01|15 Akademie för uns kölsche Sproch SK Stiftung Kultur

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01|15 Akademie för uns kölsche Sproch SK Stiftung Kultur
SK Stiftung Kultur
01|15
Akademie för uns kölsche Sproch
1
Em Golde Kappes
„Wer uns nicht kennt,
hat Kölle verpennt!“
Genießen Sie frisch gezapftes Früh
Kölsch und leckere traditionelle Küche in
rustikalem und gediegenem Ambiente!
Aus der Küche kommen nicht nur kölsche
Brauhausgerichte und frische Reibekuchen
sondern auch Saisonales. Die „Kneip op
d’r Eck“ in Nippes wurde bereits 1913
eröffnet, 2009 von Cölner Hofbräu P. Josef
Früh übernommen und hat nach einer
umfangreichen Runderneuerung ihr unverwechselbares Gesicht behalten.
- 2 Gesellschaftsräume auf der ersten Etage
- Mittagstisch: Mo.-Fr. 12-15 Uhr
- Pittermännchen für zu Hause
- Biergarten mit 120 Sitzplätzen
FRÜH „Em Golde Kappes“
Neusser Straße 295
50733 Köln
Tel. 0221-92 2 92 640
[email protected]
www.emgoldekappes.de
Öffnungszeiten:
Mo.-Sa. 11-24 Uhr
EM GOLDE KAPPES
06.03.2014 10
FOT O: J ANE T SINIC A
VORWORT
Leev Fründinne un Fründe vun unsem klaaf-Heff,
ein neues Jahr nimmt Fahrt auf und damit auch ein neuer Jahrgang
unseres populären klaaf-Heftes. Darin finden Sie einen Ausblick auf
die Termine 2015 zweier außerordentlich beliebter Veranstaltungsreihen
der Akademie för uns kölsche Sproch: »Klaaf em Mediapark« und
»Kölner Abend – Verzällche un Musik« in der Volksbühne am Rudolfplatz
(Millowitsch-Theater).
Wir freuen uns auch, dass die »Kölnische Rundschau« ihren bekannten
Jahresrückblick unter dem Titel: »Menschen 2014« am 5. Januar 2015
gemeinsam mit uns ebenfalls auf dem roten Sofa in der Aachener Straße
durchführen wird.
Natürlich erweist die aktuelle klaaf-Ausgabe auch der »fünften Jahreszeit« ihre Referenz mit einem Bericht über die neuesten Hits der Session
2014/2015. Die Texte sind in der Liedersammlung auf unserer Homepage
zu finden, soweit sie uns von den Verlagen zur Verfügung gestellt wurden.
Insgesamt umfasst unsere Liedersammlung mittlerweile mehr als 13.400
Einträge.
Die Titelgeschichte steuert ein besonderer Freund unserer Arbeit bei:
Wicky Junggeburth, der im vergangenen Jahr anlässlich der Verleihung
des Lehrer-Welsch-Preises an die Akademie eine sehr nette, persönliche
Laudatio gehalten hat. Herzlichen Dank nochmals dafür!
Unverrückbar gehört »Köbes Underground«, die Hausband der Stunksitzung, mittlerweile in den Terminkalender der närrischen Zeit und
darüber hinaus. Ein Grund für uns, diese Kölner Kult-Band einmal näher
vorzustellen.
Es gibt also wieder viel Lesestoff und Lesevergnügen, Veranstaltungshinweise und kölsche Texte, ein neues Rätselformat: kurz ein klaaf-Heft,
wie Sie es lieben und gerne zur Hand nehmen. Ich wünsche vill Spass
dobei un sage us vollem Hätze: dreimol Kölle alaaf,
Ihr
Prof. Hans-Georg Bögner
Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur und
Leiter der Akademie för uns kölsche Sproch
Vorwort
klaaf
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IMPRESSUM
INHALT
Herausgeber:
Akademie för uns kölsche Sproch/
SK Stiftung Kultur der
Sparkasse KölnBonn
Geschäftsführer: Prof. H.-G. Bögner
Im Mediapark 7 · 50670 Köln
Tel.: (0221) 888 95 -200
[email protected]
www.koelsch-akademie.de
VORWORT
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FASTELOVEND
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KÖLNER KÖPFE
06
NOCH MEHR
»KÖLNER ABEND«
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Redaktionsteam:
Ingeborg Nitt (verantwortlich),
Claudia Schlickeiser (Termine),
Marcus Cormann und
Ralf Zimmermann
Gedeech op Kölsch
Wicky Junggeburth
KÖLNER MENSCHEN 2014 18
Zu Gast beim Kölner Abend
KLAAF EM MEDIAPARK
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Anzeigen und Gestaltung:
MWK Zimmermann & Hähnel GmbH
Elisenstraße 24 · 50667 Köln
Tel.: (0221) 8 20 09–10
www.mwk-koeln.de
KÖBES UNDERGROUND
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Titelfoto:
© Wicky Junggeburth
Wortschatz und Grammatik
Druck:
Medienhaus Garcia, Leverkusen
Keine Haftung für Irrtümer
und Druckfehler.
Einsendeschluss für Termine
April bis Juni 2015:
4. Februar 2015
Eigene Texte verwenden die
Schreibweise der Akademie för
uns kölsche Sproch. Literarische
Texte, Gastbeiträge und Veranstaltungshinweise belassen wir in der
Schreibweise der Autoren.
FASTELOVENDSRÜMCHE 26
Gedeech op Kölsch
JECK VERZÄLL!
28
RÖDSEL
30
LEHRER WELSCHSPRACHPREIS
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AKTUELLE
KARNEVALSLIEDER
34
RARETÄTCHER US DEM
BÖCHERSCHAAF
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för de Kölsch-Akademie
KLAAF BESTSELLERLISTE 41
DE KÖLSCHE KÖCH
42
KARNEVAL IN DER
PHILHARMONIE
46
TERMINE
49
FRÜNDE
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AKADEMIE FÖR UNS
KÖLSCHE SPROCH
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FOT O: MW K-KO E LD .D E
FASTELOVEND
No es et widder ens su wick,
Dat kölsche Hätze springe.
No hammer Fastelovendszick.
Verjesse es dä Alldaachsstrick,
Sin Sorje, Zänk un Jringe.
Dä weed dann Johre noch ze Hus
Uns Kölle he besinge,
Uns kölsche Sproch, uns Hätzlichkeit,
Uns Eijenaat, met dä selvs Leid
Un Sorje meer bezwinge.
En jedem Huus, en jeder Jaß
Es no e löstich Drieve.
Et janze Kölle singk un laach,
Un wä dat nit verdrage maach,
Dä soll uns druße blieve.
Meer selver ävver dun dran jot,
Uns mih noch zo besenne
Op dat, wat ech un wirklich kölsch,
Altherjebraat, un kei Jemölsch:
Uns Stadt weed nor jewenne!
Doch wä se lick, uns kölsche Tön,
Es hätzlich enjelade.
Däm jevve meer de Freud met Häuf,
Bes dat si Hätz rack üvverläuf
Un hä em Spaß kann bade.
GUSTAV WODARCZYK
Kölsche Literatur
klaaf
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WICKY
JUNG GEBURTH
PRINZ DER
LEISEN TÖNE
Wicky Junggeburth, Sie wurden 1951 in Köln geboren.
Im Severinsklösterchen, also in der Südstadt. Im Zugweg 1 war das
Geschäft meiner Eltern.
»Wicky« heißt ja eigentlich »Wilfried«. Wer hat als erster »Wicky«
gesagt?
Ich selbst, als kleines Kind. »Wilfried« war für mich kaum aussprechbar,
also hieß es Wicky.
Köln, Südstadt, Zugweg – ideale Startbedingungen für einen Karnevalisten.
Meine Eltern waren dem Kölschen und dem Karneval zwar sehr zugetan,
aber dass sie sich mal verkleidet hätten und dann zum Zug gegangen wären, das hat es nie gegeben. Mein Vater hat meine Liebe zum Karneval aber
stets unterstützt und für mich sogar Texte geschrieben. Die habe ich im Familienkreis und in der Schule mit großer Freude und auch Erfolg vorgetragen. Außerdem haben sie den Gitarrenunterricht für mich vorangetrieben,
nicht ohne den Hintergedanken, dass ich vielleicht mal in die Fußstapfen
der »Zwei Drügge«, also Edy Offergeld und Harald Ertl, treten könnte. Den
Straßenkarneval habe ich aber weitestgehend ohne meine Eltern erlebt, da
bin ich völlig aus der Art geschlagen. Ich bin schon mit acht Jahren alleine
losgezogen, um mir den Zug anzugucken. Immer op der Vringsstroß. Ich
hatte sehr viel Spaß.
Sie sind Karnevalist, eigentlich haben Sie aber eine Banklehre gemacht.
Ich habe ab 1968 bei der Dresdner Bank gelernt und bin 1972 mit 21 Jahren
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klaaf
Kölner Köpfe
FO T O: © WI CKY JU NG GE BURT H
zu Hause ausgezogen, weil ich mich befreien wollte. Dat wor e Riesentheater. Die Eltern waren stocksauer. Als armer Bankangestellter kriegte
ich sogar einen Wohnberechtigungsschein, dadurch konnte ich eine
30-Quadratmeter-Wohnung unter‘m Dach bekommen. »Unger der Läuv«
wie ein Freund von mir sagte. Ich hatte nix, aber ich hatte meine Freiheit.
Wie sind Sie dann richtig zum Karneval gekommen?
Komischerweise hatte ich nicht einen einzigen Freund, der wie ich Spaß am
Fastelovend hatte. Ich hatte eine Tante in Porz-Ensen, die war genauso fastelovendsjeck wie ich, aber ansonsten niemanden. Ich bin dann jahrelang
zu Sitzungen gegangen, oder wir haben selbst was organisiert. 1990 gab es
dann die Initialzündung durch meinen engen Kontakt zur Deutschen Bank
in Nippes. Deren Leiter meinte damals, er sei Senator der Nippeser Bürgerwehr. Da habe ich gesagt: Dat es jo e Dinge. Dat es dat eeschte Mol, dat ich
eine treff, der im Fastelovend organiseet es. Der fragte: Hätten Sie nicht
mal Lust mitzukommen? Also bin ich mit dahin und letztlich auch dort
geblieben. Das war erst 1990, da war ich schon 39 Jahre alt. [lacht] Wäre
der jetzt bei den »Schlenderhaner Lumpe« gewesen oder bei den »Neppeser
Ahr-Schwärmer« oder weiß der Deuvel wo, dann wäre ich vielleicht dort
gelandet.
1990 sind Sie zur Nippeser Bürgerwehr gekommen und 1993 schon
ins Dreigestirn. Das ist schnell.
Das ist sehr schnell. Ich bin aber nicht eingekauft worden. Entschuldigung,
aber ich muss das so sagen. Dat hät et jo ald off gegeben, dass die Leute
Kölner Köpfe
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Wicky in seinem Element
eintreten, damit sie zwei Jahre später Prinz werden. Ich habe wenige
Monate nach meinem Eintritt in die Nippeser Bürgerwehr den damaligen
Präsidenten Manfred Wolff kennengelernt und ihm gesagt: Wenn ihr
irgendwann mal die Genehmigung habt, das Dreigestirn zu stellen, dann
würde ich gerne den Prinzen machen, das wäre mein größter Wunsch.
ICH BIN KARNEVALIST AUS
VOLLEM HERZEN
Dann ging es rubbedidupp.
1992 kam Franz Wolf, damals Mitglied des Festkommitees und Präsident
des Bundes Deutscher Karneval, auf Manfred Wolff zu und sagte: »Manfred,
mir han zwar Bewerbunge, ävver mir wisse et noch nit so richtig. Ehr
wäädt doch nöchs Johr 90 Johr ald, hatt eshr kei Dreigesteen?« Da machte
es bei dem »klick« und er sagte: »Momang, ‘ne Prinz han ich.« Und 10
Sekunden später: »‘ne Buur han ich och. En Jungfrau bräng ich dir morge.
Morge han ich e Dreigesteen.« Genauso war‘s. Da hatte er natürlich mich
im Hinterkopf, dann Karl Petry als Bauer und Artur Tybussek als Jungfrau.
Ich habe dann erst mal das Gespräch mit meiner Frau gesucht. Ich sagte:
»Setz Dich mal.« Und dann: »Ich habe die einmalige Gelegenheit...«, und
schon liefen auch ein paar Tränchen.
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klaaf
Kölner Köpfe
Prinz zu sein ist eine sehr intensive Zeit, die ganze Session über. Man
ist ständig unter Strom schließlich ist Aschermittwoch. Was dann?
Fällt man in ein Loch?
Es hätte keinen Tag länger gehen können. Karnevalsdienstag war ich
völlig am Ende. Diese sieben Wochen hintereinander haben wir das intensiv gelebt, ävver dann wor et och genog. Ich hatte überhaupt nicht das
Gefühl »Jetzt fall ich in e Loch« [lacht laut auf]. Im Gegenteil. Wir hatten
die Sache bis zum letzten Moment ausgekostet, dann war der Akku völlig
leer. Wir hatten alles gegeben, was wir geben konnten, mehr ging nicht.
Es ist auch schön, dass es Aschermittwoch gibt.
Ja. [erleichtert]
FOT O: © W IC KY J U NG GE B U RT H
Sie haben die Karnevalsbühne dann aber doch nicht verlassen.
Es kam die Session ‘94 und bei den 3 Colonias wurde der Oliver Hoff krank.
Als 2 Colonias konnten die nicht auftreten und so kamen sie auf mich. Ich
bin dann mit denen sechs Tage durchs Land gezogen, bis Oliver wieder gesund war. Das hat mich gepackt. Das war einfach faszinierend. Ich wusste
plötzlich: Dat wor et. Dat mähsde. Dat es jo wunderbar.
Gut, aber die Vertretung war vorbei. Jetzt musste man sich etwas
eigenes ausdenken.
Da habe ich mich an Hans Knipp erinnert, der für unglaublich viele Leute
tolle Lieder geschrieben hat. Ich habe ihn angerufen und bin zu ihm gefahren. Hans Knipp war völlig außergewöhnlich, höchst sensibel und konnte
auf unglaubliche Art und Weise unglaubliche Texte schreiben.
Er selbst wollte nie so richtig in die Öffentlichkeit. Man spricht von
ihm als dem bekanntesten Unbekannten.
Genau so ist es. 1972, hat er seine eigenen Auftritte beendet. Seitdem
hat er zum Beispiel 60 Prozent aller Bläck Fööss-Erfolgshits geschrieben. Nachher waren wir eng befreundet. Ich habe für ihn sein ganzes
Archiv gemacht. Ich glaube, bis zu seinem Tod zählte es 798 Lieder, die er
geschrieben hat und die auch veröffentlicht wurden. Hans Knipp war nicht
nur ein Glücksfall für den Karneval, sondern auch ein ganz persönlicher
Glücksfall für mich. Wir haben sehr schnell zu einer intensiven Zusammenarbeit gefunden. Gemeinsam haben wir die Persiflage auf den Kölner
Karneval »Es war zu schön« geschrieben. Das war dann auf den Sitzungen
in Köln sehr überraschend: Ein Nachwuchskarnevalist, der sich traut,
den Sitzungskarneval und seine Eigenarten op de Schüpp zo nemme. In
einer Sitzung hat sich ein Elferratsmitglied furchtbar ereifert: Das sei eine
Unverschämtheit, das sei eine Frechheit, so etwas zu singen. Also habe ich
nachher bei meiner Ansage oft erklärt: Wenn der eine oder andere meint,
man dürfe den Karneval nicht persiflieren, dann hat er Recht – man darf
das nicht, man muss das. Das ist wichtig. Wir sind hier die Humorvertreter,
die offiziellen oder die inoffiziellen, wir müssen das aushalten. Die Persiflage ist im Kölner Karneval ganz wichtig.
