Grundkompetenzen für den Grundkompetenzen für den

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Grundkompetenzen für den Grundkompetenzen für den
Das Wiener Parlament
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Veranstaltungen
Personalia
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Für Mitglieder der
Sodalitas kostenlos
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Unabhängiges Organ der klassischen Philologen und Altertumswissenschafter in Österreich
•
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Erscheint mindestens
viermal jährlich.
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Nummer 1 / 2012
Herausgegeben von der Sodalitas
Februar 2012
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Renate Oswald
Grundkompetenzen für den
Lateinunterricht der Unterstufe
Wie auch andere Fachschaften, die nicht durch die StandardÜberprüfung erfasst werden (Naturwissenschaften, 2. lebende
Fremdsprache), ist die Fachschaft Latein/Griechisch an das Ministerium mit dem Wunsch herangetreten, eine Arbeitsgruppe
zur Definition von Grundkompetenzen für den Lateinunterricht
sowie zur Erstellung von Materialien zur informellen Kompetenzmessung zu installieren. Das Ministerium begrüßte dieses
Anliegen und setzte eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Mag.
Walter Dujmovits (Burgendland), Mag. Renate Glas (Kärnten),
LSI Dr. Fritz Lošek (Niederösterreich), Dr. Renate Oswald
(Steiermark), Mag. Harald Schwarz (Niederösterreich) und Mag.
Wilma Widhalm-Kupferschmidt (Wien) ein.
Was sind nun Grundkompetenzen?
Der Lehrplan 2000 ist noch nicht kompetenzorientiert verfasst,
sondern beschränkt sich auf die Auflistung von Grammatikphänomenen. Er teilt also nur mit, was gewusst werden soll, nicht
aber, was gekonnt werden muss, um erfolgreich übersetzen zu
können. Deshalb wurden die Vorgaben des Lehrplans in Kompetenzen, die mit den Schülerinnen und Schülern erarbeitet und
gefestigt werden können, umgegossen.
Was ist der Zweck solcher Grundkompetenzen?
Ausformulierte Grundkompetenzen helfen den Lehrenden in
mehrfacher Hinsicht:
Sie definieren für alle Lateinlehrerinnen und -lehrer österreichweit einheitliche Ziele für die Unterrichtsarbeit in der Unterstufe
auf Basis des Lehrplans.
Sie geben den Lehrerinnen und Lehrern Sicherheit für die eigene
Unterrichtsarbeit, weil es erkennbar ist, welche Ziele erreicht
werden sollen und wo auf dem Weg dorthin man mit seiner
Klasse steht.
Sie tragen zur Qualitätssicherung bei, geben sie doch Hinweise
darauf, was „das Wesentliche“ im Lateinunterricht der Unterstufe ist, das von Schülerinnen und Schülern überwiegend beherrscht werden muss, um mit Genügend beurteilt werden zu
können. Sie sind der Unterbau für das Kompetenzmodell der
Oberstufe, das wiederum die Basis für die Unterrichtsarbeit bis
hin zur neuen, standardisierten und kompetenzorientierten Reifeprüfung darstellt.
Wie können Grundkompetenzen evaluiert werden?
Parallel zur Formulierung der Grundkompetenzen wird auch ein
Instrumentarium dafür entwickelt, dass Lehrkräfte auf freiwilliger Basis eine Standortbestimmung über den Leistungsstand
ihrer Klassen am Ende der 7. Schulstufe und gegen Ende des
Elementarunterrichts durchführen können. Bestandteil dieser
informellen Kompetenzmessungen (IKM) wird sowohl die
Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler als auch eine
schriftliche und standardisierte Ergebnisrückmeldung durch die
Lehrkraft sein. Diese IKM werden Lehrerinnen und Lehrern
online und mittels eines Zugangscodes zugänglich gemacht und
jedes Jahr neu erstellt werden.
Modellhafte Beispiele für die Messungen und die Rückmeldeinstrumente werden ebenso wie nach Kompetenzbereichen geordnete Übungsmaterialien, gestaltet auf Basis des gemeinsamen
Wortschatzes der in Österreich approbierten Lehrwerke, in
schriftlicher und elektronischer Form zur Verfügung gestellt
werden.
Wann werden die Grundkompetenzen samt Diagnoseinstrumenten publiziert werden?
Als Publikationstermin ist der Herbst 2012 angedacht.
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Das Wiener Parlament und seine griechischen Wurzeln
Kompiliert von Fritz Fassler
PARLAMENTSGEBÄUDE
ursprünglich: Reichsratsgebäude, sollte zunächst nur für den
Adel dienen, die Vertretung des Bürgertums sollte in einem benachbarten Palais tagen (Herrenhaus am Areal des heutigen Justizpalastes und Abgeordnetenhaus am Platz der Akademie der
Bildenden Künste).
ENTSTEHUNGSGESCHICHTE
Der Reichsrat wurde mit der von Kaiser Franz Joseph erlassenen, Februarpatent genannten Verfassung von 1861 begründet
und in der Dezemberverfassung 1867 bestätigt. Zunächst diente
ein provisorischer, in nur sechs Wochen errichteter Bau in der
Währinger Straße 2-6, nach dem Ministerpräsidenten Anton von
Schmerling despektierlich „Schmerlingtheater“ oder „Bretterbude“ genannt, zur Unterbringung des Abgeordnetenhauses. Das
Grundkonzept mit Rampe und Vorhalle entsprach schon dem
späteren Parlament, auch eine Kaiserloge gab es. Das Herrenhaus nutzte das historische Landhaus in der Herrengasse 13, den
Tagungsort des Landtags von Österreich unter der Enns.
Der Bauplatz des Parlaments war zuvor ein Paradeplatz am Glacis gewesen, im Sommer staubig, im Winter morastig. 1874 gab
Kaiser Franz Joseph die Erlaubnis, drei Gebäude auf dem Areal
zu errichten: das Reichsratsgebäude, das Rathaus und die Universität. Ein neuer Exerzierplatz musste auf der Schmelz errichtet werden.
GRUNDIDEE der RINGSTRASSENBAUTEN
Die Kunstrichtung der Ringstraßenbauten, der Historismus,
symbolisiert Kontinuität von Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft. Alle Gebäude der Ringstraße stellen ein Gesamtkunstwerk dar, das ein Zusammenwirken aller Künste zu einer Einheit symbolisiert.
1846 übersiedelte er nach Wien, plante das Arsenal, den Musikverein, die Akademie der bildenden Künste, die Börse. Sein
Lebenswerk aber war das Parlamentsgebäude. Sogar Ausstattung und Möbel konzipierte er selbst (Bildquelle: http://
de.wikipedia.org).
Das Parlamentsgebäude wurde nach dem Auftrag 1871 in den
Jahren 1874-83 erbaut. Ebenfalls von Hansen erbaut und im
selben Jahr begonnen wurde das Athener Zappeion, dem es architektonisch sehr ähnlich ist. Großen Einfluss auf die Gestaltung hatte ein Mitglied des Herrenhauses, Nikolaus Dumba,
Sohn eines Griechen, Industrieller und Kunstmäzen. Erstmals
wurde bei diesem Bau mit dem 1871/72 eingeführten Meter
geplant, nicht mit Klaftern.
GESAMTKONZEPT des PARLAMENTS
Die Gesamtkonzeption vereint ein großes Atriumhaus mit der
Form eines Tempels mit korinthischen Säulen an der Ringstraßenfassade. Diese Konzeption war in der Antike unbekannt.
Hansen verband die beiden Institutionen Herren- und Abgeordnetenhaus zu einem Gebäudekomplex.
Es handelt sich um die Wiederbelebung griechischer und römischer Architekturelemente mit neogotischen Elementen. Der
gräzisierende Palladianismus fand sich mit dem von der Renaissance inspirierten Blockbau zu einer großartigen Synthese zusammen. Die gewaltige Rampe führt zu den im ersten Stock
untergebrachten repräsentativen Sälen; darunter liegen die Verwaltungsräume.
THEOPHIL HANSEN
Theophil Hansen, geboren in
Kopenhagen
1813, reiste
viel, wirkte an
der Neugestaltung Athens
mit, interessierte sich für
die Erforschung der
Antike, war
beteiligt an
Ausgrabungen
und an der
Erneuerung der
Akropolis, am
Neubau der
Universität von
Athen.
Symbolhaft bezieht sich das Bauwerk auch auf die Regierungsform der Demokratie, die in Griechenland ihren Ursprung hat.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass Hansen voraussetzt, man könne eine Verbindung von der griechischen Polis zur konstitutionellen Monarchie herstellen, denn in Österreich gab es erst seit
1907 ein allgemeines Wahlrecht für den Reichsrat. Die Besonderheit der Konstruktion liegt an der Aufteilung der Stilrichtungen. Der linke Flügel und der linke Teil der Front wurde im römischen Stil erbaut, der rechte griechisch. Die Statuen auf dem
Dach stellen berühmte Philosophen, Schriftsteller und Politiker
dieser Ären dar, z.B. Sokrates, Platon, Plutarch. 66 Reliefallego-
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gibt den Kronländern die Verfassung. Die Kronländer sind als
allegorische Frauengestalten dargestellt und am Wappen erkennbar. Die Darstellung als Imperator deutet auf das Selbstverständnis des Kaisers als absolutistischer Herrscher hin. Franz Joseph
lehnte die Idee des Parlamentarismus aus innerster Überzeugung
bis zu seinem Tod ab, musste aber auf Grund der politischen
Entwicklung das Februarpatent 1861 akzeptieren, das als Geburtsstunde des österreichischen Parlamentarismus gilt.
