Jahresbericht 2011 - s/bf-HSG

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Jahresbericht 2011 - s/bf-HSG
44_sbf_JB_11_44_sbf_JB_11 27.02.12 11:08 Seite I
Schweizerisches Institut
für Banken und Finanzen
Universität St.Gallen
Jahresbericht 2011
EQUIS
44_sbf_JB_11_44_sbf_JB_11 27.02.12 11:08 Seite II
Jahresbericht des Schweizerischen
Instituts für Banken und Finanzen 2011
Herausgeber :
Schweizerisches Institut für Banken und Finanzen
Universität St.Gallen
Rosenbergstrasse 52
9000 St.Gallen
Tel. 071 224 70 90
Fax 071 224 70 88
[email protected]
www.sbf.unisg.ch
Druck
Hohl Druck AG
Mövenstrasse 7
9015 St.Gallen
44_sbf_JB_11_44_sbf_JB_11 27.02.12 11:08 Seite 1
Inhaltsverzeichnis
Direktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Geschäftsleitender Ausschuss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Mitglieder der Fördervereinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Instituts-News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Financial Markets and Portfolio Management (FMPM) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Wealth and Risk – Forschungsschwerpunkt in Finance, Banking und Insurance . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Master of Arts in Banking and Finance (MBF-HSG) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann . . . . . . . . . . . . . . .
1. Lehrstuhl-Team . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2. Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3. Lehrveranstaltungen an der HSG . . . . . . . . . . .
4. Weiterbildung und Seminare . . . . . . . . . . . . . .
5. Präsentationen an Konferenzen . . . . . . . . . . . .
6. Publikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
7. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten . .
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
1. Lehrstuhl-Team . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2. Highlights aus Lehre, Forschung und Weiterbildung . . . .
3. Expertentätigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4. Vortragstätigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5. Unsere Publikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten . . . . . . . .
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D. . . . . . . . . . . . . . .
1. Lehrstuhl-Team . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2. Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3. Publikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4. Forschungsprojekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5. Lehrveranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten . .
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Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann . . . . . . . . .
1. Lehrstuhl-Team . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
2. Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
3. Diverses . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
4. Publikationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
5. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten . .
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Vorankündigungen der Seminare 2012 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Sekretariate / Kontakt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
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Dir ektion
Prof. Dr. Manuel Ammann
Lehrstuhl für Finance
Sekretariat Frau Geraldine Frei
+41 (0)71 224 70 80
Bericht ab Seite 12
Prof. Dr. Martin Brown
Lehrstuhl für Bankwirtschaft
Sekretariat Frau Beatrix Kobelt
+41 (0)71 224 70 42
Bericht ab Seite 22
Prof. Paul Söderlind, Ph. D.
Lehrstuhl für Finance
Sekretariat Frau Geraldine Frei
+41 (0)71 224 70 80
Bericht ab Seite 29
Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
Lehrstuhl für Investition und Finanzierung
Sekretariat Frau Marina Piantoni
+41 (0)71 224 70 74
Bericht ab Seite 35
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Geschäftsleitender Ausschuss
des Schweizerischen Instituts für Banken und
Finanzen – HSG der Universität St.Gallen
Mitglieder
3
Prof. Dr. Karl Frauendorfer,
Präsident
Institut für Operations
Research und Computational
Finance – ior/cf-HSG
Prof. Dr. Urs Bertschinger
Lehrstuhl für Privat-,
Handels- und Wirtschaftsrecht
Law School-HSG
Dr. Renato Fassbind
Credit Suisse Group, Zürich
Roland Ledergerber, lic. oec.
St.Galler Kantonalbank,
St.Gallen
Dr. Urs Rüegsegger
Six Group, Zürich
Dr. Steffen Tolle
Wegelin & Co. Privatbankiers,
St.Gallen
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Mitglieder der Förder vereinigung
Vereinigung zur Förderung des Schweizerischen Instituts für Banken und Finanzen der Universität
St.Gallen – HSG.
Über Förderbeiträge werden Forschungsaktivitäten begabter Nachwuchswissenschaftler unseres Instituts unterstützt.
Wir danken den Mitgliedern herzlich für ihren wertvollen Beitrag.
Mitglieder der Fördervereinigung des s/bf-HSG
Dezember 2011
acrevis Bank AG
Stephan Weigelt
Marktplatz 1, 9000 St.Gallen
Bank Vontobel AG
Walter Temperli (Revisor)
Seifert Carmen
Gotthardstrasse 43, 8022 Zürich
Bank Julius Bär AG
Roberto Küttel
Postfach, 8010 Zürich
Centrum Bank AG
Dr. Thomas Lips
Heiligkreuz 8, 9490 Vaduz FL
Clariden Leu AG
Thomas Ackermann
Postfach, 8070 Zürich
Credit Suisse Finance Services
Daniel Brupbacher
Postfach 1, 8070 Zürich
Deutsche Bank (Schweiz) AG
Marco Bizzozero
Postfach 9/11, 8023 Zürich
Ernst & Young Ltd. Global Financial Services
Prof. Dr. Andreas Blumer (Revisor)
Maagplatz 1, 8010 Zürich
Falcon Private Bank Ltd.
Frau Sabine Weber Sauser
Pelikanstrasse 37, P.O. Box 1376, 8021 Zürich
Graubündner Kantonalbank
Alois Vinzens
Postfach, 7002 Chur
LGT Gruppe
Olivier de Perregaux
Herrengasse 12, 9490 Vaduz FL
Liechtensteinische Landesbank
Dr. Josef Fehr
Städtle 44, 9490 Vaduz FL
Luzerner Kantonalbank
Bernard Kobler
Pilatusstrasse 12, 6002 Luzern
Maerki Baumann & Co. AG
Dr. Stephan Zwahlen (Vorstand)
Dreikönigstrasse 8, 8022 Zürich
Migros Bank AG
Dr. Harald Nedwed
Seidengasse 12, 8023 Zürich
PriceWaterhouseCoopers AG
Beat Rütsche
Neumarkt 4/Kornhausstrasse, 9001 St.Gallen
Raiffeisen Schweiz
Dr. Pierin Vincenz (Präsident)
Postfach, 9001 St.Gallen
RBA-Holding AG
Fritz Jörg
Mattenstrasse 8, 3073 Gümligen
Schaffhauser Kantonalbank
Martin Vogel
Vorstadt 53, 8201 Schaffhausen
Schweizerische Nationalbank
Peter Schoepf
Postfach, 8022 Zürich
St.Galler Kantonalbank
Roland Ledergerber (Vorstand)
Postfach 92, 9001 St.Gallen
Group. des Banquiers Privés GE
Edouard Cuendet
Case Postale 5639, 1211 Genève
4
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Mitglieder der Förder vereinigung
Swisscanto Holding AG
Dr. Gérard Fischer
Nordring 4, Postfach 730, Bern 25
Thurgauer Kantonalbank
Peter Hinder
Bankplatz 1, 8570 Weinfelden
UBS AG
Anton Simonet (Vorstand ab 2012)
Multertor, Neugasse 54, Postfach, 9001 St.Gallen
Verband Schweizer Kantonalbanken
Hanspeter Hess
Wallstrasse 8, 4002 Basel
Verwaltungs- und Privat-Bank AG
Fredy Vogt
Im Zentrum, 9490 Vaduz FL
Wegelin & Co. Privatbankiers
Dr. Steffen Tolle (Vorstand ab 2012)
Bohl 17, 9004 St.Gallen
Zuger Kantonalbank
Pascal Niquille
Postfach 1158, 6001 Zug
5
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Instituts-News
Das vergangene Jahr war für das Schweizerische
Institut für Banken und Finanzen nicht nur geprägt
durch externe Ereignisse wie die Nachwehen zur
Finanzkrise, die Staatsverschuldungs- und die Eurokrise, sondern auch durch mehrere personelle Veränderungen.
Seit Februar 2011 ist Prof. Dr. Martin Brown ordentlicher Professor für Bankwirtschaft an der Universität St.Gallen und zudem Direktor an unserem
Institut. Die Forschungsschwerpunkte von Martin
Brown liegen im Bereich Finanzintermediation,
wobei er sich empirisch mit den Fragestellungen
von Kredit- und Liquiditätsrisiko im Retailbanking
sowie mit der Entwicklung des Finanzsektors in
Transformationsländern befasst. Martin Brown unterhält Forschungskooperationen mit in- und ausländischen Politikinstitutionen (Schweizerische
Nationalbank, Österreichische Nationalbank,
EBRD). Zudem ist er als wissenschaftlicher Berater
im Bereich Finanzsektorentwicklung für die Weltbank, KfW Entwicklungsbank, European Fund for
Southeast Europe (EFSE) und ResponsAbility tätig.
Ebenso wird der Lehrstuhl für Unternehmensfinanzierung per 1. Februar 2012 neu besetzt. Lehrstuhlinhaber wird Prof. Dr. Markus Schmid. Nach
Studium und Promotion an der Universität Basel
und einem Forschungsaufenthalt an der New York
University war Markus Schmid bereits von 2006 bis
2010 als Assistenzprofessor an unserem Institut tätig. Vor seiner Wahl zum Ordinarius an der Universität St.Gallen war er Inhaber der Stiftungsprofessur für Corporate Governance an der Universität
Mannheim. Markus Schmid verfügt über eine grosse Forschungserfahrung im Bereich der empirischen Corporate Finance. Seine Arbeiten wurden
unter anderem im Journal of Financial Economics,
Journal of Financial Intermediation und Journal of
Empirical Finance veröffentlicht. Seit 2010 ist er
auch Co-Editor der Zeitschrift «Financial Markets
and Portfolio Management».
Neben der Neubesetzung dieser bestehenden Lehrstühle werden im kommenden Jahr auch zwei
neue Lehrstühle für einerseits Systemische Risiken
und andererseits für Real Estate eingerichtet. Diese
Lehrstühle werden im Rahmen der neuen School of
Finance geschaffen, welche Anfang 2011 gegründet
wurde, und tragen dazu bei, dass unser Fachgebiet
an der HSG weiter aufgewertet wird. Prof. Dr. Roland Füss lehrte bisher an der European Business
School (EBS) in Wiesbaden und übernimmt im
Laufe des Jahres 2012 den neuen Lehrstuhl für Real
Estate. Neben dem Bereich Real Estate beschäftigt
sich Roland Füss in seiner Forschung unter anderem mit der politischen Ökonomie der Finanzmärkte, mit Risikomanagement sowie mit alternativen
Anlagen.
Der neu gegründete Lehrstuhl für Systemische Risiken wird durch Prof. Angelo Ranaldo besetzt. Angelo
Ranaldo war bisher wissenschaftlicher Berater bei
der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und Dozent an der Universität Zürich. Seine Forschungsinteressen decken ein breites Gebiet ab, von der
Analyse von Marktmikrostrukturen über Geld- und
Währungstheorie bis hin zu Asset Pricing. Es freut
uns, im kommenden Jahr Roland Füss, Angelo Ranaldo sowie Markus Schmid an unserem Institut zu
begrüssen, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen.
Mit den personellen Neuerungen und den neuen
Lehrstühlen am Institut ist auch eine räumliche Reorganisation verbunden. Aus Platzgründen befand
sich ein Lehrstuhl bisher in externen Räumlichkeiten. Ab Februar 2012 werden nun alle Lehrstühle
unseres Instituts gemeinsam an der Rosenbergstrasse 52 untergebracht sein. Dadurch wird insbesondere die Zusammenarbeit und der wissenschaftliche Austausch zwischen den Lehrstühlen
erleichtert und gefördert.
Des Weiteren ist der Ausbau des «Hub Singapore»
besonders erwähnenswert. Seit zehn Jahren besteht eine Kooperation der Universität St.Gallen
mit der Singapore Management University (SMU),
welche letztes Jahr weiter ausgebaut wurde. Neben dem bestehenden «Asia Term» wurde mit «Asia
Compact» ein weiteres Austauschprogramm eingerichtet, bei dem Studierende in den zwei Wochen
des Semesterbreaks ein Kursmodul in Singapur besuchen. Das Kursangebot von «Asia Compact»,
welches mehrheitlich von Professoren und Assistenzprofessoren des Instituts gestaltet wird, richtet
sich sowohl an Bachelor- wie auch an Masterstudierende und reicht von Investmentmanagement
über Private Banking bis hin zu Fixed-Income Derivate. Das neue Angebot stösst bei den Studierenden auf reges Interesse und die Nachfrage nach
Plätzen für die ersten Kurse überstieg das Angebot
bei weitem. Darüber hinaus hat die Universität
St.Gallen das St.Gallen Institute (SGI) in Singapur
gegründet. Das SGI wird von Prof. Dr. Klaus Spremann geleitet und wird vom 13. bis 15. Februar
2012 feierlich eröffnet. Das SGI entwickelt Lehrprogramme, betreibt Forschung, bietet Dienstleistungen an und stärkt somit den HSG Hub in Singapur.
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Instituts-News
Zum Schluss danken wir allen Personen und Institutionen, welche unser Institut im vergangenen
Jahr unterstützt haben. Zuerst zu erwähnen ist die
Fördervereinigung des Instituts. Die Mitglieder der
Fördervereinigung unterstützen mit ihren Beiträgen die Forschung an unserem Institut, indem aussichtsreiche Nachwuchswissenschafter mit projektbezogenen Forschungsmitteln finanziert werden. Für diese Unterstützung danken wir den Mitgliedern unserer Fördervereinigung herzlich.
Ebenso danken wir unserem Geschäftsleitenden
Ausschuss, welcher uns mit Rat und Tat zur Seite
steht und – last but not least – unseren Mitarbeitenden, welche das ganze Jahr über ihre Tatkraft
für die Belange des Instituts einsetzen.
Die Direktion
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Financial Markets and Portfolio Management
(FMPM)
Professor Dr. Manuel Ammann ist Editor der Zeitschrift Financial Markets and Portfolio Management. Die operative Leitung der Redaktion liegt
seit Anfang 2010 bei Tanja Artiga González.
Weitere Informationen zu Financial Markets and
Portfolio Management sind erhältlich unter
www.fmpm.org.
In der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift
werden Artikel veröffentlicht, die aktuelle Forschungsthemen der Bereiche Finance, Portfoliotheorie, Asset Management, Banking und Regulierung der Finanzmärkte behandeln. Die Artikel der
Zeitschrift werden von Forschenden verschiedener
internationaler Universitäten, Forschungszentren
und auch aus der Praxis geschrieben. Zusätzlich
zu den Forschungsartikeln werden Buchrezensionen sowie Kommentare und Stellungnahmen von
Spezialisten zu aktuellen Entwicklungen publiziert.
Herausgeberin der Zeitschrift ist die Schweizerische Gesellschaft für Finanzmarktforschung, eine
Vereinigung von Forschern, Hochschullehrern
aller Schweizer Finance-Fakultäten und Praktikern
aus dem Finanzbereich. Die Zeitschrift wird von
Springer verlegt.