Heute ist der Saal selten ruhig. Meist ist er auf dem Weg zur Party.
Ich bin ganz anderer Meinung, weil ich auch ganz andere Erfahrungen
mache. Ich gehe aber auch nicht zu den Partysitzungen. Wenn man das
verkörpert, was ich verkörpern will, nämlich den etwas ruhigeren, leiseren
Karneval, muss man sich die Sitzungen auch aussuchen. Es gibt jetzt viele
Gesellschaften, die intensiv dabei sind, Sitzungen mit ruhigeren Tönen
Kölner Köpfe
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zu veranstalten. Die haben gemerkt, ihnen gehen die Sitzungsbesucher
ü60 verloren. Ich bin ganz sicher, dass die Karnevalsgesellschaften in
kürzester Zeit nicht mehr umhinkommen, ihr Programm von vorneherein
offenzulegen. Die müssen ganz klar angeben, es kommen Brings, Kasalla,
Höhner und so weiter. So weiß man, da geht es mehr um die Party und den
lauten Karneval. Oder es kommen »Der Schutzmann«, das Duett sowieso
und diese und jene und man merkt: Aha, das ist mehr was für die leiseren
Töne. So kann man sich entscheiden.
Es wäre allerdings schade, wenn das zur Trennung des Publikums
führen würde.
Das wollen wir absolut nicht! Wir wollen ein gemischtes Publikum. Das
wird so auch nicht kommen. Das beste Beispiel ist mein Vortrag im Brauhaus Sion, zum Nachkriegskarneval von 1946 bis 1960. Da sind Leute
von 30, 35 Jahren bis 70, 75, 80.
»KÖLSCHE TÖN« ALS DOKUMENTE DER ZEITGESCHICHTE
Sie besitzen ca. 35.000 Tondokumente zum Kölner Karneval.
Mittlerweile sind es schon mehr.
Das Sammeln dieser Originaltöne ist kein bloßes Hobby, Sie sammeln
sie als Dokumente der Zeitgeschichte.
Richtig. Die ersten Tondokumente sind von 1949. Das Dramatische ist, dass
zum Beispiel der WDR schon früh viele Sitzungen im Original übertragen
hat, die sind aber nicht aufgezeichnet worden. Dat es fott.
Um Material zu retten haben Sie auch am Backofen gestanden und
Tonbänder 15 Minuten lang erhitzt.
[lacht schallend] Jo, dat wor esu: Nach einem Autounfall, bei dem ich Beifahrer war, habe ich Schmerzensgeld bekommen. Das waren damals 2.000
DM. Dieses Geld habe ich in ein Revox-Tonbandgerät umgesetzt. Das war
das Nonplusultra. Doch die Revox-Leute hatten über einige Zeit hinweg
Bänder minderer Qualität hergestellt. Die verklebten. Irgendein findiger
Zeitgenosse hat dann herausgefunden, wenn ich die Bänder im Backofen
erwärme, kann ich sie noch einmal abspielen und sie so möglichst fehlerfrei auf ein anderes Medium übertragen. Das hab‘ ich nachgemacht und
das ging. Danach konnte man die Bänder allerdings wegwerfen. Fröher
hat ich en Server, der wor esu groß [hält die Hand knapp unter Tischhöhe],
der stand bei uns in der Garage, weil der sehr laut war. Heute hab‘ ich so
ein kleines Kästchen. Zusammen mit anderen Dingen, die wir aufgenommen haben, sind das jetzt sechs Terabyte [lacht], do hätte mir fröher ‘ne
Schrank för han müsse.
Sie haben alles überspielt, haben Sie sich auch alles angehört?
Ich habe mir tatsächlich alles angehört. Einige Dinge sind bei mir nur
unterbelichtet vorhanden [schmunzelt], ävver wat der Fastelovend angeht
es alles präsent.
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Kölner Köpfe
FO T O: © WI CKY JU NG GE BURT H
Wicky Junggeburth als Kommentator des Rosenmontagszuges
Wenn Sie alles gehört haben, können Sie ja im Prinzip aus erster
Hand berichten. Wie hat sich der Karneval über die Zeit hinweg
verändert?
Enorm. Den ersten Schnitt gab es 1946/1948. In dieser Zeit waren die
weitaus meisten Lieder geprägt von den damaligen Zuständen, unglaublich
viele Texte befassten sich mit den damaligen Gegebenheiten. Dann kam
der zweite Schnitt 1948/1949, als wieder Sitzungen stattfanden. Damals
kam es zu einer Explosion an Büttenrednern. Auf einmal tauchten zehn
Büttenredner auf, die sich alle sehr lange gehalten haben, die alle eine
eigene Qualität hatten und die auch alle Kölsch sprachen: Hans Hachenberg als »Doof Noss«, Harry Fey als »‘ne Glöckner vum Rathuusturm«, Toni
Geller als »Wahlredner der Blauen Partei«, Karl Küpper als »D‘r Verdötschte«,
Franz Unrein als »Schütze Bumm«, Michael Hoch als »Weinseeliger«, Willi
Klett als »Hä Selvs«, Jean Schlösser als »Paragraph 51«, und so weiter. Die
hatten alle Erfolg, weil sie Typenredner waren. Dann kam der dritte Schnitt
etwa 1960/1962, da wurden die Lieder auf einmal belangloser. Kaum Texte,
die sich auf Ereignisse der Zeit bezogen. Die Büttenredner glitten immer
mehr ins Zotige. Dann kam 1970 der Glücksfall: die Bläck Fööss. Die haben
alles revolutioniert. Erst in vielen Jahren wird man erkennen können, was
das überhaupt bedeutet. Davor dümpelte alles so dahin. Die jungen Leute
kamen nicht, weil sie sich im Karneval nicht mehr wiederfanden. Bis dahin
gab es Jupp Schlösser, August Batzem, Fritz Weber, das Eilemann Trio, das
Steingass Terzett. Die verkörperten so etwas wie den etablierten, älteren
Karneval. Auf einmal kamen die Bläck Fööss mit jungen frischen Texten
und Melodien. Die Jugend horchte auf. Das war revolutionär. Der zweite
Glücksfall war, dass Hartmut Priess von den Bläck Fööss den Kontakt zu
Hans Knipp gefunden hat. Hier ist er wieder: Hans Knipp, der von 1968 bis
zum heutigen Tag den roten Faden zieht.
Kölner Köpfe
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Wicky Junggeburth im Interview
Sie haben Hans Knipp auf eine Stufe mit Willi Ostermann gestellt.
Hans Knipp war in seiner Vielfalt so unglaublich wichtig. Mit Hans Knipp
und den Bläck Fööss kam das nächste Zeitalter des Karnevals. Quasi 1970.
1968 hat Hans sein erstes Lied gemacht, »Mir schenken der Ahl e paar
Blömcher«. Damals, so hat er mir erzählt, kam Toni Steingass auf ihn zu
und sagte »Do Schnösel. Wie kanns Do su e Leed singe? ›Der Ahl‹, dat es
doch keine Usdrock, dat kann mer doch nit singe.« Hans Knipp hat in seiner
Unschuldigkeit gesagt: »Wieso, et es evvens en Ahl.« Toni Steingass wäre
das nie in den Sinn gekommen.
DAS KÖLSCHE LEBT WEITER
Diese Ära hatte 1979 begonnen. Wie ging es weiter?
Es gab 2001 einen weiteren Schnitt mit der Gruppe Brings. Hier haben
wir den neuen musikalischen Karneval. Für Brings war es damals ein
Glücksfall, in den Karneval zu kommen, und sie haben ihn ebenfalls sehr
revolutioniert. Vor allen Dingen haben sie es sehr schnell verstanden, die
jungen Leute an sich zu binden, in einer ganz anderen Form, als das früher
der Fall war. Das hat sich dann fortgesetzt mit Cat Ballou, Kasalla, Miljö
und vielleicht kommen ja einige andere noch hinzu. Das wird spannend
werden, denn auch die jungen Gruppen merken inzwischen, nur auf der
Welle »Brings« zu surfen ist nicht das, womit man längere Zeit Geld verdienen kann. Un loss mer ens ihrlich sin, öm jet anderes geiht et nit. Auch
hier geht es ums Geldverdiehnen, nicht primär um den Drang, die eigene
karnevalistische Ader auszuleben.
»Karneval« ist auch ein Beruf.
So ist es. Dabei muss man mit dem Mainstream schwimmen, aber man
muss auch seine eigene Nische finden. Gerade bei »Miljö« sehe ich sehr
deutlich, dass sie auf einmal Töne bringen, die sehr interessant klingen.
»Kuhl un de Gäng« sind auch welche, die etwas Neues machen. Da kommt
sehr viel Vielfalt – und die sind alle kölsch. Was wir bei den Büttenredner
nicht mehr haben, haben wir den Sängern in überragendem Maße. Gott sei
Dank ist das so.
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klaaf
Kölner Köpfe
Leidet das Kölsche darunter, dass der Karneval so erfolgreich ist?
Über das Fernsehen findet er quasi bundesweit statt.
Es treten mehr und mehr Leute auf, die von vorneherein ein verständlicheres Kölsch, so ein »Adenauer-Kölsch«, sprechen, das man also auch in
Dresden, Hamburg oder München verstehen kann. Wir sollten uns davon
befreien, immer fernsehgerecht sein zu wollen. Es gibt einen Karneval, der
funktioniert nur in Köln und das sollte den Leuten auch ausreichen. Wir
bedienen hier ein Klientel von vielleicht 200.000 Menschen in Köln und
Umgebung, die wirklich am Karneval interessiert sind und ihn intensiv verfolgen. Das reicht völlig aus. Damit hat man sein berufliches Auskommen
und auch die Genugtuung des Erfolges. Dazu braucht man das Fernsehen
nicht. Wir verlieren den Alleinstellungsanspruch. Daran müssen wir arbeiten.
Warum soll ich Kölsch sprechen, wenn mich dann keiner versteht?
Wenn es aber nicht mehr gesprochen wird, versteht es auch keiner
mehr. Natürlich hängt das zusammen. Werden wir es schaffen, uns das
Kölsche als Sprache zu erhalten?
Ja, das werden wir schaffen. Dafür übernehmen Leute wie Gerd Köster
oder die Bläck Fööss die Garantie, und vor allen Dingen unsere kölschen
Musikgruppen. Woran es hapert, sind die Redner. Um das zu fördern, muss
es wirklich zu einer konzertierten Aktion kommen. Man muss die Leute, die
in der Lage sind, Reden zu schreiben mit denen zusammenbringen, die sie
auch halten können. Wenn man dann noch Persönlichkeiten bekommt, die
ihr Inneres auf der Bühne ausschütten, die sich quasi um der Sache willen
selbst vergessen, wäre man sehr weit. Wenn die dann auch noch ein schönes Kölsch sprächen... Das kann man allerdings auch ein wenig lernen.
Dazu gibt es ja die Akademie.
Genau. Wie schön das sein kann, hat die Akademie ja gerade mit der
Milljösitzung im Sion gezeigt. Für alle Beteiligten, für die Leute, die im Saal
saßen, für den Präsidenten Wolfgang Nagel, und auch für die Auftretenden
war es ein erhebendes Gefühl. Jupp Menth, »‘ne Kölsche Schutzmann«, war
bei den Veranstaltungen vor mir dran, kam mit einem Lächeln heraus und
meinte zu mir: »Et gitt se noch, et gitt noch urkölsche Lück, die sich dran
freue, wat mir maache.« Ihm standen die Tränen in den Augen und er sagte:
»Ich daach schon, et wör verlore gegangen. Et es ävver noch do.«
Sie sind also optimistisch?
Ich bin von Natur aus optimistisch. Weil es aber so unglaublich viele Gruppen gibt, die alle kölsche Lieder singen – gefühlte 80 bis 100 –, bin ich
sogar sehr optimistisch, dass wir keine Probleme haben werden, unsere
Sprache im Karneval fortzuführen.
Gerade haben wir schon wieder das Kölsche so beschrieben, als ob
die Sprache fast nur noch zum Karneval gehört. Wie ist es im Alltag?
Schwierig. Vor 40 oder 30 Jahren, vielleicht sogar noch vor 20 Jahren war
es noch anders. Das ist absolut verloren. Die Sprache wieder in den Alltag
zu kriegen, halte ich fast für ausgeschlossen. Ich glaube, dass sich das
Kölsche mehr und mehr in den Karneval zurückzieht.
Das wäre immerhin ein Refugium, das andere bedrohte Sprachen nicht
haben.
Dort lebt unsere Sprache und dort wird sie auch überleben.
DAS INTERVIEW FÜHRTE MARCUS CORMANN
Kölner Köpfe
klaaf
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FOT OS : JOC HE N M A NZ
NOCH
MEHR
»KOLNER
ABEND«
Jede Erfolgsgeschichte braucht ein festes Fundament. Das können auch
vier stabile Füße sein. Vier? Ja, die vier Füße eines Sofas zum Beispiel. Wie
die des Wohlfühlsofas, auf dem die Gäste der neuen Veranstaltungsreihe
»Kölner Abend – Verzällche un Musik« der »SK Stiftung Kultur/Akademie
för uns kölsche Sproch« sitzen. Der »Kölner Abend« fand bisher zwei Mal
vor ausverkauftem Haus in der »Volksbühne am Rudolfplatz« (MillowitschTheater) an der Aachener Straße statt. Die Bilanz des Publikums war eindeutig: unterhaltsam, spannend und kölsch. Bei so viel positiver Resonanz
fiel es dem Akademieleiter und Initiator des »Kölner Abends«, Professor
Hans-Georg Bögner, leicht, den Wunsch nach einer »Zugabe« zu erfüllen.
Im kommenden Jahr öffnet sich der Vorhang für den »Kölner Abend« in der
Volksbühne nicht nur zwei, sondern drei Mal.
Die Termine sind: 12. Mai, 15. September und 3. November 2015. Unverändert bleibt das Konzept der Kölner Talkrunde. Vorgestellt werden Menschen
aus Köln, die etwas zu sagen haben. Über sich, ihren Beruf, ihr Hobby, ihre
Ideen, ihre Musik, ihren Garten, ihre Pläne und ihr Veedel. Es geht um Köln,
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klaaf
Kölner Abende
Robert Griess
die kölsche Sproch und viel Musik. Die Moderatoren Hans-Georg Bögner
und Monika Salchert möchten wissen, warum Menschen tun, was sie tun.