Der Kaiser war nur zwei Mal im Parlament, 1879 nach der Gleichenfeier und 1884 nach der Fertigstellung. Die Wienerinnen
und Wiener beschreiben das Relief als den „Kaiser im Nachthemd“. So bezeichnen sie die Toga, die der Kaiser trägt.
rien befinden sich auf den Attiken am Dach: Königreiche und Länder, ihre Hauptstädte und Flüsse nach
den Vorbildern der Ara pacis und den Wandmalereien aus der Casa di Vettii in Pompeji, z.B. das Relief
der Industrie (Schmerlingplatz, Ecke Reichsratsstraße) mit fünf Figuren (Hephaistos, einer Frau mit
Spinnrad, mit Athene im Zentrum, der Allegorie der
Keramikproduktion, dem Verweis auf die Textilindustrie). Das Relief umrahmen themenverwandte
Berühmtheiten der Antike, Dädalus und Butades von
Sikyon. Er soll als erster Ton modelliert und so den
Anstoß zu Plastiken und Bronzeskulpturen gegeben
haben.
Die weiße Farbe beweist, dass man im 19. Jh. nur
über lückenhaftes Wissen zur Antike verfügte. Man wusste
nicht, dass antike Bauten reichlich bunt verziert waren. Theophil
Hansen wollte das Parlament eigentlich bunt gestalten, dies galt
aber als urvölkerhaft und barbarisch. Es wurden ihm nur einige
Proben gestattet, an der linken Ecke der Fassade und an der
Ecke Reichsratsstraße und Schmerlingplatz.
AUSTRIA
Über dem Eingangstor zeigt ein Glasmosaikfries die blumenumkränzte „Mater Austria“ als Symbol für den österreichischen
Staat mit dem kaiserlichen Wappen zu ihren Füßen. Ihr huldigen
Frauengestalten, Allegorien der im Reichsrat vertretenen 17
Kronländer, indem sie Austria ihre jeweiligen Landeswappen
darbringen.
An den Seitenwänden zeigt das Friesband in vier Gruppen verschiedene Wirtschaftszweige. An der Ringstraßenfront wird das
Motiv der Gewaltentrennung vom Athene-Brunnen wieder aufgegriffen. Auf der rechten Seite sieht man Justitia, neben ihr den
Träger des Richtschwertes und einen Jüngling mit dem Gerichtskreuz. Auf der linken Vorderseite sieht man eine Frauengestalt, die Legislative. Sie hält das Buch des geschriebenen
Rechts in Händen, während der Fackelträger der Wissenschaft
vor ihr kniet und ihr der Kranz des Friedens dargebracht wird.
KARYATIDEN
DREIECKSGIEBEL über dem HAUPTEINGANG
Im Dreiecksgiebel an der vorderen Front ist Kaiser Franz Josef
in einem 38 Tonnen schweren Marmorrelief mit goldenem Hintergrund als römischer Imperator dargestellt. Der Kaiser über-
tragen das schwere Gebälk. Nach einer Theorie des Vitruvius
geht der Name auf die Stadt Karyai in Lakonien zurück. Die
Frauen dieses Ortes sollen wegen ihrer Unterstützung für den
persischen Feind verhaftet und zu öffentlicher Arbeit verpflichtet worden sein. Unter Hinweis auf ihre Dienstbarkeit als Lastenträgerinnen seien sie deshalb in der Architektur als Stützfiguren eingesetzt worden. Eine andere Legende besagt, dass sie auf
Jungfrauen zurückgingen, die beim Fest der Artemis im Tempel
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tete diese Symbole zu einem Zeichen des Wunsches nach göttlicher Gunst für die parlamentarische Tätigkeit um.
von Karyai tanzten. Hansen setzt sie als Stützen für die Vorderdächer der Zugänge zu den historischen Sitzungssälen des Herren- und Abgeordnetenhauses ein. Er wählte Nachbildungen der
Korenhalle des Erechtheion-Tempels auf der Akropolis.
Die acht Niken gleichen einander, nur der Siegespreis in der
rechten Hand variiert, Lorbeerkranz oder Ölzweig. Nike ist
meist in Bewegung dargestellt, dies symbolisiert ihr unvermutetes Erscheinen und ebenso schnelles Verschwinden, ihre himmlische Unsterblichkeit und die Vergänglichkeit des Sieges. Sie
soll auch die Durchsetzungsfähigkeit und Überlegenheit des
parlamentarischen Systems symbolisieren.
VIER ROSSEBÄNDIGER
Rossebändiger symbolisieren ursprünglich die Macht des Menschen über die Natur. Die vier bronzenen Rossebändiger sollen
hier aber symbolisch den oft leeren Wortschwall innerhalb des
Hauses bändigen. Sie sollen den Staatsmännern helfen, Ruhe zu
bewahren und ihre Leidenschaft zu unterdrücken, damit sie rationale Entscheidungen treffen können. Vorbild sind die Statuen
in Rom auf dem Quirinal und in Venedig, San Marco.
ACHT QUADRIGEN
aus Bronze befinden sich auf acht Postamenten, gelenkt von
acht Niken. Sie symbolisieren den Triumph parlamentarischer
Aktivitäten. Sie sollten ursprünglich aus billigem Eisenguss hergestellt werden, die Kommission entschied für Bronze. Die
Quadrigen gehen auf eine Tradition der römischen Antike zurück. Triumphbögen wurden von einem Pferdegespann gekrönt,
das von Victoria, der römischen Variante der Nike, gelenkt wurde. Es mehrte den Ruhm der heimkehrenden Feldherren. Diese
Form der Repräsentation wurde von europäischen Herrschern
des 18. und 19. Jahrhunderts wieder aufgenommen. Hansen deu-
ATHENESTATUE
Die Göttin der Weisheit und Gerechtigkeit, da dem Haupt des
Zeus entsprungen, ist eine vier Meter hohe Monumentalstatue,
entworfen von Carl Kundmann. Der Sockel misst weitere 1,5
Meter. Athene ist die Schutzgöttin Athens; Förderin der Wissenschaften und Urheberin des Handwerks. Heilig sind ihr Ölzweig
und Eule. Auf der Akropolis ihrer Heimatstadt Athen befand
sich das Standbild der Athena Promachos in herrlichem Waffenschmuck. Die vergoldete Lanzenspitze dieser kolossalen Erzfigur blitzte bei sonnigem Wetter viele Kilometer weit über das
Meer und grüßte die heimkehrenden Schiffer schon von weitem.
Am berühmtesten war die Athene des Phidias aus Gold und Elfenbein, die im Parthenon-Tempel stand. Ursprünglich sollte
hier nicht Athene, sondern die allegorische Gestalt Austria stehen. Dies war jedoch nicht möglich, da ein österrreichischungarisches Herrscherbündnis regierte und so Österreich einseitig bevorzugt worden wäre.
In der linken Hand hält Athene einen Speer, in der rechten eine
Nike. Sie verkörpert den Wunsch nach Erfolg oder den Erfolg
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der Athene als
Hüterin des Parlaments selbst.
Zwar wird die
Streitmacht
durch männliche
Körper dargestellt, den Sieg,
das nationale
Gemeinsame,
verkörpern jedoch weibliche
Allegorien.
Weitere Beispiele dafür sind
auch die zahlreichen weiblichen
Siegesskulpturen des deutschen Faschismus oder auch
des kommunistischen Nachkriegs-Jugoslawien. Dass die Göttin der Weisheit dem Parlamentsgebäude den Rücken zukehrt, führte zu verschiedenen
Witzen und Gespött.
Inn und Donau
Elbe und Moldau
ATHENEBRUNNEN
Der Athene-Brunnen wurde 1870 von Theophil Hansen als krönender Abschluss des Gesamtkunstwerkes Parlament entworfen,
jedoch erst zwischen 1898 und 1902 fertig gestellt (von den
Bildhauern Carl Kundmann, Josef Tautenhayn und Hugo
Haerdtl). Als der Brunnen fertig gestellt war, feierte das Parlamentsgebäude also bereits seinen 29. Geburtstag.
In der Mitte des symmetrisch gestalteten Brunnenbeckens befindet sich auf einer Säule mit hohem Phantasiekapitell die vier
Meter hohe Statue der Pallas Athene. Sie hält in der Rechten
eine geflügelte Nike mit Siegeskranz, der goldene Brustpanzer
ist durch ein Gorgonenhaupt geschmückt. Die Figuren rund um
den Sockel stellen die größten Flüsse des damaligen Habsburgerreiches dar, vorne die Donau (als selbstbewusste Frau) und
den Inn (als bärtigen Mann, hinten Elbe und Moldau als einander umschlingende Frauen (antiken Aphroditen nachempfunden,
friedliche Gemeinschaft symbolisierend). Die Flussgöttinnen
stehen für Tugenden, die als spezifisch weiblich galten. Nicht
die mythische Urkraft, sondern innere Einheit und familiärer
Zusammenhalt der Territorien der Monarchie sind die Botschaft.