2011 feierte die Schweizerische Gesellschaft für
Finanzmarktforschung ihr 25. Jubiläum. Die Jubiläumsausgabe des FMPM wird im März 2012 erscheinen. Namhafte Autoren schreiben darin Beiträge zur Finanz- und Eurokrise und zu Fragen des
Asset Managements.
FINANCIAL MARKETS AND PORTFOLIO MANAGEMENT Volume 22 No. 4 2008 pp. 287–406
Die in FMPM publizierten Artikel werden von verschiedenen Datenbankanbietern indexiert. FMPM
ist in E-JEL, EBSCO, ECONIS, EconLit, JEL on CD,
Journal of Economic Literature, Research Papers
in Economics (RePEc) und SCOPUS präsent. Die
Arbeit der FMPM Autoren geniesst somit eine
weite internationale Verbreitung, was zur Attraktivität von Financial Markets and Portfolio Management als Plattform für die Publikation von
hochwertigen Forschungsarbeiten beiträgt.
Volume 22 Number 4 December 2008
11408
Für die besten in FMPM publizierten Artikel werden zwei Preise verliehen. Der «FMPM Best Paper
Award» in Höhe von 4000 Franken wird für den
besten akademisch ausgerichteten Artikel vergeben. Die Preisträger des Jahres 2010 sind Jin Cao
und Gerhard Illing mit ihrem Artikel «Regulation
of systemic liquidity risk». Ein weiterer Preis wird
seit 2005 jedes Jahr für den besten praxisorientierten Artikel vergeben. Dieser Preis ist ebenfalls mit
4000 Franken dotiert und wird von der Swisscanto
Holding AG gestiftet. Dieser Preis ging an Xiaoquan
Jiang mit «Return dispersion and expected returns».
FINANCIAL MARKETS
AND PORTFOLIO
MANAGEMENT
M. Ammann
Editorial 287
A.G. Kerl, A. Walter
Never judge a book by its cover: what security analysts have to say beyond
recommendations 289
W. Bessler, C. Bittelmeyer
Patents and the performance of technology firms: Evidence from initial public
offerings in Germany 323
M. Spiwoks, N. Bedke, O. Hein
Forecasting the past: the case of US interest rate forecasts 357
Perspectives
J. Madura, T. Ngo
Short interest in exchange-traded funds 381
Book Reviews
Hedge Funds—An Analytic Perspective 403
The Handbook of Commodity Investing 405
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Wealth and Risk – Forschungsschwerpunkt in
Finance, Banking und Insur ance
Der Forschungsschwerpunkt (FSP) Wealth and
Risk bündelt die Forschungsaktivitäten innerhalb
der Universität St.Gallen in den Bereichen Finance,
Banking und Insurance. Acht Professoren aus
SEPS und SoF entscheiden über die Verwendung
von zugewiesenen HSG-Geldern, lancieren gemeinsame Projekte und vermitteln die gewonnenen
Erkenntnisse Fachleuten, Studierenden und der
Öffentlichkeit. Vom s/bf-HSG koordiniert Professor
Manuel Ammann im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts das Projekt «Credit Risk and Derivatives Pricing». Dessen Forschungsfragen setzen
sich mit Kreditrisiken und der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten auseinander. Professor Paul Söderlind leitet das Projekt «Macroeconomic Policy and Financial Markets». Dieses bearbeitet Themen wie «Misspecification and Asset
Prices» oder «Inflation Risk and the Pricing of Bonds».
Professor Martin Brown leitet das Projekt «Kredit
und Liquiditätsrisiko im Retailbanking». Dieses
Projekt untersucht einerseits das Verhalten von
Schweizer Banken in der Vergabe von Krediten an
Klein- und Mittelunternehmen. Andererseits untersucht es das Einlageverhalten Schweizer Haushalte.
Ein Aushängeschild des FSP ist das Forschungsseminar in Finance. In dieser Reihe wöchentlicher Vorträge während der Vorlesungszeit präsentieren angesehene externe Forschende ihre neuesten Forschungsergebnisse. Dies bietet ihnen die
Möglichkeit, ihre Arbeit in der wissenschaftlichen
Gemeinschaft zu verbreiten und Feedback dafür
einzuholen. Gleichzeitig können Besucher des Seminars die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Finance verfolgen. Angehörige des s/bf-HSG
fungieren als Organisatoren, GastgeberInnen und
Teilnehmende des Forschungsseminars.
Den akademischen Austausch fördert der Forschungsschwerpunkt Wealth and Risk auch durch
die Übernahme von Kosten für Einladungen und
Konferenzen. Die Lehrstuhlinhaber der beteiligten
Institute können Mittel überdies für Seminare
und Workshops, aber ebenso für Stellenprozente,
Material oder Bezüge von Daten oder Zeitschriften
einsetzen. Und schliesslich bietet der Internetauftritt des FSP eine Plattform für akademische
Arbeitspapiere.
Im Jahr 2011 hat der FSP Wealth and Risk Arbeitsstellen, Material und Dienstleistungen im Wert
von rund einer dreiviertel Million Franken finanziert. 18 NachwuchsforscherInnen verschiedener
Stufen erhielten Unterstützung. Die personelle
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Verstärkung wirkt sich auch positiv bei der Akquisition von Drittmitteln seitens Nationalfonds
oder Privatwirtschaft aus. Genauso fördert die
Verfügbarkeit von Daten, Artikeln und Material
die Tiefe und Freude an der Forschungsarbeit.
Insgesamt kann auch das s/bf-HSG durch die Unterstützung des FSPs bessere Lehrinhalte, mehr
Publikationen und ein Plus an Beiträgen für die
Öffentlichkeit vorweisen.
Die School of Finance stellt seit ihrer Gründung im
Jahr 2011 die zentrale Anlaufstelle für finanzwissenschaftliche Fragen an der Universität St.Gallen
dar und betreut auch den Zugang unter
www.Finance.UniSG.CH. Damit übernimmt sie
teilweise die Funktion des FSPs, welcher durch
das Zusammenfassen mehrerer Institute und Lehrstühle darauf abzielte, verschiedene Kompetenzen und Tätigkeiten zu bündeln und dadurch
auch weiter zu entwickeln. Überdies wird das
Konzept der Forschungsschwerpunkte an der
Universität St.Gallen 2012 auslaufen. Im Geist des
FSPs Wealth and Risk löst nun das neue Center
for Wealth and Risk das frühere Center for Finance
(CfF-HSG) ab. Es bietet den Mitgliedern der
School of Finance, aber auch externen ExpertInnen eine akademische Plattform für Finance,
Banking und Insurance. Dabei begegnen sich die
Beteiligten auf Augenhöhe, ohne dass die School
of Finance zwangsläufig dominiert. Diese Offenheit und Gleichberechtigung soll einladend wirken und auch dem sbf-HSG interessante Gelegenheiten zur Kooperation eröffnen.
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Master of Arts in Banking and Finance (MBF-HSG)
Unter der Leitung von Prof. Dr. Manuel Ammann
und Prof. Dr. Rico von Wyss ist das Masterprogramm in Banking und Finance in die Riege der
besten Finanzprogramme aufgestiegen. Dies wurde durch ein weltweit durchgeführtes Ranking der
Financial Times bestätigt. Die Qualität sowie die
Beliebtheit des MBF drückt sich auch in den Studierendenzahlen aus. Zum Ende des Jahres 2011
sind genau 600 Studierende im MBF eingeschrieben. Weitere 137 Studierende dürfen sich nach ihrem Abschluss im Jahr 2011 nun Master of Arts
HSG in Banking and Finance nennen.
12. Platz im Financial Times Ranking
Beim erstmals durchgeführten Financial Times Ranking von weltweiten Finance Master Programmen
belegte der MBF insgesamt den 12. Platz (Juni 2011)
und den ersten im deutschsprachigen sowie im
schweizerischen Raum. Besonders positiv bewertet
wurden die Einstiegsmöglichkeiten nach dem Abschluss. In dieser Kategorie rangiert der MBF auf
dem ersten Platz. Verbesserungspotenzial bietet
der Bereich Internationalität. Im vergangenen Jahr
wurden bereits Massnahmen in dieser Hinsicht
getroffen, um dadurch die Studienbedingungen
weiter zu verbessern. So fand im Herbstsemester
2011 der Kurs «Fixed Income Instruments» in Singapur statt. Im kommenden Jahr wird es mit «Corporate Governance» und «Quantitative Portfolio
Management» sowohl in Singapur als auch in
Frankfurt internationale MBF Kurse geben.
Neue Aufnahmebedingungen
Zum Herbstsemester 2011 wurden erstmals die
neuen MBF Zulassungsregeln angewendet. Diese
bestehen aus einer Kombination von standardisierten Tests (GMAT und GRE), Bachelornoten,
Lebenslauf und Motivationsschreiben. Diese nun
strikteren Regeln haben zum Ziel, das durchschnittliche Studierendenprofil zu verbessern und
die explodierenden Studierendenzahlen der vergangenen Jahre wieder zu verringern. Für das
Herbstsemester 2011 waren diese neuen Regeln
nur für externe Bewerber vorgeschrieben. Mit Beginn der Anmeldeperiode für das Herbstsemester
2012 sind diese Kriterien auch für HSG BachelorabsolventInnen bindend.
MBF Events
Im Frühjahrssemester 2011 besuchten die MBF
Studierenden den Trading Floor der UBS in Opfikon.
Nach einem sehr interessanten Nachmittag liessen
sie mit der HBF Faculty den Abend in gemeinsamer Runde im «Runway 34» ausklingen. Dies ermöglichte den Studierenden sowohl ihre Kommi-
litonInnen als auch die MBF Faculty besser kennen zu lernen. Das Herbstsemester begann mit
dem traditionellen MBF Start Event. Diesjähriger
Gastredner war Dr. Patrick Raaflaub, Direktor der
Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA).
Sein Vortrag mit dem Titel «Financial Regulation:
While ideas matter, so do interests» gab den neuen
MBF Studierenden einen spannenden Ausblick
auf die Thematik der bevorstehenden Semester.
Des Weiteren folgte im Herbst ein Ausflug zur LGT
Liechtenstein. Dort gab es eine Vortragsreihe zum
Thema «Private Banking in turbulent times». Beim
anschliessenden Apéro nutzten die Studierenden
die Gelegenheit, aus erster Hand Informationen
über einen zukünftigen Berufseinstieg zu erhalten.
Gastprofessor
Mit Prof. Dr. Harrison Hong von der Universität
Princeton hatte der MBF dieses Jahr einen weiteren renommierten Gastprofessor. Sein Kurs «Behavioral Finance and Asset Management» traf auf
sehr grosses Interesse der Studierenden. Die Gastprofessur des Jahres 2012 wird mit Prof. Dr. Yakov
Amihud (Stern School of Business New York)
nicht minder hochkarätig besetzt sein.
Industriepartnerschaften und Fellowships
Der MBF arbeitet eng mit vier Partnern aus der
Praxis zusammen. Es handelt sich um die Banken
Credit Suisse, UBS, Wegelin und ab nächstem
Jahr die Zürcher Kantonalbank. Die Industriepartner unterstützen das Programm mit einem
namhaften finanziellen Beitrag, welcher für verschiedene Aktivitäten zur Qualitätssteigerung
des Programms und zu Gunsten der Studierenden verwendet wird. So werden jedes Jahr Preise
und Fellowships an die besten Studierenden vergeben. In diesem Jahr erhielten die zwei besten
Neueinsteiger, Rustam Rizvanov und Roger Muri,
je ein mit jeweils CHF 5'000.– dotiertes Credit
Suisse Fellowship. Ab dem kommenden Herbstsemester wird die Anzahl der Fellowships auf 10
erhöht, um so noch bessere Möglichkeiten zur
Förderung herausragender Bewerber zu haben.
Anlässlich des Master Graduation Day im Oktober gewann Vincent Aebi den Wegelin Preis für
die beste Masterarbeit. Den UBS Preis für den
besten Abschluss erhielt Roberta Vezzoli. Beide
Preise sind jeweils mit CHF 5'000.– dotiert. Ebenfalls vergeben werden konnte ein Stipendium der
Starr Foundation im Wert von CHF 20'000.–, welches Maciej Zukowski zugesprochen wurde.
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Master of Arts in Banking and Finance (MBF-HSG)
Sämtliche aktuellen Informationen über den MBF
finden sich auf der Homepage des Programmes
unter www.mbf.unisg.ch.
Prof. Dr. Manuel Ammann und Dr. Patrick Raaflaub anlässlich der Willkommensfeier für die neuen MBF
Studierenden im September 2011.
11
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
1. Lehrstuhl-Team
Prof. Dr. Manuel Ammann,
Direktor, ist ordentlicher
Professor für Finance an der
Universität St.Gallen. Davor
war er Assistenzprofessor an
der University of California
in Berkeley, Dozent an der
Universität St.Gallen und
Visiting Fellow an der New
York University. Zudem war er mehrere Jahre in
der Beratung tätig. Manuel Ammann studierte Informatik an der Simon Fraser University in Kanada
und promovierte anschliessend mit höchster Auszeichnung an der Universität St.Gallen. Danach
habilitierte er sich an der Universität Basel. Seine
Forschungsinteressen liegen hauptsächlich in den
Bereichen derivative Finanzinstrumente, Asset
Management, Finanzmärkte und Risikomanagement. Manuel Ammann ist Editor der Zeitschrift
«Financial Markets and Portfolio Management».
Er ist Verwaltungsratspräsident der Algofin AG,
St.Gallen, und Mitglied des Verwaltungsrats bei der
St.Galler Kantonalbank AG und der Neue Bank AG.
An der Universität St.Gallen ist er Programmverantwortlicher für den Master of Arts in Banking
und Finance und Mitglied verschiedener Kommissionen und geschäftsleitender Ausschüsse von
Instituten.
Tanja Artiga González schloss
Anfang 2010 ihr Studium
der Mathematik mit den
Schwerpunkten Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster ab.
Ihr Auslandssemester verbrachte sie an der Universidad
Complutense de Madrid. Seit April 2010 arbeitet
Tanja Artiga González als Assistentin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Ammann am Schweizerischen
Institut für Banken und Finanzen. Sie ist Assistant
Editor der Fachzeitschrift «Financial Markets and
Portfolio Management» (FMPM).
Roman Frey ist Assistent am
Lehrstuhl von Prof. Dr.
Manuel Ammann am Schweizerischen Institut für Banken
und Finanzen der Universität
St.Gallen und absolviert das
betriebswirtschaftliche Doktorandenprogramm mit Vertiefung «Finance». Zudem ist er
Programmassistent des Master of Arts in Banking
and Finance (MBF), den er selbst 2009 als M.A. HSG
abschloss. Neben der Betreuung der Vorlesungen
«Derivative Instruments», «Financial Modeling
Workshop: Derivatives» und «Topics in Finance»
12
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
sowie der Betreuung diverser Bachelor-und Masterarbeiten hielt Roman Frey Vorträge und PCWorkshops der Fit for Finance Seminare. Während
seines Studiums hat er Berufserfahrung im Banking
und in der Unternehmensberatung gesammelt.
