen an
sich selbst adressierten und
mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag (DIN A 5) an den
Verband der Privaten Bausparkassen e.V., Klingelhöferstraße 4, 10785 Berlin.
Die Broschüre „Barrierefrei
umbauen und bauen – mehr
Lebensqualität für alle“ zeigt
die Bedeutung von barrierefreiem Bauen auf.
AUS DEN LANDESVERBÄNDEN / SERVICE
Nr. 1 / Januar 2014
Seite 9
Bremen
Berufsinfotag
Unter dem Motto „Berufe erproben“ lädt das Berufsbildungswerk Bremen in die Universitätsallee 20 ein. Am 14. Februar
findet dort von 8–14 Uhr ein Berufsinfotag statt.
Eingeladen sind junge Menschen mit Handicap sowie ihre Eltern, Abschlussklassen der Förderschulen und Inklusionsklassen. Führungen durch die Ausbildungsbereiche und das Internat
bieten einen Einblick in das umfassende Angebot der Einrichtung. Bei den „Mitmachaktionen“ können die Schülerinnen und
Schüler 30 unterschiedliche Berufe kennenlernen und erkunden,
welcher Beruf zu ihnen passt.
Von links: die Töchter Larissa und Emily-Carlotta sowie Gaby und Marco Brandt. Im Hintergrund
(v. li.): Jochen Franzenburg, Jutta Kühl, Irmtraut Sarau und Manfred Lenth.
Ministerin zu Gast
Schleswig-Holstein
120 000. Mitglied aufgenommen
Marco Brandt aus Lasbek ist das 120 000. Mitglied des SoVD in Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit seiner Frau Gaby und den Kindern Larissa (14) und Emily-Carlotta (11) ist er dem SoVD
im Land zwischen den Meeren beigetreten.
Die Landesfrauensprecherin
des SoVD, Jutta Kühl, begrüßte
Familie Brandt in der Kreisgeschäftsstelle in Bad Oldesloe.
Sie überreichte ihnen einen
Präsentkorb sowie Freikarten für den Hansa-Park. Kühl
freute sich, dass erneut eine
Familie den Weg zum Sozial-
verband gefunden habe. Damit
habe der SoVD in SchleswigHolstein erneut bewiesen, dass
er seinem Ruf als „größte Familie des Nordens“ gerecht werde
und für alle Generationen eine
kompetente sozialrechtliche
Beratung anbiete, so Jutta Kühl
weiter.
Schleswig-Holstein
Die Solidarität und Gemeinschaft im SoVD kommt gut an:
In Schleswig-Holstein befindet
sich der Verband auf einem
stetigen Wachstumskurs. Seit
1995 konnte die Anzahl der
Mitglieder hier von 60 000 auf
heute über 120 000 verdoppelt
werden.
Zu einem sozialpolitischen
Austausch kam es zwischen
der Sozialministerin Kristin
Alheit und dem SoVD-Landesvorsitzenden Sven Picker.
Bei dem Gespräch ging es
inhaltlich unter anderem um
Grundsicherung im Alter und
Altersarmut. Auf Grundlage
der Vorschläge des SoVD wurde
ebenfalls über die Pflegepolitik
in unserem Land diskutiert.
Trafen sich zum Gespräch: Sozialministerin Kristin Alheit
(li.) und Sven Picker
Fälle aus der Beratungspraxis der UPD
Grauer Star: Welche Kunstlinse ist die richtige?
Den Grauen Star sollte man keinesfalls unterschätzen: Unbehandelt kann die Augenkrankheit
zum Erblinden führen. Dagegen hilft nur das Einsetzen einer Kunstlinse. Bei der Auswahl der
Linsenart wiederum entscheiden persönliche Vorlieben – und der Geldbeutel. Ein Fall aus dem
Alltag der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) verdeutlicht die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dieser Erkrankung.
Wie ein Schleier trübt der
Graue Star allmählich die Augenlinse, und die Betroffenen
sehen immer verschwommener. „Eine Operation ist dann
die einzige Möglichkeit“, sagt
Stefan Palmowski von der
Dortmunder Beratungsstelle
der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).
Die UPD bietet bundesweit Beratung an. Erreichbar ist sie unter der
kostenfreien Rufnummer
0800 / 0 11 77 22 sowie im
Internet unter www.updonline.de. In einzelnen
Bundesländern gehört der
SoVD zu den Trägern.
Operation verläuft
meist ohne Komplikationen
Mit rund 800 000 Eingriffen
im Jahr gehört die Behandlung des Grauen Stars zu den
häufigsten Operationen in
Deutschland. Dabei wird die
natürliche durch eine künstliche Linse ersetzt. In den meisten
Fällen verläuft der etwa 30-minütige ambulante Eingriff ohne Komplikationen. Neun von
zehn Operierten sehen danach
wieder schärfer und kontrastreicher. Komplikationen sind
selten und haben meist keine
dauerhaften Folgen. Das zeigen Studien, die das Institut
für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
(IQWiG) ausgewertet hat.
Monofokallinsen
zahlt die Krankenkasse
Wie scharf die Sicht wieder wird, hängt vor allem von
dem gewählten Linsentyp ab.
Bei einer sogenannten Monofokallinse muss man sich
entscheiden, ob man hinterher entweder in der Ferne, im
Mittelbereich oder in der Nähe
scharf sehen möchte. „Für die
anderen Entfernungen ist dann
eine Brille nötig“, erklärt Patientenberater Palmowski. Die
Kosten für die Monofokallinse
übernehmen die gesetzlichen
Krankenkassen vollständig.
Für Menschen, die lieber ohne Brille auskommen möchten,
können dagegen Multifokallinsen eine Alternative sein. Sie
sollen scharfes Sehen sowohl
im Nahen als auch in der Ferne
ermöglichen. Trotzdem können einige Sehbereiche verschwommen bleiben. Die Kontraste sind etwas schwächer
und die Blendempfindlichkeit
höher als bei der Monofokall-
Foto: stefan_weis / fotolia
Wer Einschränkungen im Sehvermögen wahrnimmt, sollte sich
lieber rechtzeitig von einem Fachmann untersuchen lassen.
inse. Zudem sind Multifokallinsen teurer. Den Aufpreis
muss man selbst zahlen.
Der 66-jährigen Rita Z. hat
der Augenarzt zu einer Operation ihres Grauen Stars und zu
Multifokallinsen geraten. Aber
sie ist sich unsicher, auch wegen der höheren Kosten.
„Der Ablauf und die Risiken
der Operation sind bei beiden
Linsentypen gleich“, sagt Palmowski und rät Frau Z., die
Vor- und Nachteile der beiden
Linsentypen für ihre persönliche Lebenssituation abzuwägen. Monofokallinsen etwa
könnten besser für Menschen
sein, die nachts mit dem Auto
unterwegs sind – wegen der
geringeren Blendeffekte. Am
wichtigsten sei am Ende aber
immer, dass die Linse die richtige Stärke hat und man dadurch
mit hoher Wahrscheinlichkeit
wieder besser sehen kann. upd
AUS DEN LANDESVERBÄNDEN
Seite 10
Nr. 1 / Januar 2014
Niedersachsen
meravis: Auszeichnung für soziales Handeln
meravis – die Wohnungsbaugesellschaft des SoVD – hat das CSR-Siegel 2013 für ihr sozial und
ökologisch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln erhalten. Verliehen wurde diese
Auszeichnung für Corporate Social Responsibility von dem Wirtschaftsförderverein Pro Hannover Region in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
(GIZ GmbH), der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) und der Hannoverschen
Volksbank. Voraussetzung für den Erhalt des Siegels war das verantwortungsvolle Verhalten eines
Unternehmens in den Bereichen Gemeinwesen, Mitarbeiter, Markt und Lieferkette sowie Umwelt.
„Das Siegel sehen wir nicht
als Bestätigung, sondern vielmehr als Ansporn, soziale
und ökologische Verantwortung noch fester bei uns im
Unternehmen zu verankern“,
freut sich Matthias Herter,
Vorsitzender der meravis-Geschäftsführung über die Auszeichnung. meravis hat die Jury
mit zahlreichen Aktionen und
Aktivitäten überzeugt. Hierzu
gehörte zum Beispiel der Social Day, an dem alle Mitarbeiter
für einen Tag freigestellt wurden, um gemeinnützige und
soziale Einrichtungen mit ihrer
Arbeitskraft zu unterstützen.
Auch die Entwicklung des virtuellen Nachbarschaftsnetzwerkes kiezbook, das online
und offline die Nachbarschaf-
ten und Quartiere stärken soll,
wurde von der Jury lobend
erwähnt. Des Weiteren wurde meravis‘ Engagement in
Europas größter Null-Emissionssiedlung zero:e park mit
Passivhaus-Reihenhäusern,
Passivhaus-Supermarkt und
bauträgerfreien Grundstücken für Passivhäuser sehr geschätzt. Außerdem wurde die
Rücksichtnahme auf außergewöhnliche Anlässe sowie persönliche oder finanzielle Notsituationen der Mitarbeiter in
Form von Sonderurlaub und
unbürokratischer finanzieller
Unterstützung hervorgehoben.
„Der Unternehmensname
meravis steht für den Dreiklang
aus Mensch, Raum und Vision.
Aufgrund dieses Selbstver-
ständnisses sieht sich meravis
in der Pflicht, verantwortungsvolles, partnerschaftliches und
nachhaltiges Verhalten in ihre
Grundsätze zu integrieren“, ergänzt Herter.
Die meravis Immobiliengruppe ist mit ihren Geschäftsfeldern Bestandsmanagement,
Immobilienverwaltung sowie
Entwicklung und Verkauf ein
im norddeutschen Raum tätiger Dienstleister rund um die
Immobilie. In der Firmengruppe werden zurzeit rund 12 700
eigene und 1300 fremde Wohnund Gewerbeeinheiten betreut.
Der Immobilienbestand liegt
vor allem in Hamburg, Hannover und Nordrhein-Westfalen.
Neben der Zentrale in Hannover gibt es Geschäftsstellen in
Foto: JaMedia
Dr. Hans-Christof Berger (rechts), Leiter des CSR Arbeitskreises
der Pro Hannover Region, überreicht das Siegel an Matthias
Herter, Vorsitzender der meravis-Geschäftsführung.
Hamburg und Düsseldorf. Als
Entwickler von Wohnungsbauprojekten hat meravis über
22 000 Einheiten errichtet. Ge-
sellschafter des 1949 gegründeten Unternehmens ist der
SoVD. Die meravis beschäftigt
etwa 180 Mitarbeiter.
sr
Niedersachsen
MDK-Gutachten: 50 Prozent falsch
Eine aktuelle Auswertung des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen e.V. macht deutlich: Bis zu 50 Prozent aller Gutachten
vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) halten einer Überprüfung durch die Berater des Verbandes nicht stand.
Widerspruch lohnt sich.
Von der richtigen Pflegestufe hängt viel ab. Wie kann
man finanziell planen? Welche
Unterstützung ist möglich?