Weibliche Flussdarstellungen sollten auch den Menschen die
Urkaft des
Wassers in
Erinnerung
rufen in einer
Zeit der verstärkten technischen Zähmung der
Natur (z.B.
Donauregulierung
1870). Frauen dienten
hier als Gegenbild zu
„männlichem“, vernunftgeleitetem Fortschritt.
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Am oberen Ende der Rampe sind Gedenktafel für die zwölf Parlamentarier angebracht, die während des NS-Regimes ermordet
wurden (acht Sozialdemokraten, zwei Christlich-Soziale, ein
Großdeutscher, ein Jüdisch-Nationaler). An der Fassade links
neben dem Haupteingang befindet sich die Menschenrechtsdeklaration. Artikel 1 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1998 enthüllt. Beschlossen wurde die 30 Artikel umfassende Menschenrechts-Charta von der
Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) 1948 als
Grundlage für die Schaffung einer friedlichen Weltordnung.
Dazu kommen noch je zwei auf Delphinen reitende Knaben.
Flankiert wird Pallas Athene von zwei allegorischen Frauengestalten, rechts von der gesetzgebenden Gewalt, links von der
ausübenden Gewalt (Siehe Abbildung auf S. 5 rechts unten). Sie
symbolisieren die Gewaltentrennung zwischen Parlament und
Vollziehung. Beide sind nur mit einem eng anliegenden Chiton
und einem über den Schoß und die Beine geworfenen Himation
bekleidet. Die Darstellungen gehen auf Vorbilder der Justitia
und der Sapientia und der antiken Musen zurück. Im 19. Jh.
wählte man Frauen für diese Darstellung, da man dem weiblichen Körper die Bedeutung eines „imaginären Allgemeinen“
zuschrieb.
DIE ACHT ANTIKEN HISTORIKER
Auf der Rampe vor dem Parlamentsgebäude befinden sich links
die Griechen (Thukydides, Polybios, Xenophon, Herodot),
rechts die Römer (Caesar, Tacitus, Livius, Sallust). Die Sitzstatuen wurden zwischen 1896 und 1900 von acht verschiedenen
Bildhauern angefertigt. Sie mahnen zu Verantwortung jedes
politischen Handelns vor der Geschichte. Vorbild waren die
antiken Gelehrten vor der Hof- und Staatsbibliothek in München. Dieses Element wurde auch beim Bau der Akademie der
Wissenschaften in Athen verwendet.
EINIGE ZAHLEN
Im Parlamentsgebäude gibt es 1.600 Räume, 920 Fenster, 6.000
Stühle, 2.700 Tische, 1.000 m Spannteppiche, 240 von Hansen
entworfene Luster, 2.000 Glühbirnen pro Jahr. Der Stromverbrauch pro Tag ist so hoch wie für ein Einfamilienhaus in
sieben Monaten.
310.000 Bücher befinden sich in der Parlamentsbibliothek. 48
Server und ein Bandroboter dienen zur Datenspeicherung, es
gibt 40.000 Gigabyte Speicherkapazität, 450 km Netzwerkkabel.
SCHORNSTEINE
In der Reichsratsstraße an der Rückseite des Parlaments befinden sich die Schornsteine des Parlaments. Hansen wollte sie
eigentlich vermeiden, durfte aber
nicht. Daher machte
er aus der Not eine
Tugend und plante
sie als reich geschmückte ionische
Säulen, auf denen er
monumentale Zieraufsätze aus Gusseisen anbringen ließ.
Je vier lebensgroße
Figuren, die Gesellen des Hephaistos,
zieren, Fackeln und
Hämmer in den
Händen haltend, die
Spitze der beiden
Kamine. Hephaistos
ist ja die Personifikation des aus der
Erde brechenden
Feuers und der
Schutzgott der
Schmiedekunst. Er
fertigte Attribute diverser Götter, die Rüstung des Ares, die Pfeile des Eros, das Zepter des Zeus. Seit das Parlament 1990 an das
Fernwärmenetz angeschlossen wurde, dienen die Schornsteine
einerseits als Teil des Reservekesselhauses, andererseits als
Auspuff des Notstromaggregats, das als Teil des Autarkiekonzeptes die technische Unabhängigkeit des Parlaments sichert.
Beide Schornsteine wurden vor kurzem renoviert.
Das Prinzip der Autarkie bewirkte die Einrichtung einer Notölheizung, eines Notstromaggregats und die Anstellung von Notpersonal (Elektriker, Tischler, Schlosser)
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GESCHICHTE
Am 12. November 1918 ging die Verfügungsgewalt vom
Reichsrat auf das Parlament Deutschösterreichs über, damals
die Provisorische Nationalversammlung. Sie beschloss, dass
der neue Staat Republik und Teil Deutschlands sei (Erste Republik Österreich). Hierauf wurde der vor der Rampe wartenden Menschenmenge die Republik ausgerufen.
1933, März: Selbstausschaltung des Parlaments, DollfußDiktatur
Ab Mai 1934 tagt der Bundestag, das formale Gesetzgebungsorgan des austrofaschistischen Ständestaates.
1938 - 1945 wurde das Gebäude nicht für parlamentarische
Zwecke benützt. Es wurde „Gauhaus“ genannt.
7. Februar 1945: Ein Bombentreffer zerstört zwei der insgesamt 24 monolithischen Säulen der zentralen Halle. Diese wurden 1950 schon wieder ersetzt. Auch der südlich gelegene Herrenhaustrakt wurde schwer beschädigt. Der Plenarsaal des Herrenhauses wurde fast komplett zerstört.
1945 übernahmen es wieder die beiden 1920 eingerichteten
Parlamentskammern National- und Bundesrat.
2011 wurden die seit Jahren bekannten Gebäudeschäden zusammengefasst; die Gebäudesanierung soll 300 Millionen Euro
kosten.
Quellen:
Wolfram Kautzky, Salve Vienna, Eine filmische Collage über
„Antikes“ im Wiener Stadtbild, Beiheft
Homepage des Parlaments: www.parlament.gv.at, Dez. 2011
Veranstaltungen in Kärnten
8. März 2012
Univ.-Prof. Dr. Oswald Panagl (Universität Salzburg)
RICHARD STRAUSS UND DIE ANTIKE
Humanistische Gesellschaft
Festsaal der Wirtschaftskammer
Bahnhofstr.42
9020 Klagenfurt
Beginn: 19.30
24. April 2012
Niklas Holzberg
„LIEBESGEDICHTE DER ANTIKE“
im Robert-Musil-Haus, Bahnhofstr. 50
9020 Klagenfurt
Beginn: 19.30
2. Mai 2012
Renate Glas
„AUF DEN HUND GEKOMMEN! LATEINISCHES RUND
UM DEN HUND“
Türspalt zur Kunst: Akademie für Kunst und Kultur
Ort: Kärntner Landesversicherung, Lidmanskygasse, Klagenfurt
Beginn: 17.30
Bildquelle: Parlamentsdirektion (www.parlament.gv.at)
Bundesolympiade 2012
Bundesolympiade für Latein und Griechisch
16. bis 20.4.2012
in Güssing
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler
bzw. die sie begleitenden Lehrerinnen und Lehrer
werden im Aktivpark Güssing untergebracht werden.
Die Anmeldung und Registrierung erfolgt über
http://latein.eduhi.at (via Startseite).
Anmeldeschluss: 30.3.2013
Für Fragen stehe ich als Gesamtleiter gerne zur Verfügung:
[email protected]
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Univ.-Prof. DDr. Bruno Schneeweiß
Vom Techniker zum Mediziner
und schließlich zum Klassischen Philologen
In der Industriestadt
Steyr war es ein durchaus üblicher Ausbildungsweg, nach dem
Besuch der Hauptschule entweder eine Lehre
zu beginnen oder die
Höhere Technische
Bundeslehranstalt zu
besuchen. Durch das
Elternhaus beeinflusst,
habe auch ich diesen
cursus eruditionis eingeschlagen. Glücklich
war ich nicht, hat doch
mein Vater Jahr und
Tag sich anderen
Künsten, nämlich der
Literatur, gewidmet.
Wöchentlich hat er
taschenweise Bücher
aus der Bibliothek der
Steyr-Werke nach
Hause gebracht. Schon sehr früh habe ich in dieser ungewöhnlich großen und gut ausgestatteten Bibliothek Schriften vorgefunden, die mein besonderes Interesse erregten. Neben den
Schriften Schillers waren es z.B. die philologischen Werke eines
Friedrich Nietzsche. Lesen konnte ich seine griechischen und
lateinischen Arbeiten nicht, wurde aber vom geheimnisvollen
Zauber ergriffen, der von diesen Aufzeichnungen ausging.
Ich habe mir deshalb nach der erfolgreichen Ablegung der Reifeprüfung im Juni 1975 an der HTL Steyr den Liber latinus I
und II gekauft und ersteren in einer Woche, zweiteren in zwei
Wochen auf einer Waldlichtung am Rande von Steyr durchgearbeitet. Es folgte die Lektüre Caesars und schließlich Ciceros. Im
September 1975 suchte ich schließlich das Gymnasium in Steyr
auf und eröffnete dem durchaus erstaunten Direktor – übrigens
einem Lateiner –, dass ich beim ersten Ersatztermin dieses Jahres in Latein, philosophischem Einführungsunterricht und Naturgeschichte maturieren möchte. Auf die Frage, wer mir die Lateinkenntnisse vermittelt hätte, konnte ich nur antworten, dass
ich sie mir im Selbststudium in einem Zeitraum von drei Monaten angeeignet hatte.
