Studium - Verwaltung

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Studium - Verwaltung
Mein Auslandssemester in Argentinien
Als ich mich entschloss, den Studienplatz an der ESEADE in Buenos Aires anzunehmen, war
ich sehr aufgeregt.
Meine Spanischkenntnisse waren zu diesem Zeitpunkt eher gering ausgeprägt und so
entschloss ich mich, einen Intensivspanischkurs vor Ort zu besuchen. Günstiger ist es
natürlich, wenn man direkt bei der Sprachschule bucht und nicht eine Agentur dazwischen
schaltet.
Gute Erfahrung habe ich mit „Into Words“ gemacht, dennoch empfehle ich nicht, über diese
Sprachschule auch eine Unterkunft zu buchen, da die Preise viel zu hoch sind und die Qualität
zu wünschen lässt.
Die Schule an sich, ist jedoch professionell und man lernt in kleinen Gruppen bis zu 4
Personen in einem angenehmen Umfeld..
Die Wohnungssuche erwies sich als relativ schwierig. Achtet drauf, dass in der WG Besucher
erlaubt sind, oft muss man vorher Bescheid sagen, wenn man Besuch erwartet oder es ist per
se verboten jemanden mit nach Hause zu bringen.
Die Studentenwohnheime sind unglaublich teuer. Die Universität ist in Palermo und ich
würde auch jedem empfehlen sich dort ein Zimmer (nicht zu empfehlen ist „The Bowie“!!!)
zu nehmen. (nicht zu empfehlen ist „The Bowie“!!!) Die Gegend ist sicher und man ist nicht
auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, die zu Stoßzeiten hoffnungslos überfüllt sind.
Der Argentinier streikt auch mal sehr gerne. Zu meiner Zeit vielen oft die U Bahnen oder der
Großteil der Busse aus. Desweiteren ist die Infrastruktur nicht für andauernden Regen
geschaffen, dass betrifft meistens die U Bahn, aber auch einige Buslinien, die dann nicht mehr
fahren.
In Palermo befinden sich viele Bars sowie Clubs und wird eher von Touristen und reichen
„Porteños“ bevorzugt. Wenn man jedoch das ursprüngliche Buenos Aires kennen lernen
möchte, sollte man nach San Telmo, obwohl dort auch viele Touristen leben, oder Boedo
(realtiv günstig) ziehen.
Nicht zu empfehlen sind unter anderen Constitución, La Boca, Monserrat, Retiro, Flores,
obwohl es auch dort auf die Straße anbekommt in der man wohnt.
Ich habe zuletzt in San Telmo gewohnt und es hat mir sehr gut gefallen.
Das Leben in Buenos Aires ist teuer, vergleichbar mit den Preisen hier in Köln. Kleidung ist
dort teurerer und qualitativ schlechter als in Deutschland. Die hohe Inflation hat dazu geführt,
dass die Preise dort dem deutschen Standard gleichzusetzen sind.
Jedoch kann man Geld sparen, wenn man auf die Märkte einkaufen geht, in Palermo z.B. ist
jeden Samstagmorgen ein Markt, dort sollte man für die ganze Woche einkaufen.
Buenos Aires bietet ein kulturelles, vielfältiges Angebot.
Nachts sollte man etwas vorsichtiger sein und am besten immer in einer Gruppe unterwegs
sein, aber auch hier kommt es natürlich auf die Straße an, befinden sich dort Nachtclubs,
Restaurants oder Bars hat man keine Probleme, auch nicht als Frau.
Man muss eine gewisse Vorsicht walten lassen mit den Taxis, man gibt den Touristen den
Ratschlag mit, immer ein Taxi telefonisch zu vorzubestellen.
Ich habe mich nicht immer daran gehalten und mir ist nie etwas passiert, jedoch würde ich
nachts alleine dort in kein Taxi von der Straße steigen.
Man sollte jedoch auch tagsüber, nachdem man beim Geldautomaten war, nicht direkt in ein
Taxi steigen, sondern erst mal um ein oder zwei Ecken laufen und dann ein Taxi nehmen.
Am Flughafen auf gar keinen Fall in ein Taxi steigen ohne Lizenz.
Man muss sehr vorsichtig mit seiner Kreditkarte sein. Niemals die Kreditkarte in einem
Restaurant dem Kellner mitgeben. Beim Abholen von Geld von einem Automaten immer
schauen, ob der Automat nicht eventuell präpariert worden ist, um die Daten zu kopieren.
Alle zwei Tage den Kontostand überprüfen und ich würde empfehlen eine zweite Kreditkarte
wenn möglich mitnehmen, da das Kopieren von Daten von Bankkarten in Südamerika leider
sehr häufig vorkommt. Wenn dort die Kreditkarte gesperrt ist, ist es schwierig an Geld zu
kommen. Dieses Problem vorher mit der Bank besprechen und fragen, in wie weit man da
versichert ist. Mir wurden so 2500 € vom Konto abgehoben und in meinem Bekanntenkreis
wurde ebenfalls drei solche Fälle gemeldet.
In Argentinien ist es nicht möglich Fremdwährung zu bekommen, daher blüht der
Schwarzmarkt. Ich würde so viele US Dollars mitnehmen, wie ihr euch sicher fühlt und dort
mit den Vermieter einen fairen Umrechnungskurs verhandeln, orientiert euch an der „Blue
Rate“ den inoffiziellen Umrechnungskurs von US Dollars und Arg. Peso. Zu finden im
Internet oder in der Zeitung.
Man kann dort auch in halb offiziellen Wechselstuben den Dollar gegen den Peso tauschen,
der Kurs ändert sich täglich. Nicht zu empfehlen ist das Wechseln auf der Straße.
Ich empfehle die Einreise nach Argentinien mit einem Touristenvisum, welches dann drei
Monate gültig ist, um es zu verlängern reicht es das Land zu verlassen und wieder einzureisen
und man hat weitere drei Monate. Zum Glück ist Uruguay nur eine Stunde mit dem Boot
entfernt, ein Ausflug lohnt sich, dort kann man dann auch bei Bedarf an den Geldautomaten
US Dollar bekommen.
Fliegen in Argentinien ist sehr teuer und ich kann nur die Busunternehmen
(http://www.plataforma10.com/) empfehlen. Wenn man längere Strecken zurücklegt würde ich
„Servicio Cama Ejecutivo“ empfehlen, erkundigt euch aber was es genau heißt, da jedes
Busunternehmen es anderes definiert und daher der Service und Komfort variiert. Zieht euch
warm an, da die Klimaanlage auf Hochtour laufen wird.
Was ihr unbedingt gesehen haben müsst ist Igúazu, ich empfehle 4 Tage dafür einzuplanen
und die Parks ohne Führung zu besuchen, falls eine Führung gewünscht wird, über das Hotel
buchen, da es so am günstigsten ist.
Plant genug Zeit zum Reisen ein und macht einen Abstecher nach Chile.
Südamerika ist eindrucksvoll, lebendig und atemberaubend.
Bs As
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Salta
Jacha
l
Jujuy
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Salta