CHbraunvieh - Braunvieh Schweiz

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CHbraunvieh - Braunvieh Schweiz
10/2012
CHbraunvieh
Magazin der Braunviehzucht
Zucht
Info
Treffpunkt
Braunvieh
International
Neue Zuchtwerte
Neue KB-Stiere
BRUNA 2012
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
1
8. Schweizer
Betriebsmeisterschaft
O
R
B
S
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von Wattwil mit
Internationaler Beteiligung
BETRIEBSMEISTERSCHAFT
28.12.2012
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Wattwil
Richter: Erhard Junker
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Ja
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Freitag, 28. Dezember 2012
ab 18.30 / 23.00 Uhr Champion-Wahl
Markthalle Wattwil CH
Christa
EhrendRigozzi
ame
Jeder Eintritt kann ein Kalb gewinnen
Klartext
Inhalt
BRUNA 2012:
Ein Fest der Superlative
Nach einer vierjährigen Vorbereitungszeit war es am 6. Dezember
endlich so weit. Rund 340 Besucher aus 20 Ländern und allen Kontinenten nutzten die Gelegenheit, um sich am Weltkongress über das
Braunvieh zu informieren.
Am Freitagabend ging dann richtig die Post ab. Die Junior-Show mit
den Rindern und den Jungkühen war Weltklasse. Wir sind stolz, dass
die zwei jungen Richter Süess und Amrein die schwierige Aufgabe
bravourös gemeistert haben.
Der Samstag brachte die erwarteten Höhepunkte. In einer einmalig
aufgebauten Arena mit einem stimmungsvollen Publikum wurde eine
unglaubliche Qualität an Kühen gezeigt. Unsere zwei internationalen
Richter Josef Müller und Andreas Walser bewiesen einmal mehr ihr
internationales Renommee und rangierten souverän eine Abteilung
nach der anderen. Nachdem Rino Roswita aus der hervorragenden
Original-Braunviehgruppe zur Miss OB erkoren worden war, liefen im
Final der Brown-Swiss-Kühe alle Abteilungssiegerinnen auf. Mit einer
Ausnahme alles Schweizer Kühe! So war es folgerichtig, dass alle Titel
und schliesslich auch der Europameistertitel an die Schweiz gingen.
Die konsequente Zuchtarbeit in der Schweiz zeigt sich auch daran,
dass die Europameisterin Beeli’s Jongleur Jessy sowie alle drei Kühe im
Nationenwettbewerb von einem Schweizer Stier abstammen.
Der Erfolg in St. Gallen hat viele Väter! Ich danke an dieser Stelle allen
Beteiligten wie unseren Züchtern, unseren Sponsoren, den Kantonalorganisationen, dem OB-Verband, den Jungzüchtern und allen
beteiligten Helfern, speziell allen Mitarbeitern. Schliesslich danke ich
unseren Freunden aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und
Slowenien für die Teilnahme an der Europameisterschaft. Die Braunviehzucht macht auch in diesen Ländern grosse Fortschritte!
Die Anlässe in St. Gallen sind vorbei, was bleibt, ist die Faszination für
unser Braunvieh!
Lucas Casanova
Direktor
Zucht  4
Braunvieh – Eine Schweizer Rasse
mit Weltformat
Info
 9 Neue DL: Elektronische Mailbox
10 Zuchtwertschätzung Dezember 2012
12 Toplisten KB-Stiere
14 Stierenklassierung Dezember 2012
18 DV: Vorstand in globo wiedergewählt
20 Präsidialansprache DV 2012
22 Neue Mitarbeiter bei Braunvieh Schweiz
23 Aus dem Vorstand
24Übergangsfristen für Rinderviehställe laufen ab
27 Geschenkideen aus dem Bruna-Lädeli
29 Aus Industrie und Handel
Porträts
30 Elitekühe bringen die Stars von morgen
32 Viehzucht und Waldwirtschaft
34 Besserer Milchpreis dank BV-Milch
Galerie
38 100 000er-Kühe
Treffpunkt
46 BRUNA 2012
50IGBS-Jahresversammlung
51Anmeldung IGBS-Ausstellung und Elite-Auktion
53Zuchtfamilien- und Halteprämienschauen 2013
54 Betriebsmeisterschaft in Wattwil
55 Swiss Expo 2013
56 Olma 2012
60 Rassenpromotion in Sermuz
61 Winterzuchtstierenmarkt in Rothenthurm
62 Aus den Regionen
71Veranstaltungskalender
Zur Titelseite:
Braunvieh Schweiz
Chamerstrasse 56, 6300 Zug
[email protected]
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Beeli’s Jongleur Jessy von Christian Beeli, Flims Dorf, ist
nach ihrem Sieg an der BRUNA und Europaschau sowie
dem Euterchampiontitel die Braunviehkuh der Stunde.
Bild: Braunvieh Schweiz
3
Zucht
Braunvieh ist weltweit vertreten und besonders beliebt aufgrund seiner Vielseitigkeit
Braunvieh – Eine Schweizer Rasse mit
Sabrina Bütler, Braunvieh Schweiz
Im Rahmen des 9. Weltkongresses der Braunviehzüchter wurde
durch Braunvieh Schweiz ein Bericht über den internationalen
Stand der Braunviehzucht erstellt. Weltweit gibt es geschätzte
6 Mio. Braunviehtiere. Aus den insgesamt 22 Länderberichten
ging hervor, dass rund 2.3 Mio. Herdebuchtiere gehalten
werden. Davon stehen etwa 530 000 Kühe unter Milchkontrolle.
Die Globalisierung als Vorgang zunehmender weltweiter Verflechtung zeigt sich auch bei der Verbreitung
des Braunviehs. Die Zucht des Braunviehs spielt sich
längst nicht mehr nur im Kloster Einsiedeln ab, wo
es im 15. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt
wurde. Der Länderbericht 2012 bestätigt: Braunvieh
hat mittlerweile alle Kontinente (ausgenommen die
Antarktis) erobert.
Zucht, Leistung und Zukunftsaussichten
im Ländervergleich
4
Länder
600 000
500 000
400 000
300 000
Schweiz
Italien
Deutschland
Rumänien
Österreich
Canada
U.S.A.
Kolumbien
Frankreich
Spanien
UK
Costa Rica
Südafrika
Holland
Australien
200 000
Die Länder wurden aufgefordert, Aussagen bezüglich der Vorteile der braunen Kuh zu machen. Bei der
Leistung wurden Milchqualität mit exzellenter Käsereitauglichkeit, Milchmenge, Kappa-Kasein, hoher
Proteinanteil,
optimales
Fett-/Eiweiss-Verhältnis
und die Doppelnutzung Milch-Fleisch genannt. Des
Weiteren wurden die Langlebigkeit, die Anpassungsfähigkeit an verschiedene Haltungssysteme und
Haltungsumgebungen/Klimaa, gute Gesundheit, eine
Grafik 1: Anzahl Brown-Swiss-Tiere je Land (Zahlen teilweise geschätzt)
100 000
Braunvieh – Die multifunktionale Rasse
gute Raufutterverwertung, die Umgänglichkeit und
die Eignung zum Kreuzen mit lokalen Rassen hervorgehoben. Wie die Bilder in diesem Artikel bezeugen,
kann Braunvieh in Ländern wie Namibia, Südafrika und
Slowenien mit speziellen klimatischen Bedingungen
problemlos bestehen.
0
Erhoben wurden sowohl generelle Informationen über
Produktionssysteme, Zuchtziel, Zuchtprogramm und
Kreuzungsprodukte als auch Leistungszahlen und
Zukunftsperspektiven für die jeweiligen Länder. Rund
2.3 Mio. Herdebuchtiere zählen die rapportierenden
Länder, wovon 530 000 Kühe unter Milchleistungskontrolle stehen (siehe Grafik 1). Die höchste Milchleistung ist in den USA mit durchschnittlich 8842 kg
Milch zu verzeichnen, dicht gefolgt von Frankreich mit
8659 kg und Kanada mit 8340 kg.
Die höchste durchschnittliche Lebensleistung wird
in Kolumbien mit 36 100 kg Milch angegeben. Die
Schweiz positioniert sich mit durchschnittlich 27 144 kg
Milch Lebensleistung in der Mitte, wie dies in Grafik 2
ersichtlich ist. In der Nutzungsdauer sind die südlichen
Länder führend (Grafik 3).
Anzahl BS-Tiere
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Zucht
Weltformat
Mit Braunvieh in die Zukunft
Sind sich die Länder bezüglich der Vorzüge von Braunvieh weitgehend einig, so legen sie verschiedene
Schwerpunkte bezüglich der zukünftigen Entwicklung
der Rasse. Die Gewichtung ist stark abhängig davon,
Grafik 2: Durchschnittliche Lebensleistung in kg Milch
pro Land
ob eine Rassenorganisation vorhanden und wie hoch
der Wissensstandard im Land gesetzt ist.
Länderübergreifend werden neben der Leistungssteigerung in Bezug auf Milchleistung und Milchinhaltsstoffe auch die Steigerung der Lebensleistung und das
Braunvieh ist weltweit vertreten und
besonders beliebt
aufgrund seiner Vielseitigkeit.
Bild: Braunvieh Schweiz
Grafik 3: Nutzungsdauer in Monaten pro Land
Länder
Spanien
Länder
Südafrika
Kolumbien
Holland
Costa Rica
Kolumbien
Spanien
Costa Rica
Südafrika
Schweiz
Holland
Deutschland
Frankreich
Österreich
Australien
Italien
Slowenien
Slowenien
Italien
Australien
Schweiz
Frankreich
Durchschnittliche Lebensleistung in kg
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
120
100
80
60
40
20
0
40 000
35 000
30 000
25 000
20 000
15 000
10 000
5000
0
Österreich
Deutschland
Nutzungsdauer in Monaten
5
Zucht
Braunvieh in Südafrika: Weidehaltung unter tropischen Bedingungen. Braunvieh wird in Namibia als Kreuzungsprodukt vor allem für
die Fleischproduktion
gezüchtet.
Bild: Henriette Le Grange,
Namibia
Erhalten der Vorzüge des Braunviehs genannt. Weniger
entwickelte und wenig vernetzte Länder legen einen
hohen Wert auf das Steigern der Anzahl Tiere und der
Tiere unter Leistungskontrolle wie auch den Aufbau
eines Prüfstierprogramms. In tropischen Ländern wird
der Aufbau und Erhalt einer Nukleus-Herde angestrebt,
um die Kreuzungszucht voranzubringen. Die internationale Kooperation zur Steigerung des Wissens und der
Vermarktung wird als zentral angesehen.
Eine gute Ausbildung für Züchter wird angestrebt,
um von den Vorteilen der braunen Kuh noch mehr
zu profitieren. Länder mit hohen Tierzahlen und einer
gut funktionierenden Rassenorganisation stellen genomische Selektion, Sequenzierung und Samensexing in
Bild: Anton Smit, Südafrika
den Vordergrund wie auch den internationalen Genetikaustausch zur Diversifizierung der genetischen Basis.
So soll die Stellung des Braunviehs auf dem nationalen
und internationalen Markt gestärkt und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber den Hochleistungsrassen
erhalten bleiben.
Potenzial durch weltweite Vernetzung
Die weltweite Verbreitung des Braunviehs und die
genannten Vorzüge der Rasse bestätigen zusammen
mit dem tiefen Rassenanteil an der Gesamtpopulation der jeweiligen Länder ein enormes Potenzial für
die Verbreitung des Braunviehs rund um den Globus.
Der Gesamtbestand von Braunvieh kann weltweit auf
über 6 Mio. Tiere geschätzt werden. Im Länderbericht
nicht erhoben werden konnten Tierbestände aus Brasilien, Mexiko, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Türkei usw. Grund dafür sind fehlende oder
Grafik 4: Anteil Braunvieh an der Gesamtkuhpopulation
Länder
Schweiz
Rumänien
Italien
Slowenien
Österreich
Deutschland
6
35 %
30 %
25 %
20 %
15 %
10 %
5 %
0 %
Spanien
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
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Di
beim
Braunvieh in den slowenischen Bergen. Bild: Matija Rigler, Slowenien
noch nicht ausgebaute Rassenorganisationen in den
entsprechenden Ländern oder das Führen der Tiere
unter einem anderen Rassennamen. Export-Experten
schätzen, dass im asiatischen Raum (China, Indien,
Pakistan) Braunvieh vor allem als Kreuzungstiere
vorkommen. Bekanntermassen ist in Indien die Rindviehpopulation riesig. Man rechnet mit Millionen von
Rindern.
Die internationale Zusammenarbeit ist in Zukunft
zwingend erforderlich, damit sich die Rasse klarer
positionieren, ihre Vorzüge weiterentwickeln und
ein entsprechendes Marketing durchgeführt werden
kann. Länder wie die Schweiz, mit guter Genetik und
hohem Wissen rund ums Braunvieh, können Länder
mit sich entwickelnden Braunviehpopulationen stark
mit ihrem Know-how unterstützen. So können die
jungen Braunviehländer rasch den Anschluss finden
und einen soliden Tierbestand mit entsprechenden
Leistungen aufbauen. Durch eine globale Verbreitung des Braunviehs profitieren schlussendlich sowohl
Länder mit hohen Tierzahlen als auch Länder mit
entstehenden Braunviehpopulationen. Ein internationaler Wissens­transfer soll definitiv gefördert werden,
damit Braunvieh seine Stärken national und international weiterentwickeln kann.
Der detaillierte Länderbericht ist als Download erhältlich auf der Event-Webseite.
www.bruna2012.com
[email protected]
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Die Betriebszweiggemeinschaft Briod-ReyPidoux in «Forel sur Lucens» im Kanton Waadt
benutzt Blockade seit mehreren Jahren und
ist überzeugt, auch in Zukunft bei Blockade
zu bleiben!
«Blockade steht für positive Ergebnisse. Keine Schrunden,
reduzierte Zellzahlen und eine bemerkenswerte Verminderung der Mastitisfälle.»
Nur freies Jod desinfiziert! Die patentierte
I-Tech-Technologie garantiert einen viel höheren
Gehalt an frei verfügbarem Jod als konventionelle Jod-Dippmittel.
«Blockade ist äusserst sanft für die Haut: die Zitzen sind
tadellos und geschmeidig.»
Die patentierte ACT-Technologie verwendet als
Jodträger kosmetische, feuchtigkeitspendende
Pflegestoffe. ACT bewirkt, dass Blockade tief
eindringt und eine samtweiche Zitzenhaut
bildet – die natürliche Abwehr gegen Krankheitserreger.
«Wir merken die Film-Wirkung von Blockade. Das Produkt
haftet sehr gut. Es gibt keinen Verlust durch abtropfen.
Blockade schützt die Zitzen perfekt, auch während der
strengen Winterzeit in unserem Offenfrontstall.»
Die patentierte Barrier-Technologie bildet einen
flexiblen, desinfizierenden Schutzfilm auf der
Haut. Er pflegt und schützt die Zitzen zwischen
den Melkzeiten.
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7
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Info
Elektronische Mailbox
Martin Rust, Braunvieh Schweiz
Auf vielseitigen Wunsch führt Braunvieh Schweiz ab Januar 2013 die neue Dienstleistung
«elektronische Mailbox» ein. Die Dienstleistung richtet sich an Herdebuchzüchter, die intensiv
mit dem BrunaNet arbeiten und auf den Papierversand verzichten möchten
Für intensive BrunaNet-Nutzer gibt es
eine neue Dienstleistung.
Bilder: Braunvieh Schweiz
Eine Anzeige auf
der BrunaNetEinstiegsseite macht
auf neue Dokumente
aufmerksam.
Mit der elektronischen Ablage aller Versanddokumente im BrunaNet unter «Dokumente» wurde die
technische Grundvoraussetzung für eine papierlose
Herdebuchführung geschaffen. Sämtliche Dokumente
können im BrunaNet als PDF-Datei aufgerufen und
gedruckt werden.
Gesamte Korrespondenz erfolgt elektronisch
Wer die neue Dienstleistung in Anspruch nehmen
möchte, muss zwingend regelmässiger BrunaNet-Nutzer
sein. Auch wichtige Dokumente werden nicht mehr
per Post versandt und müssen innert nützlicher Frist
gelesen werden. Bei der Ablage des Prüfberichts, der
Faktura und des LBE-Programms werden die Kunden via
E-Mail aufmerksam gemacht. Als zusätzliche Sicherheit
empfiehlt sich die Angabe einer Natelnummer, damit
man das Avis am Vorabend der LBE als letzte Erinnerung
noch empfangen kann. Das einzige Dokument, das
nach wie vor in gedruckter Form via Milchkontrolleure
zugestellt wird, ist die Bestandeskarte. Hierbei handelt
es sich um einen Druck auf Spezialpapier.
BrunaNet-Abo ist Voraussetzung
Mit der Schaffung dieser Herdebuchvariante kommt
Braunvieh Schweiz dem Wunsch verschiedener
Züchter nach, die lieber auf die gedruckten Dokumente
verzichten. Die Dokumente werden als PDF-Datei
während drei Jahren archiviert, so dass eine allfällige
Aufbewahrungspflicht (Labor-Prüfbericht) gewährNr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
leistet ist. Die Rechnung wird am einfachsten via Lastschriftenverfahren oder per E-Banking beglichen.
Kostenersparnis nicht sehr hoch
Durch das Entfallen von Portokosten sowie kleineren
Einsparungen bei den Druckkosten kann die papierlose Herdebuch-Variante etwas günstiger angeboten
werden. Die Einsparungen belaufen sich durchschnittlich auf 20 Franken und werden 1:1 weitergegeben.
Die Gebühren für den ersten Abstammungsausweis
eines Tieres fallen jedoch auch bei der papierlosen
Herdebuch-Variante an. Mit diesen Gebühren wird das
Zuchtprogramm mitfinanziert und nicht das eigentliche Dokument bezahlt. Ein Punkt, der des Öfteren
falsch interpretiert wird. Falls ein Abstammungsausweis beispielsweise für den Handel benötigt wird, kann
dieser gegen Kostenfolge (6 Franken) bei Braunvieh
Schweiz bestellt werden. www.braunvieh.ch ➔ Dienstleistungen
[email protected]
9
Info
Zuchtwertschätzung Dezember 2012
Madeleine Berweger, Qualitas
In der Zuchtwertschätzung Dezember 2012 konnten die Spitzen-Stiere ihre hohen Werte weitgehend bestätigen.
Der grosse Gewinner dieser Auswertung ist der Stier Huray, der mit seinen CH-Resultaten die Toplisten stürmt.
Die genomische Zuchtwertschätzung hat sich mittlerweile gut in die Routine integriert. Trotz gewissen
Veränderungen durch neu geschätzte Effektlösungen sind die Werte über alles gesehen von Auswertung zu
Auswertung erfreulich stabil.
Huray weist dank
überdurchschnittlichen Leistungs- und
Fitnesszuchtwerten
den höchsten GZW
der über KB eingesetzten Stiere auf.
Im Bild: Huray-Tochter Kalinga-ET (CH
120.0760.8730.8).
Bild: Swissgenetics
Die Stiere Versace, Vasir und Payssli konnten ihre
Spitzenplatzierungen in der Topliste (ZW Milch ≥
500 kg und B% ≥ 80) nach Gesamtzuchtwert (GZW)
der über KB eingesetzten Stiere behaupten. Überholt
wurden sie jedoch von Huray. Dieser hat mit seinen
CH-Zuchtwerten seit dem Sommer einen veritablen
Steigerungslauf hingelegt. Der grösste Anstieg
erfolgte bei der Milch (Milch kg von +992 auf +1215,
Milchwert von 126 auf 133). Daneben konnte er auch
seine Zuchtwerte für Nutzungsdauer, Zellzahl und
die weibliche Fruchtbarkeit verbessern. Insgesamt
führte das zu einem Anstieg des GZW um 8 Indexpunkte auf 133. Da nur 25 seiner fast 800 CH-Töchter
die zweite Laktation gestartet haben, kann zurzeit
noch keine gesicherte Aussage über die Leistungsentwicklung in den höheren Laktationen gemacht
werden.
10
Vasir, Vigor – wie gehabt
Beim Milchwert (MIW) und dem Zuchtwert kg Milch
hat Vasir nach wie vor die Nase vorn. Dies zum letzten
Mal mit seinen Interbull-Zuchtwerten. Im Frühjahr 2013
sollten für die Produktion erstmals die CH-Zuchtwerte
offiziell publiziert werden können. Die President-Söhne
Vigor und Alibaba sind unverändert die Dominatoren im
Bereich der Fitness (Zellzahl, Nutzungsdauer, Fitnesswert
FIW, ökologischer Gesamtzuchtwert ÖZW). Stiere wie
Huray, Payssli und Huxoy, die sowohl in der Topliste FIW
wie auch in der Topliste Milch vertreten sind, zeigen,
dass sich gute Fitnesseigenschaften und hohe Leistung
nicht ausschliessen.
Untergrenze für Milch bei OB angepasst
Um der Mehrfachnutzung der Original-BraunviehTiere Rechnung zu tragen, wurde die MinimalanforCHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Info
derung an den Zuchtwert Milch kg für die Toplisten
auf +300 kg gesenkt. Dadurch tauchen gegenüber den
Listen vom Sommer 2012 einige neue Namen auf. So
zum Beispiel Rino, der sich dank überdurchschnittlichen Gehaltszuchtwerten, guten Fitnesseigenschaften
und einer positiven Vererbung beim Exterieur mit
grossem Abstand an die Spitze der Topliste nach GZW
setzt. Ein weiterer Profiteur dieser Anpassung ist der
Stier Verabil, der sich in den Toplisten Zellzahl, FIW und
ÖZW hinter Rino auf dem zweiten Rang positionieren
kann. Die unbestrittenen Spitzenstiere in Bezug auf die
Milch bleiben Urner, Lorenz und Vulkos.
Topliste-Kühe
Die Topliste der Kühe wird von der Payoff-Tochter Irona
(MV Vinzel) angeführt. Sie erreicht einen GZW von
145. Mit einem GZW von 143 folgen auf den nächsten
Plätzen die Julen-Tochter Sequoia (MV Chime) und die
Nesta-Tochter Felina B (MV Versace). Von den beiden
erstplatzierten Kühen weisen bereits mehrere Nachkommen genomische Zuchtwerte auf. Dank dieser
zusätzlichen Information können die genetisch wertvollsten Kälber gezielter ausgewählt und in der Zucht
eingesetzt werden.
Genomische Selektion –
Stabilität gewährleistet
Dank neuen Stieren mit einem sicheren Resultat aus
der Nachzuchtprüfung konnte der Datensatz für die
Schätzung der SNP-Effekt weiter vergrössert werden.
Aktuell fliessen für die Produktionsmerkmale Zuchtwerte von über 4000 Stieren in die Auswertung ein.
Deutlich geringer ist die Datenbasis bei Merkmalen, für
die es keinen Interbull-Zuchtwert gibt. So stehen z.B.
für die Effektschätzung Persistenz nur Daten von rund
1900 Stieren zur Verfügung. Diese geringere Datenmenge wirkt sich negativ auf die Sicherheit und auch
auf die Stabilität der direkt genomischen Zuchtwerte
aus. Zur Überprüfung der Qualität der Effektschätzung
werden jeweils die Lösungen für die einzelnen SNPs
von zwei aufeinanderfolgenden Auswertungen miteinander verglichen. Die entsprechenden Korrelationen
liegen für die aktuelle Zuchtwertschätzung zwischen
0.94 (Persistenz) und 0.99 (Fesseln). Diese Zahlen
zeigen, dass es zwar gewisse Veränderungen gibt, die
Schätzungen aber insgesamt recht stabil sind. www.braunvieh.ch ➔ Zuchtwertschätzung
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Info
Toplisten KB-Stiere
Die aktuellen ZW-Listen finden Sie unter www.braunvieh.ch.
Gesamtzuchtwert
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Tiername
HURAY *TM
VERSACE-ET *TM
VASIR
PAYSSLI-ET *TM
VIGOR-ET *TM
DALLY-ET *TM
VIVA-ET *TM
VINCENT
HUXOY *TM
ALIBABA *TM *TA
POSTER *TM
DRIVER-ET *TM
BENI *TM
PROHUVO
ZASTER-ET *TM
Milchwert
TVD-Nr.