Philipp Horsch schloss im
Herbst 2011 den MBF Master
an der Universität St.Gallen
ab. Seitdem absolviert er das
betriebswirtschaftliche Doktorandenprogramm der Universität St.Gallen mit der Vertiefung «Finance». Ausserdem
arbeitet er am Lehrstuhl von
Prof. Dr. Manuel Ammann als Programmassistent
des MBF. Bereits vor seinem Abschluss arbeitete
er als studentischer Mitarbeiter am Lehrstuhl. Neben dieser Tätigkeit hat er bereits Arbeitserfahrungen im Investmentbanking und im Medienbereich sammeln können.
Sina Marquardt schloss als
Diplom-Kauffrau 2008 ihr
Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Banken/Finanzen
und Internationales Management an der Universität
Mannheim ab.
Während des Studiums verbrachte sie zwei Semester an der Bond University
in Australien. Bis Dezember 2010 arbeitete sie als
Management Consultant im Bereich Financial
Services für die Unternehmensberatung Accenture am Standort München.
Seit Januar 2011 ist Sina Marquardt Doktorandin
und Assistentin von Prof. Dr. Manuel Ammann.
Im Rahmen ihrer Assistententätigkeit ist sie für
die Vorlesungen «Derivatives» sowie den «Financial Modeling Workshop» zuständig. Zusätzlich
ist sie Programmassistentin des Master of Arts in
Banking and Finance (MBF), den sie insbesondere
im Hinblick auf zukünftige Rankings weiterentwickelt. Neben Tätigkeiten für den MBF und den
Lehrstuhl betreute sie PC-Workshops und hielt
einen Vortrag im Rahmen des Weiterbildungsprogrammes «Fit for Finance».
13
Marcel Möllenbeck hat im
Jahr 2006 sein Studium des
Wirtschaftsingenieurwesens
an der Universität Karlsruhe
abgeschlossen. Während des
Studiums verbrachte er mit
Unterstützung des Landes
Baden-Württemberg
und
der Fulbright Stiftung zwei
Semester an der University of North Carolina,
Chapel Hill. Bis Dezember 2007 arbeitete er als
Analyst in der Abteilung Quantitative Research
des Asset Managements im Bankhaus Sal. Oppenheim.
Seit Januar 2008 ist Marcel Möllenbeck Doktorand von Prof. Dr. Manuel Ammann. Im Rahmen
seiner Assistententätigkeit war er als Assistant Editor
der Zeitschrift «Financial Markets and Portfolio
Management (FMPM)» bis März 2010 tätig. Zusätzlich war er Referent und hielt Workshops der Reihe
«Fit for Finance». Er ist seit August 2011 Visiting
Scholar an der University of California, Berkeley.
Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Behavioral Finance und Mutual Funds.
Tobias Nigbur studierte Mathematik an der Universität
Münster und an der University of California, Santa Barbara und schloss 2009 mit
dem Diplom ab. Die Schwerpunkte seines Studiums lagen in der stochastischen
Analysis, stochastischen Prozessen, sowie in Statistik. Seit September 2009
arbeitet er als Assistent von Prof. Dr. Manuel
Ammann und ist insbesondere für die Betreuung
der Vorlesungen «Financial Markets» und «Derivatives» zuständig. Ausserdem ist er Referent der
«Fit for Finance» Seminarreihe.
Dustin Schütte studierte Betriebswirtschaftslehre an der
Universität Mannheim mit
der Vertiefung in Rechnungswesen, Finanzierung und
Corporate Finance und
schloss 2010 als Dipl.-Kfm.
ab. Parallel erwarb er 2009
den Master of International
Business an der Macquarie University, Sydney.
Seit Anfang 2011 ist Herr Schütte Assistent am
Lehrstuhl von Prof. Dr. Manuel Ammann am
Schweizerischen Institut für Banken und Finanzen.
Seine Hauptaufgaben liegen in der Betreuung
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
von Master-Vorlesungen (e.g. Financial Markets)
und Studierenden, als auch der Begleitung der Futures und Options Vorlesung im Rahmen des
MBA Programmes der Universität St.Gallen. Zusätzlich hat Herr Schütte als Referent bei Vorträgen
und Workshops der Praxisserie Fit for Finance
mitgearbeitet. In seiner Dissertation untersucht Herr
Schütte unter anderem die Kapitalmarkteffekte
asymmetrischer Informationen im Bankensektor.
Prof. Dr. Norman Seeger studierte von 1999 bis 2004
Wirtschaftswissenschaften
und Mathematik an der
Goethe-Universität Frankfurt. Im Anschluss an das
Studium promovierte er am
Lehrstuhl für Derivate und
Financial Engineering an
der Goethe-Universität Frankfurt zum Thema
Modellfriktionen und Modellfehlspezifikation bei
der Bewertung von Vermögenswerten unter der
Betreuung von Prof. Dr. Christian Schlag. Seit August 2009 ist Norman Seeger Assistenzprofessor für
Finanzen in der School of Finance an der Universität St.Gallen. Er unterrichtet die Vorlesungen Derivatives, Advanced Derivatives, Financial Modeling Workshop: Derivatives und leitet zusammen
mit Rico von Wyss das Finance Research Seminar. Seine Forschungsinteressen liegen in den
Bereichen Asset Pricing, Derivatives, Banking Regulation, International Macroeconomics and Finance.
vestments, Asset Management, Derivatives und
Hybrid Securities.
Prof. Dr. Rico von Wyss ist
Assistenzprofessor für Finanzmarkttheorie an der HSG
und leitet als Executive Director das Master of Arts
Programm in Banking and
Finance (MBF). Die Leitung
des Doktorandenprogramm
in Betriebswirtschaftslehre
(PMA), welches ebenfalls einen Schwerpunkt Finance beeinhaltet, hat er per Ende Juli abgegeben. Er hielt im MBF die Vorlesungen Institutional
Asset Management und Market Microstructure. In
der Weiterbildung für Finanzpraktiker referierte er
im Rahmen von Fit for Finance über Risikomanagement. Das Herbstsemester verbrachte er an der
Stern School of Business der New York University
und unterrichtete im Undergraduate Program International Financial Management. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Liquidität in Finanzmärkten, Performancemessung und
Derivatbewertung. Publiziert wurde im vergangenen Jahr sein Artikel «Private Equity Funds of
Funds vs. Funds: A Performance Comparison».
Prof. Dr. Ralf Seiz ist Post
Doctoral Fellow im Rahmen
eines SNF-Projektes. Dr. Seiz
schloss sein Studium der
Physik an der ETH Zürich ab
und arbeitete unter anderem
am CERN in Genf sowie als
Dozent für Finanzmathematik. Vor seinem Doktorstudium an der Universität St.Gallen war er als
Berater bei der Firma Accenture – Strategy and
Business Architecture – im Bereich Financial Services angestellt. Im Rahmen seiner Beratungstätigkeit hat Ralf Seiz verschiedene Kunden bei der
strategischen Neuausrichtung unterstützt und die
Umsetzung dieser Strategien in die Praxis begleitet. Zudem war er als Visiting Research Scholar an
der New York University, Stern School of Business. In seiner Forschungsarbeit befasst sich Ralf
Seiz unter anderem mit den Bereichen: Executive
Compensation, Risk Management, Alternative In-
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
2. Lehrstuhl-Überblick 2011
Im vergangenen Jahr wurde an der HSG die
School of Finance (SoF-HSG) gegründet. Unter
dem Dach der SoF sind die HSG Lehrstühle im
Bereich Finance vereint sowie die Institute s/bf,
ior/cf und I.VW. Der Lehrstuhl für Finance von
Prof. Dr. Manuel Ammann ist somit ebenfalls der
School of Finance zugeordnet. Auch der Master
of Arts in Banking and Finance (MBF-HSG) ist
neu in der School of Finance beheimatet.
Der Master stellte auch im vergangenen Jahr eine
der Hauptaktivitäten des Lehrstuhls dar. Prof. Dr.
Manuel Ammann wirkt als akademischer, Prof. Dr.
Rico von Wyss als operativer Leiter des Programms. Mit einer erneuten Rekordzahl von über
300 neu eingetretenen Studierenden hat der
MBF-HSG sein fulminantes Wachstum weiter fortgesetzt. Weil mit den bestehenden personellen
Ressourcen die Betreuung der Studierenden nicht
mehr in der gewünschten hohen Qualität gewährleistet werden kann, wurde schon im letzten
Jahr beschlossen, das Programm in einen Master
mit speziellen Zulassungsvoraussetzungen umzuwandeln. Die speziellen Zulassungsvoraussetzungen werden nächstes Jahr für alle neu eintretenden MBF-Studierenden gelten. Aufgrund der
selektiveren Aufnahme in das Programm wird
deshalb ab nächstem Jahr mit einer deutlich geringeren Anzahl Studierender gerechnet.
Der Lehrstuhl von Prof. Dr. Manuel Ammann führte
verschiedene Vorlesungen im Masterprogramm
durch. Es waren dies die Pflichtveranstaltung «Financial Markets» im Herbstsemester und weitere
Vorlesungen im Wahlprogramm, u.a. «Derivatives», «Advanced Derivatives», «Institutional Asset
Management», «Market Microstructure», «Fixed Income Instruments», «Financial Modeling Workshop» und «Research Seminar Finance I und II».
Ebenfalls wieder durchgeführt wurde der «Refresher
in Statistics» sowie die Vorlesung Kapitalmarkttheorie im Bachelor-Programm. Im MBA Programm
führte Prof. Dr. Manuel Ammann den Kurs «Futures
and Options» wieder durch. Auf Doktorandenstufe
unterrichtete er das Seminar «Topics in Finance».
Auch dieses Jahr war der Lehrstuhl in verschiedenen
Weiterbildungsprogrammen für Finanzpraktiker
aktiv. Im Zentrum stand der Kurs «Fit for Finance»,
welcher auch in diesem Jahr gut besucht war. Er
wurde deshalb wieder im Frühjahr und im Herbst
durchgeführt.
15
Die Forschung nahm auch im Jahr 2011 einen
zentralen Teil der Lehrstuhlaktivitäten in Anspruch. So wurden die Aktivitäten im Rahmen
des HSG-Forschungsschwerpunkts «Wealth and
Risk» weitergeführt. Zudem wurde das Nationalfonds-Projekt über «Convertible Bond Funds» abgeschlossen.
Die Forschungsresultate wurden an verschiedenen
Universitäten und internationalen Konferenzen
vorgestellt. So war der Lehrstuhl u.a. an folgenden
wissenschaftlichen Tagungen mit eigenen Beiträgen vertreten: die Jahrestagung der Schweizerischen Gesellschaft für Finanzmarktforschung, der
European Financial Management Association, der
Eastern Finance Association und der Midwest
Finance Association.
Mehrere Publikationen aus den Forschungsprojekten erschienen in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften oder wurden zur Publikation
angenommen, u.a. Journal of Empirical Finance,
European Financial Management, Journal of Investment Management, Journal of Asset Management, Journal of Business Finance and Accounting, Applied Financial Economics. Zusätzlich zu
den akademischen Publikationen war Prof. Dr.
Manuel Ammann in verschiedenen Magazinen
und Zeitungen mit eigenen Beiträgen und Interviews zu Themen aus seinem Forschungsbereich
vertreten. So hat er beispielsweise alle zwei Monate für die Sonntagszeitung eine Kolumne zu einem aktuellen Thema aus dem Finanzbereich
verfasst.
Das Forschungsjahr 2011 wurde durch ein gemeinsames Forschungsseminar mit der Universität
Konstanz begonnen und traditionell durch das
«Topics in Finance» Seminar – dieses Jahr fand es
in Bezau im Bregenzerwald statt – abgerundet. Das
Seminar ist eine lehrstuhlinterne Plattform zur
Präsentation und Diskussion von eigenen Forschungsarbeiten der Dissertanten und Habilitanden. Besonders erfreulich war, dass auch wieder
mehrere Alumni am Seminar teilgenommen haben.
Prof. Dr. Manuel Ammann amtete als Mitglied in
den Programmkomitees verschiedener internationaler Konferenzen und war für Fachzeitschriften
als Gutachter tätig. Er wirkte zudem weiterhin als
Editor der Zeitschrift «Financial Markets and Portfolio Management».
An der HSG amtet er neben seiner Rolle als Programmverantwortlicher für das Masterprogramm
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
in Banken und Finanzen als Vize-Dekan der School
of Finance. Daneben wirkt er als Mitglied der
Forschungskommission und der Programmkommission des Doktorandenprogramms in Management. Weiter ist er Präsident des geschäftsleitenden Ausschusses des Instituts für Betriebswirtschaft (IfB-HSG) und des Forschungszentrums
für Handelsmanagement (IRM-HSG) sowie Mitglied des geschäftsleitenden Ausschusses des Instituts für Accounting, Controlling und Auditing
(ACA-HSG) und des Instituts für Versicherungswirtschaft (I.VW-HSG).
2.1 Personelle Änderungen
Marcel Möllenbeck hat den Lehrstuhl per August
verlassen, um seine wissenschaftliche Arbeit im
Rahmen seines Doktorandenstudiums an der
University of California at Berkeley fortzusetzen.
Wir danken ihm für seine mehrjährige Assistenztätigkeit am Lehrstuhl und wünschen ihm einen
produktiven Forschungsaufenthalt in Berkeley.
Ebenso hat Prof. Dr. Ralf Seiz den Lehrstuhl verlassen, um eine unternehmerische Tätigkeit in
der Praxis aufzunehmen. Auch ihm sei für seinen
langjährigen Einsatz am Lehrstuhl gedankt und
alles Gute für die neue Tätigkeit gewünscht.
Im vergangenen Jahr neu zum Lehrstuhl-Team
gestossen sind Prof. Dr. David Oesch, Sina Marquardt, Dustin Schütte und Philipp Horsch. Prof.
Dr. David Oesch war bereits als Doktorand am
Lehrstuhl tätig, bevor er einen Forschungsaufenthalt in New York antrat. Per Herbstsemester 2011
hat er eine Assistenzprofessur bei uns angetreten. Wir freuen uns über die Rückkehr von Prof.
Dr. David Oesch an den Lehrstuhl und wünschen
ihm in seiner neuen Position viel Erfolg. Sina
Marquardt, Dustin Schütte und Philipp Horsch
haben neben ihrer Assistenztätigkeit ein Doktorandenstudium an der HSG aufgenommen. Auch
sie heissen wir am Lehrstuhl herzlich willkommen.