Umso ärgerlicher ist es, wenn
MDK-Gutachten zu falschen
Ergebnissen kommen. Und
das ist allzu oft der Fall. Gegen Ende des Jahres 2013 hat
Niedersachsens größter Sozialverband ausgewertet, wie viele
Gutachten einer Überprüfung
der SoVD-Berater standgehalten haben. Das Ergebnis: 51
Prozent aller angefochtenen
Gutachten sind anschließend
neu bewertet worden. 2013
(Januar bis Ende November)
wurden 814 Beratungen durchgeführt. 318-mal wurde Widerspruch eingelegt, 82-mal Klage
Grafik: Büschking
Nur 138 von 406 Widersprüchen bzw. Klagen, durchgeführt vom SoVD, sind nicht erfolgreich.
eingereicht, sechs schwebten
noch in Berufungsverfahren.
193 waren falsche Gutachten,
138 wurden nicht bemängelt,
45 wurden aus anderen Gründen nicht durchentschieden.
„Falsche Einstufungen des
MDK sind keine Seltenheit,
sie sind an der Tagesordnung“,
weiß Edda Schliepack, stellvertretende Landesvorsitzende, Bundesfrauensprecherin
und Pflege-Expertin des SoVD.
Teilweise habe eine Gutachter
nur 15 Minuten Zeit, einen Fall
zu bewerten. „Da bleibt dann
nur Schema F“, stellt Schliepack fest, „für eine individuelle Beurteilung ist keine Zeit.“
Der SoVD habe schon den Eindruck, dass der MDK überlastet sei.
Oft komme aber auch falscher Stolz der zu Pflegenden
dazu. Kommt der Gutachter
ins Haus, reißen sich gerade die
Senioren oft sehr zusammen.
„Wenn sie gefragt werden,
was sie denn alles noch können, stellen sie die Situation
dann oft viel zu positiv dar“, so
Schliepack. Das schreibe dann
natürlich auch der Gutachter in
Foto: Panthermedia
Mehr als die Hälfte aller
MDK-Gutachten zu Pflegestufen sind falsch.
seine Beurteilung. Dass solche
Gutachten später keinen Bestand hätten, nachdem sich der
SoVD genauer mit den Fällen
beschäftigt hat, sei vorprogrammiert.
Die SoVD-Zahlen decken
sich mit eigenen MDK-Auswertungen. In ganz Deutschland wird in 65,7 Prozent aller
Fälle die gleiche Pflegestufe
empfohlen wie in der vorangegangenen Begutachtung. Im
stationären Bereich liegt diese
Quote bei 50,9 und in der Pflegestufe 2 bei 60 Prozent.
Wichtig ist Schliepack, nicht
den Stab über dem MDK zu
brechen: „Die Gutachter machen nicht per se schlechte Arbeit, sie tun das, was im Rahmen eines knappen Zeitbudgets machbar ist.“ Das könne
allerdings nicht so bleiben. Sie
fordert eine deutliche personelle Aufstockung.
bü
SERVICE / ANZEIGEN
Nr. 1 / Januar 2014
Seite 15
Achtung bei „plötzlichem“ Schneefall und Blitzeis
Das sollten Autofahrer im Winter beachten
Wenn Frau Holle ihre Betten ausschüttelt sollten Autofahrer ihr Fahrzeug bereits winterfest
gemacht haben. Wer motorisiert unterwegs ist, der muss die richtige Bereifung haben, will er
keinen Ärger bekommen. Die Vorschrift ist eindeutig. Danach ist die Ausrüstung den Witterungsverhältnissen anzupassen. Wer da noch mit Sommerreifen fährt, hat schlechte Karten.
Die schlechten Karten gelten gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen sind unfreiwillige Rutschpartien die Folge, nicht selten verbunden mit
Zusammenstößen und Verletzungen. Zum anderen ist die
Polizei auch mit dem Schreiben von Verwarnungen, umgangssprachlich Knöllchen
genannt, beschäftigt:
Mit 40 Euro sind diejenigen dran, die „nur“ schlecht
ausgerüstet unterwegs sind,
also zum Beispiel keine Winterreifen aufgezogen haben.
80 Euro müssen Fahrzeugbesitzer blechen, die zusätzlich
den Verkehr behindern, also
zum Beispiel auf leicht oder
stärker ansteigenden Strecken nicht nur nicht in der
Spur bleiben, sondern sich
querstellen und damit lange
Staus auslösen. Ein Punkt in
Flensburgs Sünderkartei ist
die zusätzliche Folge.
Zwar gibt es in Deutschland
terwegs sind. Wer hier nicht
die richtigen Pneus aufgezogen hat, der kann zur Kasse
gebeten werden. Automobilclubs empfehlen M+S-Reifen
mit dem Schneeflocken-Symbol.
Umgekehrt bedeutet das also, dass ohne einen entsprechenden „Straßenbelag“ theoretisch auch im Winter mit
Sommerreifen gefahren werden darf. Das kann besonders
in schneearmen Regionen genutzt werden oder wenn nur
vorübergehend auf öffentliche Verkehrsmittel ausgewichen wird.
Übrigens gehört zur „passenden Ausrüstung“ laut
Straßenverkehrsordnung
auch, dass die Scheibenwaschanlage mit einem Frostschutzmittel ausgestattet ist.
Dies wurde, wie beim Hinweis
auf die geeignete Bereifung,
mit dem Beiwort „insbesondere“ versehen. Daraus ist zu
nach wie vor keine generelle
Pflicht, Winterreifen aufzuziehen. Doch sind Winterreifen für diejenigen Pflicht, die
bei Glatteis, Schneeglätte,
Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf der Fahrbahn un-
Foto: bluedesign / fotolia
Eine „Wettervorhersage“, die
man ernst nehmen sollte.
Foto: Petair / fotolia
Die Ausrede der Schnee sei überraschend gekommen, können
Autofahrer im Januar nicht mehr in Anspruch nehmen.
schließen, dass es auch noch
andere Kriterien geben kann,
die zu einer „geeigneten Ausrüstung“ gehören können. Ob
dies für längere ungeplante
Aufenthalte auf einer Autobahn eine „Notverpflegung“
sein kann oder ein voller Reservekanister, ist gerichtlich
noch nicht entschieden. Und
es könnte auch darüber Streit
geben, welche Profiltiefe ein
Winterreifen mindestens haben muss, um als „geeignet“
angesehen zu werden: Reichen
die rechtlich zulässigen 1,6
Millimeter oder sollten es, wie
es Reifenfachleute empfehlen,
mindestens 4 Millimeter sein?
Vielleicht sollten Autofahrer
im eigenen Interesse lieber auf
Nummer sicher gehen... wb
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Kiel
16.00
2
Göteborg (Schweden)
08:00 18:00
3
Oslo (Norwegen)
07:00 13:00
4
Kiel
10:00
fakultative Rückreise zum Heimatort
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Die MSC Orchestra wurde 2007 gebaut. Das Premium
Schiff bietet Ihnen alle Annehmlichkeiten und lässt
keine Wünsche offen. Genießen Sie das großzügig
gebaute Schiff mit seinen unzähligen Unterhaltungs
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Auswahl zwischen 2 Außenpools, 2 Kinderbecken
und 2 Whirlpools- oder Sie entspannen in den
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^teilweise Sichtbehinderung *Am Ende der Kreuzfahrt fällt zusätzlich ein
Service-Entgelt in Höhe von 7,- € pro Erw. und beanstandungsfrei an Bord
verbrachter Nacht an. Für Kinder bis einschl. 13 Jahre wird kein ServiceEntgelt erhoben, für Jugendliche von 14-17 Jahre wird ein Service.-Entgelt
von 3,50 € erhoben. Sollten Sie einmal nicht mit dem Service zufrieden
sein, können Sie am entsprechenden Tag das Service-Entgelt reduzieren
bzw. stornieren lassen. Ausführliche Informationen zum Service-Entgelt
finden Sie im aktuellen MSC Kreuzfahrten Katalog.
Bar/Lounge
Poollandschaft
WEITERE INKLUSIVLEISTUNGEN:
■ Galaabend und Kapitänscocktail ■ Teilnahme am
Bordprogramm ■ Nutzung der Einrichtungen im
Passagierbereich ■ Gepäcktransport bei Ein- und
Ausschiffung ■ Ein- und Ausschiffungsgebühren
Zusätzlich bei Fantastica Kabinen:
■ Bessere Lage der Kabinen (höhere Decks bzw.
mittschiffs) ■ 24 Stunden Roomservice ■ Frühstück
auf der Kabine ■ Priorität bei der Vergabe der Tischzeiten ■ 50% Rabatt auf Fitness Kurse an Bord
Es gelten die AGB der RIW Touristik GmbH, Datenschutzhinweise (abrufbar unter www.riw-touristik.de; auf Wunsch Zusendung der AGB vor Buchungsabschluss) und die Reisebestätigung, die Sie nach Buchung erhalten. Nach Aushändigung des Sicherungsscheines wird eine Anzahlung in Höhe von 25% des Reisepreises (mindestens 25,- Euro) sowie eventuelle Prämien für Versicherungen fällig. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet. Die Restzahlung wird spätestens 30 Tage vor Reiseantritt fällig, anschließend erhalten Sie Ihre Reiseunterlagen. Verfügbarkeit, Änderungen, Druck - und Satzfehler vorbehalten.
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MO-DO: 09.00-18.00 / FR: 09.00-17.00
SA: 09.00 - 13.00 Uhr
Reiseveranstalter:
RIW Touristik GmbH
Georg-Ohm-Str. 17
65232 Taunusstein
UNTERHALTUNG / KINDER
Seite 16
Rolands Rätselecke
Tipp für Kinder
Die 13 /2 Leben
des Käpt‘n Blaubär
1
Der erzählfreudige Kapitän entführt seine Zuhörer in eine Welt,
in der Vorstellungskraft und Humor auf abenteuerliche Weise außer Kontrolle geraten sind. Gepackt vom Sog der Ereignisse führt
die Reise den Blaubären zu Zwergpiraten, Klabautergeistern und
Gimpeln. Dies alles wird begleitet von den Klängen Zamoniens.
Musik und Erzählkunst sorgen auf diese Weise dafür, dass man
meint, die Finsterberge, den Großen Wald oder auch den Ewigen
Tornado förmlich vor sich zu sehen. Neben Dirk Bach führt mit
Wolfgang Völz auch die Originalstimme des Käpt‘n Blaubär durch
die 13 1/2 Lebensabschnitte. Bei
der Reise durch ein märchenhaftes Reich ist alles möglich
– nur nicht die Langeweile.
Bild mit kleinen Fehlern
Für dieses Rätsel brauchst du gute Augen! Schau dir das Bild A (oben links) genau an und
vergleiche es mit den anderen: Nur eines von ihnen sieht genauso aus, auf den anderen haben
sich kleine Fehler eingeschlichen. Findest du das gleich aussehende Bild? Und findest du auch
die Fehler in den anderen Bildern? Die Lösung steht auf Seite 18.
B
A
?
Walter Moers: Die 13 ½
Leben des Käpt‘n Blaubär.
Neuinszenierung mit Zamonischem Sounddesign. Der
Hörverlag (16 CDs), Laufzeit:
1113 Minuten, ISBN: 978-38445-1330-1, 49,99 Euro.
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Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Januar.
Glückliche Gewinner
Nr. 1 / Januar 2014
C
D
Voll durchgeblickt
Rätselhaftes im Schnee
Pisa: Es geht wieder bergauf!
Das Lösungswort unseres Adventsrätsels lautete „Schnee“.
Herzlichen Dank an alle (und das waren sehr, sehr viele), die
sich beteiligt haben! Wir haben unter allen Einsendungen gelost
– die Namen der Glücklichen findet ihr unter dem Bild.
