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3641 Mechitamulinero marcha s. Möckmühl (Mark am Mittellauf der Jagst)
Literature
Polenz, P. v., Landschafts- und Bezirksnamen,
1961, IV, 3, 4, 8, Mechitamulinero marcha, pagus
Meitamulin, zum Ortsnamen Möckmühl.
Polenz, P. v., Landschafts- und Bezirksnamen,
1961, III, 4, Mecinga.
3642 Mecinga (Gau in Friesland)
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Mecklenburg (Fürsten, Herzogtum, Land, Landesteil). Das schon in der Mittelsteinzeit
besiedelte, naturräumlich nicht stark ausgegrenzte Gebiet zwischen Pommern,
Brandenburg und Schleswig-Holstein war bis etwa 500 n. Chr. von Germanen
(Langobarden, Sachsen, Semnonen, Angeln) bewohnt. Um 600 besiedelten die
slawischen Abodriten und Liutizen, Kessiner und Zirzipanen das freigewordene Land.
Ihre unter König Karl dem Großen (789ff.) und König Heinrich I. (928-934)
hergestellte Abhängigkeit vom fränkischen bzw. deutschen Reich war jeweils nur von
kürzerer Dauer. Das um 1060 auf der 995 erstmals erwähnten Burg M.
(Michelenburg) bei Wismar, die im 10./11. Jahrhundert Hauptfürstensitz der
abodritischen Wenden war, gegründete Bistum M. ging im Slawenaufstand von 1066
unter. Erst unter Herzog Heinrich dem Löwen gelang die dauerhafte Eingliederung.
Dabei geriet seit 1142 der Westen in die Hand der Grafen von Ratzeburg und
Dannenberg. 1154 wurde das Bistum Ratzeburg, nach 1160 das Bistum Schwerin
gegründet. Heinrich der Löwe besiegte 1160 den im Osten herrschenden
abodritischen Fürsten Niklot aus dem Haus der Nakoniden, das die Abodriten im
11./12. Jahrhundert geeint hatte. 1167 gab er aber das Gebiet mit Ausnahme der
neugeschaffenen Grafschaft Schwerin (Länder Wittenburg, Boizenburg) an Niklots
Sohn Pribislaw, den Gründer der bis 1918 regierenden Dynastie, als Lehen Sachsens
zurück. Bald nach Heinrichs des Löwen Sturz (1180) kam das Gebiet bis 1227 unter
die Oberherrschaft Dänemarks, unter der das Land Gadebusch (Gadelsbusch) aus der
Grafschaft Ratzeburg M. zugeschlagen wurde (1203). 1256 wurde M. als Fürstensitz
von Wismar abgelöst, doch wurde der Ortsname Landesname. 1229/1238 teilten die
vier Urenkel Pribislaws M. in die vier Linien Mecklenburg(-Schwerin, das Land um die
Wismarbucht und den Schweriner See), Werle (mit Güstrow, Land Wenden), Rostock
und Parchim (Parchim-Richenberg), die sich ihrerseits weiter verzweigten. Die
Fürstentümer Parchim (1256), Rostock (1314/1323) und Werle (1436) fielen bei ihrem
Erlöschen an M. zurück, das außerdem 1298/1300 durch Heirat Stargard als Lehen
Brandenburgs (mit Lychen und Wesenberg), 1320 Grabow, 1350 Stadt und Land
Fürstenberg, zwischen 1343 und 1358 Schwerin (Verdrängung der Grafen von
Schwerin nach Tecklenburg) und 1372 von den Herzögen von Sachsen Stadt und Land
Dömitz erlangte, 1347 nach Ablösung der Lehnshoheit Sachsen-Lauenburgs und
Brandenburgs Reichsunmittelbarkeit erwarb und am 8.7.1348 von König Karl IV. zum
Herzogtum (Reichslehen) erhoben wurde. Als 1471 die 1352 von MecklenburgSchwerin erneut abgezweigte Linie Stargard ausstarb, lag die Herrschaft über ganz
M., das später zum niedersächsischen Reichskreis zählte, bei der Hauptlinie
Mecklenburg-Schwerin, die 1442 den Markgrafen von Brandenburg Erbhuldigung
leistete und Erbanwartschaft zugestehen musste. Neue Teilungen (nach der schon
1534 erfolgten tatsächlichen Trennung einer 1503/1520 vereinbarten Samtherrschaft)
von 1555 (bis 1610) und 1621 führten zur Bildung der Herzogtümer Mecklenburg3643 Schwerin im Westen und Mecklenburg-Güstrow im Osten, doch blieben die
Landstände, die Stadt Rostock und die 1419 gegründete Universität Rostock, das
Hofgericht und - nach Einführung der Reformation - das Konsistorium gemeinsam.