16
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
3. Lehrveranstaltungen an der HSG 2011
• 7,150
• 8,152
• 9,192
Financial Markets (MBF-HSG)
Derivatives (MBF-HSG)
Financial Modeling Workshop,
Derivatives, Group I (MBF-HSG)
• 9,192 Financial Modeling Workshop,
Derivatives, Group II (MBF-HSG)
• 9,150 Research Seminar Corporate Finance
(MBF-HSG)
• 8,186 Research Seminar Finance I (MBF-HSG)
• 10,162 Topics in Finance (PMA-HSG)
•
Futures and Options
(Full-time MBA)
• 8,166 Market Microstructure (MBF-HSG)
• 8,160 Institutional Asset Management
(MBF-HSG)
• 9,186 Research Seminar Finance II
(MBF-HSG)
• 9,190 Advanced Derivatives
• 9,164 Fixed Income Instruments
(MBF-HSG, Singapore)
• 8,174 Financial Modeling Workshop: Asset
Allocation (MBF)
• 5,240 Capital Market Theory
17
Manuel Ammann/Michael Verhofen
Manuel Ammann/Ralf Seiz
Manuel Ammann/Norman Seeger
Manuel Ammann/Norman Seeger
Manuel Ammann/David Oesch
Manuel Ammann/Stephan Süss
Manuel Ammann
Manuel Ammann
Rico von Wyss
Rico von Wyss/Stephan Süss
Norman Seeger
Norman Seeger/Ralf Seiz
Stephan Süss
Stephan Süss/Stefan Kessler
Michael Verhofen
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
4. Weiterbildung und Seminare 2011
Fit for Finance
Das Weiterbildungsseminar «Fit for Finance» richtet sich an Personen aus Banken, Versicherungen
und Revision sowie aus Finanzabteilungen von
Unternehmen aller Branchen, die sich intensiver
mit den fundamentalen Konzepten der Finance
befassen wollen. Das Ziel des Seminars ist das
Verständnis der wichtigsten Konzepte der Finance
und deren praktischen Anwendbarkeit. Im Jahr
2011 wurde das Seminar von Prof. Dr. Manuel
Ammann und einem Team aus Mitarbeitenden
des Lehrstuhls Ammann zweimal durchgeführt.
Wie in den letzten Jahren waren beide Seminare
ausgebucht.
Die Vortragsreihe «Fit for Finance» umfasst zwölf
Veranstaltungen zu den folgenden Themen:
1. Rendite und Risiko
2. Portfoliotheorie und CAPM
3. Performancemessung
4. Unternehmensbewertung
5. Derivative Instrumente
6. Optionsbewertung
7. Strukturierte Produkte
8. Zinsinstrumente
9. Risikomanagement
10. Behavioral Finance
11. Alternative Investments
12. Kreditrisiken und Finanzkrise
und vier Computer-Workshops zu den folgenden
Themen:
1.
2.
3.
4.
Portfoliotheorie
Unternehmensbewertung
Derivative Instrumente
Fixed Income und Risikomanagement
Die nächste Seminarreihe von «Fit for Finance»
beginnt am Dienstag, dem 27. März 2012 und findet im Convention Point der SIX Swiss Exchange
in Zürich statt. Sämtliche Informationen dazu
finden sich unter www.fit-for-finance.ch.
18
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
5. Präsentationen an Konferenzen 2011
• Midwest Finance Association (MFA) Conference
2011, Chicago (USA)
• European Financial Management Association
(EFMA) Conference 2011, Braga (Portugal)
• Eastern Finance Association (EFA) Conference
2011, Savannah (USA)
• Schweizerische Gesellschaft für Finanzmarktforschung (SGF) 2011, Zürich
Gresch, N. und R. von Wyss: Private Equity
Funds of Funds vs. Funds: A Performance Comparison. Journal of Private Equity, 14 (2), 2011,
pp. 43-58.
6.2 Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften
Ammann, M., Too many to fail, SonntagsZeitung,
11.12.2011, S. 55
Ammann, M., Die wundersame Vergrösserung des
Rettungsschirms, SonntagsZeitung, 23.10.2011, S. 57
6. Publikationen 2011
6.1 Publikationen in Fachzeitschriften
Ammann, M., Moellenbeck, M., Schmid, M., Feasible Momentum Strategies in the US Stock Market,
Journal of Asset Management, 11 (6), 2011, pp.
362-374.
Ammann, M., Oesch, D., Schmid, M., Corporate
Governance and Firm Value: International Evidence,
Journal of Empirical Finance, 18, 2011, pp. 36-55.
Ammann, M., Huber, O., Schmid, M., Has Hedge
Fund Alpha Disappeared?, Journal of Investment
Management, 9 (1), pp. 50-71.
Ammann, M., Berchtold, R., Seiz, R., Demographic Change and Pharmaceuticals' Stock Returns,
European Financial Management, 17 (4), 2011,
pp. 726-754.
Ammann, M., Hoechle, D., Schmid, M.: Is There
Really No Conglomerate Discount?, Journal of
Business Finance and Accounting, forthcoming.
Ammann, M., Ising, A., Kessler, S.: Disposition
Effect and Mutual Fund Performance, Applied Financial Economics, forthcoming.
Schmid, M., Ammann, M., Oesch, D.: Product
Market Competition, Corporate Governance, and
Firm Value: Evidence from the EU-Area, European
Financial Management, forthcoming.
Ammann, M., Huber, O., Schmid, M.: Hedge
Fund Characteristics and Performance Persistence,
European Financial Management, forthcoming.
19
Ammann, M., Die Firmen müssen sich um das
Währungsrisiko kümmern, SonntagsZeitung,
4.9.2011, S. 57
Ammann, M., Stresstest und Realität für Europas Banken,
SonntagsZeitung, 17.07.2011, S. 46
Ammann, M., Schuldenkrise: Europa in der Sackgasse,
St. Galler Tagblatt, 25.06.2011, S. 2
Ammann, M., Are better governed companies rewarded by capital markets?, Banking, Finance,
Markets, 01.07.11, pp. 16-18
Ammann, M., Warum der Eurokurs so tief ist,
SonntagsZeitung, 29.05.2011, S. 59
Ammann, M., Stresstest ohne Stress für die Banken,
SonntagsZeitung, 3.04.2011, S. 61
Ammann, M., Rohstoffpreise: Spekulanten sind unschuldig, SonntagsZeitung, 20.02.2011, S. 53.
Ammann, M., Aussichtsreichste Anlagen im Jahr 2011,
SonntagsZeitung, 9.01.2011, S. 53.
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
7. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten
7.1 Erfolgreich abgeschlossene Promotionen
Oesch David
International Corporate Governance and Firm Value
Ammann M.
7.2 Laufende Dissertationsprojekte
Artiga González Tanja
Thema noch nicht festgelegt
Ammann M.
Büsser Ralf
Essays on Foreign Exchange Option Markets
Ammann M.
Frey Roman
Die Dissertation wird sich mit der Analyse von Continuous Time
Models befassen
Ammann M.
Horsch Philipp
Thema noch nicht festgelegt
Ammann M.
Kohler Alexander
Essays on Hybrid Debt Instruments and Market Microstructure
Ammann M.
Marquardt Sina
Thema noch nicht festgelegt
Ammann M.
Möllenbeck Marcel
Feasible Momentum Strategies, Mutual Funds Risk in the Presence of
Performance Fees Momentum Strategies
Ammann M.
Nigbur Tobias
Thema noch nicht festgelegt
Ammann M.
Schütte Dustin
Thema noch nicht festgelegt
Ammann M.
Wipplinger Evert
Die Dissertation befasst sich mit der Volatilitaet von Aktienkursen
im Kassa- und Terminmarkt
Ammann M.
Wittig Hagen
Thema noch nicht festgelegt
Ammann M.
7.3 Master- und Bachelorarbeiten
Die Betreuung von Master- und Bachelorarbeiten macht einen wichtigen Teil der in die Lehre investierten Zeit des Teams aus. Folgende Arbeiten konnten im abgelaufenen Jahr erfolgreich zum
Abschluss gebracht werden.
Masterarbeiten
Bissig Marco
European High Yield Bond Funds
von Wyss R.
Boshardt Karin
Price Discovery in OTC Markets with respect to Limit Order Book
Trading
von Wyss R.
Brühwiler Désirée
Inflation Protected Investing in Switzerland
von Wyss R.
Culmann Benjamin
An Analysis of Counterparty Risk in Structured Product Pricing
Ammann M.
20
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Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
Dürr Rolf
Return and Liquidity Effects of Bans on Covered Short Selling
During the 2008-2009 Financial Crisis
Ammann M.
FreyPhilipp
Der Einfluss der Verschuldung auf die Aktienrendite – eine
Untersuchung anhand von SPI Unternehmen
von Wyss R.
Furger Pascal
Real Estate Investments in Switzerland with a Special Focus on the
New SXI Real Estate Index
von Wyss R.
Gresch Nathalie
The Performance of Private Equity – a Cash Flow Analysis
von Wyss R.
Hermann Manuel
Insurance Linked Securities – an Investor's Perspective
von Wyss R.
Kaiser Karin
What happens to CDS spreads during takeovers?
Ammann M.
Liu Phoebe
Currency Risk Premia from a Swiss Perspective
von Wyss R.
Lombard Pierre-Yves
Dark Liquidity Pools in Europe
von Wyss R.
Pankoke David
Theory of Storage and Hedging Pressure in Commodity Futures
Ammann M.
Schauss Marcel
Performance of Risk-weighted and equally weighted Portfolio
Ammann M.
Schuler Katrin
Optimal Portfolios vs. Naive Diversification vs. Fundamental Indexing:
An Empirical Study
von Wyss R.
Schultheis Kai-Sören
Modeling Realized Correlations using Option Data
Ammann M.
Stocker Markus
Order Fragmentation and Asset Pricing
von Wyss R.
Ulrich Silvan
Alternative Trading Platforms
von Wyss R.
Walch Fridolin
Performance of Hedge Fund Strategies in Crisis and Ordinary Periods
Ammann M.
Wardak Ramon
Changes in International Market Correlation and Volatility:
A Long-term Analysis
von Wyss R.
Widmer Thomas
On the Accuracy of Tracking Error Forecasts and Its Relation to
Diversification. An Empirical Analysis of Equity Portfolios.
Ammann M.
Wiesendanger Sandro
The 52-week High and Momentum Investing in Switzerland
Ammann M.
Bachelorarbeiten
Allié Alexander
Performance Persistence of Commodity Trading Advisors (CTA)
Ammann M.
Gerboth Lionel
The Bidirectional Relationship between ADRs and their Underlying
Shares – Evidence from Western European Companies
Ammann M.
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
1. Lehrstuhlteam
Prof. Dr. Martin Brown ist seit
Februar 2011 Direktor am
Schweizerischen Institut für
Banken und Finanzen und
ordentlicher Professor für
Bankwirtschaft an der Universität St.Gallen. Er promovierte an der Universität Zürich. Vor seiner Wahl zum
Ordinarius für Bankwirtschaft an der Universität
St.Gallen war er Ökonom bei der Schweizerischen
Nationalbank (SNB), Assistenzprofessor für Finance
an der Universität Tilburg und als Berater und Projektleiter für die Entwicklung des Finanzsektors
und die Förderung von KMU in Afrika, Asien und
Osteuropa tätig.
Im Rahmen seines Lehrdeputats bietet Prof. Brown
Vorlesungen auf Masterstufe zu den Themen «Financial Institutions», «Financial Institutions Management» (ab FS 2012) und «Household Finance» (ab
HS 2012) an, sowie Forschungsseminare zum Thema «Financial Intermediation». Im Weiteren bietet
er auf Doktoratsstufe eine Vorlesung zum Thema
«Financial Services, Markets and Institutions», sowie ein Seminar zum Thema «Topics in Financial
Intermediation» an.
Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Brown liegen in den Bereichen Finanzintermediation und
experimentelle Ökonomie. Seine Arbeiten wurden
u.a. in: Econometrica, Economic Journal, Journal
of the European Economic Association, Economic
Policy, Journal of Financial Intermediation, Journal
of Money, Credit & Banking, und Journal of Banking & Finance publiziert. Seine jüngsten Forschungsarbeiten befassen sich mit der Entwicklung des Finanzsektors in Transformationsländern,
sowie mit dem Kredit- und Liquiditätsrisiko im Retailbanking.
Prof. Brown unterhält Forschungskooperationen
mit in- und ausländischen Politikinstitutionen
(Schweizerischen Nationalbank, Oesterreichische
Nationalbank, EBRD). Zudem ist er als wissenschaftlicher Berater im Bereich Finanzsektorentwicklung für die Weltbank, KfW Entwicklungsbank, European Fund for Southeast Europe (EFSE)
und ResponsAbility tätig.
Prof. Dr. Simone Westerfeld
ist seit Februar 2006 als Assistenzprofessorin für Banking
am Schweizerischen Institut
für Banken und Finanzen der
Universität St.Gallen tätig.
Simone Westerfeld studierte
Betriebswirtschaftslehre in
der Fachrichtung Finanzen
und Kapitalmärkte an der Stockholm School of
Economics (SSE) und der Universität St.Gallen,
wo sie im Oktober 2004 promovierte. Nach Tätigkeiten bei mehreren renommierten Banken in
Deutschland, der Schweiz und den USA war sie
während 5 Jahren für die Unternehmensgruppe
UBS Wealth Management & Business Banking in
Zürich, zuletzt als Direktionsmitglied in leitender
Funktion, tätig. Auf den 1. April 2010 wurde Frau
Westerfeld nach erfolgreicher Habilitation zur Privatdozentin und Assistenzprofessorin mit einer
venia legendi für Betriebswirtschaft insbesondere
Banking und Finance ernannt.
Im Rahmen ihres Lehrdeputats hielt Prof. Westerfeld in 2011 die Vorlesung «Commercial Banking»
sowie ein Research Seminar «Financial Services
and Institutions». Prof. Westerfeld wird den Lehrstuhl auf den 1. Februar 2012 verlassen und einen
Ruf als Professorin für Banking an das Institut für
Finanzmanagement (IFF) der Hochschule für
Wirtschaft in Basel annehmen. Prof. Westerfeld
wird dort als stellvertretende Institutsleiterin die
Leitung des Kompetenzbereichs Banking und Finance übernehmen. Prof. Westerfeld bleibt der
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
HSG im Rahmen eines Lehrauftrages für die Vorlesung «Commercial Banking» sowie über Forschungsprojekte verbunden. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kreditrisikomessung, Kreditportfoliomanagement, Kreditderivate sowie Sekundärmärkte für Kreditrisiken.
Prof. Dr. Stefan Morkötter ist
seit August 2009 Assistenzprofessor für Finance an der Universität St.Gallen. Zuvor studierte er Betriebswirtschaftslehre unter anderem an dem
Dartmouth College, der Universität Münster sowie der
Universität St.Gallen, an der
er das Masterstudium im Herbst 2007 und das Promotionsstudium im Herbst 2009 erfolgreich abschloss. Parallel zu seinem Promotionsstudium, das
ihn auch an die University of Oxford führte, arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Schweizerischen Institut für Banken und Finanzen
und sammelte zuvor praktische Erfahrungen in der
Finanzindustrie.
