Erfahrungsbericht TAMK WS15/16

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Erfahrungsbericht TAMK WS15/16
Erfahrungsbericht TAMK
WS15/16
Stadtzentrum in Tampere
Bewerbungsprozess:
Erste Informationen über die Möglichkeiten eines Auslandssemesters erhielt ich
durch die Veranstaltung „Go Abroad“ von Prof. Rebhan und Frau Bösinger. Die Wahl
fiel schnell auf Tampere, da ich nach Skandinavien wollte und Tampere meiner
Meinung nach die beste Option war. In einem persönlichen Gespräch mit Prof.
Rebhan mit zusätzlichen Motivationsschreiben konnte ich mir den Platz frühzeitig
reservieren und danach die offizielle Bewerbung anschließend bei Frau Bösinger
abgeben. Obwohl WI als technischer Studiengang angesehen wird, war es möglich,
ausschließlich wirtschaftliche Fächer zu belegen, welche zuvor mit der
Prüfungskommission abgeklärt wurden. Nach der offiziellen Bestätigung der TAMK
bewarb ich mich frühzeitig für einen Wohnheimplatz bei der Studentenorganisation
„TOAS“ und bekam schnell eine Zusage für ein Zimmer mit eigenem Bad und
Gemeinschaftsküche in „TOAS City“ für 370€/Monat.
Anreise:
Ich buchte den Flug nach Tampere über Finnair/ Flybe, da mir die Streiks der
Lufthansa Sorgen bereiteten. Wer ein bisschen mehr risikohafter lebt, sollte
Lufthansa buchen, da es billiger ist, zuerst nach Helsinki zu fliegen und dann
anschließend den Zug (VR Train) zu nehmen. Ich wurde am Flughafen von meiner
Tutorin abgeholt. Sie hatte bereits das große Survival-Kit besorgt, was ich nur sehr
empfehlen kann, denn es ist Gold wert, wenn man in den Gemeinschaftsküchen auf
sein eigenes Besteck/ Geschirr zurückgreifen kann (möglichst früh genug
reservieren, da nur begrenzt verfügbar).
Das Bussystem in Tampere funktioniert einwandfrei und es empfiehlt sich eine
monatliche Buskarte zu kaufen (ca. 33€). Wer sonst noch viel reisen will kann über
www.onnibus.fi oder www.vrtrain.fi gute Studentenangebote wahrnehmen. Früh
buchen lohnt sich hier auf alle Fälle.
Hochschulstudium an der TAMK:
Die „Orientation Week“ der TAMK war gut organisiert. Wenn man sich zuvor schon
ein bisschen mit dem Auslandssemester beschäftigt und sich schnell für Kurse
einträgt, kann man sich mindestens einen Tag sparen. Ich hatte Probleme bei meiner
Kurswahl, da ich nicht nur Fächer für Austauschstudenten, sondern auch Fächer für
International Business belegen wollte. Dies stieß zuerst auf Widerstand der
Koordinatorin, aber es war möglich, nach Absprache mit den zuständigen
Professoren die Kurse zu belegen.
Insgesamt habe ich 30 Credits belegt und konnte durch gute Planung einen sehr
angenehmen Stundenplan erzielen. Dies kann ich nur jedem empfehlen: Nehmt euch
die Zeit und plant intensiv euren Stundenplan, den somit könnt ihr euch einige
Freiräume während des Semesters schaffen. Die Kurse in Finnland sind sehr auf
Teamwork und Präsentationen ausgerichtet und erreichen meistens nicht das
deutsche Niveau. Allgemein würde ich empfehlen, sowohl Kurse mit finnischen
Studenten als auch mit Austauschstudenten zu belegen, um seinen Horizont zu
erweitern und einen besseren Einblick in die finnische Kultur zu bekommen.
Es gibt mehrere Mensen auf den unterschiedlichen Fakultäten der Hochschule und
zudem ist es auch möglich, mit eurem Studentenausweis an der Universität ein
billiges Mittagessen für 2,60€ zu erhalten.
Die Ausstattung der Hochschule lässt sich mit deutschen Hochschulen vergleichen
und das Sprachniveau der Professoren ist in den meisten Fällen gut bis sehr gut.
Natürlich gibt es Ausnahmen, aber solche gibt es an der Hochschule in München
auch.
Leben und Erleben:
Wie bereits erwähnt, erhielt ich einen Wohnheimplatz in
TOAS City, da mir dies bereits von meinem Vorgänger
geraten wurde und ich auch nur so weitergeben kann.
Allgemein muss man sagen, dass es keinen besseren Platz
gibt, der Nähe zur Hochschule, Einkaufen (Shoppen,
Supermarkt, etc.) und Nachtleben vereint. In diesem
Studentenwohnheim wohnten ausschließlich Exchanges,
ein Mix aus TAMK und UTA, der Universität von Tampere.
Die gute Lage impliziert, dass dieser Standort so gut wie
immer zur Pre-Party genutzt wurde, aber auch sonst gab es
Theme-Parties, z.B. International Dinners oder BeerPongChampionship.
Die Studentengemeinschaft „TAMKO“ organisiert viele
Trips, z.B. nach Stockholm, St.Petersburg und Lappland, jedoch habe ich diese
Angebote nicht wahrgenommen, sondern meine Reisen mit neuen Freunden
selbstgeplant. Somit konnten wir selbst entscheiden, worauf wir Lust hatten und
außerdem war es auch billiger. Im Allgemeinen bietet sich die Lage Tampere’s für
viele Abenteuer nach Schweden, Norwegen, Estland und Russland an. Nutzt diese
einmalige Chance und reist bis der Geldbeutel leer ist, ihr werdet es nicht bereuen!
Wie bereits erwähnt gibt es eine Universität und eine weitere Hochschule in Tampere
wodurch das Nachtleben nie zum Erliegen kommt. Es gibt einige Bars und Clubs, die
immer wieder unter der Woche Studentenspecial anbieten und euch das Feiern
möglich machen, ohne die ganze Zeit an die allgemein hohen Preise zu denken. Die
Finanzspritze durch ERASMUS+ ist nur ein kleines Stipendium und es sollte euch
bewusst sein, dass dieses Geld nur bedingt ausreicht. Wer im Winter das
Austauschsemester absolviert, sollte die Chance haben, Nordlichter zu sehen. Für
dieses Naturschauspiel eignet sich vor allem der Platz vor der Public-Sauna in
Rauhaniemi.
Fazit:
Ich kann jedem nur raten, ernsthaft über ein Auslandssemester nachzudenken,
besonders wenn es um den skandinavischen Raum geht, ist Tampere eine der
Topadressen. Mich haben Freunde aus Seinäjoki und Oulu besucht und beide waren
völlig begeistern von der Studentenstadt Tampere. Es kommt natürlich immer darauf
an, was man aus seinen Möglichkeiten macht, aber wer diese nutzt wird ein
einmaliges Erlebnis aus lustigen Partynächten, unglaublichen Reisen, sagenhafter
Natur und unzählig neue Freundschaften generieren. Man kommt zudem in ein sehr
familiäres Umfeld, da die Angestellten des International Office mit Leib und Seele
daran arbeiten, euch einen perfekten Aufenthalt zu bereiten.