DE 935 830 301.7
CH 120.0266.0711.2
DE 936 949 086.7
DE 813 034 326.5
US 195 618.4
US 197 305.1
DE 662 710 091.9
AT
382 583 472.8
AT
812 100 272.7
CH 120.0330.4050.6
IT
22000130211
US 196 826.2
CH 120.0595.7132.9
DE 938 542 953.7
IT
21000782330
GZW
133
132
131
131
129
128
126
126
125
125
124
124
123
123
123
Anbieter
Swissgenetics
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Original Braunvieh
1
2
3
RINO
URNER
VULKOS
Tiername
VASIR
DOUGLAS-ET
VINCENT
NELGOR *TM
HURAY *TM
HUXOY *TM
ZASTER-ET *TM
VIVA-ET *TM
DYNASTAR *TM
BENI *TM
ROBBIE *TM
ELDORADO
PAYSSLI-ET *TM
PRESENT *TM
DALLY-ET *TM
120.0265.0369.8
120.0356.2993.8
120.0154.7165.6
127 Swissgenetics
125 Swissgenetics
125 Swissgenetics
URNER
LORENZ
VULKOS
Milch
1416
1362
1259
1247
1215
1188
1180
1157
1116
1064
1053
1046
1040
995
968
Anbieter
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Tiername
VIGOR-ET *TM
PANIXER
TANGO-ET *TM
ETTAL *TM
VERSACE-ET *TM
ALIBABA *TM *TA
PETER-ET
ASTRO *TM
ALONSO-ET *TM
ALEXI *TM
PROMO-ET P *TM
ZASTER-ET *TM
VASIR
VINCENT
HUXOY *TM
120.0356.2993.8
111.2150.6579.0
120.0154.7165.6
1323 Swissgenetics
1249 Swissgenetics
1098 Swissgenetics
RINO
VERABIL
RUDOLF
MIW
138
136
135
134
133
133
132
131
129
129
128
127
127
127
127
Anbieter
Swissgenetics
Select Star SA
Select Star SA
ABC Genetics
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Select Star SA
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Swissgenetics
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Select Star SA
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
1
2
3
URNER
LORENZ
VULKOS
CH
CH
CH
120.0356.2993.8
111.2150.6579.0
120.0154.7165.6
136 Swissgenetics
132 Swissgenetics
131 Swissgenetics
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Tiername
FANTASTIC-ET *TM
PAUER-ET *TM
AJAX *TM
RAYMONDO *TM
PETER-ET
DALLY-ET *TM
VIGOR-ET *TM
ZASTER-ET *TM
ASTRO *TM
SILVERSTAR *TM
WILLI *TM
IPPO *TM
NELGOR *TM
PAYSSLI-ET *TM
PIRELLO-ET *TM
TVD-Nr.
CH 120.0550.7284.4
CH 110.2660.7365.5
CH 120.0359.9680.1
CH 120.0175.4795.3
IT
21000897630
US 197 305.1
US 195 618.4
IT
21000782330
CH 120.0569.2944.4
CH 120.0550.7270.7
CH 120.0584.9250.2
CH 120.0359.9710.5
CH 120.0552.7031.8
DE 813 034 326.5
CH 120.0485.4130.2
LBE
1.51
1.24
1.23
1.20
1.19
1.18
1.13
1.12
1.11
1.11
1.08
1.06
1.05
1.04
1.03
Anbieter
Swissgenetics
Sexygen AG
Swissgenetics
TGS AG
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
1
2
3
WINZER
RINO
KAI
CH
CH
CH
1.85 Swissgenetics
1.61 Swissgenetics
1.00 Swissgenetics
120.0338.9858.9
120.0265.0369.8
120.0240.2771.4
ZW Nutzungsdauer
TVD-Nr.
US 195 618.4
CH 120.0033.6141.9
CH 120.0301.4318.7
DE 941 054 088.6
CH 120.0266.0711.2
CH 120.0330.4050.6
IT
21000897630
CH 120.0569.2944.4
CH 120.0620.4346.2
CH 120.0621.6783.0
DE 941 068 807.6
IT
21000782330
DE 936 949 086.7
AT
382 583 472.8
AT
812 100 272.7
ZZ
121
117
116
114
113
112
112
112
110
110
110
109
108
108
107
Anbieter
Swissgenetics
Sexygen AG
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
CH
CH
CH
122 Swissgenetics
113 Swissgenetics
111 Swissgenetics
Original Braunvieh
1
2
3
TVD-Nr.
DE 936 949 086.7
DE 662 710 091.9
CH 120.0266.0711.2
US 197 596.3
DE 935 830 301.7
AT
382 583 472.8
US 197 305.1
IT
22000130211
DE 813 034 326.5
CH 120.0595.7132.9
US 196 826.2
AT
812 100 272.7
IT
21000782330
DE 938 542 953.7
CH 120.0340.1495.7
Original Braunvieh
CH
CH
CH
ZW Zellzahl
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Tiername
VASIR
VIVA-ET *TM
VERSACE-ET *TM
DOUGLAS-ET
HURAY *TM
VINCENT
DALLY-ET *TM
POSTER *TM
PAYSSLI-ET *TM
BENI *TM
DRIVER-ET *TM
HUXOY *TM
ZASTER-ET *TM
PROHUVO
IRONPUNCH *TM
ZW Gesamtnote LBE
TVD-Nr.
DE 936 949 086.7
US 197 596.3
AT
382 583 472.8
CH 120.0552.7031.8
DE 935 830 301.7
AT
812 100 272.7
IT
21000782330
DE 662 710 091.9
CH 120.0562.3967.3
CH 120.0595.7132.9
CH 120.0543.4228.3
CH 110.7060.4229.6
DE 813 034 326.5
CH 120.0576.9035.0
US 197 305.1
Original Braunvieh
1
2
3
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Original Braunvieh
CH
CH
CH
ZW Milch kg
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
(Stand: Dezember 2012)
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Tiername
VIGOR-ET *TM
ALIBABA *TM *TA
TANGO-ET *TM
WILLIAM BV *TM
HURAY *TM
PAYSSLI-ET *TM
PETER-ET
PANIXER
RAYMONDO *TM
VERSACE-ET *TM
PROHUVO
PIJT
PIRELLO-ET *TM
DYNASTAR *TM
DRIVER-ET *TM
TVD-Nr.
US 195 618.4
CH 120.0330.4050.6
CH 120.0301.4318.7
CH 120.0459.6502.6
DE 935 830 301.7
DE 813 034 326.5
IT
21000897630
CH 120.0033.6141.9
CH 120.0175.4795.3
CH 120.0266.0711.2
DE 938 542 953.7
CH 110.4360.8541.9
CH 120.0485.4130.2
CH 120.0562.3967.3
US 196 826.2
ND
123
122
119
114
112
112
111
111
110
109
109
109
108
108
107
Anbieter
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Select Star SA
Sexygen AG
TGS AG
Select Star SA
Swissgenetics
Sexygen AG
Swissgenetics
Sexygen AG
Swissgenetics
CH
CH
CH
118 Swissgenetics
114 Swissgenetics
111 Swissgenetics
Original Braunvieh
120.0265.0369.8
120.0406.8939.2
120.0265.1535.6
1
2
3
EDUAL
WIESEL
HARRY
120.0376.0526.8
120.0242.2952.1
120.0025.1620.9
Die Stiere müssen einen ZW Milch von mind. +500 kg (OB +300 kg) mit einem Bestimmtheitsmass von mind. 80% aufweisen.
I tori devono presentare un valore genetico latte kg di almeno +500 kg (OB +300 kg) con un’attendibilità di almeno 80%.
Les taureaux doivent afficher une VE lait d’au moins +500 kg (OB +300 kg) avec un taux de sécurité d’au moins 80%.
12
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Info
Fitnesswert
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Tiername
VIGOR-ET *TM
ALIBABA *TM *TA
WILLIAM BV *TM
PAYSSLI-ET *TM
PANIXER
HURAY *TM
HUXOY *TM
DRIVER-ET *TM
PETER-ET
SILVERSTAR *TM
VERSACE-ET *TM
ASTRO *TM
PAYOFF-ET *TM
TANGO-ET *TM
PARKO *TM
Ökologischer Gesamtzuchtwert
TVD-Nr.
US 195 618.4
CH 120.0330.4050.6
CH 120.0459.6502.6
DE 813 034 326.5
CH 120.0033.6141.9
DE 935 830 301.7
AT
812 100 272.7
US 196 826.2
IT
21000897630
CH 120.0550.7270.7
CH 120.0266.0711.2
CH 120.0569.2944.4
US 193 627.8
CH 120.0301.4318.7
CH 110.0931.0926.8
FIW
126
120
120
119
118
116
114
114
113
113
112
111
111
109
109
Anbieter
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Sexygen AG
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
CH
CH
CH
115 Swissgenetics
113 Swissgenetics
112 Swissgenetics
Original Braunvieh
1
2
3
RINO
VERABIL
EDUAL
Rang
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Tiername
VIGOR-ET *TM
ALIBABA *TM *TA
TANGO-ET *TM
PETER-ET
HURAY *TM
PAYSSLI-ET *TM
WILLIAM BV *TM
VERSACE-ET *TM
PANIXER
ZASTER-ET *TM
DALLY-ET *TM
ASTRO *TM
PIRELLO-ET *TM
FANTASTIC-ET *TM
IPPO *TM
TVD-Nr.
US 195 618.4
CH 120.0330.4050.6
CH 120.0301.4318.7
IT
21000897630
DE 935 830 301.7
DE 813 034 326.5
CH 120.0459.6502.6
CH 120.0266.0711.2
CH 120.0033.6141.9
IT
21000782330
US 197 305.1
CH 120.0569.2944.4
CH 120.0485.4130.2
CH 120.0550.7284.4
CH 120.0359.9710.5
ÖZW
131
126
125
122
121
120
119
117
116
114
113
113
113
112
110
Anbieter
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Swissgenetics
Select Star SA
Sexygen AG
Select Star SA
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Swissgenetics
Original Braunvieh
120.0265.0369.8
120.0406.8939.2
120.0376.0526.8
1
2
3
Ein Besuch
lohnt sich!
RINO
VERABIL
EDUAL
CH
CH
CH
120.0265.0369.8
120.0406.8939.2
120.0376.0526.8
129 Swissgenetics
117 Swissgenetics
115 Swissgenetics
Zu hohe Zellzahl ???
Marktplatz auf
www.braunvieh.ch
Ruf an: 079 625 11 95
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Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
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Heiniger AG, CH-3360 Herzogenbuchsee
Telefon 062 956 92 00, Fax 062 956 92 85
www.heiniger.com
13
Info
Ein Trio mit starken Eutern
Martin Rust, Braunvieh Schweiz
Drei neue Stiere bereichern das Braunvieh-Angebot der Hauptsaison. Mit den früher eingeteilten Stieren, welche
sich durchwegs gut in der Zuchtwertschätzung gehalten haben, ist die Auswahl so gross wie schon lange nicht
mehr. Hoffnungsvoll stimmen zudem verschiedene Stiere, die aufgrund tiefer Sicherheit vorläufig zurückgestellt
wurden.
CHbraunvieh stellt die geprüften Stiere, welche das offizielle Testprogramm durchlaufen haben und für den Zweiteinsatz selektioniert wurden, jeweils mit einem Kurzbeschrieb vor. Die Stiere
müssen neben den Ergebnissen für die Milchleistung und für das
Exterieur auch einen Zuchtwert für die Zellzahlen und damit einen
Gesamtzuchtwert aufweisen. Die Reihenfolge der Vorstellung
richtet sich nach dem Gesamtzuchtwert.
R.B. Picasso ALONSO-ET *TM
denn auch die klaren Stärken von Joe. Mit 1.25 weist er die höchste
Gesamtnote der neu klassierten Stiere auf. Joe macht wie sein Vater
Jolden sehr rahmenstarke Kühe mit viel Breite und Tiefe und straffer
oberer Linie. Mit +3.52 vererbt er eine extreme Grösse. Zu beachten
gilt es die Tendenz zu geraden Sprunggelenken und die eher weichen
Fesseln. Stark ist wiederum der Block Euter, namentlich die sehr hohen
Nacheuter und die starke Eutertiefe. Mit einem Zuchtwert Milch von
+430 kg sollte Joe auf leistungsstarke Tiere eingesetzt werden. Der
Stier lebt nicht mehr und weist ein beschränktes Samenlager auf.
CH 120.0620.4346.2
Alonso-Mutter Jetway Jetwa näher vorzustellen, wäre Wasser in den
Rhein getragen. Nach Jetton (V: Earnest) und Jens (V: Vinzel) bringt
sie bereits den dritten Sohn in den KB-Breiteinsatz. Ein Kunststück,
das nur wenige Kühe vor ihr geschafft haben. Dank Vater Picasso
(Playboy x Prophet) kann Alonso breit eingesetzt werden.
Alonso ist ein sehr kompletter Allrounder ohne grosse Schwachpunkte.
Er vererbt eine mittlere Milchleistung bei indifferentem Eiweissgehalt.
Familiengetreu stark ist die Eutergesundheit. Auch im Exterieurblock
ist der Picasso-Sohn sehr komplett. Alonso-Töchter sind breit und tief
gewachsen. Die Becken sind ebenfalls breit, wobei die Neigung leicht
gestellt ist. Alonso kann zur Verbesserung von Klauensatz und der
Voreuteraufhängung eingesetzt werden. Er vererbt sehr kurze Zitzen.
G’Swiss-Elite Jolden JOE-ET *TM WILLI *TM
CH 120.0584.9250.2
Mit Willi kommt ein weiterer Picard-Sohn in den Zweiteinsatz. Mit
der Blutkombination Picard x Denmark x Ragaz kann Willi sehr breit
eingesetzt werden. Mutter Wisel EX95 (LL 87 133 kg), Grossmutter
Waldi EX95 (LL 92 331 kg) und Ur-Grossmutter Jackson Wolga (LL
63‘069 kg) weisen eine ausgezeichnete Nutzungsdauer auf. Willi
vererbt eine mittlere Milchleistung mit einer Schwäche im Eiweissgehalt. Der Picard-Sohn vererbt ein gutes Exterieur mit 1.08 in der
Gesamtnote. Mit +2.43 weist er die beste Euternote aller Stiere im
KB-Angebot auf. Nach Schwächen sucht man vergebens in den
Euter- und Zitzenmerkmalen. Willi macht mittelgrosse Kühe mit einer
Schwäche in der oberen Linie. Ebenfalls zu beachten gilt es die eher
schmalen Becken und die eher weiche Fessel.
CH 120.0606.6273.3
Joe ist der erste – und vielleicht auch der einzige – Sohn von Jolden
im Zweiteinsatz. Mutter Europa Sirka gehörte 2005 zur Schweizer
Gruppe an der Europaschau in Verona. Joe ist über Jola, Sarina
und Sina dreifach auf Starbuck liniengezüchtet. Im Exterieur liegen
www.swissgenetics.ch
www.selectstar.ch
Stierenklassierung August 2012
Braunvieh
GZW
B%
ZW Milch
Fett %
Eiweiss %
ZW Zellzahl
ZW MBK
Euternote
Gesamtnote
Alonso-ET
Joe-ET
Willi
116
111
110
80
84
85
692
430
635
+0.09
-0.14
-0.04
+0.00
+0.01
-0.10
110
97
98
107
107
109
0.61
1.59
2.43
0.78
1.25
1.08
14
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
ALONSO
R. B. Picasso ALONSO ET *TM
KK: BB
CH 120.0620.4346.2
aAa: 165
Playboy-PICASSO x Jetway-JETWA EX94 x Dotson-SYLVIA EX90
12.12
59 Töchter / Filles
Milch / Lait kg:
F / MG kg:
F / MG %:
E. / P. kg:
E. / P. %:
GZW / VEG:
MIW / VL:
FIW / VF:
ÖZW / VEE:
B%: 83
54 Betriebe / Exploitations
+ 667
+ 34
+ 0.11
+ 23
+ 0.01
116
118
107
109
Ruebreed Alonso RIAL
Exterieur
Gesamtnote
Rahmen
Becken
Fundament
Euter
Widerristhöhe
Kreuzbeinhöhe
Flankentiefe
Brustbreite
Obere Linie
Beckenlänge
Beckenbreite
Beckenneigung
Lage Umdreher
Sprungg. Wink.
Sprungg. Auspräg.
Fesseln
Klauensatz
Voreuterlänge
Voreuteraufhäng.
Aufh. hi. Breite
Aufh. hi. Höhe
Eutertiefe
Euterboden
Zentralband
Zitzenlänge
Zitzendicke
Zitzenstellung
Verteilung vorne
Verteilung hinten
Zusatzz. lebend %
Zusatzz. blind %
Bemuskelung
BCS
Funkt. Merkmale
Persistenz
Normalgeburten
Melkbarkeit
Zellzahl
Nutzungsdauer
NRR Töchter
Rastzeit
-2
+0.78
+0.81
+0.88
+0.98
+0.61
Tö./Fi.: 37
+0.65
+0.87
+0.90
-0.38
+0.25
+0.45
-0.35
+0.21
+0.05
+0.52
-0.40
+1.05
+0.89
+1.49
-0.06
-0.16
+0.80
-0.39
-0.18
-1.76
+0.00
+0.70
-0.28
-0.30
-1.0
-10.0
+0.96
80
97
105
107
110
104
93
92
100
+2 Morphologie
Note globale
Gabarit
Bassin
Membres
Pis
Hauteur au garrot
Hauteur au bassin
Profondeur du flanc
Largeur poitrine
Ligne supérieure
Longueur bassin
Largeur du bassin
Inclinaison bassin
Position trochanterJarrets angle
Jarrets aspect
Paturons
Onglons
Longueur avant-pis
Attache avant-pis
Attache post. largeur
Attache post. hauteur
Profondeur du pis
Balance du pis
Ligament médian
Longueur des trayons
Grosseur des trayons
Position des trayons
Répartition ant.
Répartition post.
Tray. sup. actifs %
Tray. sup. inact. %
Musculature
BCS
Lagler Alonso LUBA
120 Car. fonctionnels
Persistence
Naissances normales
Aptitude traite
Cellules
Durée d‘utilisation
NRR filles
Repos
M: R.B. Jetway JETWA
Select Star SA 1241 Puplinge
Telefon 022 349 73 73
Fax 022 348 23 42
[email protected]
www.selectstar.ch
Kundendienst
079 347 25 15
Service clientèle
079 272 49 45
JOE-ET
n
me
h
Ra
n
ke
c
Be
ter
Eu
bis28.2.2013
50.–
KleinesSamenlager!
CH120.0606.6273.3G‘Swiss-EliteJoldJOE-ET*TMaAa:261
Z:Gisler’sSwiss-Elite,BürglenUR
Kommentar:
JOE-ET ist der erste und vermutlich einzige
JOLDEN-Sohn. In seinem Pedigree sind
die bekannten Kuhfamilien Starbuck JOLA
(Grossmutter) und Starbuck SARINA (Urgrossmutter) vereint. JOE vererbt eine mittlere Milchleistung. Die Stärken liegen klar
im Exterieur, woer hervorragendeWertein
Rahmen,BeckenundEutervorweisenkann.
BIENE
E:KündigAndreas,Sevelen
MARIA
Abstammung
FunktionelleMerkmale
DENMARK-ET
JOLA
JOLDEN-ET
CH120.0004.1467.5
4.06
3.67
NRR Stier
Persistenz
Leicht-/Normalgeb.
Melkbarkeit
Zellzahl
Nutzungsdauer
NRR Töchter
Rastzeit
LBE94899493/93EX
Ø 3L 8‘562
4.76
3.79
Gesamt-undTeilzuchtwerte
GZW
MIW
FIW
ÖZW
111
103
106
111
Produktion
GA
CH
G
G
GA
GA
GA
98
104
93
107
97
106
92
95
100
120
tief
tief
wenig
langsam
hoch
kurz
tief
lang
hoch
hoch
viel
schnell
tief
lang
hoch
kurz
ExterieurG
k.Kas.:BB
GBV12.12
Tö./Betr.:
72/68
B%
Milchkg
Fett
Eiweiss
84
+430
kg
%
ALEXANDRA
ausgesch.Töchter%7
80
UROPA
E
SERENA
SIRKA
LBE94929794/94EX
Ø3L 9‘904
E:SchwendenerMathias,Sevelen
+7
-0.14
kg
%
+15
+0.01
E:StoffelAnton,Unterterzen
AnzahlTöchter:48
-2
Gesamtnote
Rahmen
Becken
Fundament
Euter
Kreuzbeinhöhe (148.6 cm)
Flankentiefe (79.8 cm)
Brustbreite
Obere Linie
Beckenlänge (54.1 cm)
Beckenbreite (33.7 cm)
Beckenneigung
Lage Umdreher
Sprunggelenkswink.
Sprunggelenksauspräg.
Fesseln
Klauensatz
Voreuterlänge
Voreuteraufhängung
Aufhängung hi. Breite
Aufhängung hi. Höhe
Eutertiefe
Euterboden
Zentralband
Zitzenlänge
Zitzendicke
Zitzenstellung
Zitzenverteil. vorne
Zitzenverteil. hinten
Bemuskelung
Zusatzzitzen % blind
1.25
1.82
1.22
0.14
1.59
3.52
1.26
1.19
0.70
1.79
0.66
-0.01
-0.38
-1.54
0.40
-1.06
-0.36
-0.81
1.15
0.48
2.44
2.03
0.53
0.12
-1.68
-0.52
1.61
0.54
0.83
-0.48
klein
wenig
schmal
gesenkt
kurz
schmal
gestellt
hinten
gerade
voll
weich
flach
wenig
locker
schmal
tief
tief
gestuft
n. sichtbar
kurz
fein
n. aussen
weit
weit
leer
-2
-1
0
+1
Zusatzzitzen % lebend
+2
gross
viel
breit
erhöht
lang
breit
abgezogen
vorn
säbelbeinig
trocken
steil
hoch
viel
straff
breit
hoch
hoch
angehoben
l. gespalten
lang
grob
n. innen
eng
eng
voll
0
g
run
WILLI
üh
utf
Bl
te
Ra
NR
ter
Eu
bis28.2.2013
45.–
CH120.0584.9250.2WILLI*TMaAa:246
Z:ScherrerGerald,Gams
Kommentar:
WILLI ist mit seiner Blutführung PICARD x
DenmarkWISELxRagazWALDIspeziell.Die
Familie hat hohe Lebensleistungen. WILLI
hat eine gute Milchvererbung. Die Inhaltsstoffesindzubeachten.DieMelkbarkeitist
gut.InderExterieurvererbungstechendie
Euterheraus.DieZitzensindkurzundgut
verteilt.WILLIhateineguteNR-Rate.
MARANA
E:BürkiJohannes,Oberegg
MORCHEL
Abstammung
FunktionelleMerkmale
PICARD-ET
CH110.2440.9300.2
PLAYBOY-ET
FRAENZI
WISEL
LBE95949697/95EX
ENMARK-ET
D
WALDI
Ø7L10‘176
4.78
3.46
NRR Stier
Persistenz
Leicht-/Normalgeb.
Melkbarkeit
Zellzahl
Nutzungsdauer
NRR Töchter
Rastzeit
4.42
3.48
Gesamt-undTeilzuchtwerte
GZW
MIW
FIW
ÖZW
111
106
105
110
ausgesch.Töchter%5
80
LBE95939794/95EX
Ø 9L 9‘069
Produktion
108
G
92
CH 101
G
109
G
98
GA 103
GA 110
GA
89
100
120
tief
tief
wenig
langsam
hoch
kurz
tief
lang
hoch
hoch
viel
schnell
tief
lang
hoch
kurz
ExterieurG
k.Kas.:AB
GBV12.12
Tö./Betr.:
76/64
B%
Milchkg
Fett
Eiweiss
85
+635
kg
%
GUNA
E:PeterAlbert,Lienz
+22
-0.04
kg
%
+14
-0.10
E:JägerUeli,Hundwil
AnzahlTöchter:63
-2
Gesamtnote
Rahmen
Becken
Fundament
Euter
Kreuzbeinhöhe (144.8 cm)
Flankentiefe (79.1 cm)
Brustbreite
Obere Linie
Beckenlänge (53.2 cm)
Beckenbreite (33.2 cm)
Beckenneigung
Lage Umdreher
Sprunggelenkswink.