Die Ausbildung an der HTL in Steyr bereitete mir keinerlei
Schwierigkeiten, wobei ich insbesondere die naturwissenschaftlichen Fächer wie Mathematik und Physik schätzte und ursprünglich auch Mathematik und theoretische Physik an der
Universität Wien studieren wollte. Zu diesem Zweck war allerdings damals eine Prüfung aus dem philosophischen Einführungsunterricht und aus Naturgeschichte notwendig. Ich suchte
deshalb das städtische Gymnasium mit dem Ansinnen auf, in
diesen beiden Fächern zu maturieren. In den nächsten Monaten
habe ich neben den drei Kritiken Kants viele Seiten Hegel und
auch die Vorsokratiker (natürlich in Übersetzung) gelesen.
Durch diese Lektüre angeregt, verstärkte sich mein Interesse an
alten Sprachen, da ich die griechischen Philosophen unbedingt
im Original lesen wollte. Die Anschaffung einer alten Griechisch-Grammatik aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts war insofern enttäuschend, als teilweise Erklärungen
griechischer syntaktischer Probleme in lateinischer Sprache erfolgten und auch der von mir als Hilfe herangezogene Pfarrer
nicht wirklich helfen konnte.
Im Wintersemester 1999 habe ich das Griechischstudium an der
Universität Wien begonnen und konnte es schließlich im April
2011 mit der Defensio meiner Dissertation über den platonischen Timaeus erfolgreich abschließen. Am Dies academicus,
dem 12. März 2012, werde ich zum zweiten Mal sub auspiciis
praesidentis promoviert.
Durch eine Erkrankung meines Vaters veranlasst, habe ich im
Maturajahr meinen ursprünglichen Plan, Mathematik und Physik
zu studieren, aufgegeben und wollte mich der Medizin widmen.
Dafür war nun aber auch die Kenntnis der lateinischen Sprache
notwendig.
Die SODALITAS gratuliert Herrn Univ. - Prof. DDr. Bruno
Schneeweiß zur zweiten Promotion „sub auspiciis praesidentis“
und freut sich besonders darüber, dass er bei der klassischen
Philologie seinen Ausgleich zur „Technik“ gefunden hat.
Auch die Schulbehörde war einigermaßen überrascht. Ich durfte
allerdings am ersten Ersatztermin des Jahres 1975 antreten und
konnte die mir gestellten Aufgaben – Ciceros zweite Catilinarische Rede und die Confessiones des Augustinus – mit gutem
Erfolg erledigen.
Vom Medizinstudium war ich derartig begeistert, dass ich dieses
in kürzester Zeit abschließen und im Herbst 1980 sub auspiciis
praesidentis promovieren konnte.
Auch während meiner Tätigkeit an der I. Medizinischen Universitätsklinik in Wien blieb mein philologisches Interesse aufrecht.
Ich habe einen Griechisch - Ergänzungskurs an der Universität
Wien besucht und schließlich, nachdem ich ein Primariat in
Oberösterreich angetreten hatte, im Jahre 1999 im Stiftsgymnasium Schlierbach in Griechisch maturiert.
Zurzeit versuche ich, das parallel begonnene Diplomstudium der
Latinistik zu beenden, wozu nur noch wenige Prüfungen fehlen.
Meiner Meinung nach ist eine fundierte Kenntnis der alten Sprachen nicht nur zum Verständnis der abendländischen Kultur,
sondern für die persönliche Reifung eines Menschen von wesentlicher Bedeutung. Aussagen zum Wesen und Schicksal des
Menschen, wie sie bei Homer bis Petrarca gefunden werden,
können in ihrer Tiefe letztlich nur in der Originalsprache erfasst
werden.
Bildquelle: Internet
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Neuerscheinung
Demnächst erscheint im Musikverlag Doblinger im Druck die
Vertonung einer lateinischen Ode durch den Komponisten Wolfram Wagner, die bereits 2007 im Stift Melk durch das Ensemble
15.21 (http://www.ensemble1521.at/) zur Uraufführung gebracht
wurde. Der Text stammt aus: Gerardus Alesius, Odae XLV, Edition Praesens, Wien 2005.
WAGNER, Wolfram - Ad Glyceram. Achtstimmiges Madrigal für Chor oder Vokalensemble (2006)
Titel: Ad Glyceram. Achtstimmiges Madrigal für Chor oder Vokalensemble (2006)
Dauer: 6'
Bestellnr.: 42 886
Text: Gerardus Alesius (Gerd Allesch)
Beschreibung:
Der trüben Stimmung des Textes entsprechend beginnt die Vertonung als Klage, zum Teil in lauten Ausbrüchen, zum Teil im verhaltenen Pianissimo. Erst im Schlussabschnitt erfolgt nach einem
langen Crescendo eine leise verklingende harmonische Aufhellung. Ausgangspunkt für die Rhythmik ist das konsequent durchgehaltene Versmaß des Textes (Glyconeische Strophen), das in
der Musik übernommen und im Verlauf der Komposition zunehmend aufgebrochen wird, um sich dabei in seiner Eindringlichkeit
zu verstärken. (Wolfram Wagner)
Text: Ad Glyceram
Flos nullus dabit et dabit
arbor nulla avis et nihil
nil solacioli dabit
nullum denique caelum.
Mors crescit latebris nigra
terrae crescit ab intimis
alas marmoreas movens
auras evolat altas.
Flos nullus dabit et dabit
arbor nulla avis et nihil
at solacia conferet
nostrae noctis imago.
Übersetzung (Pia Ernstbrunner):
Keine Blume wird ihn geben, geben wird ihn auch
kein Baum, kein Vogel, nichts,
kein bisschen Trost,
letztlich auch kein Himmel.
Der Tod wächst im Verborgenen schwarz,
er wächst aus den Tiefen der Erde,
marmorne Flügel bewegend
schwingt er sich in die Lüfte, hoch hinaus.
Keine Blume wird ihn geben, geben wird ihn auch
kein Baum, kein Vogel, nichts,
allein: Trost wird bringen
die Erinnerung an unsere Nacht.
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Peter Glatz & Andreas Thiel
Neues vom offiziellen OnlineOnline-Auftritt
der Fächer Latein und Griechisch in
Österreich im Auftrag des bm:ukk
Im Circulare 3/2006 vom August 2006, S. 4-9, wurde die offizielle österreichische Fachhomepage Latein von den Autoren
eingehend vorgestellt.1 Diese Homepage hat sich in den über
zehn Jahren ihres Bestandes sehr gut entwickelt und weist hervorragende Besucherzahlen auf.
Für Griechisch: griechisch.eduhi.at = griechisch.schule.at stehen
die gleichen technischen und didaktischen Möglichkeiten zur
Verfügung.
Beide Seiten werden im Auftrag des bm:ukk als offizielle österreichische Fachportale gestaltet, deren Ziele Aufbau und Strukturierung der inhaltlichen (didaktischen) Materialien sowie
Strukturierung und Effizienzsteigerung der organisatorischen
Prozesse – sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene – sind.
Gegenstandsportal Latein
Domains:
latein.eduhi.at = www.lateinforum.at = latein.schule.at
Die Seite wird von Mag. P. Christian Brandstätter OCist, Mag.
Peter Glatz und Dr. Andreas Thiel administriert bzw. gewartet
und bietet eine gut strukturierte Fülle an Materialien und Links.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Materialien zu finden: 1. Die Suche
über den Kategorienbaum (der Link „Kategorien“ befindet sich
links im gelben Rahmen), 2. die Eingabe in das Suchfeld rechts
oben in der Menüleiste. Sie können zu den verschiedensten
Suchbegriffen viele sehr brauchbare Einträge finden.
Suchbegriffe
Die im Folgenden angeführte (unvollständige) Auswahlliste
bietet so manchen überraschenden Suchbegriff, führt jedoch
immer zu sehr brauchbaren Ergebnissen:
Musik, Französisch, Italienisch, Englisch, Geographie
Wörterbuch, Latlib, Skriptum
Autorennamen: z. B. Cäsar bzw. Caesar, Ovid, Augustinus, Plinius, Catull, Erasmus
Neulatein
Mythos, Seele, Philosophie, "vita est ars", "Bausteine Europas",
Krieg
Medias, LLA
Atlas, "trojanisches Pferd", Europa, Pyramus, Ikarus
Kulturwortschatz, Nuntii, Chronogramm
Word, Excel, Powerpoint, Linkliste, Linklistaufgabe, Upload,
Recherche, Online, Internetdidaktik
Ludus; Felix; "Veni, vidi, didici"
Vokabel, Grammatik, Gerundium, AcI, Partizip, Erstehilfe, Ranger, Literaturgeschichte, Satzanalyse
Lehrplan, Matura, FBA, WPG, VWA
Leistungsbeurteilung, Projektmanagement
Kreuzworträtsel, Karteikarte
Lauriacum, "Lust auf Luxus", "Ubi erat lupa", Inschriften
Rom, Alltag, Heer, Cartoon, Witz, Astronomie, Bildung, Weihnacht, Schimpfwörter, Kalender, Limes, Briefmarke, Christentum
Wörterbuch, Textsammlung, Bibliothek, Übersetzung
Lahmer, Hengelhaupt, Bartels, Derndorfer, Bergthaler
Gottwein, Lateinforum,...