Pisa ist eine Abkürzung der englischen Bezeichnung „Programme for International Student
Assessment“. Mit der Studie wird alle drei Jahre weltweit der Wissensstand von Schülern untersucht. Nachdem Deutschland im Jahr 2000 dabei schlecht abgeschnitten hat, sieht es bei der
aktuellen Studie besser aus. Trotzdem herrscht in Sachen Bildung noch immer Ungleichheit.
Louissa Radke (Heide), Micha Hildebrand (Bad Lauterberg),
Lilli-Marie Habich (Seulingen), Rieke Schmidt (Rehm-FlehdeBargen), Franziska Zielisch (Schiphorst), Tom Weber (Celle),
Luca Zelewski (Wilhelmshaven), Mariola Kostka (Boerssum),
Mayleen Milewski (Garbsen), Luca-Emre Bagcivan (Schloss
Ricklingen), Janne Pabsch (Melle), Geena Ingenbrandt (KöllnReisiek), Lara-Marie Oriti (Wolfsburg), Nadine Heuer (Warendorf), Elias Reibrandt (Göttingen), Gabriel Huwe (Rothenberg),
Fynn Wölk (Dortmund), Lorenzo Böhme (Quedlinburg), Luise
Gurmann (Berlin), Paul Gunia (Bochum), Marcel-Norman Spyra
(Lambsheim), Jeremy Hoerner (Gelsenkirchen), Vincent Weber
(Hildesheim).
Es ist kein Wettbewerb wie
etwa eine Olympiade oder eine Fußball-Weltmeisterschaft.
Trotzdem ist die Pisa-Studie
wichtig für alle Länder, die
sich an ihr beteiligen. Auf diese Weise haben sie die Möglichkeit zu vergleichen wie gut oder
auch wie schlecht bei ihnen jeweils die Bildung funktioniert.
Als die erste Untersuchung
dieser Art durchgeführt wurde,
lagen die Leistungen der deutschen Schüler in Mathematik
oder im Lesen unter dem internationalen Durchschnitt.
Für viele Menschen war dieses
Ergebnis ein Schock.
Besonders hoch war damals
in Deutschland die Bildungsungerechtigkeit. Damit ist gemeint, dass gerade Kinder, die
aus einer armen Familie kommen oder deren Eltern aus einem anderen Land stammen,
oft wenig Erfolg in der Schule
haben. Das bedeutet zum Beispiel, dass nur wenige dieser
Kinder später das Abitur machen. In beiden Bereichen haben sich in den letzten Jahren
Verbesserungen ergeben.
Laut der neuen Pisa-Studie
lagen die Leistungen deutscher
Schülerinnen und Schüler 2012
deutlich über dem europäischen
Mittelwert. Außerdem geht es
in Bildungsfragen nicht mehr
ganz so ungerecht zu. Das bedeutet Kinder und Jugendliche werden inzwischen stärker
gefördert und Nachteile, die
einzelne etwa aufgrund ihrer
Herkunft haben, werden besser
ausgeglichen. Damit dies möglich ist, hat die Politik in den
letzten Jahren unter anderem
das Recht auf einen Kindergartenplatz oder auch die Einführung von Ganztagsschulen
beschlossen. Auch wenn all das
geholfen hat, gibt es noch viel
zu tun, damit Deutschland noch
besser abschneidet.
Foto: kabba; Syda Productions / fotolia, Montage: Redaktion
Mit dem schiefen Turm von Pisa hat die Studie nichts zu tun.
Trotzdem wurde Deutschlands Position „gerade gerückt“.
UNTERHALTUNG
Nr. 1 / Januar 2014
Seite 17
Zeitmaschine
Buchtipp
Als Staatsfeind gejagt vom FBI
Angela Davis ist eine Symbolfigur der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Sie studiert
Philosophie, wird Professorin und kandidiert sogar als Vizepräsidentin der USA. Zum Verhängnis wird ihr jedoch ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei: 1970 steht Angela Davis
auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher des FBI. Als „Staatsfeind“ entgeht sie damit
nur knapp der Todesstrafe. Am 26. Januar vor 70 Jahren wurde Angela Davis geboren.
Angela Davis wächst
geblich auf den Namen
im Süden der USA auf.
von Angela Davis geSchon als junge Frau
kauft. Obwohl sie selbst
bekommt sie dort den
an dem Verbrechen
Rassenhass hautnah
nicht beteiligt war, wird
zu spüren. Nicht ohne
sie jetzt wegen Mordes
Grund trägt ihr Wohngesucht. Das FBI setzt
ort damals den SpitzDavis auf die Liste der
namen Dynamit-Hügel
zehn meistgesuchten
(„dynamite hill“). Bei
Verbrecher des Landes.
Anschlägen durch den
Ihre Verhaftung führt
Ku-Klux-Klan verliert
zu weltweiten ProtesAngela Davis Freunde
ten und zur Gründung
Foto: Nick Wiebe zahlreicher Unterstütund Bekannte. Trotz
oder gerade wegen Schwarze und Kommunistin: Angela Davis zergruppen in den USA.
dieser Erfahrungen geriet in den 1960er Jahren ins Visier des FBI. John Lennon und Yoko
macht Davis Karriere.
Ono schreiben für sie
Sie erhält ein Stipendium und von offizieller Seite sehr viel das Lied „Angela“. Und selbst
studiert in den USA sowie in kritischer. Und Angela Davis die ansonsten eher unpolitische
Frankreich und Deutschland.
ist obendrein noch Mitglied Rockgruppe Rolling Stones
Nach dem Besuch eines Ju- der Kommunistischen Partei! widmet der Inhaftierten einen
gendfestivals wird die 19-Jäh- Kein geringerer als Ronald Song („Sweet Black Angel“).
rige vom FBI verhört. Die Be- Reagan, damals Gouverneur
Tatsächlich wird die so Behörden sind misstrauisch, weil von Kalifornien, erwirkt ihre sungene vor Gericht freigedas Festival unter anderem von Entlassung aus dem Dienst der sprochen. Doch die Erlebnisse
kommunistischen Organisati- Universität. Doch es sollte noch im Gefängnis verändern Davis.
onen gesponsert wurde. Zwar sehr viel schlimmer kommen.
Fortan setzt sich die Aktivistin
beschäftigen sich damals junBei einer Geiselnahme in ei- für die Rechte von politischen
ge Menschen weltweit mit den nem Gerichtsgebäude sterben Gefangenen ein und gilt bis
Gedanken des Marxismus, in vier Menschen. Die dabei ver- heute als eine wichtige Symden USA jedoch sieht man das wendeten Waffen wurden an- bolfigur.
Redensarten hinterfragt
Von der Tücke der Buchstaben
Wäre ich du,
würde ich mich lieben
Warum erfindet der Mensch elektrische Zahnbürsten, aber keinen Mülleimer, der selbstständig in den Hof runtergeht und sich
ausleert? Gibt es eine Altersvorsorge, die auch schon in jungen
Jahren glücklich und zufrieden macht? Wie hält man vor einem
Kater dessen Kastration geheim? Auf derartige Fragen
weiß auch Horst Evers keine
abschließende Antwort. Dafür
kann er so lustig und liebevoll davon erzählen, dass man
schon wieder froh ist, dass es
die Probleme gibt. Außerdem
entwickelt Evers eine eigene
Theorie, warum der Berliner
Flughafen nicht fertig wird
und findet eine verblüffende
Lösung für private Konflikte.
Seine Antwort: „Wäre ich du,
würde ich mich lieben.“
Horst Evers: Wäre ich du,
würde ich mich lieben. Rowohlt
Berlin, 224 Seiten, ISBN 978-387134-762-7, 16,99 Euro.
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Einsendeschluss ist der 15. Januar.
Denksport
Ein Lied, zwo, drei!
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Der eine kann etwas aus dem „Effeff“, der andere wiederum versucht seinen Mitmenschen
ein „X“ für ein „U“ vorzumachen. Ausgangspunkt für beide Redewendungen ist jeweils ein
Missverständnis, an dem die römische Schrift nicht ganz unschuldig ist.
Wenn jemand von seinem
Handwerk besonders viel versteht, wird ihm hierfür Anerkennung zuteil. Die Leute sagen dann, er könne das, was er
da tut „aus dem Effeff“. Ihren
Ursprung nahm diese ungewöhnliche Redensart vor gut
anderthalb Tausend Jahren im
alten Rom.
In dem dortigen Rechtssystem gab es mit den sogenannten „Pandekten“ so etwas wie
ein Standardwerk unter den
Gesetzen. Dieses wurde immer
wieder gebraucht und musste
in den Schriften zitiert werden.
Und weil auch Juristen dazu
neigen, sich nicht mehr Arbeit
zu machen als unbedingt nötig,
kürzten sie das Gesetzeswerk
einfach mit dem griechischen
Buchstaben Pi ab.
Hierbei zeigte sich jedoch,
dass Juristen nicht nur zur
Foto: Nejron Photo / fotolia
Kriegerisch waren die Römer
sehr erfolgreich, ihre Schrift
allerdings sorgt für Irritation.
Bequemlichkeit, sondern auch
zur Schlamperei neigen. Denn
ein schnell hingeschmiertes Pi
ähnelt verteufelt zwei kleinen
„ff“. Kannte sich nun also ein
Anwalt besonders gut in den
Gesetzen aus, so beherrschte
er sein Fach quasi „aus dem
Effeff“ – auch wenn es eigentlich „aus dem Pi“ hätte heißen
müssen.
Auch die Schreibweise von
Zahlen orientierte sich bis
ins 17. Jahrhundert am römischen System, in welchem
Buchstaben für Zahlen stehen.
Schlimm genug, dass selbst
bei der Schreibweise von
Namen nicht zwischen „U“
und „V“ unterschieden wurde (Kaiser Augustus etwa las
sich „AVGVSTVS“). Windige
Geschäftsleute oder Geldverleiher verlängerten auf ihren
Tafeln die Striche eines „V“,
um daraus ein „X“ zu machen.
Die Schuld ihrer Kundschaft
erhöhte sich somit von „5“ auf
„10“. Dies trug betrügerischen
Zeitgenossen schnell den Ruf
ein, anderen „ein X für ein U
vorzumachen“.
1
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3a
Fotos: Pixel & Création, anastasios71, Marius Graf / fotolia
Foto: Michael Lucan
Schlager, Stimmung, gute Laune: Egal, ob Sie persönlich ganz
andere Musik hören, die von uns gesuchten Lieder kennen Sie
bestimmt! Nummer 1 stammt aus dem Jahr 1954, die anderen
beiden aus den Jahren 1974 bzw. 1975. Viel Erfolg!
Die Lösungen finden Sie wie immer auf Seite 18.
UNTERHALTUNG
Seite 18
Nr. 1 / Januar 2014
Das musste mal gesagt werden
Buchtipp
Der Ruf des Kuckucks
Ich weiß, dass ich nichts weiß
Als das Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon
in den Tod stürzt, hat die Polizei eine einfache Erklärung: Selbstmord. Doch damit will sich der Bruder der Toten nicht zufrieden
geben. Er wendet sich an einen Privatdetektiv. Cormoran Strike
soll die Wahrheit über Lulas
Ableben ans Licht bringen. Für
den finanziell nicht gerade auf
Rosen gebetteten Ermittler ist
dieser Auftrag die Rettung. Doch
er ahnt nicht, was die Nachforschungen ihm alles abverlangen
werden. In der Welt der Reichen
und Schönen fördert Strike Erschreckendes zutage und gerät
selbst in große Gefahr.
