Jahrbuch Ежегодник

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Jahrbuch Ежегодник
Jahrbuch
2012
Ежегодник
Deutsche Bank
deutsche-bank.de
Nur eine starke Bank
kann ein guter Partner sein.
Wachstum und das große Potential Zentral- und Osteuropas sind
wesentliche Faktoren für das Engagement der Deutschen Bank
in der Region. Unsere Präsenz in zwölf Ländern ist zugleich ein
Bekenntnis zu den Finanzmärkten in Mittel- und Osteuropa.
Wir sind seit 14 Jahren in Turkmenistan vertreten und unterstützen
mit strategischer Kompetenz und detaillierter Branchenkenntnis
Firmenkunden bei der Erschließung des Marktes.
Kontaktdaten unserer
Repräsentanz in Turkmenistan:
Deutsche Bank AG
Prospekt Magtymguly 141/1
Ak Altyn Hotel, Office 210
Ashgabat, Turkmenistan
Tel.: +993 12 363512
Grußwort
von Dr. Philipp Rösler
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
für die 2. Ausgabe des „Deutsch-Turkmenischen Wirtschaftsjahrbuches“
______________________________________________________________________
Vor einem Jahr - am 30. November 2011 - fand in Aschgabat der erste Tag der Deutschen
Wirtschaft statt. Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben diese Veranstaltung besucht
und dort neue Kontakte geknüpft, Erfahrungen ausgetauscht sowie Chancen für gemeinsame
Projekte ausgelotet. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie war vor Ort
mit einer eigenen Delegation vertreten.
Die Ausrichtung dieses Wirtschaftstags war ein wichtiger Meilenstein für die weitere Vertiefung
unserer bilateralen Handels- und Investitionsbeziehungen. Die positive Resonanz auf diese
Veranstaltung zeigt: Es gibt sowohl auf turkmenischer als auch auf deutscher Seite ein starkes
und ungebrochenes Interesse an gemeinsamen Projekten.
Mir ist es ein wichtiges Anliegen, diese bilaterale Zusammenarbeit weiter nach Kräften zu
unterstützen. In den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Turkmenistan liegt viel
Potenzial. Allein im letzten Jahr stieg der deutsche Export nach Turkmenistan um 18 Prozent auf
307 Mio. Euro. Bei der Entwicklung und Diversifizierung der turkmenischen Wirtschaft können
deutsche Unternehmen auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten. Insbesondere der
Infrastruktur- und Energiebereich bietet für eine verstärkte wirtschaftliche Kooperation beste
Perspektiven.
1
Auf Regierungsebene haben wir die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit in den letzten Jahren
bereits deutlich intensiviert. Auf den Gebieten Gesundheitswesen und Umweltschutz sind die
Verhandlungen
so
weit
vorangekommen,
dass
wir
gemeinsam
entsprechende
Absichtserklärungen unterzeichnen konnten. Der weitere Ausbau unserer bilateralen
Wirtschaftsbeziehungen
steht
auch
im
Mittelpunkt
der
deutsch-turkmenischen
Regierungsarbeitsgruppe „Wirtschaft und Handel“, die im Frühsommer zum dritten Mal getagt
hat. Für mich steht hier vor allem das Ziel im Vordergrund, konkrete Wirtschaftsprojekte von
deutschen wie auch turkmenischen Unternehmen voranzutreiben und ein verbessertes
Wirtschafts- und Investitionsumfeld zu schaffen. Auch das Managerfortbildungsprogramm des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, das wir vor kurzem bis zum Jahr 2014
verlängert haben, ist ein voller Erfolg. Seit Programmbeginn vor vier Jahren haben sich etwa 100
turkmenische Manager in Deutschland fortgebildet. Damit schaffen wir gemeinsam eine solide
Basis für einen lang anhaltenden und fruchtbaren wirtschaftlichen Austausch unserer beider
Länder.
Die deutsch-turkmenischen Wirtschaftsbeziehungen sind auf dem richtigen Weg. Das ist nicht
zuletzt auch das Verdienst der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien, der ich für
dieses Engagement ausdrücklich danke. Ihr Einsatz hat es auch möglich gemacht, dass der Tag
der Deutschen Wirtschaft in Turkmenistan nunmehr zum zweiten Mal stattfinden kann. Dafür
viel Erfolg!
Das vorliegende Wirtschaftsjahrbuch gibt einen guten Überblick über den Stand der deutschturkmenischen Partnerschaft und die einzelnen Geschäftsfelder. Lassen Sie uns auf dieser guten
Grundlage weiter aufbauen!
Ihr
2
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______________________________________________________________________
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3
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4
Botschaft
der Bundesrepublik Deutschland
Aschgabat
Liebe Teilnehmer des Zweiten Tags der Deutschen Wirtschaft in Turkmenistan,
ich übermittle Ihnen allen meine herzlichen Glückwünsche. Turkmenistan entwickelt sich schnell
und weckt zu Recht das Interesse der deutschen Unternehmen. Das kräftige Wirtschaftswachstum
fußt vor allem auf der expandierenden Öl- und Gaswirtschaft, in der auch deutsche Unternehmen
engagiert sind. Wie sehr die Entwicklung des Landes von dieser Entwicklung profitiert, zeigen
viele ehrgeizige Bauprojekte, nicht nur Büro- und Wohnkomplexe, sondern auch umfangreiche
Infrastrukturvorhaben. Drei der bestehenden Flughäfen sollen erneuert werden, und ein deutsches
Unternehmen hat dabei die Bauleitung übernommen. Weitere drei Flughäfen sind geplant. Der
Hafen Turkmenbaschi am Kaspischen Meer wird unter Beteiligung deutscher Unternehmen
ausgebaut; Verbindungs-straßen und Stromversorgungsanlagen der Hauptstadt Aschgabat
werden erneuert und erweitert. High-Tec und Know-how deutscher Unternehmen leisten zur
Entwicklung und Diversifizierung der turkmenischen Wirtschaft einen wichtigen Beitrag. Viele von
ihnen haben Repräsentanzen oder Niederlassungen im Lande eröffnet. Zum Tag der Deutschen
Wirtschaft werden weitere deutsche Geschäftsleute anreisen.
Die deutsch-turkmenischen Beziehungen haben sich in den 21 Jahren der Unabhängigkeit des
Landes erfreulich entwickelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Berdymuchamedow
pflegen einen sehr engen, vertrauensvollen Dialog und gestalten die politischen und
wirtschaftlichen Beziehungen. Die beiden Außenministerien führen regelmäßig Konsultationen
durch und unterstützen die Unternehmen durch die 2009 gegründete Regierungsarbeitsgruppe
Wirtschaft und Handel unter dem gemeinsamen Vorsitz von Dr. Karl-Ernst
Brauner/Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und Raschid Meredow/Außenminister
Turkmenistans. Die bundeseigene Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist
insbesondere mit Projekten im Bereich Umwelt- und Naturschutz engagiert. In der Bildungs- und
Kulturarbeit sind an herausgehobener Stelle zwei DAAD-Lektoren tätig, unter anderem bei der
sprachlichen Vorbereitung turkmenischer Fachärzte für einen Aufenthalt in Deutschland. Die
Entsendung der Fachärzte wurde von Präsident Berdymuchamedow initiiert und wird vom
Bundesgesundheitsministerium gefördert. Die Einrichtung eines Sprachlernzentrums in Aschgabat
in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut ist geplant. Qualifizierte Schulen mit Deutsch als
Schwerpunkt werden vom Goethe-Institut gefördert.
Ich danke der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien und allen Mitwirkenden für die
Organisation dieses Zweiten Tages der Deutschen Wirtschaft und wünsche den Teilnehmern viel
Erfolg, neue Kontakte und aufschlussreiche Eindrücke. Uns allen wünsche ich gutes Gelingen.
Ihr Wolfgang Brett
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Turkmenistan
5
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6
Wirtschaftstrends Turkmenistan zum Jahreswechsel 2012/13
Dr. J. Uwe Strohbach, Aschgabat
Aschgabat (gtai) - Turkmenistans zentral gelenkte Wirtschaft legt wieder zweistellig
zu. Wachstumsträger sind die Gasexporte, rege Investitionen und das florierende
Baugeschäft. Die Umsetzung mittelfristiger gesamtstaatlicher und erstmals auch
regionaler Programme für den Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur, des
Agrarsektors und der Industrie verprechen wachsende Geschäftschancen. Die
Rahmenbedingungen für private unternehmerische Initiativen sind jedoch in dem
gasreichen Land weiterhin schwierig. Dennoch kann sich in einer Reihe von Sektoren
ein Engagement lohnen.
Gesamtwirtschaftlicher Ausblick
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
Die Wirtschaft Turkmenistans kann seit der Jahrtausendwende auf eine im Trend positive
Entwicklung zurückblicken. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich 2000 bis 2011 nach
offiziellen Angaben von 5,0 Mrd. US$ auf 25,7 Mrd. US$ mehr als verfünffacht. Im Schnitt
legte es in den letzten fünf Jahren (2007 bis 2011) um jährlich real 10,3% zu. Das Wachstum
basiert auf drei Säulen, und zwar auf der Belebung der Gasexporte einschließlich
günstiger Ausfuhrpreise, auf steigenden Investitionen und auf regen Bauaktivitäten. Die
Erlöse aus dem Gasexport stehen für gut vier Fünftel der Staatseinnahmen.
Das für 2011 und das 1. Halbjahr 2012 gemeldete zweistellige BIP-Wachstum von
14,7% und 11,1% weist darauf hin, dass die zentralasiatische GUS-Republik einen
2009 erlittenen Rückschlag endgültig hinter sich gelassen hat. In jenem Jahr brach
die Gasförderung infolge des vom damaligen Hauptabnehmer Russland am 9.4.2009
verhängten Abnahmestopps auf 38,0 Mrd. cbm gegenüber 70,5 Mrd. cbm im Vorjahr ein.
Der russische Partner nahm nur 11,3 Mrd. cbm Gas gegenüber den für das Gesamtjahr
vereinbarten 42 Mrd. cbm ab (bis 2008 jährliche Abnahme von im Schnitt 45 Mrd. cbm
Gas für den Reexport nach Europa).
Wirtschaftliche Entwicklung 2010 bis 2013
BIP 3)
Import (cif) 4)
Investitionen 4)
Einzelhandel 4)5)
2010
9,2
-8,8
6,3
16,5
2011
14,7
38,5
23,2
15,3
2012 1)
10,0
40,0
32,0
14,5
2013 2)
11,5
15,0
28,0
14,8
1) Schätzung (Mittelwerte); 2) Prognosen (Mittelwerte); 3) reale Veränd. in %;
4) nominale Veränd. in %; 5) inklusive öffentliche Versorgung,
Quellen: Staatliches Komitee für Statistik, Regierungsangaben, interne Schätzungen und Prognosen
7
turkmenischer Ökonomen
Wirtschaftliche Eckdaten
Indikator
2010
2011
15,1
19,9
2.800
3.400
5,4
5,5
2,85
2,85
.Jahresdurchschnitt 4)
3,7622
3,9851
.Jahresende
3,7737
3,6902
BIP (nominal, Mrd. Euro)
1)
BIP pro Kopf (Euro, gerundete Werte)
Bevölkerung (Mio.)
2)
Wechselkurs (1 US$ = Turkmenistan-Manat/TMM)
3)
Wechselkurs (1 Euro = Turkmenistan-Manat)
1) Berechnung auf der Grundlage des jahresdurschnittlichen Wechselkurses und einer geschätzten
jahresdurchschnittlichen Einwohnerzahl von 5,45 Mio. (2010) und 5,50 Mio. (2011); 2) Angabe
beziehungsweise Schätzung der Weltbank (zum Vergleich 1990: 3,7 Mio.); Die offizielle Statistik gab die
Einwohnerzahl zuletzt mit 6,2 Mio. für 2009 an, hatte aber zuvor (Anfang 2007) eine interne Korrektur
von 6,7 auf 5,4 Mio. vorgenommen. Für 2010 und 2011 gibt es keine offiziellen Zahlen. Eine nationale
Volkszählung und Erfassung des Wohnungsfonds ist für den 15. bis 26.12.2012 geplant (Ergebnis der letzten
Volkszählung 1995: 4,48 Mio. Einwohner).; 3) fester Wechselkurs seit 1.1.2009; 4) eigene Berechnung auf
der Grundlage der Wechselkurse vom Monatsende
Quellen: Staatliches Komitee für Statistik, Weltbank, Zentralbank, eigene Berechnungen
Die zügige Überwindung der Probleme im Gasexport nach Russland ist das Ergebnis der
von der Regierung Turkmenistans verfolgen Diversifizierung der Gasexportwege. Mit der
Inbetriebnahme von gleich zwei neuen Pipelines Ende 2009/Anfang 2010 befreite sich das
Land aus der Abhängigkeit vom russischen Gashandel. Im Dezember 2009 ging die rund
7.000 km lange und gegenwärtig weiter ausgebaute Pipeline Turkmenistan - Usbekistan Kasachstan - VR China in Betrieb. Der auf Regierungsebene 2011 aktualisierte langfristige
Liefervertrag mit der VR China sieht künftig (nach 2015) eine jährliche Durchleitung von bis
zu 65 Mrd. cbm Gas an den chinesischen Abnehmer vor. Die Erlöse aus den Gasausfuhren
in die VR China bieten zwar vorerst noch keinen allzu großen Spielraum für das Auffüllen
der turkmenischen Staatskasse (Tilgung chinesischer Kredite und Bezahlung erbrachter
Vorleistungen durch chinesische Investoren), werden aber in der Perspektive mehr denn
je für die Realisierung von Projekten in anderen Wirtschaftssphären zur Verfügung stehen.
Am 6.1.2010 wurde das erste turkmenische Gas durch eine zweite in den Iran führende
Pipeline gepumpt (jährliche Durchleitkapazität: 12,5 Mrd. cbm). Unter Einschluss der 1997
in Betrieb genommenen Gasleitung Korpeje/Westturkmenistan - Kurt Kui/Nordiran könnten
pro Jahr bis zu 20 Mrd. cbm Gas in den Iran geliefert werden. Mit der Wiederaufnahme
der Gaslieferungen nach Russland Anfang 2010 hat sich auch das turkmenisch-russische
Gasgeschäft wieder normalisiert. In der Perspektive sollen diese Lieferungen einen Umfang
von jährlich bis zu 30 Mrd. cbm erreichen (2010 bis 2012: im Schnitt circa Mrd. cbm/Jahr).
Dank der neuen Pipelines legten die Gasförderung und -exporte 2010 und 2011 wieder
zu (Förderung/Export 2010: 47/23 Mrd. cbm; 2011: 66/40 Mrd. cbm nach 2009: 40/17
Mrd. cbm). Wieder steigende Deviseneinnahmen aus der Gasausfuhr (2011: +110% auf
11 Mrd. US$ gegenüber 2010; Prognose für 2012: +40 bis +50%), rege Investitionen im
Öl- und Gas-, Infrastruktur- und Bausektor und auch in der verarbeitenden Industrie (zum
Teil unter der Nutzung internationaler Kredite) bieten eine solide Grundlage für die künftige
Wirtschaftsentwicklung Turkmenistans. Die Ökonomen des IWF erwarten für 2013 einen
BIP-Zuwachs von 6,8% auf nominal 34,3 Mrd. US$ nach 7,0% im Vorjahr (29,9 Mrd. US$).
Die Experten der ADB prognostizieren für 2013 ein Plus von 9% nach 10,0% 2012.
Der Aufschwung der turkmenischen Wirtschaft steht außer Zweifel. Dennoch bedürfen
die offiziell gemeldeten Rahmendaten für die Makroökonomie und Branchenentwicklung
einer kritischen Betrachtung. Die spärlichen offiziellen Angaben beziehen sich in der Regel
auf prozentuale nominale Veränderungen ohne Hinweise auf absolute Volumina und
Preisindizes. Sie sind ebenso wie die wenigen publizierten realen Veränderungsraten oft in
8
RWE Dea
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RWE Dea is a top-performing company for the exploration and production of natural gas
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and production technologies as well as a diverse range of professional experience and know-how
acquired in 113 years of corporate history make RWE Dea a powerful company engaged in
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Safeguarding energy supplies, environmental protection and responsible decommissioning are
key objectives. RWE Dea is part of the RWE Group - one of Europe‘s biggest energy corporations.
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and the United Kingdom – day-to-day.
In light of ever-higher global demand and in an effort to expand its international upstream
position, RWE Dea follows a distinctive growth strategy and is investigating further business
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sich widersprüchlich, beschönigt und nicht selten „Nachbesserungen“ unterworfen. Wenig
vertrauenswürdig sind die gemelden Inflationsraten. Die Analyse realer Entwicklungstrends
wird auch dadurch erschwert, dass der Staat viele Wirtschaftssektoren stark subventioniert
und dass es für einige Waren staatliche festgesetzte Preisobergrenzen gibt.
Mit großer Reserve sind auch die von internationalen Finanzinstituten veröffentlichten
Wirtschaftsdaten zu nehmen. Deren Angaben beruhen mehr oder weniger auf den von
der turkmenischen Statistik bereitgestellten Daten, die nicht auf international üblichen
Erhebungs- und Berechnungmethoden basieren. Es bleibt zu hoffen, dass das von der
Weltbank und dem Statistikkomitee gegenwärtig realisierte Projekt zur Umstellung der
Datenerfassung und -auswertung auf internationale Standards schon bald Früchte trägt.
Nur zögerlich verbessert sich in Turkmenistan das Geschäfts- und Investitionsklima. Die
vom Präsidenten Gurbanguly Berdymuchamedow nach seinem Amtaantritt Anfang 2007
verkündigte Politik der wirtschaftlichen Liberalisierung und offener Türen für ausländische
Unternehmen haben die Erwartungen der Geschäftswelt auf eine sichtliche Lockerung des
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens im Land nicht erfüllt. Einige der 2007/2008
eingeleiteten Reformen in solchen Sektoren wie Lizenzierung und Genehmigungsverfahren,
Steuer- und Zollrecht, Zulassung/Gewinnung ausländischer Investitionen in strategischen
Branchen und Unternehmensgründung sowie die 2008 vollzogene Vereinheitlichung der
Wechselkurse führten nur zu einer graduellen Verbesserung der Rahmenbedingungen für
unternehmerische Initiativen. Einen wirklichen Schub hin zu mehr Offenheit und Transparenz
in der Wirtschaft haben sie bislang nicht gebracht.
Die Wirtschaft des Landes unterliegt nach wie vor einer strengen Regulierung durch den
Präsidenten, seine nächsten Vertrauten, die Ministerien und Staatskonzerne. Die meisten
Geschäftsentscheidungen sind weiterhin politisch motiviert und bedürften der Meisterung
vieler bürokratischer Hürden. Eine durchgreifende Umstrukturierung des im Wesentlichen
vom Staat betriebenen Bankwesens blieb ungeachtet einiger 2011 eingeleiteter Reformen
aus. Gesetze sind oft unausgereift, häufigen Änderungen unterworfen und werden nicht
selten durch Präsidialerlasse und Durchführungsvorschriften unterminiert. Nachträgliche
Änderungen von vereinbarten Vertragsbedingungen sind keine Seltenheit. Einige
Firmen kämpfen mit Schwierigkeiten beim Devisentransfer ins Ausland. Marktanalysen
werden durch mangelnde oder oft auch gänzlich fehlende Marktinformationen und
Firmenübersichten erschwert. Die Grundlagen eines marktwirtschaftlichen Wettbewerbs
sind nicht gewährleistet.
Staatsunternehmen prägen nicht nur, sondern bestimmen das Wirtschaftsgeschehen
im Land. Der Anteil des nichtstaatlichen Sektors am BIP soll laut den Programmen der
Regierung für die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes langfristig von offiziellen
circa 40% im Jahr 2008/2009 (laut EBRD 2011 real eher um die 25%, ohne Berücksichtigung
der Subsistenzwirtschaft auf dem Lande deutlich unter 10%) auf 70% (2020) steigen (ohne
Berücksichtigung strategischer Sektoren), doch Fortschritte in der Entstaatlichung sind
kaum auszumachen. Im Zeitraum 1.1.1994 bis 1.1.2011 wurden 2.119 Betriebe privatisiert,
darunter im Wesentlichen Objekte der Sektoren Einzelhandel und öffentliche Versorgung
(718) sowie Dienstleistungen (1.293), aber nur 55 Industriebetriebe und 14 Akteure der
Baumwollwirtschaft. Die Industrie befindet sich überwiegend noch in staatlicher Hand.
Der Präsident verfügt über schwer durchschaubare Sonderfonds, aus denen von
ausländischen Firmen ausgeführte Prestigeprojekte in Aschgabat, in der Tourismuszone
Awaza und in letzter Zeit auch Vorzeigeprojekte in den Regionen des Landes
finanziert werden. Der 2008 als Ersatz für einige außerbudgetäre Fonds gegründete
Stabilisierungsfonds, in dem ein Großteil der Exporterlöse akkumuliert wird, könnte eine
gute Basis für eine ausgewogene und langfristig orientierte Investitionspolitik bieten. Doch
11
es gibt keine glaubhaften Informationen über die Fondseinspeisungen, die Arbeitsweise
des Fonds und die Nutzung der Gelder.
In einigen renommierten Rankings findet das Land aufgrund nicht bereit gestellter Daten und
Informationen gar keinen Eingang (Doing Business/Investitionsklima-Ranking der Weltbank,
Global Competitiveness Report/Ranking der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und
Enabling Trade Index/Ranking der Rahmenbedingungen für den internationalen Handel,
beide Genfer Weltwirtschaftsforum). Die ohnehin schon große Korruption in Turkmenistan
hat, wie der neueste Korruptionsindex von Transparency International zeigt, 2011 weiter
zugenommen (Rang 177 unter 182 Ländern; 2010: Rang 172 unter 178 Ländern; 2009:
Rang 168 unter 180 Staaten). Auch das Ranking der Weltbank „Control of Corruption Index“
weist auf einen hohen Grad der Korruptionswahrnehmung in der GUS-Republik hin.