Sprunggelenksauspräg.
Fesseln
Klauensatz
Voreuterlänge
Voreuteraufhängung
Aufhängung hi. Breite
Aufhängung hi. Höhe
Eutertiefe
Euterboden
Zentralband
Zitzenlänge
Zitzendicke
Zitzenstellung
Zitzenverteil. vorne
Zitzenverteil. hinten
Bemuskelung
Zusatzzitzen % blind
1.08
-0.35
-0.02
0.80
2.43
0.31
-0.05
-0.25
-0.86
-0.41
-0.84
0.00
0.06
-0.88
0.13
-0.64
0.52
2.51
1.29
1.65
1.42
0.82
1.08
0.24
-1.31
-0.68
2.75
1.22
1.46
-0.19
klein
wenig
schmal
gesenkt
kurz
schmal
gestellt
hinten
gerade
voll
weich
flach
wenig
locker
schmal
tief
tief
gestuft
n. sichtbar
kurz
fein
n. aussen
weit
weit
leer
0
-1
0
+1
Zusatzzitzen % lebend
+2
gross
viel
breit
erhöht
lang
breit
abgezogen
vorn
säbelbeinig
trocken
steil
hoch
viel
straff
breit
hoch
hoch
angehoben
l. gespalten
lang
grob
n. innen
eng
eng
voll
-2
Info
Verbandsvorstand
in globo wiedergewählt
Jörg Hähni, Braunvieh Schweiz
Bei den Geschäften herrschte Einigkeit. Der Vorstand von Braunvieh Schweiz wurde für vier
weitere Jahre gewählt. Nach einem arbeitsintensiven Jahr konnte eine sehr gute Finanzlage
präsentiert werden. Die rund 600 Anwesenden wurden von der Verbandsleitung über diverse
Projekte informiert.
An der 115. Delegiertenversammlung im Zürcher
Kongresshaus nahmen knapp 600 Delegierte, Mitarbeitende und Gäste teil. Dabei herrschte bei allen
abzusegnenden Geschäften Einigkeit.
Diverse Projekte umgesetzt
Im vergangenen Geschäftsjahr wurden diverse
Grossprojekte realisiert. An erster Stelle stand dabei
die Zusammenarbeit mit swissherdbook. Folgende
Projekte wurden 2011 umgesetzt: Straffung des ZuchtGeehrte Kühe «Fitness Star» Berg und Tal
KIMBA – «Fitness Star» Tal
ALDA – «Fitness Star» Berg
TVD-Nr.
CH 120.0161.7501.0
CH 110.1922.2622.4
Eigentümer
Hähni Thomas
Fässler Bruno
Ort
Langrickenbach
Gonten
programms, Umsetzung Zuchtziel 2016, Einführung
Elitekuh-Programm, Ausbau Zuchtberatung, Events
2012 (BRUNA/Europaschau & Weltkongress), Neueingabe OB-Förderprogramm, neuer Verbandsname &
-Logo und Sanierung des Verbandshauses. Dabei
konnte trotz Rückgang der HB-Zahlen eine sehr gute
finanzielle Lage des Verbands präsentiert werden.
Im laufenden Jahr gab es weitere Projekte wie Einführung neuer Name & Logo, Renovation & Ausbau
Verbandshaus, Events 2012 mit BRUNA/Europaschau
und Weltkongress, LD-Chip, elektronische Mailbox
und Erstellung einer Tiergesundheitsdatenbank sowie
die Konsolidierung der gemeinsamen Informatik mit
swissherdbook bei Qualitas.
Vorstandsmitglieder in corpore gewählt
Für die nächste 4-jährige Amtsperiode wurde der
Vorstand gleich in corpore von den Delegierten
einstimmig wiedergewählt. Der alte und neue Präsident heisst Markus Zemp. Auch er wurde einstimmig
von der Versammlung bestätigt.
Hohe Lebensleistungen
Die geehrten Besitzer des Preises «Fitness Star» Berg und Tal mit Präsident Markus Zemp
und Direktor Lucas Casanova sowie Braunviehkönigin Barbara Rohrer. Bild: Braunvieh Schweiz
18
Präsident Markus Zemp konnte mit Starbuck Sambia
von Gody Bachmann aus Seewen SO eine Kuh für
die Lebensleistung von 175 000 kg Milch speziell
auszeichnen. Insgesamt 28 Besitzer von Kühen mit
mehr als 125 000 kg Lebensleistung wurden ebenfalls
geehrt. Darüber hinaus wurde zum 7. Mal ein Preis für
den «Fitness Star» Berg und Tal vergeben.
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Info
Geehrte Kühe mit einer Lebensleistung von über 125 000 kg Milch
Tiername
Bachmann’s BS Starbuck SAMBIA
KLARA
Nef Regal SIERRA
BEA
SARA
Haggenmacher’s Ensign MELITA
Elm Park Jetway PATTY-ET *TM
HALMI
BLONDI
COLETTE
ZINAL
HOLIDAY
POLKA
PRIMALI
Langenhard’s Jemstone JENNI
JOLY
NELLI
Rietberger’s Tamson WOLGA
Weierhus-BS Sento NINA
SINA
ILFRA
NORA
DANIELA
Horber’s Jetvin COLETTE
PALMA
ALMA
LINDA
TRIX
ZEMONI Pete Rose PROVA
TVD-Nr.
CH 110.9020.9786.1
CH 111.0100.3862.3
CH 110.0370.5397.8
CH 110.0080.5582.6
CH 110.2910.8270.7
CH 110.0200.7821.6
CH 110.2870.7414.3
CH 110.2940.8833.1
CH 110.0150.4542.1
CH 110.7280.4449.0
CH 110.4870.1897.8
CH 111.4640.2811.9
CH 110.4741.3584.8
CH 110.9131.0246.2
CH 110.0390.4522.3
CH 110.1321.5003.9
CH 111.0030.7019.7
CH 111.0130.7976.0
CH 110.0572.4689.3
CH 110.2230.7970.6
CH 110.5250.3351.2
CH 110.3821.0604.6
CH 110.4770.6237.0
CH 111.4010.2729.8
CH 111.0121.0693.1
CH 111.2061.0063.9
CH 110.5091.1697.2
CH 110.5071.1693.6
CH 110.2910.7890.8
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
LL Milch kg
176 884 kg
136 113 kg
133 364 kg
133 349 kg
133 315 kg
132 953 kg
132 617 kg
132 314 kg
132 010 kg
131 260 kg
131 204 kg
129 922 kg
129 414 kg
129 272 kg
128 895 kg
128 085 kg
127 995 kg
127 837 kg
127 292 kg
127 223 kg
126 551 kg
126 499 kg
126 263 kg
125 972 kg
125 787 kg
125 697 kg
125 551 kg
125 134 kg
125 048 kg
Eigentümer
Bachmann Gody
Schneller-Gurt Christian
Nef Andreas
Janka Balzer
Rutz Emil
Haggenmacher Adrian Emanuel
Schwegler Paul
Zäch Felix
Meier Stefan
Nef Andreas
Rohrer-Ehrler Anton
Zihlmann Eugen + Josef
Strebel-Rey Josef
Fellmann Pius + Benno
Hofer Urs + Thomas/Kündig Jakob
Odermatt/Wyrsch
Haas-Hörler Bruno
Rietberger Fritz
Stocker Rolf
Scherrer Jakob
THG Indergand / Marolf / Berger
Lötscher Christian + Hansjürg
Weibel Erwin
Guggia Provino + Flavio
Justizvollzugsanstalt Realta
Rutz Hansruedi
Schädler Carl
Fitzi Markus
Zeller Pirmin
Ort
Seewen SO
Felsberg
Ottikon b. Kemptth.
Obersaxen Meierhof
Niederbüren
Meilen
Ufhusen
Oberriet SG
Egg b. Zürich
Ottikon b. Kemptth.
Jonen
Schüpfheim
Buttwil
Uffikon
Rikon im Tösstal
Buochs
Appenzell
Malans GR
Neudorf
Ganterschwil
Altnau
Fürstenau
Bettwil
Isone
Cazis
Wolfertswil
Sirnach
Schönholzerswilen
Niederbüren
Die stolzen Besitzer
der Kühe mit
Lebensleistungen
über 125 000 bei der
Ehrung mit Präsident Markus Zemp
und Direktor Lucas
Casanova.
Bild: Braunvieh Schweiz
19
Info
Präsidialansprache an der
115. Delegiertenversammlung
Markus Zemp, Verbandspräsident
Nahrungsmittel produzieren ist auch in dieser Zeit wichtig für die Schweiz. Die raufutterbeonte Milchviehproduktion ist der richtige Weg. Dazu eignet sich Braunvieh bestens.
Auch Themen wie Gesundheitsdatenerfassung und genomische Selektion werden uns in
naher Zukunft beschäftigen. Daneben steht im Dezember mit der BRUNA, Europaschau
und Weltkongress die Schweiz im Mittelpunkt der gesamten Braunviehzucht.
reiche Schweiz weltweit am vierzehntmeisten Lebensmittel importiert, zeigt, dass Nahrungsmittel produzieren alles andere als von gestern ist.
Unter diesem Aspekt darf man die aktuelle Diskussion
um die zukünftige Agrarpolitik durchaus etwas kritisch
betrachten. Wenn wir heute schon mehr ökologische
Ausgleichsflächen haben als Getreideflächen, darf
man durchaus eine weitere Extensivierung kritisch
hinterfragen. Sollten die tierbezogenen Beiträge wirklich ganz abgeschafft werden, werden vor allem viele
Braunviehzüchter mit eher kleinen und deshalb viehintensiven Betrieben extensivieren müssen, falls sie nicht
weniger Direktzahlungen erhalten möchten.
Raufutterbetonte Fütterung
Markus Zemp,
Verbandspräsident.
Bild: Braunvieh Schweiz
Wir leben in einer unglaublich bewegten Welt. Stichworte wie internationale Schuldenkrise, Länder am
finanziellen Abgrund, Zerfall des Euros, Jugendarbeitslosigkeit in vielen Teilen der Welt, politische Umwälzungen in Nordafrika, internationale Migrationsströme
hin zu den vermeintlich reichen Ländern, Umweltkatastrophen in immer schnellerer Folge, weltweite
Ernährungskrise, das sind nur einige wenige Schlagwörter, welche die Welt in den vergangenen Monaten
beschäftigt haben.
In diesem Umfeld können wir Schweizer dankbar sein,
dass wir als Kleinstaat mit überschaulichen Strukturen
von vielen Verwerfungen verschont bleiben. Aber es
gibt zwei grosse Themen auf der Welt, welche insbesondere auch die Landwirtschaft und unsere Braunviehzucht betreffen werden:
Nahrungsmittelproduktion bleibt wichtig
Die Ernährung der Weltbevölkerung und die Klimaveränderungen mit ihren verheerenden Folgen haben
einen direkten Einfluss auf die Schweizer Landwirtschaft. Angesichts der Tatsache, dass gegen 1 Milliarde
Leute auf dieser Welt zu wenig zu essen haben und die
20
Die zunehmend kritisch werdende Versorgung der nach
wie vor stark wachsenden Weltbevölkerung rückt eine
Diskussion in den Vordergrund, nämlich die Konkurrenz um Nahrungsmittel zwischen den Menschen und
den Nutztieren. Konkret stellt sich beispielsweise die
Frage, wie sinnvoll es ist, wenn Milchkühe als Wiederkäuer mit hohen Mengen an Getreide und Soja gefüttert werden. Die aktuell stark steigenden Preise für Soja
und Getreide wegen tieferer Produktion als Folge von
weltweiten Dürren oder Überschwemmungen haben
bereits ihre Spuren hinterlassen.
In vielen intensiven Milchproduktionsgebieten der Welt
wird die Fütterung etwas extensiviert und die Milchproduktion ist überraschend stark gesunken. Entsprechend reagieren die Weltmärkte für Milchprodukte mit
steigenden Preisen. Es ist davon auszugehen und kann
ja nicht anders sein, dass auch bei uns die Milchpreise
steigen werden. Es wäre den Milchproduzenten mehr
als nur zu gönnen.
Eines ist für mich klar: Die Zukunft der Milchproduktion gehört der raufutterbetonten Fütterung. Hier
hat unser Braunvieh beste Karten. Die standortgerechte Fütterung ist angesichts der oben geschilderten
Entwicklungen das Zukunftsthema – wir haben dazu
die richtige Kuh!
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Info
Veränderungen bei Braunvieh Schweiz
Braunvieh Schweiz hat eine Zeit mit grossen Veränderungen und Herausforderungen hinter sich und
mit der BRUNA, der Europameisterschaft und dem
Weltkongress im Dezember noch vor sich. Mit dem
Konsolidieren der intensiven Zusammenarbeit aller
Zuchtorganisationen – Rinder und Kleinvieh – über die
Rassengrenzen hinweg, haben wir zukunftsträchtige
Strukturen.
Mit dem bald fertigen Um- und Erweiterungsbau im
Verbandsgebäude haben wir zudem die Grundlage
gelegt, dass Sie, liebe Braunviehzüchter, finanziell
nachhaltig davon profitieren können, die Liegenschaftserträge werden markant steigen.
Gesundheitsdatenerfassung und
genomische Selektion
in den Vordergrund rücken. Dank der Erfassung von
Gesundheitsmerkmalen im Rahmen des Nachzuchtprüfungsprogrammes werden wir die Chance haben,
züchterisch grössere Fortschritte bei der Zucht robusterer Kühe zu erzielen.
Die genomische Selektion entwickelt sich in immer
schnellerem Tempo. Hier gilt es, die Übersicht zu
bewahren und den richtigen Mix zwischen blindem
Vertrauen und grosser Skepsis zu finden. Jedenfalls ist
es wichtig, dass wir zusammen mit den KB-Organisationen eine seriöse Nachzuchtprüfung weiterführen
können.
Geschätzte Delegierte, meine Damen und Herren,
Braunvieh ist unsere Rasse, Braunvieh ist unser Stolz
und sichert vielen Familien die Existenz. Arbeiten wir
zusammen an der weiteren Entwicklung dieser tollen
Rasse. Ich danke Ihnen dafür.
In den kommenden Monaten werden züchterische
Herausforderungen zur Förderung unseres Braunviehs
d
dFrohe Weihnachten
d
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes Weihnachtsfest
und für das neue Jahr nur das Beste in Haus und Stall.
Das Team von Braunvieh Schweiz bedankt sich für das entgegengebrachte
Vertrauen und freut sich auf eine weiterhin angenehme Zusammenarbeit.
Über die Festtage sind wir wie folgt für Sie erreichbar:
27./28.12.2012Donnerstag/Freitag
03.01.2013
Ab Donnerstag sind wir zu den üblichen
Öffnungszeiten gerne wieder für Sie da.
Am 24./25./26.12.2012 sowie 31.12.2012 bleibt Braunvieh Schweiz geschlossen.
d
d
d
d
Info
Die neuen Mitarbeiter stellen sich vor
Priska Kälin: Lernende Kauffrau
Am 2. August habe ich bei Braunvieh Schweiz die Lehre als Kauffrau begonnen. Aufgewachsen bin
ich in Steinen, wo meine Eltern nahe am Lauerzersee einen Landwirtschaftsbetrieb bewirtschaften.
Schon von klein auf faszinierte mich die Braunviehzucht. Durch meine Geschwister wurde ich so
richtig vom «Braunvieh-Virus» angesteckt.
In meiner Freizeit helfe ich gerne zu Hause auf dem Betrieb mit. Ein wichtiges Hobby sind die Viehschauen. Ich freue mich jedes Jahr auf den Beginn der Schausaison. Mit meinen Geschwistern bereite
ich die Tiere jeweils auf die Schauen vor. Ich bin Mitglied bei den Schwyzer Jungzüchtern. Weiter bin
ich in der Leichtathletik aktiv und spiele Schwyzerörgeli in der Formation «SteiHirzÖrgeler».
Mein Start bei Braunvieh Schweiz ist mir sehr gut geglückt. Ich fühlte mich vom ersten Tag an
gut integriert und die Arbeit macht mir Spass. Ich könnte mir keinen interessanteren Lehrbetrieb
vorstellen.
Michael Eugster: Projektleiter Social
Media/Rassenpromotion, Fachbereich
Marketing/Verkauf
Nach der Matura und dem Studium der Agronomie
an der HAFL in Zollikofen mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft, freue ich mich, bei Braunvieh Schweiz
ins Berufsleben starten zu können. Ich bin geprägt
von meiner Herkunft auf dem Landwirtschaftsbetrieb meiner Eltern im Appenzellerland. Die Braunviehzucht begleitete mich bisher ein Leben lang. Sei
es auf dem elterlichen Hof im Stall, während dem
Studium oder als freier Mitarbeiter bei Agrarmedien,
wo ich rund um die Viehzucht berichten konnte.
Neben meiner Leidenschaft für das Braunvieh engagiere ich mich in diversen Vereinen und Komitees.
Ich möchte meine Leidenschaft für das Braunvieh in
den Verband einbringen und mithelfen, die Qualitäten der Braunen Kuh
zu kommunizieren, die
Rasse zu stärken und
stetig weiter zu entwickeln. Schweizer Braunvieh ist echte Schweizer
Qualität mit einer lebendigen Tradition. Es ist
ein Privileg für mich,
tagtäglich mit und für
solch tolle Tiere arbeiten
zu können.
22
Michaela Meier:
Assistentin der
Geschäftsleitung
Aufgewachsen bin ich in
Alosen, Kanton Zug, auf
einem Landwirtschaftsbetrieb mit Milchwirtschaft
und engagierter Braunviehzucht. Die Mitarbeit
auf dem elterlichen Betrieb,
der Umgang mit Tieren
sowie die Teilnahme an
Viehausstellungen bereiteten mir schon früh grosse Freude. Später verrichtete ich
bei diversen Schauen Sekretariatsarbeiten, was ich stets
mit Freude tat.
Nach der Schulzeit absolvierte ich in einem Immobilienunternehmen die Ausbildung zur Kauffrau. Kurze Zeit nach
dem Lehrabschluss bildete ich mich zusätzlich berufsbegleitend weiter und erwarb den Fachausweis als Bewirtschafterin.
Per Ende August 2012 durfte ich die neue spannende
Tätigkeit bei Braunvieh Schweiz als Assistentin der
Geschäftsleitung beginnen. Die neuen Aufgaben gefallen
mir sehr. Die Verbindung meiner beruflichen Tätigkeit mit
der Landwirtschaft macht meinen Job besonders attraktiv.
Es macht mich stolz, für Braunvieh Schweiz tätig zu sein.
Ich freue mich sehr auf weitere interessante Aufgaben,
spannende Begegnungen und packe mit vollem Einsatz
neue herausfordernde Arbeiten an.
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Info
Aus dem Vorstand
24. Oktober 2012
– Neuer Vertrag Anzeigenverwaltung CHbraunvieh:
Der bisherige Partner für den Inseratepool CHbraunvieh – die Firma MBV (Erich Brügger) – hat auf Ende
2012 den Vertrag gekündigt. Zusammen mit swissherdbook wurde eine neue Lösung erarbeitet. Mit der
Firma AgriPromo (Ulrich Utiger, vormals Verlagsleiter
Schweizer Bauer) konnte eine neue Lösung erarbeitet werden.
–
Aceton-Screening durch Suisselab: Seit Kurzem
kann der Acetongehalt bei allen Milchproben routinemässig bestimmt werden. Es ist noch unklar, wie
genau die dafür verwendete Kalibrierung ist. In
einer Versuchsphase von rund einem Jahr sollen nun
Daten erhoben werden, um später zu entscheiden,
in welcher Art und Weise diese neue Möglichkeit
genutzt werden kann.
–Neue Tierzuchtverordnung: Der Bundesrat hat am
31. Oktober 2012 die total revidierte Tierzuchtverordnung verabschiedet. Mit der Totalrevision
der Tierzuchtverordnung sollen die Bundesbeiträge
wirkungsvoller zur Förderung einer hochstehenden
eigenständigen Zucht eingesetzt werden. Finanziell
stärker unterstützt werden reinrassige Herdebuchtiere
(Erhöhung von bisher Fr. 10.– auf neu Fr. 12.–) sowie
die lineare Beschreibung und Einstufung beim Rindvieh (Erhöhung von bisher Fr. 8.– auf neu Fr. 9.–).
Die Beiträge je Herdebuchtier werden nur ausge-
Wir bauen anders.
richtet, sofern die Eltern und Grosseltern im Herdebuch der gleichen Rasse eingetragen sind und das
Herdebuchtier einen Blutanteil von mindestens
87.5 % der gleichen Rasse aufweist. Herdebuchtiere,
welche diese Anforderungen nicht erfüllen, erhalten
neu nur noch den halben Herdebuchbeitrag. Die
Herdebuchbeiträge werden neu erst für abgekalbte
Rinder (bisher fünf Monate trächtig) ausbezahlt.
–Optimierung Zuchtprogramm: Es fand eine Eintretensdiskussion zum künftigen Zuchtprogramm statt.
In den letzten Jahren wurde die Anzahl Prüfstiere
um ca. einen Drittel reduziert. Infolgedessen drängt
sich eine weitere Reduktion der Anzahl Prüfbetriebe
auf. Heute haben wir Testverträge mit rund 6600
Betrieben. Kalkulationen zeigen, dass rund 4000
Betriebe genügend wären. Der heutige Überbestand
an Testbetrieben führt dazu, dass die Einsatzbestimmungen häufig nicht eingehalten werden (können).
Als Folge davon werden rund 10 000 Kühe je Jahr zu
Unrecht gratis linear beschrieben. Es wird nun darum
gehen, das Zuchtprogramm den heutigen Anforderungen anzupassen. In Zukunft wird zudem erwartet,
dass die Testbetriebe auch bereit sind, Gesundheitsdaten zu erfassen. Die neuen Bestimmungen werden
spätestens im 1. Quartal 2013 erlassen.
–Reglement für Halteprämien: Auf Antrag der Stierenhaltervereinigung wurde die Anzahl Nachkommen
für Halteprämien von 25 auf neu 18 gesenkt. Die
neue Regelung gilt ab Frühling 2013.
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Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
23
Info
Diverse Übergangsfristen für Rindviehställe
laufen am 01.09.2013 ab
Regula Kennel, BVET
Zweckmässiger
und moderner
Braunvieh-Stall im
Kanton St. Gallen.
Bild: Braunvieh Schweiz
Ab dem 1. September 2013 gilt für alle Rindviehställe,
was bisher nur für Neubauten vorgeschrieben war:
Der Liegebereich für Jungvieh muss mit ausreichend
geeigneter Einstreu oder mit einem weichen, verformbaren Material ausgestattet sein. Zudem gelten bei
vollperforierten Böden höhere Mindestflächen. Auch
die Übergangsfrist für Einflächen-Tiefstreubuchten für
Mastrinder läuft am 01.09.2013 ab. Zudem dürfen
Kälber nur noch zum Tränken zu ihren angebundenen
Mutterkühen gelassen werden.
Die Übergangsfrist für
Beton-Vollspaltenbuchten läuft ab
Beton-Vollspaltenbuchten werden den Anforderungen
von Rindern an eine Liegefläche nicht gerecht. Die
Härte des Bodens wirkt sich ungünstig auf das Liegeverhalten aus und hat häufig Schäden im Bereich der
Gelenke zur Folge. Zudem ist die Trittsicherheit beson-
o
an der Swiss Exp
Besuchen Sie uns
.2013
0.1
.–2
17
ne
san
Lau




ders bei älteren Betonspaltenböden oft ungenügend.
Die Tierschutzverordnung verlangt deshalb für Kälber,
Kühe, hochträchtige Rinder und Zuchtstiere eine
Liegefläche mit ausreichend geeigneter Einstreu. Für
Jungvieh gilt, dass «ein Liegebereich vorhanden sein
muss, der mit ausreichend geeigneter Einstreu oder mit
einem weichen, verformbaren Material versehen ist»
(Art. 39 Abs. 2).
Als weiches, verformbares Material kommt eine
Gummiauflage in Frage. Die Qualität der Liegefläche
in Vollspaltenbuchten wird durch diese Auflage nachweislich verbessert. Die erwähnte Vorschrift gilt seit
dem Inkrafttreten der revidierten Tierschutzverordnung
am 1. September 2008 für neu errichtete Ställe. Tierhaltungen, die zu diesem Zeitpunkt schon bestanden,
wurde bezüglich der Anpassung der Bodenqualität
eine 5-jährige Übergangsfrist gewährt. Bis am 31.