Im Frühjahr 2011 war Stefan Morkötter als Visiting
Research Fellow an die Saïd Business School der
University of Oxford eingeladen und forschte dort
am Private Equity Center zu aktuellen Fragestellungen im Bereich Alternative Investments. Im Sommer 2011 verbrachte Stefan Morkötter auf Einladung der Singapore Management University als
Gastprofessor einen Forschungsaufenthalt in Singapore und beschäftigte sich insbesondere mit Private Equity Investitionen in Emerging Markets.
Im Jahresverlauf hat Stefan Morkötter als Referent
an unterschiedlichen Konferenzen und Vortragsreihen mitgewirkt und im In- und Ausland seine Forschungsergebnisse präsentiert. Stefan Morkötter
hielt im Frühjahrssemester auf der Masterstufe die
Vorlesung «Private Equity» sowie gemeinsam mit
Andreas Mattig die Vorlesung «Special Topics in Investment Banking». Im Herbstsemester bot er auf
der Bachelorstufe die Vorlesung «Finanzintermediation & Finanzkontrakte» und auf der Masterstufe,
gemeinsam mit Simone Westerfeld, ein Research
Seminar im Bereich Financial Institutions an. Im
Rahmen seiner Forschung beschäftigt er sich mit
den Bereichen Finanzintermediationssysteme, Kreditrisiko sowie Private Equity.
23
Benjamin Guin, Dipl.-Vw. Univ.,
ist seit September 2011 am
Schweizerischen Institut für
Banken und Finanzen der
Universität St.Gallen tätig und
promoviert im Rahmen des
PhD Program in «Economics
and Finance». Er studierte
«Volkswirtschaftslehre mit
Schwerpunkt quantitative Methoden» an den Universitäten Tübingen, Málaga, Michigan (Ann Arbor)
und Bonn (u.a. gefördert durch Friedrich Naumann Stiftung, DFG, EU (Erasmus) und Dr. Rolf
Wagner Stiftung). Praktische Erfahrungen sammelte er im Finanzsektor unter anderem bei der
Deutschen Bundesbank und KfW. Seine Tätigkeiten am Institut umfassen derzeit vor allem ein
Projekt zur empirischen Untersuchung der Auswirkung von Entwicklungsbanken auf die Verwendung von Finanzdienstleistungen durch
Haushalte in Osteuropa.
Matthias Hoffmann, lic. oec.
HSG, ist seit April 2007 als
Assistent am Lehrstuhl für
Bankwirtschaft tätig. Er absolvierte sein Studium der
Wirtschaftswissenschaften mit
Vertiefung Strategie und Organisation an der Universität
St.Gallen und sammelte vor
seinem Stellenantritt bei Prof. Dr. Beat Bernet im
Rahmen eines Traineeships für Hochschulabsolventen einer Schweizer Grossbank Praxiserfahrungen im Bereich Private Banking. Im vergangenen Jahr betreute er die Master Vorlesungen
«Financial Institutions» und «Topics in Investmentbanking» sowie den Doktorandenkurs «Financial
Services, Markets and Institutions». Daneben
zeichnete er sich massgeblich verantwortlich für
die Organisation des Gründungsevents der
School of Finance.
Matthias Schaller, Dipl.-Kfm.
Univ., ist seit Februar 2009
Assistent am Lehrstuhl für
Bankwirtschaft. Seit dem FS
2009 ist er zusätzlich als Doktoratsstudent an der HSG
immatrikuliert. Davor studierte er Technologie- und
Managementorientiere Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München und der Oklahoma State University.
Im vergangenen Jahr betreute er im Rahmen sei-
44_sbf_JB_11_44_sbf_JB_11 27.02.12 11:08 Seite 24
Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
ner Tätigkeit am Lehrstuhl die Lehrveranstaltungen
«Economics of Banking», «Commercial Banking»,
«Private Equity» und «Finanzintermediation und
Finanzkontrakte» sowie das Research Seminar
«Financial Intermediation». Seine theoretische
Ausbildung konnte er durch die Teilnahme an
der Barcelona Banking Summer School der Universität Pompeu Fabra vertiefen. Ergebnisse seiner Forschungsarbeit durfte er auf der Konferenz
der Swiss Society for Financial Market Research
in Zürich, dem SUERF Colloquium in Brüssel und
dem International Doctoral Colloquium in Banking in Liechtenstein präsentieren. Sein Artikel
mit Simone Westerfeld und Stefan Morkötter zu
«Liquidity Dynamics of Bank Defaults» wurde zur
Veröffentlichung im European Financial Management angenommen. Für den Abschluss seiner
Dissertation wurde Matthias Schaller ein Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds zur Finanzierung eines 6-monatigen Forschungsaufenthalts an der University of Illinois at UrbanaChampaign zugesprochen.
2. Highlights aus Lehre, Forschung und Weiterbildung
2.1 Lehre
Im Rahmen der universitären Lehre betreut der
Lehrstuhl den Bereich Finanzintermediation und
Bankwirtschaft, die Programme Master in Banking & Finance und PMA-Finance. Im abgelaufenen Jahr wurden im Bereich Banking Lehrveranstaltungen zu folgenden Themen angeboten:
Liste der angebotenen Banking-Veranstaltungen
3,156,1.00
Finanzintermediation und Finanzkontrakte
Prof. Dr. Stefan Morkötter
7,155,1.00
Financial Institutions
Prof. Dr. Martin Brown
8,176,1.00
Economics of Banking
Prof. Dr. Martin Brown
8,196,1.00
Research Seminar Financial Intermediation
Prof. Dr. Martin Brown
8,180,1.00
Private Equity
Prof. Dr. Stefan Morkötter
8,194,1.00
Topics in Investment Banking
Dr. Andreas Mattig
Prof. Dr. Stefan Morkötter
9,152,1.00
Research Seminar Financial
Services and Institutions
Prof. Dr. Stefan Morkötter
Prof. Dr. Simone Westerfeld
9,196,1.00
Commercial Banking
Dr. Andreas Mattig
Prof. Dr. Simone Westerfeld
10,158,1.00 Financial Services, Markets and
Institutions
Prof. Dr. Martin Brown
10,188,1.00 Topics in Financial Intermediation
Prof. Dr. Martin Brown
2.2 Forschung
Die Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls fokussierten sich auch im abgelaufenen Jahr auf folgende Themen und Gebiete der Finanzintermediation und Bankwirtschaft.
Finanzsektorentwicklung (M. Brown, B. Guin).
Mit einem Fokus auf die Länder Osteuropas beschäftigt sich der Lehrstuhl mit vielfältigen Fragestellungen zur Entwicklung des Finanzsektors:
Welche Haushalte haben Zugang zu Finanzdienstleistungen und wie hängt dies vom Einfluss ausländischer Banken auf den inländischen
Bankensektor ab? Welches sind die Gründe für
die Euroisierung des Finanzsektors, d.h. den
weitverbreiteten Gebrauch von Fremdwährungskrediten und Fremdwährungseinlagen bei Haushalten und Firmen? Inwiefern beeinflussen die
rechtlichen Rahmenbedingungen die Kreditvergabe von Banken?
Liquiditätsrisiko im Retailbanking
(M. Brown, M. Hoffmann, S. Morkötter).
Aggregierte Daten der Schweizerischen Nationalbank wie auch anekdotische Evidenz zeigen,
dass die UBS in der Krise massgeblich an Kundengeldern verloren hat. Dies hat zumindest zu einem
stark ansteigenden Liquiditätsrisiko wenn nicht
gar zu realen Liquiditätsproblemen der Bank geführt. Um diese Effekte genauer zu verstehen,
untersucht der Lehrstuhl, basierend auf einer
massgeschneiderten, repräsentativen Umfrage mit
der GfK, das Verhalten der Schweizer Depositoren in der Finanzkrise; welche Transfers von Vermögenswerten zwischen welchen Banken stattgefunden haben und welche die wesentlichen
Treiber dieses Transferverhaltens sind.
Kreditrisiko im KMU Geschäft
(M. Brown, M. Schaller, S. Westerfeld).
Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunkts untersuchen die Mitarbeitenden des Lehrstuhls potentielle Ineffizienzen innerhalb des Kreditratingprozesses. In einem ersten Projekt wird analysiert, wie Kundenbetreuer auf Verschlechterungen in der Kreditwürdigkeit innerhalb bestehen-
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
der Kundenbeziehungen reagieren. Nutzen die
Kundenbetreuer hier ihren Handlungsspielraum,
um die Veränderungen abzuschwächen oder aufzuheben? Und falls dem so ist, haben die Kundenbetreuer einfach bessere Informationen, die
sie in die Bewertung mit einfliessen lassen oder
handeln sie strategisch?
Private Equity (S. Morkötter).
Der Markt für Private Equity Investitionen gewann
insbesondere in den vergangenen zehn Jahren
an Bedeutung. Bisher konzentrierten sich die
Forschungsaktivitäten häufig auf die Renditeentwicklung auf Ebene der Private Equity Fonds,
nicht aber auf die Performance der einzelnen Portfoliounternehmen eines Private Equity Fonds. Gemeinsam mit der University of Oxford wird daher
aktuell auf Basis eines repräsentativen Datensatzes
untersucht, wie sich die Performance von Unternehmen verändert, die sich im Besitz von Private
Equity Investoren befinden und zu welchen Konditionen Private Equity eine Investition tätigt und
auch wieder verkauft. Auf Basis dieser Analyse ist
es möglich, genauer zu bestimmen, durch welche
Aktivitäten und Massnahmen ein Private Equity
Fonds die Rendite für seine Investoren erwirtschaftet.
Sekundäre Märkte für Kreditrisiken
(S. Morkötter, S. Westerfeld).
In diesem Themenkomplex haben wir uns vor allem der Frage gewidmet, ob an den Märkten für
Credit Default Swaps (CDS) das Gegenparteirisiko des Sicherungsgebers in die Preise einfliesst
und entsprechend niedrigere Risikoprämien bei
schlechteren Gegenparteien zu zahlen sind. Dabei untersuchten wir, wie sich dieser Risikozuschlag vor und nach der Finanzkrise verändert
hat, ob allenfalls Effekte für verschiedene Ratingklassen zu beobachten sind oder aber für bestimmte Industrien besondere Sensitivitäten auftreten.
die Anmeldungen für den Kurs aufgrund der relativ langen Dauer der Ausbildung sowie der aktuellen Marktlage unter den Erwartungen blieben,
haben wir uns entschieden, den Kurs im heutigen
Format einzustellen.
Executive Education: Simone Westerfeld wirkte an
verschiedenen Veranstaltungen der Executive School
of Management, Technology and Law mit.
2.4 Wissenschaftliche Konferenzen und Seminarvorträge
In diesem Jahr haben Lehrstuhlmitarbeitende ihre
Forschungsarbeiten an nationalen und internationalen Konferenzen präsentiert.
Konferenzen:
Martin Brown: 53rd Economic Policy Panel Meeting,
Cass Business School «Emerging Markets Finance»
Conference, EBRD-French G-20-RBWC Conference
on «Local Currency and Local Capital Market Development», DNB – EBC Conference on «Banking and
the Globalization of Finance», OenB 69th East Jour
Fixe.
Simone Westerfeld: First International Conference
on «Credit Analysis and Risk Management», Michigan (USA), Jahrestagung der Hochschullehrer für
Betriebswirtschaft (VHB), Kaiserslautern (Deutschland), 29th SUERF Colloquium on «Paradigms in
Money and Finance», Brüssel (Belgien) und 14th
Conference of the Swiss Society for Financial Market Research (SGF), Zürich (Schweiz).
Stefan Morkötter: EFM Symposium «Alternative Investments», Toronto (Kanada), International Conference on Education, Taiyuan (China), First International Conference on «Credit Analysis and Risk
Management», Michigan (USA).
Einladungen zu Seminarvorträgen:
Martin Brown: Norges Bank, KFW Development
Bank, De Nederlandsche Bank, CesIfo, ECB, Vrieje Universität Brüssel.
2.3 Weiterbildung
3. Expertentätigkeit
Certified Rating Analyst (CRA): Dieser berufsbegleitende Lehrgang wurde konzipiert, um die Teilnehmenden innerhalb eines Jahres zu qualifizierten Spezialisten für praxisrelevante Aspekte des
Kreditrisikos und des Ratings auszubilden. Wir
konnten den Kurs zweimal erfolgreich durchführen und mit einem gemischten Team aus Universitätsdozierenden und Praxisvertretern die breiten
Inhalte zum Thema Rating vermitteln. Nachdem
25
Prof. Brown war in diesem Jahr als wissenschaftlicher Berater im Bereich Finanzsektorentwicklung für die Weltbank, KfW Entwicklungsbank,
European Fund for Southeast Europe (EFSE) und
ResponsAbility tätig.
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
4. Vortragstätigkeit
Die Vortragstätigkeit im Rahmen nicht-wissenschaftlicher Veranstaltungen bietet eine gute Gelegenheit, Exponenten und Tätigkeiten des Instituts und des Lehrstuhls kennenzulernen. Sowohl
Martin Brown als auch Simone Westerfeld und
Stefan Morkötter, aber auch einzelne wissenschaftliche Mitarbeiter wirkten im abgelaufenen
Jahr an Vortragsveranstaltungen im In- und Ausland mit.
Brown, M., De Haas, R.: Foreign Banks and Foreign
Currency Lending in Emerging Europe., Economic
Policy, forthcoming.
Morkötter, S. / Schaller, M. / Westerfeld, S.: The Liquidity Dynamics of Bank Defaults. European Financial Management, forthcoming.
Morkötter, S. / Pleus, J. / Westerfeld S.: The Impact
of Counterparty Risk on CDS Pricing Dynamics.
Journal of Credit Risk, forthcoming.
Neue Arbeitspapiere (auf Alexandria erhältlich)
Brown, M. / Lane, Ph.: Debt Overhang in Emerging
Europe?, 2011.
5. Unsere Publikationen
Publikationen in internationalen Zeitschriften
Brown, M. / Ongena, S. / Yesin, A.P. (2011): Foreign Currency Borrowing by Small Firms in the
Transition Economies. Journal of Financial Intermediation. Volume 20, Issue 3, July 2011, 285-302.
Brown, M. / Ongena, S. / Popov, A. / Yesin, A.P.
(2011): Who Needs Credit and Who Gets Credit in
Eastern Europe? Economic Policy, Issue 65, 93-130.
Hoffmann, M.,/ Morkötter, S. (2011): Swiss Cantonal Banks – Save Haven in a Rough Sea? Forum Financier, 2011/3, 146-150.
Brown, M. / Falk A. , Fehr, E. (2011): Competition
and Relational Contracts – The Role of Unemployment as a Disciplinary Device. Journal of the European Economic Association, forthcoming.
Brown, M. / Serra-García, M.: Debt Enforcement
and Relational Contracting, 2011.
Brown, M. / Döbeli, B. / Sauré, P.: Swiss Bank Accounts, 2011.
Brown, M. / Aregger, N. / Rossi, E.: Can a Transaction Tax or Capital Gains Tax smooth House Prices?, 2011.
Brown, M. / Beck, T.: Use of Banking Services in
Emerging Markets – Household-Level Evidence,
2011.