1610 fiel Mecklenburg-Schwerin an Mecklenburg-Güstrow. Nach der erneuten Teilung
(1621) verloren die Herzöge 1628/1629-1631 ihre Länder über das Reich an
Wallenstein, 1648 Wismar, Poel und Neukloster an Schweden (bis 1803/1903),
erhielten aber andererseits die säkularisierten Hochstifte Schwerin und Ratzeburg
und die Komtureien Mirow (Mecklenburg-Schwerin) und Nemerow (MecklenburgGüstrow). Nach dem Erlöschen der Güstrower Linie (1695) bildeten sich am 8. 3. 1701
die Linien Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, das im Wesentlichen aus
dem Fürstentum Ratzeburg (ohne Stadt Ratzeburg [ausgenommen die Dominsel]), der
Herrschaft Stargard und den Komtureien Mirow und Nemerow bestand, wobei
Landstände, Landtage und Gerichte gemeinsam blieben. 1755 schloss der Herzog von
Mecklenburg-Schwerin mit den Ständen einen landesgrundgesetzlichen Vergleich.
1808 traten beide Herzöge dem Rheinbund bei und wurden 1815 zu Großherzögen
erhoben. Mecklenburg-Strelitz erhielt außerdem noch ein Gebiet (drei Kreise) in der
Eifel mit etwa 10000 Einwohnern, das es 1819 an Preußen verkaufte. Eine am 3. 8.
1849 eingeführte liberale Verfassung wurde auf Einspruch Mecklenburg-Strelitzs und
der Ritterschaft 1850 aufgehoben. 1866/18677 traten beide Großherzogtümer auf
preußischen Druck dem Norddeutschen Bund und 1868 dem Deutschen Zollverein bei.
Der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz beging am 29. 2. 1918 Selbstmord, der
Großherzog von Mecklenburg-Schwerin dankte am 14. 11. 1918 für beide Länder ab.
Durch die Verfassung vom 17. 5. 1920 wurde der Freistaat Mecklenburg-Schwerin,
durch das Landesgrundgesetz vom 29. 1. 1919/24. 5. 1923 Mecklenburg-Strelitz
parlamentarisch-demokratische Republik. Zum 1. 1. 1934 wurden beide Länder durch
Gesetz zum Land M. mit Regierungssitz in Schwerin vereinigt. 1937 erfolgte ein
Gebietsaustausch, in dem die ratzeburgisch-mecklenburgischen Enklaven
Breitenfelde, Mannhagen und Althorst zu Preußen und die bis dahin lübeckische
Gegend um Schattin zu M. gelangten. 1945 kam M., um Vorpommern westlich der
Oder (mit Rügen, aber ohne Stettin) vergrößert, jedoch um ein der Stadt Ratzeburg
nach Osten hin vorgelagertes Gebiet um Ziethen, Bäk und Mechow (britische
Besatzungszone) verkleinert, zur sowjetischen Besatzungszone (22938
Quadratkilometer, 2,109 Millionen Einwohner). Es erhielt am 16. 1. 1947 eine neue
Verfassung. 1949 wurde M. ein Land der Deutschen Demokratischen Republik. Durch
Gesetz vom 23. 7. 1952 wurde das Land aufgelöst (str.) und zusammen mit Teilen
Brandenburgs (Uckermark, Westprignitz) auf die Bezirke Schwerin, Rostock und
Neubrandenburg aufgeteilt, zum 3.10.1990 aber als Mecklenburg-Vorpommern
wiederhergestellt (Hauptstadt Schwerin), wobei 8 Gemeinden des Amtes Neuhaus
1990 den Landkreis Hagenow verließen, um sich in Niedersachsen eingliedern zu
lassen.
