Lehrplan Vorkurs

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Lehrplan Vorkurs
Lehrplan
Vorkurs Deutsch
Entwurf November 2007 / Grundlage: G8-Lehrplan 9. Jgstf. (2007);
Diskussionsergebnis Fachschaftsitzung am 14.11.2007
1. Korrektur: Fachschaftssitzung 3.2.2010 (Schulaufgaben, S. 4, Punkt 6
grn
Lehrplanzskizze Vorkurs (G8)
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Lehrplan Vorkurs Deutsch
November 2007/Februar 2010
A. Schreiben
1. Methodik des Schreibens
– von der Stoffsammlung über den Schreibplan zur Gliederung
– erweiterte Inhaltsangabe
– Exzerpte
– Mitschreiben und Protokollieren
– Überarbeiten (Schreibkonferenz; Computer)
– Portfolio
2. Textanalyse, Texterschließung
– umfassendere Aufgabe zu einem Text bearbeiten
– Inhalt, Aufbau, Form und Sprache aufeinander beziehen
– Schlüsselstellen erfassen
– Argumentationsanalyse
– Aussagen belegen; Zitiertechnik
– erste Deutungsansätze
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3. Einfache Erörterung1
– steigernde oder antithetische Gliederung
– Thesen/Argumente/Beispiele/Gegenargumente/Überprüfung
B. Auseinandersetzung mit Texten
1. Lesen und Verstehen
– exemplarische Texte der Literatur vom 19. Jh. bis zur Gegenwart in ausgewählten
!!!!Themenbereichen
– Themenbezüge zwischen den Epochen herstellen
– vorbereitend oder begleitend: skizzenhafter Überblick über die Literaturgeschichte
2. Erschließungskategorien bei literarischen Texten
– Thema; Problemgehalt; Aufbau
– sprachliche Gestaltung
3. Gattungsspezifische Gestaltungsmittel
– Erzählverhalten
– Figuren und ihre Konstellation
– Novelle und Kurzgeschichte
– dramatische Konfliktgestaltung
– Gestaltung von Lyrik (Grundkenntnisse; Hinführung)
1 dazu vom Ministerium: In den Jahrgangsstufen 7 und 8 haben die Schüler einfache Formen des Ar-
gumentierens kennengelernt und eingeübt. Deshalb ist es die Aufgabe des Deutschunterrichts in der
Jahrgangsstufe 9, den Umgang mit Argumenten zu vertiefen und zu differenzieren. Der Lehrplan
eröffnet die Möglichkeit, neben der traditionellen Form der Erörterung auch freiere Formen einzuführen. Schüler haben mit diesen Textsorten seit der Jahrgangsstufe 8 Erfahrungen gemacht, weil sie
sich mit Zeitungstexten beschäftigten. Es kann auch davon ausgegangen werden, dass sie sich selbst
schon im Rahmen des Themas „Zeitung“ an journalistischen Formen versucht haben. Es bietet sich
an – nach der Wiederholung und Erweiterung des argumentierenden Schreibens –, einfache Formen
des Kommentars, des Redebeitrags und der Buchkritik in den Unterricht aufzunehmen und ggf. auch
für die Leistungserhebung zu nutzen.
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4. Argumentierende Texte
– zentrale Argumente
– Intention des Verfassers
– sprachliche Gestaltung
– Kommunikationszusammenhang
5. Produktiver Umgang mit Sprache und Literatur
– Parodien, szenisches Interpretieren, Leerstellen…
6. Schulaufgaben 2
1. Schulaufgabe (90 min): Erweiterte Inhaltsangabe (je nach Textgrundlage chronologisch
oder strukturiert: Literatur bzw. Sachtext); einfache Gliederung
2. Schulaufgabe (90 min): Textanalyse (Textgrundlage: Sachtext bzw. Literatur, je nachdem,
wie sich die Lehrkraft in der 1. Schulaufgabe entschieden hat); Gliederung
3. Schulaufgabe (120 min): Textanalyse (Textgrundlage: literarischer Text,
vorzugsweise Epik oder Dramatik); Gliederung; kreativer Arbeitsauftrag zulässig
4. Schulaufgabe (120 min): Textgebundene Erörterung
2 Maßgeblich zur Gestaltung des Schulaufgabenprogramms ist nach wie vor das KMS vom 23.8.2004
Nr. VI.4 – 5 S 5402.5 – 6.87541: Die Schulaufgaben entstammen ausschließlich dem Bereich
„Schreiben“ der betreffenden Jahrgangsstufe. Für die Jahrgangsstufe 9 bedeutet dies, dass die Schulaufgaben aus den Strängen „Zusammenfassen und Analysieren bzw. Erschließen von Sachtexten bzw.
literarischen Texten“ und „Erörtern von Fragen und Sachverhalten aus dem weiteren Erfahrungsbereich, Gewinnen eines eigenen Standpunkts in vorgegebenen oder freieren Formen, auch im Anschluss an einen Text“ kommen. Überdies ist es in der Jahrgangsstufe 9 möglich, eine Schulaufgabe
in Form des Protokolls zu schreiben. Es sollte aber im Hinblick auf die weitere Progression der
Schreiberziehung sorgfältig überlegt werden, welchen Schreibaufgaben der Vorzug zu geben ist.