Der Kriminalroman fesselt
durch die eindrucksvolle Atmosphäre Londons – von der
gedämpften Ruhe in den Straßen Mayfairs zu den versteckten
Pubs des East Ends und dem lebhaften Treiben Sohos.
Rund 400 Jahre v. Chr. steht in Athen ein bekannter Philosoph vor Gericht. Dem 70-jährigen
Sokrates wird damals vorgeworfen, die Götter nicht anzuerkennen. Als Beleg hierfür führt man
seine Weisheit an, die ihm von einem Orakel bescheinigt worden sei. Sokrates verteidigt sich
selbst, indem er vor den erstaunten Richtern erklärt: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks. Blanvalet, Gebundenes Buch, 640 Seiten, ISBN: 978-3-7645-0510-3, 22,99 Euro.
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einfach eine E-Mail (Betreff: „Kuckuck“) an: [email protected]
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10179 Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Januar.
Wer sich für den Beruf des
Philosophen entscheiden wollte, war im alten Griechenland
sicherlich nicht am schlechtesten bedient. Zumindest dürfte
die Anerkennung damals um
einiges höher gewesen sein,
als dies in unserer auf Leistung bedachten Gesellschaft
der Fall wäre. Unkompliziert
ist es aber auch damals nicht,
vermeintliche Wahrheiten zu
hinterfragen. Geschweige denn
ungefährlich.
Sokrates ist unter den Einwohnern Athens geachtet und
anerkannt. Aber er ist auch
unbequem. Denn Sokrates hat
die Angewohnheit, jede vermeintliche Gewissheit infrage
zu stellen. Dabei kann der alte Mann zuweilen recht lästig
werden. Auf dem Marktplatz
etwa stellt er sich nichts ahnenden Passanten in den Weg, um
sie ins Gespräch zu verwickeln.
Antworten diese auf seine Fragen, zieht der Philosoph die
getroffenen Aussagen sogleich
wieder in Zweifel. So erhofft
sich der Gelehrte Wissen zu erlangen. Normalsterbliche aber
gehen Sokrates damals besser
aus dem Weg.
Politisch ist Athen damals
nach Krieg und Tyrannei vor
allem auf klare Verhältnisse
„Der Tod des Sokrates“ (1787) von Jacques-Louis David. Was
der Philosoph nun wirklich wusste, bleibt somit sein Geheimnis.
bedacht. Dem Wunsch nach
öffentlicher Ordnung und nach
Ruhe aber steht der Störenfried
Sokrates entgegen. Es kommt
zu einer Anklage, in der man
dem Querulanten vorwirft, die
Götter nicht anzuerkennen und
darüber hinaus die Jugend zu
verderben.
Geschildert wird die Verteidigungsrede des Sokrates
durch dessen Schüler Platon.
Auch diese Schrift ließe sich nebenbei bemerkt hinterfragen:
literarisch erdacht oder historisch verbürgt? Wie dem auch
sei. Platon zufolge jedenfalls
versucht Sokrates vor Gericht
den überlieferten Spruch des
Orakels von Delphi zu widerlegen, wonach er der „Weiseste
von allen sei“. Für seine Verteidigung steht der nur verkürzt
überlieferte Satz „Ich weiß,
dass ich nichts weiß.“
Damit will der Weise sagen,
dass er zwar vermutet, etwas
zu wissen, aber eben noch immer nicht genug weiß. Sokrates
wendet sich somit also gegen
Scheinwissen und Nichtwissen. Zu kompliziert? Das fand
wohl auch die Jury. Sokrates
wurde zum Tode verurteilt
und musste aus dem berühmten Schierlingsbecher trinken.
Gewinner des Monats
Kreuzworträtsel:
WolfDieter Tschiersch (Bad Malente), Marianne Biersch (Lautertal), Gabriele Albrecht (Laave).
Sudoku: Frauke Drexhage
(Gelsenkirchen), Gert-Dieter
Plato (Ahrensburg), Gabriele
Pyka (Herne).
Buchtipp (Dieser Mensch
war ich): Ingrid Baumgraß
(Ballenstedt), Michael Voigt
(Ratzeburg), Regina Lingemann (Uetze-Hänigsen).
Hörbuchtipp (Das Kind):
Carmen Rohe (Edewecht),
Hans-Dieter Eder (Hannover),
Katrin Ebeling-Müller (Königslutter).
Filmtipp (Quartett): Dr. Gerhard Hertel (Gröbenzell), Doris Passlack (Eutin), Rüdiger
Reipschläger (Langelsheim).
Tipp für Kinder (Monster
Uni): Marvin Kalz (Dorsten),
Sarah und Lea Gille (AukrugBöken).
Des Rätsels Lösung
Bild mit kleinen Fehlern
Um einen Buchpreis zu gewinnen, senden Sie eine Postkarte
mit den gesuchten, eingekreisten Zahlen (in der Reihenfolge
von oben nach unten) an: SoVD, Abteilung Redaktion, „Sudoku“, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin. Oder schicken Sie
eine E-Mail an: [email protected]. Bitte geben Sie Ihre Adresse
an! Einsendeschluss ist der 15. Januar.
Das Bild mit dem Buchstaben
D sieht genauso aus.
Hier haben wir die Fehler auf
den anderen Bildern für dich
markiert:
B
C
Ein Lied, zwo, drei!
Schlager Nummer 1 sang
Caterina Valente: „Ganz Paris
träumt von der Liebe“. Nummer 2 komponierte Udo Jürgens: „Griechischer Wein“ (die
Statuen zeigen Plato und Sokrates). Und Nummer 3, Vicky
Leandros mit: „Theo, wir fahr‘n
nach Lodz“ (das Bild zeigt ExFinanzminister Theo Waigel).
Nr. 1 / Januar 2014
Mit spitzer Feder
Trost von oben
UNTERHALTUNG
Seite 19
Hörbuchtipp
Der Elefantenmensch
Joseph Merrick lebte von 1862–1890 in London. Er litt unter einer
Krankheit, die seinen Körper sowie vor allem sein Gesicht völlig
entstellte. Aus heutiger Sicht fast unvorstellbar, wurden derartige
Behinderungen damals noch als Attraktionen auf Jahrmärkten
gezeigt. Als „Elefantenmensch“
gelangte Merrick so schnell zu
trauriger Berühmtheit. Von seinem Leben und seinem Leiden
handelt das gleichnamige Hörspiel, welches überwiegend auf
wahren Tatsachen beruht. Die
atmosphärische Geschichte lädt
jedoch keinesfalls einfach nur
zum Gruseln ein. Das Hörspiel
ist vielmehr eine unter die Haut
gehende Parabel gegen Vorurteile und für mehr Toleranz.
Meister der Angst: Der Elefantenmensch. Random House Audio
(1 CD), ISBN: 978-3-8371-1887-2, 9,99 Euro.
Wenn Sie eines der vorgestellten Hörspiele gewinnen möchten,
schicken Sie einfach eine E-Mail (Betreff: „Elefantenmensch“) an:
[email protected] oder eine Postkarte mit dem gleichen Stichwort an folgende Anschrift: SoVD, Redaktion, Stralauer Straße
63, 10179 Berlin. Einsendeschluss ist der 15. Januar.
Impressum
Das Lösungswort zum Gewinnen eines Buchpreises bitte bis zum 15. Januar einsenden an:
SoVD, Redaktion, Stichwort: „Kreuzworträtsel“, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin, oder per E-Mail: [email protected].
Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse anzugeben!
SoVD – Soziales im Blick
erscheint jeweils zum Monatsanfang (11 Ausgaben pro Jahr,
Doppelausgabe für Juli / August).
Herausgeber ist der Sozialverband Deutschland e. V., Stralauer
Straße 63, 10179 Berlin, Tel.: 030 /
7 26 22 20, Fax: 030 / 7 26 22 21 45,
E-Mail: [email protected].
Redaktion: Veronica Sina
(veo / verantwortlich), Joachim
Baars (job), Brigitte Grahl (bg),
Steffi Rose (Bildbearbeitung),
Roswitha Moldenhauer (Redaktionsassistenz). Für Anzeigen oder
Werbebeilagen ist diese Zeitung
lediglich Werbeträger; eine Empfehlung des SoVD für vorgestellte
Produkte ist damit nicht verbunden. Veröffentlichte Artikel stellen
nicht unbedingt die Meinung der
Redaktion dar. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht
zurückgesandt. Der Bezugspreis
wird im Rahmen des Verbandsbeitrages erhoben.
Anzeigenverwaltung: Dialog Welt
GmbH, Lugwaldstraße 10, 75417
Mühlacker, Tel.: 07041 / 9 50 70,
Fax: 07041 / 95 07 99.
Verlag: Publikom Z Verlagsgesellschaft mbH, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel.
Druck und Vertrieb: Zeitungsdruck Dierichs GmbH & Co. KG,
Wilhelmine-Reichard-Straße 1,
34123 Kassel.
Auflage: Die verbreitete Auflage betrug nach IVW
im 3. Quartal 2013
insgesamt 409 941
Exemplare.
LESERBRIEFE / ANZEIGEN
Seite 20
Nr. 1 / Januar 2014
Briefe an die Redaktion
An- und Verkaufsanzeigen
Keine Reiseanzeigen – Keine gewerblichen Anzeigen
Anzeigenverwaltung des Sozialverband Deutschland
Dialog Welt GmbH, Postfach 1345, 75405 Mühlacker
Die nachstehende Anzeige veröffentlichen Sie bitte unter „Anund Verkaufsanzeigen“ (keine „Reise-Gewerblichen Anzeigen“),
pro Zeile 8,30€ incl. 19% Mwst. Anzeigenannahmeschluss:
Am 3. des Vormonats.
„Eine bodenlose Frechheit!“
In der Rubrik „Briefe an die Redaktion“ veröffentlichen wir Lob und Kritik. Auf einen Artikel
bezogene Zuschriften werden dabei auszugsweise sowie unter Angabe von Namen und Wohnort
abgedruckt. Ein Anrecht auf Abdruck oder Veröffentlichung im Internet besteht nicht. Die Leserbriefe geben zudem nicht die Meinung der Redaktion wieder. Bitte richten Sie Ihre Zuschriften
an: SoVD, Redaktion, Stralauer Straße 63, 10179 Berlin.
Vor- und Zuname
Straße, Nr.
PLZ
Wohnort
Telefon
Ich ermächtige die Anzeigenverwaltung (Dialog Welt GmbH) des Sozialverband
Deutschland, die Insertionskosten von meinem Konto abbuchen zu lassen. Die Bezahlung Ihrer Anzeige kann nur durch Abbuchung oder Vorkasse erfolgen.
Bank
in
IBAN
BIC
Datum
Unterschrift
Der Text meiner Anzeige:
Ausgabe
Als langjähriger Leser der
Mitglieder-Zeitung finde ich
die Karikaturen immer sehr
gut und treffend. Auch diese
trifft den Nagel auf den Kopf,
könnte meiner Meinung nach
aber um den Zusatz: „Ihnen,
Frau Özgül jetzt auch noch 8,50
Euro die Stunde zu zahlen...“
erweitert werden und ruhig in
der nächsten Ausgabe nochmal
gezeigt werden.