Daneben äusserte sich insbesondere der Lehrstuhlinhaber in Interviews in zahlreichen Tagesmedien sowie in- und ausländischen TV-Sendungen zu aktuellen Finanzthemen.
6. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten
6.1 Erfolgreich abgeschlossene Promotionen
Walter Susanna
Risk-based Pricing Mechanism in Deposit Insurance
Die Dissertation von Frau Walter wurde von Prof. B. Bernet betreut.
6.2 Laufende Dissertationsprojekte
Hoffmann Matthias
Industrial Dynamics in the Mortgage Markets
Kuttig Jens
Bewertung von Spezialfinanzierungen
Schaller Matthias
Aspects of Stability in the Financial Sector
Guin Benjamin
Thema: noch nicht endgültig festgelegt.
Korbinian Eichner
Thema: noch nicht endgültig festgelegt
Ponikiewicz Andreas
Thema: noch nicht endgültig festgelegt
26
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
6.3 Master- und Bachelorarbeiten
Die Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten macht einen wichtigen Teil der in die Lehre investierten Zeit des Teams aus. Folgende Arbeiten konnten im abgelaufenen Jahr erfolgreich zum
Abschluss begleitet werden.
Masterarbeiten
Agrain Marc
The Impact of Age, Size, Ownership and Funding of Microfinance
Institutions on their sustainability and outreach
Brown M.
Arcolini Tiago
Development of a transparent concept for the allocation of IT cost in
the financial services industry
Morkötter S.
Chaghoury Randa
Analyse der Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise auf islamische
und konventionelle Banken in Europa
Westerfeld S.
Davidov Zlatil
Debt-to-Equity Swaps
Morkötter S.
de Chambrier Jessica
Empirical Analysis of Drivers of Banking Crises in Developed
Countries
Westerfeld S.
Eberhard Iris
Behavioral Aspects in Credit Rating Announcements
Westerfeld S.
Eichenberger Gaudenz
Hedging with Variance Swaps
Morkötter S.
Freihofer Andreas
Sovereign risk: The Relationship between Credit Default Swaps
and Bonds
Morkötter S.
Hafner Manuel
Performance of Socially Responsible Investing in the German Stock
Market
Westerfeld S.
Herter Christian
The relationship between Credit Default Swap Spreads and Credit
Rating. Announcements in Europe during the Financial Crisis
Westerfeld S.
Journot Nicolas
Venture Capital and Innovation: Relationships and Causality in the
Case of the Solar Industry
Morkötter S.
Kofler Fabian
Alliances in Private Equity Backed IPOs: Evidence from North
American IPOs
Morkötter S.
Mayerl Wolfgang
Business segment expansion into the financial services area
(Doppelmaster Amsterdam)
Westerfeld S.
Morger Raphael
Empirical Analysis of the Relationship between Analyst IPO
Recommendations and Participation in the Underwriting Process
Morkötter S.
Pawlik Sascha
Underpricing of Private Equity Backed Initial Public Offerings on the
London Stock Exchange
Morkötter S.
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Lehrstuhl Prof. Dr. Martin Brown
Strub-Klimenka Maryna
Analysis of management strategies of market risks in credit portfolios
of commercial banks, neu: Fehler aus der Krise in den 90er Jahren
(Geschäftsmodell)
Westerfeld S.
Welter Florian
The impact of liquidity on credit default swaps: an empirical analysis
Morkötter S.
Bachelorarbeiten
Banzhaf Hannes
Der Einfluss der Anzahl von Asset Managern auf die Kosten und die
Diversifikation von Asset Portfolios.
Westerfeld S.
Becuzzi Claudio
Exit-Strategien von Private Equity Firmen: Aktuelle Herausforderungen
und Einflussfaktoren
Morkötter S.
Faistauer Fabian
Coal Trading in China
Morkötter S.
Heeb Andreas
Neue rechtliche Rahmenbedingungen für Amtshilfe bei Steuerhinterziehung – Konsequenzen und Chancen für den Vermögensverwaltungsstandort Schweiz aus strategischer Perspektive
Westerfeld S.
King Robert
Contingent Convertibles und deren Einsatzmöglichkeiten im Bankensektor
Morkötter S.
Ludwig Ralph
Analyse variabler Vergütungssysteme im Bankensektor
Westerfeld S.
Maier Gabriel
Prognosefähigkeit von Ratingagenturen in Bezug auf Finanzkrisen
Morkötter S.
Pollak Philipp
Objektive Finanzkennzahlenanalyse in der Rating-Migrationsprognose
Morkötter S.
Schächtle Marco
Kritische Würdigung int. Finanzinstrumente (Kreditfunds) unter
Risikomanagementaspekten
Westerfeld S.
Schams Philipp
Procyclical implications of the IRB credit risk measurement –
A Simulation Approach
Westerfeld S.
Schwarz Thomas
Analyse von Ansätzen zur Reduktion prozyklischer Effekte von
Basel II auf Eigenmittelanforderungen von Kreditrisiken
Westerfeld S.
Send Matthias
Can CDO equity tranches be hedged with bank stocks?
Westerfeld S.
Strathoff Pepe
Analyse von bankinternen Übergabeprozessen bei Problemkrediten
Westerfeld S.
Weber Jan-Philipp
Aspekte der Ausgliederung von systemrelevanten Intermediations
funktionen in einer Bankenkrise
Westerfeld S.
Wohlfarth Tobias
Collateralized Debt Obligations: Herausforderungen nach der
Finanzkrise
Morkötter S.
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
1. Lehrstuhl-Team
Prof. Paul Söderlind, Ph.D. ist
seit dem 1. April 2003 Professor für Finance an der
Universität St.Gallen. 1993
erhielt er den Ph.D. von der
Princeton University. Von
1998 bis 2002 arbeitete er
als Associate Professor an
der Stockholm School of
Economics. Er ist Research Fellow am Centre for
Economic Policy Research (CEPR), Mitglied des
wissenschaftlichen Beirats der norwegischen Zentralbank (Norges Bank), wissenschaftlicher Berater
bei der schwedischen Zentralbank (Sveriges
Riksbank) sowie volkswirtschaftlicher Berater
der Schweizerischen Nationalbank. Vor dem Beginn seiner akademischen Laufbahn war er am
Schwedischen Institut für Konjunkturprognosen
(Konjunkturinstitutet) tätig. Paul Söderlinds Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Asset
Pricing, Geldpolitik und Forecasting.
Nicolas Burckhardt schloss
im März 2005 sein Studium
der Volkswirtschaftslehre
mit Vertiefung Finanzen
und Kapitalmärkte an der
Universität St.Gallen mit
dem Lizentiat ab. Seit dem
1. Juli 2006 arbeitet er als
Assistent von Prof. Paul Söderlind am Schweizerischen Institut für Banken
und Finanzen. Als Assistent betreut er die Vorlesungen «Financial Econometrics» des MBF und «Portfolio Management Game» des Kontextstudiums. Im
Rahmen seiner Dissertation beschäftigt er sich mit
Fragen zum Thema Asset Pricing, insbesondere
29
im Zusammenhang mit der Korrelation von
Wechselkursen.
Péter Erdős ist seit August
2011 als Postdoc am Lehrstuhl
von Prof. Paul Söderlind,
PhD. Er schloss sein Studium der Ökonomie an der
Corvinus-Universität Budapest im 2006 ab und erlangte sein Doktorat von der
Technischen und Wirtschaftlichen Universität Budapest im 2011. An
der Universität St.Gallen hat er den MBF-Kurs
«Commodity Markets» ins Leben gerufen. Peter
Erdős’ Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten Alternative Investments und Sammlerstücke.
Daniel Kienzler ist seit September 2008 als Assistent von
Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
am Schweizerischen Institut
für Banken und Finanzen
tätig. Er betreut die Vorlesung
«Financial Econometrics» des
MBF. Zudem ist er im Ph.D.
Program in Economics and
Finance (PEF) eingeschrieben und absolvierte im
2009 das «Swiss Program for Doctoral Students in
Economics» am Studienzentrum Gerzensee. Bevor
er an die Universität St.Gallen ging, absolvierte
Herr Kienzler ein Diplomstudium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Hohenheim, in
dessen Rahmen er auch zwei Semester an der
McMaster University in Kanada verbrachte. Seine
Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten
Geldpolitik, Makroökonomie und Ökonometrie.
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
Nikola Nikodijevic Mirkov
studierte General Management an der Universität Belgrad und Ökonomie & Finanzen an der Universität
Bocconi. Seit September 2009
ist er Assistent am Lehrstuhl
von Prof. Paul Söderlind und
Doktorand im Ph.D. Program in Economics and Finance (PEF). Seine Forschungsinteressen liegen auf den Gebieten Zinsstrukturmodelle und Geldpolitik. Der Schwerpunkt seiner Dissertation ist das Zusammenspiel
zwischen geldpolitischen Entscheidungen und
der Zinsstruktur.
3. Publikationen
Dr. Stephan Süss schloss 2004
sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität
in München ab. Die Schwerpunkte seines Studiums lagen
in den Bereichen Kapitalmarktforschung und Finanzierung, empirische Marktanalyse und quantitative Unternehmensplanung/
Ökonometrie, sowie an der volkswirtschaftlichen
Fakultät Theorie der Finanzmärkte. 2008 war
Stephan Süss als Visiting Research Scholar an der
Boston Harvard University, Graduate School of Arts
and Sciences. Seine Dissertation mit dem
Thema «Derivatives and Squared Return Variations» hat er im Jahr 2009 abgeschlossen und arbeitet seither als Assistenzprofessor am Lehrstuhl
von Prof. Söderlind, Ph.D.
• Erdős, P., Rihmer, Z., Ormos, M., Fountoulakis,
K. N., Vazquez, G., Pompili, M., Gonda, X.
2011. Association between affective temperaments and season of birth in a general student
population. Journal of Affective Disorders
132, 64-70.
2. Überblick 2011
Während des Jahres 2011 unterrichtete Paul
Söderlind sieben Kurse an der Universität St.Gallen
(siehe «Lehrveranstaltungen»). Er behandelte dabei
Themen wie Finance und Ökonometrie auf der
Masterstufe, Finance im MBA-Programm, sowie
empirische und theoretische Finance auf der
Doktorandenstufe.
Diverse Projekte mit Forschern der Schweizerischen Nationalbank und ausländischer Universitäten wurden durchgeführt; Mehrere Artikel zu Forschungsprojekten aus der Schnittmenge zwischen
Makroökonomie und Finance sowie Angewandte
Ökonometrie wurden publiziert (siehe «Publikationen»).
• Söderlind, P., Christiansen, C., Ranaldo, A.,
The Time-Varying Systematic Risk of Carry
Trade Strategies. Journal of Financial and
Quantitative Analysis, 46, 1107-1125.
• Söderlind, P., Inflation Risk Premia and Survey
Evidence on Macroeconomic Uncertainty. International Journal of Central Banking, 7, 113133.
• Erdős, P., Ormos, M., Zibriczky, D. Non-parametric and semi-parametric asset pricing. Economic Modelling 28, 1150-1162.
• Erdős, P., Rihmer, Z., Gonda, X., Döme, P., Ormos, M., Pani, L. Novel approaches to drugplacebo difference calculation: Evidence from
short-term antidepressant drug-trials. Human
Psychopharmacology-Clinical And Experimental 26, 307-312.
• Erdős, P., Gonda, X., Rihmer, Z., Fountoulakis,
K.N., Pompili, M., Ormos, M. Annual periodicity and personality: Season of birth is associated with affective temperaments. European
Psychiatry 26, 1936.
• Erdős, P., Gonda, X., Rihmer, Z., Fountoulakis,
K.N., Pompili, Vazquez, G., M., Ormos, M. The
role of birth season in personality and pathology: Time of birth is associated with affective
temperaments in a general student population. International Journal Of Psychiatry In Clinical Practice 15, 23-24.
• Erdős, P., Ormos, M. Weak Form Efficiency of
the Fine Wine Market. In: Schamel G, Storchmann K (Ed.). AAWE 2011 5th Annual Conference American Association of Wine Economists. Bolzano, Italy, 22 June 2011 – 25 June
2011. pp. 1-40. Paper 3C/2.
30
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
4. Forschungsprojekte
4.1 Carry Trades
Das Verständnis für die Eigenschaft bestimmter
Währungen als sicherer Hafen ist entscheidend,
um sowohl das Risiko als auch die Performance
von carry trade Strategien zu verstehen. Das zeigen
die Resultate des Projekts «The Time-Varying Systematic Risk of Carry Trade Strategies» (Paul Söderlind zusammen mit Angelo Ranaldo von der
SNB und Charlotte Christiansen von der Aarhus
Universität). Insbesondere weisen carry trade Strategien sehr wenig systematisches Risiko und eine
ausgezeichnete Rendite in ruhigen Märkten auf,
was allerdings nicht für turbulente Zeiten gilt.
Das Projekt fängt diese Asymmetrie ein, indem ein
Modell geschätzt wird, in welchem das Risiko
(die Betas) regimeabhängig ist. Der Artikel zu
diesem Projekt wurde im Journal of Financial and
Quantitative Analysis publiziert (siehe «Publikationen»).
4.2 Handelsaktivitäten von Rentensparern
Das aktive Auswählen und Ändern von Rentenfonds bringt dem individuellen Sparer Vorteile,
dem Rentensystem als Ganzes entstehen jedoch
externe Kosten. Das zeigen Ergebnisse des Projektes «Investor Activity and Investment Performance» (Paul Söderlind zusammen mit Magnus
Dahlquist von der Stockholm School of Economics und José Vicente Martinez von der Saïd Business School, Oxford Universität). Ein grosses Panel (75000 schwedische Pensionssparer) mit täglichen Fondsbestand-Daten über zehn Jahre wird
verwendet, um den Zusammenhang zwischen
den Aktivitäten der Fondsinvestoren und der Performance empirisch zu analysieren. Die Resultate
legen nahe, dass Handelsaktivität zu besserer Performance führt, was den meisten bisherigen Ergebnissen in der Literatur widerspricht. Die bessere Performance ist nicht durch Markt-Timing zu
erklären, sondern vielmehr durch das Wechseln
von Fonds innerhalb desselben Marktsegments.
Es gibt ebenso Evidenz dafür, dass grosse Abflüsse aus Fonds zu niedrigerer Performance führen.
Ein möglicher Grund hierfür sind erzwungene
Verkäufe von Vermögensgegenständen. Dies fügt
den verbleibenden Investoren Schaden zu.