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Literature
Wolff 441; Wallner 706 NiedersächsRK 2; Die
Territorien des Reichs 2, 166; Mecklenburger
Urkundenbuch, Bd. 1ff. 1863ff.; Strecker,
W./Cordshagen, C., Mecklenburg, (in) Geschichte
der deutschen Länder, Bd. 1; Böhlau, H.,
Mecklenburgisches Landrecht, Bd. 1ff. 1871ff.;
Büsing, O., Staatsrecht der Großherzogtümer
Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz,
1884; Buchka, G. v., Landesprivatrecht der
Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und
Mecklenburg-Strelitz, 1905; Sachsse, H., Die
landständische Verfassung Mecklenburgs, 1907;
Witte, H., Mecklenburgische Geschichte, Bd. 1f.
1909ff.; Vitense, O., Geschichte von
Mecklenburg, 1920; Krause, H., System der
landständischen Verfassung Mecklenburgs in der
ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, 1927; Endler,
E., Geschichte von Mecklenburg-Strelitz 17011933, 1935; Schmaltz, K., Kirchengeschichte
Mecklenburgs, Bd. 1ff. 1935ff.; Engel,
F./Schmidt, R., Historischer Atlas von
Mecklenburg, 1935ff.; Heeß, W., Geschichtliche
Bibliographie von Mecklenburg, Bd. 1ff. 1944;
Engel, F., Erläuterungen zur historischen
Siedlungsformenkarte Mecklenburg und
Pommern, 1953; Hofer, E., Die Beziehungen
Mecklenburgs zu Kaiser und Reich (1620-1683),
1956; Steinmann, P., Bauer und Ritter in
Mecklenburg, 1960; Hamann, M., Das staatliche
Werden Mecklenburgs, 1962; Hamann, M.,
Mecklenburgische Geschichte. Von den Anfängen
bis zur Landständischen Union von 1523, 1968;
Pagel, K., Mecklenburg. Biographie eines
deutschen Landes, 1969; Geschichte der
Universität Rostock 1419-1969, hg. v. Heitz, G.,
Bd. 1f. 1969; Wieden, H. bei der, Grundriss zur
deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, B
XIII (Mecklenburg), 1976; Petersohn, J., Der
südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen
Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks
vom 10. bis 13. Jahrhundert, 1979; Beiträge zur
pommerischen und mecklenburgischen
Geschichte, hg. v. Schmidt, R., 1981; Wieden, H.
bei der, Mecklenburg, LexMA 6 1992, 439; 1000
Jahre Mecklenburg, 1995; Ein Jahrtausend
Mecklenburg und Vorpommern, 1995; Handbuch
der historischen Stätten, Bd. 12 MecklenburgVorpommern, 1995; Schlinker, S., Fürstenamt
und Rezeption, 1999, 140; Höfe und Residenzen
im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Paravicini,
W. u. a., 2003, 1, 1, 166, 844; Die früh- und
hochmittelalterliche Siedlungsentwicklung im
nördlichen Mecklenburg im Lichte der
Ortsnamen, hg. v. Foster, E. u. a., 2007;
.Buddrus, M. u. a., Landesregierungen und
Minister in Mecklenburg 1871-1952, 2012;
Zusammenschlüsse und Neubildungen deutscher
Länder im 19. und 20. Jahrhundert, hg. v.
Kretzschmar, R. u. a., 2013, 153ff.
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Mecklenburg-Güstrow (Herzogtum). Die Linie M. der Herzöge von Mecklenburg
entstand 1555 (bis 1610) bzw. 1621 durch Teilung. 1695 erlosch die Linie. Ihre Güter
(im wendischen Kreis die Städte Güstrow, Krakow, Goldberg, Plau, Malchow, Waren,
Röbel, Penzlin, Stavenhagen, Malchin, Teterow, Neukalen [Neukalden], Gnoien, Sülze
[Sülte], Marlow, Ribnitz, Tessin, Laage und Schwaan [Schwan], die Ämter Güstrow,
Goldberg, Marnitz, Plau, Wredenhagen, Stavenhagen, Neukalen [Neukalden], Dargun,
3644
Gnoien, Ribnitz und Schwaan [Schwan], 255 adlige Güter, die Seestadt Rostock mit
deren Distrikt und die Klöster Dobbertin, Ribnitz und Malchow sowie im
stargardischen Kreis die Städte Neubrandenburg, Friedland, Woldegk [Woldeck],
Stargard, Strelitz, Fürstenberg und Wesenberg, die Ämter Wanzka, Broda, Stargard,
Feldberg, Strelitz, Fürstenberg, Wesenberg, Bergfeld, das Heideamt, Mirow und
Nemerow und etwa siebzig adlige Güter) fielen an Mecklenburg-Schwerin.