Foto: Eisenhans / fotolia
Pro Zeile 8,30 €
Mindestgröße 2 Zeilen = 16,60 €
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4 Zeilen = 33,20 €
5 Zeilen = 41,50 €
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Anfang fett, sonst keine Hervorhebung oder Umrandung. Pro Zeile bis maximal 30 Buchstaben
bzw. Zeichen einschließlich der erforderlichen Zwischenräume. Nur allgemein gebräuchliche
Abkürzungen möglich. Chiffregebühr 6,95 € pro Anzeige incl. MwSt.
Treppenlifte
Zum Titelthema „Pflege muss
allen offen stehen“ (Ausgabe
12 / 2013, Seite 1–2) schreibt
unser Mitglied Herbert Eden
(Bremerhaven):
Ich erlebe täglich den immer
weiter ausufernden Pflegenotstand. Immer weniger Fachkräfte müssen immer mehr
schuften, und Wochenendarbeit wird zumeist nicht entlohnt und muss abgebummelt
werden. Trotzdem steigen die
Unterbringungspreise ständig!
Privater Sammler sucht Orden, Dolche, Saebel vor 1945. Zahle sehr gut.
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Sandy Meyer ist empört über
den Inhalt des Artikels „Internet-Überwachung Erwerbsloser?“ (Ausgabe 12 / 2013, Seite
3) und macht ihrem Ärger in
einem Leserbrief Luft:
Ich persönlich bin selber
Hartz-IV-Empfänger (leider!),
aber was jetzt passiert, ist nicht
nur menschenverachtend, sondern eine bodenlose Frechheit,
alle Arbeitslosen via Internet zu
überwachen. Hier werden Menschenrechte völlig missachtet
und auch die Privatsphäre eines
jeden einzelnen Arbeitslosen.
Wir können uns unseren sozialen Status nicht aussuchen,
und 99 Prozent der Hartz-IVEmpfänger wollen ja arbeiten
Überwacht die Bundesagentur
für Arbeit Hartz-IV-Empfänger demnächst per Internet?
und sind garantiert keine Sozialschmarotzer. Aber uns jetzt
zu überwachen übertrifft alles,
und ich persönlich sehe es als
Skandal an. (...) Ich persönlich
hoffe, dass die Überwachung
von Hartz-IV-Empfängern nur
eine blöde Idee ist.
In der Karikatur „Die Sorgen
der Großverdiener“ (Ausgabe
11 / 2013, Seite 19) beklagt sich
ein Manage bei seiner türkischen Putzfrau, dass er zu wenig verdiene. Hierzu schreibt
uns Horst Brinker (Dorsten):
Ganz anders bewertet Nafiye
Dogan die gleiche Karikatur.
Sie fühlt sich diskriminiert und
schreibt:
Mir und vielen anderen Migranten gefällt nicht, was Sie gedruckt haben, vor allem für ein
Unternehmen wie Sie, absolute
Diskriminierung der Migranten,
die Frau mit Kopftuch wird als
eine Reinigungskraft dargestellt
(...) Das, was Sie da dargestellt
haben, ist eine Art von Rassismus. Es könnte auch eine Frau
Meyer sein anstatt eine Frau Özgül. (...) Und es ist nicht schlimm,
als Reinigungskraft zu arbeiten,
denn ohne sie wären wir auch
nichts. Und ohne die Einwanderer könnte sich die Lage in
Deutschland nicht steigern, Sie
müssten sich bedanken.
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Andreas Hogan, Mitglied des
SoVD aus Gusborn, plädiert
für die genossenschaftliche
Form als einen dritten Weg. Die
Erfahrung habe gezeigt, dass
Unternehmen in öffentlicher
Hand letztlich wieder durch
Steuergelder in die Solvenz
gebracht werden mussten.
In unserer Frage des Monats
Januar geht es um das Thema
Hygiene. Kontrolleure hatten
zuletzt bei jedem vierten Lebensmittelbetrieb etwas zu
beanstanden. Die Verbraucherorganisation foodwatch
kritisiert, dass diese Berichte
nicht öffentlich zugänglich
sind. Verbraucher könnten
die „schwarzen Schafe“ somit
kaum erkennen.
Wir möchten daher von Ihnen
Folgendes wissen:
Trotz erfolgter Kontrollen
erfahren Gäste meist nichts
von dreckigen Küchen und
verdorbenem Essen. Sollen die
Ergebnisse zur Hygiene daher
an der Tür eines jeden Lokals
veröffentlicht werden?
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Eigentlich sollte
jede Restau• • • •
rantküche so blitzblank geputzt sein. •
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•
An der Umfrage können Sie
sich am einfachsten im Internet unter www.sovd.de beteiligen. Dort haben Sie auch die
Möglichkeit, einen Kommentar abzugeben. Auf dem Postweg erreichen Sie uns unter:
SoVD, Redaktion / „Frage des
Monats“, Stralauer Straße 63,
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GESUNDHEIT
Nr. 1 / Januar 2014
Seite 21
Depressive Verstimmung in der „dunklen“ Jahreszeit ist oft hausgemacht
Mit Licht und Luft gegen Winterdepression
Die Tage werden kürzer, der Himmel ist tagsüber bedeckt, man fühlt sich müde, schlapp und
lustlos. Seit Mitte der 80er gibt es dafür den Begriff der „Saisonal abhängigen Depression“ (SAD),
auch Herbst-Winter-Depression genannt. Auch wenn die Medizin SAD als Krankheit anerkannt
hat, handelt es sich bei den Symptomen oft genug um eine hausgemachte Verstimmung.
Foto: Grafvision / fotolia
Eine
Schneeballschlacht
macht gute Laune.
Unbestreitbar ist, dass es in
der „dunklen“ Jahreszeit zu
körperlichen Veränderungen
kommt: Die Sonne lässt sich
selten sehen, durch das wenige
Tageslicht produziert der Körper weniger vom „Glückshormon“ Serotonin und mehr vom
„Schlafhormon“ Melatonin,
das auch für den Heißhunger
auf Süßes verantwortlich ist.
Wer aber in der „dunklen“
Jahreszeit den ganzen Tag bei
Kunstlicht in der Wohnung hocken bleibt, sich kaum bewegt
und mit Süßigkeiten Winterspeck anfuttert, darf sich über
seine trübe Stimmung nicht
wundern.
Bestes Mittel gegen eine Winterdepression ist Bewegung
an der frischen Luft. Tageslicht ist einfach unschlagbar –
selbst wenn der Winterhimmel
bedeckt ist, strahlt er immer
noch um die 5000 Lux aus (ein
sonniger Sommertag erreicht
bis zu 100 000 Lux). Ein hell
beleuchtetes Büro bringt es
dagegen nur auf 500 bis 1000
Lux, eine Glühbirne auf 400 bis
500 Lux. Übrigens: Ein Solariumsbesuch bringt dem Gemüt
nichts, denn das dortige UVLicht wirkt nur auf die Haut.
Experten empfehlen, täglich
mindestens 15 Minuten Tageslicht zu tanken und dabei öfter
mal in den Himmel schauen
(aber nicht direkt in die Sonne).
An den Kältestress, den der
Körper anfänglich empfindet,
gewöhnt er sich rasch. Dass
mehr Kalorien verbrannt werden, weil der Körper bei Kälte
den Stoffwechsel anheizt, ist
ein schöner Nebeneffekt und
ein gutes Argument, Wintersport zu treiben.
Wer trotzdem noch trübseliger Stimmung ist, den muntert
vielleicht das Tragen heller
Farben auf, ein bisschen Entspannung und Wellness, Johanniskraut statt Tabletten,
und ab und zu darf es auch ein
Stück Schokolade sein.
bg
Foto: Grafvision / fotolia
Eine Schneeballschlacht ist
auch ein guter Wintersport.
Mit einfachen Maßnahmen Stürzen vorbeugen
Stürze im Alter haben fatale Folgen
Die Herbst- und Winterzeit ist auch die Zeit der Stürze. Nasses Laub, Glatteis und Schnee bringen nicht nur alte Leute
zu Fall, auch junge kommen ins Straucheln. Während letztere aber dank schnellerer Reflexe und mehr Muskelkraft
meistens glimpflich davonkommen, hat ein Sturz für Senioren oft schwerwiegende Konsequenzen.
Knochenbrüche verheilen bei
alten Menschen langsamer, besonders wenn sie an Osteoporose leiden. Manch ein „Verunfallter“ erholt sich nicht mehr
vollständig von einem Sturz
und wird zum Pflegefall oder
verstirbt gar an den Folgen –
nach einem Oberschenkelhalsbruch fast jeder Dritte.
Ein Drittel der über 65-Jährigen stürzt mindestens einmal
im Jahr, bei
den über
80-Jährigen
Foto: Glenda Powers / fotolia
Tanzen hält jung und fördert
auch den Gleichgewichtssinn.
Aber auch äußerliche Faksogar die Hälfte. Frauen sind
dabei anfälliger für Stürze. toren wie schlechte BeleuchBesonders fatal: Nach einem tung, Stolperfallen in der
Sturz erhöht sich die Wahr- Wohnung und falsches
scheinlichkeit, innerhalb eines Schuhwerk provozieren
Jahres erneut zu stürzen. Aus Stürze. Wer in Pantoffeln
Angst vor einem erneuten Sturz oder Socken durch die Wohbewegen sich die Betroffenen nung läuft, Teppichläufer
noch unsicherer als nicht festklebt, Kabel hevorher und kommen rumliegen lässt und sich
daher noch eher ins nachts im Dunkeln zur
Stolpern. Oder sie Toilette tastet, darf sich
wagen sich nur noch nicht wundern, wenn er
selten aus dem hinfällt.
Mit
entspreHaus und verlieren dadurch ihre chenden Maßnahsozialen Kontak- men lässt sich das
te und ihren Rest Risiko eines Sturzes mindern.
an Beweglichkeit. So ist für Inkontinente z. B. ein
Sicher ist der Licht mit Bewegungsmelder
Aufenthalt drau- am Bett sinnvoll, Teppiche und
ßen, besonders bei Treppenläufer sollten immer
Schnee und Eis, un- rutschfest befestigt werden,
fallträchtig, aber vier Kabel verdeckt, Türschwelvon fünf Stürzen ge- len abgehobelt und Haltegriffe im Bad
schehen
angebracht
nicht in
Mit Pantoffeln als
der frei- Schuhwerk ist ein Sturz werden. Ein
Klassiker ist
en Natur,
vorprogrammiert
der Sturz von
sondern
in den eigenen vier Wän- der Leiter beim Fensterputzen
den. Die Gründe dafür oder Gardinenaufhängen: Liesind vielfältig: nach- ber jemand Jüngeren um den
lassende Reaktionsge- Gefallen bitten, als seine Geschwindigkeit und Mus- sundheit riskieren.
Rutschfeste Socken und flakelkraft; eingeschränkte Beweglichkeit durch ches, festes Schuhwerk mit
Schmerzen, Gelenkverschleiß Klettverschlüssen und Fußbett
und Übergewicht; nachlassen- geben dem Fuß Halt. Wer raus
de Sehkraft; Gleichgewichts- geht, sollte Schuhe mit Profil
störungen durch Krankheiten tragen. Für den Winter gibt es
Spikes oder Schneeketten, die
und Medikamente etc.