August 2013 müssen aber alle Betriebe mit BetonVollspaltenbuchten die Spaltenböden mit einer Auflage
aus weichem, verformbarem Material ausstatten.
Das Liegeverhalten von in Vollspaltenbuchten gehaltenen Rindern wird nicht nur von der Bodenqualität,
sondern auch vom Platzangebot beeinflusst. Mehr
Fläche bedeutet zum Beispiel, dass die Tiere auch Liegepositionen mit ausgestreckten Beinen einnehmen oder
im Liegen mehr Abstand zueinander halten können. Für
Tiere bis 200 kg sind 1.8 m2, von 200–250 kg 2.0 m2,
von 250–350 kg 2.3 m2, von 350–450 kg 2.5 m2 und
über 450 kg 3 m2 erforderlich. Die Besatzdichte in den
Vollspaltenbuchten muss bis spätestens 31. August
2013 diesen Vorgaben entsprechen.
www.bvet.admin.ch
Fortschrittlichste Technik und
Fortschrittlichste Technik und
kompetenter Service für Sie
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und
Ihre Kühe
Fortschrittlichste
Technik und
und
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Melkmaschinen
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Ihre Kühe
-und
Fahrbare
Melkmaschinen
Ihre
Kühe
- Rohrmelkanlagen
- Rohrmelkanlagen
- Melkstände
Melkstände
-- Fahrbare
Melkmaschinen
Melkroboter
Melkroboter
-- Rohrmelkanlagen
Computerfütterungs und
Computerfütterungs und
- Managementsysteme
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Aufstallungssystemeund
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24
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Info
Wichtig bei TVDMeldungen
Geschnitzte Kuh aus Ahorn
27 cm 3 25 cm
OSKAR GRÜTER, Braunvieh Schweiz
In letzter Zeit stellen wir vermehrt fest, dass Geburtsmeldungen
an die TVD nicht ganz korrekt erfolgen und Braunvieh Schweiz
deswegen nicht alle Daten übermittelt erhält. Wir rufen deshalb
alle Züchter auf, bei den Geburtsmeldungen in jedem Fall Braunvieh Schweiz als Zuchtorganisation anzugeben. Dies ist auch
dann notwendig, wenn für das Kalb kein Ausweis gewünscht
wird oder wenn eine Totgeburt gemeldet wird. Fehlt nämlich bei
der Geburtsmeldung die Zuchtorganisation, dann werden uns
das Abkalbedatum und die Nummer des Kalbes nicht in jedem
Fall übermittelt.
Weiter ist bei Abgangsmeldungen zu beachten, ob ein Tier
endgültig den Betrieb verlässt, oder ob dies nur vorübergehend
der Fall ist. Solche Temporär-Abgänge z.B. für eine Ausstellung,
zur Aufzucht, während der Galtzeit oder zur Sömmerung – sind
unbedingt als temporär zu melden. Korrekte Meldungen mit dem
Vermerk temporär werden bei Braunvieh Schweiz so registriert,
dass das Tier sowohl in der Tierliste des Permanent-Betriebs wie
auch in der Tierliste des Temporär-Betriebs (z. B. Aufzuchtbetrieb)
aufgelistet bleibt.
Willi Stähli
Bildhauer
Amselweg 5
3855 Brienz
Tel. 033 951 16 58
Natel 079 885 82 84
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24.1.2011
9:15 Uhr
Seite 1
Züchter-News
Martin Rust, Braunvieh Schweiz
In Erinnerung an einen grossen Braunvieh-Freund
Kochen, backen und heizen
Senden Sie mir Prospekte über :
Holz- und Kombiherde
Zentralheizungsherde
Brotbacköfen
Knetmaschinen
Holzfeuerungskessel
CHb 311
Der bekannte und beliebte Braunviehkenner Willy Allemann ist
am 27. November an den Folgen eines Fahrradunfalls verstorben.
Er hat sich als Ahnenforscher in der Braunviehzucht einen
Namen gemacht. In unzähligen Arbeitsstunden hat er ein umfassendes Nachschlagewerk mit Hunderten von Braunviehstieren
geschaffen. Er hat sich dabei in den Archiven der Zuchtverbände
im In- und Ausland einen gewaltigen Wissensschatz angeeignet.
Willy wird seinen zahlreichen Freunden als kompetenter Braunviehkenner und liebenswürdiger Mensch in bester Erinnerung
bleiben.
Wärmespeicher
Pellet-Heizkessel
Pellet-Lagersysteme
Wärmepumpen
Solaranlagen
Name
Vorname
Beruf
Strasse
PLZ/Ort
Telefon
Willy Allemann (rechts), wie man ihn bestens kannte und schätzte,
beim Studieren von Dokumenten. Bild: Braunvieh Schweiz
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Ofenfabrik Schenk AG
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Ausstellung in
unserer Fabrik!
25
Info
Blitzlicht
50 Jahre Milchkontrolleur
Seit November 1962 ist Dres Boss aus der Falchern/
Schattenhalb als Milchkontrolleur tätig. Seine erste
Milchkontrolle machte er bei der Familie A. Anderegg
auf dem Hof Falchern in Schattenhalb. Im Laufe dieser
Jahre hat er während drei Generationen auf dem Hof
die Milchkontrolle durchgeführt. Die VZG Schattenhalb
dankt ihm für seinen treuen Einsatz in den 50 Jahren.
Alfred Anderegg sen., Dres Boss, Dres Anderegg, Christine
mit Kind Valerie Anderegg, Erika Anderegg (v. l.). Bild: zvg
Agenda:
Sa. 22.12.12
Fr.
28.12.12
Schwyzer Junior Show 2012, Rothenthurm/SZ
Zucht- u. Nutzviehauktion in Rothenthurm SZ
Mi. 23.01.13
Chommle Tagesauktion, Gunzwil (LU BVZV)
Sa. 02.02.13
Zucht- u. Nutzviehauktion in Rothenthurm SZ
Sa. 02.03.13
Zucht- u. Nutzviehauktion in Rothenthurm SZ
Mi. 20.03.13
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Zentralschweizer Vertragsaufzucht
Beste Betreuung für ihre Tiere - ganz in der Nähe
Sie suchen noch Aufzuchtplätze für Ihre Jungtiere?
In der Zentralschweiz finden Sie den geeigneten Betrieb.
Die aktuelle Liste der Zentralschweizer Aufzuchtbetriebe finden
Sie unter: www.vieh-zentralschweiz.ch
Wir wünschen schöne Festtage und danken für die gute Zusammenarbeit.
Viel Erfolg auch im neuen Jahr mit Braunviehtieren aus der Zentralschweiz.
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26
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CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
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Info
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gute Gesundheit und eine hohe Lebensleistung der
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und der Verzehr steigen können. In einem Versuch der
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Lebendhefen täglich 1.7 kg mehr Milch.
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Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
29
Porträts
Elitekühe bringen Stars von morgen
Andreas Kocher, Braunvieh Schweiz
Eine Elite-Kuh zu melken, ist schon etwas Spezielles. Sie gehört
nämlich zum besten Prozent unserer Schweizer Braunviehpopulation. Davon gleich mehrere besitzt Georg Florin aus
Serneus. In Spitzenzeiten konnte der Viehhändler und Züchter
zehn solcher Elite-Tiere zu den Seinen zählen.
Zolivo Susi vereint
super Euter mit viel
Milch.
Bild: Han Hopman
Im kleinen Dorf Serneus vor Klosters bewirtschaftet
Georg Florin einen Milchwirtschafts- und Viehhandelsbetrieb. Obwohl während zwei Monaten kein Sonnenstrahl bis zum Stall gelangt, gibt es mehrere Lichtblicke
darin. Bei 19 Plätzen erfüllten 10 Kühe die Anforderungen für das Label Elite. Dies weiss der Viehhändler
auch zu nutzen. Nachdem Gardan Gerda (Elitekuh)
an der Europameisterschaft in Rotholz zur Schöneutersiegerin der mittleren Klasse und zur Ehrenerwähnung gekürt wurde, öffneten sich die Türen und Tore
für den Export. Seit diesem Zeitpunkt begrüsst Florin
öfters Kunden aus dem nahen Ausland in seinem Stall
und exportiert regelmässig gute Schweizer Braunviehgenetik. Von den rund 60 Tieren, welche von August
bis Januar abkalben, bringt er dank diesen «speziellen»
Kühen auch mehrere Nutzkühe an den Mann.
Der Mehrwert einer Kuh mit Elite-Status sei monetär
jedoch nicht zu beziffern. Sobald die Kuh ein TopEuter besitze und aus einer abgesicherten Kuhfamilie
komme, sei der Erlös viel höher, ob Elite oder nicht.
Grosses Vertrauen in junge Genetik
Rund 25–30 % der Belegungen finden mit Jungstieren
statt, die hohe genomische Zahlen aufweisen. «Es ist
wichtig, dass man sich mit neuen Methoden ausei­
nandersetzt und diese auch nutzt», ist Florin überzeugt. Alles auf eine Karte zu setzen wäre jedoch ein
viel zu hohes Risiko. So kommen je nach Blutführung,
Leistungs- sowie Exterieur-Eigenschaften der Mutter
verschiedene Jungstiere zum Einsatz. Der Euterfan mag
besonders Ace-Gene im Pedigree.
Sinn oder Unsinn?
Abgesicherte Kuhfamilien sind in der Viehzucht enorm
wichtig. Dies stellt man an Jungstieren mit hohen
genomischen Zuchtwerten fest. Die Höchsten sind
aus ganz speziellen Kuhfamilien wie Premium Bonita,
Starbuck Jola, Camelot Cafina etc. Die Chance, dass
aus noch unbekannten Kuhfamilien Jungstiere für die
KB angekauft werden, steigt mit diesem Label auch.
Anforderungen für eine Elitekuh
MIW
ZW Milch
ZW Zellzahl
Exterieur (LBE)
1. Lakt.
2. Lakt.*
3. ff Lakt.*
Mutter der Elitekuh
30
>= 120
>= +400 kg
>= 90
Euternote
>= 82
>= 84
>= 86
Gesamtnote
>= 83
>= 86
>= 88
>= 80
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Familie Florin mit 100 000-kg-Kuh Starbuck Stara, welche die Zucht von Florin sehr prägt. Bild: Braunvieh Schweiz
Daher macht es Sinn, den besten Kühen diesen Brand
(= Marke) zu geben und die vergünstigten Untersuchungstarife für genomische Zuchtwerte von solchen
zukunftsversprechenden Jungstieren zu nutzen.
Alle Stiere, die Georg Florin bis anhin verkaufte, wurden
im Auftrag von Swissgenetics untersucht. Da er aber
an seine Kuhfamilien glaubt, wird er wahrscheinlich die
Tau-Tochter Grazia (Elitekuh), eine Tochter von Gardan
Gerda, auf eigene Rechnung typisieren lassen.
Elitekühe alpen?
Der Alpmeister macht keine Ausnahmen, wenn
es darum geht, seine Alp zu bestossen. Rund 2/3
seiner Tiere weiden zwischen Anfang Juni und Ende
September auf der Alp Novai in Klosters. Es bleiben
nur Kühe zu Hause, welche frisch in Laktation sind.
Die Körperkondition ist beim Verkauf sehr wichtig.
Darum muss man auch den gesunden Menschenverstand walten lassen, wenn es darum geht, Kühe etwas
früher in die Stallfütterung zu nehmen. Vor allem junge
Kühe brauchen viel Energie, welche sie neben der
Milchproduktion für die Körperentwicklung benötigen.
Daher bedarf es einer individuellen Betrachtung jedes
einzelnen Tieres.
Für die Zukunft verspricht sich Georg Florin sehr
viel von seinen Elitekühen. Er wird diese weiter über
Embryotransfer nutzen und dabei auch Jungstiere bei
der Anpaarung berücksichtigen. Damit erhofft er sich
einen Genetikvorsprung und somit grössere Chancen
beim Stierverkauf.
www.braunvieh.ch ➔ Zuchtwertschätzung
[email protected]
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Tau Grazia, von welcher Georg Florin eine genomische Zuchtwertschätzung machen will.
Bild: KeLeKi
Betriebsspiegel
Georg Florin, Auhof/Badstr. 91, 7249 Serneus
Lage: 1000 m ü. M.
Betriebsgrösse:
25 ha Landw. Nutzfläche, davon 7.5 ha Kunstwiese
Tierbestand:25 Kühe, 60 eigene Rinder (42 GVE/Jahr), Pensionspferde
Lieferrecht:18 000 kg/Mt. für Nordostmilch (vor 4 Jahren mit
Kälbermast aufgehört und das Lieferrecht gekauft)
Fütterung Kühe:
Winter: Heu, Emd, Maissilage, Grassilage, Zuckerrübenschnitzel
Sommer: Heu, Emd, Maissilage, Zuckerrübenschnitzel,
Nachtweide, 2/3 der Kühe Alpung
Fütterung Rinder:
Öko-Heu und gute Silage
Betriebsdurchschnitt:
Ø 8702 kg, F: 3.95 %; E: 3.57 %
Aktuelle Besamungsstiere:Tango, Nelgor, Optimis-Stiere, ältere Genetik wie Ace,
Nesta, Collection usw.
Aufstallungssystem Kühe:Anbindestall
Arbeitskräfte:Nicole und Georg Florin mit den Kindern Marc (7 J.),
Larissa (5 J.) und Lyana (3 J.)
Während 6 Mt. im Sommer ein landw. Mitarbeiter
31
Porträts
Viehzucht und Waldwirtschaft
geben den Takt an
Michael Eugster, Braunvieh Schweiz
Der Betrieb der Familie Markus und Heidi Dörig liegt eingebettet in der hügeligen Landschaft des Appenzellerlands rechts abfallend vor dem Innerrhoder Dorf Haslen. Der gepflegte Viehbestand und der neu erbaute
Laufstall, mit viel Holz, sind eine wahre Freude. Damit befindet man sich bereits bei zwei der wichtigsten
Dinge im Leben von Betriebsleiter Markus Dörig: Holz und Viehzucht.
Markus und Heidi
Dörig mit ihren Kindern Stefan, Christian
und Franziska.
Bilder: Familie Dörig,
Braunvieh Schweiz
Der engagierte und aktive Viehzüchter geht während
der Wintermonate im Forstteam Haslen einem
strengen und zeitintensiven Nebenerwerb nach.
Als Mitgründer des Forst-Teams Haslen arbeitet
Markus Dörig das ganze Winterhalbjahr durch in
den Waldungen des Appenzellerlands. Neben den
alltäglichen Forstarbeiten führt das Forst-Team auch
Spezialarbeiten mit einem mobilen Kippmast und
einem Bagger mit angebautem Prozessor durch. Sie
übernehmen Holzschläge ab Stock oder im Aufwand.
Neben der Abwechslung und dem Zusatzverdienst
schätzt Markus auch die Zusammenarbeit mit Benedikt Dörig und Markus Speck und bezeichnet das
Holzen als grosse Leidenschaft.
Nebenerwerb als wichtiges Standbein
Mit noch mehr Engagement wie dem Holzen widmen
sich Markus Dörig und seine Familie der Viehzucht.
Von seinem Vater konnte er zusammen mit seiner Frau
Heidi den Betrieb 1994 übernehmen. Davor absol32
vierte er die Landwirtschaftliche Schule und arbeitete
anschliessend während vieler Jahre Voll- und später
Teilzeit als Besamungstechniker. Da sich diese Tätigkeit
immer weniger mit der Führung des eigenen Betriebs
vereinbaren liess, verschob sich die Nebenerwerbstätigkeit der Familie Dörig eben noch mehr ins Holz.
Wann immer Markus einer Tätigkeit ausser Haus
nachgeht, kümmert sich Heidi um den Viehbestand,
so dass Markus seine Tiere immer gut umsorgt weiss.
Für Markus Dörig eine Grundvoraussetzung, um überhaupt einer ausserbetrieblichen Tätigkeit nachzugehen.
Betriebsvergrösserung und Neubau Laufstall
Im Jahr 2007 bot sich der Familie Dörig die Möglichkeit,
gleich zwei Betriebe von Nachbarn in Pacht zu übernehmen. Zum Betrieb gehören mittlerweile 26 Hektaren Wiesland und 13 Hektaren Wald. Eine Ausweitung
der Stallungen wurde durch die Betriebsübernahmen
nötig, und der Anbau des Laufstalls wurde forciert. Im
August 2011 konnte dann der neue Stall mit Platz für
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Porträts
40 Milchkühe in Betrieb genommen werden. Markus
Dörig zeigt sich von den Vorteilen des Laufstalls für Tier
und Mensch überzeugt.
Dreimal auf Betriebsmanagementliste
So fühlen sich die 32 Milchkühe im neuen Laufstall
sichtlich wohl und auch die Produktionszahlen der
Milchviehherde stimmen. Zum dritten Mal hat es der
Betrieb Dörig in die Betriebsmanagementliste von
Braunvieh Schweiz geschafft. Die Kombination von
Produktionswerten wie Milchleistung, Fruchtbarkeit,
Gesundheit und Langlebigkeit sind daher beispielhaft.
Wenngleich der Betriebsleiter bemerkt, dass er da und
dort die Kennzahlen der Herde gerne weiter verbessern
würde. Nach dem Motto «Stillstand ist Rückschritt», ist
es das erklärte Ziel der Familie Dörig, die Herde stets zu
verbessern. Das Zuchtziel im Betrieb ist denn auch klar
und wird konsequent umgesetzt. Rahmen, Becken,
obere Linie und Gehalt müssen stimmen. Besamt wird
ausschliesslich mit Stieren, die diese Anforderungen
erfüllen und obendrein mindestens 500 kg Zuchtwert
ausweisen können. So verkleinert sich die Auswahl der
Stiere auf nur mehr eine Handvoll, welche dann im
hofeigenen Container gelagert und eingesetzt werden.
Betriebsspiegel
Lage:
730 m ü. M., Bergzone I
Betriebsgrösse:
26 ha Wiesland 13 ha Wald
Tierbestand:
32 Braunviehkühe 13 Rinder 7 Kälber
Fütterung Milchvieh:
Winter: Grassilage, Heu, Emd, Silomais und
Zuckerrübenschnitzel
Sommer: Halbtagesweide, Grassilage, Heu, Leistungsfutter ganzjährig nach Bedarf.
Milchverwertung:
200 000 kg Lieferrecht, Walter Arnold
Aufstallungssystem:Laufstall (Bj. 2011), 40 Milchkühe, 6er-Tandem-Melkstand, Anbindestall für Rinder und Jungvieh
Zuchtziel:Konsequente Zucht auf Rahmen, Becken, obere Linie,
Inhaltsstoffe und Milch
Top-Kühe:Punch Angela, Proco Maia, Etiphro Nora, Broadway
Bluemli, 5 Glenn-Töchter
Arbeitskräfte:Markus und Heidi Dörig, Mithilfe der drei Kinder Stefan,
Christian und Franziska
Nebenerwerb:Teilhaber Forst-Team Haslen GmbH, Vollzeit während
Winterhalbjahr
Dreimal 100 000 kg Milch
Im Frühjahr 2011 feierte die VZG Haslen ihr 100-jähriges
Bestehen. Die Familie Dörig hatte an diesem Tag das
Glück, gleich drei Kühe mit über 100 000 kg Milch auf
den Schauplatz bringen zu dürfen. Ein besonderes und
wohl einmaliges Erlebnis für die ganze Familie und ein
Zeichen der guten Tierpflege, welche die Kühe auf dem
Betrieb erhalten.
Engagement für die braune Kuh
Neben seiner Frau kann sich Markus Dörig auch immer
auf die tatkräftige Unterstützung seiner beiden Söhne
und der Tochter verlassen. Mit den beiden Söhnen
Stefan und Christian scheint auch bereits die Nachfolge
geklärt zu sein, absolvierten doch beide die Ausbildung
zum Landwirt und pflegen wie ihr Vater die gleiche
Passion für Holz und Vieh. Auf die Unterstützung der
Familie ist Markus Dörig auch dann angewiesen, wenn
er einer seiner Tätigkeiten in der Viehzucht nachgeht.
Als Gründungspräsident der Züchtergruppe Appenzell
Innerrhoden, als Kantonaler Viehschauexperte oder
als Vizepräsident des Kantonalverbands der Appenzellischen Viehzuchtgemeinschaften, wo gerade die
Kantonalschau der beiden Appenzell im kommenden
Frühjahr ansteht, engagiert sich Markus Dörig bereits
seit Langem für das Wohl der braunen Kuh. Die braune
Kuh hat Zukunft, davon ist Markus Dörig überzeugt,
und daran arbeitet die Familie Dörig tagtäglich.
Dreimal 100 000 kg
an der Jubiläumsschau Haslen 2011.
Kippmast des ForstTeams Haslen.
www.forstteam-haslen.ch
[email protected]
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
33
Porträts
Dank gehaltsreicher Braunviehmilch
gibt’s einen besseren Milchpreis
Daniel Hofstetter, Braunvieh Schweiz
Mit dem Stallneubau wagt sich der Freiburger Braunviehzüchter Pius Robatel in die Offensive. Mit seiner
leistungsstarken Braunviehherde nutzt er die Vorteile und kann dank den hohen Inhaltstoffen einen
beachtlichen Milchpreis erwirtschaften. Mit Ella, einer Eros-Tochter, stellte er die Miss an der Regionalschau
Riffenmatt. Sie belohnte ihn für den züchterischen Aufwand.
Mit dem Bau eines neuen Laufstalles für 50 Milchkühe
setzt Pius Robatel im freiburgischen Gurmels weiterhin
auf die Milchwirtschaft. Der Einzug seiner Braunviehherde Mitte April 2012 in den neuen Laufstall
ermöglicht dem Betriebsleiter mehr Lebensqualität.
Arbeitstechnisch wurde alles so eingerichtet, dass die
Abläufe im Stall einer allein bewältigen kann.
«Um längerfristig eine hohe Wertschöpfung in der
Milchproduktion zu erzielen, muss ich mit tiefen
Fremdkosten auskommen», meint Pius Robatel betreffend Zukunft für seinen Betrieb.
Beweggründe für den Stallneubau
Blick in den neuen
Stall. Dieser bietet
den Braunviehkühen
besten Kuhkomfort
und ist für den Betriebsleiter arbeitstechnisch optimal
eingerichtet.
Da der Eigentümer der Pachtliegenschaft keine Investitionen mehr tätigen wollte, war er gezwungen, selber
aktiv nach Lösungen zu suchen. Mit dem Verlust von
Pachtland mit den dazugehörenden Ökonomiegebäuden, die er nebst seinem Betrieb bewirtschaftet,
verlor er auch den dazugehörenden Milchviehstall.
Deshalb war der Betriebsleiter gezwungen, eine
zukunftsträchtige Lösung zu suchen.
Die Gemeinde Gurmels wollte sich schon länger am
Nitratprojekt beteiligen, um die eigenen Wasserquellen
längerfristig zu sichern. Pius Robatel unterstützte aktiv
die Idee, weil er einige Landflächen in diesen Gebieten
nutzt. Da er seine Leidenschaft in der Viehzucht hat,
tauschte er einen Teil seines Ackerlandes mit Grünland
in der Zone des Nitratprojekts ab. Dadurch sicherte er
sich das nötige Grünland für das Raufutter seiner Herde.
Zudem erwarb der weitsichtige Unternehmer noch
einige Grünlandflächen. – Die Basis war nun geschaffen
und das Vorhaben Stallneubau wurde realisiert.
Guter Milchpreis
Die Braunviehmilch wird von der Cremo zu Freiburger
Vacherin AOC verarbeitet. Die silofreie Milch wird
ansprechend bezahlt. Momentan erhält Pius Robatel
einen Grundpreis von 73 Rappen, plus 3 Rappen für
silofreie Milch. Mit den hohen Inhaltstoffen der Braunviehmilch holt er regelmässig Gehaltszuschläge von bis
zu 8 Rappen.
Auch dieser Umstand motiviert den Braunviehzüchter,
weiterhin in die Milchproduktion zu investieren. Mit
dem Einzug in den neuen Laufstall kann zudem die
Fütterung optimiert und der Raufutterverzehr erhöht
werden.