Was sie bewegt und was sie gern bewegen würden. Zu Wort kommen Leute
aus Köln, die man kennt, und Leute, die in der Öffentlichkeit nicht so präsent sind. Und natürlich ist an allen drei Abenden wieder das wunderbare
»Willy Ketzer Jazztrio« als Hausband dabei.
Die Gästeliste für den 12. Mai 2015 ist schon fertig. Auf dem roten Wohlfühlsofa werden der Sänger und Sprecher Gerd Köster, der Mundartautor
Fritz Häck, die Schauspielerin Annette Frier, der Kabarettist Robert Griess,
die Kölner Sängerin Heike Siek und der Mundartsänger Günter Schwanenberg Platz nehmen. Man darf gespannt sein, welche »Verzällche« die Moderatoren ihren Gesprächspartnern entlocken können. Es geht dabei nicht um
epochale Enthüllungen aus dem Bereich »Klatsch & Tratsch«, sondern vielmehr um das liebevolle Aufspüren amüsanter Anekdoten. Auch das macht
die besondere Gesprächsatmosphäre auf dem roten Sofa aus. Die Gäste
sollen sich beim »Kölner Abend« ebenso wohl fühlen wie das Publikum.
Kölner Abende
klaaf
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FOT O: © SC HÖN HAU SE R P R O MO T IO N
FOT O: R OLAND B R E IT SC HU H
Annette Frier
Gerd Köster
Bei den bisherigen Abenden wurde ein Bogen von Talk über Musik bis
zur Show gespannt. Es wurde gelacht und gestaunt, mitgesungen und
mitgefiebert. Ein paar Beispiele zur Erinnerung: Die »ZauberTrixxer« Ingo
Brehm und Albin Zinnecker schlugen das Publikum im wahrsten Wortsinn
in ihren Bann. Die deutschen Meister der Zauberkunst im Bereich Großillusion zeigten zwei ihrer atemberaubenden Illusionen und erzählten,
wie man Meister der Zauberkunst wird. Demnächst gibt es mehr von den
sympathischen Künstlern in Köln zu erleben. Die »Zaubertrixxer« zeigen
ihre Dinner-Show das »Magische Menü« im Schokoladenmuseum.
Schauspielerin Mariele Millowitsch kam direkt von den Dreharbeiten zu
einer neuen Folge aus der Reihe »Marie Brand« ins Theater. Sie fühlte
sich auf der Bühne, auf der sie schon als Kind gemeinsam mit Vater Willy
Millowitsch und Bruder Peter, dem jetzigen Theaterleiter, gestanden hat,
sofort wieder heimisch. Das lag zum einen an der Umgebung, aber auch
am Sitzmöbel. Denn Mariele Millowitsch setzte sogar ihren Gesprächspartner Hans-Georg Bögner in Erstaunen, als sie erklärte, dass das Sofa
einst in ihrem Wohnzimmer gestanden habe. Sie sei sich zunächst nicht
ganz sicher gewesen. Denn damals habe das Sofa einen anderen, sehr
gewöhnungsbedürftigen Bezug gehabt. Bögner reagiere rasch und antwortete ganz diplomatisch: »Wir haben uns leider nicht an das schreiend
bunte Muster gewöhnen können und haben das Sofa rot beziehen lassen.«
Biggi Wanninger lernte das Publikum als wahres Multitalent kennen. Sie
ist nicht nur seit 15 Jahren Präsidentin der Stunksitzung. Sie ist Schauspielerin, Kabarettistin und Sprecherin zahlreicher Hörfunkproduktionen
und Hörbücher. Außerdem ist sie Sängerin, hat sogar ein eigenes Trio:
das Biggi-Wanninger-Trio. Bei ihrem Soloauftritt beim »Kölner Abend«
gemeinsam mit dem Willi Ketzer Trio lag ihr das Publikum zu Füßen.
Wie lebendig und wach die kölsche Sprache in Wort und Schrift ist,
bewiesen etliche Gäste aus dem Bereich Mundart und Brauchtum. Uschi
Hansmann, frühere Darstellerin des »Bärbelchen« im Hänneschen-Theater,
erzählte von ihrer Arbeit mit Kölner Schulkindern. In ihren Kölsch-Kursen
lernen die Knirpse alles rund um die kölsche Sprache und das Theater
kennen. Autor Armin Foxius las aus seinem Buch »Ich heiße Kevin, na und«.
Für seine lebensnahen Erzählungen aus dem Schulalltag erhielt der Lehrer
im Ruhestand viel Applaus. Schule und Brauchtum scheint eine gute
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klaaf
Kölner Abende
FOT O: MA RT INA SC HWAN E N B E R G
FOT O: SU SANNE FE R N
Fritz Häck
Günter Schwanenberg
Mischung zu sein. Auch der Musiker Wolfgang Jaegers war bis vor kurzem
noch Schulleiter an einer Grundschule. Beim »Kölner Abend« begeisterte
der Akkordeon-Spieler mit seinen selbst geschriebenen kölschen Liedern.
Interessantes aus einem ganz anderen Bereich erzählte die Kölner
Hebamme Sonja Liggett-Igelmund. Sie stellte ihr Hilfsprojekt für Ghana
und ihren Verein: »Meeting Bismarck Gododo, Geburts- und Kinderhilfe
Ghana e. V.« vor. Die Mutter von zwei Söhnen arbeitet als Hebamme im
»Klösterchen« im Severinsviertel. Vor einigen Jahren ging sie im Rahmen
einer WDR-Dokumentation für zehn Tage in den Ort Have in Ghana, um
in der dortigen Geburtsstation mitzuarbeiten. Seitdem ist das Band zu
den Kolleginnen nicht abgerissen.
MONIKA SALCHERT
FO T O : ©D I T T MA R WI NTER
Karten für die nächsten »Kölner Abende« gibt es ab dem 5. Januar 2015
zum Preis von 15 Euro, ermäßigt 12 Euro, am Empfang der SK Stiftung
Kultur im MediaPark 7, bei www.offticket.de und allen Köln-Ticket
Vorverkaufsstellen.
Die Gäste des 2. Kölner Abends
Kölner Abende
klaaf
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RÜCKBLICK AUF EIN
BEWEGTES KÖLNER JAHR
Zum Rückblick auf ein bewegtes Jahr laden Kölnische Rundschau und SK
Stiftung Kultur erstmals in die Volksbühne am Rudolfplatz (MillowitschTheater), Aachener Straße 5. Am Montag, 5. Januar, ab 19 Uhr sprechen
prominente Gäste auf der roten Couch mit Stefan Sommer (Kölnische
Rundschau) und Professor Hans-Georg Bögner über das, was Köln 2014
bewegt hat.
Zu Gast ist unter anderem FC-Torwart Timo Horn, der mit seinem Verein
eine gelungene Rückkehr ins Oberhaus des Fußballs geschafft hat. Dän
Dickopf und Edzard Hüneke plaudern über die Erfolgsgeschichte der »Wise
Guys«. Dr. Norbert Walter-Borjans, Finanzminister des Landes NordrheinWestfalen, hat 2014 unter anderem mit seiner erfolgreichen Jagd auf
Steuersünder für Gesprächsstoff gesorgt. Die »Lindenstraße« hat 2014 ihre
1500. Folge gedreht und wird nächstes Jahr 30. Wie es hinter den Kulissen
von Deutschlands ältester TV-Serie zugeht, erzählt Marie-Luise Marjan
(»Mutter Beimer«).
Dr. Norbert Feldhoff ist seit mehr als zehn Jahren Dompropst und war
vorher Generalvikar. Er feierte gerade seinen 75. Geburtstag, Ende Februar
scheidet er aus seinem Amt aus. Marie-Luise Nikuta ist als »Motto-Queen«
eine Ikone des kölschen Karnevals. Nun sagt sie dem Fastelovend auf
Wiedersehen.
Ibrahim Touré und Cordelia Hoppe, die von Köln aus den Verein »Hilfe
für Guinea« betreiben, waren mit ihren Kindern in dem Land unterwegs, als
dort das Ebola-Virus ausbrach. Frank Kelzenberg ist der Chef der Höhenretter der Kölner Feuerwehr. Mit seinen Kollegen befreite er in einer spektakulären Rettungsaktion Sven Baumhauer und dessen Familie aus einer
Gondel der Seilbahn, die über dem Rhein feststeckte.
Der Eintritt zu den »Kölner Menschen 2014« ist frei, aber nur mit
einer Eintrittskarte möglich. Sie kann telefonisch über eine Hotline
der Kölnischen Rundschau reserviert werden. Pro Anruf unter der
Telefonnummer 01379 / 885310 (50 Cent aus dem dt. Festnetz,
abweichende Mobilfunk-Tarife) können zwei Tickets reserviert
werden. Die Eintrittskarten werden zugesandt.
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Kölner Abende
N. Walter-Borjans
Marie-Luise Nikuta
Marie-Luise Marjan
Timo Horn
Wise Guys
Kölner Abende
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KLAAF EM
MEDIAPARK
VUM HÖLZJE OP ET STÖCKCHE
Das Jägerquartett: Thomas Mosbach und Otto Jäger
kütt am 24. Määz der Otto Jäger met sing kölsche Verzällcher beim
»Klaaf em Mediapark«.
Wir freuen uns, unserem Publikum mit Otto Jäger ein neues Gesicht
bei einer Veranstaltung der Akademie för uns kölsche Sproch vorstellen
zu können.
1943 in Köln geboren, verschlug es den Lehrer Otto Jäger als Schulleiter und Ausbildungsleiter für Referendare nach Gelsenkirchen und
Oberberg, also ins »finstere Ausland«. Nach seiner Pensionierung kehrte
er in seine Heimatstadt zurück und entschloss sich, einige seiner Erfahrungen und Erlebnisse sowie Themen, die ihn berühren, niederzuschreiben, um sie für seine Kinder und Enkel zu bewahren. Die »Stöckelcher«
»op kölsch« zu verfassen, war für ihn selbstverständlich, »denn so lassen
sich Gefühle unmittelbarer und echter ausdrücken«, wie er selbst meint.
Ilse Jäger, seine Schwester, hatte die Idee, anlässlich seines 70. Geburtstages die Texte zu einem Buch zusammenzustellen. Von Beruf ebenfalls
Lehrerin, verwirklichte sie bei der Kumede, dem Mundarttheater des
Heimatvereins Alt-Köln, ihren Herzenswunsch, Schauspielerin zu werden
und ist Mundartfans mittlerweile bestens bekannt. Auch beim »Klaaf em
Mediapark« hat sie schon mitgewirkt. An diesem Abend trägt sie gemeinsam mit ihrem Bruder einige der Texte vor, die bereits auf zwei Hörbüchern
»Vum Hölzje op et Stöckche« und »Vun allem jet« erschienen sind. Ein
drittes ist in Vorbereitung.
Tatkräftige Unterstützung erhielten sie bei diesem Vorhaben vom
Produzenten J. P. Weber, der dem Publikum natürlich besser als vielseitiger Musiker bekannt ist. Der »Flitschist«, wie er sich selbst bezeichnet,
und der Pianist Thomas Mosbach bilden den musikalischen Part dieses
Quartetts. Sie präsentieren eigene Kompositionen aus dem Album
»Flitsch Experience«.
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klaaf
Stadtkultur
Lassen Sie sich diese Premiere beim »Klaaf em Mediapark« nicht entgehen!
Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr im Saal, Im Mediapark 7. Nähere
Informationen auch im Terminteil.
VIERMAL
KLAAF EM MEDIAPARK
Drei weitere Male findet im Jahr 2015 der »Klaaf em Mediapark« statt.
Am 26. Mai laden der Heimatverein Alt-Köln e. V. und die Akademie för
uns kölsche Sproch wieder zu einem gemeinsamen Abend ein. Er ist
dieses Mal den verstorbenen Mundartautoren Christina Block und Heinz
Wild gewidmet, die beide völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.
Mitglieder der Kumede tragen ihre Texte vor. Philipp Oebel gestaltet den
Abend musikalisch in seiner unnachahmlichen Art und Weise.
Im Herbst geht es am 20. Oktober weiter. Freuen Sie sich auf die junge
A Capella Band »Who’s That?!«, einer weiteren Premiere in diesem Jahr. Die
vier Studenten und Domchor-erfahrenen Sänger präsentieren ihr kölsches
Programm. Außerdem begrüßen wir den Autor Armin Foxius, der dem
Publikum sicherlich wieder einige Erlebnisse mit Kevin zu erzählen weiß.
Zum Jahresabschluss am 1. Dezember erfreut das Kölsch Terzett mit
einem adventlichen Programm.
Am besten merken Sie sich die Termine vor, in den folgenden klaaf-Heften
erhalten Sie nähere Informationen zu den Veranstaltungen. INGEBORG NITT
FO T O S : © JÄ GERQUARTETT
Wichtig ist, dass der »Klaaf em Mediapark« in diesem Jahr immer
um 19.00 Uhr beginnt, also eine halbe Stunde früher als bisher!
Das Jägerquartett: Ilse Jäger und J.P. Weber
Stadtkultur
klaaf
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KÖBES
UNDERGROUND
WENN KULT VON KÖLSCH
UND KÖNNEN KOMMT
»Die sin total beklopp un verdammp jot.«, ist die eher typische Antwort auf
die Frage nach dem Konzert der kölschen Kultband »Köbes Underground«.
Beides stimmt. Das Hausorchester der Stunksitzung kombiniert schrillschräge Performances mit musikalischer Perfektion. Der Begriff »Bühnenpräsenz« ist in Bezug auf ihre Auftritte schlichte Untertreibung. Ruhig am
Mikrofon zu stehen und einfach das Programm runterzuspielen, ist ihre
Sache nicht. »On Stage« sind die Musiker mit Leidenschaft aktiv: es wird
gerannt, gesprungen und jongliert – alles spielend, mit dem Instrument in
der Hand. Die Vehemenz des eigenen Ausdrucks ist ihnen wichtig, schon
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klaaf
Stadtkultur
FO T O : © NI KLA S I 5 8 / W I KI P E DI A .DE
beim Outfit. So tauschen sie ihre generell an Zirkusmusiker oder doch Piraten erinnernde Bühnengarderobe – je nach Liedinhalt – gerne mal gegen
jene von Dudelsack-spielenden Schotten, Kasatschok-tanzenden Russen
oder die eines schunkelnden Dreigestirns aus. Nicht selten kommen sie
jedoch auch im edlen weißen Frack daher. Kölsch ist dabei vor allem die
Haltung, mit großem Ernst völlig unernst zu sein.
KÖLSCH SINGT SICH BESSER
Die gesungenen Texte der Band sind Kölsch. Während diese oft aus der eigenen Feder stammen, sind die Ihnen zu Grunde liegenden Melodien meist
schon von anderen bekannt. »Köbes Underground« jedoch als reine CoverBand zu beschreiben, würde der Sache nicht gerecht. Vielmehr greift die
zehnköpfige Stammbesatzung der Gruppe um Eckie Pieper eine bis in das
Stadtkultur
klaaf
23
erste Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts übliche Tradition auf. Lieder
für den Kölner Karneval wurden damals meist auf sogenannte »Grundmelodien« geschrieben. Melodien, die ankamen, erhielten Jahr für Jahr neue
Texte. Die Interaktion zwischen Bühne und Publikum funktionierte so viel
besser – und genau dieses Zusammenspiel ist der Band wichtig. Der Saal
soll mitsingen, mithüpfen, mittanzen. Der Funke soll überspringen. Ein
Konzept, das gelingt.