Foto: JanMika / fotolia
Wer sich „nur“ den Knöchel nach einem Sturz verstaucht hat,
ist noch glimpflich davongekommen.
unter dem Schuh befestigt wer- rausgefunden, dass die häufigsden. Besonders die Ferse muss te Ursache von Stürzen eine
einen festen Halt haben.
falsche Gewichtsverlagerung
Richtig eingestellte Gehhil- ist. Wer also seinen Gleichfen sichern das Laufen. Bei gewichtssinn trainiert, bleibt
Schnee und Glätte ist ein Geh- besser auf den Beinen. Koorstock mit einem Dorn oder einer dination, Beweglichkeit und
Gummikappe unter der Spitze Kraft werden in Kursen zur
besser als ein Rollator, der auf Sturzprävention verbessert,
Eis wegrutscht oder im Schnee die oft von den Krankenkassen
stecken bleibt.
bezuschusst
Wer Schlaf-,
Häufigste Ursache für
werden. NachB l u t h o c h - Stürze sind Probleme mit weislich fördruck-, oder
dem Gleichgewicht
dert auch Tai
BeruhigungsChi das Körtabletten nimmt, sollte nach pergefühl. Der asiatische Sport
mehrmaligen Stürzen über- kann auch in hohem Alter gut
prüfen lassen, ob es alternative ausgeübt werden. Bewegung
Medikamente gibt. Manchmal tut auf jeden Fall gut, selbst,
bringt auch eine neue Brille wenn es „nur“ ab und zu ein
schon mehr Trittsicherheit.
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VERMISCHTES
Seite 24
Katharina Thalbach feiert runden Geburtstag
Katharina die Große
Als Tochter einer Schauspielerin und eines Regisseurs
wächst sie quasi schon auf der
Bühne auf. Am 19. Januar nun
begeht Katharina Thalbach
ihren 60. Geburtstag.
Foto: Thomas Schmidt / NetAction
Katharina Thalbach bei der
Einweihung ihres Sterns am
Potsdamer Platz in Berlin.
Schon als 15-Jährige wird
sie für ihren Auftritt in der
Dreigroschenoper gefeiert. Sie
spielt am Berliner Ensemble
und an der Volksbühne, bis sie
als Reaktion auf die Ausbürgerung von Wolf Biermann 1976
nach West-Berlin umsiedelt.
Der Erfolg bleibt ihr treu – auf
den Theaterbühnen sowie in
ihren zahlreichen Filmrollen.
2012 erhält sie auf dem „Boulevard der Stars“ in Berlin einen
Stern mit ihrem Namen.
Box-Legende Henry Maske wird 50
Der letzte Gentleman
Sein erstes Boxtraining besuchte er mit sechs Jahren. Später
wurde er Olympiasieger und Weltmeister. Am 6. Januar wird
Henry „Gentleman“ Maske 50 Jahre alt.
Seine Karriere begann der
gebürtige Brandenburger in
der damaligen DDR. Nach der
Wende erlangte der 1,90 Meter
große Boxer deutschlandweit
große Beliebtheit und wurde
zu einem Botschafter seines
Sports. Für eine Verfilmung
verkörperte der mehrfache
Weltmeister schließlich sogar
das Box-Idol Max Schmeling.
Wir gratulieren Henry Maske
zu seinem 50. Geburtstag.
Nr. 1 / Januar 2014
Prominente engagieren sich
Klitschkos wichtigster Kampf
Vitali Klitschko ist Box-Weltmeister im Schwergewicht. Doch der Hüne kann mehr, als nur
seine Gegner im Ring verhauen. Wochenlang demonstriert der gebürtige Ukrainer in seiner
Heimat für mehr Demokratie. Jetzt will er dort selbst für das Amt des Präsidenten kandidieren.
Schon seit 1996 engagiert
sich Vitali gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wladimir
für mehr soziale Gerechtigkeit.
Die Boxer haben einen Fonds
für sozial benachteiligte Kinder gegründet, setzen sich für
mehr Chancen auf Bildung ein.
Auch als Vorbilder für Fairness
und sportlichen Erfolg wurden
die Klitschko-Brüder mehrfach
ausgezeichnet. In ihrer Heimat
steht Vitali nun aber wohl vor
seinem wichtigsten Kampf.
In der Ukraine kam es Ende 2013 zu landesweiten Protesten. Auslöser hierfür war
die Entscheidung von Präsident Janukowitsch, sein Land
wieder enger an Russland zu
binden. Ein Abkommen mit
der Europäischen Union (EU)
wurde kurzfristig auf Eis gelegt. Gegen diese Entscheidung
gingen die Menschen in der
Ukraine auf die Straße. Nur zu
gut erinnern sie sich noch an
die Zeit vor der Unabhängig-
Foto: Andrey Stenin / picture-alliance
Ein „K.o.“ reicht nicht. In der Ukraine streitet der promovierte
Boxer Vitali Klitschko („Dr. Eisenfaust“) für Demokratie.
keit ihres Landes und an die
Gängelung durch die damalige
Sowjetunion.
Bei Minusgraden harrten
die Menschen wochenlang im
Freien aus, immer wieder umringt von Militär und Polizei.
An ihrer Spitze der Oppositi-
onspolitiker Vitali Klitschko.
Gemeinsam mit seinen Landsleuten streitet er für die Westanbindung der Ukraine. Sollte
es zu Neuwahlen kommen, so
kündigt Klitschko schließlich
an, werde er selbst als Präsident kandidieren.
Mitten im Zweiten Weltkrieg entstand „Die Feuerzangenbowle“
Gestatten, Pfeiffer – mit drei „f“
Henry Maske
Die Parkuhr feiert Jubiläum
„Haste mal ‘n Groschen?“
In den Innenstädten waren sie Autofahrern verhasst und
schnell als „Groschengrab“ verschrien: Vor genau 60 Jahren
wurden in Duisburg die ersten Parkuhren aufgestellt.
Die Idee einer „Eieruhr für die Straße“ kam aus den USA – wie
könnte es anders sein? Dort mussten Autofahrer schon Ende der
1930er Jahre immer genügend Kleingeld mit sich führen, wollten
sie ihr Gefährt abstellen. Am 4. Januar 1954 war es dann auch
in Deutschland so weit. In der Innenstadt Duisburgs wurden damals die ersten
Parkuhren aufgestellt. Ihren
60. Geburtstag
dürften allerdings die wenigsten
von
ihnen erleben.
Längst stehen
deutschlandweit moderne
Parkautomaten.
Und die geben
sich mit einem
Foto: Gerd Herold / dpa; embeki / fotolia
Groschen nicht
mehr zufrieden.
Suche nach Parkuhr-Futter anno 1954.
Mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs entsteht auf dem Gelände der Ufa-Studios eine
heitere Komödie. Heinz Rühmann spielt den Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer (mit drei „f“ –
eins vor dem „ei“, zwei dahinter), der seinen Lehrern als vermeintlicher Pennäler allerlei Streiche
spielt. Am 28. Januar vor 70 Jahren schließlich hatte „Die Feuerzangenbowle“ Premiere.
Der Film ist längst ein
Klassiker und regelmäßig
im Fernsehen zu bewundern. Aber nicht nur da:
An vielen Universitäten
gibt es zur Adventszeit
öffentliche Vorführungen. Dabei werden im
Publikum an bestimmten
Stellen des Films mechanische Wecker geläutet
oder etwa bei Pfeiffers
Chemiestunde Wunderkerzen entzündet. Auf
das Stichwort von Erich
Ponto: „Jeder nur einen wönzigen Schlock!“
schwenken hunderte Studenten mitgebrachte Reagenzgläser mit Heidelbeerwein.
Dabei ging es zur Entstehung
des Films weit weniger lustig
zu. Mitten im Zweiten Weltkrieg und allen Bombenangriffen zum Trotz eine Komödie zu
drehen, war sicherlich nicht die
leichteste Übung. Und dann
gefiel den verantwortlichen
Nazis das Ergebnis noch nicht
einmal. Man hatte Angst, die
Autorität der Schule zu unter-
graben. Angeblich konnte erst
eine Vorführung des Films in
der Wolfsschanze den Führer
umstimmen. Am 28. Januar
1944 wurde der Film uraufgeführt. Seitdem sorgen vor allem
die skurrilen Lehrer für einiges
Gelächter. Unter ihnen etwa
Paul Henckels als rheinisches
Original: „Da stelle mer uns
janz dumm!“
Fotos: Nestor Bachmann / pictiure-alliance
Unsittliches Geschmier an der Tafel! Professor Crey (Erich Ponto, li.) und Direktor Knauer (Hans Leibelt) sind empört.
Landesverband
Schleswig-Holstein
Nr. 1 / Januar 2014
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.sovd-sh.de
Auskünfte:
montags bis donnerstags von
7.30 bis 16.00 Uhr,
freitags von 7.30 bis 12.00 Uhr
Landesgeschäftsstelle: Muhliusstraße 87 · 24103 Kiel · Tel. (04 31) 98 38 80 · Fax (04 31) 9 83 88-10
Seite 11
Erneut Freude bei fünf SoVD-Familien über gewonnene Tageskarten für den Hansa-Park
Willkommen in der größten Familie des Nordens!
Auch in den vergangenen drei Monaten schlossen sich wieder viele Familien dem SoVD Schleswig-Holstein an. Damit wurden sie Teil der größten Familie des Nordens. Unter allen Familien,
die im SoVD Mitglied werden, werden pro Quartal immer fünf ausgelost und mit Gutscheinen
für einen kostenlosen Tagesaufenthalt im Hansa-Park Sierksdorf beschenkt.
Familie Gerhardt aus Sierksfelde freute sich sehr über die
kostenlosen Hansa-Park-Tageskarten, die die Vorsitzende
des Kreisverbandes Herzog-
tum Lauenburg, Astrid Kosiolek (auf dem Foto re.), und der
Vorsitzende des Ortsverbandes
Nusse, Werner Fickbohm (2. v.
re.), überbrachten. Eingetreten
Familie Gerhardt freute sich sehr über den Gewinn.
Karten für den Hansa-Park gewann auch die Familie Kath.
in den SoVD war die Familie,
weil Mutter Nicoles Lebensgefährte Beratung im Rahmen
der Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente benötigte.
Auch Familie Kath aus Kiel
kam deshalb zum SoVD, weil
Mutter Michaela die Beratungsangebote des Verbandes nutzen
wollte. Die Hansa-Park-Karten übergaben die Vorsitzende
des Kreisverbandes Kiel, Jutta
Kühl (auf dem Foto re.), und der
Vorsitzende des Ortsverbandes
Kiel-Hassee-Russee, Horst
Kramberg (li.).
Große Begeisterung über
die Eintrittskarten herrschte
auch bei der Familie Wegener
aus Flintbek. Die Glücksboten
spielten hier der Vorsitzende des
Kreisverbandes RendsburgEckernförde, Dieter Scheidner
(hinten li.), und der Flintbeker
Ortsverbandsvorsitzende, Armin Arend (hinten re.).
Großen Anteil an der Mitgliedschaft der Familie Untiedt
aus Barsbek hatte ihr Ortsverbandsvorsitzender, Olaf Bieck
(li.). Seinem beharrlichen Werben konnte die Familie einfach
nicht widerstehen.
Außerdem gratuliert der
Landesverband ebenso herzlich auch der fünften Familie,
Familie Duchna aus Husum,
zum Gewinn der Hansa-ParkEintrittskarten.
Die Wegeners strahlten um die Wette über die kostenlosen Karten für den Freizeitpark – und über die kuscheligen Rolandbären.