Monatsthemen
Mit dem heurigen Jahr wurde ein neuer Service gestartet, das sogenannte „Monatsthema“, eine monatlich erscheinende thematisch strukturierte Linkliste.
Das erste Monatsthema „Leistungsbeurteilung bietet
Ihnen auf einen Blick alle wichtigen Informationen
bzw. Informationsquellen zu Latein NEU (Lehrplan,
Leistungsbeurteilung, Matura).
INTERNE Community „Sodalitas Österreich“
Zum Registrierungsmenü gelangen Sie auf
www.lateinforum.at durch Klick auf „Sodalitas Österreich“ (im gelben Rahmen links) und anschließend auf
den orangen Schriftzug „Registrierung“. Die Mitgliederzahl der internen Community ist weiter im Steigen
begriffen, per 20.2.2012 sind bereits 330 Lateinlehrer/-innen aus ganz Österreich Mitglieder. Nach dem
Abschicken des Registrierungsformulars werden die
Daten von den Administratoren genauestens überprüft
und dann erst wird der Zugang freigeschaltet.
In der internen Community werden diverse Materialien sowie – derzeit besonders aktuell – ein Pool von
Schularbeiten nach den neuen Rechtsgrundlagen be-
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reitgestellt. Im Verzeichnis „SA ab 2010: Von KollegInnen für
KollegInnen“ finden Sie per 20.2.2012 116 Schularbeiten für
Kurz- und Langform, gelistet nach Klassen. Die Zahl der Schularbeiten wird rasch ansteigen und so einen ausreichend großen
Fundus bieten, der dem Zufall keine Chance lässt. Trotzdem
ersuchen wir um Einhaltung folgender Regeln: 1. laden Sie prinzipiell nur selbst erstellte Schularbeiten hoch, 2. verwenden Sie
die Schularbeiten nicht als Übungsmaterial in Unterricht oder
Nachhilfe, 3. achten Sie auf korrekte Betitelung des Uploads (z.
B. MIR 09 Schularbeit (Stand 2011)), 4. laden Sie keine *.docxFiles hoch, um möglichst allen Kollegen die Dokumente leicht
zugänglich zu machen.
Somit laden wir alle Kollegen/-innen sehr herzlich ein, sich auf
„Sodalitas Österreich“ zu registrieren und am kollegialen Austausch mitzuwirken. Bei Fragen wenden Sie sich bitte jederzeit
an [email protected] oder [email protected]! Zuletzt sei darauf
hingewiesen, dass die Anmeldeformalitäten für die Bundesolympiade 2012 in Güssing/Burgenland über diese Community
abgewickelt werden.
Bei Bedarf bietet das Team des Gegenstandsportals gerne Fortbildungen zu den Themen „Didaktische Hilfen zum Einsatz von
Homepage und/oder Communities im Unterricht“ an.
shot der künftigen Startseite (unten) gibt einen ersten Eindruck.
Wenn die Seite fertig gestellt ist, folgen weitere Informationen
im nächsten Circulare:
Glossar
Community: Homepage für eine Gemeinschaft von Benutzern,
für eine ARGE etc.
Subcommunity:
Homepage mit den technisch exakt gleichen Möglichkeiten wie
eine Community, allerdings in der Seitenhierarchie eine Ebene
tiefer. In der Seitenarchitektur lassen sich beliebig viele Ebenen
mit Subcommunities gestalten.
Modul: Menüpunkt in einer (Sub-) Community
Verzeichnis: Menüpunkt in einer (Sub-)Community, der seinerseits wieder durch weitere Module untergliedert ist.
Extern: für jeden Benutzer ohne Beschränkung zugänglich
INTERN: nur für zugelassene Mitglieder reserviert, durch verpflichtende Passworteingabe geschützt
Registrierung: Erstanmeldung durch Ausfüllen und Abschicken
des Erstanmeldungsformulars. Erst nach Freischaltung durch
den Administrator können Sie sich auf der Seite anmelden.
Anmeldung: Alltäglicher Login, um die INTERNEN Angebote
der Seite zu nutzen.
1
Relaunch voraussichtlich im März 2012
Im März 2012 werden die Fächerhomepages in neuem Gewand
präsentiert. Überblick und Bedienerfreundlichkeit werden steigen, die Inhalte werden natürlich 1:1 übernommen. Der Screen-
Glatz, Peter/ Thiel, Andreas, Online-Auftritt „LateinÖsterreich-Sodalitas“ auf latein.eduhi.at = www.lateinforum.at
= latein.schule.at, in: Circulare 3/2006, 4-9, Wien 2006.
Diesen Artikel finden Sie auf www.lateinforum.at durch Eingabe des Suchbegriffes "Homepage2006".
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Im Lot
Gebaute Geschichte in Carnuntum
Wie die Römer in Pompeji oder Herculaneum wohnten, ist an
Hand von vielen noch erhaltenen Gebäuden sehr gut bekannt.
Diese Orte, die im Jahre 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs
verschüttet wurden, sind heute die anschaulichsten Zeugnisse
römischer Architektur. Von Rom und anderen Städten des Römischen Reiches sind u.a. viele schriftliche Zeugnisse zur Architektur vorhanden.
Anders sieht es allerdings nördlich der Alpen und damit auch
hier bei uns in Carnuntum, der Hauptstadt Pannoniens, aus, wo
von der ursprünglichen Architektur nicht viel mehr als Reste des
aufgehenden Mauerwerks erhalten sind. Für die Präsentation
dieser Baureste gilt es daher - neben der mustergültig durchzuführenden archäologischen Untersuchung und Dokumentation herauszufinden, wie das Gebäude seinerzeit ausgesehen haben
könnte und wie es genutzt wurde. Dazu müssen alle Informationen, wie die vorhandenen Befunde der Ausgrabung, der Grundriss mit den vorhandenen Mauern, ihre Stärken, Reste der Dachdeckung, Hinweise auf Türschwellen, die Bodenbeläge der ein-
bäude nach mehr als 1700 Jahren wieder originalgetreu und
funktionstüchtig zu bauen, beantwortet werden?
Nach einem kurzen Überblick über die antiken Quellen zu Architektur, Maßsysteme und Proportionslehre bei römischen Autoren erfolgt ein Streifzug durch die Geschichte von Rekonstruktionsbauten seit der Renaissance im gesamten Mittelmeerraum und den im Lauf der Zeit unterschiedlichen Zugängen zur
Dokumentation antiker Baureste. Berühmte Gelehrte wie Giovanni Battista Piranesi, Andrea Palladio oder Leonardo da Vinci
haben uns großartige Zeugnisse dazu hinterlassen. In weiterer
Folge werden die verwendeten Baumaterialien, Holz, Stein,
Lehm, Ziegel und Glas an Hand von Originalfunden, nachgestellten Installationen und bildlichen Beispielen vorgestellt. Die
möglichen Verarbeitungstechniken dieser Materialien zeigen die
große Bandbreite ihrer Einsatzmöglichkeiten. Notwendige
Funktionsabläufe technischer Einrichtungen wie bei den Thermen komplettieren hier diese Erklärungen.
Schließlich folgt ein ausführlicher Bereich über die
Details der Wohnkultur der Römer und die drei ausgeführten Rekonstruktionen in situ in Petronell –
privates Wohnhaus, privates Stadtpalais und öffentliche Badeanlage - werden im Modell vorgestellt. Kinder und Jugendliche können im großzügig ausgeführten museumspädagogischen Abschnitt selber zum
antiken Baumeister werden und diese Petroneller
Gebäude zusammenbauen.
Bildquelle: APK
zelnen Räume, ihre Nutzung sowie eventuell vorhandene Vergleichsbeispiele herangezogen, überprüft und ausgewertet werden. Dazu werden bei der Rekonstruktion alle bautechnischen
Gegebenheiten, wie die Möglichkeiten der römischen Bautechnik mit unterschiedlichen Materialien, konstruktiv-statische Aspekte, der Winkel der Dachneigung, Fragen der Belichtung und
Raumnutzung, die mögliche Anordnung von Fenstern und Türen
oder die einfache Ableitung der Niederschlagswässer auf ihre
Machbarkeit und Sinnhaftigkeit überprüft. Aus einer Reihe von
mehreren Möglichkeiten werden dann anhand solcher Kriterien
Ausschließungen vorgenommen, bis sich ein schlüssiges Gesamtbild des ursprünglichen Gebäudes ergibt.
Die Ausstellung in der Kulturfabrik Hainburg nimmt konkret
Bezug zu den bestehenden Rekonstruktionen antiker Gebäude
im Freilichtmuseum Petronell des Archäologischen Parks Carnuntum. Durch die Inhalte der Ausstellung werden den Besuchern die Überlegungen, Schritte und Zusammenhänge, die zur
Rekonstruktion antiker Architektur führt, vor Augen geführt.