Literature
Wolff 441ff.; Zeumer 553 II b 25; Wallner 706f.
NiedersächsRK 5, 10, 24; Großer Historischer
Weltatlas III 22 (1648) F2; Witte, H.,
Mecklenburgische Geschichte, Bd. 1f. 1909ff.;
Vitense, O., Geschichte von Mecklenburg, 1920;
Hamann, M., Das staatliche Werden
Mecklenburgs, 1962.
Mecklenburg-Schwerin (Herzogtum, Großherzogtum, Freistaat). Die Linie
Mecklenburg(-Schwerin) des Hauses Mecklenburg entstand bei der 1229/1238
erfolgten Teilung. Bis 1436/1471 beerbte sie die übrigen Fürstentümer (Parchim,
Rostock, Werle, Mecklenburg-Stargard). 1555 (bis 1610) bzw. 1621 entstand durch
erneute Teilung das Herzogtum M., das 1695 die Linie Mecklenburg-Güstrow beerbte.
1701 spaltete sich die Linie Mecklenburg-Strelitz ab. 1755 schloss der Herzog von
Mecklenburg-Schwerin mit den Ständen einen landesgrundgesetzlichen Vergleich. Am
Ende des 18. Jahrhunderts umfasste das Herzogtum ein Gebiet von 129
Quadratmeilen. 1803 erhielt M. durch § 9 des Reichsdeputationshauptschlusses vom
25. 2. 1803 für seine Rechte und Ansprüche auf zwei erbliche Kanonikate der Kirche
zu Strasburg (Straßburg), die ihm als Ersatz für den Hafen von Wismar gegeben
3645 waren, sowie für seine Ansprüche auf die Halbinsel Priwall (Priwal) in der Trave (an
Lübeck) die Rechte und das Eigentum des Hospitals Lübeck in den Dörfern
Warnkenhagen (Warnekenhagen), Alt Bukow (Altenbuchow), Krummbrook
(Crumbrook) bzw. Brook und denen der Insel Poel. Durch Vertrag vom 6.6.1803 mit
Schweden erlangte M. Wismar, Poel und Neukloster pfandweise (1903 endgültig).
1806 wurde M. durch Napoleon unter Militärverwaltung gestellt, 1807 aber
wiederhergestellt. 1808 trat der Herzog dem Rheinbund bei, 1815 wurde er zum
Großherzog erhoben. Eine 1849 eingeführte Verfassung wurde 1850 aufgehoben.
1866/1867 trat der Großherzog auf preußischen Druck dem Norddeutschen Bund bei,
1868 dem Deutschen Zollverein. Am 14. 11. 1918 dankte er ab. Der Freistaat M. gab
sich am 17. 5. 1920 eine Verfassung. Zum 1. 1. 1934 wurde M. durch Gesetz mit dem
1701 abgespalteten Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt.
Wolff 441ff.; Zeumer 553 II b 24; Wallner 706
NiedersächsRK 2; Großer Historischer Weltatlas
II 66 (1378) F3, III 22 (1648), III 38 (1789) D/E1;
Strecker, W./Cordshagen, C., Mecklenburg, (in)
Geschichte der deutschen Länder, Bd. 1; Bauer 1,
351; Witte, H., Mecklenburgische Geschichte, Bd.
1f. 1909ff.; Vitense, O., Geschichte von
Mecklenburg, 1920; Hamann, M., Das staatliche
Werden Mecklenburgs, 1962;
.Zusammenschlüsse und Neubildungen deutscher
Länder im 19. und 20. Jahrhundert, hg. v.
Kretzschmar, R. u. a., 2013, 153ff.
Mecklenburg-Stargard (Fürsten). Das 1304 von Brandenburg an Mecklenburg
gelangte Land Stargard nordwestlich der Uckermark unterstand mit den Ländern
3646
Sternberg und Eldenburg von 1352 bis 1471 der Linie M. und fiel danach wieder an
die Hauptlinie zurück.
Großer Historischer Weltatlas II 66 (1378) G2.