Familie Untiedt freute sich auf den gemeinsamen Tag in Sierksdorf.
Erfolgreiche SoVD-Landesfrauenkonferenz in Büsum
Ein bunter Strauß von Frauenthemen
Die Landesfrauenkonferenz 2013 des schleswig-holsteinischen SoVD beschäftigte sich mit
einer Vielzahl von Themen, die für Frauen besonders interessant sind. Landesfrauensprecherin Jutta Kühl hatte kompetente Referentinnen und Referenten ins Erholungszentrum Büsum
eingeladen. Diese informierten die Teilnehmerinnen über Gesundheit, Pflege und Prävention,
Kriegskinder und Kriegstraumata sowie Lebensmittel und Ernährung.
Nachdem Ragnar Hoenig
vom Bundesverband die sozialpolitische Arbeit des SoVD
vorgestellt hatte, referierte Ste-
Info
Die Teilnehmerinnen der
Konferenz verabschiedeten eine Resolution zur Mütterrente,
die Sie auf S. 12 finden.
fan Kiendl von der Barmer Ersatzkasse über Kuren, Gesundheitskurse und Prävention.
Das bewegende Thema
„Kriegskinder und Kriegstraumata“ stand im Mittelpunkt
des Vortrages von Dr. Helga
Spranger, Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Vorsitzende
des Vereins „Kriegskind.de
e. V.“ (Nähres im Internet unter: www.kriegskind.de).
Abgerundet wurde die Konferenz durch das Referat „Lebensmittel und Ernährung
– Klarheit und Wahrheit!?“
von Gudrun Köster, Referatsleiterin der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, sowie
durch die Präsentation des Modellprojektes „Familiale Pflege“; Hanna von Bruinehsen,
Pflegetrainerin am Städtischen
Krankenhaus Kiel, stellte das
Projekt vor.
Landesfrauensprecherin Jutta Kühl dankte Stefan Kiendl von
der Barmer Ersatzkasse für seinen interessanten Vortrag.
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Seite 12
Nr. 1 / Januar 2014
Beratungsangebote der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein
Telefonaktion
Infos zu Heimvertrag oder Strom
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein informiert regelmäßig und unabhängig zu Themen aus verschiedenen Bereichen – wie etwa Finanzen, Energie, Wohnen, Gesundheit und Pflege.
Zwei aktuelle Beratungen stellt die SoVD-Zeitung hier vor.
Keine Schuldbeitritte
in Heimverträgen
Foto: Rainer Pregla / Kieler Nachrichten
Unter dem Titel „Besser versichern“ organisierten die Kieler Nachrichten eine große Telefonaktion. Fragen aus dem
Bereich des Sozialrechts beantwortete Ulrich Lakmann (re.),
Rechtsschutzsekretär beim SoVD Schleswig-Holstein.
Kooperationspartner des SoVD
Tolle Theatererlebnisse
SoVD-Mitglieder haben die Möglichkeit, Theaterkarten zum
günstigen Volksbühnenpreis zu kaufen. Für Ausflüge der Ortsverbände bietet die Volksbühne einen besonderen Service.
Opernhaus Kiel
Madame Butterfly, Oper von
Giacomo Puccini um Gegensätze zwischen japanischer und
amerikanischer Gesellschaft.
Termine: 11.1., 20 Uhr; 28.1.,
19.30 Uhr; 31.1. und 14.2., je 20
Uhr. Preise: 12 bis 39,90 Euro.
Tristan und Isolde, Musikdrama von Richard Wagner
nach der Sage um König Artus.
Termine: 2.2., 16 Uhr; 1.3., 17
Uhr; 23.3., 17 Uhr. Preise: 12
bis 39,90 Euro.
Orpheus in der Unterwelt,
Operette von Jacques Offenbach, die die griechische Sage
„Orpheus und Eurydike“ persifliert. Termine: 20.2., 20 Uhr;
25.2., 19.30 Uhr; 22.3., 20 Uhr.
Preise: 16,50 bis 49,90 Euro.
SoVD-Mitglieder erhalten dank der Kooperation
vergünstigte Karten: Sie
nennen die SoVD-Kooperationsnummer 68 00 29 39
und bestellen direkt bei
der Volksbühne. Die Karten kommen auf Rechnung
per Post oder Sie holen sie
ab: Volksbühne Kiel e. V.,
Rathausstraße 2, 24103
Kiel. Kontakt: Susanne
Reimer und Monika Wolff,
Tel.: 0431 / 9 82 78 90, Fax:
0431 / 97 04 71, E-Mail:
volksbuehne-kiel@t-online.
de. Geschäftszeiten: wochentags 10–13 Uhr, donnerstags auch 15–18 Uhr.
Schauspielhaus Kiel
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Untreue und Rassismus. Inszenierung: Daniel Karasek, Generalintendant. Termin: 14.3., 20 Uhr. Preise: 7,70 bis 23,50 Euro.
The Rocky Horror Show, Kultmusical von Richard O’Brian.
Termine nach Nachfrage. Preise: 9,50 bis 28,90 Euro.
Theaterbus nach Hamburg
Willy Brandt – Die ersten 100 Jahre, Schauspiel von Michael Wallner mit Musik von Willy Daum (Kammerorchester und
Opernchor). Theater Lübeck – Großes Haus. Termin: 26.1., 18 Uhr.
Abfahrt: 16 Uhr ab Opernhaus Kiel. Preis: 59 Euro (inkl. Ticket
der Kategorie II, Busfahrt und Begleitung durch die Volksbühne),
Karte ohne Busfahrt: 33 Euro.
Weitere Termine aktuell im Internet: www.volksbuehne-kiel.de.
Auszeichnungen
Horst Burmester aus dem Ortsverband Kiel-Elmschenhagen
erhielt für seine 20-jährige ehrenamtliche Funktionärstätigkeit
den SoVD-Ehrenschild. Der Vorstand gratuliert herzlich zu der
Auszeichnung.
In manchen Verträgen mit
Pflegeeinrichtungen findet sich
eine Beitrittserklärung, in der
Angehörige oder Betreuer / -innen unterschreiben sollen, dass
sie für Verbindlichkeiten des
Pflegebedürftigen gegenüber
der Einrichtung haften. Solche Schuldbeitritte haben
in den Verträgen nichts
zu suchen!
Nach aktueller
Rechtsprechung
umgeht eine derartige
Praxis
die Regelungen
des Wohn- und
Betreuungsvertragsgesetzes für
Sicherheitsleistungen – und ist
somit verbraucherrechtswidrig. Zudem
versetzt die Klausel
Pflegebedürftige in die gesetzeswidrige Drucksituation,
dass sie Dritte veranlassen sollen, solch eine Erklärung abzugeben.
Weitere Fragen aus dem
Bereich des Wohn- und Betreuungsvertragsgesetzes beantworten Fachberatende der
Verbraucherzentrale montags
und mittwochs von 9 bis 14 Uhr
und dienstags von 13 bis 18 Uhr
unter der bundesweiten Telefonnummer: 01803 / 66 33 77.
Strom sparen
durch Energieberatung
Die Strompreiserhöhung
ist jedes Jahr wieder ein heiß
diskutiertes Thema. Die neue
EEG-Umlage steigt um knapp
einen Cent auf 6,3 Cent / kWh.
Es wird noch lange dauern, die
Kosten für erneuerbare Energien gerecht zu verteilen.
Eine kurzfristige Entlastung
können Verbraucherinnen und
Foto: M. Schuppich / fotolia
Die
Verbraucherzentrale
Schleswig-Holstein berät, wie
sich im Haushalt am besten
Energie einsparen lässt.
Verbraucher erreichen, indem
sie ihren Strombedarf reduzieren. Doch die meisten wissen
gar nicht, wie viel Strom sie
jährlich verbrauchen und wo
sie sparen können.
Sehr gute Verbrauchswerte für einen Einpersonenhaushalt sind weniger als 900
kWh / Jahr; für einen Zweipersonenhaushalt weniger als 1500
kWh / Jahr. Für einen Durchlauferhitzer rechnet man 500
kWh pro Person im Jahr hinzu.
Alle, die mehr verbrauchen,
sind nun aufgerufen, sich am
Wettbewerb „stromabwärts!“
zu beteiligen, Internetseite:
www.stromabwaerts.de. Bei
einer Reduzierung des Stromverbrauchs um mehr als zehn
Prozent gibt es wertvolle
Preise zu gewinnen. Die
Energieberaterinnen
und -berater der Verbraucherzentrale
helfen dabei: Sie
ermitteln die Ursachen des hohen
Stromverbrauchs
in einem persönlichen Gespräch,
verleihen kostenlos Strommessgeräte oder kommen zum
Energie-Check in die
Wohnung. Dort geben
sie Tipps und schriftliche
Handlungsempfehlungen. Die
Energieberatung ist für Leistungsempfängerinnen und
-empfänger (zum Beispiel bei
Bezug von Sozialhilfe) übrigens komplett kostenfrei.
Info
Nähere Informationen gibt es
direkt bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, Andreas-Gayk-Straße 15, 24103
Kiel, Tel.: 0431 / 5 90 99 40, EMail: [email protected] oder online
unter: www.vzsh.de.
Resolution zur Mütterrente
Die Frauen im SoVD fordern alle schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten auf, sich für die Gleichbehandlung aller Mütter bei der
Anrechnung der Kindererziehungszeiten einzusetzen.
Mit der Erfüllung der Forderung nach der Gleichbehandlung aller Mütter kann
eine große Gerechtigkeitslücke in unserem Rentensystem
geschlossen werden. Bisher ist
es so, dass Kindererziehungszeiten ungleich berücksichtigt werden. Für Kinder, die
vor 1992 geboren wurden, erhält der erziehende Elternteil
ein Rentenjahr (ca. 28 Euro / 1
Entgeltpunkt) zusätzlich, für
Kinder, die nach 1992 geboren
wurden, sind es drei Rentenjahre (ca. 84 Euro / 3 Entgeltpunkte). Diese Ungerechtigkeit
ist nicht hinnehmbar. Es ist
nicht einzusehen, warum uns
die Erziehung „älterer“ Kinder
weniger wert sein soll als die Erziehung „jüngerer“ Kinder. Wir
fordern eine Gleichbehandlung.
Grundsätzlich müssen die
Kindererziehungszeiten nach §
177 SGB VI, Satz 2 aus Steuermitteln finanziert werden.
Die Gleichbehandlung aller
Mütter ist nicht nur unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten
dringend geboten, sie trägt auch
dazu bei, die Altersarmut, unter der vor allem Rentnerinnen
leiden, die Kinder erzogen haben, etwas abzumildern.
Der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für kinderlose
Frauen lag im Jahr 2012 bei
651 Euro, während Mütter von
vier Kindern nur 456 Euro bekamen. Vor dem Hintergrund
der sinkenden Geburtenrate
in unserem Land und deren
Folgen für die demografische
Entwicklung sind diese Zahlen einfach nur beschämend.
Kinder sind unsere Zukunft.
Dies gilt auch für das Rentensystem.
Deshalb: Jetzt handeln, die
Mütter gleichbehandeln und
damit für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen!