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C. Sprechen
1. Reflexion über Kommunikation
– Sprechabsichten und Sprachmittel
– Beziehungs- und Sachebene
2. Übungen
– Redestrategien
– Interviews
– Diskussionen moderieren
– Referate
– Vorlesen
3. Aktives Zuhören
4. Vorlesen und Vortragen
– sinn- und formgerechtes Vorlesen
– Spielen dramatischer Szenen
D. Medien nutzen und reflektieren
1. Orientierung beim Mediengebrauch
– Internet-Recherche
– Lesetechniken (Diagonales Lesen [Schlüsselwörter]; kursorisches Lesen [Markieren];
!!!!intensives Lesen [Aussageabsicht, Argumentationsstrukturen])
– Rechtschreibduden/Fremdwörterduden
2. Fernsehsendungen
– Strategien und Präsentation von Argumentation
3. Methodentraining
– Visualisierungstechniken (Plakate, Metaplan, Mindmap; Struktogramme)
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Für Deutsch-Intensiv:
E. Sprache untersuchen, verwenden und gestalten
1. Funktionaler Gebrauch von Sprache
– Satzverknüpfungen
– einfache stilistische Mittel
– Wort- und Satzstellung
– Indikativ – Konjunktiv
2. Sprach- und Stilebenen
– Klischees und Stereotypen
– diskriminierender Sprachgebrauch
3. Grammatik, Rechtschreibung, Zeichensetzung
– Wortarten
– Satzglieder
– Adverbiale
– Verben
– … (wird vervollständigt)
F. Lektürevorschläge Jahrgangsstufe 9
Krieg und Verfolgung
H. Böll: Wo warst du, Adam?
B. Brecht: Furcht und Elend des Dritten Reiches
G. Eich: Die Mädchen aus Viterbo
A. Frank: Tagebuch
R. Frank: Der Junge, der seinen Geburtstag vergaß
F. Führmann: Das Judenauto
E. M. Remarque: Im Westen nichts Neues
T. Röhrig: In hundert Jahren vielleicht
C. Zuckmayer: Des Teufels General
Schuld, Verbrechen und Recht
A. v. Droste-Hülshoff: Die Judenbuche
F. Dürrenmatt: Der Richter und sein Henker
F. Dürrenmatt: Die Panne
Th. Fontane: Unterm Birnenbaum
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M. Frisch: Biedermann und Brandstifter
W. Golding: Herr der Fliegen
G. Hauptmann: Der Biberpelz
E. T. A. Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi
F. Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre
J. Steinbeck: Von Mäusen und Menschen
Grenzerfahrungen
A. Chamisso: Peter Schlemihls wundersame Geschichte
N. Gogol: Der Mantel
J. Gotthelf: Die schwarze Spinne
M. L. Kaschnitz: Lange Schatten
L. Perutz: Zwischen neun und neun
E. A. Poe: Die Morde in der Rue Morgue
W. Raabe: Die schwarze Galeere
R. L. Stevenson: Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Th. Storm: Der Schimmelreiter
S. Zweig: G. F. Händels Auferstehung
Die Zukunft hat schon begonnen
C. Amery: Der Untergang der Stadt Passau
R. Bradbury: Fahrenheit 451
J. Christopher: Die Wächter
F. Dürrenmatt: Das Unternehmen Wega
Ch. Kerner: Geboren 1999
G. Orwell: 1984
M. Shelley: Frankenstein
A. und B. Strugazki: Die bewohnte Insel
H.G. Wells: Die Zeitmaschine
Liebe und Erwachsen werden
H. Hesse: Unterm Rad
G. Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe
J. C. Oates: Unter Verdacht
M. Pressler: Shylocks Tochter
M. Wild: Jinx
Entdecken, Erfinden, Verstehen*
H. Boetius: Geschichte der Elektrizität*
A. Eschbach: Das Buch von der Zukunft*
St. Handel: Recht. Was geht mich das an?
Ch. Kerner: Lise, Atomphysikerin. Die Lebensgeschichte der Lise Meitner.*
Ch. Kerner: Seidenraupe, Dschungelblüte. Die Lebensgeschichte der Maria Sibylla Merian*
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K. Lorenz: Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen*
S. Paulsen: Sonnenfresser*
G. Staguhn: Die Jagd nach dem kleinsten Baustein der Welt*
G. Staguhn: Warum Menschen keinen Frieden halten*
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