Seit Generationen Braunvieh
Im Kanton Freiburg sind die Braunviehbetriebe in
Unterzahl. Die Familie Robatel hat seit drei Generationen immer nur Braunviehzucht betrieben. Sie
schätzen die Stärken des Braunviehs und setzen seit
Jahren bei der Anpaarung auf die Inhaltstoffe. Dieser
Vorteil wird, wie bereits erwähnt, vom Milchverarbeiter
honoriert. Im Gespräch mit den Berufskollegen in der
Region gelten die Inhaltstoffe und die Langlebigkeit
der Braunviehkuh als grosser Trumpf gegenüber den
anderen Rassen. Dies motiviert Pius Robatel weiterhin,
die Zucht laufend zu verbessern und Chancen im
Markt auszunutzen.
Züchterischer Vergleich
Die Möglichkeiten, mit seinen Braunviehtieren an einer
Schau teilzunehmen, sind in der Region eingeschränkt.
34
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Betriebsspiegel
Pius Robatel, Monterschu 114, 3212 Gurmels
Lage:
620 m ü. M.
Betriebsgrösse:23 ha landw. Nutzfläche, davon 8 ha
Pachtland, 2.5 ha Ackerland (Triticale,
Mais für Grünfütterung + Maiswürfel,
19.5 ha Kunstwiesen + Naturwiesen,
1 ha Wald
Tierbestand:35 Stk. Kühe, 25 Stk. Aufzuchtrinder,
Jungvieh wird während 100 Tagen
gesömmert, Erstkalbealter 30–32
Monate
Leistungsdaten:7638 kg Milch, 4.14 % Fett, 3.61 %
Eiweiss
Fütterung:
Sommer: Halbtagesweide, Eingrasen,
Maiswürfel, Ausgleichsfutter, Mineralstoffe und Salz
Winter: Dürrfutter, Maiswürfel,
Getreidemischung, Proteinkonzentrat,
Leistungsfutter, Mineralstoffe und Salz
Milchverwertung:246 000 kg Lieferrecht, Siloverbot,
Cremo verarbeitet Milch zu Freiburger
Vacherin AOC
Arbeitskräfte: Betriebsleiter, Mithilfe Vater Josef
Robatel und ein Lehrling
Unternehmerische Denkweise
Im Gespräch mit Pius Robatel kommt die weitsichtige
Denkweise klar zum Ausdruck. Mit den grossen Investitionen wagt er die Offensive. Er nutzt die Chancen wie
mit dem Nitratprojekt auf eine umweltgerechte Bewirtschaftung. «Die momentane Situation ist schwierig.
Aber wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen.»
«Ich habe immer langfristige Ziele gesteckt und an
einer positiven Einstellung festgehalten», meint Pius
Robatel auf die Frage, wie er die Zukunft als Milchproduzent sehe.
[email protected]
Pius Robatel ist
glücklich über die Realisierung des neuen
Ökonomiegebäudes.
Bilder: Familie Robatel
Eros-Tochter Ella
wurde zur Miss Riffenmatt 2011 erkoren
und belohnt Pius
Robatel für seine
züchterische Arbeit.
Alle zweieinhalb Jahre findet in Riffenmatt eine Regionalschau statt. Dabei nehmen Braunviehzüchter von
zwei Berner VZG (Riggisberg und Schwarzenburg)
sowie die Freiburger VZG Sense teil. Den Vergleich
nutzt auch Pius Robatel und nimmt jeweils seine
schönsten Tiere mit.
Bei der letzten Regioschau konnte er mit der ErosTochter Ella einen Grosserfolg erzielen. Sie wurde zur
Miss Riffenmatt erkoren. Diesen Anlass nutzt er zudem
als willkommene Abwechslung zum harten Alltag.
Zudem kann er den persönlichen Kontakt unter Gleichgesinnten pflegen.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
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WILLI Picard x Denmark x Ragaz
G B% 85 +635kg M -0.04% F -0.10% E
✔ Blutführung
✔ NR-Rate
✔ Euter
Willi MARANA
Galerie
Hunderttausender Kühe
Bilder: Braunvieh Schweiz
Hafner’s Emerald KEA CH 120.0001.3296.8, 08.05.00
V: EMERALD LBE 80-81/79-81/80 1.L
LL 101 443 kg 4.02 % 3.33 %
E: Keller Andreas, Wila
Z: Hafner Pius, Lömmenschwil
INKA CH 120.0136.2736.9, 16.01.01
V: JUBILO LBE 94-91/93-88/92 3.L
LL 101 040 kg 3.72 % 3.37 %
E: und Z: Studhalter Beat, Horw
PANDUR CH 120.0069.9779.0, 30.01.00
V: PRELUDE LBE 87-90/87-88/88 3.L
LL 101 840 kg 4.15 % 3.40 %
E: Ledergerber Peter, Herrliberg
Z: Anderegg Heinz, Hinwil
Brunner’s Pueblo OKAY CH 120.0028.4933.8, 23.09.00
V: PUEBLO LBE 94-91/93-92/93 3.L
LL 101 609 kg 3.78 % 3.35 %
E: und Z: Brunner Thomas, Züberwangen
RAMONA CH 120.0105.2923.9,
18.09.00
V: TRADEMARK LBE 89-87/91-92/90 5.L
LL 104 244 kg 3.63 % 2.91 %
E: und Z: Müller Simon, Walenstadtberg
LINDA CH 120.0017.5358.2, 19.12.99
V: LISZT LBE 91-85/83-88/87 3.L
LL 101 073 kg 3.84 % 3.32 %
E: und Z: Schatzmann Walter, Hausen AG
38
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Galerie
KATHRIN CH 110.2480.9617.7, 17.08.99
V: MOCAMBO-ET LBE 91-90/91-95/91 3.L
LL 102 778 kg 4.11 % 3.43 %
E: und Z: Jud Wendelin, Necker
Pfyngut Umbrail WORTA CH 120.0006.8466.5, 01.12.99
V: UMBRAIL LBE 89-87/90-88/89 2.L
LL 101 650 kg 3.99 % 3.57 %
E: und Z: Pfyngut-Elmiger Thomas, Susten
Häsi’s Ensign KOENIGIN CH 110.5021.2538.4, 12.07.99
V: ENSIGN LBE 91-87/91-87/89 4.L
LL 101 289 kg 4.02 % 3.56 %
E: und Z: Hengartner Hans, Zihlschlacht
SIMON CH 110.1971.2093.0, 06.09.99
V: PEDDY LBE 94-97/87-96/93 3.L
LL 101 587 kg 3.91 % 3.30 %
E: Fuster Josef, Wolfhalden
Z: Fässler-Sutter Alfred, Appenzell
ANDREA CH 110.1792.1944.7, 27.08.99
V: STARBUCK LBE 95-96/95-93/95 3.L
LL 100 986 kg 3.96 % 3.54 %
E: und Z: Schmid Gustav, Urnäsch
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Guntli’s BS Kilian SARINA CH 110.2111.3454.7, 04.05.99
V: KILIAN LBE 79-79/80-83/80 1.L
LL 105 330 kg 3.73 % 3.36 %
E: und Z: Guntli Andreas, Buchs SG
39
Galerie
KORDULA CH 110.2841.9910.8, 24.11.98
V: ROCKER LBE 91-92/92-91/92 3.L
LL 101 013 kg 3.65 % 3.07 %
E: Hasler Stefan, Lommis
Z: Durrer Paul, Wil SG
RICOLA CH 111.2070.4905.0, 08.04.99
V: PETE ROSE LBE 78-78/85-79/80 1.L
LL 101 226 kg 3.90 % 3.25 %
E: BG Geiger-Loher, Balgach
Z: Loher Niklaus, Montlingen
Badhof BS Jupiter WENA CH 110.4741.4107.8, 15.11.98
V: JUPITER LBE 78-82/83-80/81 1.L
LL 101 248 kg 4.35 % 3.43 %
E: und Z: Strebel Michael, Kallern
PETTY CH 110.5050.8640.8, 12.03.99
V: PATRIC LBE 88-90/90-90/89 2.L
LL 102 291 kg 3.65 % 3.24 %
E: Obrecht Hanspeter, Nussbaumen TG
Z: Obrecht Ernst, Nussbaumen TG
Bellotti Top TI Jasper ELLEN CH 110.5690.2253.4, 25.01.99
V: JASPER LBE 85-84/82-82/83 1.L
LL 101 010 kg 3.81 % 3.28 %
E: und Z: Bellotti Silvano e Massimo, S. Antonino
DUSSA CH 110.4730.6718.8, 17.09.98
V: LISZT LBE 94-88/91-78/89 3.L
LL 101 134 kg 3.89 % 3.21 %
E: und Z: Widler Martin, Jonen
40
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Galerie
ELSA CH 110.1610.3547.5, 18.03.98
V: ELSTAR LBE 73-76/80-76/76 1.L
LL 102 616 kg 3.71 % 3.39 %
E: und Z: Bütler Jakob, Steinhausen
LENZA CH 110.0572.5226.9, 27.02.98
V: FLIMSER LBE 92-82/90-86/88 2.L
LL 102 066 kg 4.48 % 3.30 %
E: und Z: Bühler Xaver, Gunzwil
Walser’s Tom TRISA CH 110.4650.5094.5, 01.01.98
V: TOM LBE 94-88/95-92/93 3.L
LL 100 760 kg 4.11 % 3.35 %
E: und Z: Walser-Roffler Andreas, Haldenstein
PRIMEL CH 110.0410.9997.9, 12.03.98
V: POLDI LBE 89-85/88-93/89 3.L
LL 100 783 kg 3.90 % 3.30 %
E: Schiesser-Steiner Peter, Linthal
Z: Gabriel Emil, Gibswil-Ried
DORA CH 110.3150.6344.6, 25.12.97
V: ROCKET LBE 85-80/88-85/85 1.L
LL 102 766 kg 4.03 % 3.63 %
E: und Z: Dietsche Jules, Kriessern
LISA CH 110.5101.2614.4, 10.03.98
V: PLEDGE LBE 83-75/80-74/79 1.L
LL 100 098 kg 3.74 % 3.51 %
E: und Z: Guhl A. + D., Bussnang
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
41
Galerie
SILVI CH 110.2591.1450.1, 13.09.97
V: SUGAR LBE 74-76/86-83/80 1.L
LL 101 186 kg 3.73 % 3.19 %
E: und Z: Seliner-Eberhard Ruedi, Schänis
Zumbrunn BS Ensign
ELBA CH 110.6530.3925.7, 24.12.97
V: ENSIGN LBE 90-87/92-85/89 3.L
LL 100 893 kg 3.75 % 3.17 %
E: und Z: Zumbrunn Bruno, Wittinsburg
ENZIAN CH 110.1792.1023.9, 14.04.97
V: SIMON LBE 81-80/81-79/80 1.L
LL 100 379 kg 4.33 % 3.42 %
E: und Z: Looser Hans, Urnäsch
STABI CH 110.2282.4915.9, 15.12.97
V: WIDO LBE 87-80/85-82/84 1.L
LL 100 018 kg 3.93 % 3.67 %
E: Scherrer Hans, Gams
Z: Schlegel Andreas, Grabserberg
PERLE CH 110.1232.7918.3, 06.10.97
V: PETE ROSE LBE 85-83/80-82/83 1.L
LL 102 155 kg 4.09 % 3.20 %
E: und Z: Ettlin-Durrer Toni, St. Niklausen OW
BELLA CH 110.9451.1262.0, 21.03.97
V: REMUND LBE 78-82/83-77/80 1.L
LL 100 923 kg 3.59 % 3.13 %
E: Imhof Klaus, Spiringen
Z: Gisler-Imhof Karl, Spiringen
42
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Galerie
ANITA CH 110.5160.8888.0, 18.12.96
V: ALWIN LBE 89-88/88-89/89 2.L
LL 100 349 kg 4.06 % 3.50 %
E: und Z: Schär Urs, Langrickenbach
SENTA CH 110.2421.3640.4, 13.03.97
V: LBE 75-82/80-82/79 1.L
LL 103 337 kg 3.45 % 3.37 %
E: und Z: Huber/Rohrer, Nassen
PIA CH 110.2071.7305.5, 18.11.96
V: BYBLOS LBE 84-82/82-78/82 1.L
LL 100 145 kg 3.76 % 3.14 %
E: Hofstetter Roman, Benken SG
Z: Hofstetter Paul, Benken SG
KARLA CH 110.2571.2954.5, 13.02.97
V: JUPITER LBE 89-86/90-87/88 2.L
LL 101 924 kg 4.42 % 3.49 %
E: und Z: Willi Bruno, Sargans
ASTRA CH 110.5071.2463.4, 23.02.96
V: PESO LBE 73-82/77-68/75 1.L
LL 102 340 kg 3.92 % 3.60 %
E: und Z: Steiner Hermann, Hosenruck
ARINA CH 110.4911.3453.4, 07.02.97
V: STARBUCK LBE 84-82/80-86/83 1.L
LL 100 638 kg 3.96 % 3.41 %
E: und Z: Bücheler Stefan, Amriswil
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
43
2013_Inserat Anmeldung_05 flyer 12.12.12 20:51 Seite 1
R.B. Nesta JUDY-ET
Champion 9. Gotthard Open 2012
1 3 Ap ri l e 2 0 1 3
Haben Sie eine Erstmelkkuh wie JUDY?
Dann reservieren Sie sich am Samstag, 5. Januar 2013 ab
10.00 Uhr ihren Startplatz!
Die Anmeldung erfolgt nur noch per E-Mail an die
Adresse [email protected] Vor dem 5. Januar 2013 um
10 Uhr eingegangene E-Mails werden nicht gezählt.
Top Preisgelder
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Es gilt das "Windhundverfahren".
Reglement siehe: www.gotthard-open.ch
Organisation: Züchtergruppen Uri-Gotthard und Top-Ticino
Fragen: www.gotthard-open.ch / [email protected]
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Die Gesundheit der Kühe im Griff!
Niedrige Betriebskosten
Lemmer-Fullwood
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CH-6344
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Lemmer-Fullwood
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Amrynhof,
CH-6344
Meierskappel
Lemmer Fullwood
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Kühlhaus,
CH-6222
Gunzwil
Tel.041
041 790
079
Tel.
2788,
88,Natel
Fax 041
790
1614
27
Tel.
041
790 27
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44
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
BIO
ELIAS
BIO
Studer's BS Eagle ELIAS
SWISSDREAM Prelude PANIXER
CH 120.0411.6123.1
BV12-G
B%
Tö. / Betr.
12.12
86%
Milch (Kg)
Fett (kg)
Eiw. (kg)
+268
+10
+14
64 / 42
CH 120.0033.6141.9
Hodel-Schuler Thomas, Unterdorfstr. 6, 6247 Schötz
Studer Markus, Rüttmätteli, 6170 Schüpfheim
BV12-G
B%
Tö. / Betr.
PANIXER
Fett (%)
Eiw. (%)
-0.02%
+0.07%
12.12
92%
Milch (Kg)
Fett (kg)
Eiw. (kg)
+588
-3
+9
81 / 52
Fett (%)
Eiw. (%)
-0.35%
-0.16%
110
111
+1.17
104
113
BB
110
107
+0.66
118
116
AB
GZW
MIW
GN
FIW
ÖZW
KK
GZW
MIW
GN
FIW
ÖZW
KK
32.-
EAGLE-ET x Starbuck DONAU EX98
Ø6L 10'931kg 4.36%F 3.31%P
x Eusebio DROSSEL EX92
x FARMER JRIS
Ø2L 5'340kg 4.19%F 3.46%P
ZW Exterieur: 38 Tö.
Gesamtnote
+1.17
Rahmen
+0.59
Becken
+2.08
Fundament
+1.34
Euter
+1.21
Kreuzbeinhöhe
+1.11
Flankentiefe
-0.26
Brustbreite
+0.27
Obere Linie
+0.47
Beckenlänge
+1.17
Beckenbreite
+0.82
Beckenneigung
+0.97
Lage Umdreher
+0.81
Sprunggel. wink.
+1.30
Sprunggel. auspr.
+1.62
Fesseln
-0.48
Klauensatz
+0.40
Voreuterlänge
+0.92
Voreuter Aufh.
-0.53
Aufhä. hi. Breite
+1.29
Aufhä. hi. Höhe
+0.99
Eutertiefe
+0.49
Euterboden
+0.24
Zentralband
+2.91
Zitzenlänge
+0.19
Zitzendicke
-1.75
Zitzenstellung
+0.71
Zitzenvert. vorne
+0.26
Zitzenvert. hinten
+0.35
Bemuskelung
-0.17
BCS
Zusatzzitzen lebend %
Ø11L 6'760kg 3.66%F 3.28%P
423 516 aAa
Funktionelle Merkmale
NRR Töchter
Rastzeit
Normalgeb. Stier
Normalgeb. Töchter
95
101
102
90
101
88
115
-1
Persistenz
Zellzahl
Melkbarkeit
Nutzungsdauer
0
BS
1
2
8
9
EX
AU
ON r
D
eu
us
• A xteri
E
p
en
• To Beck r
aue
ute
• G ngsd
u
utz
• N = 113
ZW
•Ö
-4.00
DONAU EX98 (M von ELIAS)
Gisleren 2, CH-3266 Wiler b.Seedorf
[email protected] www.sexygen.ch
gross
viel
breit
erhöht
gross
breit
abgezog
vorne
säbelb
trocken
steil
hoch
viel
straff
breit
hoch
hoch
angehob
l. gesp
lang
grob
n. innen
eng
eng
voll
-2.00
30.-
PRELUDE-ET x RAYMO IRLANDIA EX96
Ø5L 9'220kg 4.51%F 3.77%P
Zusatzzitzen blind %
Studer Markus, Schüpfheim
aAa
Funktionelle Merkmale
NRR Töchter
Rastzeit
Normalgeb. Stier
Normalgeb. Töchter
ZW Exterieur: 71 Tö.
Gesamtnote
+0.66
Rahmen
+0.55
Becken
-0.06
Fundament
+0.59
Euter
+0.95
Kreuzbeinhöhe
+0.55
Flankentiefe
+0.53
Brustbreite
+0.30
Obere Linie
+0.63
Beckenlänge
+0.49
Beckenbreite
-0.55
Beckenneigung
+0.32
Lage Umdreher
0.00
Sprunggel. wink.
+0.98
Sprunggel. auspr.
+0.75
Fesseln
+0.10
Klauensatz
+0.07
Voreuterlänge
+1.16
Voreuter Aufh.
-0.56
Aufhä. hi. Breite
+0.26
Aufhä. hi. Höhe
+0.91
Eutertiefe
+0.48
Euterboden
+0.87
Zentralband
+0.36
Zitzenlänge
-0.55
Zitzendicke
-0.65
Zitzenstellung
+1.45
Zitzenvert. vorne
+1.31
Zitzenvert. hinten
+1.23
Bemuskelung
+0.06
BCS
Zusatzzitzen lebend %
PRINZESSIN
111
81
103
106
-1
100
117
106
111
0
BS
1
2
6
X9
E
DIA
N
LA e
R
I
ier
us
• A nde T
t
esu
kei
• G lebig
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• L ieur
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1
•E
=1
IW
F
16
•
=1
W
Z
• Ö 117
Z=
• Z 111
D=
•N
-3.00
Persistenz
Zellzahl
Melkbarkeit
Nutzungsdauer
gross
viel
breit
erhöht
gross
breit
abgezog
vorne
säbelb
trocken
steil
hoch
viel
straff
breit
hoch
hoch
angehob
l. gesp
lang
grob
n. innen
eng
eng
voll
-3.00
Zusatzzitzen blind %
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Treffpunkt
Bruna 2012: Emotionen pur!
Michael Eugster, Braunvieh Schweiz
Faszination Braunvieh war das Motto der BRUNA 2012 in St. Gallen. Fasziniert waren tausende Besucher
von der Rasse Braunvieh und speziell von der grossen Siegerin Beeli’s Jongleur Jessy, die sämtliche wichtigen
Einzeltitel gewann. Die Schweiz verteidigte auch den Nationenpreis vor Deutschland und Österreich.
Emotionen pur!
Frenetischer Jubel der
Tessiner Delegation
über den Sieg von
Schibraho Jet Jelena.
Bild: Braunvieh Schweiz
Der Freitagabend der BRUNA und Europaschau stand
ganz im Zeichen der Jugend. 50 Rinder und rund 100
Erstmelktiere wurden in St. Gallen dem Publikum
präsentiert. Rinderchampion wurde Jongleur Jonamala
der Familie Pfulg, Romoos LU. Bei den OB-Rindern
setzte sich Harabill Holdina von Jakob Aebli, Mogelsberg, durch. Den Höhepunkt des ersten Abends bildete
dann die Wahl der Jungkuh-Champion. Schibraho Jet
Jelena von Ezio und Nicola Pedrini, Airolo TI, gewann
eine hochklassige Braunviehausstellung.
Internationaler Jungrichterwettbewerb
Neben den Tieren konnten auch 45 Jungrichter aus
sechs Ländern ihr Können bei der Rangierung von je
einer Rinder- und Kuhabteilung unter Beweis stellen.
Diesen Wettbewerb gewann der Bünder Jungzüchter
Roman Niederberger. Er überzeugte die Jury mit
seinem Richterauge und dem guten Kommentar.
Jongleur Jonamala ist Rinderchampion
Die beiden Richter David Amrein, Willisau, und Matthias
Süess, Andwil, rangierten die aufgeführten Rinder. Im
Ring dominierten Töchter des Schweizer Exterieurstiers
Jongleur. Die durchwegs gut entwickelten und langen
Rinder überzeugten mit einem idealen Becken und
ihrem breiten Körperbau. So standen gleich in vier von
sechs BS-Abteilungen Jongleur-Töchter zuvorderst.
Jeweils einen Abteilungssieg konnten Töchter von
Vigat und Witto für sich entscheiden.
In der Rinderchampion-Wahl konnte jeweils das erstklassierte Rind aller Abteilungen mitlaufen. Richter
Matthias Süess hatte die Aufgabe, das Championund Vizechampion-Rind zu bestimmen. Durchsetzen
46
konnte sich am Ende Jongleur Jonamala der Familie
Pfulg. Zur Vizechampion kürte Richter Süess Witto
Wita von Franz-Heiri und Bärti Gisler, Bürglen.
Bei der kleinen und feinen OB-Auswahl konnte sich
Harabill Holdina von Jakob Aebli, Mogelsberg SG,
als Championrind feiern lassen. Richter David Amrein
sprach bei Holdina von einem ausgeglichenen Rind mit
einem sehr guten Becken.
Dominante Schweizer Jungkühe
Später am Freitagabend liefen die Jungkühe in den
perfekt hergemachten Schauring ein. Dominiert haben
dort die Töchter von Glenn und der Jola-Genetik. So
war es denn auch nicht verwunderlich, dass im Auszug
der letzten Vier mit Jongleur Tugra vom LBBZ Plantahof,
Hefti’s Glenn Gwedy aus dem Stall von Thomas Hefti
und Jet Jelena von Nicola und Ezio Pedrini auch drei
Töchter dieser Stiere im Finale standen. Den Auszug
komplettierte die Big-Boy-Tochter Paola von HansJakob Telli. Dank der besseren Vorhand setzte sich
Schibraho Jet Jelena gegen die verbliebenen Konkurrentinnen durch. Der frenetische Jubel der Tessiner
Delegation zeigte, welchen Stellenwert die BRUNA
hat und mit was für einer Leidenschaft in der Schweiz
Braunvieh gezüchtet wird.
Grossartige Qualität
an BRUNA und Europaschau
In der proppenvollen Vorführ-Halle traf sich am
Samstag alles, was Rang und Namen in der europäischen Braunviehzucht hat. Mehr als 200 Kühe wurden
von den beiden Richtern Andreas Walser, Haldenstein,
und Josef Müller, Neuenkirch, rangiert. Dominatorin
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
der Schau war Gastgeber Schweiz. Sie holte mit Jongleur Jessy von Christian Beeli aus Flims Dorf GR den
Championtitel im Einzelwettbewerb und im Nationencup die zwei wichtigsten EM-Titel souverän und
bestätigte damit die Favoritenrolle eindrücklich.
Vize-Champion-Titel für Jolden Ashton
In der wichtigsten Entscheidung des Tages ging es um
nichts anderes als den Sieg an der BRUNA und Europaschau. Andreas Walser und Josef Müller machten Beeli’s
Jongleur Jessy zur Nachfolgerin von Gordon Belinda.