Dennoch weisen einige Signale darauf hin, dass die Regierung die Herausbildung eines
privaten Unternehmertums voranbringen will. Im März 2011 verabschiedete sie ein
Programm zur staatlichen Förderung privater kleiner und mittlerer Unternehmen für den
Zeitraum 2011 bis 2015 (Förderung von Firmen mit bis zu 100 Mitarbeitern, in den Sektoren
Industrie, Bauwirtschaft, Strom-. Gas- und Wasserwirtschaft mit bis zu 200 Beschäftigten).
Auf der Grundlage dieses Dokuments trat im Juli 2012 ein Präsidialerlass in Kraft, nach
dem der Staat dem Privatsektor günstige Kredite mit einem Zinssatz von 5% p.a. für die
Umsetzung ihrer Investitionsprojekte (Kreditlaufzeit von bis zu zehn Jahren) und für die
Finanzierung von Umlaufmitteln (bis zu einem Jahr) gewährt.
2010 nahm eine Staatliche Kommission für Unternehmensförderung ihre Tätigkeit auf. Ein
im Mai 2011 verabschiedetes Gesetz regelt die Arbeitsweise und den Kompetenzbereich
des 2010 gegründeten Verbandes der Industriellen und Unternehmer. Er soll vor allem
das Privatunternehmertum in den Produktgruppen Agrargüter/Nahrungsmittel, Baustoffe,
Textilien/Bekleidung, Leder/Schuhe, Möbel sowie in der Bauwirtschaft und im Handwerk
voranbringen. Ende 2011 erhielt in Turkmenistan die erste von Privatpersonen gegründete
Bank eine Lizenz (Institut Rysgal des Verbandes der Industriellen und Unternehmer). Über
diese Geschäftsbank sollen künftig auch internationale Kreditlininien für die Förderung des
privaten Unternehmertums abgerufen werden können.
Es gib noch einen Hoffnungschimmer in Richtung mehr private Engagements im verarbeitenden
Gewerbe. Die Verwaltung für Eigentumsbeziehungen und Unternehmensförderung des
Ministeriums für Wirtschaft und Entwicklung startete im Sommer 2012 eine Inititiative
für die Privatisierung von wirtschaftlich unrentabel arbeitenden und/oder besonders
investitionshungrigen Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie. Der Verkauf von 15
bis 99% der Firmenanteile soll in der Regel auf der Grundlage eines vorzulegenden
Unternehmensplanes und der Übernahme von Investitionverpflichtungen erfolgen. Die
Betriebe müssen nach dem Einstieg des Investors ihr Produktionsprofil für mindestens fünf
Jahre beibehalten.
Deutsche Firmen, die von den Geschäftschancen in Turkmenistan und dem dortigen guten
Ruf für Produkte aus Deutschland profitieren wollen, müssen sich auf eine schwierige
und viel Zeit in Anspruch nehmende Marktbearbeitung einstellen. Die Probleme beginnen
häufig schon bei der Einholung eines Visums und enden bei der oft langwierigen und
kostentreibenden Verzollung von Warenimporten aus dem Ausland. Deutsche Firmen sollten
sich vor ihrem Engagement intensiv mit den Marktgegebenheiten auseinandersetzen und
die Beratungsangebote des Delegiertenbüros der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien mit
Sitz in Almaty oder renommierter Beratungsfirmen nutzen. Die turkmenischen Entscheider
bevorzugen Angebote jener Unternehmen, die komplette Leistungen aus einer Hand
anbieten können. Marktkenner empfehlen deutschen Firmen, die Marktchancen als
Subunternehmer für die in Tendern oft zum Zuge kommenden türkischen Auftragnehmer
mehr als bisher zu nutzen.
12
Investitionen
Die Investitionen in die reale Wirtschaft weisen seit mehreren Jahren sichtlich nach oben. Im
1. Halbjahr 2012 legten sie nicht preisbereinigt um 38,1% zu (Hinweis: reale Zuwachsraten
sind in der nationalen Statistik nicht verfügbar). Die Investitionsquote, das heißt den Anteil
der in der Wirtschaft getätigten Anlagen am BIP, beziffern die turkmenischen Statistiker für
2008 bis 2010 im Schnitt auf im internationalen Vergleich beachtliche mehr als 30%. 2011
betrug diese Quote weit über 40%.
Das absolute Investition volumen habe sich, so meldet das Staatliche Komitee für Statistik,
in den vergangenen fünf Jahren (2007 bis 2011) gegenüber 2006 in etwa verachtfacht.
Im 1. Halbjahr 2012 stieg es gegenüber der Vorjahresperiode um umgerechnet 2,12 Mrd.
US$ auf 7,74 Mrd. US$. Davon flossen 5,30 Mrd.US$ (Zuwachs: 1,68 Mrd. US$/+46,3%)
in die Produktion mit den Schwerpunkten Öl- und Gaswirtschaft, Transportinfrastruktur
und Agrar-Industrie-Komplex sowie 2,44 Mrd. US$ (0,46 Mrd. US$/+22,9%) in andere
Wirtschaftsbereiche mit einer starken Konzentration auf öffent-liche Objekte.
Der für die erste Jahreshälfte 2012 ausgewiesene hohe Kapitalzuwachs basiert im
Wesentlichen auf einem kräftig gestiegenen Mittelabruf aus den Haushalten der öffentlichen
Hand (Zuwachs gegenüber
Vorjahresperiode: 94,8%) und
aus Darlehen (+81,6%). Die aus
Eigenmitteln der Unternehmen
und Organisationen realisierten
Investitionen
legten
um
36,1% zu. Das Volumen der
ausländischen
Investitionen
verharrte auf Vorjahresniveau
(absolute Angaben liegen nicht
vor). Für das Gesamtjahr 2012
erwarten die turkmenischen
Planer ein nominales Investitionswachstum von circa 35%. Für
das Folgejahr ist, ausgehend
von der hohen Steigerungsrate
2012, ein geringeres Plus von 15
bis 25% avisiert.
Die
künftigen
Entwicklungsrichtungen für die Investitionen
sind in einer Reihe staatlicher
Dokumente abgesteckt. Zu nennen sind das Nationale Programm für die sozioökonomische
Entwicklung für 2011 bis 2030
einschließlich mittelfristiger Umsetzungsinitiativen für 2012 bis
2016, das Nationale Programm
zur Umgestaltung der sozialen
und Wohnbedingungen der
Bevölkerung auf dem Lande,
in ländlichen Siedlungen und
in den Städten der Landkreise
im Zeitraum bis 2020 (Bau von
Wohnungen, Bildungs- und
medizinischen Einrichtungen, von lokalen Straßen, Gas-, Wasser-, Stromleitungen und
Kanalisationsnetzen; realisierte Investitionen 2011/1. Halbjahr 2012: 1,02 Mrd. US$/788 Mio.
US$) sowie erstmals verabschiedete Programme für die sozioökonomische Entwicklung in
den fünf Regionen des Landes (Ahal, Balkan, Daschogus, Lebap und Mary) für die Jahre
2012 bis 2016.
Das Regionalprogramm für das westturkmenische Gebiet Balkan zum Beispiel umfasst die
Errichtung von 80 neuen Produktionsstätten und die Modernisierung von zehn bestehenden
Betrieben (Schaffung von 7.200 neuenArbeitsplätzen), den Bau oder die Erneuerung ländlicher
Infrastruktur-Objekte einschließlich der Sektoren Trinkwasser- und Energieversorgung,
die Errichtung mehrerer sozialer Objekte in der Hafenstadt Turkmenbaschi sowie eines
großen Parkkomplexes in der Nationalen Tourismus-Zone Awaza. Auf der Projektliste in
der Region Mary stehen unter anderem der Bau und die Ausrüstung von 29 neuen und die
Modernisierung von elf bestehenden Industriebetrieben mit einem besonderen Fokus auf
die Produktgruppen Mineraldünger, Baumwollgarn und -stoffe, Bekleidung, Verblendstein
und Lebensmittel (Schaffung von 5.400 neuen Arbeitsplätzen).
Rege bleiben die Investitionen in der Öl- und Gaswirtschaft, aber auch und in der
Transport-Infrastruktur (Straßen- und Gleisbau, Bahnelektrifizierung, Bau/Modernisierung
von Flughäfen und Modernisierung/Ausbau des Seehafens Turkmenbaschi) sowie in der
Stromwirtschaft. Eine positive Entwicklung lässt sich bei den in die GUS-Republik fließenden
ausländischen Direktinvestitionen beobachten. Die Investitionsstatistik der UNCTAD beziffert
den Nettozufluss für 2008 bis 2010 auf im Schnitt jährlich 2,4 Mrd. US$ nach nur jeweils etwa
0,8 Mrd. US$ in den beiden Vorjahren. Der Bestand an ausländischen Direktinvestitionen
erreichte 2010 ein Volumen von 8,2 Mrd. US$. Hinter dem Wachstum der Direktanlagen
stehen vor allem die mit chinesischer Unterstützung errichtete Gaspipeline Turkmenistan
- VR China und Projekte ausländischer Öl- und Gasunternehmen zur Erschließung von
Kohlenwasserstoffvorkommen.
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Ausgewählte aktuelle und geplante Projekte (Mio. US$, gerundete Werte)
Projekt (neue Fabrik/Bauprojekt)
Wert
Anmerkungen 1)
Investor/Auftragnehmer
CNPC Chuanging Drilling
Engineering (VR China,
Hyundai Enginnering und
LG International (Korea/
Rep.), Petrofac International,
Gulf OIl & Gas FZE (VAE),
Türkmengaz
technische Erschließung der
großen Gaslagerstätte Galkynysch,
Anlagen für die Gasentschwefelung
und Gasaufbereitung sowie lokale
Infrastrukturobjekte, Region Mary
mehr als RZ: 2010 bis
10.000
2013/2014
Bau einer Olympiastadt (30
Sportanlagen, Hotels) für die 5. Asian
Indoor and Martial Art Games 2017
bis zu
5.000 2)
RZ: 2010 bis 2017 Bauministerium,
(Tender für 3.
Ministerkabinett, ausl. Firmen
Etappe in Vorb.)
(u.a. Polimeks/Türkei)
neuer internationaler Flughafen
nördlich von Aschgabat (Kapazität:
1.600 Passagiere/Std., Start-/
Landebahn: 3.800 m, Fliegerschule,
soziale Objekte)
bis zu
3.000
RZ: ab 2012/13
(Details noch
offen)
Regierung, mehrere ausl.
Firmen
2.800
RZ: 2011/12 bis
mind. 2015/16
(mehrere Projekte
noch in Vorb.)
Türkmenenergo, Magistrat
von Aschgabat, ausl.
Unternehmen (u.a. Calik/
Türkei)
Modernisierung/Ausbau des Seehafens
Turkmenbaschi (Schiffsreparaturwerk,
mehrere
Logistikzentrum, Fracht-,
Mrd.
Passagierterminals und andere
US$
Einzelprojekte)
RZ: 2012 bis etwa
2016/17 (Projekte
in Vorb.)
Staatliches Amt für See- und
Flusstransporte, mehrere ausl.
Unternehmen
.Schiffsreparaturwerk im Hafen
Turkmenbschi
300
RZ: 2012 bis
2014/15
Planung/Projektüberwachung
durch Inros Lackner/IMG
(Deutschland)
nationale Gaspipeline Ost-West
(766 km, sieben Verdichterstationen,
Durchleitkapazität: 30 Mrd. cbm/Jahr)
2.000
RZ: 2010 bis 2015
Türkmengaz,
Türkmennebitgas-gurlusyk
Nationale Tourismuszone Awaza am
Kaspisee, 2. Ausbauetappe (Hotels,
Sport- und Freizeitobjekte)
bis zu
2.000
RZ: Mitte 2010 bis Staatliches Komitee für
2014/15
Tourismus
Fabriken für Ammoniak und Harnstoff
(400.000 t und 640.000 t/Jahr), Mary
1.100
RZ: 2011 bis Mitte
2014/
Bahnkorridor Nord/Grenze zu
Kasachstan – Süd/Grenze zum Iran
(900 km)
700
RZ: 2011/2012 bis Ministerium für
2014/15
Eisenbahntransport 3)
Ausbau des Stromnetzes in der
Region Lebap (für Stromexporte nach
Afghanistan)
390 (1.
Et.)
RZ: Mitte 2011 bis
Herbst 2013
drei Ministerien und ein
Ausbildungsobjekt für das
Innenministerium (Gesamtfläche:
137.500 qm)
283
RZ: 2011 bis 2013 Rönesans Holding (Türkei)
Ausbau/Erneuerung der
Energieversorgung in Aschgabat
Kawasaki Plant System, Sojits
Corp. (Japan), Türkmenhimiýa
Türkmenenergo, Lotus Proje
(Türkei)
Außenring für das Straßennetz von
Aschgabat (21 km; Projektierung/Bau
233
von drei Straßen inklusive Infrastruktur)
RZ: August 2011
bis August 2013
PO Wosroshdjenije (Russland)
Errichtung des ersten TechnologieParks in Turkmenistan
137
RZ: 2012 bis 2014
Polimeks Construction
(Türkei)
Erneuerung/Ausbau der
Wasserversorgung in der Region
Balkan
121
RZ: 2011 bis
2013/14
IDB, Rrgionalverwaltung
Balkan
15
Errichtung von fünf Unfallkliniken
105
RZ: 2012
bis 2016
Errichtungen von Stromleitungen (234
km), Installation von Signaltechnik (131
km) für die Bahn, Bau eines Bahnhofes
in Serhetyaka
89
RZ: 2012 bis 2013 Net Yapi (Türkei)
Bau einer Autobahntrasse in der
Region Ahal
67
RZ: ab 2012
Otag Insaat (Türkei)
neuer Flughafen Turkmenabat
(Kapazität: 500 Passagiere/Std., Start-/
Landebahn: 3.800 m, Frachtterminal,
Hotel, soziale Objekte
k.A.
RZ: ab 2012
FIP Altkom (Ukraine)
Errichtung der neuen Stadt Abadan,
Hauptstadt der Region Ahal
(Wohnungen, Handel, soziale und
Büroobjekte, Hotels)
k.A.
RZ: 2012 bis 2020 Ministerium für Bauwirtschaft,
(1. Etappe)
Projektdirektorat
Erster Hypermarkt inkl.
Vergnügungszentrum in Aschgabat
(Handel: 100.000 qm, Büros: 35.000
qm; Tiefgarage für 1.400 Pkw)
k.A.
RZ: 2012 bis 2014
Verband der Industriellen und
Unternehmer Turkmenistans
neuer Zollterminal inklusive Lager, KfzWerkstatt und Hotel im Landkreis Ak
bugdaý (Region Ahal)
k.A.
RZ: ab Herbst
2012
Ministerium für Finanzen,
Zollverwaltung
Großhandelslager für die
Hauptapothekenverwaltung
Aschgabat (Lagerung und Vertrieb von
importierten und im Inland hergestellten k.A.
Arzeimitteln und medizinischen
Verbrauchsartiklen sowie von aus dem
Ausland bezogener Medizintechnik)
RZ:
voraussichtlich ab
2013
Ministerium für
Gesundheitswesen und
medizinische Industrie
Projektierung/Bau von Hotels mit
300 und 500 Betten in den Städten
Daschagus und Mary
RZ: 2012 bis 2014
Regionalverwaltungen von
Daschogus und Mary
k.A.
Calik Holding (Türkei)
1 ) RZ = Realisierungszeitraum; 2) 1. Etappe: 2,0 Mrd. US$, 2. Etappe: 1,4 Mrd. US$, Realisierung 1. und
2. Etappa bis 2015; 3) Einen früher mit Pars Energy (Iran) untezeichneten 696-Mio. US$-Vertrag über den
Bau von 900 km Bahngleisten hat die turkmenische Regierung im Frühherbst 2012 annuliert.
Quelle: Unternehmensangaben und Pressemeldungen
Perspektivische Wachstumsbranchen: Öl- und Gaswirtschaft, Bausektor (öffentliche
Verwaltungsbauten, zum Teil auch öffentlicher Wohnungsbau), Transport-Infrastruktur,
Stromerzeugung und -verteilung, Agrar-Industriekomplex, Wasser- und Abwasserwirtschaft,
Textil-, Baustoff- und chemische Industrie, Tourismus (Nationale Tourismuszone Awaza)
Konsum
Weder der Rohstoffreichtum noch die über einen längeren Zeitraum gesehen positive
Wirtschaftsentwicklung haben bisher zu einer spürbaren Verbesserung der sozialen und
materiallen Lage des Großteils der Bevölkerung geführt. Turkmenistan zählt nach wie
vor zu den ärmsten Ländern der Welt. Es ist nur eine kleine Bevölkerungsschicht, die
staatliche Elite, die - häufig unter Einbindung grauer Kanäle - vom Wirtschaftsaufschwung
profitiert. Die ländlichen Bewohner, die die Hälfte der Einwohner stellen, aber auch die
weit meisten Stadtbewohner müssen mit einem Einkommen auskommen, das an oder
unter der Armutsgrenze liegt. Ein großer Teil der ländlichen Bevölkerung lebt weitgehend
von Subsistenzwirtschaft. Internationalen Schätzungen zufolge sind bis zu drei Fünftel der
Turkmeninnen und Turkmenen arbeitslos oder unterbeschäftigt.
Vorläufige Daten des Statistikamts geben die monatlichen Durchschnittslöhne (ohne
Einbeziehung der statistisch nicht erfassten Kleinunternehmen) für 2011 mit circa 290 US$
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Budapest: Commerzbank Zrt.
Kiev: JSC Bank Forum
Moscow: Commerzbank (Eurasija) SAO
Prague
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Representative offices
+421 2 57103 110
+36 1 3748 176
+380 44 2002 451
+7 495 7974 809
+420 221 193 223
+48 22 8291 570
Almaty
Ashgabat
+7 7272 588 106
+375 17 2101 119
Moscow
+7 495 7974 848
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+994 12 4373 318
Novosibirsk
+7 383 2119 092
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+381 11 3018 520
Riga
Bucharest
+993 12 456 037
Minsk
+40 21 3104 120
+371 67 830 405
Tashkent
+998 71 1403 706
Istanbul
+90 212 2794 248
Tbilisi
+995 59 9569 966
Kiev
+380 44 3039 530
Zagreb
+385 1 4551 565
Achieving more together
an. Marktkennern zufolge lagen die Durchschnittslöhne eher bei nur 200 bis 250 US$. In
der Hauptstadt Aschgabat fallen die Löhne im Schnitt um ein Füftel höher aus. Der per
Präsidialerlass festgesetzte monatliche Mindestlohn beträgt aktuell 154,4 US$ (440 Manat),
der Mindesbetrag für die Altersrente 52,6 US$ (140 Manat). Im Schnitt erhalten die 280.000
Altersrentner im Schnitt nur um die 100 US$.
Das monatliche durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen dürfte angesichts der großen
(verdeckten) Arbeitslosigkeit ebenfalls unter der 100-US$-Marke liegen. Bei den Angaben
gilt jedoch zu berücksichtigen, dass die Bevölkerung Wasser, Gas, Strom und Kraftstoffe
entweder kostenlos (in bestimmten normierten Mengen; Kraftstoffe: 720 l pro Pkw und
Halbjahr) oder zu subventionierten Preisen erhält. Für kommunale Dienste ist nur ein
kleiner Obulus zu entrichten (weniger als 50 US$ pro Zwei-Raum-Wohnung und Jahr). Die
über 15 Jahre gewährten Subventionen für preiswertes Mehl wurden Mitte 2012 gestrichen.
Die geringen Einnahmen des größten Teils der Bevölkerung stehen im Widerspruch zu den
traditionell gemeldeten hohen nominalen Zuwächsen im Einzelhandel (2001 bis 2009: im
Schnitt mehr als 20%; 2010: +16,5%; 2011: +15,3%, 1. Halbjahr 2012: +14,9%) und ebenso
in dem noch schwach entwickelten Sektor entgeltlich gewährten Dienstleistungen für den
Bedarf der Bevölkerung (1. Halbjahr 2012: + 14,7%). Marktkenner schätzen ein, dass der
Handel tatsächlich ein stetiges reales Wachstum ausweist, aber nur ein Plus von etwa 5 bis
maximal 10%.
Aufgrund der in letzter Zeit spürbar gestiegenen Preise für Grundnahrungsmittel und
Dienstleistungen bleibt den meisten Haushalten nur wenig Geld für den Kauf von
Nonfoodgütern. Die Ausreichung von Verbraucherdarlehen ist bisher wenig entwickelt.
Junge Familien können unter bestimmten Bedingungen günstige Kredite für den Erwerb
von Haushaltsgütern erhalten (Maximalbetrag: umgerechnet etwa 2.105 US$; Laufzeit:
drei Jahre, Zinssatz: 1%). Mehrere Banken bieten Kredite für den Kauf von Neuwagen
an. Neun Zehntel des Einzelhandelsumsatzes entfallen auf das Basargewerbe und den
Kioskhandel. Die Hauptstadt Aschgabat steht für die Hälfte des landesweiten Umsatzes
(offizielle Einwohnerzahl: mehr als 0,6 Mio., inoffiziell bis zu 0,9 Mio. Menschen).
Außenhandel
Der Außenhandel legte seit der Jahrtausendwende - ungeachtet einer von Marktkennern
eingeschätzten Überzeichnung des offiziellen Datenwerkes - bis 2008 deutlich zweistellig
zu und ist nach den schwachen Jahren 2009 und 2010 (eine Folge der bereits erwähnten
gestoppten Gasexporte nach Russlands) seit 2011 wieder auf Expansionskurs. Er stieg
2011 im Vergleich zum Vorjahr um 57,2 % auf gut 28 Mrd. US$ (Exporte: +73,1% auf
16,75 Mrd. US$, Importe: +38,5% auf 11,36 Mrd. US$; Hinweis: Die absoluten Ex- und
Importvolumina wurden anhand der prozentualen nominalen Zuwächse errechnet. Die
turkmenische Statistik hat noch keine Außenhandelszahlen für 2011 veröffentlicht.). In der
ersten Jahreshälfte 2012 verbuchte der Außenhandelsumsatz ein Plus von 48,0%. Die
Exporte legten um 47,7% und die Importe um 48,4% zu.