Genauso wichtig ist das Übertragen internationaler Chart-Songs ins
Kölsche. Auch hier sind die Melodien bekannt, auch hier liegt der Fokus
auf dem Text, erhält der neu gefundene Inhalt größere Bedeutung. Eine
Transferleistung, die im Hochdeutschen oft gar nicht funktioniert, weil die
Stimmlagen, in denen sich das Kölsche gewöhnlich bewegt, dem ursprünglich gesungenen Englischen viel eher entspricht.
Durch die Kombination bekannter Musik mit neuen Texten fällt neue
Aufmerksamkeit auf beide Inhalte. Durch die Kombination »ernster« Musik
mit »unernsten« Texten gelingt der Perspektivwechsel für beides. Das Zusammenspiel von »Köbes Underground« und dem WDR Rundfunkorchester
Köln in der Kölner Philharmonie wurde unter dem Titel »Classics Underground« so zum großen Erfolg.
JECK NICHT NUR IM KARNEVAL
Knapp 50 Auftritte haben »Köbes Underground« als Hausband der Stunksitzung in der Session. »Das ist für uns eine wunderbare Spielwiese an
einem festen Ort. Mehr Karneval geht nicht«, meint Sänger und Gitarrist
Eckie Pieper. »Wunderbar ist auch, trotz aller Proben nie zu wissen, wie ein
Abend verläuft.« Letzteres gilt auch für die zahlreichen Auftritte, die die
Band außerhalb der Session und auch außerhalb Kölns absolviert. Dabei
ist jede ihrer Shows länger als drei Stunden. Der Name der Band geht zum
einen auf den kölntypischen Kellner eines Brauhauses zurück und ist zum
anderen eine Hommage an die Kölnerin Nico Päffgen, der Sängerin von
»Velvet Underground«. Erst seit 1993 stand er fest, zuvor hieß man jährlich
anders, zum Beispiel »The dead Lambsdorfs« oder »Schwester Christa und
ihre Brinkmänner«.
Trotz des umfangreichen Band-Engagements haben die meisten Bandmitglieder noch einen Brotberuf. Pieper selbst ist Diplompsychologe und
arbeitet beim Kölner Verein »Zartbitter«. In Westfalen geboren und mit 19
Jahren nach Köln gezogen, lebt er seit 2007 in Solingen – der Liebe wegen.
»Ich habe das Glück, mir meine Zeit so einteilen zu können, dass Bühne
und Arbeit sich nicht im Wege stehen. Trotz der vielen Auftritte ist meine
jecke Freude ungebrochen.«
Winni Rau, in der Band an Keyboard und Akkordeon, ist Mitbegründer
der Stunksitzung und festes Mitglied in deren Ensemble, pendelt also während der laufenden Sitzung ständig zwischen zwei Funktionen hin und
her. Steht er nicht selbst auf der Bühne, sorgt er dafür, dass es andere tun:
Winni Rau ist auch Organisator des internationalen Köln Comedy Festivals.
Ähnlich geht es Ozan Akhan, der ebenfalls Mitglieder der Stunker, aber
auch permanter »Special Guest« bei Köbes Underground ist. Als »Kölscher
Muezzin« ist er während der Sitzungen zuständig für Gesang und Hüftschwung, sonst bannt er als Kabarettist, Comedian und Theaterschauspieler sein Publikum. »Dat Jecke« liegt den Bandmitgliedern schlicht im Blut.
MARCUS CORMANN
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Stadtkultur
Stadtkultur
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FOT O: © KÖB E S U NDE R GR OU N D
FO TO: HERRMOED WIKIP EDIA.DE
FASTELOVENDSRÜMCHE
(EN VARIATION)
Va un Mo,
Ich un do
Un uns Fründe noch dozo,
Jo, dat eß e Spillche!
Steit ne Schutzmann op dem Wäg,
Weed flöck dröm erömgefäg.
Well hä oder well hä nit,
Hä mänch lecker Bützge kritt.
Un meer trecke met der Trumm
Durch de Stroße – bum-bum-bum.
Ich un do un sei un hä
Sagen do bestemmp nit nä.
Dröm loß gon,
Angedon!
Üvvermot laach wie en Sonn.
Zeig dich em Kostümche!
Krütz un quer
Höppe meer,
Dat mäht Freud, ich sagen deer,
Schlage met de Pritsche.
Su, jetz noch en Muuz verdröck
Un dann durch de Stadt gejöck!
Ich un do un sei un hä
Sagen do bestemmp nit nä.
CILLI MARTIN
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Kölsche Literatur
www.facebook.com/
gildenkoelsch
JECK VERZALL!
En unser Reih »Jeck verzäll!« geiht et dismol öm uns kölsche Vokale.
Die sin för der Imi off nit leich eruszohüre ov uszospreche. Mer han
eres nämlich, die et em Deutsche nit gitt.
Wann op T-Shirts oder Gläser zo lesen es:
ICH BIN EN KLEEN KÖLSCH MÄDCHE
NÄ, WAT IS DAT SCHÖN
DRINK DOCH ENE MET
DAT JITT ET NUR IN KÖLLE
weiß der Kölsche natörlich: Esu jet de Imis zo üvverlooße, dat gitt et nor
en Kölle! Hüggzodags darf jo jeder üvverall alles ungestrof als Kölsch
verkaufe. Su weiß der Touriss nie, ov hä ech Kölsch oder Gemölsch käuf.
Ävver de Haupsach et Geschäff mem Kölsch blöht. »No god«, mag dä ein
ov andere sage, »die krigen et jo suwiesu nit met.« Wa’ mer ävver esu denk,
bruch mer sich gar kein Möh mih zo maache un kann alles un jedes als
orgenal Kölsch verkaufe: 4712, De Bläck Häng, Ech Kölnische Schabau oder
der Willi Weihnachtsmann.
En däm Wöödche ben kütt em Kölsche kei i vür, sondern e geschlosse e wie
en däm deutsche Wood Weg. Weil dat e ävver em Deutsche immer lang
gesproche weed – bes op dat genuschelte e för e Beispill en lesen – un
weil dat e en ben nit genuschelt ävver trotzdäm koot es, kann der Imi dat
schlääch erushüre un mäht e i drus. Hee bovven en däm Beispill süht mer
dat: is muss richtig es heiße un in richtig en. Dröm liss mer och off: mit,
richtig es met oder Driss un dat es Dress!
Noch komplizeeter weed et beim o un beim ö. Nevve dä Wööder, wo die
Laute wie em Deutsche gesproche weede, alsu koot un offe (Müülche opmaache) wie en Koch oder Köln oder lang un geschlosse (Müülche spetze)
wie en wohnen oder schön han mer em Kölsche noch die ander Variante
koot un geschlosse wie en Fott oder flöck. Do mäht der Imi gään Futt oder
flück drus, oder lang un offe wie en brode oder jöömere, wat der Imi als
geschlosse ussprich wie en Boden oder Römer.
E paar Beispill för koot un geschlosse sin:
Koffer, Sonn, Zog, Botter, Noss, wolle, jöcke, zoröck, Fött, Möck, Hött,
Bömmel
und för lang un offe:
froge, Johr, Hoore, Koon, Mond, Stroß, Klör, stöödig, Möler, Gööz, kröötsche, höösch
E eige Kapitelche sin de Zwielaute, alsu ei / ai / au / eu / äu. Dröm kütt dat
och eesch en unsem nächste Heff zom Zog.
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klaaf
Wortschatz und Grammatik
BLODIGE FÖSS
Et es ens widder Dress en der Fernsehkess. Su well et Ev leever jet lese.
Ene Bessseller met enem Seriekiller well et om Sofa geneeße. Et kritt sich
ene Tee, dimmp et Leech erunder un nimmp sich e Boch met däm Titel
»Blodige Föß«. Et es esu spannend, dat et immer wigger lese muss. Noh
ener Stund es et en der Medde vun däm gruselige Roman aangekumme.
Fünf Dude ligen ald en der Pathologie – all om ene Foß kööter. Der Killer –
ene krankhafte Foßfetischiss - es grad hinger dem sechste Leckerche her.
Dat bangk öm si Levve. Der Mörder folg im om Foß un do... süht et Ev ene
Schatte om Balkon. Dudverschreck lööt et si Boch falle. Es dat Enbeldung
oder wor do jet? Et hivv dat Boch ängslich widder op un liss wigger. Grad
hät der Killer et Köllens Bell am Kenn gepack un häld im ene Plagge met
Äther vör et Geseech. Do hööt et Ev en Stemm: Ruckedigu, ruckedigu, Blut
ist im Schuh. Et lööt ene Bröll. Es dä Foßjeck jetz hinger im her? Blödsenn!
Dat es doch bloß ene Roman. Ävver et es sich secher, dat et die Stemm
gehoot hät. Do wor et ald widder: Ruckedigu, ruckedigu, Blut ist im Schuh.
Dat wor im no zo domm. Et nohm all singe Mod zosamme un schlech sich
höösch nohm Balkon. Et wor am ganze Liev am Ziddere. Do soch it en!
Et wor singe Hen gewäs. Hä wollt jet Levve en dem Ev sing Krimistund
bränge. Dat wor im geflupp! ALICE HERRWEGEN
Wortschatz und Grammatik
klaaf
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RODSEL
NEU:
BILDERRÖDSEL
Liebe Rätselfreunde!
Mit Beginn des neuen Jahres möchten wir Sie zu einem neuen Rätselformat einladen. Statt des Kreuzworträtsels bieten wir ein Fotorätsel, an dem
Sie sich auf zweifache Weise beteiligen können: Erraten Sie, was auf dem
Foto gezeigt wird! Und schicken Sie selbst Fotos ein!
Auf den Bildern kann ein Ausschnitt des zu erratenden Motivs gezeigt
werden oder Unbekanntes und selten Gezeigtes oder auch Bekanntes aus
ungewöhnlicher Perspektive fotografiert und ähnliches. Das Motiv muss
sich auf jeden Fall in Köln befinden und möglichst einen besonderen Bezug
zu unserer Stadt haben. Bitte fügen Sie für die Auflösung des Rätsels eine
Beschreibung des Motivs und eventuell ein weiteres Foto bei, auf dem das
Rätselmotiv im Kontext zu sehen ist.
Die digitalen Fotos können Sie jederzeit an [email protected]
einsenden (Größe ca. 2480 x 1600 Pixel, 300 dpi).
Wird das Foto als Rätsel veröffentlicht, wartet auf den Einsender ein Preis.
Mit der Teilnahme am Wettbewerb erteilt der Teilnehmer der Akademie för
uns kölsche Sproch das Recht, die hochgeladenen Fotos für das Gewinnspiel zu nutzen.
Er bestätigt, dass er der Urheber der hochgeladenen Bilder ist und damit
uneingeschränkt über die Nutzungsrechte an den Fotos verfügt. Er bestätigt
weiterhin, dass die von ihm hochgeladenen Fotos frei von Rechten Dritter
sind; insbesondere, dass sämtliche erkennbaren abgebildeten Personen mit
den genannten Nutzungen einverstanden sind und dass Schutzrechte Dritter durch diese Nutzungen nicht verletzt werden. Der Teilnehmer ist damit
einverstanden, dass sein Name als Urheber genannt wird.
Für das Veröffentlichen von Fotos im Rahmen der Veröffentlichungsbedingungen werden keine Honorare und keine Vergütung bezahlt.
Mit dem Hochladen der Fotos erklärt sich der Teilnehmer mit den Teilnahmebedingungen einverstanden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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klaaf
Rödsel
Das aktuelle Foto zeigt einen Teil eines Denkmals. Dieses Denkmal
ist einer Person gewidmet, die in der bevorstehenden »fünften Jahreszeit« eine Rolle gespielt hat. Der Name der Person ist zu erraten.
Senden Sie eine Postkarte mit dem Lösungswort bis Freitag,
6. Februar 2015:
Akademie för uns kölsche Sproch
Ingeborg Nitt
Im Mediapark 7
50670 Köln
Die Preise werden unter allen richtigen Einsendungen verlost.
1. Preis: 2 Karten für den Klaaf em Mediapark am 24. März
2. Preis: 1 Buch von Cilli Martin »Jetz un e Levve lang«
3. Preis: 1 CD von Walter Oepen »Freche, kölsche Leeder«
Die Gewinner erhalten ihren Gewinn auf dem Postweg zugestellt. Eine Barauszahlung ist nicht
möglich. Mitarbeiter und Seminarleiter der Akademie för uns kölsche Sproch sind von der Teilnahme
ausgenommen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Personenbezogene Daten werden ausschließlich
zum Zwecke der Abwicklung des Gewinnspiels verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.
Die Gewinner unseres letzten Preisrätsels sind:
Zwei Karten für den Klaaf em Mediapark: Achim Schmitz, ein Buch »Pflanzen und Tiere op kölsch«:
Helga Anselmino, ein Buch von Cilli Martin »Jetz un e Levve lang«: Elisabeth Kump
Lösung Rödsel aus Heft 4/14: 1. Klütte | 2. Leechterglanz | 3. Helligovend | 4. Latääne
5. Dämmerleech | 6. Zinterkloos | 7. kald | 8. Plätzcher | 9.Pääd | 10. Rüümche | 11. Hansmuff
12. Rähnewedder | 13. wichse | 14. Schnei | 15. Adventszigg | 16. Dürche | 17. Spetz | 18. Söck
19. Chressbaumkugel | 20. Kääze
Lösungswort Heft 4/14: Morgeland
Rödsel
klaaf
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FOT OS : S US A NNE FE R N
Die Verleihung des Lehrer Welsch-Preises
durch den Verein Deutsche Sprache
LEHRER WELSCHSPRACHPREIS
FÖR DE KÖLSCH-AKADEMIE
»Unse Lehrer, dä heeß Welsch. / Sproch en unverfälschtes Kölsch!« Heiß et
en däm Leedche ›En der Kaygass Nummero Null‹ vum Will Herkenrath, dä
dä Tex geschrevve, un vum Hermann Kläser, dä dat Rüümche en Note gesatz hät. Dat Leedche kennt jeder en Kölle, un et es wigg üvver Kölle erus
(ich well jo nit sage, en der ganze Welt) bekannt gewoode. Un dä Lehrer
Welsch hät et wirklich gegovve! Dä es em Johr 1848 en Arzdorf gebore
un en Worringe Lehrer gewäs. Dann kom hä noh Sölz un vun do noh Kalk.
En Kalk hät hä dann en Hilfsschull (hügg säht mer »Förderschule« doför)
gegründt, en Schull för Pänz, die met arbeide moote, un su och nit normal
liere kunnte. Der Welsch wor ne Lehrer, dä e Hätz för die ärm Höösche
hatt un denne geholfen hät, wo hä nor kunnt. Hä es huh verihrt woode.