Mecklenburg-Strelitz (Herzogtum, Großherzogtum). 1701 entstand durch Teilung des
Herzogtums Mecklenburg das Herzogtum M., das im Wesentlichen aus dem
Fürstentum Ratzeburg (ohne Stadt Ratzeburg [ausgenommen die Dominsel]) und der
42 Quadratmeilen großen Herrschaft Stargard (mit 42000 Einwohnern) bestand, die
durch Mecklenburg-Schwerin getrennt waren. Außerdem gehörten zu M. die
Komtureien Mirow und Nemerow. 1808 trat der Herzog dem Rheinbund bei. 1815
wurde er zum Großherzog erhoben. Drei während der Besetzung durch Frankreich
(1794-1814) als Kantone entstandene, als Entschädigung erhaltene Kreise in der Eifel
3647 (Cronenburg/Kronenburg [ohne Steffler/Steffeln und Schuller/Schüller], Reifferscheid
und Schleyden/Schleiden [ohne Wolfsseiffen/Wollseifen] mit 10332 Einwohnern)
verkaufte er am 21. 5. 1819 für eine Million Taler und einige Domänen an Preußen.
1866/1867 trat er auf preußischem Druck dem Norddeutschen Bund, 1868 dem
Deutschen Zollverein bei. Am 23. 2. 1918 beging der letzte Großherzog Selbstmord.
Die Regierung ging an den Großherzog von Mecklenburg-Schwerin über, der am 14.
11. 1918 abdankte. Am 29. 1. 1919/24. 5. 1923 erhielt M. ein Landesgrundgesetz. Zum
1. 1. 1934 wurde es durch Gesetz mit Mecklenburg-Schwerin zum Land Mecklenburg
vereinigt.
Großer Historischer Weltatlas III 38 (1789) E1;
Strecker, W./Cordshagen, C., Mecklenburg, (in)
Geschichte der deutschen Länder, Bd. 1; Bauer 1,
373; Endler, E., Geschichte des Landes
Mecklenburg-Strelitz 1701-1933, 1935; Hamann,
M., Das staatliche Werden Mecklenburgs, 1962;
Strauch, D., Birkenfeld, Lichtenberg, Meisenheim
etc. (in) Engagierte Verwaltung für die
Wissenschaft, 2007, 487; .Zusammenschlüsse und
Neubildungen deutscher Länder im 19. und 20.
Jahrhundert, hg. v. Kretzschmar, R. u. a., 2013,
153ff.
Mecklenburg-Vorpommern (Land, Bundesland) ist das zum 3.10.1990 aus den
Bezirken Schwerin, Rostock und Neubrandenburg der Deutschen Demokratischen
3648 Republik (ohne die Kreise Perleburg, Prenzlau und Templin) hergestellte Land der
Bundesrepublik Deutschland mit der Hauptstadt Schwerin. Es ist das sechstgrößte
Land und zählt etwa 2000000 Einwohner.
Mast, P., Mecklenburg-Vorpommern, 1994;
Handbuch der historischen Stätten, Bd. 12
Mecklenburg-Vorpommern, 1995; MecklenburgVorpommern im Wandel, hg. v. Werz, N. u. a.,
1998; Lexikon Mecklenburg-Vorpommern, hg. v.
d. Geschichtswerkstatt Rostock u. a., 2007;
.Zusammenschlüsse und Neubildungen deutscher
Länder im 19. und 20. Jahrhundert, hg. v.
Kretzschmar, R. u. a., 2013, 181ff.
Medelsheim (reichsritterschaftliche Herrschaft). M. östlich von Saargemünd gehörte
um 1150 zur Herrschaft Bitsch in Lothringen, im 14. Jahrhundert den Grafen von
Zweibrücken und danach Kurpfalz. Als Mannlehen Österreichs geltend fiel M. 1576 an
Wolff 516; Kampfmann, L., Heimatkunde des
3649 die Bollweiler, 1620 in weiblicher Erbfolge an die Fugger (Fugger-Kirchberg [Fugger
Bezirksamts Zweibrücken, 1912.
zu Kirchberg]) und 1656 an die von der Leyen. M. zählte zum Kanton
Niederrheinstrom des Ritterkreises Rhein. 1815 kam es zu Bayern (Provinz Rheinpfalz
bzw. Pfalz), 1919 und 1945/1946 zum Saargebiet und 1957 zum Saarland.