Hinter dem erneuten kräftigen Aufschwung im Export stehen in erster Linie die
Gasausfuhren, namentlich in die VR China, aber auch in den Iran. Die Devisenzuflüsse aus
den Gaslieferungen ermöglichen Turkmenistan auch wieder deutlich mehr Importe für die
Realisierung gestarteter und neuer Investitionsprojekte. Das novellierte Zollgesetz „Über
Zollgebühren“ vom August 2008 trägt ebenfalls nicht unwesentlich zur Belebung der Importe
bei. Mit der Inkraftsetzung der neuen Zolltarife haben sich die Anzahl der einem Einfuhrzoll
unterliegenden Positionen in etwa halbiert und die Zollbelastung für die Einfuhr der übrigen
Güter sichtlich verringert. Einen erheblichen Anteil am Außenhandelsgeschäft haben die
Mitte 2012 in der GUS-Republik registrierten 950 Filialen und Vertretungen ausländischer
Unternehmen sowie die rund 670 Firmen mit einer ausländischen Kapitalbeteiligung.
18
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распределении энергии.
Den turkmenischen Export prägen zu nahezu neun Zehnteln Erdgas, Ölprodukte und Erdöl.
Die übrigen Ausfuhren entfallen auf Baumwollfasern und Textilien sowie landwirtschaftliche
Erzeugnisse, chemische Produkte (Polypropylen) und Strom. Im Importgeschäft
dominieren traditionell technische Ausrüstungen (Importanteil um die 30%), Roh- und
Hilfsstoffe, Zwischenprodukte sowie sonstige Materialien für die Produktion (ebenfalls um
die 30%), Transportmittel/Kfz-Teile (knapp 10%), Lebensmittel (um die 10%) und NonfoodKonsumgüter inklusive Arzneimittel (insgesamt knapp 20%).
Die Haupthandelspartner Turkmenistans waren 2011 die VR China (Anteil am
Außenhandelsumsatz der GUS-Republik: 19,5%), der Iran (16,7%), Russland (15,4%)
und die Türkei (12,5%). Die VR China führte auch die Rangliste der Hauptausfuhrländer
an. Weiter wachsende Gasausfuhren in das Land sowie die Zulieferungen chinesischer
Unternehmen für die in Turkmenistan realisierten Investitionsprojekte lassen den
turkmenisch-chinesischen Handel expandieren (in etwa Verdoppelung im 1. Halbjahr 2012
gegenüber dem gleichen Vorjahreszietraum). Im turkmenischen Import belegten die Türkei
(Anteil: 21,1%), Russland (14,1%) und die VR China (11,1%) die ersten drei Plätze, gefolgt
von den VAE (8,0%) und Deuschland (5,8%).
Der Außenhandel in Turkmenistan wird streng staatlich reguliert und kontrolliert. Lediglich
im Import lassen sich gewisse privatwirtschaftliche Strukturen beobachten. Die offizielle
Statistik beziffert das Gewicht des nichtstaatlichen Sektors am Gesamtimport für den Bedarf
der Inlandsproduktion auf zwei Drittel. In der Realität dürfte diese Quote kaum ein Drittel
übersteigen. Die auf der Basis früherer Ministerien gegründeten Branchenassoziationen,
denen nach offizieller Auffassung marktwirtschaftliche Strukturen zugesprochen werden,
arbeiten wie Fachministerien. Marktkennern zufolge werden fast alle mittleren und größeren
Geschäfte vom Staat finanziert und kontrolliert. Praktisch alle Exporte (ohne Gas) und auch
die meisten Importe werden über die staatliche Waren- und Rohstoffbörse realisiert (Januar
bis Juli 2012: Importe - 4,3 Mrd. US$, Exporte - 1,9 Mrd. US$; www.exchange.gov.tm)
beziehungsweise müssen über die Börse abgewickelt werden. Mittels dieses zentralen
Marktplatzes sichert sich die turkmenische Regierung das staatliche Außenhandelmonopol
und die Kontrolle über die Warenströme im Im- und Export.
Die Lieferungen deutscher Firmen nach Turkmenistan beliefen sich nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, 2011 auf 308 Mio. Euro nach 261 Mio. Euro und
255 Mio. Euro in den Jahren 2010 und 2009. Zwei Drittel der Lieferungen in die GUS Republik
entfielen 2011 auf Maschinen und Anlagen (91 Mio. US$, vorrangig Technologien für den
Agrar-Industrie-Komplex, Zulieferungen für die Öl- und Gaswirtschaft sowie Bautechnik),
EDV, elektrische und optische Geräte (65 Mio. Euro) und Kfz/Kfz-Teile (43 Mio. Euro). Die
bescheidenen Bezüge aus Turkmenistan (2009 bis 2011: im Schnitt 52 Mio. US$/Jahr)
beschränken sich im Wesentlichen auf die Positionen Öl/Ölprodukte (2011: zwei Drittel der
Importe) sowie Baumwollfasern und Textilien.
Per 1.9.2012 waren im Land knapp 70 deutsche Vertretungen, Niederlassungen und Joint
Ventures registriert. Firmen aus Deutschland haben nach turkmenischen Angaben seit der
Erlangung der Unabhängigkeit Turkmenistans (Ende 1991) an der Realisierung von fast
130 Investitionsprojekten mitgewirkt (Projektvolumen bemessen in Euro: circa 1,2 Mrd.).
Zu den im Land aktiven deutschen Akteuren zählen unter anderem solche Unternehmen
wie Siemens (Energie- und Medizintechnik), Hospitalia International (Medizintechnik),
DaimlerCrysler (Kfz), Unionmatex Industrieanlagen (Lebensmitteltechnologien, kleine
Handelszentren), Textima Export Import (Textilausrüstungen), Zeppelin International AG
(Caterpillar-Fahrzeuge), Claas Global Sales und Lemken (Landtechnik), Wirtgen International
(Bautechnik), PWT Wasser- und Abwassertechnik (Wasser- und Abwasserwirtschaft),
Wintershall und RWE Dea (Öl- und Gasbranche), Bentec (Bohrtechnik für den Öl- und
Gassektor) und Berlin Chemie (Arzneimittel). Die Deutsche Bank AG und die Commerzbank
AG sind mit Repräsentanzen vor Ort präsent.
20
Außenhandel Turkmenistans (in Mio. US$; nominale Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in %)
2010
2011 1)
Veränderung 2011/2010
Importe
8.204
11.560
38,5
Exporte
9.679
16.750
73,1
Handelsbilanzsaldo
1.477
5.390
264,9
1) vorläufige Angaben (Berechnung auf der Basis prozentualer nominaler Zuwächse)
Quelle: Staatliches Komitee für Statistik
Entwicklung der turkmenischen Importe nach Warengruppen (Wert in Mio. US$,
Anteile an der Gesamteinfuhr in %) 1)
2009
2010
Wert
Anteil
Wert
Anteil
Warengruppen, insgesamt
8.992,4
100,0
8.203,6
100,0
.Erzeugnisse tierischen Ursprungs
58,3
0,7
90,6
1,1
.Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs
208,7
2,3
210,4
2,6
.Öle und Fette tierischen und pflanzlichen Ursprungs
30,1
0,3
42,0
0,5
.Fertige Lebensmittel, Getränke
190,0
2,1
256,5
3,1
.Mineralische Produkte
253,3
2,8
278,0
3,4
.Chemische Erzeugnisse und artverwandte Produkte
.Kunststoffe und Erzeugnisse daraus , Kautschuk und
Gummierzeugnisse
.Lederrohstoffe, Fertigleder, Pelze
459,1
5,5
543,3
6,7
328,4
3,7
424,9
5,2
8,9
0,1
7,3
0,1
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130,5
1,5
192,5
2,3
.Textilien und Textilerzeugnisse
130,8
1,5
138,0
1,7
.Schuhe, Kopfbedeckungen, Schirme
30,9
0,3
26,5
0,3
.Erzeugnisse aus Stein, Gips und Zement; Glas
334,7
3,7
484,3
5,9
.NE-Metalle und Erzeugnisse daraus
2.335,7
26,0
1.657,8
20,2
.Maschinen und Ausrüstungen, Elektromaschinen
2.912,0
32,4
2.390,2
29,1
.Transportmittel
939,6
10,4
680,6
8,3
.Optische Geräte, Uhren, Musikinstrumente
162,0
1,8
158,2
1,9
.Andere Waren und Dienstleistungen
440,4
4,9
622,5
7,6
..Waren
253,5
2,8
421,2
5,1
1) Angaben für 2011 wurden noch nicht veröffentlicht.
Quelle: Zusammengestellt nach Angaben des Staatlichen Komitees für Statistik
2 Branchen im Überblick
Gas- und Ölwirtschaft
Die Gasindustrie und die Ölförderung bleiben in Turkmenistan auf lange Sicht die
Hauptanlagesektoren und damit für ausländische Firmen vielversprechende Geschäftsfelder.
Auf beide Sektoren entfallen drei Fünftel der Industrieproduktion in der GUS-Republik. Das
mittelfristige staatliche Entwicklungsprogramm für den Öl- und Gaskomplex peilt für den
Zeitraum 2012 bis 2016 eine Förderung von 448,7 Mrd. cbm Erdgas und 55,9 Mio. t Öl
gegenüber 296,1 Mrd. cbm und 49,1 Mio. t in den fünf Vorjahren an.
In Turkmenistans Öl- und Gassektor ist viel Bewegung gekommen. Das Land, auf das 2011
laut Angaben des britischen Mineralöl- und Energieunternehmens BP (British Petroleum)
1,8% der weltweiten Erdgasförderung entfielen, hat einen erfolgreichen Kurs in Richtung
Diversifizierung ihrer Gasexportrouten eingeschlagen. In der Branche lassen sich die
größten Fortschritte in der graduellen Öffnung des Landes beobachten. Mit ausländischen
Firmen schloss die Regierung Production-Sharing-Vereinbarungen über die Erkundung
und Erschließung von Öl- und Gasvorkommen sowie Verträge über die Gewährung von
Dienstleistungen und die Errichtung von Infrastrukturanlagen für die Gas- und Ölförderung
inklusive von Gasentschwefelungs- und Gasverarbeitungsanlagen ab. Die Gasförderung
soll bis 2016 auf 95 Mrd. cbm und bis 2021 auf 155 Mrd. cbm gegenüber 66 Mrd. cbm 2011
steigen. Für die jährliche Ölförderung wird bis 2020 einen Verdoppelung gegenüber dem
heutigen Niveau angestrebt (auf 20 Mio. t).
Entwicklung der Förderung und des Inlandsverbrauchs von Gas und Öl in
Turkmenistan
2000
2007
2008
2009
2010
2011
2012 1)
Erdgasförderung (in Mrd. cbm)
47,2
72,2
70,5
40,3
47,0
66,1
13,8 2)
.dto. lt. BP (British Petroleum)
Inlandsverbrauch von Gas lt.
BP (in Mrd. cbm)
Förderung von Erdöl und
Gaskondensat (in Mio. t)
.dto. lt. BP
Inlandsverbrauch von Erdöl und
Gaskondensat lt. BP (in Mio. t)
46,4 3)
65,4
66,1
36,4
42,4
59,5
k.A.
12,5 3)
21,3
20,5
19,9
22,6
25,0
k.A.
7,18
9,75
9,28
9,56
9,83
10,68
7,0 2)
8,07 3)
9,86
10,31
10,46
10,76
10,76
k.A.
4,84 3)
4.98
5,48
5,03
5,18
5,38
k.A.
1) 1. Halbjahr; 2) nominales Wachstum gegenüber Vorjahresperiode in %; 3) 2001
Quelle: Staatliches Komitee für Statistik, Aschgabat, BP (Statistical Review of World Energy, June 2012)
23
Joint Ventures und Gesellschaften mit 100%igem Auslandskapital standen 2011 für 46,8%
der Ölförderung und 12,6% der Gasförderung Turkmenistans. Die turkmenische Regierung
hat ausländischen Akteuren, darunter vor allem aus der der VR China, Deutschland,
Großbritannien, Italien, Kanada, Malaysia und der VAE, bisher rund drei Dutzend
Lizenzen für geologische und Förderprojekte erteilt. Während sie im Ölsektor Förder- und
Vermarktungsaktivitäten im Rahmen von Production-Sharing-Vereinbarungen favorisiert,
ist sie jedoch in der Gasbranche mehr oder weniger nur an Engagements ausländischer
Dienstleister und Ausrüstungslieferanten interessiert.
Für das 1. Halbjahr 2012 meldet das Statistikkomitee für den gesamten Öl- und Gaskomplex
einen Investitionszuwachs im Vergleich zur Vorjahresperiode um 82%. Diese Angabe schließt
neben der Gaswirtschaft und Ölförderung auch die Sparte Ölverarbeitung und den vom
Volumen her relativ kleinen Sektor Chemieindustrie mit ein (geschätztes Anlagevolumen
ohne Ölverarbeitung und Chemie in den Jahren 2010 und 2011: circa 2,9 bis 3,0 und 3,6
bis 3,7 Mrd. US$).
Mit der Fertigstellung von zwei neuen Pipelines in Richtung VR China und Iran Ende 2009/
Anfang 2010 befreite sich Turkmenistan aus den Fängen der Abhängigkeit vom Gashandel
mit Russland. Durch die Röhre Turkmenistan - Usbekistan - Kasachstan - VR China flossen
2010 rund 4 Mrd. cbm und 2011 circa 16 Mrd. cbm turkmenisches Gas. 2012 sollen diese
Lieferungen chinesischen Pressemeldungen zufolge bis zu 24 Mrd. cbm erreichen. Nach
2015 werden voraussichtlich jährlich bis zu 65 Mrd. cbm Gas durch die Pipeline gepumpt.
Bewegung kommt in ein weiteres ambitiöses Pipelineprojekt. Im Dezember 2010
unterzeichneten Regierungsvertreter aus Turkmenistan, Afghanistan, Pakistan und Indien
eine Vereinbarung über die Projektierung und den Bau der schon viele Jahre ins Auge
gefassten Pipeline TAPI (Turkmenistan - Afghanistan - Pakistan - Indien). Die 1.735 km lange
und je nach Quelle auf circa 8,0 bis 12,0 Mrd. US$ veranschlagte Gasleitung soll jährlich bis
zu 33 Mrd. cbm Erdgas aus Turkmenistan in die an dem Projekt beteiligten Abnehmerländer
liefern (jeweils 14 Mrd. cbm an Pakistan und Indien und 5 Mrd. cbm an Afghanistan). Die
Asiatische Entwicklungsbank als Mitinitiator des Projektes hat eine Kofinanzierung der
Pipeline in Aussicht gestellt. Im Mai 2012 unterzeichnete der Staatskonzern Türkmengaz
mit den Gasgesellschaften Interstate Gas System (Pakistan) und GAIL (Gas Authority of
India Limited, Indien) erste Abkommen über die künftigen Gaslieferungen.
Die geplante Gasleitung führt von Südturkmenistan (Ýöloten) über die afghanischen
Provinzhauptstädte Herat und Kandahar, die pakistanischen Städte Quetta (Hauptstadt der
Provinz Belutschistan) und Multan (Provinz Punjab) bis in das indische Fazilka (Bundesstaat
Punjab). Nach offiziellen indischen Angaben ist die Inbetriebnahme der Pipeline Mitte 2018
vorgesehen. Der für 2014 avisierte Baubeginn ist allerdings angesichts der instabilen
politischen Lage in Afghanistan und auch der Spannungen in der indischen Region Kaschmir
weiterhin offen. Laut Angaben der turkmenischen Regierung startet im Herbst 2012 eine
Road-Show durch die führenden Finanzzentren der Welt mit dem Ziel der Gewinnung von
Investoren für das Pipelineprojekt.
Die sich seit 2010 im Bau befindende nationale Pipeline Ostturkmenistan - Westturkmenistan
bildet die Basis für den angestrebten Aufbau einer Exportroute in Richtung Westeuropa. Die
konkrete Ausgestaltung der Trasse für den Gasexport gen Westen ab Westturkmenistan,
darunter insbesondere der gegenwärtig von Turkmenistan wieder etwas stärker favorisierten
Transkaspischen Pipeline Turkmenistan - Aserbaidschan - Georgien (mit einer möglichen
Abzweigung in die Ukraine) - Türkei - EU, ist jedoch weiterhin sehr ungewiss und bedarf
noch der Lösung vieler offener grundsätzlicher Fragen. Diese betreffen unter anderem die
Klärung des rechtlichen Status des Kaspisees und die Beilegung des langjährigen Streits
zwischen Aserbaidschan und Turkmenistan über die Besitzverhältnisse des OffshoreÖlfelds Kapaz/Serdar.
24
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IN TURKMENISTAN
T. (+993 12) 43 – 70 – 57
F. (+993 12) 43 – 13 – 12
Turkmenistan verfügt über die weltweit viertgrößten Erdgasreserven (nach Russland, dem
Iran und Katar) und ebenso über beachtliche Ölvorkommen. Auf das Land entfallen etwa
drei Fünftel der gesamten Gasreserven in Zentralasien und der Kaspiregion. Bisher wurden
mehr als 1.000 perspektivreiche Öl- und Gasstrukturen, darunter seit der Erlangung der
Unabhängigkeit des Landes 1991 mehr als 30 mittlere und große Vorkommen, entdeckt.
Von den etwa 170 erschlossenen Öl- und Gaslagerstätten wird heute weniger als ein Drittel
industriell genutzt.
Die geologischen Kohlenwasserstoffvorräte Turkmenistans belaufen sich nach neuesten
Angaben der Regierung auf 71,21 Mrd. t Öläquivalent (1 Mio. t Öläquivalent = 11,63 TWh),
darunter in den Onshore-Vorkommen auf 53,0 Mrd. t und in den Offshore-Lagerstätten auf
18,21 Mrd. t. Die Erhöhung der Vorräte um 25,8 Mrd. t gegenüber den früher veröffentlichten
Angaben geht ausschließlich auf das Konto von Onshore-Feldern. Hinter der Aufstockung
stehen die geologischen Untersuchungsergebnisse über die großen Gasvorkommen
Galkynysch (eher noch bekannt unter dem alten Namen Südjolatan/Günorta Ýöloten Osman/Minara) und Jaschlar in der Region Mary.
Im Herbst 2011 haben die Experten der britischen Beratergesellschaft Gaffney, Cline &
Associates (GCA) nach eingehenden geologischen Untersuchungen ihre bisherige
Bewertung über diese im Süden Turkmenistans gelegenen Gasstrukturen kräftig nach
oben geschraubt. Allein die östlichen Felder des Vorkommens Galkynysch im Amu-DarjaBecken könnten jetzt in der Maximalvariante bis zu 21.200 cbm Erdgas anstatt den bisher
vermuteten 14.000 cbm bergen. Die Lagerstätte gilt damit heute als zweitgrößte der Welt
(nach dem iranisch-katarischen Vorkommen Süd-/Nord-Pars; 28.000 Mrd. cbm). Detaillierte
geologische Untersuchungen im Nordwesten, Südosten und Westen des Vorkommens
werden mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer weiteren Ressourcenaufstockung führen.
Gasressourcen der neuen Felder Galkynysch (Südjolatan-Osman/Minara) und
Jaschlar (in Mrd. cbm) mit Stand 2012 1)
Gasfeld Galkynysch
Untersuchungsergebnisse 2008
Untersuchungsergebnisse 2011 2)
Gasfeld Jaschlar
Untersuchungsergebnisse 2008
Untersuchungsergebnisse 2011 2)
Minimum
Mittelwert
Maximum
4.000
13.100
6.000
16.400
14.000
21.200
300
1.450
700
2.650
1.500
5.000
1) Gasressourcen einschließlich kohlenwasserstofffreier Verbindungen;
2) Ergebnisse geologischer Untersuchungen auf einem flächenmäßig erweiterten Feld
Quelle: Gaffney Cline & Associates (www.gaffney-cline.com)
Das Gasfeld Jaschlar verspricht nach den neuesten Analysen in der Maximalvariante einen
Gasreichtum von 5.000 Mrd. cbm gegenüber den ursprünglich erwarteten 1.500 Mrd. cbm.
Das Vorkommen schiebt sich damit auf Rang zwölf unter den weltweit perspektivreichsten
Gasstrukturen. Mit den gegenwärtig auf insgesamt 26.200 Mrd. cbm geschätzten Reserven
in beiden Vorkommen Galkynysch und Jaschlar könnte Turkmenistan den gesamten
heutigen Erdgasbedarf Europas 47 Jahre (Bedarfsgröße laut BP Statistical Review für das
Jahr 2010: 561 Mrd. cbm) und den für 2035 erwarteten Bedarf (665 Mrd. cbm) knapp 40
Jahre decken.
Der britische Energiekonzern BP beziffert die nachgewiesenen Gasreserven Turkmenistans
in seinem jüngsten Energiejahresbericht (Statistical Review of World Energy 2012) mit Stand
31.12.2011 auf 24.300 Mrd. cbm (11,7% der Weltreserven). Dies entspricht nahezu einer
Verzehnfachung gegenüber den Schätzungen von 2001. In der Region Europa/Eurasien
verfügt nur Russland über noch größere nachgewiesene Gasvorräte (44.600 Mrd. cbm).
Die gegenwärtig gesicherten Ölvorräte Turkmenistans gibt der Konzern mit mindestens 100
26
Mio. t an (weniger als 0,1%). Die prognostizierten turkmenischen Gas- und Ölvorräte sind
um ein Vielfaches größer.
Die Hauptakteure in der Öl- und Gaswirtschaft Turkmenistans sind die beiden
Staatskonzerne Türkmengaz (Turkmenisches Gas) und Türkmennebit (Turkmenisches Öl).
Ersterer engagiert sich aktiv in rund 30 Gas- und Gaskondensatlagerstätten. Bis vor einigen
Jahren dominierte die Gasförderung im etwa 400 km südöstlich von Aschgabat gelegenen
Dreiländereck Turkmenistan, Iran und Afghanistan (Gasfeld Döwletabad). Heute entfällt
ein großer Teil der Gasexploration auf den nördlichen Landesteil im Amu-Darja-Becken
(Region Lebap). Das dortige Fördervolumen stieg von 7 Mrd. cbm (2008) auf 18 Mrd. cbm
(2011; Prognose 2012: 20 Mrd. cbm).