Sie darf sich also gleichzeitig Europameisterin und Miss
BRUNA nennen. Weiter im Finale standen die spätere
Vizechampion Jolden Asthon der GS Alliance und Paul
Petriffer, die beiden Sesam-Töchter Gina, ebenfalls von
Christian Beeli, und Alischa von Marco Scoglio. Alischa
konnte den Titel der Honorable Mention gewinnen.
Mit R.B. Nesta Judy der BG Thomas und Thomas Gisler
und der Gruppen-Europasiegerin von 2010, Kesslerhof
Gordon Patty von Andreas Kocher, standen zwei
weitere bekannte Schweizer Kühe im Final.
Deutscher Abteilungssieg
16 Abteilungen Braunviehkühe wurden am Samstag
rangiert. In 15 Abteilungen konnten die Schweizer
gewinnen. Insgesamt wurden den ausländischen
Gästen gar nur drei Podestplätze zugestanden. Den
einzigen ausländischen Abteilungssieg erreichte
Stuward Fantasia von Hans Grath, Heimenkirch
(Deutschland), welche gar ihren eigenen Fanclub mit
nach St. Gallen gebracht hatte, der mächtig für Stimmung sorgte und zu Recht jubelte.
So war es dann auch keine Überraschung, dass sämtliche Einzeltitel an Schweizer Kühe vergeben wurden.
Den Gesamt-Eutersieg und damit die BS-Kuh mit dem
schönsten Euter Europas trug ebenfalls die JongleurTochter Jessy von Christian Beeli davon. Sie ist damit
die Braunviehkuh der Stunde und mehrfache Titel­
trägerin.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Original Braunvieh im Aufwind
Drei Abteilungen Original Braunviehkühe (OB) wurden
in St. Gallen präsentiert. Die OB-Kuh hat als Zuchtziel nicht nur eine gute Milchleistung festgehalten,
sondern auch eine hohe Fleischleistung. Dass diesen
Eigenschaften sowie die Robustheit und Anpassungsfähigkeit der Original Braunen weltweit immer stärker
nachgefragt wird, wurde tags zuvor am Weltkongress
klar, als viele Länder der südlichen Hemisphäre von
den Vorzügen der Schweizer Original Braunviehkuh
schwärmten. Zur OB-Champion wählte Richter Müller
Rino Roswita von René Stalder, Hasle LU, vor Jubel
Justa von Alois Marty, Goldau SZ. Die Vizechampion
Jubel Justa konnte zuvor bereits den Schöneutersieg
der OB-Kühe gewinnen.
OB-Champion Rino
Roswita von René
Stalder.
Unvergessliches Braunviehfest
Die tolle Organisation und Infrastruktur sowie der
reibungslose Ablauf dieses einmaligen europäischen
Braunviehfestes trugen massgeblich dazu bei, dass
noch lange vom Weltkongress, der BRUNA und der
Europaschau in St. Gallen gesprochen wird.
www.facebook.com/braunviehschweiz
www.bruna2012.com
[email protected]
Eindrückliche Qualität an der BRUNA
und Europaschau.
Stellvertretend dafür
das Line up für die
Championwahl.
47
Treffpunkt
«Sprachlos und überwältigt»
Michael Eugster, Braunvieh Schweiz
Braunvieh Schweiz hat während und nach der Ausstellung Stimmen und Meinungen zur
BRUNA und Europaschau aus ganz Europa gesammelt und festgehalten.
Ezio Pedrini, Besitzer von
Jungkuh-Champion Jet Jelena
Josef Müller, Richter
Das war die stärkste Europaschau, die
es bisher gegeben hat. Vor allem die
Euter waren durchwegs sehr gut. Es
gefällt mir, zu beobachten, dass die
Spitzen der Abteilungen immer breiter
werden. Die Kühe aus Deutschland
haben mich positiv überrascht.
Peter Zischg, Geschäftsführer
des Südtiroler Braunviehzuchtverbandes, Italien
Mir hat die Qualität der Kühe sehr
gut gefallen. Hervorheben möchte
ich die durchwegs starken Euter. Ich
habe die Schweizer Kühe so stark
erwartet und die Dominanz war keine
Überraschung für mich.
Matija Rigler, Slowenien
Die ganze Ausstellung war super
organisiert. Vom Transport über die
Konferenz war wirklich alles sehr
gut. Es ist schön, zu sehen, dass die
Braunviehrasse nicht stehen bleibt,
sondern sich immer weiter entwickelt.
Die Schweizer waren grossartig. Wir
freuen uns bereits auf die nächste
Ausstellung in Frankreich.
48
Wir sind sehr glücklich über den
Sieg unserer Jelena. Die Schweiz
hat gesehen, dass sich die Pedrinis
nach wie vor sehr für die braune
Kuh einsetzen. Wir machen laufend
Fortschritte innerhalb der BS-Rasse
und wir haben alles, was es für eine
Milchkuh braucht. Das hat man an
dieser Ausstellung gesehen.
Matthias Süess und David Amrein,
Richter Freitagabend
Für uns war es eine
grosse Ehre, als Richter
an einer solchen Schau
im Einsatz zu sein. Die
Qualität war grossartig. Die gesamte
Ausstellung wurde
super vermarktet und
präsentiert. Das ist
beste Werbung für
unsere Kühe.
Andreas Walser, Richter
Für mich war das eine unglaubliche
Ausstellung. Die Euterqualität war
sehr gut. Ich habe grosse Freude
daran, zu sehen, wie breit die Spitze
geworden ist. Auch die Kühe von
Deutschland und Österreich haben
mich überzeugt. Für die Zukunft
wünsche ich mir eine Zucht auf
ausgeglichene und komplette Kühe.
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Schweizer Europasieg im Nationenwettbewerb: Beeli’s
Jongleur Jessy, Sesam Gina, beide im Besitz von Christian
Beeli, und Langenhard’s Agio Aspen, BG Hofer-Kündig,
Rikon ZH (v.l.) mit Ehrendamen, Vorführern, OK-Präsident
Carl Brandenburger, Richter Josef Müller und Direktor Lucas
Casanova.
Heinz Blum, Vorarlberg
Oliver Bulot, Direktor Französischer
Braunviehzuchtverband, Frankreich
Eine unglaubliche Ausstellung mit
überragenden Eutern. Es war eine
der besten Ausstellungen, die ich
je gesehen habe. Es ist für uns eine
grosse Motivation, das Potenzial
gesehen zu haben, was man in der
Zucht erreichen kann. Die Schweizer
Kühe waren natürlich sehr stark, doch
auch wir waren mit unseren formatstarken Kühen zufrieden.
Remo Beeli, Besitzer von
Jongleur Jessy, Flims
Ich bin sprachlos und überwältigt. Ich
möchte allen unseren Helfern und
meiner Familie herzlich für die Unterstützung danken. Nur zusammen sind
wir stark und können solche Erfolge
feiern. Wir wollen Jessy jetzt noch in
Wattwil an der Betriebsmeisterschaft
und am Bündner Braunviehtag zeigen.
Jessy hat übrigens am Sonntag
Geburtstag.
Felix Honegger, Hinwil
In St. Gallen haben wir eine perfekte
Infrastruktur vorgefunden. Die
Ausstellung war denn auch tadellos
organisiert. Es hat mich sehr gefreut,
dass im Vorfeld des Weltkongresses,
der BRUNA und Europaschau Besucher eine Betriebsbesichtigung auf
unserem Betrieb gemacht haben.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Die Gesamtheit der gezeigten Kühe
war noch nie so stark. Die Schweizer
Genetik erzielt sehr gute Resultate.
Ich denke, wir Österreicher können
zufrieden sein, obwohl der zweite
Rang im Nationenwettbewerb
wünschenswert gewesen wäre. Ich
möchte aber Deutschland und vor
allem Hans Grath herzlich gratulieren.
Barbara Rohrer, Braunviehkönigin
und Ehrendame
Der gesamte Anlass war wirklich sehr
gut organisiert und ist beste Werbung
für das Braunvieh. Die Braunviehwelt
ist wie eine grosse Familie. Es war
sehr interessant, mit so vielen Leuten
aus aller Welt in Kontakt zu kommen.
Wir können nach einer solchen Schau
selbstbewusst in die Zukunft blicken.
Matthias und Edwin Steiner, Mitbesitzer von Jolden Ashton, Bürglen
Es freut uns besonders, dass wir mit
einer selbstgezüchteten Kuh hier
überzeugen konnten.
Es ist ausserdem eine
schöne Bestätigung
für die Familie unserer
Ace Arve. Die GS
Alliance wird weiterhin mit Braunvieh arbeiten und wir
wünschen uns für die braune Kuh, dass wir die Vorteile
im Eiweiss und der Robustheit behalten können. Ashton
wird noch an der Swiss Expo in Lausanne teilnehmen und
danach für die Embryo-Gewinnung genutzt werden.
49
Treffpunkt
Die Seite der IGBS
IGBS Jahresversammlung 2012:
Wechsel im Vorstandspräsidium
Matthias Süess, IGBS
IGBS-Award-Gewinner Gion Peder
Vinzens, der neue
IGBS-Präsident Ernst
Biser, Alt-Präsident
Ruedi Bachofen
und der abtretende
Schausekretär Markus
Kempf (v. l.).
Bild: Matthias Süess
Der Präsident Ruedi Bachofen begrüsste die vielen
Besucher in Wädenswil. Dabei erwähnte er speziell die
Gäste sowie Sponsoren und Freunde der braunen Kuh.
Im Jahresbericht blickte er auf ein gelungenes Jahr
zurück. Speziell die erfolgreiche IGBS-Ausstellung und
Auktion an der Tier und Technik in St. Gallen durften
als grosse Erfolge gewertet werden. Weiter sprach er
auch die aktuelle Marktsituation sowie die genomischen Zuchtwerte und extrem hohen Mastbesamungszahlen an.
Markus Kempf stellte die Rechnung vor und durfte
einen Gewinn von rund Fr. 10 700.– vermelden. Aus
dem Vorstand gab es einige Änderungen. Ruedi Bachofen, Markus Kempf und Catherine Meister gaben ihren
Rücktritt bekannt. Bachofen, der die IGBS neun Jahre als
Präsident führte, sowie Markus Kempf, der im Schausekretariat um die IGBS-Ausstellung tolle Arbeit leistete,
gilt es, einen grossen Dank auszusprechen. Catherine
Meister war als Vertreterin der Westschweiz lange im
IGBS-Vorstand und man schätzte auch ihre Meinung.
Neu in den Vorstand wurden Roman Knecht, Cédric
Schärz, Barbara Rohrer und Severin Beeli gewählt.
Barbara Rohrer wird das Schausekretariat von Markus
Kempf übernehmen. Severin Beeli wurde als Jungzüchtervertreter in den Vorstand gewählt. Als Richter an der
IGBS-Schau 2013 amtet der junge Amerikaner Jeremy
McDonald. Er besitzt Holstein- und Brown-Swiss-Kühe
und hat schon mehrere Nationalschauen gerichtet.
50
Ernst Biser übernimmt das Präsidium
Der Appenzeller Ernst Biser wurde von der Versammlung nach der Wahl mit einem grossen Applaus
begrüsst. Er freue sich auf die Zeit als IGBS-Präsident
und wolle weiterhin eine leistungsstarke Kuh, bei
der auch auf die Fitness geschaut werde. Der IGBSAward 2012 geht an Gion Peder Vinzens. Er hat mit
seiner Ausnahmekuh Jola sicherlich Spezielles erreicht.
Sie war Champion an der IGBS-Schau, gab über
150 000 kg Milch und hat viele starke Töchter. Auch
Stiere aus ihrer Linie kamen in grosser Anzahl in den
Zweiteinsatz. Bei einigen wünscht sich die IGBS sicher
noch höhere Leistungszahlen. Die Exterieurwerte sind
aber beeindruckend und für gezielte Paarungen höchst
interessant. Auch kommen aktuell aus der Jola-Linie
immer wieder genomisch starke Jungstiere und man
kann sich daraus noch einiges erhoffen.
Der deutsche Holsteinzüchter Conny Derboven referierte
an diesem Abend über «Zucht und Züchter in Zeiten der
genomischen Selektion.» Er zeigte dabei seinen Betrieb
mit rund 500 Kühen und wies immer wieder darauf hin,
dass man diese Entwicklung mit Vorsicht geniessen soll.
Er glaube und hoffe auch darauf, setze aber nur bei rund
25 % seines Bestandes genomische Stiere ein, die hohe
Zuchtwerte erzielt haben. Den Rest will er weiterhin mit
sicher geprüften Stieren weiterbringen. Zum Schluss der
Versammlung kam es noch zur Verlosung des Dally x
Wagor Rosi Embryos. CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Anmeldung
Matthias Süess, Andwil
Die IGBS-Schau und -Auktion steht schon bald wieder vor der Tür. Die Vorbereitungen für
die traditionelle IGBS-Schau und die legendäre IGBS-Elite-Auktion in St. Gallen laufen
bereits auf Hochtouren. Bis am 31. Dezember 2012 können jetzt wieder Tiere für die
Ausstellung resp. Auktionsangebote gemeldet werden.
Vom 21.–24. Februar 2013 werden in St. Gallen
wiederum über 30 000 Messebesucher erwartet. Den
IGBS-Tag am Freitag, 22. Februar, haben sich bereits
jetzt viele Züchter im In- und Ausland dick in der
Agenda angestrichen.
21. Elite-Auktion neu um 17.00 Uhr
An der IGBS-Elite-Auktion werden jährlich Spitzentiere zu hohen Preisen verkauft. Viele sieht man
auch Jahre später noch und kann sich deshalb ein
Bild der starken Qualität machen. Wir rufen die
Züchter deshalb dazu auf, ihre besten und genetisch
wertvollsten Tiere anzumelden. Zudem ist das
Aufführen an einer solchen «Sale» beste Werbung
für den eigenen Zuchtbetrieb. Über die aktuellen
Angebote informiert die IGBS-Website www.igbs.ch
laufend. Da im Stall die Stimmung bis am Abend immer
mehr steigt, wird die Auktion in diesem Jahr um 17.00
Uhr beginnen.
Genomische Selektion für Auktionstiere
Schaurichten und Championwahlen
wird honoriert
Mit dem Schaurichten vom Freitagabend ab 19.00 Uhr
wird sich die Schau dem eigentlichen Höhepunkt
nähern. Mit rund 120 Braunviehkühen, die nach ZW kg
Eiweiss zur absoluten Elite (beste 8 %) der gesamten
Population gehören, präsentieren die Züchter aus der
Schweiz und einige Gäste aus dem angrenzenden
Ausland die Zukunft der Braunviehzucht. Mit Jeremy
McDonald wurde ein Richter aus Amerika verpflichtet.
Er hat schon mehrere Nationalschauen in Übersee
gerichtet und hat die Aufgabe, alle Abteilungen zu
rangieren und die Schöneuter-Siegerinnen und die
Champion-Kühe zu küren.
Die genomische Selektion ist im Moment in aller Leute
Mund. Man hat wiederum beschlossen, dass den
Verkäufern von Auktionstieren mit einem genomischen
Zuchtwert ein Anteil an die Untersuchungskosten
zurückerstattet wird. Mit dieser Ergänzung im Reglement strebt das OK an, dass Züchter vermehrt auch
weibliche Jungtiere testen lassen und so dem Käufer
ein gewisser Mehrwert angeboten werden kann.
Grand- sowie Junior Champion
Auch in diesem Jahr wird wieder der Junior-Champion
und Junior-Euterchampion erkoren. Mitmachen dürfen
alle erstlaktierenden Tiere aus den ersten Abteilungen.
Die Züchterschaft hat sehr positiv darauf reagiert und
auch dem Tierschutz wird entsprechend Rechnung
getragen. Die Spannung erreicht damit schon früh
ihren ersten Höhepunkt. Am späteren Abend wird es
mit der Champion-Wahl und dem Schöneutertitel der
restlichen Kühe natürlich noch mehrknistern.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Damit es auch 2013
wieder eine tolle
Schöneuterwahl gibt,
braucht es die Anmeldung vieler qualitativ
hochstehender BVKühe.
Bild: Braunvieh Schweiz
Anmelden über SchauNet
Wie in den letzten Jahren üblich, nutzen die Organisatoren auch in diesem Jahr die Anmeldeplattform
SchauNet auf www.braunvieh.ch. Für die Nutzer des
BrunaNet hat sich diese Art der Anmeldung innert
Kürze durchgesetzt. Anmeldeschluss für die Schau und
Auktion ist der 31. Dezember 2012 (für schriftliche
Anmeldungen mit A-Post, Datum des Poststempels).
Die Bedingungen finden Sie im Ausstellungs- bzw.
Auktionsreglement. Dieses ist auf www.igbs.ch aufgeschaltet.
www.igbs.ch
[email protected]
51
Treffpunkt
16. Zuchtkälberauktion Zimmerberg
Alfred Blum, Samstagern
Die Braunviehkönigin
ist wieder dabei!
Bild: Han Hopman
Am Samstag, 5. Januar 2013, findet die bekannte
Zuchtkälberauktion schon zum 16. Mal statt. Die
Milchviehbetriebe sind auch in der Region Zimmerberg
weniger geworden. Einige grosse Betriebe suchen ihr
Glück in anderen Milchviehrassen. Die langjährigen
Kälberlieferanten sind aber dem Schweizer Braunvieh
treu geblieben. Mit langlebigen, gesunden Kühen
können auch die Betriebe und ihre Familien bestehen.
Die Freude an der Viehzucht ist auch dank unseren
Gemeindeviehschauen ungetrübt und besonders die
Original Braunviehzüchter aus unserer Region können
grosse Erfolge feiern.
Die Reithalle Moos der Familie Korrodi in Schönenberg ZH steht uns auch dieses Jahr geheizt zur Verfügung. Am Auktionstag können die Kälber ab 10.00
Uhr besichtigt werden. Die Schweizer Braunviehkönigin Barbara Rohrer wird auch dieses Jahr die Kälber
vorstellen. Die Versteigerung beginnt um 12.30 Uhr
mit dem Einzug der Trychlergruppe Wädenswil. Der
bewährte Gantrufer Bruno Furrer wird anschliessend
die angebotenen Zuchtkälber einem neuen Besitzer
zuschlagen. Gönnen Sie sich zum Jahresanfang einen
interessanten Tag und treffen Sie Bekannte.
[email protected]
16. ZUCHTKÄLBERAUKTION ZIMMERBERG
SAMSTAG, 5. JANUAR 2013, 12.30 UHR
REITHALLE MOOS, 8824 SCHÖNENBERG
Es werden 40 Braunvieh-Kuhkälber direkt
vom Züchter versteigert.
Auch OB-Kälber sind im Angebot.
Die Tiere stammen von bekannten Vätern.
Im Internet können laufend die neusten Infos abgerufen werden.
Adresse: www.zuchtkaelberauktion-zimmerberg.ch
Freundlich laden ein: Das OK, Braunviehzüchter Region Zimmerberg
Weitere Auskünfte: Alfred Blum, 8833 Samstagern, Tel. 044 784 29 94
Der Gantrufer: Bruno Furrer, 6295 Mosen, Tel. 041 517 29 80
52
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Zuchtfamilien- und Halteprämienschauen 2013
Martin Rust, Braunvieh Schweiz
Der nächste Frühling ist noch weit, aber dennoch
werden bereits jetzt die Weichen für einen züchterischen Höhepunkt gelegt: Ab sofort können wiederum
die Anmeldungen für die Zuchtfamilien- und Halteprämienschauen gemacht werden.
Die Zuchtfamilienschauen haben eine grosse Tradition. Ein Familien-Abzeichen im Abstammungsausweis
wertet jedes Tier auf. Verpassen Sie deshalb den Anmeldeschluss für diese Schauen im nächsten Frühjahr nicht.
Anmeldeschluss 1. Februar
Die Anmeldungen müssen wie üblich sowohl für die
Halteprämienschauen wie auch für die männlichen
und weiblichen Zuchtfamilien bis spätestens 1. Februar
2013 in Zug eintreffen. Anmeldeformulare können ab
der Homepage www.braunvieh.ch ausgedruckt oder
bei Braunvieh Schweiz unter Telefon 041 729 33 11
bestellt werden.
BrunaNet-Kunden können die Anmeldung von weiblichen Zuchtfamilien auch über das SchauNet machen
(Achtung: nur Stammkuh anmelden!). Dabei ist
wichtig, unter Bemerkungen Folgendes einzutragen:
Daten im April und Anfang Mai, an welchen die Schau
nicht möglich ist, sowie der Schauplatz, falls dieser
nicht auf dem Betrieb selbst ist.
Bitte beachten Sie, dass die Anforderungen für Halteprämienschauen einfacher geworden sind: Ab sofort
genügen bereits 18 Nachkommen auf Platz, um eine
Halteprämie zu stellen.
Weibliche Zuchtfamilienschauen
1.
Auffuhr von mindestens 4 reinrassigen Nachkommen, davon 2 Kühen mit mindestens je einer
abgeschlossenen Laktation (für eine 2. Beurteilung:
6 Nachkommen mit mindestens 4 Kühen).
2.
Alle Nachkommen mit Abstammungsausweis
müssen im Durchschnitt einen Milchwert von
mindestens 95 (Stand Ende Januar) aufweisen.
3.Die Töchter mit abgeschlossenen Leistungen oder
laufenden Laktationen ab 250 Laktationstagen
müssen im Durchschnitt aller Laktationen mindestens 3.10 % Eiweiss und in der Summe aus Fett und
Eiweiss mindestens 6.80 % erreichen.
Halteprämienschauen
Unverändertes Bewertungsschema
1.Der Stier muss noch leben, als Herdebuchstier anerkannt sein und einen Milchwert von mindestens 95
(Stand Ende Januar) aufweisen. Ausnahme: Für tote
Stiere mit einem verfügbaren Samendepot ist eine
Halteprämie ebenfalls möglich.
2.Es müssen mindestens 18 Nachkommen aufgeführt
werden (Neu!).
3.Die Abstammung des Stieres muss spätestens bei
der Anmeldung mittels DNA kontrolliert und bestätigt sein.
Die Beurteilung der Familien findet wie üblich zwischen
Anfang April und Anfang Mai statt. Das Bewertungsschema ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es
wird wie bis anhin unterteilt in einen Leistungsblock
und einen Exterieurblock sowie der Bewertung des
Gesamteindrucks und bei OB der Bemuskelung. Die
Bewertungstabellen sind auf der Homepage in der
Rubrik Leistungsprüfungen und Herdebuch unter
Reglemente abrufbar.
Ribisel Rosi demonstrierte mit ihrer Zuchtfamilie (84 Punkte)
auf eindrückliche
Weise ihre Vererbungsstärke (E/Z:
Urs Stadelmann,
Marbach LU).
Bild: Braunvieh Schweiz
Wichtiger Hinweis
Männliche Zuchtfamilienschauen
1.Auffuhr von mindestens 25 Nachkommen, wovon
mindestens 15 Kühe mit abgeschlossener erster
Laktation.
2.Der Stier muss ein NZP-Resultat mit einem Milchwert
von mindestens 95 (Stand Ende Januar) aufweisen.
3.Die Abstammung des Stieres muss spätestens bei der
Anmeldung mittels DNA kontrolliert und bestätigt
sein.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Wir machen die Stierenhalter auf die Bestimmungen
bei Halteprämien und männlichen Zuchtfamilien
aufmerksam, wonach die Abstammung des Stammstieres bereits bei der Anmeldung kontrolliert und
bestätigt sein muss. Veranlassen Sie die Abstammungskontrolle, falls nötig, sofort.
www.braunvieh.ch ➔ Dienstleistungen
➔ Herdebuch ➔ Zuchtfamilien/Halteprämien
53
Treffpunkt
Schweizer Betriebsmeisterschaft:
Viele Spitzenkühe in Wattwil
Emil Zwingli, OK
Bild: Josef Berchtold
Mit einer Rekordbeteiligung geht am Freitag, 28. Dezember, die letzte grosse Brown-Swiss-Schau als
Jahresabschluss in Wattwil mit internationaler Beteiligung über die Bühne.