Damit können sehr ausführlich die am meisten von den Besuchern gestellte Frage, wie es denn möglich ist, ein antikes Ge-
21.3. - 15.11.2012
Kulturfabrik Hainburg
Kulturplatz 1, 2410 Hainburg an der Donau
Die Kulturfabrik Hainburg liegt an einem Ort von atemberaubender Schönheit - direkt an der Donau, mit imposantem Ausblick auf die unberührte Natur im Nationalpark Donau-Auen.
Die Schiffsanlegestelle ist nur 100 Meter entfernt. Hier können
Besucher wie einst Fürsten und Kaiser anreisen oder ablegen. Es
ist ein idealer Ausgangspunkt, um die „Fabelhaften Welten“ der
Donauregion Auland-Carnuntum zu erforschen und einzutauchen in die Lebenskultur der Römer in Carnuntum und die barocke Pracht der Marchfeldschlösser.
Nur wenige Schritte über einen bequemen Fußweg führen zu
einem weiteren lohnenden Ziel: zum mittelalterlichen Wiener
Tor und hinein in die stimmungsvolle Mittelalterstadt Hainburg.
Ausgangspunkt dafür ist der elegant gestaltete Platz, der unmittelbar an die Kulturfabrik Hainburg anschließt und einen wunderschönen Ausblick auf die Donau bietet.
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Carnuntiner Römerfest 2012
Am 2. und 3. Juni herrscht in Carnuntum, der römischen Metropole an der Donau, der Ausnahmezustand: Rund 200 römische
Teilnehmer - bestehend aus Legionstruppen, Handwerkern und
Händlern - schlagen wieder ihr Lager im Archäologischen Park
auf. Damit beginnt ein Spektakel, das auf anschaulichste Weise
in eine Zeit vor fast 2000 Jahren führt. Aufmärsche von Legionären und Zurschaustellung römischer Reiterei erinnern daran,
dass in der Antike an diesem Ort Weltgeschichte geschrieben
wurde! Auf dem gesamten Gelände (Freilichtmuseum Petronell)
bieten Händler und Handwerker aus zahlreichen Provinzen des
Imperiums ihre Waren feil. Erlesene Köstlichkeiten von damals
und heute sowie Spitzenweine aus der Region Carnuntum sorgen dafür, dass bei dieser Zeitreise auch das leibliche Wohl
nicht zu kurz kommt.
Das große Carnuntiner Römerfest ist eine ganz besondere Veranstaltung: Dabei wird versucht, den Alltag des römischen Militärs sowie des römischen Bürgertums nachzuempfinden und
authentisch in Szene zu setzen. Auf dem weitläufigen Gelände
des Freilichtmuseums Petronell haben die römischen Truppen
ihr Lager aufgeschlagen. Am prasselnden Feuer wird gekocht,
und der Duft von frisch gebackenem Brot und gegrilltem Fleisch
liegt in der Luft. Auch das Volk von jenseits der Donau ist vertreten: Etwas abseits befinden sich die Zelte eines germanischen
Stammes aus dem Barbarenland. Auch heuer sind wieder die
Griechen zu Gast in Carnuntum und bieten köstliche Speisen an.
Gladiatoren in der Arena
Schon in den vergangenen Jahren war Carnuntum der Schauplatz für einzigartige Gladiatorenkämpfe. Am 4. & 5. August
und am 1. & 2. September kehren die Kämpfer in die Arena
zurück, authentischer und spannender als je zuvor! Auch die
Ausrüstung und die Bewaffnung wurden bis ins kleinste Detail
rekonstruiert. Besonderes Highlight bei jeder Vorstellung ist ein
spektakulärer „Brückenkampf“ zwischen den Gladiatorentypen
secutor und retiarius auf einer eigens dafür konstruierten Holzrampe. Wie im alten Rom werden auch im Amphitheater von
Bad Deutsch-Altenburg alle Darbietungen von originalgetreu
rekonstruierten Musikinstrumenten begleitet.
Termine: 4. & 5. August 2012 | 1. & 2. September 2012
Zeit: Vorstellungen jeweils um 14 & 16 Uhr
Ort: Amphitheater Bad Deutsch-Altenburg
Eindrücke vom Gladiatorenkampf (oben) und vom Römerfest
2011 (links und unten)
Bildquelle: APK
Während beider Tage sind junge Römer eingeladen, sich auf
eine abenteuerliche Entdeckungsreise durch Carnuntum zu begeben und selbst auszuprobieren, was denn das Leben bei den
Römern so einzigartig machte. Handwerks- und SpieleStationen - wie etwa das Basteln von Schwertern und das Bemalen von Schildern - gehören ebenso dazu wie als Archäologe
nach versteckten Schätzen zu graben!
2. & 3. Juni, jeweils 10 –18 Uhr
Freilichtmuseum Petronell
Reguläre Eintrittspreise
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ne – wie es scheint, für die Ewigkeit – symbolisieren sollen. Ziel
des Kurses ist es, anhand verschiedener kurzer lateinischer Texte auf dem Niveau des Anfangsunterrichts mit einfachsten
sprachlichen Mitteln den Schülern die spannenden Geschichten
hinter vielleicht unscheinbaren Pflanzen und Sternen zu vermitteln. Dabei sollen aber auch naturwissenschaftliche Aspekte
einfließen und die konkreten biologischen und physikalischen
Eigenschaften der Naturphänomene in Analogie mitbehandelt
werden.
Das Enrichment soll auf Ebene des Inhalts, des Wortschatzes
und der Wortbildungslehre (auch im Vergleich zu anderen Sprachen) realisiert werden, zukünftige Sprachlehre/Grammatik des
Anfangsunterrichts soll dabei aber nicht vorweggenommen werden, um den Regelunterricht zu ergänzen, aber nicht zu unterminieren.
Am Ende dieses interdisziplinären Lektürespaziergangs durch
Mythos und Logos soll als Output ein Produkt stehen
(Präsentation, Video-Podcast).
Kursangebot für die Oberstufe (5. – 8. Klasse Latein Langform / 7. – 8. Klasse Latein
Kurzform)
„... und Action! Die Antike im Film“ (Mag. Michael Strobl)
Anhand ausgewählter, im Regelunterricht üblicherweise nicht
gelesener Texte werden verschiedene, die Antike betreffende
Themenkreise aus historischer und kulturgeschichtlicher Sicht
erarbeitet. Am Ende jedes Tages wird ein dazu passender Film
vorgeführt, der aus der Sicht Hollywoods dasselbe Thema zeigt.
Die Teilnehmer/innen werden darin geschult, den (absichtlichen
oder unabsichtlichen) Ungenauigkeiten, Verzerrungen und falschen Darstellungen durch Regisseure und Filmstudios auf die
Spur zu kommen und so legendäre Hollywood-Blockbuster neu
zu erleben und dabei gleichzeitig viele unbekannte Details über
die Antike zu erfahren.
Kursangebot für das 1. / 2. Lernjahr Latein
(Unter– und Oberstufe)
„Antike
Mythen in Botanik und Astrono-
mie" (Mag. Michael Strobl, Mag. Martin Seitz)
Warum heißen Juppiter-Monde „Io“ oder „Ganymed“? Sind
Narzissen selbstverliebte Blumen? An wen denkt Apoll seufzend, wenn er seinen Lorbeerkranz aufsetzt? Wer kann eine
Zypresse in ihrer Trauer trösten? Welche blutrünstige Geschichte steckt hinter der tiefroten Maulbeere?
Die Nomenklatur der heutigen Botanik und Astronomie geht auf
viele spannende Geschichten der Antike und des Mittelalters
zurück. Wer sie kennt, nimmt diese Pflanzen und leuchtenden
Himmelskörper in anderem Bewusstsein wahr, wird an tragische
Schicksale, verhängnisvolle Gefühle und beispielhafte Erlebnisse und Handlungsweisen erinnert, welche diese Naturphänome-
Geplante Filme:
Quo Vadis (USA 1951. Regie: Mervyn LeRoy. Mit Robert Taylor, Deborah Kerr, Leo Genn, Peter Ustinov. Länge: 171 Minuten) – 8 Oscar-Nominierungen
Ben Hur (USA 1959. Regie: William Wyler. Mit Charlton
Heston, Stephen Boyd, Jack Hawkins, Haya Harareet, Martha
Scott. Länge: 214 Minuten) – 11 Oscars, 1 weitere Nominierung
Cleopatra (USA 1963. Regie: Joseph L. Mankiewicz. Mit Elizabeth Taylor, Richard Burton, Rex Harrison. Länge: 241 Minuten) – 4 Oscars, 5 weitere Nominierungen
Gladiator (UK/USA 2000. Regie: Ridley Scott. Mit Russell
Crowe, Joaquin Phoenix, Connie Nielsen, Oliver Reed, Richard
Harris. Länge: 149 Minuten) – 5 Oscars, 7 weitere Nominierungen
Troja (USA/Malta/England 2004. Regie: Wolfgang Petersen.