4.3 Verflechtung von Erdgasmärkten
In diesem Projekt analysiert Peter Erdős globale
Verflechtungen auf Erdgasmärkten unter besonderer Berücksichtigung des Wettbewerbs innerhalb von Brennstoffmärkten. In diesem Zusammenhang bedeutet Gleichgewichtspreisbildung,
31
dass Energierohstoffe zur sogenannten Thermalparität gehandelt werden. Das relative Gesetz des
identischen Preises (RLOP) wird regional und
global untersucht. Theoretisch sollten regionale
Märkte, welche durch Pipelines verknüpft sind,
einen hohen Grad an Verflechtung aufweisen; es
muss aber nicht unbedingt ein globaler Erdgasmarkt entstehen, da Faktoren wie fehlende transatlantische bzw. transpazifische Pipelines oder
auch fehlender Wettbewerb im Markt für den
Transport für Flüssigerdgas Arbitragemöglichkeiten begrenzen. Bezogen auf die aktuellen Marktbedingungen bedeutet dies, dass das RLOP erfüllt ist, wenn die Preise in den USA diejenigen
in Europa bzw. in Asien übersteigen – es gibt eine
Tendenz zum langfristigen Gleichgewicht mit
allerdings langsamer Anpassung. Wenn jedoch
die Erdgaspreise in den USA niedriger sind als diejenigen in Europa oder Asien können Preisdifferenzen sogar in der langen Frist Bestand haben,
da dann nur Brennstoffsubstitution in den USA
Preisgleichheit herbeiführen kann.
4.4 Geldpolitik und Zinsstruktur
Die Ergebnisse des Projektes «US Term Premia
around FOMC Decisions» von Nikola Mirkov bieten eine mögliche Erklärung des so genannten
«Slope»-Effektes von Leitzins-Entscheidungen auf
die Zinskurve in den USA. Der Slope-Effekt ist eine
empirische Beobachtung, dass sich seit Anfang
der 90er Jahre nur die kurzfristigen Zinsen in den
USA im Zusammenhang mit dem Leitzins bewegen.
Gemäss des geschätzten Modells ist der Grund dafür eine gegenläufige Bewegung der in den langfristigen Zinsen inbegriffenen Risikoprämien und
der kurzfristigen Erwartungen.
In einem nächsten Schritt beschäftigt sich Nikola
Mirkov in dem Arbeitspapier «International Financial Transmission of US Monetary Policy» mit der
Frage, wie man den Effekt von geldpolitischen
Entscheidungen in den USA auf internationale
Zinskurven identifizieren und schätzen kann. Die
empirische Analyse zeigt, dass rund um die Entscheidungen der Fed die Risikoprämien in England besonders volatil sind und dadurch am meisten zur Dynamik der langfristigen Englischen Zinsen beitragen. Eine Entscheidung der Fed, die als
«unerwartet» eingeschätzt wird, scheint eine positive Reaktion von UK-Risikoprämien hervorzurufen, unabhängig davon, ob die Fed sich für
eine Erhöhung oder für eine Senkung des Leitzinses
entschieden hat.
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
4.5 Liquidität und langfristige Zinsen
Vorläufige Ergebnisse des Projektes «Liquidity
Effect at the Zero-Lower Bound» (Nikola Mirkov
zusammen mit Barbara Sutter, Ökonomin bei der
Schweizerischen Nationalbank) legen nahe, dass
die Erhöhung der Bankreserven bei der Fed eine
Senkung der langfristigen Zinsen in den USA
hervorgerufen hat. Insbesondere zeigen die vorläufigen Resultate, dass eine Aufstockung der
Reserven von 100 Milliarden US Dollar einen
durchschnittlichen Rückgang der langfristigen
Zinsen von acht Basispunkten zur Folge hat.
Weitere Analysen mit Daten aus der Schweiz bestätigen die Richtung und interessanterweise
auch die Grösse des Effektes.
5. Lehrveranstaltungen
• Theory of Finance (7. Semester, MiQE/F und
MEcon)
• Portfolio Management Game (7. Semester, MBF)
• Financial Econometrics (8. Semester, MBF und
MEcon)
• Empirical Finance (Ph.D.)
• Theory of Finance (Ph.D.)
• Finance II (MBA)
• Advanced Finance (MBA)
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
6. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten
6.1 Laufende Dissertationen
Burckhardt Nicolas
Die Dissertation beschäftigt sich mit verschiedenen Fragen im
Zusammenhang mit der Korrelation von Wechselkursen
Kienzler Daniel
Die Dissertation beschäftigt sich mit den Themen Geldpolitik und
Makroökonomie
Nikodijevic Mirkov Nikola Die Dissertation wird ein Thema aus dem Bereich Makroökonomie
und Finanzökonomie behandeln
6.2 Abgeschlossene Dissertationen
Gisclon Pascal
Dynamic Trading Strategies of Hedge Funds
Moldenhauer Felix
Forecasting Exchange Rate Correlations Using Options and
High-frequency Data
6.3 Laufende Dissertationen externer Doktorierender
Dori Fabian
Die Dissertation wird sich mit Fragen aus dem Bereich des Asset
Pricing auseinandersetzen
Sutter Barbara
Die Dissertation wird ein Thema aus dem Bereich monetäre Makroökonomie behandeln
Wäger Lukas
Die Dissertation beschäftigt sich mit Risikoprämien von Staatsanleihen anhand verschiedener Zinsstrukturmodelle
6.4 Masterarbeiten
Allaouidine Hannes Landry Swiss Pension Funds and the Inclusion of Manged Futures
Farin Manuel Adrian
An Analysis of Greek Bond Prices – Implied Default Probabilities
and Recovery Ratios
Haaf Hendrik
Modelling Conditional Heteroskedasticity and Heavy Tails –
Performance of VaR Models for U.S. Industry Indices
Köpper Hanna
Risk Measures and Momentum Strategies for Portfolio Selection
Mozuras Audrius
Getting the Most of Two Worlds – Fundamental and Technical
Analysis Combined
Simeon David
Autocorrelation In Equity Markets – An Anomaly Revisited
Suter Alain
The Financial and Economic Crisis and its Transmission Channels –
Are Ordinary Trade and Financial Channels Sufficient to Explain the
Spread of the Crisis?
Schneeberger Kaessra
Rebalancing with Estimation Error – Does Optimization Pay Off?
Tanner Marco
Detektion von Preisblasen in Finanzmärkten anhand rationaler
Modelle
Trum Daniel
Stock Market Liquidity and Growth – Evidence from Europe
Wagener Olivier
Predicting Hedge Fund Returns
Wiedmer Sven
FX Option Pricing with Stochastic Volatility
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Lehrstuhl Prof. Paul Söderlind, Ph.D.
6.5 Bachelorarbeiten
Bossart Thomas
Fair Value Pricing of International Mutual Funds – Insights from
Time-Zone Arbitrage
Galli Nick
Is Volatility the Fifth Risk Factor? A European Study
Heckmann Jonas Lenard
Derivation and Analysis of Inflation Expectations using Surveyand Financial Market Data
Hoffmann Felix
Interest Rate Risk Management with Focus on Bond Portfolio
Management
Nandakumar Avinash
Systematic Hedge Fund Performance Analysis
Parolini Matteo
Betting on Forecasted Volatility – Reporting on GARCH Straddle
Trading Performance
von Matt Benjamin
Purchasing Power Parity and Big Mac Index
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Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
1. Lehrstuhl-Team
Christoph Theis, Marina Piantoni,
Klaus Spremann, Lin Gao und Roman Frick
Am Lehrstuhl von Professor Spremann sind 2011
Christoph Theis, Marina Piantoni, Lin Gao, Roman
Frick und Patrick Scheurle (bis 30. April 2011)
tätig. Als Gast wurde im Frühjahr 2011 wie bereits im Vorjahr Professor Francis Koh (SMU) betreut, der als Visiting Professor an der HSG «Corporate Finance» lehrte. Weiterhin wurde vom
Lehrstuhlteam Herr Dr. Carsten B. Henkel betreut,
Leiter von Roland Berger Strategy Consultants in
Zürich, der regelmässig im Herbst die CEMS Lehrveranstaltung über «Strategy and Finance» übernommen hat. Prof. Dr. Marco Menichetti (Universität Liechtenstein) hält regelmässig die Lehrveranstaltung «Zinsen Anleihen und Kredite».
Nachstehend werden die am Lehrstuhl mitarbeitenden Personen kurz vorgestellt.
35
Prof. Dr. Dr. h.c.
Klaus Spremann lehrt seit
1990 als Ordinarius für
Finanz- und Rechnungswesen an der Universität
St.Gallen. Spremann studierte
Mathematik an der TU
München, Abschluss 1972
als Diplom-Mathematiker und
1973 mit einer Promotion (Dr. rer. nat.) über das
Maximumprinzip. Die Habilitation erfolgte 1975 in
Karlsruhe an der wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultät. Von 1977 bis 1990 hatte Spremann das
Ordinariat für Wirtschaftswissenschaften im Studiengang Wirtschaftsmathematik an der Universität Ulm inne. Gastprofessuren führten ihn an
die University of British Columbia in Vancouver
B.C. (1982), an die National Taiwan University in
Taipeh (1987) sowie an die Universität Innsbruck
(2003). In den Jahren 1993-94 war Spremann der
HongKongBank Professor of International Finance
an der University of Hong Kong. Im Jahr 2008
wurde ihm von der Fakultät für Mathematik und
Wirtschaftswissenschaften der Universität Ulm die
Würde eines Doktors ehrenhalber (Dr.rer.pol.)
verliehen. Seit Jahresbeginn 2008 vertritt er die
Universität St.Gallen in Singapur. Seit Herbst 2011
ist Spremann Direktor am GIMA-HSG sowie am
SGI, den Einrichtungen der HSG, die in Singapur
Forschung lehren und Service bieten.
44_sbf_JB_11_44_sbf_JB_11 27.02.12 11:08 Seite 36
Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
Dr. Patrick Scheurle war von
2006 bis 2011 als Assistent
am Lehrstuhl von Professor
Spremann tätig. Er hält einen
Bachelor in Business Administration und einen Masterabschluss in Accounting
und Finance. Die Promotion
erfolgte 2010. In der Forschung beschäftigt sich Patrick Scheurle mit Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bestimmung von Kapitalkosten sowie der Beziehung
zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft.
Dr. Roman Frick arbeitet seit
April 2006 am Lehrstuhl von
Prof. Spremann. Er beendete
2011 seine Doktorarbeit, die
sich mit dem Einfluss von
Kreditkovenanten auf die Beziehung von Bank und Unternehmung auseinandersetzt. Seit 2008 baut er gemeinsam mit Klaus Spremann die Subsidiary der
Universität St.Gallen in Singapur auf. Roman
Frick unterstützt die Durchführung von Consulting Projekten und Vorlesungen im Rahmen des
Asia Term sowie des neu aufgelegten Programms
Asia Compact auf Bachelor- und Masterstufe.
Lin Gao begann ihre Assistenztätigkeit am Lehrstuhl
im Mai 2008. Sie absolvierte
das Masterprogramm Banking and Finance (MBF) an
der Universität St.Gallen. Im
Herbstsemester 2011 betreute sie die Bachelor-Veranstaltung Finance als Selbststudiumstutorin. Sie schreibt ihre Dissertation im
Bereich Commodity Futures Analyse.
Christoph Theis arbeitet seit
August 2009 am Lehrstuhl
Spremann. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann
studierte Christoph Theis
Betriebswirtschaftslehre mit
Schwerpunkt Finance, inklusive eines dreisemestrigen
Austauschaufenthaltes an der
Boston University sowie der Harvard University.
Seit September 2009 absolviert er sein Doktorat
an der HSG und schreibt seine Dissertation im
Bereich Credit Derivatives. Er betreut unter anderem als Selbststudiumstutor die Bachelorveranstaltung Finance sowie den Kurs Asia Compact –
Investment Management in Singapur.
2. Überblick 2011
Das Jahr 2011 stand ganz im Zeichen des weiteren
quantitativen und qualitativen Ausbaus von Lehrveranstaltungen in Singapur. Wie in den vorangegangenen Jahren wurde wiederum der Asia Term
an der Singapore Management University (SMU)
mit den Veranstaltungen «Business Consulting»
und «Business Development» durchgeführt. Der
bis anhin nur als HSG-Veranstaltung durchgeführte Kurs «Cultural Study Trip to Malaysia» wurde
aufgrund seiner hohen Qualität und seiner Beliebtheit unter den SMU-Studierenden von der
SMU als «Business Study Mission» anerkannt und
in das Vorlesungsverzeichnis aufgenommen. Dies
ermöglicht SMU-Studierenden, sich den Kurs als
regulären Bestandteil ihres Studiums an der SMU
anrechnen zu lassen und ist damit ein weiteres
Bindeglied, welches die Zusammenarbeit zwischen HSG und SMU verstärkt.
Zusätzlich wurde von Prof. Spremann mit dem neu
geschaffenen «Asia Compact» ein Programm konzipiert, mit welchem die HSG auf StandaloneBasis (d.h. ohne Partneruniversität) in Singapur
Kurse anbieten kann. Asia Compact dient als Vorlesungsgefäss, welches verschiedenen Professoren
und Dozenten der HSG auf Bachelor- und Masterstufe ermöglicht, zweiwöchige Kompaktveranstaltungen in Singapur unter einer einheitlichen
Kursnummer durchzuführen. Die Lehrveranstaltungen fügen sich thematisch in den wirtschaftlichen
und kulturellen Kontext Südostasiens ein und sind
vollständig in die Curricula der Bachelor- und Masterprogramme der HSG integriert. Das Programm
ermöglicht HSG-Studierenden internationale Einblicke zu erhalten, ohne sich einem langwierigen
Bewerbungsprozess an einer Partneruniversität zu
stellen. Darüber hinaus ist es ein weiterer Baustein
der Internationalisierung der HSG, welche durch
internationale Rankingorganisationen gefordert wird.
Erstmalig boten daher Prof. Klaus Spremann und
Prof. Andreas Grüner gemeinsam im Frühjahressemester 2011 den Bachelorkurs «Asia Compact –
Investment Management» an. Aufgrund der mehrfachen Überzeichnung der Veranstaltung und des
positiven Feedbacks der Studierenden (der Kurs
wurde unter die Top 5 Kurse der Bachelorstufe gewählt), wird das Programm in den kommenden
Jahren ausgebaut werden.
Im Herbstsemester 2011 bot Prof. Stephan Süss auf
Masterstufe den Kurs «Asia Compact – Fixed Income»
an, welcher sich an die Studierenden des Master in
Banking and Finance (MBF) richtete.
Neben den beiden Gruppen von Veranstaltungen
hat der Lehrstuhl nach wie vor sein angestammtes
Lehrangebot aufrechtgehalten.
36
44_sbf_JB_11_44_sbf_JB_11 27.02.12 11:08 Seite 37
Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
3. Diverses
3.1. Gastreferate
Im Rahmen der Lehrveranstaltungen wurden
diverse Gastreferate durchgeführt:
1. Dezember 2011: Swiss Banking - Strategic Challenges, Patrick Oldier, Swiss Bankers Association
(gemeinsam veranstaltet mit der Botschaft der
Schweizerischen Eidgenossenschaft in Singapur,
der Swiss Business Assosciation und der Singapore Management University).