Mitte 2011 gelangte dank des Engagements der malaysischen Gesellschaft Petronas Charigali
Sdn Bhd das erste im Kaspischelf geförderte Gas über das turkmenische Pipelinesystem
zu ausländischen Verbrauchern. Das Unternehmen zählt zu den ausländischen Pionieren
in der Kohlenwasserstoffbranche Turkmenistans. Es stieg 1996 über den Abschluss einer
Production-Sharing-Vereinbarung zur Erschließung des Blocks 1 im turkmenischen Teil des
Kaspischelfs (Felder Magtymguly, Garagyol-Deniz und Diyarbekir mit bis zu 1.000 Mrd.
cbm Gas-, 200 Mio. t Öl- und 300 Mio. t Gaskondensatreserven) in das Erdgasgeschäft der
GUS-Republik ein und hat bis 1.1.2012 im Land schon 5,6 Mrd. US$ investiert. Der Investor
will künftig jährlich bis zu 5 Mio. t Öl, bis zu 4 Mio. t Kondensat und bis zu 10 Mrd. cbm Gas
(aktuelle Kapazität: 5 Mrd. cbm) fördern und an ausländische Abnehmer liefern.
Gasprojekte mittels Production-Sharing-Vereinbarungen im turkmenischen Teil des
Kaspisees verfolgen unter anderem auch die Gesellschaften Dragon Oil (VAE/Großbritannien;
Tscheleken-Feld, prognostizierte Gasvorräte: 90 Mrd. cbm, zurzeit nur Ölförderung), Itera
und Sarubjeshneft (Russland; Block 21 mit förderbaren Reserven von 219 Mio. t Öl und 92
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Contact - Headquarters (Frankfurt/M.)
Kleiner Kornweg 32A
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Other stations:
PRAGUE (CZ)
KRASNODAR (RU)
MOSCOW (RU)
Frankfurt
Ashgabat
Mrd. cbm Begleitgas und 100 Mrd. cbm Erdgas, Projektstart: 2010; zugesagte Investitionen:
1 Mrd. US$, voraussichtlicher Start der Gasförderung: 2018/2019, erwartetes jährliches
Fördervolumen: 4,5 bis 5,5 Mrd. cbm) und RWE Dea AG (Deutschland). Der Essener
Energiekonzern RWE erhielt im Juli 2009 eine Lizenz für die geologische Erkundung des
940 qkm großen Blocks 23 im südöstlichen Teil des turkmenischen Sektors des Kaspisees
und wertet gegenwärtig seine dort durchgeführten seismischen Messungen aus.
Die industrielle Erschließung und Nutzung der Lagerstätten Galkynysch und Jaschlar ist
das größte Investitionsprojekt in der bisherigen Geschichte von Türkmengaz. In die erste
Erschließungsetappe (jährliche Förderung und Aufbereitung von 40 Mrd. cbm Gas, später
bis zu 70 Mrd. cbm/Jahr) fließen deutlich mehr als 10 Mrd. US$. Im Dezember 2009
unterzeichnete Türkmengaz mit Partnern aus der VAE (Gulf Oil & Gaz Fze und Petrofac
International LLC), der VR China (CNPC Chuanging Drilling Engineering Company) und
Korea (Rep; LG International Corp./Hyundai Engineering Co. Ltd.) vier Service- und
Lieferverträge mit einem Gesamtwert von 9,7 Mrd. US$.
Die chinesische Engineering-Gesellschaft, die seit 2005 in Turkmenistan aktiv ist
(Schwerpunkt: industrielle Erschließung der am rechten Ufer des Amu-Darja gelegenen
Kohlenwasserstoffregion Bagtyýarlyk mit vermuteten Gasvorkommen von 1.700 Mrd.
cbm), engagiert sich bei der Projektierung und Errichtung der technisch-technologischen
Infrastruktur für die Gasförderung in der Lagerstätte Galkynysch (vor allem Bau einer
Anlage für die Gasvorreinigung und einer lokalen Pipeline). Das südkoreanische Konsortium
errichtet bis Anfang 2013 eine schlüsselfertige Entschwefelungsanlage (Baustart war
2010). Die Investoren aus der VAE realisieren im Rahmen des Galkynysch-Großvorhabens
Projekte für die Gasaufbereitung.
Türkmennebit, der größte Ölförderer in Turkmenistan, engagiert sich in der industriellen
Nutzung und Erschließung von mehr als 30 Onshore-Lagerstätten und in letzter Zeit
auch in der Erkundung einiger Offshore-Lagerstätten. In vielen der heute ausgebeuteten
Vorkommen sind die Vorräte zu einem Großteil bereits erschöpft. Zur besseren Nutzung der
in den Feldern noch vorhandenen Ressourcen investiert das Unternehmen in Kooperation
mit ausländischen Technologielieferanten (Cinopec/VR China, Jugneftegaz/Ukraine,
Tatneft/Russland und andere) in neue Förderverfahren. Darüber hinaus steckt Türkmennebit
viel Geld in die Erkundung, Erschließung und den Ausbau neuer Onshore-Lagerstätten
und in geologische Erkundungsarbeiten in einigen Offshore-Feldern. Unter den neuen
perspektivreichen Projekten von Türkmennebit kommt der industriellen Nutzung der auf
300 Mio. t geschätzten Ölreserven in der Kohlenwasserstofflagerstätte Galkynysch und der
umfassenden Modernisierung der unweit gelegenen Ölraffinerie in Seýdi eine besondere
Bedeutung zu.
Ausländische Firmen sind in Onshore-Projekten praktisch nur über Serviceverträge präsent,
erhielten aber den Zuschlag für Erkundungs- und Förderrechte im Kaspischelf.
Der Branchenprimus unter den in der GUS-Republik tätigen ausländischen Ölförderern
ist die Gesellschaft Dragon Oil mit Hauptsitz in Dubai. Das Unternehmen engagiert sich
seit 1999 im Rahmen einer Production-Sharing-Vereinbarung bei der Erschließung und
industriellen Nutzung der Offshore-Vorkommen Tscheleken im turkmenischen Sektor des
Kaspisees (prognostizierte Öl- und Gaskondensatreserven in den Feldern Dsheitun und
Dshigalybek: 658 Mio. Barrel).
Bis Anfang 2012 hat Dragon Oil mehr als 2,3 Mrd. US$ in das Tscheleken-Projekt
einschließlich der Land-Infrastruktur in Hazar investiert. Seine Erlöse hat das Unternehmen
2011 im Vergleich zu 2010 um 47% auf 1,15 Mrd. US$ und seinen Reingewinn um 68%
auf 386,1 Mio. US$ ausgeweitet. Bis 2015 will Dragon Oil seine tägliche Förderquote auf
100.000 Barrel ausweiten (2011: 61.500 Barrel). Der heute zweitgrößte Mitspieler unter den
Ölförderern im Kaspischelf ist die bereits erwähnte Gesellschaft Petronas.
28
Kfz-Industrie
Turkmenistans kleiner Importmarkt für Kfz und Kfz-Teile zeigt seit einigen Jahren sichtlich
nach oben. Eine Inlandsproduktion gibt es nicht. Das Ministeriums des Innern beziffert die
2000 bis 2011 erfolgten Importe von Pkw (zumeist Gebrauchtwagen) auf etwa 250.000
Einheiten. Den durchschnittlichen jährlichen Zuwachs privater Transportmittel insgesamt
gibt die Verwaltung für Ölprodukte (Turkmennebitönumleri) mit 12% an. Ím Durchschnitt
entfielen 2011 auf 1.000 Einwohner circa 100 Pkw gegenüber 80 Einheiten 2008.
Es besteht ein Verbot für die Einfuhr von mehr als zwölf Jahre alten Pkw, von Fahrzeugen
mit einem rechtsseitigen Lenkrad oder einem hohem Spritverbrauch sowie von zweisitzigen
Limousinen und von Cabriolets. Als Käufer von Neuwagen treten in erster Linie Regierungsund andere öffentliche Einrichtungen auf (Hauptmarken: Mercedes-Benz, Chevrolet,
Hyundai und Volkswagen). Die Neuwagenhändler bieten ihren Kunden in Kooperation mit
einigen Geschäftsbanken auch eine Fahrzeugfinanzierung an.
Markführer im Lkw-Geschäft ist der russische Anbieter Kamas. Er nahm 2008 in Aschgabat
ein großes Handels-, Dienstleistungs- und Ausbildungszentrum in Betrieb (Wartung/
Service von bis zu 160 Einheiten/Monat). In den Folgejahren wurden ähnliche Zentren in
Balkanabat, Daschogus, Mary und Turkmenabat eröffnet. In den Jahren 2007 bis 2012
lieferte die Kamas-Schmiede rund 5.000 Einheiten (Lkw, Baufahrzeugen und Krane) nach
Turkmenistan (Kamas-Bestand Ende 2012: circa 11.500 Einheiten).
Das belarussische Automobilwerk MAZ (Nutzfahrzeuge), der russische Hersteller von
Geländewagen und Kleinlastwagen UAZ, der ukrainische Hersteller von Schwerlastern
und Spezialfahrzeugen AvtoKrAS und der russische Fahrzeugbauer GAZ (Lkw und PkW)
machen in letzter Zeit wieder mehr Geschäfte auf dem turkmenischen Kfz-Markt. MAZ liefert
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SDW EXPROM GmbH
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SDW EXPROM GmbH · Dr.-Berns-Str. 37 · D-47441 Moers/Germany · Tel +49 2841 6079360 · Fax +49 2841 6079361 · [email protected]
2012 voraussichtlich bis zu 3.000 Nutz- und Spezialfahrzeuge und plant im Jahresverlauf
die Eröffnung von vier Servicezentren für die Wartung und Reparatur von MAZ-Technik
(Nutz- und Spezialfahrzeuge sowie Traktoren).
Seit 2008/2009 drängen chinesische Anbieter von Spezialfahrzeugen verstärkt nach
Turkmenistan. Das belarussische Unternehmen Poshsnab lieferte 2012 Feuwehrfahrzeuge
(Abnehmer: Ministerium des Innern). Unter den turkmenischen Vertriebsgesellschaften für
Nutz- und Spezialfahrzeuge (auch Busse und Traktoren) ragt das Unternehmen Yaraw hervor
(www.yaraw.com). Es vertritt meherer russische und belarussische Fahrzeughersteller
(GAZ, MAZ, KRAZ, BELAZ, Volat, TschTZ-Uraltrak, UralAZ, SIL, Politrans und Amkodor).
Die japanischen Lieferanten von Baufahrzeugen Komatsu und Itochu Corp. liefern gemäß
einer auf Regierungsebene unterzeichneten Vereinbarung bis 2015 jährlich bis zu 200
Einheiten. Traditionell größter Anbieter von Baumaschinen und -fahrzeugen in Turkmenistan
ist der US-amerikanische Produzent Caterpillar (Vertrieb über die Zeppelin International AG;
bisheriger Gesamtabsatz: circa 1.500 Einheiten). Bei den Ausschreibungen des Ministeriums
für Automobiltransport für den Kauf von Autobussen kamen in den letzten drei Jahren die
Anbieter Hyundai (Japan, 2012 Lieferung von 200 Bussen der Marke Hyundai Super Aero City),
Zhengzhou Yutong Bus Co. Ltd (VR China, 2012 Lieferung von 50 Überlandbussen der Marke
Yutong ZK6129H), PAZ (Russland), IKCO (Iran) und MAZ-Kupawa (Belarus) zum Zuge.
Maschinenbau
Es gibt in Turkmenistan etwa 50 Betriebe des Maschinenbaus, der Metallverarbeitung und
der Elektroindustrie. Sie produzieren technisch wenig anspruchsvolle Erzeugnisse, vor allem
Ausrüstungen und Ersatzteile für die Öl- und Gasindustrie (Armaturen und Pumpen), die
Lebensmittelindustrie sowie die Land-, Kommunal- und Stromwirtschaft und/oder befassen
sich mit der Reparatur und Instandsetzung von Maschinen. Die wenigen mit ausländischen
Partnern realisierten Projekte betreffen die Reparatur und Instandsetzung von Landtechnik
(Importtechnik) sowie Öl- und Gasausrüstungen.
Das Gros der Maschinenbaukapazitäten ist in dem 1995 gegründeten und dem Ministerium
für Industrie unterstehenden Staatskonzern Türkmenmasyngurlusyk (Turkmenischer
Maschinenbau) konzentriert. Drei Unternehmen in Aschgabat produzieren Behälter und
Tanks mit einem Nutzvolumen von bis zu 60 cbm, Gasölvorwärmer, Zirkulationssysteme
(Bohranlagen), Heizkessel für den Bedarf der Eisenbahn, Gasapparaturen,
Wärmeaustauscher
und
Metallkonstruktionen
(Nebitmas),
Spezialarmaturen,
Metallerzeugnisse für die Stromwirtschaft und Ersatzteile für die Öl- und Gasindustrie
(Azykmas) und Aluminiumerzeugnisse (Demir; Hauptprodukt sind Möbel für Schulen
und Büros). Der Maschinanbaubetrieb Mary (MMZ) stellt Zentrifugalpumpen her. Das
Unternehmen Agrosenagat masingurlusyk zawody, Turkmenabat, be- und verarbeitet
Gusserzeugnisse und Walzgut und produziert Metallerzeugnisse und -konstruktionen,
nichtstanddardisierte Ausrüstungen, Behälter und Pumpen. Der Betrieb DMK, Mary, stellt
Metallkonstruktionen für den Bedarf der Strom- und Bauwirtschaft sowie Pumpen und
Zentrifugalpumpen her.
Mehr als 90% seines Maschinen- und Anlagenbedarfs muss Turkmenistan im Ausland
beschaffen. Das Gros der Einfuhren entfällt auf Technik für die Öl- und Gaswirtschaft,
den Agrar-Industrie-Komplex, die Textilindustrie, die Bau-/Baustoffbranche sowie die
Chemieindustrie.
Die Nachfrage nach Maschinen und Ausrüstungen für den Agrar-Industrie-Komplex weist
in letzter Zeit eine sichtliche Belebung auf. Der Agrarsektor steht für etwa ein Zehntel des
BIP und ist „Arbeitgeber“ für etwa die Hälfe der in der Wirtschaft insgesamt beschäftigten
Personen. Er konzentriert sich auf den Anbau von Baumwolle (Anbaufläche/erwartetes
30
Ernteaufkommen 2012: 550.000 ha/1,11 Mio. t) und Getreide (860.000 ha/1,2 Mio. t).
Produziert werden auch Gemüse und Obst und in den Regionen Daschogus und Lebap
Reis (18.300 ha/55.000 t). Die Tierzucht basiert auf einen Bestand an 2,1 Mio. Rindern,
19,5 Mio. Schafen und Ziegen und mehr mehr als 15 Mio. Geflügel.
Der praktisch einzige (zentrale) Beschaffer von Traktoren, Getreide- und
Baumwollerntemaschinen und anderer Landtechnik ist die staatlich gelenkte Assoziation
der Aktiengesellschaften für technische landwirtschaftliche Dienste Türkmenobachyzmat
(Turkmenische Landtechnik). Nach eigenen Angaben setzen die Gesellschaften auf den
Feldern jährlich mehr als 7.000 Traktoren, 2.200 Sämaschinen, 5.000 Baumwollgrubber,
2.000 Mähdrescher und 600 Baumwollerntemaschinen ein. Auf dem Markt für Landtechnik
nehmen die Anbieter CNH/Case New Holland und Jon Deere (Pflugtraktoren, Mähdrescher
und Baumwollerntemaschinen), beide USA, aufgrund intensiver Beziehungen zu den
obersten Entscheidungsträgern eine starke Markstellung ein (Lieferung von mehr als 10.000
Einheiten 1995 bis 2012).
Das Geschäft von Traktoren macht größtenteils das Minsker Traktorenwerk (Belarus;
Liefervolumen 2012: bis zu 2.000 Einheiten nach 2009 bis 2011: 2.035 Einheiten). In den
letzten Jahren kommen verstärkt auch andere Landtechnik-Anbieter, so aus Russland,
Deutschland, Usbekistan und Österreich zum Zuge. Claas Global Sales liefert laut einer im
Frühjahr 2012 unterzeichneten Präsidialverordnung 500 Traktoren und 500 Pflüge für circa
80 Mio. US$ an Türkmenobachhyzmat. Turkmenistan ordert bei Claas auch Mähdescher.
Das Ministerium für Wasserwirtschaft importierte zuletzt 100 Kettenbuldozer aus Russland
(Tscheljabinsker Traktorenwerk Uraltrak) und 200 Caterpillar-Bagger (Zeppelin International
AG, Deutschland) für die Reinigung von Abwasserkanälen
Die Lebensmittelindustrie steht für rund 12% der turkmenischen Industrieproduktion
(Ausstoß 2010: 1,43 Mrd. US$). Sie ist nach der Ölverarbeitung der zweitbedeutendste
WINTERSHALL HOLDING GmbH
Shaping the future
BASF Group
Head Office: Friedrich-Ebert-Strasse 160
34119 Kassel, Germany
Tel: +46 561 301-0
Fax: +49 561 301-1702
http://www.wintershall.com
Turkmenistan Branch:
33 Archabil Avenue, Independent Hotel,
744036 Ashgabat, Turkmenistan
Tel:
+99312 510061
Wintershall specializes in energy and is a wholly owned subsidiary of BASF SE, based in
Ludwigshafen, Germany. Wintershall is active in various regions of the world in the
exploration and production of crude oil and natural gas. In Europe the BASF subsidiary also
trades and sells natural gas. The company markets storage capacities for oil and gas,
transportation capacities for gas as well as optic fiber capacities.
Wintershall has been active in the exploration and production of oil and gas for more than 75
years, and with its headquarters in Kassel, it is now Germany’s largest producer of crude oil
and natural gas. In its exploration and production activities, Wintershall is deliberately focused
on selected core regions where the company possesses a wealth of regional and
technological expertise. These regions include Europe, North Africa, South America as well
as Russia and the Caspian Sea Region. In addition, these operations are complemented by
the company’s growing exploration activities in the Arabian Gulf.
The company is actively pursuing a policy of ongoing investment in the development of new
fields and the expansion of existing fields. While doing so, Wintershall attaches the same
importance to the stringent environmental protection and work safety requirements as it does
to its economic targets.
31
Industriezwieg des Landes. Ihr Anteil an den im Land jährlich getätigten Investitionen
beträgt im Schnitt circa 3% (Anlagevolumen 2010: 122 Mio. US$). Hauptabnehmer von
Lebensmitteltechnologien sind die staatlichen Assoziationen für die Lebensmittelindustrie
(Türkmenistanyn Azyk Senagaty Assosiasiyasy/TASA; vereint um die 120 Betriebe,
darunter zehn größere Fleischverarbeiter, circa 20 Milchverarbeiter und fünf Verarbeiter
von Baumwollsamen zu Speiseöl; Gesamtabsatz der Assoziation im Inland 2011: 310
Mio. US$), die Tierproduktion (Türkmenmallary Assosiasiyasy) und die Verarbeitung von
Getreide (Türkmengallaönümleri Assosiasiyasy).
Die Unternehmen der TASA, von denen einige in nächster Zeit privatisiert werden sollen,
haben 1991 bis 2011 gut 500 Mio. US$ in die Erneuerung und den Ausbau ihrer Kapazitäten
investiert. Für 2012 bis 2016 gibt es konkrete Pläne für Projekte mit einem Gesamtwert von
140 Mio. US$, die für eine Ausweitung des Ausstoßes der TASA-Betriebe um zwei Viertel
gegenüber 2010/2011 sorgen sollen (Modernisierung/Fertigstellung von Betrieben der
Milchverarbeitung in Kaka/Region Ahal und Köneurgenc/Region Daschogus, Erneuerung
der Produktion von pflanzlichem Öl in Tejen/Region Ahal, Fertigstellung einer Fleischfabrik
in Serhetabat/Region Mary und andere Projekte).
Den Zuschlag für die Projektierung und den Bau des ersten modernen großen
Tierzuchtkomplexes in Turkmenistan (Landkreis S.A. Nyýazow, Region Daschogus) erhielt
im Frühjahr 2012 die Gesellschaft Cotam Enterprises (Türkei/Britische Jungferninseln). Das
23-Mio.-US$-Projekt umfasst die Errichtung eines Tierzuchtunternehmens für 500 Tiere und
die jährliche Verarbeitung von 2.000 t Milch und 120 t Fleisch. Der in Kooperation mit der
TASA errichtete Komplex soll Mitte 2014 in Betrieb genommen werden. Die Assoziation ist
an weiteren Investoren und Ausrüstungslieferanten interessiert, die sich bei der Errichtung
und technischen Ausstattung von Kapazitäten in den Sparten Fleisch- und Wurstwaren,
Konditoreierzeugnisse und Kühllagerhaltung engagieren wollen.
Der Assoziation der Aktiengesellschaften für die Tierproduktion Türkmenmallary
gehören 86 Betriebe für die Tierproduktion an, darunter 23 Tierzuchtunternehmen. Sie
plant 2012 bis 2016 die Errichtung von bis zu einem Dutzend Betrieben (Fleisch- und
Milchverarbeitung sowie Geflügelzucht) und startete eine Investitionsinitiative im Rahmen
der Unternehmensprivatisierung (Verkauf einiger Milch- und Fleischverarbeiter gegen
Investitionsverpflichtungen). In ihrer Investitionspolitik legt sie ein besonderes Augenmerk
auf den Ausbau der Geflügelproduktion. Branchenkenner beziffern den jährlichen
inländischen Bedarf an Geflügelfleisch auf bis zu 20.000 t (aktuelles Aufkommen: weniger
als 5.000 t/Jahr). Die Investitionspläne von Türkmenmallary insgesamt kommen jedoch
nicht im gewünschten Tempo voran. Die Betriebe der Assoziation mussten im 1. Halbjahr
Produktionseinbußen hinnehmen und befinden sich in einer schwierige finanziellen Lage.