Mer hät ene Pries noh im benannt, der »Lehrer-Welsch-Sprachpreis«, dä
zick 2004 jedes Johr an Minsche un Institutione verlihnt weed, die sich
öm de deutsche un de kölsche Sproch verdeent gemaht han. Dobei sin
der Alexander vun Chiari, dä em Fastelovendsmotto 2004 dat Wood »kids«
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klaaf
Kölsches Leben
en »Pänz« ömgewähßelt hät, dä Leedermächer Ludwig Sebus, de Höhner,
der Heimatverein Alt Köln, der Wolfgang Bosbach un noch andere mih.
Un dis Johr geiht dä Pries an de »Akademie för uns kölsche Sproch«. Die
gitt et en ehrer Aat en ganz Deutschland un sugar en ganz Europa bloß
eimol. Hee ka´mer noch e unverfälsch Kölsch lihre. Bei ener schön Fier
es am 16.9.2014 em Komed-Saal dä Pries dem Baas vun der Akademie,
dem Professor Hans-Georg Bögner, üvvergovve woode. Met op der Bühn
stundten et Ingeborg Nitt (de Bibliothekarin), de Frau Dr. Bhatt (die för de
kölsche Sproch zoständig es), et Alice Herrwegen (Organisation Seminare),
et Karola Müller (Sekretariat un de god Siel vun der Kölsch-Akademie) un
et Priska Höflich (Kölsch-AGs).
De Kölsch-Akademie hät em vergange Johr ehr 30jöhrig Jubiläum gefeet.
En dä lang Zigg han do en ganze Rötsch Kölsche un Imis de Schullbank
gedröck. Hügg besöke jedes Johr ca. sechshundert Minsche de Akademie,
die jo nit bloß Kölsch-Kurse aanbeedt, och söns en Kölle met allerhands
Aktivitäte ungerwägs es. Se bemöht sich dröm, dat em Alldag widder
Kölsch gesproche weed, un well klor maache, wat et doch för e groß Glöck
es, en ener Stadt ze levve, die en eige Sproch hät. Wat för en Stadt hät
ald en eige Sproch? Un wat för en schöne noch dobei! Met der kölsche
Sproch ka´mer sich vill leever un hätzlicher usdröcke, un et kütt ganz
anders beim andere aan, wa´mer och ald ens schängk. God, et gitt e paar
Wööd, die nit esu fing sin, ävver die muss mer jo nit unbedingk bruche.
Hööt mer kölsche Tön, weiß mer, hee ben ich doheim, hee gehören ich hin.
Un dat weed, wo de Minsche sich immer mih vermische, immer wichtiger.
Alsu, hätzliche Glöckwunsch för der »Lehrer-Welsch-Sprachpreis« an de
»Akademie för uns kölsche Sproch«.
KATHARINA PETZOLDT
Kölsches Leben
klaaf
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MET NEU LEEDER
EN DE SESSION 2014 /15
Nohdäm mer widder ens su e richtig schön kölsch Motto han, »social
jeck – kunterbunt vernetzt«, su durch un durch Kölsch, ohne Deutsch oder
Englisch dren, künne mer nor noch hoffe, dat uns kölsche Musiker et bess
dodrus maache un winnigstens de Anglizisme us ehre Leeder druslooße.
Unse Christoph Kuckelkorn hät sugar vum Verein Deutsche Sprache
ene Pries för dat verdötschte Motto kräge, genau gesaht dä Spottpries
»Sprach-Tünnes«.
Su manch einer wor wall esu geschock üvver dat kölsch-deutsch-englische Gemölsch-Motto, dat hä direk en Schockstarre gefallen es un ärg lang
gebruch hät, do widder eruszekumme. Su schung et uns, dann mer moote
lang waade, bes mer endlich de eetste Leeder vun de Musiker kräge han.
Üvver dat, wodrüvver en der Session gesunge weed, wolle mer üch ene kleine Enbleck gevve. Ehr künnt wie immer die Texte vun all dä neu Leeder op
unser Homepage www.koelsch-akademie.de unger »Kölsche Liedersammlung« finge. Wann ehr dat räächziggig dot, künnt ehr op Fastelovend ald
de mietste Leeder metsinge. Un weil die en der Leedersammlung och all op
Deutsch üvversetz woode sin, wessen och de Imis, wat die Texte bedügge.
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klaaf
Stadtkultur
Räächziggig vörm 11.11. gov et widder die zwei Fastelovends-Sampler
Megajeck 18 us dem Dabbelju Musikverlag un Karneval der Stars 44 us
dem Pavement-Musikverlag. Vill Künsler han och eige CD-Singels un Albe
för de Session erusgegovve.
Klor, et gitt och dis Johr widder - wie ald de letzte paar Johrzehnte –
et Mottoleed vum Marie Luise Nikuta. Dat kritt och üvver noch su jecke
Mottos Leedtexte geschrevve. Un en singer Sproch pass et sich dann och
dem Motto aan: Kölsch – Deutsch – Englisch – kunterbunt vermölsch! Och
Rainer Wahnwitz - De Fleech grief en singem neue Leed »Wat sin mer all
jeck« et Motto op, bei im es alles vernetz mem Kölner Dom.
Vun de Bläck Fööss gitt et dis Johr zwei neu Leeder. Dat eetste »Dat kann
uns keiner nemme« es en Komposition vun Björn Ulvaeus un Benny Andersson vun ABBA. Bei däm zweite Leed »Mem Müllemer Böötche« erwaade
uns kubanische Kläng, dann dat es die kölsche Version vun däm Leed »El
cuarto de tula« vum Buena Vista Social Club, die met e paar vun de Fööss
em Juli zesamme e Konzäät gespillt han.
De Paveier singe »Uns jeiht et joot«, ävver met ehrem andere Leed
passen die sich och dem disjöhrige Sprochgemölsch aan un schmieße met
»Minsche unserer Stadt« Kölsch un Deutsch durchenander. Alle zwei Leeder
han de Paveier mem Björn Heuser zesamme geschrevve. Wie soll mer su
de Lück, besonders de Pänz, richtig Kölsch lihre? Ehr Musiker sid doch
Vörbilder, dot üch dat ens zo Hätze nemme!
Dä Björn Heuser (BH) muss mer hee ens ganz besonders erwähne, dann
dä hät nit nor drei Leeder för die Sampler geschrevven, die hä selvs singk,
»Sulang mer singe«, »Endlich Freitag« un »Et kölsche Jeföhl«, dä hät och
noch för e paar Musiker-Kolleginne un -Kollege de Texte un de Musik ganz
oder met denne zesamme geschrevve.
TRACKLISTE
01. Sulang mer singe / Björn Heuser & Fründe (F.M., Erry, Peter, Micky)
02. Saach niemols nie / Paveier
03. Social jeck – kunterbunt vernetzt / Marie-Luise Nikuta
04. Tote Enten / Die Filue
05. Eyo / CABB
06. Su lang die Welt nit ungerjeiht / Rheinländer
07. Et jitt kei Wood / Cat Ballou
08. Pütze Hein (live) / Bläck Fööss
09. Endlich Freitag / Björn Heuser
10. Ich ben Kölsch / ZIK & Kölner Jugendchor St. Stephan
11. Sulang d’r Dom noch steiht / Die 3 Colonias
12. E Stöck vun mir / Funky Marys
13. Bumm Bumm / Kalauer
14. Endlich widder Fasteleer / Stefan Dahm
15. Nur noch eine / KölschFraktion
16. Maht et jod / Kommando MundArt
17. Dat weed uns Naach / Kläävbotze
18. Hamsterbäckche / Thomas Cüpper
19. Rheinerein / Zwei Hillije
20. Heimatjeföhl / Altreucher
21. Vogelwiese / De Botzedresse
22. Die Drei von der Linie Zwei (live) / Zeltinger / Kleimann
Stadtkultur
klaaf
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TRACKLISTE
01. Uns jeiht et joot / Paveier
02. Die Stääne stonn joot / Cat Ballou
03. D.A.N.Z.E. / Funky Marys)
04. Dat kann uns keiner nemme / Bläck Fööss
05. Stadt met K / Kasalla
06. Op de jode ahle Zigg / Domstürmer
07. Do hänge mir dran / Marita Köllner + Shanty Chor
der Stattgarde Colonia e.V.
08. Angelina / Cöllner
09. Dich einmol noch danze sin / Boore
10. Nih mehr Fastelovend / Querbeat
11. Steh auf, mach laut! / Höhner
12. Mem Müllemer Böötche / Bläck Fööss
13. Deideideidei / Köster + Hocker
14. Alle Jläser huh / Kasalla
15. Minsche unserer Stadt / Paveier
16. Et kölsche Jeföhl / Björn Heuser
17. König / Cat Ballou
18. Su sin mir Mädche / Cölln Girls
19. Us Kölschem Holz / Klüngelköpp
20. Zesammestonn / Räuber
21. Zurück noh Kölle / Imis + Carolin Kebekus
Mem Peter Horn hät hä der Tex »Nur noch eine« för de KölschFraktion
geschrevve – es jo klor, dat et bei däm eine nit bliev, denn eine es keine
un op einem Bein kann mer nit stonn. För der Thomas Cüpper gitt et
dat Leedche »Hamsterbäckche«, en däm e Mädche met Hamsterbäckcher
besunge weed, dat ussüht wie wann et Kiwis lötsche dät. Mem Volker
Dahmen hät der BH för de Altreucher »Heimatjeföhl« geschrevven un
komponiert üvver eine, dä nor 2 Woche em Johr sing Heimat Kölle besöke
kann, die hä su vermess. Der ZIK, der fleegende Reporter vum EXPRESS
(Walter Friedriszik) verkündt mem Jugendchor St. Stefan »Ich ben Kölsch«,
ävver die Wööd woodten im vum BH en de Muul gelaht. Wann de Klüngelköpp och singe, se wören »Us kölschem Holz«, su hät inne der BH doch dat
Holz eets zeräächgeschnetz. Dat die Vajabunde durch »Die Naach« trecke,
dann nor, weil der BH mem Dirk Bräutigam inne dat ermöglich hät.
Och för die Mädcher-Bands hät der BH de Texte metgeschrevve, för de
Funky Marys mem Andrea Schöneborn, dem Marion Mies un dem Wolfgang Löhr zesamme dat Leed »E Stöck vun mir« un mem Andrea un Yvonne
Schöneborn dat Leed »D.A.N.Z.E.« Un wann de Cölln Girls singe »Su sin mir
Mädche«, dann nor, weil der BH inne dä Tex zoräächgeknuuv hät. Dä Björn
Heuser schingk der fließigste Musiker vun Kölle zo sin.
Usser all dä Heuser-Leeder sin op dä Sampler, Albe un Singles ävver och
noch Leeder vun andere Musiker. Cat Ballou besinge der »König meiner
Stadt« un sin dovun üvverzeug: »Die Stääne stonn joot«. En dä »Stadt met
K« heiß et bei Kasalla »Alle Jläser huh«, wat se ald op ehrem Open AirKonzäät em Tanzbrunnen am 24.08.2014 vürgestallt han.
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klaaf
Stadtkultur
De Zwei Hillije sin jetz em Angelsportverein un halden ehr Rute en der
»Rheinerein«. Sinn de Filue om Rhing villleich »Tote Enten"« schwemme?
De Kläävbotze versechere uns »Dat weed uns Naach« – en lecker KölschNaach, wo em Quadrat gebütz weed. Kommando MundArt versteiht
de Welt nit mih un veravscheedt sich vun Sorge un Ping met »Maht et
jod« – am Mondag Morge weede mer uns widdersinn. »Su lang die Welt
nit ungerjeiht«, geiht et de Rheinländer god. CABB größ met »Eyo« un De
Botzedresse tummele sich op der »Vogelwiese«.
De Domstürmer größe us »Hollywood« un drinke »Op de jode ahle Zigg«.
Die Cöllner han ehr Hätz an et »Angelina« verlore - sugar en Lima, ävver
de Boore sin ald domet zefridde, wann se »Dich einmol noch danze sin«.
Et Carolin Kebekus well met de Imis »Zurück noh Kölle«, wo de Räuber
ald lang »Zesammestonn«. Dä kleine Stefan Dahm freut sich, denn et es
»Endlich widder Fasteleer«, nor Querbeat han de Nas voll un welle »Nih
mehr Fastelovend«. Domet wören et Marita Köllner un der Shanty Chor nit
enverstande un postuliere »Do hänge mir dran«. De Höhner es et zo leis,
se singe »Steh auf, mach laut!«, un schon geiht et bei de Kalauer loss met
vill »Bumm Bumm«. Do stemmen der Gerd Köster un der Frank Hocker
dann met »Deideideidei« en.
Miljö verklöre uns, dat se nor »Aape« sin un vun Hätze Primate met
Rhythmus em Blod. Sechs Kölsch sin för de große Liebe en en fremde
Stadt getrocke, ävver jetz heiß et »Kumm doch heim«, denn en andere
Stadt weed nie ding Heimat sin.
CHRISTA BHATT
Stadtkultur
klaaf
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RARE TATCHER
US DEM BOCHERSCHAAF
Hören, lesen, schauen und schmökern: dazu laden Frederike Müller
und Ingeborg Nitt die klaaf-Leser ein – ungemütliches Winterwetter
gerät sofort in Vergessenheit!
Heribert A. Hilgers
Alaaf! Ein Kölner Hochruf
Greven Verlag, Köln 2014, 8,90 €
ISBN: 978-3-7743-0427-7
Was bedeutet »Alaaf«? Woher
kommt das Wort? Immer wieder
werden diese Fragen gestellt. Jetzt
gibt es endlich zuverlässige Antworten, die zudem wissenschaftlich
fundiert sind.
Dr. Heribert A. Hilgers, Privatdozent für Sprachwissenschaft an
der Universität zu Köln und langjähriger Vorsitzender des Heimatvereins Alt-Köln, beschäftigte sich
intensiv mit der kölschen Sprache
und dem kölnischen Brauchtum.
So lag es nahe, dass er sich auch
dieser Fragestellung widmete. Kurz vor seinem Tod im Dezember 2012
stellte er die Abhandlung über den Kölner Hochruf »Alaaf!« fertig, die in
der Reihe leseZeichen des Greven Verlags erscheinen ist.
Nach einem Überblick über »Wörter zum Jubeln« untersucht er, wann
der Hochruf zum ersten Mal auftaucht und in welchem Zusammenhang.
Dass er bereits im 16. Jahrhundert geläufig war, überrascht wahrscheinlich
nicht so sehr wie die Tatsache, dass er im karnevalistischen Umfeld erst
viel später, nämlich im 19. Jahrhundert, auftaucht. Der Autor führt Originalzitate auf, erläutert sie und untersucht die Quellen und ihren historischen Kontext. Er stellt fest, dass es den Begriff auch im Niederländischen
und sogar im Westfälischen gibt.
Wer den Hochruf angemessen würdigen möchte, kommt an diesem
Buch nicht vorbei – Alaaf!
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klaaf
Köln literarisch
Kölsch aus erster Hand – Die besten Autoren (Folge 1)
Dabbelju Verlag, Köln 2014
Hörbuch CD 242314-2
Seit zehn Jahren erscheint im
Dabbelju Verlag die Hörbuch-Reihe
»Kölsch aus erster Hand«. Anlässlich
dieses Jubiläums hat der Verlag
sich entschlossen, die 11. CD nicht
wie bisher einem einzelnen Autor
zu widmen, sondern eine bunte
Mischung verschiedener Interpreten
anzubieten. Dabei handelt es sich
um bereits in der Reihe vertretene
Autoren mit bisher unveröffentlichten Texten wie auch um neue als
Ausblick auf die Zukunft.
