Schwerter zu Pflugscharen

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Schwerter zu Pflugscharen
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"Schwerter zu Pflugscharen..."
Es herrschte eine ganz eigene, eine dichte und tiefe Atmosphäre in der kleinen Walder Schlosskirche, als sich am 7. Oktober an die
100 Gläubige aus dem ganzen Pfarrverband dort zum Friedensgebet versammelt haben. Singend, betend und schweigend wollte man
nicht nur der Sehnsucht nach Frieden nachspüren, die Millionen von Menschen in den Krisengebieten der Erde in diesen Tagen im
Herzen tragen. Im Beten wurde eine Kraft spüren, die die grausame Wirklichkeit dieser Welt verändern kann. Pfarrer Michael Witti
erinnerte eingangs an den Fall des eisernen Vorhangs vor 25 Jahren. Auch das geschah damals friedlich. Am Anfang standen
betende Menschen mit Kerzen in den Händen. Diese Kraft wurde auch in diesen Tagen spürbar, wo so viele Kriegs- und
Krisenregionen dieser Welt die Menschen erschüttern. Im Zentrum des Gebetes stand die uralte Friedenssehnsucht, wie sie einst der
Prophet Micha beschrieben hat:
"Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt
alle Hügel. Zu ihm strömen die Völker. Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg
des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt
die Weisung, aus Jerusalem kommt das Wort des Herrn. Er spricht Recht im Streit vieler Völker, er weist mächtige Nationen zurecht
[bis in die Ferne]. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht
mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg. Jeder sitzt unter seinem Weinstock und unter seinem
Feigenbaum und niemand schreckt ihn auf. Ja, der Mund des Herrn der Heere hat gesprochen." (Mi 4,1-4)
Nach einer Zeit des Schweigens vor dem ausgesetzten Allerheiligsten traten dann die Gläubigen einzeln an den eucharistischen
Herrn heran. Kleine Lichter des Friedens, an der Osterkerze entzündet, stellten sie dort zeichenhaft ab. Sie laden ein, selber zu
kleinen Lichtern des Friedens zu werden inmitten einer oft so friedlosen Welt. Nach dem eucharistischen Segen baten Ministranten
an den Ausgängen noch um Spenden zugunsten der Aktion der deutschen Bischöfe für verfolgte Christen in Syrien und im Irak,
sowie für die salesianischen Mitbrüder unseren Bischofs Stefan Oster, die in Sierra Leone derzeit versuchen, den Menschen im
Elend der dortigen Ebola-Epidemie beizustehen. Der Abend war ein starkes Zeichen für eine gelebte Spiritualität des Friedens.
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