Die Assoziation Türkmengallaönümleri vereint Getreidemühlen und industrielle Bäckereien.
Sie schrieb 2012 die Projektierung/Errichtung von mehreren Getreidesilos mit Kapazitäten
pro Silo von 30.000 und 50.000 t und den Bau sowie die Modernisierung einer Reihe
von Bäckereien aus. Analoge Tender sind für 2013 geplant. Ein kleiner Akteur der
Nahrungsmittelwirtschaft, das Komitee für Fischwirtschaft, realisiert 2012/2013 einige
Projekte im Sektor Kühllager.
Ein bedeutender Anlagesektor der turkmenischen verarbeitenden Industrie bleibt die
Textil- und Bekleidungsindustrie. In die Modernisierung und den Bau neuer Textil- und
Bekleidungsfabriken sind seit Erlangung der Unabhängigkeit Turkmenistans 1991 bis
Anfang 2012 Investitionen in Höhe von circa 1,7 Mrd. US$ geflossen (einschließlich
knapp 200 Mio. US$ für den Bezug von Ausrüstungen aus Deutschland für mehr als ein
Dutzend Textilfabriken). Bis 2020 sollen weitere mehr als 1 Mrd. US$ in Erneuerungs- und
Ausbauprojekte investiert werden.
Im 1. Halbjahr 2011 flossen fast 160 Mio. US$ in den Bau oder die Modernisierung von Textilund Bekleidungsunternehmen. Bis Ende 2012 sollen mindestens weitere 100 Mio. US$ in
32
die Branche investiert werden. Nach offiziellen Angaben wurden in Turkmenistan 2010 und
2011 jeweils mehr als 200.000 Baumwollfasern gegenüber 10.000 t 1991 verarbeitet. Der
wertmäßige jährliche Ausstoß der turkmenischen Leichtindustrie (Textil-, Bekleidungs- und
die vom Volumen her kleine Seiden- und Schuhproduktion) belief sich 2010 und 2011 auf
im Schnitt 380 Mio. US$.
Auch einige der zum Konzern für die Baumwollentkernung Turkmenpagta gehörenden
rund drei Dutzend Betriebe (2011: Produktion von 324.000 t Baumwollfasern) kündigten
Modernisierungs- und Ausbauprojekte an. Vorgesehen ist unter anderem die Errichtung
von zwei neuen größeren Fabriken in den Landkreisen Köneurganc (Region Daschogus)
und Garbekewül (Region Lebap; jeweils Verarbeitung von Samenbaumwolle).
In der Baustoffindustrie stehen in den kommenden Jahren einige nennenswete
Modernisierungs- und Ausbauprojekte in solchen Produktgruppen wie Zement, Dachziegel,
keramische Fliesen, Trockenmischungen sowie Baufarben und -lacke an. Marktkenner
sehen auch gute Investitionschancen in den Sektoren Dämmstoffe, hochwertige Ziegel und
Fertigbauteile. Belarussische und ukrainische Baustoffhersteller kündigten ihr Interesse
an, in naher Zukunft in Kooperation mit turkmenischen Partnern die Produktion von
Fertigbauteilen für den Wohnungsbau, Isoliermaterialien für Gebäudedämmungen und
Fliesen aufzunehmen. Die Investitionen in die Baustoffindustrie beliefen sich 2008 bis 2010
auf ein Volumen von umgerechnet insgesamt 284,4 Mio. US$.
Turkmenistans Baustoffindustrie (Gesamtausstoß 2011: circa 310 Mio. US$) befindet sich
nach wie vor überwiegend in staatlicher Hand. Das Gros des landesweiten Aufkommens
(um die 70%) und ebenso der Modernisierungs- und Ausbauaktivitäten im Industriezweig
fallen in den Kompetenzbereich der Baustoffabteilung des 2011 gegründeten Ministeriums
für Industrie. Hinter einem Siebentel der landesweiten Kapazitäten der Baustoffproduktion
stehen Betriebe des Staatskonzerns Türkmennebitgazgurlusyk (Unternehmen für die
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Realisierung von Bauprojekten vorwiegend in der Öl- und Gaswirtschaft). Ungeachtet der
geplanten Erneuerungs- und Ausbauaktivitäten in der Baustoffbranche bleibt Turkmenistan
auch künftig in hohem Maße auf den Import hochwertiger Bauprodukte einschließlich
Gebäudetechnik angewiesen.
Chemie und Petrochemie
Dem Ausbau und der Modernisierung der chemischen und petrochemischen Industrie
kommt bei der angestrebten Diversifizierung der Wirtschaft in Turkmenistan eine
besondere Bedeutung zu. Die Chemiebranche steht mit einem jährlichen Ausstoß von 185
Mio. US$ für knapp 2% der Industrieproduktion des Landes. Die Ölverarbeitung kommt
mit einem Aufkommen von 1,8 Mrd. US$ auf einen Anteil von fast zwei Fünfteln (jeweils
Durchschnittsangaben für die Jahre 2009 und 2010; Angaben für 2011 liegen noch nicht
vor).
Ausgehend von den im Land vorhandenen riesigen Erdgasreserven setzt das Land in
seinem Branchenprogramm für die Chemieindustrie den Hauptfokus auf den Ausbau der
Gaschemie und darunter vor allem auf die Ausweitung der Produktion von Stickstoffdünger
(Ammoniak und Harnstoff). Der jährliche Ausstoß von Stickstoffdünger soll von 870.000 t
im Jahr 2011 bis 2015 auf 4,5 Mio. t und bis 2020 auf 5,4 Mio. t steigen (jeweils bemessen
in Ammonsalpeter). Die zweite Ausbausäule umfasst Projekte zur forcierten industriellen
Nutzung der in Turkmenistan reichlich vorhandenen mineralischen Salze sowie jod- und
bromhaltigen Tiefenwässer.
Das Gros der Kapazitäten der Chemieindustrie ist neun staatlichen Betrieben konzentriert,
deren Tätigkeit von dem 2007 gegründeten Konzern Türkmenhimiýa (Turkmenische
Chemie) koordiniert wird. Die Betriebe stellen im Wesentlichen Düngemittel, Natriumsulfat/
Natriumsalze sowie Jod- und Bromerzeugnisse her. Die wenigen außerhalb von
Türkmenhimiýa tätigen Branchenakteure produzieren Kunststoff- und haushaltschemische
Erzeugnisse.
Der Branchenprimus und Hersteller von Stickstoffdünger Maryazot hegt Pläne für die
weitere Modernisierung der Produktion von Ammonsalpeter. Das Chemiewerk S.A.
Nyýazow in Turkmenabat, einziger turkmenischer Hersteller von Phosphordünger,
beabsichtigt eine umfassende Modernisierung und einen Ausbau seiner Kapazitäten auf bis
zu 300.000 t Dünger/Jahr). Anfang 2010 vereinbarte Türkmenhimiýa mit einem japanischen
Firmenkonsortium (Kawasaki Plant Systems Ltd./Sojitz Corporation) die Errichtung von
Fabriken für die Produktion von Ammoniak (400.000 t/Jahr) und Harnstoff-Granulat (640.000
t/Jahr) nahe der Stadt Mary. Mit der Bauausführung des 1,1 Mrd. US$ teuren Projekts wurde
das Unternehmen Renaissance Construction (Türkei) betraut.
Ein ähnliches Investitionsprojekt (Produktion von Harnstoff, Methanol und Ammoniak) strebt
Türkmenhimiýa mit den japanischen Partnern Mitsubishi Heavy Industries und Mitsubishi
Corporation in Tejen (Tedshen) an. Die Gesellschaft ОАО Belgorchimprom (Belarus) erhielt
2010 den Zuschlag für den Bau eines Bergbau- und Anreicherungskomplexes für die
Produktion von Kalidünger (Projektkosten in der ersten Etappe: circa 1 Mrd. US$ und unter
Einschluss der zweiten Etappe: bis zu 2 Mrd. US$. Die Realisierung des Vorhabens erstreckt
sich bis 2014/15 und sieht auch den Bau einer Fabrik für Fertigdünger vor (Kapazität: 1,4
Mio. t Kaliumchlorid/Jahr, darunter 0,8 Mio. t feinkörniger und 0,6 Mio. t granulierter Dünger).
In der Perspektive ist ein Ausstoß von jährlich bis zu 4 Mio. t Dünger avisiert. Mittel- und
langfristig ist die Erschließung weiterer Kalilagerstätten geplant.
Schon seit mehreren Jahren strebt Türkmenhimiýa mit ausländischer Hilfe einen Ausbau der
Gewinnung und Verarbeitung von jod- und bromhaltigen Tiefenwässern an. Turkmenistan
verfügt über circa 40% aller Jod- und Brom-Wasservorräte in der GUS. Gegenwärtig
werden Jod- und Bromerzeugnisse in drei Betrieben hergestellt, und zwar in der Jodfabrik
Bereket, im Jodwerk Balkan (jeweils Produktion von technischem Jod der Marke A) und im
Chemiewerk Hazar (technisches Jod, Kaliumiodid, Kaliumiodat, Jodoform, ferner Eisenbrom,
34
technischer Kohlenstoff und Kaliumhypochlorit/Bleichmittel). Der jährliche Gesamtausstoß
der drei Produzenten an Jodprodukten beläuft sich auf rund 500 t.
Die aktuell geplanten Ausbauprojekte umfassen die Errichtung von jeweils zwei Fabriken
für die Nichtmetalle Jod/Jodderivate (Kapazitäten: 250 und 300 t/Jahr; 100% Jodgehalt)
und Brom/Bromderivate (2.400 und 4.500 t/Jahr; 100% Bromgehalt) an den Standorten
Balkanabat und Hazar sowie die Erneuerung der Förderanlagen in den Lagerstätten
Boýadag (Jodfabrik Balkanabat) und Tscheleken (Chemiewerk Hazar). Über die Ergebnisse
der Ende 2011 beziehungsweise Anfang 2012 durchgeführten und später wiederholten
internationalen Ausschreibungen gibt es noch keine Informationen.
Die Petrochemie ist der bedeutendste Industriezweig des verarbeitenden Gewerbes
in Turkmenistan. Ölprodukte sind nach Erdgas das zweitbedeutendste Ausfuhrgut des
Landes (Exportvolumen Januar bis August 2012: 2,24 Mrd. US$, Zuwachs gegenüber
Vorjahresperiode: 15%). Zwei Drittel des Branchenausstoßes sind für Auslandsmärkte
bestimmt. Die Petrochemie-Kapazitäten sind im staatlichen Ölverarbeitungskomplex
Turkmenbaschi (TNGIZT) mit Raffinerien in Turkmenbaschi und Seýdi konzentriert. Der
Komplex steht für ein Fünftel bis ein Viertel des wertmäßigen Ausstoßes der verarbeitenden
Industrie des Landes. In den ersten acht Monaten 2012 verarbeiteten beide Raffinerien
4,67 Mio. t Rohöl (Hauptausstoß: 1,45 Mio. t Dieselkraftstoff und 1,25 Mio. t Benzin). Eine
kleinere Raffinerie betreibt seit 2007 der ausländische Investor und Ölförderer Dragon Oil.
Die geplanten Modernisierungs- und Ausbaupläne für die Öl- und Gasverarbeitung sind
im staatlichen Programm der Entwicklung der Öl- und Gasindustrie bis 2030 verankert.
Demnach soll die Ölverarbeitung langfristig auf bis zu 30 Mio. t steigen. Auch wenn die
Ausbauziele bei Weitem nicht realistisch sind und mehrere Projekte in der Vergangenheit
auf Eis gelegt wurden, bleibt unbestritten, dass die Branche in den kommenden Jahren
weitere Investitionen tätigen wird. Mittelfristig soll sich der Verarbeitungsgrades in den
Raffinerien Turkmenbaschi und Seýdi auf bis zu 95% gegenüber knapp 80% 2009 erhöhen.
Vorgesehen sind die Errichtung einer Anlage für die jährliche Produktion von 150.000 t
Polypropylen und neuer Kapazitäten für die Herstellung von Schmierstoffen und Industrieölen
in Turkmenbaschi sowie Projekte für die Produktion von Straßenbitumen, synthetischen
Waschmitteln, Polyethylen und Polypropylen sowie Benzol in Seýdi.
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Mitte 2012 unterzeichnete das Management des Ölverarbeitungskomplexes mit der
US-amerikanischen Gesellschaft Westport Trading Europe Limited einen Vertrag über
die Projektierung und den Bau einer Anlage für die jährliche Produktion von 37.200
t Straßenbitumen aus Abfällen der Ölverarbeitung. Die Inbetriebnahme ist für Mitte
2014 vorgesehen. Die JGC Corporation, Yokohama (Japan), bereitet gegenwärtig im
Auftrag der turkmenischen Regierung eine Feasibiltystudie für den Bau einer Ölraffinerie
am westturkmenischen Standort Okaram (Region Balkan) vor. Der Baustart für das
Ölverarbeitungswerk mit einer Kapazität von zunächst 3 Mio. t/Jahr und später von bis zu
5 Mio. t/Jahr Werk soll 2015 erfolgen.
Lieferchancen gibt es in begrenzten Umfang auch für kleinere Projekte in der Produktion
von Arzneimitteln und medizinischen Verbrauchsartikeln. Die Vorhaben basieren auf
der Umsetzung des Programms für die Entwicklung der medizinischen Industrie 2011
bis 2015. Auf der Projektliste steht der Bau von Fabriken für die Abpackung von HeilTon-Lehmerden und Meeressalz (300.000 t/100.000 Packungen/Jahr) in Jebel (Region
Balkan), die Produktion von jodhaltigen Erzeugnissen (300 Mio. Einheiten/Jahr) in
Bereket (Region Balkan), die Herstellung von Desinfektionsmitteln (200 t/Jahr) in Abadan
(Region Ahal) und die Produktion von sterilen Verbandsmaterialien (13 Mio. Einh./Jahr) in
Daschogus (Region Daschogus) sowie eine Modernisierung und Kapazitätserweiterung
im Pharmabetrieb Saglyk (Aufnahme der Produktion von 5%igen Jodalkohollösungen/2
Mio. Fläschchen pro Jahr, anderen flüssigen Arzneimitteln/8 Mio. Fläschchen pro Jahr und
Süßholzsirup/3 Mio. Packungen pro Jahr. Hauptansprechpartner für diese und künftige
Vorhaben in der Branche ist die dem Ministerium für Gesundheitswesen und medizinische
Industrie unterstehende staatliche Branchenvereinigung für die pharmazeutische Industrie
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36
Bauwirtschaft
Die stark staatlich subventionierte Bauwirtschaft hat sich zu einer Hauptsäule der Wirtschaft
Turkmenistans entwickelt. Hinter dem Aufschwung im Baugewerbe stehen vor allem die
Devisenzuflüsse aus dem Export von Gas und Ölprodukten. Mitte 2012 befanden sich mehr
als 1.800 Bau-, Industrie- und Infrastrukturobjekte mit einem Wert von 35 Mrd. US$ in der
Bauausführung oder einer fortgeschrittenen Planungsphase. 2010 und 2011 wurden jeweils
mehr als 100 größere prioritäre Projekte (öffentliche Gebäude und Industrieobjekte) in einem
Wert von 4,8 Mrd. US$ beziehungsweise 7,0 Mrd. US$ ihrer Bestimmung übergeben. 2012
werden solche Bauten für 8,0 bis 8,5 Mrd. US$ fertig gestellt.
Eine traditionell starke Marktstellung im turkmenischen Baugewerbe haben türkische
Firmen inne. Auf sie entfallen, gemessen am wertmäßigen Auftragsvolumen, annähernd
zwei Drittel aller seit Anfang der 1990er Jahre in dem zentralasiatischen Land bisher
realisierten zentralen Bauprojekte. Nach Angaben des Verbandes Türkiye Müteahhitler
Birligi/TMB (Turkish Contractors Association/TCA) stand Turkmenistan 2009 bis 2011 für
fast ein Sechstel (10,2 Mrd. US$) aller von türkischen Firmen im Ausland hereingeholten
Aufträge (64,2 Mrd. US$). Erst mit Abstand folgten auf den Rängen zwei bis vier die
Länder Russland und Libyen (jeweils knapp 7 Mrd. US$), der Irak (rund 5,5 Mrd. US$)
und Kasachstan (circa 4 Mrd. US$).
Die seit Anfang der 1990er Jahre von türkischen Firmen in Turkmenistans realisierten Projekte
einschließlich jener Vorhaben, die sich zu Jahresbeginn 2012 in der Umsetzungsphase
befanden, summieren sich auf einen Wert von 25 Mrd. US$ (Stand: 1.1.2012). In den ersten
sieben Monaten 2012 vereinbarten die Unternehmen aus der Türkei mit turkmenischen
Auftraggebern die Projektierung und den Bau von neuen Vorhaben für 3,5 Mrd. US$. Zu
den traditionellen Hauptakteuren im Baugeschäft Turkmenistans zählt auch die seit 1994
im Land tätige französische Gesellschaft Bouygues Batiment International (1994 bis 2011:
mehr als 50 realisierte Bauten für 2,3 Mrd. US$, vorrangig Prestigebauten wie Paläste,
Hochschulen, Ministerien und Hotels).
Die besonders häufige Vergabe von zentral finanzierten Projektierungs- und Bauaufträgen
an einige türkische Firmen (Polimeks Insaat, Renaissance Holding, Chalyk Holding, Cotam
Enterprises, Engin Grup, Erku International Contracting, Norsel International und Lotus
Enerji) sowie Bouygues basieren auf regelmäßigen und besonders engen persönlichen
Kontakten der obersten Managementebene der Unternehmen mit dem Präsidenten und
seinen engsten Entscheidungsträgern im Präsidialamt. Die türkischen Akteure profitieren
zudem von ihrer sprachlichen und kulturellen Verwandtschaft mit der turkmenischen Nation
sowie einer starken „Anpassung“ an die besonderen geschäftlichen Gepflogenheiten
in Turkmenistan, so zum Beispiel bezüglich häufiger Projektänderungen während der
Bauphase, der Beachtung des nationalen Kolorits in der Bauausführung und nicht zuletzt
der im Land noch wenig entwickelten Compliance-Kultur.
In den letzten Jahren etwa drei Jahren kommen mehr Firmen aus anderen Ländern,
darunter russische, ukrainische, kasachische, britische, iranische, libanesische und
französische Unternehmen, aber auch einheimische (staatliche und private) Akteure
zum Zuge. Letztere führen von Jahr zu Jahr mehr öffentliche Aufträge für den Bau von
Wohnungen und sozialen Objekten aus. Deutsche Unternehmen kommen in nicht wenigen
Fällen als Dienstleister oder Sublieferanten zum Zug (bisher vornehmlich für türkische und
in wachsendem Maße auch für turkmenische Bauauftragnehmer). Bei der Anbahnung von
Kontakten zu einheimischen privaten Bauunternehmen leistet der Verband der Industriellen
und Unternehmer Turkmenistans Unterstützung.
Das Baugeschehen im Hochbau konzentriert sich stark auf die Landesmetropole
Aschgabat und dabei vorrangig auf Prestigeobjekte des Präsidenten und seiner Regierung
(Verwaltungsbauten, Sportobjekte und Wohntürme). Allein in den 2010 auf einem 1,5 Mio.
qm großen Gelände gestarteten Bau des Olympischen Dorfes fließen bis zur Einweihung
anlässlich der 5. Asian Indoor & Martial Art Games 2017 (5. Asiatische Spiele für Hallenund Kampfsportarten) bis zu 5 Mrd. US$ (Bau von 30 Sportanlagen und mehreren Hotels).
Im Frühsommer 2012 erhielt die türkische Gesellschaft Polimeks den Zuschlag für die
Realisierung mehrerer Projekte im Rahmen der zweiten und auf 1,4 Mrd. US$ veranschlagten
Bauetappe. Für die erste noch laufende Bauetappe stellte die Regierung 2 Mrd. US$ zur
Verfügung.
Im Juni 2012 präsentierte das türkische Bauunternehmen Renaissance Construction, einer der
Hauptakteure auf dem turkmenischen Baumarkt, sein neuestes Großprojekt in Turkmenistan,
den Bau eines Wohngebiets (12. Etappe eines Wohnviertels am Nyýazow-Prospekt) auf
einem 35,5 ha großen Gelände. In den geplanten Bauten soll effektive Gebäudetechnik unter
Nutzung alternativer Energiequellen installiert werden. Zu den gegenwärtig von Renaissance
Construction in Aschgabat realisierten Großprojekten zählen auch der Bau der Technischen
Hochschule (Bruttofläche: 109.400 qm, Projektwert: 174 Mio. Euro, Bauzeit: 2010 bis 2012),
von drei Ministerien (52.300 qm, 131 Mio. Euro; 2011 bis 2013) und von Objekten des
Ministeriums des Innern (85.200 qm, 152,3 Mio. Euro, 2011 bis 2013).
Ungeachtet der regen Bauaktivitäten in Aschgabat lässt sich zwei Jahren auch eine
sichtliche Belebung des Baumarktes in den anderen Landesteilen, nicht zuletzt durch
wachsende Mittelzuweisungen aus der Zentrale, beobachten. So zeigen die Investitionen
im Rahmen der Umsetzung des „Nationalen Programms zur Umgestaltung der sozialen
und Wohnungsbedingungen der Bevölkerung auf dem Lande, in ländlichen Siedlungen und
in den Städten der Landkreise bis 2020“ von Jahr zu Jahr nach oben. Sie stiegen von 760
Mio. US$ 2010 auf 1,02 Mrd. US$ 2011 und werden 2012 voraussichtlich ein Volumen von
mindestens 1,3 Mrd. US$ erreichen (Ist im 1. Halbjahr 2012: 788 Mio. US$).