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Nr. 1 / Januar 2014
Seite 13
Aus den Kreis- und Ortsverbänden
Kreisverband Herzogtum Lauenburg
Kreisverband Herzogtum
Lauenburg
Schon traditionell ist der
Kreisverband Herzogtum Lauenburg einer der wichtigsten
Förderer des Rollstuhlbasket-
ball-Teams „Nusse Rams“. Bereits im vierten Jahr profitiert
die Mannschaft von der Spendenbereitschaft der SoVD-Mitglieder sowie vom Engagement
von Astrid und Isabel Kosio-
Ortsverband Kronshagen
lek. „Wir sind froh und dankbar für diese Unterstützung“,
freute sich denn auch Trainer
Bernd Eickemeyer. Zusammen
mit Patrick Gädicke, für den
von dem Geld ein gebrauchter Sportrollstuhl angeschafft
werden soll, nahm er den Spendenscheck über 1500 Euro entgegen.
Ortsverband Aventoft
gen an. Stattdessen amüsierten
sich die Mitglieder bei Spielen
und bei anderem Spaß.
Ortsverband Glinde
Ein Oktoberfest in Schleswig-Holstein? Der Ortsverband
Glinde zeigte, wie es geht!
Ortsverband Geesthacht
Seit 65 Jahren ist Erika Junga SoVD-Mitglied. Zu diesem
Anlass bekam die rüstige Dame Besuch vom Geesthachter
Ortsvorsitzenden Uwe Goldenbaum, der einen großen
Präsentkorb im Gepäck hatte.
Ortsverband Kronshagen
Frank Nehls ist neuer Vorsitzender im Ortsverband Kronshagen. Er löst Gisela Mix ab,
die nicht mehr zur Wahl antrat.
Ortsverband Wahlstedt
Ortsverband Aventoft
Wieder einmal eine tolle Aktion gab es in Aventoft: Erstmals veranstaltete der Ortsverband eine Halloween-Party
für größere Kinder. Unter der
Leitung von Angela Andresen
und den Vorstandmitgliedern
Gudrun Ingwersen und Petra
Lenius-Hemstedt amüsierten
sich die „gruselig“ verkleideten
Kids großartig.
Ortsverband Reher
Auf der Versammlung in
Reher wurden langjährige
Mitglieder und Funktionäre
ausgezeichnet. Dazu gehörten
auch Inge Janke für zehn sowie
Gerda Schnack und Christa
Köthner für fünf Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit.
Ortsverband Uetersen
Ortsverband Glinde
Ortsverband Wahlstedt
Auf der 65-Jahr-Feier in
Wahlstedt begrüßte die Vorsitzende Jutta Sielaff neben vielen
Ehrengästen auch das 500. Mitglied des Ortsverbandes, Carmen Bach. Außerdem zeichneten Sielaff (auf dem Foto re.) und
die Kreisvorsitzende Marlies
Ihrens (4. v. re.) etliche langjährige Mitglieder für ihre Treue
zum SoVD aus. Darunter war
Jutta Bartsch, die seit zehn Jahren im Ortsverband die Kasse
verwaltet.
Ortsverband Uetersen
Auf der Mitgliederversammlung in Uetersen standen diesmal keine Wahlen oder Ehrun-
Fünf SoVD-Mitglieder aus Kiel testeten das famila-Angebot.
Ortsverband Kiel-Kronsburg zu Gast bei famila
Kooperation getestet
Fünf Damen aus dem Ortsverband Kiel-Kronsburg – darunter
Vorsitzende Telse Leps – statteten dem örtlichen famila-Markt
einen Besuch ab und nutzten dabei das Angebot des Kooperationspartners des SoVD Schleswig-Holstein, famila-Nordost.
Bei Vorlage des Gutscheins
aus dem Kooperationsflyer und
eines famila-Kassenbons über
einen Einkauf von mindestens
25 Euro erhalten SoVD-Mitglieder in den Bäckereien der
famila-Warenhäuser eine kostenlose Tasse Kaffee. Warum
also nicht das Notwendige mit
dem Angenehmen verbinden,
sagten sich die SoVDlerinnen
aus Kiel-Kronsburg – und probierten es einmal aus.
Der rechts abgebildete Kooperationsflyer des SoVD, der
unter anderem den familaKaffeegutschein enthält, wird
zweimal pro Jahr unserer
Zeitung „SoVD – Soziales im
Blick“ beigelegt. Außerdem
können die Flyer in den SoVDKreisgeschäftsstellen im ganzen Land abgeholt werden.
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Seite 14
Nr. 1 / Januar 2014
Unsere Ortsverbände stellen sich vor
Mitglieder werben
Mitglieder
Getreu unserem Motto „Gemeinsam sind wir bärenstark“
nehmen wir ständig neue Mitglieder in unsere Gemeinschaft auf. Der Sozialverband Deutschland e. V. (SoVD) hat
in Schleswig-Holstein bereits über 120 000 Mitstreiterinnen
und Mitstreiter.
Auch für das neue Jahr 2014 lautet unser Wahlspruch
weiterhin:
Stark und kompetent – ein Sozialverband, der hilft.
Werden Sie Mitglied!
Unser Ziel ist, eine noch stärkere Gemeinschaft von sozialpolitisch interessierten Menschen in Schleswig-Holstein
zu werden. Der SoVD überzeugt durch sein leistungsstarkes Angebot, durch die persönliche Arbeit seiner ehren- und
hauptamtlichen Mitarbeiter / -innen sowie durch sein unermüdliches Engagement für soziale Gerechtigkeit.
Werben Sie mit dem Scheckheft fünf neue Mitglieder und
gewinnen Sie eine Woche Urlaub in Büsum!
Für ihren großartigen Einsatz in der Mitgliederwerbung
können jeden Monat sieben Werberinnen und Werber einen
einwöchigen, kostenlosen Aufenthalt in unserem NordseeErholungszentrum in Büsum gewinnen.
Das sind die Gewinner / -innen des Monats Dezember 2013:
•Gudrun Koop (Kreisverband Herzogtum Lauenburg)
•Gabriele Rump (Kreisverband Kiel)
•Norbert Hinz (Kreisverband Lübeck)
•Norbert Schlichting (Kreisverband Neumünster)
•Magerete Pagel (Kreisverband Nordfriesland)
•Brigitte Nitschmann (Kreisverband Ostholstein)
•Bernd Stoldt (Kreisverband Pinneberg)
Volle Scheckhefte eingereicht haben in diesem Monat:
Renate Rickers, Gerda Lorenzen, Astrid Kosiolek,
Werner Hamm, Manfred Haese, Matthias Abandowitz,
Joachim Wiese, Erich Schierle, Christa Möller, Bruno
Michalek, Birgit Bünning, Horst Burmester, Reimer
Borchers, Gesa Walther, Edgar Wulf, Gisela Thomsen,
Rolf Schönebeck, Ludger Kockmeyer, Helga Kales,
Lothar Flauger, Joachim Dikty, Astrid Carstens, Volker
Schladetsch und Bärbel Paulsen.
Der Landesvorstand dankt allen, die so engagiert und erfolgreich für den Verband neue Mitglieder gewonnen haben.
Bitte denken Sie daran, auch den Namen der oder des Werbenden auf der Beitrittserklärung zu vermerken! Nur so können
Sie zu den Gewinnern / -innen des kostenlosen Aufenthaltes
in Büsum gehören.
Nachruf
In unserem Landesverband verstarben:
Sophie Jäger
(langjährige stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes
Friedrichskoog / Kreisverband Dithmarschen)
und
Uwe Ewald
(ehemaliges langjähriges Vorstandsmitglied im
Ortsverband Kiel-Wik / Kreisverband Kiel).
Wir werden den Verstorbenen
ein ehrendes Gedenken bewahren.
„Die Leute kommen gerne zu uns“
In Giekau und Umgebung leben rund 2000 Menschen. 274 davon, also mehr als zehn Prozent,
sind Mitglieder im SoVD. Diese bemerkenswerten Zahlen sind das Ergebnis der hervorragenden Arbeit des örtlichen SoVD, der unter Führung der Ortsverbandsvorsitzenden Dörte Vedder
immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort hat.
Dabei kann sich Vedder der
uneingeschränkten Unterstützung ihrer Vorstandskolleginnen und -kollegen sicher sein:
„Wir sind eine ausgesprochen
positive Gruppe und deshalb
kommen die Leute gerne zu
uns“, betont Schatzmeister
Dieter Hartmann.
Die Angebotspalette des
Ortsverbandes Giekau reicht
von Tages- und Halbtagesfahrtenfahrten über Infoveranstaltungen bis zu geselligen Treffen wie etwa dem Frühlingsfest
oder der weihnachtlichen Jahresabschlussversammlung.
Der absolute Höhepunkt im
Programm ist die schon traditionelle Kurfahrt nach Polen,
bei der auch Gäste immer willkommen sind. Diese Reisen organisiert Dieter Hartmann, der
perfekt Polnisch spricht und
sich stets über regen Zuspruch
freuen kann: „Wir sind immer
ausgebucht. Unsere Mitglieder
melden sich schon weit im Voraus an“, freut sich Hartmann.
Großen Wert legt der Vorstand auch auf die Mitgliederbetreuung. Geburtstagskinder
werden ab dem 75. Ehrentag
persönlich besucht, vom 80. an
sogar jährlich. Zu runden Geburtstagen gibt es einen kleinen
Blumenstrauß.
Um den Kontakt zu den Mitgliedern zu halten und auszubauen, stellen sieben Austrä-
Der „harte Kern“ des Ortsverbandsvorstandes in Giekau, v. li.:
die stellvertretende Vorsitzende Christel Krohn, der Schatzmeister Dieter Hartmann und der Vorsitzende Dörte Vedder.
gerinnen und Austräger die
Verbandszeitung persönlich
zu. Außerdem ist es für den
Ortsverbandsvorstand „selbstverständlich, für Mitglieder,
die nicht mehr selbst zur Beratung in die Kreisgeschäftsstelle gelangen können, einen
Fahrdienst zur Verfügung zu
stellen“, betont Dörte Vedder.
Das nebenstehende Scheckheft ist bestellbar in der
SoVD-Landesgeschäftsstelle,
Muhliusstraße 87, 24103 Kiel.
Für fünf geworbene Mitglieder
wählen Sie Ihre Prämie: einen
Fleurop-Blumengutschein, ein
Schreibset, einen Funkwecker
oder einen Arko-Gutschein.
Ausflug der SoVD-Jugend Schleswig-Holstein
Im Miniatur-Wunderland
Gemeinsam verbrachte die SoVD-Jugend Schleswig Holstein einen schönen und ereignisreichen Tag in Hamburg. Dort besuchte die Gruppe das Miniatur-Wunderland, das sogenannte
„MiWuLa“, und konnte ganze Welten im Modell bestaunen und erkunden.
Im „MiWuLa“ gab es die
größte digital gesteuerte Modellbahn-Anlage der Welt zu
bewundern. Die mitgereisten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Reihen der SoVDJugend waren beeindruckt von
der Liebe zum Detail, mit der
die ganze Anlage aufgebaut
wurde. Zudem zauberte der
inszenierte Wechsel von Tag
und Nacht mit den vielen bunten Lichtern eine ganz eigene
Atmosphäre.
Nachdem man insgesamt
drei Stunden in der riesigen
Anlage zugebracht hatte, waren alle erschöpft von dieser
„Mini-Weltreise“. Gleichzeitig
aber blieb allen ein unvergessliches, gemeinsames Erlebnis.
Landesjugendvorsitzender Sebastian Freese (re.) hatte den Ausflug vorbildlich organisiert.