Der Hörer erhält auf diese Weise einen Überblick über die Mundartautorenszene, lernt die unterschiedlichen Schreibstile kennen und kann sich
seinen Lieblingssprecher aussuchen.
Anfang und Ende des Hörbuches bilden zwei kurze Texte von Willi
Nettesheim, der den Auftakt dieser Reihe mit seiner CD »Kölle fröher –
Kölle hück« gestaltete. Leider ist er im Jahr der Veröffentlichung
verstorben, so dass seine Aufnahmen einen besonderen Wert besitzen.
Dieses Hörbuch ist für Einsteiger genauso geeignet wie für den erfahrenen Hörer, der ein abwechslungsreiches Programm schätzt.
Reinhard Matz; Wolfgang Vollmer
Köln nach dem Krieg – Leben Kultur Stadt 1950-1990
Greven Verlag, Köln 2014, 49,90 €
ISBN: 978-3-7743-0628-8
Ein Polizist, der mitten auf dem
Rudolfplatz per Handzeichen den
Verkehr regelt, Menschen, die
ihre Autos im Rhein waschen, der
Neubau der Riphahn-Oper ... der
Leser fühlt sich in eine andere Zeit
versetzt, wenn er diesen umfangreichen Bildband durchblättert.
Reinhard Matz und Wolfgang
Vollmer haben nach »Köln vor
dem Krieg« ein zweites Fotobuch
vorgelegt, das die Jahre 1950 bis
1990, also die Zeit der Bonner
Republik, behandelt: »Köln nach
dem Krieg«. Es ist ebenso beeindruckend wie der erste Band, denn
die Autoren haben erneut nach unbekannten Fotografien gesucht. Dabei
waren sie so erfolgreich, dass mehr als die Hälfte der Fotos noch nie
veröffentlicht worden ist.
Köln literarisch
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Der Band ist chronologisch aufgebaut und in drei Kapitel eingeteilt, denen
jeweils eine Einführung zur Stadtgeschichte vorangestellt ist. Literarische
Texte bekannter Schriftsteller zu Köln vertiefen das Gesehene.
Es werden die nicht nur positiven Seiten und Entwicklungen Kölns
gezeigt, sondern auch die weniger schönen und die misslungenen. Der
Leser wird an Neubauten wie die Domplatte erinnert, die mittlerweile
stark in der Kritik stehen. Er begegnet bekannten Kölnern wie Trude Herr
und Heinrich Böll und den unbekannten Menschen, die in dieser Stadt
gelebt und gearbeitet haben. Und er erfährt von so originellen Ereignissen wie einem Kamelrennen auf der Rennbahn in Weidenpesch. Ein
Fotoband zum staunen, kennenlernen, sich erinnern, nachdenken!
Brigitte Glaser
Himmel um Ääd – Katharina Schweitzers sechster Fall
JEmons Verlag, Köln 2012, 10,90 Euro €
ISBN: 978-3-89705-933-7
Ein weiterer spannender Krimi
um die Spitzenköchin Katharina
Schweitzer, die sich dieses Mal die
Frage stellen muss, ob sie ihrem
Freund noch trauen kann. Die Tote,
um die sich dieser Krimi rankt, ist
nämlich ihre Spülfrau Minka.
Als wenn sie damit nicht schon
genug Sorgen hätte, drängt sich
auch noch eine neue Restaurantkette gnadenlos in die Kölner
Gastroszene. Davon ist auch ihre
»Weiße Lilie« bedroht.
Dies ist bereits der sechste Fall
der kochenden Spürnase Katharina
Schweitzer. Trotzdem kommt keine
Langeweile auf. Die Charaktere
werden feinsinnig beschrieben und
die Hauptperson ist einem sofort
sympathisch. Weniger sympathisch
ist dagegen auf Anhieb Ecki. Ob sich der Verdacht von Miss Schweitzer
bestätigt, wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Vielleicht entpuppt er
sich am Ende doch als unschuldig?
Die Autorin hat für den Roman die Ich-Erzählung gewählt, so dass man
die ganze Handlung durch die Augen der Köchin mit erlebt. Alle Gefühle,
Gedanken und Erkenntnisse werden mit den Lesern geteilt, die das Gefühl
erhalten, mitten im Geschehen zu sein.
Für Liebhaber kulinarischer Genüsse ist dieser Krimi natürlich ein
Schmankerl: Waldmeister und was man daraus zaubern könnte ist nur ein
Beispiel. Es wird also nicht nur der Spürsinn der Leser angeregt!
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Köln literarisch
KLAAF BESTSELLERLISTE
In dieser Rubrik präsentieren wir Ihnen regelmäßig die Top 10 der
beliebtesten Bücher zum Thema Köln, jeweils ausgesucht von einer
der großen Kölner Buchhandlungen.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
DIE ÖKOLOGIE DES KÖLNER DOMS
Kremer/Günthner, Rheinischer Verein für
Denkmalpflege und Landschaftsschutz
DIE ROMANISCHEN KIRCHEN IN KÖLN
Kier, Bachem Verlag
CASPAR MELCHIOR BALTHASAR. 850
JAHRE VEREHRUNG DER HEILIGEN DREI
KÖNIGE IM KÖLNER DOM Verlag Kölner Dom
ENDSTATION DOM
Kühlem, Emons Verlag
AVE VINUM
Henn, Emons Verlag
DIE GROSSEN ROMANISCHEN
KIRCHEN IN KÖLN
Kaiser, Greven Verlag
KÖLN NACH DEM KRIEG
Matz/ Vollmer, Greven
AGRIPPASTRASSE. VON KÖLN NACH
DAHLEM IN 4 ETAPPEN
Horn, Bachem Verlag
DIE BERGISCHEN STREIFZÜGE.
AUF 24 THEMENWEGEN DURCH DAS
BERGISCHE LAND Wagner, Bachem Verlag
KÖLN GIBT’S SCHON, ABER ES IST
EIN TRAUM
Böll, Kiepenheuer Verlag
Wir bedanken uns bei der Köselsche Buchhandlung für die Informationen
und Statistiken zur Erstellung dieser Liste.
Köln literarisch
klaaf
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DE
KOLSCHE
KOCH
Die Rubrik »Kölsche Köch« stellt in jeder Ausgabe Rezepte vor, die in
die entsprechende Jahreszeit passen und beschreibt Hintergründe oder
Besonderheiten der eingesetzten Produkte.
Schon in römischen Zeiten importierten die Kölner Kaufleute Seefische, die
gesalzen oder getrocknet in Amphoren aufbewahrt wurden. Im Frühen Mittelalter kam der Fernhandel nahezu zum Erliegen, und es dauerte noch bis zum
Ende des 1. Jahrtausends, ehe er wieder aufblühte. Aufgrund einzelner Funde
können wir davon ausgehen, dass Heringe und möglicherweise auch Stockfische schon sehr früh zur Nahrung in Köln gehörten. Anfangs bezogen die
Kölner ihren Hering aus den Ostländern. Die wichtigsten Fanggründe befanden sich im Mittelalter an der dänischen und norwegischen Küste. Allmählich
übernahmen die Holländer die Versorgung des Rheinlandes mit Heringen.
Ab dem 15. Jahrhundert aß man Fisch nicht nur in der Fastenzeit, sondern
das ganze Jahr hindurch, einmal als Fleischersatz, aber auch als Delikatesse
an Sonn- und Feiertagen. Der Handel mit Seefischen hatte in Köln dank des
Stapelrechts eine wichtige und bedeutende Stellung. Bereits seit dem
14. Jahrhundert schlossen die Kölner Verträge mit den holländischen und
brabantischen Städten über die Verpackung, Sortierung und Konservierung
der verschiedenen Sorten. Gehandelt wurde damals vor allem mit Hering,
Stockfisch, »Bücking«, Kabeljau, Schellfisch, Schollen, Makrelen und Thunfisch.
Die Ware wurde in Köln kontrolliert und die weiter gehandelten Tonnen erhielten mit dem städtischen Dreikronenbrandzeichen, dem »Kölner Brand«, eine
bindende Qualitätsgarantie. Heringe wurden dabei fast immer umgepackt und
neu gesalzen, was einen erheblichen Aufwand und entsprechendes Arbeitspersonal erforderte. Die Versorgung breiter Bevölkerungsschichten konnte mit
dieser Handelspolitik gesichert werden und in Notzeiten war man in der Lage,
das umliegende Land noch mitzuversorgen.
Hering und Stockfisch blieben über Jahrhunderte die wichtigsten Seefische.
Erst mit der beginnenden Dampfschifffahrt und den ersten Eisenbahnlinien
im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts erweiterte sich das Handelsvolumen
ganzjährig um frischen Seefisch.
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Kölsche Köch
FO T O : © THO M A S FRA NCOI S / FOT OLI A
ENGELAHTE HERRING
EINGELEGTE HERINGE
8 SALZHERINGE – ERSATZWEISE 16 IN ÖL EINGELEGTE
HERINGSFILETS NACH MATJESART
1 L ENTRAHMTE MILCH ( MAGERMILCH )
½ L SAHNE
1 DOSE ( 340 G ) BÜCHSENMILCH
4 MITTELGROSSE ZWIEBELN
3 MITTELGROSSE GEWÜRZGURKEN
0,1 L GURKENSUD
MILCH VON 2 – 3 HERINGEN
PFEFFER
Wurden die Salzheringe bereits durch den Fischhändler gesäubert, lässt
man sich die Milch der männlichen Fische mit einpacken. Wenn man ganze
Heringe erhält, werden sie ausgenommen und der Kopf entfernt. Dann legt
man die Heringe für mehrere Stunden in entrahmte Milch ein, spült sie
anschließend unter fließend kaltem Wasser ab und tupft sie trocken. Nun
befreit man die Fische von der Haut und gibt sie in einen größeren Fischtopf. (Die in Öl eingelegten Heringsfilets sind küchenfertig und können
nach dem Abtropfen direkt weiterverarbeitet werden).
Die aus den Fischen entnommene Milch zerdrückt man in etwas Sahne
und püriert sie, bevor man sie auf die Heringe gibt. Nun gießt man die
Sahne und die Büchsenmilch darüber. Die Zwiebeln werden geschält und
in feine Ringe, die Gewürzgurken in kleine Würfel geschnitten. Beides gibt
man zusammen mit etwas von der Gurkenbrühe in den Topf, würzt mit
etwas gemahlenem Pfeffer und wendet die Heringe in der Sahne. Den Topf
mit einem Deckel verschließen und die eingelegten Heringe 2–3 Tage an
einem kühlen Ort durchziehen lassen.
Früher aß man die Fische direkt von der Gräte, heute werden sie meist
filetiert. Als Beilage eignen sich besonders gut »Quallmänner« (Pellkartoffeln), Salzkartoffeln oder auch Brot.
Kölsche Köch
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FOT O: © C O R N E LIA KALKHO F F / FO T O LI A
FOT O: © MB O R C HE RT / FO T O LI A
»BÖCKEM, HERRING UND CO«
Wir kennen den Hering heute vor allem aus industrieller Fertigung in
den unterschiedlichsten Formen als Rollmops, Bismarckhering, Brathering, Hering in Gelee oder in Tomatensauce sowie auf skandinavische
Art in einem feinen Sud. Beliebt ist heute auch der holländische oder
Glückstädter Matjes. Dabei hat der Hering noch einige andere Zubereitungsarten zu bieten, die unseren Vorfahren schon lange bekannt waren
und mehr aus Gründen der Konservierung denn aus dem Wunsch der
Geschmacksvielfalt heraus entwickelt wurden.
Der grüne, frische Hering wurde meist leicht gemehlt gebraten gegessen.
Übrig gebliebene Exemplare wurden mit Zwiebeln und Gewürzen in eine
Essigmarinade eingelegt und am liebsten mit Bratkartoffeln verspeist. Eine
besondere Spezialität waren die Monnikendamer Bratbückinge, frische,
ungesalzene Heringe, die leicht angeräuchert wurden und somit länger
haltbar waren. Die in der Nähe von Monnikendam am Zuidersee gefangenen Fische wurden im Rheinland in geschlagenem Ei gebraten. Sehr beliebt
und häufig gegessen wurde der »Böckem« oder »Bückem«, der Bückling.
Dieser geräucherte Hering wurde in Köln im Mittelalter auf dem Bückingsmarkt verkauft und war, wie auch der Salzhering, als Nahrungsmittel der
ärmeren Leute zeitweise von Abgaben befreit.
Sehr wichtig für die Ernährung der Bevölkerung waren die mit Salz in Tonnen
eingelegten Heringe, die über viele Jahrhunderte als Grundnahrungsmittel
galten und häufig als Ersatz für Fleischspeisen dienten. Sie wurden wie im
Rezept beschrieben, aber auch gebraten, gebacken, mariniert, in Mayonnaise
oder Remoulade sowie als Heringssalat verarbeitet und gegessen. Die jungen,
im Frühjahr gefangenen Heringe sind weniger robust als die älteren und größeren Fische und dürfen, da sie durch das Salz zerfressen würden, nicht mit
in die Heringstonnen verpackt werden. Man transportierte sie deshalb leicht
gesalzen in Körben, woher sie auch ihre Bezeichnung »Korbheringe« erhalten
haben. Diese Korbheringe, damals weniger geschätzt als heute, waren die
Vorläufer des beliebten Matjes. Dieser von einem Holländer Ende des 14. Jahrhunderts »erfundene«, fermentierte, leicht gesalzene Hering reift durch ein
Enzym der Bauchspeicheldrüse, die nach dem Fang im Fisch verbleibt.
THOMAS COENEN
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Kölsche Köch
FOT O: © D AR 1 9 3 0 / FO T O LIA
FOT O: © T HO MAS FR AN C O IS / FO T O LI A
KLEINES
KÖLSCHE-KÖCH-LEXIKON
BÖCKEM (BÜCKEM): Bückling. Die zu einer bestimmten Zeit gefangenen
und heiß geräucherten Heringe. Die Kölner bezogen sie vor allem aus
Holland. Sie waren eine Spezialität auf der kölschen Foderkaat und wurden
kalt oder mit Ei gebraten gegessen.
BROTHERRING: Brathering. Gebratene frische (grüne) Heringe, die mit
Zwiebelringen in eine gewürzte Essiglake eingelegt werden und vorzüglich
mit Bratkartoffeln schmecken.
HERRING: Hering. Einer der wichtigen, im Nordmeer gefangenen Speisefische. Er wird frisch (grün), geräuchert oder als Salzhering angeboten.
War im Mittelalter ein wichtiges Handelsobjekt am Kölner Stapel und
stand breiten Bevölkerungsschichten als Nahrungsmittel zur Verfügung.
HERRINGSSCHLOT: Heringssalat. Meist aus Roter Bete und Hering
bereiteter Salat, der im Rheinland in vielen Varianten auf den Tisch kam.