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Das Gros der 2011 realisierten Investitionen entfiel auf die Errichtung und Ausstattung
von allgemeinbildenden und Sportschulen sowie Kindergärten (272 Mio. US$), den
Bau von Straßen (195 Mio. US$), Wohnungen (155 Mio. US$), Wasserleitungen und
Kanalisationsnetzen (155 Mio. US$), Objekten der Gasversorgung (57 Mio. US$),
Krankenhäusern und Gesundheitszentren (53 Mio. US$) sowie von Stromleitungen und
anderen Objekten der Stromversorgung (46 Mio. US$). Im 1. Halbjahr 2012 wurden unter
anderem 264.100 qm Wohnflächen, 29 soziale Objekte und 811 km Wasserleitungen
errichtet sowie 425 km Straßen erneuert oder gebaut. Erwähnung verdienen Projekte für
die Errichtung gänzlich neuer Dörfer in den Jahren 2012 bis 2016.
Zu den bedeutendsten Standorten für das Baugeschehen im Land zählt nicht zuletzt die
Nationale Tourismus-Zone Awaza am Kaspisee. Das Gesamtprojekt für die 2007 gestartete
Errichtung des großen Tourismuskomplexes bietet aufgrund seines Prestigecharakters
für den Präsidenten und die Regierung, der Bereitstellung öffentlicher Mittel und einiger
steuerlicher Anreize auch künftig Kooperations- und Lieferchancen für ausländische
Firmen (realisierte Investitionen bis Mitte 2012: 2,5 Mrd. US$). Vorgesehen ist der Bau
weiterer Hotels und einer ganzen Reihe von Sport- und Freizeitanlagen.
Das Geschäft im Tief- und Anlagenbau konzentriert sich auf den Öl- und Gassektor
(technische und infrastrukturelle Erschließung neuer und Ausbau bestehender
Lagerstätten, Gasverarbeitung und Pipelinebau). Erst mit Abstand folgen die von Jahr zu
Jahr reger werdenden Projekte für den Ausbau der Transportinfrastruktur (Autobahnen/
Straßen, Eisenbahn, Flughäfen und Seehafen Turkmenbaschi) und der Stromwirtschaft.
2012 bis 2015 sollen laut einem Präsidialerlass 78 Straßenbrücken auf den Magistralen
Aschgabat - Mary und Aschgabat - Turkmenbaschi unter der Regie des staatlichen
Straßenbaukonzern Türkmenawtoýollary errichtet werden. Das Gros der Bauaktivitäten
im Öl- und Gassektor entfällt auf den staatlichen Baukonzern Türkmennebitgazgurlusyk
und seine Spezialbau- und Regionalunternehmen an den Standorten der Öl- und
Gasförderung sowie das türkische Bauunternehmen Tefken Construction.
Die mittelfristig geplanten Projekte für den Ausbau des Schienennetzes sind in dem
Anfang 2012 verabschiedeten „Generalplan für die Entwicklung des Eisenbahntransportes
2012 bis 2016“ verankert. Das Ausbauprogramm umfasst neben der Errichtung einer
Nord-Süd-Achse vor allem den Bau der Trassen Atamyrat - Ymamnasar/Grenze zu
Afghanistan im Osten (Teil eines turkmenisch-afghanischen Bahnprojekts) und GasAtschak (Gazojok) - Schasenem - Daschogus im Norden (Lösung von der bisherigen
Abhängigkeit vom usbekische Bahnnetz), den Bau einer Hochgeschwindigkeitstrasse
zwischen der westturkmenischen Hafenstadt Turkmenbaschi (Region Balkan) und der
nordöstlichen Metropole, der landesweit zweigrößten Stadt Turkmenabat (Region Lebap),
die Errichtung einer neuen Eisenbahnbrücke über den Fluss Amudarja zwischen den
Städten Turkmenabat und Farab (Region Lebap) sowie die Errichtung einer Reihe weiterer
Objekte für den Ausbau der Bahninfrastruktur (darunter etwa einem Dutzend Bahnhöfen,
zahlreichen Haltepunkten sowie mehreren Werkstätten für Instandhaltungsarbeiten und
Reparaturen von rollendem Material und Gleisanlagen).
Das mittelfristige Investitionsprogramm der Bahn sieht auch die Modernisierung von vier
Bahntrassen vor: Aschgabat - Bereket - Turkmenbaschi, Turkmenabat - Serger - Atamyrat
- Amudarja, Aschgabat - Mary - Turkmenabat und Talimardshan - Amudarja - Kelif. Auf
einigen Trassen dieser Strecken sollen die Signalsysteme, die Kommunikationsanlagen
und die Energieversorgung erneuert werden. Eine erste internationale Ausschreibung für
die Modernisierung der 590 km langen Trasse von Aschgabat nach Turkmenbaschi über
Bereket ist bereits erfolgt. Ansprechpartner für alle Projekte im Eisenbahnbau ist das
Ministerium für Eisenbahntransport.
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Elektrotechnik und Elektronik
Im Sektor Elektrotechnik/Elektronik bestehen außerhalb der Förderzweige (vor allem
Lieferung und Installation von Starkstromkabeln und autonomen Stromversorgungsanlagen)
und des Bausektors (Kabel, Stromverteilungs-, Beleuchtungs- und elektronische
Sicherheitstechnik) für ausländische Firmen die größten Geschäftschancen in der
Stromwirtschaft (offiziell avisiertes Investitionsvolumen bis 2020: mehr als 4 Mrd. US$).
Langfristig sollen die Stromerzeugungskapazitäten bis 2030 auf 35,5 Mrd. kWh und die
Stromexporte auf 8,2 Mrd. kWh ausgebaut werden. Für 2020 wird eine Stromerzeugung
von 26,4 Mrd. kWh und eine Stromausfuhr von 6,1 Mrd. kWh angestrebt (Ist 2011: 18,3 Mrd.
kWh/2,5 Mrd. kWh; Exportländer: Afghanistan, Iran und Türkei).
Die mittel- und langfristigen Ziele in der Stromerzeugung sollen durch den Bau von
vier neuen kombinierten Gaskraftwerken mit einer installierten Gesamtkapazität
von 1.496 MW (bis 2030), durch die Umrüstung älterer Kraftwerke auf kombinierte
Kraftwerkseinheiten (geplanter Zuwachs an installierten Kapazitäten bis 2030: 720 MW)
und durch die Modernisierung und Aufrüstung von elf Einheiten bestehender Gas-DampfTurbinenkraftwerke (Kapazitätszuwachs bis 2020: 790 MW) erreicht werden. Gegenwärtig
verfügt das Land über eine installierte Stromerzeugungskapazität von 4.151,7 MW (Anteil
der Gasturbinenkraftwerke: 40%).
Ganz oben auf der Projektliste steht neben der Erneuerung und dem Ausbau der
Kraftwerkskapazitäten die Errichtung eines landesweiten 500-kV-Leitungsrings (darunter
die 500-kV-Leitungen Aschgabat - Turkmenbaschi - Balkanabad und Aschgabat - Mary als
Bindeglieder der Stromversorgung zwischen dem östlichen und westlichen Landesteil sowie
eine 500-kV-Trasse von Daschogus nach Turkmenbaschi). Eine weitere neue 200-kV-Leitung
zwischen Mary und Tachtabasar ist vor allem für den Stromexport von Bedeutung. Das
Unternehmen Cotam Enterprises (Türkei/Britische Jungferninseln) präsentierte der Regierung
im August 2012 Projekte für die Errichtung der 620 km langen 500-KV-Leitung Ashgabat –
Turkmenbaschi – Balkanabat und den Bau eines Gasturbinenkraftwerks in der Region Ahal.
In die Erneuerung und den Ausbau der Energieversorgung in der Hauptstadt Aschgabat
sollen laut einem Projekt eines belgisch-französischen Konsortiums (Enex process
engineering S.A./Belgien, Schneider Electric/Frankreich) in drei Etappen circa 2,25 Mrd.
Euro fließen (vor allem Errichtung von Stromleitungen: 220 kV und 110kV/110 km, 35 kV und
10 kV/870 km und Bau/Modernisierung von 63 220 kV-, 110-kV und 35 kV-Umspannwerken
sowie 70 10 kv-Transformatorstationen). Bei der Umsetzung des Projekts dürfte vor allem
die türkische Calik Holding (Calik Enerji) als Auftragnehmer zum Zuge kommen. Das
Unternehmen hat in Turkmenistan bereits sechs Kraftwerke mit einer installierten Kapazität
von 1.133 MW und andere Objekte der Energieinfrastruktur errichtet.
2011 wurde der Ausbau der Infrastruktur für die Stromwirtschaft in der Region Lebap in zwei
Etappen beschlossen. Das Vorhaben zielt auf eine bessere regionale Stromversorgung
sowie eine Verfünffachung der Stromexporte nach Afghanistan ab (Exportvolumen 2010/11:
jeweils 325 Mio. kWh). Die Kosten für die erste bis 2013 vorgesehene Ausbauetappe (Bau
einer etwa 1.000 km langen 500-kV-Stromleitung und Errichtung/Modernisierung von
Umspannwerken in den Regionen Lebap und Mary; Finanzierung über Haushaltssmittel)
betragen 390 US$. Auftragnehmer des Projekts ist die türkische Gesellschaft Lotus Proje
Akayakit Enerji Mad. TE.
Informations- und Kommunikationstechnik (IKT)
Der Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik hat noch einen erheblichen
Nachholbedarf. Die große staatliche Kontrolle und Medienzensur, die nur zaghafte
Herausbildung privater Strukturen und das geringe Einkommensniveau behindern eine
43
beschleunigte Liberalisierung und Entwicklung des IKT-Marktes. Der nationale Operator
Türkmentelekom genießt in der Telekommunikationsbranche eine Monopolstellung. Es gibt
nur recht bescheidene Fortschritte bei der Erneuerung und beim Ausbau des Festnetzes
(1.1.2011: circa 520.000 Anschlüsse, Penetrationsrate laut International Telecommunication
Union: 10,3%). Der Digitalisierungsgrad des Netzes beträgt noch weniger als zwei Drittel.
Türkmentel will in den kommenden Jahren bis 2015 vor allem in den Ausbau des nationalen
optischen Glasfasernetz investieren. Priorität genießt die Trasse entlang des turkmenischen
Teils des transnationalen Bahnkorridors Nord-Süd. Ebenfalls bis 2015 ist die Errichtung
eines nationalen Systems für Sputnikverbindungen geplant. Auf längerer Sicht, das heißt
bis 2020, soll sich die Anzahl der Festnetzanschlüsse um 134.000 gegenüber dem heutigen
Stand erhöhen.
Die positive Entwicklung in der Mobiltelefonie (Abonnementenzuwachs 2008 bis 2010
laut Angaben der Marktforscher von ComNews: + circa 80% auf mehr als 3 Mio.) wurde
Ende 2010 abrupt unterbrochen. Zu jenem Zeitpunkt hat das Kommunikationsministerium
Turkmenistans dem damaligen Branchenprimus MTS-Turkmenistan/Barash Communications
Technologies (Ende 2010: 2,42 Mio. Abonnenten; Marktanteil: gut vier Fünftel) die Lizenz
ohne Angaben von Günden gekündigt. Marktbeobachtern zufolge war die 100%ige Tochter
des russischen Operators MTS, die 2005 in den turkmenischen Markt eingetreten ist, aus
Sicht der turkmenischen Regierung wohl zu liberal und erfolgreich und führte zu wenig
Gewinn an die Staatskasse ab (laut Lizenzvertrag 20% vom monatlichen Nettogewinn).
Die frühere Nummer zwei in der Mobiltelefonie Altyn Asyr (TM Cell, GSM 900/1800; auch
CDMA-Netz für den Bedarf in schwer zugänglichen Siedlungen), eine Struktureinheit
von Türkmentelekom, zählt heute 2,6 Mio. Abonnementen (Mitte 2012) gegenüber nur
0,5 Mio. Ende 2010. Trotz der in letzter Zeit mit Unterstüzung der Unternehmen Huawei
44
Technologies Co. Ltd. (VR China), Nokia Siemens Networks OY (Finnland) und Wostotschnyj
weter (Russland) getätigten Investitionen lassen nach Auffassung von Branchenkennern
die Netzqualität und das Leistungsspektrum von Altyn Asyr, darunter insbesondere die
Qualität des mobilen Internets, noch viele Wünsche offen. Die mehrfach vom Präsidenten
Berdymuchamedow ausgesprochene Empfehlung zur Gründung von drei nichtstaatlichen
Mobiltelefoniegesellschaften (mit jeweils einer Mehrheitsbeteiligung einheimischer Firmen)
blieb Makulatur.
Am 30.8.2012 nahm die russische Gesellschaft MTS nach längeren Verhandlungen
zwischen der Invesitionsgesellschaft Sistema (ihr gehört MTS an) und den zuständigen
turkmenischen Partnern ihre Tätigkeit in Turkmenistan wieder auf (Zielmarke bis Ende
2012: 440.000 Abonnenten). MTS-Turkmenistan erhielt eine Lizenz für die Gewährung von
Dienstleistungen in den Standards GSM und 3G, führt nunmehr 30% seines monatlichen
Reingewinns an Türkmentelekom ab und will 2012 bis 2015 circa 40 Mio. US$ in sein
turkmenisches Netz investieren. Mit dem Wiedereinstieg von MTS in den Markt dürfte sich
vor allem auch das schnelle mobile Internet wieder sichtlich beleben.
In der Internet-Sparte (ohne mobiles Internet), die bis 2007 infolge einer vollständigen
staatlichen Kontrolle und der Schließung aller bestehenden Internetcafes kaum entwickelt
war, gab es nach dem Amtsantritt Berdymuchamedows leichte Belebungstendenzen
(Einrichtung staatlicher Internetcafes, Wiedereinführung privater Internet-Anschlüsse).
Aufgrund der weiterhin bestehenden großen staatlichen Restriktionen im Medienbereich, der
nur schleppend vorankommenden Investitionen in neue Internetanschlüsse, der immer noch
vergleichsweise hohen Kosten für Internetdienste und des geringen Ausstattungsgrades
von Firmen und Haushalten mit Computern umfasste das Auditorium der Internet-Nutzer
nach Angaben von Internet Worlds Stats Ende 2011 nur 2,2% der Bevölkerung (GUSDurchschnitt: mehr als ein Drittel).
Zu Jahresbeginn 2012 verfügte kaum mehr als 1% der Haushalte über einen PC. In den
Schuljahren 2011/2012 und 2012/2013 erhielten alle Erstklässler ein Notebook chinesischer
Produktion. Von der 2010 eingeleiteten Initiative für den Aufbau eines Systems für die
elektronische Regieung ist noch wenig zu spüren. Das 2011 in Aschgabat gegründete
Turkmenisch-Indische Zentrum für Informationstechnologien widmet sich auf kommerzieller
Basis der Aus- und Weiterbildung von IT-Fachkräften.
Umwelttechnik
Der turkmenische Markt für Umwelttechnik wird vor allem von der Nachfrage nach
ökologischen Ausrüstungen für die Öl- und Gaswirtschaft, die Herstellung von Trinkwasser
sowie die Abwasser- und Bewässerungswirtschaft geprägt. Die umfassende Modernisierung
und Erneuerung der Bewässerungsanlagen gelten Markkennern zufolge mittel- und
langfristig als ein attraktiver Sektor für Investitionen und ausländische Zulieferungen. In
Turkmenistan entfallen mehr als 90% des Wasserverbrauchs auf die Bodenebwässerung.
Das am 10.1.2011 von der Regierung verabschiedete Generalprogramm für die Versorgung
der Siedlungen mit sauberem Trinkwasser sieht bis 2020 den Bau von mindestens 50
Abwasseranlagen vor. Die Projekte werden aus dem Staatshaushalt finanziert. Geplant ist
vor allem die Projektierung und Errichtung zahlreicher kleinerer Wasserreinigungsanlagen
mit einer Kapazität von 100 bis 3.000 cbm/Tag. Allein in den Regionen Lebap und Mary
sollen in nächster Zeit sechs beziehungsweise fünf Abwasserreinigungsanlagen errichtet
werden. Auch einige größere und große Städte, wie zum Beispiel Turkmenabat, erhalten
neue Abwasseranlagen mit einer Kapazität von bis zu 50.000 cbm/Tag.
Das ukrainische Unternehmen Interbudmontash engagiert sich bei der Errichtung eines
Großprojektes in der Wasserwirtschaft der Hauptstadt Aschgabat (Bau eines technisch
45
besonders anspruchsvollen Drainagetunnels sowie einer Wasserreinigungsanlage mit
einer Kapazität von 300.000 cbm/Tag im Stadtteil Artschabil). Seit der Unabhängigkeit
Turkmenistans wurden bis 2011 neun Fabriken für die Herstellung von sauberem
Trinkwasser errichtet. In den kommenden Jahren ist der Bau einer ganzen Reihe weiterer
Trinkwasserfabriken geplant, darunter allein von fünf in Landkreisen der Region Lebap.
Koordinator für die Wasserreinigungsprojekte ist das das im April 2011 gegründete
Ministerium für Kommunalwirtschaft. Die Vorhaben im Sektor Bewässerungswirtschaft
liegen im Kompetenzbereich des Ministeriums für Wasserwirtschaft.
Frischwasserverbrauch in Turkmenistan nach Regionen 2010 (in Mio. ccm)
Region
Verbrauch, insgesamt
Darunter
Landwirtschaft
Industrie
Kommunaler Sektor
Land, insges.
18.220,6
16.418,9
1.334,0
467,7
Mary
5.270,5
4.427,6
774,9
68,0
Daschogus
4.092,4
4.066,6
1,7
24,1
Achal
3.972,7
3.863,7
24,3
84,7
Lebap
3.512,4
3.438,9
14,1
59,4
Balkan
1.166,5
621,3
499,7
45,5
Stadt Aschgabat
206,1
0,8
19,3
186,0
Quelle: Staatliches Komitee für Statistik
Medizintechnik
Der Markt für Medizintechnik verspricht ungeachtet der immer noch bescheidenen ProKopf-Ausgaben für die Gesundheit (laut Weltbank 2010 106 US$ gegenüber 113 US$
2005) in einigen Sektoren gute Geschäftschancen. Die konkreten Ziele für den Ausbau
des Gesundheitswesens sind im Staatlichen Programm und einem Aktionsplan für die
Entwicklung des Gesundheitswesens für 2012 bis 2016 sowie im Nationalen Programm
für die Umgestaltung der sozialen und Wohnbedingungen der Bevölkerung in ländlichen
Gebieten und Landkreiszentren im Zeitraum bis 2020 formuliert. Laut den Planungen des
Ministeriums für Gesundheitswesen und medizinische Industrie sollen 2011 bis 2030 circa
3 Mrd. US$ in die Projektierung, den Bau und die technische Ausstattung von Kliniken und
Krankenhäusern sowie die Objekterneuerung fließen.
Unter den aktuellen Projekten ragt der 2012 bis 2016 vorgesehene Aufbau eines landesweiten
und einheitlichen Notfall- und Rettungsdienstsystems hervor (Errichtung von fünf Notfallbeziehungsweise Unfallkliniken, eines Feldkrankenhauses für große Katastrophenfälle
und von Kommandokontrollzentren). Mit der Planung und den Bau der Kliniken wurde das
türkische Unternehmen GAP Construction beauftragt. Die medizinischen Ausrüstungen
für die Kliniken liefert in Kooperation mit deutschen Medizintechnik-Produzenten die
Gesellschaft Hospitalia International. Die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug
GmbH (WAS), Wietmarschen, liefert Kranken- und Rettungsfahrzeuge.
Das Bauunternehmen Efor Insaat (Türkei) erhielt den Zuschlag für die Projektierung
und Bau neuer Gebäude des Zentrums für Kardiologie in Aschgabat einschließlich der
technischen Ausstattung der Klinik (Realisierungszeitraum: Mitte 2012 bis April 2014).
Die Gap Holding (Türkei) errichtet 2011 bis 2013 in Aschgabat eine größere Zahnklinik.
Das Unternehmen Cotam Enterprises (Türkei/British Virgin Islands) ist mit dem Bau und
der technischen Ausstattung (inklusive Medizintechnik) eines neuen Sanatoriums mit
200 Betten in Gurbansoltan (Region Daschagus) beauftragt (Realisierung: Juni 2012
bis Mai 2014).
46
Представительство
ТОО “Кнауф Гипс Капчагай.
Предприятие с участием ДЭГ”
в Туркменистане
Тел.: +9 93 6585 3131
Немецкий стандарт
ПРОДУКЦИЯ КНАУФ КАЧЕСТВО
ПРОВЕРЕННОЕ
ГОДАМИ
КНАУФ – это международная компания,
ком
основанная на лучших принципах семейного
бизнеса и сумевшая сохранить эти ценности, несмотря на глобальный масштаб своей
деятельности. Сегодня междунаро
международная группа КНАУФ является одним из крупнейших
производителей стройматериалов в мире.
В 1993 году началась инвестиционна
инвестиционная деятельность КНАУФ в России, затем приобретались
и создавались предприятия в Украин
Украине, Молдове, Казахстане, Узбекистане и Азербайджане.
Маркетинговая деятельность распро
распространилась практически на все страны СНГ.
Наши предприятия в странах СНГ оснащены современным оборудованием, используют
единую для всей международной гру
группы КНАУФ технологию производства и как следствие
этого выпускают строительные мате
материалы высшего качества, при этом стандарты качества
являются едиными как для предприя
предприятий КНАУФ в Германии, так и для стран СНГ.
На территории Туркменистана ком
компания Кнауф осуществляет свою деятельность как
Представительство ТОО «Кнауф гипс Капчагай. Предприятие с участием ДЭГ» с 2008 года.
Системы сухого строительства применяются для монтажа перегородок, подвесных
потолков, облицовки стен и полов.
Принцип сухого строительства пр
прост и заключается в монтаже гипсокартонных или
гипсоволокнистых листов на металл
металлический каркас или на специальные мастики и смеси.
Металлический профиль Кнауф предназначен для монтажа каркасных конструкций
перегородок, каркаса облицовки сте
стен и потолков. На каркас крепятся листы гипсокартона.
Кнауф-лист (ГКЛ) – листовой ма
материал, основу которого оставляет гипсовая смесь,
заключённая между картонными лис
листами, выпускается и во влагостойком исполнении.