Medenenti (Gau zwischen Marque und Deule östlich Lilles, pagus Medelentinsis,
3650
Mélantois)
3651 Medole (Lehen) s. Castiglione
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Gysseling, M., Toponymisch Woordenboek, 1960,
681; Polenz, P. v., Landschafts- und
Bezirksnamen, 1961, I, 13, II, 18; Moreau, J.,
Dictionnaire de géographie historique, 1872, 177.
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Meerfeld (Herrschaft). Die Herrschaft M. nordwestlich von Wittlich gehörte zur
3652 Grafschaft Blankenheim und Gerolstein, die 1780 an die Grafen von Sternberg fiel.
Über Preußen gelangte das Gebiet 1946 zu Rheinland-Pfalz.
Meerholz (Kloster). Vermutlich zwischen 1158 und 1173 wurde als Filiale des
Chorherrenstifts Langenselbold und als Nachfolgerin eines rheingauischen
3653 Nonnenklosters das Prämonstratenserchorfrauenstift M. (Miroldes) bei Gelnhausen
gegründet, das 1555/1564 säkularisiert wurde. S. Isenburg-Büdingen-Meerholz,
Hessen.
Literature
Wolff 363.
Wolff 277.
3654 Meersburg (Residenz des Bischofs von Konstanz)
3655
L. Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Paravicini, W., 2003, 1,
2, 368.
Megenzer von Felldorf (Reichsritter). Die M. waren bereits 1488 Mitglied der
Gesellschaft St. Jörgenschild, Teil am Neckar. Von 1548 bis etwa 1686 waren sie im
3656 Kanton Neckar des Ritterkreises Schwaben immatrikuliert. Letztes Kantonsmitglied
war Philipp Jacob M. zu Mühlen und Egelstal. Von 1648 bis 1656 zählte Hans Kaspar
von M. wegen Schaubeck und Kleinbottwar zum Kanton Kocher.
Schulz 267; Hellstern 209.
Mehr (Herrlichkeit). Die adlige Herrlichkeit Haffen und M. gehörte zum Herzogtum
3657 Kleve (weselscher landrätlicher Kreis). Über Preußen gelangte das Gebiet 1946 zu
Nordrhein-Westfalen.
Wolff 317.
Meiderich (Herrlichkeit). Die adlige Herrlichkeit M. bei Duisburg (heute Stadtteil)
3658 gehörte am Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Kleve (weselscher
landrätlicher Kreis). Über Preußen gelangte M. 1946 zu Nordrhein-Westfalen.
Wolff 317.
;Curs, O., Deutschlands Gaue im zehnten
Jahrhundert, 1908, 13 Meinefeld (Kesselheim,
Andernach, Kaifenheim, Reil, Gillenfeld, Lay,
Waldesch, Winningen, Bisholder, Trimbs,
Urmitz); Gysseling, M., Toponymisch
Woordenboek, 1960, 649; Polenz, P. v.,
Landschafts- und Bezirksnamen, 1961; II, 16, 18,
23, 30, 32, 58, 61f., IV 22 Meinefeld, pagus
Maginensis, Magicampus, Maifeld um Mayen;
Meinefeld (Gau zwischen Rhein und Mosel um Mayen, Meiniueld, Meinifelt, Meinefelt, Moreau, J., Dictionnaire de géographie
3659
Moeniuelt, Meinefeld, Meinuelt, Maifeld,)
historique, 1972, 176 Mayen; Bauer, T., Die
mittelalterlichen Gaue, 2000 (Andernach, Plaidt,
Fressenhof, Ochtendung, Kottenheim, Urmitz,
Kettig, Kesselheim, Rübenach, Güls, Retterath,
Gillenfeld, Polch, Rüber, Mertloch, Küttig,
Münstermaifeld, Kaifenheim, Hambuch, Burgen,
Pommern, Cond, Bruttig, Winningen, Gondorf,
Lehmen, Oberfell an der Mosel, Moselsürsch,
Alken an der Mosel, Boppard, Ediger an der
Mosel, Merl, Briedel, Reil, Kröv).
Meinerzhagen, Meinertzhagen (Reichsritter). 1748 wurde Gerhard M., dessen Familie
3660 Hauptinhaber des Bleibergwerks in Mechernich war, in den Reichsritterstand
Wolff 319.
erhoben. Später kamen die Güter an die verwandten Grafen zu Lippe.
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