6. April 2011: Manfred Liechti (RBS Coutts Bank)
3.2. Förderprojekt
8. April 2011: Gareth Berry, PhD (UBS AG)
12. April 2011: Rainer Jaeger (Millenium Capital
Management)
13. April 2011: Dr. Genevieve Brunner (Lexadmin
Trust Services)
14. April 2011: Ingeborg Raastad (Boston Consulting Group)
31. August 2011: Economic integration in Asia,
Matthias Schaub, PhD candidate
7. September 2011: Sustainable city development
on the example of Kuala Lumpur, Tan Sri Rainer
Althoff
13. September 2011: Positioning a brand, Dr. h.c.
Dirk Hoffmann, BoschSiemens Homeappliances
20. September 2011: How to develop a product?,
Susanne Kulhanek, Nestlé R&D Singapore
26. September 2011: Working in a team with cultural differences, Tania Leger & Toni Martinez
11. Oktober 2011: Wealth Management in Southeast Asia, Frank Niedermann, UBS AG
17. Oktober 2011: A former consultant looks
back, Dr. Gralf Sieghold
1. November 2011: Challenges in the Commercialization of Agro-R&D in Malaysia and Myanmar,
Prof. Patrick Loh, Singapore Management University
7. November 2011: Consulting from a clients perspective, Holger Lindner, Daimler AG
8. November 2011: Managing resources in a growing corporation, Chia Boon Kuah, Far East Organization
37
In den letzten Jahren hat die Fördervereinigung
Forschungen im Bereich von Credit Covenants
ermöglicht. Obgleich es zahlreiche juristische
Beiträge zu dieser Thematik gibt, bleibt die Untersuchung der Problematik aus ökonomischer
Perspektive zurück. Credit Covenants sind Zusatzkonditionen im Kreditvertrag, mit denen sich
die Ansprüche und Rechte des Gläubigers sowie
die Möglichkeiten zu ihrer Durchsetzung verbessern. Nachdem in den vergangenen Jahren der
Fokus der Forschung im wesentlichen auf der
Modellierung der Kosten sowie der Untersuchung des Effektes von Credit Covenants auf den
Unternehmenswert bestand, konzentrierte sich
unsere Untersuchungen in diesem Jahr auf die
typischen Umstände unter denen Covenants verwendet werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sich
Covenants dann eignen und angestrebt werden,
wenn sich durch Entwicklungen innerhalb der
Unternehmung (z.B. Wachstum durch Veränderungen) oder in ihrem Umfeld (neue Techniken,
Nachfrageverschiebungen) Reaktionen verlangt
werden, die durch Ungewissheiten, schwere Beurteilbarkeit (z.B. bei Akquisitionen) und starke
Risiken geprägt sind. Die erarbeiteten Ergebnisse
wurden so publiziert:
Frick, Roman: Verwendungssituationen für Covenants – Eine vertragstheoretische Analyse. In:
Corporate Finance Biz (2011), Nr. 5, S. 324-330
Darüber hinaus war die Thematik auch Gegenstand von Bachelor- bzw. Masterarbeiten.
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Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
3.3. Tagungen und Vorträge
4. Publikationen
• Arne Ryde Workshop in Financial Economics,
Lund 2011
Spremann, Klaus ; Frick, Roman: Finanzarchitekturen von Geschäftsmodellen. In: Bieger, zu
Knypphausen-Aufsess, Krys (Hrsg.), Innovative
Geschäftsmodelle (2011), S. 93-110.
• Commodity Futures Trading Commission (CFTC)
Conference on Commodity Markets, Washington
D.C., 2011
3.4. Lehrveranstaltungen
Durch den Ausbau der Lehrveranstaltungen in
Singapur konnte das Angebot an Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Masterstufe für Studierende ausgeweitet werden. Insgesamt bot der Lehrstuhl
im Jahr 2011 folgende Lehrveranstaltungen an:
Frühjahrssemester 2011
• Asia Compact – Investment Management
(Singapore)
• Management in Europe
• Corporate Finance (Prof. Francis Koh)
• Topics in Corporate Finance
Herbstsemester 2011
• Management between Strategy and Finance
(Dr. Carsten B. Henkel)
• Zinsen, Anleihen und Kredite I und II (Prof.
Marco Menichetti)
• Topics in International Finance (gemeinsam
mit Prof. Andreas Grüner)
• Business Consulting (an SMU durchgeführt)
• Business Development (an SMU durchgeführt)
• Business Study Mission Malaysia (an SMU
durchgeführt)
• International Finance (gemeinsam mit Prof.
Andreas Grüner)
Spremann, Klaus ; Hoffmann, Dirk ; Frick, Roman:
Das Bottom-of-the-Pyramid-Geschäftsmodell. In:
Bieger, zu Knypphausen-Aufsess, Krys (Hrsg.), Innovative Geschäftsmodelle (2011), S. 353-368.
Spremann, Klaus ; Zhang, Weini: Connecting the
dots in Singapore condo prices. In: The Business
Times (28. Januar 2011), S. 20.
Frick, Roman: Verwendungssituationen für Covenants – Eine vertragstheoretische Analyse. In:
Corporate Finance Biz (2011), Nr. 5, S. 324-330.
Scheurle, Patrick ; Morkötter, Stefan: Faktorrenditen in Deutschland, Österreich und der
Schweiz. In: Bankarchiv : Zeitschrift für das gesamte Bank- und Börsenwesen Journal of Banking and Financial Research 59 (2011), Nr. 05, S.
313-320.
Mattig, Andreas Walter ; Morkötter, Stefan ;
Scheurle, Patrick: Private Banking grundlegend
gefordert. In: Finanz und Wirtschaft 84 (2011),
Nr. 7, S. 34.
Mattig, Andreas Walter ; Morkötter, Stefan ;
Scheurle, Patrick: Chancen für Schweizer Banken
in Asien. In: Schweizer Bank (2011), Nr. 2, S. 2.
3.5. Themen des Lehrstuhls
Vom Lehrstuhl werden die wesentlichen Themen
des Gebiets Unternehmensfinanzierung abgedeckt. Kerngebiete des Lehrstuhls von Prof. Dr.
Dr. h.c. Klaus Spremann sind:
• Finanzanalyse
• Corporate Finance und finanzielles Risikomanagement
• Vermögensverwaltung, Asset Management,
Portfoliomanagement
• Real Estate Finance und Real Estate Markets
• Fixed Income Instrumente, Zinssätze und
Geldpolitik
• International Finance
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Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
5. Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten
5.1. Erfolgreich abgeschlossene Promotion, Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
Frick Roman
Covenants in der Kreditbeziehung zwischen Bank und Unternehmung
5.2. Laufende Dissertationen, Referat Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
Babos Marietta
Analysis of transformation process within the top European insurance
market players by the Price equity model
Berlia Neha
Wealth Management
Gao Lin
The Relationship between Stock and Commodity Futures Market
Rabensteiner Peter
Deregulierung in Energiemärkten
Theis Christoph
Credit Derivatives and their applications
5.3. Masterarbeiten, Referat Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
Bitterli Melanie
Master of Arts in Internationalen Beziehungen und Governance
Cardinale Fabio
Grössenprämien in der Schweiz
Casserini Marco
Regime Switches in Value Stocks
Giulieri Enea
Effiziente Portfolios bei mehreren Risikofaktoren
Karakoç Fatma
Family ownership and firm performance – An empirical examination
of founding-family ownership in Switzerland
Lanzi Erica
Economic and Financial Challenges in China
Pfammatter Adrian
Value Propositions in Wealth Management Beyond Banking Secrecy
Rupprechter Raffael
Inflation Linked Bonds and their Implications for Asset Allocation
Siegrist Fabian
Investment Methods
Institutional Investments in Private Equity – An Analysis of Alternative
Weber Helen Merlind
Risk measurement of Islamic stock market indices with Islamic CAPM
Zhang Weini
A Hedonic Price Analysis of the Singaporean Condominium Market
5.4. Bachelorarbeiten, Referat Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Spremann
Angele Philipp
Analyse zur Finanzierung von selbst genutztem Wohneigentum mit
Mitteln aus der beruflichen Vorsorge (2. Säule)
Casserini Andrea
Hedonic Valuation and Comparison of Swiss Real Estate Markets
Froese Hendrick
Das Kreditgeschäft mit mittleren Unternehmen in der Finanzkrise
Hauser Fritz
In Search of Value – a Theoretical and Empirical Analysis of Value
Investing
Heiss Martin
Makroökonomische Faktoren und ein APT-Mehrfaktormodell zur
Bestimmung von Eigenkapitalkosten – Eine empirische Untersuchung
für den schweizerischen Aktienmarkt
Hofer Philipp
Convenants – Einsatz von Kreditkovenanten bei KMU in der Schweiz
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Vorankündigungen der Seminare 2012
Lehrstuhl Prof. Dr. Manuel Ammann
Durchführung 1: jeweils 16.30 bis 18.00 Uhr
Durchführung 2: jeweils 18.15 bis 19.45 Uhr
«Fit for Finance Frühjahr 2012»
Seminarort
Thomson Reuters SA
Trainings-Center,
Hufgasse 10, 8008 Zürich
Zielpublikum
Der Besuch der Seminarreihe
«Fit for Finance» (auch vergangene Durchführungen) ist
Voraussetzung für den Besuch
des Workshops.
Homepage
www.fit-for-finance.ch
Unter der Leitung von Prof. Dr. Manuel Ammann
findet das Seminar in 12 Vorabendveranstaltungen statt:
Beginn der
Seminarreihe
Dienstag, 27. März 2012
jeweils von 17.30 – 19.00 Uhr
Themen
• Finanzsystem und Infrastruktur
• Rendite und Risiko
• Portfoliotheorie und CAPM
• Unternehmensbewertung
• Derivative Instrumente
• Optionsbewertung
• Strukturierte Produkte
• Zinsinstrumente
• Risikomanagement
• Behavioral Finance
• Alternative Investments
• Kreditrisiken
Seminarort
ConventionPoint, SIX Swiss
Exchange, Selnaustrasse 30,
8021 Zürich
Zielpublikum
Banker, in Anlageberatung,
Finanzanalyse, Risikomanagement, Wertpapier- und Devisenhandel, Revision und im
Kommerzgeschäft tätige Personen.
«Fit for Finance Herbst 2012»
Unter der Leitung von Prof. Dr. Manuel Ammann
findet das Seminar in 12 Vorabendveranstaltungen statt:
Beginn der
Seminarreihe
Dienstag, 25. September 2012
jeweils von 17.30 – 19.00 Uhr
Themen
• Finanzsystem und Infrastruktur
• Rendite und Risiko
• Portfoliotheorie und CAPM
• Unternehmensbewertung
• Derivative Instrumente
• Optionsbewertung
• Strukturierte Produkte
• Zinsinstrumente
• Risikomanagement
• Behavioral Finance
• Alternative Investments
• Kreditrisiken
Seminarort
ConventionPoint, SIX Swiss
Exchange, Selnaustrasse 30,
8021 Zürich
Zielpublikum
Banker, in Anlageberatung,
Finanzanalyse, Risikomanagement, Wertpapier- und Devisenhandel, Revision und im
Kommerzgeschäft tätige Personen.
PC-Workshop zum Seminar «Fit for Finance»
Zur Vertiefung und praktischen Anwendung der
im Seminar vermittelten Inhalte wird zusätzlich
und optional ein begleitender Workshop angeboten. Dabei sollen durch die Arbeit am Computer reale Fallbeispiele erarbeitet werden. Der
Kurs soll die Teilnehmer in die Lage versetzen,
Financeprobleme in ihrem Berufsalltag zu lösen.
Termine jeweils Donnerstag:
12. April 2012 Portfoliotheorie
26. April 2012 Unternehmensbewertung
24. Mai 2012 Derivative Instrumente
7. Juni 2012 Fixed Income und Risikomanagement
40
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Vorankündigungen der Seminare 2012
«PC-Workshop zum Seminar «Fit for Finance»
Zur Vertiefung und praktischen Anwendung der
im Seminar vermittelten Inhalte wird zusätzlich
und optional ein begleitender Workshop angeboten. Dabei sollen durch die Arbeit am Computer reale Fallbeispiele erarbeitet werden. Der
Kurs soll die Teilnehmer in die Lage versetzen,
Financeprobleme in ihrem Berufsalltag zu lösen.
Termine jeweils am Donnerstag:
11. Oktober 2012
Portfoliotheorie
25. Oktober 2012
Unternehmensbewertung
15. November 2012 Derivative Instrumente
6. Dezember 2012 Fixed Income und Risikomanagement
Durchführung 1: jeweils 16.30 bis 18.00 Uhr
Durchführung 2: jeweils 18.15 bis 19.45 Uhr
Seminarort
Thomson Reuters SA
Trainings-Center,
Hufgasse 10, 8008 Zürich
Zielpublikum Der Besuch der Seminarreihe
«Fit for Finance» (auch vergangene Durchführungen) ist
Voraussetzung für den Besuch
des Workshops.
Homepage
www.fit-for-finance.ch
4. Fit for Finance für Fortgeschrittene
Aufbaukurs für alle ehemaligen Fit for Finance
Teilnehmenden in Planung. Details werden zu
gegebener Zeit auf unserer Homepage
www.sbf.unisg.ch publiziert.
Start
41
Montag, 1. Oktober 2012
17.30 – 19.00 Uhr
im CS Forum St.Peter in Zürich
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Sekretariate / Kontakt
Pascale Bornhauser ist seit
Juni 97 für das Institut tätig.
Sie ist Leiterin aller Bereiche
der Institutsadministration,
Personaladministration, Buchhaltung, Controlling, Zahlungsverkehr, Logistik/Infrastruktur, Seminaradministration. Sie vertritt das Institut
in HSG-Gremien. Pascale Bornhauser ist an
folgenden Tagen erreichbar:
jeden Vormittag
Tel. 071 224 70 00
Fax 071 224 70 88
[email protected]
Geraldine Frei ist seit dem
1. Dezember 2010 für die
Sekretariate Ammann und
Söderlind zuständig. Frau
Frei ist wie folgt erreichbar:
Montag ganzer Tag, Dienstag, Donnerstag und Freitag
an den Vormittagen.
Tel. 071 224 70 80
Fax 071 224 70 88
[email protected]
Marina Piantoni ist für das
Sekretariat vom Lehrstuhl
Spremann zuständig. Frau
Piantoni ist an folgenden
Tagen erreichbar:
Mittwoch ganzer Tag, Donnerstagnachmittag
Tel. 071 224 70 74
Fax 071 224 70 88
[email protected]
Beatrix Kobelt betreut seit
Februar 2011 das Sekretariat
des Bankenlehrstuhls Brown.
Erreichbarkeit:
Montag ganzer Tag, Mittwoch Vormittag
Tel. 071 224 70 42
Fax 071 224 70 88
[email protected]
Nadia Talamona ist im Buchhaltungsbereich tätig. Zudem
arbeitet sie im Zentralen
Sekretariat des Instituts als
Unterstützung in der Seminaradministration. Sie ist an
folgenden Tagen erreichbar:
Dienstag-, Donnerstag- und
Freitag Nachmittag.
Tel. 071 224 70 90
Fax 071 224 70 88
[email protected]
42
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