GRÖN HERRING: Grüner Hering. Frischer Hering, der meist gebraten wird.
MELCHER: Milchner. Der männliche Hering. Die »Milch« kann beim
geräucherten Bückling mitgegessen werden und dient beim eingelegten
Hering zur Verfeinerung der Sauce.
MONNIKENDAMER: Monnikendamer Hering. Die bei Monnikendam
an der Zuidersee in Holland gefangenen Heringe, die frisch und ungesalzen leicht geräuchert werden. Früher aß man sie mit geschlagenen Eiern
gebraten, heute sind sie kaum noch bekannt.
RÖGER: Rogner. Der weibliche Hering. Der Rogen kann beim geräucherten Hering mitgegessen werden.
TYBÜCKING: Bückling. Kleiner Küstenhering, der vor dem 2. Februar
gefangen und »getrocknet« (leicht geräuchert) wurde. Dieser Hering war
in Köln sehr beliebt und galt als der Beste.
Kölsche Köch
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EIN HERZ
AUF ZWEI
BEINEN
Bei den karnevalistischen Benefiz-Matineen feiert die Kölner
Philharmonie das Kölner Brauchtum
Im Laufe seines langen Lebens hat Ludwig Sebus Orden, Medaillen und
Ehrensenator-Ämter gesammelt wie andere Briefmarken, schließlich
gilt er als der unwiderstehlichste Charmeur des Kölner Karnevals und
seine Lieder sind Generationen von Fans in Kehle und Seele übergangen.
Doch der »Ostermann vun Ihrefeld«, wie Sebus in Anlehnung an sein
großes Vorbild Willi Ostermann auch genannt wird, hat sich nicht nur
um das ausgelassene Kölsche Gemüt unschätzbar verdient gemacht.
Der Menschenherzfänger ist immer dort mit dabei gewesen, wo Not am
Mann war. So hat Sebus fast zwanzig Jahre lang, von 1995 bis 2013, in
der Kölner Philharmonie zur »Kölschen Weihnacht« eingeladen, bei der in
den letzten Jahren Geschenke für hilfsbedürftige Mitbürger gesammelt
wurden. Bei einer anderen philharmonischen Benefizveranstaltung, die es
immerhin schon seit 1989 gibt, ist Sebus aber ebenfalls fast ein Stammgast. Es ist die traditionell in der heißen Phase des Kölner Karnevals
stattfindende Matinee, bei der Kölner Urgesteine wie Marie-Luise Nikuta
und die Höhner ohne Gage aufgetreten sind, um für den heimischen
Rosenmontagszug zu sammeln. In schöner Regelmäßigkeit bekommt
dann am Schluss des Konzerts Rosenmontagszugleiter Christoph
Kuckelkorn einen Scheck in Höhe von 25 000 Euro überreicht. »Der Scheck
ist mir eine liebgewonnene Tradition geworden« – mit diesen Worten
hat sich Kuckelkorn dabei einmal scherzend bedankt und gleich noch
hinzugefügt: »Es ist toll, wie heute in der Philharmonie die Hoch- mit der
Volkskultur zusammengewachsen ist.«
Genau dieses Ereignis steht selbstverständlich auch 2015 ins Haus.
Wobei die Matinee diesmal unter einem ganz besonderen Stern steht.
Obwohl ganz Köln erst am 5. September Ludwig Sebus ganz offiziell
zum 90. Geburtstag gratulieren wird, feiert die Philharmonie mit
dem Jubilar und vielen geladenen Freunden schon mal vor. Und natürlich erklingen viele jener ewigjungen Hits, mit denen Sebus sich
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klaaf
Stadtkultur
FOT O: J ANE T S INIC A
neben all den Auszeichnungen und Preisen den besonderen Ehrentitel
»Krätzchensänger« verdient hat.
Dazu zählen »Wer einmal nur durch Kölle geht« und »Wer hat Dornröschen wachgeküsst« genauso wie »Och Verwandte, dat sin Minsche« und
»Jede Stein in Kölle eß e Stöck vun deer«, mit dem Sebus in der Karnevalssession 1954/55 seinen Durchbruch hatte. Und mehr als nur zum Mitsummen ist nicht zuletzt seine Hommage an das Rheinpanorama »Luur ens
vun Düx noh Kölle«, bei der es ja weiter heißt: »Vum Zauber bes do platt,
luur ens vun Düx noh Kölle, wie schön es doch uns Stadt!«
FASTELOVEND FERKEET
Darf man bei dieser stimmungsvollen Karnevals- und Köln-Zeitreise
durchaus so manches Tränchen vor Rührung verdrücken, laden dann
zwei Wochen später traditionell die Freunde und Förderer des Kölnischen
Brauchtums zu einem weiteren Pflichttermin ein. Unter dem Titel »FF –
Fastelovend Ferkeet« treten bei der philharmonischen Matinee nicht nur
gestandene Lokalgrößen, sondern auch der Nachwuchs wie das Kinderdreigestirn auf. Und wieder kommt der Reinerlös einer guten Sache
zugute. Seit dem ersten Benefizkonzert im Jahr 1996 mit den Bläck Fööss
gehen die Einnahmen an die Schull- und Veedelszöch, die seit der Session
1951/52 alljährlich gemeinsam durch Kölner Straßen ziehen. »Wir tun es
nicht nur für die Pänz, sondern weil die Schüler diejenigen sind, die das
Brauchtum später weiterleben können«, so Bernhard Conin, Vorsitzender
des Vereins »Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums«. Genau
deshalb garantieren auch diese 25.000 Euro, die am Ende des Konzerts in
Scheckform überreicht werden, die wertvollste Rendite für die Karnevalshochburg Köln. Kölle Alaaf!
REINHARD LEMELLE
Stadtkultur
klaaf
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Buchhandlung:
Mo.- Sa.: 07:00 - 22:00 Uhr • So.: 08:00 - 22:00 Uhr
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TERMINE
JANUAR – MÄRZ ’15
Bitte beachten Sie die Termine auf unserer Internetseite.
Di 27.1., 15:15 Uhr
SITZUNG DER LEISEN TÖNE
MIT DER KG UNGER UNS
FOTO: INGE BORG NITT
Ort: Pullman-Hotel,
Ob Karten noch zu haben sind
für diese gemütliche Sitzung,
das erfährt man unter der Mobilnummer 0177/8456476; Festnetz:
02248/446607 (Herr Oetermann)
Den Heimatverein Alt-Köln als
Referenz angeben!
Mi 7.1., 14 Uhr
FOTO: ELK E WETZIG / WIKIP EDIA .DE
KÖLSCHE
KREPPCHENSGANG
Aus der Reihe »Töurcher en Kölle
un drömeröm« der Akademie för
uns kölsche Sproch/SK Stiftung
Kultur
Wir besuchen die drei AltstadtKrippen: St. Georg am Waidmarkt,
St. Maria Lyskirchen und St. Maria
im Kapitol.
»Mer singe dem Chresskind kölsche
Leeder, bedde us dem Hätzeküülche
un höre e klein Chressdagsverzällche vun Karl Heinrich Waggerl us
Österreich, ävver op kölsch!«
Treffpunkt: am Portal von St. Georg
Information und Anmeldung: Hilde
Lunkwitz (0221) 739 29 95 oder
Jutta Müller (0 22 33) 2 11 76
Kosten: 8 €
Veranstaltungen Akademie
So 1.2., 14 Uhr
MELATEN ALAAF!
Ein Rundgang über den Melatenfriedhof mit Günter Leitner
Treffpunkt: Melatenfriedhof,
Eingang Piusstraße | Karten im
Vorverkauf über das AntoniterFoyer,
Antoniterkirche, Schildergasse 57,
oder über KölnTicket: (02 21) 28 01
www.koelnticket.de | Preis: 9/7 €
Termine
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So 8.2., 11 Uhr
KÖLSCHE GODDESDEENS
Das Motto heißt dieses Jahr
»Kreech un Fridde«
FOT O: INGE B OR G NIT T
Predigt hält: Dr Karl Beuth
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin
Gaby Masanek mit Team
Musikalische Gestaltung des
Gottesdienstes: Gerold-KürtenSingkreis unter der Leitung von
Stefan Krüger
Ort: Evangelische Johanneskirche
(Nonnenwerthstraße 78)
JECKE BRUNNEWÄG EM
FASTELOVEND
Aus der Reihe »Töurcher en Kölle
un drömeröm« der Akademie för
uns kölsche Sproch/SK Stiftung
Kultur
Vun der Hahnepooz nohm Kaiser
Wellem-Brunne flaneere mer durch
de Strößcher un Gässcher lans der
Ring. Mer beloore uns all die Brunne un Denkmöler, die an bekannte
kölsche Minsche erennere solle.
Dobei singe mer Fastelovendsleeder
ov verzälle e löstig Rüümche. Mer
drieven et wie immer ganz doll!
Domet unse Zog jet usmäht, es
et wichtig, dat ehr üch ööntlich
maskeet. E löstig Hötche om Kopp
un en Pappnas em Geseech wöre
nit schlääch. Kölle Alaaf!
Treffpunkt: Hahnepooz | Information und Anmeldung: Hilde Lunkwitz
(02 21) 739 29 95 oder Jutta Müller
(0 22 33) 2 11 76 | Kosten: 8 €
Mo 9.2., 18 Uhr
»KARL KÜPPER, BÜTTENREDNER IN DER NAZIZEIT«
Ein Vortrag von Dr. Fritz Bilz
Karl Küpper ist einer der wenigen
Karnevalisten, die sich im sogenannten III. Reich widersetzten.
Ort: Belgisches Haus
(Eintritt frei, Gäste erwünscht!)
FOTO: D-KU R U / WIKIMEDIA. DE
Mi 4.2., 13 Uhr
So 15.2., 10 Uhr
JODDESDEENS OP KÖLSCH
Predigt: Günter Leitner, roter Funk
Liturgie: Pfarrer Markus Herzberg
Ort: Antoniterkirche
50
klaaf
Termine
Veranstaltungen Akademie
FOT O: © VOLKE R HE IN
Karten im Vorverkauf über das
AntoniterFoyer, Antoniterkirche,
Schildergasse 57, oder über
KölnTicket: (0221) 2801,
www.koelnticket.de | Karten an
der Abendkasse sind ab 18:15 Uhr
erhältlich. | Preis: 13/11 €
Fr 20.2., 17–19 Uhr
FOTO: ©VOLKER HE IN
»MET SANG UN KLANG
DURCH ET VRINGSVEEDEL«
Musikalischer Südstadt-Spaziergang mit herrschmitz
Kölsche Krätzcher un Leedcher met
Quetsch un Schnüss an »OriginalSchauplätzen«
Treffpunkt: Bischofsstatue
neben St. Johann Baptist
Reservierung (oder individuelle
Terminvereinbarung) unter
[email protected]
oder Tel. 01 71-2 80 22 52
So 22.2., 19 Uhr
AM ASCHERMITTWOCH
IST ALLES VORBEI
Eine Nachlese zur Kölner
Karnevals-Session
Eine Nachlese mit Günter Leitner
und Heinz-Günther Hunold
Der bekennende Karnevalist und
Rote Funk Günter Leitner lässt die
Session 2014 / 2015 zusammen
mit Heinz-Günther Hunold, dem
Präsidenten der Roten Funken, und
weiteren Gästen Revue passieren.
Fr 27.2., 17–19 Uhr
»MET SANG UN KLANG
DURCH KÖLLE«
Musikalischer Altstadtrundgang
mit herrschmitz
Kölsche Krätzcher un Leedcher met
Quetsch un Schnüss an »OriginalSchauplätzen"
Treffpunkt: Historische Wasserpumpe auf dem Alter Markt
Reservierung (oder individuelle
Terminvereinbarung) unter
[email protected]
oder Tel. 01 71-2 80 22 52
Ort: Saal im Gemeindehaus an der
Antoniterkirche, Schildergasse 57
(Zugang über das Café Stanton)
Termine
klaaf
51
FO T O : W IKIM E D IA .D E
Di 10.3., 18 Uhr
BESUCH BEIM KÖLNER
STADTANZEIGER
Aus der Reihe »Töurcher en Kölle
un drömeröm« der Akademie för
uns kölsche Sproch/SK Stiftung
Kultur
Zunächst sehen wir einen interessanten Film über die Geschichte
des Verlages M. DuMont-Schauberg
und über die Zeitungsproduktion.
Anschließend besichtigen wir in
einer Führung das Druck-Zentrum
(Dauer ca. 2. Std.).
Treffpunkt: Eingang DuMont-Haus,
Amsterdamer Str. 192
Anmeldung bis zum 20. Februar bei:
Hilde Lunkwitz (02 21) 739 29 95
oder Jutta Müller (0 22 33) 2 11 76
Kosten: 8 €
Do 12.3., 19 Uhr (Einlass 17 Uhr)
KÖLSCH-KULTUR-KABARETT
»SAACH-HÜR-ENS«!
Vor dem Programmbeginn kann
man gemütlich sitzen, essen und
trinken. Höösch werden Getränke
auch während der Vorstellung
gereicht.
Ort: Webers Gasthaus, Köln-Sülz,
Sülzburgstraße 229 / Ecke Zülpicher
Str. (Linien 9 und 13 Zülpicher Str./
Ecke Sülzgürtel – 3 Min. Richtung.
Innenstadt) |Teilnehmerkarte
erforderlich! | Preis 10 €
Eventuell restliche Teilnehmerkarten können erworben werden
am 9.2.2015, 18.00 Uhr Belgisches
Haus (Vortrag Dr. Bilz)
Sa 21.3., 10 Uhr
E HÄPPCHE KÖLSCH
Wollten Sie immer schon einmal
etwas über die kölsche Sprache
erfahren? Unsere Kölsch-Seminare
bieten Ihnen Gelegenheit dazu.
Neugierig aber noch unentschlossen? »E Häppche Kölsch«, unser
Schnupperkurs, vermittelt einen
Eindruck in die Sprachpraxis. Für
das richtige Flair sorgt der Einstieg
in einer kölschen »Weetschaff«.
Die Gilden-Brauerei lädt ein zu
einem Kölsch und einem Halven
Hahn! E Häppche Kölsch kann auch
als Gutschein verschenkt werden.
Ort: Ratsstube des Brauhauses Sion,
Unter Taschenmacher 5– 7
50667 Köln | Kursbeitrag: 12 €
Anmeldungen ab 2. März bei Alice
Herrwegen Tel. (02 21) 88 89 52 03
(Mo – Fr von 8 – 12 Uhr sowie
Mo – Do von 14 – 16 Uhr)
Teilnahme ohne vorherige Anmeldung nicht möglich
52
klaaf
Termine
FO T O : ©GO R D IT O 1 8 6 9 / WIK IP EDIA. DE
»Wir sind anders«, sagt die Gruppe,
»weil wir neben lustigen, frechen
und fröhlichen auch nachdenkliche Texte in unseren Programmen
mischen. Wir sind im Internet zu
finden: www.saach-hür-ens.de«
Veranstaltungen Akademie
VORSCHAU
FOT O: © JÄGE R Q U ART E T T
KÖLNER ABEND –
VERZÄLLCHE UN MUSIK
Eine Veranstaltungsreihe der
Akademie för uns kölsche Sproch/
SK Stiftung Kultur
»VUM HÖLZJE OP ET
STÖCKCHE«
Aus der Reihe »Klaaf em Mediapark« der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur
Otto Jäger präsentiert zum ersten
Mal seine kölschen Verzällcher beim
Klaaf em Mediapark. Unterstützt
wird er von seiner Schwester Ilse
Jäger, Mundartschauspielerin der
Kumede. J. P. Weber, »Flitschist«,
und der Pianist Thomas Mosbach
gestalten den Abend musikalisch
mit eigene Kompositionen aus dem
Album »Flitsch Experience«.