Mit Brad Pitt, Eric Bana, Orlando Bloom, Diane Kruger. Länge:
156 Minuten) – 1 Oscar-Nominierung
300 (USA 2007. Regie: Zack Snyder. Mit Gerard Butler, Lena
Headey, David Wenham, Dominic West. Länge: 112 Minuten) –
2 Oscar-Nominierungen
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Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaften
PH WIEN
19. Oktober 2012, 13.00 – 18.30 Uhr
Wiedner Gymnasium
Referenten: Mag. Maria-Rita Helten-Pacher,
Mag. Viktor Streicher, Mag. Herbert Staud
11. April 2013, 17.00 – 20.00 Uhr
Wiedner Gymnasium
Referent: MMag. Dr. Walter Perné
Antike im Film - Spartacus
Ausschnitte aus Filmen und Dokumentationen mit dem Thema
„Spartacus“ werden vorgestellt.
Matura Latein. Vernetzung Latein - Deutsch, Aufbau von
Textkompetenz
PH BURGENLAND
22. November 2012, 9.00 – 17.00 Uhr
Wiedner Gymnasium
Referenten: Ass.Prof. Mag. Dr. Florian Schaffenrath, MMag.
Anna Pinter
Lateinertag: Der neulateinische Roman im Habsburgerreich
(Vormittag) / Ergebnisse und Folgerungen aus den Feldtestungen zur neuen RP in Latein (Nachmittag)
5. Dezember 2012, 9.00 – 17.00 Uhr
PH Wien
Referenten: Mag. Christoph Preiser-Kapeller, Mag. Josef Prinz
Die neue Matura – Erfahrungsaustausch und Info-Update
10. Jänner 2013, 9.00 – 17.00 Uhr
PH Wien
Referentinnen: Mag. Erika Weithofer, Mag. Annick Danner
Die Nutzung von Latein-Webpages für den Unterricht
27.9.2012, 14.00-17.30 Uhr
ORG Theresianum Eisenstadt
Referent: Mag. Peter Glatz
Dieses Seminar ist im Hinblick auf die zukünftige mündliche
Matura von großem Nutzen, zumal über die Webpages neue
Quellen und Texte erschlossen werden.
Die neue mündliche Reifeprüfung in Latein
7.11.2012, 09.00-17.00 Uhr
Haus St. Stephan, Oberpullendorf
Referentin: Mag. Wilma Widhalm-Kupferschmidt
In dieser Fortbildungsveranstaltung werden die Teilnehmer über
den aktuellen Stand zur neuen mündlichen Reifeprüfung informiert.
Die neue Matura – Erfahrungsaustausch und Info-Update
(WH)
Latein und Mathematik / Workshop „Schularbeiten und
Lektüreunterricht“
5.3.2013, 09.00-17.00 Uhr
Haus St. Stephan, Oberpullendorf
12. Februar 2013, 17:00 - 20:00 Uhr
GRg Kenyongasse, 1070 Wien
Referentin: Dr. Christine Kandler
Referent:en Mag. Walter Freinbichler / Mag. Walter Dujmovits
Der Veranstaltungstag ist zweigeteilt. Am Vormittag wird den
Teilnehmern ein Beitrag zum fächerübergreifenden Unterricht
geboten, der Nachmittag wird als Workshop gestaltet.
Einführung in die römische Kochkunst und Esskultur
Kamelfersen und geräucherte Pfauenzungen sind das Symbol für
römische Dekadenz.
Was stand aber abseits der Orgien wirklich auf dem täglichen
Speiseplan? Was waren die wichtigsten Lebensmittel und woher
kamen sie ? Wie sah der Speiseplan römischer Legionäre aus?
Darauf liefern Archäologie und lateinische Quellen zahlreiche
Antworten. Die Hauptnahrungsmittel, ihre Herkunft und Herstellung werden vorgestellt.
Die Bedeutung von Kochgeräten, Vorratsgefäßen und erhaltenen
Speiseresten als archäologische Fundobjekte wird besprochen.
Küchen und ihre Einrichtung werden anhand von Beispielen aus
römischen Siedlungen gezeigt.
Schließlich wird eine Auswahl von Rezepten aus römischer Zeit
im Workshop nachgekocht, um zu zeigen, dass sich vieles
durchaus auch heute noch als Bereicherung des Speiseplans eignet.
Bitte um
unverzügliche Bekanntgabe
von Namens– und Adressänderungen
an
[email protected]!
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Auf den Spuren der Klassiker
27. 8. – 1. 9. 2012
Eine Kunst-, Literatur- und Kulturfahrt nach Oberitalien
Veranstaltet von der Sodalitas, der Arbeitsgemeinschaft Klassischer Philologen und Altertumswissenschaftler Österreichs,
gemeinsam mit dem Reisebüro Bretterklieber, Graz.
Konzept: Wolfgang J. Pietsch
Leitung und Führungen: Renate Oswald, Wolfgang J. Pietsch, Roman A. Prochaska, Udo Reinhardt (Univ. Mainz) u. a.
Catulldenkmal in
Sirmione
Voraussichtliches Programm:
Montag, 27. 8.:
Graz – Vicenza (Stadtbummel, 1x Übernachtung in einem Hotel
im Zentrum)
(Foto: Pietsch)
Dienstag, 28. 8.:
Vicenza (Teatro Olimpico, Villa Valmarana mit den Fresken
von Tiepolo) – Gardasee (Sirmione, Grotten des Catull u. a.) –
Verona (1x Übernachtung)
Mittwoch, 29. 8.:
Verona – Mantua (Palazzo Ducale, Vergil-Denkmäler, ev. Stadtbesichtigung inkl. Andreas-Hofer-Gedenkstätte u. a. 2 x Übernachtung)
Donnerstag, 30. 8.:
Mantua (Palazzo del Te, Vergil-Gedenkstätten in Andes/Pietole)
Freitag, 31. 8.:
Mantua – Reggio nel Emilia (Villa Mauriziana) – Padua (1x
Übernachtung)
Samstag, 1. 9.:
Padua (Stadtführung, Liviana) - Graz
Pauschalpreis pro Person
480,- € im DZ, im EZ 580,- € (bei Mindestzahl von 20 Teilnehmern; max. 30 Teilnehmer geplant)
31,- € Reiseschutzversicherung inkl. Stornoversicherung
5 Nächtigungen mit Halbpension
Fahrt in einem Bistro-Bus
Die Reise ist eine erst- und wohl einmalige Gelegenheit, nach
einem literarischen Reisekonzept herausragende Kunstwerke (z.
T. mit literarischem Hintergrund) kennen zu lernen, etwa im
Palazzo Ducale, der nahezu die Größe des Vatikans erreicht und
hervorragende Wandmalereien enthält (Sala di Troia u. a.), ferner den Palazzo del Te mit den Fresken von Giulio Romano
(Amor und Psyche) u. a., in und bei Vicenza das Teatro Olimpico und die Villa Valmarana mit ihren bedeutenden Fresken von
Tiepolo zur Ilias und zur Äneis, ferner die wenig bekannte Humanistenvilla „Mauriziana“ des Ludovico Ariosto und die literarischen Erinnerungsorte am und um den Gardasee.
Einige Plätze sind noch frei!
Interessenten mögen sich so bald wie möglich, aber
spätestens bis 20. März an mich wenden:
Wolfgang J. Pietsch, Tel. 0316/68 72 08 oder
per Mail: [email protected]
Villa Valmarana (Foto: Pietsch)
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Rezensenten für JANUS gesucht!
Braumüller, Wien
Latein im Griff. Übungstexte
Oswald/Schepelmann/Pietsch, Der Mensch in seinem Alltag.
Gestalten und Persönlichkeiten. 2., erw. und verb. Aufl. 114 S.
(Übungstexte) + 32 S. (Lösungsheft)
Buchners, Bamberg
Prima nova LÜK 1, erarb. von Chr. Zitzl, 64 S. (= prima nova
Palette, hrsg. von Cl. Utz und A. Kammerer)
Campus. Gesamtkurs Latein. Ausgabe A. Textband. Hrsg. von
Clement Utz u. a. 254 S. geb.
Campus. Gesamtkurs Latein. Ausgabe A. Begleitband. 246 S.
geb.
Campus. Gesamtkurs Latein. Ausg. B + C, Lesen 2: Die Abenteuer des Odysseus, bearb. von Michael Lobe. 56 S. (Text) + 20
S. (Übersetzung)
Reihe Antike und Gegenwart
Mensch und Natur in der Antike. Bearb. von Gudrun Vögler.
108 S.
Auf Messers Schneide. Historische Wendepunkte der Antike.
Bearb. von Friedrich Maier. 76 S.
Geflügelte Worte aus der Antike. Lebendige Sprachbilder.
Bearb. von Friedrich Maier. 76 S.
Sammlung ratio
(Un)verblümte Wahrheit. Petron, Cena Trimalchionis und Horaz, Sermones. Mit einer Auswahl aus Catulls Spottepigrammen.
Bearb. von E. Kattler und Reiner Streun. 80 S.
Dazu Lehrerkommentare:
Christian Zitzl (Bearb.), Lebensziel Glück. Philosophieren mit
Seneca und Cicero. Lehrerkommentar mit Begleitmaterial auf
CD. 112 S., kart.
Aurea aetas. Das Zeitalter des Augustus. Bearb. von Mich. Lobe. 64 S., kart.
Krieg gegen die Helvetier. Caesar, De bello Gallico, 1,1-30.