Wer ist der erfolgreichste Brown-Swiss-Züchter und
wie war das Jahr 2012 aus züchterischer Sicht. Diese
zwei Fragen werden an der 8. Schweizer Betriebsmeisterschaft beantwortet. Eine Show, an der 50
Brown-Swiss-Betriebe mit je 3 laktierenden Kühen sich
der Konkurrenz stellen werden. Der Sieger darf sich
Schweizer Betriebsmeister nennen.
Mit internationaler Beteiligung
Die 8. Schweizer Betriebsmeisterschaft wird wieder
mit internationaler Beteiligung durchgeführt. So gehen
fünf Spitzenbetriebe aus Österreich an den Start.
Die vielen Anmeldungen von Delegationen aus dem
Ausland lassen auf ein grosses internationales Interesse
an der 8. Schweizer Betriebsmeisterschaft schliessen.
Wer wird neuer Schweizer Meister?
Die Schweiz ist mit fast allen Spitzenbetrieben
vertreten. Von den Bestplatzierten der beiden letzten
Jahre der Titelverteidiger und vierfache Sieger Bürkli,
der Vorjahressieger Pedrini, Willmann, Studer, Casutt,
Hofstetter, Zwingli, Beeli, Allemann, Gisler, Pfulg,
Plantahof, Huser, Wallimann, Schamaun, Rickenbach
sowie Neueinsteiger Kälin, Heinzer, Fontana etc.
54
Starke Spitzenkühe und attraktives Programm
Mit bekannten Spitzenkühen, jungen Aufsteigern und
vielen Siegerkühen von nationalen und kantonalen
Schauen wird ein äusserst spannender Wettkampf
erwartet. Ein attraktives Programm mit Ehrung der
Betriebe von Siegerinnen der Schausaison 2012, ShowEinlage und viel Stimmung wird auch dieses Jahr zahlreiche Gäste aus der Schweiz und dem Ausland nach
Wattwil an die Jahresabschluss-Show locken. Ehrendame ist diesmal Christa Rigozzi, Miss Schweiz 2006.
www.brownswiss.ch
[email protected]
Programm Freitag, 28. Dez. 2012,
8. Schweizer Betriebsmeisterschaft
18.30
Beginn der Rangierung Abt. 1–8
Richter: Erhart Junker, Schweiz
Ringman: Daniel Gasser, Südtirol
21.00
Ehrung der Schausiegerinnen 2012
21.05Show-Einlage
21.15
Ehrung Sieger Int. Braunvieh-Heft
21.20
Rangierung Abt. 9–10
22.00
Auszeichnung bester MIW
22.05
Wahl Schöneuter
22.25
Siegerehrung des Betriebsmeisters
22.35
Wahl der Champion
23.00
Beginn Jahresabschlussparty
23.30
Verlosung Kalb unter den Besuchern
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Swiss Expo 2013: Wettbewerb am Freitagmorgen
Michael Eugster, Braunvieh Schweiz
Vom 17. bis 20. Januar 2013 findet in Lausanne, Palais
Beaulieu, die Swiss Expo statt. Brown-Swiss- und
OB-Züchter wollen in der Westschweiz wiederum mit
Qualität glänzen. Ein gelungener, eindrücklicher und
damit erfolgreicher Auftritt – gerade in einem rassenfremden Gebiet – ist fürs Braunvieh von grosser Wichtigkeit und trägt viel zur aktiven Rassenpromotion bei.
Grosses Rindviehtreffen
Aktuell sind mehrere hundert Tiere gemeldet. Mit
dabei in Lausanne sind wieder Aussteller mit Produkten
aus dem landwirtschaftlichen Sektor. Braunvieh
Schweiz wird mit einem Stand neben dem Ring in der
Vorführhalle vertreten sein. Beim Stand der Swissgenetics sollen zudem auch Nachkommen von BS-Stieren
gezeigt werden.
Auch dieses Jahr werden an den vier Ausstellungstagen wiederum hunderte von Kühen aller bedeutenden Milchviehrassen sowie gegen 20 000 Besucher
erwartet. Es werden auch Aussteller aus den umliegenden Ländern mit von der Partie sein. Der BV-Wettbewerb findet Freitagmorgen ab 9 Uhr bis ca. 14 Uhr
statt. Als Richter beim Braunvieh amtet diesmal Mike
Deaver, Wisconsin, USA.
Braunvieh Schweiz unterstützt Betreuung
Braunvieh Schweiz freut sich, dass einige Züchter die
Betreuungsdienstleistung von Braunvieh Schweiz in
Anspruch nehmen und ihre Tiere in Lausanne einem
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
internationalen Publikum präsentieren. Wir sind überzeugt, mit dem Ausstellen von tollen Braunviehkühen
beste Werbung für unsere Rasse machen zu können.
Die Swiss-ExpoChampionkühe von
2012: Jolden Greysy,
Rhythm Acqua und
Collection Corella.
Bild: Braunvieh Schweiz
Original Braunvieh
Eine Gruppe von OB-Tieren wird sich bereits zum
6. Mal an der SWISS EXPO präsentieren. Die
OB-Züchter haben ihren Auftritt am Donnerstagnachmittag, 17. Januar.
Forum erneuerbare Energie
Am Freitag, 18. Januar, findet gleichzeitig zur BrownSwiss-Ausstellung ein Forum über erneuerbare Energien statt.
www.swiss-expo.ch
[email protected]
Programmhinweis
Donnerstag, 17. Januar
12.30 – 15.00 Uhr Wettbewerb Montbéliarde und Original Braunvieh
Freitag, 18. Januar
09.00 – 14.00 Uhr Wettbewerb Schweizer Braunvieh
10.00 – 12.00 Uhr Forum erneuerbare Energie
Sonntag, 20. Januar
13.30 – 15.30 Uhr Siegerparade und Wahl der Grand Champion
55
Treffpunkt
OLMA 2012:
Farma und Kreta holten den Titel
Willy Schmid, Braunvieh Schweiz
Miss Braunvieh
Farma von Hansruedi
Brülisauer, Appenzell.
Bilder: Braunvieh Schweiz
Die sehr gute Qualität der aufgeführten Tiere liess
nicht nur für die Rangierung Spannung aufkommen,
sondern fand während der ganzen Ausstellungszeit
grosse Beachtung. Gespannt war man vor allem, ob
die letztjährige Miss OLMA Braunvieh, Prunki Ariana,
den Titel auch in diesem Jahr wiederholen könne.
Abteilungs-Rangierungen
In Abteilung 1 setzte sich die sehr ausgeglichene und
harmonische Glenn-Tochter Fiona von Christian Sprecher, Wald AR, souverän an die Spitze. Es war übrigens
eine Tochter der ausgestellten weiblichen Zuchtfamilie
Fatima. Auch die zweitrangierte Kuh Geraldine, ebenfalls eine Glenn-Tochter von Markus Wirth, Nieder­
stetten, zeigte sehr gute Qualitäten.
Die 2. Abteilung konnte eine Vigor-Tochter für sich
entscheiden. Es war Vigoria, eine euterstarke Kuh
aus dem Stall von Thomas Roffler, Grüsch. Sie hatte
harte Konkurrenz in der Etvei-Tochter Kora, welche
typmäs­sig ausserordentlich stark war. Kora kommt aus
dem Stall von Peter Schiesser aus Linthal und war eine
würdige Vertreterin aus dem Gastkanton Glarus.
Die Abteilung 3 fand ihre Meisterin in der sehr ausgeglichenen Julen-Tochter Dairy von Thomas Gantenbein,
Oberegg. Den zweiten Platz holte sich die VigorTochter Bionda von Pius und Daniel Meier, Oberägeri,
eine Vertreterin aus dem Gastkanton Zug.
Bei der Abteilung 4 konnte man erahnen, dass es sich
56
für die Misswahl um eine Vorentscheidung handeln
könnte. Vor allem die letztjährige Miss, Prunki Ariana,
von der Familie Cadalbert, Lantsch GR, war eine sehr
heisse Favoritin. Dazu gesellte sich mit Agio Aspen von
Urs und Thomas Hofer / Jakob Kündig eine ausstellungserprobte Konkurrentin. Schlussendlich gewann
aber die ausgeglichene Smirnoff-Tochter Farma von
Hansruedi Brülisauer aus Appenzell-Eggerstanden.
Cédric Schärz begründete seine Entscheidung mit
der starken Vorhand von Farma, aber vor allem auch
wegen des idealen Fundaments und des ausgezeichneten Euters mit den korrekten Zitzen. Somit wurde
Prunki Ariana auf den zweiten und Agio Aspen auf den
dritten Platz verwiesen. Die Qualität dieser Abteilung
war bis zuhinterst sehr hochstehend.
In der letzten Abteilung, wo sich die älteren Kühe
dem Richter zeigten, war die Qualität ebenfalls sehr
gut. Dies sprach vor allem auch für die gewünschte
Langlebigkeit beim Braunvieh. In einer spannenden
Ausmarchung setzte sich Eagle Bruna von Sepp Weber,
Netstal, aus dem Gastkanton Glarus durch. Ihr stand
aber die Prunki-Tochter Pauke von Andre Halter aus
Lungern OW nicht viel nach.
Farma wurde Miss Braunvieh
Zur Champion-Wahl der Braunviehkühe stellten sich
die fünf Abteilungssiegerinnen dem Richter. Alle fünf
Kühe zeigten hervorragende Qualitäten und machten
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
beste Werbung für das Braunvieh. Schlussendlich
gewann Smirnoff Farma von Hansruedi Brülisauer. Dies
erstaunte nicht, da sie sich ja in der Abteilung gegen
eine sehr harte Konkurrenz durchgesetzt hatte. Farma
war eine würdige Miss, denn sie hat den Titel als Miss
auch leistungsmässig verdient. Nebst einer sehr guten
Milchleistung zeigt sie vor allem mit 4,0 % Eiweiss auch
noch Qualität bei den Inhaltsstoffen.
Heimsieg von Kreta
Milton Kreta aus dem Stall von Josef Brunner, St.
Gallen, siegte gegen eine sehr starke Konkurrenz bei
den OB-Kühen und verdiente sich den Miss-Titel. Vor
allem wegen ihrer Körpertiefe gab Cédric Schärz ihr
den Vorzug gegenüber Ralf Goldi von Sepp Fuchs aus
Gonten. Die Zweitmelkkuh Goldi wird sicher ihre Qualitäten früher oder später bei einer anderen Ausstellung
wieder zeigen.
www.olma-messen.ch ➔ messen ➔ olma
[email protected]
Miss Original Braunvieh Kreta von Josef Brunner, St. Gallen.
Olma: Kälins Rinder dominieren
Daniel Küng, SBJV
Das Champion-Rind
des diesjährigen
Jungzüchterwettbewerbes, KÄLINgen
Cafino Calanda mit
Jungzüchter Bruno
Kälin und den
Geschwistern Priska
und Daniel.
Bilder: Braunvieh Schweiz
Schon beim Einmarschieren der ersten Kategorie fiel die
hohe Qualität, welche sich durch die gesamte Schau
zog, auf. So war es dann auch das Rind mit der Katalog
Nummer 1, welches Richter Samuel Cadalbert bis am
Schluss zu überzeugen vermochte. KÄLINgen Cafino
Calanda von der Familie Kälin aus Steinen überzeugte in
allen Positionen und gewann die Jubiläumsausgabe vor
Jongleur Jamie von Daniel Sigrist aus Kerns, welche mit
viel Breite im Körper und gutem Fundament eine starke
Mitstreiterin auf den Gesamtsieg war. Mit der Ehrenerwähnung von Jongleur Jolanda, konnte sich Familie
Kälin nochmals freuen.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Weitere Abteilungs-Sieger waren Roman Niederberger
mit Jongleur Frosty und Andreas Stocker mit Vigat Valora.
Am Nachmittag fand der beliebte Kälberwettbewerb
statt. Gerichtet wurde dieser von der Braunvieh-Königin
Barbara Rohrer und dem bekannten Schwinger Michael
Bless. In der älteren Kategorie gewann Stefan Müller aus
Stein und in der jüngeren Reto Hohl aus Wald AR.
Beim Jungrichterwettbewerb, welcher am Vierrassentag
stattfand, siegte bei der Abteilung unter 18 Jahren Ueli
Tischhauser aus Oberschan. Bei den über 18-jährigen
konnte Markus Müller aus Herrliberg den Wettkampf
für sich entscheiden.
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Valär Hans, Jenaz
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Milch (Kg)
Fett (kg)
Eiw. (kg)
+721
+24 -0.06%
+31 +0.09%
367 / 229
121
124
+1.24
103
108
AB
GZW
MIW
GN
FIW
ÖZW
KK
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Fett (%)
Eiw. (%)
Funktionelle Merkmale
NRR Töchter
Rastzeit
Normalgeb. Stier
Normalgeb. Töchter
ZW Exterieur: 249 Tö.
Gesamtnote
+1.24
Rahmen
+1.00
Becken
+1.85
Fundament
+1.10
Euter
+1.32
Kreuzbeinhöhe
+1.40
Flankentiefe
+1.01
Brustbreite
+0.29
Obere Linie
-0.07
Beckenlänge
+1.01
Beckenbreite
-0.09
Beckenneigung
+1.19
Lage Umdreher
+1.09
Sprunggel. winkel
-0.01
Sprunggel. auspr.
+0.37
Fesseln
+1.90
Klauensatz
-0.09
Voreuterlänge
+0.42
Voreuter Aufh.
+0.59
Aufhä. hi. Breite
+0.56
Aufhä. hi. Höhe
+1.90
Eutertiefe
+0.73
Euterboden
+1.08
Zentralband
+1.02
Zitzenlänge
-0.18
Zitzendicke
+0.33
Zitzenstellung
+0.53
Zitzenvert. vorne
-0.40
Zitzenvert. hinten
+0.01
Bemuskelung
-0.58
BCS
Zusatzzitzen lebend %
-3.0
x
Dotson-ET CANDY-ET
Ø2L 13'120kg 4.25%F 3.27%P
x
Mathew CHRISTINE
Ø5L 10'693kg 4.11%F 3.41%P
x
Standout CHERRY
Ø3L 7'469kg 3.64%F 3.63%P
110
88
111
108
-1
Persistenz
Zellzahl
Melkbarkeit
Nutzungsdauer
112
95
118
98
0
1
2
BS
gross
viel
breit
erhöht
gross
breit
abgezog
vorne
säbelb
trocken
steil
hoch
viel
straff
breit
hoch
hoch
angehoben
l. gesp
lang
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eng
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Treffpunkt
14. Bündner Braunviehtag in Cazis
Peter Allemann, Untervaz
Am Samstag, 26. Januar 2013, können wir wieder
den traditionellen Braunviehtag in der Bündner Arena
in Cazis geniessen. Mit Spannung werden die 120
Tiere erwartet. Diese Kühe mussten sich heuer keiner
Vorschau unterziehen. Jedem Aussteller wird daher
die Auswahl seiner eigenen Qualitätsansprüche überlassen. Das Publikum kann sich somit über «Neuheiten»
freuen.
Der erfahrene Richter Stefan Hodel wird mit seiner
selbstbewussten Art diese Aufgabe pflichtbewusst
erledigen. Ebenfalls konnten wir für diesen Tag einen
erfahrenen Speaker gewinnen. Stefan Geissmann wird
uns durchs Programm führen. Ab 08.00 Uhr können
Sie die Tiere bereits bei der Auffuhr besichtigen. Um
9.30 Uhr wird mit der Rangierung der Abteilungen
begonnen. Bei der Betriebsmeisterwahl wird mit einem
Punktesystem gearbeitet.
Auf einen spannenden und gelungenen Anlass freut
sich die Bündner Braunviehzuchtgruppe – besonders
aber auf Sie und qualitativ hochstehende Tiere.
Programm
8.00 Uhr
Auffuhr der Tiere
9.30 Uhr
Rangierung der
Abteilungen
ab 15.00 Uhr
Schöneuter-,
Betriebsmeisterund Championwahl
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Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
04.11.11 12:05
59
Treffpunkt
Braunvieh-Rassenpromotion in Sermuz
Jörg Hähni, Braunvieh Schweiz
Reger Handel
Der Handel lief schon
von Ausstellungsbeginn an intensiv.
Bild: Braunvieh Schweiz
Am 27. Oktober fand in Sermuz der Rassenpromotionstag statt. Insgesamt standen elf Kühe und acht
Kälber zum Verkauf. Auch in diesem Jahr war die
Qualität überzeugend. Die frisch abgekalbten erst- bis
zweitlaktierenden Tiere wiesen unterschiedlich starke
Rahmen und Fundamente auf, wobei die Euteranlagen
kaum Wünsche offen liessen. Auch die Kälber wiesen
durchaus gute Abstammungen auf.
Seit Beginn dieses Events gehören graubündenVieh und St. Galler Spitzen-Braunvieh zu den treuen
Verkaufsorganisationen. Auch dieses Jahr engagierten
sie sich wieder und brachten eine Gruppe von Kühen
und Kälbern nach Sermuz.
Der Betrieb der Familie Gruet fungierte wiederum als
Veranstaltungsort. Mit knapp 100 Interessierten war
der Verkaufsevent in diesem Jahr weniger zahlreich
besucht als im Vorjahr. Am Morgen war das Kaufverhalten dafür schon sehr erfreulich. In Sermuz werden
die Tiere nicht mittels einer Auktion an den Meistbietenden verkauft, sondern an den Erstinteressierten, der
bereit ist, den verlangten Preis zu bezahlen. Im Einzelfall wird natürlich auch noch um den Preis gehandelt.
Der Durchschnittspreis der sieben verkauften Kühe lag
bei Fr. 3107.–. Kälber waren im Vergleich zum letzten
Jahr wiederum gefragt. Der durchschnittliche Verkaufspreis betrug dort Fr. 758.–. Insgesamt wechselten sechs
von acht Kälbern den Besitzer.
SOREXPO 2013
Fr./Sa. 25./26. Januar Stierenmarktareal Zug
Freitag: Jungzüchter-Night ab 19.00 Uhr
Jungrichterwettbewerb
Miss Jungstar
Miss Junior
Schöneuter-Wettbewerb 1. Lakt.
Barbetrieb und Unterhaltung
mit DJ Dachs
Samstag: ab 10.00 Uhr
Rangierung der Kühe 2. Lakt. und ff.
Kantonscup
Betriebsmeisterschaft
Schöneuter-Wettbewerb 2. Lakt. und ff.
Miss SOREXPO 2013
sorexpo.ch
60
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Viele Besucher am ZM Rothenthurm
Martin Rust, Braunvieh Schweiz
Die Markthalle in
Rothenthurm war gut
gefüllt mit interessierten Züchtern.
Bild: Braunvieh Schweiz
Gegen 500 Besucher fanden den Weg Anfang
November an den Winterzuchtstiermarkt in Rothenthurm. Mit einer Übergangslösung fand der Markt
in Kombination mit der Präsentation von Nachzuchtgruppen der Stierenhaltervereinigung statt. Die volle
Markthalle zeugte von einem gelungenen Konzept.
Insgesamt wurden acht Stiere am Markt zum Durchschnittspreis von exakt 2500 Franken gehandelt. Einige
Stiere konnten zudem an einen neuen Platz verstellt
werden.
Interessante Nachzuchtgruppen
der Stierenhaltervereinigung
Kleine, aber feine Zuchtstierkollektion
Mit 26 aufgeführten Stieren hat der Winterzuchtstiermarkt wohl die Talsohle durchschritten. Erwartungsgemäss stellte das Original Braunvieh den Hauptanteil
der Auffuhr. Die 19 OB-Stiere wurden in drei Abteilungen durch Willy Schmid rangiert und punktiert. Die
Konkurrenz der jüngsten OB-Stiere entschied Vero
Donald von Martin Schrepfer aus Wald ZH für sich. Die
mittlere Abteilung ging an Orivo Orgetorix von Felix
Honegger aus Hinwil. In der ältesten Abteilung setzte
sich schliesslich Vulkos Viktor von Franz Schindler aus
Goldau durch. Die Abteilungen der OB-Stiere waren
sehr ausgeglichen, mit den bei Jungstieren normalen
Unterschieden in der Rahmenentwicklung. Willy
Schmid hob die Qualitäten der Siegerstiere in der
Präsentation nach dem Mittag hervor.
Bei den Stieren mit Brown-Swiss-Blut scheinen sich
mittlerweile genomisch optimierte Zuchtwerte als
Standard einzustellen. Von den sieben aufgeführten
Stieren waren fünf typisiert. Die Siege gingen in der
jüngeren Abteilung an AKA Bounce Freddie von Karl
& Adrian Arnold, Altdorf, und in der älteren Abteilung
an Wurl Messi von Beat von Rickenbach, Steinerberg.
Beide Stiere wechselten am Markttag den Besitzer.
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Kommentator Andreas Anderegg zeigte sich in seinem
Kommentar der Nachzuchtgruppen begeistert von der
Qualität. Die jüngste Nachzuchtgruppe präsentierte
Vento-Sohn Vogt im Besitz von Alois Marty, Steinerberg. Die Vogt-Rinder beeindruckten mit glasklaren
Sprunggelenken und präsentierten sich im eher milchbetonten Typ. Vogt gehört übrigens zur Gruppe der
OB-Stiere, welche an der BRUNA gezeigt wurden.
Liver’s OB Verol Mingo-ET im Eigentum von Josef
Ulrich-Reichlin, Steinen, wusste mit Ausstichrindern
zu überzeugen. Die Jungtiere vom vormaligen Stierenhalter Josua Looser, Wattwil, präsentierten sich mit
hervorragendem Rahmen und guten Beckenanlagen.
Von Monti-Sohn Marker konnte neben dem Jungvieh
bereits drei gekalbte Töchter begutachtet werden. Die
harmonische Nachzucht von Stierenhalter Hanspeter
Egli-Mathis, Trachslau, überzeugte mit der guten Breite
und einer guten Bemuskelung. Die ersten gekalbten
Töchter weisen leistungsbereite, straff aufgehängte
Euter mit idealen Zitzen auf. Von den Stieren Mingo
und Marker ist ein privates Samendepot vorhanden.
www.top-braun.ch
[email protected]
61
Treffpunkt
21 500 Tiere an St. Galler Gemeindeviehschauen
Reto Grünenfelder, Salez
31 Betriebe fuhren
an der grössten St.
Galler Viehschau in
Nesslau-Krummenau
sennisch auf.
Bild: Jakob Wickli, Ennetbühl
Im 2012 fanden insgesamt 62 Gemeindeviehschauen,
der Fürstenland Cup und die Toggenburger Herbstschau
statt. Der Organisationsgrad an den Viehschauen ist
weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Total 999 Betriebe haben in diesem Herbst wiederum
21 499 Kühe und Jungtiere aufgeführt. Diese Zahlen
sind nahezu gleich hoch wie im letzten Jahr. Die Zahl
der aufgeführten Kühe hat sich gegenüber 2011 sogar
um 347 erhöht.
Von den aufgeführten Tieren waren 792 OB-Tiere,
151 Blüem- oder Gurt-Tiere sowie 876 Tiere ohne
Braunvieh-Blut. Die Gemeindeviehschauen in NesslauKrummenau, Kirchberg und Schänis hatten wiederum
die höchsten Auffuhrzahlen im Kanton.
Wir arbeiten zusammen!
Bereits zum siebten Mal fand ein umfassender Expertenaustausch zwischen Appenzell AI, Appenzell AR,
dem Fürstentum Liechtenstein und dem Kanton St.
Gallen statt. 38 Experten aus diesen Kantonen und dem
Fürstentum Liechtenstein waren auf den 89 Viehschauplätzen tätig und absolvierten insgesamt 276 EinsatzAuffuhrzahlen an den Gemeindeviehschauen 2012
Jahr
Kühe
2012
14 467
62
Trächtige
Rinder
2354
Jungvieh
Stiere
4586
92
Auffuhr
total
21499
Anzahl
Betriebe
996
Anzahl Tiere
pro Betrieb
21.6
tage. Damit war jeder Experte im Herbst durchschnittlich
auf 7 bis 8 Schauplätzen im Einsatz.