Кнауф-лист – высококачественный
высококачественный, экологичный материал, может использоваться для
создания различных конфигураций с
стен, потолков, перегородок.
Сборные полы Кнауф – конструкция,
констр
состоящая из составных элементов. Элементы
полов Кнауф – гипсоволокнистые листы (ГВЛ), влагостойкие, теплоизоляционные и
скрепляющие компоненты.
Сухие строительные смеси Кн
Кнауф: штукатурки, шпаклёвки, грунтовки, клеи для
компонентов, наливные полы, гидро
гидроизоляции.
Системы теплоизоляции и гидро
гидроизоляции: панели, плиты из пенополистирола, плиты
из минеральной ваты, элементы кре
крепления.
«Кнауф» производит оборудование, позволяющее механизировать трудоёмкие процессы:
смешивание подачу готовых смес
смесей. Оборудование «Кнауф» отличается простотой и
доступностью.
Успех продукции
прод
«Кнауф» заключается в
высоком качестве, доступности,
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простоте и невысокой стоимости.
простот
Ein besonders großes Defizit in der medizinischen Versorgung besteht in den Regionen
außerhalb der Landesmetropole Aschgabat. Die meisten der in den ländlichen Gebieten
rund 1.650 medizinischen Zentren und Häuser der Gesundheit sowie die circa 60
Krankenhäuser auf Landkreisebene sind mit veralteter Technik ausgestattet. Viele Geräte
fehlen gänzlich. Bis 2020 sollen alle ländlichen Krankenhäuser und Gesundheitszentren
erneuert und technisch aufgerüstet werden.
Deutsche Lieferanten gelten als führende Medizintechnik-Anbieterauf dem fernen Markt.
Die Lieferungen von Medizintechnik aus Deutschland nach Turkmenistans belaufen sich
nach internen Angaben des Ministeriums für Gesundheitswesen und medizinische Industrie
seit Ende der 1990er Jahre in einem deutlich zweistelligen Bereich (1998 bis 2011: im
Schnitt 25 bis 30 Mio. US$ pro Jahr). Das Gros der Lieferungen geht auf das Konto der seit
mehr als 15 Jahren in der zentralasiatischen GUS-Republik tätigen Gesellschaft Hospitalia
International, Oberursel. Das Unternehmen hat in der GUS-Republik bis heute mehr als 30
allgemeine und Fachkliniken, Krankenhäuser und Sanatorien in Kooperation mit deutschen
Medizintechnik-Herstellern ausgestattet.
Herausgeber: Germany Trade and Invest
Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH
Villemombler Straße 76
53123 Bonn
Tel.: +49 (0)228/24993-0
Fax: +49 (0)228/24993-212
E-Mail: [email protected]
Internet: www.gtai.de
In Zusammenarbeit mit: Delegation der Deutschen Wirtschaft in Zentralasien, Kurmangasi Str. 84A
050022 Almaty / Kasachstan
Tel.: +7 727 267 42 42
Fax: +7 727 250 11 39
E-Mail: [email protected]
Internet: http://zentralasien.ahk.de
Autor: Dr. J. Uwe Strohbach, Aschgabat/Berlin (Germany Trade and Invest)
Redaktionsschluss: 15. September 2012
Alle Rechte vorbehalten.© Nachdruck - auch teilweise - nur mit vorheriger ausdrücklicher
Genehmigung. Trotz größtmöglicher Sorgfalt keine Haftung für den Inhalt.
Hauptsitz der Gesellschaft:
Friedrichstraße 60, 10117 Berlin
48
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Turkmenistan Bankensystem – Fakten und Zahlen
Das Bankensystem in Turkmenistan ist in den Jahren 2008 – 2011 gemessen an der
Bilanzsumme stark gewachsen. Trotz der hohen Wachstumsraten von 79% 2008, 33% 2009,
43% 2010 und 86% 2011 erreicht das Bankensystem noch immer eine nach internationalen
Maßstäben geringe Gesamtgröße gemessen am Bruttosozialprodukt. Für die weitere
Entwicklung der Volkswirtschaft Turkmenistans ist daher ein fortgesetztes qualitatives und
quantitatives Wachstum des Bankensektors wünschenswert.
Für die nachfolgende aggregierte Übersicht des Bankensektors in Millionen US-Dollar wurde
der Wechselkurs 1 US-Dollar = 2,85 Manat zugrunde gelegt:
In Millionen USD
Bilanzsumme insgesamt
Kredite insgesamt
Eigenkapital insgesamt
Gezeichnetes Kapital - eingezahlt
Kundenguthaben in lokaler Währung
Guthaben auf Privatkonten
01.01.2010
3.924
3.131
186
104
694
40
01.01.2011
5.595
4.350
220
134
1.653
58
01.01.2012
10.381
6.634
1.276
153
3.063
71
Wachstum 2010 in %
86%
53%
480%
14%
85%
22%
Die enorme Erhöhung von Bilanzsumme und Eigenkapital 2012 ist auf die Gründung der
Staatlichen Entwicklungsbank zurückzuführen (BS USD 2.760 Mio., EK USD 1.002 Mio.).
In Turkmenistan gibt es 13 Geschäftsbanken mit 133 Filialen, 6.600 Mitarbeitern und 1,3 Mio.
Kunden (Stand 01.01.12). Das Bankensystem wird von sieben staatlichen Geschäftsbanken
dominiert. Dabei sind die jeweiligen Banken weitgehend auf bestimmte Sektoren der Wirtschaft
spezialisiert. Juristische Personen dürfen nur bei einer dieser Banken Fremdwährungskonten
unterhalten, über die dann ihre Geschäfte mit dem Ausland abgewickelt werden. Die Struktur
des Bankensektors gliedert sich wie folgt:
a.
Staatliche Banken (7 Banken)
- State Bank for Foreign Economic Affairs of Turkmenistan:
Langfristige Finanzierung mit Exportkreditagenturen als Agent der Regierung
- State Commercial Bank “Turkmenbashi”:
Öl & Gas Sektor, Energie, Telekommunikation, Bauwesen, Transport
- State Commercial Bank “Daykhanbank”: Landwirtschaft
- State Commercial Bank “Turkmenistan”:
Budget-Organisationen, öffentliche Behörden, Bildung, Gesundheitswesen,
Textilindustrie
- State Commercial Bank “Halkbank”: Pensionskassen
- Commercial Bank “Presidentbank”:
Hypothekengeschäft für Mitarbeiter staatlicher Behörden
- State Development Bank:
Finanzierung großer Projekte von staatlicher Bedeutung
b.
Kommerzielle Banken (4 Banken):
- Joint Stock Commercial Bank “Senagat”:
Kleine und mittelständische Unternehmen, kommerzielle private Unternehmen
- International Joint Stock Bank “Karakum”
- Joint Stock Commercial Bank “Rysgal”: (Bank des Unternehmerverbandes)
- Turkmen Turkish Joint Stock Commercial Bank
c.
Ausländische Banken (2 Banken):
- National Bank of Pakistan
- Bank “Saderat” Iran
Im September 2011 beschloss das turkmenische Parlament die Gründung der „Staatlichen
Entwicklungsbank Turkmenistans“, die ihre Tätigkeit noch nicht aktiv aufgenommen hat.
Während bis 2010 die Staatliche Außenwirtschaftsbank das einzige Institut war, das
seinen Jahresabschluss nach internationalem Standard mit einem unabhängigen Auditor
veröffentlichte, sind heute alle Geschäftsbanken des Landes dazu verpflichtet. Grundlage ist
50
das „Gesetz über Buchführung und Rechnungslegung“, das seit Januar 2011 in Kraft ist. Im
April 2011, passierte das Gesetz über “Zentralbank Turkmenistans“ und „Kreditinstitute und
Banktätigkeit“ das Parlament (Ersatz für Gesetz aus 1993). Geschäftsbanken haften nicht für
Schulden des Staates; der Staat trägt keine Verantwortung für Verpflichtungen der Banken,
falls nicht anderes durch ein Gesetz geregelt wird.
Die EBRD unterhält ein „Trade Facilitation Programm“ mit der Bank Senagat und der Bank
Turkmenbashi. Die Gründung einer Bank für kleine und mittelständische Unternehmen mit
einer Mehrheitsbeteiligung von EBRD und IFC wird seit längerer Zeit diskutiert.
Durften bis Mitte 2008 nur die Zentral- und die Außenwirtschaftsbank Konten im Ausland
unterhalten und internationale Geschäfte abwickeln, erhielten mit der Verordnung Nr. 9847
vom 30. Mai 2008 alle Geschäftsbanken die Lizenz, Konten bei erstklassigen westlichen
Banken zu eröffnen. Die Mehrheit entschied sich für eine Kontoverbindung bei Deutsche
Bank und Commerzbank.
Seit 2009 hat die Zentralbank schrittweise Kunden mit internationalem Geschäft an die
Geschäftsbanken abgegeben. Ihr vorbehalten blieben die Konten der Öl- und Gasindustrie
sowie von Budget-Organisationen wie dem Finanz- und Gesundheitsministerium. Außerdem
betreute die Zentralbank weiterhin Kunden mit großen außenwirtschaftlichen Aktivitäten im
Baumwollexport sowie dem Import von Lebensmitteln.
In einem weiteren Schritt stellte die Zentralbank Turkmenistans im Juli 2011 die Betreuung von
Firmenkunden weitgehend ein. Sie betreibt jetzt so gut wie kein Akkreditiv- und Garantiegeschäft
mehr und konzentriert sich auf ihre klassischen Zentralbankfunktionen. Bisher betreute
Firmenkunden und deren Devisenkonten wurden an die Geschäftsbanken übergeben. Diese
wickeln seitdem Akkreditive und Garantien ab, die in den Lieferverträgen vorgesehen sind und
aus Eigenmitteln der turkmenischen Partner finanziert werden. Die Zentralbank ist nur noch
an Transaktionen beteiligt, die aus dem Staatsbudget finanziert werden. Allerdings verbleiben
bereits existierende, laufende Akkreditive und Garantien bei der Zentralbank.
Währungsregulierung:
Seit dem 1. Mai 2008 hat Turkmenistan einen einheitlichen und bislang unveränderten
Wechselkurs des Manat zum US-Dollar eingeführt. Der Kurs wurde von der Zentralbank mit
1 USD = 14.250 Manat festgelegt. Durch die Reform des Manat im Januar 2009 mit einem
Umtauschverhältnis von 5.000 : 1 ergab sich daraus ein Wechselkurs von 1 USD = 2,85 Manat.
Kurse aller anderen Währungen werden über internationale Wechselkurse zum USD fixiert.
Der einheitliche Kurs gilt für alle juristischen Personen unabhängig von deren Eigentumsform,
für natürliche Personen bei bargeldlosen Transaktionen an der Interbankendevisenbörse
sowie für Bargeld-Transaktionen in Wechselstuben der Geschäftsbanken. Der An- und
Verkaufskurs von Fremdwährungen wird basierend auf dem von der Zentralbank festgelegten
Wechselkurs bestimmt. Im Juni 2008 nahm die Interbankendevisenbörse ihren täglichen
Handel auf. Hier können Kunden über Geschäftsbanken Devisen auf Grundlage registrierter
Verträge kaufen und verkaufen.
Am 8. Oktober 2011 trat das neue „Gesetz Turkmenistans über die Valutaregulierung und
Valutakontrolle der Außenwirtschaftstätigkeit“ in Kraft.
Ashgabat, September 2012
Die Informationen zum Bankensystem Turkmenistans wurden freundlicherweise von der Repräsentanz Ashgabat
der Deutschen Bank zur Verfügung gestellt.
Deutsche Bank AG
Herr Peter Puhl
Repräsentanz Ashgabat
Prospekt Magtymguly 141/1, Ak Altyn Hotel, Office 210
744000 Ashgabat, Turkmenistan
Telefon: +993 (12) 363512
Mobil: +993 65 092305
Email: [email protected]
51
Steuern und Abgaben in Turkmenistan - Kurzüberblick
Die entsprechenden Angaben basieren auf den offiziellen Steuerrechtlichen Vorschriften
Turkmenistans von 2011. Sie sind offiziellen Quellen entnommen und können eine
steuerrechtliche Beratung nicht ersetzen.
Besteuerung von Niederlassungen und lokalen juristischen Personen
Steuer auf Unternehmensgewinne: 8% für juristische Personen – Residenten Turkmenistans,
20% für alle anderen juristischen Personen
Mehrwertsteuer: 15% für alle steuerpflichtigen Tätigkeiten
Umweltabgaben: 1% des Jahresgewinns
Andere lokal erhobene Gewinnsteuern: 3% des Bilanzgewinns für die Entwicklung der
Landwirtschaft, 0,5% des Bilanzgewinns für die Stadtentwicklung
Andere Steuern und Abgaben
Sozialversicherungsbeitrag: 20% des Bruttoeinkommens des Arbeitnehmers, wie z.B.
Gehälter, Amtsgelder und andere Formen der Besoldung
Vermögenssteuer
- 0,25% für das erste Quartal
- 0,50% für ein halbes Jahr (6 Monate)
- 0,75% für 9 Monate
- 1% für ein Jahr
Folgende Aktiva unterliegen der Vermögenssteuer:
Für juristische Personen - Residenten Turkmenistans: Betriebsvermögen sowie materielle
Vermögensgegenstände die sich sowohl auf als auch außerhalb des Territoriums
Turkmenistans befinden.
Für juristische Personen – Nichtresidenten Turkmenistans, die über Zweigstellen,
Vertretungen oder Niederlassungen in Turkmenistan wirtschaftlich aktiv sind:
Betriebsvermögen sowie materielle Vermögensgegenstände die sich auf dem Territorium
Turkmenistans befinden und der Zweigstelle, Vertretung oder Niederlassung gehören.
Für juristische Personen – Nichtresidenten Turkmenistans, die nicht über Zweigstellen,
Vertretungen oder Niederlassungen in Turkmenistan verfügen: Grundbesitz, welcher sich
für operative Zwecke auf dem Territorium Turkmenistans befindet.
Registrierung bei den Steuerbehörden
Im Fall von Einzelunternehmern, und anderen juristischen Personen erfolgt die
steuerpflichtige Anmeldung auf der Grundlage eines Antrags an die Steuerbehörde
innerhalb von 10 Tagen nach der Registrierung der juristischen Person (spezielle
Abteilung). Alle anderen Steuerzahler haben sich innerhalb von 10 Tagen nach Eintritt
von steuerpflichtigen Verpflichtungen anzumelden.
Im Fall eines Joint-Ventures beginnt die Frist von 10 Tagen mit dem Eintritt in ein JointVenture-Verhältnis.
Arbeitnehmer die einem Arbeitsvertrag oder Zivilrechtsvertrag unterliegen, müssen sich bei
der Registrierung nach den Vorgaben der Leitenden Staatlichen Steuerbehörde richten.
Die Steuerbehörde registriert die Antragsteller innerhalb von 3 Tagen nach Einreichung
aller erforderlichen Dokumente und erteilt ein entsprechendes Zertifikat über die
ordnungsgemäße Registrierung.
Folgende Personen unterliegen der Anmeldungspflicht bei den Steuerbehörden
Turkmenistans:
52
Natürliche Personen – Einzelunternehmer
Juristische Personen, registriert gemäß der Gesetzgebung Turkmenistans einschließlich
ausländischer Rechtsformen, die eine Zweigstelle oder Vertretung in Turkmenistan
angemeldet haben
Juristische Personen, die nicht unter Punkt 2. Fallen, aber aufgrund ihrer Aktivitäten vor
Ort als Niederlassung betrachtet werden
Natürliche Personen, soweit sie auf Grundlage eines Arbeits- oder Zivilrechtlichen
Vertrages in Turkmenistan arbeiten, müssen von ihrem Arbeitgeber registriert werden
Natürliche Personen, die nicht unter 1. und 4., aber aufgrund ihrer Aktivitäten der
steuerlichen Gesetzgebung Turkmenistans unterliegen
Arbeitserlaubnis
Arbeitgeber müssen bei der zuständigen Behörde - Kommission zur Einhaltung der
Rechtsvorschriften von Einladungen für ausländische Arbeitnehmer die zeitweilig in
Turkmenistan arbeiten - eine Erlaubnis einholen, ausländische Angestellte zeitweilig
beschäftigen zu können, woraufhin der Arbeitnehmer eine Arbeitserlaubnis erhalten
sollte. Anzumerken ist, dass maximal 30% der Gesamtzahl der Beschäftigten Ausländer
sein dürfen. Ausländische Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber müssen gemeinsam alle
erforderlichen Dokumente und einen entsprechenden Antrag auf eine Arbeitserlaubnis
bei den Behörden Turkmenistans einreichen. Die staatliche Behörde hat das Recht, die
eingereichten Dokumente bis zu 10 Tagen nach Erhalt einer Prüfung zu unterziehen.
Ashgabat, Oktober 2012
Die Kurzinformationen zu Steuern und Abgaben wurden freundlicherweise von Siemens Turkmenistan erstellt.