Lektüreprojekt für den binnendifferenzierten Unterricht. Bearb.
von Ulrich Tipp. 80 S. kart.
Haymon, Innsbruck
C. W. Bauer, mein lieben, mein hassen, mein mittendrin du.
Gedichte. Mit einem Nachwort von Niklas Holzberg. 90 S.
Ovid Verlag, Bad Driburg
Ovid, Ars amatoria. Bearb. von Rudolf Henneböhl. 152 S.
Reclam, Stuttgart
Vergil, Aeneis, 11. und 12. Buch. Lat. / dt. mit 24 Abb. Übersetzt und hrsg. von E. und G. Binder. 292 S.
Regino-Gymnasium, Prüm (Eifel)
Herkules in der Krise. Antike Mythologie in politischen Karikaturen. Ein Projekt des Leistungskurses Latein. 44 unpaginierte
S., kart.
J. H. Röll Verlag, Würzburg
Hans Ludwig Oertel, Mit Latein ins Maindreieck. Ausgewählte
[lateinische] Inschriften zwischen Würzburg und Volkach. 112
S.
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt
P. Schollmeyer, Einführung in die antike Ikonographie. 144 S.
Anforderung der Rezensionsexemplare:
Sodalitas-Mitglieder mögen unter Angabe von Dienst- und
Privat-Anschrift per Post oder E-Mail den/die gewünschten Titel
bei der IANUS-Redaktion anfordern. Das Buch geht nach zugesandter Rezension in das Eigentum des Rezensenten /der Rezensentin über.
IANUS-Redaktion:
Mag. Dr. Wolfgang J. Pietsch,
Ziegelstraße 9 h, 8045 Graz;
[email protected]
Der Standard, 7.12.2011
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PERSONALIA
NEU IN UNSERER MITTE
Mag. Christof Wolfgang Lamot
Geb. am 18. Februar 1968, studierte nach der Reifeprüfung am BG Rein die Fächer Germanistik und
Latein an der Karl-Franzens-Universität in Graz; unterrichtet seit dem Schuljahr 1992/93 am Privatgymnasium Sacré Coeur in Graz Deutsch und Latein und
ist auch als diplomierter Legasthenietrainer tätig.
Weitere Tätigkeiten:
Mentor für Schulpraktikant/inn/en für Deutsch und
Latein,
Mitarbeiter des Regionalen Fachdidaktikzentrums
sowie des Fachdidaktikzentrums der Geisteswissenschaften,
Lektor für Fachdidaktik
aus Deutsch am Institut
für Germanistik der
Karl-FranzensUniversität in Graz,
Lehrbuchautor,
seit Dezember 2011
steirischer Landesfachkoordinator für
Latein (in der Nachfolge von Renate Oswald).
Herzlich willkommen
im Kreis der Landesarbeitsgemeinschaftsleiter/innen der klassischen Philologen Österreichs!
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Fritz Lošek
R. O. L
Heute würde man wohl „blind date“ dazu sagen. Irgendwann in
den 1990er-Jahren hatte die junge steirische AG-Leiterin mich
zu einer Tagung nach Seggauberg eingeladen. Unbekannterweise. Da stand ich nun, dank Alfred R. und Wolfgang P. nicht zum
ersten Mal bei den Steirern, und sah mich um, wer die Oswald
wohl sein könnte. Sie fiel mir auf.
Oft bin ich seitdem in der
Steiermark eingeladen, und
oft und zu unwahrscheinlichen Terminen von Schnee
begleitet. Dabei konnte ich
noch andere Talente an
„der Oswald“ kennen lernen: Wie man im Grazer
Schneechaos Auto fährt;
wie man mit verspäteten
Referenten und aufmüpfigen Seminaristen umgeht;
wie man die Familie, wie
man Haus und Garten, ja
die ganze Baumgasse
„organisiert“. Andere Talente also als die eigentlichen: das Sprachgenie
(Lehramt für Latein, Griechisch, Deutsch, Spanisch,
…), das Kommunikationstalent (ihre „meine Nina“
ist da die richtige Herausforderung), das Multitasking-Modell (das sich
endlich auch zum Leiterposten in Rein überreden
ließ).
Wann macht(e) sie das alles bloß? Lehrerin, Personalvertreterin,
AG-Leiterin, Universitätslektorin, Betreuungslehrerin, PHReferentin, Mitglied in den Arbeitsgruppen „Neuer Lehrplan“,
„Neue Leistungsbeurteilung“, „Neue Reifeprüfung“,
„Grundkompetenzen L6“, Gemoll-Herausgeberin, Lehrbuchautorin, Obfraustellvertreterin der „Sodalitas“ – und da hab‘ ich
sicher einiges vergessen! Und wenn´s was ganz Spannendes sein
soll, dann verfasst sie schnell noch den Registerband für 30 Jahre IANUS – chapeau!
Warum studiert so jemand ausgerechnet Latein? Nun, ich glaube
aus ihren Erzählungen zu wissen, es war das legendäre Lesestück aus dem „Liber latinus“, wo der Bauer mit der Magd in
den Wald geht. Klein-Renate fragte sich nämlich schon damals
in der Schule, quasi die Geburtsstunde des Interpretationstextes:
Was haben die beiden bloß dort gemacht?! Dass sie mit dieser
Zugangsweise zu Texten Schülergenerationen geprägt und geführt, ja nicht wenige sogar zum Latein-Studium verführt hat,
nimmt einen kaum wunder.
Ja, und dann ihre Reisen. Dass sie liebend gern begeisterte
Schülergruppen durch Rom, Neapel, Pompeji usw. schleppt,
überrascht niemanden. Aber Renate hat´s auch gerne exotisch.
Legendärer Anruf bei ihr am Handy wegen irgendeiner unwichtigen Sache. Renate meldet sich: „Du, ich ruf dich z´rück, ich
bin g´rad in Äthiopien!“. Wenn sie dann ins Erzählen kommt,
von den Zigaretten rauchenden Kamelen und ähnlichen Begebenheiten, schlägt ihr alemannisch-steirischer Humor so richtig
durch – und der kann durchaus deftig sein!
Hat denn die Oswald gar keine Schwäche? Nach jahrelanger
Freundschaft darf ich mir erlauben, eine kleine zu nennen – und
selbst die könnte man (auch) als Stärke auffassen: Eine gewisse
Sturheit. Wenn sich Renate in etwas (oder gar in jemanden)
„verbissen“ hat, lässt sie nur schwer wieder von ihrem Fang ab.
Wenn dann noch ein Satz oder eine Suada mit „aber bei uns in
der Steiermark“ eingeleitet wird (den man auch aus LSI-Kreisen
kennt, gibt´s da einen geheimen Link zur Schulbetreuerin Marlies L.?), weißt du als Diskussionspartner, dass es ernst wird.
Liebe Renate, noch vieles könnte ich in bester Praeteritio erwähnen: Die weihnachtsmärktlich punschumnebelte LehrplanTagung in Salzburg; die Telefonblödelei in Wien, die uns
prompt einen weiteren Sitzungstermin einbrachte; die ReinTagung, wo uns Guenther S. reinzog in die Psychometrie, und
die in Schlierbach (oder war´s Klagenfurt?), wo er uns nicht
reinfiel auf die grüne Markierung.
Es bleibt mir im Namen vieler zu sprechen, und ich fasste das
als echte Ehre auf, als – seinen Namen wirst du nie erfahren /
erraten! – gerade mir das Angebot machte, zu deinem (sit venia
numero) fünfzigsten Geburtstag „etwas“ zu schreiben. Ein
„etwas“ kann nicht „alles“ sagen. Aber ich hoffe, man spürt aus
den wenigen Zeilen, was die communitas latina et graeca
Austriaca an Renate Oswald hoffentlich noch lange hat und
schätzt und bewundert.
Und ich hoffe, nein, ich weiß, dass du meine Worte genau so
heiter und / oder so ernst nimmst, wie sie gemeint sind.
Ad pulchros, ad multos, ad quam plurimos!
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REDAKTIONSSCHLUSS
FÜR DIE NÄCHSTE NUMMER
DES CIRCULARE:
15. Mai 2012
Wir nehmen gern Ihre (unformatierten) Beiträge
(Fotos in hoher Auflösung und getrennt vom Text)
an folgender Adresse entgegen:
[email protected]
Salzburger Nachrichten, 16.7.2011
28.3.2012:
Handelsmetropole Ephesos (Priv. Doz. Mag. Dr. Sabine Ladstätter, ÖAI,
Leiterin der Grabungen in Ephesos)
25. 4. 2012:
Die Ergebnisse der Ausgrabungen in Karnburg (Univ.-Doz. Dr. Heimo
Dolenz M.A., Kustos am Landesmuseum Kärnten)
Die beiden Vorträge finden um 19 Uhr im Musikzimmer der Diplomatischen
Akademie, 1040 Favoritenstr. 15a, statt.
23.5.2012:
Archäologischer Park Xanten (Dr. Martin Müller, Dienststellenleiter des
Archäologischen Parks Xanten). Besucherzentrum Petronell-Carnuntum, 19 Uhr
Medieninhaber und Herausgeber:
SODALITAS - Bundesarbeitsgemeinschaft klassischer Philologen und Altertumswissenschafter in Österreich
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