Öffentlichkeitsarbeit lohnt sich
Dank viel Öffentlichkeitsarbeit war erfreulicherweise
häufig auch die nichtbäuerliche Bevölkerung sehr
zahlreich auf den Schauplätzen anzutreffen. Zusätzlich zu den bewährten Aktivitäten (beispielsweise
sennische Auffuhr, geschmückte Kühe, Milchprodukte
zum Degustieren, Streichelzoo, Jungzüchterauftritte,
Umzug durch das Dorf) werden das Publikum und
mehrere Schulklassen aktiv in die Viehschau eingebunden. Beispiele: «Kuhfladenlotto», Ausstellung von
Schülerarbeiten zum Thema Kuh-Schau, Schulklassen
basteln Kühe oder Rangierungswettbewerbe für das
Publikum. All die aufgeführten Aktivitäten sind wichtige Bausteine, um das Vertrauen der Konsumenten
in die Produkte der Schweizer Rindviehhalter zu
verstärken.
Auffuhrzahlen der fünf grössten St. Galler Viehschauen
Schauort
Nesslau-Krummenau
Kirchberg
Schänis
Flums
Hemberg
Betriebe
Tiere
46
33
24
41
22
1180
696
655
654
596
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Top Ten der Wirtschaftlichkeits-Stars (Leistungsangaben: Stand 30.8.2012)
Kuh
A
LL (kg)
Mkg
LP
BD
E%
SP
Pers
ZZ
OTARIA
PATRIZIA
PAM
LUCA
OLINA
SHAKIRA
SOFIA
TRUDI
ROSINA
MINZE
2
3
2
2
2
2
2
2
2
3
18 143
29 357
20 431
16 908
34 554
30 232
28 752
19 984
16 357
29 674
9032
9681
8442
7822
9537
8674
9387
8257
8064
9872
122
122
110
108
114
112
114
105
104
119
98
89
85
86
91
93
90
84
84
103
3.7
4.0
3.4
3.7
3.7
3.6
3.5
3.5
3.5
3.6
68
71
77
57
105
77
61
58
47
58
99
88
96
87
95
98
92
87
90
93
35
46
38
21
24
13
30
23
13
54
Pkt. Vater
21
20
20
20
19
19
19
19
19
18
JOLDEN
JOLDEN
NINO
ONEIL
ZEUS
EAGLE
ZEUS
TAU
WAGOR
EWOL
Besitzer
Hans+Stefan Koster, Ebnat-Kappel
Hansueli Huser, Neu St. Johann
Melch.+Chr. Schweizer, St.Peterzell
Jürg Huber, Kaltbrunn
Heini Stricker, Mörschwil
Marco Wildhaber, Flumserberg
Alois Spitz, Sevelen
Pirmin Wick, Gossau
Hansruedi Stricker, Niederwil
Felix Zäch, Oberriet
A: Anzahl Abschlüsse; LL (kg): Lebensleistung; SP: Serviceperiode; ZZ: Zellzahlen; Pers: Persistenz
Miss-Wahlen
An den Gemeindeviehschauen wurden insgesamt
72 Braunvieh-Missen erkoren. Als erfolgreichste Väter
zeichneten sich Jolden mit 8, Tau mit 6 und Prunki mit
5 Siegen aus. Picard- und Wurl-Töchter erreichten je
3 Siege.
Die schönsten Kühe der Viehschauen sind auch sehr
leistungsstark. 10 Tagessiegerinnen weisen eine Durchschnittsleistung von über 9000 kg Milch auf. Ausgezeichnet ist die Eutergesundheit der Tagessiegerinnen:
45 der 80 Missen weisen eine durchschnittliche Zellzahl
aller Laktationen von unter 70 auf!
www.braunvieh-sg.ch ➔ Ausstellungen
[email protected]
Jolden Otaria von
Hans und Stefan
Koster aus EbnatKappel ist die Miss
Wirtschaftlichkeit
2012: 9032 kg Milch,
3.7 % Eiweiss, 35
Zellzahlen, 99 %
Persistenz, 68 Tage
Serviceperiode.
Bild: Braunvieh Schweiz
Die Wirtschaftlichkeit entscheidet
An den St. Galler Viehschauen stehen Schönheit und
Wirtschaftlichkeit der Kühe im Mittelpunkt. Aufgrund
der Leistungen in Milchmenge, Eiweissgehalt, Eutergesundheit, Persistenz und Serviceperiode selektionierte
Braunvieh Schweiz vorgängig 730 Kühe, welche die
Bedingungen für den Wirtschaftlichkeits-Star erfüllen.
Mit Hilfe einer Punktetabelle wurden diese Kühe
rangiert. Auf 44 Schauplätzen erfolgte die Wahl des
Wirtschaftlichkeits-Stars. Der Besitzer des Wirtschaftlichkeits-Stars erhält eine Prämie von Fr. 150.–. Dieser
Betrag muss für die genomische Typisierung eines Tieres
aus seinem Betrieb oder aus seinem Viehzuchtverein
eingesetzt werden.
Kuhfamilien
Die Kuhfamilien nahmen auch an den Viehschauen 2012
einen hohen Stellenwert ein. In diesem Jahr präsentierten sich 49 Kuhfamilien. Eine Kuhfamilie umfasst
mindestens 4 Tiere: Stammkuh, Tochter, Enkelin und
Urenkelin. Die Kuhfamilien zeigen jeweils eindrücklich
das betriebliche Zuchtziel auf. Die Familie Bernina von
Felix Knöpfel umfasst sogar Tiere aus 6 Generationen.
Ausgestellte Kuhfamilien mit 5 Generationen mit
immer direkten Nachkommen
Stammkuh
Diana
Bernina
Iselle
Sabrina
Samira
Vater
Jubil
Starbuck
Patric
Omar
Playboy
Aussteller
Pius Giger, Schänis
Felix Knöpfel, St. Gallen
Albert Steger, Altstätten
Hans Vetsch, Grabs
Ueli Wenk, Wildhaus
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Gebastelte Kühe der Schüler von St. Peterzell und Umgebung stehen anlässlich der
Jubiläumsschau zur Rangierung bereit. Bild: Ruedi Roth, Bächli-Hemberg
Regionale Missen
Fürstenland Cup
Miss Heidiland
Miss Linth
Toggenburger Herbstschau
Miss Werdenberg
Sarganserländer Top Rind
Sieger im Cup
Andwil
Nesslau
Miss
Jonas Alegra von Urs Hochreutener, Eggersriet
Agenda Lissy von Christian Schneider, Schwendi
Tau Alina von Ruth Marti, Schänis
BV: Reflex Dimitra von Alfred Forrer, Lichtensteig
OB: Medor Diana von Jakob Giger, Wildhaus
Tango Hera von Christian Eggenbeger, Gams
Pelux Granada von Christian Schneider, Schwendi
63
Treffpunkt
100 Jahre Braunviehzuchtverein
Gommiswald – Jubiläumsschau
Barbara Fritschi, Gommiswald
Viele Spezialpreis-Gewinner
Die Kuh Wurl Wina von Koller Franz, welcher heuer
infolge der Betriebsübergabe zum letzten Mal an der
Viehschau teilnahm, gewann den Titel der Schöneuter
ältere. Roman Kaufmann’s Zico Zita überzeugte mit
ihrem breit aufgesetzten Euter und den korrekten Zitzen.
Sie holte sich daher den Schöneuterwettbewerb der
jüngeren Kühe. Beim Betriebscup siegte Hans Gadient
mit den zwei ausgeglichenen Tieren Prunki Planka und
Vigor-ET Vera. Diese beiden Tiere gewannen auch die
Titel der Miss Protein resp. der Miss Genetik. Wirtschaftlichkeitsstar wurde Goliath Gabi von Roman Kaufmann.
Das OK freute sich sehr, dass die Spezialpreise breit
unter den 13 Ausstellerfamilien verteilt wurden.
Kuhfamilien und Jungzüchter
Miss Gommiswald
mit Eigentümer
Roman Gmür und
Partnerin Sabine
Weiss sowie Maria
Schwarzenberger,
Glockenspenderin
(v.l.).
Bilder: Michel Herzog
Schauplatz:
Einmarsch der Tiere.
Die Jubiläumsschau des Braunviehzuchtvereins Gommiswald wurde zum Festtag für die Bevölkerung und
die Bauernfamilien. Mit Glockenklängen und blumengekränzt wurden die 198 Tiere auf den Schauplatz
in Uetliburg aufgetrieben. Im Vormittagsprogramm
wurden die Kühe und die Rinder in den Abteilungen
von den beiden Experten Sepp Räss und Emil Alder
eingestellt. Sie zeigten sich darüber erfreut, dass sie die
Richteraufgaben am 100-Jahr-Jubiläum übernehmen
durften.
Zwei Kuhfamilien zeigte Sepp Gmür, welcher heuer
zum 53. Mal an der Viehschau teilnahm.
Die fünf Jungzüchterinnen und Jungzüchter präsentierten zwischen den Spezialwettbewerben stolz ihr
Kalb und trugen gekonnt ihr Gedicht oder sogar ihr
Lied vor. «Bliibed gsund und gfräss und essed Appenzeller-Chäs» war unter anderem im Spruch des Jungzüchters Florian Eichmann zu hören, welcher dafür
grossen Applaus erntete.
Experte Emil Alder, welcher bereits am Vormittag
das Jungvieh in den Abteilungen einstellte, hatte
keine leichte Aufgabe bei der Vergabe des JungviehChampions. Nur wenige Nuancen entschieden um den
Titel. Es siegte die ausgeglichene Maisse Maik Mona
von Roman Fritschi vor dem grossen und breiten Rind
Huray Sonja von Paul Ruoss.
Eros Varona zur Miss gekürt
Ganz zum Schluss wurde die Miss Gommiswald auserkoren. Der Experte Sepp Räss machte es noch einmal
richtig spannend. Den Titel der Miss Gommiswald
gewann Eros Varona von Roman Gmür. Dieser zeigte
sich darüber sehr überrascht, denn der Jungbauer nahm
erst zum zweiten Mal an der Viehschau teil. Vize-Miss
wurde Vigor Vera aus dem Stall von Hans Gadient.
Für die Kühe gings nun wieder heim in den Stall. Auf
dem Schauplatz war trotzdem noch lange nicht Schluss.
Die Kinder und vor allem auch die Erwachsenen ereiferten sich beim Melkwettbewerb sehr. Es ging darum,
am meisten Milch aus der Plastikkuh zu bringen. Die
Jungformation Echo vom Regulastein sorgte für die
musikalische Umrahmung, bis das Echo vom Goggeien
übernahm und bis in die Morgenstunden spielte.
64
CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Braunvieh-Eliteschau, Schüpfheim
Kurt Stadelmann, Rengg
Dieses Jahr fand am 27. Oktober zum 15. Mal die
Braunvieh-Eliteschau Amt Entlebuch in Schüpfheim statt.
Die drei Experten Heini Stricker, Paul Caduff und Beat
Studhalter hatten in Schüpfheim in 29 Abteilungen 225
Braunviehtiere einzustellen und zu kommentieren.
Schöneuterwettbewerb
Nachdem alle Abteilungen rangiert waren, wurde
anschliessend um die Krone im Schöneuterwettbewerb
in drei verschiedenen Abteilungen gekämpft. Bei den
Erstmelkkühen siegte Glenn Gjulia von Markus Studer,
Schüpfheim. Sie überzeugte Heini Stricker mit dem
breit und hoch angesetzten Euter. Den Schöneuterpreis
der Zweit- und Drittmelkkühen gewann ebenfalls eine
Glenn-Tochter und zwar Giada, ebenfalls von Markus
Studer, Schüpfheim. Dieses Euter besticht mit seinem
perfekten Sitz, breit und hoch angesetzt mit vier optimalen Zitzen. Bei den älteren Melkkühen entschied
Mocambo Joya von Josef Portmann, Schüpfheim, die
Schöneuter-Wertung für sich. In dieser Klasse gefielen
die sehr gut sitzenden Euter, die schon einiges geleistet
haben.
Grand Champion 2012 Mocambo Joya von Josef Portmann, Schüpfheim. Bilder: Köbi Zemp
Genetikpreis
Anschliessend wurde von Braunvieh Schweiz ein
Genetikpreis vergeben. Bei diesem Spezialwettbewerb
wurden die 8 Kühe mit dem höchsten Milchwert, die
in Schüpfheim anwesend waren, rangiert. Gewonnen
hat diesen Preis bei den Brown-Swiss-Kühen die JoldenTochter Joy von Markus Studer Schüpfheim. Bei den
OB-Tieren holte sich Voeris Olympia von Rene Stalder,
Hasle, den Preis.
Champion-Wahlen
Nachdem alle Abteilungssiegerinnen der Erstmelkkühe
sich im Ring aufgestellt hatten, entschied sich Paul
Caduff für die Zaster Tochter-Zaila von Josef Gasser,
Hasle, als Erstmelk-Champion. Diese Jungkuh überzeugte ihn mit ihrem Format, dem tollen Fundament
und dem ausgezeichneten Euter. Den Vize-ChampionTitel der Erstmelkkühe holte sich Glenn Gjulia von
Markus Studer, Schüpfheim.
Bei den OB-Tieren erkürte Beat Studhalter als Champion-Kuh die Kastor-Tochter Bruna von Rene Stalder,
Hasle, vor Eros Renate von Niklaus Epp, Schüpfheim.
Zum absoluten Höhepunkt kam es dann, als alle erstrangierten BS-Kühe ab zweiter Laktation in den Ring
einmarschierten. Da holte sich die Mocambo Joya
aus dem Stall von Josef Portmann, Schüpfheim, den
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Erstmelk-Champion 2012 Zaster Zaila von Josef Gasser, Hasle.
Titel. Zur Vize-Champion wurde die letztjährige Grand
Champion Jolden Joy von Markus Studer, Schüpfheim,
erkoren. Weitere News und Fotos unter www.eliteschau.ch. 65
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CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
BV-Betriebscup, Jungzüchter- und
Stierenschau in Kaltbrunn
Barbara Fritschi, Gommiswald
An der Stierenschau wurden gesamthaft 20 Stiere aus
den Regionen Linthgebiet und Toggenburg aufgeführt.
Die wenigen männlichen Tiere wiesen eine beachtliche
Qualität aus. Der Stier Hupoly Dani von Werner Gmür
aus Amden wurde vom Toggenburger Experten Walter
Rhyner mit der Maximalnote ausgezeichnet.
Im Schöneuterwettbewerb durfte sich Tau Alina vom
Betrieb Ruth Marti aus Schänis als Siegerin feiern
lassen. Gemäss dem Experten zeigte die Siegerin eine
bessere hintere Zitzenverteilung als die Zweitrangierte Repac Kyra von der GG Markus und Marcel
Raymann, Ricken.
Betriebscup und Jungzüchter-Wettbewerb
wählte er die Denzo-Tochter Dallas, welche mit knapp
einjährig einen tollen Milchcharakter zeigt. Vorgeführt
wurde Denzo Dallas von Fabian Glarner. Sie steht im
Stall von Albert Glarner-Altmann aus Schänis. VizeRinderchampion wurde Julen Jordi. Sie ist vom Betrieb
Othmar Elmer-Widmer, Ricken, und wurde von Sohn
Jonas präsentiert.
Berghilfe-Projekt
Nr. 7498: neue unabhängige
Energieversorgung.
Rinder-Champion
Denzo Dallas,
Jungzüchter Fabian
Glarner, Schänis, mit
Experte Stefan Stocker, Mals (Südtirol,
Italien).
Bild: Fredy Roos
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Im regionalen Betriebscup machten neun Bauernbetriebe aus dem Linthgebiet mit. Sie kämpften mit je
drei Tieren um den Titel. Damit die Spannung bis zum
Schluss im Betriebscup aufrecht blieb und die Kühe
auch an ihrer Wirtschaftlichkeit gemessen wurden, hat
sie das OK in die Bewertung einfliessen lassen. Schluss­
endlich siegte der Betrieb GG Markus und Marcel
Raymann, Ricken, mit den Kühen Roxway Zora, Repac
Kyra und Glenn Hirz. Auf den Rängen zwei und drei
platzierten sich die Schänner Betriebe Albert GlarnerAltmann und Ruth Marti.
Der 22 Jahre junge Stefan Stocker aus Mals im Südtirol
übernahm die Rolle des Jurors. Zum Rinderchampion
Die Schweizer Berghilfe unterstützt Projekte von Einzelpersonen und Gemeinschaften, wenn diese ihre Existenz aus eigener Kraft nicht
mehr sichern können. So verbessert sie die harten Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in Berggebieten. Mit einer Spende
an die Schweizer Berghilfe kann die Zukunft aktiv mitgestaltet und das Leben in den Bergen erhalten werden. Mehr Informationen unter
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Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
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CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
4. Braunvieh-Regioschau Willisau 2012
Nicole Amrein-Scherrer, Willisau
Beat Studhalter, Horw und Fritz Vogel, Entlebuch,
rangierten die Tiere mit gekonntem Blick und kommentierten ihre Entscheide.
Kurt Willmann, bekannt unter seinem Präfix WTSGenetics, aus Menznau dominierte die Schau ganz
klar. Die gute Qualität seiner Tiere überzeugte. So
konnte er nicht weniger als sieben Titel mit nach Hause
nehmen. Texas Violine holte sich den Championtitel
der Kühe sowie Schöneuter ältere Melkkühe, Nesta
Milena ergatterte den Titel Schöneuter junge Melkkühe, Big Boy Madison den Schöneuter Erstmelkkühe.
Miss Genetik BS ging an Gobon Granina und der
Championtitel Rind an Jongleur Jola. Ebenfalls für sich
entscheiden konnte WTS-Genetics den Betriebscup
vor Thomas Hodel-Schuler, Schötz, und Walter Roos,
Menznau. Dieser trumpfte bei den OB-Tieren auf.
Mit Karlo Korina gewann Walter Roos den Titel Miss
Genetik OB und auch Bestes Euter OB. Mit der Texas-Tochter Violine konnte das ganze Team von Kurt Willmann den
Champion-Titel an der Regioschau Willisau 2012 feiern. Bild: Braunvieh Schweiz
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Samstag, 26. Januar 2013 in der Bündner Arena, Cazis
14. Bündner Braunviehtag
Programm
8.00 Uhr
Auffuhr der Tiere
9.30 Uhr
Rangierung der Abteilungen
ab 15.00 Uhr
Schöneuter-, Betriebsmeister- und
Championwahl
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CHbraunvieh Nr. 10 ∙ Dezember 2012
Treffpunkt
Veranstaltungskalender
Veranstaltungen bitte melden unter www.braunvieh.ch «Agenda»,
oder telefonisch unter +41 (0)41 729 33 11, Frau Schuler.
Ausstellungen
Auktionen
Dezember 2012
Sa.
22.
Fr.
28.
Dezember 2012
Schwyzer Junior Show 2012, Markthalle, Rothenthurm
(www.jungzuechter.ch/Kantone)
8. Schweizer Betriebsmeisterschaft, Markthalle Wattwil,
mit internationaler Beteiligung
Fr.
21.
Fr.
28.
Januar 2013
Do.–So. 17.–20. Swiss Expo Lausanne, Palais de Beaulieu
Fr./Sa. 25./26. SOREXPO 2013, Stierenmarktareal in Zug
Sa.
26.
14. Bündner Braunviehtag, Viehschau, Bündner Arena Cazis
Januar 2013
Februar 2013
Februar 2013
Do.–So. 21.–24. Tier & Technik, St. Gallen mit IGBS-Eliteschau, St. Gallen
Fr.
Sa.
5.
22.
März 2013
Fr.
Sa.
Sa.
Sa.
8.
9.
23.
23.
13. Spitzen-Braunvieh-Show 2013, Markthalle Wattwil SG
Berner Kantonale Braunviehausstellung, Thun
Regionalschau Fürstenland, Gillhof, Henau SG
4. Top-Show der Schwyzer Züchtergruppe, Markthalle,
Rothenthurm
April 2013
Fr.–Sa.
Sa.
Sa.
Sa.
Sa.
Sa./So.
Sa.
Sa.
Sa.
Sa.
Sa.
Sa./So.
Sa./So.
Fr.–So.
Sa.
Sa.
Sa.
Sa.
5.–6.
6.
6.
5. Jubiläums-Pizol-Open, Viehschauplatz Tiefletzi, Wangs
Regionale Rinder- und Erstmelkschau, Benken
Top Show Thurgau, Abendveranstaltung, Stallungen
Walter Arnold, Istighofen/Mettlen www.igb-tg.ch
6.
LUBRA, BBZN, Hohenrain LU
6.
1. Frühjahrsschau 2013 des VZV Kerns, Industrie,
Siebeneichstr. 1, Kerns
6./7.
agrischa – Erlebnis Landwirtschaft, Chur
13.
Jubiläumsschau 110 Jahre VZV Ragnatsch/Mels SG
13.
10. Jubiläums-Gotthard-Open, Erstmelk-Schweizer-Meisterschaft,
Ambri
13.
Jubiläumsviehschau 75 Jahre VZG Siebnen
13.
Jubiläumsschau 25 Jahre VZG Obersimmental
13.
Luzerner Rinder Night-Show, BBZN, Hohenrain LU
13./14. Glarona, auf dem Flugplatz, Mollis
13./14. 3. Länder-Ausstellung in Imst, Tirol
19.–21. Tierschau BL/BS in Aesch BL, Eliteschau der Milchrassen
am Freitag, 19.4.
20.
Jubiläumsschau 120 Jahre VZG Unterägeri mit OB-Abteilungen
20.
5. Regionalviehschau Zürcher Oberland, Gemeindeplatz, Hinwil
20.
Neckertaler Braunviehschau 2013, St. Peterzell
27.
Kantonale Braunviehschau Wallis, Naters
4.
4.
4.
August 2013
Fr.
30.
22. Obwaldner Zucht- und
Nutzviehauktion (ab 10.00 Uhr
Steigerung)
September 2013
Do.
5.
Viehauktion ab 13.00 Uhr,
anl. Zuger Stierenmarkt, Stierenmarktareal Zug
Oktober 2013
Di
15.
Olma St. Gallen, Braunviehauktion
Impressum
Redaktionsteam
Jörg Hähni, Leitung
Oskar Grüter, Fachbereich Zucht
Michaela Meier, Administration
Madeleine Berweger, Qualitas
Martin Rust, Fachbereich Zucht
Ulrich Schläpfer, Übersetzungen italienisch; Layout
Druck und Versand
Multicolor Print AG
Sihlbruggstrasse 105a, 6341 Baar
Telefon 041 767 76 76, Fax 041 767 76 77
E-Mail: [email protected]
Industrie-Inserate
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Ulrich Utiger, Sandstr. 88, 3302 Moosseedorf
Telefon 079 215 44 01, Fax 031 859 12 29
E-Mail: [email protected]
Zuger Zuchtstierenmarkt, Stierenmarktareal Zug
Inserateschluss
3 Wochen vor Erscheinen
Oktober 2013
Fr.
Fr.
Tier & Technik, St. Gallen,
Braunvieh-Auktion, Giswil OW
Kantonale Braunviehausstellung beider Appenzell in Appenzell
September 2013
Mi./Do. 4./5.
Zuchtkälberauktion Zimmerberg, Reithalle, Schönenberg
Züchter-Inserate
Braunvieh Schweiz
Inseratenverwaltung «CHbraunvieh»
Chamerstrasse 56, 6300 Zug
Telefon 041 729 33 11, Fax 041 729 33 77
E-Mail: [email protected]
Mai 2013
Sa.
Verkaufstag mit Abendverkauf,
Hinder/Viehvermarktung,
Zuzwil (09.00 bis 22.00 Uhr)
Nutz- & Zuchtviehauktion,
Markthalle Rothenthurm
Obwaldner Kantonale Viehschau in Sarnen
Olma St. Gallen, Olma Messen
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Do.–So. 17.–20. Januar Swiss Expo, Lausanne
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26. Januar SOREXPO, Zug
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26. Januar Bündner Braunviehtag
Nr. 10 ∙ Dezember 2012 CHbraunvieh
Abonnementspreis
Fr. 30.– jährlich, Ausland Fr. 55.–
Verkaufte Auflage
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Erscheinungsdaten 2013
1 Dienstag 22.Januar
2 Dienstag 19.Februar
3 Dienstag 19.März
4 Dienstag 30.April
5 Dienstag
4.Juni
6 Dienstag 30.Juli
7 Dienstag 27.August
8 Dienstag 24.September
9 Dienstag
5.November
10 Dienstag
17. Dezember
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• UFA 207 instant
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zu Wasser
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Rabatt Fr. 12.–/100 kg
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