Termine im Jahr 2015:
Di 12.5.
Di 15.9.
Di 3.11.
Ort: Millowitsch-Theater
Aachener Str. 5, 50674 Köln
Vorverkaufsbeginn für den
12.5.: 5.1.2015
Eintrittskarten zu 15 €
(ermäßigt 12 €) bei allen
KölnTicket-Verkaufsstellen,
bei www.offticket.de oder
am Empfang der SK Stiftung
Kultur im MediaPark 7
F OTO: H ERR W EGEN / LAMPR ECHT
Di 24.3., 19 Uhr
Ort: SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln (Saal 1. OG)
Eintritt: 8 € Kartenbestellung unter
(02 21) 88 89 50
GLÄUVS DE’T?!
(ET BESS US 15 JOHR
KÖLSCHKABARETT)
Mit Brigitta Lamprecht und Alice
Herrwegen
Termine:
11. / 17. / 18. / 24. / 25. April 2015
jeweils 20 Uhr
Ort: Casino »Zum Jan« Thieboldsgasse 137, 50676 Köln
Reservierungen ab 19. Januar 2015
Vorverkauf am 06. April 2015
17 – 20 Uhr | Karten 16 €
Telefon: 01 76 – 50 75 92 74
Email: [email protected]
Termine
klaaf
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FO T O : ©JO G O E DE
REGELMÄSSIGE
TERMINE
KLAAF-GRUPPEN
mit dem »Kölsch-Klaaf-Schmölzchen« der Fründe der Akademie
för uns kölsche Sproch, die diese
Aufgabe dankenswerterweise für
den erkrankten Rudi Amm übernommen haben:
Sülz: KSG im Uni-Center 1. OG,
Aufzug Luxemburger/Universitätsstr.
1. Montag im Monat um 15 Uhr
(außer an Feiertagen) ab dem 02. 02.
Kalk: Bürgerhaus Kalk, Kalk-Mülheimer Str. 58, 1.Etage (kleiner Saal):
2. Montag im Monat um 14.30
(außer an Feiertagen) ab dem 12. 01.
F OTO: ©BJ ÖRN H EUSER
Rudi Amm wünschen wir gute
Besserung!
MITSINGKONZERTE MIT
BJÖRN HEUSER
Zom Zuhüre / Metsinge!
Jeden Freitag ab 22:30 Uhr
Ort: Gaffel am Dom,
Bahnhofsvorplatz 1, 50667 Köln,
Tel. (02 21) 913 92 60
Alte und neue kölsche Hits werden
unplugged live gespielt. Im Publikum werden Texthefte verteilt,
damit mitgesungen werden kann.
Weitere Termine unter
www.heuser-koeln.de | Eintritt frei!
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klaaf
Termine
KÖLSCHER SINGKREIS
GEROLD-KÜRTEN
Ort: Rheinische Musikschule,
Lotharstr. 14-18, 50937 Köln-Sülz,
1. Etage, Raum 101
Chorprobe montags
von 18.15 bis 19.45 Uhr
(außer in den Schulferien)
»Mer singe Kölsch, dat eß doch klor!
Mer singe Kölsch et janze Johr!«
Seit fast 50 Jahren folgen diesem
Motto von Prof. Albrecht Schneider
viele Menschen, die gerne kölsch
singen, in diesem von ihm gegründeten Singkreis. Gerold Kürten leitete
und prägte ihn 14 Jahre lang und
verlieh ihm seinen Namen. Seit 1993
wird, unter der Leitung von Stefan
Krüger, den Jahreszeiten entsprechend, aus einem breiten Repertoire
von Bläck Fööss bis Beethoven nur
in kölscher Sprache gesungen. Der
Singkreis besteht aus über 40 Frauen
und Männern im Alter zwischen 40
und 70 Jahren.
Monatlicher Beitrag 8 € Kontakt:
M. und H. Wierz, Tel. (0 22 07) 91 04 31
TERMINE NACH
VEREINBARUNG
SIEGFRIED GLOS
Das alte Köln – eine Annäherung.
Die Stadtführung der besonderen
Art | Ort: Im Atelier des Künstlers
Siegfried Glos | Thürmchenswall 76,
50668 Köln
Veranstaltungen Akademie
»Historie und Histörchen«
Stadtgeschichte erleben anhand
Siegfried Glos' Gemälde und seiner
»Verzällcher«.
»Sagen und Legenden«
Hören Sie wunderschöne spannende Sagen und Legenden aus
alter Zeit vor den dazu passenden
Gemälden.
Ohne Buffet ab 12 bis 40 Pers.
(2, 5 Std.): 15 €/Pers.
Mit Buffet ab 15 bis ca. 40 Pers.
(4 Std. inkl. Vortrag): 36 €/Pers.
Termine unter Tel. (0221)132429
Web: www-das-alte-koeln.de
E-Mail: [email protected]
Wann: 11 Uhr | Treffpunkt
St. Johann Baptist, An Zint Jan;
Alle Führungen etwa 2, 5 Std.
Termine unter Tel. (02 21)-99 29 64 65
E-Mail: [email protected]
Alle diese Führungen sind privat
organisiert, Anmeldungen bitte
per E-Mail an: [email protected]
Die Führungen sind prinzipiell
entgeltfrei – allerdings: der Hut
geht rund und ein Beitrag von
10 € pro Person ist angemessen.
ZUSATZTERMINE:
FOTO: MART INA SCHWANE NB E R G
So 18.1. & So 15.3., 18 Uhr
»Musikalische Stadtgeschichten V:
Et Gasleech met der Kääz besinn...«
Ort: Freies Werkstatt-Theater
Di 20.1., 18.30 Uhr
»Matthias Joseph DeNoel:
Ein kölsches Universalgenie«
Ort: Historisches Archiv
der Stadt Köln
GÜNTER SCHWANENBERG
MUSIKALISCHE SPAZIERGÄNGE
»Wä gitt, wat hä hät ...«,
Ein Spaziergang mit kölschen
Liedern und Gedichten über den
Südfriedhof
Wann: 11 Uhr | Treffpunkt:
Haupteingang Höninger Platz,
vor der Trauerhalle
»Cöln 1900«,
Ein musikalischer Spaziergang
vom Mittelalter in die Gründerzeit.
Wann: 11 Uhr | Treffpunkt:
Ulrepforte
»Kölsche Nationalhymnen«,
Ein musikalisch-historischer
Spaziergang zwischen Pathos
und Parodie
Sa 28.2., 19 Uhr
"Musikalische Stadtgeschichten IV:
... do müsse mer hin!"
Ort: Minikulturverein Frechen
So 8.3., 18 Uhr
»Musikalische Stadtgeschichten:
200 Jahre Preußen«
Ort: Freies Werkstatt-Theater
HEINZ ENGELS
Stadtführung durch das historische Köln auf Kölsch und
Hochdeutsch
Außerdem:
Führungen auf Melaten und im
Karnevalsmuseum | Kontakt: Heinz
Engels | Tel. (02 21) 89 41 50
Mobil: 01 74-9 54 85 25 | E-Mail:
[email protected]
Termine
klaaf
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FRÜNDE VUN DER
AKADEMIE FÖR UNS
KÖLSCHE SPROCH E.V.
FOTO: © R OSW IT HA T R ÄB E RT
KONTAKT: HEINZ-PETER HOLLÄNDER, TEL.: ( 0 22 41) 13 28 70, E-MAIL:[email protected]
Der Chor bei seinem Auftritt in Bedburg
EIN PROGRAMM SO BUNT WIE DER HERBST
Etwas ganz besonderes durfte unser »Theater-Schmölzchen« erleben:
den Auftritt in einer originalen
kasachischen Jurte! Diese steht in
Engelskirchen und die »Fründe…«
brachten ein wenig kölsche Kultur
ins Oberbergische. Das gesamte
Schmölzchen hat an diesem Abend
etwa 35 Zuschauer mit Verzällcher, Sketchen und einem kleinen
Theaterstück unterhalten. In der
Pause stärkten sich Akteure und
Zuschauer mit leckerem »Halven
Hahn« und Flönz, bevor es mit
»kölschen Tön« weiterging. Das
Publikum belohnte die Teilnehmer
mit begeistertem Applaus.
Unser Wein-Schmölzchen
war auf den Spuren des »Roten
Weinbergpfirsichs« in Leutesdorf am
Mittelrhein unterwegs. Es war ein
gemütlicher Ausflug bei deftigen
Speisen aus der Straußwirtschaft,
56
klaaf
Fründe
leckerem Riesling aus den malerischen Steillagen und Spezialitäten
rund um die »Wingerts-Plüschprumm«.
»Fründe…«-Chor und »TheaterSchmölzchen« waren erneut auf
»Tournee«: Bedburg feierte »25 Jahre
Shanty-Chor«, und unsere Akteure
waren eingeladen, den »kölschen«
Rahmen zu bilden. Darüber haben
wir uns sehr gefreut, umso mehr,
da es wieder ein sehr schöner Erfolg
war, mit großem Applaus, dem
»Brot« für unsere Künstler.
Spannend wurde es für rund
dreißig »Fründe…« bei einer
Nachtführung im Dom mit Markus
Eckstein. Ein mystisches Erlebnis im
schwach beleuchteten, völlig leeren
Gotteshaus. Diese große Stille hatte
einen besonderen Reiz, und wir waren sehr beeindruckt, den gotischen
Dom einmal ganz »für uns« zu
Dreikönigsdarstellungen im Dom
wurden uns erläutert, wir erkundeten die Darstellungen im Öffentlichen Raum und besuchten die Ausstellungen im Museum Schnütgen
»Die Heiligen Drei Könige – Mythos,
Kunst und Kult«, mit Leihgaben
aus internationalen Museen, unter
anderem aus Kopenhagen, Siena,
Edinburgh, Amsterdam, London und
Paris, sowie in der Domschatzkammer »Caspar, Melchior, Balthasar –
850 Jahre Verehrung der Heiligen
Drei Könige im Kölner Dom«. Zum
Abschluss dieser Veranstaltungsreihe genossen wir eine »Literarische
Dreikönigenführung« im Dom.
Die »Fünfte Jahreszeit« leitete
unser Chor bei einem gut besuchten
Mitsingkonzert im Bürgerzentrum
Ehrenfeld ein. Nun freuen wir uns
auf die kommende Session, vor
allem erwarten wir mit Spannung
die Milljö-Sitzungen der »KG Nix em
Büggel vun 1823 k.e.V.«!
Dass unsere Schmölzchen auch
weiterhin sehr aktiv ihr soziales
Engagement pflegen, erwähne ich
nur am Rande. »Klaaf«-Schmölzchen, »Fründe…«-Chor und TheaterSchmölzchen bringen sehr viel
Freude in den Alltag von alten und
behinderten Mitbürgern. Darauf ist
der ganze Verein sehr stolz!
HP. HOLLÄNDER
FO T O : ©T R U D I DREX LER
haben. So viel anders erscheint das
gewaltige Bauwerk im Dunkeln.
Man wähnt sich viel eher im Mittelalter als in der Neuzeit. Eine neue,
faszinierende Dom-Erfahrung für
die meisten von uns. Ob dicht am
Dreikönigen-Schrein, im Chorgestühl der Domherren, oder auf dem
Umlauf in rund zwanzig Metern
Höhe - eigenartig, ja andächtig, war
die Atmosphäre. Von draußen fiel
Lichtschein durch das »Richterfenster« und ließ die dahinter liegenden
Säulen und Steine bunt erstrahlen.
Für fast alle von uns ein Höhepunkt
dieser außergewöhnlichen Führung!
Sehr originell gestaltete »Fründin«
Birgit Maifeld eine Führung auf
Melaten. Mit einem Einkaufszettel
in der Hand erkundeten wir diesen
historisch so wertvollen Friedhof,
auf Spurensuche, gleichsam wie in
einem Supermarkt. Die Grabstätten
Cornelius Stüssgen (Supermarkt),
Benedikt Klein (»Botteram«), Sünner
(Brauerfamilie), Stollwerk (Süßwaren), Karl Flach (AFRI-Cola), sind nur
einige Beispiele für diesen überaus
gelungenen Rundgang.
Dann durften wir fünf Veranstaltungen zum Jubiläum »850 Jahre
Heilige Drei Könige in Köln« erleben.
Sehr vielfältig gestalteten sich diese
Führungen unter der bewährten
Leitung von Markus Eckstein. Die
Das Theater-Schmölzchen in Aktion
Fründe
klaaf
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AKADEMIE FÖR UNS
KÖLSCHE SPROCH
ÖFFNUNGSZEITEN
ANSPRECHPARTNER
Empfang der SK Stiftung Kultur:
Mo-Fr 9 -18 Uhr
Tel.: (0221) 888 95-0
Prof. Hans-Georg Bögner
Akademie-Leiter
[email protected]
Bibliothek:
Ingeborg Nitt
[email protected]
Mo+Do 9-12 Uhr u. 14-16 Uhr,
Di 9-12 Uhr u. 14 -18 Uhr, Fr 9 -12
Uhr; Mi geschlossen
Tel.: (0221) 888 95-202
Alice Herrwegen
Seminare & Sprache
[email protected]
Tel.: (02 21) 888 95-203
Sekretariat:
Karola Müller
[email protected]
Mo-Do 9-14 Uhr
Tel.: (0221) 888 95-200
Dr. Christa Bhatt
Sprachwissenschaft
[email protected]
Tel.: (02 21) 888 95-204
Priska Höflich
Kölsch-AGs an Schulen
[email protected]
Tel.: (02 21) 888 95-205
www.koelsch-ags.de
Dr. Ralf Convents
Pressekontakt
[email protected]
Akademie för uns Kölsche Sproch
SK Stiftung Kultur
Im Mediapark 7 · 50670 Köln
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klaaf
Akademie för uns kölsche Sproch
Für Köln-Genießer
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Wenn Sie nach Ihrem Besuch ein Stück
Köln mit nach Hause nehmen wollen,
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mit denen die Erinnerung an Köln
lebendig bleibt.
Auch online unter:
der-koelnshop.de
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sa. 10.00 –13.00 uhr und nach vereinbarung
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Alte Kunst 15. Mai 2015
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Moderne Kunst 2.+ 3. Juni 2015
Zeitgenössische Kunst 2.+ 3. Juni 2015
Asiatische Kunst 18. Juni 2015
Online-Kataloge | Katalogbestellungen | Termine: www.van-ham.com
Van Ham Kunstauktionen | Hitzelerstraße 2 | 50968 Köln
Telefon: +49 (221) 925862-0 | Fax: -4 | [email protected]