TOO Siemens Branch in Turkmenistan
Djenneta Bayramsahatova
Str. 2022 (A.Navoi), 102
744000 Ashgabat, Turkmenistan
Telefon:
Fax:
Mobile:
E-Mail:
+993 (12) 92 44 94
+993 (12) 92 78 29
+993 (65) 71 40 83
[email protected]
FOR BETTER ROADS
Wirtgen Internatinal GmbH
Turkmenistan
Archabil Shayoly 41, ABC
744036 Ashgabat
phone/fax: 0099312/ 480089
53
KN IBRAKOM
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www.kuehne–nagel.com
[email protected]
Kontaktdaten ausgewählter Ministerien und Behörden in Ashgabat
Institution
Anschrift
Telefon, E-Mail, Website
Außenministerium
Prospekt Archabil Schaely 108
744000 Ashgabat
+993 12 445694
+993 12 445677
+993 12 218675
+993 12 218673
Ministerium für Wirtschaft und
Entwicklung
Straße 2008, 4/1
744000 Ashgabat
+993 12 510890
+993 12 511134
[email protected]
Ministerium für Finanzen
Straße 2008 Nr.4
744000 Ashgabat
+993 12 510563
+993 12 510841
[email protected]
www.minfin.gov.tm
Ministerium für Wasserwirtschaft
Archabil Schaely 92
744000 Ashgabat
+993 12 448322
+993 12 448373
+993 12 448363 (Fax)
Ministerium für die Erdöl-,
Erdgasindustrie und mineralische
Rohstoffe
Prospekt Archabil Schaely 56
744036 Ashgabat
+993 12 403001
+993 12 403044
[email protected]
www.oilgas.gov.tm
Ministerium für Arbeit und Soziales
Mollanepes-Strasse 3
744000 Ashgabat
+993 12 927170
+993 12 927361
+993 12 926189
[email protected]
Institut für strategische Planung und
wirtschaftliche Entwicklung
Magtymguly Schaely 79
744000 Ashgabat
+993 12 941338
+993 12 942680
www.strateg.gov.tm
Garaschsyzlyk Schaely 63
744036 Ashgabat
+993 12 484920
+993 12 484863
+993 12 484960
[email protected]
www.tax.gov.tm
Staatliche Steuerbehörde
Archabil Schaely 52
Staatliche Waren- und Rohstoffbörse
744000 Ashgabat
+99312 446630
+99312 446616
[email protected]
www.exchange.gov.tm
Staatliche Behörde
«Turkmenstandartlary»
Str. 1995 (Atabaev) 12
744000 Ashgabat
+993 12 495859
+993 12 490508
[email protected]
Ministerium für Handel und Außenwirtschaftsbeziehungen
Archabil Schaely 52
744000 Ashgabat
+993 12 446466
+993 12 446561
[email protected]
www.mintradefer.gov.tm
Industrie- und Handelskammer
Straße 2037 (B. Karrieva) Haus.17
744000 Ashgabat
+993 12 942352
[email protected]
www.cci.gov.tm
Staatliche Zollbehörde
Straße 2022, 86
744000 Ashgabat
+993 12 380600
[email protected]
www.customs.gov.tm
Zentralbank
Bitarap Turkmenistan Schaely 36
744000 Ashgabat
+993 12 381027
+993 12 510812
[email protected]
www.cbt.tm
Staatliche Versicherungsgesellschaft
Beyik Saparmurat
Turkmenbaschi, 42/1
744000 Ashgabat
+993 12 221955 / 221956
+993 12 221976
+993 12 221917
[email protected]
www.insurance.gov.tm
Archabil Schaely 92
744036 Ashgabat
+993 12 447401
+993 12 447404
+993 12 447479
[email protected]
www.minagri.gov.tm
Ministerium für Landwirtschaft
55
Ministerium für Telekommunikation
Archabil Schaely 88
744036 Ashgabat
+993 12 449066
+993 12 449090
[email protected]
www.turkmentel.gov.tm
Ministerium für Industrie
Archabil Schaely 84
744036 Ashgabat
+993 12 444501/02
+993 12 444601 (Fax)
[email protected]
Ministerium für Automobilverkehr
Straße 2011 (Azady) 95
744000 Ashgabat
+993 12 510066
+993 12 510593
[email protected]
www.turkmenavtotransport.gov.tm
Ministerium für Eisenbahnverkehr
Saparmurata Turkmenbaschi 7
744007 Ashgabat
+ 993 12 510632
[email protected]
www.railway.gov.tm
Ministerium für Textilindustrie
Garaschsyslyk-Strasse 96
744000 Ashgabat
+993 12 210303
+993 12 407168
+993 12 407169
[email protected]
Ministerium für Bauwesen
Archabil Schaely 84
744036 Ashgabat
+993 12 444702/03
[email protected]
www.construction.gov.tm
Archabil Schaely 104
744036 Ashgabat
+993 12 448519
+993 12 448453
+993 12 448455
+993 12 448663
[email protected]
Ministerium für Energiewirtschaft
Strasse 2022 Nr. 55
744000 Ashgabat
+993 12 379459
+993 12 379400
+993 12 379401
+993 12 923807
[email protected]
Ministerium für Gesundheit und
Medizinindustrie
Archabil Schaely 20
744000 Ashgabat
+993 12 400446
+993 12 400416
[email protected]
Staatliches Komitee für Tourismus
Pushkin str. 17
744000 Ashgabat
+993 12 704116
+993 12 362909
[email protected]
Staatliches Komitee für Sport
Pushkin str. 17
744000 Ashgabat
+993 12 924777
Staatliche Behörde für Binnen- und
Seetransport
Schagadam Str. 8a
Stadt Turkmenbaschi
+993 243 25745
+993 243 26734
+993 243 20799
+993 243 22052
www.turkmenmaritime.gov.tm
Staatliche Behörde
„Turkmenhowajöllary“
Schary Nurymova Str. 3А
744000 Ashgabat
+993 12 510156
+993 12 922991
[email protected]
www.avia.gov.tm
Ministerium für Kultur und Rundfunk
Bitrap Turkmenistan Schaely 461
744000 Ashgabat
+993 12 440015
+993 12 440006
+993 12 440007
www.culture.gov.tm
Staatliche Migrationsbehörde
Strasse 2011, Nr. 63
744000 Ashgabat
+993 12 941726
+993 12 942473
+993 12 931968
+993 12 930556
[email protected]
Staatliche Aktiengesellschaft
«Turkmenchaly» (Teppiche)
Prospekt Garaschsyzlyk 94
744000 Ashgabat
+993 12 446979 / 446907
+993 12 446962
[email protected]
http://www.turkmenhali.gov.tm/
Ministerium für Bildung
56
Staatlicher Turkmenischer
Informationsdienst «TDH»
Straße 2002 (Prospekt Bitrap
Turkmenistan) 24-А
744000 Ashgabat
+993 12 921212
www.tdh.gov.tm
Staatlicher Konzern
„Turkmenchemie“
Prospekt Geroya Turkmenistana
Atamurata Nijazova 11
744000 Ashgabat
+993 12 412042
+993 12 412093
+993 12 412087
+993 12 412089
[email protected]
www.oilgas.gov.tm
Ministerium für Umweltschutz
Archabil Schaely 92
744036 Ashgabat
+993 12 448002
+993 12 448029
[email protected]
www.natureprotection.gov.tm
Staatlicher Konzern
„Turkmenavtojöllary“
Azady Str. 95
744000 Ashgabat
+993 12 510800
+993 12 511043
www.turkmenawtoyollary.gov.tm
Staatliche Vereinigung „Turkmen
Atlary „
Prospekt Geroja Turkmenistana
Atamurata Nijazova, 166
744000 Ashgabat
+993 12 210236
+993 12 210235
Nationales turkmenisches Institut für
Demokratie und Menschenrechte
beim Präsidenten Turkmenistans
Straße 2022 (A Navoi), Haus 86
744000 Ashgabat
+993 12 380829
+993 12 380828
www.science.gov.tm
Institut für Staatswesen und Recht
beim Präsidenten Turkmenistans
Straße 2022 (Alischera Navoi), Haus
86
744000 Ashgabat
+993 12 380641/ 350873
+993 12 350966
+993 12 920966 (Fax)
[email protected]
www.science.gov.tm
Humanitäre Assoziation „Turkmene
der Welt“ beim Präsidenten
Turkmenistans
Straße 2011 (Azady), Haus 55
744000 Ashgabat
+993 12 930309
+993 12 931844
+993 12 932114
[email protected]
Institut für Geschichte
Straße 2011 (Azady) 61
744000 Ashgabat
+993 12 930438
[email protected]
www.science.gov.tm
Kontaktdaten ausgewählter internationaler Organisationen in Turkmenistan
Institution
Anschrift
Telefon, E-Mail, Website
Garaschsyzlyk-Str.4/4
744000 Ashgabat
+993 12 480757
+993 12 480682
+993 12 480726 (Fax)
[email protected]
Gorkij Street 53
744000 Ashgabat
+993 12 971418
+993 12 970404
+993 12 33 14 19 (Fax)
[email protected]
[email protected]
Botschaft der Republik
Aserbaidschan in Turkmenistan
Prosweschenija - Str. 44
+993 12 364608
+993 12 364609
+993 12 364610 (Fax)
[email protected]
www.azembassyashg.com
Botschaft von Belarus in
Turkmenistan
Gorkowo (2056) Str. 51
744000 Ashgabat
+993 12 971183
+993 12 971184
+993 12 971185 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Volksrepublik China in
Turkmenistan
Archabil ave. 45
744000 Ashgabat
+993 12 488105
+993 12 488105 (Fax)
[email protected]
http://tm.china-embassy.org
Botschaft der Islamischen Republik
Afghanistan in Turkmenistan
Botschaft der Republik Armenien in
Turkmenistan
57
Botschaft der Bundesrepublik
Deutschland in Turkmenistan
Ak Altyn Hotel, 1. Etage
Prospekt Magtymguly,
Hydyr Derjaew-Straße
744000 Ashgabat
+993 12 363515
+993 12 363517-21
+993 12 363522 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Französischen
Republik in Turkmenistan
35 Rue 2029 (Esgerler)
744000 Ashgabat
+993 12 363550
+993 12 363468
+993 12 363546 / 363640 (Fax)
[email protected]
Botschaft von Georgien in
Turkmenistan
Azady-Str. 139A
744000 Ashgabat
+993 12 970828
+993 12 970248 (Fax)
[email protected]
[email protected]
Botschaft des Vereinigten
Königreichs von
Großbritannien und Nordirland in
Turkmenistan
Ak Altyn Hotel, 3. Etage
Prospekt Magtymguly,
Hydyr Derjaew-Straße
744000 Ashgabat
+993 12 363462/63/64/66
+993 12 363498
+993 12 363465 (Fax)
[email protected]
[email protected]
[email protected]
Botschaft der Republik Indien in
Turkmenistan
Imperial Business Center,
Junus-Emre-Str. Mir 1/2
744000 Ashgabat
+993 12 456152
+993 12 456153
+993 12 456156 / 4524342 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Islamischen Republik
Iran in Turkmenistan
Tegeranskaja-Str. 3
744000 Ashgabat
+993 12 349361-64,
+993 12 341452 / 34 14 42
+993 12 342298 (Fax)
[email protected]
Botschaft von Israel in Turkmenistan
1945 Str. (10 Yyl Abadantschylyk),
Paytagt Center, Block “A”, 3. Stock
744000 Ashgabat
+993 12 4744 91/92/93
+993 12 474490 (Fax)
Botschaft von Japan in Turkmenistan
Handelszentrum Paytagt“
1945 Str. (10 Yyl Abadantschylyk),
Haus 60, 10.Stock
744000 Ashgabat
+993 12 4770 81/82
+993 12 477083 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Republik Kasachstan
in Turkmenistan
Prospekt Garaschsyslyk,
Internationales Städtchen Haus Nr.
11, 13
744000 Ashgabat
+993 12 480468/69/71
+993 12 480475 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Republik Kirgisistan in
Turkmenistan
Garaschsyslyk Str. 17
744000 Ashgabat
+993 12 4822 95/96
+993 12 482294 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Republik Korea in
Turkmenistan
Azadi Straße 17a
744000 Ashgabat
+993 12 9472 86/87/88
+993 12 947289 (Fax)
[email protected]
Botschaft von Malaysia in
Turkmenistan
Archabil ave. 54 (President Hotel,
Room 601-603)
744036 Ashgabat
+993 12 400060
+993 12 400040 (Fax)
[email protected]
Niederländisches Honorarkonsulat in i.A.Teheranskaja-Str. 17
Turkmenistan
744000 Ashgabat
+993 12 346700 / 340067
+993 12 344252 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Islamischen Republik
Pakistan in Turkmenistan
Garaschsyzlyk-Str. 4/1Rest RT
744000 Ashgabat
+993 12 4821 28/29
+993 12 482130 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Republik Rumänien in
Turkmenistan
Myaty Kosaewa St. 122
744000 Ashgabat
+993 12 347655
+993 12 347633
+993 12 347620 (Fax)
[email protected]
58
Botschaft der Russischen Föderation Turkmenbaschy Schajoly 11
in Turkmenistan
744000 Ashgabat
+993 12 940388
+993 12 941505
+993 12 940741
+993 12 940143
+993 12 942866 (Fax)
+993 12 942177 (Fax)
[email protected]
Botschaft des Königreichs SaudiArabien in Turkmenistan
Yunus Emre St., 1, Mir 2/1, Jointstock company „Ashgabat“
744000 Ashgabat
+993 12 454963
+993 12 454965
+993 12 454967
+993 12 454968 (Fax)
[email protected]
Botschaft der Republik Tadschikistan
in Turkmenistan
Garaschsyzlyk-Str. 4/2
744000 Ashgabat
+993 12 480163
+993 12 481818
+993 12 481877 (Fax)
[email protected]
Schewtschenko-Str. 9
744000 Ashgabat
+993 12 940095
+993 12 940080
+993 12 379100
+993 12 941915 (Fax)
+993 12 940118 (Fax)
[email protected]
Asadi-Str. 49
744000 Ashgabat
+993 12 931373
+993 12 931243
+993 12 924279 (Fax)
[email protected]
www.mfa.gov.ua/turkmenistan
Botschaft der Türkischen Republik in
Turkmenistan
Botschaft der Ukraine in
Turkmenistan
Botschaft der Republik Usbekistan in Gürogly-Str. 50 A
Turkmenistan
744000 Ashgabat
+993 12 971055
+993 12 971062
+993 12 971057(Fax)
[email protected]
Botschaft der Vereinigten Staaten
von Amerika in Turkmenistan
Puschkin-Str. 9
744000 Ashgabat
+993 12 940045
+993 12 940049
+993 12 942614 (Fax)
Botschaft des Vatikan in
Turkmenistan
Görogly-Str. 20 A
744000 Ashgabat
+993 12 927546
+993 12 923683 (Fax)
[email protected]
Konsulat und Handelsabteilung der
Bolivarischen Republik Venezuela in
Turkmenistan
Ul.M.Karlieva 9
744000 Ashgabat
+993 12 971677
+993 12 971452 (Fax)
Botschaft der Vereinigten Arabischen Archabil Schajoly 41/1
Emirate in Turkmenistan
744000 Ashgabat
+993 12 4810 26/27/28
+993 12 481029 (Fax)
[email protected]
ADB (Asian Development Bank)
Turkmenbashi Shayoly 54
Yimpass Business Center
Office 401-A
744000 Ashgabat
+993 12 4549 84/86
+993 12 454986 (Fax)
[email protected]
Delegation der Deutschen Wirtschaft
für Zentralasien
(Bevollmächtigter für Turkmenistan)
c/o Delegation der Deutschen
Wirtschaft für Zentralasien
Kurmangasi Str.84 A
050022 Almaty / Kasachstan
+7 727 267-4242/ -4241/ -4211
+ 993 65 639900 / 206878
+7 727 2501139 (Fax)
[email protected]
[email protected]
http://zentralasien.ahk.de
DAAD (Deutscher
Akademischer Austauschdienst)
Deutsch-Turkmenisches Forum
+993 63 123536
Niederwall 47-49
D-33602 Bielefeld
+49 521 9494719
Mob.: + 49 176 35432785
[email protected]
[email protected]
59
GIZ (Deutsche Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit)
Strasse 1922, Haus 3A, 3.St.
744000 Ashgabat
+993 12 287572/73
+993 12 287572 (Fax)
EU / TACIS (Technical Assistance to
the Commonwealth of Independent
States)
Kemine-Str. 92M
744000 Ashgabat
+993 12 940114
[email protected]
[email protected]
EUROPA HOUSE
2nd Floor Business Centre
„Mizan“,Archabil Ave. 55
744000 Ashgabat
+993 12 481886
+993 12 481889
+993 12 481890 (Fax)
European Union Liaison Office
Andalipstr. 70
744000 Ashgabat
+993 12 474289
+993 12 474173 (Fax)
EBRD (European Bank for
Reconstruction and Development)
Turkmenbashi Shayoly 54
Yimpas-Verwaltungsgebäude, 2.
Etage, Zimmer 201
744000 Ashgabat
+993 12 4551 18/19
+993 12 453916
+993 12 453922 (Fax)
+993 12 420817/ 425690
+993 12 420816 (Fax)
[email protected]
IOM (International Organization for
Migration)
ICRC ( International Committee of
the Red Cross)
44/2 Azadi Street
744000 Ashgabat
OSCE (Organization for Security and Turkmenbaschy Schajoly 15
Co-operation in Europe)
744000 Ashgabat
+993 12 394796
+993 12 394796 (Fax)
[email protected]
+993 12 945116/ 946092
+993 12 94 60 41 (Fax)
[email protected]
SES (Senior Expert Service)
Ul. Andaliba 334
744000 Ashgabat
+993 12 935754
[email protected]
[email protected]
TIKA (Türkische Organisation für
Internationale Zusammenarbeit und
Entwicklung)
Mugallymlar Str. 1. Proesd /4
744000 Ashgabat
+993 12 945373
+993 12 946282
+993 12 945270 (Fax)
[email protected]
UNODC (United Nations Office for
Drugs and Crime)
UN House / Vereinte Nationen
+993 12 428992
+993 12 425987 (Fax)
Galkynysch-Str. 40
744000 Ashgabat
+993 12 425250
+993 12 4253 17/88 (Fax)
[email protected]
[email protected]
UNICEF (United Nations
Children‘s Fund)
+993 12 425250/425682/ 425685
+993 12 425686
+993 12 420830 (Fax)
[email protected]
UNDOC (United Nations Office for
Drugs and Crime)
+993 12 428992
+993 12 425987
UNDP ( United Nations Development
Programme)
+993 12 490295
+993 12 426173
UNRCCA (United Nations Regional
Centre for Preventive Diplomacy for
Central Asia)
+993 12 4816 12/13/14
+993 12 481607 (Fax)
[email protected]
USAID
(United States Agency for
International Development)
UNHCR (United Nations High
Commissioner for Refugees)
60
Post c/o Botschaft der Vereinigten
Staaten von Amerika in
Turkmenistan
+993 12 456130
+993 12 456136
+993 12 454762 (Fax)
[email protected]
+993 12 4256 84/87/88
+993 12 425691
[email protected]
US Peace Corps
Mäti Kössäjew-Str. 31 A
744000 Ashgabat
+993 12 350450
+993 12 355914
+993 12 511208 (Fax)
World Bank Liaison Office
Galkynysch-Str. 40
744000 Ashgabat
+993 12 262099
[email protected]
Deutsche Unternehmen und Unternehmen mit Deutschlandbezug in Turkmenistan
Firma
Anschrift
Telefon, E-Mail, Website
Airport Consulting Partners GmbH
Schwabstraße 59
70197 Stuttgart
+993 65 61 5577
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Autohouse GmbH
(BMW Group in Turk-menistan)
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2033/Molla Nepes Str. 21
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+993 12 92 49 61
+993 64 012315 (Mob.)
+993 12 92 21 69 (Fax)
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BERLIN-CHEMIE
MENARINI
1958 (Andalyp) 70
744000 Ashgabat
+993 12 474365/6/7
+993 65 016749 (Mob.)
+993 12 474213 (Fax)
[email protected]
Bertling Logistics
Turkmenbaschy Schayoly 124
Khalifa Business Center/202
744000 Ashgabat
+993 12 450794 / 450793
+993 12 45 07 95 (Fax)
[email protected]
[email protected]
Turkmenbaschy Schajoly 83/2
744027 Ashgabat
+993 12 222708/ 22 63 60
+993 65 819448 (Mob.)
+993 12 22 63 57 (Fax)
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online.tm
Robert Bosch
Artschabil schayoly 30
744000 Ashgabat
+993 12 481403/04/05
+993 65 884484 (Mob.)
+993 12 481402/456133 (Fax)
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www.bosch.com
Commerzbank
Turkmenbaschy schayoly, 54
Business Center „Yimpash“
Büro 312
744013 Ashgabat
+993 12 45 60 37/39
+993 65 870428 (Mob.)
+993 12 456031 (Fax)
[email protected]
www.commerzbank.com
CITS SK s.r.o
Communication & Information
Technology Services
Friedrichstr. 171
10117 Berlin
Bundesrepublik Deutschland
+49 30 25814-1186
+421 915354122 (Mob.)
+49 30 25814-1187 (Fax)
[email protected]
Dertdesch Apotheke
(Vertrieb von dt. Pharmaka)
1916 str. (B. Annanowa) 125
744025 Ashgabat
+993 12 287669
+993 12 287669 (Fax)
[email protected]
Deutsche Bank AG
Four Points Ak Altin Hotel
Z. 210
744000 Ashgabat
+993 12 363512/ 363514
+993 65 092305 (Mob.)
+993 12 363461 (Fax)
[email protected]
[email protected]
Bionorica SE
61
Deutsche Lufthansa AG
Internationaler Flughafen
„Saparmurat Turkmenbaschy“
744001 Ashgabat
+993 12 232056/233947/510694
+993 12 233957 (Fax)
[email protected]
[email protected]
Deutsche Lufthansa Cargo
Internationaler Flughafen
„Saparmurat Turkmenbaschy“
Zollamt Terminal
744001 Ashgabat
+993 12 510507/920633
+993 12 920633 (Fax)
[email protected]
DÖHLER GMBH
MagtymgulyStr. 73
Trade Center „Turkmenistan“ Office
101
744000 Ashgabat
+993 12 942363
+993 12 942393 (Fax)
[email protected]
[email protected]
East-West-Connect
Hackenstrase 5
D-80331 München
+49 89 6417540
+993 65 710081 (Mob.)
+49 89 23249169 (Fax)
[email protected]
rudi.lamprecht@eastwest-connect.
com
Ferrostaal Industrieanlagen GmbH
Saparmurat Turkmenbaschi-Palast
der Erdölindustriearbeiter
ul. Annajewa
745100 Balkanabat
[email protected]
Fresenius Medical Care
Hotel „Ahal“
ul. Arcabil Schayoly 35
744000 Ashgabat
+993 12 488737/38 (Hotel)
+993 12 480192 (Fax/Hotel)
[email protected]
[email protected]
[email protected]
Goetzpartners
Management und Consulting
744000 Ashgabat
+993 65 565345 (Mob.)
[email protected]
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Osteuropa Vertriebs GmbH
Straße 1922 Nr.3 A(ul.Rasina)
744000 Ashgabat
+993 12 287161/ 286228
+993 65 035775 (Mob.)
+993 65 287161 (Fax)
[email protected]
hospitalia international
Mir (Parahat)4,Andalyb kocesi, jay
70
744017 Ashgabat
+993 12 474192/93
+993 65 048490 (Mob.)
+993 12 474196 (Fax)
[email protected]
[email protected]
Interdean
Avenue Geroj Turkmenistana
Atamurat Nijazow 122 B
744000 Ashgabat
+993 12 431833/44
+993 12 431844 (Fax)
[email protected]
IPC Automotive (Volkswagen)
Oguzhan str. 7/A,
744035 Ashgabat
+993 12 437057/432131
+993 12 431312 (Fax)
[email protected]
Knauf
Garaschsyzlyk 19A
744000 Ashgabat
+993 12 488196/482712
+993 12 482712 (Fax)
[email protected]
[email protected]
[email protected]
KUEHNE+NAGEL
KN Ibrakom Group
H.Deryaew Str. 108
744000 Ashgabat
+993 12 971013/ 971009/ 971019
+993 12 331019 (Fax)
svetlana.mamedseidova@
kuehnenagel.com
http://www.kuehne-nagel.com
Leica
Prospekt Bitarap Turkmenistan, 532
744000 Ashgabat
+993 12 942345 / 201734
+993 64 089901 (Mob.)
+993 12 941372 (Fax)
[email protected]
www.leica-geosystems.com
62
Mercedes-Benz
Oguzkhan Str, 7/A
744035 Ashgabat
+993 12 431959
+993 65 059086 (Mob.)
+993 12 432554 (Fax)
[email protected]
Militzer & Münch
Turkmenbaschi-Strasse 54
Yimpash business center / Office
501A
744017 Ashgabat
+993 12 456094/ 450107
+993 65 848811/ 692554 (Mob.)
+993 12 456091 (Fax)
[email protected]
[email protected]
PWT Wasser-und Abwassertechnik
GmbH (Amiantit Gruppe)
Arcabil Schayoly 32
744036 Ashgabat
+993 12 489740/41/42/43 / 480903
+993 65 056050 (Mob.)
+993 12 481119 (Fax)
[email protected]
[email protected]
RWE Supply & Trading GmbH
Ul. 1958 (Andalib) 69
744017 Ashgabat
+993 12 511715
+993 65 808303 / 098983 (Mob.)
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[email protected]
RWE Dea AG
ul.1958 (Andalib) 69
744017 Ashgabat
+993 12 462886 / 462916
+993 12 462896 (Fax)
[email protected]
[email protected]
www.rwedea.com
Siemens
(A.Navoi) Str.2022 Nr.102
744000 Ashgabat
+993 12 924494/ 927285
+993 12 927829 (Fax)
djenneta.bayramsahatova@siemens.
com
STRABAG AG
Hotel Grand Turkmen
744000 Ashgabat
+993 63 986841 (Mob.)
[email protected]
Turkmenawtomerkezi
Oguzkhan Str. 7/A
744035 Ashgabat
+993 12 431959
+993 65 059086 (Mob.)
+993 12 431312 (Fax)
[email protected]
[email protected]
TÜVRheinland
AkAltyn Hotel/ Office Building
744000 Ashgabat
+993 12 365309
[email protected]
[email protected]
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[email protected]
UNIONMATEX GmbH
INDUSTRIEANLAGEN
ul. Baba Annanowa (1955) 12
744000 Ashgabat
+993 12 435123
+993 12 435123 (Fax)
www.unionmatex.com
Wintershall Holding GmbH
Azatlyk Hotel, Archabil Schayoly 33
744036 Ashgabat
+993 12 510061
+993 65 054071 (Mob.)
+993 12 489622 (Fax)
[email protected]
[email protected]
[email protected]
[email protected]
WIRTGEN INTERNATIONAL
Artschabil Schajoly 41
„ABC“ Business Center 744036
Ashgabat
+993 12 480089 (Tel./Fax)
+993 65 668006 (Mob.)
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Stand 25.10.2012
63
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